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Document 52012DC0079
COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT AND THE COUNCIL on the European Innovation Partnership 'Agricultural Productivity and Sustainability'
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DEN RAT über die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DEN RAT über die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“
/* COM/2012/079 final */
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DEN RAT über die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ /* COM/2012/079 final */
1.
Einleitung
In ihrer Strategie Europa 2020[1] betont die Kommission, dass Forschung und
Innovation bei der Vorbereitung der Europäischen Union auf künftige
Herausforderungen eine Schlüsselrolle spielen. Die Leitlinien für „Die GAP bis
2020“[2]
heben hervor, dass Innovation unerlässlich ist, um die Landwirtschaft in der EU
für die Zukunft zu rüsten. Der „Haushalt für Europa 2020”[3] beinhaltet 4,5 Mrd. EUR für
Forschung und Innovation in den Bereichen Ernährungssicherheit, Biowirtschaft
und nachhaltige Landwirtschaft. Diese zentrale Rolle von Forschung und
Innovation wird in der Leitinitiative der Strategie Europa 2020
„Innovationsunion“[4],
die das Konzept der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP) als neuen Weg
zur Förderung der Innovation einführt, weiterentwickelt. Eine Pilot-EIP im
Bereich „Aktives und gesundes Altern“ wurde bereits lanciert. Außerdem wurden
Vorbereitungen für die Entwicklung von EIP in den Bereichen „Rohstoffe“,
„Wassersparendes Europa“ und „Landwirtschaft“ getroffen. EIP verfolgen das Ziel,
eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der praktischen Umsetzung von
innovativen Ansätzen zu schlagen. Der Rat betont, dass EIP einen klaren
Schwerpunkt haben müssen und dass es wichtig ist, dass sich die Mitgliedstaaten
einbringen und die bestehenden Instrumente vereinfacht werden. Diese Mitteilung stellt das in der
„Innovationsunion“ festgehaltene Konzept der EIP „Landwirtschaftliche
Produktivität und Nachhaltigkeit“ vor. Die EIP folgt den strategischen
Leitlinien für „Europa 2020“ und „Die GAP bis 2020“. Sie basiert auf Beratungen
mit Interessengruppen und soll die Erkenntnisse aus der Pilot-EIP im Bereich
„Aktives und gesundes Altern“, auch zur Entwicklung ihres „strategischen
Durchführungsplans“, sowie die Diskussionen im Rat und die seitens der
Interessengruppen zum Ausdruck gebrachten Bedürfnisse und Ideen aufgreifen.
2.
Die gesellschaftlichen Herausforderungen
Die weltweite Nahrungsmittelnachfrage wird bis
2050 voraussichtlich um 70 % steigen (FAO). Daneben wird auch die
Nachfrage nach Futtermitteln, Faserstoffen, Biomasse und Biomaterialien sehr
stark zunehmen. Dies wird unweigerlich eine Angebotsreaktion seitens der
EU-Landwirtschaft, einem der größten Versorger der internationalen Agrarmärkte,
auslösen. Der Agrarsektor der EU hat einen Anteil von 18 % an den
weltweiten Nahrungsmittelausfuhren mit einem Gesamtwert von 76 Mrd. EUR.
Gemessen in Produktionswerten erzeugt die EU-Landwirtschaft mehr als 40 %
der gesamten Nahrungsmittel innerhalb der OECD. Natürlich sind aufgrund der sehr
unterschiedlichen wirtschaftlichen und technischen Entwicklung der
Landwirtschaften die Beiträge der Mitgliedstaaten und Regionen zur
Lebensmittelproduktion in der EU unterschiedlich hoch. In den letzten Jahrzehnten konnten die
landwirtschaftlichen Erträge beträchtlich gesteigert werden, wobei sich diese
Entwicklung in den letzten Jahren in den Industriestaaten jedoch verlangsamte.
Dieser Zuwachs ging teilweise zulasten der natürlichen Ressourcen und der
Umwelt. 45 % der Böden in Europa haben sich verschlechtert, was sich im
niedrigen Gehalt an organischen Substanzen zeigt, und fast ein Viertel der
Böden ist von mäßiger bis hoher Erosion betroffen. Wertvolle Ökosysteme und die
damit einhergehenden wertvollen Ökosystemleistungen sind geschädigt oder
verschwunden. In den letzten 20 Jahren hat die Population der Feldvögel um 20
bis 25 % und die der auf Grasflächen lebenden Schmetterlinge um 70 %
abgenommen; Bestäuber wie Bienen sind ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt. Rund
40 % der landwirtschaftlichen Fläche ist von Nitratbelastung betroffen,
wodurch Wasserressourcen bedroht werden. Die Landwirtschaft verursacht außerdem
9 % der Treibhausgasemissionen der EU. In der Land- und Forstwirtschaft wurden große
Fortschritte dabei erzielt, die landwirtschaftliche Erzeugung mit der
Notwendigkeit, natürliche Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und die
Umwelt zu schützen, in Einklang zu bringen. Diese positiven Entwicklungen
könnten jedoch durch die zunehmende landwirtschaftliche Erzeugung, die aufgrund
des Anstiegs der weltweiten Nachfrage zu erwarten ist, untergraben werden.
Sollte dieser Produktionsanstieg tatsächlich auf Grundlage bestehender
Praktiken erfolgen, könnten die natürlichen Ressourcen und die Umwelt weiter
geschädigt werden. Diese Phänomene betreffen nicht allein die
technologisch fortschrittlichsten Bereiche der Landwirtschaft in der EU. Europa
hat auch ein riesiges Potenzial in Bereichen, die durch kleine und
traditionelle landwirtschaftliche Betriebe gekennzeichnet sind. Wenn diese
Betriebe jedoch weiter dem althergebrachten Entwicklungsmuster folgen, werden
bestehenden, häufig artenreichen Lebensräumen und der Biodiversität sowie
Bodenfunktionalität und Wasserressourcen große Umweltschäden zugefügt werden. Eine Veränderung der Wachstumsmuster ist
erforderlich, um eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Erzeugung von Lebens-
und Futtermitteln, Faserstoffen, Biomasse und Biomaterialien zu gewährleisten.
Um dies zu erreichen, müssen eine leistungsfähige Versorgung und eine
Verringerung der hohen Nachernteverluste Hand in Hand gehen. Ebenso müssen die
Anpassung an den Klimawandel, die vernünftige Nutzung der Biodiversität sowie
die Wiederherstellung der Ökosysteme und der Ökosystemleistungen einbezogen
werden. Die Besonderheiten jedes Gebiets sowie das durch die genetische
Vielfalt gegebene Potenzial müssen berücksichtigt werden, damit wir unsere
breite genetische Grundlage mit unterschiedlichen – neuen und alten –
landwirtschaftlichen Bewirtschaftungspraktiken kombinieren und einen besseren
Einsatz und bessere Nutzung unserer begrenzten Ressourcen sicherstellen können.
Die Nahrungsketten sind vielfältig, und ihre Besonderheiten müssen
berücksichtigt werden. „Lange” Versorgungsketten beinhalten Aspekte wie
Haltbarmachung und Lagerung, während bei „kurzen“ Versorgungsketten der
Schwerpunkt auf der lokalen Lebensmittelversorgung und besonderen
Qualitätsmerkmalen liegt. Bei all dem müssen die Verbraucher im Mittelpunkt
stehen, während gleichzeitig sichergestellt werden muss, dass sichere,
hochwertige und nachhaltig erzeugte Lebensmittel produziert werden. Diese Ertragsteigerung muss mit einer
verbesserten wirtschaftlichen Rentabilität für Primärerzeuger einhergehen,
deren Anteil an der Wertschöpfung in der Nahrungskette in den letzten zehn
Jahren zurückgegangen ist. Wenn landwirtschaftliche Betriebe nicht rentabler
werden, wird die ökologische Nachhaltigkeit zu einer noch größeren
Herausforderung werden. Eine gesteigerte und nachhaltige
landwirtschaftliche Erzeugung kann nur erreicht werden, wenn auf allen Ebenen
mehr Forschungs- und Innovationsanstrengungen unternommen werden. Forscher und
Interessengruppen haben wiederholt auf die Lücke zwischen der Bereitstellung
von Forschungsergebnissen und der Umsetzung innovativer Ansätze in die
landwirtschaftliche Praxis hingewiesen. Es dauert zu lange, bis neue Ansätze an
der Basis ankommen und dem Wissenschaftssektor werden die Bedürfnisse der
landwirtschaftlichen Praxis nicht hinreichend kommuniziert. Daher können
wichtige Innovationen nicht im notwendigen Maße umgesetzt werden und relevante
Forschungsbereiche erhalten oft nicht die erforderliche Aufmerksamkeit. Für eine erhöhte Produktivität und
Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft ist in erster Linie eine verbesserte
Ressourceneffizienz erforderlich, um den Wasser- und Energieverbrauch sowie den
Einsatz von Düngemitteln (besonders Phosphor und Stickstoff) und
Schädlingsbekämpfungsmitteln bei der Erzeugung zu senken. Außerdem müssen
entsprechend den Leitlinien des „Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa“[5] erneuerbare Energieträger verstärkt genutzt
und Abfälle verringert werden. Nachhaltigkeit erfordert weniger
Umweltverschmutzung, den Schutz der Wasserqualität und der Bodenfunktionalität,
die Erhaltung der Biodiversität und der Ökosystemleistungen sowie eine
Verringerung der Treibhausgasemissionen. Die Lösungen müssen über die einzelnen
landwirtschaftlichen Betriebe hinausgehen und auch den breiteren geografischen
Raum, darunter Wälder und Naturschutzgebiete, einbeziehen. Geeignete
Technologien, IKT und Satellitennavigation sowie neue Managementmethoden bieten
ein großes Entwicklungspotenzial. Die Bereiche allgemeine und berufliche
Bildung sind für die Entwicklung der erforderlichen Fähigkeiten entscheidend.
Die Stärkung der Stellung der Landwirte in der Versorgungskette erfordert
innovative Ansätze, die Transparenz, Informationsgehalt und Managementkapazität
erhöhen sowie neue Qualitätsprodukte liefern. Eine nachhaltige Erzeugung beinhaltet auch die
Substitution von Input und Output durch intelligentes Nutzen und Recyceln von
Biomasse und durch Bioraffination; außerdem müssen Nachernteverluste verringert
werden. Die Herausforderung gilt für die gesamte Versorgungskette, vom
Primärerzeuger bis hin zum Verbraucher. Die Verbraucher können den durch die
steigende Nachfrage entstehenden Druck zu weiterer Primärproduktion durch eine
Änderung ihres Konsumverhaltens verringern. Die allgemeine und berufliche
Bildung bieten ein enormes Potenzial für eine Verbesserung der Ernährung,
gesunde Lebensweisen und weniger Lebensmittelverschwendung. Durch die
Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien an kritischen Punkten in der
Versorgungskette könnten Transparenz, Vertrauen und Wissen verbessert werden.
3.
Förderung einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen
EU-Landwirtschaft
Ziel der EIP ist es, eine wettbewerbsfähige
und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft zu fördern, die „durch weniger mehr
erreicht“ und im Einklang mit der Umwelt steht. Die EIP wird zur Schaffung
eines wettbewerbsfähigen Primärsektors beitragen, der weltweit die Verfügbarkeit
von Nahrungsmitteln, ein breites Produktspektrum und diversifizierte
Produktionssysteme, eine langfristige Versorgung mit unterschiedlichen
Rohstoffen für die Herstellung von Lebensmitteln und Nichtlebensmitteln sowie
eine ausgewogene Wertschöpfungskette sicherstellt. Um die Steigerung der landwirtschaftlichen
Produktivität und des Ertrags nachhaltig zu gestalten, müssen die natürlichen
Ressourcen den ökologischen Anforderungen entsprechend gut bewirtschaftet
werden. Der Boden wird in diesem Zusammenhang besonders wichtig sein, da sich
Erfolg und Misserfolg einer Entwicklung hin zu nachhaltigeren Erzeugungsformen
zuallererst bei diesem Medium zeigen wird. Der Boden ist die grundlegende
Ressource für die landwirtschaftliche Erzeugung. Flächennutzung und Wasserqualität/-menge,
Biodiversität und Ökosystemleistungen greifen auf vielfältige Weise ineinander.
Der Klimawandel wirkt sich stark auf die
besonders empfindliche Ressource Boden aus. Die Bodenfunktionen wie
Bodenstabilität, Boden-Wasser-Kreislauf, Pufferfunktion für Nährstoffe und
biotische Integrität sind grundlegende Parameter für die Bodenproduktivität.
Aufgrund seiner Funktion als CO2-Senke spielt der Boden eine
entscheidende Rolle beim Klimaschutz. Landbewirtschaftungssysteme müssen der
Bodenverarmung und der Erosion vorbeugen, die Bodenfunktionen stabilisieren und
zu Klimaschutz und Klimaanpassung beitragen. Im Hinblick auf diese Ziele wurden für die EIP
zwei Zielindikatoren erarbeitet: ·
Als Indikator für die Förderung der
Produktivität und Effizienz des landwirtschaftlichen Sektors hat die
EIP zum Ziel, die jüngste Tendenz der Verlangsamung des Produktivitätszuwachses
bis 2020[6]
umzukehren. ·
Als Indikator für die Nachhaltigkeit der
Landwirtschaft hat die EIP das Ziel, die Funktionalität der Böden[7] in Europa bis 2020 auf ein
zufriedenstellendes Niveau zu bringen. Die Bodenfunktionalität umfasst die
Ertragsfähigkeit des Bodens und seine Schlüsselrolle beim Klimaschutz, bei der
Anpassung an den Klimawandel und der Stabilität der Ökosysteme. Diese Zielindikatoren beziehen sich auf die
Primärerzeugung; die EIP wird jedoch auch die vielen Wechselwirkungen in der
gesamten Versorgungskette bis hin zum Verbraucher angehen. Die spezifischen
Ziele der EIP werden während der konkreten Umsetzung der Partnerschaft
ausgearbeitet im Einklang mit den Politiken, auf denen die EIP fußt. Die operativen Ziele der EIP umfassen einen
erfolgreichen Brückenschlag zwischen der modernen Forschung und Technologie und
den Interessengruppen, darunter Landwirte, Vertreter aus Wirtschaft und
Industrie, Beratungsdienste und NRO. Dies sollte dazu beitragen,
Forschungsergebnisse in tatsächliche Innovationen und diese dann schneller in
die Praxis umzusetzen, systematisch Rückmeldung aus der Praxis an die
Wissenschaft hinsichtlich des Forschungsbedarfs zu geben, und einen verstärkten
Wissensaustausch sowie die Sensibilisierung für die Notwendigkeit gemeinsamer
Bemühungen für Investitionen in nachhaltige Innovationen sicherzustellen. Die EIP strebt danach, Synergien zu schaffen,
durch die der Austausch zwischen Partnern aus unterschiedlichen politischen
Bereichen, Sektoren, Initiativen und Projekten gefördert wird, und trägt
gleichzeitig dazu bei, dass die Wirksamkeit der bestehenden politischen
Instrumente verstärkt wird und diese, wo erforderlich, zugleich durch neue
Maßnahmen ergänzt werden.
4.
Vorteile und Chancen
Land- und Ernährungswirtschaft sichern
zusammen 17 Mio. Arbeitsplätze (7,6 % der gesamten
Beschäftigungsquote) und 3,5 % der gesamten Bruttowertschöpfung in der
EU-27. Die EIP wird die Stellung der Landwirtschaft der EU als
wettbewerbsfähigem und ressourcenschonendem Sektor stärken und zu einer
nachhaltigeren Forstwirtschaft und Landnutzung beitragen. Vor- und
nachgelagerte Wirtschaftsbereiche, die den Primärerzeugern „grüne“ Technologien
bieten, müssen in die EIP einbezogen werden und werden auch davon profitieren. Um ihr volles Potenzial zu entwickeln, muss
die Rolle der Landwirte in der Versorgungskette gestärkt werden. Änderungen der
Verbrauchernachfrage nach sicheren, gesunden und hochwertigen Lebensmitteln
deuten auf die wachsende Bedeutung für die lokalen Märkte. Der ständig
wachsende Markt für Lebens- und Futtermittel, Faserstoffe, Biomaterialien und
Bioenergie bietet Möglichkeiten für wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung
und soziale Innovation. Die Nutzung der genetischen Vielfalt der EU birgt ein
breites Entwicklungspotenzial und eröffnet den Primärerzeugern neue Produkt-
und Marktchancen, und die EIP wird sie dabei unterstützen, diese Chancen zu
nutzen. Ohne Innovationsanstöße wie durch die EIP wird
es für die EU-Landwirtschaft schwierig werden, die Produktion zu erhöhen und
zugleich zu vermeiden, dass die Produktionskapazitäten sich weiter
verschlechtern und die natürlichen Ressourcen, insbesondere Böden, Wasser und
Ökosystemleistungen, weiter geschädigt werden. Der TEEB-Studie über die
„Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität“ zufolge werden die Kosten des
Erhalts der Biodiversität terrestrischer Systeme im Jahr 2050 etwa 7 % des
geschätzten BIP betragen. Als Beispiel führt die Studie die Insektenbestäubung
an, die einem Wert von 15 Mrd. EUR pro Jahr entspricht. Darüber hinaus
wird die EIP dazu beitragen, die Kohlenstoffbindung zu sichern,
Treibhausgasemissionen einzudämmen und den Energieverbrauch zu senken. Besseres
Wissen im Bereich Ernährung wird zu einer Änderung im Konsumverhalten führen
und die Entwicklung vielfältigerer und hochwertigerer Produkte fördern.
5.
Ausschöpfung des Potenzials
Die Mitgliedstaaten und Interessengruppen
haben wiederholt ihr starkes Interesse zum Ausdruck gebracht, die Innovation in
der Landwirtschaft durch einen EU-weiten Ansatz zu fördern. Auf der Tagung des
Europäischen Rates vom 20. Juni 2008 wurde das „Erfordernis“
unterstrichen, „Innovationen sowie Forschung und Entwicklung in der
landwirtschaftlichen Produktion voranzutreiben, um insbesondere
Energieeffizienz, Produktivitätswachstum und die Fähigkeit zur Anpassung an den
Klimawandel zu verbessern“. Ähnliche Schlussfolgerungen wurden von
landwirtschaftlichen Organisationen und Landwirtschaftskammern gezogen und in
der Erklärung der G20 von Cannes wird betont, dass es dringend notwendig ist,
in landwirtschaftliche Forschung und Innovation zu investieren. Das Konzept und der Inhalt der EIP
„Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ wurde mit zahlreichen
Interessengruppen diskutiert. Diese betonten, dass eine EIP im Bereich
Landwirtschaft notwendig sei und unterstrichen die Notwendigkeit für einen
Brückenschlag zwischen der landwirtschaftlichen Praxis und der Wissenschaft
durch intelligente Netzwerke. Die EIP wird Partner auf unterschiedlichen
institutionellen und geografischen Ebenen sowie in unterschiedlichen Sektoren
ermutigen, zusammenzuarbeiten und das enorme Potenzial für Synergien zu nutzen.
Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei darauf gelegt werden, die Möglichkeiten
der verschiedenen Politikfelder, insbesondere der Gemeinsamen Agrarpolitik
(GAP), der Forschungs- und Innovationspolitik, der Kohäsionspolitik, der
Umwelt- und Klimaschutzpolitik, der Verbraucherschutz- und Gesundheitspolitik,
der Bildungs- und Ausbildungspolitik, der Industriepolitik und der
Informationspolitik der EU, auszuschöpfen. Enge Zusammenarbeit und ein
Austausch über gewonnene Erkenntnisse sollen auch mit anderen EIP, darunter der
EIP „Rohstoffe“ und „Wassersparendes Europa“, erfolgen. Letztere ist mit der
EIP für den Bereich Landwirtschaft verbunden, da sie die Themen
Wasserinfrastruktur und Wasserzuteilung in ländlichen Gebieten abdeckt, während
die EIP „Landwirtschaft“ die Wassernutzung und Verringerung der
Wasserverschmutzung in der Landwirtschaft behandelt.
6.
Umsetzung von Innovationen in die landwirtschaftliche Praxis
Die EIP wird mehrere Phasen abdecken: vom
Hauptforschungsprozess und der Verbreitung der Forschungsergebnisse bis hin zur
Entwicklung der Produkte und Techniken sowie ihrer Einbindung in den
Produktionsvorgang. Eine wichtige Rolle wird außerdem die Zertifizierung
spielen, die den erhöhten Mehrwert der Forschungsprodukte bestätigt. Um Innovationen in die landwirtschaftliche
Praxis umzusetzen, wird die EIP eine Reihe von bestehenden Politiken nutzen,
insbesondere die im Rahmen der GAP bestehende Politik zur Entwicklung des
ländlichen Raumes sowie die Forschungs- und Innovationspolitik der EU, um
konkrete innovative Maßnahmen zu finanzieren. Während bei Programmen zur
Entwicklung des ländlichen Raumes normalerweise innerhalb der Grenzen der
Programmregionen, meist auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene, agiert
wird, müssen innovative Maßnahmen auf überregionaler, grenzüberschreitender
oder EU-Ebene über die Forschungs- und Innovationspolitik der EU kofinanziert
werden. Synergien mit den Möglichkeiten, die die Kohäsionspolitik bietet,
sollen angestrebt werden, insbesondere durch regionale innovative Strategien
sowie transnationale und interregionale Kooperationsprogramme. Der Mehrwert der EIP liegt erstens in ihrem
Potenzial, bestehende Politiken auf Innovation auszurichten, und zweitens in
ihrer Funktion als dynamische Plattform, die Landwirte, Interessengruppen und
Forscher zusammenbringt. Die Umsetzung wird durch operationelle Gruppen
erfolgen, die als entscheidende konkret handelnde Einheiten Akteure wie
Landwirte, Wissenschaftler, Berater, NRO und/oder Unternehmen einbinden. Die
operationellen Gruppen bilden sich entsprechend ihren Interessensschwerpunkten
und führen Projekte durch, bei denen innovative Praktiken, Vorgänge, Produkte,
Dienstleistungen und Technologien getestet und angewendet werden sollen. Auf
grenzüberschreitender oder EU-Ebene werden die operationellen Gruppen besonders
im Rahmen von Clusterinitiativen sowie Pilot- und Demonstrationsprojekten
agieren. Konkrete Maßnahmen werden durch die Wissensgrundlage des Forschungs-
und Innovationsrahmens der EU untermauert. Ein EIP-Netzwerk wird unter dem Dach des Netzwerks
für ländliche Entwicklung gegründet. Es soll Aktivitäten auf EU-, nationaler,
regionaler und lokaler Ebene anregen, die Bildung von operationellen Gruppen
fördern und über die im Rahmen der EU-Politiken bestehenden Möglichkeiten
informieren. Im Gegenzug müssen die operationellen Gruppen dem Netzwerk über
ihre Projekte Bericht erstatten. Somit wird das Netzwerk als Vermittler
fungieren, der die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und
Praxis verbessert. Es wird dazu beitragen, Erfahrungen auszutauschen, darunter
auch negative Erfahrungen, gewonnene Erkenntnisse und bewährte Praktiken.
Außerdem wird es einen systematischen Feedback-Mechanismus vorsehen, der die
Erfordernisse der Praxis an die Forschungsagenda weitergibt. Eine erfolgreiche Umsetzung der EIP wird
darauf basieren, relevantes Wissen aus einer Vielfalt an Fachgebieten, die Teil
der europäischen Forschungsgemeinschaft sind, zu vermitteln und zu übertragen.
Ein beträchtlicher Beitrag zur Diskussion und Entwicklung von konsistenten und
relevanten thematischen Leitlinien wird von Initiativen der Gemeinsamen
Programmplanung (JPI), dem Ständigen Agrarforschungsausschuss (SCAR), ERA-NET[8] und europäischen Technologieplattformen
erwartet. Diese Initiativen werden zur Diskussion über mögliche innovative
Maßnahmen beitragen und dem Erfahrungsaustausch dienen. Sie können die Bildung
von operativen Gruppen unterstützen mit dem Ziel, weitere innovative Maßnahmen
durchzuführen. Das EIP-Netzwerk wird zu einer besseren Vernetzung dieser Initiativen
beitragen. Durch eine entsprechende Begleitung und Bewertung wird eine
ordnungsgemäße Umsetzung sichergestellt.
7.
Organisationsstruktur
Ein hochrangiges Lenkungsgremium, das aus
einer begrenzten Anzahl an Vertretern der Mitgliedstaaten und Interessengruppen
(Angebots- und Nachfrageseite) besteht, die aufgrund ihrer persönlichen
Kompetenzen ernannt werden, wird mithilfe eines strategischen Umsetzungsplans,
der prioritäre Bereiche für Maßnahmen und Empfehlungen darüber, wie die Ziele
der EIP erreicht werden können, identifiziert, strategische Beratung und
Lenkung anbieten. Auf Grundlage der Erfahrung der Pilot-EIP im
Bereich „Aktives und gesundes Altern” wird die Arbeit des Lenkungsgremiums mit
einer vollen Beteiligung der Mitgliedstaaten und Interessengruppen bei der
Umsetzung der konkreten Maßnahmen sowie der Folgemaßnahmen der EIP im Bereich
Landwirtschaft Hand in Hand gehen. Fokusgruppen und thematische Kurse, die
durch das Netzwerk organisiert werden, sollen diese Arbeit zusätzlich
unterstützen. Die EIP stützt sich auf bestehende
EU-Politiken. Die Finanzierung, Umsetzung und Priorisierung der Maßnahmen
werden daher auf den entsprechenden Mechanismen dieser Politiken fußen. Gemäß
der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes sollen die Mitgliedstaaten
quantifizierte Etappenziele (auch im Bereich der Innovation) angeben, die
Europa 2020-Ziele widerspiegeln. Die EU-Forschungs- und Innovationspolitik wird
Projekte unterstützen, die mit den strategischen Leitlinien und den
Beschlussfassungsmechanismen von „Horizont 2020“ einhergehen. Das EIP-Netzwerk
wird bestehende Mechanismen nutzen, um den Mitgliedstaaten und den für die
Entwicklung des ländlichen Raums zuständigen Verwaltungsbehörden, darunter auch
der Ausschuss für die Entwicklung des ländlichen Raums und Begleitausschüsse,
Bericht zu erstatten und mit diesen zusammenzuarbeiten.
8.
Bereiche für innovative Massnahmen
Nach den durch die Pilot-EIP gesammelten
Erfahrungen sollten Inhalt und Prioritäten, die von der EIP verfolgt werden,
sich in offener Weise herausbilden und den Bedarf an diversen Lösungen
widerspiegeln. Die Übertragung neuer Technologien, Methoden und Vorgänge in die
landwirtschaftliche Praxis und die Schaffung eines Raumes für praktische Fragen
und Lenkung erfordern einen mit einer wirksamen Vernetzung kombinierten
„Bottom-Up“-Ansatz. Entsprechend den Schlussfolgerungen der OECD[9] wird die EIP nicht auf einem
Innovationsmodell allein fußen. Außerdem wird berücksichtigt, dass Innovationen
technischer, nicht-technischer oder sozialer Natur sein und auf neuen oder
traditionellen Praktiken basieren können. Einige vorläufige Schwerpunktbereiche für
Forschung und Innovation wurden auf Basis der Beiträge von und des Austauschs
mit Interessengruppen und Forschern ausgewählt. Die unten angeführte Liste soll
nicht den Inhalt der konkreten innovativen Maßnahmen vorwegnehmen. Die
Umsetzung der EIP soll diese ggf. ergänzen. ·
Höhere landwirtschaftliche Produktivität, höhere
Erträge und mehr Ressourceneffizienz Anhand dieser innovativen Maßnahmen soll der
landwirtschaftliche Ertrag gesteigert und zugleich eine effiziente und
nachhaltige Ressourcennutzung sichergestellt werden. Das Ziel von
Produktionsverfahren mit geringem Mitteleinsatz läge in der nachhaltigen
Nutzung von Nährstoffen (darunter Phosphor und Stickstoff) und
Schädlingsbekämpfungsmitteln, der optimierte Nutzung von Energie, Wasser und
genetischen Ressourcen und einer geringeren Abhängigkeit von externen
Einträgen. In den Bereichen integrierter Pflanzenschutz, biologischer
Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung, verbesserte Nutzung von
Pflanzenschutzprodukten und Verringerung der THG-Emissionen aus Tierzucht und
Böden sind Fortschritte notwendig. Lösungen im Bereich Recycling und
Verringerung von Nachernteverlusten würden den Druck auf natürliche Ressourcen
verringern. Das Potenzial von grünen Technologien wie IKT,
Präzisionslandwirtschaft und Schädlingswarnsysteme sollte genutzt werden. ·
Innovation zur Unterstützung einer bio-basierten
Wirtschaft Innovative Lösungen sollten an die gesamte Versorgungskette
sowie die wachsende bio-basierte Wirtschaft angepasst werden. Es sollten
Lösungen für Bioraffinerie und Recycling gesucht werden, ebenso wie für die
intelligente Nutzung von Biomasse aus Kulturpflanzen, Wäldern und
Lebensmittelabfällen, wodurch ihr großes Potenzial ausgeschöpft werden könnte,
ohne die organischen Substanzen im Boden zu verringern. Es könnte auch in
Betracht gezogen werden, die Primärproduktion von Eiweiß durch Algen oder
Biofermentation zu ersetzen. Die Tier- und Pflanzenzucht könnte genutzt werden,
um höhere Erträge zu erzielen, Emissionen zu senken und eine bessere
Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten sowie eine höhere Qualität der
Endprodukte (z. B. bessere Nährwertprofile) zu erreichen. ·
Biodiversität, Ökosystemleistungen und
Bodenfunktionalität Innovationen, die die Nachhaltigkeit der
landwirtschaftlichen Betriebsführung und forstwirtschaftlicher Verfahren
verbessern, sind auch für Ökosystemleistungen und die Bodenfunktionalität von
Nutzen. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf integrierte agro-ökologische
Systeme gelegt werden, die die Verbesserung von Boden, Kohlenstoffbindung,
Wasserrückhaltung, der Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und
der Bestäubungsfunktion einschließen. Lösungen könnten sich auf eine
verbesserte Bodenbewirtschaftung (darunter flache Bodenbearbeitung und
Erhaltung umweltfreundlicher Infrastrukturen) konzentrieren sowie auf
integrierte Raumplanung, neue land- und forstwirtschaftliche Systeme und
natürliche Methoden zur Erhaltung der Ökosysteme. Weitere Bereiche wären die
optimierte Nutzung genetischer Ressourcen, Systeme mit geringem
Induktionsmitteleinsatz bzw. des biologischen Landbaus, die Verstärkung der
genetischen Vielfalt in der Landwirtschaft, die Entwicklung von Verfahren zur biologischen
Regenerierung von verschmutzten Böden und von innovativen Strategien zur
Anpassung an den Klimawandel. ·
Innovative Produkte und Dienstleistungen für
eine integrierte Versorgungskette Ziel ist die Entwicklung und Nutzung innovativer
Produkte, Geräte und Dienstleistungen zusammen mit der Schaffung einer
transparenten und nachhaltigen Versorgungskette. Der Schwerpunkt läge auf
besseren Informationssystemen und Risikomanagementinstrumenten, die die
Eigenschaften von Produkten und Produktionsverfahren widerspiegeln, wie
Benchmarking-Systemen, Nachhaltigkeitsnormen, Erstellung von CO2-Bilanzen,
Lebenszyklusanalysen (mit Schwerpunkt auf Abfallbewirtschaftung) und
Zertifizierungssysteme. Lösungen könnten Innovationen im Bereich der
landwirtschaftlichen Betriebsführung umfassen, durch die die Rolle der
Landwirte in den Versorgungsketten gestärkt werden könnte, z. B. durch
Zusammenschlüsse von Erzeugern oder kurzen Nahrungsketten. Neue
Diagnoseinstrumente würden dazu beitragen, die Umweltleistung und den gesellschaftlichen
Beitrag von landwirtschaftlichen Betrieben zu messen. Die Lösungen würden auch
die gesamte Vielfalt unserer genetischen Basis ausschöpfen und neue und
nachhaltigere Möglichkeiten sowie institutionelle Innovationen (z. B.
Kohlenstoffmärkte) schaffen. Wirksame Kontrollsysteme könnten darauf
ausgerichtet werden, Rückstände in Lebensmitteln (z. B.
Schädlingsbekämpfungsmittel) zu erkennen. ·
Lebensmittelqualität, -sicherheit und gesunde
Lebensweisen Fundierte Verbraucherentscheidungen sind notwendig,
um der gesamten Versorgungskette Impulse zu geben. Handlungsbereiche beträfen
die Sicherstellung der Lebensmittelqualität und -sicherheit, z. B. durch
die Entwicklung neuer Lebensmittelqualitätsregelungen sowie Regelungen für die
Gesundheitsvorsorge bei Nutztieren. Die Bioprospektion und das Potenzial von
Arzneipflanzen als Rohmaterialquelle könnten erforscht werden. Andere Bereiche
könnten natürliche Behandlungen für Tiere und Pflanzen sowie neue Methoden zur
Analyse der biologischen Eigenschaften von Lebensmitteln umfassen. Instrumente
für die Veränderung von Verbrauchsmustern und die entsprechenden Aufklärungs-
und Informationsmaßnahmen sowie Lernwerkzeuge in Verbindung mit der
Anreicherung von Produkten mit gesunden Nährstoffen (z. B. Milch oder Öl mit
Omega-3-Fettsäuren), die durch die Weiterentwicklung von Nährstoffen und durch
Maßnahmen in der Tierzucht erreicht wird, könnten dazu beitragen, die
öffentliche Gesundheit zu verbessern. Die Rolle des Verbrauchers bei der
Verringerung von Nachernteverlusten könnte durch intelligente Ansätze im
Bereich der Verpackung sowie durch Ausbildungs- und Informationsmaßnahmen
verstärkt werden.
9.
Die nächsten Schritte
Angesichts der Notwendigkeit, die
Entwicklungsmuster in der Landwirtschaft auf nachhaltiges Wachstum zu lenken,
sollten diese Aktivitäten so bald wie möglich anlaufen. Durch diese Mitteilung
sollen Diskussionen mit den Mitgliedstaaten, dem Europäischen Parlament und
Interessengruppen über die strategischen Ziele und das Format der EIP im
Bereich Landwirtschaft angeregt werden. Unter Berücksichtigung der Standpunkte des
Europäischen Parlaments und des Rates zu dieser Mitteilung wird ein
strategischer Durchführungsplan vorbereitet. Als erster Schritt wird die im
Rahmen der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes bereitgestellte
technische Hilfe genutzt, um ein Netzwerk einzurichten. Die zeitnahe
Einrichtung eines EIP-Netzwerks ist notwendig, um sicherzustellen, dass die
Akteure und Interessenvertreter früh über Möglichkeiten innovativer Maßnahmen
informiert werden. Dies wird die Umsetzung der Prioritäten in konkrete
innovative Maßnahmen erleichtern. [1] KOM(2010) 2020. [2] KOM(2010) 672. [3] KOM(2011) 500. [4] KOM(2010) 546. [5] KOM(2011) 791 endgültig. [6] Gemessen anhand der „Gesamten Faktorproduktivität”. [7] Dies beinhaltet die Umkehrung der Tendenz zum Verlust
organischer Bodensubstanzen und geeignete Bewirtschaftungsmethoden bei
landwirtschaftlichen Flächen, die erosionsgefährdet sind. [8] ERA-NET-Maßnahmen fördern die Zusammenarbeit und
Koordinierung von Forschungsaktivitäten auf nationaler oder regionaler Ebene. [9] OECD und Eurostat (2005), Oslo-Handbuch: „Guidelines
for Collecting and Interpreting Innovation Data“, Paris.