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Bioökonomie für Europa

Diese Mitteilung zur Bioökonomie* beschreibt eine weitreichende Strategie, um die Europäische Union angesichts von Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Energie und Ernährungssicherheit zu einer besseren und nachhaltigeren Nutzung erneuerbarer Ressourcen zu führen und gleichzeitig Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze zu fördern.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: Innovation für nachhaltiges Wachstum: eine Bioökonomie für Europa (COM(2012) 60 final vom 13.2.2012).

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Mitteilung zur Bioökonomie* beschreibt eine weitreichende Strategie, um die Europäische Union angesichts von Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Energie und Ernährungssicherheit zu einer besseren und nachhaltigeren Nutzung erneuerbarer Ressourcen zu führen und gleichzeitig Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze zu fördern.

WAS IST DER ZWECK DIESER MITTEILUNG?

Die Strategie soll den Weg für eine innovativere, ressourceneffizientere Wirtschaft bereiten, die in der Lage ist, diese zahlreichen, aber miteinander verbundenen Herausforderungen zu bewältigen, und die nachhaltige Nutzung von erneuerbaren biologischen Ressourcen in der Industrie fördern. Damit sollen Biodiversität und Umweltschutz sichergestellt sowie das Wirtschaftswachstum gefördert und neue Arbeitsplätze erschaffen werden.

Da die Weltbevölkerung in den nächsten 40 Jahren voraussichtlich um mehr als 30 % wachsen wird, braucht Europa Forschung und Innovation für rasche, untereinander abgestimmte und nachhaltige Veränderungen, um diese komplexen Herausforderungen zu bewältigen.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Für die Umsetzung der Strategie wurde ein Aktionsplan Bioökonomie erarbeitet, der auf drei Hauptbereiche ausgerichtet ist:

  • Gewährleistung von Investitionen in Forschung, Innovation und Qualifikation für die Bioökonomie mithilfe einer soliden Finanzierung auf EU-Ebene und nationaler Ebene sowie Partnerschaften mit dem privaten Sektor. Die Unterstützung der Entwicklung neuer Bioökonomie-Studiengänge und Berufsbildungsprogramme spielt hierbei eine wichtige Rolle.
  • Bessere Verzahnung der politischen Maßnahmen und stärkeres Engagement der Akteure für bioökonomische Themen durch die Einrichtung eines Bioökonomie-Panels auf allen Ebenen. Eine Beobachtungsstelle für Bioökonomie soll die Fortschritte überwachen, während die Strategie zudem regelmäßige Konferenzen mit Interessenvertretern vorschlägt. Die internationale Zusammenarbeit und der Austausch von Fachwissen zu Ernährungssicherheit und Klimawandel sowie die Frage der nachhaltigen Versorgung mit Biomasse müssen gefördert werden.
  • Öffnung der Märkte und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in der Bioökonomie durch die Stärkung nachhaltiger Produktion und Förderung von Abfallumwandlung in neue Produkte. Die Strategie wirbt auch für die Bedeutung von Standards und einheitlichen Methoden bei der Bewertung von Nachhaltigkeit und die Vereinfachung der umweltfreundlichen öffentlichen Auftragsvergabe.

HINTERGRUND

Die Bioökonomie-Sektoren in der EU erwirtschaften einen Jahresumsatz von 2 Bio. EUR, stellen über 22 Millionen Arbeitsplätze zur Verfügung und sind bereits einer der wichtigsten Bereiche der EU-Wirtschaft.

Schätzungen zufolge könnte die mit der Bioökonomie-Strategie einhergehende direkte Forschungsförderung im Rahmen von Horizont 2020 bis 2025 etwa 130 000 Arbeitsplätze und 45 Mrd. EUR Wertschöpfung generieren.

SCHLÜSSELBEGRIFF

* Bioökonomie: eine Ökonomie, die biologische Ressourcen vom Land und aus dem Meer sowie Abfall, einschließlich Lebensmittelabfälle, als Material für die Industrie und zur Energieerzeugung nutzt. Sie umfasst auch die Verwendung von biobasierten Verfahren in grünen Wirtschaftsbereichen.

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Europäischen Kommission zur Bioökonomie erhältlich.

Letzte Aktualisierung: 23.04.2015

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