Sie soll die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in der Europäischen Union (EU) bewerten und schlägt mögliche Maßnahmen auf der Ebene der EU-Länder und Möglichkeiten zu ihrer Unterstützung durch die EU vor.
Die Rolle der Lehrkräfte ist von größter Bedeutung, denn sie helfen den Menschen, ihre Talente zu entwickeln, ihr Potenzial auszuschöpfen und die Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, die sie als Bürger und als arbeitende Menschen brauchen werden.
Die Mitteilung hebt die großen Unterschiede bei den Standards und Praktiken der Lehrerausbildung in den verschiedenen EU-Ländern hervor, u. a. in Bezug auf die jährliche Dauer der vorgeschriebenen berufsbegleitenden Weiterbildung sowie auf die Unterstützung und Betreuung von Junglehrkräften.
Die Europäische Kommission arbeitet eng mit den EU-Ländern zusammen, um sie bei der Weiterentwicklung und Modernisierung ihrer Aus- und Weiterbildungspolitik zu unterstützen. Ziel ist ein hoch qualifizierter, international mobiler Beruf, in dem die Lehrkräfte unterstützt werden, sich während ihrer gesamten Laufbahn beruflich weiterzuentwickeln und eng mit dem weiteren Gemeinschaftsumfeld zusammenzuarbeiten. Die Kommission schlägt vor, dass die EU-Länder folgende Schritte unternehmen:
Die lebenslange berufliche Weiterentwicklung jeder Lehrkraft sollte auf nationaler Ebene koordiniert und angemessen finanziert werden. Sie sollte mit Einarbeitungsprogrammen beginnen und Mentoring und fortlaufende Gespräche über den jeweiligen Ausbildungs- und Entwicklungsbedarf umfassen.
Lehrkräfte müssen über das Fachwissen, die Einstellungen und die Fähigkeiten verfügen, um jungen Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial voll zu entfalten. Dabei müssen sie die Bedürfnisse jedes Lernenden ermitteln und eine Reihe von Strategien anwenden.
Lehrkräfte sollten in der Lage sein, für sich selbst Lernpfade zu entwerfen, genauso wie sie jungen Menschen dabei helfen, selbstverantwortlich ihre eigenen Lernpfade anzulegen. Dazu gehört, dass sie über ihre Praktiken in systematischer Weise reflektieren und unterrichtsbasierte Forschung betreiben.
Bedenkt man die Komplexität der an Lehrkräfte gestellten Anforderungen und das breite Spektrum erforderlicher Kenntnisse und Fähigkeiten, sollten die EU-Länder in Betracht ziehen, die Qualifikationsanforderungen anzuheben, wie es bereits in einigen Ländern der Fall ist.
Es sollten Studiengänge auf Master- und Doktoratsniveau (sowie auf Bachelor-Niveau) vorgesehen werden, und die Verbindungen zwischen Ausbildern von Lehrkräften, aktiven Lehrkräften, der Welt der Arbeit und anderen interessierten Kreisen sollten gestärkt werden. Die für die Lehrerbildung verantwortlichen Personen sollten über praktische Unterrichtserfahrung und über ein hohes Niveau bei den verlangten Fähigkeiten, Einstellungen und Kompetenzen verfügen.
Lehrkräfte sollten die Vielfalt der umgebenden Gesellschaft in kultureller Hinsicht und was die Muttersprache, das Geschlecht und Defizite betrifft, voll widerspiegeln. Die EU-Länder sollten die Hindernisse für die Erreichung dieses Ziels abbauen.
Die Kommission verpflichtet sich ihrerseits,
Weiterführende Informationen:
Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament – Verbesserung der Qualität der Lehrerbildung (KOM(2007) 392 endgültig vom )
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