ISSN 1725-2539

doi:10.3000/17252539.L_2011.159.deu

Amtsblatt

der Europäischen Union

L 159

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Rechtsvorschriften

54. Jahrgang
17. Juni 2011


Inhalt

 

II   Rechtsakte ohne Gesetzescharakter

Seite

 

 

INTERNATIONALE ÜBEREINKÜNFTE

 

 

2011/343/EU

 

*

Beschluss des Rates vom 9. März 2011 über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit

1

 

 

VERORDNUNGEN

 

*

Verordnung (EU) Nr. 572/2011 des Rates vom 16. Juni 2011 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen

2

 

*

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 573/2011 des Rates vom 16. Juni 2011 zur Durchführung des Artikels 16 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen

5

 

*

Verordnung (EU) Nr. 574/2011 der Kommission vom 16. Juni 2011 zur Änderung des Anhangs I der Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte für Nitrit, Melamin, Ambrosia spp. und der Verschleppung bestimmter Kokzidiostatika und Histomonostatika sowie zur Konsolidierung der Anhänge I und II derselben ( 1 )

7

 

*

Verordnung (EU) Nr. 575/2011 der Kommission vom 16. Juni 2011 zum Katalog der Einzelfuttermittel ( 1 )

25

 

*

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 576/2011 der Kommission vom 16. Juni 2011 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch

66

 

*

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2011 der Kommission vom 16. Juni 2011 Änderung der Verordnung (EG) Nr. 881/2002 des Rates über die Anwendung bestimmter spezifischer restriktiver Maßnahmen gegen bestimmte Personen und Organisationen, die mit Osama bin Laden, dem Al-Qaida-Netzwerk und den Taliban in Verbindung stehen

69

 

 

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 578/2011 der Kommission vom 16. Juni 2011 zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der für bestimmtes Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

86

 

 

BESCHLÜSSE

 

 

2011/344/EU

 

*

Durchführungsbeschluss des Rates vom 30. Mai 2011 über einen finanziellen Beistand der Union für Portugal

88

 

*

Durchführungsbeschluss 2011/345/GASP des Rates vom 16. Juni 2011 zur Durchführung des Beschlusses 2011/137/GASP über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen

93

 

 

2011/346/EU

 

*

Beschluss der Kommission vom 20. Juli 2010 über die staatliche Beihilfe C 33/09 (ex NN 57/09, CP 191/09), die Portugal als staatliche Garantie zugunsten der BPP gewährt hat (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2010) 4932)  ( 1 )

95

 

 

2011/347/EU

 

*

Durchführungsbeschluss der Kommission vom 16. Juni 2011 zur Festlegung der Finanzhilfe der Union zur Durchführung einer epidemiologischen Untersuchung sowie von Überwachungsmaßnahmen im Rahmen der Dringlichkeitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit in den Niederlanden in den Jahren 2006 und 2007 (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2011) 4146)

105

 

 

IV   Vor dem 1. Dezember 2009 in Anwendung des EG-Vertrags, des EU-Vertrags und des Euratom-Vertrags angenommene Rechtsakte

 

 

2011/348/EG

 

*

Beschluss des Rates vom 10. November 2009 über die Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit im Namen der Europäischen Gemeinschaft und über die vorläufige Anwendung dieses Abkommens

107

Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit

108

 

 

Berichtigungen

 

*

Berichtigung der Durchführungsrichtlinie 2011/52/EU der Kommission vom 20. April 2011 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs Carboxin und zur Änderung der Entscheidung 2008/934/EG (ABl. L 105 vom 21.4.2011)

115

 

*

Berichtigung der Durchführungsrichtlinie 2011/53/EU der Kommission vom 20. April 2011 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs Dazomet und zur Änderung der Entscheidung 2008/934/EG (ABl. L 105 vom 21.4.2011)

115

 

*

Berichtigung der Durchführungsrichtlinie 2011/54/EU der Kommission vom 20. April 2011 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs Metaldehyd und zur Änderung der Entscheidung 2008/934/EG (ABl. L 105 vom 21.4.2011)

115

 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR

DE

Bei Rechtsakten, deren Titel in magerer Schrift gedruckt sind, handelt es sich um Rechtsakte der laufenden Verwaltung im Bereich der Agrarpolitik, die normalerweise nur eine begrenzte Geltungsdauer haben.

Rechtsakte, deren Titel in fetter Schrift gedruckt sind und denen ein Sternchen vorangestellt ist, sind sonstige Rechtsakte.


II Rechtsakte ohne Gesetzescharakter

INTERNATIONALE ÜBEREINKÜNFTE

17.6.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 159/1


BESCHLUSS DES RATES

vom 9. März 2011

über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit

(2011/343/EU)

DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 186 in Verbindung mit Artikel 218 Absatz 6 Buchstabe a Ziffer v,

auf Vorschlag der Europäischen Kommission,

nach Zustimmung des Europäischen Parlaments,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Kommission hat im Namen der Gemeinschaft ein Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit ausgehandelt.

(2)

Dieses Abkommen wurde von den Vertretern der Vertragsparteien am 30. November 2009 in Brüssel unterzeichnet und wird seit seiner Unterzeichnung gemäß Artikel 7 Absatz 2 des Abkommens bis zum seinem Abschluss vorläufig angewandt.

(3)

Infolge des Inkrafttretens des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 ist die Europäische Union an die Stelle der Europäischen Gemeinschaft getreten und deren Rechtsnachfolgerin geworden.

(4)

Das Abkommen sollte im Namen der Union abgeschlossen werden —

HAT FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN:

Artikel 1

Das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit wird im Namen der Europäischen Union genehmigt (1).

Artikel 2

Der Präsident des Rates nimmt die in Artikel 7 Absatz 2 des Abkommens vorgesehene Notifizierung im Namen der Union vor und teilt dem Haschemitischen Königreich Jordanien Folgendes mit:

„Infolge des Inkrafttretens des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 ist die Europäische Union an die Stelle der Europäischen Gemeinschaft getreten und deren Rechtsnachfolgerin geworden; von diesem Zeitpunkt an übt sie alle Rechte der Europäischen Gemeinschaft aus und übernimmt all ihre Verpflichtungen. Daher müssen alle Bezugnahmen auf ‚die Europäische Gemeinschaft‘ im Wortlaut des Abkommens, soweit angemessen, als Bezugnahmen auf ‚die Europäische Union‘ gelesen werden.“

Artikel 3

Dieser Beschluss tritt am Tag seiner Annahme in Kraft.

Geschehen zu Brüssel am 9. März 2011.

Im Namen des Rates

Der Präsident

CSÉFALVAY Z.


(1)  Siehe Seite 108 dieses Amtsblatts.


VERORDNUNGEN

17.6.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 159/2


VERORDNUNG (EU) Nr. 572/2011 DES RATES

vom 16. Juni 2011

zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen

DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 215,

gestützt auf den Beschluss 2011/137/GASP des Rates vom 28. Februar 2011 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen (1),

auf gemeinsamen Vorschlag der Hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und der Europäischen Kommission,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Mit dem Beschluss 2011/137/GASP in der Fassung des Beschlusses 2011/332/GASP (2) wird eine spezifische Ausnahmeregelung in Bezug auf das Einfrieren der Vermögenswerte bestimmter Organisationen (Häfen) getroffen.

(2)

Es ist zweckmäßig, die Fortsetzung der humanitären Hilfe und der Bereitstellung von Material und Waren zur Deckung der Grundbedürfnisse von Zivilisten sowie die für die Evakuierung aus Libyen erforderlichen Maßnahmen sicherzustellen.

(3)

Diese Maßnahmen fallen in den Geltungsbereich des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, und daher bedarf es zu ihrer Umsetzung Rechtsvorschriften auf Ebene der Union, insbesondere um ihre einheitliche Anwendung durch die Wirtschaftsbeteiligten in allen Mitgliedstaaten zu gewährleisten.

(4)

Angesichts der sehr ernsten Lage in Libyen und gemäß dem Beschluss 2011/137/GASP sollten weitere Organisationen in die in Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 des Rates (3) enthaltene Liste der Personen und Organisationen, gegen die restriktive Maßnahmen verhängt wurden, aufgenommen werden.

(5)

Damit die Wirksamkeit der in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen gewährleistet ist, sollte diese Verordnung am Tag ihrer Veröffentlichung in Kraft treten —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Verordnung (EU) Nr. 204/2011 wird wie folgt geändert:

1.

Artikel 8a erhält folgende Fassung:

„Artikel 8a

Abweichend von Artikel 5 können die in Anhang IV aufgeführten zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten unter ihnen geeignet erscheinenden Bedingungen die Freigabe eingefrorener Gelder oder wirtschaftlicher Ressourcen, die in Anhang III aufgeführten Personen, Organisationen oder Einrichtungen gehören, oder die Bereitstellung bestimmter Gelder oder wirtschaftlicher Ressourcen für in Anhang III aufgeführte Personen, Organisationen oder Einrichtungen genehmigen, wenn sie dies zu humanitären Zwecken wie der Leistung oder der Erleichterung der Leistung humanitärer Hilfe, für die Bereitstellung von Material und Waren, die zur Deckung der Grundbedürfnisse von Zivilisten notwendig sind, einschließlich Nahrungsmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse, Material zu deren Herstellung, Medizinprodukte und Lieferung von Strom, oder für die Evakuierung aus Libyen als erforderlich ansehen. Der betreffende Mitgliedstaat unterrichtet die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission über nach diesem Artikel erteilte Genehmigungen innerhalb von zwei Wochen nach deren Erteilung.“

2.

Der folgende Artikel wird eingefügt:

„Artikel 10a

Abweichend von Artikel 5 Absatz 2 können die auf den Websites in Anhang IV angegebenen zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten die Bereitstellung von bestimmten Geldern oder wirtschaftlichen Ressourcen für die in Anhang III aufgeführten Hafenbehörden genehmigen, damit vor dem 7. Juni 2011 geschlossene Verträge — ausgenommen Erdöl, Erdgas oder Raffinationsprodukte betreffende Verträge — bis zum 15. Juli 2011 erfüllt werden können. Der Mitgliedstaat unterrichtet die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission über nach diesem Artikel erteilte Genehmigungen innerhalb von zwei Wochen nach deren Erteilung.“

Artikel 2

Die im Anhang der vorliegenden Verordnung aufgeführten Organisationen werden der Liste in Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 hinzugefügt.

Artikel 3

Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Geschehen zu Brüssel am 16. Juni 2011.

Im Namen des Rates

Der Präsident

MARTONYI J.


(1)  ABl. L 58 vom 3.3.2011, S. 53.

(2)  ABl. L 149 vom 8.6.2011, S. 10.

(3)  ABl. L 58 vom 3.3.2011, S. 1.


ANHANG

Organisationen gemäß Artikel 2

 

Name

Angaben zur Identität

Gründe

Zeitpunkt der Aufnahme in die Liste

 

Hafenbehörde von Tripolis

Hafenbehörde:

Socialist Ports Company (Betrieb des Hafens von Tripolis)

Tel.: +218 21 43946

Unter der Kontrolle des Gaddafi-Regimes

7.6.2011

 

Hafenbehörde von Al Khoms

Hafenbehörde:

Socialist Ports Company (Betrieb des Hafens von Al Khoms)

Tel.: +218 21 43946

Unter der Kontrolle des Gaddafi-Regimes

7.6.2011

 

Hafenbehörde von Brega

 

Unter der Kontrolle des Gaddafi-Regimes

7.6.2011

 

Hafenbehörde von Ras Lanuf

Hafenbehörde:

Veba Oil Operations BV

Adresse: PO Box 690

Tripoli, Libya

Tel.: +218 21 333 0081

Unter der Kontrolle des Gaddafi-Regimes

7.6.2011

 

Hafenbehörde von Zawia

 

Unter der Kontrolle des Gaddafi-Regimes

7.6.2011

 

Hafenbehörde von Zuwara

Hafenbehörde:

Port Authority of Zuwara

Adresse: PO Box 648

Port Affairs and Marine Transport

Tripoli

Libya

Tel.: +218 25 25305

Unter der Kontrolle des Gaddafi-Regimes

7.6.2011


17.6.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 159/5


DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 573/2011 DES RATES

vom 16. Juni 2011

zur Durchführung des Artikels 16 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen

DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 204/2011 des Rates vom 2. März 2011 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Libyen (1), insbesondere auf Artikel 16 Absatz 2,

in Erwägung nachstehenden Grundes:

Angesichts der Entwicklungen in Libyen sollte die in Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 enthaltene Liste der Personen und Organisationen, gegen die restriktive Maßnahmen verhängt wurden, geändert werden —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Der Eintrag für die im Anhang der vorliegenden Verordnung aufgeführte Person wird von der Liste in Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 204/2011 gestrichen.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Geschehen zu Brüssel am 16. Juni 2011.

Im Namen des Rates

Der Präsident

MARTONYI J.


(1)  ABl. L 58 vom 3.3.2011, S. 1.


ANHANG

Person nach Artikel 1

14.

ZARTI, Mustafa


17.6.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 159/7


VERORDNUNG (EU) Nr. 574/2011 DER KOMMISSION

vom 16. Juni 2011

zur Änderung des Anhangs I der Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte für Nitrit, Melamin, Ambrosia spp. und der Verschleppung bestimmter Kokzidiostatika und Histomonostatika sowie zur Konsolidierung der Anhänge I und II derselben

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Mai 2002 über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung (1), insbesondere auf Artikel 8 Absatz 1 und auf Artikel 8 Absatz 2 erster Gedankenstrich,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Gemäß Richtlinie 2002/32/EG ist die Verwendung von zur Tierernährung bestimmten Erzeugnissen, deren Gehalt an unerwünschten Stoffen über den in Anhang I der genannten Richtlinie festgelegten Höchstwerten liegt, verboten. Werden die in Anhang II der genannten Richtlinie aufgeführten Grenzwerte für bestimmte unerwünschte Stoffe überschritten, so führen die Mitgliedstaaten Untersuchungen durch, um die Ursachen für das Vorhandensein dieser Stoffe zu ermitteln.

(2)

Es wurde festgestellt, dass der Nitritgehalt in Erzeugnissen und Nebenerzeugnissen aus Zuckerrüben und Zuckerrohr sowie der Stärkeerzeugung unter bestimmten Umständen die kürzlich in Anhang I der Richtlinie 2002/32/EG festgelegten Höchstwerte übersteigt. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass die zur Bestimmung des Nitritgehalts in Futtermitteln verwendete Analysemethode im Hinblick auf Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus Zuckerrüben und Zuckerrohr sowie der Stärkeerzeugung nicht immer zuverlässige Ergebnisse erbringt. Da die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in ihrem Gutachten vom 25. März 2009 (2) zu dem Schluss kam, dass das Vorhandensein von Nitrit in tierischen Erzeugnissen keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, sollten die betreffenden Erzeugnisse vorerst von den Nitrit-Höchstgehalten in Futtermitteln befreit sein, während die Höchstgehalte für Nitrit in diesen Erzeugnissen und die geeigneten Analysemethoden eingehender untersucht werden.

(3)

Die EFSA nahm am 18. März 2010 ein wissenschaftliches Gutachten über Melamin in Lebens- und Futtermitteln (3) an. Erkenntnissen der EFSA zufolge kann Melamin zur Bildung von Kristallen im Nieren-Blasen-Apparat führen. Diese Kristalle können zu einer Schädigung der Nierentubuli führen; sie wurden bei Tieren und Kindern infolge von Zwischenfällen, bei denen es zu einer Verunreinigung von Futtermitteln oder Säuglingsanfangsnahrung mit Melamin kam, beobachtet und führten in einigen Fällen zum Tod. Die Codex-Alimentarius-Kommission hat Höchstgehalte für Melamin in Futter- und Lebensmitteln festgelegt (4). Diese Höchstwerte sollten zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier in Anhang I der Richtlinie 2002/32/EG aufgenommen werden, da sie den Schlussfolgerungen des EFSA-Gutachtens entsprechen. Für einige Futtermittelzusatzstoffe sollten diese Höchstgehalte nicht gelten, da sie infolge des normalen Herstellungsverfahrens zwangsläufig Gehalte von Melamin aufweisen, die über den Höchstgehalten liegen.

(4)

Die EFSA kam in ihrem Gutachten vom 4. Juni 2010 (5) zu dem Schluss, dass Vogelfutter wesentlich zur Verbreitung von Ambrosia spp. beitragen kann, insbesondere in vorher nicht betroffenen Gebieten, da dieses oft erhebliche Mengen unverarbeiteter Samen von Ambrosia spp. enthält. Die Vermeidung der Verwendung von mit unverarbeiteten Ambrosia-spp.-Samen kontaminiertem Vogelfutter könnte daher die weitere Verbreitung von Ambrosia spp. in der EU eindämmen. Ambrosia spp. stellen aufgrund der allergenen Eigenschaften ihrer Pollen ein Problem für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Das Einatmen der Pflanzenpollen kann unter anderem zu Konjunktivitis und Asthma führen. Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass Ambrosia-spp.-Pollen auch bei Tieren allergen wirken. Daher sollte der Gehalt von Ambrosia spp. in Futtermittel-Ausgangserzeugnissen und Mischfuttermitteln, die ungemahlene Körner und Samen enthalten, begrenzt und der Höchstgehalt fürAmbrosia-spp.-Samen in ungemahlenen Körnern und Samen so niedrig festgelegt werden, wie dies im Rahmen der guten landwirtschaftlichen Praxis und Reinigungsverfahren vernünftigerweise möglich ist (ALARA = „as low as reasonably achievable“, so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar).

(5)

Zu einer Verschleppung von Kokzidiostatika und Histomonostatika von einer Futtermittel-Charge in die andere kann es kommen, wenn solche Stoffe als zugelassene Futtermittelzusatzstoffe eingesetzt werden. Dies kann dazu führen, dass anschließend hergestellte Futtermittel, für die die Verwendung von Kokzidiostatika oder Histomonostatika nicht zugelassen ist, die so genannten Futtermittel für Nichtzieltierarten, durch technisch unvermeidbare Rückstände dieser Stoffe kontaminiert werden (sogenannte unvermeidbare Verschleppung oder Kreuzkontamination). Unter Berücksichtigung des Einsatzes sachgemäßer Herstellungsverfahren sollten die Höchstgehalte an Kokzidiostatika und Histomonostatika, die aufgrund unvermeidbarer Verschleppung in Futtermitteln für Nichtzieltierarten vorhanden sind, gemäß dem ALARA-Prinzip (ALARA = „as low as reasonably achievable“, so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar) festgelegt werden. Damit der Futtermittelhersteller die oben genannte unvermeidbare Verschleppung bewältigen kann, sollte bei Futtermitteln, die für weniger empfindliche Nichtzieltierarten bestimmt sind, eine Übergangsrate von etwa 3 % des zugelassenen Höchstgehalts sowie bei Futtermitteln für empfindliche Nichtzieltierarten und Futtermittel, die während des Zeitraums vor der Schlachtung verfüttert werden, eine Übergangsrate von etwa 1 % als annehmbar betrachtet werden. Die Übergangsrate von etwa 1 % sollte auch für die Verschleppung in andere Futtermittel für Zieltierarten, denen keine Kokzidiostatika oder Histomonostatika zugesetzt werden, sowie bei Futtermitteln für Nichtzieltierarten als annehmbar betrachtet werden, aus denen fortlaufend Lebensmittel gewonnen werden (z. B. Milchkühe oder Legehennen), wenn Hinweise darauf vorliegen, dass Rückstände von Futtermitteln in Lebensmittel tierischen Ursprungs verschleppt werden. Bei der direkten Verfütterung von Futtermittel-Ausgangserzeugnissen oder beim Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln sollten die Tiere keinen höheren Werten von Kokzidiostatika oder Histomonostatika ausgesetzt sein, als dem Expositionshöchstwert, welcher demjenigen eines Alleinfuttermittels in einer Tagesration entspricht.

(6)

Anhang I der Richtlinie 2002/32/EG sollte im Hinblick auf die Kokzidiostatika Narasin, Nicarbazin und Lasalocid-Natrium geändert werden, um den kürzlich erfolgten Änderungen der Zulassungen dieser Stoffe Rechnung zu tragen, und Verordnung (EG) Nr. 124/2009 der Kommission vom 10. Februar 2009 zur Festlegung von Höchstgehalten an Kokzidiostatika und Histomonostatika, die in Lebensmitteln aufgrund unvermeidbarer Verschleppung in Futtermittel für Nichtzieltierarten vorhanden sind (6), sollte daher ebenfalls entsprechend geändert werden.

(7)

Die Anhänge I und II der Richtlinie 2002/32/EG wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach und grundlegend angepasst. Diese Anhänge sollten daher konsolidiert werden. Zur Verbesserung der Klarheit und Lesbarkeit dieser Anhänge empfiehlt es sich, sie neu zu strukturieren und die Terminologie zu vereinheitlichen. Da die in den Anhängen enthaltenen Bestimmungen unmittelbar gelten und in allen ihren Teilen verbindlich sind, sollten die Anhänge durch eine Verordnung festgelegt werden.

(8)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit, und weder das Europäische Parlament noch der Rat haben ihnen widersprochen —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Anhänge I und II der Richtlinie 2002/32/EG erhalten die Fassung des Anhangs dieser Verordnung.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab dem 1. Juli 2011.

Die Bestimmungen betreffend Ambrosia spp. gelten ab dem 1. Januar 2012.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 16. Juni 2011

Für die Kommission

Der Präsident

José Manuel BARROSO


(1)  ABl. L 140 vom 30.5.2002, S. 10.

(2)  EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain: Scientific Opinion on Nitrite as undesirable substances in animal feed, EFSA-Journal (2009) 1017, 1-47. Online abrufbar unter http://www.efsa.europa.eu/de/scdocs/doc/1017.pdf

(3)  EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) und EFSA Panel on Food Contact Materials, Enzymes, Flavourings and Processing Aids (CEF); Scientific Opinion on Melamine in Food and Feed. EFSA-Journal 2010; 8(4):1573. [145 pp.]. doi:10.2903/j.efsa.2010.1573. Online abrufbar unter http://www.efsa.europa.eu/de/scdocs/doc/1573.pdf

(4)  Bericht über die 33. Tagung des gemeinsamen Programms von FAO und WHO zur Aufstellung von Lebensmittelstandards, Codex-Alimentarius-Kommission, Genf, Schweiz, 5.-9. Juli 2010 (ALINORM 10/33/REP).

(5)  EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM), EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) and EFSA Panel on Plant Health (PLH); Scientific Opinion on the effect on public or animal health or on the environment on the presence of seeds of Ambrosia spp. in animal feed. EFSA-Journal 2010; 8(6):1566 [37 ff.]. doi:10.2903/j.efsa.2010.1566. Online abrufbar unter http://www.efsa.europa.eu/de/scdocs/doc/1566.pdf.

(6)  ABl. L 140 vom 11.2.2009, S. 7.


ANHANG

Die Anhänge I und II der Richtlinie 2002/32/EG erhalten folgende Fassung:

ANHANG I

HÖCHSTGEHALTE AN UNERWÜNSCHTEN STOFFEN IM SINNE DES ARTIKELS 3 ABSATZ 2

ABSCHNITT I:   ANORGANISCHE VERUNREINIGUNGEN UND STICKSTOFFVERBINDUNGEN

Unerwünschter Stoff

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Höchstgehalt in mg/kg (ppm), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Arsen (1)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

2

ausgenommen:

 

Grünmehl, Luzernegrünmehl und Kleegrünmehl sowie getrocknete Zuckerrübenschnitzel und getrocknete melassierte Zuckerrübenschnitzel

4

Palmkernexpeller

4 (2)

Phosphate und kohlensaurer Algenkalk

10

Calciumcarbonat

15

Magnesiumoxid und Magnesiumcarbonat

20

Fische und sonstige Wassertiere sowie aus diesen gewonnene Erzeugnisse

25 (2)

Seealgenmehl und aus Seealgen gewonnene Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

40 (2)

Als Tracer verwendete Eisenpartikel

50

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppen der Verbindungen von Spurenelementen,

30

ausgenommen:

 

Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat und Kupfer(II)-carbonat

50

Zinkoxid, Mangan(II)-oxid und Kupfer(II)-oxid

100

Ergänzungsfuttermittel,

4

ausgenommen:

 

Mineralfuttermittel

12

Alleinfuttermittel,

2

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Fische und Pelztiere

10 (2)

2.

Cadmium

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse pflanzlichen Ursprungs

1

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse tierischen Ursprungs

2

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse mineralischen Ursprungs,

2

ausgenommen:

 

Phosphate

10

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Verbindungen von Spurenelementen,

10

ausgenommen:

 

Kupfer(II)-oxid, Mangan(II)-oxid, Zinkoxid und Mangan(II)-sulfat-Monohydrat

30

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Bindemittel und Trennmittel

2

Vormischungen (6)

15

Ergänzungsfuttermittel,

0,5

ausgenommen:

 

Mineralfuttermittel

 

– –

mit < 7 % Phosphor (8)

5

– –

mit ≥ 7 % Phosphor (8)

0,75 je 1 % Phosphor (8), höchstens 7,5

Ergänzungsfuttermittel für Heimtiere

2

Alleinfuttermittel,

0,5

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Rinder (außer Kälbern), Schafe (außer Lämmern) und Ziegen (außer Ziegenlämmern) und Fische

1

Alleinfuttermittel für Heimtiere

2

3.

Fluor (7)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

150

ausgenommen:

 

Futtermittel tierischen Ursprungs, ausgenommen Meereskrebstiere, wie z. B. Krill

500

Meereskrebstiere, wie z. B. Krill

3 000

Phosphate

2 000

Calciumcarbonat

350

Magnesiumoxid

600

kohlensaurer Algenkalk

1 000

Vermiculit (E 561)

3 000

Ergänzungsfuttermittel

 

mit ≤ 4 % Phosphor (8)

500

mit > 4 % Phosphor (8)

125 je 1 % Phosphor (8)

Alleinfuttermittel,

150

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Schweine

100

Alleinfuttermittel für Geflügel (außer Küken) und Fisch

350

Alleinfuttermittel für Küken

250

Alleinfuttermittel für Rinder, Schafe und Ziegen

 

– –

laktierend

30

– –

sonstige

50

4.

Blei

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

10

ausgenommen:

 

Grünfutter (3)

30

Phosphate und kohlensaurer Algenkalk

15

Calciumcarbonat

20

Hefen

5

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Verbindungen von Spurenelementen,

100

ausgenommen:

 

Zinkoxid

400

Mangan(II)-oxid, Eisencarbonat, Kupfer(II)-carbonat

200

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Bindemittel und Trennmittel,

30

ausgenommen:

 

Klinoptilolith vulkanischen Ursprungs

60

Vormischungen (6)

200

Ergänzungsfuttermittel,

10

ausgenommen:

 

Mineralfuttermittel

15

Alleinfuttermittel

5

5.

Quecksilber (4)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

0,1

ausgenommen:

 

Fische und sonstige Wassertiere sowie aus diesen gewonnene Erzeugnisse

0,5

Calciumcarbonat

0,3

Mischfuttermittel,

0,1

ausgenommen:

 

Mineralfuttermittel

0,2

Mischfuttermittel für Fische

0,2

Mischfuttermittel für Hunde, Katzen und Pelztiere

0,3

6.

Nitrit (5)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

15

ausgenommen:

 

Fischmehl

30

Silagefutter

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus Zuckerrüben und Zuckerrohr sowie der Stärkeerzeugung

Alleinfuttermittel,

15

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Hunde und Katzen mit einem Feuchtigkeitsgehalt über 20 %

7.

Melamin (9)

Futtermittel

2,5

ausgenommen die Futtermittelzusatzstoffe:

 

Guanidinoessigsäure

Harnstoff

Biuret


ABSCHNITT II:   MYCOTOXINE

Unerwünschter Stoff

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Höchstgehalt in mg/kg (ppm), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Aflatoxin B1

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

0,02

Ergänzungsfuttermittel und Alleinfuttermittel,

0,01

ausgenommen:

 

Mischfuttermittel für Milchrinder und Kälber, Milchschafe und Lämmer, Milchziegen und Ziegenlämmer, Ferkel und Junggeflügel

0,005

Mischfuttermittel für Rinder (außer Milchrindern und Kälbern), Schafe (außer Milchschafen und Lämmern), Ziegen (außer Milchziegen und Ziegenlämmern), Schweine (außer Ferkeln) und Geflügel (außer Junggeflügel)

0,02

2.

Mutterkorn (Claviceps purpurea)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel, die ungemahlenes Getreide enthalten

1 000


ABSCHNITT III:   PFLANZENEIGENE TOXINE

Unerwünschter Stoff

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Höchstgehalt in mg/kg (ppm), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Freies Gossypol

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

20

ausgenommen:

 

Baumwollsaat

5 000

Baumwollsaatkuchen und Baumwollsaatmehl

1 200

Alleinfuttermittel,

20

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Rinder (außer Kälbern)

500

Alleinfuttermittel für Schafe (außer Lämmern) und Ziegen (außer Ziegenlämmern)

300

Alleinfuttermittel für Geflügel (außer Legegeflügel) und Kälber

100

Alleinfuttermittel für Kaninchen, Lämmer, Ziegenlämmer und Schweine (außer Ferkeln)

60

2.

Blausäure

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

50

ausgenommen:

 

Leinsamen

250

Leinkuchen

350

Maniok-Erzeugnisse und Mandelkuchen

100

Alleinfuttermittel,

50

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Küken (< 6 Wochen)

10

3.

Theobromin

Alleinfuttermittel,

300

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Schweine

200

Alleinfuttermittel für Hunde, Kaninchen, Pferde und Pelztiere

50

4.

Vinylthiooxazolidon (5-Vinyloxazolidin-2-thion)

Alleinfuttermittel für Geflügel,

1 000

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Legehennen

500

5.

Senföl, flüchtig (10)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

100

ausgenommen:

 

Rapskuchen

4 000

Alleinfuttermittel,

150

ausgenommen:

 

Alleinfuttermittel für Rinder (außer Kälbern), Schafe (außer Lämmern) und Ziegen (außer Ziegenlämmern)

1 000

Alleinfuttermittel für Schweine (außer Ferkeln) und Geflügel

500


ABSCHNITT IV:   ORGANISCHE CHLORVERBINDUNGEN (AUSGENOMMEN DIOXINE UND PCB)

Unerwünschter Stoff

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Höchstgehalt in mg/kg (ppm), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Aldrin (11)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,01 (12)

2.

Dieldrin (11)

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,1 (12)

Mischfuttermittel für Fische

0,02 (12)

3.

Camphechlor (Toxaphen) — Summe der Indikatorcongenere CHB 26, 50 und 62 (13)

Fische und sonstige Wassertiere sowie aus diesen gewonnene Erzeugnisse,

0,02

ausgenommen:

 

Fischöl

0,2

— Alleinfuttermittel für Fische

0,05

4.

Chlordan (Summe aus CIS- und Trans-Isomeren und aus Oxychlordan, ausgedrückt als Chlordan)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,02

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,05

5.

DDT (Summe aus DDT-, DDD- (oder TDE-) und DDE-Isomeren, ausgedrückt als DDT)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,05

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,5

6.

Endosulfan (Summe aus alpha- und beta-Isomeren und aus Endosulfansulfat, ausgedrückt als Endosulfan)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,1

ausgenommen:

 

Mais und bei dessen Verarbeitung gewonnene Produkte

0,2

Ölsaaten und bei deren Verarbeitung gewonnene Produkte mit Ausnahme von rohem Pflanzenöl

0,5

rohes Pflanzenöl

1,0

Alleinfuttermittel für Fische

0,005

7.

Endrin (Summe aus Endrin und delta-Ketoendrin, ausgedrückt als Endrin)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,01

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,05

8.

Heptachlor (Summe aus Heptachlor und Heptachlorepoxid, ausgedrückt als Heptachlor)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,01

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,2

9.

Hexachlorbenzol (HCB)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,01

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,2

10.   

Hexachlorcyclohexan (HCH)

alpha-Isomere

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,02

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,2

beta-Isomere

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

0,01

ausgenommen:

 

Fette und Öle

0,1

Mischfuttermittel,

0,01

ausgenommen:

 

Mischfuttermittel für Milchrinder

0,005

gamma-Isomere

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel,

0,2

ausgenommen:

 

Fette und Öle

2,0


ABSCHNITT V:   DIOXINE UND PCB

Unerwünschter Stoff

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Höchstgehalt in ng WHO-PCDD/F-TEQ/kg (ppt) ( (14), (15)), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Dioxine (Summe aus polychlorierten Dibenzo-para-dioxinen (PCDD) und polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF)), ausgedrückt in Toxizitätsäquivalenten der WHO unter Verwendung der WHO-TEF (Toxizitätsäquivalenzfaktoren, 1997 (17))

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse pflanzlichen Ursprungs,

0,75

ausgenommen:

 

Pflanzenöle und ihre Nebenprodukte

0,75

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse mineralischen Ursprungs

1,0

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse tierischen Ursprungs:

 

Tierisches Fett, einschließlich Milchfett und Eifett

2,0

Sonstige Erzeugnisse von Landtieren einschließlich Milch und Milcherzeugnisse sowie Eier und Eierzeugnisse

0,75

Fischöl

6,0

Fisch und sonstige Wassertiere sowie aus diesen gewonnene Erzeugnisse, ausgenommen Fischöl und Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten (16)

1,25

Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten

2,25

Die Futtermittel-Zusatzstoffe Kaolinit-Ton, Calcium-Sulfat-Dihydrat, Vermiculit, Natrolith-Phonolith, synthetische Calciumaluminate und Klinoptilith sedimentärer Herkunft der Funktionsgruppen Bindemittel und Trennmittel

0,75

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Verbindungen von Spurenelementen

1,0

Vormischungen

1,0

Mischfuttermittel,

0,75

ausgenommen:

 

Mischfuttermittel für Heimtiere und Fische

2,25

Mischfuttermittel für Pelztiere

2.

Summe der Dioxine und dioxinähnlichen PCB (Summe aus polychlorierten Dibenzo-para-dioxinen (PCDD), polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF) und polychlorierten Biphenylen (PCB)), ausgedrückt in Toxizitätsäquivalenten der WHO unter Verwendung der WHO-TEF (Toxizitätsäquivalenzfaktoren, 1997 (17))

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse pflanzlichen Ursprungs

1,25

ausgenommen:

 

Pflanzenöle und ihre Nebenprodukte

1,5

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse mineralischen Ursprungs

1,5

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse tierischen Ursprungs:

 

Tierisches Fett, einschließlich Milchfett und Eifett

3,0

Sonstige Erzeugnisse von Landtieren einschließlich Milch und Milcherzeugnisse sowie Eier und Eierzeugnisse

1,25

Fischöl

24,0

Fisch und sonstige Wassertiere sowie aus diesen gewonnene Erzeugnisse, ausgenommen Fischöl und Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten (16)

4,5

Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten

11,0

Die Futtermittel-Zusatzstoffe Kaolinit-Ton, Calcium-Sulfat-Dihydrat, Vermiculit, Natrolith-Phonolith, synthetische Calciumaluminate und Klinoptilith sedimentärer Herkunft der Funktionsgruppen Bindemittel und Trennmittel

1,5

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Verbindungen von Spurenelementen

1,5

Vormischungen

1,5

Mischfuttermittel,

1,5

ausgenommen:

 

Mischfuttermittel für Heimtiere und Fische

7,0

Mischfuttermittel für Pelztiere


ABSCHNITT VI:   SCHÄDLICHE BOTANISCHE VERUNREINIGUNGEN

Unerwünschter Stoff

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Höchstgehalt in mg/kg (ppm), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Unkrautsamen und ungemahlene und unzerkleinerte Früchte, die Alkaloide, Glukoside oder andere giftige Stoffe enthalten, einzeln oder insgesamt davon:

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel

3 000

Datura sp.

 

1 000

2.

Crotalaria spp.

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel

100

3.

Samen und Schalen von Ricinus communis L., Croton tiglium L. und Abrus precatorius L. sowie aus deren Verarbeitung gewonnene Erzeugnisse (18), einzeln oder insgesamt

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel

10 (19)

4.

Buchecker, ungeschält — Fagus silvatica L.

5.

Purgierstrauch — Jatropha curcas L.

6.

Indischer Braunsenf — Brassica juncea (L.) Czern. und Coss. ssp. integrifolia (West.) Thell.

7.

Sareptasenf — Brassica juncea (L.) Czern. und Coss. ssp juncea

8.

Chinesischer Senf — Brassica juncea (L.) Czern. und Coss. ssp. juncea var. lutea Batalin

9.

Schwarzer Senf — Brassica nigra (L.) Koch

10.

Abessinischer (äthiopischer) Senf — Brassica carinata A. Braun

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel

Saaten und Früchte und aus deren Verarbeitung gewonnene Erzeugnisse der nebenstehenden Pflanzenarten dürfen in Futtermitteln nur in nicht bestimmbarer Menge vorhanden sein

11.

Samen von Ambrosia spp.

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse,

50

ausgenommen:

 

Hirse (Körner von Panicum miliaceum L.) und Sorghum (Körner von Sorghum bicolor (L) Moench s.l.), die nicht zur direkten Verfütterung an Tiere bestimmt sind

200

Mischfuttermittel, die ungemahlene Körner und Samen enthalten

50


ABSCHNITT VII:   INFOLGE VON UNVERMEIDBARER VERSCHLEPPUNG IN FUTTERMITTELN FÜR NICHTZIELTIERARTEN ZULÄSSIGE FUTTERMITTELZUSATZSTOFFE

Kokzidiostatikum

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse (20)

Höchstgehalt in mg/kg (ppm), bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

1.

Decoquinat

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,4

Mischfuttermittel für

 

Legegeflügel und Junghennen (> 16 Wochen)

0,4

Masthühner während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Decoquinat verboten ist (Endmastfutter)

0,4

sonstige Tierarten

1,2

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Decoquinat nicht verwendet werden darf

 (21)

2.

Diclazuril

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,01

Mischfuttermittel für

 

Legegeflügel, Junghennen (> 16 Wochen) und Mastputen (> 12 Wochen)

0,01

Mast- und Zuchtkaninchen während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Diclazuril verboten ist (Endmastfutter)

0,01

sonstige Tierarten außer Junghennen (< 16 Wochen), Masthühner, Mastperlhühner und Mastputen (< 12 Wochen)

0,03

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Diclazuril nicht verwendet werden darf

 (21)

3.

Halofuginon-Hydrobromid

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,03

Mischfuttermittel für

 

Legegeflügel, Junghennen und Puten (> 12 Wochen)

0,03

Masthühner und Puten (< 12 Wochen) während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Halofuginon-Hydrobromid verboten ist (Endmastfutter)

0,03

sonstige Tierarten

0,09

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Halofuginon-Hydrobromid nicht verwendet werden darf

 (21)

4.

Lasalocid-Natrium

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

1,25

Mischfuttermittel für

 

Hunde, Kälber, Kaninchen, Equiden, Milchtiere, Legegeflügel, Puten (> 16 Wochen) und Junghennen (> 16 Wochen)

1,25

Masthühner, Junghennen (< 16 Wochen) und Puten (< 16 Wochen) während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Lasalocid-Natrium verboten ist (Endmastfutter)

1,25

sonstige Tierarten

3,75

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Lasalocid-Natrium nicht verwendet werden darf

 (21)

5.

Maduramicin-Ammonium-Alpha

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,05

Mischfuttermittel für

 

Equiden, Kaninchen, Puten (> 16 Wochen), Legegeflügel und Junghennen (> 16 Wochen)

0,05

Masthühner und Puten (< 16 Wochen) während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Maduramicin-Ammonium-Alpha verboten ist (Endmastfutter)

0,05

sonstige Tierarten

0,15

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Maduramicin-Ammonium-Alpha nicht verwendet werden darf

 (21)

6.

Monensin-Natrium

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

1,25

Mischfuttermittel für

 

Equiden, Hunde, kleine Wiederkäuer (Schafe und Ziegen), Enten, Rinder, Milchkühe, Legegeflügel, Junghennen (< 16 Wochen) und Puten (< 16 Wochen)

1,25

Masthühner, Junghennen (< 16 Wochen) und Puten (< 16 Wochen) während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Monensin-Natrium verboten ist (Endmastfutter)

1,25

sonstige Tierarten

3,75

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Monensin-Natrium nicht verwendet werden darf

 (21)

7.

Narasin

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,7

Mischfuttermittel für

 

Puten, Kaninchen, Equiden, Legegeflügel und Junghennen (> 16 Wochen)

0,7

sonstige Tierarten

2,1

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Narasin nicht verwendet werden darf

 (21)

8.

Nicarbazin

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

1,25

Mischfuttermittel für

 

Equiden, Legegeflügel und Junghennen (> 16 Wochen)

1,25

sonstige Tierarten

3,75

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Nicarbazin (allein oder in Kombination mit Narasin) nicht verwendet werden darf

 (21)

9.

Robenidin-Hydrochlorid

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,7

Mischfuttermittel für

 

Legegeflügel und Junghennen (> 16 Wochen)

0,7

Masthühner, Mast- und Zuchtkaninchen sowie Puten während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Robenidin-Hydrochlorid verboten ist (Endmastfutter)

0,7

sonstige Tierarten

2,1

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Robenidin-Hydrochlorid nicht verwendet werden darf

 (21)

10.

Salinomycin-Natrium

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,7

Mischfuttermittel für

 

Equiden, Puten, Legegeflügel und Junghennen (> 12 Wochen)

0,7

Masthühner, Junghennen (< 12 Wochen) und Mastkaninchen während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Salinomycin-Natrium verboten ist (Endmastfutter)

0,7

sonstige Tierarten

2,1

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Salinomycin-Natrium nicht verwendet werden darf

 (21)

11.

Semduramicin-Natrium

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse

0,25

Mischfuttermittel für

 

Legegeflügel und Junghennen (> 16 Wochen)

0,25

Masthühner während des Zeitraums vor der Schlachtung, in dem die Verwendung von Semduramicin-Natrium verboten ist (Endmastfutter)

0,25

sonstige Tierarten

0,75

Vormischungen zur Verwendung in Futtermitteln, in denen Semduramicin-Natrium nicht verwendet werden darf

 (21)

ANHANG II

AKTIONSGRENZWERTE, DEREN ÜBERSCHREITUNG GEMÄSS ARTIKEL 4 ABSATZ 2 UNTERSUCHUNGEN DURCH DIE MITGLIEDSTAATEN AUSLÖST

ABSCHNITT:

DIOXINE UND PCB

Unerwünschte Stoffe

Zur Tierernährung bestimmte Erzeugnisse

Aktionsgrenzwert in ng WHO-PCDD/F-TEQ/kg (ppt) (23), (24) bezogen auf ein Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

Anmerkungen und Zusatzinformationen (z. B. Art der durchzuführenden Untersuchungen)

1.

Dioxine (Summe aus polychlorierten Dibenzo-para-dioxinen (PCDD) und polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF)), ausgedrückt in Toxizitätsäquivalenten der WHO unter Verwendung der WHO-TEF (Toxizitätsäquivalenzfaktoren, 1997 (22))

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse pflanzlichen Ursprungs,

0,5

 (25)

ausgenommen:

 

 

Pflanzenöle und ihre Nebenprodukte

0,5

 (25)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse mineralischen Ursprungs

0,5

 (25)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse tierischen Ursprungs:

 

 

Tierisches Fett, einschließlich Milchfett und Eifett

1,0

 (25)

Sonstige Erzeugnisse von Landtieren einschließlich Milch und Milcherzeugnisse sowie Eier und Eierzeugnisse

0,5

 (25)

Fischöl

5,0

 (26)

Fisch, sonstige Wassertiere, ihre Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse, ausgenommen Fischöl und Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten (24)

1,0

 (26)

Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten

1,75

 (26)

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Bindemittel und Trennmittel

0,5

 (26)

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Verbindungen von Spurenelementen

0,5

 (25)

Vormischungen

0,5

 (25)

Mischfuttermittel,

0,5

 (25)

ausgenommen:

 

 

Mischfuttermittel für Heimtiere und Fische

1,75

 (26)

Mischfuttermittel für Pelztiere

 

2.

Dioxin-ähnliche PCB (Summe der polychlorierten Biphenyle (PCB)), ausgedrückt in Toxizitätsäquivalenten der WHO unter Verwendung der WHO-TEF (Toxizitätsäquivalenzfaktoren, 1997 (22))

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse pflanzlichen Ursprungs,

0,35

 (25)

ausgenommen:

 

 

Pflanzenöle und ihre Nebenprodukte

0,5

 (25)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse mineralischen Ursprungs

0,35

 (25)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse tierischen Ursprungs:

 

 

Tierisches Fett, einschließlich Milchfett und Eifett

0,75

 (25)

Sonstige Erzeugnisse von Landtieren einschließlich Milch und Milcherzeugnisse sowie Eier und Eierzeugnisse

0,35

 (25)

Fischöl

14,0

 (26)

Fisch und sonstige Wassertiere sowie aus diesen gewonnene Erzeugnisse, ausgenommen Fischöl und Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten (24)

2,5

 (26)

Fischprotein-Hydrolysate, die mehr als 20 % Fett enthalten

7,0

 (26)

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Bindemittel und Trennmittel

0,5

 (25)

Futtermittel-Zusatzstoffe der Funktionsgruppe der Verbindungen von Spurenelementen

0,35

 (25)

Vormischungen

0,35

 (25)

Mischfuttermittel,

0,5

 (25)

ausgenommen:

 

 

Mischfuttermittel für Heimtiere und Fische

3,5

 (26)

Mischfuttermittel für Pelztiere

 


(1)  Die Höchstgehalte beziehen sich auf den Gesamtarsengehalt.

(2)  Auf Ersuchen der zuständigen Behörden führt der verantwortliche Unternehmer eine Untersuchung durch, mit der er nachweist, dass der Gehalt an anorganischem Arsen unter 2 ppm liegt. Diese Untersuchung ist für die Seealgen-Art Hizikia fusiforme von besonderer Bedeutung.

(3)  Als Grünfutter gelten auch zur Fütterung bestimmte Erzeugnisse, z. B. Heu, Silage, frisches Gras usw.

(4)  Die Höchstgehalte beziehen sich auf den Gesamtquecksilbergehalt.

(5)  Die Höchstgehalte werden als Natriumnitrit ausgedrückt.

(6)  Bei dem für Vormischungen festgelegten Höchstgehalt werden die Zusatzstoffe mit dem höchsten Blei- bzw. Cadmiumgehalt berücksichtigt und nicht die Empfindlichkeit der verschiedenen Tierarten gegenüber Blei bzw. Cadmium. Gemäß Artikel 16 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung (ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29) muss der Hersteller von Vormischungen zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier gewährleisten, dass nicht nur die Höchstgehalte für Vormischungen eingehalten werden, sondern auch die Gebrauchsanweisung auf der Vormischung den Höchstgehalten für Ergänzungs- und Alleinfuttermittel entspricht.

(7)  Die Höchstgehalte beziehen sich auf eine analytische Bestimmung von Fluor, wobei 20 Minuten lang mit Salzsäure 1 N bei Umgebungstemperatur extrahiert wird. Es können auch gleichwertige Extraktionsverfahren verwendet werden, die nachweislich einen gleichen Extraktionswirkungsgrad besitzen.

(8)  Der prozentuale Gehalt an Phosphor gilt für Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %.

(9)  Höchstgehalt gilt nur für Melamin. Eine Einbeziehung der verwandten Verbindungen Cyanursäure, Ammelin und Ammelid in den Höchstgehalt wird zu einem späteren Zeitpunkt geprüft.

(10)  Die Höchstgehalte werden als Allylisothiocyanat ausgedrückt.

(11)  Einzeln oder insgesamt, ausgedrückt als Dieldrin.

(12)  Höchstgehalte für Aldrin und Dieldrin, einzeln oder insgesamt, ausgedrückt als Dieldrin.

(13)  Nummerierung nach Parlar mit dem Präfix „CHB“ oder „Parlar“

 

CHB 26: 2-endo,3-exo,5-endo,6-exo,8,8,10,10-Octochlorbornan,

 

CHB 50: 2-endo,3-exo,5-endo,6-exo,8,8,9,10,10-Nonachlorbornan,

 

CHB 62: 2,2,5,5,8,9,9,10,10-Nonachlorbornan.

(14)  Konzentrations-Obergrenzen; Konzentrations-Obergrenzen werden aufgrund der Annahme berechnet, dass sämtliche Werte der einzelnen Kongenere, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, gleich der Bestimmungsgrenze sind.

(15)  Der gesonderte Höchstwert für Dioxine (PCDD/F) behält vorübergehend seine Gültigkeit. Die zur Tierernährung bestimmten Erzeugnisse, die unter Punkt 1 aufgeführt sind, müssen in diesem Zeitraum sowohl den Höchstwerten für Dioxine als auch den Höchstwerten für die Summe von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB genügen.

(16)  Für Frischfisch und andere Wassertiere, die direkt angeliefert und ohne Zwischenverarbeitung zur Erzeugung von Futtermitteln für Pelztiere verwendet werden, gilt der Höchstwert nicht; dagegen gelten Höchstwerte von 4,0 ng WHO-PCDD/F-TEQ/kg Produkt und 8,0 ng WHO-PCDD/F-PCB-TEQ/kg Produkt für Frischfisch und von 25,0 ng WHO-PCDD/F-PCB-TEQ/kg Produkt für Fischleber, die zur direkten Verfütterung an Pelztiere, Zoo- und Zirkustiere verwendet werden. Die Erzeugnisse oder verarbeiteten tierischen Proteine, die aus diesen Tieren (Pelztiere, Heimtiere, Zoo- und Zirkustiere) gewonnen werden, dürfen nicht in die Lebensmittelkette gelangen und dürfen nicht an Nutztiere, die zur Lebensmittelgewinnung gehalten, gemästet oder gezüchtet werden, verfüttert werden.

(17)  TEF der WHO zur Bewertung des Risikos beim Menschen, auf der Grundlage der Schlussfolgerungen der Sitzung der Weltgesundheitsorganisation vom 15.–18. Juni 1997 in Stockholm, Schweden (Van den Berg et al., (1998) Toxic Equivalency Factors (TEFs) for PCBs, PCDDs, PCDFs for Humans and for Wildlife, Environmental Health Perspectives, 106(12), 775).

Kongener

TEF-Wert

Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF)

2,3,7,8-TCDD

1

1,2,3,7,8-PeCDD

1

1,2,3,4,7,8-HxCDD

0,1

1,2,3,6,7,8-HxCDD

0,1

1,2,3,7,8,9-HxCDD

0,1

1,2,3,4,6,7,8-HpCDD

0,01

OCDD

0,0001

2,3,7,8-TCDF

0,1

1,2,3,7,8-PeCDF

0,05

2,3,4,7,8-PeCDF

0,5

1,2,3,4,7,8-HxCDF

0,1

1,2,3,6,7,8-HxCDF

0,1

1,2,3,7,8,9-HxCDF

0,1

2,3,4,6,7,8-HxCDF

0,1

1,2,3,4,6,7,8-HpCDF

0,01

1,2,3,4,7,8,9-HpCDF

0,01

OCDF

0,0001

‚Dioxinähnliche‘ PCB: Non-ortho-PCB + Mono-ortho-PCB

 

 

Non-ortho PCBs

PCB 77

0,0001

PCB 81

0,0001

PCB 126

0,1

PCB 169

0,01

Mono-ortho PCBs

PCB 105

0,0001

PCB 114

0,0005

PCB 118

0,0001

PCB 123

0,0001

PCB 156

0,0005

PCB 157

0,0005

PCB 167

0,00001

PCB 189

0,0001

 

 

 

 

Abkürzungen: ‚T‘ = tetra; ‚Pe‘ = penta; ‚Hx‘ = hexa; ‚Hp‘ = hepta; ‚O‘ = octa; ‚CDD‘ = Chlordibenzodioxin; ‚CDF‘ = Chlorodibenzofuran; ‚CB‘ = Chlorbiphenyl.

(18)  Soweit mikroskopisch bestimmbar.

(19)  Einschließlich Teile von Samenschalen

(20)  Unbeschadet der Gehalte, die auf der Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29) zugelassen werden.

(21)  Der Höchstgehalt des Stoffes in der Vormischung entspricht dem Gehalt, der im jeweiligen Futtermittel nicht zu mehr als 50 % des festgelegten Höchstgehaltes führt, wenn die Gebrauchsanweisung zur Vormischung befolgt wird.

(22)  TEF der WHO zur Bewertung des Risikos beim Menschen, auf der Grundlage der Schlussfolgerungen der Sitzung der Weltgesundheitsorganisation vom 15.–18. Juni 1997 in Stockholm, Schweden (Van den Berg et al., (1998) Toxic Equivalency Factors (TEFs) for PCBs, PCDDs, PCDFs for Humans and for Wildlife, Environmental Health Perspectives, 106(12), 775).

(23)  Konzentrations-Obergrenzen; Konzentrations-Obergrenzen werden aufgrund der Annahme berechnet, dass sämtliche Werte der einzelnen Kongenere, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, gleich der Bestimmungsgrenze sind.

(24)  Die Kommission wird diese Aktionsgrenzwerte gleichzeitig mit den Höchstwerten für die Summe der Dioxine und dioxinähnlichen PCB überprüfen.

(25)  Ermittlung der Kontaminationsquelle. Wenn eine Kontaminationsquelle identifiziert wurde, sind nach Möglichkeit geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Kontamination zu verringern oder zu beseitigen.

(26)  In vielen Fällen kann sich eine Ermittlung der Kontaminationsquelle erübrigen, da die Grundbelastung in einigen Gebieten knapp unter oder über dem Aktionsgrenzwert liegt. Wird der Aktionsgrenzwert aber überschritten, müssen alle Informationen (Probenzeitraum, geografische Herkunft, Fischarten usw.) aufgezeichnet werden, um künftig die Belastung mit Dioxinen und dioxinähnlichen Verbindungen in diesen Futtermittel-Ausgangsstoffen beherrschen zu können.

Kongener

TEF-Wert

Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF)

2,3,7,8-TCDD

1

1,2,3,7,8-PeCDD

1

1,2,3,4,7,8-HxCDD

0,1

1,2,3,6,7,8-HxCDD

0,1

1,2,3,7,8,9-HxCDD

0,1

1,2,3,4,6,7,8-HpCDD

0,01

OCDD

0,0001

2,3,7,8-TCDF

0,1

1,2,3,7,8-PeCDF

0,05

2,3,4,7,8-PeCDF

0,5

1,2,3,4,7,8-HxCDF

0,1

1,2,3,6,7,8-HxCDF

0,1

1,2,3,7,8,9-HxCDF

0,1

2,3,4,6,7,8-HxCDF

0,1

1,2,3,4,6,7,8-HpCDF

0,01

1,2,3,4,7,8,9-HpCDF

0,01

OCDF

0,0001

„Dioxinähnliche“ PCB: Non-ortho-PCB + Mono-ortho-PCB

 

 

Mono-ortho PCB

PCB 77

0,0001

PCB 81

0,0001

PCB 126

0,1

PCB 169

0,01

Mono-ortho PCB

PCB 105

0,0001

PCB 114

0,0005

PCB 118

0,0001

PCB 123

0,0001

PCB 156

0,0005

PCB 157

0,0005

PCB 167

0,00001

PCB 189

0,0001

 

 

 

 

Abkürzungen: ‚T‘ = tetra; ‚Pe‘ = penta; ‚Hx‘ = hexa; ‚Hp‘ = hepta; ‚O‘ = octa; ‚CDD‘ = Chlordibenzodioxin; ‚CDF‘ = Chlorodibenzofuran; ‚CB‘ = Chlorbiphenyl.


17.6.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 159/25


VERORDNUNG (EU) Nr. 575/2011 DER KOMMISSION

vom 16. Juni 2011

zum Katalog der Einzelfuttermittel

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinien 79/373/EWG des Rates, 80/511/EWG der Kommission, 82/471/EWG des Rates, 83/228/EWG des Rates, 93/74/EWG des Rates, 93/113/EG des Rates und 96/25/EG des Rates und der Entscheidung 2004/217/EG der Kommission (1), insbesondere auf Artikel 26 Absatz 2 und 3,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Mit der Verordnung (EU) Nr. 242/2010 der Kommission vom 19. März 2010 zur Erstellung eines Katalogs der Einzelfuttermittel (2) wurde die erste Fassung des Katalogs der Einzelfuttermittel erstellt. Sie umfasst das Verzeichnis der bereits in Teil B des Anhangs der Richtlinie 96/25/EG aufgeführten Futtermittel-Ausgangserzeugnisse (Einzelfuttermittel) und den Text der Spalten 2, 3 und 4 im Anhang der Richtlinie 82/471/EWG sowie ein Glossar mit dem Wortlaut des Teils A Nummer IV des Anhangs der Richtlinie 96/25/EG.

(2)

Die geeigneten Vertreter der Sektoren der europäischen Futtermittelbranche haben in Absprache mit anderen betroffenen Parteien, in Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Behörden und unter Berücksichtigung einschlägiger Erkenntnisse aus Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sowie wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 242/2010 erarbeitet. Diese Änderungen betreffen Neueinträge und Verbesserungen bestehender Einträge.

(3)

Die Kommission hat die vorgeschlagenen Änderungen bewertet und die Einhaltung des Verfahrens nach Artikel 26 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 und die Erfüllung der dort festgelegten Bedingungen geprüft; sie genehmigt die Änderungen in der bei dieser Bewertung geänderten Form.

(4)

In Anbetracht der großen Zahl der erforderlichen Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 242/2010 ist es aus Gründen der Kohärenz, der Klarheit und der Vereinfachung angezeigt, diese Verordnung aufzuheben und zu ersetzen.

(5)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Der in Artikel 24 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 genannte Katalog der Einzelfuttermittel wird gemäß dem Anhang der vorliegenden Verordnung festgelegt.

Artikel 2

Die Verordnung (EU) Nr. 242/2010 wird aufgehoben.

Verweise auf die aufgehobene Verordnung gelten als Verweise auf die vorliegende Verordnung.

Artikel 3

Die vorliegende Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 16. Juni 2011

Für die Kommission

Der Präsident

José Manuel BARROSO


(1)  ABl. L 229 vom 1.9.2009, S. 1.

(2)  ABl. L 77 vom 24.3.2010, S. 17.


ANHANG

KATALOG DER EINZELFUTTERMITTEL

TEIL A

Allgemeine Bestimmungen

(1)

Die Nutzung dieses Katalogs durch die Futtermittelunternehmer ist freiwillig. Die Bezeichnung eines in Teil C aufgeführten Einzelfuttermittels darf aber nur für ein Einzelfuttermittel benutzt werden, das den Anforderungen des betreffenden Eintrags genügt.

(2)

Alle Einträge im Verzeichnis der Einzelfuttermittel müssen den Beschränkungen in der Verwendung von Einzelfuttermitteln gemäß den einschlägigen Rechtsvorschriften der Union entsprechen. Futtermittelunternehmer, die ein im Katalog eingetragenes Einzelfuttermittel verwenden, sorgen dafür, dass es Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 genügt.

(3)

Entsprechend der guten Praxis im Sinne des Artikels 4 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 müssen Einzelfuttermittel frei sein von chemischen Verunreinigungen, die sich aus ihrem Herstellungsverfahren ergeben, sowie von Verarbeitungshilfsstoffen, sofern nicht ein besonderer Höchstgehalt im Katalog festgelegt ist.

(4)

Die botanische Reinheit eines Einzelfuttermittels muss mindestens 95 % betragen. Der Anteil an botanischen Verunreinigungen, wie etwa Rückständen anderer Ölsaaten oder Ölfrüchte, die aus einem vorangegangenen Herstellungsverfahren stammen, darf jedoch für jede Art Ölsaat oder Ölfrucht höchstens 0,5 % betragen. Abweichend von diesen allgemeinen Regeln wird in dem Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C ein spezifischer Wert festgelegt.

(5)

Der Bezeichnung des Einzelfuttermittels können die gebräuchliche Bezeichnung/Eigenschaft eines oder mehrerer der in der letzten Spalte des Glossars der Verfahren in Teil B aufgeführten Verfahren hinzugefügt werden, um deutlich zu machen, dass es das/die entsprechenden Verfahren durchlaufen hat.

(6)

Weicht das Herstellungsverfahren für ein Einzelfuttermittel von dem im Glossar der Verfahren in Teil B beschriebenen entsprechenden Verfahren ab, ist der Herstellungsprozess in der Beschreibung des betreffenden Einzelfuttermittels zu erläutern.

(7)

Bei den Bezeichnungen einiger Einzelfuttermittel sind Synonyme zulässig. Solche Synonyme werden in der Spalte „Bezeichnung“ des Eintrags für das entsprechende Einzelfuttermittel im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C in eckigen Klammern angefügt.

(8)

In der Beschreibung der Einzelfuttermittel im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C wird „Erzeugnis“ an Stelle von „Nebenerzeugnis“ verwendet; dies soll das Marktgeschehen und den Sprachgebrauch der Futtermittelunternehmer reflektieren, die so den kommerziellen Wert von Einzelfuttermitteln hervorheben wollen.

(9)

Die botanische Bezeichnung einer Pflanze wird nur in der Beschreibung des ersten Eintrags für diese Pflanze im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C angeführt.

(10)

Wenn ein im Katalog aufgeführtes Einzelfuttermittel einen bestimmten Bestandteil in hoher Konzentration enthält oder der Herstellungsprozess die Nährwertmerkmale des Erzeugnisses verändert hat, sind die analytischen Bestandteile des Erzeugnisses grundsätzlich zwingend zu kennzeichnen.

(11)

In Artikel 15 Buchstabe g der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 und in Nummer 6 des Anhang I der genannten Verordnung sind die Anforderungen für die Angabe des Feuchtegehalts festgelegt. In Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe b und Anhang V der genannten Verordnung sind die Anforderungen für die Kennzeichnung anderer analytischer Komponenten festgelegt. Zudem muss nach Anhang I Nummer 5 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 der Gehalt an salzsäureunlöslicher Asche erklärt werden, wenn er allgemein 2,2 % übersteigt oder wenn er bei einem bestimmten Futtermittel den im entsprechenden Abschnitt des Anhangs V dieser Verordnung festgelegten Gehalt übersteigt. Bei einigen Einträgen im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C sind jedoch folgende Abweichungen von diesen Regeln möglich:

a)

Die obligatorische Angabe der analytischen Bestandteile im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C ersetzt die obligatorischen Angaben nach dem entsprechenden Abschnitt in Anhang V der Verordnung (EG) Nr. 767/2009.

b)

Werden in der Spalte für obligatorische Angaben im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C keine analytischen Bestandteile genannt, die in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Abschnitt in Anhang V der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 anzugeben wären, muss keiner dieser Bestandteile gekennzeichnet werden. Ist jedoch für salzsäureunlösliche Asche kein Gehalt im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C festgelegt, muss der Gehalt angegeben werden, wenn er 2,2 % übersteigt.

c)

Enthält die Spalte „obligatorische Angaben“ im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C einen oder mehrere Werte für den Feuchtegehalt, so gelten diese Gehalte an Stelle der Gehalte in Anhang I Nummer 6 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009. Liegt der Feuchtegehalt jedoch unter 14 %, ist seine Angabe nicht zwingend. Enthält diese Spalte keine Angabe über den Feuchtegehalt, so gilt Anhang I Nummer 6 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009.

(12)

„Technisch rein“ bedeutet, dass ein Stoff in einem kontrollierten chemischen oder physikalischen Prozess hergestellt wird, der den entsprechenden Anforderungen des EU-Futtermittelrechts genügt.

(13)

Ein Futtermittelunternehmer, der für ein Einzelfuttermittel mehr Eigenschaften beansprucht als die in der Spalte „Beschreibung“ im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C genannten, muss die Bestimmungen des Artikels 13 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 erfüllen. Einzelfuttermittel können zudem einem besonderen Ernährungszweck gemäß den Artikeln 9 und 10 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 dienen.

TEIL B

Glossar der Verfahren

 

Verfahren

Definition

Gebräuchliche Bezeichnung/Eigenschaft

1

Windsichtung

Trennung von Partikeln mit Hilfe eines Luftstrahls

Windgesichtet

2

Aspirieren/Absaugen

Verfahren zum Abscheiden von Staub, Feinpartikeln und anderen Teilen mit Schwebstoffen von Getreidekörnern mit Hilfe eines Luftstroms beim Einlagern

Aspiriert/abgesaugt

3

Blanchieren

Kochen oder Dämpfen eines organischen Stoffs, um Enzyme nativer Herkunft zu inaktivieren, Gewebe aufzuweichen und Gerüche zu entfernen; der Vorgang wird durch Eintauchen in kaltes Wasser abgebrochen

Blanchiert

4

Bleichen

Entfernen der natürlichen Farbe

Gebleicht

5

Kühlen

Senkung der Temperatur unter Umgebungstemperatur bis maximal zum Gefrierpunkt zur Haltbarmachung

Gekühlt

6

Häckseln

Verringerung der Partikelgröße mithilfe eines oder mehrerer Messer

Gehäckselt

7

Reinigen

Entfernen von großen Fremdbestandteilen (z. B. Steine) oder losen Pflanzenteilen (wie Stroh, Schalen oder Wildkräuter)

Gereinigt/sortiert

8

Konzentrieren (1)

Anreicherung bestimmter Stoffe durch Entzug von Wasser und/oder sonstigen Bestandteilen

Konzentrat

9

Kondensieren

Überführen eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand

Kondensiert

10

Kochen

Veränderung der physikalischen und chemischen Eigenschaften von Futtermitteln durch Anwendung von Hitze

Gekocht

11

Zerkleinern

Verringerung der Partikelgröße durch mechanische Bearbeitung

Zerkleinert

12

Kristallisieren

Reinigung durch Bildung fester Kristalle aus einer flüssigen Lösung. Verunreinigungen in der Flüssigkeit werden gewöhnlich nicht in die Kristallstruktur eingebaut

Kristallisiert

13

Schälen (2)

Vollständiges oder teilweises Entfernen der äußeren Schichten von Körnern, Samen, Früchten, Nüssen und anderem

Geschält, teilgeschält

14

Enthülsen/Entspelzen

Entfernen der äußeren Schalenteile von Bohnen, Körnern und Samen, gewöhnlich mit physikalischen Mitteln

Enthülst oder entspelzt

15

Entpektinisieren

Entfernen des Pektins aus Futtermitteln

Entpektinisiert

16

Dörren

Entzug von Feuchtigkeit

Gedörrt

17

Entschleimen

Verfahren zum Entfernen der Schleimschicht von der Oberfläche

Entschleimt

18

Entzuckern

Vollständiger oder teilweiser Entzug von Mono- und Disacchariden aus Melasse und anderen zuckerhaltigen Materialien durch chemische oder physikalische Verfahren

Entzuckert, teilentzuckert

19

Entgiften

Verfahren zur Zerstörung oder Verringerung giftiger Verunreinigungen

Entgiftet

20

Destillieren

Fraktionierung flüssiger Stoffe durch Verdampfung und Auffangen des Kondensats in einem anderen Behälter

Destilliert

21

Trocknen

Wasserentzug durch künstliche oder natürliche Verfahren

Getrocknet (Sonne oder künstlich)

22

Silieren

Lagerung von Futtermitteln in einem Silo mit Zusatz von Konservierungsmitteln oder unter anaeroben Bedingungen, gegebenenfalls mit Silierzusatzstoffen

Siliert

23

Eindampfen

Verringerung des Wassergehalts

Eingedampft

24

Expandieren

Thermisches Verfahren, bei dem die Bestandteile eines Produkts durch schlagartiges Verdampfen des produkteigenen Wassers aufgeschlossen werden

Expandiert

25

Pressen

Gewinnung von Öl/Fett durch Pressen

Expeller/Kuchen und Öl/Fett

26

Extraktion

Gewinnung von Fett/Öl aus bestimmten Materialien mit Hilfe organischer Lösungsmittel oder Gewinnung von Zucker oder anderen wasserlöslichen Bestandteilen durch wässrige Extraktion

Extraktionsschrot und Fett/Öl, Melasse/Pülpe und Zucker oder andere wasserlösliche Bestandteile

27

Extrudieren

Thermisches Verfahren, bei dem die Bestandteile eines Produkts durch schlagartiges Verdampfen des produkteigenen Wassers aufgeschlossen werden und durch gleichzeitiges Pressen durch eine Düse eine bestimmte Form erhalten

Extrudiert

28

Fermentieren

Verfahren, bei dem Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Hefen hergestellt oder zur Veränderung der chemischen Zusammensetzung von Stoffen verwendet werden

Fermentiert

29

Filtrieren

Trennung der flüssigen und festen Bestandteile einer Mischung, indem die Flüssigkeit durch ein poröses Medium oder eine Membran läuft

Gefiltert

30

Flockieren

Walzen von feuchtem wärmebehandelten Material

Flocken

31

Mehlmüllerei

Verringerung der Partikelgröße von trockenen Körnern und Auftrennung in Fraktionen, vor allem Mehl, Kleie und Grießkleie

Mehl, Kleie, Grießkleie (3), Futtermehl

32

Fraktionieren

Trennung von Futtermittelbestandteilen durch Sieben und/oder Luftstrom zum Entfernen leichter Schalenteile

Fraktioniert

33

Fragmentieren

Trennen eines Futtermittels in Teile

Fragmentiert

34

Fritieren

Erhitzen von Futtermitteln in Öl oder Fett

Fritiert

35

Gelieren

Verfahren zum Herstellen eines Gelees, einer gallertartig eingedickten Masse, deren Eigenschaften von weich und halbflüssig bis hart und zäh reichen können, gewöhnlich mit Hilfe eines Geliermittels

Geliert

36

Granulieren

Verarbeitung von Futtermitteln zu einer bestimmten Partikelgröße und Konsistenz

Granuliert

37

Mahlen

Verringerung der Partikelgröße von festen Futtermitteln im trockenen oder nassen Verfahren

Gemahlen

38

Erhitzen

Wärmebehandlungen unter bestimmten Bedingungen

Wärmebehandelt

39

Hydrieren

Umwandlung mit Hilfe eines Katalysators von ungesättigten in gesättigte Glyzeride (Härtung von Ölen und Fetten) oder freie Fettsäuren oder von reduzierenden Zuckern in die entsprechenden mehrwertigen Alkohole

Gehärtet, teilgehärtet (Fette und Öle)

40

Hydrolysieren

Verringerung der Molekülgröße durch geeignete Behandlung mit Wasser und Enzymen bzw. Säuren/Alkalien

Hydrolysiert

41

Verflüssigen

Überführung eines festen oder gasförmigen Stoffes in den flüssigen Zustand

Verflüssigt

42

Zerkleinern

Verringerung der Größe von Futtermitteln mit mechanischen Mitteln, oft unter Zusatz von Wasser oder anderen Flüssigkeiten

Zerkleinert

43

Mälzen

Getreide wird zum Keimen gebracht, um nativ vorhandene Enzyme zu aktivieren, die Stärke in fermentierbare Kohlenhydrate und Eiweiße in Aminosäuren und Peptide spalten

Gemälzt

44

Schmelzen

Überführung vom festen in den flüssigen Zustand durch Hitzeeinwirkung

Geschmolzen

45

Mikronisieren

Verfahren zur Verkleinerung der durchschnittlichen Partikelgröße eines festen Stoffes auf Mikrometer-Größe

Mikronisiert

46

Parboiling

Ankochen durch kurzzeitiges Erhitzen

Parboiled

47

Pasteurisieren

Erhitzen bis auf eine bestimmte Temperatur für eine festgelegte Dauer zum Abtöten schädlicher Mikroorganismen mit anschließender rascher Abkühlung

Pasteurisiert

48

Schälen

Entfernen der Haut/Schale bei Früchten und Gemüse

Geschält

49

Pelletieren

Formgebung durch Pressen durch eine Matrize

Pellet, pelletiert

50

Polieren

Polieren geschälter Körner, z. B. von Reis, in rotierenden Trommeln, bis sie hell und glatt sind

Poliert

51

Vorverkleistern

Modifizierung von Stärke, um die Quellfähigkeit in kaltem Wasser deutlich zu erhöhen

Vorverkleistert (4), gepufft

52

Abpressen (5)

Gewinnung von Flüssigkeiten wie Fett, Öl, Wasser oder Saft aus festen Stoffen

Expeller/Kuchen (bei ölhaltigen Materialien)

Pülpe, Trester (bei Früchten usw.)

Pressschnitzel (bei Zuckerrüben)

53

Raffinieren

Vollständiges oder teilweises Entfernen von Verunreinigungen oder unerwünschten Bestandteilen durch chemische oder physikalische Behandlung

Raffiniert, teilraffiniert

54

Rösten

Erhitzen von Futtermitteln in trockenem Zustand zur Verbesserung der Verdaulichkeit, Intensivierung der Färbung und/oder Verringerung von den Nährwert mindernden (antinutritiven) Faktoren nativer Herkunft

Geröstet

55

Walzen

Verringerung der Partikelgröße durch Quetschen des Futtermittels zwischen gegeneinander drehenden Rollen

Gewalzt

56

Pansenschutz

Vorgang, bei dem die Nährstoffe durch physikalische Behandlung unter Einsatz von Hitze, Druck, Dampf (auch in Kombination) und die Wirkung von Verarbeitungshilfen vor dem Abbau im Pansen geschützt werden

Pansengeschützt

57

Sieben

Trennen von Partikeln unterschiedlicher Größe, indem die Futtermittel durch Siebe geschüttelt oder gegossen werden

Gesiebt

58

Abschöpfen/entrahmen

Entfernen der auf einer Flüssigkeit schwimmenden oberen Schicht (z. B. Milchfett) durch mechanische Mittel

Abgeschöpft/entrahmt

59

Schnitzeln

Schneiden der Futtermittel in kleine, flache Stücke

Geschnitzelt

60

Einweichen

Anfeuchten und Aufweichen von Futtermitteln, in der Regel Samen, um die Kochzeit zu verkürzen, das Enthülsen zu erleichtern, die Wasseraufnahme zur Aktivierung der Keimung zu unterstützen oder die Konzentration nativ vorhandener antinutritiver Faktoren zu verringern

Eingeweicht

61

Sprühtrocknen

Verminderung des Feuchtigkeitsgehalts einer Flüssigkeit, indem sie zur Oberflächenvergrößerung zerstäubt und in einen Heißluftstrom eingebracht wird

Sprühgetrocknet

62

Dämpfen

Erhitzen und Kochen unter Dampfdruck zur Verbesserung der Verdaulichkeit

Gedämpft/dampferhitzt

63

Toasten

Erhitzen mit trockener Hitze, hauptsächlich bei Ölsaaten, um beispielsweise nativ vorhandene antinutritive Stoffe zu verringern oder zu entfernen

Getoastet

64

Ultrafiltrieren

Filtrieren von Flüssigkeiten durch eine Membran, die nur kleine Moleküle durchlässt

Ultrafiltriert

TEIL C

Verzeichnis der Einzelfuttermittel

1.   Getreidekörner und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

1.1.1

Gerste

Körner von Hordeum vulgare L. Kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.1.2

Gerste, gepufft

Erzeugnis, das durch Behandlung in feuchter, warmer Atmosphäre und unter Druck aus gemahlenen oder gebrochenen Gerstenkörnern gewonnen wird

Stärke

1.1.3

Gerste, geröstet

Erzeugnis, das bei der Röstung von Gerste entsteht, und das teilweise geröstet und nur gering verfärbt ist

Stärke, wenn > 10 %

Rohprotein, wenn > 15 %

1.1.4

Gerstenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von entspelzter Gerste gewonnen wird und das geringe Mengen an Spelzen enthalten kann. Kann pansengeschützt sein

Stärke

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.1.5

Gerstenfasern

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Gerstenstärke anfällt und aus Teilen des Mehlkörpers und überwiegend Fasern besteht

Rohfaser

Rohprotein, wenn > 10 %

1.1.6

Gerstenschalen

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Ethanol aus Stärke nach Trockenvermahlung, Sieben und Schälen der Gerstenkörner anfällt

Rohfaser

Rohprotein, wenn > 10 %

1.1.7

Gerstenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung der gesiebten entspelzten Gerste zu Graupen, Grieß oder Mehl anfällt und überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers sowie aus feinen Bestandteilen der äußeren Schalen und geringen Anteilen an Siebrückständen besteht

Rohfaser

Stärke

1.1.8

Gerstenprotein

Erzeugnis, das beim Abtrennen von Stärke und Kleie aus Gerste anfällt und überwiegend aus Protein besteht

Rohprotein

Stärke

1.1.9

Gerstenproteinfuttermittel

Erzeugnis, das nach dem Abtrennen von Stärke aus Gerste gewonnen wird. Es besteht überwiegend aus Protein und Teilen des Mehlkörpers und kann auch getrocknet sein

Feuchte, wenn < 45 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

Stärke

1.1.10

Gerstenpresssaft

Erzeugnis aus Gerste, das nach der Extraktion von Protein und Stärke im Nassverfahren gewonnen wird

Rohprotein

1.1.11

Gerstenkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebten entspelzten Gerstenkörnern anfällt und überwiegend aus Teilen der äußeren Schalen, im Übrigen aus sonstigen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.1.12

Flüssige Gerstenstärke

Sekundäre Stärkefraktion, die bei der Stärkegewinnung aus Gerste anfällt

Wenn Feuchte < 50 %:

Stärke

1.1.13

Malzgerstensiebrückstände

Erzeugnis, das bei der Reinigung von Malzgerste anfällt und aus kleinen Malzgerstenkörnern und vor der Mälzung ausgesonderten Malzgerstenkörnern besteht

Rohfaser

Rohasche, wenn > 2,2 %

1.1.14

Malzgersten- und Malzabrieb

Getreide-Abrieb, der bei der Förderung der Körner anfällt

Rohfaser

1.1.15

Malzgerstenspelzen

Erzeugnis, das bei der Reinigung von Malzgerste anfällt und aus Spelz- und Feinstbestandteilen besteht

Rohfaser

1.1.16

Gerstendickschlempe, feucht

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Ethanol aus Gerste anfällt und die festen Futtermittel-Bestandteile aus der Destillation enthält

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.1.17

Gerstendünnschlempe, feucht

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Ethanol aus Gerste anfällt und die löslichen Futtermittel-Bestandteile aus der Destillation enthält

Feuchte, wenn < 45 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

1.1.18

Malz (6)

Erzeugnis aus gekeimten Getreidekörnern, getrocknet, gemahlen und/oder extrahiert

 

1.1.19

Malzwurzelkeime (6)

Erzeugnis der Mälzerei, das bei der Keimung des Getreides und der anschließenden Reinigung des Malzes anfällt, und aus Wurzelkeimen, Getreidefeinteilen, Schalen und kleinen gemälzten Körnerbruchstücken besteht; kann auch vermahlen sein

 

1.2.1

Mais (7)

Körner von Zea mays L. ssp. mays. Kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.2.2

Maisflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von entlieschtem Mais entsteht und das geringe Mengen an Lieschblättern enthalten kann

Stärke

1.2.3

Maisfuttermehl

Erzeugnis der Maismehl- oder Maisgrießherstellung, das überwiegend aus Teilen der Schale und anderen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Maiskleie

Rohfaser

Stärke

1.2.4

Maiskleie

Erzeugnis, das bei der Maismehl- oder Maisgrießherstellung gewonnen wird und überwiegend aus der Maisschale, im Übrigen aus Teilen der Maiskeime und des Mehlkörpers besteht

Rohfaser

1.2.5

Maiskolbenspindeln

Kern des Maiskolbens, bestehend aus Maisspindeln, Körnern und Lieschblättern

Rohfaser

Stärke

1.2.6

Maissiebrückstände

Nach dem Sieben als Siebrückstände verbleibende Maisbestandteile

 

1.2.7

Maisfasern

Erzeugnis, das bei der Maisstärkegewinnung gewonnen wird und überwiegend aus Fasern besteht

Feuchte, wenn < 50 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 50 %:

Rohfaser

1.2.8

Maiskleber

Erzeugnis, das bei der Maisstärkegewinnung gewonnen wird und überwiegend aus Kleber besteht, der beim Abtrennen der Stärke anfällt

Rohprotein

Feuchte, wenn < 70 % oder > 90 %

1.2.9

Maiskleberfutter

Erzeugnis, das bei der Maisstärkegewinnung gewonnen wird und überwiegend aus Kleie und Maisquellwasser besteht. Das Erzeugnis kann außerdem Bruchmais und Rückstände aus der Gewinnung von Öl aus Maiskeimen enthalten. Andere Erzeugnisse der Stärkegewinnung und der Raffination oder Fermentierung von Stärkeerzeugnissen können zugesetzt werden. Das Erzeugnis kann getrocknet sein

Feuchte, wenn < 40 % oder > 65 %

Wenn Feuchte < 40 %:

Rohprotein

Rohfaser

Stärke

Rohfett

1.2.10

Maiskeime

Erzeugnis, das bei der Maismehl-, Maisgrieß- oder Maisstärkeherstellung gewonnen wird und überwiegend aus Maiskeimen, Schalen und Mehlkörperteilen besteht

Feuchte, wenn < 40 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 40 %:

Rohprotein

Rohfett

1.2.11

Maiskeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Maiskeimen gewonnen wird, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.2.12

Maiskeimextraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Maiskeimen gewonnen wird

Rohprotein

1.2.13

Maiskeimrohöl

Erzeugnis, das aus Maiskeimen gewonnenen wird

Rohfett

1.2.14

Mais, gepufft

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus gemahlenem Mais oder Bruchmais gewonnen wird

Stärke

1.2.15

Maisquellwasser

Konzentrierte, flüssige Fraktion, die nach dem Einweichen von Maiskörnern gewonnen wird

Feuchte, wenn < 45 % oder > 65 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

1.2.16

Zuckermais-Silage

Nebenerzeugnis der Zuckermaisverarbeitung, das aus gehäckselten und entwässerten oder gepressten Maisspindeln, Lieschblättern und Körnerteilen besteht und durch Häckseln von Spindeln, Schalen, Lieschblättern und Körnerteilen von Zuckermais gewonnen wird

Rohfaser

1.3.1

Hirse

Körner von Panicum miliaceum L.

 

1.4.1

Hafer

Körner von Avena sativa L. und anderen kultivierten Haferarten

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.4.2

Hafer, entspelzt

Entspelzte Haferkörner, auch dampfbehandelt

 

1.4.3

Haferflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von entspelztem Hafer gewonnen wird und geringe Mengen an Spelzen enthalten kann

Stärke

1.4.4

Haferfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung des gesiebten, entspelzten Hafers zu Hafergrütze und Mehl anfällt. Es besteht überwiegend aus Haferkleie und zum geringeren Teil aus Mehlkörper

Rohfaser

Stärke

1.4.5

Haferkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebten Körnern von entspelztem Hafer anfällt und überwiegend aus Bruchstücken der Spelzen und sonstigen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.4.6

Haferspelzen

Erzeugnis, das beim Entspelzen der Haferkörner entsteht

Rohfaser

1.4.7

Hafer, gepufft

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus gemahlenen und gebrochenen Haferkörnern gewonnen wird

Stärke

1.4.8

Hafergrütze

Gereinigte, entspelzte Haferkörner

Rohfaser

Stärke

1.4.9

Hafermehl aus ungeschälter Saat

Erzeugnis, das durch Mahlen der Haferkörner entsteht

Rohfaser

Stärke

1.4.10

Hafermehl aus geschälter Saat

Hafererzeugnis mit hohem Stärkegehalt, nach dem Schälen

Rohfaser

1.4.11

Haferfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung des gesiebten, entspelzten Hafers zu Hafergrütze und Mehl anfällt, und überwiegend aus Haferkleie und zum geringeren Teil aus Mehlkörper besteht

Rohfaser

1.5.1

Quinoasaat-Extraktionsschrot

Gereinigte ganze Früchte der Quinoapflanze (Chenopodium quinoa Willd.), bei denen das in den äußeren Schichten enthaltene Saponin entfernt worden ist

 

1.6.1

Bruchreis

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Reis (Oryza sativa L.) anfällt und im Wesentlichen aus kleinen oder gebrochenen Körnern besteht

Stärke

1.6.2

Reis, geschliffen

Geschälter Reis, bei dem Keimling und Kleie (ganz oder teilweise) durch Schleifen entfernt wurden

Stärke

1.6.3

Quellreis

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus geschliffenen Reiskörnern oder Bruchreis gewonnen wurde

Stärke

1.6.4

Reis, extrudiert

Durch Extrudieren von Reismehl gewonnenes Erzeugnis

Stärke

1.6.5

Reisflocken

[Quellreis]

Erzeugnis, das durch Flockieren von Quellreiskörnern oder Bruchreis hergestellt wird

Stärke

1.6.6

Reis, geschält/braun

Naturreis, von dem nur die Spelzen entfernt worden sind.

Stärke

Rohfaser

1.6.7

Futterreis, gemahlen

Erzeugnis, das beim Mahlen von Futterreis gewonnen wird und aus unreifen, grünen oder kreidigen Körnern, die beim Schleifen von geschältem Reis durch Absieben ausgesondert wurden, oder aus normalen, geschälten gelben oder fleckigen Körnern besteht

Stärke

1.6.8

Reismehl

Erzeugnis, das beim Vermahlen von geschliffenem Reis anfällt

Stärke

1.6.9

Reismehl, braun

Erzeugnis, das beim Vermahlen von braunem Reis (Naturreis) anfällt

Rohfaser

Stärke

1.6.10

Reiskleie

Erzeugnis, das beim Schleifen von geschältem Reis anfällt und aus den äußeren Schichten des Korns (Fruchtwand, Samenschale, Kern, Aleuronschicht) und Teilen des Keimlings besteht

Rohfaser

1.6.11

Reiskleie, kalkhaltig

Erzeugnis, das beim Polieren von geschältem Reis anfällt und überwiegend aus Silberhäutchen, Teilen der Aleuronschicht, des Mehlkörpers und des Keims besteht und als Folge des Polierens unterschiedliche Mengen an Calciumcarbonat enthält

Rohfaser

Calciumcarbonat

1.6.12

Reiskleie, entfettet

Reiskleie, die bei der Ölextraktion anfällt

Rohfaser

1.6.13

Reiskleie-Öl

Öl, das aus der stabilisierten Reiskleie extrahiert wird

Rohfett

1.6.14

Reisfuttermehl

Erzeugnis, das durch Trocken- oder Nassmahlen und Absieben bei der Gewinnung von Mehl und Stärke aus Reis anfällt, und hauptsächlich aus Stärke, Protein, Fett und Faser besteht

Stärke, wenn > 20 %

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfett, wenn > 5 %

Rohfaser

1.6.15

Futtermehl aus Parboiled-Reis

Erzeugnis, das beim Polieren von geschältem, angekochtem Reis anfällt und im Wesentlichen aus Silberhäutchen, Teilen der Aleuronschicht, des Mehlkörpers und des Keims besteht und herstellungsbedingt unterschiedliche Mengen an Calciumcarbonat enthält

Rohfaser

Calciumcarbonat

1.6.16

Brauerei-Reis

Kleinste Bruchstücke aus dem Prozess des Reisschleifens, üblicherweise etwa ein Viertel des Korns

Stärke

1.6.17

Reiskeime

Erzeugnis, das im Wesentlichen aus dem Keim besteht, der beim Schleifen der Reiskörner entfernt und von der Kleie getrennt wird

Rohfett

Rohprotein

1.6.18

Reiskeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Reiskeimen, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Samenschale anhaften, anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

1.6.19

Reiskeimextraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Reiskeimen, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Samenschale anhaften, anfällt

Rohprotein

1.6.20

Reisprotein

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Stärke aus Bruchreis durch Nassmahlen, Absieben, Trennen, Konzentrieren und Trocknen anfällt

Rohprotein

1.6.21

Polierreisfuttermehl, flüssig

Konzentriertes, flüssiges Erzeugnis, das beim Nassmahlen und Absieben von Reis anfällt

Stärke

1.7.1

Roggen

Körner von Secale cereale L.

 

1.7.2

Roggenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Roggen anfällt, und überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Bruchstücken der äußeren Schale und wenigen sonstigen Kornbestandteilen besteht

Stärke

Rohfaser

1.7.3

Roggenfutterkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Roggen anfällt, und überwiegend aus Bruchstücken der äußeren Schale, im Übrigen aus Kornbruchstücken besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Roggenkleie

Stärke

Rohfaser

1.7.4

Roggenkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Roggen anfällt, und überwiegend aus Bruchstücken der äußeren Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Stärke

Rohfaser

1.8.1

Sorghum; [Milokorn]

Körner von Sorghum bicolor (L.) Moench

 

1.8.2

Weißer Sorghum

Körner von weißem Sorghum

 

1.8.3

Sorghumkleberfutter

Getrocknetes Erzeugnis, das beim Abtrennen von Sorghumstärke anfällt, und überwiegend aus Kleie und geringen Anteilen an Kleber besteht. Das Erzeugnis kann auch getrocknete Rückstände aus dem Quellwasser sowie zugesetzte Keime enthalten

Rohprotein

1.9.1

Dinkel

Körner von Dinkel, Triticum spelta L., Triticum dicoccum Schrank, Triticum monococcum

 

1.9.2

Dinkelkleie

Erzeugnis aus der Dinkelmehlgewinnung, das überwiegend aus der äußeren Schale und geringeren Anteilen an Bruchstücken der Dinkelkeime und des Mehlkörpers besteht

Rohfaser

1.9.3

Dinkelspelzen

Erzeugnis, das beim Entspelzen der Dinkelkörner anfällt

Rohfaser

1.9.4

Dinkelfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung des gesiebten, entspelzten Dinkels zu Mehl anfällt und überwiegend aus Bruchstücken des Mehlkörpers und feinen Teilen der äußeren Schale sowie geringeren Anteilen an Siebrückständen besteht

Rohfaser

Stärke

1.10.1

Triticale

Körner der Hybride Triticum X Secale

 

1.11.1

Weizen

Körner von Triticum aestivum L., Triticum durum Desf. und anderen kultivierten Weizenarten. Kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.11.2

Weizenwurzelfasern

Erzeugnis der Mälzerei, das bei der Keimung des Weizens und der anschließenden Reinigung des Malzes anfällt, und aus Wurzelfasern, Getreidestaub, Schalen und kleinen gemälzten Körnerbruchstücken besteht

 

1.11.3

Weizen, gequellt

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus gemahlenen Weizenkörnern oder Bruchweizen gewonnen wird

Stärke

1.11.4

Weizenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Weizen oder entspelztem Dinkel anfällt und überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers und feinen Bruchstücken der Schale und wenigen Siebrückständen besteht

Rohfaser

Stärke

1.11.5

Weizenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von entspelztem Weizen gewonnen wird und das geringe Mengen an Spelzen enthalten kann. Kann pansengeschützt sein

Rohfaser

Stärke

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.11.6

Weizenfutter

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl oder Malz aus gesiebtem Weizen oder entspelztem Dinkel anfällt und überwiegend aus Teilen der äußeren Schale und Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Weizenkleie

Rohfaser

1.11.7

Weizenkleie (8)

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Weizen oder entspelztem Dinkel anfällt und überwiegend aus Teilen der äußeren Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.11.8

Weizenmalzmehl, fermentiert

Erzeugnis, das durch Mälzen und Fermentieren von Weizen und Weizenkleie gewonnen und anschließend getrocknet und vermahlen wird

Stärke

Rohfaser

1.11.10

Weizenfasern

Erzeugnis, das bei der Weizenverarbeitung gewonnen wird und überwiegend aus Fasern besteht

Feuchte, wenn < 60 % oder > 80 %

Wenn Feuchte < 60 %:

Rohfaser

1.11.11

Weizenkeime

Erzeugnis der Mehlgewinnung, das im Wesentlichen aus gewalzten oder nicht gewalzten Weizenkeimen besteht, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.11.12

Weizenkeime, fermentiert

Erzeugnis der Fermentation von Weizenkeimen mit inaktivierten Mikroorganismen

Rohprotein

Rohfett

1.11.13

Weizenkeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Weizenkeimen (Triticum aestivum L., Triticum durum Desf. und anderen kultivierten Weizenarten) und entspelztem Dinkel (Triticum spelta L., Triticum dicoccum Schrank, Triticum monococcum L.) anfällt, denen noch Teile des Mehlkörpers und des Keims anhaften können

Rohprotein

1.11.15

Weizenprotein

Bei der Gewinnung von Stärke oder der Herstellung von Ethanol aus Weizen extrahiertes Protein, das zum Teil hydrolysiert sein kann

Rohprotein

1.11.16

Weizenkleberfutter

Erzeugnis der Weizenstärke- und –Weizenklebergewinnung, das aus Kleie besteht, von der die Keime teilweise entfernt worden sind. Weizenpresssaft, Bruchweizen und andere Erzeugnisse der Stärkegewinnung und der Raffination von Stärkeerzeugnissen können zugesetzt werden

Feuchte, wenn < 45 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

Stärke

1.11.18

Vitalweizenkleber

Weizenprotein mit hoher Viskoselastizität in Wasser, Proteingehalt (N × 6,25) mindestens 80 %, höchstens 2 % Asche in der Trockensubstanz

Rohprotein

1.11.19

Flüssige Weizenstärke

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Stärke/Glukose und Kleber aus Weizen anfällt

Feuchte, wenn < 65 % oder > 85 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Stärke

1.11.20

Proteinhaltige Weizenstärke, teilentzuckert

Erzeugnis, das bei der Weizenstärkegewinnung anfällt, und überwiegend aus verzuckerter Stärke, den löslichen Proteinen und anderen löslichen Bestandteilen des Endosperms besteht

Rohprotein

Stärke

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

1.11.21

Weizenpresssaft

Erzeugnis aus Weizen, das nach der Extraktion von Protein und Stärke im Nassverfahren verbleibt. Kann hydrolysiert sein

Feuchte, wenn < 55 % oder > 85 %

Wenn Feuchte < 55 %:

Rohprotein

1.11.22

Weizenhefekonzentrat

Flüssiges Nebenerzeugnis, das nach Umwandlung der Weizenstärke in Alkohol durch Fermentierung entsteht

Feuchte, wenn < 60 % oder > 80 %

Wenn Feuchte < 60 %:

Rohprotein

1.11.23

Malzweizensiebrückstände

Erzeugnis, das bei der Reinigung von Malzweizen anfällt und aus kleinen Malzweizenkörnern und vor der Mälzung ausgesonderten Malzweizenkörnern besteht

Rohfaser

1.11.24

Malzweizen- und Malzabrieb

Getreideabrieb, der bei der Förderung der Körner anfällt

Rohfaser

1.11.25

Malzweizenspelzen

Erzeugnis, das bei der Reinigung von Malzweizen anfällt und aus Bruchstücken von Spelzen und Abrieb besteht

Rohfaser

1.12.2

Getreidemehl (9)

Durch das Vermahlen von Getreidekörnern gewonnenes Mehl

Stärke

Rohfaser

1.12.3

Getreideproteinkonzentrat (9)

Konzentriertes und getrocknetes Erzeugnis, das durch Hefegärung nach dem Abtrennen der Stärke aus Getreide gewonnen wird

Rohprotein

1.12.4

Getreidekörner-Siebrückstände (9)

Rückstände beim Sieben von Getreidekörnern und Malz

Rohfaser

1.12.5

Getreidekeime (9)

Erzeugnis der Mehl- und Stärkegewinnung, das überwiegend aus gewalzten oder nicht gewalzten Getreidekeimen besteht, denen noch Teile des Mehlkörpers und der äußeren Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.12.6

Destillationsrückstände aus Getreide, Sirup (9)

Getreideerzeugnis, das beim Verdampfen der Rückstände aus der Gärung und Destillation von Getreidemaische zur Herstellung von Alkohol gewonnen wird

Feuchte, wenn < 45 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

1.12.7

Feuchte Getreideschlempe (9)

Erzeugnis, das als feste Fraktion durch Zentrifugieren oder Filtrieren der Rückstände von fermentierten und destillierten Getreidekörnern aus der Alkoholherstellung gewonnen wird

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.8

Eingedampfte Dünnschlempe (9)

Feuchtes Erzeugnis aus der Alkoholherstellung, das bei der Destillation von Getreidemaische und Zuckersirup nach Entfernen von Kleie und Kleber gewonnen wird

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein, wenn > 10 %

1.12.9

Getreidesdickschlempe (9)

Erzeugnis der Alkoholherstellung, das bei der Destillation von Maische aus Getreidekörnern und/oder anderen stärke- und zuckerhaltigen Erzeugnissen gewonnen wird; kann pansengeschützt sein

Feuchte, wenn < 60 % oder > 80 %

Wenn Feuchte < 60 %:

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.12.10

Getreidetrockenschlempe (9)

Erzeugnis der Alkoholdestillation, das durch Trocknen der Rückstände fermentierter Getreidekörner gewonnen wird; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.12.11

Getreidetrockenschlempe, dunkel (9); [Getreidedickschlempe, getrocknet] (9)

Erzeugnis der Alkoholdestillation, das durch Trocknen der festen Rückstände fermentierten Getreidekörner gewonnen wird und dem Trubsirup (Pot-ale-Sirup) oder eingedickte Destillationsrückstände zugesetzt worden sind;. kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

1.12.12

Biertreber

Brauereierzeugnis, das aus Rückständen von gemälztem und nicht gemälztem Getreide und anderen stärkehaltigen Erzeugnissen, die Hopfen enthalten können, besteht. Wird gewöhnlich in feuchtem Zustand, aber auch getrocknet vermarktet

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.13

Draff (Treber)

Festes Erzeugnis, das bei der Herstellung von Malt-Whisky anfällt und aus Rückständen der Extraktion der gemälzten Gerste mit Heißwasser besteht. Wird üblicherweise in feuchter Form nach Abtrennen des Extrakts durch Absetzen vermarktet

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.14

Maischefiltertreber

Festes Erzeugnis, das bei der Herstellung von Bier, Malzextrakt und Whisky-Spirituosen anfällt. Es besteht aus den Rückständen der Heißwasser-Extraktion von gemahlenem Malz und u. U. anderen zucker- oder stärkereichen Zusätzen. Wird üblicherweise in feuchter Form nach Abtrennen des Extrakts durch Abpressen vermarktet

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.15

Pot ale (Trub)

Rückstand, der bei der Herstellung von Malt-Whisky nach dem ersten Destillat in der Brennblase verbleibt.

Rohprotein, wenn > 10 %

1.12.16

Pot-ale-Sirup (Trubsirup)

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Malt-Whiskey durch Eindampfen des Trubs aus dem ersten Destillat anfällt

Feuchte, wenn < 45 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein


2.   Ölsaaten, Ölfrüchte und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

2.1.1

Babassu-Kuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Nüssen der Babassu-Palme der Gattung Orbignya anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.2.1

Leindotter-Saat

Samen von Camelina sativa (L.) Crantz

 

2.2.2

Leindotterkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Leindottersamen anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.2.3

Leindotter-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Leindotterkuchen anfällt und einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde

Rohprotein

2.3.1

Kakaoschalen

Äußere Schalen der getrockneten und gerösteten Samen der Kakaopflanze Theobroma cacao L.

Rohfaser

2.3.2

Kakaofruchtschalen

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Kakaosamen anfällt

Rohfaser

Rohprotein

2.3.3

Kakaoextraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der teilweise geschälten, getrockneten und gerösteten Samen der Kakaopflanze Theobroma cacao L. anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.4.1

Kokoskuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme (Cocos nucifera L.) anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.4.2

Kokoskuchen, hydrolysiert

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen und enzymatische Hydrolisierung des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme (Cocos nucifera L.) anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.4.3

Kokos-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme anfällt

Rohprotein

2.5.1

Baumwollsaat

Entlinterte Samen der Baumwollpflanze Gossypium ssp.; Erzeugnis kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.5.2

Baumwoll-Extraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der entlinterten und teilweise geschälten Samen der Baumwollpflanze anfällt.

(Höchstgehalt an Rohfaser: 22,5 % in der Trockenmasse); kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfaser

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.5.3

Baumwollsaatkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der entlinterten Samen der Baumwollpflanze anfällt

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.6.1

Erdnusskuchen aus teilenthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der teilweise von den Hülsen befreiten Samen der Erdnuss (Arachis hypogaea L. und andere Arachis-Arten) anfällt

(Höchstgehalt an Rohfaser: 16 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.6.2

Erdnuss-Extraktionsschrot aus teilenthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des Kuchens aus teilweise von den Hülsen befreiten Erdnusssamen anfällt

(Höchstgehalt an Rohfaser: 16 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfaser

2.6.3

Erdnusskuchen aus enthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der von den Hülsen befreiten Erdnusssamen anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.6.4

Erdnuss-Extraktionsschrot aus enthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des Kuchens aus enthülsten Erdnusssamen anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.7.1

Kapok-Kuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen von Kapok (Ceiba pentadra (L.) Gaertn.) anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.8.1

Leinsaat

Samen des Leins (Linum usitatissimum L.) (botanische Reinheit mindestens 93 %), ganz, gewalzt oder gemahlen; kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.8.2

Leinkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Leinsaat anfällt (botanische Reinheit mindestens 93 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.8.3

Leinextraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Leinkuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt.

Kann Bleicherde aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.9.1

Senfkleie

Erzeugnis aus der Verarbeitung von Senf (Brassica juncea L.), das aus Teilen der Schale und des Korns besteht

Rohfaser

2.9.2

Senfsaat-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das durch die Extraktion von flüchtigem Senföl aus Senfsaat gewonnen wird

Rohprotein

2.10.1

Nigersaat

Samen der Nigerpflanze, Guizotia abyssinica (L.f.) Cass.

 

2.10.2

Nigersaatkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Nigersaat anfällt (salzsäureunlösliche Asche: höchstens 3,4 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.11.1

Olivenpülpe

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion nach dem Pressen von Oliven (Olea europaea L). anfällt, die so weit wie möglich von Kernteilen befreit sind

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.12.1

Palmkernkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Kerne von Ölpalmen (Elaeis guineensis Jacq. und Elaeis melanococca) anfällt, bei denen die Steinschale so weit wie möglich entfernt worden ist

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.12.2

Palmkern-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Palmkernen anfällt, bei denen die Steinschale so weit wie möglich entfernt worden ist

Rohprotein

Rohfaser

2.13.1

Kürbiskernsaat

Samen von Cucurbita pepo L. und anderen Pflanzen der Gattung Cucurbita

 

2.13.2

Kürbiskernkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen von Cucurbita und anderen Pflanzen der Gattung Cucurbita entsteht

Rohprotein

Rohfett

2.14.1

Rapssaat (10)

Samen von Raps Brassica napus L. ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk., von indischem Sarson Brassica napus L. var. glauca (Roxb.) O.E. Schulz und von Raps Brassica rapa ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk. Botanische Reinheit mindestens 94 %; kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.14.2

Rapskuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Rapssaat anfällt. Kann Bleicherde aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.14.3

Rapsextraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Rapskuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann Bleicherde aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.14.4

Rapssaat, extrudiert

Erzeugnis, das aus ganzen Rapskörnern gewonnen wird; durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck wird die Verkleisterung der Stärke verbessert. Es kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.14.5

Rapssaatproteinkonzentrat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Abtrennen des Proteinanteils von Rapskuchen oder Rapssaat gewonnen wird

Rohprotein

2.15.1

Saflorsaat

Samen der Saflorpflanze Carthamus tinctorius L.

 

2.15.2

Saflorextraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion teilweise geschälter Saflorsaat gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

2.15.3

Saflorschalen

Erzeugnis, das durch Schälen der Saflorsamen gewonnen wird

Rohfaser

2.16.1

Sesamsaat

Samen von Sesamum indicum L.

 

2.17.1

Sesamsaat, teilenthülst

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Entfernen eines Teils der Hülsen gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

2.17.2

Sesamhülsen

Erzeugnis, das durch Enthülsen der Sesamsamen anfällt

Rohfaser

2.17.3

Sesamkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen der Sesampflanze anfällt (salzsäureunlösliche Asche: höchstens 5 %)

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.18.1

Soja(bohnen), getoastet

Sojabohnen, Glycine max. (L.) Merr., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurden (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.); Kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.18.2

Soja(bohnen)-Kuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Sojasaat anfällt.

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.18.3

Soja(bohnen)-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sojabohnen und geeigneter Wärmebehandlung anfällt (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.).

Kann Bleicherde oder andere Filterhilfsstoffe aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfaser,

wenn > 8 %.

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.18.4

Soja(bohnen)-Extraktionsschrot aus geschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von geschälten Sojabohnen und geeigneter Wärmebehandlung anfällt. Kann Bleicherde aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten (Ureaseaktivität: höchstens 0,5 mg N/g/Min.); kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.18.5

Soja(bohnen)schalen

Erzeugnis, das beim Schälen von Sojabohnen anfällt

Rohfaser

2.18.6

Sojabohnen, extrudiert

Erzeugnis, das aus Sojabohnen gewonnen wird und bei dem die Verkleisterung der Stärke durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck verbessert ist. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.18.7

Soja(bohnen)proteinkonzentrat

Erzeugnis aus geschälten, entfetteten Sojabohnen, das fermentiert oder noch weiter extrahiert wurde, um den Anteil löslicher Nicht-Proteinbestandteile zu verringern

Rohprotein

2.18.8

Sojabohnenpülpe [Sojabohnenpaste]

Erzeugnis, das bei der Extraktion von Sojabohnen für die Lebensmittelherstellung anfällt

Rohprotein

2.18.9

Sojabohnen-Pressschnitzel

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Sojabohnen anfällt,

Rohprotein

Rohfett

2.18.10

Nebenerzeugnis der Sojabohnenverarbeitung

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Sojabohnen für die Lebensmittelherstellung anfällt

Rohprotein

2.19.1

Sonnenblumensaat

Früchte der Sonnenblume Helianthus annuus L. Kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.19.2

Sonnenblumenkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Sonnenblumensaat anfällt.

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.19.3

Sonnenblumen-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sonnenblumenkuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann Bleicherde aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

2.19.4

Sonnenblumen-Extraktionsschrot aus geschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion und geeignete Wärmebehandlung von Sonnenblumenkuchen aus ganz oder teilweise geschälter Saat anfällt. Kann Bleicherde aus der kombinierten Ölpressung und –raffination oder Filterhilfsstoffe (jeweils höchstens 1 %) enthalten

(Höchstgehalt an Rohfaser: 27,5 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfaser

2.19.5

Sonnenblumenschalen

Erzeugnis, das durch Schälen der Sonnenblumenkerne anfällt

Rohfaser

2.20.1

Pflanzliche Öle und Fette (11)

Aus Pflanzen gewonnene Öle und Fette (außer Rizinusöl); Erzeugnisse können entschleimt, raffiniert und/oder gehärtet sein

Feuchte, wenn > 1 %

2.21.1

Rohlecithine

Phospholipide, die beim Entschleimen des Rohöls von Ölsaaten und Ölfrüchten gewonnen werden

 

2.22.1

Hanfsaat

Kontrollierte Samen von Hanf, Cannabis sativa L., deren maximaler THC-Gehalt dem EU-Recht entspricht

 

2.22.2

Hanfkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Hanfsaat anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.22.3

Hanföl

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Hanfpflanze und der Hanfsaat gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.23.1

Mohnsaat

Samen von Papaver somniferum L.

 

2.23.2

Mohnextraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des Kuchens aus Mohnsaat anfällt

Rohprotein


3.   Körnerleguminosen und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

3.1.1

Bohnen, getoastet

Samen von Phaseolus spp. oder Vigna spp., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurden; Erzeugnis kann pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

3.1.2

Bohnenproteinkonzentrat

Erzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus dem abgetrennten Bohnenfruchtwasser gewonnen wird

Rohprotein

3.2.1

Johannisbrot, getrocknet

Getrocknete Früchte des Johannisbrotbaums, Ceratonia siliqua L.

Rohfaser

3.2.3

Johannisbrotschrot, getrocknet

Erzeugnis, das durch Schroten der von ihren Kernen befreiten, getrockneten Früchte (Hülsen) des Johannisbrotbaums gewonnen wird

Rohfaser

3.2.4

Johannisbrotschrot, getrocknet und mikronisiert

Erzeugnis, das durch Mikronisieren der von ihren Kernen befreiten, getrockneten Früchte des Johannisbrotbaums gewonnen wird

Rohfaser

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

3.2.5

Johannisbrotkeime

Keime der Johannisbrotkerne

Rohprotein

3.2.6

Johannisbrotkeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Johannisbrotkeimen anfällt

Rohprotein

3.2.7

Johannisbrot(kerne)

Kerne des Johannisbrotbaums

Rohfaser

3.3.1

Kichererbsen

Samen von Cicer arietinum L.

 

3.4.1

Ervilie

Samen von Ervum ervilia L.

 

3.5.1

Bockshornkleesaat

Samen von Bockshornklee, Trigonella foenum-graecum

 

3.6.1

Guarschrot

Erzeugnis, das nach der Extraktion des Pflanzenschleims von Samen der Guarbohne, Cyamopsis tetragonoloba (L.) Taub., anfällt

Rohprotein

3.6.2

Guarkeimschrot

Erzeugnis, das nach der Extraktion des Pflanzenschleims von den Keimen der Guarbohnensamen anfällt

Rohprotein

3.7.1

Ackerbohnen

Samen von Vicia faba (L.) ssp. faba var. equina Pers. und var. minuta (Alef.) Mansf.

 

3.7.2

Ackerbohnenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von geschälter Ackerbohnen gewonnen wird

Stärke

Rohprotein

3.7.3

Ackerbohnenschalen

Erzeugnis, das durch Schälen der Ackerbohnen gewonnen wird und überwiegend aus den äußeren Schalen besteht

Rohfaser

Rohprotein

3.7.4

Ackerbohnen, geschält

Erzeugnis, das durch Schälen der Ackerbohnen gewonnen wird und überwiegend aus den Bohnenkernen besteht

Rohprotein

Rohfaser

3.7.5

Ackerbohnenprotein

Erzeugnis, das durch Mahlen und Windsichten von Ackerbohnen gewonnen wird

Rohprotein

3.8.1

Linsen

Samen von Lens culinaris a.o. Medik

 

3.8.2

Linsenschalen

Erzeugnis, das beim Schälen der Linsen anfällt

Rohfaser

3.9.1

Süßlupinen

Samen von bitterstoffarmen Lupinus ssp.

 

3.9.2

Süßlupinen, geschält

Geschälte Lupinensaat

Rohprotein

3.9.3

Lupinenschalen

Erzeugnis, das beim Schälen der Lupinensaat anfällt und überwiegend aus den äußeren Schalen besteht

Rohprotein

Rohfaser

3.9.4

Lupinenpülpe

Erzeugnis, das nach der Extraktion von Lupinenbestandteilen anfällt

Rohfaser

3.9.5

Lupinenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus Lupinensaat gewonnen wird und vorwiegend aus Bestandteilen der Kotyledonen besteht und Schalen nur in geringerer Menge enthält

Rohprotein

Rohfaser

3.9.6

Lupinenprotein

Erzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus dem abgetrennten Lupinenfruchtwasser oder nach Mahlen und Windsichten gewonnen wird

Rohprotein

3.9.7

Lupinenproteinschrot

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Lupinen zur Gewinnung eines Schrots mit hohem Proteingehalt anfällt

Rohprotein

3.10.1

Mung-Bohnen

Samen von Vigna radiata L.

 

3.11.1

Erbsen

Samen von Pisum ssp.; können pansengeschützt sein

Gegebenenfalls Methode zur Erzielung des Pansenschutzes

3.11.2

Erbsenkleie

Erzeugnis aus der Herstellung von Erbsenschrot. Es besteht vorwiegend aus Erbsenschalen, die beim Schälen und Reinigen von Erbsen anfallen

Rohfaser

3.11.3

Erbsenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen geschälter Erbsen gewonnen wird

Stärke

3.11.4

Erbsenmehl

Erzeugnis, das durch Mahlen der Erbsen gewonnen wird

Rohprotein

3.11.5

Erbsenschalen

Erzeugnis aus der Herstellung von Erbsenschrot aus Erbsen. Es besteht vorwiegend aus Erbsenschalen, die beim Schälen und Reinigen von Erbsen anfallen, und geringeren Anteilen des Endosperms

Rohfaser

3.11.6

Erbsen, geschält

Geschälte Erbsen

Rohprotein

Rohfaser

3.11.7

Erbsenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus Erbsen gewonnen wird und vorwiegend aus Bestandteilen der Kotyledonen und einem geringen Anteil an Schalen besteht

Rohprotein

Rohfaser

3.11.8

Erbsensiebrückstände

Nach dem Sieben verbleibende Erbsenbestandteile

Rohfaser

3.11.9

Erbsenprotein

Erzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus dem abgetrennten Erbsenfruchtwasser oder nach Mahlen und Windsichten gewonnen wird

Rohprotein

3.11.10

Erbsenpülpe

Erzeugnis, das durch Nassextraktion von Stärke und Protein aus Erbsen gewonnen wird, und vorwiegend aus inneren Fasern und Stärke besteht

Feuchte, wenn < 70 % oder > 85 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

3.11.11

Erbsen-Presssaft

Erzeugnis, das durch Nassextraktion von Stärke und Protein aus Erbsen gewonnen wird, und vorwiegend aus löslichen Proteinen und Oligosacchariden besteht

Feuchte, wenn < 60 % oder > 85 %

Gesamtzuckergehalt

Rohprotein

3.11.12

Erbsenfaser

Erzeugnis, das durch Extraktion nach dem Mahlen und Sieben der enthülsten Erbsen gewonnen wird

Rohfaser

3.12.1

Wicken

Samen von Vicia sativa L. var. sativa und anderen Varietäten

 

3.13.1

Platterbse (12)

Samen von Lathyrus sativus L., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurden

 

3.14.1

Wicklinse

Samen von Vicia monanthos Desf.

 


4.   Knollen, Wurzeln und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

4.1.1

Zuckerrüben

Wurzel von Beta vulgaris L. ssp. vulgaris var. altissima Doell

 

4.1.2

Zuckerrüben-Kleinteile

Frisches Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das vorwiegend aus gereinigten Rübenbruchstücken besteht und gegebenenfalls Anteile an Rübenblättern enthalten kann

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 50 %

4.1.3

(Rüben-)Zucker [Saccharose]

Mit Hilfe von Wasser aus Zuckerrüben extrahierter Zucker

Saccharose

4.1.4

(Zucker-)Rübenmelasse

Erzeugnis, das bei der Gewinnung oder Raffination von Zucker aus Zuckerrüben anfällt

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

4.1.5

(Zucker-)Rübenmelasse, teilentzuckert und/oder entbetainisiert

Erzeugnis, das bei der weiteren Extraktion von Saccharose und Betain aus der Zuckerrübenmelasse mit Hilfe von Wasser anfällt

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

4.1.6

Isomaltulose-Melasse

Nicht kristallisierte Fraktion, die bei der Gewinnung von Isomaltulose durch enzymatische Umwandlung von Saccharose aus Zuckerrüben anfällt

Feuchte, wenn > 40 %

4.1.7

(Zucker-)Rübennassschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus Zuckerrübenstücken besteht, denen Wasser entzogen wurde. Feuchtigkeitsgehalt mindestens 82 %. Das Erzeugnis ist aufgrund der (Milchsäure-)Vergärung praktisch entzuckert

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 82 % oder > 92 %

4.1.8

(Zucker-)Rübenpressschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus Zuckerrübenstücken besteht, denen Wasser entzogen und die mechanisch abgepresst wurden. Feuchtigkeitsgehalt höchstens 82 %. Das Erzeugnis ist aufgrund der (Milchsäure-)Vergärung praktisch entzuckert

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 65 % oder > 82 %

4.1.9

(Zucker-)Rübenmelasseschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus Zuckerrübenstücken, denen Wasser entzogen und die mechanisch abgepresst wurden, und zugesetzter Melasse besteht. Feuchtigkeitsgehalt höchstens 82 %. Der Zuckergehalt nimmt bedingt durch die (Milchsäure-)Vergärung ab

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 65 % oder > 82 %

4.1.10

(Zucker-)Rübentrockenschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus Zuckerrübenstücken besteht, denen Wasser entzogen wurde, und die anschließend getrocknet wurden

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % der Trockenmasse

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose, wenn > 10,5 %

4.1.11

(Zucker-)Rübenmelasseschnitzel, getrocknet

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus Zuckerrübenschnitzeln, denen Wasser entzogen wurde, und die anschließend getrocknet wurden, und zugesetzter Melasse besteht

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

4.1.12

Zuckerrübensirup

Erzeugnis, das aus der Verarbeitung von Zucker und/oder Melasse gewonnen wird

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 35 %

4.1.13

(Zucker-)Rübenkochschnitzel

Erzeugnis, das bei der Herstellung von genusstauglichem Sirup aus Zuckerrüben anfällt und abgepresst oder getrocknet sein kann

Getrocknet:

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Gepresst:

 

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

 

Feuchte, wenn < 50 %

4.1.14

Fructo-Oligosaccharide

Erzeugnis, das durch einen enzymatischen Prozess aus Rübenzucker gewonnen wird

Feuchte, wenn > 28 %

4.2.1

Rote-Bete-Saft

Presssaft aus Rote Bete (Beta vulgaris convar. crassa var. Conditiva), der anschließend konzentriert und pasteurisiert wird, ohne dass das Gemüsetypische in Geschmack und Geruch verloren geht

Feuchte, wenn < 50 % oder > 60 %

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.3.1

Karotten/Mohrrüben

Wurzeln der gelben oder roten Karotte Daucus carota L.

 

4.3.2

Karottenschalen, gedämpft

Feuchtes Erzeugnis aus der Karottenverarbeitung, das aus den mit Dampf von den Wurzeln entfernten Schalen besteht, und dem zusätzlich verkleisterte Karottenstärke zugesetzt sein kann. Feuchtigkeitsgehalt höchstens 97 %.

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 87 % oder > 97 %

4.3.3

Karottenschabsel

Feuchtes Erzeugnis, das bei der mechanischen Abtrennung während der Verarbeitung von Karotten anfällt und vorwiegend aus getrockneten Karotten und Karottenresten besteht. Das Erzeugnis kann hitzebehandelt worden sein. Feuchtigkeitsgehalt höchstens 97 %.

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 87 % oder > 97 %

4.3.4

Karottenflocken

Erzeugnis, das durch Flockieren gelber oder roter Karotten und anschließendes Trocknen entsteht

 

4.3.5

Karotten, getrocknet

Getrocknete gelbe oder rote Karotten, unabhängig von der Angebotsform

Rohfaser

4.3.6

Karottenfutter, getrocknet

Erzeugnis aus getrocknetem Fruchtfleisch und getrockneten Schalen

Rohfaser

4.4.1

Zichorienwurzeln

Wurzeln von Cichorium intybus L.

 

4.4.2

Zichorienkleinteile

Frisches Erzeugnis aus der Zichorienverarbeitung. Es besteht vorwiegend aus gereinigten Zichorienbruchstücken und Blattteilen

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 50 %

4.4.3

Zichoriensaat

Samen von Cichorium intybus L.

 

4.4.4

Zichorienpülpe, gepresst

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Inulin aus den Wurzeln von Cichorium intybus L. anfällt und aus extrahierten und mechanisch abgepressten Zichorienteilen besteht. Wasser und (lösliche) Kohlehydrate wurden teilweise aus den Zichorien entfernt

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 65 % oder > 82 %

4.4.5

Zichorienpülpe, getrocknet

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Inulin aus den Wurzeln von Cichorium intybus L. anfällt; es besteht aus extrahierten und mechanisch abgepressten und anschließend getrockneten Zichorienteilen. Die (löslichen) Kohlehydrate der Zichorien wurden teilweise extrahiert

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.4.6

Zichorienpulver

Erzeugnis, das durch Zerkleinern, Trocknen und Mahlen der Wurzeln von Zichorien gewonnen wird

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.4.7

Zichorienmelasse

Erzeugnis, das durch Pressen von Zichorien bei der Gewinnung von Inulin und Oligofructose entsteht

Rohprotein

Feuchte, wenn < 20 % oder > 30 %

4.4.8

Zichorienvinasse

Erzeugnis, das durch Pressen von Zichorien bei der Raffination von Inulin und Oligofructose entsteht

Rohprotein

Feuchte, wenn < 30 % oder > 40 %

4.4.9

Zichorien-Inulin

Inulin ist ein aus den Wurzeln von Cichorium intybus L. extrahiertes Fructan

 

4.4.10

Oligofructosesirup

Erzeugnis, das durch partielle Hydrolyse von Inulin aus Cichorium intybus L. gewonnen wird

Feuchte, wenn < 20 % oder > 30 %

4.4.11

Oligofructose, getrocknet

Erzeugnis, das durch partielle Hydrolyse von Inulin aus Cichorium intybus L. und anschließende Trocknung gewonnen wird

 

4.5.1

Knoblauch, getrocknet

Weißliches bis gelbliches Pulver aus reinem, gemahlenem Knoblauch, Allium sativum L.

 

4.6.1

Maniok [Tapioca] [Kassava]

Wurzelknollen von Manihot esculenta Crantz, unabhängig von der Angebotsform

Feuchte, wenn < 60 % oder > 70 %

4.6.2

Maniok, getrocknet

Getrocknete Maniokwurzeln, unabhängig von der Angebotsform

Stärke

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.7.1

Zwiebelpülpe

Feuchtes Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Zwiebeln (Gattung Allium) anfällt und aus Schalen und ganzen Zwiebeln besteht Wenn das Erzeugnis aus der Herstellung von Zwiebelöl stammt, enthält es vorwiegend gekochte Zwiebelreste

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.7.2

Zwiebeln, gebraten

Geschälte und gewürfelte Zwiebelstücke, die im Anschluss gebraten werden

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Rohfett

4.8.1

Kartoffeln

Knollen von Solanum tuberosum L.

Feuchte, wenn < 72 % oder > 88 %

4.8.2

Kartoffeln, geschält

Kartoffeln, die unter Verwendung von Dampf geschält wurden

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.3

Kartoffelschalen, gedämpft

Feuchtes Erzeugnis aus der Kartoffelverarbeitung, das aus den Schalen der mit Dampf geschälten Kartoffeln besteht, und dem zusätzlich verkleisterte Kartoffelstärke zugesetzt sein kann. Kann auch püriert sein

Feuchte, wenn < 82 % oder > 93 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.4

Kartoffelstücke, roh

Erzeugnis, das bei der Zubereitung von Kartoffelerzeugnissen für den menschlichen Verzehr anfällt und geschält sein kann

Feuchte, wenn < 72 % oder > 88 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.5

Kartoffelschabsel

Feuchtes Erzeugnis, das bei der Kartoffelverarbeitung mechanisch abgetrennt wird und vorwiegend aus getrockneten Kartoffeln und Kartoffelresten besteht. Das Erzeugnis kann hitzebehandelt sein.

Feuchte, wenn < 82 % oder > 93 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.6

Kartoffeln, püriert

Kartoffelerzeugnis, das zunächst gebrüht oder gekocht und dann püriert wird

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.7

Kartoffelflocken

Erzeugnis, das durch Walzentrocknung von gewaschenen, geschälten oder ungeschälten gedämpften Kartoffeln gewonnen wird

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.8

Kartoffelpülpe

Erzeugnis aus der Kartoffelstärkegewinnung, das aus extrahierten vermahlenen Kartoffeln besteht

Feuchte, wenn < 77 % oder > 88 %

4.8.9

Kartoffelpülpe, getrocknet

Getrocknetes Erzeugnis aus der Kartoffelstärkegewinnung, das aus extrahierten vermahlenen Kartoffeln besteht

 

4.8.10

Kartoffeleiweiß

Erzeugnis der Stärkegewinnung, das vorwiegend aus Eiweißbestandteilen besteht, die beim Abtrennen der Stärke anfallen

Rohprotein

4.8.11

Kartoffeleiweiß, hydrolysiert

Protein, das durch eine kontrollierte enzymatische Hydrolyse der Kartoffelproteine gewonnen wird

Rohprotein

4.8.12

Kartoffeleiweiß, fermentiert

Erzeugnis, das durch Fermentation von Kartoffeleiweiß und anschließende Sprühtrocknung gewonnen wird

Rohprotein

4.8.13

Kartoffeleiweiß, fermentiert, flüssig

Flüssiges Erzeugnis, das durch Fermentation von Kartoffeleiweiß gewonnen wird

Rohprotein

4.8.14

Kartoffelwasser, eingedickt

Eingedicktes Erzeugnis, das bei der Kartoffelstärkegewinnung anfällt und aus den Rückständen nach dem teilweisen Entzug von Faser, Protein und Stärke aus der Kartoffelpülpe und Verdunsten eines Teils des Wassers besteht

Feuchte, wenn < 50 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 50 %:

Rohprotein

Rohasche

4.8.15

Kartoffelgranulat

Getrocknete Kartoffeln (Kartoffeln nach Waschen, Schälen, Zerkleinern (Zerschneiden, Flockieren usw.) und Wasserentzug)

 

4.9.1

Süßkartoffeln

Knollen von Ipomoea batatas L., unabhängig von der Angebotsform

Feuchte, wenn < 57 % oder > 78 %

4.10.1

Topinambur

Knollen von Helianthus tuberosus L., unabhängig von der Angebotsform

Feuchte, wenn < 75 % oder > 80 %


5.   Andere Saaten und Früchte und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

5.1.1

Eicheln

Ganze Früchte der Stieleiche, Quercus robur L., der Steineiche, Quercus petraea (Matt.) Liebl., der Korkeiche, Quercus suber L., und anderer Eichenarten

 

5.1.2

Eicheln, geschält

Erzeugnis, das durch Schälen der Eicheln gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

5.2.1

Mandeln

Ganze oder zerkleinerte Früchte von Prunus dulcis, mit oder ohne Mandelhäutchen

 

5.2.2

Mandelhäutchen

Häutchen der geschälten Mandeln, die mechanisch vom Kern getrennt und vermahlen werden

Rohfaser

5.3.1

Anissaat

Samen von Pimpinella anisum

 

5.4.1

Apfelpülpe, getrocknet [Apfeltrester, getrocknet]

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft aus Malus domestica oder der Herstellung von Apfelwein anfällt, und vorwiegend aus Fruchtfleisch und getrockneten Schalen besteht. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.4.2

Apfelpülpe, gepresst [Apfeltrester, gepresst]

Feuchtes Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Apfelsaft oder der Herstellung von Apfelwein anfällt, und vorwiegend aus abgepresstem Fruchtfleisch und abgepressten Schalen besteht. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.4.3

Apfelmelasse

Erzeugnis, das nach der Gewinnung von Pektin aus Apfeltrester anfällt, und entpektinisiert sein kann

Rohprotein

Rohfaser

Rohöle und -fette, wenn > 10 %

5.5.1

Zuckerrübensaat

Samen der Zuckerrübe

 

5.6.1

Buchweizen

Körner von Fagopyrum esculentum

 

5.6.2

Buchweizenschälkleie

Erzeugnis, das durch Mahlen der Buchweizenkörner entsteht

Rohfaser

5.6.3

Buchweizenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Buchweizen anfällt, und im Wesentlichen aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Teilen der äußeren Schalen und wenigen sonstigen Kornbestandteilen besteht. Es darf höchstens 10 % Rohfaser enthalten

Rohfaser

Stärke

5.7.1

Rotkohlsaat

Samen von Brassica oleracea var. capitata f. Rubra

 

5.8.1

Kanariengrassaat

Samen von Phalaris canariensis

 

5.9.1

Kümmelsaat

Samen von Carum carvi L.

 

5.12.1

Kastanienbruchstücke

Erzeugnis der Mehlgewinnung aus Kastanien, das überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Schalenteilen und einigen Resten von Kastanien (Castanea spp.) besteht

Rohprotein

Rohfaser

5.13.1

Zitrustrester

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft durch Pressen von Zitrusfrüchten, Citrus ssp., anfällt, und entpektinisiert sein kann

Rohfaser

5.13.2

Zitrustrester, getrocknet

Erzeugnis, das beim Auspressen von Zitrusfrüchten oder der Gewinnung von Zitrusfruchtsaft anfällt und anschließend getrocknet wird. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.14.1

Rotkleesaat

Samen von Trifolium pratense L.

 

5.14.2

Weißkleesaat

Samen von Trifolium repens L.

 

5.15.1

Kaffeehäutchen

Erzeugnis, das durch Schälen der Samen der Coffea-Pflanze entsteht

Rohfaser

5.16.1

Kornblumensaat

Samen von Centaurea cyanus L.

 

5.17.1

Gurkensaat

Samen von Cucumis sativus L.

 

5.18.1

Zypressensaat

Samen von Cupressus L.

 

5.19.1

Dattelfrüchte

Früchte von Phoenix dactylifera L., können auch getrocknet sein

 

5.19.2

Dattelkerne

Ganze Samen der Dattelpflanze

Rohfaser

5.20.1

Fenchelsaat

Samen von Foeniculum vulgare Mill.

 

5.21.1

Feigenfrucht

Früchte von Ficus carica L., können auch getrocknet sein

 

5.22.1

Fruchtkerne (13)

Essbare Samen von Nüssen oder Obst

 

5.22.2

Obsttrester (13)

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft aus Früchten und von Obstpüree anfällt; kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.22.3

Obsttrester, getrocknet (13)

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Obstsaft und Obstpüree anfällt, und anschließend getrocknet wird. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.23.1

Gartenkresse

Samen von Lepidium sativum L.

Rohfaser

5.24.1

Graspflanzensaat

Samen von Gräsern der Familien Poaceae, Cyperaceae und Juncaceae

 

5.25.1

Traubenkerne

Vom Traubentrester getrennte Kerne, die nicht entölt sind

Rohfett

Rohfaser

5.25.2

Traubenkern-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Extraktion des Öls von Traubenkernen anfällt

Rohfaser

5.25.3

Traubentrockentrester

Traubenbestandteile, die unmittelbar nach der Alkoholextraktion getrocknet wurden und soweit wie möglich von Stielen und Kernen befreit sind

Rohfaser

5.26.1

Haselnüsse

Ganze oder zerkleinerte Früchte von Corylis L., mit oder ohne Häutchen

 

5.27.1

Pektin

Aus geeignetem Pflanzenmaterial extrahiertes Pektin

 

5.28.1

Perillasaat

Samen von Perilla frutescens L. und Müllereierzeugnisse

 

5.29.1

Pinienkerne

Samen von Pinus L. spp.

 

5.30.1

Pistazien

Samen von Pistacia vera L.

 

5.31.1

Spitzwegerich-Saat

Samen von Plantago L. spp.

 

5.32.1

Rettichsaat

Samen von Raphanus sativus L.

 

5.33.1

Spinatsaat

Samen von Spinacia oleracea L.

 

5.34.1

Distelsaat

Samen von Carduus marianus L.

 

5.35.1

Tomatenpülpe

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Tomatensaft durch Pressen von Tomaten der Varietät Solanum lycopersicum L. anfällt, und vorwiegend aus Tomatenschalen und –kernen besteht

Rohfaser

5.36.1

Schafgarbensaat

Samen von Achillea millefolium L.

 


6.   Grünfutter und Raufutter und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

6.1.1

Mangold

Blätter von Beta spp.

 

6.2.1

Getreidepflanzen (14)

Ganze Pflanzen von Getreidearten oder Teile davon Sie können getrocknet, frisch oder siliert sein

 

6.3.1

Getreidestroh (14)

Stroh von Getreide

 

6.3.2

Getreidestroh, behandelt (14)  (15)

Erzeugnis, das bei einer geeigneten Behandlung von Getreidestroh anfällt

Natrium, bei Behandlung mit NaOH

6.4.1

Kleegrünmehl

Durch Trocknen und Mahlen von Klee der Varietät Trifolium spp. gewonnenes Erzeugnis, das jedoch bis zu 20 % Luzerne (Medicago sativa L. und Medicago var. Martyn) oder andere Futterpflanzen enthalten kann, die zur gleichen Zeit wie der Klee getrocknet und gemahlen wurden

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.5.1

Futterpflanzenmehl (16) [Gras-Grünmehl] (16); [Grünmehl] (16)

Erzeugnis, das durch Trocknen, Mahlen und ggf. Kompaktieren von Futterpflanzen gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.6.1

Gras, feldgetrocknet [Heu]

Alle Grassorten, auf dem Feld getrocknet

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.6.2

Gras, hochtemperaturgetrocknet

Erzeugnis, das aus Gras (jeder Varietät) gewonnen und künstlich getrocknet (alle Formen) wird

Rohprotein

Faser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.6.3

Gras-, Kräuter-, Leguminosenpflanzen [Grünfutter]

Aufwuchs von Pflanzenbeständen von Ackerflächen, der aus Gras-, Leguminosen- oder Kräuterpflanzen besteht und gemeinhin als Silage, Heulage, Heu oder Grünfutter bezeichnet wird

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.7.1

Hanfmehl

Erzeugnis, das durch Vermahlen der getrockneten Blätter von Cannabis sativa L. gewonnen wird

Rohprotein

6.7.2

Hanffaser

Grünliches, getrocknetes und faseriges Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Hanf gewonnen wird

 

6.8.1

Ackerbohnenstroh

Stroh der Ackerbohne

 

6.9.1

Leinsaatstroh

Stroh von Leinsaat (Linum usitatissimum L.)

 

6.10.1

Luzerne [Alfalfa]

Pflanzen oder Pflanzenteile von Medicago sativa L. und Medicago var. Martyn

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.2

Luzerne, feldgetrocknet [Alfalfa, feldgetrocknet]

Luzerne, feldgetrocknet

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.3

Luzerne, hochtemperaturgetrocknet [Alfalfa, hochtemperaturgetrocknet]

Luzerne, künstlich getrocknet (alle Formen)

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.4

Luzerne, extrudiert [Alfalfa, extrudiert]

Alfalfa-Pellets, extrudiert

 

6.10.5

Luzernemehl [Alfalfamehl] (17)

Erzeugnis, das durch Trocknen und Vermahlen von Luzerne gewonnen wird, und bis zu 20 % Klee oder andere Futterpflanzen enthalten kann, die zur gleichen Zeit wie die Luzerne getrocknet und gemahlen wurden

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.6

Luzernetrester [Alfalfatrester]

Getrocknetes Erzeugnis, das beim Pressen von Saft aus Luzernen anfällt

Rohprotein

Rohfaser

6.10.7

Luzerneproteinkonzentrat [Alfalfaproteinkonzentrat]

Erzeugnis, das bei der künstlichen Trocknung von Fraktionen des Luzernepresssaftes anfällt und das zum Ausfällen der Proteine durch Zentrifugation abgetrennt und wärmebehandelt wurde

Rohprotein

Karotin

6.10.8

Luzerne-Presssaft

Erzeugnis, das nach der Extraktion der Proteine aus Luzernesaft gewonnen wird und getrocknet sein kann

Rohprotein

6.11.1

Maissilage

Silierte Pflanzen oder Pflanzenteile von Zea mays L. ssp. mays

 

6.12.1

Erbsenstroh

Stroh von Pisum ssp.

 


7.   Andere Pflanzen, Algen und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

7.1.1

Algen (18)

Algen, lebend oder verarbeitet, unabhängig von der Angebotsform, gekühlt oder tiefgefroren

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

7.1.2

Trockenalgen (18)

Erzeugnis, das durch Trocknen von Algen gewonnen wird und zur Verringerung des Jodgehalts gewaschen sein kann

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

7.1.3

Algen-Extraktionsschrot (18)

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Algen anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

7.1.4

Algenöl (18)

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung aus Algen durch Extraktion anfällt

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

7.1.5

Algenextrakt (18) [Algenfraktion] (18)

Wässriger oder alkoholischer Extrakt von Algen, der vorwiegend Kohlehydrate enthält

 

7.2.6

Seealgenmehl

Erzeugnis, das durch Trocknen und Zerkleinern von Makro-Algen, insbesondere Braunalgen, anfällt und zur Verringerung des Jodgehalts gewaschen sein kann

Rohasche

7.3.1

Rinden (11)

Gereinigte und getrocknete Rinden von Bäumen oder Sträuchern

Rohfaser

7.4.1

Blüten (11), getrocknet

Alle Teile von getrockneten Blüten essbarer Pflanzen und ihre Fraktionen

Rohfaser

7.5.1

Brokkoli, getrocknet

Erzeugnis, das durch Trocknen nach Waschen, Zerkleinern (Zerschneiden, Flockieren usw.) und Wasserentzug) aus Brassica oleracea L. gewonnen wird

 

7.6.1

Zuckerrohrmelasse

Erzeugnis, das bei der Gewinnung oder Raffination von Zucker aus Saccharum L. anfällt

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 30 %

7.6.2

Zuckerrohrmelasse, teilentzuckert

Erzeugnis, das bei der weiteren Extraktion von Saccharose aus der Zuckerrohrmelasse mit Hilfe von Wasser anfällt

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

7.6.3

(Rohr-)Zucker [Saccharose]

Mit Hilfe von Wasser aus Zuckerrohr extrahierter Zucker

Saccharose

7.6.4

Zuckerrohr-Bagasse

Erzeugnis, das durch die wasserunterstützte Extraktion von Zucker aus Zuckerrohr anfällt, und vorwiegend aus Fasern besteht

Rohfaser

7.7.1

Blätter, getrocknet (11)

Getrocknete Blätter essbarer Pflanzen und ihre Fraktionen

Rohfaser

7.8.1

Lignocellulose (11)

Erzeugnis, das durch mechanische Bearbeitung von rohem gewachsenem Holz anfällt und vorwiegend aus Lignocellulose besteht

Rohfaser

7.9.1

Süßholz

Wurzeln von Glycyrrhiza L.

 

7.10.1

Minze

Erzeugnis, das durch Trocknen der oberirdischen Teile von Pflanzen der Arten Mentha apicata, Mentha piperita oder Mentha viridis L., unabhängig von der Angebotsform, gewonnen wird

 

7.11.1

Spinat, getrocknet

Erzeugnis, das durch Trocknen von Spinacia oleracea L., unabhängig von der Angebotsform, gewonnen wird

 

7.12.1

Mohave-Palmlilie

Pulver aus Yucca schidigera Roezl

Rohfaser

7.13.1

Pflanzliche Kohle [Holzkohle]

Erzeugnis, das durch Verkohlung von Pflanzenmasse gewonnen wird

Rohfaser

7.14.1

Holz (11)

Nicht chemisch behandeltes reifes Holz oder Holzfasern

Rohfaser


8.   Milcherzeugnisse und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

8.1.1

Butter und Buttererzeugnisse

Butter und Erzeugnisse, die aus der Erzeugung oder Verarbeitung von Butter gewonnen werden (z. B. Butterserum), sofern nicht an anderer Stelle aufgeführt

Rohprotein

Rohfett

Laktose

Feuchte, wenn > 6 %

8.2.1

Buttermilch/Buttermilchkonzentrat/Buttermilchpulver (19)

Erzeugnis, das bei der Verbutterung von Sahne oder ähnlichen Prozessen anfällt

und konzentriert oder getrocknet sein kann

Rohprotein

Rohfett

Laktose

Feuchte, wenn > 6 %

8.3.1

Kasein

Erzeugnis, das durch Trocknen des aus Magermilch oder Buttermilch durch Säuren oder Lab gefällten Kaseins gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 10 %

8.4.1

Kaseinat

Erzeugnis, das durch Neutralisieren und Trocknen aus Quark oder Kasein gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 10 %

8.5.1

Käse und Käseerzeugnisse

Käse und Erzeugnisse aus Käse und anderen Erzeugnissen auf Milchbasis

Rohprotein

Rohfett

8.6.1

Kolostrum

Flüssiges Sekret, das von den Milchdrüsen von zur Milcherzeugung gehaltenen Tieren in den ersten fünf Tagen nach dem Abkalben gebildet wird

Rohprotein

8.7.1

Milch-Nebenerzeugnisse

Erzeugnisse, die bei der Erzeugung von Milcherzeugnissen anfallen (u. a. ehemalige Lebensmittel aus Milch, Zentrifugen- oder Separatorenschlamm, Weißwasser, Milchmineralstoffe)

Feuchte

Rohprotein

Rohfett

Gesamtzuckergehalt

8.8.1

Fermentierte Milcherzeugnisse

Erzeugnisse, die durch Fermentation von Milch gewonnen werden (Joghurt usw.)

Rohprotein

Rohfett

8.9.1

Laktose

Aus Milch oder Molke durch Reinigung und Trocknen abgetrennter Zucker

Laktose

Feuchte, wenn > 5 %

8.10.1

Milch/Milchkonzentrat/Milchpulver (19)

Durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnene Milchdrüsensekret; kann auch konzentriert oder getrocknet sein

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

8.11.1

Magermilch/Magermilchkonzentrat/Magermilchpulver (19)

Milch, deren Fettgehalt durch Abscheiden reduziert wurde;

kann auch konzentriert oder getrocknet sein

Rohprotein

Feuchte, wenn > 5 %

8.12.1

Milchfett

Erzeugnis, das durch Entrahmen von Milch gewonnen wird

Rohfett

8.13.1

Milcheiweißpulver

Erzeugnis, das durch Trocknen der Eiweißbestandteile entsteht, die aus Milch durch chemische oder physikalische Behandlung gewonnen werden

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

8.14.1

Kondensierte und evaporierte Milch und deren Erzeugnisse

Kondensierte und evaporierte Milch und Erzeugnisse, die bei der Herstellung oder Verarbeitung dieser Erzeugnisse anfallen

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

8.15.1

Milchpermeat/Milchpermeatpulver (19)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Milch anfällt (Membrandurchgang) und dem ein Teil der Laktose entzogen sein kann.

Verfahre der Umkehrosmose und Trocknung können angewandt werden

Rohasche

Rohprotein

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

8.16.1

Milchretentat/Milchretentatpulver (19)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Milch anfällt (durch Membran zurückgehalten)

und getrocknet sein kann

Rohprotein

Rohasche

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

8.17.1

Molke/Molkenkonzentrat/Molkenpulver (19)

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Käse, Quark oder Kasein oder ähnlichen Prozessen anfällt

und konzentriert oder getrocknet sein kann

Rohprotein

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

Rohasche

8.18.1

Molke/Molkenpulver (19), laktosearm

Molke, der ein Teil der Laktose entzogen wurde

und die getrocknet sein kann

Rohprotein

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

Rohasche

8.19.1

Molkeneiweiß/Molkeneiweißpulver (19)

Erzeugnis, das durch Trocknen der Molkeeiweißbestandteile entsteht, die aus Molke durch chemische oder physikalische Behandlung gewonnen werden und das getrocknet sein kann

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

8.20.1

Molkeneiweiß/Molkeneiweißpulver (19), mineralstoffarm, laktosearm

Molke, der ein Teil der Laktose und Mineralstoffe entzogen wurde

und die getrocknet sein kann

Rohprotein

Laktose

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

8.21.1

Molkenpermeat/Molkenpermeatpulver (19)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Molke anfällt (Membrandurchgang) und dem die Laktose teilweise entzogen sein kann.

Verfahren der Umkehrosmose und Trocknung können angewandt werden

Rohasche

Rohprotein

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

8.22.1

Molkenretentat/Molkenretentatpulver (19)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Molke anfällt (durch Membran zurückgehalten)

und das getrocknet sein kann

Rohprotein

Rohasche

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %


9.   Erzeugnisse von Landtieren und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

9.1.1

Tierische Nebenprodukte (20)

Warmblütige Landtiere oder Teile davon, frisch, gefroren, gekocht, säurebehandelt oder getrocknet

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 8 %

9.2.1

Tierfett (20)

Erzeugnis, das aus Fett warmblütiger Landtiere besteht

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

9.3.1

Imkerei-Nebenerzeugnisse

Honig, Bienenwachs, Gelée Royal, Propolis, Pollen, verarbeitet oder naturbelassen

Gesamtzuckergehalt berechnet als Saccharose

9.4.1

Verarbeitetes tierisches Protein (20)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Trocknen und Mahlen von Körperteilen warmblütiger Landtiere gewonnen wird und dessen Fett teilweise extrahiert oder physikalisch entzogen sein kann.

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.5.1

Proteine aus der Gelatinegewinnung (20)

Genusstaugliche, getrocknete tierische Proteine, die bei der Gelatineherstellung gewonnen werden

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.6.1

Tierprotein (20), hydrolysiert

Hydrolysierte Proteine, die durch chemische, mikrobiologische oder enzymatische Hydrolyse von tierischem Protein gewonnen werden

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.7.1

Blutmehl (20)

Erzeugnis, das durch Wärmebehandlung von Blut geschlachteter warmblütiger Tiere gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.8.1

Bluterzeugnisse (20)

Erzeugnisse, die aus Blut oder Fraktionen von Blut geschlachteter warmblütiger Tiere gewonnen werden, u. a. getrocknetes/gefrorenes/flüssiges Plasma, getrocknetes Vollblut, getrocknete/gefrorene/flüssige Erythrozyten oder Fraktionen davon und Mischungen

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.9.1

Catering-Reflux [Catering-Recycling]

Alle Lebensmittelreste aus Restaurants, Catering-Einrichtungen und Küchen, einschließlich Groß- und Haushaltsküchen, die Material tierischen Ursprungs enthalten, einschließlich gebrauchtes Speiseöl

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.10.1

Kollagen (20)

Eiweißbasiertes Erzeugnis aus den Knochen, Häuten, Fellen und Sehnen von Tieren

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.11.1

Federnmehl

Erzeugnis, das durch Trocknen und Vermahlen von Federn geschlachteter Tiere gewonnen wird und hydrolysiert sein kann

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.12.1

Gelatine (20)

Natürliches, lösliches Protein, gelierend oder nichtgelierend, das durch die teilweise Hydrolyse von Kollagen aus Knochen, Häuten und Fellen, Sehnen und Bändern von Tieren gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.13.1

Grieben (20)

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Talg, Schmalz oder sonstigen extrahierten oder physikalisch entzogenen tierischen Fetten anfällt, in frischem, gefrorenem oder getrockneten Zustand

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.14.1

Erzeugnisse tierischen Ursprungs (20)

Erzeugnisse, die aus kommerziellen Gründen oder aufgrund von Herstellungs- oder Verpackungsmängeln oder Mängeln, von denen keine Gefahr für die Gesundheit von Mensch oder Tier ausgeht, nicht mehr zum menschlichen Verzehr bestimmt sind, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 8 %

9.15.1

Eier

Ganze Hühnereier von Gallus gallus L., mit oder ohne Schale

 

9.15.2

Eiklar

Erzeugnis, das durch Trennen von Schale und Dotter von Eiern gewonnen wird, pasteurisiert und möglicherweise denaturiert

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode der Denaturierung

9.15.3

Eiererzeugnisse, getrocknet

Erzeugnisse, die aus getrockneten und pasteurisierten Eiern ohne Schale oder aus einem Gemisch mit unterschiedlichen Anteilen von getrocknetem Eiklar oder getrocknetem Eidotter bestehen

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

9.15.4

Eipulver, gezuckert

Getrocknete ganze Eier oder Eistücke, denen Zucker zugesetzt wird

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

9.15.5

Eierschalen, getrocknet

Erzeugnis, das nach der Trennung von Eiklar und Dotter von Geflügeleiern anfällt; die Schalen sind getrocknet

Rohasche

9.16.1

Wirbellose Landtiere (20)

Wirbellose Landtiere, ganz oder Teile davon, in allen Entwicklungsstufen, ausgenommen human- oder tierpathogene Arten, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

 


10.   Fisch, andere Wassertiere und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

10.1.1

Wirbellose Wassertiere (21)

Wirbellose Meeres- oder Süßwassertiere, ganz oder Teile davon, in allen Entwicklungsstufen, ausgenommen human- oder tierpathogene Arten, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

 

10.2.1

Nebenprodukte von Wassertieren (21)

Erzeugnisse, die aus Betrieben oder Anlagen stammen, die Erzeugnisse für den menschlichen Verzehr zubereiten oder herstellen, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

10.3.1

Krustentiermehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von Krustentieren, auch freilebende und Zuchtgarnelen, gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.1

Fisch (22)

Fisch oder Fischteile, frisch, gefroren, gekocht, säurebehandelt oder getrocknet

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.2

Fischmehl (22)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen ganzer Fische oder von Fischteilen anfällt, und dem vor dem Trocknen wieder Fischpresssaft zugesetzt worden sein kann

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.3

Fischpresssaft

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Fischmehl anfällt und durch Säurekonservierung oder Trocknung abgetrennt und stabilisiert worden ist

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

10.4.4

Fischeiweiß, hydrolysiert

Erzeugnis, das durch Säurehydrolyse von Fisch oder Fischteilen gewonnen und häufig durch Trocknen konzentriert wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.5

Grätenmehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von Fischteilen anfällt und vorwiegend aus Gräten besteht

Rohasche

10.4.6

Fischöl

Öl von Fischen oder Fischteilen, das zum Wasserentzug zentrifugiert wird (gegebenenfalls mit Angaben zur Tierart, z. B. Lebertran von Dorsch)

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

10.4.7

Fischöl, gehärtet

Öl, das durch Härtung von Fischöl gewonnen wird

Feuchte, wenn > 1 %

10.5.1

Krillöl

Öl, das durch Kochen und Pressen von Krill des Meeresplanktons gewonnen und zum Wasserentzug zentrifugiert wird

Feuchte, wenn > 1 %

10.5.2

Krilleiweißkonzentrat, hydrolysiert

Erzeugnis, das durch enzymatische Hydrolyse von Krill oder Krillteilen gewonnen und häufig durch Trocknen konzentriert wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.6.1

Mehl aus Meereswürmern

Erzeugnis, das durch Erhitzen und Trocknen von im Meer lebenden Ringelwürmern, auch Nereis virens M. Sars, oder Teilen davon gewonnen wird

Fett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.7.1

Mehl aus marinem Zooplankton

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von marinem Zooplankton, beispielsweise Krill, gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.7.2

Öl aus marinem Zooplankton

Öl, das durch Kochen und Pressen von marinem Zooplankton gewonnen und zum Wasserentzug zentrifugiert wird

Feuchte, wenn > 1 %

10.8.1

Weichtiermehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen und Trocknen von Weichtieren, auch Tintenfische und Muscheln, oder Teilen davon gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.9.1

Tintenfischmehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von Tintenfischen oder von Tintenfischteilen gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %


11.   Mineralstoffe und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

11.1.1

Calciumcarbonat (23) [Kalkstein]

Erzeugnis, das durch Mahlen calciumcarbonathaltiger Erzeugnisse wie Kalkstein oder durch Ausfällen aus sauren Lösungen gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.2

Kohlensaurer Muschelkalk

Aus den Schalen von Meeresweichtieren, beispielsweise Austern oder Muscheln gewonnenes Erzeugnis nativer Herkunft, gemahlen oder gekörnt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.3

Calcium-Magnesiumcarbonat

Natürliches Gemisch aus Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat

Calcium, Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.4

Kohlensaurer Algenkalk (Maerl-Kalk)

Aus Kalkalgen gewonnenes Erzeugnis nativer Herkunft, gemahlen oder gekörnt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.5

Lithothamnium

Aus Kalkalgen (Phymatolithon calcareum (Pall.)) gewonnenes Erzeugnis nativer Herkunft, gemahlen oder gekörnt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.6

Calciumchlorid

Technisch reines Calciumchlorid

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.7

Calciumhydroxid

Technisch reines Calciumhydroxid

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.8

Calciumsulfat, wasserfrei

Technisch reines Calciumsulfat, wasserfrei, das durch Vermahlen von Calciumsulfat, wasserfrei, oder Wasserentzug aus Calciumsulfat-Dihydrat gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.9

Calciumsulfat-Hemihydrat

Technisch reines Calciumsulfat-Hemihydrat, das durch Entzug eines Teils des Wassers aus Calciumsulfat-Dihydrat gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.10

Calciumsulfat-Dihydrat

Technisch reines Calciumsulfat-Dihydrat, das durch Vermahlen von Calciumsulfat-Dihydrat oder Wasseranreicherung von Calciumsulfat-Hemihydrat gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.11

Calciumsalze organischer Säuren (24)

Calciumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Calcium, organische Säure

11.1.12

Calciumoxid

Technisch reines Calciumoxid, das durch Kalzinierung (Brennen) von Kalkstein nativer Herkunft gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.13

Calciumgluconat

Calciumsalz von Gluconsäure, Ca(C6H11O7)2, und dessen Hydrate

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.15

Calcium-Sulfat/-Carbonat

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Natriumcarbonat anfällt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.16

Calcium-Pidolat

Technisch reines Calcium-L-Pidolat

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.2.1

Magnesiumoxid

Kalziniertes Magnesiumoxid (MgO) mit einem Gehalt von mindestens 70 % MgO

Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 15 %

11.2.2

Magnesiumsulfat-Heptahydrat

Technisch reines Magnesiumsulfat (MgSO4 × 7 H2O)

Magnesium, Schwefel, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 15 %

11.2.3

Mangansulfat-Monohydrat

Technisch reines Magnesiumsulfat (MgSO4 × H2O)

Magnesium, Schwefel, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 15 %

11.2.4

Magnesiumsulfat, wasserfrei

Technisch reines anhydriertes Magnesiumsulfat (MgSO4)

Magnesium, Schwefel, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.5

Magnesiumpropionat

Technisch reines Magnesiumpropionat

Magnesium

11.2.6

Magnesiumchlorid

Technisch reines Magnesiumchlorid oder Lösung, die durch Eindampfen von Meerwasser nach Ablagerung von Natriumchlorid gewonnen wird

Magnesium, Chlor, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.7

Magnesiumcarbonat

Natürliches Magnesiumcarbonat

Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.8

Magnesiumhydroxid

Technisch reines Magnesiumhydroxid

Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.9

Kaliummagnesiumsulfat

Technisch reines Kaliummagnesiumsulfat

Magnesium, Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.10

Magnesiumsalze organischer Säuren (24)

Magnesiumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Magnesium, organische Säure

11.3.1

Dicalciumphosphat (25) [Calciumhydrogenorthophosphat]

Technisch reines Calciummonohydrogenphosphat aus Knochen oder anorganischen Quellen (CaHPO4 × H2O),

Ca/P > 1,2

Calcium, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.3.2

Monodicalciumphosphat

Erzeugnis, das chemisch gewonnen wird und aus Mono- und Dicalciumphosphat besteht (CaHPO4 - Ca(H2PO4)2 × H2O)

0,8< Ca/P < 1,3

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.3

Monocalciumphosphat [Calciumtetrahydrogendiorthophosphat]

Technisch reines Calcium-bis-dihydrogenphosphat (Ca(H2PO4)2 × H2O)

Ca/P > 0,9

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.4

Tricalciumphosphat [Tricalciumorthophosphat]

Technisch reines Tricalciumphosphat aus Knochen oder anorganischen Quellen (Ca3(PO4)2 × H2O)

Ca/P > 1,3

Calcium, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.5

Calcium-Magnesiumphosphat

Technisch reines Calcium-Magnesiumphosphat

Calcium, Magnesium, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.6

Phosphat, entfluoriert

Natürliches Phosphat, gebrannt oder weitergehend thermisch behandelt als zum Entfernen von Verunreinigungen erforderlich

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, Natrium in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.3.7

Dicalciumpyrophosphat [Dicalciumdiphosphat]

Technisch reines Dicalciumpyrophosphat

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.8

Magnesiumphosphat

Erzeugnis, das aus technisch reinem einbasischem und /oder zwei- und dreibasischem Magnesiumphosphat besteht

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.3.9

Natrium-Calcium-Magnesium-Phosphat

Erzeugnis aus technisch reinem Natrium-Calcium-Magnesium-Phosphat

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.10

Mononatriumphosphat [Natriumdihydrogenorthophosphat]

Technisch reines Mononatriumphosphat

(NaH2PO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.11

Dinatriumphosphat [Dinatriumhydrogenorthophosphat]

Technisch reines Dinatriumphosphat (Na2HPO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.12

Trinatriumphosphat [Trinatriumorthophosphat]

Technisch reines Trinatriumphosphat (Na3PO4)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.13

Natriumpyrophosphat [Tetranatriumdiphosphat]

Technisch reines Natriumpyrophosphat

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.14

Monokaliumphosphat [Kaliumdihydrogenorthophosphat]

Technisch reines Monokaliumphosphat (KH2PO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Kalium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.15

Dikaliumphosphat [Dikaliumhydrogenorthophosphat]

Technisch reines Dikaliumphosphat (K2HPO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Kalium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.16

Calcium-Natrium-Phosphat

Technisch reines Calcium-Natrium-Phosphat

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.17

Monoammoniumphosphat [Ammoniumdihydrogenorthophosphat]

Technisch reines Monoammoniumphosphat (NH4H2PO4)

Gesamtstickstoffgehalt, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.18

Diammoniumphosphat [Diammoniumhydrogenorthophosphat]

Technisch reines Diammoniumphosphat ((NH4)2HPO4)

Gesamtstickstoffgehalt

Gesamtphosphorgehalt

In 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.19

Natriumtripolyphosphat [Pentanatriumtriphosphat]

Technisch reines Natriumtripolyphosphat

Gesamtphosphorgehalt

Natrium

In 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.20

Natrium-Magnesium-Phosphat

Technisch reines Natrium-Magnesium-Phosphat

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.21

Magnesiumhypophosphit

Technisch reines Magnesiumhypophosphit (Mg(H2PO2)2 × 6H2O)

Magnesium

Gesamtphosphorgehalt

In 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.22

Knochenfuttermehl, entleimt

Entfettete, entleimte, sterilisierte, gemahlene Knochen

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.3.23

Knochenasche

Mineralische Rückstände der Veraschung, Verbrennung oder Vergasung tierischer Nebenprodukte

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.1

Natriumchlorid (23)

Technisch reines Natriumchlorid oder Erzeugnis, das durch Verdampfen und Kristallisieren von Salzlake (Vakuumsalz), Verdampfen von Meerwasser (Meersalz) oder durch Vermahlen von salzhaltigem Gestein gewonnen wird

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.2

Natriumbicarbonat [Natriumhydrogencarbonat]

Technisch reines Natriumbicarbonat (NaHCO3)

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.3

Natrium-/Ammonium(bi)carbonat [Natrium-/Ammonium(hydrogen)carbonat]

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Natriumcarbonat und Natriumbicarbonat anfällt und Spuren von Ammoniumbicarbonat (höchstens 5 %) enthält

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.4

Natriumcarbonat

Technisch reines Natriumbicarbonat (Na2CO3)

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.5

Natriumsesquicarbonat [Trinatriumhydrogendicarbonat]

Technisch reines Natriumsesquicarbonat (Na3H(CO3)2)

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.6

Natriumsulfat

Technisch reines Natriumsulfat

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.7

Natriumsalze organischer Säuren

Natriumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Natrium, organische Säure

11.5.1

Kaliumchlorid

Technisch reines Kaliumchlorid oder Erzeugnis, das durch Vermahlen von natürlichen, kaliumchloridhaltigen Stoffen gewonnen wird

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.2

Kaliumsulfat

Technisch reines Kaliumsulfat (K2SO4)

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.3

Kaliumcarbonat

Technisch reines Kaliumcarbonat (K2CO3)

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.4

Kaliumbicarbonat [Kaliumhydrogencarbonat]

Technisch reines Kaliumbicarbonat (KHCO3)

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.5

Kaliumsalze organischer Säuren (24)

Kaliumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Kalium, organische Säure

11.6.1

Schwefelblüte

Technisch reines Pulver aus natürlichen Schwefellagerstätten. Es fällt auch bei der Erdölraffination nach den gängigen Verfahren der Schwefelproduzenten an

Schwefel

11.7.1

Attapulgit

Natürlich vorkommendes, Magnesium, Aluminium und Silicium enthaltendes Mineral

Magnesium

11.7.2

Quarz

Natürlich vorkommendes Mineral, das durch Vermahlen quarzhaltiger Quellen gewonnen wird

 

11.7.3

Cristobalit

Kristalline Form und Modifikation von Siliciumdioxid (Quarz)

 

11.8.1

Ammoniumsulfat

Technisch reines Ammoniumsulfat ((NH4)2SO4), das durch chemische Synthese gewonnen wird

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein, Schwefel

11.8.2

Ammoniumsulfat, Lösung

Ammoniumsulfat in wässriger Lösung mit einem Gehalt an Ammoniumsulfat von mindestens 35 %

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein

11.8.3

Ammoniumsalze organischer Säuren

Ammoniumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein, organische Säure

11.8.4

Ammoniumlaktat

Umfasst u. a. Ammoniumlaktat (CH3CHOHCOONH4), das bei der Fermentation von Molke mit Lactobacillus delbrueckii ssp. Bulgaricus anfällt; enthält mindestens 44 % Stickstoff, ausgedrückt als Rohprotein

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein, Rohasche

11.8.5

Ammoniumacetat

Ammoniumacetat (CH3COONH4) in wässriger Lösung mit einem Gehalt an Ammoniumacetat von mindestens 55 %

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein


12.   Erzeugnisse/Nebenerzeugnisse der Vergärung von Mikroorganismen, deren Zellen inaktiviert oder abgetötet wurden

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

12.1

Erzeugnisse, die aus der Biomasse von auf Kultursubstraten gezogenen Mikroorganismen gewonnen werden

12.1.1

Eiweiß aus Methylophilus methylotrophus

Eiweißfermentationserzeugnis, das aus in einer Nährlösung auf Methanol-Basis vermehrten Bakterien Methylophilus methylotrophus (Stamm NCIMB 10.515) gewonnen wird; Rohproteingehalt mindestens 68 %, Reflexionszahl mindestens 50

Rohprotein

Rohasche

Rohfett

12.1.2

Eiweiß aus Methylococcus capsulatus (Bath), Alca ligenes acidovorans, Bacillus brevis and Bacillus firmus

Eiweißfermentationserzeugnis, das auf Erdgas (ca. 91 % Methan, 5 % Ethan, 2 % Propan, 0,5 % Isobutan, 0,5 % n-Butan), Ammonium und Mineralsalzen unter Verwendung von Methylococcus capsulatus(Bath) (Stamm NCIMB 11132), Alcaligenes acidovorans (Stamm NCIMB 12387), Bacillus brevis (Stamm NCIMB 13288) und Bacillus firmus (Stamm NCIMB 13280) gezüchtet ist

Rohprotein

Rohasche

Rohfett

12.1.3

Bakterielles Eiweiß aus Escherichia coli

Eiweißerzeugnis, Nebenerzeugnis aus der Herstellung von Aminosäuren durch Vermehrung von Escherichia coli K12 in Nährlösungen pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, aus Ammoniak oder Mineralsalzen; kann hydrolysiert sein

Rohprotein

12.1.4

Bakterielles Eiweiß aus Corynebacterium glutamicum

Eiweißerzeugnis, Nebenerzeugnis aus der Herstellung von Aminosäuren durch Vermehrung von Corynebacterium glutamicum in Nährlösungen pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, aus Ammoniak oder Mineralsalzen; kann hydrolysiert sein

Rohprotein

12.1.5

Hefen und ähnliche Erzeugnisse [Bierhefe] [Hefe-Erzeugnis]

Alle Hefen und deren Teile, die aus Saccharomyces cerevisiae, Saccharomyces carlsbergiensis, Kluyveromyces lactis, Kluyveromyces fragilis, Torulaspora delbrueckii, Candida utilis/Pichia jadinii, Saccharomyces uvarum, Saccharomyces ludwigii oder Brettanomyces ssp.  (26) in meist pflanzlichen Nährlösungen gewonnen werden, beispielsweise Melasse, Zuckersirup, Alkohol, Brennereirückstände, Getreide und stärkehaltige Erzeugnisse, Obstsaft, Molke, Milchsäure, Zucker, hydrolysierte Pflanzenfasern und Fermentationsnährstoffe wie Ammoniak oder Mineralsalze

Feuchte, wenn < 75 % oder > 97 %

Wenn Feuchte < 75 %:

Rohprotein

12.1.6

Mycel-Silage aus der Herstellung von Penicillin

Mycel (Stickstoffverbindungen), flüssiges Nebenerzeugnis aus der Penicillinherstellung mit Penicillium chrysogenum (Stamm ATCC 48271) auf verschieden Quellen von Kohlenhydraten und ihren Hydrolysaten, das mit Hilfe von Lactobacillus brevis, L. plantarum, L. sake, L. collinoides und Streptococcus lactis zur Inaktivierung des Penicillins siliert und danach erhitzt worden ist; Stickstoff, ausgedrückt als Rohprotein, mindestens 7 %

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein

Rohasche

12.2

Andere Fermentationsnebenerzeugnisse

12.2.1

Vinasse [eingedickte Melassenschlempe]

Nebenerzeugnisse der industriellen Verarbeitung von Mosten/Würzen aus den Gärprozessen bei der Herstellung von u. a. Alkohol, organischen Säuren, Hefe. Sie bestehen aus der dickflüssigen Fraktion, die nach Abtrennen der Gärmoste/-würzen anfällt. Sie können auch abgestorbene Zellen und/oder deren Teile von den für die Fermentation eingesetzten Mikroorganismen enthalten. Die Nährlösungen sind meist pflanzlichen Ursprungs, beispielsweise Melasse, Zuckersirup, Alkohol, Brennereirückstände, Getreide und stärkehaltige Erzeugnisse, Obstsaft, Molke, Milchsäure, Zucker, hydrolysierte Pflanzenfasern und Fermentationsnährstoffe wie Ammoniak oder Mineralsalze

Rohprotein

Gegebenenfalls Nährlösung und Produktionsprozess

12.2.2

Nebenerzeugnisse der Herstellung von L-Glutaminsäure

Flüssige, konzentrierte Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von L-Glutaminsäure durch Fermentation von Saccharose, Melasse, Stärkeerzeugnissen und ihren Hydrolysaten, Ammoniumsalzen und anderen Stickstoffverbindungen mit Corynebacterium melassecola

Rohprotein

12.2.3

Nebenerzeugnisse der Herstellung von L-Lysin-Monohydrochlorid mit Brevibacterium lactofermentum

Flüssige, konzentrierte Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von L-Lysin-Monohydrochlorid durch Fermentation von Saccharose, Melasse, Stärkeerzeugnissen und ihren Hydrolysaten, Ammoniumsalzen und anderen Stickstoffverbindungen mit Brevibacterium lactofermentum

Rohprotein

12.2.4

Nebenerzeugnisse der Herstellung von Aminosäuren mit Corynebacterium glutamicum

Flüssige Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von Aminosäuren durch Fermentation einer Nährlösung pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, Ammoniak oder Mineralsalzen mit Corynebacterium glutamicum

Rohprotein

Rohasche

12.2.5

Nebenerzeugnisse der Herstellung von Aminosäuren mit Escherichia coli K12

Flüssige Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von Aminosäuren durch Fermentation einer Nährlösung pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, Ammoniak oder Mineralsalzen mit Escherichia coli K12

Rohprotein

Rohasche

12.2.6

Nebenerzeugnis der Herstellung von Enzymen mit Aspergillus niger

Nebenerzeugnis der Fermentation von Weizen und Malz mit Aspergillus niger zur Herstellung von Enzymen

Rohprotein


13.   Verschiedenes

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

13.1.1

Erzeugnisse der Back- und Teigwarenindustrie

Erzeugnisse, die bei der und durch die Herstellung von Brot, Feingebäck, Keksen oder Teigwaren anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett, wenn > 5 %

13.1.2

Erzeugnisse der Konditoreiwarenindustrie

Erzeugnisse, die bei der Herstellung von Konditoreiwaren und Kuchen anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose,

Rohfett, wenn > 5 %

13.1.3

Erzeugnisse der Herstellung von Frühstückscerealien

Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder bei denen nach vernünftigem Ermessen davon auszugehen ist, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen verzehrt werden können. Sie können auch getrocknet sein

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfaser

Rohöle/-fette, wenn > 10 %

Stärke, wenn > 30 %

Gesamtzucker, berechnet als Saccharose, wenn > 10 %

13.1.4

Erzeugnisse der Süßwarenindustrie

Erzeugnisse, die bei der und durch die Herstellung von Süßwaren, einschließlich Schokolade, anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Rohfett, wenn > 5 %

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.1.5

Erzeugnisse der Speiseeisindustrie

Erzeugnisse, die bei der Herstellung von Speiseeis anfallen Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett

13.1.6

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von frischem Obst und Gemüse (27)

Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung von frischem Obst und Gemüse anfallen (u. a. Schalen, ganze Obst-/Gemüsestücke und Mischungen). Sie können auch getrocknet oder gefroren sein

Stärke

Rohfaser

Rohfett, wenn > 5 %

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 %

13.1.7

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Pflanzen (27)

Erzeugnisse, die beim Einfrieren oder Trocknen ganzer Pflanzen oder von Pflanzenteilen anfallen

Rohfaser

13.1.8

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Gewürzen und Würzmitteln (27)

Erzeugnisse, die beim Einfrieren oder Trocknen von Gewürzen und Würzmitteln oder Teilen davon anfallen

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfaser

Rohöle/-fette, wenn > 10 %

Stärke, wenn > 30 %

Gesamtzucker, berechnet als Saccharose, wenn > 10 %

13.1.9

Erzeugnisse der Verarbeitung von Kräutern (27)

Erzeugnisse, die beim Schroten, Mahlen, Einfrieren oder Trocknen von Kräutern oder Teilen davon anfallen

Rohfaser

13.1.10

Erzeugnis der Kartoffelverarbeitungsindustrie

Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung von Kartoffeln anfallen, und getrocknet oder gefroren sein können

Stärke

Rohfaser

Rohfett, wenn > 5 %

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 %

13.1.11

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Soßenzubereitung

Stoffe aus der Soßenzubereitung, die dazu bestimmt sind oder bei denen nach vernünftigem Ermessen davon auszugehen ist, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen verzehrt werden können. Sie können auch getrocknet sein

Rohfett

13.1.12

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Snacks-Industrie

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Snacks-Industrie, die bei der und durch die Herstellung von würzigen Snacks (Kartoffelchips und Snacks auf Kartoffel- und/oder Getreidebasis, direkt extrudiert, auf Teigbasis und pelletiert) und Knabberartikeln aus Nüssen anfallen

Rohfett

13.1.13

Erzeugnisse aus der Herstellung gebrauchsfertiger Lebensmittel

Erzeugnisse, die bei der Herstellung direkt verzehrfertiger Lebensmittel anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Rohfett, wenn > 5 %

13.1.14

Pflanzen-Nebenerzeugnisse aus der Spirituosenherstellung

Feste Erzeugnisse aus Pflanzen (auch Beeren und Saaten wie Anis), das nach dem Einmaischen dieser Pflanzen in einer alkoholischen Lösung und/oder nach Verdampfen/Destillation des Alkohols bei der Zubereitung von Aromen in der Spirituosenherstellung anfällt. Die Alkoholrückstände in diesen Erzeugnissen müssen durch Destillation beseitigt werden

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfaser

Rohöle/-fette, wenn > 10 %

13.1.15

Futterbier

Erzeugnis, das beim Bierbrauen anfällt und als Getränk für den menschlichen Verzehr nicht verkauft werden kann

Alkoholgehalt

13.2.1

Karamellisierter Zucker

Erzeugnis, das durch das kontrollierte Erhitzen von Zuckern aller Art entsteht

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.2.2

Traubenzucker

Traubenzucker entsteht durch die Hydrolyse von Stärke und besteht aus gereinigter, kristallisierter Glucose, mit oder ohne Kristallwasser

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.2.3

Fructose

Fructose wird als gereinigtes kristallines Pulver angeboten. Sie wird aus Glucose in Glucosesirup durch Glucoseisomerase und Saccharose-Inversion gewonnen

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.2.4

Glucosesirup

Glucosesirup ist eine gereinigte und konzentrierte wässrige Lösung nutritiver Saccharide, die durch Hydrolyse von Stärke gewonnen wird

Gesamtzuckergehalt

Feuchte, wenn > 30 %

13.2.5

Glucosemelasse

Erzeugnis, das bei der Raffination von Glucosesirup anfällt

Gesamtzuckergehalt

13.2.6

Xylose

Aus Holz extrahierter Zucker

 

13.2.7

Lactulose

Halbsynthetische Disaccharide (4-O-D-Galactopyranosyl-D-Fructose), die durch Isomerisierung von Glucose in Fructose aus Lactose gewonnen werden und in wärmebehandelter Milch und wärmebehandelten Milcherzeugnissen enthalten sind

Lactulose

13.2.8

Glucosamin (Chitosamin)

Aminozucker (Einfachzucker), die in den Polysacchariden Chitosan und Chitin enthalten sind. Sie werden durch Hydrolyse des Außenskeletts von Krustentieren und anderen Gliederfüßern oder durch Fermentation von Getreide wie Mais oder Weizen gewonnen

Gegebenenfalls Natrium oder Kalium

13.3.1

Stärke (28)

Technisch reine Stärke

Stärke

13.3.2

Quellstärke (28)

Erzeugnis, das aus Stärke besteht, die durch Wärmebehandlung aufgeschlossen ist

Stärke

13.3.3

Stärkemischung (28)

Erzeugnis, das aus nativen und/oder modifizierten Lebensmittelstärken unterschiedlichen pflanzlichen Ursprungs besteht

Stärke

13.3.4

Filterkuchen aus der Stärkehydrolyse (28)

Erzeugnis der Stärkehydrolyse, das aus Protein, Fett und Filtrierhilfsstoffen (z. B. Kieselerde, Holzfaser) besteht

Feuchte, wenn < 25 % oder > 45 %

Wenn Feuchte < 25 %:

Rohfett

Rohprotein

13.3.5

Dextrine

Dextrin besteht aus teil-säurehydrolisierter Stärke

 

13.3.6

Maltodextrin

Maltodextrin ist teil-hydrolysierte Stärke

 

13.4.1

Polydextrose

Lose gebundene Polymere der Glucose, die durch die Wärmebehandlung von D-Glucose entstehen

 

13.5.1

Polyole

Erzeugnis, das durch Hydrierung oder Fermentation gewonnen wird und aus reduzierten Mono-, Di- oder Oligosacchariden oder Polysacchariden besteht

 

13.5.2

Isomalt

Zuckeralkohol, der durch enzymatische Spaltung und anschließende Hydrierung aus Saccharose gewonnen wird

 

13.5.3

Mannitol

Erzeugnis, das durch Hydrierung oder Fermentation gewonnen wird und aus reduzierter Glucose und/oder Fructose besteht

 

13.5.4

Xylitol

Erzeugnis, das durch Hydrierung und Fermentation von Xylose gewonnen wird

 

13.5.5

Sorbitol

Erzeugnis, das durch Hydrierung von Glucose gewonnen wird

 

13.6.1

Fettsäuren (29)

Erzeugnis, das bei der Entsäuerung von Ölen und Fetten unbestimmten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs mit Lauge oder durch Destillation anfällt, einschließlich Fettsäuren, die bei unterschiedlichen Verfahren der Verarbeitung von Fetten und Ölen durch Fettsäurehersteller anfallen

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

13.6.2

Fettsäuren (29), mit Glycerin verestert

Glyceride, die durch Veresterung von Glycerin pflanzlichen Ursprungs mit Fettsäuren gewonnen werden

Feuchte, wenn > 1 %

Rohfett

13.6.3

Mono- und Diglyceride von Fettsäuren (29)

Mono- und Diglyceride von Fettsäuren bestehen aus einer Mischung von Glycerin, Mono-, Di- und Triestern von Fettsäuren, die in Speiseölen und –fetten vorkommen.

Sie können geringe Mengen an freien Fettsäuren und Glycerin enthalten.

Rohfett

13.6.4

Salze von Fettsäuren (29)

Erzeugnis, das bei der Reaktion von Fettsäuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen mit Calcium-, Magnesium-, Natrium- oder Kaliumverbindungen entsteht

Rohfett (nach der Hydrolyse)

Feuchte

Ca (bzw. Na, K oder Mg)

13.7.1

Chondroitinsulfat

Erzeugnis, das durch Extraktion aus Sehnen, Knochen und anderen tierischen knorpelhaltigen Geweben und weichen Bindegeweben gewonnen wird

Natrium

13.8.1

Glycerin, roh

Erzeugnis der Herstellung von Biodiesel (Fettsäuremethylester oder -ethylester), das nach Umesterung von Ölen und Fetten unbestimmten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs gewonnen wird, und das noch mineralische und organische Salze im Glycerin enthalten kann (Höchstgehalt an Methanol 0,2 %).

Das Erzeugnis entsteht auch bei der oleochemischen Verarbeitung (einschließlich Umesterung, Hydrolyse oder Verseifung) mineralischer Fette und Öle

Glycerin

Kalium

Natrium

13.8.2

Glycerin

Erzeugnis der Herstellung von Biodiesel (Fettsäuremethylester oder -ethylester), das nach Umesterung von Ölen und Fetten unbestimmten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs durch anschließende Raffination gewonnen wird (Mindestgehalt an Glycerin 99 % in der Trockenmasse).

Das Erzeugnis entsteht auch bei der oleochemischen Verarbeitung (einschließlich Umesterung, Hydrolyse oder Verseifung) mineralischer Fette und Öle

Glycerin

Kalium

Natrium

13.9.1

Methylsulphonylmethan

Organische Schwefelverbindung ((CH3)2SO2), die in identischer Form zu der in Pflanzen natürlich vorkommenden Form synthetisch hergestellt wird

Schwefel

13.10.1

Torf

Erzeugnis, das bei der natürlichen Zersetzung von Pflanzen (vor allem Torfmoose) in anaerober und oligotropher Atmosphäre entsteht

Rohfaser

13.11.1

Propylenglykol

Eine auch 1,2-Propandiol oder Propan-1,2-diol genannte organische Verbindung (Diol oder Dialkohol) mit der Summenformel C3H8O2. Es ist eine viskose, leicht süßlich riechende, hygroskopische Flüssigkeit, die mit Wasser, Aceton und Chloroform mischbar ist

Propylenglykol


(1)  In deutscher Sprache kann „Konzentrieren“ gegebenenfalls durch „Eindicken“ ersetzt werden. Die gebräuchliche Eigenschaft wäre dann „eingedickt“.

(2)  „Schälen“ kann gegebenenfalls durch „Enthülsen“ oder „Entspelzen“ ersetzt werden. Die gebräuchliche Eigenschaft wäre dann „enthülst“ oder „entspelzt“.

(3)  In französischer Sprache kann die Bezeichnung „issues“ verwendet werden.

(4)  In deutscher Sprache können die Eigenschaft „aufgeschlossen“ und die gebräuchliche Bezeichnung „Quellwasser“ (bezogen auf Stärke) verwendet werden. In dänischer Sprache können die Eigenschaft „kvældet“ und die gebräuchliche Bezeichnung „kvældning“ (bezogen auf Stärke) verwendet werden.

(5)  In französischer Sprache kann „pressage“ bei Bedarf durch „extraction mécanique“ ersetzt werden.

(6)  Die Getreideart kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden.

(7)  Im Englischen werden „maize“ und „corn“ synonym verwendet. Dies gilt für alle Maiserzeugnisse.

(8)  Wenn dieses Erzeugnis feiner gemahlen wurde, kann das Wort „fein“ der Bezeichnung hinzugefügt werden oder kann die Bezeichnung durch eine andere entsprechende Bezeichnung ersetzt werden.

(9)  Die Getreideart kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden.

(10)  Gegebenenfalls kann die Bezeichnung „glucosinolatarm“ entsprechend der Definition nach dem Recht der Europäischen Union hinzugefügt werden. Dies gilt für alle Erzeugnisse aus Rapssaat.

(11)  Die Pflanzenart ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(12)  Die Bezeichnung ist durch die Angabe der Art der durchgeführten Wärmebehandlung zu ergänzen.

(13)  Bei der Bezeichnung muss zusätzlich eine genauere Beschreibung der Frucht angegeben werden

(14)  Bei der Bezeichnung ist die Pflanzenart zu nennen.

(15)  Die Bezeichnung muss um die Bezeichnung der Art der Behandlung ergänzt werden.

(16)  Die Futterpflanzenart kann der Bezeichnung hinzugefügt werden.

(17)  Der Wortteil „Mehl“ kann durch „Pellets“ ersetzt werden. Die Bezeichnung des Trocknungsverfahrens kann der Bezeichnung hinzugefügt werden.

(18)  Die Art ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(19)  Die Begriffe sind nicht synonym zu verwenden und unterscheiden sich hauptsächlich im Feuchtegehalt; der entsprechende korrekte Begriff ist zu verwenden

(20)  Bei der Bezeichnung ist entsprechend zusätzlich anzugeben:

die Tierart und/oder

der Teil des tierischen Erzeugnisses und/oder

die verarbeitete Tierart (z. B. Schwein, Wiederkäuer, Geflügel) und/oder

die Bezeichnung der wegen des Verbots der Rückführung in die Futtermittelkette nicht verarbeiteten Tierart (z. B. frei von Geflügel) und/oder

das verarbeitete Material (z. B. Knochen, Asche) und das Verfahren (z. B. entfettet, raffiniert).

(21)  Die Tierart ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(22)  Bei Zuchtfisch ist bei der Bezeichnung zusätzlich die Tierart anzugeben.

(23)  Die Art der Herkunft kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden oder sie ersetzen.

(24)  Die Bezeichnung ist anzupassen oder zu ergänzen durch einen Hinweis auf die organische Säure.

(25)  Das Herstellungsverfahren kann bei der Bezeichnung angegeben werden.

(26)  Die gebräuchliche Bezeichnung der Hefestämme kann von der wissenschaftlichen Systematik abweichen, weshalb auch Synonyme der aufgeführten Hefestämme zulässig sind.

(27)  Die jeweilige Art des Obst, des Gemüses, der Pflanze, des Gewürzes und der Kräuter ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(28)  Bei der Bezeichnung ist zusätzlich der botanische Ursprung anzugeben.

(29)  Die Bezeichnung ist anzupassen oder zu ergänzen durch einen Hinweis auf die Art der Fettsäuren.


17.6.2011