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Document 02026R0343-20260217

Consolidated text: Delegierte Verordnung (EU) 2026/343 der Kommission vom 6. Oktober 2025 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 der Kommission

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg_del/2026/343/2026-02-17

02026R0343 — DE — 17.02.2026 — 000.002


Dieser Text dient lediglich zu Informationszwecken und hat keine Rechtswirkung. Die EU-Organe übernehmen keine Haftung für seinen Inhalt. Verbindliche Fassungen der betreffenden Rechtsakte einschließlich ihrer Präambeln sind nur die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten und auf EUR-Lex verfügbaren Texte. Diese amtlichen Texte sind über die Links in diesem Dokument unmittelbar zugänglich

►B

DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2026/343 DER KOMMISSION

vom 6. Oktober 2025

zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 der Kommission

(ABl. L 343 vom 17.2.2026, S. 1)


Berichtigt durch:

►C1

Berichtigung, ABl. L 90275 vom 8.4.2026, S.  1 ((EU) 2026/3432026/343)




▼B

DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2026/343 DER KOMMISSION

vom 6. Oktober 2025

zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 der Kommission



Artikel 1

Gegenstand

Diese Verordnung ergänzt die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 durch Vorschriften über Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch, insbesondere

a) 

Einstufungskriterien und Begriffsbestimmungen;

b) 

Aufmachung, Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften;

c) 

Haltungsform und Erzeugungsverfahren;

d) 

Haltbarmachung und Handhabung;

e) 

Verwendung fakultativer vorbehaltener Angaben;

f) 

Toleranzgrenzen;

g) 

Einfuhrbedingungen.

Artikel 2

Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt für die in diesem Artikel aufgeführten Erzeugnisse. Andere als die in diesem Artikel genannten Erzeugnisse dürfen im Einklang mit den Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 1 ) in der Union nur unter Bezeichnungen vermarktet werden, die den Verbraucher nicht irreführen und nicht zu Verwechslungen mit den in diesem Artikel genannten Erzeugnissen oder mit den Angaben gemäß Artikel 10 führen können.

Für die Zwecke der vorliegenden Verordnung werden die Erzeugnisse gemäß Artikel 75 Absatz 1 Buchstabe g der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 wie folgt definiert, wobei die entsprechenden Bezeichnungen in den anderen Amtssprachen der Union in Anhang I aufgeführt sind:

1. 

Geflügelschlachtkörper:

a) 

HÜHNER (Gallus domesticus):

i) 

Hähnchen, Masthuhn: Tier mit biegsamem (nicht verknöchertem) Brustbeinfortsatz;

ii) 

Suppenhuhn: Tier mit rigidem (verknöchertem) Brustbeinfortsatz;

iii) 

Kapaun: vor der Geschlechtsreife kastrierter, nach einer Mastdauer (im Anschluss an die Kastration) von mindestens 77 Tagen im Alter von mindestens 140 Tagen geschlachteter Junghahn;

iv) 

Stubenküken: Tier von weniger als 650 g Schlachtgewicht (gemessen ohne Innereien, Kopf und Ständer); Tiere mit einem Gewicht von 650 g bis 750 g dürfen als „Stubenküken“ bezeichnet werden, wenn das Schlachtalter 28 Tage nicht überschreitet. Die Mitgliedstaaten können für die Kontrolle dieses Schlachtalters Artikel 4 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 anwenden;

v) 

Bruderhahn: männliches Huhn von Legerassen, dessen Brustbeinfortsatz rigide, aber nicht vollständig verknöchert ist und das im Alter von mindestens 70 Tagen geschlachtet wird;

b) 

PUTEN/TRUTHÄHNE (Meleagris gallopavo dom.):

i) 

(Junge) Pute, (Junger) Truthahn: Tier mit biegsamem (nicht verknöchertem) Brustbeinfortsatz);

ii) 

Pute, Truthahn: Tier mit rigidem (verknöchertem) Brustbeinfortsatz;

c) 

ENTEN (Anas platyrhynchos dom., Cairina moschata), Mulardenten (Cairina moschata x Anas platyrhynchos):

i) 

Frühmastente, Jungente, (Junge) Flugente, (Junge) Mulardente: Tier mit biegsamem (nicht verknöchertem) Brustbeinfortsatz;

ii) 

Ente, Flugente, Mulardente: Tier mit rigidem (verknöchertem) Brustbeinfortsatz;

d) 

GÄNSE (Anser anser dom.):

i) 

Frühmastgans, (Junge) Gans, Jungmastgans: Tier mit biegsamem (nicht verknöchertem) Brustbeinfortsatz. Die den Körper insgesamt überziehende Fettschicht ist mitteldünn bis dünn; das Fett junger Gänse kann je nach Ernährung farblich variieren;

ii) 

Gans: Tier mit rigidem (verknöchertem) Brustbeinfortsatz; die den Körper insgesamt überziehende Fettschicht ist mitteldick bis dick;

e) 

PERLHÜHNER (Numida meleagris domesticus):

i) 

(Junges) Perlhuhn: Tier mit biegsamem (nicht verknöchertem) Brustbeinfortsatz;

ii) 

Perlhuhn: Tier mit rigidem (verknöchertem) Brustbeinfortsatz.

Für die Zwecke dieser Verordnung gelten geschlechtsbedingte Abweichungen von den Bezeichnungen in Unterabsatz 1 Buchstaben a bis e als äquivalent.

2. 

Geflügelteilstücke:

a) 

Hälfte, Halbes: halber Schlachtkörper, gewonnen durch geraden Längsschnitt am Brustbein und Rückgrat entlang;

b) 

Viertel: durch Querschnitt einer Hälfte gewonnenes Hinter- bzw. Vorderviertel;

c) 

Hinterviertel am Stück: beide Hinterviertel am Stück, verbunden durch einen Teil des Rückens, mit oder ohne Rumpf;

d) 

Brust, halbe Brust, halbierte Brust: Brustbein und beidseitige Rippen oder Teile davon, einschließlich anhaftendem Muskelfleisch, angeboten als ganze Brust oder als Brusthälfte;

e) 

Schenkel, Keule: Femur (Oberschenkelknochen), Tibia (Schienbein) und Fibula (Wadenbein) einschließlich anhaftendem Muskelfleisch. Die beiden Schnitte werden an den Gelenken angesetzt;

f) 

Hähnchenschenkel mit Rückenstück, Hühnerkeule mit Rückenstück: das anhaftende Rückenstück darf höchstens 25 % des Gewichts des Teilstücks ausmachen;

g) 

Oberschenkel, Oberkeule: Femur (Oberschenkelknochen) einschließlich anhaftendem Muskelfleisch. Die beiden Schnitte werden an den Gelenken angesetzt;

h) 

nicht entbeinter Oberschenkel mit Rückenstück: gewonnen durch Schneiden eines Hinterviertels am Gelenk zwischen Tibia (Schienbein) und Femur (Oberschenkelknochen). Das Gewicht des Rückenstücks darf höchstens 35 % des Gewichts des gesamten Teilstücks ausmachen. Unterschenkel, Kniescheibe und Bauchfett werden entfernt. Der Oberschenkel mit Rückenstück besteht aus dem Oberschenkel, dem anhaftenden Rückenstück und dem dazugehörigen Fett. Die Öldrüse, der Schwanz und das das Darmbein umgebende Fleisch (Pfaffenschnittchen) können vorhanden sein oder nicht;

i) 

Unterschenkel, Unterkeule: Tibia (Schienbein) und Fibula (Wadenbein) einschließlich anhaftendem Muskelfleisch. Die beiden Schnitte werden an den Gelenken angesetzt;

j) 

Flügel: Humerus (Oberarm), Radius (Speiche) und Ulna (Elle) einschließlich anhaftendem Muskelfleisch; Humerus bzw. Radius/Ulna einschließlich umgebendem Muskelfleisch können separat angeboten werden. Die Entfernung der Flügelspitze, einschließlich Karpal- (Mittelhand-)knochen, ist fakultativ. Die Schnitte werden an den Gelenken angesetzt;

k) 

beide Flügel, ungetrennt: beide Flügel am Stück, verbunden durch einen Teil des Rückens, der gewichtsmäßig höchstens 45 % des Gesamtgewichts des gesamten Teilstücks ausmachen darf;

l) 

Brustfilet, Filet aus der Brust: ganze oder halbe entbeinte Innen- oder Außenbrust, d. h. ohne Brustbein und Rippen. Bei Putenbrust/Truthahnbrust darf das Filet auch ausschließlich aus dem inneren Brustmuskel bestehen;

m) 

Brustfilet mit Schlüsselbein: Brustfilet ohne Haut mit Schlüsselbein und Brustbeinknorpel, wobei Schlüsselbein und Knorpel höchstens 3 % des Gewichts des Teilstücks ausmachen dürfen;

n) 

Magret, Maigret: Brustfilet von unter Nummer 3 genannten Enten oder Gänsen, mit Haut und subkutanem, den Brustmuskel bedeckendem Fett, ohne den inneren Brustmuskel;

o) 

Innenfilet: gewonnen durch Trennen des inneren Brustmuskels von der Brust und vom Brustbein. Das Innenfilet besteht aus einem einzigen ganzen Muskel mit oder ohne eingebettete Sehne;

p) 

Fuß: gewonnen durch Abtrennen eines Schenkels am Gelenk zwischen Metatarsus (Mittelfuß) und Tibia (Schienbein). Der Schlachtkörper wird entfernt. Ein Fuß besteht aus dem Metatarsus (Mittelfuß) und vier Zehen mit anhaftendem Fleisch und Haut;

q) 

Klaue: gewonnen durch Abtrennen eines Schenkels ungefähr auf Höhe des Sporns am Metatarsus. Der Schlachtkörper wird entfernt. Eine Klaue besteht aus einem Teil des Metatarsus (Mittelfuß) und vier Zehen mit anhaftendem Fleisch und Haut;

r) 

Hals: gewonnen durch Abtrennen des Halses vom Schlachtkörper am Schultergelenk und Entfernen des Kopfes. Der Hals besteht aus den Halsknochen mit anhaftendem Fleisch;

s) 

Kopf: gewonnen durch Abtrennen vom Schlachtkörper am oberen Ende des Halses und Entfernen des Schlachtkörpers. Der Kopf besteht aus den Schädelknochen mitsamt Inhalt und anhaftendem Schnabel, Fleisch und Haut;

t) 

Supreme: Hälfte des Filets ohne Knochen, mit dem ersten Phalanx des anhaftenden Flügels und mit Haut;

u) 

Schlüsselbein: Schlüsselbein mit anhaftendem Muskelfleisch;

v) 

Scapula: Schulterblatt mit anhaftendem Muskelfleisch.

Bei den Erzeugnissen gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben e, g und i bedeutet „Die beiden Schnitte werden an den Gelenken angesetzt“, dass die Schnitte zwischen den beiden das jeweilige Gelenk begrenzenden Linien angesetzt werden (siehe Abbildung in Anhang II).

Die Erzeugnisse gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben d bis l können mit oder ohne Haut angeboten werden. Sofern die Erzeugnisse gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben d bis j ohne Haut bzw. das Erzeugnis gemäß Unterabsatz 1 Buchstabe l mit Haut angeboten werden, ist dies bei der Kennzeichnung anzugeben.

Die Erzeugnisse gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben d bis l dürfen beim Entbeinen, Zuschneiden und Portionieren nicht beschädigt werden.

Bei den Erzeugnissen gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben l, m und o darf die Angabe „Filet“ verwendet werden, wenn die Zerlegeprozesse (wie das Zuschneiden und Portionieren) so erfolgt sind, dass die Muskelfasern des Fleisches in ihrer inneren Struktur nicht verändert wurden und die Merkmale des Fleisches erhalten bleiben.

3. 

Fettleber (Stopfleber)

Die Leber von Gänsen oder Enten der Art Cairina moschata oder Cairina moschata x Anas platyrhynchos, bei denen fütterungsbedingt eine Verfettung und Zellvergrößerung der Leber hervorgerufen wurde.

Die Tiere, denen die Lebern entnommen werden, müssen vollständig ausgeblutet sein, und die Lebern müssen eine einheitliche Farbe aufweisen.

Die Lebern müssen folgenden Gewichtsanforderungen genügen:

a) 

Entenlebern: Nettogewicht von mindestens 300 g;

b) 

Gänselebern: Nettogewicht von mindestens 400 g.

Artikel 3

Begriffsbestimmungen

Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck

a) 

„Schlachtkörper“ den ganzen Körper eines Vogels der in Artikel 2 Nummer 1 genannten Arten nach dem Entbluten, Rupfen und Ausnehmen; die Entfernung der Nieren ist jedoch fakultativ; ein ausgenommener Schlachtkörper kann mit oder ohne Innereien, d. h. Herz, Leber und Muskelmagen — die im Schlachtkörper aufbewahrt werden —, und mit oder ohne Hals zum Verkauf angeboten werden;

b) 

„Teilstück“ Geflügelfleisch, das nach Größe und Muskelstruktur nachweislich einem bestimmten Schlachtkörperteil zugeordnet werden kann;

c) 

„Vermarktung“ das Lagern oder Ausstellen zum Zwecke des Verkaufs, das Feilbieten, der Verkauf, die Lieferung oder jede andere Art des Inverkehrbringens;

d) 

„Kennzeichnung“ die Kennzeichnung gemäß Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe j der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011.

Artikel 4

Aufmachung von Geflügelschlachtkörpern

(1)  

Geflügelschlachtkörper sind in einer der folgenden Formen zum Verkauf anzubieten:

a) 

teilweise ausgenommen („effilé“, „roped“);

b) 

mit Innereien;

c) 

ohne Innereien.

(2)  
Das Wort „ausgenommen“ kann auf der Verpackung angegeben werden.
(3)  
Teilweise ausgenommene Schlachtkörper sind Schlachtkörper mit Herz, Leber, Lungen, Muskelmagen, Kropf und Nieren.
(4)  
Bei den Herrichtungsformen von Schlachtkörpern gemäß Absatz 1 können Luft- und Speiseröhre sowie Kropf im Schlachtkörper verbleiben, sofern der Kopf nicht entfernt wurde.
(5)  
Innereien sind ausschließlich Herz, Muskelmagen und Leber, Eileiter, Eidotter, legebereite Eier von ausgemerzten Hennen im Schlachthof sowie alle anderen Körperteile, die auf dem Endverbrauchermarkt, für den das Erzeugnis bestimmt ist, als genießbar angesehen werden. Die Leber ist ohne Gallenblase anzubieten. Der Muskelmagen ist ohne die innere Hornhaut anzubieten, und der Muskelmageninhalt muss entfernt worden sein. Das Herz kann mit oder ohne Herzbeutel angeboten werden.

Artikel 5

Bezeichnungen von Geflügelschlachtkörpern und Geflügelteilstücken

(1)  

Die Bezeichnungen der Lebensmittel im Sinne von Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, unter denen die unter die vorliegende Verordnung fallenden Erzeugnisse verkauft werden, entsprechen den in Artikel 2 der vorliegenden Verordnung festgelegten Bezeichnungen und den entsprechenden in Anhang I der vorliegenden Verordnung aufgeführten Bezeichnungen in den anderen Amtssprachen der Union, wobei Folgendes anzugeben ist:

a) 

bei ganzen Schlachtkörpern: eine der Herrichtungsformen gemäß Artikel 4 Absatz 1;

b) 

bei Teilstücken: die jeweilige Geflügelart.

(2)  
Die Bezeichnungen der in Artikel 2 Nummern 1 und 2 genannten Erzeugnisse können durch weitere Angaben ergänzt werden, sofern diese mit den Bestimmungen zur Lauterkeit der Informationspraxis gemäß Artikel 7 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 im Einklang stehen.

Artikel 6

Vermarktung, Kennzeichnung und Aufmachung von Geflügelfleisch

(1)  
Bei vorverpacktem Geflügelfleisch muss der Zustand, in dem das Geflügelfleisch gemäß Anhang VII Teil V Abschnitt III der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 vermarktet wird, auf der Vorverpackung oder einem daran befestigten Etikett angegeben werden.
(2)  
Abweichend von Absatz 1 ist es bei Geflügelfleisch, das an Zerlegungs- oder Verarbeitungsbetriebe geliefert wird, nicht erforderlich, die genannten Angaben anzubringen.

Artikel 7

Temperatur von gefrorenem Geflügelfleisch

Für gefrorenes Geflügelfleisch gemäß Anhang VII Teil V Abschnitt II Nummer 3 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 gelten folgende Bestimmungen:

Die Temperatur von gefrorenem Geflügelfleisch muss im ganzen Erzeugnis stabil bei maximal – 12 °C gehalten werden, wobei sie kurzfristig um höchstens 3 °C ansteigen darf. Diese Temperaturtoleranzen setzen einwandfreie Lagerungs- und Vertriebspraktiken bei der örtlichen Verteilung und in den Verkaufsmöbeln im Einzelhandel voraus.

Artikel 8

Handelsklassen von Geflügelfleisch

(1)  
Geflügelfleisch wird je nach Fleischigkeit und Aussehen der Schlachtkörper bzw. ihrer Teilstücke in Güteklassen eingestuft, und zwar je nach Qualität in Handelsklasse A oder Handelsklasse B.
(2)  

Zur Einstufung in die Handelsklasse A oder B müssen Geflügelschlachtkörper und -teilstücke folgenden Anforderungen genügen:

a) 

ganz (unter Berücksichtigung der Herrichtungsform);

b) 

sauber, frei von sichtbaren Fremdstoffen, Schmutz und Blut;

c) 

frei von Fremdgeruch;

d) 

frei von sichtbaren Blutspuren, es sei denn, sie sind klein und unauffällig;

e) 

frei von herausragenden gebrochenen Knochen;

f) 

frei von starken Quetschungen.

Frisches Geflügelfleisch darf keine Anzeichen früheren Einfrierens aufweisen.

(3)  

Um in die Handelsklasse A eingestuft zu werden, müssen Geflügelschlachtkörper und -teilstücke zusätzlich zu den in Absatz 2 festgelegten Kriterien folgende Kriterien erfüllen:

a) 

Sie besitzen Fleischfülle. Das Fleisch ist vollfleischig; die Brust ist gut entwickelt, breit, lang und vollfleischig; die Schenkel sind fleischig. Bei Hähnchen, Frühmastenten/Jungenten und Puten/Truthähnen sind Brust, Rücken und Schenkel mit einer dünnen, gleichmäßigen Fettschicht überzogen. Bei Suppenhühnern, Enten und Frühmastgänsen/jungen Gänsen ist eine dickere Fettschicht zulässig. Gänse weisen eine mitteldicke bis dicke, gleichmäßig über den gesamten Schlachtkörper verteilte Fettschicht auf. Bei Brustfilet sind bis zu 2 % Knorpelgewicht (biegsamer Brustbeinfortsatz) zulässig;

b) 

an Brust, Schenkeln, Rückenstück, Fußgelenken und Flügelspitzen können einige kleine Federn, Stümpfe (Federenden) und Haarfedern (Filopluma) vorhanden sein. Bei Suppenhühnern, Enten, Puten/Truthähnen und Gänsen können sich auch an anderen Körperteilen vereinzelte Federn, Stümpfe (Federenden) und Haarfedern (Filopluma) befinden;

c) 

leichte Beschädigungen, Quetschungen und Verfärbungen sind zulässig, sofern sie klein und unauffällig sind und sich nicht an Brust oder Schenkeln befinden. Die Flügelspitze darf fehlen. Flügelspitzen und Follikel (Drüsenbläschen) dürfen eine leichte Rötung zeigen;

d) 

gefrorenes bzw. tiefgefrorenes Geflügel darf keine Frostbrandspuren (wie in Anhang III beschrieben) zeigen, es sei denn, sie sind zufallsbedingt, klein und unauffällig und nicht an Brust und Schenkeln vorhanden.

Artikel 9

Angabe der Kühlmethoden

Bei der Kennzeichnung dürfen eine oder mehrere der folgenden angewandten Kühlmethoden und die entsprechenden in Anhang IV aufgeführten Bezeichnungen in den anderen Amtssprachen der Union angegeben werden:

a) 

Luftkühlung: Kühlen von Geflügelschlachtkörpern im Kaltluftstrom;

b) 

Luft-Sprüh-Kühlung: Kühlen von Geflügelschlachtkörpern im Kaltluftstrom, der mit einem mehr oder weniger feinen Wassernebel durchsetzt wird;

c) 

Tauchkühlung: Kühlen von Geflügelschlachtkörpern in Behältern mit Wasser oder Eiswasser im Gegenstromverfahren.

Artikel 10

Fakultative vorbehaltene Angaben

(1)  

Unbeschadet anderer Kennzeichnungssysteme, die andere Haltungsformen abdecken und durch Rechtsvorschriften der Union geregelt sind, dürfen die folgenden Angaben und die entsprechenden in Anhang V aufgeführten Bezeichnungen in den anderen Amtssprachen der Union nur dann bei der Kennzeichnung der in Artikel 2 genannten Erzeugnisse verwendet werden, wenn die einschlägigen Bedingungen des Anhangs VI erfüllt sind:

a) 

„Gefüttert mit … % …“;

b) 

„Extensive Bodenhaltung“;

c) 

„Freilandhaltung“;

d) 

„Bäuerliche Freilandhaltung“;

e) 

„Bäuerliche Freilandhaltung — unbegrenzter Auslauf“.

Die in Unterabsatz 1 aufgeführten Angaben können um Hinweise auf die Besonderheiten der jeweiligen Haltungsform ergänzt werden.

Zur Bezeichnung von Erzeugnissen aus im Freien gehaltenen Tieren dürfen ausschließlich die in Unterabsatz 1 Buchstaben c, d und e aufgeführten Angaben verwendet werden.

Bei Erzeugnissen, die die Bedingungen für eine Kennzeichnung mit den in Unterabsatz 1 Buchstabe c, d oder e aufgeführten Angaben nicht erfüllen, darf keine Kennzeichnung, keine Geschäftsunterlage, kein Werbematerial und keine Form der Werbung oder Aufmachung verwendet werden, mit der behauptet, suggeriert oder angedeutet wird, dass das Erzeugnis von im Freien gehaltenen Tieren stammt.

Wird bei der Kennzeichnung des Fleisches von Enten und Gänsen, die zur Fettlebererzeugung gehalten wurden, die Angabe „Freilandhaltung“ gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben c, d und e gemacht, so muss auch die Angabe „aus der Fettlebererzeugung“ aufgeführt werden.

(2)  
Angaben über das Schlachtalter oder die Mastdauer sind bei der Kennzeichnung nur zulässig, sofern einer der Begriffe gemäß Absatz 1 verwendet wird und die Tiere das Mindestalter gemäß Anhang VI Buchstaben b, c oder d erreicht haben. Dies gilt jedoch nicht für die in Artikel 2 Nummer 1 Buchstabe a Ziffer iv genannten Erzeugnisse.
(3)  
Die Absätze 1 und 2 gelten unbeschadet der nationalen technischen Maßnahmen, die über die Mindestanforderungen gemäß Anhang VI hinausgehen und nur auf die Erzeuger des betreffenden Mitgliedstaats anzuwenden sind, sofern diese nationalen technischen Maßnahmen mit dem Unionsrecht im Einklang stehen.
(4)  
Die nationalen technischen Maßnahmen gemäß Absatz 3 werden der Kommission mitgeteilt.
(5)  

Die Mitgliedstaaten können die Verwendung anderer als der in den Absätzen 1 und 2 genannten und in Anhang VI aufgeführten Angaben durch Lebensmittelunternehmer vorsehen, sofern

a) 

diese Angaben mit der angewandten Erzeugungsmethode übereinstimmen und die Verbraucher nicht irreführen;

b) 

diese Angaben nicht zu Verwechslungen mit den in den Absätzen 1 und 2 genannten Angaben führen;

c) 

die Produktspezifikationen dokumentiert werden;

d) 

geeignete Kontrollen unter Aufsicht der zuständigen Behörden des betreffenden Mitgliedstaats durchgeführt werden.

(6)  
Sind die in Absatz 5 genannten Bedingungen erfüllt, teilen die Mitgliedstaaten der Kommission diese nationalen Angaben vor der ersten Verwendung durch Lebensmittelunternehmer mit. Die Kommission unterrichtet die anderen Mitgliedstaaten über jede Mitteilung solcher Angaben und veröffentlicht diese auf der Europa-Website.
(7)  
Die Mitgliedstaaten stellen der Kommission jederzeit auf Verlangen alle Informationen zur Verfügung, die erforderlich sind, um die Vereinbarkeit der in Absatz 3 genannten nationalen technischen Maßnahmen und der in Absatz 5 genannten nationalen Angaben mit dem Unionsrecht zu bewerten.

Artikel 11

Aufzeichnungen im Zusammenhang mit fakultativen vorbehaltenen Angaben

(1)  

Lebensmittelunternehmer, die Erzeugnisse unter Verwendung der in Artikel 10 Absatz 1 genannten Angaben vermarkten, führen für jede Haltungsform getrennte Aufzeichnungen

a) 

über die Namen und Anschriften der Geflügelerzeuger, die von der zuständigen nationalen Behörde zugelassen sein müssen;

b) 

auf Verlangen der zuständigen Behörde über die Zahl der von den einzelnen Erzeugern je Durchgang gehaltenen Tiere;

c) 

über die Zahl und das gesamte Lebend- oder Schlachtkörpergewicht der angelieferten und verarbeiteten Tiere;

d) 

über die Einzelheiten der Verkäufe, einschließlich Namen und Anschriften der Käufer, wobei die Aufzeichnungen nach dem Versand mindestens sechs Monate aufzubewahren sind.

(2)  
Die in Absatz 1 Buchstabe a genannten Erzeuger bewahren während eines Mindestzeitraums von sechs Monaten nach dem Versand aktualisierte Aufzeichnungen über die Zahl der Tiere je Haltungsform, einschließlich der Zahl der verkauften Tiere, der Namen und Anschriften der Käufer sowie der Menge und der Quelle der Futtermittel auf.

Erzeuger, die die in Artikel 10 Absatz 1 Buchstaben c, d und e genannten Haltungsformen anwenden, führen zusätzlich zu den in Unterabsatz 1 des vorliegenden Absatzes genannten Angaben Aufzeichnungen über das Datum, an dem die Vögel erstmals Zugang zu Freiland erhalten haben.

(3)  
Futtermittelhersteller und -lieferanten bewahren während eines Mindestzeitraums von sechs Monaten nach dem Versand der Futtermittel Aufzeichnungen auf, aus denen hervorgeht, dass die Zusammensetzung der Futtermittel, die sie an die Erzeuger für die in Artikel 10 Absatz 1 Buchstabe a genannte Haltungsform geliefert haben, den entsprechenden Anforderungen gemäß Anhang VI entspricht.
(4)  
Brütereien bewahren während eines Mindestzeitraums von sechs Monaten nach dem Versand Aufzeichnungen über Tiere der anerkannt langsam wachsenden Rassen auf, die an die Erzeuger für die in Artikel 10 Absatz 1 Buchstaben d und e genannten Haltungsformen geliefert wurden.

Artikel 12

Aufsichtsstellen für fakultative vorbehaltene Angaben

Die von den Mitgliedstaaten für die Aufsicht über die in Artikel 10 genannten Angaben benannten Stellen müssen die Kriterien der Norm ISO/IEC 17065 ( 2 ) erfüllen und von den zuständigen Behörden des betreffenden Mitgliedstaats zugelassen und beaufsichtigt werden.

Artikel 13

Fakultative Angaben bei eingeführtem Geflügelfleisch

Geflügelfleisch aus Drittländern kann eine oder mehrere der fakultativen Angaben gemäß den Artikeln 9 und 10 tragen, sofern als Begleitdokument eine von der zuständigen Behörde des Ursprungslandes ausgestellte Bescheinigung vorliegt, mit der bestätigt wird, dass die betreffenden Erzeugnisse den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen.

Auf Anfrage eines Drittlands erstellt die Kommission ein Verzeichnis dieser Behörden.

Artikel 14

Maximaler Wassergehalt in Geflügelfleisch

(1)  
Gefrorene und tiefgefrorene Schlachtkörper von Hähnchen dürfen in der Union nur vermarktet werden, wenn der nach dem Analyseverfahren gemäß Artikel 5 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 bestimmte Wassergehalt die in Anhang VII der vorliegenden Verordnung festgesetzten technisch unvermeidbaren Werte nicht überschreitet.
(2)  

Die folgenden frischen, gefrorenen und tiefgefrorenen Geflügelteilstücke dürfen in der Union nur vermarktet werden, wenn der nach dem Analyseverfahren gemäß Artikel 8 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 bestimmte Wassergehalt die in Anhang VIII der vorliegenden Verordnung festgesetzten technisch unvermeidbaren Werte nicht überschreitet.

a) 

Hähnchenbrustfilet, mit oder ohne Schlüsselbein, ohne Haut;

b) 

Hähnchenbrust, mit Haut;

c) 

Hähnchenoberschenkel, Hähnchenunterschenkel, Hähnchenschenkel, Hähnchenschenkel mit Rückenstück, Hähnchenhinterviertel, mit Haut;

d) 

Putenbrustfilet, ohne Haut;

e) 

Putenbrust, mit Haut;

f) 

Putenoberschenkel, Putenunterschenkel, Putenschenkel, mit Haut;

g) 

entbeintes Putenschenkelfleisch, ohne Haut.

(3)  
Die maximale Wassermenge, die Hähnchenschlachtkörper im Schlachthof aufnehmen dürfen, ist in Anhang IX festgelegt.
(4)  
Die zuständige Behörde eines Mitgliedstaats kann die Vermarktung von Geflügelfleisch, das den Anforderungen des Absatzes 1 oder 2 nicht entspricht, zulassen, sofern auf der Verpackung ein Aufkleber oder Etikett angebracht ist, der bzw. das in roten Großbuchstaben mindestens eine der Angaben gemäß Anhang X trägt.

Diese Angaben müssen an einer ins Auge fallenden Stelle gut sichtbar, deutlich lesbar und unverwischbar angebracht sein. Sie dürfen keinesfalls durch andere Angaben oder Abbildungen verdeckt, undeutlich gemacht oder unterbrochen werden. Auf Einzelpackungen müssen die Buchstaben mindestens 1 cm, auf Großpackungen mindestens 2 cm hoch sein.

Artikel 15

Mitteilung über Kontrollen des Wassergehalts

(1)  
Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten teilen den nationalen Referenzlaboratorien die Ergebnisse der von ihnen oder unter ihrer Aufsicht durchgeführten Kontrollen gemäß den Artikeln 5, 6 und 7 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 unverzüglich mit.

Die nationalen Referenzlaboratorien teilen der Kommission bis zum 30. Juni jedes Jahres die Ergebnisse der Kontrollen gemäß den Artikeln 5, 6 und 7 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 mit. Der in Artikel 229 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 genannte Ausschuss wird von der Kommission über die Ergebnisse der Kontrollen unterrichtet.

(2)  
Die Mitgliedstaaten ergreifen alle für die Kontrollen gemäß den Artikeln 5, 6 und 7 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 erforderlichen Maßnahmen. Sie unterrichten die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission über diese Maßnahmen. Die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission sind über alle Änderungen dieser Maßnahmen zu informieren.

Artikel 16

Sachverständigengremium für die Überwachung des Wassergehalts

Ein Sachverständigengremium für die Überwachung des Wassergehalts von Geflügelfleisch dient als Koordinierungsstelle für die Untersuchungstätigkeiten der nationalen Referenzlaboratorien. Es setzt sich zusammen aus Vertretern der Kommission und der nationalen Referenzlaboratorien. Die Aufgaben des Gremiums und der nationalen Referenzlaboratorien sowie die Organisationsstruktur des Gremiums sind Anhang XI zu entnehmen.

Artikel 17

Aufhebung

Die Verordnung (EG) Nr. 543/2008 wird aufgehoben.

Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung sowie die Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 und sind entsprechend nach der Entsprechungstabelle in Anhang XII der vorliegenden Verordnung zu lesen.

Artikel 18

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt gemäß den Verträgen unmittelbar in den Mitgliedstaaten.




ANHANG I

Bezeichnungen von Geflügelschlachtkörpern gemäß Artikel 2 Nummer 1



 

bg

es

cs

da

de

et

el

en

fr

hr

it

lv

1.

Пиле, бройлер

Pollo (de carne)

Kuře, brojler

Kylling, slagtekylling

Hähnchen

Masthuhn

Broiler

Κοτόπουλο

Πετεινοί και κότες (κρεατοπαραγωγής)

Chicken, broiler

Poulet (de chair)

Pile, brojler

Pollo, ‘Broiler‘

Cālis, broilers

2.

Петел, кокошка

Gallo, gallina

Kohout, slepice, drůbež na pečení, nebo vaření

Hane, høne, suppehøne

Suppenhuhn

Kukk, kana, hautamiseks või keetmiseks mõeldud kodulind

Πετεινοί και κότες (για βράσιμο)

Cock, hen, casserole, or boiling fowl

Coq, poule (à bouillir)

Pijetao, kokoš, kokoš za pečenje ili kuhanje

Gallo, gallina

Pollame da brodo

Gailis, vista (sautēšanai vai vārīšanai)

3.

Петел (угоен, скопен)

Capón

Kapoun

Kapun

Kapaun

Kohikukk

Καπόνια

Capon

Chapon

Kopun

Cappone

Kapauns

4.

Ярка, петле

Picantón, coquelet

Kuřátko, kohoutek

Poussin, Coquelet

Stubenküken

Kana- ja kukktibud

Νεοσσός, πετεινάρι

Poussin, Coquelet

Poussin, coquelet

Mlado pile i mladi pijetao

Galletto

Cālītis

5.

мъжко пиленце от генетична линия на кокошки носачки

Gallo joven

Mladý kohout

Hanekylling fra æglæggerlinjer

Bruderhahn

Noorkukk

Πετεινάρι ωοπαραγωγικής φυλής

Brother rooster

Poulet mâle de race pondeuse

Mladi pijetao

Maschio di gallina ovaiola

Jauns gailis

1.

(Млада) пуйка

Pavo (joven)

(Mladá) krůta

(Mini) kalkun

(Junge) Pute, (Junger) Truthahn

(Noor)kalkun

(Νεαροί) γάλοι και γαλοπούλες

(Young) turkey

Dindonneau, (jeune) dinde

(Mladi) puran

(Giovane) tacchino

(Jauns) tītars

2.

Пуйка

Pavo

Krůta

Avlskalkun

Pute, Truthahn

Kalkun

Γάλοι και γαλοπούλες

Turkey

Dinde (à bouillir)

Puran

Tacchino/a

Tītars

1.

(Млада) патица, пате (млада) мускусна патица, (млад) мюлар

Pato (joven o anadino), pato de Barbaria (joven), pato cruzado (joven)

(Mladá) kachna, kachnê, (mladá) Pižmová kachna, (mladá) kachna Mulard

(Ung) and (Ung) berberiand

(Ung) mulardand

Frühmastente, Jungente, (Junge) Flugente (Junge Mulardente)

(Noor)part, pardipoeg. (noor) muskuspart, (noor) mullard

(Νεαρές) πάπιες ή παπάκια, (νεαρές) πάπιες Βαρβαρίας, (νεαρές) παπιες mulard

(Young) duck, duckling, (Young) Muscovy duck (Young) Mulard duck

(Jeune) canard, caneton, (jeune) canard de Barbarie, (jeune) canard mulard

(Mlada) patka, (mlada) mošusna patka, (mlada) patka mulard

(Giovane) anatra (Giovane) Anatra muta (Giovane) Anatra ‘mulard‘

(Jauna) pīle, pīlēns, (jauna) muskuspīle, (jauna) Mulard pīle

2.

Патица, мускусна патица, мюлар

Pato, pato de Barbaria, pato cruzado

Kachna, Pižmová kachna, kachna Mulard

Avlsand Avlsberberiand Avlsmulardand

Ente, Flugente Mulardente

Part, muskuspart, mullard

Πάτιες, πάτιες Βαρβαρίας πάτιες mulard

Duck, Muscovy duck, Mulard duck

Canard, canard de Barbarie (à bouillir), canard mulard (à bouillir)

Patka, mošusna patka, patka mulard

Anatra Anatra muta Anatra ‘mulard‘

Pīle, muskuspīle, Mulard pīle

1.

(Млада) гъска, гъсе

Oca (joven), ansarón

Mladá husa, house

(Ung) gås

Frühmastgans, (Junge) Gans, Jungmastgans

(Noor)hani, hanepoeg

(Νεαρές) χήνες ή χηνάκια

(Young) goose, gosling

(Jeune) oie ou oison

(Mlada) guska

(Giovane) oca

(Jauna) zoss, zoslēns

2.

Гъска

Oca

Husa

Avlsgås

Gans

Hani

Χήνες

Goose

Oie

Guska

Oca

Zoss

1.

(Млада) токачка

Pintada (joven)

Mladá perlička

(Ung) perlehøne

(Junges) Perlhuhn

(Noor) pärlkana

(Νεαρές) φραγκόκοτες

(Young) guinea fowl

(Jeune) pintade Pintadeau

(Mlada) biserka

(Giovane) faraona

(Jauna) pērļu vistiņa

2.

Токачка

Pintada

Perlička

Avlsperlehøne

Perlhuhn

Pärlkana

Φραγκόκοτες

Guinea fowl

Pintade

Biserka

Faraona

Pērļu vistiņa



 

lt

hu

mt

nl

pl

pt

ro

sk

sl

fi

sv

1.

Viščiukas, viščiukas broileris

Csirke, brojlercsirke

Fellus, brojler

Kuiken, braadkuiken

Kurczę, broiler

Frango

Pui de carne, broiler

Kurča, brojler

Pitovni piščanec — brojler

Broileri

Kyckling, slaktkyckling (broiler)

2.

Gaidys, višta, gaidys (arba višta) troškinti arba virti

Kakas, tyúk, sütésre vagy főzésre szánt szárnyas

Serduk, tiġieġa

(tal-brodu)

Haan, hen soep- of stoofkip

Kura rosołowa

Galo, galinha

Cocoș, găină sau carne de pasăre pentru fiert

Kohút, sliepka

Petelin, kokoš, perutnina za pečenje ali kuhanje

Kukko, kana

Tupp, höna, gryt-, eller kokhöna

3.

Kaplūnas

Kappan

Ħasi

Kapoen

Kapłon

Capão

Clapon

Kapún

Kopun

Chapon (syöttökukko)

Kapun

4.

Viščiukas tabaka (arba poussin (coquelet) tipo viščiukas)

Csibe

Għattuqa, coquelet

Piepkuiken

Kurczątko

Franguitos

Pui tineri

Kurčiatko

Mlad piščanec, mlad petelin

(kokelet)

Kananpoika, kukonpoika

Poussin, coquelet

5.

Gaidžiukas

Fiatal kakas (bébikakas)

Serduq tat-tip brother

Jonge haan

Kogut typu nieśnego

Irmão de poedeira

Pui masculi de carne

Kohútik

Petelin lahkega tipa

Munintarotuinen kukkopoika

Värphönstuppar

1.

Kalakučiukas

(Fiatal) pulyka

Dundjan (żgħir fl-eta)

(Jonge) kalkoen

(Młody) indyk

Peru

Curcan (tânăr)

Mladá morka

(Mlada) pura

(Nuori) kalkkuna

(Ung) kalkon

2.

Kalakutas

Pulyka

Dundjan

Kalkoen

Indyk

Peru adulto

Curcan

Morka

Pura

Kalkkuna

Kalkon

1.

Ančiukas, muskusinis ančiukas, mulardinis ančiukas

Fiatal kacsa, (fiatal) pézsmakacsa, (fiatal) Mulard-kacsa

Papra (żgħira fl-eta), papra żgħira (fellus ta‘ papra) muskovy (żgħira fl-eta), papra mulard

(Jonge) eend, (Jonge) Barbarijse eend (Jonge) „Mulard“-eend

(Młoda) kaczka tuczona, (Młoda) kaczka piżmova, (Młoda) kaczka mulard

Pato, Pato Barbary, Pato Mulard

Rață (tânără), rață (tânără) din specia Cairina moschata, rață (tânără) Mulard

(Mladá kačica), káča, (Mladá) pižmová kačica, (Mladý) mulard

(Mlada) raca, račka, (mlada) muškatna raca, (mlada) mulard raca

(Nuori) ankka, (Nuori) myskiankka

(Ung) anka, ankunge (ung) mulardanka (ung) myskanka

2.

Antis, muskusinė antis, mulardinė antis

Kacsa, pézsmakacsa, Mulard-kacsa

Papra, papra muscovy, papra mulard

Eend Barbarijse eend „Mulard“-eend

Kaczka, Kaczka piżmowa, Kaczka mulard

Pato adulto, pato adulto Barbary, pato adulto Mulard

Rață, rață din specia Cairina moschata, rață Mulard

Kačica, Pyžmová kačica, Mulard

Raca, muškatna raca, mulard raca

Ankka, myskiankka

Anka, mulardanka, myskanka

1.

Žąsiukas

(Fiatal) liba

Wiżża (żgħira fl-eta), fellusa ta‘ wiżża

(Jonge) gans

Młoda gęś

Ganso

Gâscă (tânără)

(Mladá) hus, húsa

(Mlada) gos, goska

(Nuori) hanhi

(Ung) gås, gåsunge

2.

Žąsis

Liba

Wiżża

Gans

Gęś

Ganso adulto

Gâscă

Hus

Gos

Hanhi

Gås

1.

Perlinis viščiukas

(Fiatal) gyöngytyúk

Farghuna (żgħira fl-eta)

(Jonge) parelhoen

(Młoda) perliczka

Pintada

Bibilică adultă

(Mladá) perlička

(Mlada) pegatka

(Nuori) helmikana

(Ung) pärlhöna

2.

Perlinė višta

Gyöngytyúk

Fargħuna

Parelhoen

Perlica

Pintada adulta

Bibilică

Perlička

Pegatka

Helmikana

Pärlhöna

Bezeichnungen von Geflügelteilstücken gemäß Artikel 2 Nummer 2



 

bg

es

cs

da

de

et

el

en

fr

hr

it

lv

a)

Половинка

Medio

Půlka

Halvt

Hälfte oder Halbes

Pool

Μισά

Half

Demi ou moitié

Polovica

Metà

Puse

b)

Четвъртинка

Cuarto

Čtvrtka

Kvart

(Vorder-, Hinter-) Viertel

Veerand

Τεταρτημόριο

Quarter

Quart

Četvrt

Quarto

Ceturtdaļa

c)

Неразделени задни четвъртинки

Cuartos traseros unidos

Neoddělená zadní čtvrtka

Sammenhængende lårstykker

Hinterviertel am Stück

Lahti lõikamata koivad

Αδιαχώριστα τεταρτημόρια ποδιών

Unseparated leg quarters

Quarts postérieurs non séparés

Neodvojene stražnje četvrti

Cosciotto

Nesadalītas kāju ceturtdaļas

d)

Гърди

Pechuga

Prsa

Bryst

Brust, halbe Brust, halbierte Brust

Rind

Στήθος

Breast

Poitrine, blanc ou filet sur os

Prsa

Petto con osso

Krūtiņa

e)

Бутче

Muslo y contramuslo

Stehno

Helt lår

Schenkel, Keule

Koib

Πόδι

Leg

Cuisse

Batak sa zabatkom

Coscia

Kāja

f)

Пилешко бутче с част от гърба, прикрепен към него

Cuarto trasero de pollo

Stehno kuřete s částí zad

Kyllingelår med en del af ryggen

Hähnchenschenkel mit Rückenstück, Hühnerkeule mit Rückenstück

Koib koos seljaosaga

Πόδι από κοτόπουλο με ένα κομμάτι της ράχης

Chicken leg with a portion of the back

Cuisse de poulet avec une portion du dos

Pileći batak sa zabatkom s dijelom leđa

Coscetta

Cāļa kāja ar muguras daļu

g)

Бедро

Contramuslo

Horní stehno

Overlår

Oberschenkel, Oberkeule

Kints

Μηρός (μπούτι)

Thigh

Haut de cuisse

Zabatak

Sovraccoscia

ciska jeb šķiņķis

h)

бедро с костта с част от гърба, прикрепен към него

Contramuslo sin deshuesar con una porción de espalda

Nevykostěné stehno s částí hřbetu

Ikke-udbenet lår med en del af ryggen

Nicht entbeinter Oberschenkel mit Rückenstück

Kondiga kints koos seljaosaga

Μηρός (μπούτι) με κόκαλο με μέρος της πλάτης

Bone-in thigh with a portion of the back

Cuisse non désossée avec une portion du dos attachée

Zabatak s kosti i dijelom leđa

Sovraccoscia non disossata con unita parte del dorso

Neatkaulota ciska jeb šķiņķis ar muguras daļu

i)

Кълка

Muslo

Dolní stehno (Palička)

Underlår

Unterschenkel, Unterkeule

poolkoib

Κνήμη

Drumstick

Pilon

Batak

Fuso

Stilbs

j)

Крило

Ala

Křídlo

Vinge

Flügel

Tiib

Φτερούγα

Wing

Aile

Krilo

Ala

Spārns

k)

Неразделени крила

Alas unidas

Neoddělená křídla

Sammenhængende vinger

Beide Flügel, ungetrennt

Lahti lõikamata tiivad

Αδιαχώριστες φτερούγες

Unseparated wings

Ailes non séparées

Neodvojena krila

Ali non separate

Nesadalīti spārni

l)

Филе от гърди

Filete de pechuga

Prsní řízek

Brystfilet

Brustfilet, Filet aus der Brust, Filet

Rinnafilee

Φιλέτο στήθους

Breast fillet

Filet de poitrine, blanc, filet, noix

File od prsa

Filetto, fesa

Krūtiņas fileja

m)

Филе от гърди с вилчата кост

Filete de pechuga con clavícula

Filety z prsou s klíční kostí

Brystfilet med ønskeben

Brustfilet mit Schlüsselbein

Rinnafilee koos rangluuga

Φιλέτο στήθους με κλειδοκόκαλο

Breast fillet with wishbone

Filet de poitrine avec clavicule

File od prsa s prsnom kosti

Petto (con forcella), fesa (con forcella)

Krūtiņas fileja ar atslēgas kaulu

n)

Нетлъсто филе

Magret, maigret

Magret, maigret

Magret, maigret

Magret, Maigret

Rinnaliha („magret“ või „maigret“)

Maigret, magret

Magret, maigret

Magret, maigret

Magret

Magret, maigret

Magret, maigret

o)

вътрешно филе

Filete interior

Vnitřní filet

Inderfilet

Innenfilet

Rinnafilee sisetükk

Φιλετάκι

Inner fillet

Filet intérieur

Minifile

Filetto interno

Iekšējā fileja

p)

ходила

Patas

Běháky

Fødder

Fuß

Kannused

Άκρα

Feet

Pattes

Nogica

Zampe

Pēdas

q)

крачета

Garras

Pařáty

Ben

Klaue

Pöiad

Πόδια

Paws

Parties inférieures de pattes

Stopala

Piedi

Pēdas pamatnes

r)

шия

Cuello

Krk

Hals

Hals

Kael

Λαιμός

Neck

Cou

Vrat

Collo

Kakls

s)

глава

Cabeza

Hlava

Hoved

Kopf

Pea

Κεφαλή

Head

Tête

Glava

Testa

Galva

t)

пилешко филе с кожа

Suprema

Supreme

Supreme

Supreme

Väärttükk

Ανώτατο μέρος

Supreme

Suprême

File supreme

Suprema (supreme)

Krūtiņas fileja ar spārnu

u)

вилчата кост

Fúrcula

Klíční kost

Ønskeben

Schlüsselbein

Rangluu

οστούν του στέρνου

Wishbone

Furcula (ou fourchette)

Prsna kost

Forcella

Atslēgas kauls

v)

лопатка (скапула)

Escápula

Lopatka

Bovblad

Scapula

Abaluu

ωμοπλάτη

Scapula

Omoplate

Lopatica

Scapola

Lāpstiņa



 

lt

hu

mt

nl

pl

pt

ro

sk

sl

fi

sv

a)

Pusė

Fél

Nofs

Helft

Połówka

Metade

Jumătăți

Polená hydina

Polovica

Puolikas

Halva

b)

Ketvirtis

Negyed

Kwart

Kwart

Ćwiartka

Quarto

Sferturi

Štvrťka hydiny

Četrt

Neljännes

Kvart

c)

Neatskirti ketvirčiai su šlaunelėmis

Összefüggő combnegyedek

Il-kwarti ta‘ wara tas-saqajn, mhux separati

Niet-gescheiden achterkwarten

Ćwiartka tylna w całości

Quartos da coxa não separados

Sferturi posterioare neseparate

Neoddelené hydinové stehná

Neločene četrti nog

Takaneljännes

Bakdelspart

d)

Krūtinėlė

Mell

Sidra

Borst

Pierś, połówka piersi

Peito

Piept

Prsia

Prsi

Rinta

Bröst

e)

Kulšelė

Comb

Koxxa

Hele poot, hele dij

Noga

Perna inteira

Pulpă

Hydinové stehno

Bedro

Koipireisi

Klubba

f)

Viščiuko kulšelė su nugarėlės dalimi

Csirkecomb a hát egy részével

Koxxa tat-tiġieġa b’porzjon tad-dahar

Poot/dij met rugdeel (bout)

Noga kurczęca z częścią grzbietu

Perna inteira de frango com uma porção do dorso

Pulpă de pui cu o porțiune din spate atașată

Kuracie stehno s panvou

Piščančja bedra z delom hrbta

Koipireisi, jossa selkäosa

Kycklingklubba med del av ryggben

g)

Šlaunelė

Felsőcomb

Il-biċċa ta‘ fuq tal-koxxa

Bovenpoot, bovendij

Udo

Coxa

Pulpă superioară

Horné hydinové stehno

Stegno

Reisi

Lår

h)

Šlaunelė su kaulu ir nugarėlės dalimi

Csontos felsőcomb a hát egy részével

Koxxa bl-għadma b’biċċa mid-dahar imqabbda magħha

Bovenpoot/bovendij met rugdeel (bout) met been

Udo z kością z częścią grzbietu

Coxa não desossada com uma porção do dorso

Partea de sus a pulpei cu os, cu o porțiune de spate atașată

Nevykostené stehno s panvou

Stegno s kostmi z delom hrbta

Luullinen reisi, jossa on kiinni osa selkää

Överlår med del av ryggben

i)

Blauzdelė

Alsócomb

Il-biċċa t’isfel tal-koxxa (drumstick)

Onderpoot, onderdij (Drumstick)

Podudzie

Perna

Pulpă inferioară

Dolné hydinové stehno

Krača

Koipi

Ben

j)

Sparnelis

Szárny

Ġewnaħ

Vleugel

Skrzydło

Asa

Aripi

Hydinové krídelko

Peruti

Siipi

Vinge

k)

Neatskirti sparneliai

Összefüggő szárnyak

Ġwienaħ mhux separate

Niet-gescheiden vleugels

Skrzydła w całości

Asas não separadas

Aripi neseparate

Neoddelené hydinové krídla

Neločene peruti

Siivet kiinni toisissaan

Sammanhängande vingar

l)

Krūtinėlės filė

Mellfilé

Flett tas-sidra

Borstfilet

Filet z piersi

Carne de peito

Piept dezosat

Hydinový rezeň

Prsni file

Rintafilee

Bröstfilé

m)

Krūtinėlės filė su raktikauliu

Mellfilé villacsonttal

Flett tas-sidra bil-wishbone

Borstfilet met vorkbeen

Filet z piersi z obojczykiem

Carne de peito com fúrcula

Piept dezosat cu osul iadeș

Hydinový rezeň s kosťou

Prsni file s prsno kostjo

Rintafilee solisluineen

Bröstfilé med nyckelben

n)

Magret, maigret tipo anties (arba žąsies) krūtinėlės filė

Bőrös kacsamellfilé vagy bőrös libamellfilé (magret, maigret)

Magret, maigret

Magret

Magret

Magret, maigret

Tacâm de pasăre, Spinări de pasăre

Magret

Magret

Magret, maigret

Magret, maigret

o)

Vidinė filė

Belső filé

Flett intern

Binnenfilet

Filet wewnętrzny

Filete interior

File interior

Vnútorné filé

Notranji file

Sisäfilee

Innerfilé

p)

Kojos

Láb

Saqajn

Voet

Stopy

Patas

Picior

Nohy

Stopalo

Jalka

Fötter

q)

Pėdos

Talp

Is-saqajn bid-dwiefer tal-annimal

Klauw

Łapy

Pés

Labe

Nôžky

Spodnji del stopala

Varvasosa

Tåpartier

r)

Kaklelis

Nyak

Għonq

Hals

Szyja

Pescoço

Gât

Krk

Vrat

Kaula

Hals

s)

Galva

Fej

Ras

Kop

Głowa

Cabeça

Cap

Hlava

Glava

Pää

Huvud

t)

Krūtinėlė su sparno dalimi

Mellfilé szárnytővel („supreme“)

Suprem

Suprême

Filet supreme

Supremo

Supremă

Supreme

Prsi brez kosti s kožo in nadlahtnico

Supreme

Suprême

u)

Krūtinkaulio išsišakojimas

Villacsont

Klavikola

Vorkbeen

Obojczyk

Fúrcula

Claviculă

Kľúčna kosť

Ključnica

Solisluu

Nyckelben

v)

Mentė

Lapocka

Skapula

Schouderblad

Łopatka

Escápula

Scapulă

Lopatka

Lopatica

Lapaluu

Skulderblad




ANHANG II

Schnitt zur Trennung von Schenkel/Keule und Rücken gemäß Artikel 2 Nummer 2 Unterabsatz 2

— 
Abgrenzung des Hüftgelenks

image

Schnitt zur Trennung von Ober- und Unterschenkel

— 
Abgrenzung des Kniegelenks

image




ANHANG III

Beschreibung von Frostbrand gemäß Artikel 8 Absatz 3 Buchstabe d

Frostbrand: (in qualitätsmindernder Eigenschaft) lokale oder großflächige irreversible Trocknungsschädigung von Haut und/oder Fleisch, die sich manifestieren kann als Veränderung

— 
der ursprünglichen Farbe (in der Regel Aufhellung) oder
— 
von Geschmack und Geruch (geschmacklos oder ranzig) oder
— 
der Konsistenz (trocken, schwammig).




ANHANG IV

Kühlmethoden gemäß Artikel 9



 

bg

es

cs

da

de

et

el

en

fr

hr

it

lv

1.

Въздушно охлаждане

Refrigeración por aire

Vzduchem (Chlazení vzduchem)

Luftkøling

Luftkühlung

Ōhkjahutus

Ψύξη με αέρα

Air chilling

Refroidissement à l’air

Hlađenje strujanjem zraka

Raffreddamento ad aria

Dzesēšana ar gaisu

2.

Въздушно-душово охлаждане

Refrigeración por aspersión ventilada

Vychlazeným proudem vzduchu s postřikem

Luftspraykøling

Luft-Sprüh-Kühlung

Ōhkpiserdusjahutus

Ψύξη με ψεκασμό

Air spray chilling

Refroidissement par aspersion ventilée

Hlađenje raspršivanjem zraka

Raffreddamento per aspersione e ventilazione

Dzesēšana ar gaisu un smidzināšanu

3.

Охлаждане чрез потапяне

Refrigeración por immersión

Ve vodní lázni ponořením

Neddypningskøling

Gegenstrom-Tauchkühlung

Sukeljahutus

Ψύξη με βύθιση

Immersion chilling

Refroidissement par immersion

Hlađenje uranjanjem u vodu

Raffreddamento per immersione

Dzesēšana iegremdējot



 

lt

hu

mt

nl

pl

pt

ro

sk

sl

fi

sv

1.

Atšaldymas oru

Levegős hűtés

Tkessih bl-arja

Luchtkoeling

Owiewowa

Refrigeração por ventilação

Refrigerare în aer

Chladené vzduchom

Zračno hlajenje

Ilmajäähdytys

Luftkylning

2.

Atšaldymas drėgnu oru

Permetezéses hűtés

Tkessih b’air spray

Lucht-sproeikoeling

Owiewowo-natryskowa

Refrigeração por aspersão e ventilação

Refrigerare prin dușare cu aer

Chladené sprejovaním

Hlajenje s pršenjem

Ilmasprayjäähdytys

Evaporativ kylning

3.

Atšaldymas panardinant

Bemerítéses hűtés

Tkessiħ b’immersjoni

Dompelkoeling

Zanurzeniowa

Refrigeração por imersão

Refrigerare prin imersiune

Chladené vo vode

Hlajenje s potapljanjem

Vesijäähdytys

Vattenkylning




ANHANG V

Haltungsformen gemäß Artikel 10 Absatz 1



 

bg

es

cs

da

de

et

el

en

fr

hr

it

lv

a)

Хранена с … % …

гъска, хранена с овес

Alimentado con … % de …

Oca engordada con avena

Krmena (čím) … % (čeho) …

Husa krmená ovsem

Fodret med … % …

Havrefodret gås

Gefüttert mit … % …

Hafermastgans

Söödetud …, mis sisaldab … % …

Kaeraga toidetud hani

Έχει τραφεί με … % …

Χήνα που παχαίνεται με βρώμη

Fed with … % of …

Oats fed goose

Alimenté avec … % de …

Oie nourrie à l’avoine

Hranjeno s … % …

Guska hranjena zobi

Alimentato con il … % di …

Oca ingrassata con avena

Barība ar … % …

ar auzām barotas zosis

b)

Екстензивно закрито

(отгледан на закрито)

Extensivo en interior

Extenzivní v hale

Ekstensivt staldopdræt

(skrabe …)

Extensive Bodenhaltung

Ekstensiivne seespidamine

(lindlas pidamine)

Εκτατικής εκτροφής

Extensive indoor

(barnreared)

Élevé à l’intérieur:

système extensif

Ekstenzivan uzgoj u zatvorenim objektima

Estensivo al coperto

Turēšana galvenokārt telpās

(„Audzēti kūtī“)

c)

Свободен начин на отглеждане

Campero

Volný výběh

Fritgående

Freilandhaltung

Vabapidamine

Ελεύθερης βοσκής

Free range

Sortant à l’extérieur

Slobodan uzgoj

All’aperto

Brīvā turēšana

d)

Традиционен свободен начин на отглеждане

Campero tradicional

Tradiční volný výběh

Frilands …

Bäuerliche Freilandhaltung

Traditsiooniline vabapidamine

Πτηνοτροφείο παραδοσιακά ελεύθερης βοσκής

Traditional free range

Fermier–élevé en plein air

Tradicionalni slobodan uzgoj

Rurale all’aperto

Tradicionālā brīvā turēšana

e)

Свободен начин на отглеждане — пълна свобода

Campero criado en total libertad

Volný výběh — úplná volnost

Frilands … opdrættet i fuld frihed

Bäuerliche Freilandhaltung —

unbegrenzter Auslauf

Täieliku liikumisvabadusega traditsiooniline vabapidamine

Πτηνοτροφείο απεριόριστης τροφής

Free-range — total freedom

Fermier–élevé en liberté

Slobodan uzgoj — neograničeni ispust

Rurale in libertà

Pilnīgā brīvība



 

lt

hu

mt

nl

pl

pt

ro

sk

sl

fi

sv

a)

Lesinta … % …

Avižomis penėtos žąsys

… %-ban …-val/vel etetve

Zabbal etetett liba

Mitmugħa bi … % ta‘ …

Wiżża mitmugħa bilħafur

Gevoed met … % …

Met haver vetgemeste gans

Żywione z udziałem … % …

tucz owsiany (gęsi)

Alimentado com … % de …

Ganso engordado com aveia

Furajate cu … % de …

Gâște furajate cu ovăz

Kŕmené … % …

husi kŕmené ovsom

Krmljeno z … %

gos, krmljena z ovsom

Ruokittu rehulla, joka sisältää … %

Kauralla ruokittu hanhi

Utfodrad med … % …

Havreutfodrad gås

b)

Ekstensyvus paukščių auginimas patalpose

(tvartuose)

Istállóban külterjesen tartott

Imrobbija ġewwa: sistema estensiva

Scharrel … binnengehouden

Ekstensywny chów ściółkowy

Produção extensiva em interior

Crescute în spații închise — sistem extensiv

Chované na hlbokej podstielke (chov v hale)

Ekstenzivna zaprta reja

Laajaperäinen sisäkasvatus

Extensivt uppfödd inomhus

c)

Laisvai auginami paukščiai

Szabadtartás

Trobbija fil-beraħ

(free range)

Scharrel … met uitloop

Chów wybiegowy

Produção em semiliberdade

Creștere liberă

Výbehový chov (chov v exteriéri)

Prosta reja

Vapaa laidun

Tillgång till utomhusvistelse

d)

Tradiciškai laisvai auginami paukščiai

Hagyományos szabadtartás

Trobbija fil-beraħ tradizzjonali

Boerenscharrel … met uitloop

Hoeve … met uitloop

Tradycyjny chów wybiegowy

Produção ao ar livre

Creștere liberă tradițională

Chované navol’no

Tradicionalna prosta reja

Vapaa laidun — perinteinen kasvatustapa

Traditionell utomhusvistelse

e)

Visiškoje laisvėje auginami paukščiai

Teljes szabadtartás

Trobbija fil-beraħ — libertà totali

Boerenscharrel … met vrije uitloop

Hoeve … met vrije uitloop

Chów wybiegowy bez ograniczeń

Produção em liberdade

Creștere liberă totală

Úplne vol’ný chov

Prosta reja — neomejen izpust

Vapaa laidun — täydellinen liikkumavapaus

Uppfödd i full frihet




ANHANG VI

Bedingungen gemäß Artikel 10 Absatz 1

a) 

Gefüttert mit … % …

Angaben zu besonderen Futtermittelbestandteilen sind nur zulässig, wenn diese

i) 

im Falle von Getreide mindestens 65 % nach Gewicht des während des größten Teils der Mastzeit verabreichten Futters ausmachen, wobei der Anteil an Getreidenebenerzeugnissen höchstens 15 % betragen darf. Wird jedoch auf ein bestimmtes Getreide hingewiesen, so muss dieses mindestens 35 %, bei Mais mindestens 50 %, des verabreichten Futters ausmachen;

ii) 

im Fall von Hülsenfrüchten oder Blattgemüse mindestens 5 % nach Gewicht des während des größten Teils der Mastzeit verabreichten Futters ausmachen;

iii) 

im Fall von Milcherzeugnissen mindestens 5 % nach Gewicht des während der Endmast verabreichten Futters ausmachen.

Werden an die Gänse während der dreiwöchigen Endmast täglich mindestens 500 g Hafer verfüttert, so darf die Bezeichnung „Hafermastgans“ verwendet werden.

b) 

Extensive Bodenhaltung

Diese Angabe ist nur zulässig, wenn

i) 

die Besatzdichte je Quadratmeter Bodenfläche folgende Vorgaben nicht überschreitet:

— 
bei Hähnchen, Junghähnen, Kapaunen: 15 Tiere, jedoch maximal 25 kg Lebendgewicht;
— 
bei Enten, Perlhühnern und Puten/Truthähnen: 25 kg Lebendgewicht;
— 
bei Gänsen: 15 kg Lebendgewicht;
ii) 

das Schlachtalter der Tiere nicht unter folgenden Vorgaben liegt:

— 
56 Tage bei Hähnchen;
— 
70 Tage bei Puten/Truthähnen;
— 
112 Tage bei Gänsen;
— 
49 Tage bei Pekingenten;
— 
70 Tage (weibliche Tiere) bzw. 84 Tage (männliche Tiere) bei Flugenten;
— 
65 Tage bei weiblichen Mulardenten;
— 
82 Tage bei Perlhühnern;
— 
60 Tage bei Frühmastgänsen/jungen Gänsen;
— 
90 Tage bei Junghähnen;
— 
140 Tage bei Kapaunen.
c) 

Freilandhaltung

Diese Angabe ist nur zulässig, wenn

i) 

die Besatzdichte im Stall und das Schlachtalter den Grenzwerten gemäß Buchstabe b entsprechen, ausgenommen für Hähnchen, für welche die Besatzdichte auf 27,5 kg Lebendgewicht, jedoch nicht mehr als 13 Tiere je Quadratmeter aufgestockt werden kann, und für Kapaune, für die die Besatzdichte nicht mehr als 7,5 Tiere und nicht mehr als 27,5 kg Lebendgewicht je Quadratmeter betragen darf;

ii) 

die Tiere während zumindest der Hälfte ihrer Lebenszeit bei Tag ständigen Zugang zu vorwiegend begrünten Freiluft-Ausläufen folgenden Flächenausmaßes hatten:

— 
1 m2 je Hähnchen oder Perlhuhn;
— 
2 m2 je Ente oder Kapaun;
— 
4 m2 je Pute/Truthahn oder Gans.

Bei Perlhühnern dürfen die Freiluft-Ausläufe durch Volieren ersetzt werden, deren Bodenfläche mindestens so groß ist wie die entsprechende Stallfläche und die mindestens 2 m hoch sind. Sitzstangen von mindestens 10 cm Länge je Tier müssen insgesamt (Stall und Voliere) vorhanden sein;

iii) 

das Mastfutter zu mindestens 70 % aus Getreide besteht;

iv) 

der Geflügelstall Ausgänge hat, deren Länge zusammengenommen mindestens 4 m je 100 m2 Stallfläche beträgt. Jeder Ausgang für Gänse muss mindestens 4 m breit sein.

d) 

Bäuerliche Freilandhaltung

Diese Angabe ist nur zulässig, wenn

i) 

die Besatzdichte je Quadratmeter Stallfläche folgende Vorgaben nicht überschreitet:

— 
bei Hähnchen: 12 Tiere, jedoch maximal 25 kg Lebendgewicht; bei beweglichen Ställen mit maximal 150 m2 Bodenfläche, die nachts offen bleiben, kann die Besatzdichte auf 20 Tiere, jedoch maximal 40 kg Lebendgewicht je m2 Fläche aufgestockt werden;
— 
bei Kapaunen: 6,25 Tiere (bis zum Alter von 91 Tagen 12 Tiere), jedoch maximal 35 kg Lebendgewicht;
— 
bei Flugenten und Pekingenten: 8 männliche Tiere, jedoch maximal 35 kg Lebendgewicht, bzw. 10 weibliche Tiere, jedoch maximal 25 kg Lebendgewicht;
— 
bei Mulardenten: 8 Tiere, jedoch maximal 35 kg Lebendgewicht;
— 
bei Perlhühnern: 13 Tiere, jedoch maximal 25 kg Lebendgewicht;
— 
bei Puten/Truthähnen: 6,25 Tiere (bis zum Alter von 7 Wochen 10 Tiere), jedoch maximal 35 kg Lebendgewicht;
— 
bei Gänsen: 5 Tiere (bis zum Alter von 6 Wochen 10 Tiere), während der letzten 3 Mastwochen 3 Tiere, sofern die Vögel in Ställen gehalten werden, jedoch maximal 30 kg Lebendgewicht;
ii) 

die Gesamtnutzfläche der Ställe jeder einzelnen Produktionsstätte 1 600  m2 nicht überschreitet;

iii) 

in den einzelnen Ställen nicht mehr als die folgende Zahl von Tieren gehalten wird:

— 
4 800 Hähnchen;
— 
5 200 Perlhühner;
— 
4 000 weibliche Flugenten oder Pekingenten bzw. 3 200 männliche Flugenten oder Pekingenten bzw. 3 200 Mulardenten;
— 
2 500 Kapaune, Gänse und Puten/Truthähne;
iv) 

der Geflügelstall Ausgänge hat, deren Länge zusammengenommen mindestens 4 m je 100 m2 Stallfläche beträgt;

(v) 

die Tiere mindestens ab folgendem Alter bei Tag ständigen Zugang zu Freiluft-Ausläufen haben:

— 
6 Wochen bei Hähnchen und Kapaunen;
— 
8 Wochen bei Enten, Gänsen, Perlhühnern und Puten/Truthähnen;
(vi) 

die Freiluft-Ausläufe aus einer vorwiegend begrünten Fläche bestehen von mindestens

— 
2 m2 je Hähnchen, Flugente, Pekingente oder Perlhuhn;
— 
3 m2 je Mulardente;
— 
4 m2 je Kapaun ab dem 92. Lebenstag (2 m2 bis zum 91. Lebenstag);
— 
6 m2 je Pute/Truthahn;
— 
10 m2 je Gans.

Bei Perlhühnern dürfen die Freiluft-Ausläufe durch Volieren ersetzt werden, deren Bodenfläche mindestens doppelt so groß ist wie die entsprechende Stallfläche und die mindestens 2 m hoch sind. Sitzstangen von mindestens 10 cm Länge je Tier müssen insgesamt (Stall und Voliere) vorhanden sein;

(vii) 

die Masttiere einer langsam wachsenden Rasse angehören;

(viii) 

das Mastfutter zu mindestens 70 % aus Getreide besteht;

(ix) 

das Schlachtalter nicht unter folgenden Vorgaben liegt:

— 
81 Tage bei Hähnchen;
— 
150 Tage bei Kapaunen;
— 
49 Tage bei Pekingenten;
— 
70 Tage bei weiblichen Flugenten;
— 
84 Tage bei männlichen Flugenten;
— 
92 Tage bei Mulardenten;
— 
94 Tage bei Perlhühnern;
— 
140 Tage bei Puten/Truthähnen und Gänsen, die ganz zum Braten vermarktet werden;
— 
98 Tage bei Puten/Truthähnen, die zum Zerlegen bestimmt sind;
— 
126 Tage bei Truthähnen, die zum Zerlegen bestimmt sind;
— 
95 Tage bei Gänsen, die zur Erzeugung von Fettleber/Stopfleber und „Magret“ bestimmt sind;
— 
60 Tage bei jungen Gänsen;
x) 

die Endmast in Stallhaltung folgende Zeiträume nicht überschreitet:

— 
bei über 90 Tage alten Hähnchen: 15 Tage;
— 
bei Kapaunen: 4 Wochen;
— 
bei über 70 Tage alten, zur Erzeugung von Fettleber/Stopfleber und „Magret“ bestimmten Gänsen und Mulardenten: 4 Wochen.
e) 

Bäuerliche Freilandhaltung — unbegrenzter Auslauf

Die Verwendung dieser Angabe setzt voraus, dass die Kriterien gemäß Buchstabe d eingehalten werden, mit der Ausnahme, dass die Tiere bei Tag flächenmäßig unbegrenzten Auslauf haben.

Wird zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier der Zugang des Geflügels zu Auslauf im Freien auf der Grundlage des Unionsrechts Beschränkungen, einschließlich tierseuchenrechtlicher Beschränkungen, unterworfen, so darf Geflügel, das entsprechend den in den vorstehenden Buchstaben c, d und e beschriebenen Haltungsformen gehalten wird, ausgenommen in Volieren gehaltene Perlhühner, während der Dauer der Beschränkungen weiterhin unter Angabe der besonderen Haltungsform vermarktet werden.




ANHANG VII

Maximaler Wassergehalt in Hähnchenschlachtkörpern gemäß Artikel 14 Absatz 1

Der nach dem Analyseverfahren gemäß Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 bestimmte Gesamtwassergehalt von Hähnchen wird dem nach folgenden Formeln ermittelten Grenzwert gegenübergestellt:

a) 

Luftkühlung:

Angenommen, die technisch unvermeidbare Mindestwasseraufnahme bei der Bearbeitung beträgt 2 % ( 3 ), so entspricht der nach diesem Verfahren bestimmte zulässige Höchstwert für den Gesamtwassergehalt (WG) in Gramm folgender Formel (einschließlich Konfidenzintervall):

Hähnchen: WG = 3,65 × RPA + 42

b) 

Luft-Sprüh-Kühlung:

Angenommen, die technisch unvermeidbare Mindestwasseraufnahme bei der Bearbeitung beträgt 4,5 % (3) , so entspricht der nach diesem Verfahren bestimmte zulässige Höchstwert für den Gesamtwassergehalt (WG) in Gramm folgender Formel (einschließlich Konfidenzintervall):

Hähnchen: WG = 3,79 × RPA + 42

c) 

Tauchkühlung

Angenommen, die technisch unvermeidbare Mindestwasseraufnahme bei der Bearbeitung beträgt 7 % (3) , so entspricht der nach diesem Verfahren bestimmte zulässige Höchstwert für den Gesamtwassergehalt (WG) in Gramm folgender Formel (einschließlich Konfidenzbereich):

Hähnchen: WG = 3,93 × RPA + 42

d) 

Andere Kühlmethoden oder eine Kombination von zwei oder mehr der Methoden gemäß Artikel 9

Angenommen, die technisch unvermeidbare Mindestwasseraufnahme bei der Bearbeitung beträgt 2 % (3) , so entspricht der nach diesem Verfahren bestimmte zulässige Höchstwert für den Gesamtwassergehalt (WG) in Gramm folgender Formel (einschließlich Konfidenzintervall):

Hähnchen: WG = 3,65 × RPA + 42

Liegt der nach Anhang I Nummer 6.2 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 ermittelte durchschnittliche Wassergehalt (WA) der sieben Schlachtkörper unter dem Höchstwert gemäß Nummer 1 (WG), so gilt die kontrollierte Geflügelmenge als den Vorschriften entsprechend.




ANHANG VIII

Maximaler Wassergehalt in Geflügelteilstücken gemäß Artikel 14 Absatz 2

Der nach dem Analyseverfahren gemäß Anhang II der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 bestimmte Gesamtwassergehalt von Hähnchen wird dem nach folgenden Formeln ermittelten Grenzwert gegenübergestellt:

Angenommen, die technisch unvermeidbare Mindestwasseraufnahme bei der Bearbeitung beträgt je nach Art des Erzeugnisses und des Kühlverfahrens 2 %, 4 % oder 6 % ( 4 ), so entsprechen die nach diesem Verfahren ermittelten höchstzulässigen W/RP-Verhältnisse (Verhältnis zwischen Gesamtwassergehalt und Proteingehalt) folgenden Werten:



 

Luftgekühlt

Luftsprühgekühlt

Tauchgekühlt

Hähnchenbrustfilet, ohne Haut

3,40

3,40

3,40

Hähnchenbrust, mit Haut

3,40

3,50

3,60

Hähnchenoberschenkel, Hähnchenunterschenkel, Hähnchenschenkel, Hähnchenschenkel mit Rückenstück, Hähnchenhinterviertel, mit Haut

4,05

4,15

4,30

Putenbrustfilet, ohne Haut

3,40

3,40

3,40

Putenbrust, mit Haut

3,40

3,50

3,60

Putenoberschenkel, Putenunterschenkel, Putenschenkel, mit Haut

3,80

3,90

4,05

Entbeintes Fleisch von Putenschenkeln, ohne Haut

3,95

3,95

3,95

Bei anderen Kühlmethoden oder einer Kombination von zwei oder mehr der Methoden gemäß Artikel 9 wird eine unvermeidbare Wasseraufnahme von 2 % angenommen, und die höchstzulässigen W/RP-Verhältnisse sind die für die Luftkühlmethode in obiger Tabelle festgesetzten Werte.

Wenn das anhand der Werte gemäß Anhang II Nummer 6.2 der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 ermittelte durchschnittliche WA/RPA-Verhältnis der fünf Teilstücke den in dem vorliegenden Anhang angegebenen Wert nicht überschreitet, so gelten die kontrollierten Geflügelteilstücke als den Vorschriften entsprechend.




ANHANG IX

Maximale Wasseraufnahme von Hähnchenschlachtkörpern gemäß Artikel 14 Absatz 3

Die nach dem Verfahren gemäß Anhang III der Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 bestimmte Gesamtwasseraufnahme von Hähnchenschlachtkörpern wird den Grenzwerten wie folgt gegenübergestellt:

1. 

Das Ergebnis darf folgende Prozentsätze in Bezug auf das ursprüngliche Schlachtkörpergewicht bzw. jeden anderen Wert, der die Einhaltung des zulässigen Gesamtfremdwassergehalts gewährleistet, nicht überschreiten:

— 
Luftkühlung: 0 %;
— 
Luft-Sprüh-Kühlung: 2,0 %;
— 
Tauchkühlung: 4,5 %.
2. 

Werden die Schlachtkörper mit einer anderen Kühlmethode oder einer Kombination von zwei oder mehr der Methoden gemäß Artikel 9 gekühlt, so darf der maximale Prozentsatz des Wassergehalts 0 % des ursprünglichen Schlachtkörpergewichts nicht überschreiten.




ANHANG X

Angaben gemäß Artikel 14 Absatz 4

— 
Bulgarisch: Съдържанието на вода превишава нормите на ЕC
— 
Spanisch: Contenido en agua superior al límite UE
— 
Tschechisch: Obsah vody překračuje limit EU
— 
Dänisch: Vandindhold overstiger EU-Normen
— 
Deutsch: Wassergehalt über dem EU-Höchstwert
— 
Estnisch: Veesisaldus ületab EL normi
— 
Griechisch: Περιεκτικότητα σε νερό ανώτερη του ορίου ΕΕ
— 
Englisch: Water content exceeds EU limit
— 
Französisch: Teneur en eau supérieure à la limite UE
— 
Kroatisch: Sadržaj vode prelazi ograničenje EU
— 
Italienisch: Tenore d’acqua superiore al limite UE
— 
Lettisch: Ūdens saturs pārsniedz ES noteikto normu
— 
Litauisch: Vandens kiekis viršija ES nustatytą ribą
— 
Ungarisch: Víztartalom meghaladja az EU által előírt határértéket
— 
Maltesisch: Il-kontenut ta‘ l-ilma superjuri għal-limitu UE
— 
Niederländisch: Watergehalte hoger dan het EU-maximum
— 
Polnisch: Zawartość wody przekracza normę UE
— 
Portugiesisch: Teor de água superior ao limite UE
— 
Rumänisch: Conținutul de apă depășește limita UE
— 
Slowakisch: Obsah vody presahuje limit EU
— 
Slowenisch: Vsebnost vode presega EU omejitev
— 
Finnisch: Vesipitoisuus ylittää EU-normin
— 
Schwedisch: Vattenhalten överstiger den halt som är tillåten inom EU




ANHANG XI

Aufgaben und Organisationsstruktur des Sachverständigengremiums für die Überwachung des Wassergehalts von Geflügelfleisch gemäß Artikel 16

Das Sachverständigengremium ist für folgende Aufgaben zuständig:

a) 

Weitergabe von Informationen über die Analyseverfahren und die vergleichenden Versuche bezüglich des Wassergehalts von Geflügelfleisch an die nationalen Referenzlaboratorien;

b) 

Koordinierung der Anwendung der unter Buchstabe a genannten Verfahren durch die nationalen Referenzlaboratorien mittels Durchführung vergleichender Versuche und insbesondere von Eignungsprüfungen;

c) 

Unterstützung der nationalen Referenzlaboratorien bei den Eignungsprüfungen durch wissenschaftliche Unterstützung bei der Auswertung statistischer Daten und der Berichterstattung;

d) 

Koordinierung der Entwicklung neuer Analyseverfahren und Unterrichtung der nationalen Referenzlaboratorien über die diesbezüglichen Fortschritte;

e) 

technische und wissenschaftliche Unterstützung der Kommission, insbesondere bei Unstimmigkeiten in Bezug auf die Analyseergebnisse der Mitgliedstaaten.

Das Sachverständigengremium ist wie folgt organisiert:

Das Sachverständigengremium für die Überwachung des Wassergehalts von Geflügelfleisch setzt sich zusammen aus Vertretern des Instituts für Referenzmaterialien und -messungen (IRMM) der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC), der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und dreier nationaler Referenzlaboratorien. Der Vertreter des IRMM übernimmt den Vorsitz des Gremiums und benennt die teilnehmenden nationalen Referenzlaboratorien auf Rotationsbasis. Die für die benannten nationalen Referenzlaboratorien zuständigen Behörden des betreffenden Mitgliedstaats benennen in Folge einzelne Sachverständige für die Überwachung des Wassergehalts von Lebensmitteln als Mitglieder des Gremiums. Im Rahmen einer jährlichen Rotation wird jeweils eines der teilnehmenden nationalen Referenzlaboratorien ersetzt, sodass eine gewisse Kontinuität im Rahmen des Ausschusses gewährleistet ist. Die den Sachverständigen der Mitgliedstaaten und/oder den nationalen Referenzlaboratorien bei der Ausübung ihrer Funktionen gemäß Abschnitt 1 entstehenden Kosten werden von dem jeweiligen Mitgliedstaat getragen.




ANHANG XII

Entsprechungstabelle nach Artikel 17



Verordnung (EG) Nr. 543/2008

Vorliegende Verordnung

►C1  Durchführungsverordnung (EU) 2026/344 ◄

Artikel 1

Artikel 2

—

Artikel 2

Artikel 3

Artikel 3 Absatz 1

Artikel 3

Artikel 4

—

Artikel 4

Artikel 5

—

Artikel 5

Artikel 6

—

Artikel 6

Artikel 7

—

Artikel 7

Artikel 8

—

Artikel 8

—

Artikel 3

Artikel 9

—

—

Artikel 10

Artikel 9

—

Artikel 11

Artikel 10

—

Artikel 12

Artikel 11

Artikel 4

Artikel 13

Artikel 12

—

Artikel 14

Artikel 13

—

Artikel 15

Artikel 14

Artikel 5

Artikel 16

Artikel 14 Absatz 4

Artikel 6

Artikel 17

—

Artikel 7

Artikel 18

Artikel 15

—

Artikel 19

Artikel 16

—

Artikel 20

Artikel 14

Artikel 8



( 1 ) Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1924/2006 und (EG) Nr. 1925/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 87/250/EWG der Kommission, der Richtlinie 90/496/EWG des Rates, der Richtlinie 1999/10/EG der Kommission, der Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, der Richtlinien 2002/67/EG und 2008/5/EG der Kommission und der Verordnung (EG) Nr. 608/2004 der Kommission (ABl. L 304 vom 22.11.2011, S. 18, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj).

( 2 ) ISO/IEC 17065:2012: Konformitätsbewertung — Anforderungen an Stellen, die Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zertifizieren.

( 3 ) Berechnet anhand des Schlachtkörpers, ohne Fremdwasseraufnahme.

( 4 ) Berechnet anhand des Teilstücks, ohne Fremdwasseraufnahme. Bei Filet (ohne Haut) und entbeintem Fleisch von Putenschenkeln liegt der Prozentsatz bei jeder der Kühlmethoden bei 2 %.

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