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Sichere Lebensmittelzusatzstoffe für hohen Verbraucherschutz

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Sichere Lebensmittelzusatzstoffe für hohen Verbraucherschutz

ZUSAMMENFASSUNG VON:

Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 – Lebensmittelzusatzstoffe

ZUSAMMENFASSUNG

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

Sie ersetzt frühere Rechtsvorschriften der EU durch einen einzigen Rechtsakt für alle Arten von Lebensmittelzusatzstoffen*.

Sie umfasst Listen von:

zugelassenen Stoffen,

Bedingungen für ihre Verwendung und Kennzeichnung.

Sie vereinfacht das Genehmigungsverfahren für diese Stoffe.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Es dürfen nur Zusatzstoffe verkauft und in Lebensmitteln verarbeitet werden, die von der EU genehmigt wurden und die genannten Bedingungen erfüllen.

Von der EU zugelassene Zusatzstoffe dürfen kein Gesundheitsrisiko darstellen und dürfen Verbraucher nicht irreführen. Für ihren Einsatz muss eine hinreichende Notwendigkeit bestehen und dürfen keine anderen Methoden zur Verfügung stehen.

Der Zusatzstoff muss einen Vorteil für die Verbraucher darstellen. Dazu zählen:

der Erhalt der ernährungsphysiologischen Qualität des Lebensmittels;

die Erleichterung der Herstellung, Verarbeitung, Zubereitung, Behandlung, Verpackung, Beförderung oder Lagerung des Lebensmittels;

die Erfüllung besonderer Ernährungsanforderungen.

Für Süßungsmittel und Farbstoffe gelten besondere Bedingungen.

Zusatzstoffe sollten in der geringsten Dosis verwendet werden, die notwendig ist, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Dabei zu berücksichtigen sind eine akzeptierbare Tagesdosis und die Anforderungen von speziellen Verbrauchergruppen.

Zusatzstoffe sind grundsätzlich nicht in unverarbeiteten Lebensmitteln oder Säuglings- oder Kleinkindernahrung zu verwenden, sofern dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist.

Lebensmittelzusatzstoffe müssen, unabhängig davon, ob sie für den Verkauf an den Endverbraucher bestimmt sind oder nicht, eindeutige Kennzeichnungsanforderungen erfüllen, darunter die Angabe der Bezeichnung und/oder E-Nummer (z. B. E 110 für den Farbstoff Gelborange).

Die Verordnung gilt für die folgenden Stoffe nur, sofern sie wie folgt verwendet werden:

als Verarbeitungshilfsstoffe, d. h. Stoffe, die absichtlich zur Verarbeitung von Rohstoffen verwendet werden;

für den Schutz von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen;

als Nährstoffe und Lebensmittelzusatzstoffe oder

zur Aufbereitung von Wasser.

HINTERGRUND

Die meisten Bewertungen von Zusatzstoffen stammen noch aus den 80er- und 90er-Jahren. Es erfolgt derzeit eine Neubewertung, die voraussichtlich bis 2020 abgeschlossen sein wird. Diese Neubewertung kann gegebenenfalls dazu führen, dass die Europäische Kommission Änderungen an den derzeitigen Verwendungsbedingungen oder die Entfernung bestimmter Stoffe aus der Liste der zugelassenen Zusatzstoffe vorschlägt.

SCHLÜSSELBEGRIFFE

* Lebensmittelzusatzstoffe: Stoffe, die zu verschiedenen Zwecken in Lebensmitteln verwendet werden, z. B. zur Süßung, zum Färben oder zur Verlängerung der Haltbarkeit. Ihre Verwendung unterliegt EU-Vorschriften, um ein hohes Niveau des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Verbraucher zu gewährleisten.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 16-33)

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Verordnung (EU) Nr. 257/2010 der Kommission vom 25. März 2010 zur Aufstellung eines Programms zur Neubewertung zugelassener Lebensmittelzusatzstoffe gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittelzusatzstoffe (ABl. L 80 vom 26.3.2010, S. 19-27)

Verordnung (EU) Nr. 231/2012 der Kommission vom 9. März 2012 mit Spezifikationen für die in den Anhängen II und III der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates aufgeführten Lebensmittelzusatzstoffe (ABl. L 83 vom 22.3.2012, S. 1-295). Siehe konsolidierte Fassung.

Letzte Aktualisierung: 12.11.2015

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