Glossare von Zusammenfassungen

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Bekämpfung der Geldwäsche

Unter Geldwäsche versteht man das Verschleiern der Herkunft von Vermögensgegenständen und Erträgen, die aus kriminellen Handlungen stammen.

Die EU bemüht sich um die Verhinderung des Missbrauchs des Finanzsystems und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern im Kampf gegen Geldwäsche. Die entsprechenden Maßnahmen werden durch den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union geregelt:

  • Gemäß Titel VII (Angleichung der Rechtsvorschriften für den Binnenmarkt): Mit der Schaffung des Binnenmarkts wurden EU-weite Vorschriften umgesetzt, mit denen der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung wirksam vorgebeugt werden soll. Finanzströme werden reguliert, damit sichergestellt ist, dass Transaktionen vollständig zurückverfolgt und überwacht werden können. Finanzunternehmer sowie bestimmte nicht im Finanzbereich tätigen Berufe müssen zudem die Identität ihrer Kunden (einschließlich der wirtschaftlichen Eigentümer von Unternehmen und Trusts) feststellen, Transaktionen überwachen und den zentralen Meldestellen jeglichen Verdacht auf Geldwäsche melden.
  • Gemäß Titel V (polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen): Hier liegt der Schwerpunkt auf der Definition von Straftaten und der Stärkung der Rechtshilfe.

Die EU-Vorschriften gegen Finanzkriminalität beruhen weitgehend auf den internationalen Standards, die von der Arbeitsgruppe „Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung“ verabschiedet wurden. 2013 wurden Vorschläge zur Aktualisierung und Verbesserung der bestehenden Geldwäsche-Vorschriften und der Daten bei Geldtransfers gemacht.