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Document 52014DC0507
REPORT FROM THE COMMISSION ANNUAL REPORT 2013 ON RELATIONS BETWEEN THE EUROPEAN COMMISSION AND NATIONAL PARLIAMENTS
BERICHT DER KOMMISSION JAHRESBERICHT 2013 ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION UND DEN NATIONALEN PARLAMENTEN
BERICHT DER KOMMISSION JAHRESBERICHT 2013 ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION UND DEN NATIONALEN PARLAMENTEN
/* COM/2014/0507 final */
BERICHT DER KOMMISSION JAHRESBERICHT 2013 ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION UND DEN NATIONALEN PARLAMENTEN /* COM/2014/0507 final */
1. Einführung Im Jahr 2013 entwickelten sich die
Beziehungen zwischen der Europäischen Kommission und den nationalen Parlamenten
weiterhin auf zwei Ebenen – zum einem im Rahmen des
Subsidiaritätskontrollmechanismus, der mit dem Vertrag von Lissabon eingeführt
wurde, um zu überprüfen, ob neue Legislativvorschläge der Kommission (die nicht
in Bereiche fallen, in denen die EU ausschließliche Zuständigkeit hat) mit dem
Subsidiaritätsprinzip vereinbar sind, und zum anderen im Rahmen des politischen
Dialogs, den die Kommission im Jahr 2006 begann, um den Austausch von
Informationen und Meinungen zu politischen Fragen im Zusammenhang mit Legislativvorschlägen
und nichtlegislativen Initiativen zu verbessern. Des Weiteren fanden zahlreiche
Zusammenkünfte und Gespräche statt, die die Vielfalt des umfangreichen
Austausches zwischen der Kommission und den nationalen Parlamenten
widerspiegelten. Im Mittelpunkt dieses neunten Jahresberichts
über die Beziehungen zwischen der Kommission und den nationalen Parlamenten
steht der politische Dialog. Spezifische Aspekte des
Subsidiaritätskontrollmechanismus, darunter die zweite „gelbe Karte“ einer
Reihe von nationalen Parlamenten zum Vorschlag der Kommission für eine
Verordnung über die Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft[1], werden in dem Jahresbericht
(2013) über die Anwendung der Grundsätze der Subsidiarität und der
Verhältnismäßigkeit behandelt, der gleichzeitig mit diesem Bericht veröffentlicht
wird und als Ergänzung zu diesem zu sehen ist. Mit dieser zweiten „gelben Karte“ brachten die
nationalen Parlamente klar zum Ausdruck, dass sie sich in ihren Beziehungen zur
Kommission hinsichtlich eines bestimmten Rechtsaktes Gehör verschaffen wollen. Generell
war es den nationalen Parlamenten durch den umfangreichen politischen Dialog zu
den Vorschlägen und Initiativen der Kommission weiterhin möglich, eine konstruktive
Rolle bei der Politikgestaltung auf EU-Ebene zu spielen, insbesondere im
Kontext der Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) und der
Umsetzung der Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Semesters. Wie in den Vorjahren erfolgte der politische Dialog
im Jahr 2013 hauptsächlich im Wege i) allgemeiner bilateraler und multilateraler Debatten und Diskussionen,
die häufig während interparlamentarischer Treffen geführt wurden
(Abschnitt 2), ii) des Austausches schriftlicher Stellungnahmen der nationalen Parlamente
und von Antworten der Kommission hierauf (Abschnitt 3) und iii) von
Kontakten und Zusammenkünften während des ganzen Jahres (Abschnitt 4). Dieser Bericht endet mit einem kurzen Ausblick
auf die Zukunft der Beziehungen zwischen der Kommission und den nationalen
Parlamenten (Abschnitt 5). 2. Der
weitergefasste Kontext: wichtigste Zusammenkünfte und Herausforderungen Vor dem Hintergrund der weiterhin schwächelnden
Konjunktur lag das Hauptaugenmerk der nationalen Parlamente im Jahr 2012 auf
der europäischen Reaktion auf die Krise, unter anderem auf der Strategie „Europa 2020“
und dem mehrjährigen Finanzrahmen (2014-2020). Während es in den Stellungnahmen
der nationalen Parlamente im Jahr 2013 weiterhin überwiegend um Justiz und
Inneres, den Binnenmarkt und Aspekte der Europäischen Währungsunion ging, standen
auf der politischen Tagesordnung auch einige speziellere Punkte, etwa die
Tabakrichtlinie[2]
und die Richtlinie über das gemeinsame Finanztransaktionssteuersystem[3]. Die Konferenz der Ausschüsse für
Unionsangelegenheiten der Parlamente der Europäischen Union (COSAC) stellte
weiterhin ein wichtiges Forum für die Diskussionen mit den nationalen
Parlamenten dar. Die COSAC-Vorsitzenden kamen im Januar 2013
in Dublin zusammen. Wie die Diskussion über die Prioritäten des irischen
Vorsitzes auf jener Tagung ergab, werden die Zukunft der WWU und die damit
zusammenhängenden Fragen der demokratischen Legitimation und Rechenschaftspflicht
noch für geraume Zeit auf der politischen Tagesordnung bleiben, wobei die nationalen
Parlamente nachdrücklich forderten, dass ihrer wachsenden Bedeutung Rechnung
getragen wird. Die 49. Plenartagung der COSAC fand in
Dublin statt und war schwerpunktmäßig dem Europäischen Jahr der Bürgerinnen und
Bürger gewidmet. Daher ging es auf der Tagung hauptsächlich um Aspekte der
künftigen europäischen Integration und der Zukunft der jungen Bürger und
Bürgerinnen in Europa. Auf der 50. Plenartagung der COSAC in Vilnius wurde die Diskussion
über die demokratische Legitimation und
Rechenschaftspflicht in der EU und die Rolle der nationalen
Parlamente fortgesetzt. Auf jener Plenartagung hielt der Gründer der COSAC
Laurent FABIUS, Minister für auswärtige Angelegenheiten
der Republik Frankreich, eine Rede über die Gründung der
COSAC. In seiner Rede betonte er, dass die Gründe für die Gründung der COSAC
weiterhin relevant sind, und rief zu einer stärkeren Koordinierung der Politik
und zu einer besseren Zusammenarbeit der Vertreter der nationalen Organe auf. Der
Vizepräsident der Kommission ŠEFČOVIČ hielt eine programmatische Rede
zur Umsetzung der Strategie „Europa 2020“, in der er die betreffenden Prozesse
darlegte und auf die noch verbleibenden Aufgaben verwies, insbesondere
hinsichtlich Arbeitslosigkeit, Innovation, Klima und Energie. Es fanden zwei Diskussionen
über die demokratische Legitimation und
die Rolle der nationalen Parlamente statt, in denen auf die offensichtlich
vorhandene Kluft zwischen der EU und ihren Bürgerinnen und Bürgern hingewiesen und
betont wurde, dass es wichtig ist, dass die nationalen Parlamente das ihnen zur
Verfügung stehende Instrumentarium nutzen, um diese zu verringern. Während des gesamten Jahres 2013 stand
die Frage der demokratischen Legitimation im Allgemeinen und speziell im
Zusammenhang mit dem Europäischen Semester weiterhin im Fokus der interparlamentarischen
Gespräche und des Dialogs zwischen der Kommission und den nationalen Parlamenten.
So gab es informelle und formelle Initiativen zur Stärkung der
parlamentarischen Kontrolle und der interparlamentarischen Zusammenarbeit im
Kontext der verstärkten wirtschaftspolitischen Steuerung, die entweder im
Rahmen der interparlamentarischen Zusammenarbeit nach Artikel 9 des
Protokolls (Nr. 1) der Verträge ins Leben gerufen wurden oder sich auf
Artikel 13 des Vertrages über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in
der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag) stützten, auf den sich der
Europäische Rat auf seiner Tagung vom März 2012 verständigt hatte (siehe
auch Abschnitt 5). Die breiter angelegte Diskussion über die demokratische
Legitimation verstärkte außerdem EU-weit die Erkenntnis, dass die
makroökonomischen und haushaltspolitischen Strategien der Mitgliedstaaten enger
koordiniert werden müssen, wenn die WWU weiterhin funktionieren soll. Jedoch muss
bei einer weiteren Vertiefung der WWU für eine starke demokratische Kontrolle,
auch durch die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament, gesorgt
werden. Eine der Hauptentwicklungen im Zusammenhang
mit der neuen wirtschaftspolitischen Steuerung unter Einbindung der nationalen Parlamente
war die erste sogenannte europäische parlamentarische Woche, an der etwa 100 Mitglieder
von 26 nationalen Parlamenten teilnahmen und die auf Initiative des Europäischen
Parlaments im Januar 2013 stattfand. Die Sitzungen wurden vom Ausschuss
„Haushalt“, vom Ausschuss „Wirtschaft und Währung“ und vom Ausschuss
„Beschäftigung und soziale Angelegenheiten“ des Europäischen Parlaments
veranstaltet. In den Diskussionen ging es hauptsächlich um institutionelle
Fragen, etwa um die demokratische Legitimation, aber auch um konkrete politische
Fragen im Zusammenhang mit dem Europäischen Semester und dem mehrjährigen
Finanzrahmen für die Jahre 2014 – 2020, zum Beispiel um Sparpolitik oder
Wachstumspolitik, die Jugendbeschäftigung und die sozialen Folgen der Anpassung
der Wirtschaft. Obgleich die europäische parlamentarische
Woche nicht auf konkrete Schlussfolgerungen abzielte, stärkte sie dennoch den
Konsens darüber, dass die demokratische Legitimation des Europäischen Semesters
erhöht und verbessert werden muss, indem die nationalen Parlamente intensiver –
und frühzeitig – in das Verfahren eingebunden werden. Erreichen ließe sich
dies, indem die betreffenden Regierungen in der Phase eingebunden werden, die
der Vorlage der nationalen Reformprogramme vorausgeht. Der Präsident des
irischen Parlaments (Oireachtas) schlug vor, regelmäßig Fachdiskussionen
zu europäischen Fragen abzuhalten, und zwar an sogenannten Europatagen, die am
selben Tag in allen nationalen Parlamenten veranstaltet würden; dieser
Vorschlag wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen. Die neue wirtschaftspolitische Steuerung, die im
Rahmen des Europäischen Semesters unter Einbindung der nationalen Parlamente
vollzogen werden soll, kommt auch in dem sogenannten legislativen Zweierpaket[4] deutlich zum Ausdruck. Darin
ist ein wirtschaftspolitischer Dialog zwischen den Mitgliedstaaten des
Euro-Währungsgebiets vorgesehen, der durch Stellungnahmen der Kommission zu den
Übersichten über die jeweilige Haushaltsplanung und eine Gesamtbewertung der
Haushaltslage und die Haushaltsaussichten für das gesamte Euro-Währungsgebiet
ergänzt wird. In diesem Rahmen legten die Mitgliedstaaten des
Euro-Währungsgebiets ihre Übersichten über die Haushaltsplanung der Kommission erstmals
im Herbst 2013 vor, und die Kommission nahm am 15. November 2013
Stellung zu diesen Übersichten. Auf diese Weise wurde den nationalen
Interessenträgern (darunter den nationalen Parlamenten) eine unabhängige Sicht
auf die Übersichten der Mitgliedstaaten ermöglicht. 3. Schriftliche
Stellungnahmen der nationalen Parlamente Insgesamt ist die
Zahl der Stellungnahmen der nationalen Parlamente, die in den letzten Jahren
eingingen, deutlich angestiegen, sie hat sich jedoch offenbar bei etwas mehr
als 600 Stellungnahmen pro Jahr stabilisiert, von denen etwa 14 % begründete
Stellungnahmen waren (siehe Anhang 1). Entsprechend den geänderten
internen Verfahren beantwortet die Kommission diese Stellungnahmen nunmehr in
der Regel binnen einer selbst gesetzten Frist von drei Monaten. Der politische Dialog mit den nationalen Parlamenten
hat sich als erfolgreich erwiesen und bietet eindeutig einen zusätzlichen
Nutzen. Sofern die nationalen Parlamente ihre Stellungnahmen frühzeitig
vorlegen, können sie als ein Frühwarnsystem dienen, das der Kommission einen
Überblick über die wichtigsten Argumente zum Inhalt ihrer Vorschläge gibt. Die
Kommission kann sodann in völliger Kenntnis der von den nationalen Parlamenten
zum Ausdruck gebrachten Auffassungen Verhandlungen mit dem Rat und dem
Europäischen Parlament führen. Sie misst dem politischen Dialog große Bedeutung
bei und ersucht die nationalen Parlamente insbesondere um Reaktionen im Rahmen
öffentlicher Anhörungen sowie zu Grünbüchern und Mitteilungen während der prälegislativen Phase. Seit Dezember 2013
werden die nationalen Parlamente eigens über alle öffentlichen Anhörungen der Kommission
unterrichtet. Beteiligung und Schwerpunkte Die folgenden Zahlen beleuchten lediglich die
Tätigkeit der nationalen Parlamente im Zuge ihrer Mitwirkung an dem politischen
Dialog im engen Sinne, d. h. ihre Mitwirkung durch Vorlage schriftlicher Stellungnahmen
bei der Kommission. Wie aus dem Bericht insgesamt und insbesondere aus
Abschnitt 4 hervorgeht, kann die Tätigkeit eines nationalen Parlaments auf
dem Gebiet der EU-Angelegenheiten nicht allein auf der Grundlage der
schriftlichen Beiträge zum politischen Dialog gemessen werden, denn es ist
wahrscheinlich, dass den nationalen Parlamenten weitere Kontrolltätigkeiten
obliegen. Des Weiteren legen die nationalen Parlamente nicht zu allen Vorschlägen
oder sonstigen Dokumenten der Kommission Anmerkungen vor, sondern treffen im
Einklang mit ihren Prioritäten eine Auswahl. Insgesamt gingen
im Jahr 2013 621[5]
Stellungnahmen der nationalen Parlamente ein, was einem Rückgang um etwa 6 %
im Vergleich zum Jahr 2012 (663 Stellungnahmen) entsprach. Im
Jahr 2012 hatte es gegenüber dem Jahr 2011 eine geringfügige Zunahme
der Stellungnahmen um 7 % gegeben, im Jahr 2011 gegenüber dem
Jahr 2010 hingegen eine sehr deutliche Zunahme um 60 %. Insgesamt lässt
sich folgende Entwicklung feststellen: ·
Im Rahmen des schriftlichen politischen Dialogs
übermittelten 16 Kammern im Jahr 2013 mehr Stellungnahmen als im
Jahr 2012, 18 Kammern hingegen weniger Stellungnahmen und zwei
übermittelten die gleiche Zahl von Stellungnahmen wie im Jahr 2012. ·
Die Tätigkeit im Rahmen des politischen Dialogs verteilt
sich ungleichmäßig auf die Kammern der nationalen Parlamente (fast 80 % der
Stellungnahmen wurden von den zehn aktivsten Kammern vorgelegt). ·
Die nationalen Parlamente legen den Schwerpunkt des
politischen Dialogs mit der Kommission weiterhin auf die legislativen Dokumente,
während nur ein geringer Teil der von ihnen vorgelegten Stellungnahmen andere
Arten von Initiativen betraf. Im Jahr 2013 entfielen auf die 15 Vorschläge
der Kommission, die die meisten Stellungnahmen der nationalen Parlamente
hervorriefen, 144 (23 %) der insgesamt 621 Stellungnahmen. Zu den meisten
Kommissionsdokumenten, zu denen die nationalen Parlamente Stellung nahmen, gingen
jedoch – wie im Jahr 2012 – eine bis drei Stellungnahmen ein, was auf die
Vielfalt der Themen zurückzuführen ist, die für die nationalen Parlamente von
Interesse waren. Die Vorschläge und Initiativen der Kommission,
die die meisten Stellungnahmen der nationalen Parlamente hervorriefen, betrafen
die Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft[6] (20 Stellungnahmen),
die Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten
über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und
verwandten Erzeugnissen[7]
(17 Stellungnahmen), die Schaffung eines Rahmens für die maritime
Raumordnung und das integrierte Küstenzonenmanagement[8] (14 Stellungnahmen),
die Schaffung eines Rahmens für den Zugang zum Markt für Hafendienste und für
die finanzielle Transparenz der Häfen[9]
(10 Stellungnahmen) sowie die Agentur der Europäischen Union für die
Zusammenarbeit und die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung
(Europol) und die Aufhebung der Beschlüsse 2009/371/JI und 2005/681/JI[10] (10 Stellungnahmen)
(nähere Angaben hierzu enthält Anhang 2). Wie im Jahr 2012 zählten zu einigen der
Vorschläge, die insgesamt die meisten Stellungnahmen der nationalen Parlamente bewirkten,
auch diejenigen, die die meisten begründeten Stellungnahmen im Rahmen des
Subsidiaritätskontrollmechanismus hervorriefen. Wie im Jahr 2012 entfiel
auch im Jahr 2013 mehr als die Hälfte der Stellungnahmen (nämlich 323 von 596),
die im Rahmen des politischen Dialogs eingingen, auf sechs Politikbereiche. Diese
Politikbereiche waren Justiz, Binnenmarkt und Dienstleistungen, Mobilität und
Verkehr, Inneres, Gesundheit und Verbraucher sowie Kommunikation (nähere
Angaben hierzu enthält Anhang 3). Im Jahr 2012 hatten die nationalen
Parlamente den Schwerpunkt des politischen Dialogs mit der Kommission zunehmend
auf legislative Vorschläge gelegt; lediglich ein geringer Teil der Stellungnahmen
war zu nichtlegislativen Initiativen vorgelegt worden. Dieser Trend setzte sich
im Jahr 2013 fort. Von den 15 Kommissionsdokumenten,
die die meisten Stellungnahmen der nationalen Parlamente (nämlich sechs oder
mehr) hervorriefen, waren lediglich zwei nichtlegislativer Art.[11] Ähnlich wie im
Jahr 2012 betrafen hingegen alle 15 politischen Stellungnahmen des
schwedischen Riksdag – bis auf eine ‑ nichtlegislative Dokumente, wenngleich
die Kammer auch die meisten begründeten Stellungnahmen übermittelte. Schlüsselthemen des politischen Dialogs Die folgenden legislativen Vorschläge zählten
zu denjenigen, denen die nationalen Parlamente im Jahr 2013 besondere Beachtung
schenkten (nähere Angaben hierzu enthält Anhang 2). Da diese Vorschläge auch
zu denjenigen zählten, die die meisten begründeten Stellungnahmen hervorriefen,
ist auch auf den gleichzeitig vorgelegten Jahresbericht (2013) über die Anwendung
der Grundsätze der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit zu verweisen, in
dem hierauf näher eingegangen wird. ·
Vorschlag für eine Verordnung des Rates über die
Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EStA)[12] Die Europäische
Union hat derzeit praktisch keine Befugnis, in Fällen kriminellen Missbrauchs
von EU-Mitteln tätig zu werden. Die Quoten der Feststellung, der Untersuchung und der erfolgreichen Verfolgung von Straftaten, die
sich gegen den EU-Haushalt richten, sind in den Mitgliedstaaten sehr
unterschiedlich (sie liegen zwischen 19 % und 90 %). Mit der Errichtung
der Europäischen Staatsanwaltschaft würden diese Zersplitterung der
Strafverfolgungsmaßnahmen, die auf die nationale Eigenart des jeweiligen
Justizsystems zurückzuführen ist, und auch das Problem, dass die Bekämpfung
europäischer Betrugsfälle auf nationaler Ebene nicht immer eine hohe Priorität
genießt, angegangen. Der Vertrag von Lissabon (Artikel 86 AEUV)[13] bietet eine spezifische
Rechtsgrundlage für die Einsetzung einer Europäischen Staatsanwaltschaft. Zu diesem Vorschlag
erhielt die Kommission im Jahr 2013 20 Stellungnahmen, davon 13 begründete
Stellungnahmen[14].
Da die Stimmenzahl, die auf diese begründeten Stellungnahmen entfiel, über dem
Schwellenwert von 14 lag, der für Vorschläge in den Politikbereichen Justiz und
Inneres gilt, wurde das Gelbe-Karte-Verfahren eingeleitet. ·
Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen
Parlaments und des Rates zur Angleichung der Rechts- und
Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die
Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen (Richtlinie über Tabakerzeugnisse)[15] Der geänderte Vorschlag für eine Richtlinie
über Tabakerzeugnisse enthielt neue, strengere Vorschriften darüber, wie Tabakerzeugnisse
in der EU hergestellt und zum Verkauf angeboten werden dürfen. Im Einzelnen wurde
darin vorgeschlagen, die Verwendung von Zigaretten, Tabak zum Selbstdrehen und
rauchlosen Tabakerzeugnissen mit einem charakteristischen Aroma zu verbieten und
große, bildliche Warnhinweise auf den Verpackungen von Zigaretten und von Tabak
zum Selbstdrehen vorzuschreiben. Des Weiteren wurde darin vorgeschlagen, den
grenzüberschreitenden Fernabsatz über das Internet zu regeln und technische
Merkmale vorzusehen, mit denen sich der unerlaubte Handel bekämpfen ließe. Auch
wurden darin Maßnahmen im Zusammenhang mit Erzeugnissen vorgeschlagen, die
bislang noch nicht spezifisch geregelt waren, etwa im Zusammenhang mit
elektronischen Zigaretten und pflanzlichen Raucherzeugnissen. Mit dem Vorschlag[16] wurde den
Änderungsanträgen des Europäischen
Parlaments und des Ministerrates entsprochen; außerdem spiegelt er die Berichte
der Kommission aus den Jahren 2005 und 2007 über die
Anwendung der Richtlinie über Tabakerzeugnisse (Richtlinie 2001/37/EG)
wider. Zu diesem Vorschlag erhielt die
Kommission 17 Stellungnahmen, davon sieben begründete Stellungnahmen, in denen
in Frage gestellt wurde, ob der Vorschlag mit dem Grundsatz der Subsidiarität
vereinbar ist. Obgleich die nationalen Parlamente auf diesen Vorschlag mit
großem Interesse reagierten, wurde der festgelegte Schwellenwert für die
Einleitung des Gelbe-Karte-Verfahrens (19 Stimmen) nicht erreicht. ·
Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung
eines Rahmens für die maritime Raumordnung und das integrierte
Küstenzonenmanagement[17] Die unkoordinierte Nutzung von
Küsten- und Meeresgebieten führt gegenwärtig zu einem Wettbewerb um Meeres- und
Küstengebiete sowie zu einer ineffizienten Nutzung der Meeres- und
Küstenressourcen. Die anhaltende Ungewissheit und fehlende Berechenbarkeit
bezüglich des Zugangs zum Meeresraum haben zu einem suboptimalen Geschäftsklima
für Investoren geführt. Infolge der rasch zunehmenden Nachfrage nach Meeresraum
für neue Tätigkeiten, etwa für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie und
Anlagen für die Aquakultur, muss die EU sicherstellen, dass die Tätigkeiten auf
See kohärent geplant werden. Gegenwärtig ist die Koordinierung zwischen den
Mitgliedstaaten nicht ausreichend fortgeschritten, und die derzeitigen
Unstimmigkeiten zwischen den vorhandenen Systemen verhindern eine effiziente
grenzüberschreitende Planung. Zu diesem Vorschlag erhielt die Kommission 14 Stellungnahmen,
davon neun begründete Stellungnahmen, in denen in Frage gestellt wurde, ob der
Vorschlag mit dem Grundsatz der Subsidiarität vereinbar ist. 4. Kontakte
und Besuche Zusätzlich zu den schriftlichen Stellungnahmen
der nationalen Parlamente und den Antworten der Kommission fand der politische Dialog
auch weniger förmlich im Wege von Zusammenkünften und Kontakten auf politischer
und administrativer Ebene statt. Hierzu zählen die folgenden Begegnungen: Mitglieder der meisten nationalen Parlamente
kommen regelmäßig mit Mitgliedern der Kommission in Brüssel und in den
betreffenden Mitgliedstaaten zusammen. Der für interinstitutionelle Beziehungen
zuständige Vizepräsident, Maroš ŠEFČOVIČ, besuchte im Jahr 2013 acht nationale Parlamente
(den deutschen Bundestag, den französischen Sénat, den kroatischen
Hrvatski sabor, die irischen Houses of the Oireachtas; den
litauische Seimas und den slowakischen Národná Rada). Im selben
Jahr empfing er am Sitz der Kommission in Brüssel eine große Zahl von
Abgeordneten und Delegationen der nationalen Parlamente (des tschechischen Senát,
des dänischen Folketing, des französischen Sénat, der irischen Houses
of the Oireachtas, des italienischen Senato della Repubblica,
der maltesischen Kamra tad-Deputati, des polnischen Sejm und der
rumänischen Camera Deputaților). Zusätzlich zu den Gesprächen über bestimmte
legislative Vorschläge und politische Initiativen ging es bei diesen
Zusammenkünften auch um Fragen im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit zwischen
der Kommission und den nationalen Parlamenten sowie um Fragen, die die sich
entwickelnde wirtschaftspolitische Steuerung und die demokratische Legitimation
betrafen. Ferner war die Kommission im Jahr 2013
auf politischer Ebene bei den meisten interparlamentarischen Treffen vertreten. Präsident BARROSO (sowie die Präsidenten VAN
ROMPUY und SCHULZ), die Vizepräsidenten REHN und ŠEFČOVIČ sowie die Kommissionsmitglieder
LEWANDOWSKI und ANDOR nahmen im Januar 2013 an der ersten europäischen parlamentarischen
Woche teil. Vizepräsident ŠEFČOVIČ nahm im
Oktober 2013 an der Plenartagung der COSAC in Vilnius und im Januar 2013
an der Tagung der COSAC-Vorsitzenden in Dublin teil. Vizepräsident REHN nahm an einer Diskussion
mit dem Haushaltsauschuss des finnischen Parlaments, Eduskunta, teil und
erörterte dort die Bewertung der finnischen Übersicht über die Haushaltsplanung
(2014) durch die Kommission. Die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und
Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, Baroness Ashton, nahm an
zwei Sitzungen der interparlamentarischen Konferenz zur Gemeinsamen Außen- und
Sicherheitspolitik und zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
teil, mit der die interparlamentarische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet
gefördert werden soll. Die erste dieser Sitzungen fand im April 2013 in
Dublin statt, die zweite im September 2013 in Vilnius. Hinsichtlich der Entlastung für das
Haushaltsjahr 2012 kamen Mitarbeiter des Kommissionsmitglieds ŠEMETA und der
GD BUDG mit einer Delegation des Rechnungsprüfungsausschusses des
dänischen Folketing in Brüssel und mit dem niederländischen Parlament in
Den Haag zusammen. Nach dem EU-Beitritt Kroatiens am 1. Juli
2013 legte das Kommissionsmitglied MIMICA dem kroatischen Hrvatski sabor
das Arbeitsprogramm der Kommission für 2014 vor. Außerdem nahmen Beamte der Kommission auf Anfrage
an den Sitzungen der Ausschüsse der nationalen Parlamente teil, und verschiedene
Kommissionsdienststellen (insbesondere die Generaldirektionen CLIMA, ECFIN,
ENER, ENV, HOME, JUST, MARE, MARKT, OLAF, REGIO, SANCO) nahmen an den
regelmäßigen Sitzungen der ständigen Vertreter der nationalen Parlamente in Brüssel
teil, um eine Vielzahl anstehender Initiativen oder laufender Angelegenheiten
zu erörtern. Wie 2012 kamen die ständigen Vertreter der nationalen
Parlamente auch 2013 mit Vizepräsident ŠEFČOVIČ und Mitarbeitern von Präsident BARROSO, Vizepräsident
ŠEFČOVIČ und anderen Mitgliedern der Kommission zusammen. 5. Fazit
und Ausblick Der umfangreiche schriftliche politische Dialog
zwischen der Kommission und den nationalen Parlamenten wurde im Jahr 2013
fortgesetzt: Insgesamt legten die nationalen Parlamente etwa 600 Stellungnahmen
vor. Während fast alle Kammern mindestens einen Beitrag leisteten, entfielen
auf die zehn aktivsten Kammern fast 80 % der insgesamt eingegangenen
Stellungnahmen. Die Kommissionsdokumente, die die meisten Stellungnahmen hervorriefen,
waren auch diejenigen, zu denen die nationalen Parlamente die meisten begründeten
Stellungnahmen vorlegten. Zusätzlich zu dem schriftlichen Dialog gab es häufige
Kontakte und Sitzungen zwischen der Kommission und den nationalen Parlamenten,
und zwar sowohl auf politischer als auch auf offizieller Ebene in Brüssel und in
den Mitgliedstaaten. Zu Beginn des Jahres 2014 bekräftigten
die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament ihre Absicht, stärker an
den Tätigkeiten auf EU-Ebene, etwa im Rahmen des Europäischen Semesters, mitzuwirken.
Die demokratische Legitimation wird noch geraume Zeit ein wichtiges Thema sein,
über das die Organe der EU und die nationalen Parlamente sprechen müssen. Im Januar 2014 ging es auf der
Plenartagung der COSAC thematisch erneut um die Rolle der nationalen Parlamente
sowie die demokratische Legitimation und Rechenschaftspflicht. Die
niederländische Tweede Kamer und das dänische Folketing legten neue
konkrete Ideen und Vorschläge zu der Rolle und den Rechten der nationalen Parlamente
dar. Im April 2014
nahm der Ausschuss des Europäischen Parlaments für konstitutionelle Fragen
einen von Carlo CASINI (EVP/IT) vorgelegten Bericht zu den Beziehungen zwischen
dem Europäischen Parlament und den nationalen Parlamenten an. In dem Bericht wird
den nationalen Parlamenten unter anderem empfohlen, Maßnahmen zu ergreifen, mit
denen sie „die Führungs- und Kontrollmechanismen im Hinblick auf eine
Vereinheitlichung verbessern“. Ferner vertritt das Europäische Parlament darin die
Auffassung, dass der Frühwarnmechanismus als eines der Instrumente einer
effektiven Zusammenarbeit zwischen den Organen der Europäischen Union und den
nationalen Organen anzusehen und als solches anzuwenden ist, und begrüßt es,
dass dieses Instrument auch zur Abstimmung und zum kooperativen Dialog zwischen
den unterschiedlichen institutionellen Ebenen des mehrstufigen Systems der EU
genutzt wird. Wie die europäische parlamentarische
Woche, die im Januar 2014 zum zweiten Mal veranstaltet wurde, erneut
zeigte, haben das Europäische Parlament und die nationalen Parlamente gemeinsame
Interessen. Der interparlamentarische Teil des Programms der Konferenz umfasste
vier Aussprachen im Plenum, nämlich zu makroökonomischen Ungleichgewichten, zur
demokratischen Legitimation der Programme zur wirtschaftlichen Anpassung, zur
Förderung von Wachstum und Beschäftigung sowie zur Verbesserung der
haushaltspolitischen Überwachung in der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU). Anhang 1 Zahl
der im Jahr 2013 bei der Kommission (im Rahmen des politischen Dialogs und
des Subsidiaritätskontrollmechanismus) eingegangenen Stellungnahmen, aufgeschlüsselt nach nationalem
Parlament/Kammer Mitgliedstaat || Kammer || Gesamtzahl der Stellungnahmen[18] || Davon begründete Stellungnahmen (Protokoll Nr. 2)[19] Portugal || Assembleia da República || 192 || 1 Tschechische Republik || Senát || 64 || 2 Deutschland || Bundesrat || 40 || 3 Frankreich || Assemblée nationale || 40[20] || 1 Rumänien || Camera Deputaților || 38 || 2 Italien || Senato della Republica || 36 || 2 Rumänien || Senatul || 26 || 3 Schweden || Riksdag || 24 || 9 Vereinigtes Königreich || House of Lords || 18 || 3 Spanien || Congreso de los Diputados und Senado (beide Kammern) || 17[21] || 5[22] Irland || Houses of the Oireachtas (beide Kammern) || 12[23] || 3[24] Niederlande || Eerste Kamer || 10 || 3 Österreich || Bundesrat || 9 || 6 Tschechische Republik || Poslanecká sněmovna || 8 || 2 Frankreich || Sénat || 8 || 4 Polen || Senat || 8 || 2 Malta || Kamra tad-Deputati || 7 || 5 Niederlande || Tweede Kamer || 7 || 5 Italien || Camera dei Deputati || 6 || 0 Litauen || Seimas || 6 || 6 Polen || Sejm || 6 || 2 Luxemburg || Chambre des Députés || 5 || 2 Slowenien || Državni zbor || 5 || 1 Vereinigtes Königreich || House of Commons || 5 || 5 Dänemark || Folketing || 4 || 1 Griechenland || Vouli ton Ellinon || 4 || 3 Belgien || Chambre des Représentants || 3 || 1 Österreich || Nationalrat || 2 || 0 Estland || Riigikogu || 2 || 1 Finnland || Eduskunta || 2 || 1 Ungarn || Országgyűlés || 2 || 1 Belgien || Sénat || 1 || 1 Bulgarien || Narodno Sabranie || 1 || 0 Zypern || Vouli ton Antiprosopon || 1 || 1 Lettland || Saeima || 1 || 1 Slowakei || Národná Rada || 1 || 0 Kroatien (seit dem 1.7.2013) || Hrvatski sabor || 0 || 0 Deutschland || Bundestag || 0 || 0 Slowenien || Državni svet || 0 || 0 GESAMT || 621 || 88 Anhang 2 Kommissionsdokumente,
zu denen die Kommission im Jahr 2013 (im
Rahmen des politischen Dialogs und des Subsidiaritätskontrollmechanismus) die meisten Stellungnahmen[25]
erhielt || Kommissionsdokument || Titel || Gesamtzahl der Stellungnahmen[26] || Davon begründete Stellungnahmen (Protokoll Nr. 2)[27] 1 || COM(2013) 534 || Vorschlag für eine Verordnung über die Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft || 20[28] || 13[29] 2 || COM(2012) 788 || Vorschlag für eine Richtlinie zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen || 17 || 7 3 || COM(2013) 133 || Vorschlag für eine Richtlinie zur Schaffung eines Rahmens für die maritime Raumordnung und das integrierte Küstenzonenmanagement || 14[30] || 9[31] 4 || COM(2013) 173[32] || Vorschlag für eine Verordnung über die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit und die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung (Europol) und zur Aufhebung der Beschlüsse 2009/371/JI und 2005/681/JI des Rates || 10[33] || 3[34] 5 || COM(2013) 296 || Vorschlag für eine Verordnung zur Schaffung eines Rahmens für den Zugang zum Markt für Hafendienste und für die finanzielle Transparenz der Häfen || 10[35] || 7[36] 6 || COM(2013) 28[37] || Vorschlag für eine Verordnung zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 hinsichtlich der Öffnung des Marktes für inländische Schienenpersonenverkehrsdienste || 9 || 6 7 || COM(2013) 147 || Vorschlag für eine Verordnung über Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die elektronische Kommunikation || 9 || 2 8 || COM(2012) 614[38] || Vorschlag für eine Richtlinie zur Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern unter den nicht geschäftsführenden Direktoren/Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Gesellschaften und über damit zusammenhängende Maßnahmen || 8 || 5 9 || COM(2013) 627 || Vorschlag für eine Verordnung über Maßnahmen zum europäischen Binnenmarkt der elektronischen Kommunikation und zur Verwirklichung des vernetzten Kontinents und zur Änderung der Richtlinien 2002/20/EG, 2002/21/EG und 2002/22/EG und der Verordnungen (EG) Nr. 1211/2009 und (EU) Nr. 531/2012 || 8 || 4 10 || COM(2013) 71 || Vorschlag für eine Richtlinie über die Umsetzung einer Verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der Finanztransaktionssteuer || 8 || 1 11 || COM(2012) 777 || Mitteilung: Ein Konzept für eine vertiefte und echte Wirtschafts- und Währungsunion — Auftakt für eine europäische Diskussion || 6 || 0 12 || COM(2013) 166[39] || Mitteilung: Auf dem Weg zu einer vertieften und echten Wirtschafts- und Währungsunion -Vorabkoordinierung größerer wirtschaftspolitischer Reformvorhaben || 6 || 0 13 || COM(2013) 228 || Vorschlag für eine Verordnung zur Förderung der Freizügigkeit von Bürgern und Unternehmen durch die Vereinfachung der Annahme bestimmter öffentlicher Urkunden innerhalb der Europäischen Union und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1024/2012 || 6 || 1 14 || COM(2013) 48[40] || Vorschlag für eine Richtlinie über Maßnahmen zur Gewährleistung einer hohen gemeinsamen Netz- und Informationssicherheit in der Union || 6 || 1 15 || COM(2013) 535 || Vorschlag für eine Verordnung betreffend die Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) || 6 || 1 Anhang 3 Zahl
der im Jahr 2013 bei der Kommission (im Rahmen
des politischen Dialogs und des Subsidiaritätskontrollmechanismus) eingegangenen Stellungnahmen, aufgeschlüsselt nach federführender Kommissionsdienststelle Federführende Kommissionsdienststelle || Gesamtzahl der Stellungnahmen[41] GD Binnenmarkt und Dienstleistungen || 68 GD Justiz || 67 GD Mobilität und Verkehr || 61 GD Inneres || 52 GD Gesundheit und Verbraucher || 43 GD Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien || 38 Generalsekretariat || 32 GD Beschäftigung, Soziales und Integration || 25 GD Klimapolitik || 24 GD Maritime Angelegenheiten und Fischerei || 24 GD Umwelt || 23 GD Steuern und Zollunion || 21 GD Unternehmen und Industrie || 18 GD Energie || 18 GD Wirtschaft und Finanzen || 16 GD Eurostat || 12 GD Regionalpolitik || 11 GD Forschung und Innovation || 11 GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung || 8 GD Wettbewerb || 8 GD Bildung und Kultur || 7 GD Erweiterung || 7 GD Handel || 7 GD EuropeAid – Entwicklung und Zusammenarbeit || 5 GD Haushalt || 4 Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) || 4 Europäischer Auswärtiger Dienst || 3 GD Kommunikation || 1 GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz || 1 GD Humanressourcen und Sicherheit || 1 Juristischer Dienst || 1 GESAMT || 621 [1] COM(2013) 534. [2] COM(2012) 788. [3] COM(2013) 71. [4] Verordnung (EU) Nr. 473/2013 des Europäischen Parlaments und
des Rates über gemeinsame Bestimmungen für die Überwachung und Bewertung der
Übersichten über die Haushaltsplanung und für die Gewährleistung der Korrektur
übermäßiger Defizite der Mitgliedstaaten im Euro-Währungsgebiet, Verordnung
(EG) Nr. 472/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates über den
Ausbau der wirtschafts- und haushaltspolitischen Überwachung von
Mitgliedstaaten im Euro-Währungsgebiet, die von gravierenden Schwierigkeiten in
Bezug auf ihre finanzielle Stabilität betroffen oder bedroht sind. [5] Darunter die 88 begründeten Stellungnahmen, die im Rahmen des
Subsidiaritätskontrollmechanismus eingingen. [6] COM(2013) 534. [7] COM(2012) 788. [8] COM(2013) 133. [9] COM(2013) 296. [10] COM(2013) 173. [11] Mitteilung der Kommission „Ein Konzept für eine
vertiefte und echte Wirtschafts- und Währungsunion - Auftakt für eine
europäische Diskussion“ (COM(2012) 777), Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament und den Rat „Auf dem Weg zu einer vertieften und echten
Wirtschafts- und Währungsunion -Vorabkoordinierung größerer
wirtschaftspolitischer Reformvorhaben“ (COM(2013) 166). [12] COM(2013) 534. [13] Im Einklang mit den EU-Verträgen wird sich Dänemark nicht an der
EStA beteiligen; auch das Vereinigte Königreich und Irland haben sich gegen
eine Beteiligung entschieden. [14] Weitere Stellungnahmen hierzu wurden im Jahr 2014 vorgelegt. [15] COM(2012) 788. [16] Die Richtlinie wurde im April 2014 erlassen und trat im
Mai 2014 als Richtlinie 2014/40/EU in Kraft. [17] COM(2013) 133. [18] Darunter sowohl die Stellungnahmen als auch die begründeten
Stellungnahmen der nationalen Parlamente. [19] Um eine begründete Stellungnahme im Sinne des Protokolls Nr. 2
handelt es sich, wenn darin ein Verstoß gegen die Subsidiarität festgestellt
wird und sie innerhalb von acht Wochen nach der Übermittlung des Vorschlags an
die nationalen Parlamente an die Kommission übermittelt wird. [20] 25 dieser Stellungnahmen übermittelte die Assemblée
nationale ohne Antwortersuchen. [21] Gezählt als 17 Stellungnahmen beider Kammern. [22] Gezählt als fünf begründete Stellungnahmen beider Kammern. [23] Gezählt als 12 Stellungnahmen beider Kammern. [24] Gezählt als drei begründete Stellungnahmen beider Kammern. [25] In der Tabelle sind alle Kommissionsdokumente berücksichtigt, die
mindestens sechs Stellungnahmen der nationalen Parlamente hervorriefen. [26] Darunter sowohl die Stellungnahmen als auch die begründeten Stellungnahmen
der nationalen Parlamente. [27] Um eine begründete Stellungnahme im Sinne des Protokolls Nr. 2
handelt es sich, wenn darin ein Verstoß gegen die Subsidiarität festgestellt
wird und sie innerhalb von acht Wochen nach der Übermittlung des Vorschlags an
die nationalen Parlamente an die Kommission übermittelt wird. [28] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern der irischen Houses
of the Oireachtas übermittelt worden war und als eine Stellungnahme
beider Kammern gezählt wurde. [29] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern der irischen Houses
of the Oireachtas übermittelt worden war und als eine begründete
Stellungnahme beider Kammern gezählt wurde. Erreicht die Anzahl begründeter
Stellungnahmen mindestens ein Drittel der Gesamtzahl der den nationalen
Parlamenten zugewiesenen Stimmen (zwei Stimmen je nationales Parlament oder, im
Falle eines Zweikammersystems, eine Stimme für jede der beiden Kammern), so ist
nach dem Protokoll (Nr. 2) - wenn es sich um den Entwurf eines
Gesetzgebungsakts auf der Grundlage des Artikels 76 des Vertrags über die
Arbeitsweise der Europäischen Union betreffend den Raum der Freiheit, der
Sicherheit und des Rechts handelt – die Schwelle für das
„Gelbe-Karte-Verfahren“ erreicht, d. h. der Entwurf muss überprüft werden
Die 13 begründeten Stellungnahmen zu der Mitteilung COM(2013) 534
entsprechen 18 Stimmen, so dass der Schwellenwert für das
„Gelbe-Karte-Verfahren“, nämlich 14 von 56 Stimmen, mit dem Beitritt
Kroatiens am 1. Juli 2013 erreicht war. [30] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern der irischen Houses
of the Oireachtas übermittelt worden war und als eine Stellungnahme
beider Kammern gezählt wurde. [31] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern der irischen Houses
of the Oireachtas übermittelt worden war und als eine begründete
Stellungnahme beider Kammern gezählt wurde. [32] Eine der Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die von der
italienischen Camera dei Deputati übermittelt worden war, betraf auch
die Mitteilung COM(2013) 172. [33] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern des spanischen
Parlaments übermittelt worden war und als eine Stellungnahme beider Kammern
gezählt wurde. [34] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern des spanischen
Parlaments übermittelt worden war und als eine begründete Stellungnahme beider
Kammern gezählt wurde. [35] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern des spanischen
Parlaments übermittelt worden war und als eine Stellungnahme beider Kammern
gezählt wurde. [36] Davon eine, die gemeinsam von den beiden Kammern des spanischen
Parlaments übermittelt worden war und als eine begründete Stellungnahme beider
Kammern gezählt wurde. [37] Eine der Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die von dem
tschechischen Senát übermittelt
worden war, betraf auch die Mitteilungen COM(2013) 25,
COM(2013) 26, COM(2013) 27, COM(2013) 29, COM(2013) 30 und
COM(2013) 31. Eine der Stellungnahmen zu diesem
Kommissionsdokument, die von der portugiesischen Assembleia
da República übermittelt worden war, betraf auch die
Mitteilungen COM(2013) 26, COM(2013) 27, COM(2013) 29,
COM(2013) 30 und COM(2013) 31. Drei der begründeten
Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die von der niederländischen Eerste Kamer und der
niederländischen Tweede Kamer
sowie der luxemburgischen Chambre des Députés übermittelt
worden waren, betrafen auch die Mitteilung COM(2013) 29.
Eine der begründeten Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die von dem
schwedischen Riksdag übermittelt worden war, betraf
auch die Mitteilungen COM(2013) 27, COM(2013) 29,
COM(2013) 30 und COM(2013) 31. [38] Zwei der begründeten Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die
von der tschechischen Poslanecká sněmovna und dem britischen House
of Lords übermittelt worden waren, betrafen auch die Mitteilung
COM(2012) 615. [39] Vier der Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die von dem
tschechischen Senát und der tschechischen Poslanecká sněmovna sowie der italienischen Camera
dei Deputati und der portugiesischen Assembleia da
República übermittelt worden waren, betrafen auch die Mitteilung COM(2013) 165. [40] Zwei der Stellungnahmen zu diesem Kommissionsdokument, die von der
tschechischen Poslanecká
sněmovna und dem tschechischen Senát übermittelt worden waren, betrafen
auch die Gemeinsame Mitteilung JOIN(2013) 1. [41] Darunter sowohl die Stellungnahmen als auch die begründeten
Stellungnahmen der nationalen Parlamente.