Glossare von Zusammenfassungen

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Gleichstellung von Frauen und Männern

Der Grundsatz der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern wurde im Vertrag von Rom 1957 im Hinblick auf gleiche Bezahlung eingeführt. Seitdem wurde die Anwendung des Grundsatzes der Gleichbehandlung durch eine Reihe von EU-Gesetzen (Richtlinien) auf die Bereiche Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit, Zugang zu Waren und Dienstleistungen, Mutterschutz und Erziehungsurlaub ausgeweitet. Als gemeinsamer Wert der EU wurde der Grundsatz der Gleichbehandlung durch den Vertrag von Lissabon etabliert.

Die EU-Kommission hat die Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010-2015 verabschiedet. Sie stützt sich dabei auf den entsprechenden Fahrplan 2006-2010 und nennt die wesentlichen geplanten Aktionsbereiche, darunter die Förderung von

  • gleicher wirtschaftlicher Unabhängigkeit für Frauen und Männer,
  • gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit,
  • Gleichstellung in Entscheidungsprozessen,
  • Würde, Integrität und Beseitigung geschlechterbezogener Gewalt,
  • Gleichstellung in Drittländern,
  • horizontalen Fragen (Geschlechterrollen, einschließlich der Rolle von Männern; Gesetzgebung und Instrumente der Verwaltungsführung).

Das 2010 eingeführte Europäische Progress-Mikrofinanzierungsinstrument fördert den Zugang zu Finanzierungen für schutzbedürftige Personen, einschließlich Frauen. Dieses Instrument ist zum Bestandteil des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) geworden.