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Document 92002E003321

SCHRIFTLICHE ANFRAGE P-3321/02 von Mikko Pesälä (ELDR) an die Kommission. Auslaufen der Roggen-Intervention.

ABl. C 110E vom 8.5.2003, p. 203–203 (ES, DA, DE, EL, EN, FR, IT, NL, PT, FI, SV)

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92002E3321

SCHRIFTLICHE ANFRAGE P-3321/02 von Mikko Pesälä (ELDR) an die Kommission. Auslaufen der Roggen-Intervention.

Amtsblatt Nr. 110 E vom 08/05/2003 S. 0203 - 0203


SCHRIFTLICHE ANFRAGE P-3321/02

von Mikko Pesälä (ELDR) an die Kommission

(19. November 2002)

Betrifft: Auslaufen der Roggen-Intervention

In der Halbzeitbewertung der Kommission wird vorgeschlagen, die Stützung des Roggenmarkts vollständig abzuschaffen. Roggen wird in mehreren Ländern als Futtermittel verwendet, aber hat auch für einige Länder erheblich größere Bedeutung. In Finnland beispielsweise ist der faserhaltige und gesundheitsfördernde Speiseroggen traditionell ein Teil der menschlichen Ernährung (Roggenbrot, Roggengrütze). Die Finnen beziehen die für den Organismus notwendigen Fasern zu 40 % aus Roggen, und in den skandinavischen Ländern verhält es sich annähernd ebenso.

Wie gedenkt die Kommission in ihrer Halbzeitbewertung dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Roggen in bestimmten Ländern gesundheitspolitisch sehr wichtig ist und dass ohne fortgesetzte Interventionen, insbesondere für den als hochwertiges Lebensmittel verwendeten Roggen, die Erzeugung künftig nicht mehr möglich wäre?

Antwort von Herrn Fischler im Namen der Kommission

(10. Dezember 2002)

Die Situation auf dem Roggenmarkt zeugt von einem strukturellen Ungleichgewicht zwischen dem derzeitigen Erzeugungsniveau und den auf dem Binnenmarkt abgesetzten Mengen.

Hinzu kommt, dass für den Verkauf auf dem Weltmarkt Erstattungen in unangemessener Höhe gezahlt werden müssen, wobei die Nachfrage auch dort beschränkt bleibt. Somit ist die Übernahme von Roggen in die Intervention die einzige Lösung.

Der Roggenverbrauch in der Gemeinschaft wird auf vier Millionen Tonnen geschätzt. Davon dienen 1,5 Millionen Tonnen dem menschlichen Verzehr.

Mit ihrem Vorschlag, die Stützung des Roggenmarktes abzuschaffen, will die Kommission künftig die Erzeugung den Absatzmöglichkeiten in der EU, insbesondere dem Absatz für den menschlichen Verzehr, anpassen.

Bei der Stützung handelt es sich lediglich um eine Sicherheitsmaßnahme. Die Auswirkungen ihrer Abschaffung blieben auf die im Vergleich zu den Absatzmöglichkeiten überschüssige Erzeugung beschränkt.

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