ISSN 1725-2539

Amtsblatt

der Europäischen Union

L 128

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Rechtsvorschriften

50. Jahrgang
16. Mai 2007


Inhalt

 

I   Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

Seite

 

 

VERORDNUNGEN

 

 

Verordnung (EG) Nr. 534/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der im Sektor Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

1

 

 

Verordnung (EG) Nr. 535/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Festsetzung der ab dem 16. Mai 2007 im Getreidesektor geltenden Einfuhrzölle

3

 

*

Verordnung (EG) Nr. 536/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Eröffnung und Verwaltung eines den Vereinigten Staaten von Amerika zugewiesenen Einfuhrzollkontingents für Geflügelfleisch

6

 

*

Verordnung (EG) Nr. 537/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Zulassung des Fermentationsprodukts von Aspergillus oryzae NRRL 458 (Amaferm) als Futtermittelzusatzstoff ( 1 )

13

 

*

Verordnung (EG) Nr. 538/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Zulassung eines neuen Verwendungszwecks von Enterococcus faecium DSM 7134 (Bonvital) als Futtermittelzusatzstoff ( 1 )

16

 

*

Verordnung (EG) Nr. 539/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Eröffnung und Verwaltung von Zollkontingenten im Sektor Eier und Eieralbumin

19

 

*

Verordnung (EG) Nr. 540/2007 der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1483/2006 hinsichtlich der Mengen für die Dauerausschreibungen zum Wiederverkauf von Getreide aus Beständen der Interventionsstellen der Mitgliedstaaten auf dem Gemeinschaftsmarkt

26

 

 

RICHTLINIEN

 

*

Richtlinie 2007/27/EG der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Änderung bestimmter Anhänge der Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates bezüglich der dort festgesetzten Rückstandshöchstgehalte für Etoxazol, Indoxacarb, Mesosulfuron, 1-Methylcyclopropen, MCPA und MCPB, Tolylfluanid und Triticonazol ( 1 )

31

 

 

II   Nicht veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

 

 

ENTSCHEIDUNGEN UND BESCHLÜSSE

 

 

Kommission

 

 

2007/335/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 21. März 2007 über die Beihilferegelung C 18/2006 (ex N 524/2005), die Italien zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen durchführen wollte (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 1175)  ( 1 )

43

 

 

2007/336/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 8. Mai 2007 über eine Finanzhilfe der Gemeinschaft für bestimmte gemeinschaftliche Referenzlaboratorien im Bereich Tiergesundheit und lebende Tiere im Jahr 2007 (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 1930)

45

 

 

2007/337/EG

 

*

Entscheidung der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Genehmigung der von Dänemark, Deutschland und dem Vereinigten Königreich aufgestellten Regelungen zur automatischen Aussetzung von Fanglizenzen bei Verstößen (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 2036)

49

 

 

III   In Anwendung des EU-Vertrags erlassene Rechtsakte

 

 

IN ANWENDUNG VON TITEL V DES EU-VERTRAGS ERLASSENE RECHTSAKTE

 

*

Gemeinsamer Standpunkt 2007/338/GASP des Rates vom 14. Mai 2007 zur Verlängerung bestimmter restriktiver Maßnahmen gegen Usbekistan

50

 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR

DE

Bei Rechtsakten, deren Titel in magerer Schrift gedruckt sind, handelt es sich um Rechtsakte der laufenden Verwaltung im Bereich der Agrarpolitik, die normalerweise nur eine begrenzte Geltungsdauer haben.

Rechtsakte, deren Titel in fetter Schrift gedruckt sind und denen ein Sternchen vorangestellt ist, sind sonstige Rechtsakte.


I Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

VERORDNUNGEN

16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/1


VERORDNUNG (EG) Nr. 534/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der im Sektor Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 3223/94 der Kommission vom 21. Dezember 1994 mit Durchführungsbestimmungen zur Einfuhrregelung für Obst und Gemüse (1), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 1,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die in Anwendung der Ergebnisse der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde von der Kommission festzulegenden, zur Bestimmung der pauschalen Einfuhrwerte zu berücksichtigenden Kriterien sind in der Verordnung (EG) Nr. 3223/94 für die in ihrem Anhang angeführten Erzeugnisse und Zeiträume festgelegt.

(2)

In Anwendung der genannten Kriterien sind die im Anhang zur vorliegenden Verordnung ausgewiesenen pauschalen Einfuhrwerte zu berücksichtigen —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die in Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 3223/94 genannten pauschalen Einfuhrwerte sind in der Tabelle im Anhang zur vorliegenden Verordnung festgesetzt.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am 16. Mai 2007 in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Jean-Luc DEMARTY

Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung


(1)  ABl. L 337 vom 24.12.1994, S. 66. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 386/2005 (ABl. L 62 vom 9.3.2005, S. 3).


ANHANG

zur Verordnung der Kommission vom 15. Mai 2007 zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der im Sektor Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise

(EUR/100 kg)

KN-Code

Drittland-Code (1)

Pauschaler Einfuhrpreis

0702 00 00

MA

41,9

TN

81,0

TR

102,4

ZZ

75,1

0707 00 05

JO

171,8

MK

35,1

TR

124,8

ZZ

110,6

0709 90 70

TR

110,7

ZZ

110,7

0805 10 20

EG

43,3

IL

65,0

MA

44,8

ZZ

51,0

0805 50 10

AR

51,4

ZZ

51,4

0808 10 80

AR

108,9

BR

75,1

CL

85,1

CN

94,5

NZ

119,2

US

126,5

UY

64,3

ZA

86,7

ZZ

95,0


(1)  Nomenklatur der Länder gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1833/2006 der Kommission (ABl. L 354 vom 14.12.2006, S. 19). Der Code „ZZ“ steht für „Verschiedenes“.


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/3


VERORDNUNG (EG) Nr. 535/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Festsetzung der ab dem 16. Mai 2007 im Getreidesektor geltenden Einfuhrzölle

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 des Rates vom 29. September 2003 über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1),

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1249/96 der Kommission vom 28. Juni 1996 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EWG) Nr. 1766/92 des Rates hinsichtlich der Einfuhrzölle im Getreidesektor (2), insbesondere auf Artikel 2 Absatz 1,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Gemäß Artikel 10 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 ist der Einfuhrzoll auf Erzeugnisse der KN-Codes 1001 10 00, 1001 90 91, ex 1001 90 99 (Weichweizen hoher Qualität), 1002, ex 1005, ausgenommen Hybrid zur Aussaat, und ex 1007, ausgenommen Hybrid zur Aussaat, gleich dem für diese Erzeugnisse bei der Einfuhr geltenden Interventionspreis zuzüglich 55 % und abzüglich des cif-Einfuhrpreises für die betreffende Sendung. Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs darf jedoch nicht überschritten werden.

(2)

Gemäß Artikel 10 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 werden zur Berechnung des Einfuhrzolls gemäß Absatz 2 desselben Artikels für die dort genannten Erzeugnisse regelmäßig repräsentative cif-Einfuhrpreise festgestellt.

(3)

Gemäß Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 ist der für die Berechnung des Einfuhrzolls auf Erzeugnisse der KN-Codes 1001 10 00, 1001 90 91, ex 1001 90 99 (Weichweizen hoher Qualität), 1002 00, 1005 10 90, 1005 90 00 und 1007 00 90 zugrunde zu legende Preis der nach der Methode in Artikel 4 der genannten Verordnung bestimmte tägliche repräsentative cif-Einfuhrpreis.

(4)

Es sind die Einfuhrzölle für den Zeitraum ab dem 16. Mai 2007 festzusetzen; diese gelten, bis eine Neufestsetzung in Kraft tritt —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Ab dem 16. Mai 2007 werden die im Getreidesektor gemäß Artikel 10 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 geltenden Einfuhrzölle in Anhang I der vorliegenden Verordnung unter Zugrundelegung der im Anhang II angegebenen Bestandteile festgesetzt.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am 16. Mai 2007 in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Jean-Luc DEMARTY

Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung


(1)  ABl. L 270 vom 21.10.2003, S. 78. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1154/2005 der Kommission (ABl. L 187 vom 19.7.2005, S. 11).

(2)  ABl. L 161 vom 29.6.1996, S. 125. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1816/2005 (ABl. L 292 vom 8.11.2005, S. 5).


ANHANG I

Ab dem 16. Mai 2007 für die Erzeugnisse gemäß Artikel 10 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 geltende Einfuhrzölle

KN-Code

Warenbezeichnung

Einfuhrzoll (1)

(EUR/t)

1001 10 00

HARTWEIZEN hoher Qualität

0,00

mittlerer Qualität

0,00

niederer Qualität

0,00

1001 90 91

WEICHWEIZEN, zur Aussaat

0,00

ex 1001 90 99

WEICHWEIZEN hoher Qualität, anderer als zur Aussaat

0,00

1002 00 00

ROGGEN

0,00

1005 10 90

MAIS, zur Aussaat, anderer als Hybridmais

9,15

1005 90 00

MAIS, anderer als zur Aussaat (2)

9,15

1007 00 90

KÖRNER-SORGHUM, zur Aussaat, anderer als Hybrid-Körner-Sorghum

0,00


(1)  Für Ware, die über den Atlantik oder durch den Suez-Kanal nach der Gemeinschaft geliefert wird (siehe Artikel 2 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96), kann der Zoll ermäßigt werden um

3 EUR/t, wenn sie in einem Hafen im Mittelmeerraum entladen wird, oder

2 EUR/t, wenn sie in einem Hafen in Dänemark, Estland, Irland, Lettland, Litauen, Polen, Finnland, Schweden, im Vereinigten Königreich oder an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel entladen wird.

(2)  Der Zoll kann pauschal um 24 EUR/t ermäßigt werden, wenn die Bedingungen nach Artikel 2 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 erfüllt sind.


ANHANG II

Berechnungsbestandteile für die Zölle in Anhang I

1.5.—14.5.2007

1.

Durchschnittswerte für den in Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 genannten Bezugszeitraum:

(EUR/t)

 

Weichweizen (1)

Mais

Hartweizen hoher Qualität

Hartweizen mittlerer Qualität (2)

Hartweizen niederer Qualität (3)

Gerste

Börsennotierungen

Minneapolis

Chicago

Notierung

156,40

108,73

FOB-Preis USA

177,62

167,62

147,62

132,40

Golf-Prämie

8,07

Prämie/Große Seen

12,35

2.

Durchschnittswerte für den in Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96 genannten Bezugszeitraum:

Frachtkosten: Golf von Mexiko–Rotterdam:

36,07 EUR/t

Frachtkosten: Große Seen–Rotterdam:

35,88 EUR/t


(1)  Positive Prämie von 14 EUR/t inbegriffen (Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96).

(2)  Negative Prämie von 10 EUR/t (Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96).

(3)  Negative Prämie von 30 EUR/t (Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1249/96).


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/6


VERORDNUNG (EG) Nr. 536/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Eröffnung und Verwaltung eines den Vereinigten Staaten von Amerika zugewiesenen Einfuhrzollkontingents für Geflügelfleisch

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2777/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Marktorganisation für Geflügelfleisch (1), insbesondere auf Artikel 6 Absatz 1,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Das Abkommen in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika gemäß Artikel XXIV Absatz 6 und Artikel XXVIII des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) 1994 über die Änderung der Zugeständnisse in den Listen der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik im Zuge des Beitritts dieser Staaten zur Europäischen Union (2), genehmigt mit dem Beschluss 2006/333/EG des Rates (3), sieht die Aufnahme eines den Vereinigten Staaten zugewiesenen spezifischen Einfuhrkontingents von 16 665 Tonnen Geflügelfleisch vor.

(2)

Die Verordnung (EG) Nr. 1291/2000 der Kommission vom 9. Juni 2000 mit gemeinsamen Durchführungsvorschriften für Einfuhr- und Ausfuhrlizenzen sowie Vorausfestsetzungsbescheinigungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse (4) und die Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 der Kommission vom 31. August 2006 mit gemeinsamen Regeln für die Verwaltung von Einfuhrzollkontingenten für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Rahmen einer Einfuhrlizenzregelung (5) gelten, soweit in der vorliegenden Verordnung nicht anders geregelt.

(3)

Die Verordnung (EG) Nr. 1232/2006 der Kommission vom 16. August 2006 zur Eröffnung und Verwaltung eines den Vereinigten Staaten von Amerika zugewiesenen Einfuhrzollkontingents für Geflügelfleisch (6) muss grundlegend geändert werden. Es ist daher angezeigt, die Verordnung (EG) Nr. 1232/2006 aufzuheben und durch eine neue Verordnung zu ersetzen.

(4)

Um regelmäßige Einfuhren zu gewährleisten, sollte der Kontingentszeitraum, der vom 1. Juli bis zum 30. Juni des darauf folgenden Jahres läuft, in mehrere Teilzeiträume unterteilt werden. Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 endet die Gültigkeitsdauer der Lizenzen in jedem Fall mit dem letzten Tag des Einfuhrkontingentszeitraums.

(5)

Die Verwaltung des Zollkontingents ist mit Hilfe von Einfuhrlizenzen zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sind die Einzelheiten für die Einreichung der Anträge sowie die Angaben in den Anträgen und Lizenzen festzulegen.

(6)

Aufgrund des Risikos von Spekulationsgeschäften mit Geflügelfleisch im Rahmen dieses Verfahrens sind für den Zugang der Marktteilnehmer klare Bedingungen festzulegen.

(7)

Um eine angemessene Verwaltung der Zollkontingente zu gewährleisten, sollte die Sicherheit für die Einfuhrlizenzen auf 20 EUR/100 kg festgelegt werden.

(8)

Im Interesse der Marktbeteiligten ist vorzusehen, dass die Kommission festlegt, welche nicht beantragten Mengen auf den folgenden Teilzeitraum gemäß Artikel 7 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 übertragen werden.

(9)

Der Zugang zu dem Zollkontingent erfordert die Vorlage einer von den Behörden der Vereinigten Staaten von Amerika in Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften (7) vorgelegten Ursprungsbescheinigung.

(10)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Geflügelfleisch und Eier —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

(1)   Das in Anhang I vorgesehene Einfuhrzollkontingent wird für die Einfuhr von Erzeugnissen des Geflügelfleischsektors mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika mit den in Anhang I aufgeführten KN-Codes eröffnet.

Das Zollkontingent wird auf Jahresbasis jeweils für einen Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des folgenden Jahres eröffnet.

(2)   Die Menge der unter das in Absatz 1 genannte Kontingent fallenden Erzeugnisse, der geltende Zollsatz sowie die laufende Nummer sind in Anhang I festgelegt.

Artikel 2

Vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen der vorliegenden Verordnung gelten die Bestimmungen der Verordnungen (EG) Nr. 1291/2000 und (EG) Nr. 1301/2006.

Artikel 3

Die für den jährlichen Kontingentszeitraum festgelegte Menge wird wie folgt auf vier Teilzeiträume aufgeteilt:

a)

25 % für den Zeitraum 1. Juli bis 30. September;

b)

25 % für den Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember;

c)

25 % für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März;

d)

25 % für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni.

Artikel 4

(1)   Für die Anwendung von Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 übermitteln die Antragsteller bei der Einreichung ihres ersten Antrags auf Erteilung einer Einfuhrlizenz für einen bestimmten Kontingentszeitraum den Nachweis, dass sie in jedem der beiden Zeiträume gemäß dem genannten Artikel 5 mindestens 50 Tonnen der unter die Verordnung (EWG) Nr. 2777/75 fallenden Erzeugnisse ein- bzw. ausgeführt haben.

(2)   Der Lizenzantrag darf sich auf mehrere unter verschiedene KN-Codes fallende Erzeugnisse mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika beziehen. In diesem Fall sind sämtliche KN-Codes in Feld 16 und die jeweiligen Bezeichnungen in Feld 15 des Lizenzantrags und der Lizenz anzugeben.

Der Lizenzantrag ist für mindestens 10 Tonnen und höchstens 10 % der Menge zu stellen, die in dem jeweiligen Teilzeitraum verfügbar ist.

(3)   Die Lizenzen verpflichten dazu, aus den Vereinigten Staaten von Amerika einzuführen.

Der Lizenzantrag und die Lizenz enthalten folgende Angaben:

a)

in Feld 8 das Ursprungsland;

b)

in Feld 20 eine der Angaben gemäß Anhang II Teil A.

Feld 24 der Lizenz enthält eine der in Anhang II Teil B aufgeführten Angaben.

Artikel 5

(1)   Die Lizenzanträge müssen in den ersten sieben Tagen des Monats gestellt werden, der dem jeweiligen Teilzeitraum gemäß Artikel 3 vorausgeht.

(2)   Bei Einreichung eines Lizenzantrags ist eine Sicherheit von 20 EUR je 100 kg zu leisten.

(3)   Die Mitgliedstaaten melden der Kommission spätestens am fünften Tag nach Ablauf der Antragsfrist die beantragte Gesamtmenge, ausgedrückt in Kilogramm.

(4)   Einfuhrlizenzen werden frühestens am siebten und spätestens am elften Arbeitstag nach Ablauf der Meldefrist gemäß Absatz 3 erteilt.

(5)   Die Kommission bestimmt erforderlichenfalls die Mengen, für die keine Anträge gestellt wurden und die automatisch zu der für den nächsten Teilzeitraum festgelegten Menge hinzugefügt werden.

Artikel 6

(1)   Abweichend von Artikel 11 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 melden die Mitgliedstaaten der Kommission vor Ende des ersten Monats des jeweiligen Teilzeitraums die Gesamtmengen (in Kilogramm), für die Lizenzen gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b der genannten Verordnung erteilt wurden.

(2)   Die Mitgliedstaaten melden der Kommission vor Ablauf des vierten auf den jeweiligen Jahreszeitraum folgenden Monats die in dem betreffenden Zeitraum gemäß der vorliegenden Verordnung tatsächlich in den freien Verkehr überführten Mengen, ausgedrückt in Kilogramm.

(3)   Abweichend von Artikel 11 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 melden die Mitgliedstaaten der Kommission die Mengen, für die die Einfuhrlizenzen nicht oder nur teilweise genutzt wurden, zum ersten Mal zusammen mit dem Antrag für den letzten Teilzeitraum und zum zweiten Mal vor Ablauf des vierten auf den jeweiligen Jahreszeitraum folgenden Monats.

Artikel 7

(1)   Abweichend von Artikel 23 der Verordnung (EG) Nr. 1291/2000 gelten die Einfuhrlizenzen für 150 Tage ab dem ersten Tag des Teilzeitraums, für den sie erteilt wurden.

(2)   Unbeschadet von Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1291/2000 ist die Übertragung der Rechte im Rahmen der Lizenzen auf Übernehmer beschränkt, die die Zulassungsbedingungen gemäß Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 und Artikel 4 Absatz 1 der vorliegenden Verordnung erfüllen.

Artikel 8

Eine Beteiligung an der Ausschöpfung dieses Zollkontingents setzt die Vorlage einer von den zuständigen Behörden der Vereinigten Staaten von Amerika ausgestellten Ursprungsbescheinigung gemäß den Artikeln 55 bis 65 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 voraus. Der Ursprung der unter die vorliegende Verordnung fallenden Erzeugnisse wird gemäß den geltenden Gemeinschaftsregeln bestimmt.

Artikel 9

Die Verordnung (EG) Nr. 1232/2006 wird aufgehoben.

Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung und sind gemäß der in Anhang III enthaltenen Entsprechungstabelle zu lesen.

Artikel 10

Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab 1. Juni 2007.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 282 vom 1.11.1975, S. 77. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 679/2006 (ABl. L 119 vom 4.5.2006, S. 1).

(2)  ABl. L 124 vom 11.5.2006, S. 15.

(3)  ABl. L 124 vom 11.5.2006, S. 13.

(4)  ABl. L 152 vom 24.6.2000, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1913/2006 (ABl. L 365 vom 21.12.2006, S. 52).

(5)  ABl. L 238 vom 1.9.2006, S. 13. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 289/2007 (ABl. L 78 vom 17.3.2007, S. 17).

(6)  ABl. L 225 vom 17.8.2006, S. 5.

(7)  ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 214/2007 (ABl. L 62 vom 1.3.2007, S. 6).


ANHANG I

Laufende Nummer

KN-Code

Anzuwendender Zollsatz

Gesamtmenge Erzeugnisgewicht (in Tonnen) ab 1. Juli 2006

09.4169

0207 11 10

131 EUR/t

16 665

0207 11 30

149 EUR/t

0207 11 90

162 EUR/t

0207 12 10

149 EUR/t

0207 12 90

162 EUR/t

0207 13 10

512 EUR/t

0207 13 20

179 EUR/t

0207 13 30

134 EUR/t

0207 13 40

93 EUR/t

0207 13 50

301 EUR/t

0207 13 60

231 EUR/t

0207 13 70

504 EUR/t

0207 14 10

795 EUR/t

0207 14 20

179 EUR/t

0207 14 30

134 EUR/t

0207 14 40

93 EUR/t

0207 14 50

0 %

0207 14 60

231 EUR/t

0207 14 70

0 %

0207 24 10

170 EUR/t

0207 24 90

186 EUR/t

0207 25 10

170 EUR/t

0207 25 90

186 EUR/t

0207 26 10

425 EUR/t

0207 26 20

205 EUR/t

0207 26 30

134 EUR/t

0207 26 40

93 EUR/t

0207 26 50

339 EUR/t

0207 26 60

127 EUR/t

0207 26 70

230 EUR/t

0207 26 80

415 EUR/t

0207 27 10

0 %

0207 27 20

0 %

0207 27 30

134 EUR/t

0207 27 40

93 EUR/t

0207 27 50

339 EUR/t

0207 27 60

127 EUR/t

0207 27 70

230 EUR/t

0207 27 80

0 %


ANHANG II

A.

Angaben gemäß Artikel 4 Absatz 3 Unterabsatz 2 Buchstabe b

Bulgarisch

:

Регламент (ЕО) № 536/2007.

Spanisch

:

Reglamento (CE) no 536/2007.

Tschechisch

:

Nařízení (ES) č. 536/2007.

Dänisch

:

Forordning (EF) nr. 536/2007.

Deutsch

:

Verordnung (EG) Nr. 536/2007.

Estnisch

:

Määrus (EÜ) nr 536/2007.

Griechisch

:

Kανονισμός (ΕΚ) αριθ. 536/2007.

Englisch

:

Regulation (EC) No 536/2007.

Französisch

:

Règlement (CE) no 536/2007.

Italienisch

:

Regolamento (CE) n. 536/2007.

Lettisch

:

Regula (EK) Nr. 536/2007.

Litauisch

:

Reglamentas (EB) Nr. 536/2007.

Ungarisch

:

536/2007/EK rendelet.

Maltesisch

:

Ir-Regolament (KE) Nru 536/2007.

Niederländisch

:

Verordening (EG) nr. 536/2007.

Polnisch

:

Rozporządzenie (WE) nr 536/2007.

Portugiesisch

:

Regulamento (CE) n.o 536/2007.

Rumänisch

:

Regulamentul (CE) nr. 536/2007.

Slowakisch

:

Nariadenie (ES) č. 536/2007.

Slowenisch

:

Uredba (ES) št. 536/2007.

Finnisch

:

Asetus (EY) N:o 536/2007.

Schwedisch

:

Förordning (EG) nr 536/2007.

B.

Angaben gemäß Artikel 4 Absatz 3 Unterabsatz 3

Bulgarisch

:

намаляване на Oбщата митническа тарифа съгласно предвиденото в Регламент (ЕО) № 536/2007.

Spanisch

:

reducción del arancel aduanero común prevista en el Reglamento (CE) no 536/2007.

Tschechisch

:

snížení společné celní sazby tak, jak je stanoveno v nařízení (ES) č. 536/2007.

Dänisch

:

toldnedsættelse som fastsat i forordning (EF) nr. 536/2007.

Deutsch

:

Ermäßigung des Zollsatzes nach dem GZT gemäß der Verordnung (EG) Nr. 536/2007.

Estnisch

:

ühise tollitariifistiku maksumäära alandamine vastavalt määrusele (EÜ) nr 536/2007.

Griechisch

:

Μείωση του δασμού του κοινού δασμολογίου, όπως προβλέπεται στον κανονισμό (ΕΚ) αριθ. 536/2007.

Englisch

:

reduction of the common customs tariff pursuant to Regulation (EC) No 536/2007.

Französisch

:

réduction du tarif douanier commun comme prévu au règlement (CE) no 536/2007.

Italienisch

:

riduzione del dazio della tariffa doganale comune a norma del regolamento (CE) n. 536/2007.

Lettisch

:

Regulā (EK) Nr. 536/2007 paredzētais vienotā muitas tarifa samazinājums.

Litauisch

:

bendrojo muito tarifo muito sumažinimai, nustatyti Reglamente (EB) Nr. 536/2007.

Ungarisch

:

a közös vámtarifában szereplő vámtétel csökkentése a 536/2007/EK rendelet szerint.

Maltesisch

:

tnaqqis tat-tariffa doganali komuni kif jipprovdi r-Regolament (KE) Nru 536/2007.

Niederländisch

:

Verlaging van het gemeenschappelijke douanetarief overeenkomstig Verordening (EG) nr. 536/2007.

Polnisch

:

Cła WTC obniżone jak przewidziano w rozporządzeniu (WE) nr 536/2007.

Portugiesisch

:

redução da Pauta Aduaneira Comum como previsto no Regulamento (CE) n.o 536/2007.

Rumänisch

:

reducerea Tarifului Vamal Comun astfel cum este prevăzut în Regulamentul (CE) nr. 536/2007.

Slowakisch

:

Zníženie spoločnej colnej sadzby, ako sa ustanovuje v nariadení (ES) č. 536/2007.

Slowenisch

:

znižanje skupne carinske tarife v skladu z Uredbo (ES) št. 536/2007.

Finnisch

:

Asetuksessa (EY) N:o 536/2007 säädetty yhteisen tullitariffin alennus.

Schwedisch

:

nedsättning av den gemensamma tulltaxan i enlighet med förordning (EG) nr 536/2007.


ANHANG III

Entsprechungstabelle

Verordnung (EG) Nr. 1232/2006

Vorliegende Verordnung

Artikel 1

Artikel 1

Artikel 2

Artikel 3

Artikel 3

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a

Artikel 4 Absatz 1

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b

Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 1

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c

Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 2

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe d

Artikel 4 Absatz 3

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e

Artikel 4 Absatz 3

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f

Artikel 4 Absatz 3

Artikel 4 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 1

Artikel 5 Absatz 1

Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 2

Artikel 5 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 3

Artikel 5 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 4 Unterabsatz 1

Artikel 5 Absatz 3

Artikel 5 Absatz 4 Unterabsatz 2

Artikel 5 Absatz 5

Artikel 5 Absatz 6

Artikel 5 Absatz 7

Artikel 5 Absatz 8 Unterabsatz 1

Artikel 5 Absatz 4

Artikel 5 Absatz 9

Artikel 5 Absatz 10

Artikel 6 Absatz 2

Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 1

Artikel 7 Absatz 1

Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2

Artikel 6 Absatz 2

Artikel 7

Artikel 8

Artikel 8 Unterabsatz 1

Artikel 2

Artikel 8 Unterabsatz 2

Artikel 9

Artikel 10

Anhang I

Anhang I

Anhang II

Anhang II Teil A

Anhang III

Anhang II Teil B

Anhang IV

Anhang V

Anhang VI


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/13


VERORDNUNG (EG) Nr. 537/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Zulassung des Fermentationsprodukts von Aspergillus oryzae NRRL 458 (Amaferm) als Futtermittelzusatzstoff

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung (1), insbesondere auf Artikel 9 Absatz 2,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 regelt die Zulassung von Zusatzstoffen zur Verwendung in der Tierernährung sowie die Grundlagen und Verfahren für die Erteilung einer solchen Zulassung.

(2)

Es wurde ein Antrag auf Zulassung der im Anhang dieser Verordnung beschriebenen Zubereitung gemäß Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 vorgelegt. Diesem Antrag waren die in Artikel 7 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 verlangten Angaben und Unterlagen beigefügt.

(3)

Der Antrag betrifft die Zulassung des in die Zusatzstoffkategorie „Zootechnische Zusatzstoffe“ einzuordnenden Fermentationsprodukts von Aspergillus oryzae NRRL 458 (Amaferm) als Futtermittelzusatzstoff für Milchkühe.

(4)

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit („die Behörde“) kam in ihrem Gutachten vom 8. März 2006 zu dem Schluss, dass das Fermentationsprodukt von Aspergillus oryzae NRRL 458 (Amaferm) sich nicht schädlich auf die Gesundheit von Tier und Mensch oder auf die Umwelt auswirkt (2). Ferner schloss sie, dass das Fermentationsprodukt keine anderweitigen Risiken aufweist, welche gemäß Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 eine Zulassung ausschließen würden. Es hat sich gezeigt, dass Amaferm sich positiv auf die Milchleistung bei Milchkühen auswirkt. Im Hinblick auf die Anwendersicherheit empfiehlt die Behörde die Ergreifung geeigneter Maßnahmen. Sie hält keine speziellen Anforderungen an die Überwachung nach dem Inverkehrbringen für notwendig. Für das Gutachten wurde außerdem der Bericht über die Methode zur Analyse des Futtermittelzusatzstoffs in Futtermitteln geprüft, der von dem durch die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 eingerichteten gemeinschaftlichen Referenzlabor vorgelegt worden ist.

(5)

Die Bewertung der Zubereitung hat ergeben, dass die Bedingungen für die Zulassung gemäß Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 erfüllt sind. Die Verwendung dieser Zubereitung sollte daher gemäß den Bedingungen im Anhang der vorliegenden Verordnung zugelassen werden.

(6)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die im Anhang genannte Zubereitung, die der Zusatzstoffkategorie „Zootechnische Zusatzstoffe“ und der Funktionsgruppe „Verdaulichkeitsförderer“ angehört, wird als Zusatzstoff in der Tierernährung unter den in diesem Anhang aufgeführten Bedingungen zugelassen.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Markos KYPRIANOU

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 378/2005 der Kommission (ABl. L 59 vom 5.3.2005, S. 8).

(2)  Opinion of the Scientific Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed on the safety and efficacy of the product „Amaferm“ authorised as a feed additive for dairy cows and cattle for fattening in accordance with Regulation (EC) No 1831/2003. Adopted on 18 March 2006. The EFSA Journal (2006) 337, S. 1—17.


ANHANG

Kennnummer des Zusatzstoffes

Name des Zulassungsinhabers

Zusatzstoff

(Handelsbezeichnung)

Zusammensetzung, chemische Bezeichnung, Beschreibung, Analysemethode

Tierart oder Tierkategorie

Höchstalter

Mindestgehalt

Höchstgehalt

Sonstige Bestimmungen

Geltungsdauer der Zulassung

mg Zusatzstoff/kg Alleinfuttermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

Kategorie: zootechnische Zusatzstoffe. Funktionsgruppe: Verdaulichkeitsförderer

4a2

Trouw Nutrition BV

Fermentationsprodukt von Aspergillus oryzae

NRRL 458

(Amaferm)

 

Zusammensetzung des Zusatzstoffs:

Fermentationsprodukt von Aspergillus oryzae NRRL 458 : 4—5 %

Weizenkleie: 94—95 %

nicht oxidierender Grit mit 5 % Cobaltcarbonat: 1 %

 

Charakterisierung des Wirkstoffs:

Fermentationsprodukt von Aspergillus oryzae NRRL 458 mit:

Endo-1,4-beta-Glucanase EC 3.2.1.4 3: IU (1)/g;

Alpha-Amylase EC 3.2.1.1 40 IU (2)/g.

 

Analysemethode:

Alpha amylase AOAC 17th Ed. 2002.01

Endo-1,4-beta-Glucanase (basierend auf überschüssigem Protein und Cellulaseaktivität des anaeroben Pilzes (Neocallimastix frontalis EB 188) (Barichievich, EB, Calza RE (1990)).

Milchkühe

85

300

1.

Empfohlene Dosis: Die Menge des Zusatzstoffes in der Tagesration sollte 3—5 g/Kuh/Tag betragen.

2.

Zur Sicherheit der Anwender: Es sind Atemschutz und Schutzbrille während der Handhabung zu tragen.

5. Juni 2017


(1)  1 IU ist die Cellulasemenge, die 1 Mikromol Glucose in der Minute bei einem pH-Wert von 6,5 und einer Temperatur von 39 °C aus Carboxymethylcellulose freisetzt.

(2)  1 IU ist die Amylasemenge, die 1 Mikromol Glucose in der Minute bei einem pH-Wert von 6,5 und einer Temperatur von 39 °C aus Kartoffelstärke freisetzt.


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/16


VERORDNUNG (EG) Nr. 538/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Zulassung eines neuen Verwendungszwecks von Enterococcus faecium DSM 7134 (Bonvital) als Futtermittelzusatzstoff

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung (1), insbesondere auf Artikel 9 Absatz 2,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 regelt die Zulassung von Zusatzstoffen zur Verwendung in der Tierernährung sowie die Grundlagen und Verfahren für die Erteilung einer solchen Zulassung.

(2)

Im Einklang mit Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 wurde ein Antrag auf Zulassung der im Anhang aufgeführten Zubereitung vorgelegt. Dem Antrag waren die gemäß Artikel 7 Absatz 3 der Verordnung verlangten Angaben und Unterlagen beigefügt.

(3)

Der Antrag bezieht sich auf die Zulassung eines neuen Verwendungszwecks der in die Zusatzstoffkategorie „zootechnische Zusatzstoffe“ einzuordnenden Zubereitung von Enterococcus faecium DSM 7134 (Bonvital) als Futtermittelzusatzstoff für Ferkel (abgesetzt) und Mastschweine.

(4)

Die Verwendung der Zubereitung von Enterococcus faecium DSM 7134 (Bonvital) wurde zugelassen für Ferkel und Mastschweine durch die Verordnung (EG) Nr. 666/2003 der Kommission (2) zur vorläufigen Zulassung der Verwendung bestimmter Mikroorganismen in der Tierernährung, für Sauen durch die Verordnung (EG) Nr. 2154/2003 der Kommission (3) zur vorläufigen Zulassung bestimmter Mikroorganismen in der Tierernährung (Enterococcus faecium und Lactobacillus acidophilus), für Masthühner durch die Verordnung (EG) Nr. 521/2005 der Kommission (4) über die unbefristete Zulassung eines Zusatzstoffes und die vorläufige Zulassung neuer Verwendungszwecke bestimmter in Futtermitteln bereits zugelassener Zusatzstoffe.

(5)

Zur Unterstützung eines Antrags auf Zulassung der Zubereitung für Ferkel (abgesetzt) und Mastschweine wurden neue Daten vorgelegt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit („die Behörde“) kam in ihrem Gutachten vom 23. Januar 2007 zu dem Schluss, dass die Zubereitung von Enterococcus faecium DSM 7134 (Bonvital) sich nicht schädlich auf die Gesundheit von Tier und Mensch oder auf die Umwelt auswirkt (5). Gemäß diesem Gutachten verbessert die Verwendung dieser Zubereitung die Leistungsparameter entsprechend den von der Behörde bei Ferkeln und Mastschweinen empfohlenen Dosen wirksam. Besondere Vorgaben für die Überwachung nach dem Inverkehrbringen hält die Behörde nicht für notwendig. Für das Gutachten wurde auch der Bericht über die Methode zur Analyse des Futtermittelzusatzstoffs in Futtermitteln geprüft, den das mit der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 eingerichtete gemeinschaftliche Referenzlabor vorgelegt hat.

(6)

Die Bewertung dieser Zubereitung hat ergeben, dass die Bedingungen für die Zulassung gemäß Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 erfüllt sind. Die Verwendung dieser Zubereitung sollte daher gemäß den Spezifikationen im Anhang der vorliegenden Verordnung zugelassen werden.

(7)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die im Anhang genannte Zubereitung, die in die Zusatzstoffkategorie „zootechnische Zusatzstoffe“ und die Funktionsgruppe „Darmflorastabilisatoren“ einzuordnen ist, wird als Zusatzstoff in der Tierernährung unter den im Anhang aufgeführten Bedingungen zugelassen.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Markos KYPRIANOU

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 378/2005 der Kommission (ABl. L 59 vom 5.3.2005, S. 8).

(2)  ABl. L 96 vom 12.4.2003, S. 11.

(3)  ABl. L 324 vom 11.12.2003, S. 11.

(4)  ABl. L 84 vom 2.4.2005, S. 3.

(5)  Opinion of the Scientific Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed on the safety and efficacy of the product „Bonvital“, a preparation of Enterococcus faecium as a feed additive for piglets and pigs for fattening. Angenommen am 23. Januar 2007. The EFSA Journal (2007) 440, S. 1—9.


ANHANG

Kennnummer des Zusatzstoffes

Name des Zulassungsinhabers

Zusatzstoff

(Handelsbezeichnung)

Zusammensetzung, chemische Bezeichnung, Beschreibung, Analysemethode

Tierart oder Tierkategorie

Höchstalter

Mindestgehalt

Höchstgehalt

Sonstige Bestimmungen

Geltungsdauer der Zulassung

KBE/kg Alleinfuttermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 %

Kategorie: zootechnische Zusatzstoffe. Funktionsgruppe: Darmflorastabilisatoren.

4b1841

Lactosan Starterkulturen GmbH & Co KG

Enterococcus faecium DSM 7134

(Bonvital)

 

Zusammensetzung des Zusatzstoffs:

Zubereitung von Enterococcus faecium DSM 7134

mit mindestens:

 

Pulver: 1 × 1010 KBE/g Zusatzstoff

 

Granulat (mikroverkapselt): 1 × 1010 KBE/g Zusatzstoff

 

Charakterisierung des Wirkstoffs:

Enterococcus faecium DSM 7134

 

Analysemethode (1)

Auszählung nach dem Ausstrichverfahren unter Verwendung von Galle-Esculin-Azid-Agar und Pulsfeldgelelektrophorese (PFGE)

Ferkel

(abgesetzt)

0,5 × 109

4 × 109

1.

In der Gebrauchsanweisung sind für den Zusatzstoff und die Vormischung die Lagertemperatur, die Haltbarkeit und die Pelletierstabilität anzugeben.

2.

Empfohlene Dosis je kg Alleinfuttermittel:

für Ferkel (abgesetzt) bis zu 35 kg Körpergewicht: 1 × 109 KBE

Mastschweine 0,5 × 109 KBE

5. Juni 2017

Mastschweine

0,2 × 109

1 × 109


(1)  Einzelheiten zu den Analysemethoden sind auf der folgenden Website des gemeinschaftlichen Referenzlabors zu finden: www.irmm.jrc.be/html/crlfaa/


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/19


VERORDNUNG (EG) Nr. 539/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Eröffnung und Verwaltung von Zollkontingenten im Sektor Eier und Eieralbumin

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2771/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Marktorganisation für Eier (1), insbesondere auf Artikel 6 Absatz 1,

gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2783/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und Milchalbumin (2), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 1,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die Gemeinschaft hat sich im Rahmen der Welthandelsorganisation verpflichtet, für Erzeugnisse des Eiersektors und für Eieralbumine Zollkontingente zu eröffnen. Es sind daher Durchführungsbestimmungen für die Verwaltung dieser Kontingente zu erlassen.

(2)

Vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen der vorliegenden Verordnung müssen die Verordnung (EG) Nr. 1291/2000 der Kommission vom 9. Juni 2000 mit gemeinsamen Durchführungsvorschriften für Einfuhr- und Ausfuhrlizenzen sowie Vorausfestsetzungsbescheinigungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse (3) und die Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 der Kommission vom 31. August 2006 mit gemeinsamen Regeln für die Verwaltung von Einfuhrzollkontingenten für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Rahmen einer Einfuhrlizenzregelung (4) gelten.

(3)

Die Verordnung (EG) Nr. 593/2004 der Kommission vom 30. März 2004 zur Eröffnung und Verwaltung der Zollkontingente im Eiersektor und für Eieralbumin (5) muss grundlegend geändert werden. Die Verordnung (EG) Nr. 593/2004 sollte daher aufgehoben und durch eine neue Verordnung ersetzt werden.

(4)

Um die Regelmäßigkeit der Einfuhren zu gewährleisten, ist es notwendig, den Kontingentszeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des folgenden Jahres in mehrere Teilzeiträume zu unterteilen. Die Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 begrenzt die Geltungsdauer der Lizenzen in jedem Fall auf den letzten Tag des Zollkontingentszeitraums.

(5)

Die Verwaltung der Zollkontingente ist mithilfe von Einfuhrlizenzen zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sind die Einzelheiten für die Einreichung der Anträge sowie die Angaben in den Anträgen und Lizenzen festzulegen.

(6)

Aufgrund der im Rahmen der Regelung für den Sektor Eier und Eieralbumin möglichen Spekulationsgeschäfte sind klare Vorschriften für die Inanspruchnahme der Zollkontingentsregelung durch die Wirtschaftsteilnehmer festzulegen.

(7)

Um eine angemessene Verwaltung der Zollkontingente zu gewährleisten, ist die Sicherheit für die Einfuhrlizenzen auf 20 EUR je 100 kg festzusetzen.

(8)

Im Interesse der Wirtschaftsteilnehmer sollte die Kommission die nicht beantragten Mengen feststellen und sie gemäß Artikel 7 Absatz 4 Unterabsatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 zum folgenden Teilzeitraum hinzurechnen.

(9)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Geflügelfleisch und Eier —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

(1)   Die in Anhang I aufgeführten Einfuhrzollkontingente werden für die Erzeugnisse des Sektors Eier und Eieralbumin der dort aufgeführten KN-Codes eröffnet.

Die Zollkontingente werden jährlich für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des folgenden Jahres eröffnet.

(2)   Die Erzeugnismenge, für die die Kontingente gemäß Absatz 1 gelten, der anwendbare Zollsatz, die laufenden Nummern sowie die Nummern der jeweiligen Gruppen sind in Anhang I festgesetzt.

Artikel 2

Vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen der vorliegenden Verordnung gelten die Bestimmungen der Verordnungen (EG) Nr. 1291/2000 und (EG) Nr. 1301/2006.

Artikel 3

(1)   Die für den jährlichen Kontingentszeitraum für die Gruppe Nr. E1 festgesetzte Menge wird wie folgt auf vier Teilzeiträume aufgeteilt:

a)

20 % für den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September;

b)

30 % für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember;

c)

30 % für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März;

d)

20 % für den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni.

(2)   Die für den jährlichen Kontingentszeitraum für die Gruppen E2 und E3 festgesetzte Menge wird wie folgt auf vier Teilzeiträume aufgeteilt:

a)

25 % für den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September;

b)

25 % für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember;

c)

25 % für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März;

d)

25 % für den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni.

(3)   Im Rahmen der vorliegenden Verordnung erfolgt die Umrechnung des Gewichts in Schaleneiäquivalent nach den in Anhang 69 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission (6) festgelegten pauschalen Ausbeutesätzen.

Artikel 4

(1)   Für die Anwendung von Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 übermitteln die Antragsteller bei der Einreichung ihres ersten Antrags auf Erteilung einer Einfuhrlizenz für einen bestimmten Kontingentszeitraum den Nachweis, dass sie in jedem der beiden Zeiträume gemäß dem genannten Artikel 5 mindestens 50 Tonnen (Schaleneiäquivalent) der unter die Verordnung (EWG) Nr. 2771/75 oder die Verordnung (EWG) Nr. 2783/75 fallenden Erzeugnisse ein- bzw. ausgeführt haben oder dass sie gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates (7) für das Behandeln von Eiprodukten zugelassen sind.

(2)   In dem Lizenzantrag darf nur eine der in Anhang I der vorliegenden Verordnung genannten laufenden Nummern angegeben sein. Der Lizenzantrag darf sich auf mehrere unter verschiedene KN-Codes fallende Erzeugnisse beziehen. In diesem Fall sind sämtliche KN-Codes in Feld 16 und die jeweiligen Bezeichnungen in Feld 15 des Lizenzantrags und der Lizenz anzugeben. Bei den Gruppen E2 und E3 wird die Gesamtmenge in Schaleneiäquivalent umgerechnet.

Der Lizenzantrag ist für mindestens eine Tonne und höchstens 10 % der Menge zu stellen, die für das betreffende Kontingent in dem jeweiligen Teilzeitraum verfügbar ist.

(3)   Der Lizenzantrag und die Lizenz enthalten folgende Angaben:

a)

in Feld 8 die Angabe des Ursprungslands;

b)

in Feld 20 eine der in Anhang II Teil A aufgeführten Angaben.

Die Lizenz enthält in Feld 24 eine der in Anhang II Teil B aufgeführten Angaben.

Artikel 5

(1)   Die Lizenzanträge müssen in den ersten sieben Tagen des Monats gestellt werden, der dem jeweiligen Teilzeitraum gemäß Artikel 3 vorausgeht.

(2)   Zusammen mit den Anträgen auf Erteilung einer Einfuhrlizenz ist eine Sicherheit von 20 EUR/100 kg zu stellen.

(3)   Abweichend von Artikel 6 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 kann jeder Antragsteller mehrere Anträge auf Einfuhrlizenzen für die unter eine einzige laufende Nummer fallenden Erzeugnisse stellen, wenn diese Erzeugnisse aus mehreren unterschiedlichen Ursprungsländern stammen. Die Anträge, die jeweils nur ein einziges Ursprungsland betreffen, müssen bei der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaats gleichzeitig eingereicht werden. Sie gelten hinsichtlich der in Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 2 der vorliegenden Verordnung genannten Höchstmenge als einziger Antrag.

(4)   Die Mitgliedstaaten melden der Kommission spätestens am fünften Tag nach Ablauf der Antragsfrist die beantragten Gesamtmengen für jede Gruppe, ausgedrückt in Kilogramm (Schaleneiäquivalent).

(5)   Die Lizenzen werden ab dem siebten Arbeitstag und spätestens am elften Arbeitstag nach Ablauf der Meldefrist gemäß Absatz 4 erteilt.

(6)   Die Kommission bestimmt gegebenenfalls die Mengen, für die keine Anträge gestellt wurden und die automatisch zu der für den folgenden Teilzeitraum festgelegten Menge hinzugerechnet werden.

Artikel 6

(1)   Abweichend von Artikel 11 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 melden die Mitgliedstaaten der Kommission vor Ablauf des ersten Monats eines jeden Teilzeitraums die Gesamtmengen, ausgedrückt in Kilogramm (Schaleneiäquivalent), für die Lizenzen gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b der genannten Verordnung erteilt worden sind.

(2)   Die Mitgliedstaaten melden der Kommission vor Ablauf des vierten auf den jeweiligen jährlichen Kontingentszeitraum folgenden Monats die in dem betreffenden Zeitraum für jede laufende Nummer gemäß der vorliegenden Verordnung in den freien Verkehr gebrachten Mengen, aufgeschlüsselt nach KN-Code und Ursprung und ausgedrückt in Kilogramm (Schaleneiäquivalent).

(3)   Abweichend von Artikel 11 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 melden die Mitgliedstaaten der Kommission die Mengen, ausgedrückt in Kilogramm (Schaleneiäquivalent), die im Rahmen der Einfuhrlizenzen nicht oder nur teilweise ausgeschöpft wurden, das erste Mal zusammen mit dem Antrag für den letzten Teilzeitraum und ein weiteres Mal vor Ablauf des vierten auf den jeweiligen Jahreszeitraum folgenden Monats.

Artikel 7

(1)   Abweichend von Artikel 23 der Verordnung (EG) Nr. 1291/2000 beträgt die Geltungsdauer der Einfuhrlizenzen 150 Tage ab dem ersten Tag des Teilzeitraums, für den sie erteilt wurden.

(2)   Unbeschadet des Artikels 9 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1291/2000 ist die Übertragung der Rechte im Rahmen der Lizenzen auf Übernehmer beschränkt, die die Zulassungsbedingungen gemäß Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1301/2006 und Artikel 4 Absatz 1 der vorliegenden Verordnung erfüllen.

Artikel 8

Die Verordnung (EG) Nr. 593/2004 wird aufgehoben.

Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung und sind nach Maßgabe der Entsprechungstabelle in Anhang III zu lesen.

Artikel 9

Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab dem 1. Juni 2007.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 282 vom 1.11.1975, S. 49. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 679/2006 (ABl. L 119 vom 4.5.2006, S. 1).

(2)  ABl. L 282 vom 1.11.1975, S. 104. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2916/95 der Kommission (ABl. L 305 vom 19.12.1995, S. 49).

(3)  ABl. L 152 vom 24.6.2000, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1913/2006 (ABl. L 365 vom 21.12.2006, S. 52).

(4)  ABl. L 238 vom 1.9.2006, S. 13. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 289/2007 (ABl. L 78 vom 17.3.2007, S. 17).

(5)  ABl. L 94 vom 31.3.2004, S. 10. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1722/2006 (ABl. L 322 vom 22.11.2006, S. 3).

(6)  ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1.

(7)  ABl. L 139 vom 30.4.2004, S. 55. Berichtigung im ABl. L 226 vom 25.6.2004, S. 22.


ANHANG I

(in Tonnen)

Nummer der Gruppe

Laufende Nummer

KN-Code

Anwendbarer Zollsatz (EUR/Tonne Produktgewicht)

Jährliche Zollkontingente

E1

09.4015

0407 00 30

152

135 000

E2

09.4401

0408 11 80

711

7 000 (1)

0408 19 81

310

0408 19 89

331

0408 91 80

687

0408 99 80

176

E3

09.4402

3502 11 90

617

15 500 (1)

3502 19 90

83


(1)  Schaleneiäquivalent. Umrechnung nach den in Anhang 69 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 (ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1) festgelegten pauschalen Ausbeutesätzen.


ANHANG II

A.

Angaben gemäß Artikel 4 Absatz 3 Unterabsatz 1 Buchstabe b

Bulgarisch

:

Регламент (ЕО) № 539/2007.

Spanisch

:

Reglamento (CE) no 539/2007.

Tschechisch

:

Nařízení (ES) č. 539/2007.

Dänisch

:

Forordning (EF) nr. 539/2007.

Deutsch

:

Verordnung (EG) Nr. 539/2007.

Estnisch

:

Määrus (EÜ) nr 539/2007.

Griechisch

:

Kανονισμός (ΕΚ) αριθ. 539/2007.

Englisch:

:

Regulation (EC) No 539/2007.

Französisch

:

Règlement (CE) no 539/2007.

Italienisch

:

Regolamento (CE) n. 539/2007.

Lettisch

:

Regula (EK) Nr. 539/2007.

Litauisch

:

Reglamentas (EB) Nr. 539/2007.

Ungarisch

:

539/2007/EK rendelet.

Maltesisch

:

Ir-Regolament (KE) Nru 539/2007.

Niederländisch

:

Verordening (EG) nr. 539/2007.

Polnisch

:

Rozporządzenie (WE) nr 539/2007.

Portugiesisch

:

Regulamento (CE) n.o 539/2007.

Rumänisch

:

Regulamentul (CE) nr. 539/2007.

Slowakisch

:

Nariadenie (ES) č. 539/2007.

Slowenisch

:

Uredba (ES) št. 539/2007.

Finnisch

:

Asetus (EY) N:o 539/2007.

Schwedisch

:

Förordning (EG) nr 539/2007.

B.

Angaben gemäß Artikel 4 Absatz 3 Unterabsatz 2

Bulgarisch

:

намаляване на Общата митническа тарифа съгласно предвиденото в Регламент (ЕО) № 539/2007.

Spanisch

:

reducción del arancel aduanero común prevista en el Reglamento (CE) no 539/2007.

Tschechisch

:

snížení společné celní sazby tak, jak je stanoveno v nařízení (ES) č. 539/2007.

Dänisch

:

toldnedsættelse som fastsat i forordning (EF) nr. 539/2007.

Deutsch

:

Ermäßigung des Zollsatzes nach dem GZT gemäß der Verordnung (EG) Nr. 539/2007.

Estnisch

:

ühise tollitariifistiku maksumäära alandamine vastavalt määrusele (EÜ) nr 539/2007.

Griechisch

:

Μείωση του δασμού του κοινού δασμολογίου, όπως προβλέπεται στον κανονισμό (ΕΚ) αριθ. 539/2007.

Englisch

:

reduction of the Common Customs Tariff pursuant to Regulation (EC) No 539/2007.

Französisch

:

réduction du tarif douanier commun comme prévu au règlement (CE) no 539/2007.

Italienisch

:

riduzione del dazio della tariffa doganale comune a norma del regolamento (CE) n. 539/2007.

Lettisch

:

Regulā (EK) Nr. 539/2007 paredzētais vienotā muitas tarifa samazinājums.

Litauisch

:

bendrojo muito tarifo muito sumažinimai, nustatyti Reglamente (EB) Nr. 539/2007.

Ungarisch

:

a közös vámtarifában szereplő vámtétel csökkentése a 539/2007/EK rendelet szerint.

Maltesisch

:

tnaqqis tat-tariffa doganali komuni kif jipprovdi r-Regolament (KE) Nru 539/2007.

Niederländisch

:

Verlaging van het gemeenschappelijke douanetarief overeenkomstig Verordening (EG) nr. 539/2007.

Polnisch

:

Cła WTC obniżone jak przewidziano w rozporządzeniu (WE) nr 539/2007.

Portugiesisch

:

redução da Pauta Aduaneira Comum como previsto no Regulamento (CE) n.o 539/2007.

Rumänisch

:

reducerea Tarifului Vamal Comun astfel cum este prevăzut în Regulamentul (CE) nr. 539/2007.

Slowakisch

:

Zníženie spoločnej colnej sadzby, ako sa ustanovuje v nariadení (ES) č. 539/2007.

Slowenisch

:

znižanje skupne carinske tarife v skladu z Uredbo (ES) št. 539/2007.

Finnisch

:

Asetuksessa (EY) N:o 539/2007 säädetty yhteisen tullitariffin alennus.

Schwedisch

:

nedsättning av den gemensamma tulltaxan i enlighet med förordning (EG) nr. 539/2007.


ANHANG III

Entsprechungstabelle

Verordnung (EG) Nr. 593/2004

Vorliegende Verordnung

Artikel 1

Artikel 1

Artikel 2

Artikel 3

Artikel 3

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a

Artikel 4 Absatz 1

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b

Artikel 4 Absatz 2

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c

Artikel 4 Absatz 3

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe d

Artikel 4 Absatz 3

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e

Artikel 4 Absatz 3

Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 1

Artikel 5 Absatz 1

Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 2

Artikel 5 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 2 Unterabsatz 3

Artikel 4 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 3

Artikel 5 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 4 Unterabsatz 1

Artikel 4 Absatz 4

Artikel 5 Absatz 4 Unterabsatz 2

Artikel 5 Absatz 5

Artikel 5 Absatz 6

Artikel 5 Absatz 5

Artikel 5 Absatz 7

Artikel 5 Absatz 8 Unterabsatz 1

Artikel 6 Absatz 2

Artikel 5 Absatz 8 Unterabsatz 2

Artikel 6 Absatz 1

Artikel 5 Absatz 1

Artikel 6 Absatz 2

Artikel 7 Absatz 1

Artikel 7 Absatz 2

Artikel 7 Absatz 2

Artikel 8 Absatz 1

Artikel 8 Absatz 2

Artikel 2

Anhang I

Anhang I

Anhang II

Anhang III

Anhang IV

Anhang V

Anhang VI

Anhang III


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/26


VERORDNUNG (EG) Nr. 540/2007 DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1483/2006 hinsichtlich der Mengen für die Dauerausschreibungen zum Wiederverkauf von Getreide aus Beständen der Interventionsstellen der Mitgliedstaaten auf dem Gemeinschaftsmarkt

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 des Rates vom 29. September 2003 über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1), insbesondere auf Artikel 6,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Mit der Verordnung (EG) Nr. 1483/2006 der Kommission (2) wurden Dauerausschreibungen zum Wiederverkauf von Getreide aus Beständen der Interventionsstellen der Mitgliedstaaten auf dem Gemeinschaftsmarkt eröffnet.

(2)

Aufgrund der Marktlage für Mais in der Gemeinschaft und der Entwicklung der Nachfrage in verschiedenen Regionen während der vergangenen Wochen müssen in bestimmten Mitgliedstaaten weitere Getreidemengen aus Interventionsbeständen zur Verfügung gestellt werden. Daher sind die Interventionsstellen der betreffenden Mitgliedstaaten zu ermächtigen, die ausgeschriebenen Mengen aufzustocken. Diese Aufstockungen betreffen Mais mit 500 000 Tonnen in Ungarn.

(3)

Die Verordnung (EG) Nr. 1483/2006 ist daher entsprechend zu ändern.

(4)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Getreide —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1483/2006 erhält die Fassung im Anhang der vorliegenden Verordnung.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Mariann FISCHER BOEL

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 270 vom 21.10.2003, S. 78. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1154/2005 der Kommission (ABl. L 187 vom 19.7.2005, S. 11).

(2)  ABl. L 276 vom 7.10.2006, S. 58. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 385/2007 (ABl. L 96 vom 11.4.2007, S. 9).


ANHANG

„ANHANG I

LISTE DER AUSSCHREIBUNGEN

Mitgliedstaat

Für den Verkauf auf dem Binnenmarkt bereitgestellte Mengen

(Tonnen)

Interventionsstelle

Name, Anschrift und Telekommunikationsangaben

Weichweizen

Gerste

Mais

Roggen

Belgique/België

51 859

6 340

Bureau d'intervention et de restitution belge

Rue de Trèves, 82

B-1040 Bruxelles

Tel.: (32-2) 287.24.78

Fax: (32-2) 287.25.24

E-Mail: webmaster@birb.be

Website: www.birb.be

БЪЛГАРИЯ

State Fund Agriculture

136, Tzar Boris III Blvd.

1618, Sofia, Bulgaria

Tel.: (359 2) 81 87 202

Fax: (359 2) 81 87 267

E-Mail: dfz@dfz.bg

Website: www.mzgar.government.bg

Česká republika

0

0

0

Statní zemědělsky intervenční fond

Odbor rostlinných komodit

Ve Smečkách 33

CZ-110 00, Praha 1

Tel.: (420) 222 871 667 – 222 871 403

Fax: (420) 296 806 404

E-Mail: dagmar.hejrovska@szif.cz

Website: www.szif.cz

Danmark

174 021

28 830

Direktoratet for FødevareErhverv

Nyropsgade 30

DK-1780 København

Tel.: (45) 33 95 88 07

Fax: (45) 33 95 80 34

E-Mail: mij@dffe.dk und pah@dffe.dk

Website: www.dffe.dk

Deutschland

1 948 269

767 343

432 715

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Deichmanns Aue 29

D-53179 Bonn

Tel.: (49-228) 68 45-3704

Fax 1: (49-228) 68 45-3985

Fax 2: (49-228) 68 45-3276

E-Mail: pflanzlErzeugnisse@ble.de

Website: www.ble.de

Eesti

0

0

Pŏllumajanduse Registrite ja Informatsiooni Amet

Narva mnt. 3, 51009 Tartu

Tel.: (372) 7371 200

Fax: (372) 7371 201

E-Mail: pria@pria.ee

Website: www.pria.ee

Eire/Ireland

0

Intervention Operations, OFI, Subsidies & Storage Division,

Department of Agriculture & Food

Johnstown Castle Estate, County Wexford

Tel.: 353 53 91 63400

Fax: 353 53 91 42843

Website: www.agriculture.gov.ie

Elláda

Payment and Control Agency for Guidance and Guarantee Community Aids (O.P.E.K.E.P.E)

241, Archarnon str., GR-104 46 Athens

Tel.: (30-210) 212.4787 & 4754

Fax: (30-210) 212.4791

E-Mail: ax17u073@minagric.gr

Website: www.opekepe.gr

España

S. Gral. Intervención de Mercados (FEGA)

C/Almagro 33 — 28010 Madrid — España

Tel.: (34-91) 3474765

Fax: (34-91) 3474838

E-Mail: sgintervencion@fega.mapa.es

Website: www.fega.es

France

28 724

318 778

Office national interprofessionnel des grandes cultures (ONIGC)

21, avenue Bosquet

F-75326 Paris Cedex 07

Tel.: (33-1) 44 18 22 29 et 23 37

Fax: (33-1) 44 18 20 08 - (33-1) 44 18 20 80

E-Mail: f.abeasis@onigc.fr

Website: www.onic.fr

Italia

Agenzia per le Erogazioni in Agricoltura — AGEA

Via Torino, 45, 00184 Roma

Tel.: (39) 0649499755

Fax: (39)0649499761

E-Mail: d.spampinato@agea.gov.it

Website: www.enterisi.it

Kypros/Kibris

 

Latvija

27 020

0

Lauku atbalsta dienests

Republikas laukums 2,

Rīga, LV – 1981

Tel.: (371) 702 7893

Fax: (371) 702 7892

E-Mail: lad@lad.gov.lv

Website: www.lad.gov.lv

Lietuva

0

35 492

The Lithuanian Agricultural and Food Products Market regulation Agency

L. Stuokos-Guceviciaus Str. 9–12,

Vilnius, Lithuania

Tel.: (370-5) 268 5049

Fax: (370-5) 268 5061

E-Mail: info@litfood.lt

Website: www.litfood.lt

Luxembourg

Office des licences

21, rue Philippe II,

Boîte postale 113

L-2011 Luxembourg

Tel.: (352) 478 23 70

Fax (352) 46 61 38

Telex: 2 537 AGRIM LU

Magyarország

450 000

19 011

2 400 000

Mezőgazdasági és Vidékfejlesztési Hivatal

Soroksári út. 22–24

H-1095 Budapest

Tel.: (36) 1 219 45 76

Fax: (36) 1 219 89 05

E-Mail: ertekesites@mvh.gov.hu

Website: www.mvh.gov.hu

Malta

 

Nederland

Dienst Regelingen Roermond

Postbus 965, NL-6040 AZ Roermond

Tel.: (31) 475 355 486

Fax: (31) 475 318939

E-Mail: p.a.c.m.van.de.lindeloof@minlnv.nl

Website: www9.minlnv.nl

Österreich

0

22 461

0

AMA (Agrarmarkt Austria)

Dresdnerstraße 70

A-1200 Wien

Tel.:

(43-1) 33151 258

(43-1) 33151 328

Fax:

(43-1) 33151 4624

(43-1) 33151 4469

E-Mail: referat10@ama.gv.at

Website: www.ama.at/intervention

Polska

44 440

41 927

0

Agencja Rynku Rolnego

Biuro Produktów Roślinnych

Nowy Świat 6/12

PL-00-400 Warszawa

Tel.: (48) 22 661 78 10

Fax: (48) 22 661 78 26

E-Mail: cereals-intervention@arr.gov.pl

Website: www.arr.gov.pl

Portugal

Instituto Nacional de Intervenção e Garantia Agrícola (INGA)

R. Castilho, n.o 45-51,

1269-163 Lisboa

Tel.:

(351) 21 751 85 00

(351) 21 384 60 00

Fax: (351) 21 384 61 70

E-Mail:

inga@inga.min-agricultura.pt

edalberto.santana@inga.min-agricultura.pt

Website: www.inga.min-agricultura.pt

România

Agenția de Plați și Intervenție pentru Agricultura

B-dul Carol I, nr. 17, sector 2

București 030161

România

Tel. (40) 21 3054802 + 40 21 3054842

Fax (40) 21 3054803

Website: www.apia.org.ro

Slovenija

Agencija Republike Slovenije za kmetijske trge in razvoj podeželja

Dunajska 160, 1000 Ljubjana

Tel.: (386) 1 580 76 52

Fax: (386) 1 478 92 00

E-Mail: aktrp@gov.si

Website: www.arsktrp.gov.si

Slovensko

0

0

227 699

Pôdohospodárska platobná agentúra

Oddelenie obilnín a škrobu

Dobrovičova 12

SK-815 26 Bratislava

Tel.: (421-2) 58 24 32 71

Fax: (421-2) 53 41 26 65

E-Mail: jvargova@apa.sk

Website: www.apa.sk

Suomi/Finland

30 000

95 332

Maa- ja metsätalousministeriö (MMM)

Interventioyksikkö – Intervention Unit

Malminkatu 16, Helsinki

PL 30

FIN-00023 Valtioneuvosto

Tel.: (358-9) 16001

Fax:

(358-9) 1605 2772

(358-9) 1605 2778

E-Mail: intervention.unit@mmm.fi

Website: www.mmm.fi

Sverige

172 272

58 004

Statens Jordbruksverk

SE-55182 Jönköping

Tel.: (46) 36 15 50 00

Fax: (46) 36 19 05 46

Fax: (46) 36 19 05 46

Website: www.sjv.se

United Kingdom

24 825

Rural Payments Agency

Lancaster House

Hampshire Court

Newcastle upon Tyne

NE4 7YH

Tel.: (44) 191 226 5882

Fax: (44)191 226 5824

E-Mail: cerealsintervention@rpa.gsi.gov.uk

Website: www.rpa.gov.uk

:

keine Interventionsbestände.“


RICHTLINIEN

16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/31


RICHTLINIE 2007/27/EG DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Änderung bestimmter Anhänge der Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates bezüglich der dort festgesetzten Rückstandshöchstgehalte für Etoxazol, Indoxacarb, Mesosulfuron, 1-Methylcyclopropen, MCPA und MCPB, Tolylfluanid und Triticonazol

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Richtlinie 86/362/EWG des Rates vom 24. Juli 1986 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Getreide (1), insbesondere auf Artikel 10,

gestützt auf die Richtlinie 86/363/EWG des Rates vom 24. Juli 1986 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Lebensmitteln tierischen Ursprungs (2), insbesondere auf Artikel 10,

gestützt auf die Richtlinie 90/642/EWG des Rates vom 27. November 1990 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in bestimmten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse (3), insbesondere auf Artikel 7,

gestützt auf die Richtlinie 91/414/EWG des Rates vom 15. Juli 1991 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (4), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Die folgenden bereits vorhandenen Wirkstoffe wurden in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufgenommen: MCPA und MCPB durch die Richtlinie 2005/57/EG der Kommission (5), Tolylfluanid durch die Richtlinie 2006/6/EG der Kommission (6), Triticonazol durch die Richtlinie 2006/39/EG der Kommission (7).

(2)

Die folgenden neuen Wirkstoffe wurden in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufgenommen: Etoxazol durch die Richtlinie 2005/34/EG der Kommission (8), Mesosulfuron durch die Richtlinie 2003/119/EG der Kommission (9), Indoxacarb durch die Richtlinie 2006/10/EG der Kommission (10) und 1-Methylcyclopropen durch die Richtlinie 2006/19/EG der Kommission (11).

(3)

Die Aufnahme der betreffenden Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG stützte sich auf die Bewertung der Informationen über die vorgeschlagene Anwendung. Einige Mitgliedstaaten haben gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f der genannten Richtlinie Informationen zu dieser Anwendung übermittelt. Diese Informationen wurden geprüft und für ausreichend befunden, um bestimmte Rückstandshöchstgehalte festsetzen zu können.

(4)

Gibt es weder einen gemeinschaftlichen Rückstandshöchstgehalt noch einen vorläufigen Rückstandshöchstgehalt, so müssen die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f der Richtlinie 91/414/EWG einen vorläufigen nationalen Rückstandshöchstgehalt festsetzen, bevor Pflanzenschutzmittel, die den betreffenden Wirkstoff enthalten, zugelassen werden dürfen.

(5)

Die gemeinschaftlichen Rückstandshöchstgehalte und die vom Codex Alimentarius empfohlenen Gehalte werden nach ähnlichen Verfahren festgesetzt und bewertet. Es gibt eine Reihe von Codex-Höchstgehalten für Tolylfluanid; sie wurden ebenfalls berücksichtigt. Die auf den Codex-Höchstgehalten beruhenden Rückstandshöchstgehalte wurden vor dem Hintergrund der Gefahr für die Verbraucher bewertet. Bei Zugrundelegung der toxikologischen Endpunkte, die auf den der Kommission vorliegenden Studien basieren, wurden keine Risiken festgestellt.

(6)

In den Prüfberichten der Kommission, die im Hinblick auf die Aufnahme der betreffenden Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG erstellt wurden, wurden die zulässige Tagesdosis (Acceptable Daily Intake — ADI) und, soweit erforderlich, die akute Referenzdosis (Acute Reference Dose — ARfD) für diese Wirkstoffe festgesetzt. Die Verbraucherexposition bei Aufnahme von Lebensmitteln, die mit den betreffenden Wirkstoffen behandelt wurden, wurde nach Gemeinschaftsmethoden geprüft. Ferner wurde den von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Leitlinien (12) und der Stellungnahme des Wissenschaftlichen Ausschusses „Pflanzen“ (13) zur angewandten Methode Rechnung getragen. Es wurde der Schluss gezogen, dass die vorgeschlagenen Rückstandshöchstgehalte nicht zu einer Überschreitung dieser ADI oder ARfD führen werden.

(7)

Um einen angemessenen Schutz der Verbraucher vor Rückständen zu gewährleisten, die sich aus nicht zulässigen Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln ergeben, ist es ratsam, für die betreffenden Erzeugnis/Schädlingsbekämpfungsmittel-Kombinationen die jeweilige untere analytische Bestimmungsgrenze als vorläufigen Rückstandshöchstgehalt festzusetzen.

(8)

Die Festsetzung solcher vorläufigen Rückstandshöchstgehalte auf Gemeinschaftsebene hindert die Mitgliedstaaten jedoch nicht daran, gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f der Richtlinie 91/414/EWG und gemäß Anhang VI derselben Richtlinie vorläufige Rückstandshöchstgehalte für die betreffenden Stoffe festzusetzen. Ein Zeitraum von vier Jahren dürfte für die Zulassung weiterer Anwendungszwecke dieser Stoffe ausreichend sein. Danach sollte der vorläufige gemeinschaftliche Rückstandshöchstgehalt endgültig werden.

(9)

Daher müssen die in den Anhängen der Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG festgesetzten Rückstandshöchstgehalte geändert werden, um eine ordnungsgemäße Überwachung und Kontrolle des Anwendungsverbots zu ermöglichen und die Verbraucher zu schützen.

(10)

Die Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG sollten entsprechend geändert werden.

(11)

Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:

Artikel 1

Die Richtlinie 86/362/EWG wird entsprechend Anhang I der vorliegenden Richtlinie geändert.

Artikel 2

Die Richtlinie 86/363/EWG wird entsprechend Anhang II der vorliegenden Richtlinie geändert.

Artikel 3

Die Richtlinie 90/642/EWG wird entsprechend Anhang III der vorliegenden Richtlinie geändert.

Artikel 4

(1)   Die Mitgliedstaaten erlassen und veröffentlichen spätestens am 16. November 2007 die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um dieser Richtlinie nachzukommen. Sie teilen der Kommission unverzüglich den Wortlaut dieser Rechtsvorschriften mit und fügen eine Entsprechungstabelle dieser Rechtsvorschriften und der vorliegenden Richtlinie bei.

Sie wenden diese Vorschriften ab 17. November 2007 an.

Bei Erlass dieser Vorschriften nehmen die Mitgliedstaaten in den Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.

(2)   Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.

Artikel 5

Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Artikel 6

Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Markos KYPRIANOU

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 221 vom 7.8.1986, S. 37. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/11/EG der Kommission (ABl. L 63 vom 1.3.2007, S. 26).

(2)  ABl. L 221 vom 7.8.1986, S. 43. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/11/EG der Kommission.

(3)  ABl. L 350 vom 14.12.1990, S. 71. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/12/EG der Kommission (ABl. L 59 vom 27.2.2007, S. 75).

(4)  ABl. L 230 vom 19.8.1991, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/25/EG der Kommission (ABl. L 106 vom 24.4.2007, S. 34).

(5)  ABl. L 246 vom 22.9.2005, S. 14.

(6)  ABl. L 12 vom 18.1.2006, S. 21.

(7)  ABl. L 104 vom 13.4.2006, S. 30.

(8)  ABl. L 125 vom 18.5.2005, S. 5.

(9)  ABl. L 325 vom 12.12.2003, S. 41.

(10)  ABl. L 25 vom 28.5.2006, S. 24.

(11)  ABl. L 44 vom 15.2.2006, S. 15.

(12)  „Guidelines for predicting dietary intake of pesticide residues“ (überarbeitete Fassung), erstellt vom GEMS/Food Programme in Zusammenarbeit mit dem Codex Committee on Pesticide Residues, veröffentlicht von der Weltgesundheitsorganisation 1997 (WHO/FSF/FOS/97.7).

(13)  Stellungnahme zu Fragen im Zusammenhang mit der Änderung der Anhänge der Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates (vom SCP am 14. Juli 1998 abgegeben) (http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/index_en.html).


ANHANG I

In Anhang II Teil A der Richtlinie 86/362/EWG werden folgende Zeilen angefügt:

„Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln

Höchstgehalt (mg/kg)

Etoxazol

0,02 (1)  (2)

Getreide

Indoxacarb als Summe der Isomeren S und R

0,02 (1)  (2)

Getreide

MCPA, MCPB einschließlich ihrer Salze, Ester und Konjugate, ausgedrückt als MCPA

0,05 (1)  (2)

Getreide

Tolylfluanid (Summe von Tolylfluanid und Dimethylaminosulfotoluidid, ausgedrückt als Tolylfluanid)

0,05 (1)  (2)

Getreide

Mesosulfuronmethyl, ausgedrückt als Mesosulfuron

0,01 (1)  (2)

Getreide

Triticonazol

0,01 (1)  (2)

Getreide

1-Methylcyclopropen

0,01 (1)  (2)

Getreide


(1)  Untere analytische Bestimmungsgrenze.

(2)  Vorläufiger Rückstandshöchstgehalt gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f der Richtlinie 91/414/EWG, der — sofern er nicht geändert wird — mit Wirkung vom 5. Juni 2011 endgültig wird.“


ANHANG II

In Anhang II Teil A der Richtlinie 86/363/EWG werden folgende Zeilen angefügt:

 

Höchstgehalt (mg/kg)

Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln

Bei Fleisch, einschließlich Fett, Fleischzubereitungen, Schlachtnebenerzeugnissen und tierischen Fetten, aufgeführt in Anhang I unter den KN-Codes ex 0201, 0202, 0203, 0204, 0205, 0206, 0207, ex 0208, 0209, 0210, 1601 und 1602

Bei Milch und Milcherzeugnissen, aufgeführt in Anhang I unter den KN-Codes 0401, 0402, 0405 und 0406

Bei Frischei ohne Schale, Vogeleiern und Eigelb, aufgeführt in Anhang I unter den KN-Codes 0407 und 0408

„Indoxacarb als Summe der Isomeren S und R

Fleisch und genießbare Schlachtnebenerzeugnisse: 0,01 (1)  (2); Fett: 0,3 (2)

Milch: 0,02 (2); Milchsahne: 0,3 (2)

0,01 (1)  (2)

MCPA, MCPB und MCPA-Thioethyl, ausgedrückt als MCPA

0,1 (1)  (2); genießbare Schlachtnebenerzeugnisse: 0,5 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

Tolylfluanid (Tolylfluanid analysiert als Dimethylaminosulfotoluidid und ausgedrückt als Tolylfluanid)

0,1 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,1 (1)  (2)


(1)  Untere analytische Bestimmungsgrenze.

(2)  Vorläufiger Rückstandshöchstgehalt gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f der Richtlinie 91/414/EWG, der — sofern er nicht geändert wird — mit Wirkung vom 5. Juni 2011 endgültig wird.”.


ANHANG III

Die Anhänge zur Richtlinie 90/642/EWG werden wie folgt geändert:

1.

In Anhang I, Gruppe „2. Gemüse, frisch oder ungekocht, gefroren oder getrocknet“, Titel „v) Blattgemüse und frische Kräuter“, Untertitel „a) Salate und ähnliche“, wird der Eintrag „Blätter und Blattstiele der Brassica“ ersetzt durch „Blätter und Blattstiele der Brassica einschließlich Stielmus“.

2.

In Anhang II werden folgende Spalten für Etoxazol, Indoxacarb, MCPA, MCPB, Mesosulfuron, Tolyfluanid, Triticonazol und 1 Methylcyclopropen eingefügt:

 

Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln und Rückstandshöchstgehalte (mg/kg)

Gruppen und Beispiele einzelner Erzeugnisse, für die die Rückstandshöchstgehalte gelten

Etoxazol

Indoxacarb als Summe der Isomeren S und R

MCPA, MCPB einschließlich ihrer Salze, Ester und Konjugate, ausgedrückt als MCPA

Tolylfluanid (Summe von Tolylfluanid und Dimethylaminosulfotoluidid, ausgedrückt als Tolyfluanid)

Mesosulfuronmethyl, ausgedrückt als Mesosulfuron

Triticonazol

1-Methylcyclopropen

„1.

Früchte, frisch, getrocknet oder ungekocht, durch Gefrieren haltbar gemacht, ohne Zusatz von Zucker; Schalenfrüchte

 

 

0,05 (1)  (2)

 

0,01 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

i)

ZITRUSFRÜCHTE

0,1 (2)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Grapefruit

 

 

 

 

 

 

 

Zitronen

 

 

 

 

 

 

 

Limonen

 

 

 

 

 

 

 

Mandarinen (einschließlich Clementinen und anderer Hybriden)

 

 

 

 

 

 

 

Orangen

 

 

 

 

 

 

 

Pomelos

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

ii)

SCHALENFRÜCHTE (mit oder ohne Schale)

0,02 (1)  (2)

0,05 (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Mandeln

 

 

 

 

 

 

 

Paranüsse

 

 

 

 

 

 

 

Kaschu-Nüsse

 

 

 

 

 

 

 

Esskastanien, Edelkastanien

 

 

 

 

 

 

 

Kokosnüsse

 

 

 

 

 

 

 

Haselnüsse

 

 

 

 

 

 

 

Macadamianüsse

 

 

 

 

 

 

 

Pekannüsse

 

 

 

 

 

 

 

Pinienkerne

 

 

 

 

 

 

 

Pistazien

 

 

 

 

 

 

 

Walnüsse

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

iii)

KERNOBST

0,02 (1)  (2)

 

 

3 (2)

 

 

 

Äpfel

 

0,5 (2)

 

 

 

 

 

Birnen

 

 

 

 

 

 

 

Quitten

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,3 (2)

 

 

 

 

 

iv)

STEINOBST

 

 

 

 

 

 

 

Aprikosen/Marillen

0,1 (2)

0,3 (2)

 

 

 

 

 

Kirschen

 

 

 

1 (2)

 

 

 

Pfirsiche (einschließlich Nektarinen und anderer Hybriden)

0,1 (2)

0,3 (2)

 

 

 

 

 

Pflaumen

 

 

 

0,5 (2)

 

 

 

Sonstige

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

v)

BEEREN UND KLEINOBST

 

 

 

 

 

 

 

a)

Tafel- und Keltertrauben

0,02 (1)  (2)

2 (2)

 

5 (2)

 

 

 

Tafeltrauben

 

 

 

 

 

 

 

Keltertrauben

 

 

 

 

 

 

 

b)

Erdbeeren (ohne Wildfrüchte)

0,2 (2)

0,02 (1)  (2)

 

5 (2)

 

 

 

c)

Strauchbeerenobst (ohne Wildfrüchte)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

 

5 (2)

 

 

 

Brombeeren

 

 

 

 

 

 

 

Taubeeren

 

 

 

 

 

 

 

Loganbeeren

 

 

 

 

 

 

 

Himbeeren

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

d)

Anderes Kleinobst und Beeren (ohne Wildfrüchte)

0,02 (1)  (2)

 

 

5 (2)

 

 

 

Heidelbeeren

 

 

 

 

 

 

 

Preiselbeeren

 

 

 

 

 

 

 

Johannisbeeren/Ribisel (rot, schwarz und weiß)

 

1 (2)

 

 

 

 

 

Stachelbeeren

 

1 (2)

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,02 (1)  (2)

 

 

 

 

 

e)

Wildbeeren und Wildfrüchte

0,02 (1)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

vi)

SONSTIGE FRÜCHTE

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Avocados

 

 

 

 

 

 

 

Bananen

 

 

 

 

 

 

 

Datteln

 

 

 

 

 

 

 

Feigen

 

 

 

 

 

 

 

Kiwis

 

 

 

 

 

 

 

Kumquats

 

 

 

 

 

 

 

Litschis

 

 

 

 

 

 

 

Mangos

 

 

 

 

 

 

 

Oliven (Tafeloliven)

 

 

 

 

 

 

 

Oliven (Kelteroliven)

 

 

 

 

 

 

 

Papayas

 

 

 

 

 

 

 

Passionsfrüchte

 

 

 

 

 

 

 

Ananas

 

 

 

 

 

 

 

Granatäpfel

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

2.

Gemüse, frisch oder ungekocht, gefroren oder getrocknet

 

 

 

 

0,01 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

i)

WURZEL- UND KNOLLENGEMÜSE

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Rote Rüben, Rote Bete

 

 

 

 

 

 

 

Karotten und Möhren

 

 

 

 

 

 

 

Maniok, Kassava

 

 

 

 

 

 

 

Knollensellerie

 

 

 

 

 

 

 

Meerrettich/Kren

 

 

 

 

 

 

 

Topinambur

 

 

 

 

 

 

 

Pastinaken

 

 

 

 

 

 

 

Petersilienwurzel

 

 

 

 

 

 

 

Rettiche und Radieschen

 

 

 

 

 

 

 

Schwarzwurzeln

 

 

 

 

 

 

 

Süßkartoffeln

 

 

 

 

 

 

 

Kohlrüben

 

 

 

 

 

 

 

Speiserüben

 

 

 

 

 

 

 

Yamswurzeln

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

ii)

ZWIEBELGEMÜSE

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

Knoblauch

 

 

 

0,5 (2)

 

 

 

Zwiebeln

 

 

 

0,5 (2)

 

 

 

Schalotten

 

 

 

0,5 (2)

 

 

 

Frühlingszwiebeln

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

iii)

FRUCHTGEMÜSE

 

 

 

 

 

 

 

a)

Solanaceae

 

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

Tomaten/Paradeiser

0,1 (2)

0,5 (2)

 

3 (2)

 

 

 

Paprika

 

0,3 (2)

 

2 (2)

 

 

 

Auberginen/Melanzani

0,1 (2)

0,5 (2)

 

3 (2)

 

 

 

Okra

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

b)

Cucurbitaceae mit genießbarer Schale

0,02 (1)  (2)

0,2 (2)

0,05 (1)  (2)

2 (2)

 

 

 

Gurken

 

 

 

 

 

 

 

Einlegegurken

 

 

 

 

 

 

 

Zucchini

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

c)

Cucurbitaceae mit ungenießbarer Schale

0,05 (2)

0,1 (2)

0,05 (1)  (2)

0,3 (2)

 

 

 

Melonen

 

 

 

 

 

 

 

Kürbisse

 

 

 

 

 

 

 

Wassermelonen

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

d)

Zuckermais

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

 

 

 

iv)

KOHLGEMÜSE

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

a)

Blumenkohle

 

0,3 (2)

 

 

 

 

 

Broccoli (einschließlich Calabrese)

 

 

 

1 (2)

 

 

 

Blumenkohl/Karfiol

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

b)

Kopfkohle

 

 

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Rosenkohl/Kohlsprossen

 

 

 

 

 

 

 

Kopfkohl

 

3 (2)

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,2 (1)  (2)

 

 

 

 

 

c)

Blattkohle

 

 

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Chinakohl

 

0,2 (2)

 

 

 

 

 

Grünkohl

 

0,2 (2)

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,02 (1)  (2)

 

 

 

 

 

d)

Kohlrabi

 

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

v)

BLATTGEMÜSE UND FRISCHE KRÄUTER

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

a)

Kopfsalate und ähnliche

 

 

 

20 (2)

 

 

 

Gartenkresse

 

 

 

 

 

 

 

Feldsalat/Vogerlsalat

 

 

 

 

 

 

 

Kopfsalat

 

2 (2)

 

 

 

 

 

Breitblättrige Endivie

 

2 (2)

 

 

 

 

 

Rucola

 

 

 

 

 

 

 

Blätter und Blattstiele der Brassica einschließlich Stielmus

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,02 (1)  (2)

 

 

 

 

 

b)

Spinat und ähnliche

 

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Spinat

 

 

 

 

 

 

 

Mangold

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

c)

Brunnenkresse

 

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

d)

Chicorée

 

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

e)

Frische Kräuter

 

2 (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

Kerbel

 

 

 

 

 

 

 

Schnittlauch

 

 

 

 

 

 

 

Petersilie

 

 

 

 

 

 

 

Sellerieblätter

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

 

 

 

 

 

vi)

HÜLSENGEMÜSE (frisch)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

 

 

 

 

 

Bohnen (mit Hülsen)

 

 

 

3 (2)

 

 

 

Bohnen (ohne Hülsen)

 

 

0,1 (2)

 

 

 

 

Erbsen (mit Hülsen)

 

 

0,1 (2)

3 (2)

 

 

 

Erbsen (ohne Hülsen)

 

 

0,1 (2)

 

 

 

 

Sonstige

 

 

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

 

 

 

vii)

STÄNGELGEMÜSE (frisch)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

Spargel

 

 

 

 

 

 

 

Kardonen

 

 

 

 

 

 

 

Stangensellerie

 

 

 

 

 

 

 

Fenchel

 

 

 

 

 

 

 

Artischocken

 

0,1 (2)

 

 

 

 

 

Porree

 

 

 

3 (2)

 

 

 

Rhabarber

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

viii)

PILZE

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

 

 

 

a)

Zuchtpilze

 

 

 

 

 

 

 

b)

Wildpilze

 

 

 

 

 

 

 

3.

Hülsenfrüchte

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

 

0,05 (1)  (2)

0,01 (1)

0,01 (1)  (2)

0,01 (2)

Bohnen

 

 

0,1 (2)

 

 

 

 

Linsen

 

 

 

 

 

 

 

Erbsen

 

 

0,1 (2)

 

 

 

 

Lupinen

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

4.

Ölsaaten

0,05 (1)  (2)

 

0,1 (1)  (2)

0,1 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

Leinsamen

 

 

 

 

 

 

 

Erdnüsse

 

 

 

 

 

 

 

Mohnsamen

 

 

 

 

 

 

 

Sesamsamen

 

 

 

 

 

 

 

Sonnenblumenkerne

 

 

 

 

 

 

 

Rapssamen

 

 

 

 

 

 

 

Sojabohnen

 

0,5 (2)

 

 

 

 

 

Senfkörner

 

 

 

 

 

 

 

Baumwollsamen

 

 

 

 

 

 

 

Hanfsamen

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige

 

0,05 (1)  (2)

 

 

 

 

 

5.

Kartoffeln/Erdäpfel

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

0,01 (1)  (2)

Frühkartoffeln

 

 

 

 

 

 

 

Lagerkartoffeln

 

 

 

 

 

 

 

6.

Tee (getrocknete und fermentierte oder nicht fermentierte Blätter und Stiele von Camellia sinensis)

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,1 (1)  (2)

0,1 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

7.

Hopfen (getrocknet), einschließlich Hopfenpellets und nicht konzentriertes Hopfenpulver

0,05 (1)  (2)

0,05 (1)  (2)

0,1 (1)  (2)

50 (2)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)

0,02 (1)  (2)


(1)  Untere analytische Bestimmungsgrenze.

(2)  Vorläufiger Rückstandshöchstgehalt gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f der Richtlinie 91/414/EWG, der — sofern er nicht geändert wird — mit Wirkung vom 5. Juni 2011 endgültig wird“.


II Nicht veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte, die in Anwendung des EG-Vertrags/Euratom-Vertrags erlassen wurden

ENTSCHEIDUNGEN UND BESCHLÜSSE

Kommission

16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/43


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 21. März 2007

über die Beihilferegelung C 18/2006 (ex N 524/2005), die Italien zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen durchführen wollte

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 1175)

(Nur der italienische Text ist verbindlich)

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2007/335/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 88 Absatz 2 Unterabsatz 1,

gestützt auf das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum, insbesondere auf Artikel 62 Absatz 1 Buchstabe a,

nach Aufforderung der Beteiligten zur Stellungnahme gemäß den genannten Artikeln (1),

in Erwägung nachstehender Gründe:

I.   VERFAHREN

(1)

Mit Schreiben vom 18. Oktober 2005 meldeten die italienischen Behörden die vorgenannte Beihilferegelung bei der Kommission an. Sie übermittelten der Kommission mit Schreiben vom 20. Dezember 2005, 13. März 2006 und 27. März 2006 ergänzende Angaben. Die Kommission erbat mit Schreiben vom 10. November 2005 und 8. Februar 2006 zusätzliche Informationen.

(2)

Mit Schreiben vom 16. Mai 2006 setzte die Kommission Italien von ihrem Beschluss in Kenntnis, wegen dieser Beihilfemaßnahme das Verfahren nach Artikel 88 Absatz 2 EG-Vertrag einzuleiten.

(3)

Der Beschluss der Kommission über die Einleitung des Verfahrens wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht (2). Die Kommission forderte alle Beteiligten zur Stellungnahme auf.

(4)

Italien übermittelte mit Schreiben vom 23. Juni 2006 seine Stellungnahme und kündigte darin weitere Bemerkungen zu einem spezifischen Aspekt an.

(5)

Von den übrigen Beteiligten gingen keine Stellungnahmen ein.

(6)

Die Kommission erbat mit Schreiben vom 21. September 2006 und 10. Januar 2007 zusätzliche Informationen.

(7)

Mit Schreiben vom 30. Januar 2007, das am 2. Februar 2007 bei der Kommission registriert wurde, hat Italien die Kommission von der Rücknahme der angemeldeten Maßnahme in Kenntnis gesetzt.

II.   AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER MASSNAHME

(8)

Mit der Maßnahme sollte das Wachstum von Kleinst- und Kleinunternehmen im Zuge von Konsolidierungsprozessen (Fusion oder Übernahme von Kleinst- und Kleinmunternehmen) durch die Gewährung von Steuererleichterungen gefördert werden. Die angemeldete Maßnahme hätte sich im Jahr 2006 auf 120 Mio. EUR, im Jahr 2007 auf 242 Mio. EUR und im Jahr 2008 auf 122 Mio. EUR belaufen.

(9)

Rechtsgrundlage für die Maßnahme ist Artikel 2 des Decreto legge n. 106 vom 17. Juni 2005, das in die Legge n. 156 vom 31. Juli 2005 umgewandelt wurde. Die Rechtsgrundlage enthält eine Stillhalteklausel. Die Beihilferegelung wurde nicht umgesetzt.

(10)

Italien hat im Jahr 2005 bereits eine vergleichbare Maßnahme (3) im Rahmen der Gruppenfreistellungsverordnung für KMU-Beihilfen (4) ergriffen. Bei dieser früheren Maßnahme wurde die Steuervergünstigung auf 50 % der Beratungskosten für die Fusion bzw. Übernahme begrenzt. Die italienischen Behörden haben erklärt, dass diese Maßnahme aufgrund der genannten Beschränkung nur begrenzt Erfolg hatte: Von den 132 eingegangenen Anträgen auf Steuergutschrift in Gesamthöhe von 3 442 261 EUR wurde nur 46 über einen Gesamtbetrag von 415 306 EUR stattgegeben.

III.   STELLUNGNAHME ITALIENS

(11)

Mit Schreiben vom 30. Januar 2007 haben die italienischen Behörden die Kommission davon in Kenntnis gesetzt, dass die für die fragliche Maßnahme vorgesehenen Finanzmittel für andere Zwecke verwendet worden seien; die angemeldete Maßnahme sei zurückgenommen und somit nicht durchgeführt worden.

IV.   WÜRDIGUNG

(12)

Infolge der Rücknahme der Maßnahme ist das Verfahren gegenstandslos geworden.

V.   SCHLUSSFOLGERUNG

(13)

Die Kommission hat daher beschlossen, das Verfahren nach Artikel 88 Absatz 2 EG-Vertrag einzustellen, da dieses infolge der Rücknahme der Maßnahme durch Italien gegenstandslos geworden ist —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Nachdem Italien die angemeldete Maßnahme zurückgenommen hat, ist das vorliegende Verfahren gegenstandslos geworden. Daher hat die Kommission beschlossen, das Verfahren nach Artikel 88 Absatz 2 EG-Vertrag einzustellen.

Artikel 2

Diese Entscheidung ist an die Italienische Republik gerichtet.

Brüssel, den 21. März 2007

Für die Kommission

Neelie KROES

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. C 146 vom 22.6.2006, S. 18.

(2)  Siehe Fußnote 1.

(3)  Die Maßnahme gründete sich auf Artikel 9 des Decreto legge n. 35/2005, das in die Legge n. 80/2005 umgewandelt wurde; sie wurde am 21. April 2005 bei der Kommission unter dem Aktenzeichen XS 89/05 registriert.

(4)  Verordnung (EG) Nr. 70/2001 der Kommission vom 12. Januar 2001 über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag auf staatliche Beihilfen an kleine und mittlere Unternehmen (ABl. L 10 vom 13.1.2001, S. 33).


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/45


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 8. Mai 2007

über eine Finanzhilfe der Gemeinschaft für bestimmte gemeinschaftliche Referenzlaboratorien im Bereich Tiergesundheit und lebende Tiere im Jahr 2007

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 1930)

(Nur der dänische, der deutsche, der englische, der französische, der spanische und der schwedische Text sind verbindlich)

(2007/336/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Entscheidung 90/424/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 über bestimmte Ausgaben im Veterinärbereich (1), insbesondere auf Artikel 28 Absatz 2,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über amtliche Kontrollen zur Überprüfung der Einhaltung des Lebensmittel- und Futtermittelrechts sowie der Bestimmungen über Tiergesundheit und Tierschutz (2), insbesondere auf Artikel 32 Absatz 7,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Den Gemeinschaftsreferenzlaboratorien im Bereich Tiergesundheit und lebende Tiere kann gemäß Artikel 28 Absatz 1 der Entscheidung 90/424/EWG eine Finanzhilfe der Gemeinschaft gewährt werden.

(2)

Die Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 der Kommission vom 28. November 2006 über die Modalitäten für die Gewährung der Finanzhilfe der Gemeinschaft an die Gemeinschaftsreferenzlaboratorien für Futtermittel, Lebensmittel und den Bereich Tiergesundheit (3) sieht vor, dass die Finanzhilfe der Gemeinschaft gewährt wird, wenn die genehmigten Arbeitsprogramme wirksam durchgeführt werden und die Finanzhilfeempfänger alle erforderlichen Informationen innerhalb bestimmter Fristen vorlegen.

(3)

Gemäß Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 sind die Beziehungen zwischen der Kommission und den einzelnen gemeinschaftlichen Referenzlaboratorien in einem Partnerschaftsabkommen festgelegt, das von einem mehrjährigen Arbeitsprogramm begleitet wird.

(4)

Die Kommission hat die Arbeitsprogramme und die von den Gemeinschaftsreferenzlaboratorien für das Jahr 2007 vorgelegten entsprechenden vorläufigen Haushalte geprüft.

(5)

Somit sollte den gemeinschaftlichen Referenzlaboratorien, die zur Durchführung der Aufgaben und Pflichten gemäß den folgenden Rechtsakten benannt wurden, eine Finanzhilfe der Gemeinschaft gewährt werden:

Richtlinie 2001/89/EG des Rates vom 23. Oktober 2001 über Maßnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der klassischen Schweinepest (4),

Richtlinie 92/66/EWG des Rates vom 14. Juli 1992 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit (5),

Richtlinie 92/40/EWG des Rates vom 19. Mai 1992 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Geflügelpest (6),

Richtlinie 92/119/EWG des Rates vom 17. Dezember 1992 mit allgemeinen Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung bestimmter Tierseuchen sowie besonderen Maßnahmen bezüglich der vesikulären Schweinekrankheit (7),

Richtlinie 93/53/EWG des Rates vom 24. Juni 1993 zur Festlegung von Mindestmaßnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung bestimmter Fischseuchen (8),

Richtlinie 95/70/EG des Rates vom 22. Dezember 1995 zur Festlegung von Mindestmaßnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung bestimmter Muschelkrankheiten (9),

Richtlinie 92/35/EWG des Rates vom 29. April 1992 zur Festlegung von Kontrollregeln und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pferdepest (10),

Richtlinie 2000/75/EG des Rates vom 20. November 2000 mit besonderen Bestimmungen für Maßnahmen zur Bekämpfung und Tilgung der Blauzungenkrankheit (11),

Entscheidung 2000/258/EG des Rates vom 20. März 2000 zur Bestimmung eines spezifischen Instituts, das für die Aufstellung der Kriterien für die Normung der serologischen Tests zur Kontrolle der Wirksamkeit der Tollwutimpfstoffe verantwortlich ist (12),

Richtlinie 2002/60/EG des Rates vom 27. Juni 2002 zur Festlegung von besonderen Vorschriften für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sowie zur Änderung der Richtlinie 92/119/EWG hinsichtlich der Teschener Krankheit und der Afrikanischen Schweinepest (13),

Entscheidung 96/463/EG des Rates vom 23. Juli 1996 zur Benennung der Referenzstelle, deren Aufgabe es ist, zur Vereinheitlichung der Prüfmethoden und der Bewertung der Ergebnisse reinrassiger Zuchtrinder beizutragen (14),

Richtlinie 2003/85/EG des Rates vom 29. September 2003 über Maßnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche, zur Aufhebung der Richtlinien 85/511/EWG sowie der Entscheidungen 89/531/EWG und 91/665/EWG und zur Änderung der Richtlinie 92/46/EWG (15),

Verordnung (EG) Nr. 882/2004 für Brucellose.

(6)

Die Finanzhilfen für die Durchführung und Veranstaltung von Workshops der gemeinschaftlichen Referenzlaboratorien sollten ebenfalls den Förderfähigkeitsbestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 entsprechen.

(7)

Gemäß Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 des Rates vom 21. Juni 2005 über die Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik (16) werden Programme zur Tilgung und Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen (Veterinärmaßnahmen) aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft finanziert. Für die Zwecke der Finanzkontrolle finden die Artikel 9, 36 und 37 der genannten Verordnung Anwendung.

(8)

Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Im Zusammenhang mit der klassischen Schweinepest gewährt die Gemeinschaft dem Institut für Virologie der Tierärztlichen Hochschule, Hannover, Deutschland, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang IV der Richtlinie 2001/89/EG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Instituts gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 232 000 EUR, von denen höchstens 18 000 EUR für die Organisation eines Fachworkshops über Diagnoseverfahren für die klassische Schweinepest aufgewendet werden dürfen.

Artikel 2

Im Zusammenhang mit der Newcastle-Krankheit gewährt die Gemeinschaft dem Central Veterinary Laboratory, Addlestone, Vereinigtes Königreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang V der Richtlinie 92/66/EWG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 77 000 EUR.

Artikel 3

Im Zusammenhang mit der Aviären Influenza gewährt die Gemeinschaft dem Central Veterinary Laboratory, Addlestone, Vereinigtes Königreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang V der Richtlinie 92/40/EWG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 406 000 EUR.

Artikel 4

Im Zusammenhang mit der vesikulären Schweinekrankheit gewährt die Gemeinschaft dem Pirbright Laboratory, Vereinigtes Königreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang III der Richtlinie 92/119/EWG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 126 000 EUR.

Artikel 5

Im Zusammenhang mit der Maul- und Klauenseuche gewährt die Gemeinschaft dem Pirbright Laboratory, Vereinigtes Königreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang XVI der Richtlinie 2003/85/EWG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 274 000 EUR.

Artikel 6

Im Zusammenhang mit Fischseuchen gewährt die Gemeinschaft dem dänischen Nationalen Veterinärinstitut, Århus, Dänemark, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang C der Richtlinie 93/53/EWG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Instituts gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 150 000 EUR.

Artikel 7

Im Zusammenhang mit Muschelkrankheiten gewährt die Gemeinschaft Ifremer (Institut français de recherche pour l'exploitation de la mer), La Tremblade, Frankreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang B der Richtlinie 95/70/EG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Instituts gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 90 000 EUR.

Artikel 8

Im Zusammenhang mit der Pferdepest gewährt die Gemeinschaft dem Laboratorio Central de Veterinaria de Algete, Spanien, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang I der Richtlinie 92/35/EWG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 98 000 EUR, von denen höchsten 38 000 EUR für die Veranstaltung eines Fachworkshops über Diagnosverfahren für die Pferdepest aufgewendet werden dürfen.

Artikel 9

Im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit gewährt die Gemeinschaft dem Pirbright Laboratory, Vereinigtes Königreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang II der Richtlinie 2000/75/EG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 373 000 EUR, von denen höchstens 45 000 EUR für die Veranstaltung eines Fachworkshops über Diagnoseverfahren für die Blauzungenkrankheit aufgewendet werden dürfen.

Artikel 10

Im Zusammenhang mit den serologischen Tests zur Kontrolle der Wirksamkeit der Tollwutimpfstoffe gewährt die Gemeinschaft dem Laboratorium der AFSSA (Agence française de sécurité sanitaire des aliments), Nancy, Frankreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang II der Entscheidung 2000/258/EG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 200 000 EUR.

Artikel 11

Im Zusammenhang mit der Brucellose gewährt die Gemeinschaft dem AFSSA — Laboratoire d’études et de recherches en pathologie animale et zoonoses, Maisons-Alfort, Frankreich, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Artikel 32 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 882/2004.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Laboratoriums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 250 000 EUR, von denen höchsten 35 000 EUR für einen Fachworkshop über Diagnoseverfahren für Brucellose aufgewendet werden dürfen.

Artikel 12

Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest gewährt die Gemeinschaft dem Centro de Investigación en Sanidad Animal, Valdeolmos, Madrid, Spanien, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang V der Richtlinie 2002/60/EG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 dieses Forschungszentrums im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 120 000 EUR.

Artikel 13

Zwecks Auswertung der Testergebnisse und Vereinheitlichung der Testmethoden für reinrassige Zuchtrinder gewährt die Gemeinschaft Interbull Centre, Uppsala, Schweden, eine Finanzhilfe für die Funktionen und Aufgaben gemäß Anhang II der Entscheidung 96/463/EG.

Die Finanzhilfe der Gemeinschaft beläuft sich für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 auf 100 % der zuschussfähigen Ausgaben dieses Zentrums gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1754/2006 im Rahmen des Arbeitsprogramms mit einem Höchstbetrag von 80 000 EUR.

Artikel 14

Diese Entscheidung ist gerichtet an:

Institut für Virologie der Tierärztlichen Hochschule, Hannover, Deutschland;

Central Veterinary Laboratory, Addlestone, Vereinigtes Königreich;

Pirbright Laboratory, Vereinigtes Königreich;

Danish National Veterinary Institute, Åarhus, Dänemark;

Ifremer, La Tremblade, Frankreich;

Laboratorio central de veterinaria de Madrid, Algete, Spanien;

AFSSA-Laboratorium, Nancy, Frankreich;

AFSSA — Laboratoire d’études et de recherches en pathologie animale et zoonoses, Maisons-Alfort, Frankreich;

Centro de Investigación en Sanidad Animal, Valdeolmos, Madrid, Spanien;

Interbull Centre, Uppsala, Schweden.

Brüssel, den 8. Mai 2007

Für die Kommission

Markos KYPRIANOU

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 224 vom 18.8.1990, S. 19. Entscheidung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1791/2006 (ABl. L 363 vom 20.12.2006, S. 1).

(2)  ABl. L 165 vom 30.4.2004, S. 1. Berichtigung im ABl. L 191 vom 28.5.2004, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1791/2006

(3)  ABl. L 331 vom 29.11.2006, S. 8.

(4)  ABl. L 316 vom 1.12.2001, S. 5. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG der Kommission (ABl. L 363 vom 20.12.2006, S. 352).

(5)  ABl. L 260 vom 5.9.1992, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(6)  ABl. L 167 vom 22.6.1992, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(7)  ABl. L 62 vom 15.3.1993, S. 69. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/10/EG der Kommission (ABl. L 63 vom 1.3.2007, S. 24).

(8)  ABl. L 175 vom 19.7.1993, S. 23. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(9)  ABl. L 332 vom 30.12.1995, S. 33. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(10)  ABl. L 157 vom 10.6.1992, S. 19. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(11)  ABl. L 327 vom 22.12.2000, S. 74. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(12)  ABl. L 79 vom 30.3.2000, S. 40. Entscheidung geändert durch die Entscheidung 2003/60/EG der Kommission (ABl. L 23 vom 28.1.2003, S. 30).

(13)  ABl. L 192 vom 20.7.2002, S. 27. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(14)  ABl. L 192 vom 2.8.1996, S. 19.

(15)  ABl. L 306 vom 22.11.2003, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/104/EG.

(16)  ABl. L 209 vom 11.8.2005, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 378/2007 (ABl. L 95 vom 5.4.2007, S. 1).


16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/49


ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 15. Mai 2007

zur Genehmigung der von Dänemark, Deutschland und dem Vereinigten Königreich aufgestellten Regelungen zur automatischen Aussetzung von Fanglizenzen bei Verstößen

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2007) 2036)

(Nur der dänische, der deutsche und der englische Text sind verbindlich)

(2007/337/EG)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 41/2007 des Rates vom 21. Dezember 2006 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitender Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in den Gemeinschaftsgewässern sowie für Gemeinschaftsschiffe in Gewässern mit Fangbeschränkungen (1), insbesondere auf Anhang IIA Nummer 8.1 Buchstabe h,

auf Antrag Dänemarks, Deutschlands und des Vereinigten Königreichs,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 41/2007 erhöht sich die Höchstzahl von Tagen, die ein Fischereifahrzeug vom 1. Februar 2007 bis zum 31. Januar 2008 in dem in Anhang IIA der Verordnung festgelegten geografischen Gebiet verbringen darf, wenn die Mitgliedstaaten Regelungen zur automatischen Aussetzung von Fanglizenzen bei Verstößen aufstellen.

(2)

Dänemark, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben der Kommission Angaben zu Regelungen übermittelt, nach denen bei Fischereifahrzeugen, die Fanggeräte gemäß Anhang IIA Nummer 4.1 Buchstabe a Ziffer v der Verordnung (EG) Nr. 41/2007 (Schleppnetze, Snurrewaden und ähnliche Netze, ausgenommen Baumkurren, mit Maschenöffnungen von 120 mm oder mehr) an Bord mitführen, im Fall von Verstößen die Fanglizenz automatisch ausgesetzt wird.

(3)

Aufgrund dieser Angaben sind die von den genannten Mitgliedstaaten vorgelegten Regelungen zur automatischen Aussetzung von Fanglizenzen bei Verstößen in Bezug auf solche Fischereifahrzeuge zu genehmigen —

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die von Dänemark, Deutschland und dem Vereinigten Königreich aufgestellten Regelungen zur automatischen Aussetzung von Fanglizenzen bei Verstößen werden für die Zwecke von Anhang IIA Nummer 8.1 Buchstabe h der Verordnung (EG) Nr. 41/2007 für Fischereifahrzeuge, die an Bord Schleppnetze, Snurrewaden und ähnliche Netze, ausgenommen Baumkurren, mit Maschenöffnungen von 120 mm oder mehr mitführen, genehmigt.

Artikel 2

Diese Entscheidung ist an das Königreich Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland gerichtet.

Brüssel, den 15. Mai 2007

Für die Kommission

Joe BORG

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 15 vom 20.1.2007, S. 1. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 444/2007 der Kommission (ABl. L 106 vom 24.4.2007, S. 22).


III In Anwendung des EU-Vertrags erlassene Rechtsakte

IN ANWENDUNG VON TITEL V DES EU-VERTRAGS ERLASSENE RECHTSAKTE

16.5.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 128/50


GEMEINSAMER STANDPUNKT 2007/338/GASP DES RATES

vom 14. Mai 2007

zur Verlängerung bestimmter restriktiver Maßnahmen gegen Usbekistan

DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —

gestützt auf den Vertrag über die Europäische Union, insbesondere auf Artikel 15,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Der Rat hat am 14. November 2005 als Reaktion auf die übermäßige, unverhältnismäßige und unterschiedslose Gewaltanwendung durch die usbekischen Sicherheitskräfte bei den Ereignissen in Andijan im Mai 2005 den Gemeinsamen Standpunkt 2005/792/GASP betreffend restriktive Maßnahmen gegen Usbekistan (1) angenommen. Bestimmte restriktive Maßnahmen sind mit dem Gemeinsamen Standpunkt 2006/787/GASP vom 13. November 2006 (2) verlängert worden.

(2)

Aufgrund einer Bewertung der Lage in Usbekistan hat der Rat beschlossen, die Geltungsdauer der restriktiven Maßnahmen betreffend die Einreise bestimmter Personen um einen Zeitraum von 6 Monaten zu verlängern. Während dieses Zeitraums wird der Rat die Maßnahmen im Lichte etwaiger deutlicher Veränderungen gegenüber der gegenwärtigen Lage überprüfen, insbesondere hinsichtlich der in Erwägungsgrund 7 des Gemeinsamen Standpunkts 2005/792/GASP genannten Elemente —

HAT FOLGENDEN GEMEINSAMEN STANDPUNKT ANGENOMMEN:

Artikel 1

Die in Artikel 3 des Gemeinsamen Standpunkts 2005/792/GASP genannten Maßnahmen werden um einen Zeitraum von 6 Monaten verlängert. Sie gelten für die im Anhang des vorliegenden Gemeinsamen Standpunkts aufgeführten Personen, die für die unterschiedslose und unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt in Andijan sowie für die Behinderung einer unabhängigen Untersuchung unmittelbar verantwortlich sind.

Artikel 2

Dieser Gemeinsame Standpunkt wird fortlaufend überprüft. Er wird verlängert oder gegebenenfalls geändert, wenn der Rat der Auffassung ist, dass die mit ihm verfolgten Ziele nicht erreicht wurden.

Artikel 3

Dieser Gemeinsame Standpunkt wird am Tag seiner Annahme wirksam.

Artikel 4

Dieser Gemeinsame Standpunkt wird im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Geschehen zu Brüssel am 14. Mai 2007.

Im Namen des Rates

Der Präsident

F.-W. STEINMEIER


(1)  ABl. L 299 vom 16.11.2005, S. 72.

(2)  ABl. L 318 vom 17.11.2006, S. 43.


ANHANG

Verzeichnis der in Artikel 1 genannten Personen

1.

Name, Vorname: Almatow, Sakirdschan

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Ehemaliger Innenminister

Anschrift: Taschkent, Usbekistan

Geburtsdatum:

10. Oktober 1949

Geburtsort: Taschkent, Usbekistan

Reisepass-Nr./Personalausweis-Nr.: Passnummer DA 0002600 (Diplomatenpass)

Staatsangehörigkeit: Usbekisch.

2.

Name, Vorname: Mulladschonow, Tochir Ochunowitsch

Alias: Andere Schreibweise des Namens: Mulladschanow

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Ehemaliger Erster Stellvertretender Innenminister

Anschrift: Taschkent, Usbekistan

Geburtsdatum:

10. Oktober 1950

Geburtsort: Ferghana, Usbekistan

Reisepass-Nr./Personalausweis-Nr.: Passnummer DA 0003586 (Diplomatenpass), gültig bis 5. November 2009

Staatsangehörigkeit: Usbekisch.

3.

Name, Vorname: Mirsajew, Ruslan

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Verteidigungsminister, ehemaliger Staatsberater im Nationalen Sicherheitsrat.

4.

Name, Vorname: Ergaschew, Pawel Islamowitsch

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Oberst, Kommandeur der „Center“-Militärbrigade.

5.

Name, Vorname: Mamo, Wladimir Adolfowitsch

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Generalmajor, Stellvertretender Kommandeur, Sondereinsatzbrigade des Verteidigungsministeriums.

6.

Name, Vorname: Pak, Gregori

Männlich: male

Titel, Dienststellung: Oberst, Kommandeur der Schnelleinsatzbrigade des Innenministeriums (Einheit 7332).

7.

Name, Vorname: Tadschijew, Waleri

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Oberst, Kommandeur der autonomen Einheit für Sondereinsätze (Einheit 7351).

8.

Name, Vorname: Inojatow, Rustam Raulowitsch

Geschlecht: Männlich

Titel, Dienststellung: Leiter des Staatssicherheitsdienstes (SNB)

Anschrift: Taschkent, Usbekistan

Geburtsdatum:

22. Juni 1944

Geburtsort: Scherabad, Usbekistan

Reisepass-Nr./Personalausweis-Nr.: Passnummer DA 0003171 (Diplomatenpass); ferner Diplomatenpass mit Passnummer 0001892 (war bis 15. September 2004 gültig)

Staatsangehörigkeit: Usbekisch.