ISSN 1977-0642

Amtsblatt

der Europäischen Union

L 46

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Rechtsvorschriften

58. Jahrgang
19. Februar 2015


Inhalt

 

II   Rechtsakte ohne Gesetzescharakter

Seite

 

 

VERORDNUNGEN

 

*

Durchführungsverordnung (EU) 2015/220 der Kommission vom 3. Februar 2015 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 des Rates zur Bildung eines Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die Einkommenslage und die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union

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DE

Bei Rechtsakten, deren Titel in magerer Schrift gedruckt sind, handelt es sich um Rechtsakte der laufenden Verwaltung im Bereich der Agrarpolitik, die normalerweise nur eine begrenzte Geltungsdauer haben.

Rechtsakte, deren Titel in fetter Schrift gedruckt sind und denen ein Sternchen vorangestellt ist, sind sonstige Rechtsakte.


II Rechtsakte ohne Gesetzescharakter

VERORDNUNGEN

19.2.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 46/1


DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2015/220 DER KOMMISSION

vom 3. Februar 2015

mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 des Rates zur Bildung eines Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die Einkommenslage und die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 des Rates vom 30. November 2009 zur Bildung eines Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die Einkommenslage und die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union (1), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 1, Artikel 5a Absätze 2 und 4, Artikel 5b Absatz 7, Artikel 7 Absatz 2, Artikel 8 Absatz 3 Unterabsatz 3 und Artikel 19 Absatz 3,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Nach Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wurde die Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 durch die Verordnung (EU) Nr. 1318/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates (2) geändert, um sie an die Artikel 290 und 291 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union anzugleichen. Damit der aus dieser Angleichung resultierende neue Rechtsrahmen funktioniert, sollten im Wege von delegierten Rechtsakten und Durchführungsrechtsakten bestimmte Vorschriften erlassen werden. Die neuen Vorschriften sollten die von der Kommission erlassenen Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 ersetzen. Die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 283/2012 der Kommission (3) und die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 730/2013 der Kommission (4) sollten daher aufgehoben werden.

(2)

Gemäß Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 muss die Schwelle der wirtschaftlichen Betriebsgröße festgelegt werden. Die Schwellen müssen je nach Mitgliedstaat und in einigen Fällen sogar je nach dem Gebiet des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) verschieden sein, um den unterschiedlichen Betriebsstrukturen der Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen.

(3)

Gemäß Artikel 5a der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 sind die Daten auf der Grundlage eines Plans für die Auswahl der Buchführungsbetriebe (Auswahlplan) zu erheben. Für die Zwecke des Auswahlplans sollte der Erfassungsbereich nach den INLB-Gebieten in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 sowie nach betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen und wirtschaftlichen Betriebsgrößen geschichtet werden.

(4)

Um für den geschichteten Erfassungsbereich eine repräsentative Stichprobe von Buchführungsbetrieben zu gewinnen, sollte die Anzahl Buchführungsbetriebe je Mitgliedstaat und je INLB-Gebiet festgesetzt werden.

(5)

Der Auswahlplan sollte vor Beginn des entsprechenden Rechnungsjahrs aufgestellt werden, damit die Kommission seinen Inhalt überprüfen kann, bevor er für die Auswahl der Buchführungsbetriebe verwendet wird.

(6)

Zur Verwirklichung der in Artikel 5b der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten, für die Zwecke des INLB geltenden Ziele sollten Durchführungsbestimmungen für das Klassifizierungssystem der Union für die betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen eingeführt werden.

(7)

Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung und die wirtschaftliche Betriebsgröße sollten auf der Grundlage eines wirtschaftlichen Kriteriums bestimmt werden. Es empfiehlt sich, für diesen Zweck den in Artikel 5b Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten Standardoutput heranzuziehen. Diese Standardoutputs sind im Einklang mit der Liste der Merkmale für die Betriebsstrukturerhebungen in Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates (5) nach Erzeugnissen festzulegen. Für diesen Zweck muss eine Entsprechungstabelle zwischen den Merkmalen der Betriebsstrukturerhebungen und den Rubriken des INLB-Betriebsbogens erstellt werden.

(8)

In Anbetracht der zunehmenden Bedeutung, die die direkt mit dem Betrieb verbundene andere Erwerbstätigkeit als die landwirtschaftliche Tätigkeit des Betriebs für das Einkommen hat, sollte eine Klassifizierungsvariable in das Klassifizierungssystem der Union aufgenommen werden, die die Bedeutung solcher anderen direkt mit dem Betrieb verbundenen sonstigen Erwerbstätigkeiten widerspiegelt.

(9)

Außerdem sollten Vorschriften für die Übermittlung der Standardoutputs und der für deren Berechnung erforderlichen Daten an die Kommission erlassen werden.

(10)

Mit der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 1198/2014 der Kommission (6) werden die Hauptgruppen der Buchführungsdaten gemäß Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 und die allgemeinen Vorschriften für die Sammlung dieser Daten festgelegt. Die Buchführungsdaten, die mittels der Betriebsbögen zwecks einer verlässlichen Feststellung der Einkommen in den landwirtschaftlichen Betrieben erhoben werden, müssen nach Art, Definition und Darstellung bei allen erfassten Buchführungsbetrieben einheitlich sein. Deswegen müssen Art und Gestaltung des Betriebsbogens und die Methoden und Fristen für die Datenübermittlung an die Kommission festgelegt werden. Die mithilfe des Betriebsbogens gesammelten Daten sollten darüber hinaus die 2013 erfolgte Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik berücksichtigen.

(11)

Um die einheitliche, rechtzeitige Bearbeitung der übermittelten Buchführungsdaten zu gewährleisten, müssen die ordnungsgemäß ausgefüllten Betriebsbögen von der gemäß Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 in jedem Mitgliedstaat bezeichneten Verbindungsstelle an die Kommission weitergeleitet werden. Das Verfahren der Übermittlung der Buchführungsdaten an die Kommission sollte praktisch und sicher gestaltet werden. Deswegen sollte vorgesehen werden, dass die Verbindungsstelle die betreffenden Angaben der Kommission direkt über das EDV-System übermittelt, das die Kommission für die Zwecke der genannten Verordnung eingerichtet hat, und dass diesbezüglich weitere Modalitäten festgelegt werden. Bei den Fristen für die Übermittlung solcher Daten an die Kommission sollte das frühere Vorgehen der Mitgliedstaaten bei der Übermittlung solcher Daten berücksichtigt werden.

(12)

Jeder der Kommission übermittelte Betriebsbogen sollte ordnungsgemäß ausgefüllt sein, um für die Zahlung der Pauschalvergütung in Betracht zu kommen.

(13)

Die Höchstzahl der ordnungsgemäß ausgefüllten Betriebsbögen, die insgesamt pro Mitgliedstaat für die Unionsfinanzierung in Betracht kommen, ist in der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 festgelegt. Hinsichtlich der Zahl der Buchführungsbetriebe pro INLB-Gebiet sollte Flexibilität zulässig sein, solange die Gesamtzahl der Buchführungsbetriebe des betreffenden Mitgliedstaats gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 beachtet wird.

(14)

Gemäß Artikel 19 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 dienen die in den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Union, Einzelplan Kommission, einzusetzenden Mittel zur Deckung des Gesamtbetrags der den Mitgliedstaaten zu leistenden Pauschalvergütungen für die fristgerechte Übermittlung der ordnungsgemäß ausgefüllten Betriebsbögen an die Kommission. Die Zahl der ordnungsgemäß ausgefüllten Betriebsbögen, für die die Pauschalvergütung geleistet wird, sollte die Höchstzahl der Buchführungsbetriebe nicht übersteigen.

(15)

Als Beitrag zur Verbesserung der Verfahren für die Bearbeitung der Betriebsbogendaten sollte den Mitgliedstaaten, die die ordnungsgemäß ausgefüllten Betriebsbögen vor der für die Einreichung der Betriebsbögen festzusetzenden Frist übermitteln, eine höhere Pauschalvergütung gezahlt werden.

(16)

Da die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen ab dem Rechnungsjahr 2015 angewandt werden sollten, sollte diese Verordnung ab dem genannten Rechnungsjahr gelten.

(17)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

KAPITEL 1

ERFASSUNGSBEREICH UND AUSWAHLPLAN

Artikel 1

Schwelle der wirtschaftlichen Betriebsgröße

Die in Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten Schwellen der wirtschaftlichen Betriebsgröße sind in Anhang I der vorliegenden Verordnung enthalten.

Artikel 2

Zahl der Buchführungsbetriebe

Die in Artikel 5a Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannte Zahl der Buchführungsbetriebe je Mitgliedstaat und je Gebiet des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB-Gebiet) ist in Anhang II der vorliegenden Verordnung enthalten.

Artikel 3

Auswahlplan

(1)   Die in Artikel 5a Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten Modelle und Methoden zu Form und Inhalt der Daten sind in Anhang III der vorliegenden Verordnung enthalten.

(2)   Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission auf elektronischen Wege den vom nationalen Ausschuss gemäß Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genehmigten Auswahlplan gemäß Artikel 5a Absatz 1 der genannten Verordnung spätestens zwei Monate vor dem Beginn des Rechnungsjahrs, auf das er sich bezieht.

KAPITEL 2

KLASSIFIZIERUNGSSYSTEM DER UNION FÜR LANDWIRTSCHAFTLICHE BETRIEBE

Artikel 4

Einzelausrichtungen

Die Methoden für die Berechnung der in Artikel 5b Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten Einzelausrichtungen und ihr Verhältnis zu den dort ebenfalls genannten allgemeinen Ausrichtungen und Hauptausrichtungen sind in Anhang IV der vorliegenden Verordnung enthalten.

Artikel 5

Wirtschaftliche Betriebsgröße

Die Methoden für die Berechnung der in Artikel 5b Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten wirtschaftlichen Betriebsgröße und die in Artikel 5b Absatz 1 der Verordnung genannten Betriebsgrößenklassen sind in Anhang V der vorliegenden Verordnung enthalten.

Artikel 6

Standardoutput und gesamter Standardoutput

(1)   Die Methoden für die Berechnung der in Artikel 5b Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 genannten Standardoutputs jedes Merkmals und die Verfahren für die Erhebung der entsprechenden Daten sind in Anhang VI der vorliegenden Verordnung enthalten.

Der Standardoutput der verschiedenen Merkmale eines Betriebs gemäß Artikel 5b Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 wird für jede geografische Einheit gemäß Anhang VI Nummer 2 Buchstabe b der vorliegenden Verordnung und für jedes in Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 aufgeführte Pflanzenbau- und Tierhaltungsmerkmal der Betriebsstrukturerhebung bestimmt.

(2)   Der gesamte Standardoutput eines Betriebs ergibt sich aus der Multiplikation der Standardoutputs jedes Pflanzenbau- und Tierhaltungsmerkmals mit der Anzahl der entsprechenden Einheiten.

Artikel 7

Direkt mit dem Betrieb verbundene sonstige Erwerbstätigkeiten

Die direkt mit dem Betrieb verbundenen sonstigen Erwerbstätigkeiten gemäß Artikel 5b Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 sind in Anhang VII Teil A der vorliegenden Verordnung definiert. Ihr Umfang wird als Prozentklasse angegeben. Diese Prozentklassen sind in Anhang VII Teil C der vorliegenden Verordnung enthalten.

Die Methode, nach der der Umfang der Erwerbstätigkeiten gemäß Absatz 1 geschätzt wird, ist in Anhang VII Teile B und C beschrieben.

Artikel 8

Mitteilung der Standardoutputs und der zu ihrer Feststellung dienenden Daten

(1)   Die Mitgliedstaaten legen der Kommission (Eurostat) die Standardoutputs und die zu ihrer Feststellung dienenden Daten gemäß Artikel 5b Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 für einen Referenzzeitraum des Jahres N bis zum 31. Dezember des Jahres N+3 vor.

(2)   Für die Vorlage der in Absatz 1 genannten Daten verwenden die Mitgliedstaaten das von der Kommission (Eurostat) für diesen Zweck zur Verfügung gestellte EDV-System.

KAPITEL 3

BETRIEBSBOGEN UND DATENÜBERMITTLUNG AN DIE KOMMISSION

Artikel 9

Form und Gestaltung des Betriebsbogens

Die Form und die Gestaltung der Buchführungsdaten gemäß Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 sowie die entsprechenden Anweisungen sind in Anhang VIII der vorliegenden Verordnung enthalten.

Artikel 10

Verfahren und Fristen für die Übermittlung von Daten an die Kommission

(1)   Die Verbindungsstelle gemäß Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 übermittelt der Kommission die Betriebsbögen über ein EDV-Übermittlungs- und -Kontrollsystem gemäß Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009. Die verlangten Daten werden elektronisch auf Basis der Modelle übermittelt, die der Verbindungsstelle durch dieses System zur Verfügung gestellt werden.

(2)   Die Mitgliedstaaten werden im Wege des Ausschusses des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die allgemeinen Bedingungen für die Nutzung des EDV-Systems nach Absatz 1 unterrichtet.

(3)   Die Betriebsbögen sind der Kommission bis 31. Dezember nach Ablauf des betreffenden Rechnungsjahrs zu übermitteln.

Die Mitgliedstaaten, die nicht in der Lage waren, die Daten der Betriebsbögen für 2012 innerhalb der in Unterabsatz 1 genannten Frist zu übermitteln, können die Betriebsbögen der Kommission innerhalb von bis zu drei Monaten nach Ablauf der in Unterabsatz 1 genannten Frist übermitteln.

(4)   Die Betriebsbögen gelten als der Kommission übermittelt, sobald die Buchführungsdaten gemäß Artikel 9 in dem EDV-Übermittlungs- und -Kontrollsystem gemäß Absatz 1 erfasst sind, die anschließenden elektronischen Kontrollen durchgeführt wurden und die Verbindungsstelle bestätigt hat, dass die Daten in das System geladen werden können.

KAPITEL 4

PAUSCHALVERGÜTUNG

Artikel 11

Ordnungsgemäß ausgefüllte Betriebsbögen

Für die Zwecke von Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 ist ein Betriebsbogen ordnungsgemäß ausgefüllt, wenn sein Inhalt sachlich richtig ist und die darin enthaltenen Buchführungsdaten im Einklang mit der in Anhang VIII der vorliegenden Verordnung vorgegebenen Form und Gestaltung aufgezeichnet und dargestellt wurden.

Artikel 12

Zahl der Betriebsbögen, für die die Pauschalvergütung gezahlt werden kann

Die Gesamtzahl der ordnungsgemäß ausgefüllten und übersandten Betriebsbögen je Mitgliedstaat gemäß Artikel 5a Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009, für die die Pauschalvergütung gezahlt werden kann, darf die in Anhang II der vorliegenden Verordnung festgesetzte Gesamtzahl der Buchführungsbetriebe für den betreffenden Mitgliedstaat nicht überschreiten.

Umfasst der Mitgliedstaat mehr als ein INLB-Gebiet, so darf die Zahl der ordnungsgemäß ausgefüllten und der Kommission übersandten Betriebsbögen, für die die Pauschalvergütung gezahlt werden kann, pro Gebiet um bis zu 20 % über der für das Gebiet festgesetzten Zahl liegen, vorausgesetzt, dass die Gesamtzahl der ordnungsgemäß ausgefüllten und der Kommission übersandten Betriebsbögen des betreffenden Mitgliedstaats die in Anhang II der vorliegenden Verordnung für jenen Mitgliedstaat festgesetzte Gesamtzahl nicht überschreitet.

Artikel 13

Zahlung der Pauschalvergütung

Der Gesamtbetrag der Pauschalvergütung gemäß Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 wird in zwei Tranchen gezahlt:

a)

50 % des Gesamtbetrags, berechnet anhand des in Artikel 14 Absatz 1 der vorliegenden Verordnung festgesetzten Betrags, werden zu Beginn jedes Rechnungsjahrs für die in Anhang II der vorliegenden Verordnung vorgesehene Zahl der Buchführungsbetriebe gezahlt;

b)

der Rest wird gezahlt, nachdem die Kommission festgestellt hat, dass die übersandten Betriebsbögen ordnungsgemäß ausgefüllt waren.

Zur Berechnung des Restbetrags gemäß Absatz 1 Buchstabe b wird die auf der Grundlage von Artikel 14 der vorliegenden Verordnung berechnete Pauschalvergütung pro Betriebsbogen mit der Zahl der ordnungsgemäß ausgefüllten Betriebsbögen, für die gemäß Artikel 12 der vorliegenden Verordnung eine Pauschalvergütung gezahlt werden kann, multipliziert und die in Absatz 1 Buchstabe a des vorliegenden Artikels genannte Zahlung abgezogen.

Artikel 14

Betrag der Pauschalvergütung

Die Pauschalvergütung gemäß Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 beträgt 160 EUR pro Betriebsbogen.

Wird weder auf der Ebene eines INLB-Gebiets noch auf Ebene des betreffenden Mitgliedstaats die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a genannte 80- %-Schwelle erreicht, so wird die in jener Bestimmung vorgesehene Kürzung lediglich auf nationaler Ebene vorgenommen.

Übermittelt der Mitgliedstaat die Buchführungsdaten gemäß Artikel 9 der vorliegenden Verordnung spätestens einen Monat vor Ablauf der entsprechenden Fristen gemäß Artikel 10 Absatz 3, so wird die Pauschalvergütung um 5 EUR angehoben, es sei denn, die 80- %-Schwelle gemäß Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 wird in einem INLB-Gebiet oder in dem Mitgliedstaat nicht erreicht.

KAPITEL 5

ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Artikel 15

Aufhebungen

Die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 283/2012 und die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 730/2013 werden mit Wirkung vom 1. Januar 2015 aufgehoben.

Sie gelten jedoch weiter für die Rechnungsjahre vor dem Rechnungsjahr 2015.

Artikel 16

Inkrafttreten und Anwendung

Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab dem Rechnungsjahr 2015.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 3. Februar 2015

Für die Kommission

Der Präsident

Jean-Claude JUNCKER


(1)  ABl. L 328 vom 15.12.2009, S. 27.

(2)  Verordnung (EU) Nr. 1318/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2013 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 des Rates zur Bildung eines Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die Einkommenslage und die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Gemeinschaft (ABl. L 340 vom 17.12.2013, S. 1).

(3)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 283/2012 der Kommission vom 29. März 2012 zur Festsetzung der Pauschalvergütung je Betriebsbogen ab dem Rechnungsjahr 2012 im Rahmen des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen (ABl. L 92 vom 30.3.2012, S. 15).

(4)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 730/2013 der Kommission vom 29. Juli 2013 mit Durchführungsvorschriften für die Führung der Buchhaltung zum Zweck der Feststellung der Einkommen in den landwirtschaftlichen Betrieben (ABl. L 203 vom 30.7.2013, S. 6).

(5)  Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. November 2008 über die Betriebsstrukturerhebungen und die Erhebung über landwirtschaftliche Produktionsmethoden sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 571/88 des Rates (ABl. L 321 vom 1.12.2008, S. 14).

(6)  Delegierte Verordnung (EU) Nr. 1198/2014 der Kommission vom 1. August 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 des Rates zur Bildung eines Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die Einkommenslage und die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse landwirtschaftlicher Betriebe in der Europäischen Union (ABl. L 321 vom 7.11.2014, S. 2).


ANHANG I

SCHWELLE DER WIRTSCHAFTLICHEN BETRIEBSGRÖSSE FÜR DEN ERFASSUNGSBEREICH (ARTIKEL 1)

Mitgliedstaat/INLB-Gebiet

Schwelle (in EUR)

Belgien

25 000

Bulgarien

2 000

Tschechische Republik

8 000

Dänemark

15 000

Deutschland

25 000

Estland

4 000

Irland

8 000

Griechenland

4 000

Spanien

8 000

Frankreich (außer Martinique, Réunion, Guadeloupe)

25 000

Frankreich (nur Martinique, Réunion, Guadeloupe)

15 000

Kroatien

4 000

Italien

8 000

Zypern

4 000

Lettland

4 000

Litauen

4 000

Luxemburg

25 000

Ungarn

4 000

Malta

4 000

Niederlande

25 000

Österreich

8 000

Polen

4 000

Portugal

4 000

Rumänien

2 000

Slowenien

4 000

Slowakei

25 000

Finnland

8 000

Schweden

15 000

Vereinigtes Königreich (außer Nordirland)

25 000

Vereinigtes Königreich (nur Nordirland)

15 000


ANHANG II

ANZAHL DER BUCHFÜHRUNGSBETRIEBE (ARTIKEL 2)

Ordnungsnummer

Bezeichnung des INLB-Gebiets

Anzahl der Buchführungsbetriebe je Rechnungsjahr

BELGIEN

341

Vlaanderen

720

342

Bruxelles-Brussel

343

Wallonie

480

Belgien insgesamt

1 200

BULGARIEN

831

Северозападен, (Severozapaden)

346

832

Северен централен, (Severen tsentralen)

358

833

Североизточен, (Severoiztochen)

373

834

Югозападен, (Yugozapaden)

335

835

Южен централен, (Yuzhen tsentralen)

394

836

Югоизточен, (Yugoiztochen)

396

Bulgarien insgesamt

2 202

745

TSCHECHISCHE REPUBLIK

1 417

370

DÄNEMARK

2 150

DEUTSCHLAND

010

Schleswig-Holstein

565

020

Hamburg

97

030

Niedersachsen

1 307

040

Bremen

050

Nordrhein-Westfalen

1 010

060

Hessen

558

070

Rheinland-Pfalz

887

080

Baden-Württemberg

1 190

090

Bayern

1 678

100

Saarland

90

110

Berlin

112

Brandenburg

284

113

Mecklenburg-Vorpommern

268

114

Sachsen

313

115

Sachsen-Anhalt

270

116

Thüringen

283

Deutschland insgesamt

8 800

755

ESTLAND

658

380

IRLAND

900

GRIECHENLAND

450

Μακεδονία- Θράκη (Makedonia-Thraki)

2 000

460

Ήπειρος-Πελοπόννησος-Νησιά Ιονίου (Ipiros-Peloponnisos-Nissia Ioniou)

1 350

470

Θεσσαλία (Thessalia)

700

480

Ηπειρωτική Ελλάδα, Νησιά Αιγαίου, Κρήτη (Ipirotiki Ellada, Nissia Egaeou, Kriti)

1 450

Griechenland insgesamt

5 500

SPANIEN

500

Galicia

450

505

Asturias

190

510

Cantabria

150

515

País Vasco

352

520

Navarra

316

525

La Rioja

244

530

Aragón

676

535

Cataluña

664

540

Illes Balears

180

545

Castilla y León

950

550

Madrid

190

555

Castilla-La Mancha

900

560

Comunidad Valenciana

638

565

Murcia

348

570

Extremadura

718

575

Andalucía

1 504

580

Canarias

230

Spanien insgesamt

8 700

FRANKREICH

121

Île-de-France

190

131

Champagne-Ardenne

370

132

Picardie

270

133

Haute-Normandie

170

134

Centre

410

135

Basse-Normandie

240

136

Bourgogne

340

141

Nord-Pas de Calais

280

151

Lorraine

230

152

Alsace

200

153

Franche-Comté

210

162

Pays de la Loire

460

163

Bretagne

480

164

Poitou-Charentes

360

182

Aquitaine

550

183

Midi-Pyrénées

480

184

Limousin

220

192

Rhône-Alpes

480

193

Auvergne

360

201

Languedoc-Roussillon

430

203

Provence-Alpes-Côte d'Azur

420

204

Corse

170

205

Guadeloupe

80

206

Martinique

80

207

La Réunion

160

Frankreich insgesamt

7 640

860

KROATIEN

1 251

ITALIEN

221

Valle d'Aosta

170

222

Piemonte

594

230

Lombardia

717

241

Trentino

282

242

Alto Adige

338

243

Veneto

707

244

Friuli Venezia Giulia

451

250

Liguria

431

260

Emilia-Romagna

873

270

Toscana

577

281

Marche

452

282

Umbria

460

291

Lazio

587

292

Abruzzo

572

301

Molise

342

302

Campania

667

303

Calabria

510

311

Puglia

723

312

Basilicata

400

320

Sicilia

706

330

Sardegna

547

Italien insgesamt

11 106

740

ZYPERN

500

770

LETTLAND

1 000

775

LITAUEN

1 000

350

LUXEMBURG

450

UNGARN

767

Alföld

1 016

768

Dunántúl

675

764

Észak-Magyarország

209

Ungarn insgesamt

1 900

780

MALTA

536

360

NIEDERLANDE

1 500

660

ÖSTERREICH

2 000

POLEN

785

Pomorze i Mazury

1 860

790

Wielkopolska i Śląsk

4 350

795

Mazowsze i Podlasie

4 490

800

Małopolska i Pogórze

1 400

Polen insgesamt

12 100

PORTUGAL

615

Norte e Centro

1 233

630

Ribatejo e Oeste

351

640

Alentejo e Algarve

399

650

Açores e Madeira

317

Portugal insgesamt

2 300

RUMÄNIEN

840

Nord-Est

852

841

Sud-Est

1 074

842

Sud-Muntenia

1 008

843

Sud-Vest-Oltenia

611

844

Vest

703

845

Nord-Vest

825

846

Centru

834

847

București-Ilfov

93

Rumänien insgesamt

6 000

820

SLOWENIEN

908

810

SLOWAKEI

562

FINNLAND

670

Etelä-Suomi

461

680

Sisä-Suomi

251

690

Pohjanmaa

221

700

Pohjois-Suomi

167

Finnland insgesamt

1 100

SCHWEDEN

710

Slättbyggdslän

637

720

Skogs- och mellanbygdslän

258

730

Län i norra Sverige

130

Schweden insgesamt

1 025

VEREINIGTES KÖNIGREICH

411

England — North Region

420

412

England — East Region

650

413

England — West Region

430

421

Wales

300

431

Scotland

380

441

Northern Ireland

320

Vereinigtes Königreich insgesamt

2 500


ANHANG III

MODELLE UND METHODEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES AUSWAHLPLANS (ARTIKEL 3 ABSATZ 1)

Die Daten gemäß Artikel 5a Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1217/2009 werden der Kommission auf der Grundlage folgender Struktur übermittelt:

A.   INFORMATIONSBLATT

1.

Allgemeine Angaben

1.1.

Rechnungsjahr

1.2.

Mitgliedstaat

1.3.

Name der Verbindungsstelle

1.4.

Ist die Verbindungsstelle Teil der öffentlichen Verwaltung (Ja/Nein)?

 

2.

Grundlage des Auswahlplans

2.1.

Quelle der Grundgesamtheit der Betriebe

2.2.

Verwendetes Jahr der Grundgesamtheit der Betriebe

2.3.

Standardoutputjahr

2.4.

Bestimmung des Erfassungsbereichs

 

3.

Verfahren für die Schichtung des Erfassungsbereichs

3.1.

Clusterung nach betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen (BWA)

3.2.

Clusterung nach Klassen der wirtschaftlichen Betriebsgröße

3.3.

Ergänzende nationale Kriterien für die Schichtung des Erfassungsbereichs

3.3.1.

Wurden ergänzende Schichtungskriterien verwendet?

3.3.2.

Wurde das ergänzende nationale Kriterium bei der nationalen Auswahl der Stichprobe verwendet?

3.3.3.

Wurde das ergänzende nationale Kriterium bei der nationalen Gewichtung der Daten der Grundgesamtheit verwendet?

3.3.4.

Wurde das ergänzende nationale Kriterium bei der Auswahl der Buchführungsbetriebe für das EU-INLB verwendet?

3.3.5.

Falls es für die EU-Auswahl verwendet wurde, sind diese Entscheidung zu erklären und die Auswirkungen auf die Repräsentativität des Erhebungsbereichs des EU-INLB eingehend zu erläutern.

3.4.

Regeln fürs Clustern

3.5.

Abdeckungsbereich der Stichprobe

 

4.

Modalitäten für die Bestimmung des Auswahlsatzes und der Stichprobengröße für jede Schicht

 

proportionale Aufteilung

optimale Aufteilung

Kombination aus proportionaler und optimaler Aufteilung

sonstige Methoden

 

5.

Modalitäten für die Auswahl der Buchführungsbetriebe

 

Zufallsauswahl

gezielte Auswahl

Kombination aus Zufallsauswahl und gezielter Auswahl

sonstige Methoden

 

6.

Modalitäten für die mögliche spätere Aktualisierung des Auswahlplans

 

7.

Voraussichtliche Gültigkeitsdauer des Auswahlplans

 

8.

Aufteilung der Betriebe im Erfassungsbereich nach dem EU-Klassifizierungsschema für landwirtschaftliche Betriebe (mindestens den betriebswirtschaftlichen Hauptausrichtungen entsprechend)

 

9.

Zahl der in jeder Schicht auszuwählenden Buchführungsbetriebe

 

10.

Zusätzliche Angaben, die von den vorstehenden Punkten nicht abgedeckt wurden

 

11.

Der Auswahlplan wurde vom nationalen Ausschuss genehmigt am …

B.   AUSWAHLPLANTABELLEN

Die Modelle der nachstehenden Tabellen enthalten die Einzelheiten zu der für das entsprechende Rechnungsjahr vorgesehenen Referenzgrundgesamtheit und Stichprobe. Diese Tabellen sind Bestandteil der Auswahlplanunterlagen

Tabelle 1   Clusterregeln für die für das EU-INLB ausgewählte Stichprobe von Betrieben

Struktur der Tabelle

Nummer der Spalte

Beschreibung der Spalte

1

Code des INLB-Gebiets (siehe Anhang II)

2

Cluster betriebswirtschaftlicher Ausrichtungen (siehe Anhang IV)

3

Cluster von Klassen der wirtschaftlichen Betriebsgröße (siehe Anhang V)


Tabelle 2   Abdeckungsbereich der Stichprobe

Struktur der Tabelle

Nummer der Spalte

Beschreibung der Spalte

1

Klassen der wirtschaftlichen Betriebsgröße (siehe Anhang V)

2

Untergrenzen der Klassen der wirtschaftlichen Betriebsgröße (in EUR)

3

Obergrenzen der Klassen der wirtschaftlichen Betriebsgröße (in EUR)

4

Anzahl der in der Grundgesamtheit repräsentierten Betriebe

5

Inverser kumulativer Prozentsatz der Anzahl der in der Grundgesamtheit repräsentierten Betriebe

6

In der Grundgesamtheit repräsentierte landwirtschaftlich genutzte Fläche (ha)

7

Inverser kumulativer Prozentsatz der repräsentierten landwirtschaftlich genutzten Fläche

8

In der Grundgesamtheit repräsentierter gesamter Standardoutput

9

Inverser kumulativer Prozentsatz des repräsentierten Gesamtstandardoutputs

10

Anzahl Großvieheinheiten in der repräsentierten Grundgesamtheit

11

Inverser kumulativer Prozentsatz der Anzahl Großvieheinheiten in der repräsentierten Grundgesamtheit


Tabelle 3   Verteilung der Betriebe in der Grundgesamtheit

Struktur der Tabelle

Nummer der Spalte

Beschreibung der Spalte

1

Code — betriebswirtschaftliche Hauptausrichtung

2

Bezeichnung — betriebswirtschaftliche Hauptausrichtung

3

Wirtschaftliche Größenklasse — 1

4

Wirtschaftliche Größenklasse — 2

5

Wirtschaftliche Größenklasse — 3

6

Wirtschaftliche Größenklasse — 4

7

Wirtschaftliche Größenklasse — 5

8

Wirtschaftliche Größenklasse — 6

9

Wirtschaftliche Größenklasse — 7

10

Wirtschaftliche Größenklasse — 8

11

Wirtschaftliche Größenklasse — 9

12

Wirtschaftliche Größenklasse — 10

13

Wirtschaftliche Größenklasse — 11

14

Wirtschaftliche Größenklasse — 12

15

Wirtschaftliche Größenklasse — 13

16

Wirtschaftliche Größenklasse — 14

17

Wirtschaftliche Größenklasse — insgesamt


Tabelle 4   Auswahlplan

Struktur der Tabelle

Nummer der Spalte

Beschreibung der Spalte

1

INLB-Gebiet — EU-INLB-Code

2

INLB-Gebiet — Name

3

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung — nationaler Code

4

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung — EU-INLB-Code

5

Wirtschaftliche Größenklasse — nationaler Code

6

Wirtschaftliche Größenklasse — EU-INLB-Code

7

Wirtschaftliche Größenklasse — Beschreibung (Größe in EUR)

8

Anzahl auszuwählender Betriebe (A)

9

Anzahl Betriebe in der Grundgesamtheit (B)

10

Durchschnittlicher Anteil (B)/(A)


ANHANG IV

BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE EINZELAUSRICHTUNGEN UND IHR VERHÄLTNIS ZU DEN ALLGEMEINEN AUSRICHTUNGEN UND HAUPTAUSRICHTUNGEN (ARTIKEL 4)

A.   BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE EINZELAUSRICHTUNGEN

Die Bestimmung der betriebswirtschaftlichen Einzelausrichtungen berücksichtigt die folgenden beiden Faktoren:

a)   Art der betroffenen Merkmale

Die Merkmale beziehen sich auf den Katalog der im Rahmen der Erhebung über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe 2016 erhobenen Merkmale: sie werden durch ihren in Teil B.I dieses Anhangs aufgeführten Code oder durch einen Code bezeichnet, der, wie in Teil B.II dieses Anhangs (1) angegeben, mehrere dieser Merkmale zusammenfasst.

b)   Die Bedingungen für die Bestimmung der Klassengrenze(n)

Falls nicht anders angegeben, werden diese Bedingungen als Anteil (in Brüchen) am gesamten Standardoutput des Betriebs angegeben.

Alle für Einzelausrichtungen angegebenen Bedingungen müssen kumulativ erfüllt werden, damit der Betrieb in die betreffende Einzelausrichtung eingestuft werden kann.

Spezialisierte Betriebe — Pflanzenbau

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

(* Der besseren Lesbarkeit halber werden die sechs Spalten dieser Rubrik in Teil C dieses Anhang erneut wiedergegeben).

Methoden zur Berechnung bestimmter Klassen von Einzel-BWA

Allg. BWA

Beschreibung

Haupt-BWA

Beschreibung

Einzel-BWA

Beschreibung

Erläuterung der Berechnung

Code der Merkmale und Bedingungen

(siehe Teil B dieses Anhangs)

Bedingung 1

(C1)

Bedingung 2

(C2)

Bedingung 3

(C3)

1

Spezialisierte Ackerbaubetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15

Spezialisierte Getreide-, Ölsaaten- und Eiweißpflanzenbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

151

Spezialisierte Getreide- (andere als Reis-), Ölsaaten- und Eiweißpflanzenbetriebe

Getreide ohne Reis, Ölsaaten, Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen > 2/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. > 2/3

P151 + P16 + 2.01.02. > 2/3

 

 

 

 

152

Spezialisierte Reisbetriebe

Reis > 2/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. > 2/3

2.01.01.07. > 2/3

 

 

 

 

153

Getreide-, Eiweißpflanzen-, Ölsaaten- und Reisverbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 151 und 152

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. > 2/3

 

 

 

16

Spezialisierte Ackerbaubetriebe allgemeiner Art

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

161

Spezialisierte Hackfruchtbetriebe

Kartoffeln, Zuckerrüben und Futterhackfrüchte > 2/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. ≤ 2/3

P17 > 2/3

 

 

 

 

162

Getreide-, Ölsaaten-, Eiweißpflanzen- und Hackfruchtverbundbetriebe

Getreide, Ölsaaten, Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen > 1/3 Hackfrüchte > 1/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. ≤ 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. > 1/3;

P17 > 1/3

 

 

 

 

163

Spezialisierte Feldgemüsebetriebe

Frisches Gemüse, Melonen und Erdbeeren im Feldanbau > 2/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. ≤ 2/3

2.01.07.01.01. > 2/3

 

 

 

 

164

Spezialisierte Tabakbetriebe

Tabak > 2/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. ≤ 2/3

2.01.06.01. > 2/3

 

 

 

 

165

Spezialisierte Baumwollbetriebe

Baumwolle > 2/3

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. ≤ 2/3

2.01.06.03. > 2/3

 

 

 

 

166

Ackerbau-Verbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 161, 162, 163, 164 und 165

P1 > 2/3

P15 + P16 + 2.01.02. ≤ 2/3

 

2

Spezialisierte Gartenbaubetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21

Spezialisierte Unterglas-Gartenbaubetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

211

Spezialisierte Unterglas-Gemüsebaubetriebe

Frisches Gemüse, Melonen und Erdbeeren — unter Glas > 2/3

P2 > 2/3

2.01.07.02. + 2.01.08.02. > 2/3

2.01.07.02. > 2/3

 

 

 

 

212

Spezialisierte Unterglas-Blumen- und Zierpflanzenbetriebe

Blumen und Zierpflanzen unter Glas > 2/3

P2 > 2/3

2.01.07.02. + 2.01.08.02. > 2/3

2.01.08.02. > 2/3

 

 

 

 

213

Spezialisierte Unterglas-Gartenbauverbund-betriebe,

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 211 und 212

P2 > 2/3

2.01.07.02. + 2.01.08.02. > 2/3

 

 

 

22

Spezialisierte Freiland-Gartenbaubetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

221

Spezialisierte Freiland-Gemüsebaubetriebe

Frisches Gemüse, Melonen und Erdbeeren — Gartenbau > 2/3

P2 > 2/3

2.01.07.01.02. + 2.01.08.01. > 2/3

2.01.07.01.02. > 2/3

 

 

 

 

222

Spezialisierte Freiland-Blumen- und Zierpflanzenbetriebe

Blumen und Zierpflanzen im Freiland > 2/3

P2 > 2/3

2.01.07.01.02. + 2.01.08.01. > 2/3

2.01.08.01. > 2/3

 

 

 

 

223

Spezialisierte Freiland-Gartenbauverbund-betriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 221 und 222

P2 > 2/3

2.01.07.01.02. + 2.01.08.01. > 2/3

 

 

 

23

Sonstige Gartenbaubetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

231

Spezialisierte Pilzzuchtbetriebe

Pilze > 2/3

P2 > 2/3

2.01.07.01.02. + 2.01.08.01. ≤ 2/3; 2.01.07.02. + 2.01.08.02. ≤ 2/3

2.06.01. > 2/3

 

 

 

 

232

Spezialisierte Baumschulen

Baumschulen > 2/3

P2 > 2/3

2.01.07.01.02. + 2.01.08.01. ≤ 2/3; 2.01.07.02. + 2.01.08.02. ≤ 2/3

2.04.05. > 2/3

 

 

 

 

233

Gartenbauverbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 231 und 232

P2 > 2/3

2.01.07.01.02. + 2.01.08.01. ≤ 2/3; 2.01.07.02. + 2.01.08.02. ≤ 2/3

 

3

Spezialisierte Dauerkultur-betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

35

Spezialisierte Rebanlagen-betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

351

Spezialisierte Qualitätsweinbaubetriebe

Rebanlagen, die normalerweise Qualitätswein erzeugen > 2/3

P3 > 2/3

2.04.04. > 2/3

2.04.04.01. > 2/3

 

 

 

 

352

Spezialisierte Weinbaubetriebe — andere als Qualitätswein

Rebanlagen, die normalerweise „anderen Wein“ erzeugen > 2/3

P3 > 2/3

2.04.04. > 2/3

2.04.04.02. > 2/3

 

 

 

 

353

Spezialisierte Tafeltraubenbetriebe

Rebanlagen, die normalerweise Tafeltrauben erzeugen > 2/3

P3 > 2/3

2.04.04. > 2/3

2.04.04.03. > 2/3

 

 

 

 

354

Sonstige Rebanlagenbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 351, 352 und 353

P3 > 2/3

2.04.04. > 2/3

 

 

 

36

Spezialisierte Obst- und Zitrusbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

361

Spezialisierte Obstbetriebe (andere als Zitrusfrüchte, tropische und subtropische Früchte und Schalenobst)

Obst der gemäßigten Klimazonen und Beeren > 2/3

P3 > 2/3

2.04.01. + 2.04.02. > 2/3

2.04.01.01.01. + 2.04.01.02. > 2/3

 

 

 

 

362

Spezialisierte Zitrusbetriebe

Zitrusanlagen > 2/3

P3 > 2/3

2.04.01. + 2.04.02. > 2/3

2.04.02. > 2/3

 

 

 

 

363

Spezialisierte Schalenobstbetriebe

Schalenobst > 2/3

P3 > 2/3

2.04.01. + 2.04.02. > 2/3

2.04.01.03. > 2/3

 

 

 

 

364

Spezialisierte Betriebe für tropische und subtropische Früchte

Obst der subtropischen Klimazonen > 2/3

P3 > 2/3

2.04.01. + 2.04.02. > 2/3

2.04.01.01.02. > 2/3

 

 

 

 

365

Spezialisierte Obstbetriebe, Betriebe für Zitrusfrüchte, tropische und subtropische Früchte und Schalenobst: Verbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 361, 362, 363 und 364

P3 > 2/3

2.04.01. + 2.04.02. > 2/3

 

 

 

37

Spezialisierte Olivenbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

370

Spezialisierte Olivenbetriebe

Olivenanlagen > 2/3

P3 > 2/3

2.04.03. > 2/3

 

 

 

38

Dauerkulturverbundbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

380

Dauerkulturverbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 351 bis 370

P3 > 2/3

 

 


Spezialisierte Betriebe — Tierhaltung

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

Methoden zur Berechnung bestimmter Klasen von Einzel-BWA

Allg. BWA

Beschreibung

Haupt-BWA

Beschreibung

Einzel-BWA

Beschreibung

Erläuterung der Berechnung

Code der Merkmale und Bedingungen

(siehe Teil B dieses Anhangs)

Bedingung 1

(C1)

Bedingung 2

(C2)

Bedingung 3

(C3)

4

Spezialisierte Futterbau- (Weidevieh-)betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

45

Spezialisierte Milchviehbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

450

Spezialisierte Milchviehbetriebe

Milchkühe > 3/4 der gesamten Raufutterfresser; Raufutterfresser > 1/10 der Raufutterfresser und der Futterpflanzen

P4 > 2/3

3.02.06. > 3/4 GL; GL > 1/10 P4

 

 

 

46

Spezialisierte Rinderbetriebe — Aufzucht und Mast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

460

Spezialisierte Rinderbetriebe — Aufzucht und Mast

Alle Rinder (d. h. Rinder unter einem Jahr, Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren und Rinder von zwei Jahren und mehr (männliche Rinder, Färsen, Milchkühe und sonstige Kühe)) > 2/3 der Raufutterfresser; Milchkühe ≤ 1/10 der Raufutterfresser; Raufutterfresser > 1/10 der Raufutterfresser und der Futterpflanzen

P4 > 2/3

P46 > 2/3 GL; 3.02.06. ≤ 1/10 GL; GL > 1/10 P4

 

 

 

47

Rinder — Milch-erzeugungs-, Auf-zucht- und Mast-verbundbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

470

Rinder —Milcherzeugungs-, Aufzucht- und Mastverbundbetriebe

Alle Rinder > 2/3 der Raufutterfresser; Milchkühe > 1/10 der Raufutterfresser; Raufutterfresser > 1/10 der Raufutterfresser und der Futterpflanzen; außer Betriebe der Klasse 450

P4 > 2/3

P46 > 2/3 GL; 3.02.06. > 1/10 GL; GL > 1/10 P4; außer Betriebe der Klasse 450

 

 

 

48

Futterbaubetriebe: Schafe, Ziegen und sonstige

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

481

Spezialisierte Schafbetriebe

Schafe > 2/3 der Raufutterfresser; Raufutterfresser > 1/10 der Raufutterfresser und der Futterpflanzen

P4 > 2/3

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 450, 460 und 470

3.03.01. > 2/3 GL; GL > 1/10 P4

 

 

 

 

482

Schaf- und Rinderverbundbetriebe

Alle Rinder > 1/3 der Raufutterfresser, Schafe > 1/3 der Raufutterfresser und Raufutterfresser > 1/10 der Raufutterfresser und der Futterpflanzen

P4 > 2/3

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 450, 460 und 470

P46 > 1/3 GL; 3.03.01. > 1/3 GL; GL > 1/10 P4

 

 

 

 

483

Spezialisierte Ziegenbetriebe

Ziegen > 2/3 der Raufutterfresser; Raufutterfresser > 1/10 der Raufutterfresser und der Futterpflanzen

P4 > 2/3

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 450, 460 und 470

3.03.02. > 2/3 GL; GL > 1/10 P4

 

 

 

 

484

Betriebe mit verschiedenen Raufutterfressern

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 481, 482 und 483

P4 > 2/3

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 450, 460 und 470

 

5

Spezialisierte Veredlungs-betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

51

Spezialisierte Schweinebetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

511

Spezialisierte Schweineaufzuchtbetriebe

Zuchtsauen > 2/3

P5 > 2/3

P51 > 2/3

3.04.02. > 2/3

 

 

 

 

512

Spezialisierte Schweinemastbetriebe

Ferkel und sonstige Schweine > 2/3

P5 > 2/3

P51 > 2/3

3.04.01. + 3.04.99. > 2/3

 

 

 

 

513

Schweineaufzucht- und -mastverbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 511 und 512

P5 > 2/3

P51 > 2/3

 

 

 

52

Spezialisierte Geflügelbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

521

Spezialisierte Legehennenbetriebe

Legehennen > 2/3

P5 > 2/3

P52 > 2/3

3.05.02. > 2/3

 

 

 

 

522

Spezialisierte Geflügelmastbetriebe

Masthühner und sonstiges Geflügel > 2/3

P5 > 2/3

P52 > 2/3

3.05.01. + 3.05.03. > 2/3

 

 

 

 

523

Legehennen und Geflügelmastverbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 521 und 522

P5 > 2/3

P52 > 2/3

 

 

 

53

Veredlungs-betriebe mit verschiedenen Verbunderzeugnissen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

530

Veredlungsbetriebe mit verschiedenen Verbunderzeugnissen

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 511 bis 523

P5 > 2/3

 

 


Verbundbetriebe

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

Methoden zur Berechnung bestimmter Klassen von Einzel-BWA

Allg. BWA

Beschreibung

Haupt-BWA

Beschreibung

Einzel-BWA

Beschreibung

Erläuterung der Berechnung

Code der Merkmale und Bedingungen

(siehe Teil B dieses Anhangs)

Bedingung 1

(C1)

Bedingung 2

(C2)

Bedingung 3

(C3)

6

Pflanzenbau-verbund-betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

61

Pflanzenbau-verbundbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

611

Gartenbau- und Dauerkulturverbundbetriebe

Gartenbau > 1/3; Dauerkulturen > 1/3

(P1 + P2 + P3) > 2/3; P1 ≤ 2/3; P2 ≤ 2/3; P3 ≤ 2/3

P2 > 1/3; P3 > 1/3

 

 

 

 

 

612

Acker- und Gartenbauverbundbetriebe

Ackerbau > 1/3; Gartenbau > 1/3

(P1 + P2 + P3) > 2/3; P1 ≤ 2/3; P2 ≤ 2/3; P3 ≤ 2/3

P1 > 1/3; P2 > 1/3

 

 

 

 

 

613

Ackerbau- und Rebanlagenverbundbetriebe

Ackerbau > 1/3; Rebanlagen > 1/3

(P1 + P2 + P3) > 2/3; P1 ≤ 2/3; P2 ≤ 2/3; P3 ≤ 2/3

P1 > 1/3; 2.04.04 > 1/3

 

 

 

 

 

614

Ackerbau- und Dauerkulturverbundbetriebe

Ackerbau > 1/3; Dauerkulturen > 1/3; Rebanlagen ≤ 1/3

(P1 + P2 + P3) > 2/3; P1 ≤ 2/3; P2 ≤ 2/3; P3 ≤ 2/3

P1 > 1/3; P3 > 1/3; 2.04.04 ≤ 1/3

 

 

 

 

 

615

Pflanzenbauverbundbetriebe — Schwerpunkt Ackerbau

Ackerbau > 1/3; keine sonstige Tätigkeit > 1/3

(P1 + P2 + P3) > 2/3; P1 ≤ 2/3; P2 ≤ 2/3; P3 ≤ 2/3

P1 > 1/3; P2 ≤ 1/3; P3 ≤ 1/3

 

 

 

 

 

616

Sonstige Pflanzenbau-verbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 611, 612, 613, 614 und 615

(P1 + P2 + P3) > 2/3; P1 ≤ 2/3; P2 ≤ 2/3; P3 ≤ 2/3

 

 

7

Tierhaltungsverbund-betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

73

Tierhaltungsver-bundbetriebe — Schwerpunkt Futterbau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

731

Tierhaltungsverbund-betriebe — Schwerpunkt Milcherzeugung

Rinder für die Milcherzeugung > 1/3 der Raufutterfresser; Milchkühe > 1/2 der Rinder für die Milcherzeugung;

P4 + P5 > 2/3; P4 ≤ 2/3; P5 ≤ 2/3

P4 > P5

P45 > 1/3 GL; 3.02.06. > 1/2 P45

 

 

 

 

732

Tierhaltungsverbundbetriebe — Schwerpunkt sonstiger Futterbau

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klasse 731

P4 + P5 > 2/3; P4 ≤ 2/3; P5 ≤ 2/3

P4 > P5

 

 

 

74

Tierhaltungsver-bundbetriebe — Schwerpunkt Veredlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

741

Tierhaltungsverbund-betriebe: Veredlung und Milchvieh

Rinder für die Milcherzeugung > 1/3 der Raufutterfresser; Veredlung > 1/3, Milchkühe > 1/2 der Rinder für die Milcherzeugung

P4 + P5 > 2/3; P4 ≤ 2/3; P5 ≤ 2/3

P4 ≤ P5

P45 > 1/3 GL; P5 > 1/3; 3.02.06. > 1/2 P45

 

 

 

 

742

Tierhaltungsverbund-betriebe: Veredlung und sonstiger Futterbau

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klasse 741

P4 + P5 > 2/3; P4 ≤ 2/3; P5 ≤ 2/3

P4 ≤ P5

 

8

Pflanzenbau-Tierhaltungsbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

83

Ackerbau-Futterbau-(Weidevieh)verbundbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

831

Ackerbau-Milchvieh-verbundbetriebe

Rinder für die Milcherzeugung > 1/3 der Raufutterfresser; Milchkühe > 1/2 der Rinder für die Milcherzeugung; Rinder für die Milcherzeugung < Ackerbau

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

P1> 1/3; P4 > 1/3

P45 > 1/3 GL; 3.02.06. > 1/2 P45; P45 < P1

 

 

 

 

832

Milchvieh-Ackerbauverbundbetriebe

Rinder für die Milcherzeugung > 1/3 der Raufutterfresser; Milchkühe > 1/2 der Rinder für die Milcherzeugung; Rinder für die Milcherzeugung ≥ Ackerbau

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

P1> 1/3; P4 > 1/3

P45 > 1/3 GL; 3.02.06. > 1/2 P45; P45 ≥ P1

 

 

 

 

833

Ackerbau — sonstige Futterbauverbundbetriebe

Ackerbau > Raufutterfresser und Futterpflanzen, außer Betriebe der Klasse 831

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

P1> 1/3; P4 > 1/3

P1 > P4; außer Betriebe der Klasse 831

 

 

 

 

834

Sonstige Futterbau-Ackerbauverbundbetriebe

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 831, 832 und 833

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

P1> 1/3; P4 > 1/3

 

 

 

84

Verbundbetriebe mit Pflanzenbau und Tierhaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

841

Ackerbau-Veredlungs-verbundbetriebe

Ackerbau > 1/3; Veredlung > 1/3

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 831, 832, 833 und 834

P1> 1/3; P5 > 1/3

 

 

 

 

842

Dauerkulturen-Futterbauverbundbetriebe

Dauerkulturen > 1/3; Raufutterfresser und Futterpflanzen > 1/3

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 831, 832, 833 und 834

P3 > 1/3; P4 > 1/3

 

 

 

 

843

Bienenzuchtbetriebe

Bienenzucht > 2/3

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 831, 832, 833 und 834

3.07. > 2/3

 

 

 

 

844

Verbundbetriebe mit verschiedenen Kombinationen: Pflanzenbau — Tierhaltung

Betriebe, die die Bedingungen C1 und C2 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 841, 842 und 843

Keine Betriebe der Klassen 151-742 und 999

Betriebe, die die Bedingungen C1 erfüllen, außer Betriebe der Klassen 831, 832, 833 und 834

 


Nicht im Klassifizierungssystem erfasste Betriebe

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

Methoden zur Berechnung bestimmter Klassen von Einzel-BWA

Allg. BWA

Beschreibung

Haupt-BWA

Beschreibung

Einzel-BWA

Beschreibung

Erläuterung der Berechnung

Code der Merkmale und Bedingungen

(siehe Teil B dieses Anhangs)

Bedingung 1

(C1)

Bedingung 2

(C2)

Bedingung 3

(C3)

9

Nicht im Klas-sifizierungs-system erfasste Betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

99

Nicht im Klassi-fizierungssystem erfasste Betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

999

Nicht im Klassi-fizierungssystem erfasste Betriebe

Standardoutput insgesamt = 0

 

 

 

B.   ENTSPRECHUNGSTABELLE UND ZUSAMMENGEFASSTE CODES

I.   Vergleich der Positionen der Betriebsstrukturerhebungen (FSS) gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 mit denen des Betriebsbogens des INLB

Vergleichbare Positionen für die Anwendung der Standardoutputs

Für die Rubrik zu verwendender FSS-Code

Code des Koeffizienten für den Standardoutput (SO)

EU-Erhebung über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe 2016 („2016 FSS“)

(Verordnung (EG) Nr. 1166/2008)

INLB-Betriebsbogen

(Anhang VIII der vorliegenden Verordnung)

I.   

Pflanzenbau

2.01.01.01.

B_1_1_1

Weichweizen und Spelz

10110.

Weichweizen und Spelz

2.01.01.02.

B_1_1_2

Hartweizen

10120.

Hartweizen

2.01.01.03.

B_1_1_3

Roggen

10130.

Roggen

2.01.01.04.

B_1_1_4

Gerste

10140.

Gerste

2.01.01.05.

B_1_1_5

Hafer

10150.

Hafer

2.01.01.06.

B_1_1_6

Körnermais

10160.

Körnermais

2.01.01.07.

B_1_1_7

Reis

10170.

Reis

2.01.01.99.

B_1_1_99

Sonstiges Getreide zur Körnergewinnung

10190.

Sonstiges Getreide zur Körnergewinnung

2.01.02.

B_1_2

Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen zur Körnergewinnung (einschließlich Saatgut und Gemische von Hülsenfrüchten mit Getreide)

10220.

Linsen, Kichererbsen und Wicken

10290.

Sonstige Eiweißpflanzen

2.01.02.01.

B_1_2_1

Darunter Erbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen

10210.

Erbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen

2.01.03.

B_1_3

Kartoffeln/Erdäpfel (einschließlich Früh- und Pflanzkartoffeln)

10300.

Kartoffeln/Erdäpfel (einschließlich Früh- und Pflanzkartoffeln)

10310.

Zur Stärkeherstellung bestimmte Kartoffeln/Erdäpfel

10390.

Sonstige Kartoffeln/Erdäpfel

2.01.04.

B_1_4

Zuckerrüben (ohne Saatgut)

10400.

Zuckerrüben (ohne Saatgut)

2.01.05.

B_1_5

Futterhackfrüchte (ohne Saatgut)

10500.

Futterhackfrüchte (ohne Saatgut)

2.01.06.01.

B_1_6_1

Tabak

10601.

Tabak

2.01.06.02.

B_1_6_2

Hopfen

10602.

Hopfen

2.01.06.03.

B_1_6_3

Baumwolle

10603.

Baumwolle

2.01.06.04.

B_1_6_4

Raps und Rübsen

10604.

Raps und Rübsen

2.01.06.05.

B_1_6_5

Sonnenblume

10605.

Sonnenblume

2.01.06.06.

B_1_6_6

Soja

10606.

Soja

2.01.06.07.

B_1_6_7

Leinsamen (Öllein)

10607.

Leinsamen (Öllein)

2.01.06.08.

B_1_6_8

Sonstige Ölsaaten

10608.

Sonstige Ölsaaten

2.01.06.09.

B_1_6_9

Flachs

10609.

Flachs

2.01.06.10.

B_1_6_10

Hanf

10610.

Hanf

2.01.06.11.

B_1_6_11

Sonstige Faserpflanzen

10611.

Sonstige Faserpflanzen

2.01.06.12.

B_1_6_12

Duft-, Heil- und Gewürzpflanzen

10612.

Duft-, Heil- und Gewürzpflanzen

2.01.06.99.

B_1_6_99

Sonstige Handelsgewächse, anderweitig nicht genannt

10613.

Zuckerrohr

10690.

Sonstige Handelsgewächse, anderweitig nicht genannt

2.01.07.

B_1_7

Frischgemüse, Melonen, Erdbeeren, darunter

 

2.01.07.01.

B_1_7_1

Im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen

 

2.01.07.01.01.

B_1_7_1_1

Feldanbau

10711.

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren — Feldanbau

2.01.07.01.02.

B_1_7_1_2

Gartenbaukulturen

10712.

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren — Gartenbau

2.01.07.02.

B_1_7_2

Unter Glas oder anderen (begehbaren) Schutzabdeckungen

10720.

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren — unter Glas oder anderen (begehbaren) Schutzabdeckungen

2.01.08.

 

Blumen und Zierpflanzen (ohne Baumschulen)

 

2.01.08.01.

B_1_8_1

Im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen

10810.

Blumen und Zierpflanzen — im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen

2.01.08.02.

B_1_8_2

Unter Glas oder anderen (begehbaren) Schutzabdeckungen

10820.

Blumen und Zierpflanzen — Unter Glas oder anderen (begehbaren) Schutzabdeckungen

2.01.09.

B_1_9

Grün geerntete Pflanzen

 

2.01.09.01.

B_1_9_1

Ackerwiesen und -weiden

10910.

Ackerwiesen und -weiden

2.01.09.02.

B_1_9_2

Sonstige grün geerntete Pflanzen

 

2.01.09.02.01.

B_1_9_2_1

Grünmais

10921.

Grünmais

2.01.09.02.02.

B_1_9_2_2

Leguminosen

10922.

Leguminosen

2.01.09.02.99.

B_1_9_2_99

Sonstige grün geerntete Pflanzen, anderweitig nicht genannt

10923.

Sonstige grün geerntete Pflanzen, anderweitig nicht genannt

2.01.10.

B_1_10

Saat- und Pflanzgut auf Ackerland

11000.

Sämereien und Pflanzgut auf dem Ackerland

2.01.11.

B_1_11

Sonstige Ackerlandkulturen

11100.

Sonstige Ackerlandkulturen

2.01.12.

B_1_12

Schwarz- und Grünbrache

11210.

Schwarz- und Grünbrache, für die keine Beihilfe gewährt wird

2.02.

B_2

Haus- und Nutzgärten

20000.

Haus- und Nutzgärten

2.03.01.

B_3_1

Dauerwiesen und -weiden, ohne ertragsarmes Dauergrünland

30100.

Dauerwiesen und -weiden, ohne ertragsarmes Dauergrünland

2.03.02.

B_3_2

Ertragsarmes Dauergrünland

30200.

Ertragsarmes Dauergrünland

2.03.03.

B_3_3

Dauergrünland, das nicht mehr zu Produktionszwecken genutzt wird und beihilfefähig ist

30300.

Dauergrünland, das nicht mehr zu Produktionszwecken genutzt wird und beihilfefähig ist

2.04.01.

B_4_1

Obstanlagen (einschließlich Beerenanlagen)

 

2.04.01.01.

B_4_1_1

Obstarten, darunter

 

2.04.01.01.01.

B_4_1_1_1

Obst der gemäßigten Klimazonen

40111.

Äpfel

40112.

Birnen

40113.

Pfirsiche und Nektarinen

40114.

Sonstiges Obst der gemäßigten Klimazonen

2.04.01.01.02.

B_4_1_1_2

Obst der subtropischen Klimazonen

40115.

Obst der subtropischen oder tropischen Klimazonen

2.04.01.02.

B_4_1_2

Beerenarten

40120.

Beerenarten

2.04.01.03.

B_4_1_3

Schalenobst

40130.

Schalenobst

2.04.02.

B_4_2

Zitrusanlagen

40210.

Orangen

40220.

Tangerinen, Mandarinen, Clementinen und ähnliche kleine Früchte

40230.

Zitronen

40290.

Sonstige Zitrusfrüchte

2.04.03.

B_4_3

Olivenanlagen

 

2.04.03.01.

B_4_3_1

Normalerweise zur Erzeugung von Tafeloliven bestimmt

40310.

Tafeloliven

2.04.03.02.

B_4_3_2

Normalerweise zur Erzeugung von Olivenöl bestimmt

40320.

Oliven, die für die Ölherstellung bestimmt sind (als Früchte verkauft)

40330.

Olivenöl

2.04.04.

B_4_4

Rebanlagen, deren Erträge normalerweise bestimmt sind für:

 

2.04.04.01.

B_4_4_1

Qualitätswein

40411.

Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g. U.)

40412.

Wein mit geschützter geografischer Angabe (g. g. A.)

40451.

Keltertrauben für Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g. U.)

40452.

Keltertrauben für Wein mit geschützter geografischer Angabe (g. g. A.)

2.04.04.02.

B_4_4_2

Anderer Wein

40420.

Sonstige Weine

40460.

Keltertrauben für sonstige Weine

2.04.04.03.

B_4_4_3

Tafeltrauben

40430.

Tafeltrauben

2.04.04.04.

B_4_4_4

Rosinen

40440.

Rosinen

2.04.05.

B_4_5

Baumschulen

40500.

Baumschulen

2.04.06.

B_4_6

Sonstige Dauerkulturen

40600.

Sonstige Dauerkulturen

40610.

Weihnachtsbaumkulturen

2.04.07.

B_4_7

Dauerkulturen unter Glas

40700.

Dauerkulturen unter Glas

2.06.01.

B_6_1

Pilze

60000.

Pilze

II.   

Tiere

3.01.

C_1

Einhufer

100.

Einhufer

3.02.01.

C_2_1

Rinder unter einem Jahr, männlich und weiblich

210.

Rinder unter einem Jahr, männlich und weiblich

3.02.02.

C_2_2

Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren, männlich

220.

Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren, männlich

3.02.03.

C_2_3

Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren, weiblich

230.

Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren, weiblich

3.02.04.

C_2_4

Rinder von zwei Jahren und älter, männlich

240.

Rinder von zwei Jahren und älter, männlich

3.02.05.

C_2_5

Färsen von zwei Jahren und älter

251.

Zuchtfärsen

252.

Mastfärsen

3.02.06.

C_2_6

Milchkühe

261.

Milchkühe

262.

Büffelkühe

3.02.99.

C_2_99

Sonstige Kühe

269.

Sonstige Kühe

3.03.01.

C_3_1

Schafe (jeden Alters)

 

3.03.01.01.

C_3_1_1

Weibliche Zuchttiere

311.

Mutterschafe

3.03.01.99.

C_3_1_99

Sonstige Schafe

319.

Sonstige Schafe

3.03.02.

C_3_2

Ziegen (jeden Alters)

 

3.03.02.01.

C_3_2_1

Weibliche Zuchttiere

321.

Mutterziegen

3.03.02.99.

C_3_2_99

Sonstige Ziegen

329.

Sonstige Ziegen

3.04.01.

C_4_1

Ferkel mit einem Lebendgewicht unter 20 kg

410.

Ferkel mit einem Lebendgewicht unter 20 kg

3.04.02.

C_4_2

Zuchtsauen von 50 kg und mehr

420.

Zuchtsauen von 50 kg und mehr

3.04.99.

C_4_99

Sonstige Schweine

491.

Mastschweine

499.

Sonstige Schweine

3.05.01.

C_5_1

Masthühner

510.

Geflügel — Masthühner

3.05.02.

C_5_2

Legehennen

520.

Legehennen

3.05.03.

3.05.03.01.

3.05.03.02.

3.05.03.03.

3.05.03.04.

3.05.03.99.

C_5_3

C_5_3_1

C_5_3_2

C_5_3_3

C_5_3_4

C_5_3_99

Sonstiges Geflügel

Truthühner

Enten

Gänse

Strauße

Sonstiges Geflügel, anderweitig nicht genannt

530.

Sonstiges Geflügel

3.06.

C_6

Mutterkaninchen

610.

Mutterkaninchen

699.

Sonstige Kaninchen

3.07.

C_7

Bienen

700.

Bienen

II.   Codes, die mehrere in der Strukturerhebung 2016 aufgeführte Merkmale zusammenfassen

P45

Rinder für die Milcherzeugung = 3.02.01. (Rinder unter einem Jahr, männlich und weiblich) + 3.02.03. (Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren, weiblich) + 3.02.05. (Färsen von zwei Jahren und älter) + 3.02.06 (Milchkühe)

P46

Rinder = P45 (Milchvieh) + 3.02.02. (Rinder von einem Jahr bis unter zwei Jahren, männlich) + 3.02.04. (Rinder von zwei Jahren und älter, männlich) + 3.02.99. (sonstige Kühe)

GL

Raufutterfresser = 3.01 (Einhufer) + P46 (Rinder) + 3.03.01.01. (Mutterschafe) + 3.03.01.99 (sonstige Schafe) + 3.03.02.01. (Mutterziegen) + 3.03.02.99. (sonstige Ziegen)

Wenn GL = 0 FCP1 Futterpflanzen zum Verkauf = 2.01.05. (Futterhackfrüchte) + 2.01.09. (Grün geerntete Pflanzen) + 2.03.01. (Dauerwiesen und -weiden, ohne ertragsarmes Dauergrünland) + 2.03.02. (Ertragsarmes Dauergrünland)

FCP4

Futterpflanzen für Raufutterfresser = 0

P17

Hackfrüchte = 2.01.03. (Kartoffeln/Erdäpfel) + 2.01.04. (Zuckerrüben) + 2.01.05. (Futterhackfrüchte)

Wenn GL > 0 FCP1 Futterpflanzen zum Verkauf = 0

FCP4

Futterpflanzen für Raufutterfresser = 2.01.05. (Futterhackfrüchte) + 2.01.09. (Grün geerntete Pflanzen) + 2.03.01. (Dauerwiesen und -weiden, ohne ertragsarmes Dauergrünland) + 2.03.02. (Ertragsarmes Dauergrünland)

P17

Hackfrüchte = 2.01.03. (Kartoffeln/Erdäpfel) + 2.01.04. (Zuckerrüben)

P151

Getreide ohne Reis = 2.01.01.01. (Weichweizen und Spelz) + 2.01.01.02. (Hartweizen) + 2.01.01.03. (Roggen) + 2.01.01.04. (Gerste) + 2.01.01.05. (Hafer) + 2.01.01.06. (Körnermais) + 2.01.01.99. (Sonstiges Getreide zur Körnergewinnung )

P15

Getreide = P151 (Getreide ohne Reis) + 2.01.01.07. (Reis)

P16

Ölsaaten = 2.01.06.04. (Raps und Rübsen) + 2.01.06.05. (Sonnenblume) + 2.01.06.06. (Soja) + 2.01.06.07. (Leinsamen (Öllein)) + 2.01.06.08. (Sonstige Ölsaaten)

P51

Schweine = 3.04.01. (Ferkel mit einem Lebendgewicht unter 20 kg) + 3.04.02. (Zuchtsauen von 50 kg und mehr) + 3.04.99. (Sonstige Schweine)

P52

Geflügel = 3.05.01. (Masthühner) + 3.05.02. (Legehennen) + 3.05.03. (Sonstiges Geflügel)

P1

Ackerbau = P15 (Getreide) + 2.01.02. (Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen) + 2.01.03. (Kartoffeln/Erdäpfel) + 2.01.04. (Zuckerrüben) + 2.01.06.01. (Tabak) + 2.01.06.02. (Hopfen) + 2.01.06.03. (Baumwolle) + P16 (Ölsaaten) + 2.01.06.09. (Flachs) + 2.01.06.10. (Hanf) + 2.01.06.11. (Sonstige Faserpflanzen) + 2.01.06.12. (Duft-, Heil- und Gewürzpflanzen) + 2.01.06.99. (Sonstige Handelsgewächse, anderweitig nicht genannt) + 2.01.07.01.01. (Frischgemüse, Melonen, Erdbeeren — im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen — Feldanbau) + 2.01.10. (Saat- und Pflanzgut auf Ackerland) + 2.01.11. (Sonstige Ackerlandkulturen) + 2.01.12. (Schwarz- und Grünbrache) + FCP1 (Futterpflanzen zum Verkauf)

P2

Gartenbau = 2.01.07.01.02. (Frischgemüse, Melonen, Erdbeeren — im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen — Gartenbau) + 2.01.07.02. Frischgemüse, Melonen, Erdbeeren — unter Glas oder anderen (begehbaren) Schutzabdeckungen) + 2.01.08.01. (Blumen und Zierpflanzen — im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen) + 2.01.08.02. (Blumen und Zierpflanzen — unter Glas oder anderen (begehbaren) Schutzabdeckungen) + 2.06.01. (Pilze) + 2.04.05. (Baumschulen)

P3

Dauerkulturen = 2.04.01. (Obst- und Beerenanlagen) + 2.04.02. (Zitrusanlagen) + 2.04.03. (Olivenanlagen) + 2.04.04. (Rebanlagen) + 2.04.06. (Sonstige Dauerkulturen) + 2.04.07. (Dauerkulturen unter Glas)

P4

Raufutterfresser und Futteranbau = GL (Raufutterfresser) + FCP4 (Futterpflanzen für Raufutterfresser)

P5

Veredlung = P51 (Schweine) + P52 (Geflügel)+ 3.06. (Mutterkaninchen)

C.   KLASSEN DER BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHEN AUSRICHTUNG GEMÄSS TEIL A

Spezialisierte Pflanzenbaubetriebe

Allgemeine Ausrichtung

Hauptausrichtung

Einzelausrichtungen

1.

Spezialisierte Ackerbaubetriebe

15.

Spezialisierte Getreide-, Ölsaaten- und Eiweißpflanzenbetriebe

151.

Spezialisierte Getreide- (andere als Reis-), Ölsaaten- und Eiweißpflanzenbetriebe

152.

Spezialisierte Reisbetriebe

153.

Getreide-, Ölsaaten-, Eiweißpflanzen- und Reisverbundbetriebe

16.

Spezialisierte Ackerbaubetriebe allgemeiner Art

161.

Spezialisierte Hackfruchtbetriebe

162.

Getreide-, Ölsaaten-, Eiweißpflanzen- und Hackfruchtverbundbetriebe

163.

Spezialisierte Feldgemüsebetriebe

164.

Spezialisierte Tabakbetriebe

165.

Spezialisierte Baumwollbetriebe

166.

Ackerbauverbundbetriebe

2.

Spezialisierte Gartenbaubetriebe

21.

Spezialisierte Unterglas-Gartenbaubetriebe

211.

Spezialisierte Unterglas-Gemüsebaubetriebe

212.

Spezialisierte Unterglas-Blumen- und Zierpflanzenbetriebe

213.

Spezialisierte Unterglas-Gartenbauverbundbetriebe

22.

Spezialisierte Freiland-Gartenbaubetriebe

221.

Spezialisierte Freiland-Gemüsebaubetriebe

222.

Spezialisierte Freiland-Blumen- und Zierpflanzenbetriebe

223.

Spezialisierte Freiland-Gartenbauverbundbetriebe

23.

Sonstige Gartenbaubetriebe

231.

Spezialisierte Pilzzuchtbetriebe

232.

Spezialisierte Baumschulen

233.

Gartenbau, gemischt

3.

Spezialisierte Dauerkulturbetriebe

35.

Spezialisierte Rebanlagenbetriebe

351.

Spezialisierte Qualitätsweinbaubetriebe

352.

Spezialisierte Weinbaubetriebe — andere als Qualitätswein

353.

Spezialisierte Tafeltraubenbetriebe

354.

Sonstige Rebanlagenbetriebe

36.

Spezialisierte Obst- und Zitrusbetriebe

361.

Spezialisierte Obstbetriebe (andere als Zitrusfrüchte, tropische und subtropische Früchte und Schalenobst)

362.

Spezialisierte Zitrusbetriebe

363.

Spezialisierte Schalenobstbetriebe

364.

Spezialisierte Betriebe für tropische und subtropische Früchte

365.

Spezialisierte Obstbetriebe, Betriebe für Zitrusfrüchte, tropische und subtropische Früchte und Schalenobst: Verbundbetriebe

37.

Spezialisierte Olivenbetriebe

370.

Spezialisierte Olivenbetriebe

38.

Dauerkulturverbundbetriebe

380.

Dauerkulturverbundbetriebe


Spezialisierte Tierhaltungsbetriebe

Allgemeine Ausrichtung

Hauptausrichtung

Einzelausrichtungen

4.

Spezialisierte Futterbaubetriebe

45.

Spezialisierte Rinderbetriebe — Milchvieh

450.

Spezialisierte Milchviehbetriebe

46.

Spezialisierte Rinderbetriebe — Aufzucht und Mast

460.

Spezialisierte Rinderaufzucht- und -mastbetriebe

47.

Rinder — Milcherzeugungs-, Aufzucht- und Mastverbundbetriebe

470.

Rinder — Milcherzeugungs-, Aufzucht- und Mastverbundbetriebe

48.

Futterbaubetriebe: Schafe, Ziegen und sonstige

481.

Spezialisierte Schafbetriebe

482.

Schaf- und Rinderverbundbetriebe

483.

Spezialisierte Ziegenbetriebe

484.

Betriebe mit verschiedenen Raufutterfressern

5.

Spezialisierte Veredlungsbetriebe

51.

Spezialisierte Schweinebetriebe

511.

Spezialisierte Schweineaufzuchtbetriebe

512.

Spezialisierte Schweinemastbetriebe

513.

Schweineaufzucht. und -mastverbundbetriebe

52.

Spezialisierte Geflügelbetriebe

521.

Spezialisierte Legehennenbetriebe

522.

Spezialisierte Geflügelmastbetriebe

523.

Legehennen- und Geflügelmastverbundbetriebe

53.

Veredlungsbetriebe mit verschiedenen Verbunderzeugnissen

530.

Veredlungsbetriebe mit verschiedenen Verbunderzeugnissen


Verbundbetriebe

Allgemeine Ausrichtung

Hauptausrichtung

Einzelausrichtungen

6.

Pflanzenbauverbund-betriebe

61.

Pflanzenbauverbundbetriebe

611.

Gartenbau- und Dauerkulturverbundbetriebe

612.

Acker- und Gartenbauverbundbetriebe

613.

Ackerbau- und Rebanlagenverbundbetriebe

614.

Ackerbau- und Dauerkulturverbundbetriebe

615.

Pflanzenbauverbundbetriebe — Schwerpunkt Ackerbau

616.

Sonstige Pflanzenbauverbundbetriebe

7.

Tierhaltungsver-bundbetriebe

73.

Tierhaltungsverbund-betriebe — Schwerpunkt Raufutterfresser

731.

Tierhaltungsverbundbetriebe — Schwerpunkt Milcherzeugung

732.

Tierhaltungsverbundbetriebe — Schwerpunkt sonstige Raufutterfresser

74.

Tierhaltungsverbund-betriebe — Schwerpunkt Veredlung

741.

Tierhaltungsverbundbetriebe: Veredlung und Milchvieh

742.

Tierhaltungsverbundbetriebe: Veredlung und sonstige Raufutterfresser

8.

Verbundbetriebe — Pflanzenbau und Tierhaltung

83.

Ackerbau-Futterbau-Verbundbetriebe

831.

Ackerbau-Milchviehverbundbetriebe

832.

Milchvieh-Ackerbauverbundbetriebe

833.

Verbundbetriebe mit Ackerbau und sonstigem -Futterbau

834.

Verbundbetriebe mit sonstigem Futterbau und Ackerbau

84.

Verbundbetriebe mit verschiedenen Kombinationen: Pflanzenbau-Tierhaltung

841.

Ackerbau-Veredlungsverbundbetriebe

842.

Dauerkulturen-Futterbauverbundbetriebe

843.

Bienenzuchtbetriebe

844.

Verbundbetriebe mit verschiedenen Kombinationen: Pflanzenbau-Tierhaltung

9.

Nicht im Klassifizierungs-system erfasste Betriebe

99.

Nicht im Klassifizierungssystem erfasste Betriebe

999.

Nicht im Klassifizierungssystem erfasste Betriebe


(1)  Die Merkmale 2.01.05. (Futterhackfrüchte), 2.01.09. (Grün geerntete Pflanzen), 2.01.12. (Schwarz- und Grünbrache), 2.02 (Haus- und Nutzgärten), 2.03.01. (Dauerwiesen und -weiden ohne ertragsarmes Dauergrünland), 2.03.02. (Ertragsarmes Dauergrünland), 2.03.03. (Dauergrünland, das nicht mehr zu Produktionszwecken genutzt wird und beihilfefähig ist), 3.02.01. (Rinder unter einem Jahr, männlich und weiblich), 3.03.01.99. (Sonstige Schafe), 3.03.02.99. (Sonstige Ziegen) und 3.04.01. (Ferkel mit einem Lebendgewicht unter 20 kg) werden nur unter bestimmten Umständen berücksichtigt (siehe Anhang VI Nummer 5).


ANHANG V

WIRTSCHAFTLICHE BETRIEBSGRÖSSE UND KLASSEN DER WIRTSCHAFTLICHEN GRÖSSE (ARTIKEL 5)

A.   WIRTSCHAFTLICHE BETRIEBSGRÖSSE

Die wirtschaftliche Größe eines Betriebs wird als der gesamte Standardoutput des Betriebs, ausgedrückt in EUR, gemessen.

B.   KLASSEN DER WIRTSCHAFTLICHEN BETRIEBSGRÖSSE

Die Betriebe werden nach den nachstehend abgrenzten Größenklassen eingestuft:

Klassen

Grenzwerte in EUR

I

Weniger als 2 000

II

von 2 000 bis unter 4 000

III

von 4 000 bis unter 8 000

IV

von 8 000 bis unter 15 000

V

von 15 000 bis unter 25 000

VI

von 25 000 bis unter 50 000

VII

von 50 000 bis unter 100 000

VIII

von 100 000 bis unter 250 000

IX

von 250 000 bis unter 500 000

X

von 500 000 bis unter 750 000

XI

von 750 000 bis unter 1 000 000

XII

von 1 000 000 bis unter 1 500 000

XIII

von 1 500 000 bis unter 3 000 000

XIV

3 000 000 und mehr

Die Größenklassen II und III, III und IV, IV und V, III bis V, VI und VII, VIII und IX, X und XI, XII bis XIV oder X bis XIV können jeweils zusammengefasst werden.


ANHANG VI

STANDARDOUTPUTS (SO) (ARTIKEL 6)

1.   DEFINITION DER STANDARDOUTPUTS UND GRUNDSÄTZE FÜR IHRE BERECHNUNG

a)   Der Standardoutput (SO) ist der Wert des Outputs jedes der in Artikel 6 Absatz 1 genannten landwirtschaftlichen Merkmale, der der durchschnittlichen Lage einer gegebenen Region entspricht.

b)   Der Wert des in Buchstabe a genannten Outputs ist der Geldwert der Bruttoagrarerzeugung zu Ab-Hof-Preisen. Er entspricht der Summe aus dem Wert des Haupterzeugnisses oder der Haupterzeugnisse und dem Wert des Nebenerzeugnisses oder der Nebenerzeugnisse.

Die Werte werden berechnet, indem die Erzeugung je Einheit mit dem Ab-Hof-Preis multipliziert wird. Die Mehrwertsteuer, produktspezifische Steuern und Direktzahlungen werden nicht berücksichtigt.

c)   Erzeugungszeitraum

Die Standardoutputs entsprechen einem Erzeugungszeitraum von zwölf Monaten (Kalenderjahr oder Wirtschaftsjahr).

Für die pflanzlichen und tierischen Erzeugnisse, deren Erzeugungsdauer weniger oder mehr als zwölf Monate beträgt, wird der Standardoutput berechnet, der dem Zuwachs oder der jährlichen Erzeugung in einem 12-Monats-Zeitraum entspricht.

d)   Basisangaben und Bezugszeitraum

Die Standardoutputs werden auf der Grundlage der Erzeugung je Einheit und des Ab-Hof-Preises gemäß Buchstabe b bestimmt. Zu diesem Zweck werden in den Mitgliedstaaten die Basisangaben für den in Artikel 4 der delegierten Verordnung (EU) Nr. 1198/2014 der Kommission festgelegten Bezugszeitraum ermittelt.

e)   Einheiten

(1)

Mengen- und Flächeneinheiten:

a)

Die Standardoutputs für die pflanzlichen Merkmale werden auf der Grundlage der in Hektar angegebenen Fläche festgesetzt.

Für die Pilzzucht wird der Standardoutput jedoch auf der Grundlage der Bruttoerzeugung für sämtliche aufeinanderfolgende jährliche Ernten festgelegt und je 100 m2 Pilzbeetfläche angegeben. Für die Verwendung im Rahmen des INLB werden die so ermittelten Standardoutputs für Pilze durch die Anzahl aufeinanderfolgender Ernten pro Jahr geteilt, die der Kommission gemäß Artikel 8 dieser Verordnung mitgeteilt wird.

b)

Die Standardoutputs für die tierischen Merkmale werden je Stück festgesetzt, außer für Geflügel, für das sie je hundert Stück, und für Bienen, für die sie je Bienenstock festgesetzt werden.

(2)

Währungseinheiten und Abrundung

Die Basisfaktoren für die Bestimmung der Standardoutputs und die berechneten Standardoutputs werden in Euro festgesetzt. Für die Mitgliedstaaten, die nicht an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen, werden die Standardoutputs anhand der durchschnittlichen Umrechnungskurse für den in Nummer 1 Buchstabe d dieses Anhangs bestimmten Bezugszeitraum in EUR umgerechnet. Diese durchschnittlichen Umrechnungskurse werden auf der Grundlage der von der Kommission (Eurostat) veröffentlichten amtlichen Umrechnungskurse berechnet.

Die Standardoutputs können auf jeweils 5 EUR auf- oder abgerundet werden, wenn dies zweckmäßig erscheint.

2.   AUFGLIEDERUNG DER STANDARDOUTPUTS

a)   Nach Merkmalen des Pflanzenbaus und der Tierhaltung

Die Standardoutputs werden für alle landwirtschaftlichen Merkmale, die den Rubriken in den Betriebsstrukturerhebungen (FSS) entsprechen, gemäß den für diese Erhebungen geltenden Bestimmungen festgelegt.

b)   Geografische Aufteilung

Die Standardoutputs werden mindestens auf der Grundlage von geografischen Einheiten festgelegt, die für die FSS und für das INLB benutzt werden können. Diese geografischen Einheiten basieren durchweg auf der allgemeinen Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik (NUTS) gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1059/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates (1). Diese Einheiten werden als eine Neugruppierung von NUTS3-Regionen beschrieben. Benachteiligte Gebiete oder Berggebiete gelten nicht als geografische Einheiten.

Für Merkmale, die in der betroffenen Region nicht relevant sind, wird kein Standardoutput festgesetzt.

3.   SAMMLUNG VON DATEN FÜR DIE ERMITTLUNG DER STANDARDOUTPUTS

a)

Die Basisdaten für die Ermittlung der Standardoutputs werden zumindest jedes Mal erneuert, wenn eine Betriebsstrukturerhebung in Form einer Zählung gemäß Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 durchgeführt wird.

b)

Kann eine Betriebsstrukturerhebung als Stichprobenerhebung gemäß Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 durchgeführt werden, so werden die Standardoutputs wie folgt aktualisiert:

entweder mittels der Erneuerung von Basisangaben entsprechend den Ausführungen unter Buchstabe a,

oder durch Anwendung eines Umrechnungskoeffizienten, wodurch die Standardoutputs an Änderungen angepasst werden, die sich nach den Schätzungen der Mitgliedstaaten seit dem letzten Bezugszeitraum gemäß Artikel 4 der delegierten Verordnung (EU) Nr. 1198/2014 bei den erzeugten Mengen je Einheit und bei den Preisen in Bezug auf jedes Merkmal und jede Region ergeben haben.

4.   DURCHFÜHRUNG

Es ist Aufgabe der Mitgliedstaaten, gemäß diesem Anhang die für die Berechnung der Standardoutputs bestimmten Basisangaben zu sammeln, die Standardoutputs zu berechnen und in EUR umzurechnen sowie die Angaben, die für die etwaige Anwendung der Aktualisierungsmethode erforderlich sind, zu erheben.

5.   BEHANDLUNG VON SONDERFÄLLEN

Folgende besondere Modalitäten sind vorgesehen, um die Standardoutputs für bestimmte Sonderfälle und den gesamten Standardoutput des Betriebs zu berechnen:

a)   Schwarz- und Grünbrache

Der Standardoutput für Schwarz- und Grünbrache wird für die Berechnung des gesamten Standardoutputs des Betriebs nur berücksichtigt, wenn es andere positive Standardoutputs im Betrieb gibt.

b)   Haus- und Nutzgärten

Da die Erzeugung von Haus- und Nutzgärten normalerweise für den Eigenverbrauch des Betriebsinhabers und nicht zum Verkauf bestimmt ist, gelten die Standardoutputs als gleich null.

c)   Tierbestand

Für den Tierbestand werden die Merkmale nach Altersklassen aufgeteilt. Der Output entspricht dem Wert des Wachstums des Tieres während der in der Klasse verbrachten Zeit. In anderen Worten entspricht der Output der Differenz zwischen dem Wert des Tieres beim Verlassen der Klasse und dem Wert des Tieres beim Eintreten in die Klasse (auch „Wiederbeschaffungswert“ genannt).

d)   Rinder unter einem Jahr, männlich und weiblich

Die für Rinder unter einem Jahr ermittelten Standardoutputs werden für die Berechnung des gesamten Standardoutputs des Betriebs nur berücksichtigt, wenn sich mehr Rinder unter einem Jahr als Kühe im Betrieb befinden. Nur die Standardoutputs, die sich auf die überzählige Anzahl von Rindern unter einem Jahr beziehen, werden berücksichtigt.

e)   Sonstige Schafe und sonstige Ziegen

Die für sonstige Schafe ermittelten Standardoutputs werden für die Berechnung des gesamten Standardoutputs des Betriebs nur berücksichtigt, wenn sich keine Mutterschafe in dem Betrieb befinden.

Die für sonstige Ziegen ermittelten Standardoutputs werden für die Berechnung des gesamten Standardoutputs des Betriebs nur berücksichtigt, wenn sich keine Mutterziegen in dem Betrieb befinden.

f)   Ferkel

Die für Ferkel ermittelten Standardoutputs werden für die Berechnung des gesamten Standardoutputs des Betriebs nur berücksichtigt, wenn sich keine Zuchtsauen im Betrieb befinden.

g)   Futterpflanzen

Gibt es keine Raufutterfresser (wie Einhufer, Rinder, Schafe oder Ziegen) im Betrieb, so gelten die Futterpflanzen (wie Futterhackfrüchte, grün geerntete Pflanzen, Wiesen und Weiden) als zum Verkauf bestimmt und gehören zum Ackerbau-Output.

Gibt es Weidevieh im Betrieb, so gelten die Futterpflanzen als zur Fütterung der Raufutterfresser bestimmt und gehören zum Raufutterfresser- und Futterpflanzen-Output.


(1)  Verordnung (EG) Nr. 1059/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Mai 2003 über die Schaffung einer gemeinsamen Klassifikation der Gebietseinheiten für die Statistik (NUTS) (ABl. L 154 vom 21.6.2003, S. 1).


ANHANG VII

SONSTIGE DIREKT MIT DEM BETRIEB VERBUNDENE ERWERBSTÄTIGKEITEN (ARTIKEL 7)

A.   DEFINITION DER SONSTIGEN DIREKT MIT DEM BETRIEB VERBUNDENEN ERWERBSTÄTIGKEITEN

Die sonstigen direkt mit dem Betrieb verbundenen Erwerbstätigkeiten neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebs umfassen alle Tätigkeiten, bei denen es sich nicht um landwirtschaftliche Arbeiten handelt und die sich direkt auf den Betrieb beziehen und eine wirtschaftliche Auswirkung auf den Betrieb haben. Es handelt sich um Tätigkeiten, bei denen entweder die Betriebsmittel (Grund und Boden, Gebäude, Maschinen, landwirtschaftliche Erzeugnisse usw.) oder die Erzeugnisse des Betriebs eingesetzt werden.

Unter Erwerbstätigkeiten ist hier aktive Arbeit zu verstehen; reine Finanzinvestitionen sind mithin ausgeschlossen. Die Verpachtung von Grund und Boden oder anderen landwirtschaftlichen Ressourcen des Betriebs für verschiedene Tätigkeiten ohne weitere Beteiligung an diesen Tätigkeiten gilt nicht als sonstige Erwerbstätigkeit sondern als Teil der landwirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebs.

Zu dieser Position gehört jegliche Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, es sei denn, sie gilt als Teil der landwirtschaftlichen Tätigkeit. Die Weinbereitung und die Olivenölerzeugung fallen nur unter diese Position, wenn der zugekaufte Anteil von Wein oder Olivenöl erheblich ist.

Hingegen fällt jegliche Verarbeitung eines landwirtschaftlichen Grunderzeugnisses zu einem verarbeiteten Nebenerzeugnis im Betrieb unter die Position, unabhängig davon, ob der Rohstoff im Betrieb erzeugt oder von außerhalb zugekauft wurde. Hierzu zählen die Fleischverarbeitung, die Käseherstellung usw.

B.   SCHÄTZUNG DER BEDEUTUNG DER SONSTIGEN DIREKT MIT DEM BETRIEB VERBUNDENEN ERWERBSTÄTIGKEITEN

Der Anteil der sonstigen direkt mit dem Betrieb verbundenen Erwerbstätigkeiten am Output des Betriebs wird als der Anteil der sonstigen direkt mit dem Betriebsumsatz verbundenen Erwerbstätigkeiten am Gesamtumsatz des Betriebs (einschließlich der Direktzahlungen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 (1)) geschätzt:

Formula

C.   KLASSEN, DIE DIE BEDEUTUNG DER SONSTIGEN DIREKT MIT DEM BETRIEB VERBUNDENEN ERWERBSTÄTIGKEITEN WIDERSPIEGELN

Die Betriebe werden in Klassen eingeteilt, die den Anteil der sonstigen direkt mit dem Betrieb verbundenen Erwerbstätigkeiten im Betriebsoutput widerspiegeln. Es gelten die folgenden Grenzwerte:

Klassen

Prozentklassen

I

0 % bis 10 % (marginaler Anteil)

II

mehr als 10 % bis 50 % (mittlerer Anteil)

III

mehr als 50 % bis weniger als 100 % (erheblicher Anteil)


(1)  Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit Vorschriften über Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe im Rahmen von Stützungsregelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 637/2008 und der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 des Rates (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 608).


ANHANG VIII

FORM UND GESTALTUNG DES BETRIEBSBOGENS (ARTIKEL 9)

Die zu erhebenden Daten werden in Tabellen erfasst und in Gruppen, Kategorien und Spalten unterteilt. Auf ein bestimmtes Datenfeld wird gewöhnlich wie folgt verwiesen:

<Tabelle Buchstabe>_<Gruppe>_<Kategorie>[_<Kategorie>]_<Spalte>_

Spezifische Werte werden auf Spaltenebene erfasst. In den nachstehenden Tabellen können in die weißen Felder Daten eingetragen werden, während die grauen, mit einem „—“ markierten Felder in dem Kontext der Gruppe keine Bedeutung haben und somit keine Daten darin eingetragen werden können.

Beispiele:

B.UT.20.A (Spalte A der Gruppe UT, Kategorie 20, in Tabelle B) steht für die „Fläche“„Pachtland“, die in Tabelle B unter „LF in Pacht“ einzutragen ist.

I.A.10110.1.0.TA (Spalte TA der Gruppe A, Kategorie 10110 in Tabelle I) steht für die Gesamtfläche „Weichweizen und Spelz“ für Anbauart 1 „Ackerbaukulturen — Hauptkulturen, gemischte (kombinierte) Kulturen“ und fehlende Angaben Codenummer 0 „keine fehlenden Angaben“.

Ist ein Wert nicht relevant oder fehlt er für einen bestimmten Betrieb, nicht den Wert „0“ eintragen.

Auf die Tabellen wird verwiesen mit einem Buchstaben, auf die Gruppen mit einem oder mehreren Buchstaben, auf die Kategorien mit numerischen Codes und auf die Spalten mit einem oder mehreren Buchstaben.

Für die Tabellen A bis M zeigt die erste Tabelle die übergreifende Matrix für Gruppen und Spalten. Die zweite Tabelle zeigt die Aufschlüsselung in Kategorien, wobei jede Kategorie durch einen oder mehrere Codes und Untercodes dargestellt wird.

Die Angaben des Betriebsbogens sind mit folgenden Genauigkeitsgraden anzugeben:

—   Finanzielle Wertangaben: in EUR oder in nationalen Währungseinheiten und ohne Dezimalstelle. Bei gegenüber dem Euro relativ schwachen Währungen kann jedoch mit der Verbindungsstelle des betreffenden Mitgliedstaats und der Dienststelle der Kommission, die das INLB verwaltet, vereinbart werden, die Werte der nationalen Währungseinheiten in hundert oder tausend Einheiten auszudrücken;

—   Mengenangaben: in Dezitonnen (dt = 100 kg), außer bei Eiern, die in 1 000 Stück angegeben werden, und Wein und Weinerzeugnissen, die in Hektolitern angegeben werden;

—   Flächen: in Ar (1 a = 100 m2), außer bei Pilzen, bei denen sie in Quadratmetern der Pilzbeet-Gesamtfläche angegeben werden;

—   durchschnittlicher Tierbestand: mit zwei Dezimalstellen, außer bei Geflügel und Kaninchen, für die die volle Stückzahl anzugeben ist, und bei Bienen, die in Anzahl der besetzten Stöcke angegeben werden;

—   Arbeitskräftebestand: mit zwei Dezimalstellen.

Nach den jeweiligen Tabellen sind weitere Definitionen und Anleitungen für jede Tabellenkategorie und für die einzelnen Spaltenwerte aufgeführt.

Tabelle A

Allgemeine Informationen über den Betrieb

Kategorie

Code (*)

 

 

 

Spalten

Informationsgruppe

INLB-Gebiet

Teilgebiet

Ordnungsnummer des Betriebs

Grad (Länge/Breite)

Minuten

NUTS

Nr. der Buchungsstelle

Datum

Gewichtung des Betriebs

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

Wirtschaftliche Größenklasse

Code

R

S

H

DG

MI

N

AO

DT

W

TF

ES

C

ID

Identifizierung des Betriebs

 

 

 

LO

Standort des Betriebs

 

 

 

AI

Angaben zum Rechnungsabschluss

 

 

 

TY

Typologie

 

 

 

CL

Klasse

 

OT

Sonstige Angaben hinsichtlich des Betriebs

 


Code (*)

Beschreibung

Gruppe

R

S

H

DG

MI

N

AO

DT

W

TF

ES

C

10

Nummer des Betriebs

ID

AID10R

AID10S

AID10H

20

Breitengrad

LO

ALO20DG

ALO20MI

30

Längengrad

LO

ALO30DG

ALO30MI

40

NUTS3

LO

ALO40N

50

Buchstelle

AI

AAI50AO

60

Art der Rechnungsführung

AI

AAI60C

70

Datum des Rechnungsabschlusses

AI

AAI70DT

80

Nationale Gewichtung berechnet durch den Mitgliedstaat

TY

ATY80W

90

Klassifizierung bei der Auswahl

TY

ATY90TF

ATY90ES

100

Unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehende sonstige Erwerbstätigkeiten

CL

ACL100C

110

Besitzart/wirtschaftliches Ziel

CL

ACL110C

120

Rechtsform

CL

ACL120C

130

Grad der Haftung der/des Betriebsinhaber/s

CL

ACL130C

140

Ökologischer/biologischer Landbau

CL

ACL140C

141

Sektoren mit ökologischem/biologischem Landbau

CL

ACL141C

150

Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)/Geschützte geografische Angabe (g. g. A.)/Garantiert traditionelle Spezialität (g. t. S.)/Bergerzeugnis

CL

ACL150C

151

Sektoren mit g. U. /g. g. A.

CL

ACL151C

160

Aus naturbedingten oder anderen spezifischen Gründen benachteiligte Gebiete

CL

ACL160C

170

Höhenzone

CL

ACL170C

180

Gebiet der Strukturfonds

CL

ACL180C

190

Natura-2000-Gebiet

CL

ACL190C

200

Unter die Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) fallendes Gebiet

CL

ACL200C

210

Bewässerungssystem

OT

AOT210C

220

GVE-Weidetage auf Gemeinschaftsland

OT

AOT220C

A.ID.   Identifizierung des Betriebs

Jedem Buchführungsbetrieb wird eine Nummer zugeteilt, wenn er zum ersten Mal ausgewählt wird. Der Betrieb behält diese Nummer während der gesamten Dauer seiner Teilnahme am Informationsnetz. Eine einmal zugeteilte Nummer wird niemals an einen anderen Betrieb vergeben.

Tritt in dem Betrieb jedoch eine grundlegende Veränderung auf, insbesondere wenn diese Veränderung in einer Aufteilung in zwei unabhängige Betriebe oder einer Zusammenlegung mit einem anderen Betrieb besteht, so kann er als neuer Betrieb angesehen werden, und in diesem Fall erhält er eine neue Nummer. Wegen einer Änderung der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung des Betriebs wird keine neue Nummer zugeteilt. Kann die Beibehaltung der Betriebsnummer zu einer Verwechslung mit einem oder mehreren anderen Buchführungsbetrieben führen (wenn z. B. eine neue Gebietsunterteilung geschaffen wird), muss die Nummer geändert werden. Der Kommission ist dann eine Übersicht mit den alten und den entsprechenden neuen Nummern zuzuleiten.

Die Betriebsnummer umfasst drei unterschiedliche Informationen, und zwar:

 

A.ID.10.R. INLB-Gebiet: Es wird eine Codenummer gemäß dem in Anhang II dieser Verordnung festgesetzten Code vergeben.

 

A.ID.10.S. Teilgebiet: Es wird eine Codenummer vergeben.

Die Teilgebiete sollten auf dem gemeinsamen System der Klassifizierung der Regionen basieren, das als „Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik (NUTS)“ bezeichnet und von Eurostat in Zusammenarbeit mit den nationalen Instituten für Statistik festgelegt wird.

In jedem Fall übermittelt der betreffende Mitgliedstaat der Kommission eine Tabelle, die für jeden verwendeten Teilgebietscode die entsprechenden NUTS-Regionen sowie die entsprechende Region angibt, für die die spezifischen Werte des Standardoutputs berechnet werden.

 

A.ID.10.H. Ordnungsnummer des Betriebs.

A.LO.   Standort des Betriebs

Der Standort des Betriebs wird mit zwei Referenzen angegeben: der Georeferenz (Längengrad und Breitengrad) und dem Code der Gebietseinheiten auf NUTS3-Ebene.

 

A.LO.20. Geografische Breite: Grad und Minuten (innerhalb eines Bogens von 5 Minuten), Spalten DG und MI.

 

A.LO.30. Geografische Länge: Grad und Minuten (innerhalb eines Bogens von 5 Minuten), Spalten DG und MI.

 

A.LO.40.N. Der NUTS3-Code steht für den Code der NUTS3-Gebietseinheit, in der der Betrieb angesiedelt ist. Es ist die neueste Fassung des Codes gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1059/2003 anzugeben.

A.AI.   Angaben zum Rechnungsabschluss

 

A.A1.50.AO. Nummer der Buchstelle: Es wird eine Codenummer vergeben.

Jede Buchstelle in den Mitgliedstaaten erhält eine einmalige Nummer. Es ist die Nummer der Buchungsstelle anzugeben, die den Betrieb in dem betreffenden Rechnungsjahr betreut hat.

 

A.AI.60.C. Art der Rechnungsführung: Die Art der Rechnungsführung des Betriebs ist anzugeben. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

doppelte Buchführung

2.

einfache Buchführung

3.

Keine.

 

A.AI.70.DT. Datum des Rechnungsabschlusses: Anzugeben im Format „JJJJ-MM-TT“, zum Beispiel 2009-06-30 oder 2009-12-31.

A.TY.   Typologie

 

A.TY.80.W. Nationale Gewichtung des Betriebs: Der Wert des vom Mitgliedstaat berechneten Hochrechnungsfaktors ist anzugeben. Beträge sind mit zwei Dezimalstellen einzugeben.

 

A.TY.90.TF. Betriebswirtschaftliche Ausrichtung bei der Auswahl: Codenummer der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung gemäß Anhang IV dieser Verordnung bei der Auswahl für das betreffende Rechnungsjahr.

 

A.TY.90.ES. Wirtschaftliche Größenklasse bei der Auswahl: Codenummer der wirtschaftlichen Größenklasse des Betriebs gemäß Anhang V bei der Auswahl für das betreffende Rechnungsjahr.

A.CL.   Klassen

 

A.CL.100.C. Unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehende sonstige Erwerbstätigkeiten: Anzugeben ist eine Prozentsatzspanne, die den Anteil des Umsatzes (1) aus unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehenden sonstigen Erwerbstätigkeiten am Gesamtumsatz des Betriebs anzeigt. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

≥ 0 % bis ≤ 10 % (marginaler Anteil)

2.

> 10 % bis ≤ 50 % (mittlerer Anteil)

3.

> 50 % bis < 100 % (erheblicher Anteil)

 

A.CL.110.C. Eigentumsart/wirtschaftliches Ziel: Anzugeben sind die Eigentumsart und die wirtschaftlichen Ziele des Betriebs. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.   Familienbetrieb: Der Betrieb nutzt die Arbeitskraft und das Kapital des Betriebsinhabers/Betriebsleiters und seiner Familie, die Nutznießer der Wirtschaftstätigkeit sind.

2.   Personengesellschaft: Die Produktionsfaktoren des Betriebs werden von mehreren Gesellschaftern gestellt, von denen mindestens einige als nicht entlohnte Arbeitskräfte an den Arbeiten im Betrieb teilnehmen. Die Gewinne des Betriebs gehen an die Gesellschafter.

3.   Juristische Person: Die Einkünfte werden verwendet, um Anteilseigner mit Dividenden/Gewinnen zu entlohnen. Das Unternehmen ist Eigentümer des Betriebs.

4.   Nicht gewinnorientiertes Unternehmen: Die Gewinne werden zur Beschäftigungssicherung oder für sonstige soziale Zwecke genutzt. Das Unternehmen ist Eigentümer des Betriebs.

 

A.CL.120.C. Rechtsform: Anzugeben ist, ob es sich bei dem Betrieb um eine juristische Person handelt. Folgende Codes sollten verwendet werden:

0.

Dies trifft nicht zu.

1.

Dies ist zutreffend.

 

A.CL.130.C. Grad der Haftbarkeit des/der Betriebsinhaber(s): Anzugeben ist der Grad der Haftung (wirtschaftlichen Verantwortung) des (Haupt-)Betriebsinhabers. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Unbeschränkt haftbar

2.

beschränkt haftbar

 

A.CL.140.C. Ökologischer/biologischer Landbau: Angegeben wird, ob der Betrieb ökologische/biologische Produktionsverfahren im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (2), insbesondere der Artikel 4 und 5, anwendet. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Der Betrieb wendet keine ökologischen/biologischen Produktionsverfahren an.

2.

Der Betrieb wendet für alle seine Erzeugnisse ausschließlich ökologische/biologische Produktionsverfahren an.

3.

Der Betrieb wendet sowohl ökologische/biologische als auch sonstige Produktionsverfahren an.

4.

Der Betrieb stellt auf ökologische/biologische Produktionsverfahren um.

 

A.CL.141.C. Sektoren im ökologischen/biologischen Landbau: Wendet der Betrieb sowohl ökologische/biologische als auch sonstige Produktionsverfahren an, sind die Sektoren anzugeben, in denen der Betrieb ausschließlich ökologische/biologische Verfahren anwendet (Mehrfachangaben sind möglich). Nachstehende Codes sollten verwendet werden. Wendet der Betrieb für alle Sektoren sowohl ökologische/biologische als auch andere Produktionsverfahren an, ist der Code „entfällt“ einzutragen.

0.

Entfällt

31.

Getreide

32.

Ölsaaten und Eiweißpflanzen

33.

Obst und Gemüse (einschließlich Zitrusfrüchte, aber ohne Oliven)

34.

Oliven

35.

Wein

36.

Rindfleisch

37.

Kuhmilch

38.

Schweinefleisch

39.

Schafe und Ziegen (Milch und Fleisch)

40.

Geflügelfleisch

41.

Eier

42.

Sonstige Sektoren

 

A.CL.150.C. Geschützte Ursprungsbezeichnung/Geschützte geografische Angabe/Garantiert traditionelle Spezialität/Bergerzeugnis: Anzugeben ist, ob der Betrieb landwirtschaftliche Erzeugnisse und/oder Lebensmittel mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g. U.) oder einer geschützten geografische Angabe (g. g. A.), der Bezeichnung einer garantiert traditionellen Spezialität (g. t. S.) oder der Bezeichnung „Bergerzeugnis“ produziert oder landwirtschaftliche Produkte erzeugt, die bekanntlich zur Herstellung von durch eine g. U./g. g. A. bzw. die Bezeichnung g. t. S./„Bergerzeugnis“ im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates (3) geschützten Erzeugnissen verwendet werden. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Der Betrieb produziert kein Erzeugnis oder Lebensmittel, das durch eine g. U. oder g. g. A. oder die Bezeichnung g. t. S. oder „Bergerzeugnis“ geschützt ist, und kein Erzeugnis, das bekanntlich zur Herstellung von durch eine g. U. oder g. g. A. oder durch die Bezeichnung g. t. S. bzw. „Bergerzeugnis“ geschützten Lebensmitteln verwendet wird.

2.

Der Betrieb produziert ausschließlich Erzeugnisse oder Lebensmittel, die durch eine g. U. oder g. g. A. oder die Bezeichnung g. t. S. oder „Bergerzeugnis“ geschützt sind, oder Erzeugnisse, die bekanntlich zur Herstellung von durch eine g. U. oder g. g. A. oder durch die Bezeichnung g. t. S. bzw. „Bergerzeugnis“ geschützten Lebensmitteln verwendet werden.

3.

Der Betrieb produziert einige Erzeugnisse oder Lebensmittel, die durch eine g. U. oder g. g. A. oder die Bezeichnung g. t. S. oder „Bergerzeugnis“ geschützt sind oder einige Erzeugnisse, die bekanntlich zur Herstellung von durch eine g. U. oder g. g. A. oder durch die Bezeichnung g. t. S. bzw. „Bergerzeugnis“ geschützten Lebensmitteln verwendet werden.

 

A.CL.151.C. Sektoren mit geschützten Ursprungsbezeichnungen/geschützten geografischen Angaben/garantiert traditionellen Spezialitäten/Bergerzeugnissen: Besteht der überwiegende Teil der Erzeugung bestimmter Sektoren aus Erzeugnissen oder Lebensmitteln, die eine g. U., eine g. g. A. oder die Bezeichnung g. t. S. oder „Bergerzeugnis“ tragen, oder aus Erzeugnissen, die bekanntlich zur Herstellung von durch eine g. U. oder g. g. A. bzw. durch die Bezeichnung g. t. S. oder „Bergerzeugnis“ geschützten Lebensmitteln verwendet werden, sollten die Sektoren mit nachstehenden Codes angegeben werden (Mehrfachangaben sind möglich). Wenn der Betrieb einige durch eine g. U. oder g. g. A. oder die Bezeichnung g. t. S. oder „Bergerzeugnis“ geschützte Erzeugnisse oder einige Erzeugnisse, die bekanntlich zur Herstellung von durch eine g. U. oder g. g. A. oder durch die Bezeichnung g. t. S. bzw. „Bergerzeugnis“ geschützten Lebensmitteln verwendet werden, produziert, dies aber nicht den überwiegenden Teil der Erzeugung eines jeden Sektors betrifft, so ist der Code „entfällt“ zu verwenden.

0.

Entfällt

31.

Getreide

32.

Ölsaaten und Eiweißpflanzen

33.

Obst und Gemüse (einschließlich Zitrusfrüchte, aber ohne Oliven)

34.

Oliven

35.

Wein

36.

Rindfleisch

37.

Kuhmilch

38.

Schweinefleisch

39.

Schafe und Ziegen (Milch und Fleisch)

40.

Geflügelfleisch

41.

Eier

42.

Andere Sektoren

Die Punkte A.CL.150.C. Geschützte Ursprungsbezeichnung/Geschützte geografische Angabe/Garantiert traditionelle Spezialität/„Bergerzeugnis“ und A.CL.151.C sind von den Mitgliedstaaten wahlweise anzuwenden. Entscheidet sich der Mitgliedstaat für diese Option, sind die Angaben für alle Stichprobenbetriebe des Mitgliedstaats zu machen. Wird A.CL.150.C angewandt, sollte A.CL.151.C auch angewandt werden.

 

A.CL.160.C. Aus naturbedingten oder anderen spezifischen Gründen benachteiligte Gebiete: Anzugeben ist, ob der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebes in einem Gebiet liegt, das unter Artikel 32 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates (4) fällt. In den Mitgliedstaaten, in denen die Abgrenzung der aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligten Gebiete gemäß Artikel 32 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 noch nicht abgeschlossen ist, wird auf die Gebiete Bezug genommen, die gemäß Artikel 36 Buchstabe a Ziffer ii der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 im Programmplanungszeitraum 2007-2013 beihilfefähig waren. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt weder in einem aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligten Gebiet im Sinne von Artikel 32 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 noch — im Falle der Mitgliedstaaten, in denen die Abgrenzung gemäß Artikel 32 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 noch nicht abgeschlossen ist — in einem Gebiet, das gemäß Artikel 36 Buchstabe a Ziffer ii der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 im Programmplanungszeitraum 2007-2013 beihilfefähig war;

21.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einem aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligten Gebiet im Sinne von Artikel 32 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013.

22.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einem durch besondere Gründe benachteiligten Gebiet im Sinne von Artikel 32 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1305/2013;

23.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt — im Falle der Mitgliedstaaten, in denen die Abgrenzung gemäß Artikel 32 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 noch nicht abgeschlossen ist — in einem Gebiet, das gemäß Artikel 36 Buchstabe a Ziffer ii der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 im Programmplanungszeitraum 2007-2013 beihilfefähig war;

3.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einem Berggebiet im Sinne von Artikel 32 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013;

5.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einem Gebiet mit Übergangsregelung im Sinne von Artikel 31 Absatz 5 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013.

 

A.CL.170.C. Höhenzone: Die Höhenzone wird durch die entsprechende Codenummer angegeben:

1.

Der überwiegende Teil des Betriebs liegt unter 300 m.

2.

Der überwiegende Teil des Betriebs liegt zwischen 300 und 600 m.

3.

Der überwiegende Teil des Betriebs liegt in einer Höhe über 600 m.

4.

Angaben nicht verfügbar.

 

A.CL.180.C. Gebiet der Strukturfonds: Anzugeben ist, ob der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs in einem Gebiet liegt, das unter Artikel 90 Absatz 2 Buchstaben a, b und c der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates (5) fällt. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einer weniger entwickelten Region im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013, insbesondere von Artikel 90 Absatz 2 Buchstabe a;

2.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einer stärker entwickelten Region im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013, insbesondere von Artikel 90 Absatz 2 Buchstabe c;

3.

der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einer Übergangsregion im Sinne von Artikel 90 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013.

 

A.CL.190.C. Natura-2000-Gebiete: Anzugeben ist, ob der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs in einem Gebiet liegt, das unter die Richtlinie 79/409/EWG des Rates (6) und die Richtlinie 92/43/EWG des Rates (7) fällt (Natura 2000). Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt nicht in einem Gebiet, das für Natura-2000-Zahlungen in Betracht kommt.

2.

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einem Gebiet, das für Natura-2000-Zahlungen in Betracht kommt.

 

A.CL.200.C. Gebiete der Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG): Anzugeben ist, ob der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs in einem Gebiet liegt, das unter die Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (8) fällt. Folgende Codes sollten verwendet werden:

1.

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt nicht in einem Gebiet, das für Zahlungen im Rahmen der Richtlinie 2000/60/EG in Betracht kommt.

2.

Der überwiegende Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs liegt in einem Gebiet, das für Zahlungen im Rahmen der Richtlinie 2000/60/EG in Betracht kommt.

A.OT.   Sonstige Angaben hinsichtlich des Betriebs

 

A.OT.210.C. Bewässerungssystem: Anzugeben ist, über welches Hauptbewässerungssystem der Betrieb verfügt:

0.

Entfällt (Betrieb verfügt über kein Bewässerungssystem)

1.

Oberflächenbewässerung

2.

Sprinkler

3.

Tropfbewässerung

4.

Sonstige

 

A.OT.220.C. GVE-Weidetage auf Gemeinschaftsland: Anzahl der Weidetage je GVE auf durch den Betrieb genutztem Gemeinschaftsland.

SPALTEN DER TABELLE A

Spalte R bezieht sich auf das INLB-Gebiet, Spalte S auf das Teilgebiet, Spalte H auf die Ordnungsnummer des Betriebs, Spalte DG auf den Grad der geografischen Breite/Länge, Spalte MI auf die Minuten, Spalte N auf NUTS, Spalte AO auf die Nummer der Buchungsstelle, Spalte DT auf das Datum, Spalte W auf die Gewichtung des Betriebs, Spalte TF auf die betriebswirtschaftliche Ausrichtung, Spalte ES auf die wirtschaftliche Größenklasse und Spalte C auf den Code.

Tabelle B

Besitzverhältnisse der landwirtschaftlich genutzten Fläche

Kategorie der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF)

Code (*)

 

Informationsgruppe

Landwirtschaftlich genutzte Fläche

A

UO

LF in Eigentum

 

UT

LF in Pacht

 

US

LF in Teilpacht oder in sonstigen Besitzformen

 


Code (*)

Beschreibung der Kategorien

Gruppe

A

10

LF in Eigentum

UO

 

20

LF in Pacht

UT

 

30

LF in Teilpacht

US

 

Flächen von Betrieben, die von mindestens zwei Partnern gemeinsam bewirtschaftet werden, sind je nach dem zwischen den Partnern bestehenden Vertrag als Flächen in Eigentum, in Pacht oder in Teilpacht einzutragen.

Die landwirtschaftliche genutzte Fläche ist die Gesamtheit der Flächen an Ackerland, Dauergrünland, Dauerkulturen und Haus- und Nutzgärten, die der Betrieb unabhängig von den Besitzverhältnissen nutzt. Vom Betrieb genutztes Gemeinschaftsland ist nicht inbegriffen.

Folgenden Informationsgruppen und Kategorien sind anzuwenden:

B.UO.   Landwirtschaftlich genutzte Fläche in Eigentum

B.UO.10.A. Landwirtschaftlich genutzte Fläche (Ackerland, Dauergrünland, Dauerkulturen und Haus- und Nutzgärten) die vom Eigentümer, Nutznießer auf Lebenszeit oder Erbpächter genutzt werden, und/oder unter vergleichbaren Bedingungen genutzte landwirtschaftlich genutzte Fläche. An Dritte überlassenes saatbereites Ackerland ist in dieser Rubrik eingeschlossen (Rubrik 11300).

B.UT.   Landwirtschaftlich genutzte Fläche in Pacht

B.UT.20.A Landwirtschaftlich genutzte Fläche (Ackerland, Dauergrünland, Dauerkulturen und Haus- und Nutzgärten), die von einer sonstigen Person als dem Eigentümer, Nutznießer auf Lebenszeit oder Erbpächter genutzt wird und für die ein im Allgemeinen im Voraus fest vereinbartes Pachtgeld in bar oder sonstiger Form gezahlt wird, und/oder unter vergleichbaren Bedingungen genutzte landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Die Pachtfläche umfasst nicht die Fläche, deren Ernte auf dem Halm gekauft wird. Die für den Erwerb von Kulturen auf dem Halm gezahlten Beträge sind in Tabelle H im Fall von Grünland oder Futterpflanzen unter den Rubriken 2020 bis 2040 (zugekaufte Futtermittel) und im Fall von marktfähigen Kulturen unter der Rubrik 3090 (sonstige spezifische Kosten der pflanzlichen Erzeugnisse) anzugeben. Bei auf dem Halm gekauften marktfähigen Kulturen ist die betreffende Fläche nicht zu spezifizieren (Tabelle H).

Fläche, die auf Gelegenheitsbasis für weniger als ein Jahr gepachtet wird, und die entsprechenden Erträge sind wie Flächen zu behandeln, deren Ernte auf dem Halm gekauft wird.

B.US.   Landwirtschaftlich genutzte Fläche in Teilpacht oder in sonstigen Besitzformen

B.US.30.A. Landwirtschaftliche genutzte Fläche (Ackerflächen, Dauergrünland, Dauerkulturen und Haus- und Nutzgärten), die gemeinsam von Verpächter und vom Teilpächter auf der Grundlage eines Teilpachtvertrags und/oder unter vergleichbaren Bedingungen bewirtschaftet wird.

SPALTEN DER TABELLE B

Spalte A bezieht sich auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Tabelle C

Arbeitskräfte

Arbeitskategorie

Code (*)

 

 

 

Spalten

Informationsgruppe

Allgemeines

Gesamtarbeit im Betrieb (landwirtschaftliche Arbeiten und unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehende sonstige Erwerbstätigkeiten)

Anteil der unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehenden sonstigen Erwerbstätigkeiten

Anzahl der Personen

Geschlecht

Geburtsjahr

Landwirtschaftliche Ausbildung des Betriebsleiters

Jahresarbeitszeit

Jahresarbeitseinheiten

% der Jahresarbeitszeit

% der JAE

P

G

B

T

Y1

W1

Y2

W2

Zahl

Code

vierstellig

Code

(Stunden)

(JAE)

%

%

UR

Nicht entlohnt, regelmäßig beschäftigt

 

 

 

 

 

 

 

 

UC

Nicht entlohnt, unregelmäßig beschäftigt

 

 

PR

Entlohnt, regelmäßig beschäftigt

 

 

 

 

 

 

 

 

PC

Entlohnt, unregelmäßig beschäftigt

 

 


Code (*)

Beschreibung

Gruppe

P

G

B

T

Y1

W1

Y2

W2

10

Betriebsinhaber/Betriebsleiter

UR

 

 

 

 

 

 

20

Betriebsinhaber/nicht Betriebsleiter

UR

 

 

 

 

 

30

Betriebsleiter/nicht Betriebsinhaber

UR

 

 

 

 

 

 

40

Ehegatte des Betriebsinhabers

UR

 

 

 

 

 

50

Sonstiges

UR, PR

 

 

 

 

 

60

Unregelmäßig beschäftigt

UC, PC

 

 

70

Führungskraft

PR

 

 

 

 

 

 

Der Ausdruck „Arbeitskräfte“ umfasst sämtliche Personen, die im Verlauf des Rechnungsjahres an den Arbeiten des landwirtschaftlichen Betriebs teilgenommen haben. Nicht dazu zählen Personen, die diese Arbeiten für eine sonstige Person oder ein Unternehmen ausgeführt haben (Arbeiten durch Dritte und Verbuchung von deren Kosten, siehe Rubrik 1020 in Tabelle H).

Bei gegenseitiger Hilfestellung zwischen Betrieben durch den Austausch von grundsätzlich gleichwertiger Arbeit werden die Arbeitszeit und eventuelle Entlohnung im Betriebsbogen aufgeführt.

In manchen Fällen wird die Hilfestellung durch eine sonstige Art von Unterstützung ausgeglichen (z. B. Hilfestellung in Form von Arbeit wird durch die Bereitstellung von Maschinen kompensiert). Handelt es sich dabei um einen Austausch von Dienstleistungen in begrenztem Umfang, so wird dies nicht in den Betriebsbogen aufgenommen (für das genannte Beispiel wird die erhaltene Hilfe nicht unter Arbeit angeführt; die Maschinenkosten umfassen jedoch die Kosten für die Bereitstellung der Geräte). Bei Austausch von Dienstleistungen in großem Umfang wird in Ausnahmefällen wie folgt vorgegangen:

a)

in Form von Arbeit erhaltene Hilfe wird durch eine sonstige Dienstleistung (z. B. die Bereitstellung von Maschinen) ausgeglichen: Die erhaltene Arbeitszeit wird als entlohnte Arbeitskraft eingetragen (Gruppe PR oder PC, je nachdem ob die Arbeitskraft regelmäßig oder anderweitig im Betrieb beschäftigt ist); der Wert der geleisteten Hilfestellung wird sowohl als Teil der Erzeugung unter der entsprechenden Kategorie in sonstigen Tabellen (in diesem Fall: Kategorie 2010 „Vertragsarbeiten“ in Tabelle L) als auch als Aufwand (Tabelle H Kategorie 1010 „Löhne und Soziallasten“) eingetragen;

b)

in Form von Arbeit geleistete Hilfe wird durch eine sonstige Dienstleistung (z. B. die Bereitstellung von Maschinen) ausgeglichen: Die geleistete Arbeitszeit und eventuelle Entlohnung wird nicht berücksichtigt. Der Wert der erhaltenen Dienstleistung wird unter der entsprechenden Gruppe in einer anderen Tabelle (in diesem Beispiel Gruppe 1020 „Arbeiten durch Dritte und Mieten von Maschinen“ in Tabelle H) eingetragen.

Folgende Informationsgruppen und Arbeitskategorien sind zu unterscheiden:

C.UR.    Nicht entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte

Nicht entlohnte Arbeitskräfte oder Arbeitskräfte, die weniger Lohn (Geld- oder Naturalleistungen) erhalten, als normalerweise für die geleistete Arbeit gewährt wird (diese Zahlungen werden nicht unter dem Betriebsaufwand aufgeführt), und die im Laufe des Rechnungsjahres (mit Ausnahme des Urlaubs) mindestens einen ganzen Tag pro Woche im Betrieb gearbeitet haben.

Eine regelmäßig beschäftigte Person, die aus besonderen Gründen nur für einen begrenzten Zeitraum des Rechnungsjahres im Betrieb gearbeitet hat, wird trotzdem als regelmäßige Arbeitskraft eingetragen (mit den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden).

Folgende oder ähnliche Fälle können auftreten:

a)

besondere Erzeugungsbedingungen im Betrieb, wodurch die Arbeitskraft nicht das ganze Jahr über benötigt wird: z. B. Oliven- oder Weinbaubetriebe, Betriebe mit saisonbedingter Tiermast oder mit Obst- und Gemüseerzeugung im Freilandanbau;

b)

Abwesenheit vom Betrieb aus sonstigen Gründen, z. B. Militärdienst, Krankheit, Unfall, Mutterschaftsurlaub, längerfristige Freistellung, usw.;

c)

Arbeitsantritt oder Verlassen des Betriebs;

d)

vollständige Einstellung der Arbeit des Betriebs durch äußere Umstände (Überflutung, Brände usw.).

Folgende Kategorien sind auszuweisen:

C.UR.10   Betriebsinhaber/Betriebsleiter

Person, die die wirtschaftliche und rechtliche Verantwortung für den Betrieb übernimmt und die seine tägliche Führung innehat. Bei Teilpacht wird der Teilpächter als Betriebsinhaber/Betriebsleiter eingetragen.

C.UR.20   Betriebsinhaber/nicht Betriebsleiter

Person, die die wirtschaftliche und rechtliche Verantwortung für den Betrieb übernimmt, ohne die tägliche Führung innezuhaben.

C.UR.30   Betriebsleiter/nicht Betriebsinhaber

Person, die die tägliche Führung des Betriebs innehat, ohne die wirtschaftliche und rechtliche Verantwortung dafür zu übernehmen.

C.UR.40   Ehegatte(n) des Betriebsinhabers/der Betriebsinhaber

C.UR.50   Sonstige regelmäßig beschäftigte, nicht entlohnte Arbeitskräfte

Regelmäßig beschäftigte, nicht entlohnte Arbeitskräfte, die nicht unter die vorstehenden Rubriken fallen. Schließt auch Vorarbeiter und Teilbereichsleiter ein, die nicht für die Führung des Gesamtbetriebs verantwortlich sind.

C.UC.    Nicht entlohnte, unregelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte

C.UC.60

Nicht entlohnte Arbeitskräfte, die im Rechnungsjahr nicht regelmäßig im Betrieb gearbeitet haben.

C.PR.    Entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte

Entlohnte Arbeitskräfte, die den normalerweise für die geleistete Arbeit gewährten Lohn (Geld- oder Naturalleistungen) erhalten und die im Laufe des Rechnungsjahres (mit Ausnahme des Urlaubs) mindestens einen ganzen Tag pro Woche im Betrieb gearbeitet haben.

Folgende Kategorien sind auszuweisen:

C.PR.70   Betriebsleiter

Entlohnte Person, die für die tägliche Führung des Betriebs verantwortlich ist.

C.PR.50   Sonstige

Alle entlohnten, regelmäßig beschäftigten Arbeitskräfte (mit Ausnahme des entlohnten Betriebsleiters). Schließt auch Vorarbeiter und Teilbereichsleiter ein, die nicht für die Führung des Gesamtbetriebes verantwortlich sind.

C.PC.    Entlohnte, unregelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte

C.PC.60

Entlohnte Arbeitskräfte, die während des Rechnungsjahres nicht regelmäßig im Betrieb gearbeitet haben (einschließlich Akkordarbeit).

SPALTEN DER TABELLE C

Anzahl der Personen (Spalte P)

Bei mehreren Betriebsinhabern kann es mehrere Ehegatten geben. Die Anzahl der Ehegatten und die Anzahl der Personen sollten in den entsprechenden Kategorien angegeben werden (Kategorien 40 und 50 der Gruppen „Nicht entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ UR oder „Entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ PR).

Geschlecht (Spalte G)

Das Geschlecht ist nur für den/die Betriebsinhaber und/oder Betriebsleiter in den entsprechenden Kategorien anzugeben (Kategorien 10 bis 30 und 70 der Gruppen „Nicht entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ UR oder „Entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ PR). Das Geschlecht wird durch eine Codenummer angegeben, d. h.:

1.

männlich

2.

weiblich

Geburtsjahr (Spalte B)

Das Geburtsjahr ist nur für den/die Betriebsinhaber und/oder Betriebsleiter mit den vier Stellen des Jahres anzugeben (Kategorien 10 bis 30 und 70 der Gruppen „Nicht entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ UR oder „Entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ PR).

Landwirtschaftliche Ausbildung des Betriebsleiters (Spalte T)

Die landwirtschaftliche Ausbildung ist nur für den/die Betriebsleiter anzugeben (Kategorien 10, 30 und 70 der Gruppen „Nicht entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ UR oder „Entlohnte, regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte“ PR). Die landwirtschaftliche Ausbildung wird durch eine Codenummer angegeben, d. h.:

1.

Ausschließlich praktische landwirtschaftliche Erfahrung

2.

Landwirtschaftliche Grundausbildung

3.

Umfassende landwirtschaftliche Ausbildung

Jahresarbeitszeit (Spalte Y1)

Die Arbeitszeit wird für alle Gruppen und Kategorien in Stunden angegeben. Hierunter ist die tatsächlich für die Arbeit im Betrieb eingesetzte Zeit zu verstehen. Bei Arbeitskräften mit eingeschränkten Fähigkeiten ist die Arbeitszeit im Verhältnis zu den jeweiligen Fähigkeiten herabzusetzen. Das Zeitäquivalent für eine Akkordarbeit wird ermittelt, indem der Gesamtlohn für die geleistete Arbeit durch den Stundenlohn eines Zeitlohnarbeiters geteilt wird.

Arbeitskräfte insgesamt: Anzahl der Jahresarbeitseinheiten (Spalte W1)

Die regelmäßig beschäftigten Arbeitskräfte werden in Jahresarbeitseinheiten (JAE) umgerechnet. Für unregelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte (sowohl nicht entlohnt (UC) als auch entlohnt (PC)) werden keine Jahresarbeitseinheiten erfasst. Eine JAE entspricht einer vollzeitbeschäftigten Person im Betrieb. Für eine Einzelperson kann maximal 1 JAE eingesetzt werden, selbst wenn ihre effektive Arbeitszeit die für die betreffende Region und den Betriebstyp üblichen Normen übersteigt. Für Personen, die nicht das gesamte Jahr im Betrieb tätig sind, wird ein JAE-Anteil eingesetzt. Der JAE-Anteil je Person wird berechnet, indem seine effektiv geleisteten Jahresarbeitsstunden durch die normalen Jahresarbeitsstunden eines Vollzeitbeschäftigten für die Region und den Betriebstyp geteilt werden.

Bei Arbeitskräften mit eingeschränkten Fähigkeiten ist das JAE-Äquivalent im Verhältnis zu den jeweiligen Fähigkeiten herabzusetzen.

Anteil der sonstigen Erwerbstätigkeiten in % der Jahresarbeitszeit (Spalte Y2)

Der Anteil unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehender sonstiger Erwerbstätigkeiten ist nur für unregelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte (sowohl entlohnt als auch nicht entlohnt) verpflichtend anzugeben. Für Ehepartner der/des Betriebsinhaber(s), sonstige unbezahlte regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte und sonstige bezahlte regelmäßig beschäftigte Arbeitskräfte ist die Angabe wahlfrei. Die Angabe erfolgt für jede der betreffenden Kategorien (40, 50, 60) in % der während des Rechnungsjahres geleisteten Arbeitsstunden.

Anteil der sonstigen Erwerbstätigkeiten in % der Jahresarbeitseinheiten (Spalte W2)

Die Angabe des Anteils der unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehenden sonstigen Erwerbstätigkeiten ist für alle Arbeitskategorien verpflichtend mit Ausnahme von unregelmäßiger Arbeit (sowohl nicht entlohnt (UC) als auch entlohnt (PC)). Die Angabe erfolgt für jede der Kategorien in % der Jahresarbeitseinheiten.

Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb

Die Arbeit im Betrieb umfasst sämtliche organisatorischen, beaufsichtigenden und ausführenden Arbeiten — sowohl körperlicher als auch verwaltungstechnischer Art — im Zusammenhang mit den landwirtschaftlichen Tätigkeiten im Betrieb und unmittelbar mit dem Betrieb in Verbindung stehenden sonstigen Erwerbstätigkeiten:

Landwirtschaftliche Tätigkeiten im Betrieb

Finanzorganisation und -management (Verkäufe und Zukäufe, Buchhaltung usw.);

Feldarbeit (Pflügen, Säen, Ernten, Obstbau usw.);

Tierhaltung, (Futterbereitung, Fütterung, Melken, Tierpflege usw.);

Vorbereitung der Erzeugnisse für die Vermarktung, Lagerhaltung, Direktverkäufe von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Be- und Verarbeitung der Erzeugnisse für den Eigenverbrauch, Erzeugung von Wein und Olivenöl;

Instandhaltung der Gebäude, Maschinen, Geräte, Hecken, Gräben usw.;

Transporte für den Betrieb und durch die Arbeitskräfte des Betriebs.

Unmittelbar mit dem Betrieb verbundene sonstige Erwerbstätigkeiten

vertragliche Arbeiten (unter Einsatz von Produktionsmitteln des Betriebs);

Fremdenverkehr, Beherbergung und sonstige Freizeitaktivitäten;

Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse (unabhängig davon, ob das Rohmaterial im Betrieb erzeugt oder von außen angekauft wird), z. B. Käse, Butter, Fleischerzeugnisse usw.;

Erzeugung erneuerbarer Energie;

Forstwirtschaft und Holzverarbeitung;

sonstige Erwerbstätigkeiten (Pelztierhaltung, soziale Aktivitäten, Handwerk, Aquakultur usw.).

Nicht in den Arbeiten des Betriebs enthalten sind:

Arbeiten zur Erzeugung von Anlagegütern (Bau oder umfangreiche Instandsetzung von Gebäuden oder Maschinen, Obstbaumpflanzungen, Abriss von Gebäuden, Roden von Obstplantagen usw.);

Arbeiten, die für den Haushalt des Betriebsinhabers oder Betriebsleiters durchgeführt werden.

Tabelle D

Vermögenswerte

Aufbau der Tabelle

Kategorie

Code (*)

 

 

Spalte

Informationsgruppe

Wert

V

OV

Anfangsbestand

 

AD

Kumulierte Abschreibungen

 

DY

Abschreibung des laufenden Jahres

 

IP

Investition/Kauf vor Abzug von Beihilfen

 

S

Beihilfen

 

SA

Verkäufe

 

CV

Endbestand

 


Code (*)

Beschreibung der Kategorien

OV

AD

DY

IP

S

SA

CV

1010

Bargeld und Gegenwerte

 

 

1020

Forderungen

 

 

1030

Sonstiges Umlaufvermögen

 

 

1040

Lagerbestände

 

 

 

 

 

2010

Biologische Vermögenswerte — Pflanzen

 

 

 

 

 

3010

Landwirtschaftliche Flächen

 

 

 

 

 

3020

Bodenverbesserungen

 

 

 

 

 

 

 

3030

Betriebsgebäude

 

 

 

 

 

 

 

4010

Maschinen und Geräte

 

 

 

 

 

 

 

5010

Forstflächen einschließlich stehendes Holz

 

 

 

 

 

7010

Immaterielle Vermögenswerte, handelbar

 

 

 

 

 

7020

Immaterielle Vermögenswerte, nicht handelbar

 

 

 

 

 

 

 

8010

Sonstige langfristige Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

Die folgenden Kategorien sind zu verwenden:

1010.   Bargeld und Gegenwerte

Bargeld und sonstige Vermögenswerte, die leicht in Bargeld umgewandelt werden können.

1020.   Forderungen

Kurzfristige Vermögenswerte, dem Betrieb geschuldete Beträge, die sich aus den Geschäftstätigkeiten ergeben.

1030.   Sonstiges Umlaufvermögen

Sonstige Vermögenswerte, die leicht verkauft werden können oder innerhalb eines Jahres gezahlt werden müssen.

1040.   Lagerbestände

Erzeugnisbestände des Betriebs, die entweder als Einsatzmittel verwendet werden können oder zum Verkauf stehen, unabhängig davon, ob sie im Betrieb erzeugt oder angekauft wurden.

2010.   Biologische Vermögenswerte — Pflanzen

Wert aller Pflanzen, die noch nicht geerntet wurden (Dauerkulturen und Kulturen auf dem Halm).

3010.   Landwirtschaftliche Flächen

Landwirtschaftliche Flächen in Eigentum des Betriebs.

3020.   Bodenverbesserungen

Verbesserungen der Flächen (z. B.: Umzäunungen, Entwässerung, stationäre Bewässerungsanlagen) in Eigentum des Betriebsinhabers, unabhängig von den Besitzverhältnissen der Flächen. Die verbuchten Beträge unterliegen der Abschreibung in Spalte DY.

3030.   Betriebsgebäude

Sämtliche Gebäude, die in Eigentum des Betriebsinhabers sind, unabhängig von den Besitzverhältnissen der Flächen. Die Rubrik muss ausgefüllt werden, und die verbuchten Beträge unterliegen der Abschreibung in Spalte DY.

4010.   Maschinen und Geräte

Traktoren, Motorfräsen, Lastkraftwagen, Lieferwagen, Personenkraftwagen, Maschinen und Geräte. Die Rubrik muss ausgefüllt werden, und die aufgeführten Beträge unterliegen der Abschreibung in Spalte DY.

5010.   Forstflächen einschließlich stehendes Holz

Zum Betrieb gehörige Forstflächen in Eigentum.

7010.   Immaterielle Vermögenswerte — handelbar

Alle immateriellen Vermögenswerte, die leicht ge- oder verkauft werden können (z. B. Quoten und Rechte, wenn diese ohne Land handelbar sind und ein aktiver Markt besteht).

7020.   Immaterielle Vermögenswerte — nicht handelbar

Alle sonstigen immateriellen Vermögenswerte (z. B. Software, Lizenzen usw.). Die Rubrik muss ausgefüllt werden, und die verbuchten Beträge unterliegen der Abschreibung in Spalte DY.

8010.   Sonstige langfristige Vermögenswerte

Sonstige langfristige Vermögenswerte. Die Rubrik muss ausgefüllt werden, und die verbuchten Beträge unterliegen gegebenenfalls der Abschreibung in Spalte DY.

Informationsgruppen in Tabelle D

Es handelt sich um folgende Informationsgruppen: (OV) Anfangsbestand, (AD) Kumulierte Abschreibungen, (DY) Abschreibung des laufenden Jahres, (IP) Investition oder Ankauf vor Abzug von Beihilfen, (S) Beihilfen, (SA) Verkauf, (CV) Endbestand. Diese werden im Folgenden erläutert.

Es gibt nur einen Spaltenwert (V).

Bewertungsmethoden

Als Methoden kommen zum Einsatz:

Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten

Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte, abzüglich der Kosten, die schätzungsweise in Zusammenhang mit dem Verkauf entstehen

2010, 3010, 5010, 7010

Historische Anschaffungskosten

Nominelle oder ursprüngliche Kosten eines Vermögenswerts bei Anschaffung

3020, 3030, 4010, 7020

Buchwert

Wert, zu dem ein Vermögenswert in einer Bilanz geführt wird

1010, 1020, 1030, 1040, 8010

D.OV.   Anfangsbestand

Der Anfangsbestand ist der Wert der Anlagegüter zum Beginn des Rechnungsjahres. Bei Betrieben, die bereits im vorangegangenen Jahr zur Stichprobe gehörten, sollte der Anfangsbestand dem Wert des Endbestands im Vorjahr entsprechen.

D.AD.   Kumulierte Abschreibungen

Die Summe der Abschreibungen von Vermögenswerten von Beginn ihrer Nutzung bis zum Ende des vorangehenden Erhebungszeitraums.

D.DY.   Abschreibung des laufenden Jahres

Die systematische Zuweisung des Abschreibungsvolumens eines Vermögenswerts im Laufe seiner Nutzungsdauer.

Jeder Mitgliedstaat sollte der Kommission rechtzeitig für die Einrichtung des elektronischen Übermittlungs- und Kontrollsystems gemäß Artikel 10 Absatz 1 eine Tabelle mit den von ihm angewandten jährlichen Abschreibungssätzen zuleiten.

D.IP.   Investitionen/Käufe

Gesamtausgaben für Käufe, größere Instandsetzungsarbeiten und die Erzeugung von Anlagegütern während des Rechnungsjahres. Wurden in Zusammenhang mit diesen Ausgaben Prämien und Beihilfen bezogen, so wird der Betrag vor Abzug der Prämien und Beihilfen in Spalte IP eingetragen.

Der Erwerb von kleineren Maschinen und Geräten sowie von jungen Bäumen und Sträuchern für Neuanpflanzungen in kleinem Umfang werden nicht in diesen Spalten, sondern in dem Aufwand für das Rechnungsjahr eingetragen.

Größere Instandsetzungsarbeiten, durch die der Wert von Maschinen und Geräten erhöht wird, fallen auch unter diese Spalte und werden entweder als Teil der Abschreibung von Maschinen und Geräten eingetragen, die gegebenenfalls geändert wird, um der (durch die Reparaturen bedingten) längeren Lebensdauer Rechnung zu tragen, oder der Aufwand für diese Instandsetzungsarbeiten wird über die erwartete Nutzungsdauer verteilt.

Der Wert der Anlagegütererzeugung ist auf der Grundlage ihrer Kosten zu bewerten (einschließlich des Werts der Arbeit der entlohnten und/oder nicht entlohnten Arbeitskräfte) und muss dem Wert der unter den Codes 2010 bis 8010 der Tabelle D „Vermögenswerte“ eingetragenen Anlagegüter hinzugerechnet werden.

D.S.   Investitionsbeihilfen

Derzeitiger Anteil aller (während des vorangegangenen oder des laufenden Rechnungsjahres) bezogenen Beihilfen für in dieser Tabelle erfasste Vermögenswerte.

D.SA.   Verkäufe

Alle Verkäufe von Vermögenswerten während des Rechnungsjahres.

D.CV.   Endbestand

Der Endbestand ist der Wert aller Vermögenswerte zum Ende des Rechnungsjahres.

Anmerkungen

Für die Gruppen 2010, 3010, 5010 und 7010 wird die Differenz zwischen OV+IP-SA und CV für diese Vermögenswerte für das Rechnungsjahr als Einkommen oder Verlust betrachtet (bedingt sowohl durch eine Änderung des Einheitspreises als auch des Umfangs).

Angaben über „Biologische Vermögenswerte — Tiere“ werden in der Tabelle J „Tierische Erzeugung“ erfasst.

Tabelle E

Quoten und sonstige Rechte

Kategorie der Quoten oder Rechte

Code (*)

 

 

 

Spalten

Informationsgruppe

Quoten in Eigentum

Gepachtete Quoten

Verpachtete Quoten

Steuern

N

I

O

T

QQ

Menge am Ende des Rechnungsjahres

 

 

 

QP

Gekaufte Quoten

 

QS

Verkaufte Quoten

 

OV

Anfangsbestand

 

CV

Endbestand

 

PQ

Zahlungen für geleaste oder gepachtete Quoten

 

RQ

Einkünfte aus geleasten oder verpachteten Quoten

 

TX

Steuern

 


Code (*)

Beschreibung

40

Zuckerrüben

50

Organischer Dünger

60

Zahlungsansprüche im Rahmen der Basisprämienregelung

Die Mengen der Quoten (eigene Quoten, gepachtete und verpachtete Quoten) müssen verpflichtend angegeben werden. Es werden nur die Mengen am Ende des Rechnungsjahres erfasst.

Quoten, die getrennt von den Flächen gehandelt werden können, sind in dieser Tabelle aufgeführt. Quoten, die an Flächen gebunden sind und von diesen nicht getrennt gehandelt werden können, sind lediglich in Tabelle D „Vermögenswerte“ anzugeben. Ursprünglich unentgeltlich erworbene Quoten sollten zum laufenden Marktwert eingetragen werden, wenn sie getrennt von den Flächen gehandelt werden können.

Einige Dateneintragungen erfolgen parallel zueinander — entweder einzeln oder als Bestandteile aggregierter Daten — unter sonstigen Gruppen oder Kategorien in den Tabellen D „Vermögenswerte“, H „Betriebsmittel“ und/oder I „Pflanzenbau“.

Die folgenden Kategorien sollten verwendet werden:

40.

Zuckerrüben

50.

Organischer Dünger

60.

Zahlungsansprüche im Rahmen der Basisprämienregelung

Die folgenden Informationsgruppen sollten verwendet werden:

E.QQ.   Menge (nur für die Spalten N, I, O)

Die entsprechenden Einheiten sind:

—   Kategorie 40 (Zuckerrüben): Dezitonnen;

—   Kategorie 50 (Organischer Dünger): Anzahl der Tiere, umgerechnet in Standardeinheiten;

—   Kategorie 60 (Basisprämienregelung): Anzahl der Ansprüche/Ar.

E.QP.   Gekaufte Quoten (nur für Spalte N)

Während des Rechnungsjahres gezahlter Betrag für den Erwerb von Quoten und sonstigen Rechten, die getrennt von den Flächen gehandelt werden können.

E.QS.   Verkaufte Quoten (nur für Spalte N)

Während des Rechnungsjahres erhaltener Betrag für den Verkauf von Quoten und sonstigen Rechten, die getrennt von den Flächen gehandelt werden können.

E.OV.   Anfangsbestand (nur für Spalte N)

Der Wert der Mengen, die dem Betriebsinhaber zu Beginn der Bewertung zur Verfügung stehen, unabhängig davon, ob diese unentgeltlich bezogen oder gekauft wurden, sollte zum laufenden Marktpreis eingetragen werden, aber nur, wenn die Quoten getrennt von den Flächen gehandelt werden können.

E.CV.   Endbestand (nur für Spalte N)

Der Wert der Mengen, die dem Betriebsinhaber am Ende der Bewertung zur Verfügung stehen, unabhängig davon, ob diese unentgeltlich bezogen oder gekauft wurden, sollte zum laufenden Marktpreis eingetragen werden, aber nur, wenn die Quoten getrennt von den Flächen gehandelt werden können.

E.PQ.   Zahlungen für geleaste oder gepachtete Quoten (nur für Spalte I)

Für Leasing oder Pacht von Quoten und sonstigen Rechten gezahlter Betrag. Enthalten auch in der Kategorie 5070 „Bezahlte Pacht“ in Tabelle H „Betriebsmittel“.

E.RQ.   Einkünfte aus geleasten oder verpachteten Quoten (nur für Spalte 0)

Für Leasing oder Verpachtung von Quoten und sonstigen Rechten erhaltener Betrag. Enthalten auch in der Kategorie 90900 „Sonstige Erträge und Einnahmen“ in Tabelle I „Pflanzenbau“.

E.TX.   Steuern, Zusatzabgabe (Spalte T)

Gezahlter Betrag.

SPALTEN DER TABELLE E

Spalte N bezieht sich auf die Quoten in Eigentum, Spalte I auf gepachtete Quoten, Spalte O auf verpachtete Quoten und Spalte T auf Steuern.

Tabelle F

Verbindlichkeiten

Aufbau der Tabelle

Kategorie der Verbindlichkeiten

Code (*)

 

 

 

Spalten

Informationsgruppe

kurzfristig

langfristig

S

L

OV

Anfangsbestand

 

 

CV

Endbestand

 

 


Code (*)

Beschreibung der Kategorien

S

L

1010

Darlehen ohne öffentliche Förderung

 

 

1020

Darlehen mit öffentlicher Förderung

 

 

1030

Familiäre/private Darlehen

 

 

2010

Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten

 

3000

Sonstige Verbindlichkeiten

 

 

Die Verbindlichkeiten umfassen lediglich die noch ausstehenden Beträge, d. h. die ungetilgten Darlehensanteile.

Die folgenden Kategorien sollten verwendet werden:

1010. Geschäftliche Verbindlichkeiten (Standard) bezieht sich auf Darlehen, die nicht in Zusammenhang mit öffentlichen Maßnahmen zur Darlehensförderung stehen.

1020. Geschäftliche Verbindlichkeiten (besondere Bedingungen) bezieht sich auf Darlehen, für die eine öffentliche Unterstützung gewährt wird (Zinszuschüsse, Bürgschaften usw.).

1030. Verbindlichkeiten — familiäre/private Darlehen — Darlehen, die eine natürliche Person aufgrund ihrer familiären/privaten Verbindung mit dem Schuldner gewährt.

2010. Verbindlichkeiten — Lieferanten geschuldete Beträge.

3000. Sonstige Passiva — andere Passiva als Darlehen und Verbindlichkeiten

Zwei Informationsgruppen sind zu erfassen: (OV) Anfangsbestand und (CV) Endbestand.

Es wird in zwei Spalten unterschieden: (S) Kurzfristige Verbindlichkeiten und (L) Langfristige Verbindlichkeiten:

Kurzfristige Verbindlichkeiten — Darlehen und sonstige Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit dem Betrieb, die in weniger als einem Jahr getilgt werden müssen.

Langfristige Verbindlichkeiten — Darlehen und sonstige Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit dem Betrieb, die eine Laufzeit von einem Jahr oder mehr haben.

Tabelle G

Mehrwertsteuer (MwSt.)

Aufbau der Tabelle

Kategorie des MwSt.-Systems

Code (*)

 

Informationsgruppe

MwSt.-System

Bilanz nicht-investitions-gebundener Transaktionen

Bilanz investitions-gebundener Transaktionen

C

NI

I

VA

MwSt.-System des Betriebs

 

 

 


Code (*)

Beschreibung der Kategorien

1010

Haupt-MwSt.-System des Betriebs

1020

Spezielles MwSt.-System des Betriebs


Liste der MwSt.-Systeme für beide Kategorien

C

NI

I

Normales MwSt.-System

1

MwSt.-System mit teilweiser Anrechnung

2

 

 

Die Wertangaben im Betriebsbogen verstehen sich ohne MwSt.

Folgende Kategorien sind zu verwenden:

1010.   Haupt-MwSt.-System des Betriebs

1.   Normales MwSt.-System— das für landwirtschaftliche Betriebe garantiert einkommensneutrale MwSt.-System, da die MwSt.-Bilanz mit den Steuerbehörden abgerechnet wird.

2.   MwSt.-System mit teilweiser Anrechnung— das für landwirtschaftliche Betriebe nicht garantiert einkommensneutrale MwSt.-System, obwohl ein entsprechender Mechanismus zum Ausgleich gezahlter und erhaltener MwSt. enthalten sein kann.

1020.   Spezielles MwSt.-System des Betriebs

Die Codes entsprechen den Codes des Haupt-MwSt.-Systems.

Es ist nur eine Informationsgruppe „(VA) MwSt.-System des Betriebs“ vorhanden, die gegliedert ist in die Spalten (C) Code des MwSt.-Systems, (NI) Bilanz nicht-investitionsgebundener Transaktionen und (I) Bilanz investitionsgebundener Transaktionen.

Für das normale MwSt.-System wird nur der Code eingetragen. Unterliegt der Betrieb dem MwSt.-System mit teilweiser Anrechnung, muss auch zwischen der MwSt.-Bilanz nicht-investitionsgebundener Transaktionen und der MwSt.-Bilanz investitionsgebundener Transaktionen unterschieden werden.

Erhöht der MwSt.-Umsatz die Einnahmen des Betriebs, ergibt sich eine positive MwSt.-Bilanz. Bei einem Rückgang der Einnahmen ist die Bilanz negativ.

Tabelle H

Betriebsmittel

Aufbau der Tabelle

Kategorie der Betriebsmittel

Code (*)

 

 

 

Spalten

Informationsgruppe

Wert

Menge

V

Q

LM

Kosten und Betriebsmittel — Arbeitskräfte und Maschinen

 

 

SL

Spezifische Kosten — Tierische Erzeugung

 

 

SC

Spezifische Kosten und Betriebsmittel — Pflanzliche Erzeugung

 

 

OS

Spezifische Kosten für sonstige Erwerbstätigkeiten

 

 

FO

Gemeinkosten

 

 


Code (*)

Gruppe

Beschreibung der Kategorien

V

Q

1010

LM

Löhne und Soziallasten für entlohnte Arbeitskräfte

 

1020

LM

Arbeiten durch Dritte und Maschinenmiete

 

1030

LM

Laufende Unterhaltung der Maschinen und Geräte

 

1040

LM

Treib- und Schmierstoffe

 

1050

LM

Aufwendungen für Kraftfahrzeuge

 

2010

SL

Zugekaufte Kraftfutter für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)

 

2020

SL

Zugekaufte Raufutter für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)

 

2030

SL

Zugekaufte Futtermittel für Schweine

 

2040

SL

Zugekaufte Futtermittel für Geflügel und sonstige Kleintiere

 

2050

SL

Im Betrieb erzeugte Futtermittel für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)

 

2060

SL

Im Betrieb erzeugte Futtermittel für Schweine

 

2070

SL

Im Betrieb erzeugte Futtermittel für Geflügel und sonstige Kleintiere

 

2080

SL

Veterinärkosten

 

2090

SL

Sonstige spezifische Kosten — Tierische Erzeugung

 

3010

SC

Zugekauftes Saat- und Pflanzgut

 

3020

SC

Im Betrieb erzeugtes und verbrauchtes Saat- und Pflanzgut

 

3030

SC

Dünge- und Bodenverbesserungsmittel

 

3031

SC

Menge N in Mineraldüngern

 

3032

SC

Menge P2O5 in Mineraldüngern

 

3033

SC

Menge K2O in Mineraldüngern

 

3034

SC

Zugekaufter Dung

 

3040

SC

Pflanzenschutzmittel

 

3090

SC

Sonstige spezifische Kosten — Pflanzliche Erzeugung

 

4010

OS

Spezifische Kosten für Forstwirtschaft und Holzverarbeitung

 

4020

OS

Spezifische Kosten für die Verarbeitung pflanzlicher Erzeugnisse

 

4030

OS

Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Kuhmilch

 

4040

OS

Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Büffelmilch

 

4050

OS

Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Schafsmilch

 

4060

OS

Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Ziegenmilch

 

4070

OS

Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Fleisch und sonstigen tierischen Erzeugnissen

 

4090

OS

Sonstige spezifische Kosten für sonstige Erwerbstätigkeiten

 

5010

FO

Laufende Unterhaltung der Wirtschaftsgebäude und Bodenverbesserungen

 

5020

FO

Elektrischer Strom

 

5030

FO

Brennstoffe

 

5040

FO

Wasser

 

5051

FO

Landwirtschaftsversicherung

 

5055

FO

Sonstige Betriebsversicherungen

 

5061

FO

Steuern und sonstige Lasten

 

5062

FO

Grund- und Gebäudesteuern

 

5070

FO

Bezahlte Pacht insgesamt

 

5071

FO

Pacht für Flächen

 

5080

FO

Zinsen und Finanzierungskosten

 

5090

FO

Sonstige Gemeinkosten

 

Die Bereitstellung der Daten gemäß den Codes 3031-3033 ist in den Jahren 2015-2017 für diejenigen Mitgliedstaaten fakultativ, die bisher die Möglichkeit gemäß Artikel 3 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 385/2012 der Kommission (9) genutzt haben Die Mitgliedstaaten, die diese Möglichkeit nutzen, informieren die Kommission und den Ausschuss des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen jährlich über die Durchführung ihres Plans für die Vorbereitungen zur Erhebung und Übertragung der Daten gemäß diesen Codes.

Die Betriebsmittel (Aufwand in Geld und Naturalleistungen sowie ausgewählte sonstige Betriebsmittel) beziehen sich auf den „Verbrauch“ von Produktionsressourcen (einschließlich innerbetrieblicher Verbrauch), die im Verlauf des Rechnungsjahres für die Erzeugung des Betriebs eingesetzt werden, oder während des Rechnungsjahres verbraucht werden. Wenn sich bestimmte Ausgaben sowohl auf den Privatverbrauch als auch auf den innerbetrieblichen Verbrauch beziehen (z. B. Elektrizität, Wasser, Brennstoffe usw.), so wird nur der Anteil des Verbrauchs im Betrieb in den Betriebsbogen aufgenommen. Der Anteil der betriebsbezogenen Nutzung an den Ausgaben für private Kraftfahrzeuge sollte ebenfalls aufgeführt werden.

Bei der Berechnung des Aufwands für die Erzeugung des Rechnungsjahres sollten die Zukäufe und der Verbrauch im Betrieb um die Bewertungsänderung berichtigt werden (einschließlich Änderungen bei den Kulturen). Für jeden Posten sind der Gesamtaufwand und der Gegenwert des Verbrauchs im Betrieb gesondert aufzuführen.

Wo die angegebenen Kosten dem gesamten Aufwand während des Buchführungsjahres entsprechen, aber nicht der Produktion während dieses Jahres, sollten Änderungen in den Lagerbeständen des Aufwands (einschließlich der Änderungen der Kulturvorausleistungen) unter einem angemessenen Code des Umlaufvermögens angegeben werden.

Werden die Produktionsmittel des Betriebes (Arbeitskräfte einschließlich nicht entlohnter Arbeitskräfte, Maschinen und Geräte) zur Erzeugung von Anlagegütern eingesetzt (bauliche Anlagen oder größere Instandsetzungsarbeiten bei Maschinen, bauliche Anlagen oder größere Instandsetzungen bei Gebäuden, auch Abbrucharbeiten; Pflanzung oder Rodung von Obstbäumen), sind die entsprechenden — wenn nötig geschätzten — Kosten nicht in den laufenden Betriebsaufwand einzubeziehen. In jedem Fall sind die Arbeitskosten und die Arbeitsstunden für die Erzeugung von Anlagegütern nicht in den Aufwand und die Angaben über die Arbeitskräfte einzubeziehen. Lassen sich jedoch bestimmte andere Kosten der Erzeugung von Anlagegütern als die Arbeitskosten (z. B. Benutzung des Traktors des Betriebs) nicht einzeln ermitteln, wobei diese Kosten in den Aufwand einbezogen werden, so kann ausnahmsweise der geschätzte Wert aller dieser Kosten der Erzeugung von Anlagegütern in Tabelle I „Pflanzenbau“ unter dem Kategoriecode 90900 („Sonstiges“) angegeben werden.

Die Kosten in Zusammenhang mit dem „Verbrauch“ von Betriebskapital werden durch Abschreibungen ausgedrückt, sodass die Aufwendungen für den Erwerb von Anlagegütern nicht als Betriebskosten einzustufen sind. Angaben zur Abschreibung sind Tabelle D „Vermögenswerte“ zu entnehmen.

Ausgaben, die während des Rechnungsjahres oder später rückerstattet werden (z. B. Reparaturen an einem Traktor infolge eines Unfalls, der durch eine Versicherung oder eine Haftung Dritter abgedeckt ist) sollten nicht als Betriebsaufwand aufgeführt und die entsprechenden Belege nicht in die Buchhaltung des Betriebs aufgenommen werden.

Einkünfte aus dem Wiederverkauf erworbener landwirtschaftlicher Betriebsmittel werden von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen.

Zuschüsse und Beihilfen werden nicht von dem entsprechenden Aufwandsposten abgezogen, sondern unter den entsprechenden Codes 4100 bis 4900 in Tabelle M „Subventionen“ eingetragen (siehe Angaben zu diesen Codes). Investitionszuschüsse und Beihilfen werden in Tabelle D „Vermögenswerte“ angegeben.

Der Aufwand enthält auch Ausgaben für Käufe in Zusammenhang mit den einzelnen Aufwandsposten.

Die Betriebsmittel werden wie folgt eingeteilt:

1010.   Löhne und Soziallasten für entlohnte Arbeitskräfte

Darunter fällt Folgendes:

an die Arbeitnehmer gezahlte Löhne und Gehälter unabhängig von der Basis der Entlohnung (Akkordarbeit oder Bezahlung pro Stunde), unter Abzug an den Betriebsinhaber gezahlter Sozialleistungen zum Ausgleich der Zahlung eines Gehalts, das nicht der tatsächlich geleisteten Arbeit entspricht (z. B. Abwesenheit vom Arbeitsplatz aufgrund eines Unfalls, Weiterbildung usw.);

Löhne und Gehälter in Naturalleistungen (z. B. Unterkunft, Verpflegung, Beherbergung, Erzeugnisse des Betriebs usw.);

Prämien für Produktivität oder Qualifikationen, Geschenke, Gratifikationen, Gewinnbeteiligung;

sonstige Ausgaben in Zusammenhang mit Beschäftigung (Einstellungskosten);

vom Arbeitgeber zu tragende Soziallasten und Beschäftigungsabgaben;

Unfallversicherungen für Arbeitnehmer.

Die Soziallasten und Versicherungsprämien für Betriebsinhaber und nicht entlohnte Arbeitskräfte sind nicht als Betriebsaufwand einzutragen.

Die von nicht entlohnten Arbeitskräften bezogenen Beträge (die definitionsgemäß unter dem normalen Lohn liegen — siehe Definition für nicht entlohnte Arbeitskräfte) werden nicht im Betriebsbogen aufgeführt.

Von pensionierten, nicht länger im Betrieb beschäftigten Arbeitskräften bezogene Leistungen (Geld oder Naturalleistungen) sind nicht unter diesem Posten, sondern unter dem Code „Sonstige Gemeinkosten“ aufzuführen.

1020.   Arbeiten durch Dritte und Mieten von Maschinen

Darunter fällt Folgendes:

Gesamtaufwand für die Arbeiten landwirtschaftlicher Lohnunternehmen im Betrieb. Dies umfasst in der Regel die Kosten für den Einsatz von Geräten (einschließlich Treibstoff) und die Arbeitsleistung. Sind — außer für den Treibstoff — die Kosten für die verwendeten Materialien (d. h. Pflanzenschutzmittel, Düngemittel und Saatgut) bereits in dem vertragsmäßigen Preis inbegriffen, so sind diese Materialkosten auszuschließen. Dieser Betrag (erforderlichenfalls geschätzt) wird unter dem entsprechenden Aufwandsposten (z. B. für Pestizide unter Code 3040„Pflanzenschutzmittel“) eingetragen;

Kosten für die Miete von Maschinen, die von den Arbeitskräften des Betriebs verwendet werden. Die Treibstoffkosten für die gemieteten Maschinen sind unter dem Code 1040„Treib- und Schmierstoffe“ zu verbuchen;

Kosten für das Leasing von Maschinen, die von den Arbeitskräften des Betriebs verwendet werden. Die Treibstoff- und Instandhaltungskosten für geleaste Maschinen sind unter den einschlägigen Codes (Code 1030„Laufende Unterhaltung der Maschinen und Geräte“ und Code 1040„Treib- und Schmierstoffe“) zu verbuchen.

1030.   Laufende Unterhaltung der Maschinen und Geräte

Aufwand für die Unterhaltung von Maschinen und Geräten und kleinere Instandsetzungen, die den Marktwert der Geräte nicht beeinflussen (z. B. Bezahlung eines Mechanikers, Kosten für Ersatzteile usw.).

Dieser Posten umfasst auch Zukäufe von Kleingeräten, Sattler- und Hufschmiedearbeiten, den Kauf von Reifen, Frühbeetkästen, Schutzbekleidung, Reinigungsmitteln für die Reinigung von Geräten im Allgemeinen und den anteilmäßigen Aufwand für die betriebliche Nutzung privater Kraftfahrzeuge (siehe auch Code 1050). Mittel für die Reinigung von Geräten in Zusammenhang mit der Tierhaltung (z. B. Melkmaschinen) werden unter Code 2090„Sonstige spezifische Kosten — Tierische Erzeugung“ eingetragen.

Größere Instandsetzungsarbeiten, die den Wert der Geräte erhöhen, fallen nicht unter diesen Code (siehe auch die Anweisungen für die Abschreibung in Tabelle D „Vermögenswerte“).

1040.   Treib- und Schmierstoffe

Hier ist auch der anteilmäßige Aufwand für die betriebliche Nutzung privater Kraftfahrzeuge einzutragen (siehe auch Code 1050).

Werden Mineralölerzeugnisse sowohl als Treib- als auch als Brennstoffe verwendet, wird die Summe in zwei Codes unterteilt:

1040.

„Treib- und Schmierstoffe“;

5030.

„Brennstoffe“.

1050.   Aufwendungen für Kraftfahrzeuge

Wird der anteilmäßige Aufwand für die betriebliche Nutzung privater Kraftfahrzeuge geschätzt (z. B. ein fester Betrag pro km), werden diese Kosten unter diesem Code eingetragen.

Futtermittel

Futtermittel werden in im Betrieb erzeugte und zugekaufte Futtermittel unterteilt.

Die zugekauften Futtermittel umfassen Minerallecksteine, Milcherzeugnisse (zugekauft oder zum Betrieb zurückgeführt) und Erzeugnisse für die Haltbarmachung und Lagerung von Futtermitteln sowie die Kosten für die Viehpension, die Benutzung von Gemeinschaftsweiden und die Pacht von Futterflächen, die nicht in der landwirtschaftlich genutzten Fläche enthalten sind. Zugekaufte Einstreu und Stroh werden auch zu den zugekauften Futtermitteln gerechnet.

Zugekaufte Futtermittel für Raufutterfresser werden in Kraftfutter und Raufutter unterteilt (einschließlich Pensionstiere und Ausgaben für die Verwendung von Gemeinschaftsweiden, Weideland und Futterflächen, die nicht zur landwirtschaftlich genutzten Fläche gehören, sowie zugekaufte Einstreu und Stroh).

Unter den Code 2010„Zugekaufte Kraftfutter für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)“ fallen insbesondere Ölkuchen, Mischfuttermittel, Getreide, getrocknetes Gras, getrocknete Zuckerrübenpulpe, Fischmehl, Milch und Milcherzeugnisse, Mineralstoffe und Lagerungs- und Haltbarmachungszusätze.

Ausgaben für Arbeiten zur Erzeugung von Raufutter, z. B. Silage, die durch Lohnarbeitnehmer ausgeführt werden, fallen unter den Code 1020„Arbeiten durch Dritte und Mieten von Maschinen“.

Im Betrieb erzeugte und verwendete Futtermittel umfassen handelsfähige Betriebserzeugnisse, die als Futtermittel verwendet werden (einschließlich Milch und Milcherzeugnisse, außer von Kälbern gesäugte Milch, die nicht berücksichtigt wird). Im Betrieb erzeugte Einstreu und Stroh werden nur erfasst, wenn sie in der betreffenden Region und in dem betreffenden Jahr ein handelsfähiges Erzeugnis darstellen.

Folgende Unterteilung wird vorgenommen:

Zugekaufte Futtermittel:

2010.

Zugekaufte Kraftfutter für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)

2020.

Zugekaufte Raufutter für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)

2030.

Zugekaufte Futtermittel für Schweine

2040.

Zugekaufte Futtermittel für Geflügel und sonstige Kleintiere

Im Betrieb erzeugte und verwendete Futtermittel:

2050.

Im Betrieb erzeugte Futtermittel für Raufutterfresser (Einhufer, Wiederkäuer)

2060.

Im Betrieb erzeugte Futtermittel für Schweine

2070.

Im Betrieb erzeugte Futtermittel für Geflügel und sonstige Kleintiere

2080.   Veterinärkosten

Tierarztkosten und Arzneimittel.

2090.   Sonstige spezifische Kosten — Tierische Erzeugung

Alle unter den Codes der Tabelle H nicht erfassten spezifischen Kosten der tierischen Erzeugung: Deckgebühren, künstliche Besamung, Kastrierung, Milchkontrolle, Herdbuchbeiträge und -eintragungen, Reinigungsmittel für Maschinen und Geräte für die Tierhaltung (z. B. Melkmaschinen), Verpackungsmaterial für tierische Erzeugnisse, Kosten der Lagerung und Vermarktungsvorbereitung tierischer Erzeugnisse außerhalb des Betriebs, Kosten der Vermarktung tierischer Erzeugnisse im Betrieb, Kosten für die Entsorgung von Dungüberschüssen usw. Dies umfasst auch die kurzfristige Anmietung von Gebäuden zur Unterbringung von Tieren oder Lagerung von Erzeugnissen in Zusammenhang mit der tierischen Erzeugung. Ausgeschlossen sind spezifische Kosten für die Verarbeitung tierischer Erzeugnisse, die unter den Codes 4030 bis 4070 von Tabelle H erfasst werden.

3010.   Zugekauftes Saat- und Pflanzgut

Sämtliches zugekaufte Saat- und Pflanzgut, einschließlich Blumenzwiebeln und Knollen. Die Kosten für junge Bäume und Sträucher für Neuanpflanzungen gelten als Investition und sind in Tabelle D entweder unter Code 2010„Biologische Vermögenswerte — Pflanzen“ oder unter Code 5010„Forstflächen einschließlich stehendes Holz“ einzutragen. Die Kosten für die Neupflanzung von jungen Bäumen und Sträuchern in geringem Umfang gelten jedoch als Kosten innerhalb des Rechnungsjahres und sind unter dem vorliegenden Code einzutragen, mit Ausnahme derjenigen, die in Zusammenhang mit den zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörigen Wäldern stehen. Letztere sind unter dem Code 4010„Spezifische Kosten für Forstwirtschaft und Holzverarbeitung“ einzutragen.

Die Kosten für die Verarbeitung von Saatgut (Sortieren, Desinfektion) sind ebenfalls unter diesem Code einzutragen.

3020.   Im Betrieb erzeugtes und verbrauchtes Saat- und Pflanzgut

Sämtliches im Betrieb erzeugtes und verbrauchtes Saat- und Pflanzgut (einschließlich Blumenzwiebeln und Knollen).

3030.   Dünge- und Bodenverbesserungsmittel

Sämtliche zugekauften Dünge- und Bodenverbesserungsmittel (z. B. Kalk) einschließlich Kompost, Torf und Dung (außer im Betrieb erzeugter Dung).

Für die zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Wälder verwendete Dünge- und Bodenverbesserungsmittel sind unter dem Code 4010„Spezifische Kosten für Forstwirtschaft und Holzverarbeitung“ einzutragen.

3031.   Stickstoffmenge (N) in Mineraldüngern

Gesamtmenge (Gewicht) an Stickstoff (N) in den verwendeten Mineraldüngern, abgeschätzt anhand der Mineraldüngermengen und ihres Stickstoffgehalts.

3032.   Phosphormenge (P2O5) in Mineraldüngern

Gesamtmenge (Gewicht) an Phosphor (P2O5) in den verwendeten Mineraldüngern, abgeschätzt anhand der Mineraldüngermengen und ihres Phosphorgehalts.

3033.   Kaliummenge (K2O) in Mineraldüngern

Gesamtmenge (Gewicht) an Kalium (K2O) in den verwendeten Mineraldüngern, abgeschätzt anhand der Mineraldüngermengen und ihres Kaliumgehalts.

3034.   Zugekaufter Dung

Wert des zugekauften Dungs.

3040.   Pflanzenschutzmittel

Alle Erzeugnisse, die zum Schutz der Kulturen gegen Schädlinge und Krankheiten, wildlebende Tiere, Wettereinflüsse usw. eingesetzt werden (Insektizide, Fungizide, Herbizide, Giftköder, Vogelscheuchen, Antihagelgeschosse, Frostschutzmittel usw.). Werden die Arbeiten im Rahmen des Pflanzenschutzes durch Dritte ausgeführt und können die Kosten für die Pflanzenschutzmittel selbst nicht einzeln ermittelt werden, so wird der Gesamtbetrag unter dem Code 1020„Arbeiten durch Dritte und Mieten von Maschinen“ aufgeführt.

Für die zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Wälder verwendete Schutzmaterialien werden unter dem Code 4010„Spezifische Kosten für Forstwirtschaft und Holzverarbeitung“ eingetragen.

3090.   Sonstige spezifische Kosten — Pflanzliche Erzeugung

Sämtliche direkt mit der pflanzlichen Erzeugung (einschließlich Dauerweiden und Grünland) verbundenen Kosten, die nicht unter sonstige Aufwandsposten fallen: Verpackungs- und Bindematerial, Bindfaden und Seile, Bodenanalysen, Wettbewerbskosten, Kunststoffüberzüge (z. B. für Erdbeerfelder), Material für Konservierungs-, Weiterverarbeitungs-, Lagerungs- und Vermarktungszwecke außerhalb des Betriebs, Vermarktungskosten der pflanzlichen Erzeugnisse des Betriebs, Kauf von marktfähigen Ernten auf dem Halm oder kurzfristiges Pachten von Flächen für weniger als ein Jahr zum Anbau marktfähiger Kulturen, Zukäufe von Trauben und Oliven zur Verarbeitung im Betrieb usw. Ausgenommen sind spezifische Kosten für die Verarbeitung von sonstigen pflanzlichen Erzeugnissen als Trauben und Oliven, die unter Code 4020 erfasst werden. Schließt auch die kurzfristige Anmietung von Gebäuden ein, die für marktfähige Kulturen verwendet werden.

4010.   Spezifische Kosten für Forstwirtschaft und Holzverarbeitung

Düngemittel, Schutzmaterialien, verschiedene spezifische Kosten. Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4020.   Spezifische Kosten für die Verarbeitung pflanzlicher Erzeugnisse

Zutaten, Rohmaterialien oder Halbfertigerzeugnisse, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für die Verarbeitung pflanzlicher Erzeugnisse (z. B. spezifische Verpackungs- oder Vermarktungskosten). Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4030.   Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Kuhmilch

Zutaten, Rohmaterialien oder Halbfertigerzeugnisse, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für die Verarbeitung von Kuhmilch (z. B. spezifische Verpackungs- oder Vermarktungskosten). Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4040.   Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Büffelmilch

Zutaten, Rohmaterialien oder Halbfertigerzeugnisse, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für die Verarbeitung von Büffelmilch (z. B. spezifische Verpackungs- oder Vermarktungskosten). Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4050.   Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Schafsmilch

Zutaten, Rohmaterialien oder Halbfertigerzeugnisse, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für die Verarbeitung von Schafsmilch (z. B. spezifische Verpackungs- oder Vermarktungskosten). Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4060.   Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Ziegenmilch

Zutaten, Rohmaterialien oder Halbfertigerzeugnisse, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für die Verarbeitung von Ziegenmilch (z. B. spezifische Verpackungs- oder Vermarktungskosten). Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4070.   Spezifische Kosten für die Verarbeitung von Fleisch und sonstigen tierischen Erzeugnissen

Zutaten, Rohmaterialien oder Halbfertigerzeugnisse, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für die Verarbeitung von Fleisch oder sonstigen tierischen Erzeugnissen, die nicht unter den Codes 4030 bis 4060 aufgeführt sind (z. B. spezifische Verpackungs- oder Vermarktungskosten). Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

4090.   Sonstige spezifische Kosten für sonstige Erwerbstätigkeiten

Rohmaterialien, im Betrieb erzeugt oder zugekauft, und sonstige spezifische Kosten für sonstige Erwerbstätigkeiten. Arbeitskosten, Lohnarbeit und Kosten der Mechanisierung sind nicht eingeschlossen und werden unter den entsprechenden Aufwandscodes geführt.

5010.   Laufende Unterhaltung der Wirtschaftsgebäude und Bodenverbesserungen

Vom Betriebsinhaber finanzierte Instandhaltung der Wirtschaftsgebäude und Bodenverbesserungen, einschließlich Gewächshäuser, Gartenbaukästen und Träger. Unter diesem Code sollte der Kauf der erforderlichen Baustoffe für die Instandhaltung der Gebäude aufgeführt werden.

Der Kauf von Baustoffen für neue Investitionen sollte unter den entsprechenden Codes in der Spalte „Investitionen/Käufe“ in der Informationsgruppe D „Vermögenswerte“ eingetragen werden.

Die Kosten für größere Reparaturen von Gebäuden, die deren Wert erhöhen (größere Instandhaltungsarbeiten) werden nicht unter diesem Code eingetragen. Diese Kosten werden als Investitionen unter Code 3030„Betriebsgebäude“ in Tabelle D aufgeführt.

5020.   Elektrischer Strom

Gesamtverbrauch für alle betrieblichen Zwecke.

5030.   Brennstoffe

Gesamtverbrauch für alle betrieblichen Zwecke, einschließlich Heizung der Gewächshäuser.

5040.   Wasser

Kosten für den Anschluss an das Wasserversorgungsnetz und Wasserverbrauch für alle betrieblichen Zwecke einschließlich Bewässerung. Die Kosten für die Verwendung der betriebseigenen Wasseranlagen werden unter den entsprechenden Codes eingetragen: Abschreibung von Maschinen und Geräten, Instandhaltung von Maschinen und Geräten, Treibstoffe, Elektrizität.

5051.   Landwirtschaftsversicherung

Die Kosten für die Versicherung der Erlöse aus der landwirtschaftlichen Erzeugung bzw. seiner Bestandteile, einschließlich der Versicherung gegen Tierverluste, Ernteschäden usw.

5055.   Sonstige Betriebsversicherungen

Alle Versicherungsprämien, die Betriebsrisiken (außer landwirtschaftliche Risiken) decken, wie z. B. Haftpflicht des Betriebsinhabers, Brand, Überschwemmung, außer Unfallversicherungen für Arbeitsunfälle, die unter Code 1010 einzutragen sind. Eingeschlossen sind hier auch die Versicherungsprämien für Gebäude.

5061.   Steuern und sonstige Lasten

Alle Steuern und sonstigen Lasten, die den Betrieb betreffen, einschließlich Umweltsteuern. Mehrwertsteuer und Steuern, die sich auf Grund und Boden, Gebäude oder Arbeitskräfte beziehen, sind ausgenommen. Direkte Steuern (Einkommenssteuern) des Betriebsinhabers werden nicht im Betriebsbogen erfasst.

5062.   Grund- und Gebäudesteuern

Steuern, Abgaben und sonstige Lasten, die der Inhaber auf den Besitz oder die Nutzung von Betriebsländereien und Wirtschaftsgebäuden zu zahlen hat.

5070.   Bezahlte Pacht

Wert der (in bar oder in Naturalien) entrichteten Pacht für Flächen, Gebäude, Quoten und sonstige Rechte des Betriebs. Nur der für Betriebszwecke genutzte Teil der Betriebsgebäude und sonstiger gepachteter Gebäude sollte eingetragen werden. Die Pacht- oder Leasingkosten für Quoten, die nicht an Flächen gebunden sind, werden ebenfalls in Tabelle E eingetragen.

5071.   Davon: Pacht für Flächen

5080.   Zinsen und Finanzierungskosten

Zinsen und Finanzierungskosten für Darlehen, die zu betrieblichen Zwecken aufgenommen wurden. Diese Angaben sind obligatorisch.

Zinsvergünstigungen sind nicht abziehbar, sie werden in Tabelle M unter Code 3550 eingetragen.

5090.   Sonstige Gemeinkosten

Alle übrigen, unter den vorangegangenen Codes nicht erfassten Betriebsunkosten (Buchführungs- und Sekretariatskosten, Bürokosten, Telefongebühren, Beiträge, Abonnements usw.).

Tabelle I

Pflanzliche Produktion

Aufbau der Tabelle

 

Pflanzenkategorie

Code (*)

 

Pflanzenart

Code (**)

Fehlende Angaben

Code (***)

Informationsgruppe

Spalten

Gesamtfläche

davon bewässert

davon Energie—pflanzen

davon GVO

Menge

Wert

TA

IR

DE

GM

Q

V

A

Fläche

 

 

 

 

OV

Anfangsbestand

 

CV

Endbestand

 

PR

Erzeugung

 

SA

Verkäufe

 

 

FC

Eigenverbrauch und Naturalleistungen

 

FU

Verbrauch im Betrieb

 

Für die verschiedenen Kulturen sollten folgende Codes verwendet werden:

Code (*)

Beschreibung

Getreide zur Körnergewinnung (einschließlich Saatgut)

10110

Weichweizen und Spelz

10120

Hartweizen

10130

Roggen

10140

Gerste

10150

Hafer

10160

Körnermais

10170

Reis

10190

Sonstiges Getreide zur Körnergewinnung

Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen zur Körnergewinnung (einschließlich Saatgut und Gemische von Hülsenfrüchten mit Getreide)

10210

Erbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen

10220

Linsen, Kichererbsen und Wicken

10290

Sonstige Eiweißpflanzen

10300

Kartoffeln/Erdäpfel (einschließlich Früh- und Pflanzkartoffeln)

10310

Zur Stärkeherstellung bestimmte Kartoffeln/Erdäpfel

10390

Sonstige Kartoffeln/Erdäpfel

10400

Zuckerrüben (ohne Saatgut)

10500

Futterhackfrüchte (ohne Saatgut)

Handelsgewächse

10601

Tabak

10602

Hopfen

10603

Baumwolle

10604

Raps und Rübsen

10605

Sonnenblume

10606

Soja

10607

Leinsamen (Öllein)

10608

Sonstige Ölsaaten

10609

Flachs

10610

Hanf

10611

Sonstige Faserpflanzen

10612

Duft-, Heil- und Gewürzpflanzen

10613

Zuckerrohr

10690

Sonstige Handelsgewächse, anderweitig nicht genannt

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren, darunter:

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen

10711

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren — Feldanbau

10712

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren — Gartenbau

10720

Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren — unter Glas oder sonstigen (begehbaren) Schutzabdeckungen

Details für alle Unterkategorien von „Frischgemüse, Melonen und Erdbeeren“:

10731

Blumenkohl/Karfiol und Broccoli

10732

Grüner Salat

10733

Tomaten/Paradeiser

10734

Zuckermais

10735

Speisezwiebeln

10736

Knoblauch

10737

Karotten

10738

Erdbeeren

10739

Melonen

10790

Sonstiges Gemüse

Blumen und Zierpflanzen (ohne Baumschulen)

10810

Blumen und Zierpflanzen —- im Freiland oder unter niedrigen (nicht begehbaren) Schutzabdeckungen

10820

Blumen und Zierpflanzen — unter Glas oder sonstigen (begehbaren) Schutzabdeckungen

Details für alle Unterkategorien von „Blumen und Zierpflanzen (ohne Baumschulen)“:

10830

Blumenzwiebeln und -knollen

10840

Schnittblumen und Knospen

10850

Blühende Pflanzen und Zierpflanzen

Grün geerntete Pflanzen

10910

Ackerwiesen und -weiden

Sonstige grün geerntete Pflanzen:

10921

Grünmais

10922

Leguminosen

10923

Sonstige grün geerntete Pflanzen, anderweitig nicht genannt

11000

Sämereien und Pflanzgut auf dem Ackerland

11100

Sonstige Ackerlandkulturen

Schwarz- und Grünbrache

11210

Schwarz- und Grünbrache, für die keine Beihilfe gewährt wird

11220

Schwarz- und Grünbrache, für die Beihilfen gezahlt werden und die nicht wirtschaftlich genutzt wird

11300

An Dritte verpachtetes, saatbereites Ackerland, einschließlich der dem Betriebspersonal als Naturallohn überlassenen Flächen

20000

Haus- und Nutzgärten

Dauergrünland

30100

Dauerwiesen und -weiden, ohne ertragsarmes Dauergrünland

30200

Ertragsarmes Dauergrünland

30300

Dauergrünland, das nicht mehr zu Produktionszwecken genutzt wird und beihilfefähig ist

Dauerkulturen

Obstarten, darunter

40111

Äpfel

40112

Birnen

40113

Pfirsiche und Nektarinen

40114

Sonstiges Obst der gemäßigten Klimazonen

40115

Obst der subtropischen oder tropischen Klimazonen

40120

Beerenarten

40130

Schalenobst

Zitrusanlagen

40210

Orangen

40220

Tangerinen, Mandarinen, Clementinen und ähnliche kleine Früchte

40230

Zitronen

40290

Sonstige Zitrusfrüchte

Olivenanlagen

40310

Tafeloliven

40320

Oliven, die für die Ölherstellung (als Früchte) verkauft werden

40330

Olivenöl

40340

Nebenerzeugnisse des Olivenanbaus

Rebanlagen

40411

Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g. U.)

40412

Wein mit geschützter geografischer Angabe (g. g. A.)

40420

Sonstige Weine

40430

Tafeltrauben

40440

Rosinen

40451

Keltertrauben für Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g. U.)

40452

Keltertrauben für Wein mit geschützter geografischer Angabe (g. g. A.)

40460

Keltertrauben für sonstige Weine

40470

Verschiedene Erzeugnisse des Weinbaus: Traubenmost, Saft, Branntwein, Essig und sonstige im Betrieb erzeugte Produkte

40480

Nebenerzeugnisse des Weinbaus (Trester, Trub)

40500

Baumschulen

40600

Sonstige Dauerkulturen

40610

Darunter Weihnachtsbäume

40700

Dauerkulturen unter Glas

40800

Junge Anpflanzungen

Sonstige Flächen

50100

Nicht genutzte landwirtschaftliche Flächen

50200

Forstfläche

50210

darunter Niederwald mit kurzer Umtriebszeit

50900

Sonstige Flächen (Gebäude- und Hofflächen, Wege, Teiche, Steinbrüche, unfruchtbares Land, Felsflächen usw.)

60000

Pilze

Sonstige Erzeugnisse und Einnahmen

90100

Erträge aus der Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen

90200

Ausgleichszahlungen durch nicht kulturgebundene Ernteversicherung

90300

Nebenerzeugnisse pflanzlicher Erzeugnisse, ohne Olivenanbau und Rebanlagen

90310

Stroh

90320

Rübenblatt

90330

Sonstige Nebenerzeugnisse

90900

Sonstiges

Die entsprechenden Codes sind der nachstehenden Liste zu entnehmen:

Code (**)

Beschreibung

0

Entfällt. Diese Codenummer ist für weiter verarbeitete Erzeugnisse, eingelagerte Erzeugnisse und Nebenprodukte zu verwenden.

1

FeldanbauHauptkultur, gemischte (kombinierte) Kultur. Diese umfassen:

Einzelkulturen, d. h. Kulturen, die allein auf einer bestimmten Fläche im betreffenden Rechnungsjahr angebaut werden;

Mischkulturen: Kulturen, die gleichzeitig bestellt, unterhalten und geerntet werden und deren Enderzeugnis eine Mischung darstellt;

von den Kulturen, die im Rechnungsjahr auf einer bestimmten Fläche nacheinander angebaut werden, diejenige, die den Boden am längsten beansprucht;

Kulturen, die sich gleichzeitig während einer gewissen Zeit auf derselben Fläche befinden und von denen jede im Laufe des Rechnungsjahres normalerweise eine unterschiedliche Ernte liefert. Die Gesamtfläche wird auf jede der beteiligten Kulturen proportional zu der tatsächlich beanspruchten Fläche aufgeteilt;

frisches Gemüse, Melonen und Erdbeeren im Feldanbau im Freien.

2

Feldanbau — Folgekultur(en): Kulturen, die im Rechnungsjahr nacheinander auf einer bestimmten Fläche angebaut und nicht als Hauptkulturen betrachtet werden.

3

Gemüse- und Zierpflanzenanbau im Freiland: Frisches Gemüse, Melonen und Erdbeeren sowie Blumen und Zierpflanzen im Freilandanbau.

4

Anbau unter begehbarem Witterungsschutz: Frisches Gemüse, Melonen, Erdbeeren sowie Blumen und Zierpflanzen (einjährig und mehrjährig) und Dauerkulturen aus dem Anbau unter Witterungsschutz.

Die Codes für fehlende Angaben sind der nachstehenden Liste zu entnehmen:

Code (***)

Beschreibung

0

Keine fehlende Angabe

1

Keine Angabe für Fläche: Einzutragen, wenn die Fläche einer Kultur nicht angegeben ist, z. B. beim Verkauf von Erzeugnissen marktfähiger Kulturen, die auf dem Halm gekauft wurden oder von gelegentlich für weniger als ein Jahr gepachteten Flächen stammen.

2

Keine Angabe Produktion (unter Vertrag): Einzutragen, wenn die Verkaufsbedingungen bei Vertragsanbau keine Angabe der mengenmäßigen Erzeugung zulassen.

3

Keine Angabe Produktion (nicht unter Vertrag): Einzutragen, wenn die Verkaufsbedingungen bei Nicht-Vertrags-Kulturen keine Angabe der mengenmäßigen Erzeugung zulassen.

4

Keine Angabe Fläche und Produktion: Einzutragen, wenn Fläche und mengenmäßige Erzeugung nicht vorliegen.

Die Angaben über den Pflanzenbau während des Rechnungsjahres werden im Format der Tabelle I „Pflanzenbau“ erfasst. Für jede Kultur ist eine gesonderte Übersicht auszufüllen. Der Inhalt der Tabelle wird definiert durch die Auswahl eines Codes für die Kategorie und die Art der Pflanzen sowie eines Codes für fehlende Angaben.

Detaillierte Angaben zu Kartoffeln/Erdäpfeln (Codes 10310, 10390), frischem Gemüse, Melonen und Erdbeeren (Codes 10731, 10732, 10733, 10734, 10735, 10736, 10737, 10738, 10739, 10790), Blumen und Zierpflanzen (Codes 10830, 10840, 10850) und Nebenerzeugnissen pflanzlicher Erzeugnisse, ohne Olivenanbau und Rebanlagen (Codes 90310, 90320, 90330) müssen nur übermittelt werden, wenn die Daten in den betrieblichen Buchführungen verfügbar sind.

INFORMATIONSGRUPPEN IN TABELLE I

Tabelle I enthält sieben Reihen mit folgenden Informationsgruppen: Flächen (A), Anfangsbestand (OV), Endbestand (CV), Erzeugung (PR), Verkäufe (SA), Eigenverbrauch und Naturalleistungen (FC) und Verbrauch im Betrieb (FU).

Tabelle I enthält außerdem sechs Spalten, in die für jede Kultur die Gesamtfläche (TA), die bewässerte Fläche (IR), die für Energiepflanzen genutzte Fläche (EN), die für die Erzeugung von GVO genutzte Fläche (GM), die Produktions- und Verkaufsmenge (Q) und der Wert (V) einzutragen sind. Im Folgenden wird beschrieben, welche Spalten für welche Informationsgruppe ausgefüllt werden müssen:

I.A   Fläche

Für die Informationsgruppe Fläche (A) sind die Gesamtfläche (TA), die bewässerte Fläche (IR), die für Energiepflanzen genutzte Fläche (EN) und die für die Erzeugung von GVO genutzte Fläche zu erfassen. Die Fläche wird in Ar (100 Ar = 1 Hektar) angegeben, außer der Fläche für die Pilzzucht, die in Quadratmeter angegeben wird.

I.OV   Anfangsbestand

Für die Informationsgruppe Anfangsbestand (OV) ist der Wert (V) der Erzeugnisse auf Lager zu Beginn des Rechnungsjahres zu erfassen. Die Erzeugnisse werden bei der Bestandsaufnahme zu „Ab-Hof-Preisen“ bewertet.

I.CV   Endbestand

Für die Informationsgruppe Endbestand (CV) ist der Wert (V) der Erzeugnisse auf Lager am Ende des Rechnungsjahres zu erfassen. Die Erzeugnisse werden bei der Bestandsaufnahme zu „Ab-Hof-Preisen“ bewertet.

I.PR   Erzeugung

Für die Informationsgruppe Erzeugung (PR) sind die während des Rechnungsjahres produzierten Mengen pflanzlicher Erzeugnisse (Q) (abzüglich möglicher Verluste auf dem Feld und im Betrieb) zu erfassen. Diese Mengen werden für die Haupterzeugnisse des Betriebs angegeben (ohne Nebenerzeugnisse).

Die Mengen werden in Dezitonnen (100 kg) angegeben außer für Wein und Weinerzeugnisse, die in Hektoliter angegeben werden. Lassen für ein Erzeugnis die Verkaufsbedingungen keine Bestimmung der mengenmäßigen Erzeugung in Dezitonnen zu (z. B. Verkauf von Ernten auf dem Halm oder Vertragsanbau), so ist für Kulturen unter Vertrag der Code 2 für fehlende Angaben und in den sonstigen Fällen der Code 3 einzutragen.

I.SA   Verkäufe insgesamt

Für die Informationsgruppe Verkäufe (SA) sind die Menge (Q) und der Wert (V) für Verkäufe von Erzeugnissen einzutragen, die sich am Anfang des Rechnungsjahres auf Lager befanden und/oder im Rechnungsjahr produziert wurden. Wenn etwaige Vermarktungskosten bekannt sind, werden sie nicht vom Verkaufsbetrag abgezogen, sondern in Tabelle H „Betriebsmittel“ eingetragen.

I.FC   Eigenverbrauch und Naturalleistungen

Für die Informationsgruppe Eigenverbrauch und Naturalleistungen (FC) ist der Wert (V) der Erzeugnisse einzutragen, die vom Haushalt des Betriebsinhabers verbraucht werden, und/oder als Naturalleistungen für gekaufte Güter und Dienstleistungen (einschließlich Entlohnung in Naturalien) verwendet werden. Diese Erzeugnisse werden zu „Ab-Hof-Preisen“ bewertet.

I.FU   Innerbetrieblicher Verbrauch

Für die Informationsgruppe innerbetrieblicher Verbrauch sind die zu „Ab-Hof-Preisen“ bewerteten Betriebserzeugnisse einzutragen, die im Rechnungsjahr als Betriebsmittel im Betrieb verwendet worden sind und sich am Anfang des Rechnungsjahres auf Lager befanden (Hofbestände) und/oder im Verlauf des Rechnungsjahres produziert wurden. Dies beinhaltet Folgendes:

Futtermittel:

Wert der marktfähigen Erzeugnisse des Betriebs (Erzeugnisse, die in der Regel vermarktet werden), die im Rechnungsjahr als Futtermittel verwendet wurden. Das im Betrieb verbrauchte Stroh (als Futter oder Streu) wird nur so weit berücksichtigt, als es in dem betreffenden Gebiet und in dem betreffenden Rechnungsjahr ein marktfähiges Erzeugnis darstellt. Die betreffenden Erzeugnisse werden zu „Ab-Hof-Preisen“ bewertet;

Saatgut:

Ab-Hof-Wert der marktfähigen Erzeugnisse des Betriebs, die im Laufe des Jahres als Saatgut verwendet wurden;

sonstiger innerbetrieblicher Verbrauch (einschließlich Betriebserzeugnisse, die zur Verköstigung von Touristen verwendet werden).

Tabelle J

Tierhaltung

Aufbau der Tabelle

Tierkategorie

Code (*)

 

 

 

Spalten

Informationsgruppe

Durchschnittlicher Bestand

Anzahl

Wert

A

N

V

AN

Durchschnittlicher Bestand

 

OV

Anfangsbestand

 

 

CV

Endbestand