ISSN 1725-2539

doi:10.3000/17252539.L_2009.111.deu

Amtsblatt

der Europäischen Union

L 111

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Rechtsvorschriften

52. Jahrgang
5. Mai 2009


Inhalt

 

I   Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

Seite

 

 

VERORDNUNGEN

 

 

Verordnung (EG) Nr. 361/2009 der Kommission vom 4. Mai 2009 zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der für bestimmtes Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

1

 

 

Verordnung (EG) Nr. 362/2009 der Kommission vom 4. Mai 2009 zur Änderung der mit der Verordnung (EG) Nr. 945/2008 festgesetzten repräsentativen Preise und zusätzlichen Einfuhrzölle für bestimmte Erzeugnisse des Zuckersektors im Wirtschaftsjahr 2008/09

3

 

*

Verordnung (EG) Nr. 363/2009 der Kommission vom 4. Mai 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

5

 

 

Verordnung (EG) Nr. 364/2009 der Kommission vom 4. Mai 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 360/2009 zur Festsetzung der ab dem 1. Mai 2009 im Getreidesektor geltenden Einfuhrzölle

13

 

 

RICHTLINIEN

 

*

Richtlinie 2009/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 über den Rechtsschutz von Computerprogrammen (kodifizierte Fassung) ( 1 )

16

 

 

II   Nicht veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

 

 

ENTSCHEIDUNGEN UND BESCHLÜSSE

 

 

Kommission

 

 

2009/364/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 8. Oktober 2008 über die Maßnahme C 33/07 (ex N 339/06 und N 729/06), die Deutschland mittels der IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH durchführen will (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2008) 5581)  ( 1 )

23

 

 

2009/365/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 28. April 2009 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin aus Blakeslea trispora als neuartige Lebensmittelzutat gemäß der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3039)

31

 

 

2009/366/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 29. April 2009 über den Rechnungsabschluss der Zahlstellen der Tschechischen Republik, Estlands, Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens, Sloweniens und der Slowakei für die vom Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) im Haushaltsjahr 2008 finanzierten Ausgaben für Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3199)

35

 

 

2009/367/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 29. April 2009 über den Rechnungsabschluss der Zahlstellen der Mitgliedstaaten für die vom Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) im Haushaltsjahr 2008 finanzierten Ausgaben (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3217)

44

 

 

2009/368/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 4. Mai 2009 zur Festsetzung der Beträge der im Rahmen der befristeten Umstrukturierungsregelung für die Zuckerindustrie in der Gemeinschaft zu gewährenden Diversifizierungsbeihilfe und der zusätzlichen Diversifizierungsbeihilfe für das Wirtschaftsjahr 2009/10 (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3158)

50

 

 

Berichtigungen

 

*

Berichtigung der Richtlinie 2008/113/EG der Kommission vom 8. Dezember 2008 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme mehrerer Mikroorganismen als Wirkstoffe ( ABl. L 330 vom 9.12.2008 )

51

 

*

Berichtigung der Verordnung (EG) Nr. 514/2008 der Kommission vom 9. Juni 2008 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 376/2008 mit gemeinsamen Durchführungsvorschriften für Einfuhr- und Ausfuhrlizenzen sowie Vorausfestsetzungsbescheinigungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1439/95, (EG) Nr. 245/2001, (EG) Nr. 2535/2001, (EG) Nr. 1342/2003, (EG) Nr. 2336/2003, (EG) Nr. 1345/2005, (EG) Nr. 2014/2005, (EG) Nr. 951/2006, (EG) Nr. 1918/2006, (EG) Nr. 341/2007, (EG) Nr. 1002/2007, (EG) Nr. 1580/2007 und (EG) Nr. 382/2008 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1119/79 ( ABl. L 150 vom 10.6.2008 )

51

 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR

DE

Bei Rechtsakten, deren Titel in magerer Schrift gedruckt sind, handelt es sich um Rechtsakte der laufenden Verwaltung im Bereich der Agrarpolitik, die normalerweise nur eine begrenzte Geltungsdauer haben.

Rechtsakte, deren Titel in fetter Schrift gedruckt sind und denen ein Sternchen vorangestellt ist, sind sonstige Rechtsakte.


I Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

VERORDNUNGEN

5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/1


VERORDNUNG (EG) Nr. 361/2009 DER KOMMISSION

vom 4. Mai 2009

zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der für bestimmtes Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) (1),

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 der Kommission vom 21. Dezember 2007 mit Durchführungsbestimmungen zu den Verordnungen (EG) Nr. 2200/96, (EG) Nr. 2201/96 und (EG) Nr. 1182/2007 des Rates im Sektor Obst und Gemüse (2), insbesondere auf Artikel 138 Absatz 1,

in Erwägung nachstehenden Grundes:

Die in Anwendung der Ergebnisse der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde von der Kommission festzulegenden, zur Bestimmung der pauschalen Einfuhrwerte zu berücksichtigenden Kriterien sind in der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 für die in ihrem Anhang XV Teil A aufgeführten Erzeugnisse und Zeiträume festgelegt —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die in Artikel 138 der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 genannten pauschalen Einfuhrwerte sind in der Tabelle im Anhang zur vorliegenden Verordnung festgesetzt.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am 5. Mai 2009 in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 4. Mai 2009

Für die Kommission

Jean-Luc DEMARTY

Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung


(1)  ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1.

(2)  ABl. L 350 vom 31.12.2007, S. 1.


ANHANG

Pauschale Einfuhrwerte für die Bestimmung der für bestimmtes Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

(EUR/100 kg)

KN-Code

Drittland-Code (1)

Pauschaler Einfuhrwert

0702 00 00

JO

88,9

MA

82,7

TN

139,0

TR

132,5

ZZ

110,8

0707 00 05

JO

155,5

MA

32,7

TR

129,1

ZZ

105,8

0709 90 70

JO

216,7

TR

114,9

ZZ

165,8

0805 10 20

EG

44,2

IL

55,7

MA

51,6

TN

64,9

TR

55,0

US

51,9

ZZ

53,9

0805 50 10

TR

47,0

ZA

52,3

ZZ

49,7

0808 10 80

AR

83,4

BR

72,6

CA

114,7

CL

78,1

CN

89,0

MK

33,9

NZ

107,6

US

124,6

UY

70,5

ZA

79,5

ZZ

85,4


(1)  Nomenklatur der Länder gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1833/2006 der Kommission (ABl. L 354 vom 14.12.2006, S. 19). Der Code „ZZ“ steht für „Andere Ursprünge“.


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/3


VERORDNUNG (EG) Nr. 362/2009 DER KOMMISSION

vom 4. Mai 2009

zur Änderung der mit der Verordnung (EG) Nr. 945/2008 festgesetzten repräsentativen Preise und zusätzlichen Einfuhrzölle für bestimmte Erzeugnisse des Zuckersektors im Wirtschaftsjahr 2008/09

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) (1),

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 951/2006 der Kommission vom 30. Juni 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 318/2006 des Rates für den Zuckerhandel mit Drittländern (2), insbesondere auf Artikel 36 Absatz 2 Unterabsatz 2 zweiter Satz,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die bei der Einfuhr von Weißzucker, Rohzucker und bestimmten Sirupen geltenden repräsentativen Preise und zusätzlichen Einfuhrzölle für das Wirtschaftsjahr 2008/09 sind mit der Verordnung (EG) Nr. 945/2008 der Kommission (3) festgesetzt worden. Diese Preise und Zölle wurden zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 348/2009 der Kommission (4) geändert.

(2)

Die der Kommission derzeit vorliegenden Angaben führen zu einer Änderung der genannten Beträge gemäß den in der Verordnung (EG) Nr. 951/2006 vorgesehenen Regeln und Modalitäten —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die mit der Verordnung (EG) Nr. 951/2006 für das Wirtschaftsjahr 2008/09 festgesetzten repräsentativen Preise und zusätzlichen Zölle bei der Einfuhr der Erzeugnisse des Artikels 36 der Verordnung (EG) Nr. 945/2008 werden geändert und sind im Anhang der vorliegenden Verordnung aufgeführt.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am 5. Mai 2009 in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 4. Mai 2009

Für die Kommission

Jean-Luc DEMARTY

Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung


(1)  ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1.

(2)  ABl. L 178 vom 1.7.2006, S. 24.

(3)  ABl. L 258 vom 26.9.2008, S. 56.

(4)  ABl. L 106 vom 28.4.2009, S. 3.


ANHANG

Geänderte Beträge der ab dem 5. Mai 2009 geltenden repräsentativen Preise und zusätzlichen Einfuhrzölle für Weißzucker, Rohzucker und die Erzeugnisse des KN-Codes 1702 90 95

(EUR)

KN-Code

Repräsentativer Preis je 100 kg Eigengewicht des Erzeugnisses

Zusätzlicher Zoll je 100 kg Eigengewicht des Erzeugnisses

1701 11 10 (1)

28,95

2,60

1701 11 90 (1)

28,95

7,06

1701 12 10 (1)

28,95

2,47

1701 12 90 (1)

28,95

6,63

1701 91 00 (2)

31,29

9,59

1701 99 10 (2)

31,29

5,07

1701 99 90 (2)

31,29

5,07

1702 90 95 (3)

0,31

0,34


(1)  Festsetzung für die Standardqualität gemäß Anhang IV Abschnitt III der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007.

(2)  Festsetzung für die Standardqualität gemäß Anhang IV Abschnitt II der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007.

(3)  Festsetzung pro 1 % Saccharosegehalt.


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/5


VERORDNUNG (EG) Nr. 363/2009 DER KOMMISSION

vom 4. Mai 2009

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates vom 20. September 2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) (1), insbesondere auf Artikel 91,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Verordnung (EG) Nr. 1698/2005, mit der der Rechtsrahmen für die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums in der Gemeinschaft mit Mitteln des ELER abgesteckt wurde, ist durch die Verordnung (EG) Nr. 74/2009 des Rates vom 19. Januar 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) (2) geändert worden. Folglich sollte die Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 der Kommission (3) durch zusätzliche Durchführungsbestimmungen ergänzt werden.

(2)

Die Geltungsdauer der Milchquotenregelung läuft gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) (4) ab, was von den Milcherzeugern besondere Anstrengungen verlangt. Daher sollte die Begrenzung der Investitionsbeihilfe für Milcherzeugerbetriebe, durch die die Produktion der einzelnen Betriebe innerhalb der dem betreffenden Betrieb zugewiesenen Produktionsquote gehalten werden soll, mit Beginn des Programmplanungszeitraums aufgehoben werden.

(3)

Mit der Verordnung (EG) Nr. 74/2009 wurde die Verpflichtung zur Überprüfung der nationalen Strategiepläne eingeführt. Der Mindestumfang dieser Überprüfung sollte festgelegt werden.

(4)

Aufgrund der Wichtigkeit der in Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 genannten Prioritäten ist die Überprüfung der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum nach der ersten Anwendung des genannten Artikels als Revision im Sinne von Artikel 19 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 anzusehen und bedarf einer Genehmigungsentscheidung der Kommission.

(5)

Die Verordnung (EG) Nr. 74/2009 enthält eine Liste der potenziellen Wirkungen, die mit den Vorhaben, welche mit den Prioritäten gemäß Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 im Zusammenhang stehen, erreicht werden sollen. Diese Liste ist nicht erschöpfend und die Mitgliedstaaten können zusätzliche potenzielle Wirkungen vorschlagen, die mit den oben genannten Vorhaben erreicht werden sollen. Im Interesse der Kohärenz mit den bereits ermittelten potenziellen Wirkungen und mit dem allgemeinen Ziel, Vorhaben im Zusammenhang mit den neuen Herausforderungen zu stärken, sollte die den Mitgliedstaaten eingeräumte Möglichkeit, solche zusätzlichen potenziellen Wirkungen vorzuschlagen, davon abhängig gemacht werden, dass sie der Kommission zur Prüfung und dem Ausschuss für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Stellungnahme vorgelegt werden. Änderungen, mit denen eine neue potenzielle Wirkung eingeführt wird, sollten daher einer Genehmigungsentscheidung der Kommission unterliegen.

(6)

Wegen der Vielzahl von Fällen, in denen es bei der Revision um weniger belangreiche Ausnahmen von den Kriterien für die Abgrenzung zwischen gemeinsamer Marktorganisation und Entwicklung des ländlichen Raums geht, und zur Verringerung des Verwaltungsaufwands sollte die Kommission nicht länger Entscheidungen über Revisionen erlassen, die zu Änderungen der in Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 genannten Ausnahmen führen. Diese Revisionskategorie sollte daher aus der Liste in Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 gestrichen werden.

(7)

Inhalt und Kriterien der Betriebsverbesserungspläne, die die Unterstützung von Betrieben betreffen, die sich infolge der Reform einer gemeinsamen Marktordnung im Umstrukturierungsprozess befinden, sind zu präzisieren.

(8)

Nach Abschaffung der „Stilllegungsmaßnahme“ gemäß der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 des Rates vom 19. Januar 2009 mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1290/2005, (EG) Nr. 247/2006, (EG) Nr. 378/2007 sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 (5) sind Bestimmungen, die auf diese Maßnahme Bezug nehmen, entsprechend anzupassen.

(9)

Um die Abwicklung der Investitionsvorhaben in der derzeitigen wirtschaftlichen und finanziellen Krise zu erleichtern, sollte der Höchstbetrag für Vorschusszahlungen in den Jahren 2009 und 2010 angehoben werden.

(10)

Was bestimmte aus dem ELER kofinanzierte Maßnahmen und die Bereitstellung von zusätzlichen nationalen Mitteln anbelangt, so sollten die Bestimmungen über staatliche Beihilfen angepasst werden, um ihren Geltungsbereich zu präzisieren und der mit der Verordnung (EG) Nr. 74/2009 eingeführten neuen Maßnahme für Betriebe, die sich infolge der Reform einer gemeinsamen Marktordnung im Umstrukturierungsprozess befinden, Rechnung zu tragen.

(11)

Es ist notwendig, den Begriff „substanzieller Vorschlag für Änderungen“ in Artikel 78 Buchstabe f der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 zu definieren.

(12)

Für die Begleitung der Maßnahmen im Zusammenhang mit den Prioritäten gemäß Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 sollten nach Arten von Vorhaben aufgeschlüsselte Output-Indikatoren und entsprechende Zielvorgaben festgelegt werden, die Teil des in Artikel 80 der genannten Verordnung erwähnten gemeinsamen Begleitungs- und Bewertungsrahmens sind.

(13)

In ihren überprüften Programmen müssen die Mitgliedstaaten Informationen über die Vorhabensarten liefern, die mit den Prioritäten gemäß Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 in Zusammenhang stehen, wobei zu präzisieren ist, ob die Vorhaben auf neuen Maßnahmen basieren, d. h. auf Maßnahmen, die bisher noch nicht im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum genehmigt wurden. Darüber hinaus ist die indikative Beteiligung des ELER für den Zeitraum 2010-2013 aufzuzeigen. Zu diesem Zweck sind die Anhänge der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 zu ändern.

(14)

Um die Kohärenz mit dem Zeitpunkt der Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 74/2009 zu gewährleisten, die durch die Bestimmungen der vorliegenden Verordnung ergänzt wird, sollte die vorliegende Verordnung mit Wirkung vom 1. Januar 2009 gelten. Der Grundsatz der Rechtssicherheit für die betreffenden Begünstigten wird durch eine solche rückwirkende Anwendung nicht berührt.

(15)

Die Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 ist daher entsprechend zu ändern.

(16)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für die Entwicklung des ländlichen Raums —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 wird wie folgt geändert:

1.

Artikel 2 Absatz 3 erhält folgende Fassung:

„(3)   Sind im Rahmen einer gemeinsamen Marktorganisation (ausgenommen der Milchsektor), einschließlich der aus dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) finanzierten direkten Stützungsregelungen, Produktionsbeschränkungen oder Begrenzungen der Gemeinschaftsunterstützung für einzelne Landwirte, Betriebe oder Verarbeitungsbetriebe vorgesehen, so werden im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 für Investitionen, die zu einer über diese Beschränkungen oder Begrenzungen hinausgehenden Erhöhung der Produktion führen würden, keine Beihilfen gewährt.“;

2.

Folgender Artikel 3a wird eingefügt:

„Artikel 3a

Die Überprüfung der nationalen Strategiepläne gemäß Artikel 12a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 umfasst eine Revision der in Artikel 11 Absatz 3 der genannten Verordnung aufgeführten maßgeblichen Elemente, die mit den Prioritäten gemäß Artikel 16a Absatz 1 der genannten Verordnung in Zusammenhang stehen, und insbesondere der wichtigsten quantifizierten Ziele.

Der nationale Strategieplan gibt den annähernden und indikativen Betrag der ELER-Beteiligung gemäß Artikel 69 Absatz 5a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 an, der für die einzelnen Prioritäten gemäß Artikel 16a Absatz 1 der genannten Verordnung in dem jeweiligen Mitgliedstaat bereit gestellt wird, und enthält entsprechende Erläuterungen zu der Mittelaufteilung.“;

3.

Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:

„Der in den Artikeln 16 und 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 genannte Inhalt der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum wird gemäß Anhang II der vorliegenden Verordnung festgelegt.“

4.

Artikel 7 Absatz 1 wird wie folgt geändert:

a)

Buchstabe d erhält folgende Fassung:

„d)

die Revision betrifft die erste Anwendung von Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005;“;

b)

Folgender Buchstabe wird angefügt:

„e)

die Revision führt eine zusätzliche potenzielle Wirkung ein, die nicht in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 aufgeführt ist und mit den Prioritäten gemäß Artikel 16a der genannten Verordnung im Zusammenhang steht.“;

5.

Artikel 9 Absatz 1 erhält folgende Fassung:

„(1)   Die in Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c genannten Programmänderungen der Mitgliedstaaten können Änderungen der Aufteilung der Finanzmittel auf die Maßnahmen eines Schwerpunktes sowie nichtfinanzielle Änderungen wie die Einführung neuer Maßnahmen oder Arten von Vorhaben, die Zurücknahme bestehender Maßnahmen oder Arten von Vorhaben, Änderungen in Bezug auf Ausnahmen gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 oder die Einfügung von Informationen über bzw. Beschreibungen von bestehenden Maßnahmen des Programms umfassen.“;

6.

Folgender Artikel 24a wird eingefügt:

„Artikel 24a

Der Betriebsverbesserungsplan gemäß Artikel 35a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005

a)

beschreibt die wichtigsten Aspekte der geplanten Umstrukturierung, einschließlich der Diversifizierung hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten;

b)

gibt spezifische Ziele an.“

7.

Artikel 27 Absatz 6 Unterabsatz 1 wird gestrichen.

8.

Dem Artikel 46 wird folgender Absatz angefügt:

„Dieser Artikel gilt auch für Verpflichtungen, die von der Abschaffung der Flächenstilllegung infolge des Inkrafttretens der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 betroffen sind. Auf Antrag des Begünstigten können Anpassungen solcher Verpflichtungen auch für den Fall zugelassen werden, dass keine Revisionsklausel vorgesehen ist.“;

9.

Dem Artikel 56 Absatz 2 Unterabsatz 1 wird folgender Satz angefügt:

„Im Falle von Investitionen, bei denen die Einzelentscheidung über eine Beihilfegewährung 2009 oder 2010 getroffen wird, kann der Vorschussbetrag auf 50 % der sich auf die Investition beziehenden öffentlichen Beihilfe angehoben werden.“;

10.

Artikel 57 Absatz 2 erhält folgende Fassung:

„(2)   Die Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum können nicht unter Artikel 36 EG-Vertrag fallende Zahlungen der Mitgliedstaaten für Maßnahmen gemäß den Artikeln 25, 43 bis 49 und 52 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und für Vorhaben im Rahmen von Maßnahmen gemäß den Artikeln 21, 24, 28, 29, 30 und 35a der genannten Verordnung oder nicht unter Artikel 36 EG-Vertrag fallende zusätzliche nationale Mittel für Maßnahmen gemäß den Artikeln 25, 27, 43 bis 49 und 52 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und für Vorhaben im Rahmen von Maßnahmen gemäß den Artikeln 21, 24, 28, 29, 30 und 35a der genannten Verordnung umfassen, sofern die staatlichen Beihilfen entsprechend den Vorgaben von Anhang II Nummer 9.B der vorliegenden Verordnung ausgewiesen werden.“;

11.

In Abschnitt 4 „Begleitung und Bewertung“wird folgender Artikel 59a eingefügt:

„Artikel 59a

Für die Zwecke von Artikel 78 Buchstabe f der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 umfassen ‚substanzielle Vorschläge für Änderungen‘ Änderungen, die einer Entscheidung der Kommission bedürfen, und Änderungen gemäß Artikel 9 Absatz 1 der vorliegenden Verordnung, ausgenommen Änderungen in Bezug auf Ausnahmen gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 oder die Einfügung von Informationen über bzw. Beschreibungen von bestehenden Maßnahmen des Programms.“;

12.

Dem Artikel 62 Absatz 1 wird folgender Unterabsatz angefügt:

„Für Maßnahmen, die Vorhabensarten gemäß Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 umfassen, werden die Output-Indikatoren und die Zielvorgaben für die Output-Indikatoren nach Arten von Vorhaben aufgeschlüsselt.“;

13.

Artikel 63 Absatz 8 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:

„Im Falle höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände — insbesondere bei einer Störung des Systems oder bei Fehlen einer dauerhaften Verbindung — übermittelt der Mitgliedstaat der Kommission die Unterlagen in Papierform oder in geeigneter anderer elektronischer Form. Diese Übermittlung ist der Kommission zuvor zu melden.“;

14.

Die Anhänge I, II, VII und VIII werden nach Maßgabe des Anhangs der vorliegenden Verordnung geändert.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt mit Wirkung vom 1. Januar 2009. Artikel 1 Nummer 1 gilt jedoch mit Wirkung vom 1. Januar 2007.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 4. Mai 2009

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 277 vom 21.10.2005, S. 1.

(2)  ABl. L 30 vom 31.1.2009, S. 100.

(3)  ABl. L 368 vom 23.12.2006, S. 15.

(4)  ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1.

(5)  ABl. L 30 vom 31.1.2009, S. 16.


ANHANG

Die Anhänge der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 werden wie folgt geändert:

1.

Anhang I erhält folgende Fassung:

„ANHANG I

Beihilferegelungen gemäß Artikel 2 Absatz 2

Obst und Gemüse (Teil II Titel I Kapitel IV Abschnitt IVa der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates (1))

Wein (Titel II Kapitel I der Verordnung (EG) Nr. 479/2008 des Rates (2))

Tabak (Teil II Titel I Kapitel IV Abschnitt V der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007)

Olivenöl (Teil II Titel I Kapitel IV Abschnitt IV der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007)

Hopfen (Artikel 68a der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003)

Schafe und Ziegen (Artikel 102 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 des Rates (3))

Bienenzucht (Titel I Kapitel IV Abschnitt VI der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007)

Zucker (Verordnung (EG) Nr. 320/2006 des Rates (4))

Sondermaßnahmen im Bereich der Landwirtschaft zugunsten der Regionen in äußerster Randlage (Titel III der Verordnung (EG) Nr. 247/2006 des Rates (5)) und zugunsten der kleineren Inseln des Ägäischen Meeres (Kapitel III der Verordnung (EG) Nr. 1405/2006 des Rates (6))

Direktzahlungen (Artikel 41 Absatz 3 und Artikel 68 Verordnung (EG) Nr. 73/2009).

2.

Anhang II wird wie folgt geändert:

a)

In Nummer 5.2 erhält der zweite Gedankenstrich folgende Fassung:

„—

Bestätigung, dass für die Maßnahmen gemäß den Artikeln 25, 43 bis 49 und 52 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und für Vorhaben im Rahmen der Maßnahmen gemäß den Artikeln 21, 24, 28, 29, 30 und 35a der genannten Verordnung, die nicht unter Artikel 36 EG-Vertrag fallen, die Einhaltung der Regeln für staatliche Beihilfen und der wichtigsten Vereinbarkeitskriterien, insbesondere in Bezug auf die Höchstsätze für staatliche Beihilfen insgesamt gemäß den Artikeln 87 bis 89 EG-Vertrag, gewährleistet ist.“

b)

Nummer 5.3 erhält folgende Fassung:

„5.3.   Für Schwerpunkte und Maßnahmen erforderliche Informationen

Für Maßnahmen sind die folgenden spezifischen Informationen, einschließlich Informationen über die spezifischen Arten von Vorhaben gemäß Artikel 16a Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 erforderlich:“.

c)

Nummer 5.3.1.4 erhält folgende Fassung:

d)

Folgende Nummer 5.3.1.4.4 wird eingefügt:

„5.3.1.4.4.   Betriebe, die sich infolge der Reform einer gemeinsamen Marktordnung im Umstrukturierungsprozess befinden;

Angabe der betreffenden Reform der gemeinsamen Marktorganisation,

Zusammenfassung der an den Betriebsverbesserungsplan gestellten Anforderungen,

Beihilfebetrag und Dauer der Beihilfegewährung.“

e)

Folgende Nummer 5.3.6 wird eingefügt:

„5.3.6.    Liste der Arten von Vorhaben gemäß Artikel 16a Absatz 3 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 bis zu den Beträgen gemäß Artikel 69 Absatz 5a der genannten Verordnung ;

Schwerpunkt/Maßnahme

Art der Vorhaben

Potenzielle Wirkung

‚Bestehende‘ oder ‚neue‘ Art von Vorhaben

Verweis auf die Beschreibung der Vorhabensart im Entwicklungsplan für den ländlichen Raum

Output-Indikator — Zielvorgabe

Schwerpunkt 1

Maßnahme 111

 

 

 

Maßnahme …

 

 

 

Schwerpunkt 2

Maßnahme 211

 

 

 

Maßnahme …

 

 

 

Schwerpunkt 3

Maßnahme 311

 

 

 

Maßnahme …

 

 

 

 

 

Schwerpunkt 4

Maßnahme 411

 

 

 

Maßnahme …

 

 

 

 

 

NB: In der Spalte ‚Bestehende‘ oder ‚neue‘ Art von Vorhaben ist anzugeben, ob die Arten von Vorhaben, die mit den Prioritäten gemäß Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 in Zusammenhang stehen, bereits in der am 31. Dezember 2008 geltenden Fassung des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum enthalten waren. In diesem Zusammenhang gelten Änderungen von bestehenden Vorhabensarten ebenfalls als ‚neue Arten von Vorhaben‘.“

f)

Tabelle 6.1 erhält folgende Fassung:

„6.1.   Jährliche Beteiligung des ELER (in EUR);

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Nichtkonvergenzregionen

 

 

 

 

 

 

 

Konvergenzregionen (7)

 

 

 

 

 

 

 

Gebiete in äußerster Randlage und kleinere Inseln des Ägäischen Meeres (8)

 

 

 

 

 

 

 

Fakultative Modulation (9)

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzlicher Beitrag an Portugal

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Mittel, die sich aus der Anwendung von Artikel 69 Absatz 5a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 ergeben — Nichtkonvergenzregion

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Mittel, die sich aus der Anwendung von Artikel 69 Absatz 5a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 ergeben — Konvergenzregion (10)

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt

 

 

 

 

 

 

 

g)

Fußnote (1), deren Verweis sich am Ende der Überschrift von Tabelle 6.2 befindet, erhält folgende Fassung:

„(1)

Tabelle 6.2 ist für jeden in einer Reihe von Tabelle 6.1 angegebenen Teilbetrag der ELER-Beteiligung zu wiederholen.“;

h)

Folgende Nummer 6.3 wird eingefügt:

„6.3.   Indikative Mittelausstattung für Vorhaben gemäß Artikel 16a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2013 (Artikel 16a Absatz 3 Buchstabe b bis zu den Beträgen gemäß Artikel 69 Absatz 5a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005)

Schwerpunkt/Maßnahme

Beteiligung des ELER für den Zeitraum 2010-2013

Schwerpunkt 1

Maßnahme 111

Maßnahme …

Schwerpunkt 2

Maßnahme 211

Maßnahme …

Schwerpunkt 3

Maßnahme 311

Maßnahme …

 

Schwerpunkt 4

Maßnahme 411

Maßnahme …

 

Schwerpunkte 1, 2, 3 und 4 insgesamt

…“

i)

In Nummer 7 wird folgender Code 144 eingefügt:

„(144)

Betriebe, die sich infolge der Reform einer gemeinsamen Marktordnung im Umstrukturierungsprozess befinden“.

j)

In Nummer 9 Buchstabe B Absatz 1 erhalten die einleitenden Worte folgende Fassung:

„Für Maßnahmen gemäß den Artikeln 25, 27 (bei letzterem nur für die zusätzliche nationale Förderung gemäß Artikel 89 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005), 43 bis 49 und 52 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und Vorhaben im Rahmen der Maßnahmen gemäß den Artikeln 21, 24, 28, 29, 30 und 35a der genannten Verordnung, die nicht in den Geltungsbereich von Artikel 36 EG-Vertrag fallen:“.

3.

Anhang VII wird wie folgt geändert:

a)

Der Nummer 2 werden folgende Absätze angefügt:

„Mitgliedstaaten, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 74/2009 des Rates (11) zusätzliche finanzielle Mittel, die sich aus der Modulation im Rahmen der genannten Verordnung ergeben, sowie ab 2011 nicht genutzte Mittel erhalten, nehmen in ihren Bericht ab 2011 ein gesondertes Kapitel auf, das mindestens dieselbe Analyse wie in Absatz 1 für die Vorhaben umfasst, die mit den in Artikel 16a Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 genannten Prioritäten in Zusammenhang stehen. Für die neuen Mitgliedstaaten mit Ausnahme von Bulgarien und Rumänien würde diese Verpflichtung ab 2014 gelten.

Mitgliedstaaten, die die neue Maßnahme ‚144 Betriebe, die sich im Umstrukturierungsprozess befinden‘ anwenden, erstatten Bericht über die in Bezug auf die Ziele der Maßnahme erreichten Fortschritte.

b)

Folgende Nummer 3a wird eingefügt:

„3a.

Finanzielle Abwicklung des Programms in Bezug auf Vorhaben im Zusammenhang mit den neuen Herausforderungen, wobei für jede Maßnahme die an die Begünstigten nach dem 1. Januar 2010 gewährten Zahlungen für Vorhabensarten gemäß Artikel 16a Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und die Beträge gemäß Artikel 69 Absatz 5a der genannten Verordnung anzugeben sind.

Die Tabelle, in der die finanzielle Abwicklung dieser Vorhabensarten zusammengefasst wird, enthält mindestens die folgenden Informationen:

Schwerpunkte/Maßnahmen

Jährliche Zahlungen — Jahr N

Kumulierte Zahlungen von 2010 bis zum Jahr N

Maßnahme 111

Maßnahme …

 

 

Schwerpunkt 1 insgesamt

Maßnahme 211

Maßnahme …

 

 

Schwerpunkt 2 insgesamt

Maßnahme 311

Maßnahme …

 

 

Schwerpunkt 3 insgesamt

Maßnahme 411

Maßnahme …

 

 

Schwerpunkt 4 insgesamt

Programm insgesamt

…“

4.

In Anhang VIII wird unter Nummer II GEMEINSAME OUTPUT-INDIKATOREN am Ende der Liste für Schwerpunkt 1 folgende Zeile eingefügt:

Code

Maßnahme

Output-Indikatoren (*)

„144

Betriebe, die sich infolge der Reform einer gemeinsamen Marktordnung im Umstrukturierungsprozess befinden

Anzahl der geförderten Betriebe“


(1)  ABl. L 299 vom 2.10.2007, S. 1.

(2)  ABl. L 148 vom 6.6.2008, S. 1.

(3)  ABl. L 30 vom 31.1.2009, S. 16.

(4)  ABl. L 58 vom 28.2.2006, S. 42.

(5)  ABl. L 42 vom 14.2.2006, S. 1.

(6)  ABl. L 265 vom 26.9.2006, S. 1.“

(7)  Für Mitgliedstaaten mit Konvergenzregionen.

(8)  Für Mitgliedstaaten mit Regionen in äußerster Randlage oder den kleineren Ägäischen Inseln.

(9)  Für Mitgliedstaaten, die die fakultative Modulation gemäß der Verordnung (EG) Nr. 378/2007 anwenden.

(10)  Für Mitgliedstaaten mit Konvergenzregionen, die zusätzliche Mittel gemäß Artikel 69 Absatz 5a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 erhalten.“

(11)  ABl. L 30 vom 31.1.2009, S. 100.“;


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/13


VERORDNUNG (EG) Nr. 364/2009 DER KOMMISSION

vom 4. Mai 2009

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 360/2009 zur Festsetzung der ab dem 1. Mai 2009 im Getreidesektor geltenden Einfuhrzölle

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) (1),

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1249/96 der Kommission vom 28. Juni 1996 mit Durchführungsbestimmungen zur Anwendung der Verordnung (EWG) Nr. 1766/92 des Rates hinsichtlich der im Sektor Getreide geltenden Zölle (2), insbesondere auf Artikel 2 Absatz 1,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die ab dem 1. Mai 2009 im Getreidesektor geltenden Einfuhrzölle sind mit der Verordnung (EG) Nr. 360/2009 der Kommission (3) festgesetzt worden.

(2)

Da der berechnete Durchschnitt der Einfuhrzölle um mehr als 5 EUR/t von dem festgesetzten Wert abweicht, müssen die in der Verordnung (EG) Nr. 360/2009 festgesetzten Einfuhrzölle entsprechend angepasst werden.

(3)

Die Verordnung (EG) Nr. 360/2009 ist daher entsprechend zu ändern —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Anhänge I und II der Verordnung (EG) Nr. 360/2009 erhalten die Fassung des Anhangs der vorliegenden Verordnung.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab dem 5. Mai 2009.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 4. Mai 2009

Für die Kommission

Jean-Luc DEMARTY

Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung


(1)  ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1.

(2)  ABl. L 161 vom 29.6.1996, S. 125.

(3)  ABl. L 110 vom 1.5.2009, S. 27.


ANHANG I

Ab dem 5. Mai 2009 für die Erzeugnisse gemäß Artikel 136 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 geltende Einfuhrzölle

KN-Code

Warenbezeichnung

Einfuhrzoll (1)

(EUR/t)

1001 10 00

HARTWEIZEN hoher Qualität

0,00

mittlerer Qualität

0,00

niederer Qualität

0,00

1001 90 91

WEICHWEIZEN, zur Aussaat

0,00

ex 1001 90 99

WEICHWEIZEN hoher Qualität, anderer als zur Aussaat

0,00

1002 00 00

ROGGEN

37,15

1005 10 90

MAIS, zur Aussaat, anderer als Hybridmais

12,61

1005 90 00

MAIS, anderer als zur Aussaat (2)

12,61

1007 00 90

KÖRNER-SORGHUM, zur Aussaat, anderer als Hybrid-Körner-Sorghum

37,15


(1)  Für Ware, die über den Atlantik oder durch den Suez-Kanal nach der Gemeinschaft geliefert wird (siehe Artikel 2 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96), kann der Zoll ermäßigt werden um

3 EUR/t, wenn sie in einem Hafen im Mittelmeerraum entladen wird, oder

2 EUR/t, wenn sie in einem Hafen in Dänemark, Estland, Irland, Lettland, Litauen, Polen, Finnland, Schweden, im Vereinigten Königreich oder an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel entladen wird.

(2)  Der Zoll kann pauschal um 24 EUR/t ermäßigt werden, wenn die Bedingungen nach Artikel 2 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 erfüllt sind.


ANHANG II

Berechnungsbestandteile für die Zölle in Anhang I

1.5.2009

1.

Durchschnittswerte für den in Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 genannten Bezugszeitraum:

(EUR/t)

 

Weichweizen (1)

Mais

Hartweizen hoher Qualität

Hartweizen mittlerer Qualität (2)

Hartweizen niederer Qualität (3)

Gerste

Börsennotierungen

Minnéapolis

Chicago

Notierung

197,12

122,70

FOB-Preis USA

207,54

197,54

177,54

108,89

Golf-Prämie

11,64

Prämie/Große Seen

12,66

2.

Durchschnittswerte für den in Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 genannten Bezugszeitraum:

Frachtkosten: Golf von Mexiko–Rotterdam:

15,07 EUR/t

Frachtkosten: Große Seen–Rotterdam:

16,57 EUR/t


(1)  Positive Prämie von 14 EUR/t inbegriffen (Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96).

(2)  Negative Prämie von 10 EUR/t (Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96).

(3)  Negative Prämie von 30 EUR/t (Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96).


RICHTLINIEN

5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/16


RICHTLINIE 2009/24/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 23. April 2009

über den Rechtsschutz von Computerprogrammen

(kodifizierte Fassung)

(Text von Bedeutung für den EWR)

DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 95,

auf Vorschlag der Kommission,

nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (1),

gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags (2),

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Richtlinie 91/250/EWG des Rates vom 14. Mai 1991 über den Rechtsschutz von Computerprogrammen (3) wurde inhaltlich geändert (4). Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit empfiehlt es sich, sie zu kodifizieren.

(2)

Die Entwicklung von Computerprogrammen erfordert die Investition erheblicher menschlicher, technischer und finanzieller Mittel. Computerprogramme können jedoch zu einem Bruchteil der zu ihrer unabhängigen Entwicklung erforderlichen Kosten kopiert werden.

(3)

Computerprogramme spielen eine immer bedeutendere Rolle in einer Vielzahl von Industrien. Die Technik der Computerprogramme kann somit als von grundlegender Bedeutung für die industrielle Entwicklung der Gemeinschaft angesehen werden.

(4)

Bestimmte Unterschiede des in den Mitgliedstaaten gewährten Rechtsschutzes von Computerprogrammen haben direkte und schädliche Auswirkungen auf das Funktionieren des Binnenmarktes in Bezug auf Computerprogramme.

(5)

Bestehende Unterschiede, die solche Auswirkungen haben, müssen beseitigt und die Entstehung neuer Unterschiede muss verhindert werden. Unterschiede, die das Funktionieren des Binnenmarktes nicht in erheblichem Maße beeinträchtigen, müssen jedoch nicht beseitigt und ihre Entstehung muss nicht verhindert werden.

(6)

Der Rechtsrahmen der Gemeinschaft für den Schutz von Computerprogrammen kann somit zunächst darauf beschränkt werden, grundsätzlich festzulegen, dass die Mitgliedstaaten Computerprogrammen als Werke der Literatur Urheberrechtsschutz gewähren. Ferner ist festzulegen, wer schutzberechtigt und was schutzwürdig ist, und darüber hinaus sind die Ausschließlichkeitsrechte festzulegen, die die Schutzberechtigten geltend machen können, um bestimmte Handlungen zu erlauben oder zu verbieten, sowie die Schutzdauer.

(7)

Für die Zwecke dieser Richtlinie soll der Begriff „Computerprogramm“ Programme in jeder Form umfassen, auch solche, die in die Hardware integriert sind. Dieser Begriff umfasst auch Entwurfsmaterial zur Entwicklung eines Computerprogramms, sofern die Art der vorbereitenden Arbeit die spätere Entstehung eines Computerprogramms zulässt.

(8)

Qualitative oder ästhetische Vorzüge eines Computerprogramms sollten nicht als Kriterium für die Beurteilung der Frage angewendet werden, ob ein Programm ein individuelles Werk ist oder nicht.

(9)

Die Gemeinschaft fühlt sich zur Förderung der internationalen Standardisierung verpflichtet.

(10)

Die Funktion von Computerprogrammen besteht darin, mit den anderen Komponenten eines Computersystems und den Benutzern in Verbindung zu treten und zu operieren. Zu diesem Zweck ist eine logische und, wenn zweckmäßig, physische Verbindung und Interaktion notwendig, um zu gewährleisten, dass Software und Hardware mit anderer Software und Hardware und Benutzern wie beabsichtigt funktionieren können. Die Teile des Programms, die eine solche Verbindung und Interaktion zwischen den Elementen von Software und Hardware ermöglichen sollen, sind allgemein als „Schnittstellen“ bekannt. Diese funktionale Verbindung und Interaktion ist allgemein als „Interoperabilität“ bekannt; diese Interoperabilität kann definiert werden als die Fähigkeit zum Austausch von Informationen und zur wechselseitigen Verwendung der ausgetauschten Informationen.

(11)

Zur Vermeidung von Zweifeln muss klargestellt werden, dass der Rechtsschutz nur für die Ausdrucksform eines Computerprogramms gilt und dass die Ideen und Grundsätze, die irgendeinem Element des Programms einschließlich seiner Schnittstellen zugrunde liegen, im Rahmen dieser Richtlinie nicht urheberrechtlich geschützt sind. Entsprechend diesem Urheberrechtsgrundsatz sind Ideen und Grundsätze, die der Logik, den Algorithmen und den Programmsprachen zugrunde liegen, im Rahmen dieser Richtlinie nicht urheberrechtlich geschützt. Nach dem Recht und der Rechtsprechung der Mitgliedstaaten und nach den internationalen Urheberrechtskonventionen ist die Ausdrucksform dieser Ideen und Grundsätze urheberrechtlich zu schützen.

(12)

Im Sinne dieser Richtlinie bedeutet der Begriff „Vermietung“ die Überlassung eines Computerprogramms oder einer Kopie davon zur zeitweiligen Verwendung und zu Erwerbszwecken; dieser Begriff beinhaltet nicht den öffentlichen Verleih, der somit aus dem Anwendungsbereich der Richtlinie ausgeschlossen bleibt.

(13)

Zu dem Ausschließlichkeitsrecht des Urhebers, die nicht erlaubte Vervielfältigung seines Werks zu untersagen, sollten im Fall eines Computerprogramms begrenzte Ausnahmen für die Vervielfältigung vorgesehen werden, die für die bestimmungsgemäße Verwendung des Programms durch den rechtmäßigen Erwerber technisch erforderlich sind. Dies bedeutet, dass das Laden und Ablaufen, sofern es für die Benutzung einer Kopie eines rechtmäßig erworbenen Computerprogramms erforderlich ist, sowie die Fehlerberichtigung nicht vertraglich untersagt werden dürfen. Wenn spezifische vertragliche Vorschriften nicht vereinbart worden sind, und zwar auch im Fall des Verkaufs einer Programmkopie, ist jede andere Handlung eines rechtmäßigen Erwerbers einer Programmkopie zulässig, wenn sie für eine bestimmungsgemäße Benutzung der Kopie notwendig ist.

(14)

Einer zur Verwendung eines Computerprogramms berechtigten Person sollte nicht untersagt sein, die zum Betrachten, Prüfen oder Testen des Funktionierens des Programms notwendigen Handlungen vorzunehmen, sofern diese Handlungen nicht gegen das Urheberrecht an dem Programm verstoßen.

(15)

Die nicht erlaubte Vervielfältigung, Übersetzung, Bearbeitung oder Änderung der Codeform einer Kopie eines Computerprogramms stellt eine Verletzung der Ausschließlichkeitsrechte des Urhebers dar. Es können jedoch Situationen eintreten, in denen eine solche Vervielfältigung des Codes und der Übersetzung der Codeform unerlässlich ist, um die Informationen zu erhalten, die für die Interoperabilität eines unabhängig geschaffenen Programms mit anderen Programmen notwendig sind. Folglich ist davon auszugehen, dass nur in diesen begrenzten Fällen eine Vervielfältigung und Übersetzung seitens oder im Namen einer zur Verwendung einer Kopie des Programms berechtigten Person rechtmäßig ist, anständigen Gepflogenheiten entspricht und deshalb nicht der Zustimmung des Rechtsinhabers bedarf. Ein Ziel dieser Ausnahme ist es, die Verbindung aller Elemente eines Computersystems, auch solcher verschiedener Hersteller, zu ermöglichen, so dass sie zusammenwirken können. Von einer solchen Ausnahme vom Ausschließlichkeitsrecht des Urhebers darf nicht in einer Weise Gebrauch gemacht werden, die die rechtmäßigen Interessen des Rechtsinhabers beeinträchtigt oder die im Widerspruch zur normalen Verwendung des Programms steht.

(16)

Der Schutz von Computerprogrammen im Rahmen des Urheberrechts sollte unbeschadet der Anwendung anderer Schutzformen in den relevanten Fällen erfolgen. Vertragliche Regelungen, die im Widerspruch zu den in der vorliegenden Richtlinie enthaltenen Vorschriften über die Dekompilierung stehen oder im Widerspruch zu den in der vorliegenden Richtlinie enthaltenen Ausnahmen über das Erstellen von Sicherungskopien sowie über das Beobachten, Untersuchen oder Testen eines Programms stehen, sollten jedoch unwirksam sein.

(17)

Die Bestimmungen dieser Richtlinie lassen die Anwendung der Wettbewerbsregeln nach den Artikeln 81 und 82 des Vertrages unberührt, wenn ein marktbeherrschender Anbieter den Zugang zu Informationen verweigert, die für die in dieser Richtlinie definierte Interoperabilität notwendig sind.

(18)

Die Bestimmungen dieser Richtlinie sollten unbeschadet spezifischer Auflagen bereits bestehender gemeinschaftlicher Rechtsvorschriften für die Veröffentlichung von Schnittstellen im Telekommunikationssektor oder von Ratsbeschlüssen betreffend die Normung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnologie gelten.

(19)

Diese Richtlinie berührt nicht die in den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften in Übereinstimmung mit der Berner Übereinkunft vorgesehenen Ausnahmeregelungen für Punkte, die nicht von der Richtlinie erfasst werden.

(20)

Diese Richtlinie sollte die Verpflichtung der Mitgliedstaaten hinsichtlich der in Anhang I Teil B genannten Fristen für die Umsetzung der dort genannten Richtlinien in innerstaatliches Recht unberührt lassen —

HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:

Artikel 1

Gegenstand des Schutzes

(1)   Gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie schützen die Mitgliedstaaten Computerprogramme urheberrechtlich als literarische Werke im Sinne der Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und der Kunst. Im Sinne dieser Richtlinie umfasst der Begriff „Computerprogramm“ auch das Entwurfsmaterial zu ihrer Vorbereitung.

(2)   Der gemäß dieser Richtlinie gewährte Schutz gilt für alle Ausdrucksformen von Computerprogrammen. Ideen und Grundsätze, die irgendeinem Element eines Computerprogramms zugrunde liegen, einschließlich der den Schnittstellen zugrunde liegenden Ideen und Grundsätze, sind nicht im Sinne dieser Richtlinie urheberrechtlich geschützt.

(3)   Computerprogramme werden geschützt, wenn sie individuelle Werke in dem Sinne darstellen, dass sie das Ergebnis der eigenen geistigen Schöpfung ihres Urhebers sind. Zur Bestimmung ihrer Schutzfähigkeit sind keine anderen Kriterien anzuwenden.

(4)   Die Bestimmungen dieser Richtlinie finden unbeschadet etwaiger vor dem 1. Januar 1993 getroffener Vereinbarungen und erworbener Rechte auch auf vor diesem Zeitpunkt geschaffene Programme Anwendung.

Artikel 2

Urheberschaft am Programm

(1)   Der Urheber eines Computerprogramms ist die natürliche Person, die Gruppe natürlicher Personen, die das Programm geschaffen hat, oder, soweit nach den Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten zulässig, die juristische Person, die nach diesen Rechtsvorschriften als Rechtsinhaber gilt.

Soweit kollektive Werke durch die Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats anerkannt sind, gilt die Person als Urheber, die nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats als Person angesehen wird, die das Werk geschaffen hat.

(2)   Ist ein Computerprogramm von einer Gruppe natürlicher Personen gemeinsam geschaffen worden, so stehen dieser die ausschließlichen Rechte daran gemeinsam zu.

(3)   Wird ein Computerprogramm von einem Arbeitnehmer in Wahrnehmung seiner Aufgaben oder nach den Anweisungen seines Arbeitgebers geschaffen, so ist ausschließlich der Arbeitgeber zur Ausübung aller wirtschaftlichen Rechte an dem so geschaffenen Programm berechtigt, sofern keine andere vertragliche Vereinbarung getroffen wird.

Artikel 3

Schutzberechtigte

Schutzberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen gemäß dem für Werke der Literatur geltenden innerstaatlichen Urheberrecht.

Artikel 4

Zustimmungsbedürftige Handlungen

(1)   Vorbehaltlich der Bestimmungen der Artikel 5 und 6 umfassen die Ausschließlichkeitsrechte des Rechtsinhabers im Sinne des Artikels 2 das Recht, folgende Handlungen vorzunehmen oder zu gestatten:

a)

die dauerhafte oder vorübergehende Vervielfältigung, ganz oder teilweise, eines Computerprogramms mit jedem Mittel und in jeder Form. Soweit das Laden, Anzeigen, Ablaufen, Übertragen oder Speichern des Computerprogramms eine Vervielfältigung erforderlich macht, bedürfen diese Handlungen der Zustimmung des Rechtsinhabers;

b)

die Übersetzung, die Bearbeitung, das Arrangement und andere Umarbeitungen eines Computerprogramms sowie die Vervielfältigung der erzielten Ergebnisse, unbeschadet der Rechte der Person, die das Programm umarbeitet;

c)

jede Form der öffentlichen Verbreitung des originalen Computerprogramms oder von Kopien davon, einschließlich der Vermietung.

(2)   Mit dem Erstverkauf einer Programmkopie in der Gemeinschaft durch den Rechtsinhaber oder mit seiner Zustimmung erschöpft sich in der Gemeinschaft das Recht auf die Verbreitung dieser Kopie; ausgenommen hiervon ist jedoch das Recht auf Kontrolle der Weitervermietung des Programms oder einer Kopie davon.

Artikel 5

Ausnahmen von den zustimmungsbedürftigen Handlungen

(1)   In Ermangelung spezifischer vertraglicher Bestimmungen bedürfen die in Artikel 4 Absatz 1 Buchstaben a und b genannten Handlungen nicht der Zustimmung des Rechtsinhabers, wenn sie für eine bestimmungsgemäße Benutzung des Computerprogramms einschließlich der Fehlerberichtigung durch den rechtmäßigen Erwerber notwendig sind.

(2)   Die Erstellung einer Sicherungskopie durch eine Person, die zur Benutzung des Programms berechtigt ist, darf nicht vertraglich untersagt werden, wenn sie für die Benutzung erforderlich ist.

(3)   Die zur Verwendung einer Programmkopie berechtigte Person kann, ohne die Genehmigung des Rechtsinhabers einholen zu müssen, das Funktionieren dieses Programms beobachten, untersuchen oder testen, um die einem Programmelement zugrundeliegenden Ideen und Grundsätze zu ermitteln, wenn sie dies durch Handlungen zum Laden, Anzeigen, Ablaufen, Übertragen oder Speichern des Programms tut, zu denen sie berechtigt ist.

Artikel 6

Dekompilierung

(1)   Die Zustimmung des Rechtsinhabers ist nicht erforderlich, wenn die Vervielfältigung des Codes oder die Übersetzung der Codeform im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstaben a und b unerlässlich ist, um die erforderlichen Informationen zur Herstellung der Interoperabilität eines unabhängig geschaffenen Computerprogramms mit anderen Programmen zu erhalten, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

a)

Die Handlungen werden von dem Lizenznehmer oder von einer anderen zur Verwendung einer Programmkopie berechtigten Person oder in deren Namen von einer hierzu ermächtigten Person vorgenommen;

b)

die für die Herstellung der Interoperabilität notwendigen Informationen sind für die unter Buchstabe a genannten Personen noch nicht ohne weiteres zugänglich gemacht, und

c)

die Handlungen beschränken sich auf die Teile des ursprünglichen Programms, die zur Herstellung der Interoperabilität notwendig sind.

(2)   Die Bestimmungen von Absatz 1 erlauben nicht, dass die im Rahmen ihrer Anwendung gewonnenen Informationen

a)

zu anderen Zwecken als zur Herstellung der Interoperabilität des unabhängig geschaffenen Programms verwendet werden;

b)

an Dritte weitergegeben werden, es sei denn, dass dies für die Interoperabilität des unabhängig geschaffenen Programms notwendig ist;

c)

für die Entwicklung, Herstellung oder Vermarktung eines Programms mit im wesentlichen ähnlicher Ausdrucksform oder für irgendwelche anderen, das Urheberrecht verletzenden Handlungen verwendet werden.

(3)   Zur Wahrung der Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und der Kunst können die Bestimmungen dieses Artikels nicht dahin gehend ausgelegt werden, dass dieser Artikel in einer Weise angewendet werden kann, die die rechtmäßigen Interessen des Rechtsinhabers in unvertretbarer Weise beeinträchtigt oder im Widerspruch zur normalen Nutzung des Computerprogramms steht.

Artikel 7

Besondere Schutzmaßnahmen

(1)   Unbeschadet der Artikel 4, 5 und 6 sehen die Mitgliedstaaten gemäß ihren innerstaatlichen Rechtsvorschriften geeignete Maßnahmen gegen Personen vor, die eine der nachstehend aufgeführten Handlungen begehen:

a)

Inverkehrbringen einer Kopie eines Computerprogramms, wenn die betreffende Person wusste oder Grund zu der Annahme hatte, dass es sich um eine unerlaubte Kopie handelt;

b)

Besitz einer Kopie eines Computerprogramms für Erwerbszwecke, wenn diese betreffende Person wusste oder Grund zu der Annahme hatte, dass es sich um eine unerlaubte Kopie handelt;

c)

das Inverkehrbringen oder der Erwerbszwecken dienende Besitz von Mitteln, die allein dazu bestimmt sind, die unerlaubte Beseitigung oder Umgehung technischer Programmschutzmechanismen zu erleichtern.

(2)   Jede unerlaubte Kopie eines Computerprogramms kann gemäß den Rechtsvorschriften des betreffenden Mitgliedstaats beschlagnahmt werden.

(3)   Die Mitgliedstaaten können die Beschlagnahme der in Absatz 1 Buchstabe c genannten Mittel vorsehen.

Artikel 8

Weitere Anwendung anderer Rechtsvorschriften

Die Bestimmungen dieser Richtlinie stehen sonstigen Rechtsvorschriften, so für Patentrechte, Warenzeichen, unlauteres Wettbewerbsverhalten, Geschäftsgeheimnisse und den Schutz von Halbleiterprodukten, sowie dem Vertragsrecht nicht entgegen.

Vertragliche Bestimmungen, die im Widerspruch zu Artikel 6 oder zu den Ausnahmen nach Artikel 5 Absätze 2 und 3 stehen, sind unwirksam.

Artikel 9

Mitteilung

Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission die innerstaatlichen Rechtsvorschriften, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen haben.

Artikel 10

Aufhebung

Die Richtlinie 91/250/EWG, in der Fassung der in Anhang I Teil A aufgeführten Richtlinien, wird unbeschadet der Verpflichtungen der Mitgliedstaaten hinsichtlich der in Anhang I Teil B genannten Fristen für die Umsetzung der dort genannten Richtlinien in innerstaatliches Recht aufgehoben.

Verweisungen auf die aufgehobene Richtlinie gelten als Verweisungen auf die vorliegende Richtlinie und sind nach Maßgabe der Entsprechungstabelle in Anhang II zu lesen.

Artikel 11

Inkrafttreten

Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Artikel 12

Adressaten

Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.

Geschehen zu Straßburg am 23. April 2009.

In Namen des Europäischen Parlaments

Der Präsident

H.-G. PÖTTERING

Im Namen des Rates

Der Präsident

P. NEČAS


(1)  ABl. C 204 vom 9.8.2008, S. 24.

(2)  Stellungnahme des Europäischen Parlaments vom 17. Juni 2008 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht) und Beschluss des Rates vom 23. März 2009.

(3)  ABl. L 122 vom 17.5.1991, S. 42.

(4)  Siehe Anhang I Teil A.


ANHANG I

TEIL A

Aufgehobene Richtlinie mit ihrer Änderung

(gemäß Artikel 10)

Richtlinie 91/250/EWG des Rates

(ABl. L 122 vom 17.5.1991, S. 42)

 

Richtlinie 93/98/EWG des Rates

(ABl. L 290 vom 24.11.1993, S. 9)

Nur Artikel 11 Absatz 1

TEIL B

Fristen für die Umsetzung in innerstaatliches Recht

(gemäß Artikel 10)

Richtlinie

Umsetzungsfrist

91/250/EWG

31. Dezember 1992

93/98/EWG

30. Juni 1995


ANHANG II

Entsprechungstabelle

Richtlinie 91/250/EWG

Vorliegende Richtlinie

Artikel 1 Absätze 1, 2 und 3

Artikel 1 Absätze 1, 2 und 3

Artikel 2 Absatz 1 Satz 1

Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 1

Artikel 2 Absatz 1 Satz 2

Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 2

Artikel 2 Absätze 2 und 3

Artikel 2 Absätze 2 und 3

Artikel 3

Artikel 3

Artikel 4 einleitende Worte

Artikel 4 Absatz 1 einleitende Worte

Artikel 4 Buchstabe a

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a

Artikel 4 Buchstabe b

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b

Artikel 4 Buchstabe c Satz 1

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c

Artikel 4 Buchstabe c Satz 2

Artikel 4 Absatz 2

Artikel 5, 6 und 7

Artikel 5, 6 und 7

Artikel 9 Absatz 1 Satz 1

Artikel 8 Absatz 1

Artikel 9 Absatz 1 Satz 2

Artikel 8 Absatz 2

Artikel 9 Absatz 2

Artikel 1 Absatz 4

Artikel 10 Absatz 1

Artikel 10 Absatz 2

Artikel 9

Artikel 10

Artikel 11

Artikel 11

Artikel 12

Anhang I

Anhang II


II Nicht veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

ENTSCHEIDUNGEN UND BESCHLÜSSE

Kommission

5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/23


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 8. Oktober 2008

über die Maßnahme C 33/07 (ex N 339/06 und N 729/06), die Deutschland mittels der IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH durchführen will

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2008) 5581)

(Nur der deutsche Text ist verbindlich)

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2009/364/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 88 Absatz 2 Unterabsatz 1,

gestützt auf das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum, insbesondere auf Artikel 62 Absatz 1 Buchstabe a,

nach Aufforderung der Beteiligten zur Stellungnahme gemäß diesen Bestimmungen (1),

unter Berücksichtigung dieser Stellungnahmen,

in Erwägung nachstehender Gründe:

1.   VERFAHREN

(1)

Mit Schreiben vom 30. Mai 2006, das am selben Tag bei der Kommission registriert wurde, meldete Deutschland nach Artikel 88 Absatz 3 EG-Vertrag bei der Kommission den ersten Teil der Maßnahme an, der als Staatliche Beihilfe N 339/06 eingetragen wurde.

(2)

Mit Schreiben vom 22. Juni 2006 bat die Kommission um zusätzliche Informationen. Deutschland antwortete mit Schreiben vom 13. Juli 2006. Mit Schreiben vom 31. August 2006 ersuchte die Kommission um ergänzende Informationen, die Deutschland mit Schreiben vom 22. September 2006 übermittelte. Am 11. Oktober 2006 erbat die Kommission weitere Auskünfte, die Deutschland mit Schreiben vom 6. November 2006 erteilte.

(3)

Mit Schreiben vom 9. November 2006, das am selben Tag bei der Kommission registriert wurde, meldete Deutschland den zweiten Teil der Maßnahme an, der von der Kommission als Staatliche Beihilfe N 729/06 eingetragen wurde. Da sich der Gegenstand der beiden Anmeldungen (N 339/06 und N 729/06) überschnitt, schlug die Kommission mit Schreiben vom 6. Dezember 2006 vor, die beiden Sachen zu verbinden und den gesamten Schriftwechsel so zu behandeln, als betreffe er beide Sachen, und bat um zusätzliche Informationen zu beiden Sachen. Deutschland antwortete mit Schreiben vom 23. Januar 2007.

(4)

Am 28. Februar 2007 ersuchte die Kommission um weitere Informationen. Nach einer Verlängerung der Frist antwortete Deutschland mit Schreiben vom 11. April 2007. Am 4. Mai 2007 erbat die Kommission zusätzliche Auskünfte. Nach einer Verlängerung der Frist antwortete Deutschland mit Schreiben vom 29. Juni 2007.

(5)

Mit Schreiben vom 30. August 2007 setzte die Kommission Deutschland von ihrer Entscheidung in Kenntnis, wegen der Beihilfe das Verfahren nach Artikel 88 Absatz 2 EG-Vertrag einzuleiten (nachstehend: Einleitungsentscheidung). Die Einleitungsentscheidung wurde im Amtsblatt der Europäischen Union  (2) veröffentlicht. Die Kommission forderte Deutschland und die Beteiligten auf, Stellung zu nehmen.

(6)

Deutschland nahm mit Schreiben vom 19. Oktober 2007 zur Einleitungsentscheidung Stellung. Nach einer Verlängerung der Frist ging bei der Kommission mit Schreiben vom 10. Dezember 2007 die Stellungnahme eines Beteiligten, der IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (nachstehend „IBG-Fonds“ genannt), ein. Diese Stellungnahme übermittelte die Kommission Deutschland mit Schreiben vom 21. Januar 2008. Deutschland antwortete darauf mit Schreiben vom 14. Februar 2008.

(7)

Die Kommission bat mit Schreiben vom 18. April 2008 und mit E-Mails vom 28. April 2008 und vom 11. Juni 2008 um weitere Auskünfte. Deutschland übermittelte mit Schreiben vom 5. Juni 2008 und mit E-Mail vom 13. Juni 2008 zusätzliche Informationen.

2.   BESCHREIBUNG DER MASSNAHME

(8)

Der IBG-Fonds ist ein vom Land Sachsen-Anhalt eingerichteter und finanzierter staatlicher Risikokapitalfonds. Der Zweck des IBG-Fonds besteht darin, Risikokapital für technologieorientierte, innovative KMU in Sachsen-Anhalt bereitzustellen, die sich in der Früh- und Wachstumsphase ihrer Entwicklung befinden. Sachsen-Anhalt ist ein Fördergebiet im Sinne des Artikels 87 Absatz 3 Buchstabe a EG-Vertrag (3).

(9)

Seit dem 1. Juli 2007 wird der IBG-Fonds von der Verwaltungsgesellschaft GOODVENT Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG (nachstehend: Fondsverwalter) verwaltet, die im Wege einer offenen, diskriminierungsfreien Ausschreibung ausgewählt wurde. Die staatliche Finanzierung beläuft sich auf insgesamt rund 130 Mio. EUR. Die Maßnahme gilt bis zum 31. Dezember 2013.

(10)

Der IBG-Fonds bietet folgende Investitionen an:

a)

offene Beteiligungen von bis zu 1,5 Mio. EUR pro KMU und Zwölfmonatszeitraum, wobei mindestens 30 % der Mittel von privaten, unabhängigen Investoren zu Bedingungen bereitgestellt werden, die denen des IBG-Fonds entsprechen;

b)

offene Beteiligungen von bis zu 10 Mio. EUR pro KMU, einschließlich Wandeloptionen wie Wandel- und Optionsanleihen, die in gleicher Höhe, zu denselben Bedingungen und mit demselben Risiko (pari passu) mit privaten Investoren erfolgen;

c)

stille Beteiligungen (nachstehend: stille Beteiligungen des IBG-Fonds) von bis zu 5 Mio. EUR pro Unternehmen, die vom IBG-Fonds eigenständig, unabhängig von privaten Investoren, eingegangen und bis zu 10 Jahre gehalten werden;

d)

Wandlung bereits bestehender stiller Beteiligungen des IBG-Fonds in offene Beteiligungen, die pari passu mit privaten Investoren erfolgt.

(11)

Zu den offenen Beteiligungen und den Wandlungsmaßnahmen stellte die Kommission in der Einleitungsentscheidung fest, dass keine staatliche Beihilfe im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag zugunsten der Investoren (4) oder der IBG-Fondsverwaltung (5) vorliegt. Das Vorliegen einer staatlichen Beihilfe im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag zugunsten des IBG-Fonds (6) oder der Zielunternehmen konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Kommission kam jedoch zu dem Schluss, dass die Maßnahme mit den Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Förderung von Risikokapitalinvestitionen in kleine und mittlere Unternehmen (7) (nachstehend „Leitlinien“ genannt) im Einklang steht und nach Artikel 87 Absatz 3 Buchstabe c EG-Vertrag mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar ist.

(12)

Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds wurden in der Einleitungsentscheidung gesondert geprüft, da es sich nach Auffassung Deutschlands um marktkonforme Kreditinstrumente und damit nicht um eine staatliche Beihilfe im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag handelte, während die Kommission zweifelte, ob die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds wirtschaftlich als Kreditinstrumente oder als Eigenkapitalinstrumente einzuordnen waren.

3.   GRÜNDE FÜR DIE EINLEITUNG DES FÖRMLICHEN PRÜFVERFAHRENS

(13)

Die Kommission leitete das förmliche Prüfverfahren ein, um zu klären, ob die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds wirtschaftlich als Kreditinstrumente — so die Auffassung Deutschlands — oder als Eigenkapitalinstrumente einzuordnen waren. Für den Fall, dass es sich bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds tatsächlich um Kreditinstrumente handelte, war für die Entscheidung der Frage, ob sie eine staatliche Beihilfe im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag zugunsten der Zielunternehmen beinhalteten, die Mitteilung der Kommission über die Methode zur Festsetzung der Referenz- und Abzinsungssätze (8) (nachstehend: Mitteilung von 1997) maßgebend, die als Messgröße für den Marktsatz anzuwenden ist (9).

(14)

In ihrer Einleitungsentscheidung vertrat die Kommission die Auffassung, die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds würden, sofern sie als Kreditinstrumente einzuordnen wären, den begünstigten Unternehmen keinen Vorteil im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag verschaffen, da sie nach der Mitteilung von 1997 marktkonform wären. Wären die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds dagegen als Eigenkapital einzuordnen, so könnte das Vorliegen einer staatlichen Beihilfe zugunsten der Zielunternehmen nicht ausgeschlossen werden, da mit der Maßnahme möglicherweise ein Marktversagen des Risikokapitalmarkts behoben würde.

(15)

Zur Klärung der Frage, ob es sich bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds um Kredit- oder um Eigenkapitalinstrumente handelte, wurde in der Einleitungsentscheidung nach Nummer 4.3.3 der Leitlinien der wirtschaftliche Gehalt der Instrumente geprüft und berücksichtigt, in welchem Umfang der Investor das Risiko mitträgt, welche Verluste er gegebenenfalls übernimmt, ob der Vorrang gewinnabhängiger Vergütung vor Festvergütung gewahrt ist, welchen Rang der Investor bei Zahlungsunfähigkeit des Zielunternehmens einnimmt und wie das betreffende Anlageinstrument nach den anwendbaren nationalen Rechts-, Regulierungs-, Finanz- und Rechnungslegungsvorschriften behandelt wird.

(16)

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Natur der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds stellte die Kommission die folgenden möglichen Unterschiede zwischen Standardkreditinstrumenten und den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds fest:

a)   Nachrangigkeit: Bei Zahlungsunfähigkeit des Zielunternehmens sind die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds bevorrechtigt zu Eigenkapital, aber nachrangig zu Krediten und anderen Fremdverbindlichkeiten.

b)   Sicherheiten: Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds sind teilweise (zu mindestens 10 %) besichert, allerdings weit unter dem für eine Fremdfinanzierung erforderlichen Niveau.

c)   Rückzahlung: Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds werden zweimal jährlich zurückgezahlt, während bei Standardkreditinstrumenten das Kapital zuzüglich Zinsen in der Regel monatlich zurückgezahlt wird.

d)   Informations- und Kontrollrechte: Es wurden Unterschiede hinsichtlich der Informations- und Kontrollrechte festgestellt, auch wenn Standardkreditverträge mitunter Eigentümer- und Kontrollwechselklauseln enthalten.

e)   Kündigungsrecht: Bei der Vertragsbeendigung schienen gewisse Unterschiede zu bestehen.

f)   Vergütung: Angesichts der gewinnorientierten einmaligen Exitvergütung konnte nicht mit 100 %iger Sicherheit festgestellt werden, dass die Festvergütung die überwiegende Vergütungskomponente ist.

(17)

Die Kommission zweifelte daher, ob die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds als Kreditinstrumente einzuordnen waren, und forderte die Beteiligten auf, hierzu Stellung zu nehmen.

4.   STELLUNGNAHMEN VON BETEILIGTEN

(18)

Nach Artikel 20 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 659/1999 des Rates vom 22. März 1999 über besondere Vorschriften für die Anwendung von Artikel 93 des EG-Vertrags (10) ging bei der Kommission auf die Bekanntmachung im Amtsblatt (11) die Stellungnahme eines Beteiligten ein, des IBG-Fonds, der umfassende Argumente dafür anführte, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds als Kreditinstrumente einzuordnen sind.

a)   Nachrangigkeit

(19)

Der IBG-Fonds erläutert die Nachrangigkeit der stillen Beteiligungen. Die Nachrangigkeit werde auf freiwilliger Basis vereinbart und sei nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es sei grundsätzlich nicht ungewöhnlich, Kreditinstrumente mit unterschiedlichem Rang zu versehen. Bei der Finanzierung von Unternehmenskäufen würden die Forderungen praktisch immer in bevorrechtigte und nachrangige Forderungen unterteilt. Der IBG-Fonds weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass die stillen Beteiligungen zwar nachrangig zu Krediten und anderen Fremdverbindlichkeiten sein könnten, aber immer bevorrechtigt zu Eigenkapital wären und in keinem Fall an den Verlusten der Zielunternehmen beteiligt seien.

b)   Sicherheiten

(20)

Der IBG-Fonds erläutert, die stillen Beteiligungen seien zu 10 % bis 30 % ihres Wertes durch Garantien der Anteilseigner der Zielunternehmen gesichert. Die genaue Höhe der Sicherheit hänge vom Einzelfall ab, insbesondere von den Vermögenswerten, die die Anteilseigner vorher an das Unternehmen übertragen hätten, z. B. in Form von Eigenkapital oder Rechten des geistigen Eigentums. Kreditinstrumente könnten je nach Einzelfall unterschiedliche Formen annehmen. In der Praxis gebe es sogar eine 0 %ige Besicherung (beim so genannten Blankokredit), was das Kreditinstrument nicht automatisch zu einem Eigenkapitalinstrument mache.

c)   Rückzahlung

(21)

Nach Angaben des IBG-Fonds sind die Rückzahlungsmodalitäten bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds ähnlich wie bei Kreditinstrumenten. Bei Standardkrediten werde das Kapital zuzüglich Zinsen je nach Liquidität des Unternehmens nicht notwendigerweise monatlich zurückgezahlt. Eine Rückzahlung auf Halb- oder Vierteljahresbasis sei ebenso üblich wie monatliche Zahlungen. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) seien Zinsen nach Ablauf je eines Jahres zu zahlen, es könne aber eine andere Regelung vereinbart werden.

(22)

Zur Rückzahlung des Kapitals verweist der IBG-Fonds auf das BGB, nach dem die Rückerstattung bei Kündigung des Darlehens fällig werde, sofern im Vertrag keine abweichende Vereinbarung getroffen werde. Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds entsprächen den Bestimmungen des BGB, ohne davon abweichende vertragliche Vereinbarungen zu enthalten.

d)   Informations- und Kontrollrechte

(23)

Der IBG-Fonds führt weitere Argumente für die Ähnlichkeiten zwischen den Informations- und den Eigentümer- und Kontrollwechselklauseln der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds und denen von Kreditinstrumenten an. Es sei üblich, Eigentümer- und Kontrollwechselklauseln für Kreditverträge zu vereinbaren. Vor allem bei Bankkrediten und der Finanzierung von Projekten und Unternehmenskäufen würden die Gläubiger darauf bestehen. Diesen Kreditarten und den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds sei gemeinsam, dass sie eine lange Laufzeit hätten und erst bei Kündigung fällig würden. Als Gegenleistung verlangten die Gläubiger recht umfassende Vereinbarungen, die sie berechtigten, den Kreditvertrag im Falle eines Verstoßes des Schuldners gegen die Vereinbarungen früher zu kündigen.

(24)

Für Bankkredite habe die Dachorganisation der deutschen Privatbanken, der Bundesverband deutscher Banken, einen besonderen Mustervertrag mit einer umfassenden Eigentümer- und Kontrollwechselklausel entworfen. Hinsichtlich der Finanzierung von Projekten und Unternehmenskäufen verweist der IBG-Fonds auf mehrere einschlägige deutsche Kommentare, in denen umfassende Kontrollklauseln für den Gläubiger erörtert und anerkannt werden.

e)   Kündigungsrecht

(25)

Der IBG-Fonds bringt weitere Argumente für die Ähnlichkeiten zwischen den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds und den Kreditinstrumenten hinsichtlich der Voraussetzungen für die Kündigung des Vertrags vor. Im Falle einer Vertragsverletzung, der Nichterfüllung der vereinbarten Bedingungen, unrichtiger Angaben oder eines Kontrollwechsels könne sowohl das Zielunternehmen als auch der IBG-Fonds den Vertrag kündigen. Soweit die besondere Terminologie für die Vertragsbeendigung bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds von der für Standardkredite abweiche, sei dies lediglich Ausdruck der Besonderheiten des Instruments gegenüber einem Standardkredit.

f)   Vergütung

(26)

Der IBG-Fonds erläutert das Vergütungssystem der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds, bei dem die Festvergütung die überwiegende Komponente der jährlichen Gesamtvergütung von 13 % sei. Diese setze sich aus einer Komponente mit Festzinssatz, die anhand des Kreditrisikoratings des Zielunternehmens ermittelt und unabhängig von der Rentabilität der Investition gezahlt werde, und einer gewinnabhängigen Komponente zusammen, die bei Überschreitung bestimmter Rentabilitätsbenchmarks gezahlt werde. Die gewinnabhängige Komponente liege immer mindestens 250 Basispunkte unter der Komponente mit Festzinssatz. Zusätzlich zu der jährlichen Gesamtvergütung von 13 % werde eine einmalige feste Exitvergütung gezahlt, die als Prozentsatz des Nominalbetrags der stillen Beteiligung berechnet werde und nicht von der Rentabilität der Investition abhänge.

g)   Buchmäßige und steuerliche Behandlung

(27)

Der IBG-Fonds legt ausführlich dar, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds nach deutschem Recht (Zivil-, Rechnungslegungs- und Steuerrecht) und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS, IAS) als typische stille Beteiligungen und daher als Kreditinstrumente angesehen werden.

5.   STELLUNGNAHME DEUTSCHLANDS

5.1.   Stellungnahme zur Einleitungsentscheidung

(28)

Nach Artikel 20 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 659/1999, ging bei der Kommission auf die Bekanntmachung im Amtsblatt (12) eine Stellungnahme Deutschlands ein. Nach Auffassung Deutschlands sind die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds aus folgenden Gründen typische stille Beteiligungen und damit als Kreditinstrumente anzusehen:

a)

Diese Anlageinstrumente würden zivil-, rechnungslegungs- und steuerrechtlich als Fremdkapital behandelt.

b)

Die Informations- und Kontrollrechte sowie die Bestimmungen über die Beendigung der Investition seien ähnlich wie bei Kreditinstrumenten.

c)

Ähnlich wie bei Kreditinstrumenten sei bei Beendigung der Beteiligung das Kapital zuzüglich Zinsen voll zurückzuzahlen.

d)

Die Komponente mit Festzinssatz sei die überwiegende Vergütungskomponente, was darauf hindeute, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds als Kreditinstrumente behandelt werden sollten.

e)

Die Nachrangigkeit der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds zu Krediten und anderen Fremdverbindlichkeiten sei notwendig, um eine sofortige buchmäßige Insolvenz wegen der schwachen Kreditlage des Kreditnehmers zu vermeiden.

f)

Es sei typisch, dass Banken und Kreditinstitute Mezzanin-Kapital als Kreditinstrument behandelten, auch wenn es nicht besichert sei.

5.2.   Anmerkungen zur Stellungnahme des Beteiligten

(29)

In seinen Anmerkungen zur Stellungnahme des Beteiligten stimmt Deutschland der Auffassung des IBG-Fonds zu und wiederholt die Schlussfolgerungen aus seiner Stellungnahme zur Einleitungsentscheidung. Ferner betont Deutschland, die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds würden zu Marktbedingungen ausgereicht und beinhalteten keine staatliche Beihilfe, da sie mit der Mitteilung der Kommission über die Änderung der Methode zur Festsetzung der Referenz- und Abzinsungssätze (13) (nachstehend: Mitteilung von 2008) im Einklang stünden.

(30)

Im weiteren Schriftwechsel mit der Kommission erläuterte Deutschland das von PricewaterhouseCoopers überprüfte Ratingsystem des IBG-Fonds, nach dem die Zielunternehmen zwischen „Sehr gut“ (AAA) und „Schlecht/Finanzielle Schwierigkeiten“ (CCC) eingestuft würden, wobei CCC-Unternehmen keine Finanzierung erhielten. Die geringe Besicherung und der Rang der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds würden bei der Bewertung des Kreditrisikos bei den Zielunternehmen berücksichtigt.

(31)

Das Ratingsystem sei die Grundlage für die Festsetzung der risikoadäquaten Zinssätze. Die stillen Beteiligungen würden immer zu einem Festzinssatz vergütet, der sich aus dem IBOR und einer angemessenen Marge zusammensetze. Diese könne je nach Rating des Unternehmens zwischen 100 und 650 Basispunkten liegen. Auf die nicht im IBG-Fonds-Ratingsystem erfassbaren Unternehmen werde eine Marge von mindestens 400 Basispunkten angewandt, die jedoch in keinem Fall niedriger sei als diejenige, die auf die Muttergesellschaft anwendbar wäre.

6.   BEIHILFERECHTLICHE WÜRDIGUNG

6.1.   Rechtmäßigkeit

(32)

Deutschland hat die Maßnahme vor ihrer Durchführung angemeldet und ist damit seiner Verpflichtung aus Artikel 88 Absatz 3 EG-Vertrag nachgekommen. Die Maßnahme tritt erst nach Genehmigung durch die Kommission in Kraft.

6.2.   Rechtsgrundlage für die beihilferechtliche Würdigung

6.2.1.   Wirtschaftliche Einordnung der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds

(33)

Zur Klärung der Frage, ob es sich bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds wirtschaftlich um Kredit- oder um Eigenkapitalinstrumente handelt, waren diese Instrumente anhand der Leitlinien zu prüfen. Unter Nummer 2.2 der Leitlinien sind beteiligungsähnliche Finanzierungsinstrumente und Kreditfinanzierungsinstrumente wie folgt definiert:

—   „Beteiligungsähnliche Finanzierungsinstrumente“: Instrumente, bei denen sich die Rendite für den Inhaber (Investor/Kreditgeber) überwiegend nach den Gewinnen oder Verlusten des Zielunternehmens bemisst und die im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Zielunternehmens nicht gesichert sind. Diese Begriffsbestimmung beruht auf einem Substance-Over-Form-Ansatz.

—   „Kreditfinanzierungsinstrumente“: Darlehen oder sonstige Finanzierungsinstrumente, die dem Kreditgeber/Investor in erster Linie feste Mindestrendite garantieren und zumindest teilweise gesichert sind. Diese Begriffsbestimmung beruht auf einem Substance-Over-Form-Ansatz.

(34)

Nach Nummer 4.3.3 der Leitlinien „wird die Kommission in erster Linie ihren wirtschaftlichen Gehalt heranziehen und sich weniger von ihrer Bezeichnung oder ihrer Einstufung durch den Investor leiten lassen … [und insbesondere berücksichtigen], in welchem Umfang der Investor das mit dem Wagnis des Zielunternehmens verbundene Risiko mitträgt, welche Verluste er gegebenenfalls übernimmt, ob der Vorrang gewinnabhängiger Vergütung vor Festvergütung gewahrt ist und welchen Rang der Investor bei Zahlungsunfähigkeit des Zielunternehmens einnimmt … [und] wie das betreffende Anlageinstrument nach den anwendbaren nationalen Rechts-, Regulierungs-, Finanz- und Rechnungslegungsvorschriften behandelt wird, wenn diese kohärent und für die Einordnung geeignet sind.“

(35)

Nach Prüfung der von Deutschland vorgebrachten Argumente und der von dem Beteiligten (IBG-Fonds) in der Stellungnahme zur Einleitungsentscheidung übermittelten Informationen ist Folgendes festzustellen.

a)   Risiken für den Investor

(36)

Anhand der Leitlinien wurde die Höhe der vom IBG-Fonds getragenen Risiken und potenziellen Verluste ermittelt. Dabei wurde berücksichtigt, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds, ähnlich wie Kreditinstrumente, nicht das volle Exit-Risiko tragen, wie dies bei einem Kapitalgeber der Fall wäre (14). Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds sind in keinem Fall an den Verlusten der Zielunternehmen beteiligt, wie dies bei Kapitalbeteiligungen der Fall wäre; dies ist unter Nummer 4.3.3 der Leitlinien ausdrücklich als Kriterium für die Unterscheidung zwischen Eigenkapital- und Kreditinstrumenten genannt. Ähnlich wie bei Kreditinstrumenten muss nach den vertraglichen Bestimmungen für die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds das Kapital zuzüglich Zinsen, einschließlich der gewinnabhängigen Komponente, aus dem Cashflow des Unternehmens zurückgezahlt werden. Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds können daher, was die Höhe der vom Investor getragenen Risiken und potenziellen Verluste angeht, als Kreditfinanzierungsinstrumente angesehen werden.

b)   Nachrangigkeit

(37)

Gemäß den Leitlinien war der Rang der Forderungen bei Zahlungsunfähigkeit zu berücksichtigen. Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds sind nachrangig zu Krediten und anderen Fremdverbindlichkeiten, aber bevorrechtigt zu Eigenkapital und sind in keinem Fall an den Verlusten der Zielunternehmen beteiligt, was ein typisches Merkmal von Kreditinstrumenten ist. Die Nachrangigkeit nicht oder teilweise gesicherter Schulden zu Forderungen bevorzugter Gläubiger ist üblich. Zwar sind die nachrangigen stillen Beteiligungen des IBG-Fonds tatsächlich mit einem höheren Risiko verbunden als nicht nachrangige Schulden, dies schlägt sich jedoch in der risikoadäquaten Verzinsung nieder. Aus diesen Gründen führt die Nachrangigkeit zu anderen Gläubigern allein nicht zur Einordnung der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds als beteiligungsähnliche Instrumente.

c)   Sicherheiten

(38)

Ein Kreditinstrument muss nach den Leitlinien zumindest teilweise gesichert sein. Zu berücksichtigen ist, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds zu 10 % bis 30 % ihres Wertes durch Garantien der Anteilseigner der Zielunternehmen gesichert sind. Die geringen Anforderungen an die Besicherung erklären sich daraus, dass schnell wachsende technologieorientierte KMU keine ausreichenden hochwertigen Sicherheiten besitzen. Außerdem erscheint angesichts des niedrigen Ranges der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds eine teilweise Besicherung angemessen. Der Nachrangigkeit und der Teilbesicherung der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds wird bei der Höhe der Vergütung entsprechend Rechnung getragen. Es ist daher festzustellen, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds im Einklang mit den Leitlinien teilweise besichert sind.

d)   Vergütung

(39)

Bei einem Kreditinstrument muss nach den Leitlinien eine Festvergütung die überwiegende Vergütungskomponente sein. Bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds liegt die gewinnabhängige Komponente immer mindestens 250 Basispunkte unter der Komponente mit Festzinssatz. Dass zusätzlich zu der Gesamtvergütung von 13 % eine einmalige feste Exitvergütung gezahlt wird, erhöht noch den Festvergütungsanteil. Damit ist bei den stillen Beteiligungen des IBG-Fonds die Komponente mit Festzinssatz im Einklang mit den Leitlinien die überwiegende Vergütungskomponente.

e)   Eigentümer- und Kontrollwechselklauseln

(40)

Nach Prüfung der von dem Beteiligten übermittelten umfassenden Informationen gelangte die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Informations- und die Eigentümer- und Kontrollwechselklauseln der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds denen von nicht/teilweise besicherten nachrangigen Kreditinstrumenten ähneln, bei denen in der Regel eine intensive Überwachung sowie ausführliche und sofortige Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens erforderlich sind und für die besondere finanzielle Indikatoren oder Vereinbarungen festgelegt werden, nach denen sich das Unternehmen richten muss. Die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds sind daher unter Berücksichtigung ihrer Informations- und Eigentümer- und Kontrollwechselklauseln als Kreditinstrumente anzusehen.

f)   Kündigungsrecht

(41)

In der Einleitungsentscheidung erkannte die Kommission an, dass die Voraussetzungen des IBG-Fonds für die Kündigung des Vertrags über eine stille Beteiligung insoweit denen von Kreditinstrumenten zu ähneln scheinen, als die Investition im Falle einer Vertragsverletzung, der Nichterfüllung der vereinbarten Bedingungen, unrichtiger Angaben oder eines Kontrollwechsels beendet werden kann. Die Kommission berücksichtigte, dass die Unterschiede in der Terminologie lediglich Ausdruck der Besonderheiten der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds gegenüber Standardkreditinstrumenten sind. Die Kündigungsbestimmungen über die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds ähneln daher, abgesehen von den terminologischen Unterschieden, grundsätzlich denen von Standardkreditinstrumenten.

g)   Rechtliche, buchmäßige und steuerliche Behandlung

(42)

Die Kommission stellt fest, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds, wie Deutschland und der IBG-Fonds nachgewiesen haben, nach den einschlägigen deutschen Rechtsvorschriften (Zivil-, Rechnungslegungs- und Steuerrecht) und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS) typische stille Beteiligungen sind und daher als Kreditinstrumente angesehen werden.

h)   Schlussfolgerung

(43)

Nach Prüfung der wirtschaftlichen Natur der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds ist unter Berücksichtigung der rechtlichen, buchmäßigen und steuerlichen Behandlung dieser Instrumente festzustellen, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds wirtschaftlich als Kreditinstrumente eingeordnet werden können.

6.2.2.   Beihilfecharakter der stillen Beteiligungen des IBG-Fonds

(44)

Die Kommission prüfte die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds anhand des Artikels 87 EG-Vertrag. Nach Artikel 87 Absatz 1 EG-Vertrag „sind staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu verfälschen drohen, mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar, soweit sie den Handel zwischen Mitgliedstaaten beinträchtigen.“ Damit eine Maßnahme unter Artikel 87 Absatz 1 EG-Vertrag fällt, müssen vier Kriterien erfüllt sein:

a)

Die Maßnahme muss zulasten staatlicher Mittel gehen.

b)

Die Maßnahme muss den Wettbewerb dadurch verfälschen oder zu verfälschen drohen, dass dem Begünstigten ein Vorteil verschafft wird.

c)

Der Vorteil muss selektiv, d. h. auf bestimmte Unternehmen oder Wirtschaftszweige beschränkt sein.

d)

Die Maßnahme muss den Handel zwischen Mitgliedstaaten beeinträchtigen.

(45)

In ihrer Einleitungsentscheidung gelangte die Kommission zu dem Ergebnis, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds, sofern sie als Kreditinstrumente eingeordnet werden können, nach der Mitteilung von 1997 als marktkonforme Kreditinstrumente anzusehen sind. Das Instrument ist auch nach der Mitteilung von 2008 marktkonform, da der IBG-Fonds das Kreditrisiko, einschließlich der Nachrangigkeit bei Zahlungsunfähigkeit und der Höhe der Besicherung, bei jedem Unternehmen prüft und risikoadäquate Zinssätze anwendet.

(46)

Demgemäß ist zu schlussfolgern, dass die stillen Beteiligungen des IBG-Fonds keine staatliche Beihilfe im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag zugunsten der Zielunternehmen darstellen —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Maßnahme, die Deutschland durch die IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH gewähren will, ist, was die stillen Beteiligungen betrifft, keine Beihilfe im Sinne des Artikels 87 Absatz 1 EG-Vertrag.

Artikel 2

Diese Entscheidung ist an die Bundesrepublik Deutschland gerichtet.

Brüssel, den 8. Oktober 2008

Für die Kommission

Neelie KROES

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. C 246 vom 20.10.2007, S. 20.

(2)  Siehe Fußnote 1.

(3)  N 459/06 — Leitlinien für staatliche Beihilfen mit regionaler Zielsetzung 2007—2013 — Nationale Fördergebietskarte: Deutschland (ABl. C 295 vom 5.12.2006, S. 6).

(4)  Die Kommission begründete dies damit, dass der IBG-Fonds und die privaten Investoren dieselben Aufwärts- und Abwärtsrisiken tragen, dieselben Vorteile haben und ihre Forderungen bei Zahlungsunfähigkeit des Zielunternehmens gleichrangig sind; im Falle der Wandlung in offene Beteiligungen werden die offenen Beteiligungen des IBG-Fonds ordnungsgemäß bewertet, indem die Gesamtvergütung (Nominalwert, fällige feste und variable Zinsen und Exitvergütung) in offene Beteiligungen gewandelt wird.

(5)  Die Kommission begründete dies Ergebnis mit der Bestellung einer eigenen Verwaltungsgesellschaft, die im Wege einer offenen Ausschreibung ausgewählt wurde.

(6)  Die Kommission sah den IBG-Fonds als staatliches Unternehmen an, das wahrscheinlich Kapital zu Bedingungen aufnehmen kann, die marktwirtschaftlich handelnden Kapitalgebern nicht gewährt werden.

(7)  ABl. C 194 vom 18.8.2006, S. 2.

(8)  ABl. C 273 vom 9.9.1997, S. 3.

(9)  Diese Argumentation findet sich auch in früheren Entscheidungen der Kommission: Staatliche Beihilfe N 344/06 — Deutschland: SBG (ABl. C 157 vom 10.7.2007, S. 8); Staatliche Beihilfe N 104/05 — Deutschland: Regio MIT Regionalfonds Mittelhessen (ABl. C 295 vom 26.11.2005, S. 8); Staatliche Beihilfe N 212/04 — Deutschland: EFRE-Risikokapitalfonds Berlin (ABl. C 95 vom 20.4.2005, S. 8); Staatliche Beihilfe N 213/04 — Deutschland: EFRE-Risikokapitalfonds Schleswig-Holstein (ABl. C 72 vom 24.3.2006, S. 2); Staatliche Beihilfe N 266/04 — Deutschland: EFRE-Risikokapitalfonds Thüringen (ABl. C 95 vom 20.4.2005, S. 9); Staatliche Beihilfe N 310/04 — Deutschland: EFRE-Risikokapitalfonds Brandenburg (ABl. C 79 vom 1.4.2006, S. 25).

(10)  ABl. L 83 vom 27.3.1999, S. 1.

(11)  Siehe Fußnote 1.

(12)  Siehe Fußnote 1.

(13)  ABl. C 14 vom 19.1.2008, S. 6.

(14)  Kapitalgeber stellen in der Regel langfristig Kapital zur Verfügung, ohne Anspruch auf Rückzahlung und ohne Besicherung. Als Gegenleistung erwerben sie einen Anteil am Eigenkapital und erhalten ihren Ertrag, wenn sie nach Ablauf des Investitionszeitraums ihre Beteiligung beenden.


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/31


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 28. April 2009

zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin aus Blakeslea trispora als neuartige Lebensmittelzutat gemäß der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3039)

(Nur der spanische Text ist verbindlich)

(2009/365/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Januar 1997 über neuartige Lebensmittel und neuartige Lebensmittelzutaten (1), insbesondere auf Artikel 7,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Am 30. August 2007 stellte das Unternehmen Vitatene bei den zuständigen Behörden des Vereinigten Königreichs einen Antrag auf Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin aus Blakeslea trispora als neuartige Lebensmittelzutat; am 17. Oktober 2007 legte die zuständige Lebensmittelprüfstelle des Vereinigten Königreichs ihren Bericht über die Erstprüfung vor. Darin kam sie zu dem Schluss, dass angesichts weiterer laufender Anträge zu Lycopin eine ergänzende Bewertung erforderlich ist; durch diese soll sichergestellt werden, dass Genehmigungen zur Verwendung der verschiedenen Lycopine als neuartige Lebensmittelzutat unter denselben Bedingungen erteilt werden.

(2)

Die Kommission leitete den Bericht über die Erstprüfung am 11. Februar 2008 an alle Mitgliedstaaten weiter.

(3)

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurde um eine Stellungnahme ersucht, die sie am 4. Dezember 2008 abgab.

(4)

In dieser Stellungnahme kam die EFSA zu dem Schluss, dass sich Lycopin durch Oxidation verändern kann und als Suspension in Speiseölen oder als direkt komprimierbares bzw. wasserdispergierbares Pulver formuliert werden muss. Ein ausreichender Oxidationsschutz sei sicherzustellen.

(5)

Die EFSA schloss ferner, dass die Aufnahme von Lycopin durch den Durchschnittsverbraucher zwar unterhalb der akzeptablen Tagesdosis (Acceptable Daily Intake — ADI) liegen wird, dass jedoch einige Verbraucher möglicherweise den ADI überschreiten könnten. Daher scheint es u. a. angebracht, nach Erteilung der Genehmigung während einiger Jahre Daten über die Verzehrmengen zu erheben, damit diese Genehmigung in Anbetracht etwaiger weiterer Informationen über die Sicherheit von Lycopin und dessen Verzehr überprüft werden kann. Dabei sollte der Datenerhebung zum Lycopingehalt von Frühstückscerealien besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Diese Bedingung der vorliegenden Entscheidung gilt jedoch nur für die Verwendung von Lycopin als neuartige Lebensmittelzutat und nicht für die Verwendung von Lycopin als Lebensmittelfarbstoff, die unter die Richtlinie 89/107/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Zusatzstoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen (2), fällt.

(6)

Auf der Grundlage der wissenschaftlichen Bewertung wird festgestellt, dass Lycopin aus Blakeslea trispora die Kriterien gemäß Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 258/97 erfüllt.

(7)

Das Unternehmen Vitatene hat sich mit der Aufhebung der Entscheidung 2006/721/EG der Kommission (3) einverstanden erklärt.

(8)

Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Lycopin aus Blakeslea trispora (nachstehend „Produkt“ genannt) gemäß den Spezifikationen in Anhang I darf als neuartige Lebensmittelzutat zur Verwendung in den in Anhang II aufgeführten Lebensmitteln in der Gemeinschaft in Verkehr gebracht werden.

Artikel 2

Die Bezeichnung der mit dieser Entscheidung zugelassenen neuartigen Lebensmittelzutat, die in der Kennzeichnung des jeweiligen Lebensmittels anzugeben ist, lautet „Lycopin“.

Artikel 3

Das Unternehmen Vitatene richtet parallel zum Inverkehrbringen des Produkts ein Überwachungsprogramm ein. Dieses Programm erstreckt sich auf Informationen über die Mengen des in Lebensmitteln verwendeten Lycopins, wie in Anhang III festgelegt.

Die erhobenen Daten werden der Kommission und den Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt. Die Verwendung von Lycopin als Lebensmittelzutat wird spätestens im Jahr 2014 in Anbetracht neuer Informationen und eines Berichts der EFSA überprüft.

Artikel 4

Die Entscheidung 2006/721/EG wird hiermit aufgehoben.

Artikel 5

Diese Entscheidung ist an Vitatene S.A.U., Avda. Antibióticos 59-61, E-24009 León, Spanien, gerichtet.

Brüssel, den 28. April 2009

Für die Kommission

Androulla VASSILIOU

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 43 vom 14.2.1997, S. 1.

(2)  ABl. L 40 vom 11.2.1989, S. 27.

(3)  ABl. L 296 vom 26.10.2006, S. 13.


ANHANG I

Spezifikationen von Lycopin aus Blakeslea trispora

BESCHREIBUNG

Gereinigtes Lycopin aus Blakeslea trispora besteht zu ≥ 95 % aus Lycopin und zu ≤ 5 % aus anderen Carotinoiden. Es liegt entweder als Pulver in einer geeigneten Matrix oder als Öldispersion vor. Die Farbe ist dunkelrot oder rot-violett. Oxidationsschutz ist sicherzustellen.

SPEZIFIKATION

Chemische Bezeichnung

:

Lycopin

CAS-Nummer

:

502-65-8 (all-trans-Lycopin)

Chemische Formel

:

C40H56

Strukturformel

:

Image

Molmasse

:

536,85


ANHANG II

Liste der Lebensmittel, denen Lycopin aus Blakeslea trispora zugesetzt werden darf

Lebensmittelkategorie

Höchstgehalt an Lycopin

Getränke auf Frucht-/Gemüsesaftbasis (einschließlich Konzentraten)

2,5 mg/100 g

Getränke zur Deckung der besonderen Erfordernisse bei intensiver Muskelanstrengung, insbesondere von Sportlern

2,5 mg/100 g

Lebensmittel für kalorienarme Ernährung zur Gewichtsreduktion

8 mg/Mahlzeitersatz

Frühstückscerealien

5 mg/100 g

Fette und Dressings

10 mg/100 g

Suppen außer Tomatensuppen

1 mg/100 g

Brot (einschließlich Knäckebrot)

3 mg/100 g

Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke

Entsprechend den besonderen Ernährungsbedürfnissen

Nahrungsergänzungsmittel

15 mg/tägliche Verzehrmenge gemäß Herstellerempfehlung


ANHANG III

Überwachungsprogramm nach Inverkehrbringen von Lycopin aus Blakeslea trispora

ZU ERHEBENDE INFORMATIONEN

Die Mengen an Lycopin aus Blakeslea trispora, die Vitatene seinen Kunden für die Herstellung von Lebensmitteln (Endprodukten) liefert, die in der EU in Verkehr gebracht werden sollen;

nach Mitgliedstaaten aufgeschlüsselte Ergebnisse von Datenbankrecherchen über das Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit zugesetztem Lycopin aus Blakeslea trispora, einschließlich der zugesetzten Mengen und der Portionsgrößen pro Lebensmittel.

ÜBERMITTLUNG DER INFORMATIONEN

Die obengenannten Informationen werden der Europäischen Kommission von 2009 bis 2012 jährlich übermittelt. Die erste Übermittlung erfolgt am 31. Oktober 2010 für den Berichtszeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010; anschließend wird die Übermittlung mit dem gleichen jährlichen Berichtszeitraum in den folgenden zwei Jahren wiederholt.

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Sofern sinnvoll und verfügbar, sollte Vitatene die gleichen Informationen über den Verzehr von Lycopin als Lebensmittelfarbstoff übermitteln.

Sofern verfügbar, stellt Vitatene neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Hinblick auf eine erneute Evaluierung der maximalen unbedenklichen Verzehrmengen von Lycopin bereit.

BEWERTUNG DER VERZEHRMENGEN VON LYCOPIN

Auf Basis der obengenannten erhobenen und übermittelten Informationen führt Vitatene eine Neubewertung der Verzehrmengen durch.

ÜBERPRÜFUNG

Die Kommission wird die EFSA im Jahr 2013 um eine Überprüfung der von der Industrie vorgelegten Informationen ersuchen.


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/35


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 29. April 2009

über den Rechnungsabschluss der Zahlstellen der Tschechischen Republik, Estlands, Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens, Sloweniens und der Slowakei für die vom Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) im Haushaltsjahr 2008 finanzierten Ausgaben für Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3199)

(Nur der tschechische, der estnische, der griechische, der englische, der lettische, der litauische, der maltesische, der ungarische, der polnische, der slowakische und der slowenische Text sind verbindlich)

(2009/366/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 des Rates vom 21. Juni 2005 über die Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik (1), insbesondere auf die Artikel 30 und 39,

nach Anhörung des Fondsausschusses,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Der Rechnungsabschluss für die in Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 genannten Zahlstellen ist unter Zugrundelegung der Jahresrechnungen durchzuführen, die die Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakei in Bezug auf Ausgaben für Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums zusammen mit den erforderlichen Angaben vorlegen. Der Rechnungsabschluss bezieht sich auf die Vollständigkeit, Genauigkeit und Richtigkeit der übermittelten Rechnungen unter Berücksichtigung der Berichte der bescheinigenden Stellen.

(2)

Die Fristen gemäß Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 885/2006 der Kommission vom 21. Juni 2006 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 des Rates hinsichtlich der Zulassung der Zahlstellen und anderen Einrichtungen sowie des Rechnungsabschlusses für den EGFL und den ELER (2), innerhalb deren die Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakei die Unterlagen gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 und Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 885/2006 bei der Kommission einreichen müssen, sind abgelaufen.

(3)

Die Kommission hat die übermittelten Angaben überprüft und der Tschechischen Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und der Slowakei vor dem 31. März 2009 die Ergebnisse ihrer Überprüfungen unter Angabe notwendiger Änderungen mitgeteilt.

(4)

Für die Ausgaben zur Entwicklung des ländlichen Raums, die unter Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 27/2004 der Kommission vom 5. Januar 2004 mit Übergangsvorschriften zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1257/1999 hinsichtlich der Finanzierung der Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums in der Tschechischen Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und der Slowakei durch den EAGFL, Abteilung Garantie (3) fallen, ist das Ergebnis der Rechnungsabschlussentscheidung von späteren Zahlungen der Kommission abzuziehen bzw. ihnen hinzuzufügen.

(5)

Im Zuge der durchgeführten Überprüfungen kann die Kommission anhand der Jahresabrechnungen und beigefügten Unterlagen die Vollständigkeit, Genauigkeit und sachliche Richtigkeit der Rechnungsabschlüsse für bestimmte Zahlstellen feststellen. Die Einzelheiten zu diesen Beträgen sind im Zusammenfassenden Bericht enthalten, der dem Fondsausschuss zugleich mit dieser Entscheidung übermittelt wurde.

(6)

Bei den durchgeführten Überprüfungen hat sich gezeigt, dass die von bestimmten anderen Zahlstellen übermittelten Unterlagen zusätzliche Nachfragen erforderlich machen, weshalb deren Rechnungen in dieser Entscheidung noch nicht abgeschlossen werden können.

(7)

Für die unter die Verordnung (EG) Nr. 27/2004 fallenden Ausgaben zur Entwicklung des ländlichen Raums werden die gemäß der Rechnungsabschlussentscheidung wieder einzuziehenden oder zu erstattenden Beträge von späteren Zahlungen abgezogen bzw. ihnen hinzugefügt.

(8)

Die vorliegende Entscheidung greift in Übereinstimmung mit Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 keinen Entscheidungen vor, die die Kommission später zu treffen hat, um Ausgaben, die nicht in Übereinstimmung mit den Gemeinschaftsvorschriften getätigt worden sind, von der Finanzierung durch die Gemeinschaft auszuschließen —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Unbeschadet des Artikels 2 werden die Rechnungen der Zahlstellen der Mitgliedstaaten für vom Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) finanzierte Maßnahmen im Bereich der Entwicklung des ländlichen Raums für das Haushaltsjahr 2008 abgeschlossen.

In Anhang I und Anhang II sind die Beträge aufgeführt, die im Rahmen der Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums in der Tschechischen Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und der Slowakei gemäß der vorliegenden Entscheidung von den einzelnen Mitgliedstaaten wieder einzuziehen bzw. ihnen auszuzahlen sind.

Artikel 2

Für das Haushaltsjahr 2008 werden die Rechnungen der in Anhang III genannten Zahlstellen für Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums in der Tschechischen Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und der Slowakei von dieser Entscheidung ausgeschlossen und Gegenstand einer späteren Rechnungsabschlussentscheidung sein.

Artikel 3

Diese Entscheidung ist an die Tschechische Republik, die Republik Estland, die Republik Zypern, die Republik Lettland, die Republik Litauen, die Republik Ungarn, die Republik Malta, die Republik Polen, die Republik Slowenien und die Slowakische Republik gerichtet.

Brüssel, den 29. April 2009

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 209 vom 11.8.2005, S. 1.

(2)  ABl. L 171 vom 23.6.2006, S. 90.

(3)  ABl. L 5 vom 9.1.2004, S. 36.


ANHANG I

ABSCHLUSS DER RECHNUNGEN DER ZAHLSTELLEN

HAUSHALTSJAHR 2008 — AUSGABEN ZUR ENTWICKLUNG DES LÄNDLICHEN RAUMS IN DEN NEUEN MITGLIEDSTAATEN

Vom Mitgliedstaat zu erhaltender oder an den Mitgliedstaat zu zahlender Betrag

MS

 

2008 — Ausgaben der Zahlstellen, deren Rechnungen

Summe a + b

Kürzungen

Insgesamt

Insgesamt

Vom Mitgliedstaat zu erhaltender (–) oder an ihn zu zahlender (+) Betrag (1)

abgeschlossen wurden

nicht behandelt wurden

= in der Jahresmeldung gemeldete Ausgaben

= Gesamtbetrag der dem Mitgliedstaat für das Haushaltsjahr erstatteten Zwischenzahlungen

 

 

a

b

c = a + b

d

e = c + d

f

g = e - f

CZ

EUR

32 399 539,50

 

32 399 539,50

0,00

32 399 539,50

0,00

32 399 539,50

EE

EUR

24 148 768,74

 

24 148 768,74

0,00

24 148 768,74

0,00

24 148 768,74

CY

EUR

17 570 826,20

 

17 570 826,20

0,00

17 570 826,20

11 388 159,00

6 182 667,20

LV

EUR

46 986 857,87

 

46 986 857,87

0,00

46 986 857,87

0,00

46 986 857,87

LT

EUR

79 148 259,37

 

79 148 259,37

0,00

79 148 259,37

0,00

79 148 259,37

HU

EUR

90 290 537,46

 

90 290 537,46

0,00

90 290 537,46

0,00

90 290 537,46

MT

EUR

0,00

2 699 140,00

2 699 140,00

0,00

2 699 140,00

2 699 140,00

0,00

PL

EUR

121 595 191,28

 

121 595 191,28

0,00

121 595 191,28

0,00

121 595 191,28

SI

EUR

607 424,53

 

607 424,53

0,00

607 424,53

0,00

607 424,53

SK

EUR

39 259 760,34

 

39 259 760,34

0,00

39 259 760,34

0,00

39 259 760,34


MS

Geleistete Vorauszahlungen, die jedoch noch im Rahmen der Durchführung des Programms abzuwickeln sind (Artikel 32 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 des Rates)

CZ

EUR

86 848 000,00

EE

EUR

24 080 000,00

CY

EUR

11 968 000,00

LV

EUR

52 496 000,00

LT

EUR

78 320 000,00

HU

EUR

96 368 000,00

MT

EUR

4 304 000,00

PL

EUR

458 624 000,00

SI

EUR

45 056 000,00

SK

EUR

63 536 000,00


(1)  Da die Zahlungen für alle Mitgliedstaaten 95 % des Finanzierungsplans erreicht haben, wird der Restbetrag bei Abschluss des Programms gezahlt.

NB: Im Fall der Tschechischen Republik übersteigt der für das Haushaltsjahr 2008 abgeschlossene Betrag zusammen mit den in den vorangegangenen Jahren abgeschlossenen Beträgen den EAGFL-Höchstbeitrag gemäß der Entscheidung der Kommission zur Genehmigung des Programms. Der endgültige für das Programm zu zahlende EAGFL-Saldo wird in Übereinstimmung mit dem EAGFL-Gesamtbeitrag berechnet.


ANHANG II

ABGERECHNETE AUSGABEN, AUFGESCHLÜSSELT NACH EGFL-MASSNAHMEN ZUR LÄNDLICHEN ENTWICKLUNG FÜR DAS HAUSHALTSJAHR 2008 IN NEUEN MITGLIEDSTAATEN

Abweichungen zwischen Jahresrechnungen und Ausgabenmeldungen

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Vorruhestand

486 177,10

 

486 177,10

2

Benachteiligte Gebiete

–62 324,19

 

–62 324,19

3

Agrarumweltmaßnahmen

24 415 487,28

 

24 415 487,28

4

Forstwirtschaft

768 151,81

 

768 151,81

5

Erzeugervereinigungen

6 792 047,50

 

6 792 047,50

6

Technische Hilfe

0,00

 

0,00

7

SAPARD

0,00

 

0,00

700

Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben, Verordnung (EG) Nr. 1268/1999

0,00

 

0,00

701

Verarbeitung und Vermarktung, Verordnung (EG) Nr. 1268/1999

0,00

 

0,00

702

Hochwasserschäden 1

0,00

 

0,00

703

Verbesserung der Strukturen für Qualität

0,00

 

0,00

704

Landverbesserung und Flurbereinigung

0,00

 

0,00

705

Dorferneuerung und -entwicklung

0,00

 

0,00

706

Hochwasserschäden 2

0,00

 

0,00

707

Entwicklung der ländlichen Infrastruktur

0,00

 

0,00

708

Entwicklung und Diversifizierung der Tätigkeiten

0,00

 

0,00

709

Zu schützende landwirtschaftliche Produktionsverfahren

0,00

 

0,00

710

Verbesserung der Berufsbildung

0,00

 

0,00

711

Technische Hilfe SAPARD

0,00

 

0,00

 

Insgesamt

32 399 539,50

0,00

32 399 539,50


ESTLAND

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Benachteiligte Gebiete

–85 013,95

 

–85 013,95

2

Agrarumweltmaßnahmen

20 416 942,68

 

20 416 942,68

3

Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen

125 877,94

 

125 877,94

4

Förderung von Semisubsistenzbetrieben

2 154 035,51

 

2 154 035,51

5

Einhaltung von Normen

1 373 830,87

 

1 373 830,87

6

Ergänzende einzelstaatliche Direktzahlungen

4 570,72

 

4 570,72

7

Technische Hilfe

155 007,67

 

155 007,67

8

SAPARD

0,00

 

0,00

9

Benachteiligte Gebiete + Gebiete mit umweltspezifischen Einschränkungen

3 517,30

 

3 517,30

 

Insgesamt

24 148 768,74

0,00

24 148 768,74


ZYPERN

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Förderung von Investitionen für die Entsorgung tierischer Abfälle

2 160 970,53

 

2 160 970,53

2

Förderung der Verbesserung und Entwicklung

3 845 690,82

 

3 845 690,82

3

Förderung der Gründung von Erzeugergemeinschaften

391 894,08

 

391 894,08

4

Förderung der Berufsbildung für Landwirte

0,00

 

0,00

5

Technische Dienste und Beratungsdienste für Landwirte

58 475,17

 

58 475,17

6

Vorruhestand

500 463,80

 

500 463,80

7

Förderung der Niederlassung von Junglandwirten

710 000,00

 

710 000,00

8

Einhaltung von EU-Normen

1 890 818,08

 

1 890 818,08

9

Erlass von Agrarumweltmaßnahmen

2 724 287,26

 

2 724 287,26

10

Agrarumweltmaßnahmen für den Schutz von Naturwerten

2 608 009,46

 

2 608 009,46

11

Aufforstung

40 915,05

 

40 915,05

12

Infrastrukturverbesserung im Bereich der Nutztierhaltung

490 532,61

 

490 532,61

13

Benachteiligte Gebiete

–13 576,13

 

–13 576,13

14

Förderung von Qualitätsregelungen

673 718,97

 

673 718,97

15

Förderung von kleinen traditionellen Verarbeitungsbetrieben

584 241,84

 

584 241,84

16

Schutz von Agrar- und traditionellen Landschaften

282 638,86

 

282 638,86

17

Schutz vor Waldbränden und anderen Naturkatastrophen

123 163,39

 

123 163,39

18

Aufforstung von nichtlandwirtschaftlichen Flächen

396 079,52

 

396 079,52

19

Verbesserung der Ernteverfahren

0,00

 

0,00

20

Technische Hilfe für die Durchführung und Begleitung

70 039,46

 

70 039,46

21

Technische Hilfe für kollektive Initiativen auf lokaler Ebene

32 463,43

 

32 463,43

 

Insgesamt

17 570 826,20

0,00

17 570 826,20


LETTLAND

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Vorruhestand

3 250 393,40

 

3 250 393,40

2

Erzeugervereinigungen

1 589 329,59

 

1 589 329,59

3

Förderung von Semisubsistenzbetrieben

10 953 829,98

 

10 953 829,98

4

Einhaltung von Normen

7 050 638,64

 

7 050 638,64

5

Agrarumweltmaßnahmen

23 854 472,13

 

23 854 472,13

6

Benachteiligte Gebiete

34 948,53

 

34 948,53

7

Technische Hilfe

258 913,87

 

258 913,87

8

Aus der vorigen Planungsperiode übertragene Verpflichtungen

–5 668,27

 

–5 668,27

9

Mittelzuweisungen für einheitliche Flächenzahlungen

0,00

 

0,00

 

Insgesamt

46 986 857,87

0,00

46 986 857,87


LITAUEN

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Agrarumweltmaßnahmen

27 947 981,79

 

27 947 981,79

2

Benachteiligte Gebiete + Gebiete mit umweltspezifischen Einschränkungen

48 234,08

 

48 234,08

3

Einhaltung von Normen

26 055 356,07

 

26 055 356,07

4

Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen

1 734 572,99

 

1 734 572,99

5

Vorruhestand

19 490 903,99

 

19 490 903,99

6

Unterstützung der Semi-Subsistenzbetriebe im Umstrukturierungspr.

2 081 962,83

 

2 081 962,83

7

Sonstige Maßnahmen

447 848,76

 

447 848,76

8

Technische Hilfe

1 330 659,16

 

1 330 659,16

9

Ergänzende einzelstaatliche Direktzahlungen

10 739,70

 

10 739,70

 

Insgesamt

79 148 259,37

0,00

79 148 259,37


UNGARN

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Agrarumweltmaßnahmen

59 606 523,82

 

59 606 523,82

2

Einhaltung von Normen

13 784 071,07

 

13 784 071,07

3

Aufforstung

15 357 233,59

 

15 357 233,59

4

Förderung von Semisubsistenzbetrieben

322 737,06

 

322 737,06

5

Erzeugervereinigungen

– 233,15

 

– 233,15

6

Vorruhestand

0,00

 

0,00

7

Benachteiligte Gebiete

–25 011,06

 

–25 011,06

8

Technische Hilfe

1 245 216,13

 

1 245 216,13

9

Im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1268/1999 genehmigte Projekte

0,00

 

0,00

10

Ergänzende einzelstaatliche Direktzahlungen

0,00

 

0,00

 

Insgesamt

90 290 537,46

0,00

90 290 537,46


POLEN

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Vorruhestand

25 431 473,58

 

25 431 473,58

2

Förderung von Semisubsistenzbetrieben

12 965 617,28

 

12 965 617,28

3

Benachteiligte Gebiete

–1 487 716,01

 

–1 487 716,01

4

Agrarumweltverpflichtungen und Tierschutz

5 663 544,07

 

5 663 544,07

5

Aufforstung

11 625 652,61

 

11 625 652,61

6

Einhaltung von EU-Normen

62 703 110,98

 

62 703 110,98

7

Erzeugervereinigungen

1 799 132,10

 

1 799 132,10

8

Technische Hilfe

2 763 199,78

 

2 763 199,78

9

Ergänzungen zu Direktzahlungen

140 155,01

 

140 155,01

10

Im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1268/1999 genehmigte Projekte

–8 978,12

 

–8 978,12

 

Insgesamt

121 595 191,28

0,00

121 595 191,28


SLOWENIEN

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Benachteiligte Gebiete

78 615,04

 

78 615,04

2

Agrarumweltmaßnahmen

–1 190 735,17

 

–1 190 735,17

3

Vorruhestand

1 386 969,91

 

1 386 969,91

4

Einhaltung von Normen

199 761,17

 

199 761,17

5

Technische Hilfe

101 777,75

 

101 777,75

6

SAPARD-Programm

34 856,75

 

34 856,75

7

Ergänzungen zu Direktzahlungen

–3 820,92

 

–3 820,92

 

Insgesamt

607 424,53

0,00

607 424,53


SLOWAKEI

Nr.

Maßnahmen

Ausgaben 2008

Anhang I Spalte „a“

Kürzungen

Anhang I Spalte „d“

Für 2008 abgerechneter Betrag

Anhang I Spalte „e“

 

 

i

ii

iii = i + ii

1

Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben

1 650 413,98

 

1 650 413,98

2

Fortbildung

0,00

 

0,00

3

Benachteiligte Gebiete + Gebiete mit umweltspezifischen Einschränkungen

317 367,06

 

317 367,06

4

Einhaltung von Normen

3 982 447,52

 

3 982 447,52

5

Agrarumweltmaßnahmen

25 815 864,82

 

25 815 864,82

6

Verbesserung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse

942 660,39

 

942 660,39

7

Waldmanagement

4 564,40

 

4 564,40

8

Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen

106 689,23

 

106 689,23

9

Flurbereinigung

465 593,60

 

465 593,60

10

Diversifizierung der landwirtschaftlichen Tätigkeiten

34 451,27

 

34 451,27

11

Förderung von Semisubsistenzbetrieben

414 691,29

 

414 691,29

12

Erzeugervereinigungen

2 387 788,82

 

2 387 788,82

13

Technische Hilfe einschließlich Bewertung

3 137 462,36

 

3 137 462,36

14

Ergänzungen zu Direktzahlungen

– 234,40

 

– 234,40

901

Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben, Verordnung (EG) Nr. 1268/1999

0,00

 

0,00

905

Agrarumweltmaßnahmen — Projekte Verordnung (EG) Nr. 1268/1999

0,00

 

0,00

907

Waldmanagement — Projekte Verordnung (EG) Nr. 1268/1999

0,00

 

0,00

912

Erzeugervereinigungen — Projekte Verordnung (EG) Nr. 1268/1999

0,00

 

0,00

 

Insgesamt

39 259 760,34

0,00

39 259 760,34


ANHANG III

ABSCHLUSS DER RECHNUNGEN DER ZAHLSTELLEN

HAUSHALTSJAHR 2008 — EGFL-AUSGABEN FÜR DIE ENTWICKLUNG DES LÄNDLICHEN RAUMS IN DEN NEUEN MITGLIEDSTAATEN

Liste der Zahlstellen, deren Rechnungen nicht behandelt werden und die Gegenstand einer späteren Abschlussentscheidung sind

Mitgliedstaat

Zahlstelle

Malta

MRRA


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/44


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 29. April 2009

über den Rechnungsabschluss der Zahlstellen der Mitgliedstaaten für die vom Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) im Haushaltsjahr 2008 finanzierten Ausgaben

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3217)

(2009/367/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 des Rates vom 21. Juni 2005 über die Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik (1), insbesondere auf Artikel 30 und Artikel 32,

nach Anhörung des Ausschusses für die Agrarfonds,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Gemäß Artikel 30 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 führt die Kommission den Rechnungsabschluss der in Artikel 6 dieser Verordnung genannten Zahlstellen durch und stützt sich dabei auf Jahresrechnungen, welche die Mitgliedstaaten mit den für ihren Abschluss notwendigen Auskünften, den Bescheinigungen über Vollständigkeit, Genauigkeit und Richtigkeit der übermittelten Rechnungen und den Berichten der zuständigen bescheinigenden Stellen vorlegen.

(2)

Gemäß Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 883/2006 der Kommission vom 21. Juni 2006 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 des Rates hinsichtlich der Buchführung der Zahlstellen, der Ausgaben- und Einnahmenerklärungen und der Bedingungen für die Erstattung der Ausgaben im Rahmen des EGFL und des ELER (2) werden für das Haushaltsjahr 2008 die von den Mitgliedstaaten im Zeitraum 16. Oktober 2007 bis 15. Oktober 2008 getätigten Ausgaben übernommen.

(3)

Die Kommission hat die übermittelten Angaben überprüft und den Mitgliedstaaten vor dem 31. März 2009 die Ergebnisse ihrer Überprüfungen unter Angabe der notwendigen Änderungen mitgeteilt.

(4)

Die Kommission kann anhand der Jahresrechnungen und der beigefügten Unterlagen eine Entscheidung über die Vollständigkeit, Genauigkeit und sachliche Richtigkeit der Jahresrechnungen bestimmter Zahlstellen treffen. Die abgeschlossenen Beträge, aufgeschlüsselt nach Mitgliedstaaten, und die Beträge, die von den Mitgliedstaaten wiedereinzuziehen bzw. diesen zu erstatten sind, sind in Anhang I aufgeführt.

(5)

Für die von bestimmten anderen Zahlstellen übermittelten Unterlagen sind zusätzliche Nachforschungen erforderlich, so dass deren Rechnungen in dieser Entscheidung noch nicht abgeschlossen werden können. Die betreffenden Zahlstellen sind in Anhang II aufgeführt.

(6)

Gemäß Artikel 9 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2006 werden etwaige Fristüberschreitungen in den Monaten August, September und Oktober im Rahmen der Rechnungsabschlussentscheidung berücksichtigt. Bestimmte von bestimmten Zahlstellen in den genannten Monaten gemeldete Ausgaben sind nicht fristgerecht getätigt worden. Mit der vorliegenden Entscheidung werden daher die entsprechenden Kürzungen festgesetzt.

(7)

In Anwendung von Artikel 17 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 und Artikel 9 Verordnung (EG) Nr. 883/2006 hat die Kommission bestimmte monatliche Zahlungen auf die im Haushaltsjahr 2008 zu übernehmenden Ausgaben bereits gekürzt oder ausgesetzt. Daher sollten die betreffenden Beträge, um eine vorzeitige oder lediglich vorläufige Erstattung zu vermeiden, in der vorliegenden Entscheidung unter dem Vorbehalt ihrer späteren Überprüfung nach Maßgabe von Artikel 31 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 nicht anerkannt werden.

(8)

Gemäß Artikel 32 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 werden bei Unregelmäßigkeiten die finanziellen Folgen einer Nichtwiedereinziehung zu 50 % von dem betreffenden Mitgliedstaat getragen, wenn die Wiedereinziehung nicht innerhalb einer Frist von vier Jahren ab der ersten amtlichen oder gerichtlichen Feststellung erfolgt ist, bzw. innerhalb einer Frist von acht Jahren, wenn die Wiedereinziehung Gegenstand eines Verfahrens vor den nationalen Gerichten ist. Nach Artikel 32 Absatz 3 derselben Verordnung übermitteln die Mitgliedstaaten der Kommission zusammen mit den Jahresrechnungen eine zusammenfassende Übersicht über die infolge von Unregelmäßigkeiten eingeleiteten Wiedereinziehungsverfahren. Die Verordnung (EG) Nr. 885/2006 der Kommission vom 21. Juni 2006 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 des Rates hinsichtlich der Zulassung der Zahlstellen und anderen Einrichtungen sowie des Rechnungsabschlusses für den EGFL und den ELER (3) enthält die Bestimmungen, wie die Mitgliedstaaten ihrer Pflicht zur Berichterstattung über die wiedereinzuziehenden Beträge nachzukommen haben. Anhang III dieser Verordnung enthält die Muster der Übersichten, die die Mitgliedstaaten im Jahr 2009 zu übermitteln haben. Auf der Grundlage der von den Mitgliedstaaten ausgefüllten Übersichten entscheidet die Kommission über die finanziellen Folgen der Nichtwiedereinziehung bei den mehr als vier bzw. den mehr als acht Jahre zurückliegenden Unregelmäßigkeiten. Diese Entscheidung ergeht unbeschadet späterer Konformitätsentscheidungen gemäß Artikel 32 Absatz 8 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005.

(9)

Gemäß Artikel 32 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 können die Mitgliedstaaten beschließen, die Wiedereinziehung nicht weiterzuverfolgen. Diese Entscheidung kann jedoch nur getroffen werden, wenn die bereits aufgewendeten Kosten und die voraussichtlichen Wiedereinziehungskosten zusammen den wiedereinzuziehenden Betrag überschreiten oder wenn die Wiedereinziehung wegen nach dem nationalen Recht des betreffenden Mitgliedstaats festgestellter Insolvenz des Schuldners oder der für die Unregelmäßigkeit rechtlich verantwortlichen Personen unmöglich ist. Wird diese Entscheidung innerhalb einer Frist von vier Jahren ab der ersten amtlichen oder gerichtlichen Feststellung getroffen bzw. innerhalb einer Frist von acht Jahren, wenn die Wiedereinziehung Gegenstand eines Verfahrens vor den nationalen Gerichten ist, so sollten die finanziellen Folgen der Nichtwiedereinziehung zu 100 % vom Gemeinschaftshaushalt getragen werden. Die zusammenfassende Übersicht gemäß Artikel 32 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 enthält die Beträge, für die der Mitgliedstaat die Einstellung der Wiedereinziehungsverfahren beschlossen hat, sowie die entsprechenden Begründungen. Diese Beträge werden nicht dem betreffenden Mitgliedstaat angelastet und sind folglich vom Gemeinschaftshaushalt zu tragen. Diese Entscheidung ergeht unbeschadet späterer Konformitätsentscheidungen gemäß Artikel 32 Absatz 8 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005.

(10)

Gemäß Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 erfolgt diese Entscheidung unbeschadet späterer Entscheidungen der Kommission über den Ausschluss von Ausgaben, die nicht in Übereinstimmung mit den Gemeinschaftsvorschriften getätigt wurden —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Mit Ausnahme der Zahlstellen, auf die in Artikel 2 Bezug genommen wird, werden die Rechnungen der Zahlstellen der Mitgliedstaaten über die vom Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) im Haushaltsjahr 2008 finanzierten Ausgaben mit der vorliegenden Entscheidung abgeschlossen.

Die Beträge, welche von den Mitgliedstaaten gemäß der vorliegenden Entscheidung wiedereinzuziehen bzw. ihnen zu erstatten sind, einschließlich der sich aus der Anwendung von Artikel 32 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 ergebenden Beträge, sind in Anhang I ausgewiesen.

Artikel 2

Die Rechnungen der in Anhang II genannten Zahlstellen der Mitgliedstaaten über die vom EGFL im Haushaltsjahr 2008 finanzierten Ausgaben werden von dieser Entscheidung abgetrennt und sind Gegenstand einer späteren Rechnungsabschlussentscheidung.

Artikel 3

Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.

Brüssel, den 29. April 2009

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 209 vom 11.8.2005, S. 1.

(2)  ABl. L 171 vom 23.6.2006, S. 1.

(3)  ABl. L 171 vom 23.6.2006, S. 90.


ANHANG I

ABSCHLUSS DER RECHNUNGEN DER ZAHLSTELLEN

HAUSHALTSJAHR 2008

Vom Mitgliedstaat wiedereinzuziehender oder an ihn zu zahlender Betrag

MS

 

2008 — Ausgaben/zweckgebundene Einnahmen der Zahlstellen, deren Rechnungen

Summe a + b

Kürzungen und Aussetzungen für das gesamte Haushaltsjahr (1)

Kürzungen gemäß Artikel 32 der VO 1290/2005

Summe einschließlich Kürzungen und Aussetzungen

An die Mitgliedstaaten für das Haushaltsjahr geleistete Zahlungen

Vom Mitgliedstaat wiedereinzuziehender (–) oder an ihn zu zahlender (+) Betrag (2)

abgeschlossen wurden

abgetrennt wurden

= in der Jahreserklärung gemeldete Ausgaben/zweckgebundene Einnahmen

= in den Monatsmeldungen insges. gemeldete Ausgaben/zweckgebundene Einnahmen

 

 

a

b

c = a + b

d

e

f = c + d + e

g

h = f – g

BE

EUR

432 608 618,53

273 518 319,77

706 126 938,30

– 593,30

–54 510,68

706 071 834,32

706 201 150,75

– 129 316,43

BG

EUR

173 261 850,21

0,00

173 261 850,21

–10 969,94

0,00

173 250 880,27

173 262 003,11

–11 122,84

CZ

EUR

382 633 310,43

0,00

382 633 310,43

0,00

0,00

382 633 310,43

382 638 179,78

–4 869,35

DK

DKK

0,00

0,00

0,00

0,00

–14 764,84

–14 764,84

0,00

–14 764,84

DK

EUR

981 148 146,05

0,00

981 148 146,05

– 334 916,53

0,00

980 813 229,52

980 605 638,09

207 591,43

DE

EUR

4 679 844 580,08

421 042 712,93

5 100 887 293,01

–37 390,29

–2 874 536,38

5 097 975 366,35

5 101 133 812,30

–3 158 445,95

EE

EUR

41 604 457,53

0,00

41 604 457,53

–30 242,24

0,00

41 574 215,29

41 537 242,47

36 972,82

IE

EUR

1 452 426 445,64

0,00

1 452 426 445,64

– 152 676,24

– 209 340,42

1 452 064 428,98

1 450 327 500,26

1 736 928,72

EL

EUR

0,00

2 460 745 905,37

2 460 745 905,37

0,00

0,00

2 460 745 905,37

2 460 745 905,37

0,00

ES

EUR

5 476 876 522,21

0,00

5 476 876 522,21

–4 919 283,22

–4 564 317,68

5 467 392 921,32

5 475 621 557,38

–8 228 636,07

FR

EUR

8 323 180 801,10

0,00

8 323 180 801,10

–1 302 798,28

–18 942 379,66

8 302 935 623,16

8 324 404 948,60

–21 469 325,44

IT

EUR

4 168 669 787,38

101 969 623,15

4 270 639 410,53

–1 887 157,65

–4 363 298,08

4 264 388 954,80

4 264 132 179,52

256 775,28

CY

EUR

27 774 540,54

0,00

27 774 540,54

0,00

0,00

27 774 540,54

27 774 540,54

0,00

LV

EUR

96 759 251,98

0,00

96 759 251,98

0,00

0,00

96 759 251,98

96 760 415,54

–1 163,56

LT

EUR

155 733 024,94

0,00

155 733 024,94

0,00

0,00

155 733 024,94

155 996 896,19

– 263 871,25

LU

EUR

33 965 171,44

0,00

33 965 171,44

–1 273,90

0,00

33 963 897,54

33 787 840,71

176 056,83

HU

EUR

486 553 484,46

0,00

486 553 484,46

–11 055,36

0,00

486 542 429,10

492 387 580,59

–5 845 151,49

MT

EUR

0,00

2 472 341,64

2 472 341,64

0,00

0,00

2 472 341,64

2 472 341,64

0,00

NL

EUR

854 800 814,16

0,00

854 800 814,16

–91 807,12

–65 076,30

854 643 930,74

856 242 767,86

–1 598 837,12

AT

EUR

656 513 475,83

0,00

656 513 475,83

0,00

–44 207,31

656 469 268,52

656 496 253,55

–26 985,03

PL

EUR

1 172 220 664,21

0,00

1 172 220 664,21

0,00

0,00

1 172 220 664,21

1 172 232 662,17

–11 997,96

PT

EUR

0,00

720 094 153,57

720 094 153,57

0,00

0,00

720 094 153,57

720 094 153,57

0,00

RO

EUR

0,00

461 870 850,36

461 870 850,36

0,00

0,00

461 870 850,36

461 870 850,36

0,00

SI

EUR

93 014 996,23

0,00

93 014 996,23

0,00

0,00

93 014 996,23

93 152 578,75

– 137 582,52

SK

EUR

169 701 265,50

0,00

169 701 265,50

0,00

0,00

169 701 265,50

169 768 426,79

–67 161,29

FI

EUR

565 626 400,21

0,00

565 626 400,21

–2 432,42

–7 736,10

565 616 231,70

567 200 798,71

–1 584 567,01

SE

SEK

0,00

0,00

0,00

0,00

–65 415,38

–65 415,38

0,00

–65 415,38

SE

EUR

713 833 441,95

0,00

713 833 441,95

–35 629,22

0,00

713 797 812,73

713 869 554,32

–71 741,59

UK

GBP

0,00

0,00

0,00

0,00

–58 909,25

–58 909,25

0,00

–58 909,25

UK

EUR

3 158 349 336,06

0,00

3 158 349 336,06

–14 574 228,18

0,00

3 143 775 107,88

3 223 172 099,30

–79 396 991,42


MS

 

Ausgaben (3)

Zweckgeb. Einnahmen (3)

Zuckerfonds

Artikel 32 (=e)

Summe (=h)

Ausgaben (4)

Zweckgeb. Einnahmen (4)

05 07 01 06

6701

05 02 16 02

6803

6702

i

j

k

l

m

n = i + j + k + l + m

BE

EUR

–74 805,75

0,00

0,00

0,00

–54 510,68

– 129 316,43

BG

EUR

–11 122,84

0,00

0,00

0,00

0,00

–11 122,84

CZ

EUR

–4 869,35

0,00

0,00

0,00

0,00

–4 869,35

DK

DKK

0,00

0,00

0,00

0,00

–14 764,84

–14 764,84

DK

EUR

207 591,43

0,00

0,00

0,00

0,00

207 591,43

DE

EUR

– 209 002,65

–74 906,93

0,00

0,00

–2 874 536,38

–3 158 445,95

EE

EUR

36 972,82

0,00

0,00

0,00

0,00

36 972,82

IE

EUR

1 946 269,14

0,00

0,00

0,00

– 209 340,42

1 736 928,72

EL

EUR

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

ES

EUR

–3 664 318,39

0,00

0,00

0,00

–4 564 317,68

–8 228 636,07

FR

EUR

–2 526 945,78

0,00

0,00

0,00

–18 942 379,66

–21 469 325,44

IT

EUR

4 620 073,36

0,00

0,00

0,00

–4 363 298,08

256 775,28

CY

EUR

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

LV

EUR

–1 035,93

– 127,63

0,00

0,00

0,00

–1 163,56

LT

EUR

– 263 563,31

– 307,94

0,00

0,00

0,00

– 263 871,25

LU

EUR

176 056,83

0,00

0,00

0,00

0,00

176 056,83

HU

EUR

–5 845 151,49

0,00

0,00

0,00

0,00

–5 845 151,49

MT

EUR

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

NL

EUR

–1 444 785,70

–88 975,12

0,00

0,00

–65 076,30

–1 598 837,12

AT

EUR

17 222,28

0,00

0,00

0,00

–44 207,31

–26 985,03

PL

EUR

–11 997,96

0,00

0,00

0,00

0,00

–11 997,96

PT

EUR

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

RO

EUR

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

SI

EUR

– 137 582,52

0,00

0,00

0,00

0,00

– 137 582,52

SK

EUR

3 555,47

–70 716,76

0,00

0,00

0,00

–67 161,29

FI

EUR

–1 521 889,93

–54 940,99

0,00

0,00

–7 736,10

–1 584 567,01

SE

SEK

0,00

0,00

0,00

0,00

–65 415,38

–65 415,38

SE

EUR

–71 741,59

0,00

0,00

0,00

0,00

–71 741,59

UK

GBP

0,00

0,00

0,00

0,00

–58 909,25

–58 909,25

UK

EUR

–79 396 991,42

0,00

0,00

0,00

0,00

–79 396 991,42


(1)  Bei den Kürzungen und Aussetzungen handelt es sich um diejenigen, die im Zahlungssystem berücksichtigt wurden. Hinzu kommen insbesondere Berichtigungen aufgrund der Nichteinhaltung von Zahlungsfristen in den Monaten August, September und Oktober 2008.

(2)  Bei der Berechnung des vom Mitgliedstaat wiedereinzuziehenden oder an ihn zu zahlenden Betrags wird für die abgeschlossenen Rechnungen der Ausgabenbetrag der Jahreserklärung zugrunde gelegt (Spalte a). Bei den abgetrennten Rechnungen sind es die in den Monatsmeldungen insgesamt gemeldeten Ausgaben (Spalte b).

Anwendbarer Wechselkurs gemäß Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 883/2006.

(3)  Weist der Anteil der zweckgebundenen Einnahmen einen Saldo zugunsten des Mitgliedstaats auf, so ist der Betrag unter Posten 05 07 01 06 zu melden.

(4)  Weist der Anteil der zweckgebundenen Einnahmen beim Zuckerfonds einen Saldo zugunsten des Mitgliedstaats auf, so ist der Betrag unter Posten 05 02 16 02 zu melden.

Anm.: Eingliederungsplan 2009: 05 07 01 06, 05 02 16 02, 6701, 6702, 6803.


ANHANG II

ABSCHLUSS DER RECHNUNGEN DER ZAHLSTELLEN

HAUSHALTSJAHR 2008 — EGFL

Zahlstellen, deren Rechnungen abgetrennt wurden und Gegenstand einer späteren Abschlussentscheidung sind

Mitgliedstaat

Zahlstelle

Belgien

ALV

Deutschland

Baden-Württemberg

Griechenland

OPEKEPE

Italien

ARBEA

Malta

MRRA

Portugal

IFAP

Rumänien

PIAA


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/50


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 4. Mai 2009

zur Festsetzung der Beträge der im Rahmen der befristeten Umstrukturierungsregelung für die Zuckerindustrie in der Gemeinschaft zu gewährenden Diversifizierungsbeihilfe und der zusätzlichen Diversifizierungsbeihilfe für das Wirtschaftsjahr 2009/10

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 3158)

(Nur der spanische Text ist verbindlich)

(2009/368/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 320/2006 vom 20. Februar 2006 des Rates mit einer befristeten Umstrukturierungsregelung für die Zuckerindustrie in der Europäischen Gemeinschaft und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (1),

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 968/2006 der Kommission vom 27. Juni 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 320/2006 des Rates mit einer befristeten Umstrukturierungsregelung für die Zuckerindustrie in der Europäischen Gemeinschaft (2), insbesondere auf Artikel 13 Absatz 1,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Kommission muss die Beträge festsetzen, die den betreffenden Mitgliedstaaten für die Diversifizierungsbeihilfe gemäß Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 320/2006 und die zusätzliche Diversifizierungsbeihilfe gemäß Artikel 7 derselben Verordnung zugeteilt werden.

(2)

Die Beträge der Diversifizierungsbeihilfe und der zusätzlichen Diversifizierungsbeihilfe werden gemäß Artikel 13 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 968/2006 anhand des Umfangs der in den betreffenden Mitgliedstaaten im Wirtschaftsjahr 2009/10 aufgegebenen Zuckerquote berechnet —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Beträge der Diversifizierungsbeihilfe und der zusätzlichen Diversifizierungsbeihilfe gemäß Artikel 6 bzw. 7 der Verordnung (EG) Nr. 320/2006, die anhand des Umfangs der in den betreffenden Mitgliedstaaten im Wirtschaftsjahr 2009/10 aufgegebenen Zuckerquote festgesetzt werden, sind im Anhang der vorliegenden Entscheidung aufgeführt.

Artikel 2

Diese Entscheidung ist an das Königreich Spanien gerichtet.

Brüssel, den 4. Mai 2009

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 58 vom 28.2.2006, S. 42.

(2)  ABl. L 176 vom 30.6.2006, S. 32.


ANHANG

Beträge der Diversifizierungsbeihilfe und der zusätzlichen Diversifizierungsbeihilfe für das Wirtschaftsjahr 2009/10

(EUR)

Mitgliedstaat

Diversifizierungsbeihilfe

Zusätzliche Diversifizierungsbeihilfe

Spanien

10 304 268,00

23 197 020,93


Berichtigungen

5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/51


Berichtigung der Richtlinie 2008/113/EG der Kommission vom 8. Dezember 2008 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme mehrerer Mikroorganismen als Wirkstoffe

( Amtsblatt der Europäischen Union L 330 vom 9. Dezember 2008 )

Auf Seite 14, im Anhang, Reihe 213 Spalte „Gebräuchliche Bezeichnung, Kennnummern“:

anstatt:

„T11“

muss es heißen:

„T25“.

Auf Seite 14, im Anhang, Reihe 213 Spalte „Sonderbestimmungen“:

anstatt:

„T11“

muss es heißen:

„T25“.


5.5.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 111/51


Berichtigung der Verordnung (EG) Nr. 514/2008 der Kommission vom 9. Juni 2008 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 376/2008 mit gemeinsamen Durchführungsvorschriften für Einfuhr- und Ausfuhrlizenzen sowie Vorausfestsetzungsbescheinigungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1439/95, (EG) Nr. 245/2001, (EG) Nr. 2535/2001, (EG) Nr. 1342/2003, (EG) Nr. 2336/2003, (EG) Nr. 1345/2005, (EG) Nr. 2014/2005, (EG) Nr. 951/2006, (EG) Nr. 1918/2006, (EG) Nr. 341/2007, (EG) Nr. 1002/2007, (EG) Nr. 1580/2007 und (EG) Nr. 382/2008 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1119/79

( Amtsblatt der Europäischen Union L 150 vom 10. Juni 2008 )

Auf Seite 10, Artikel 1 Nummer 1 in Bezug auf Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a Ziffer i letzter Satzteil der Verordnung (EG) Nr. 376/2008:

anstatt:

„soweit in der vorliegenden Verordnung nicht anders geregelt“

muss es heißen:

„soweit im genannten Anhang II Teil I nicht anders geregelt“.

Auf Seite 24, Anhang I in Bezug auf Anhang II Teil II (Untertitel) der Verordnung (EG) Nr. 376/2008:

anstatt:

„Verzeichnis der Erzeugnisse gemäß Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe b Ziffer i und der Höchstmengen gemäß mit Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe d“

muss es heißen:

„Verzeichnis der Erzeugnisse gemäß Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe b Ziffer i und der Höchstmengen gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe d“.