Glossare von Zusammenfassungen

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Berufsbildung

Gemäß Artikel 14 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union hat „jede Person das Recht auf Bildung sowie auf Zugang zur beruflichen Ausbildung und Weiterbildung“.

Artikel 166 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union stellt fest, dass die EU-Länder für den Inhalt und die Organisation der nationalen Berufsbildung zuständig sind und es der EU obliegt, ihre Maßnahmen zu ergänzen. Das Ziel der EU-Politik ist es, gemeinsame Herausforderungen wie Altern, Qualifikationsdefizite und globalen Wettbewerb anzugehen, mit dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit und beruflichen Qualifikationen zu verbessern.

Die Berufsbildung nimmt eine Schlüsselrolle in der Strategie Europa 2020 ein; der strategische Rahmen „Allgemeine und berufliche Bildung 2020“ (ET 2020) skizziert die Ziele, Instrumente und Regelungen der gemeinsamen Arbeit auf EU-Ebene.

Das Programm Erasmus+, das von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur der Europäischen Union geleitet wird, zielt darauf ab, die Qualität der Berufsbildung in ganz Europa zu verbessern, und bietet Möglichkeiten für Praktika und berufliche Weiterbildung im Ausland an. Es fördert außerdem Partnerschaften zwischen beruflichen Bildungseinrichtungen und Unternehmen sowie anderen möglichen Arbeitgebern.

Weitere EU-Organe im Bereich der Bildung sind:

  • das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) in Thessaloniki (eingerichtet im Jahr 1975);
  • die Europäische Stiftung für Berufsbildung, Turin (1994);
  • der Beratende Ausschuss für die Berufsausbildung, der eingerichtet wurde, um die Kommission bei der Durchführung ihrer Politik zu unterstützen (2004).