ISSN 1977-088X

Amtsblatt

der Europäischen Union

C 249

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Mitteilungen und Bekanntmachungen

66. Jahrgang
14. Juli 2023


Inhalt

Seite

 

II   Mitteilungen

 

MITTEILUNGEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Europäische Kommission

2023/C 249/01

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache M.11104 — HUTCHISON PORTS SOKHNA / GOLDEN CHANCE INVESTMENT ENTERPRISE / CMA TERMINALS / JV) ( 1 )

1

2023/C 249/02

Sehr große Online-Plattformen und sehr große Suchmaschinen, die gemäß Artikel 33 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Oktober 2022 über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG (Gesetz über digitale Dienste) benannt wurden

2


 

III   Vorbereitende Rechtsakte

 

EUROPÄISCHE ZENTRALBANK

2023/C 249/03

Stellungnahme der Europäischen Zentralbank vom 6. juni 2023 zu dem Vorschlag für eine Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit (CON/2023/15)

3


 

IV   Informationen

 

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Europäische Kommission

2023/C 249/04

Euro-Wechselkurs — 13. Juli 2023

7


 

V   Bekanntmachungen

 

VERFAHREN BEZÜGLICH DER DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

 

Europäische Kommission

2023/C 249/05

Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (M.11147 – NESTLE / PAI PARTNERS / JV) — Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall ( 1 )

8

2023/C 249/06

Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (Sache M.11173 – HEDIN/TORPEDO) — Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall ( 1 )

10

2023/C 249/07

Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (Sache M.11202 – FORTUM MARKETS / TELGE ENERGI) — Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall ( 1 )

12

 

SONSTIGE RECHTSHANDLUNGEN

 

Europäische Kommission

2023/C 249/08

Veröffentlichung einer Mitteilung über die Genehmigung einer Standardänderung der Produktspezifikation eines Namens im Weinsektor gemäß Artikel 17 Absätze 2 und 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/33 der Kommission

13

2023/C 249/09

Veröffentlichung einer genehmigten Standardänderung einer Produktspezifikation einer geografischen Angabe im Spirituosensektor gemäß Artikel 8 Absätze 2 und 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/1235 der Kommission

20


 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR.

DE

 


II Mitteilungen

MITTEILUNGEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Europäische Kommission

14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/1


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache M.11104 — HUTCHISON PORTS SOKHNA / GOLDEN CHANCE INVESTMENT ENTERPRISE / CMA TERMINALS / JV)

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2023/C 249/01)

Am 7. Juli 2023 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) entschieden, keine Einwände gegen den oben genannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Binnenmarkt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden EU-Websites veröffentlicht:

der Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (https://competition-cases.ec.europa.eu/search). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/homepage.html?locale=de). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32023M11104 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1.


14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/2


Sehr große Online-Plattformen und sehr große Suchmaschinen, die gemäß Artikel 33 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Oktober 2022 über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG (Gesetz über digitale Dienste) (1) benannt wurden

(2023/C 249/02)

Benannter Dienst

Art

Datum des Benennungsbeschlusses

Datum der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU

AliExpress

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Amazon Store

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

App Store

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Bing

Sehr große Suchmaschine

25. April 2023

14. Juli 2023

Booking.com

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Facebook:

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Google Maps

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Google Play

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Google Search

Sehr große Suchmaschine

25. April 2023

14. Juli 2023

Google Shopping

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Instagram

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

LinkedIn

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Pinterest

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Snapchat

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

TikTok

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Twitter

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

YouTube

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Wikipedia

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023

Zalando

Sehr große Online-Plattform

25. April 2023

14. Juli 2023


(1)  Verordnung (EU) 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Oktober 2022 über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG (Gesetz über digitale Dienste) (ABl. L 277 vom 27.10.2022, S. 1).


III Vorbereitende Rechtsakte

EUROPÄISCHE ZENTRALBANK

14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/3


STELLUNGNAHME DER EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK

vom 6. juni 2023

zu dem Vorschlag für eine Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit

(CON/2023/15)

(2023/C 249/03)

Einleitung und Rechtsgrundlage

Am 23. Februar 2022 veröffentlichte die Europäische Kommission den Vorschlag für eine Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und zur Änderung der Richtlinie (EU) 2019/1937 (1) (nachfolgend der „Richtlinienvorschlag“).

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat beschlossen, auf eigene Initiative eine Stellungnahme zu dem Richtlinienvorschlag abzugeben. Die Zuständigkeit der EZB zur Abgabe einer Stellungnahme beruht auf Artikel 127 Absatz 4 und Artikel 282 Absatz 5 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, da der Richtlinienvorschlag Bestimmungen enthält, welche die Aufgaben der EZB im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute gemäß Artikel 127 Absatz 6 des Vertrags und den Beitrag des Europäischen Systems der Zentralbanken zur reibungslosen Durchführung der von den zuständigen Behörden auf dem Gebiet der Stabilität des Finanzsystems ergriffenen Maßnahmen gemäß Artikel 127 Absatz 5 des Vertrags betreffen. Diese Stellungnahme wurde gemäß Artikel 17.5 Satz 1 der Geschäftsordnung der Europäischen Zentralbank vom EZB-Rat verabschiedet.

1.   Allgemeine Anmerkungen

1.1.

Der Richtlinienvorschlag verlangt von bestimmten großen Unternehmen, dass diese ihrer Sorgfaltspflicht in den Bereichen Menschenrechte und Umwelt (2) nachkommen, einschließlich der Ermittlung tatsächlicher und potenzieller negativer Auswirkungen (3), der Einbeziehung der Sorgfaltspflicht in die Unternehmenspolitik (4), der Vermeidung oder Abschwächung negativer Auswirkungen (5), der Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens (6), Überwachung der Maßnahmen und Strategien (7) und der Berichterstattung (8). Zu diesem Zweck wird der Begriff „Unternehmen“ im Anwendungsbereich des Richtlinienvorschlags definiert als „ein beaufsichtigtes Finanzunternehmen“ (9), unter das wiederum unter anderem ein Kreditinstitut im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates (10) (nachfolgend ein „Kreditinstitut“ und zusammen „Kreditinstitute“) fällt.

1.2.

Darüber hinaus sind Unternehmen im Sinne des Richtlinienvorschlags, auf die er Anwendung findet, verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen auf die Menschenrechte und die Umwelt zu ermitteln, die sich aus ihren eigenen Tätigkeiten oder denen ihrer Tochterunternehmen und – sofern sie mit ihren Wertschöpfungsketten im Zusammenhang stehen – aus ihren etablierten Geschäftsbeziehungen ergeben (11). Bei beaufsichtigten Finanzunternehmen, einschließlich Kreditinstituten, umfasst der Begriff „Wertschöpfungskette“ im Richtlinienvorschlag die Tätigkeiten der Kunden, die Darlehen, Kredite und andere Finanzdienstleistungen erhalten (12). Während die Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit Menschenrechten und Umweltschutz nicht in den Zuständigkeitsbereich der EZB fällt, könnte der Richtlinienvorschlag erhebliche praktische Auswirkungen auf Kreditinstitute haben. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, im Richtlinienvorschlag Regelungen für die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den Behörden, die für die Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen des Richtlinienvorschlags durch die Kreditinstitute zuständig sind, und den für die Beaufsichtigung von Kreditinstituten zuständigen Behörden, einschließlich der EZB, vorzusehen. In diesem Zusammenhang stellt die EZB fest, dass die gesetzgebenden Organe der Union Regelungen geschaffen haben für die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den Aufsichtsbehörden auf der einen und den für die Überwachung der Einhaltung der Rechtsvorschriften der Union durch die Kreditinstitute zuständigen Aufsichtsbehörden zur Regelung anderer Tätigkeitsbereiche, die nicht in die Zuständigkeit der EZB für die Beaufsichtigung von Kreditinstituten fallen, auf der anderen Seite. Solche Regelungen wurden beispielsweise in den Bereichen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (13), Märkte für Finanzinstrumente (14) und Marktinfrastrukturen (15) geschaffen.

1.3.

Mit dem Richtlinienvorschlag wird eine zivilrechtliche Haftung für Unternehmen eingeführt, die ihre Verpflichtungen zur Vermeidung potenzieller negativer Auswirkungen und zur Behebung tatsächlicher negativer Auswirkungen nicht erfüllen, wenn aufgrund dieser Nichterfüllung ein Schaden eingetreten ist (16). Während weitere Einzelheiten der zivilrechtlichen Haftungsregelung (z. B. die Definition des abgedeckten Schadens und die Beweislast) festzulegen sind, wird davon ausgegangen, dass sich die Prozessrisiken für Banken infolge dieser Haftungsregelung erheblich erhöhen könnten. Die EZB erwartet, dass beaufsichtigte Kreditinstitute diese Risiken im Einklang mit den von der EZB mitgeteilten aufsichtlichen Erwartungen der EZB steuern. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die EZB bisher bei der Beurteilung, in welchem Umfang eine Bank Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (Environmental, Social and Governance Risks, nachfolgend „ESG-Risiken“) ausgesetzt ist, einen risikobasierten Ansatz verfolgt hat. So hat die EZB beispielsweise mitgeteilt, dass die Banken die Folgen des Übergangs zu einer nachhaltigeren Wirtschaft für ihre Transaktionen und Risikopositionen verstehen und diese Risiken in ihrer allgemeinen Risikomanagementstrategie berücksichtigen müssen (17). Aus dieser Perspektive kann eine fortgesetzte Kreditvergabe zur Finanzierung von Tätigkeiten, die hohen Übergangsrisiken (Transitionsrisiken) ausgesetzt sind, nur dann als mit einem soliden Risikomanagement vereinbar angesehen werden, wenn der Kreditnehmer über einen glaubwürdigen und wissenschaftlich fundierten Übergangsplan verfügt, der auf Paris abgestimmt ist (18), um sein Übergangsrisiko langfristig zu steuern und zu verringern. Insbesondere umfasst ein solides Management des Übergangsrisikos auch ein solides Management des Prozessrisikos. In diesem Zusammenhang betont die EZB, dass bei der Einführung einer zivilrechtlichen Haftung im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen einer solchen Kreditvergabe die Rolle der Übergangsplanung in Unternehmen berücksichtigt und anerkannt werden müsste. Im Einklang mit dem oben genannten aufsichtlichen Ansatz kann die Kreditvergabe zur Finanzierung von Tätigkeiten, die hohen Übergangsrisiken ausgesetzt sind, dennoch als mit soliden Risikomanagementkonzepten vereinbar angesehen werden, solange der marginale Beitrag der beabsichtigten oder durchgeführten Tätigkeiten mit glaubwürdigen Übergangsplänen im Einklang steht. Dies ist von entscheidender Bedeutung, damit sichergestellt ist, dass die Banken in der Lage sind, Übergangsbemühungen von Kunden zu finanzieren, die noch nicht auf die Klimaziele der EU und des Übereinkommens von Paris ausgerichtet sind, dies aber planen.

1.4.

Der Richtlinienvorschlag verpflichtet die vom ihm erfassten Unternehmen, einen Übergangsplan festzulegen, mit dem sie sicherstellen, dass das Geschäftsmodell und die Strategie des Unternehmens mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft und der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 C gemäß dem Übereinkommen von Paris vereinbar sind (19). Insbesondere muss ein Unternehmen Emissionsreduktionsziele in seinen Plan aufnehmen, wenn das Unternehmen den Klimawandel als ein Hauptrisiko einstuft. Während die Verpflichtung zur Festlegung eines Übergangsplans im Richtlinienvorschlag vorgesehen ist, sind Inhalt und praktische Anforderungen an die Offenlegung eines Übergangsplans in der Richtlinie (EU) 2022/2464 des Europäischen Parlaments und des Rates (20) (nachfolgend die „Richtlinie hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen“ oder „CSRD“) gesondert festgelegt. Eine enge Abstimmung und Kohärenz zwischen den Begriffsbestimmungen und Anforderungen des Richtlinienvorschlags und der CSRD ist daher von größter Bedeutung. Die EZB betont, dass die Kohärenz und Interoperabilität der Übergangspläne im Rahmen dieser beiden Rechtsakte sichergestellt werden muss. Es sei darauf hingewiesen, dass sich die im Richtlinienvorschlag und der CSRD geforderten Übergangspläne sowohl in ihren Zielen als auch in ihrem Zweck von Übergangsplänen unterscheiden könnten, die aus aufsichtsrechtlicher Sicht gemäß der Richtlinie 2013/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates (21) (nachfolgend die „Eigenkapitalrichtlinie“ oder „CRD“), die derzeit überarbeitet wird, erforderlich sind. Mit der CRD soll sichergestellt werden, dass Kreditinstitute ESG-Risiken umfassend bewerten und vorausschauende Überlegungen zu diesen Risiken in ihre Strategien, die Preisgestaltung, die laufende Risikoüberwachung und das Management einbeziehen, um die Widerstandsfähigkeit des Kreditinstituts zu gewährleisten.

1.5.

Im Richtlinienvorschlag werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, eine oder mehrere Aufsichtsbehörden zu benennen, die für die Überwachung der Einhaltung der im Richtlinienvorschlag festgelegten Verpflichtungen zuständig sind (22). In diesem Zusammenhang könnten die derzeit als zuständige Behörden für die Überwachung beaufsichtigter Finanzunternehmen benannten Behörden auch als Aufsichtsbehörden im Sinne des Richtlinienvorschlags für in den Anwendungsbereich des Richtlinienvorschlags fallende Finanzunternehmen benannt werden (23). Die EZB betont, dass die Überwachung der Einhaltung der im Richtlinienvorschlag festgelegten Verpflichtungen eine Aufgabe darstellt, die sich von den Aufsichtsaufgaben der nationalen zuständigen Behörden (National Competent Authorities – NCAs) im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) unterscheidet (24). Wenn die NCAs innerhalb des SSM von den Mitgliedstaaten gemäß dem Richtlinienvorschlag als Aufsichtsbehörde benannt werden sollen, sollten sie mit den erforderlichen Mitteln und Ressourcen ausgestattet werden, damit sie diese neuen Aufgaben ohne Beeinträchtigung ihrer derzeitigen Aufsichtspflichten wahrnehmen können. Darüber hinaus bekräftigt die EZB die Notwendigkeit angemessener Regelungen für die Koordinierung, die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den Behörden, die für die Überwachung der Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Richtlinienvorschlag durch die Kreditinstitute zuständig sind, und den für die Beaufsichtigung von Kreditinstituten zuständigen Behörden, einschließlich der EZB. Solche Regelungen sollten dazu beitragen, unnötige Doppelmeldungen und eine uneinheitliche Entscheidungsfindung in Bezug auf beaufsichtigte Kreditinstitute so weit wie möglich zu verhindern.

1.6.

Die Kommission richtet ein aus Vertretern der von den Mitgliedstaaten benannten Aufsichtsbehörden bestehendes europäisches Netz der Aufsichtsbehörden ein, zu dem die Kommission europäische Agenturen einladen kann, um Informationen auszutauschen, Amtshilfe zu gewähren und Maßnahmen für eine wirksame Zusammenarbeit festzulegen (25). Der Richtlinienvorschlag schließt zu Recht aus, dass der EZB die Aufgabe übertragen wird, die Einhaltung des Richtlinienvorschlags durch die ihrer direkten Aufsicht unterstehenden bedeutenden Kreditinstitute zu überwachen. Dies steht im Einklang mit der Auffassung der EZB, dass diese Aufgabe nicht in den Anwendungsbereich der Aufsichtsaufgaben fällt, die der EZB gemäß Artikel 127 Absatz 6 des Vertrags übertragen werden können. Dennoch ist es nach Auffassung der EZB von entscheidender Bedeutung, dass das vorgeschlagene europäische Netz der Aufsichtsbehörden auf die EZB in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsbehörde für Kreditinstitute ausgeweitet wird. Hierdurch würde die Koordinierung gewährleistet und eine solide Rechtsgrundlage für den Abschluss von Kooperations- und Informationsaustauschvereinbarungen zwischen der EZB und den gemäß dem Richtlinienvorschlag benannten Aufsichtsbehörden geschaffen, insbesondere in Bezug auf diejenigen beaufsichtigten Finanzunternehmen, die der direkten Beaufsichtigung durch die EZB unterliegen (d. h. bedeutende Kreditinstitute), aber gleichzeitig der Aufsicht durch die von den Mitgliedstaaten für die Zwecke des Richtlinienvorschlags benannten nationalen Aufsichtsbehörden unterliegen würden.

1.7.

Der Richtlinienvorschlag enthält eine Definition des Begriffs der Wertschöpfungskette beaufsichtigter Finanzunternehmen. Dies könnte Auswirkungen auf künftige Regulierungsrahmen haben, z. B. auf die von der Europäischen Beratergruppe für Rechnungslegung ausgearbeiteten europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (26), die von der Kommission im Rahmen der CSRD festzulegen sind. Die Begriffsbestimmung sollte im Kontext der Aufsichtsrahmen sorgfältig geprüft werden, da sie für die Anwendung im Aufsichtsrahmen möglicherweise nicht geeignet ist. Aus Sicht der Aufsicht ist es wichtig, dass beaufsichtigte Finanzunternehmen einen umfassenden Überblick über die Übergangsrisiken haben, die ihrer Wertschöpfungskette innewohnen. Daher kann es erforderlich sein, die Definition des Begriffs der Wertschöpfungskette, soweit sie beaufsichtigte Finanzunternehmen betrifft, eingehender zu analysieren und weiter zu prüfen.

1.8.

Schließlich betont die EZB, wie wichtig ein schrittweises und geordnetes Inkrafttreten des Richtlinienvorschlags ist, damit die Unternehmen ihre internen Prozesse und Geschäftsbeziehungen an die neuen Anforderungen anpassen können. Dies ist von besonderer Bedeutung, damit beaufsichtigte Finanzunternehmen in der Lage sind, eine geordnete Neubewertung der Risiken zu gewährleisten und Klippeneffekte zu vermeiden, die plötzliche Beendigungen von Finanzdienstleistungen mit potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzstabilität nach sich ziehen könnten.

Sofern die EZB eine Änderung des Richtlinienvorschlags empfiehlt, sind spezielle Redaktionsvorschläge mit Begründung hierfür in einem gesonderten technischen Arbeitsdokument aufgeführt. Das technische Arbeitsdokument steht in englischer Sprache auf EUR-Lex zur Verfügung.

Geschehen zu Frankfurt am Main am 6. Juni 2023.

Die Präsidentin der EZB

Christine LAGARDE


(1)  COM(2022) 71 final.

(2)  Siehe Artikel 4 des Richtlinienvorschlags.

(3)  Siehe Artikel 6 des Richtlinienvorschlags.

(4)  Siehe Artikel 5 des Richtlinienvorschlags.

(5)  Siehe die Artikel 7 und 8 des Richtlinienvorschlags.

(6)  Siehe Artikel 9 des Richtlinienvorschlags.

(7)  Siehe Artikel 10 des Richtlinienvorschlags.

(8)  Siehe Artikel 11 des Richtlinienvorschlags.

(9)  Siehe Artikel 3 Buchstabe a Ziffer iv des Richtlinienvorschlags.

(10)  Siehe Artikel 4 Absatz 1 Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 1).

(11)  Siehe Artikel 6 Absatz 1 des Richtlinienvorschlags.

(12)  Siehe Artikel 3 Buchstabe g des Richtlinienvorschlags.

(13)  Siehe Artikel 49 der Richtlinie (EU) 2015/849 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2015 zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung, zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 2005/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinie 2006/70/EG der Kommission (ABl. L 141 vom 5.6.2015, S. 73); Nummern 3.1 bis 3.8 der Stellungnahme CON/2022/4 der EZB. Sämtliche Stellungnahmen der EZB sind über EUR-Lex abrufbar.

(14)  Siehe Artikel 79 der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über Märkte für Finanzinstrumente sowie zur Änderung der Richtlinien 2002/92/EG und 2011/61/EU (ABl. L 173 vom 12.6.2014, S. 349).

(15)  Siehe Artikel 84 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (ABl. L 201 vom 27.7.2012, S. 1).

(16)  Siehe Artikel 22 des Richtlinienvorschlags.

(17)  Siehe Leitfaden der EZB zu Klima- und Umweltrisiken, abrufbar auf der Website der EZB zur Bankenaufsicht unter www.bankingsupervision.europa.eu. Siehe auch die Pressemitteilung „EZB setzt Fristen für Banken zum Umgang mit Klimarisiken“, die auf der Website der EZB zur Bankenaufsicht unter www.bankingsupervision.europa.eu abrufbar ist.

(18)  Siehe Rede von Frank Elderson, „Running up that hill – how climate-related and environmental risks turned mainstream in banking supervision and next steps for banks’ risk management practices“, abrufbar auf der Website der EZB unter www.ecb.europa.eu

(19)  Siehe Artikel 15 des Richtlinienvorschlags.

(20)  Siehe Richtlinie (EU) 2022/2464 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 und der Richtlinien 2004/109/EG, 2006/43/EG und 2013/34/EU hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (ABl. L 322 vom 16.12.2022, S. 15).

(21)  Siehe Artikel 76 der Richtlinie 2013/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, zur Änderung der Richtlinie 2002/87/EG und zur Aufhebung der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 338).

(22)  Artikel 17 Absatz 1 des Richtlinienvorschlags.

(23)  Artikel 17 Absatz 5 des Richtlinienvorschlags.

(24)  Siehe Artikel 2 Nummer 2 der Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank (ABl. L 287 vom 29.10.2013, S. 63).

(25)  Artikel 21 des Richtlinienvorschlags.

(26)  Siehe Europäische Beratergruppe für Rechnungslegung, „First Set of Draft ESRS“, November 2022, abrufbar auf der Website der EFRAG unter www.efrag.org.


IV Informationen

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Europäische Kommission

14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/7


Euro-Wechselkurs (1)

13. Juli 2023

(2023/C 249/04)

1 Euro =


 

Währung

Kurs

USD

US-Dollar

1,1182

JPY

Japanischer Yen

154,84

DKK

Dänische Krone

7,4523

GBP

Pfund Sterling

0,85553

SEK

Schwedische Krone

11,5100

CHF

Schweizer Franken

0,9644

ISK

Isländische Krone

146,90

NOK

Norwegische Krone

11,2480

BGN

Bulgarischer Lew

1,9558

CZK

Tschechische Krone

23,752

HUF

Ungarischer Forint

375,15

PLN

Polnischer Zloty

4,4323

RON

Rumänischer Leu

4,9433

TRY

Türkische Lira

29,2478

AUD

Australischer Dollar

1,6299

CAD

Kanadischer Dollar

1,4714

HKD

Hongkong-Dollar

8,7481

NZD

Neuseeländischer Dollar

1,7580

SGD

Singapur-Dollar

1,4816

KRW

Südkoreanischer Won

1 418,67

ZAR

Südafrikanischer Rand

20,2148

CNY

Chinesischer Renminbi Yuan

8,0098

IDR

Indonesische Rupiah

16 727,49

MYR

Malaysischer Ringgit

5,1280

PHP

Philippinischer Peso

60,780

RUB

Russischer Rubel

 

THB

Thailändischer Baht

38,667

BRL

Brasilianischer Real

5,3747

MXN

Mexikanischer Peso

18,9248

INR

Indische Rupie

91,7935


(1)  Quelle: Von der Europäischen Zentralbank veröffentlichter Referenz-Wechselkurs.


V Bekanntmachungen

VERFAHREN BEZÜGLICH DER DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

Europäische Kommission

14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/8


Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses

(M.11147 – NESTLE / PAI PARTNERS / JV)

Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2023/C 249/05)

1.   

Am 3. Juli 2023 ist die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) bei der Kommission eingegangen.

Diese Anmeldung betrifft folgende Unternehmen:

PAI Partners S.à.r.l. („PAI Partners“, Luxemburg), kontrolliert von PAI Partners S.A.S. (Frankreich),

Nestlé S.A. („Nestlé“, Schweiz),

Geschäft von Nestlé mit Tiefkühlpizza (Gemeinschaftsunternehmen „JV“, Luxemburg), kontrolliert von Nestlé.

ARP und GRI werden die gemeinsame Kontrolle über ein Gemeinschaftsunternehmen („JV“) im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b und Absatz 4 der Fusionskontrollverordnung übernehmen.

Der Zusammenschluss erfolgt durch Erwerb von Anteilen.

2.   

Die beteiligten Unternehmen sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

PAI Partners verwaltet Private-Equity-Fonds, die Unternehmen aus folgenden Sektoren erwerben: Unternehmensdienstleistungen, Lebensmittel und Konsumgüter, Industrie und Gesundheitsversorgung,

Nestlé produziert und verkauft eine breite Palette von Lebensmittel- und Getränkeprodukten, wie u. a. Milcherzeugnisse, Kaffeegetränke, abgefülltes Wasser, Cerealien, kulinarische Erzeugnisse wie zubereitete Lebensmittel, Würzmittel, Soßen und trockene Teigwaren, Speiseeis, Schokolade- und Teegetränke, Süßwaren, Snacks und Heimtierfutter, Produkte der medizinischen Ernährung,

das Gemeinschaftsunternehmen (JV) produziert und vertreibt Tiefkühlpizza in Andorra, Belgien, Tschechien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, der Slowakei, Schweden und dem Vereinigten Königreich.

3.   

Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Rechtsgeschäft unter die Fusionskontrollverordnung fallen könnte. Die endgültige Entscheidung zu diesem Punkt behält sie sich vor.

Dieser Fall kommt für das vereinfachte Verfahren im Sinne der Bekanntmachung der Kommission über ein vereinfachtes Verfahren für bestimmte Zusammenschlüsse gemäß der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (2) infrage.

4.   

Alle betroffenen Dritten können bei der Kommission zu diesem Vorhaben Stellung nehmen.

Die Stellungnahmen müssen bei der Kommission spätestens 10 Tage nach dieser Veröffentlichung eingehen. Dabei ist stets folgendes Aktenzeichen anzugeben:

M.11147 – NESTLE / PAI PARTNERS / JV

Die Stellungnahmen können der Kommission per E-Mail oder Post übermittelt werden, wobei folgende Kontaktangaben zu verwenden sind:

E-Mail: COMP-MERGER-REGISTRY@ec.europa.eu

Postanschrift:

Europäische Kommission

Generaldirektion Wettbewerb

Registratur Fusionskontrolle

1049 Bruxelles/Brussel

BELGIQUE/BELGIË


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1 („Fusionskontrollverordnung“).

(2)  ABl. C 366 vom 14.12.2013, S. 5.


14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/10


Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses

(Sache M.11173 – HEDIN/TORPEDO)

Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2023/C 249/06)

1.   

Am 7. Juli 2023 ist die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) bei der Kommission eingegangen.

Diese Anmeldung betrifft folgende Unternehmen:

Hedin Mobility Group AB („Hedin“, Schweden), letztlich kontrolliert von Anders Hedin,

acht Unternehmen (2) (zusammen als „Torpedo“ bezeichnet), die derzeit von Torpedo-Garage Ansorg, Hermann und Thomas GmbH u. Co KG und Torpedo LT Investment GmbH (Deutschland) gehalten werden.

Hedin wird die alleinige Kontrolle über die Gesamtheit von Torpedo im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b der Fusionskontrollverordnung übernehmen.

Der Zusammenschluss erfolgt durch Erwerb von Anteilen.

2.   

Die beteiligten Unternehmen sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

Hedin ist im Groß- und Einzelhandel mit neuen und gebrauchten Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen, im Einzelhandel mit Lastkraftwagen, im Groß- und Einzelhandel mit Originalteilen („OE“) und Nicht-Original-Ersatzteilen, in der Erbringung von Reparatur- und Wartungsdienstleistungen sowie in der Erbringung von Miet-, Leasing- und Finanzierungsdienstleistungen für Kraftfahrzeuge im EWR tätig.

Torpedo ist im Einzelhandel mit neuen und gebrauchten Personenkraftwagen, leichten Nutzfahrzeugen, Lastkraftwagen sowie OE-Ersatzteilen und Nicht-Original-Ersatzteilen tätig und erbringt in erster Linie in Deutschland Reparatur- und Wartungsdienstleistungen für Kraftfahrzeuge.

3.   

Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Rechtsgeschäft unter die Fusionskontrollverordnung fallen könnte. Die endgültige Entscheidung zu diesem Punkt behält sie sich vor.

Dieser Fall kommt für das vereinfachte Verfahren im Sinne der Bekanntmachung der Kommission über ein vereinfachtes Verfahren für bestimmte Zusammenschlüsse gemäß der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (3) infrage.

4.   

Alle betroffenen Dritten können bei der Kommission zu diesem Vorhaben Stellung nehmen.

Die Stellungnahmen müssen bei der Kommission spätestens 10 Tage nach dieser Veröffentlichung eingehen. Dabei ist stets folgendes Aktenzeichen anzugeben:

M.11173 – HEDIN/TORPEDO

Die Stellungnahmen können der Kommission per E-Mail oder Post übermittelt werden, wobei folgende Kontaktangaben zu verwenden sind:

E-Mail: COMP-MERGER-REGISTRY@ec.europa.eu

Postanschrift:

Europäische Kommission

Generaldirektion Wettbewerb

Registratur Fusionskontrolle

1049 Bruxelles/Brussel

BELGIQUE/BELGIË


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1 („Fusionskontrollverordnung“).

(2)  Bei den acht Unternehmen, die übernommen werden sollen und sich derzeit im Besitz von Torpedo-Garage Ansorg, Hermann und Thomas GmbH u. Co KG und Torpedo LT Investment GmbH befinden, handelt es sich um (i) Torpedo Garage Südwest GmbH, (ii) Torpedo Garage Saarland GmbH, (iii) TG Autohandelsgesellschaft mbH, (iv) TG Automobile GmbH, (v) Torpedo-Rent GmbH, (vi) Torpedo Logistik & Service GmbH, (vii) Torpedo Services GmbH, (viii) Torpedo eMobility GmbH.

(3)  ABl. C 366 vom 14.12.2013, S. 5.


14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/12


Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses

(Sache M.11202 – FORTUM MARKETS / TELGE ENERGI)

Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2023/C 249/07)

1.   

Am 6. Juli 2023 ist die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) bei der Kommission eingegangen.

Diese Anmeldung betrifft folgende Unternehmen:

Fortum Markets AB („Fortum Markets“, Schweden),

Telge Energi AB („Telge Energi“, Schweden).

Fortum wird im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b der Fusionskontrollverordnung die alleinige Kontrolle über die Gesamtheit von Telge Energi übernehmen.

Der Zusammenschluss erfolgt durch Erwerb von Anteilen.

2.   

Die beteiligten Unternehmen sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

Fortum Markets ist Teil des in Finnland ansässigen Energiekonzerns Fortum, der ausschließlich vom finnischen Staat kontrolliert wird und in der Stromerzeugung, als Stromversorger für Verbraucher und Unternehmen sowie im Bereich Kreislauflösungen tätig ist.

Telge Energi ist Teil des schwedischen Telge-Konzerns, der derzeit im Eigentum der Gemeinde Södertälje steht und Strom aus erneuerbaren Energiequellen an kleine Industrie- und Gewerbekunden und Haushalte vertreibt.

3.   

Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Rechtsgeschäft unter die Fusionskontrollverordnung fallen könnte. Die endgültige Entscheidung zu diesem Punkt behält sie sich vor.

Dieser Fall kommt für das vereinfachte Verfahren im Sinne der Bekanntmachung der Kommission über ein vereinfachtes Verfahren für bestimmte Zusammenschlüsse gemäß der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (2) infrage.

4.   

Alle betroffenen Dritten können bei der Kommission zu diesem Vorhaben Stellung nehmen.

Die Stellungnahmen müssen bei der Kommission spätestens 10 Tage nach dieser Veröffentlichung eingehen. Dabei ist stets folgendes Aktenzeichen anzugeben:

M.11202 – FORTUM / TELGE ENERGI

Die Stellungnahmen können der Kommission per E-Mail oder Post übermittelt werden, wobei folgende Kontaktangaben zu verwenden sind:

E-Mail: COMP-MERGER-REGISTRY@ec.europa.eu

Postanschrift:

Europäische Kommission

Generaldirektion Wettbewerb

Registratur Fusionskontrolle

1049 Bruxelles/Brussel

BELGIQUE/BELGIË


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1 („Fusionskontrollverordnung“).

(2)  ABl. C 366 vom 14.12.2013, S. 5.


SONSTIGE RECHTSHANDLUNGEN

Europäische Kommission

14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/13


Veröffentlichung einer Mitteilung über die Genehmigung einer Standardänderung der Produktspezifikation eines Namens im Weinsektor gemäß Artikel 17 Absätze 2 und 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/33 der Kommission

(2023/C 249/08)

Diese Mitteilung wird gemäß Artikel 17 Absatz 5 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/33 der Kommission (1) veröffentlicht.

MITTEILUNG DER GENEHMIGUNG EINER STANDARDÄNDERUNG

„Izsáki Arany Sárfehér“

PDO-HU-A1341-AM03

Datum der Mitteilung: 25.4.2023

BESCHREIBUNG UND BEGRÜNDUNG DER GENEHMIGTEN ÄNDERUNG

1.   Änderung der organoleptischen Beschreibung für Schaumweine

Einschlägige Kapitel der Produktspezifikation: BESCHREIBUNG DER WEINE

Die Änderung hat Auswirkungen auf das Einzige Dokument.

Begründung: Die Anwendung moderner önologischer Verfahren hat eine Veränderung der organoleptischen Eigenschaften der Schaumweine bewirkt.

2.   Streichung des Ernteverfahrens

Einschlägige Kapitel der Produktspezifikation: BESONDERE ÖNOLOGISCHE VERFAHREN

Die Änderung hat Auswirkungen auf das Einzige Dokument.

Begründung: Die Vorschrift, dass die Weinlese manuell erfolgen muss, wird gestrichen. Die Änderung soll bewirken, dass infolge des technologischen Wandels und des Rückgangs der Zahl der Arbeitskräfte im Weinbau die Entscheidung über das Ernteverfahren zeitnah vor Ort getroffen werden darf.

3.   Vereinfachung und Vereinheitlichung der Vorschriften über die in den Bereichen Gärung und Reifung einzusetzende Technologie

Einschlägige Kapitel der Produktspezifikation: BESONDERE ÖNOLOGISCHE VERFAHREN

Die Änderung hat Auswirkungen auf das Einzige Dokument.

Begründung: Übermäßige Vorschriften über die bei der Herstellung des Erzeugnisses angewandten Verfahren werden vereinfacht.

4.   Präzisierung der Reberziehungssysteme

Einschlägige Kapitel der Produktspezifikation: BESONDERE ÖNOLOGISCHE VERFAHREN

Die Änderung hat Auswirkungen auf das Einzige Dokument.

Begründung: Die Reberziehungssysteme werden im Einklang mit dem Umstrukturierungsplan für die Weinregion festgelegt.

5.   Ersetzung des Begriffs „Steppenboden“ durch „Wiesenboden“

Einschlägige Kapitel der Produktspezifikation: ZUSAMMENHANG MIT DEM GEOGRAFISCHEN GEBIET

Die Änderung hat Auswirkungen auf das Einzige Dokument.

Begründung: Die Angabe zum Bodentyp ist zu berichtigen.

6.   Streichung des Verweises auf den Zuckergehalt bei Schaumwein im Abschnitt „Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet“

Einschlägige Kapitel der Produktspezifikation: ZUSAMMENHANG MIT DEM GEOGRAFISCHEN GEBIET

Die Änderung hat Auswirkungen auf das Einzige Dokument.

Begründung: Infolge der Änderung der organoleptischen Eigenschaften ist es angesagt, auch im Abschnitt „Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet“ den Verweis auf den Zuckergehalt zu streichen.

EINZIGES DOKUMENT

1.   Name(n)

Izsáki Arany Sárfehér

2.   Art der geografischen Angabe

g. U. – geschützte Ursprungsbezeichnung

3.   Kategorien von Weinbauerzeugnissen

1.

Wein

4.

Schaumwein

4.   Beschreibung des Weines/der Weine

1.   Weißwein

KURZBESCHREIBUNG

Ein neutraler Weißwein von blassgrüner oder hellstrohgelber Färbung mit dezenten Frucht- (Quitte und Wildbirne) und Wildblumenaromen; die Nase ist für das Erzeugungsgebiet, die Rebsorte und das Herstellungsverfahren typisch; charakteristische Säure und mäßiger Alkoholgehalt. Je nach Zuckergehalt ein trockener oder halbtrockener Wein.

*

Für den maximalen Gesamtalkoholgehalt und den maximalen Gesamtschwefeldioxidgehalt gelten die in den Rechtsvorschriften der Europäischen Union festgelegten Grenzwerte.

Allgemeine Analysemerkmale

Maximaler Gesamtalkoholgehalt (in % vol):

 

Minimaler vorhandener Alkoholgehalt (in % vol):

9,87

Mindestgesamtsäure

4,5  g/l, ausgedrückt als Weinsäure

Maximaler Gehalt an flüchtiger Säure (in Milliäquivalent pro Liter)

18

Höchstgehalt an Schwefeldioxid (in Milligramm pro Liter)

200

2.   Weißer Schaumwein

KURZBESCHREIBUNG

Ein Schaumwein von blassgrüner oder hellstrohgelber Färbung mit lange nachperlender, gleichmäßiger Kohlensäure. Leichtes, diskretes Fruchtaroma (Quitte, Wildbirne, Zitrusfrüchte und gegebenenfalls Anklänge an Blumen). Der Geschmack ist gekennzeichnet durch frische Säuren, einen leichten oder mittleren Körper, gleichmäßige Kohlensäure, einen mittleren Abgang und diskrete Fruchtnoten.

*

Für den maximalen Gesamtalkoholgehalt und den maximalen Gesamtschwefeldioxidgehalt gelten die in den Rechtsvorschriften der Europäischen Union festgelegten Grenzwerte.

Allgemeine Analysemerkmale

Maximaler Gesamtalkoholgehalt (in % vol):

 

Minimaler vorhandener Alkoholgehalt (in % vol):

9,87

Mindestgesamtsäure

5,0  g/l, ausgedrückt als Weinsäure

Maximaler Gehalt an flüchtiger Säure (in Milliäquivalent pro Liter)

 

Höchstgehalt an Schwefeldioxid (in Milligramm pro Liter)

235

5.   Weinbereitungsverfahren

5.1.   Spezifische önologische Verfahren

1.   Anforderungen an die Weinbereitung

Einschlägige Einschränkung bei der Weinbereitung

WEIN

Die Trauben müssen am Tag der Lese verarbeitet werden,

die Kelterung darf nur mit abgestufter Pressung erfolgen,

Abstich des Mosts,

kontrollierte Gärung des Mosts.

SCHAUMWEIN

drei Monate Gärung,

weitere Reifung in Behältnissen für mindestens sechs Monate.

Alle Schritte der für SCHAUMWEIN aufgeführten önologischen Verfahren müssen nacheinander in der geltenden Reihenfolge durchgeführt werden.

2.   Reberziehungssystem, Rebabstände und Stockbelastung

Anbauverfahren

Zulässige Reberziehungssysteme: Kopferziehung, Lenz-Moser-Erziehung, abgewandelte Lenz-Moser-Erziehung, Umbrella-Erziehung, Sylvoz-Erziehung.

Rebdichte: mindestens 4 000 Stöcke/ha

Bei der Anlage eines Weinbergs und der Ersetzung von Reben dürfen nur Wurzelreben als Vermehrungsmaterial verwendet werden.

Die Quote der fehlenden Reben und der Anteil der Fremdreben an einer Rebfläche dürfen zusammen 10 % der Rebanzahl zum Zeitpunkt der Pflanzung nicht überschreiten.

Festsetzung des Erntezeitpunkts

a)

Der Beginn der Ernte wird vom Vorstand der Izsák-Weingemeinschaft auf der Grundlage einer ab dem 1. August jede Woche durchgeführten Testernte festgelegt.

b)

Ein Erzeugnis, das aus vor dem von der Weingemeinschaft festgelegten Weinlesebeginn geernteten Trauben gewonnen wurde, darf kein Ursprungszeugnis in der Kategorie Izsáki g. U. erhalten und auch nicht mit dem entsprechenden g. U.-Siegel vermarktet werden.

c)

Die Weingemeinschaften veröffentlichen den Zeitpunkt der Ernte in Form einer Ankündigung.

WEIN

Der natürliche Mindestzuckergehalt der Trauben beträgt 16,0 MM.

Der potenzielle Mindestalkoholgehalt der Trauben beträgt 9,87 % vol.

SCHAUMWEIN

Der natürliche Mindestzuckergehalt der Trauben beträgt 14,0 MM.

Der potenzielle Mindestalkoholgehalt der Trauben beträgt 8,42 % vol.

5.2.   Höchsterträge

1.

Wein

100 Hektoliter pro Hektar

2.

Wein

14 300 kg Trauben pro Hektar

3.

Schaumwein

100 Hektoliter pro Hektar

4.

Schaumwein

14 300 kg Trauben pro Hektar

6.   Abgegrenztes geografisches Gebiet

Beschreibung des abgegrenzten Gebiets:

Gebiete der folgenden Ortschaften, die im Weinbaukataster in die Klassen I und II eingestuft sind: Ágasegyháza, Ballószög, Fülöpháza, Fülöpszállás, Helvécia, Izsák, Kunszentmiklós, Orgovány, Páhi und Szabadszállás

7.   Keltertraubensorte(n)

Arany sárfehér — Huszár szőlő

8.   Beschreibung des Zusammenhangs bzw. der Zusammenhänge

8.1.   Wein

1.   Beschreibung des abgegrenzten Gebiets

a)   Natürliche und kulturelle Faktoren:

Das abgegrenzte Gebiet liegt zwischen der Donau und der Theiß. Die Umweltbedingungen des Erzeugungsgebiets werden hauptsächlich durch seine Lage in der Tiefebene bestimmt. Der größte Teil des Gebiets liegt weniger als 120 m über dem Meeresspiegel. Das Gelände ist eben, sodass Höhenunterschiede zwischen 10 m und 15 m nicht überschritten werden.

Der Boden des Erzeugungsgebiets variiert kaum; der größte Teil des Gebiets besteht aus kalkreichen Sandböden (Humus und Flugsand), darunterliegendem Wiesenboden und gelegentlichen Stellen mit kalkreichem Lössboden. Die Sandböden heizen sich in der Regel schnell auf und ihre hellen Farben reflektieren das Sonnenlicht besser, was die Reifung der Trauben unterstützt. Aufgrund ihres Quarzgehalts von über 75 % sind die Böden reblausresistent. Ihr Nähr- und Mineralstoffgehalt ist geringer.

Die klimatischen Bedingungen des Erzeugungsgebiets werden durch das Kontinentalklima bestimmt, das vor allem durch heiße Sommer und kalte Winter gekennzeichnet ist. Aufgrund der klimatischen Bedingungen, der Ebenheit und der relativ geringen Höhenlage ist in bestimmten Jahrgängen Winterfrost möglich, aber auch im Frühjahr und im Herbst kann Frost auftreten. Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 10 und 11 °C. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt 2 000 Stunden pro Jahr. Die Jahresniederschlagsmenge liegt durchschnittlich bei 450–500 mm, was weitgehend den Bedürfnissen der Trauben entspricht, wobei der Niederschlag ungleich über das Jahr verteilt ist. Das Gebiet weist eine gute Wasserversorgung auf, und der Grundwasserspiegel befindet sich dicht unter der Oberfläche, was durch den Kolon-See ausgeglichen wird, der für die Grundwasserversorgung von zentraler Bedeutung ist.

b)   Menschliche Faktoren:

Die für das abgegrenzte Gebiet typische Rebsorte ist die Sorte Arany sárfehér, die im Jahr 1873 aus einer lokalen Anpflanzung ausgewählt wurde. Der Name der Sorte wurde mehrfach geändert (Izsáki sárfehér – 1873, Izsáki – 1967, Arany sárfehér – 1999).

Es wurde ein speziell an die Sorte angepasstes Erziehungssystem entwickelt. Bei den Reben, die eine geringe Stockbelastung aufweisen, erfolgt eine Kopferziehung mit kurzem und sanftem Rebschnitt. Für diese Art der Erziehung müssen die Reben in einem guten Zustand sein; dies wird durch die regelmäßige Ausbringung von organischem Dünger gewährleistet. Die hohe Kordonerziehung wird an den von der Ebene ausgehenden Weinhängen eingesetzt; hier ist die Erzeugung begrenzt, und es wird ein gebundener Rebschnitt praktiziert.

2.   Beschreibung der Weine:

Blassgrün oder hellstrohgelb gefärbt mit einem besonderen Aroma, das von der Rebsorte herrührt und an Quitte, Wildbirne und Heilpflanzen erinnert.

Der Wein weist einen reichen, ausgeprägt säuerlichen Geschmack und einen moderaten Alkoholgehalt auf und ist neutral.

3.   Erläuterung und Nachweis des ursächlichen Zusammenhangs:

Aufgrund des oberflächennahen Grundwasserspiegels und der Besonderheiten der Sandböden hat die Umwelt erhebliche Auswirkungen auf die Merkmale der Weine aus der Rebsorte Arany sárfehér. Diese Besonderheiten bringen vor allem Weine mit einer speziellen Säurezusammensetzung und hohem Säuregehalt sowie mäßigem Alkoholgehalt hervor.

Die Weine weisen einen niedrigeren Mineraliengehalt auf, was für Sandböden typisch ist.

Die Weine des Erzeugungsgebiets werden in erster Linie als Weine mit kurzer Reifezeit ausgewiesen.

Die Traditionen im Zusammenhang mit Arany sárfehér, der wichtigsten Rebsorte des Erzeugungsgebiets, sind auf die Verbundenheit mit der Region, den Enthusiasmus und die Beharrlichkeit der Bevölkerung von Izsák sowie in weiten Teilen auf die herausragende, wertvolle Arbeit des großen Wegbereiters László Kostenka zurückzuführen.

Dank der kontinuierlichen technologischen Entwicklung in den Weinbaubetrieben von Izsák können reduktive Techniken eingesetzt werden.

Die Rebsorte ist für die Umweltbedingungen des Gebiets gut geeignet; die Fruchtbarkeit und die Qualität der Ernte bilden die Grundlage für die Beschäftigung und die Existenz der lokalen Bevölkerung.

8.2.   Schaumwein

1.   Beschreibung des abgegrenzten Gebiets

a)   Natürliche und kulturelle Faktoren:

Das abgegrenzte Gebiet liegt zwischen der Donau und der Theiß. Die Umweltbedingungen des Erzeugungsgebiets werden hauptsächlich durch seine Lage in der Tiefebene bestimmt. Der größte Teil des Gebiets liegt weniger als 120 m über dem Meeresspiegel. Das Gelände ist eben, sodass Höhenunterschiede zwischen 10 m und 15 m nicht überschritten werden. Der Boden des Erzeugungsgebiets variiert kaum; der größte Teil des Gebiets besteht aus kalkreichen Sandböden (Humus und Flugsand), darunterliegendem Wiesenboden und gelegentlichen Stellen mit kalkreichem Lössboden. Die Sandböden heizen sich in der Regel schnell auf und ihre hellen Farben reflektieren das Sonnenlicht besser, was die Reifung der Trauben unterstützt. Aufgrund ihres Quarzgehalts von über 75 % sind die Böden reblausresistent. Ihr Nähr- und Mineralstoffgehalt ist geringer.

Die klimatischen Verhältnisse des Erzeugungsgebiets werden durch das kontinentale Klima bestimmt. Dieses ist vor allem durch heiße Sommer und kalte Winter gekennzeichnet. Aufgrund der klimatischen Bedingungen, der Ebenheit und der relativ geringen Höhenlage ist in bestimmten Jahrgängen Winterfrost möglich, aber auch im Frühjahr und im Herbst kann Frost auftreten. Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 10 und 11 °C. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt 2 000 Stunden pro Jahr. Die Jahresniederschlagsmenge liegt durchschnittlich bei 450–500 mm, was weitgehend den Bedürfnissen der Trauben entspricht, wobei der Niederschlag ungleich über das Jahr verteilt ist. Das Gebiet weist eine gute Wasserversorgung auf, und der Grundwasserspiegel befindet sich dicht unter der Oberfläche, was durch den Kolon-See ausgeglichen wird, der für die Grundwasserversorgung von zentraler Bedeutung ist.

b)   Menschliche Faktoren:

Mit seiner spezifischen Säurezusammensetzung, seinem hohen Säuregehalt, seiner Neutralität und seinem mäßigen Alkoholgehalt eignet sich der Wein ideal zur Herstellung von Schaumwein. Schaumwein wird in dem Gebiet seit 1972 hergestellt. Bei den hier hergestellten Schaumweinen handelt es sich um Schaumwein der Sorte IZSÁKI ARANY SÁRFEHÉR, der ausschließlich aus Wein aus der Rebsorte Arany sárfehér hergestellt wird, einer unverwechselbaren Rebsorte, die in dem Gebiet angebaut wird.

2.   Beschreibung der Weine

Ein schimmernder, klarer Schaumwein von blassgrüner oder hellstrohgelber Färbung mit einem Duft, einer ausgeprägten Säurestruktur und einer luftigen Leichtigkeit, die für diese Rebsorte typisch sind; charakteristisch in Fruchtgeschmack und -aroma; Frische und fein verteilte Kohlensäure, perlt lange nach.

3.   Erläuterung und Nachweis des kausalen Zusammenhangs

Aufgrund des oberflächennahen Grundwasserspiegels und der Besonderheiten der Sandböden haben die Böden und das Klima erhebliche Auswirkungen auf die Merkmale der Schaumweine aus der Rebsorte Arany sárfehér.

- Der kalkhaltige Boden verleiht dem Schaumwein seine charakteristische, feine Säurezusammensetzung.

- Das oberflächennahe Grundwasser, das in den Sandböden zu finden ist, bringt einen luftig leichten Schaumwein hervor.

- Die während der Vegetationsperiode absorbierte Wärmemenge und die positive Wirkung der zahlreichen Sonnenstunden unterstützen die Reifung der Trauben, was dem Schaumwein seinen fruchtigen Charakter verleiht.

- Durch die schnelle Verarbeitung der Trauben mittels reduktiver Techniken werden nicht nur die frischen Aromen der Rebsorte bewahrt, sondern wird auch eine elegante Farbe erzielt.

- Bei der Herstellung des Schaumweins bildet sich ein dezentes Autolyse-Aroma.

9.   Weitere wesentliche Bedingungen (Verpackung, Etikettierung, sonstige Anforderungen)

Kennzeichnungsvorschriften

Rechtsrahmen:

nationale Rechtsvorschriften

Art der weiteren Bedingung:

Zusätzliche Kennzeichnungsvorschriften

Beschreibung der Bedingung:

Der traditionelle Begriff „Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung“ darf verwendet werden.

Der Name der Siedlung oder einer kleineren geografischen Einheit darf nicht auf dem Etikett angegeben werden.

Ortsnamen dürfen zusammen mit der geschützten Ursprungsbezeichnung „Izsáki Arany Sárfehér“ erscheinen.

Izsák – Gedeon

Izsák – Szajor

Izsák – Kisizsák

Izsák – Páskom

Izsák – Osztály

Der Name eines Ortes darf nur verwendet werden, wenn der Wein zu 100 % in diesem Ort erzeugt wurde.

Bei der Aufmachung muss das Gütesiegel der Izsák-Weingemeinschaft erscheinen.

Link zur Produktspezifikation

https://boraszat.kormany.hu/download/c/06/13000/Term%C3%A9kle%C3%ADr%C3%A1s%20Izsaki%20Arany%20Sarfeher%20v3%20m%C3%B3dos%C3%ADt%C3%A1sok%20jel%C3%B6l%C3%A9s%C3%A9vel.pdf


(1)  ABl. L 9 vom 11.1.2019, S. 2.


14.7.2023   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 249/20


Veröffentlichung einer genehmigten Standardänderung einer Produktspezifikation einer geografischen Angabe im Spirituosensektor gemäß Artikel 8 Absätze 2 und 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/1235 der Kommission

(2023/C 249/09)

Die Veröffentlichung der vorliegenden Mitteilung erfolgt gemäß Artikel 8 Absatz 5 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/1235 der Kommission (1).

„Pacharán navarro“

EU-Nr.: PGI-ES-01878-AM01

Übermittelt am 30. Januar 2023

1.   Änderungsantrag

1.1.   Erläuterung, warum die Änderung(en) unter die Definition des Begriffs „Standardänderung“ gemäß Artikel 31 der Verordnung (EU) 2019/787 fällt/fallen

Es handelt sich um Standardänderungen, weil sie keines der Kriterien gemäß Artikel 31 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2019/787 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019 über die Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Kennzeichnung von Spirituosen, die Verwendung der Bezeichnungen von Spirituosen bei der Aufmachung und Kennzeichnung von anderen Lebensmitteln, den Schutz geografischer Angaben für Spirituosen und die Verwendung von Ethylalkohol und Destillaten landwirtschaftlichen Ursprungs in alkoholischen Getränken sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 110/2008 erfüllen.

1.2.   Beschreibung und Begründung der Änderung

1.   ÄNDERUNGEN DER ABSORPTIONSGRENZWERTE

Beschreibung

Abschnitt c „Beschreibung der Spirituose“ wurde in Unterabschnitt c2 „Qualitätsparameter“ geändert. In diesem Abschnitt wurden die Absorptionswerte, die zur Beurteilung der Farbe der Spirituose verwendet wurden, geändert.

Zusammenfassung der Gründe, die die Änderung erforderlich machen

Die vorgeschlagenen Werte spiegeln das zu bewertende Merkmal besser wider, unterstreichen die Qualität des geschützten Pacharán und heben ihn von anderen Getränken dieser Art ab, die keiner dieser Anforderungen unterliegen:

Eine höhere Farbintensität ist gleichbedeutend mit einer höheren Erzeugnisqualität, sodass die maximalen Absorptionswerte für die Wellenlängen, die die Farbe des geschützten Pacharán bestimmen, eine Einschränkung der Erzeugnisqualität darstellen und daher gestrichen wurden.

Wie in der Beschreibung des Erzeugnisses angegeben, handelt es sich bei Pacharán Navarro um eine „sehr helle und intensive granatrote oder kirschrote Farbe mit violetten Nuancen und/oder violetten Tönen“, weshalb der Mindestabsorptionswert bei 520 nm (rot) von 0,40 auf 0,50 erhöht wurde.

Im Interesse der Erzeugnisqualität wurde ein Wert für die Prüfung der Oxidation hinzugefügt: Farbton (T), ausgedrückt als Grenzwert von 1,8 für das Verhältnis von Absorption 420 zu Absorption 520.

Die Änderung wirkt sich auf das Einzige Dokument aus.

2.   AKTUALISIERUNG DER VERWEISE AUF RECHTSVORSCHRIFTEN

Beschreibung

Änderung der Produktspezifikation aufgrund des Inkrafttretens der Verordnung (EU) 2019/787

Zusammenfassung der Gründe, die die Änderung erforderlich machen

Die Produktspezifikation wurde geändert, um den derzeit geltenden Rechtsvorschriften zu entsprechen: Der Begriff „technische Unterlage“ wurde in „Produktspezifikation“ geändert, und die Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung (EG) Nr. 110/2008 wurden in Bezugnahmen auf die Verordnung (EU) 2019/787 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019 geändert.

In Abschnitt a) Bezeichnung und Kategorie wurde die Spirituosenkategorie in „32“ geändert, die Kategorie gemäß Anhang I der Verordnung (EU) 2019/787, die jetzt in Kraft ist.

Dies hat keine Auswirkungen auf die rechtlich vorgeschriebene Bezeichnung oder Definition dieser Kategorie oder auf das geschützte Erzeugnis. Lediglich die Nummer der Kategorie und die Bezugnahme auf die geltende Verordnung wurden geändert.

Dieser Teil wurde im Einklang mit der in Artikel 22 der Verordnung (EU) 2019/787 festgelegten Struktur in zwei verschiedene Rubriken – a) Bezeichnung und b) Kategorie – unterteilt.

Abschnitt f) Die Rechtsvorschriften beziehen sich nun auf die derzeit geltende Verordnung (EU) 2019/787 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019.

Die Änderung wirkt sich auf das Einzige Dokument aus.

2.   Einziges Dokument

2.1.   Name(n)

Pacharán navarro

2.2.   Kategorie(n) der Spirituose

32.

Mit Schlehen aromatisierte Spirituose oder Pacharán

2.3.   Antragstellende(s) Land/Länder

Spanien

2.4.   Sprache, in der der Antrag gestellt wurde

Spanisch

2.5.   Beschreibung der Spirituose

Physikalische, chemische und organoleptische sowie besondere Merkmale des Erzeugnisses im Vergleich zu anderen Spirituosen derselben Kategorie

„Pacharán navarro“ ist eine Spirituose mit einer roten Farbe und einem ausgeprägten Schlehengeschmack, die durch Einweichen von Schlehenbeeren (Prunus spinosa L.) in Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs zusammen mit Zucker und reinem ätherischen Anisöl hergestellt wird und einen Endalkoholgehalt von 25 % bis 30 % vol aufweist.

Physikalisch-chemische Parameter:

Alkoholgehalt: zwischen 25 % und 30 % vol.

Gesamtzucker: zwischen 80 g/l und 250 g/l, berechnet als Saccharose.

Qualitätsparameter:

Farbe: Der Pacharán hat eine sehr leuchtende und intensive granat- oder kirschrote Farbe mit violetten Nuancen und/oder violetten Tönen. Die Farbe wird durch Bestimmung der Absorption bei drei Wellenlängen unter Verwendung der folgenden Mindestwerte bewertet:

Mindestabsorption bei 420 nm:

0,50.

Mindestabsorption bei 520 nm:

0,50.

Mindestabsorption bei 620 nm:

0,05.

Oxidation: Die Oxidation wird definiert als das Maß für den Farbton (T) und wird als das Verhältnis der Absorption bei 420 zur Absorption bei 520 ausgedrückt:

 

Farbton: 1,80 oder weniger

Aussehen: Das Erzeugnis muss glänzen, ein Zeichen dafür, dass es jung und klar ist. Dies wird anhand der Trübung gemessen.

Trübung: 10 nephelometrische Trübungseinheiten (NTU) werden nicht überschritten.

2.6.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets

Das geografische Gebiet, in dem der Pacharán mit der g. A. „Pacharán navarro“ hergestellt wird, ist das Gebiet der Autonomen Gemeinschaft Navarra.

2.7.   NUTS-Gebiet

1.

ES2 – Nordosten

2.

ES220 – Navarra

3.

ES22 – Navarra

2.8.   Verfahren zur Gewinnung der Spirituose

Der unter diese geografische Angabe fallende Pacharán muss durch Einweichen von Schlehenbeeren in Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs hergestellt werden, wobei vor oder nach dem Einweichen reines ätherisches Anisöl und Zucker hinzugefügt werden.

Die Einweichzeit beträgt zwischen einem Monat (Minimum) und acht Monaten (Maximum).

Für „Pacharán Navarro“ werden zwischen 125 g und 300 g Schlehenbeeren (Prunus spinosa L.) je Liter Enderzeugnis benötigt.

Verwendet werden ausschließlich reine ätherische Öle aus Pimpinella anisum, L. (Anis, im Erzeugungsgebiet unter den Bezeichnungen anís verde, matalahúga, matalahúva, simiente oder hierba dulce bekannt) und/oder Illicum verum L. (Sternanis, im Erzeugungsgebiet unter den Bezeichnungen anís estrellado, badián oder badiana bekannt).

Der zur Herstellung dieses Erzeugnisses verwendete Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs muss einen Alkoholgehalt von mindestens 96 % vol aufweisen und die übrigen Anforderungen der geltenden Rechtsvorschriften erfüllen. Durch die Zugabe von Trinkwasser und das Einweichen ergibt sich ein Alkoholgehalt zwischen 26 % und 60 % vol.

Nach dem Einweichen wird die Flüssigkeit dekantiert und anschließend gefiltert, bevor die Herstellung fortgesetzt wird.

Im Laufe des Herstellungsprozesses wird der Alkoholgehalt auf den für das Enderzeugnis gewünschten Wert gesenkt, der zwischen 25 und 30 % vol liegen muss.

Verbotene Verfahren:

Die Verwendung anderer als der oben genannten Zusatzstoffe oder Zutaten ist nicht zulässig.

Die Wiederverwendung einer Partie Schlehenbeeren für ein zweites Einweichen ist nicht zulässig.

2.9.   Besondere Kennzeichnungsvorschriften

2.9.1.   Verpackung

Zur Wahrung der Qualität des Erzeugnisses:

Das Erzeugnis muss in demselben Betrieb abgefüllt werden, in dem es hergestellt wird.

Als Verpackung müssen Glas- oder Keramikflaschen verwendet werden, eine Ausnahme bilden hier nur Behälter von weniger als 100 ml, für die andere von der EU für Lebensmittel zugelassene Materialien verwendet werden können.

Das maximale Fassungsvermögen einer einzelnen Flasche beträgt 3 Liter.

Die Flaschen, in denen „Pacharán Navarro“ im Handel erhältlich ist, dürfen keine Schlehenbeeren oder anderen Früchte enthalten.

2.9.2.   Kennzeichnung

Die Flaschen müssen mit folgenden Angaben versehen sein:

die geografische Angabe „Pacharán Navarro“;

der Firmenname und/oder die Registriernummer des Erzeugerbetriebs

Die Konformitätskennzeichnung „Pacharán Navarro“ mit der g. A., bestehend aus dem Logo mit der g. A. mit den Worten Indicación Geográfica Pacharán Navarro und einer von der Kontrollstelle vergebenen Seriennummer, die während der Kennzeichnung anzubringen ist, muss auf jeder Verkaufseinheit an den Endverbraucher (d. h. auf jeder Flasche) angebracht werden.

2.10.   Beschreibung des Zusammenhangs der Spirituose mit ihrem geografischen Ursprung, gegebenenfalls unter Hervorhebung besonderer Merkmale des Erzeugnisses oder des Herstellungsverfahrens, die diesen Zusammenhang begründen

Der Zusammenhang zwischen dem Erzeugnis und dem geografischen Gebiet beruht auf folgenden Faktoren:

 

Der Tatsache, dass der Name Pacharán – der zwei mögliche etymologische Ursprünge im Baskischen, der Landessprache des abgegrenzten geografischen Gebiets, hat – so bekannt ist und dank des guten Rufs, den das lokale Erzeugnis genießt, zuerst in Spanien und jetzt auch in Europa zum Gattungsnamen für diese Art von Spirituose geworden ist;

der langen Tradition der Herstellung und des Genusses dieser Spirituose in Navarra, die in der Literatur vom Mittelalter bis heute Erwähnung findet.

Diese Tradition führte schließlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dazu, dass die industrielle Herstellung von Pacharán aufgenommen wurde. Drei heute noch tätige Unternehmen entstanden zu dieser Zeit, zwei weitere wurden in der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts gegründet.

Aufgrund der Tradition und des Ansehens des Erzeugnisses wurde ihm vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt der Regierung von Navarra per Regionalverordnung vom 22. Juni 1987 die „Qualitätsbezeichnung Navarra“ verliehen. Seitdem hat die Spirituose im Rahmen verschiedener nationaler und EU-Qualitätsregelungen (Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 des Rates; Verordnung (EC) Nr. 110/2008) weiterhin Anerkennung gefunden.

Das Ansehen und die lokale Tradition des Pacharán in Navarra sind in zahlreichen Publikationen wie Büchern, Restaurantführern, Reiseführern usw. belegt.

Die Schlehen, die dem Pacharán seine organoleptischen Eigenschaften verleihen, wachsen am Schlehdorn (wissenschaftlicher Name Prunus spinosa L.), einer Wildpflanze, die mit den Kirsch- und Pflaumenbäumen verwandt ist. Die Schlehe kommt in ganz Europa vor und ist in den Bergregionen Navarras besonders verbreitet.

Aufgrund der ausgeprägten lokalen Tradition der Herstellung von Pacharán wurde 1987 mit dem Anbau der Schlehe begonnen, und Navarra ist der einzige Ort in Europa, an dem sie nicht nur wild wächst, sondern auch angebaut wird.

Link zur Produktspezifikation

https://cutt.ly/Ssm5peS


(1)  ABl. L 270 vom 29.7.2021, S. 1.