Glossare von Zusammenfassungen

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Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist ein Bereich, in dem Europäische Union (EU) und EU-Länder gemeinsam zuständig sind.

Gemäß Artikel 39 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union ist das Ziel der GAP:

  • die Produktivität der Landwirtschaft durch Förderung des technischen Fortschritts zu verbessern und durch bestmöglichen Einsatz der Produktionsfaktoren, insbesondere der Arbeitskräfte, zu gewährleisten;
  • einen angemessenen Lebensstandard für Landwirte sicherzustellen;
  • die Stabilisierung der Märkte;
  • die Sicherstellung der Versorgung;
  • angemessene Preise für die Verbraucher zu gewährleisten.

Mit dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) finanziert die GAP Direktzahlungen an Landwirte und Maßnahmen zur Regulierung der Agrarmärkte. Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert Programme zur ländlichen Entwicklung für EU-Staaten.

Die meisten Entscheidungen im Bereich Landwirtschaft werden seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon (Artikel 42 Absatz 1 und 43 Absatz 2 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) gemäß dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren getroffen.

Die GAP gibt es bereits seit über 50 Jahren. Sie wurde 2013 zum fünften Mal grundlegend reformiert. Ihr Anteil am EU-Haushalt ist in den vergangenen 30 Jahren von 73 % im Jahr 1985 auf 37,8 % für den Zeitraum 2014-2020 stetig gesunken.