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Senkung des Anteils der vorzeitigen Schulabgänger
Senkung des Anteils der vorzeitigen Schulabgänger
ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:
ZUSAMMENFASSUNG
WAS IST DER ZWECK DIESER SCHLUSSFOLGERUNGEN?
WICHTIGE ECKPUNKTE
Im Jahr 2014 sind 11,1 % der 18- bis 24-Jährigen (rund 4,4 Mio. Menschen) aus dem System der allgemeinen oder beruflichen Bildung ausgeschieden, ohne die Sekundarstufe II abgeschlossen zu haben (Quelle: Eurostat, 2014). Ein Ziel der Strategie Europa 2020 war es, diesen Anteil auf unter 10 % zu senken.
Obwohl Fortschritte erzielt worden sind, gibt es immer noch zu viele Schüler, die ihre Schule oder Ausbildung vorzeitig abbrechen. Dabei bestehen weiterhin enorme Unterschiede zwischen den und innerhalb der EU-Länder.
Die Herausforderungen
Vorzeitiger Schulabgang ist in der Regel das Ergebnis einer Vielzahl von persönlichen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, erziehungs-, geschlechts- und familienspezifischen Faktoren und hängt mit einer Ausgrenzung zusammen, die in frühester Kindheit ihren Ursprung hat.
Gruppen mit niedrigem sozioökonomischem Status sowie Kinder mit Migrationshintergrund, Roma-Kinder und Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind am stärksten betroffen.
Die Qualität der Bildung kann die Lernenden dazu veranlassen, das Bildungssystem vorzeitig zu verlassen.
Die ermittelten Probleme umfassen
Ein Abschluss der Sekundarstufe II oder eine abgeschlossene Berufsausbildung wird in der Regel als Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben oder für die nächsthöheren Stufen der allgemeinen und beruflichen Bildung betrachtet. Unterstützungsmaßnahmen für den Bildungserfolg der Lernenden können dazu beitragen, den Teufelskreis der Bedürftigkeit, Armut und Benachteiligung zu durchbrechen.
Die Antwort
Der Rat fordert eine inklusive und koordinierte Antwort, die darauf ausgerichtet ist, Toleranz, gegenseitigen Respekt, Chancengleichheit sowie soziale Integration, interkulturelle Verständigung und Zugehörigkeitsgefühl in Schulen zu fördern.
Die EU-Länder werden ersucht, die Empfehlung des Rates von 2011 zur Senkung der Schulabbrecherquote umzusetzen, indem sie insbesondere
Gemeinschaftlicher Ansatz
Ein gemeinschaftlicher Ansatz wird gefördert, beispielsweise durch
Lehrer sollten die notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen und das entsprechende Hintergrundwissen für das Klassenraum- und Diversitätsmanagement (z. B. Praktiken zur Gewährleistung der Integration von Menschen mit anderen Eigenschaften, Hintergründen und Kulturen) sowie Beziehungsaufbau, Konfliktlösung, Techniken für die Verhinderung von Mobbing und Risikofaktoren, die zu vorzeitigem Schulabgang führen könnten, vermittelt bekommen.
Allen jungen Menschen, die das Bildungssystem vorzeitig verlassen haben, sollten Möglichkeiten der Rückkehr in reguläre Bildungsgänge geboten werden.
Die EU-Länder sollten ferner
RECHTSAKT
Schlussfolgerungen des Rates zur Senkung des Anteils der vorzeitigen Schulabgänger und zur Förderung des schulischen Erfolgs (ABl. C 417 vom 15.12.2015, S. 36-40)
VERBUNDENE RECHTSAKTE
Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen – Bekämpfung des Schulabbruchs – ein wichtiger Beitrag zur Agenda Europa 2020 (KOM(2011) 18 endgültig vom 31.1.2011)
Empfehlung des Rates vom 28. Juni 2011 für politische Strategien zur Senkung der Schulabbrecherquote (ABl. C 191 vom 1.7.2011, S. 1-6)
Letzte Aktualisierung: 06.04.2016