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11.1.2014 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
C 9/10 |
Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 7. November 2013 (Vorabentscheidungsersuchen des Înalta Curte de Casație și Justiție — Rumänien) — Corina-Hrisi Tulică/Agenția Națională de Administrare Fiscală — Direcția Generală de Soluționare a Contestațiilor (C-249/12), Călin Ion Plavoșin/Direcția Generală a Finanțelor Publice Timiș — Serviciul Soluționare Contestații, Activitatea de Inspecție Fiscală — Serviciul de Inspecție Fiscală Timiș (C-250/12)
(Verbundene Rechtssachen C-249/12 und C-250/12) (1)
(Steuerwesen - Mehrwertsteuer - Richtlinie 2006/112/EG - Art. 73 und 78 - Von natürlichen Personen getätigte Immobiliengeschäfte - Einstufung dieser Geschäfte als steuerbare Umsätze - Ermittlung der geschuldeten Mehrwertsteuer, wenn die Vertragsparteien bei Abschluss des Vertrags hinsichtlich dieser Steuer keinerlei Regelung getroffen haben - Bestehen oder Nichtbestehen einer Möglichkeit für den Lieferer, die Mehrwertsteuer vom Erwerber wiederzuerlangen - Folgen)
2014/C 9/14
Verfahrenssprache: Rumänisch
Vorlegendes Gericht
Înalta Curte de Casație și Justiție
Parteien des Ausgangsverfahrens
Kläger: Corina-Hrisi Tulică (C-249/12), Călin Ion Plavoșin (C-250/12
Beklagte: Agenția Națională de Administrare Fiscală — Direcția Generală de Soluționare a Contestațiilor (C-249/12), Direcția Generală a Finanțelor Publice Timiș — Serviciul Soluționare Contestații, Activitatea de Inspecție Fiscală — Serviciul de Inspecție Fiscală Timiș (C-250/12)
Gegenstand
Vorabentscheidungsersuchen — Inalta Curte de Casație și Justiție — Auslegung der Art. 73 und 78 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. L 347, S. 1) — Besteuerungsgrundlage — Von nicht mehrwertsteuerpflichtigen natürlichen Personen getätigte Immobiliengeschäfte — Neuqualifizierung dieser Geschäfte durch die nationalen Behörden als steuerbare Umsätze — Bestimmung der Besteuerungsgrundlage, wenn bei Abschluss des Vertrags keine Angaben zur Mehrwertsteuer erfolgen — Abzug des Mehrwertsteuerbetrags vom vertraglich festgelegten Preis oder Hinzurechnung zum vom Käufer gezahlten Gesamtpreis
Tenor
Die Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem, insbesondere ihre Art. 73 und 78, ist dahin auszulegen, dass, wenn der Preis eines Gegenstands von den Vertragsparteien ohne jeglichen Hinweis auf die Mehrwertsteuer festgelegt wurde und der Lieferer dieses Gegenstands für den besteuerten Umsatz Steuerschuldner der Mehrwertsteuer ist, der vereinbarte Preis in dem Fall, dass der Lieferer nicht die Möglichkeit hat, die von der Steuerbehörde verlangte Mehrwertsteuer vom Erwerber wiederzuerlangen, so anzusehen ist, dass er die Mehrwertsteuer bereits enthält.