ISSN 1725-2407

doi:10.3000/17252407.C_2011.232.deu

Amtsblatt

der Europäischen Union

C 232

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Mitteilungen und Bekanntmachungen

54. Jahrgang
6. August 2011


Informationsnummer

Inhalt

Seite

 

IV   Informationen

 

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Gerichtshof der Europäischen Union

2011/C 232/01

Letzte Veröffentlichung des Gerichtshof der Europäischen Union im Amtsblatt der Europäischen UnionABl. C 226, 30.7.2011

1

 

Gericht

2011/C 232/02

Rechtsmittelkammer

2

2011/C 232/03

Kriterien für die Zuweisung der Rechtssachen an die Kammern

2

2011/C 232/04

Bestimmung des in Vertretung des Präsidenten für die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes zuständigen Richters

3

 

V   Bekanntmachungen

 

GERICHTSVERFAHREN

 

Gerichtshof

2011/C 232/05

Rechtssache C-484/07: Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank ’s-Gravenhage — Niederlande) — Fatma Pehlivan/Staatssecretaris van Justitie (Assoziierungsabkommen EWG-Türkei — Familienzusammenführung — Art. 7 Abs. 1 erster Gedankenstrich des Beschlusses Nr. 1/80 des Assoziationsrats — Kind eines türkischen Arbeitnehmers, das länger als drei Jahre bei diesem gewohnt hat, jedoch vor Ablauf der in der genannten Vorschrift festgelegten dreijährigen Frist geheiratet hat — Nationales Recht, das aus diesem Grund die Aufenthaltserlaubnis des Betroffenen in Frage stellt)

4

2011/C 232/06

Rechtssache C-196/09: Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 14. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen der Beschwerdekammer der Europäischen Schulen) — Paul Miles u. a./Europäische Schulen (Vorabentscheidungsersuchen — Begriff Gericht eines Mitgliedstaats im Sinne des Art. 267 AEUV — Beschwerdekammer der Europäischen Schulen — Vergütungssystem der an die Europäischen Schulen abgeordneten Lehrer — Keine Anpassung der Gehälter nach dem Wertverfall des Pfund Sterling — Vereinbarkeit mit den Art. 18 AEUV und 45 AEUV)

4

2011/C 232/07

Rechtssache C-346/09: Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 22. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Gerechtshof ’s-Gravenhage — Niederlande) — Staat der Nederlanden/Denkavit Nederland BV u. a. (Landwirtschaft — Gesundheitspolitik — Richtlinie 90/425/EWG — Vorläufige nationale Regelung zum Schutz vor der Ausbreitung der spongiformen Rinderenzephalopathie durch ein Verbot der Produktion und der Vermarktung von verarbeiteten tierischen Proteinen zur Verfütterung an Nutztiere — Anwendung dieser Regelung vor Inkrafttreten der ein solches Verbot vorsehenden Entscheidung 2000/766/EG — Anwendung dieser Regelung auf zwei Produkte, für die eine Ausnahme von dem in dieser Entscheidung vorgesehenen Verbot möglich ist — Vereinbarkeit mit der Richtlinie 90/425/EWG sowie mit den Entscheidungen 94/381/EG und 2000/766/EG)

5

2011/C 232/08

Rechtssache C-360/09: Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 14. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Amtsgerichts Bonn — Deutschland) — Pfleiderer AG/Bundeskartellamt (Wettbewerb — Verwaltungsverfahren — Im Rahmen eines nationalen Kronzeugenprogramms vorgelegte Unterlagen und Angaben — Mögliche nachteilige Auswirkungen der Einsichtnahme Dritter in solche Unterlagen auf die Wirksamkeit und das ordnungsgemäße Funktionieren der Zusammenarbeit zwischen den Behörden des Europäischen Wettbewerbsnetzes)

5

2011/C 232/09

Rechtssache C-399/09: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 22. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Nejvyšší správní soud — Tschechische Republik) — Marie Landtová/Česká správa sociálního zabezpečení (Freizügigkeit der Arbeitnehmer — Soziale Sicherheit — Zwischen zwei Mitgliedstaaten vor ihrem Beitritt zur Europäischen Union geschlossenes Abkommen über soziale Sicherheit — Für die Feststellung der Beitragszeiten zuständiger Mitgliedstaat — Altersrente — Zulage, die nur den Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats mit Wohnsitz in diesem Mitgliedstaat gewährt wird)

6

2011/C 232/10

Rechtssache C-462/09: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden — Niederlande) — Stichting de Thuiskopie/Opus Supplies Deutschland GmbH, Mijindert van der Lee, Hananja van der Lee (Rechtsangleichung — Urheberrecht und verwandte Schutzrechte — Richtlinie 2001/29/EG — Vervielfältigungsrecht — Ausnahmen und Beschränkungen — Ausnahme für Kopien zum privaten Gebrauch — Art. 5 Abs. 2 Buchst. b und 5 — Gerechter Ausgleich — Schuldner der zur Finanzierung dieses Ausgleichs bestimmten Vergütung — Versandkauf zwischen zwei in verschiedenen Mitgliedstaaten ansässigen Personen)

7

2011/C 232/11

Rechtssache C-536/09: Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Upravno sodišče Republike Slovenije — Slowenien) — Marija Omejc/Republika Slovenija (Gemeinsame Agrarpolitik — Gemeinschaftliche Beihilferegelungen — Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem — Verordnung (EG) Nr. 796/2004 — Unmöglichmachen der Durchführung einer Vor-Ort-Kontrolle — Begriff — Betriebsinhaber, der nicht auf dem Hof wohnt — Vertreter des Betriebsinhabers — Begriff)

7

2011/C 232/12

Rechtssache C-10/10: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 16. Juni 2011 — Europäische Kommission/Republik Österreich (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Freier Kapitalverkehr — Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an Einrichtungen mit Forschungs- und Lehraufgaben — Beschränkung der Abzugsfähigkeit auf Zuwendungen an gebietsansässige Einrichtungen)

8

2011/C 232/13

Rechtssache C-152/10: Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Højesteret — Dänemark) — Unomedical A/S/Skatteministeriet (Gemeinsamer Zolltarif — Tarifierung — Kombinierte Nomenklatur — Dialysesammelbeutel aus Kunststoff, die ausschließlich für Dialysegeräte (künstliche Nieren) bestimmt sind — Urinsammelbeutel aus Kunststoff, die ausschließlich für Katheter bestimmt sind — Positionen 9018 und 3926 — Begriff Teile und Zubehör — Andere Waren aus Kunststoffen)

8

2011/C 232/14

Rechtssache C-212/10: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Wojewódzki Sąd Administracyjny w Gliwicach — Republik Polen) — Logstor ROR Polska Sp. z o.o./Dyrektor Izby Skarbowej w Katowicach (Steuerrecht — Gesellschaftsteuer — Richtlinie 69/335/EWG — Indirekte Steuern auf die Ansammlung von Kapital — Besteuerung eines Darlehens, das einer Kapitalgesellschaft von einer Person gewährt wurde, die Anspruch auf einen prozentualen Anteil am Gewinn dieser Gesellschaft hat — Recht eines Mitgliedstaats, eine Steuer wieder einzuführen, die zum Zeitpunkt seines Beitritts zur Europäischen Union nicht mehr galt)

9

2011/C 232/15

Rechtssache C-317/10 P: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 16. Juni 2011 — Union Investment Privatfonds GmbH/UniCredito Italiano SpA, Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Rechtsmittel — Gemeinschaftsmarke — Verordnung (EG) Nr. 40/94 — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b — Wortmarken UNIWEB und UniCredit Wealth Management — Widerspruch der Inhaberin der nationalen Wortmarken UNIFONDS und UNIRAK sowie der nationalen Bildmarke UNIZINS — Beurteilung der Verwechslungsgefahr — Gefahr der gedanklichen Verbindung — Markenserie oder -familie)

9

2011/C 232/16

Rechtssache C-32/10: Beschluss des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 11. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Varhoven kasatsionen sad (Bulgarien) — Bulgarien) — Tony Georgiev Semerdzhiev/ET Del-Pi-Krasimira Mancheva (Art. 92 § 1 der Verfahrensordnung — Richtlinie 90/314/EWG — Pauschalreisen — Sachverhalte vor dem Beitritt der Republik Bulgarien zur Europäischen Union — Offensichtliche Unzuständigkeit des Gerichtshofs für die Beantwortung der zur Vorabentscheidung vorgelegten Fragen)

10

2011/C 232/17

Verbundene Rechtssachen C-267/10 und C-268/10: Beschluss des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 23. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de première instance de Namur (Belgien)) — André Rossius (C-267/10), Marc Collard (C-268/10)/État belge — SPF Finances (Art. 6 Abs. 1 EUV — Art. 35 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union — Besitz und Verkauf von Rauchtabakwaren — Nationale Bestimmungen, die die Erhebung der Akzisensteuer auf Tabakwaren erlauben — Offensichtliche Unzuständigkeit des Gerichtshofs)

10

2011/C 232/18

Rechtssache C-460/10 P: Beschluss des Gerichtshofs vom 14. April 2011 — Luigi Marcuccio/Gerichtshof der Europäischen Union (Rechtsmittel — Außervertragliche Haftung — Vertretung des Rechtsmittelführers — Nicht beauftragter Rechtsanwalt — Zustellung einer Rechtsmittelschrift — Schadensersatzantrag — Gerichtshof der Europäischen Union — Ablehnung — Anfechtungsklage — Geltend gemachter Schaden — Schadensersatzklage — Teils offensichtlich unzulässiges und teils offensichtlich unbegründetes Rechtsmittel)

11

2011/C 232/19

Rechtssache C-613/10: Beschluss des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 15. April 2011 (Vorabentscheidungsersuchen der Commissione tributaria provinciale di Parma — Italien) — Danilo Debiasi/Agenzia delle Entrate, Ufficio di Parma (Vorabentscheidungsersuchen — Offensichtliche Unzulässigkeit)

11

2011/C 232/20

Rechtssache C-180/11: Vorabentscheidungsersuchen des Fővárosi Bíróság (Ungarn), eingereicht am 18. April 2011 — Bericap Záródástechnikai Bt./Plastinnova 2000 Kft.

11

2011/C 232/21

Rechtssache C-204/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 27. April 2011 von der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) gegen das Urteil des Gerichts (Siebte Kammer) vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-385/07, Fédération Internationale de Football Association (FIFA)/Europäische Kommission

12

2011/C 232/22

Rechtssache C-205/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 27. April 2011 von der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) gegen das Urteil des Gerichts (Siebte Kammer) vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-68/07, Fédération Internationale de Football Association (FIFA)/Europäische Kommission

13

2011/C 232/23

Rechtssache C-218/11: Vorabentscheidungsersuchen des Fővárosi Ítélőtábla (Budapest, Ungarn), eingereicht am 11. Mai 2011 — Észak-dunántúli Környezetvédelmi és Vízügyi Igazgatóság (Édukövízig), Hochtief Construction AG Magyarországi Fióktelepe/Közbeszerzések Tanácsa Közbeszerzési Döntőbizottság

14

2011/C 232/24

Rechtssache C-219/11: Vorabentscheidungsersuchen des Bundesgerichtshofs (Deutschland) eingereicht am 11. Mai 2011 — BrainProducts GmbH gegen BioSemi V.O.F. u.a.

15

2011/C 232/25

Rechtssache C-221/11: Vorabentscheidungsersuchen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (Deutschland) eingereicht am 11. Mai 2011 — Leyla Ecem Demirkan gegen Bundesrepublik Deutschland

15

2011/C 232/26

Rechtssache C-234/11: Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen Sad Varna (Bulgarien), eingereicht am 16. Mai 2011 — TETS Haskovo AD/Direktor na Direktsia Obzhalvane i upravlenie na izpalnenieto, grad Varna, pri Tsentralno upravlenie na Natsionalnata agentsia po prihodite (Direktor der Direktion Anfechtung und Vollzugsverwaltung Varna bei der Zentralverwaltung der Nationalen Agentur für Einnahmen)

15

2011/C 232/27

Rechtssache C-241/11: Klage, eingereicht am 19. Mai 2011 — Europäische Kommission/Tschechische Republik

16

2011/C 232/28

Rechtssache C-249/11: Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen Sad Sofia-grad (Bulgarien) eingereicht am 19. Mai 2011 — Hristo Byankov/Glaven sekretar na Ministerstvo na vatreshnite raboti (Generalsekretär des Innenministeriums)

17

2011/C 232/29

Rechtssache C-254/11: Vorabentscheidungsersuchen des Legfelsőbb Bíróság (Ungarn), eingereicht am 25. Mai 2011 — Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Rendőrkapitányság Záhony Határrendészeti Kirendeltsége/Oskar Shomodi

17

2011/C 232/30

Rechtssache C-262/11: Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen sad Sofia-grad (Bulgarien), eingereicht am 26. Mai 2011 — Kremikovtsi AD/Ministar na ikonomikata, energetikata i turizma i zamestnik-ministar na ikonomikata, energetikata i turizma (Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus und stellvertretender Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus)

18

2011/C 232/31

Rechtssache C-269/11: Klage, eingereicht am 31. Mai 2011 — Europäische Kommission/Tschechische Republik

19

2011/C 232/32

Rechtssache C-271/11: Vorabentscheidungsersuchen des Symvoulio tis Epikrateias (Griechenland), eingereicht am 31. Mai 2011 — Techniko Epimelitirio Elladas (TEE) u. a./Ypourgos Esoterikon, Dimosias Dioikisis kai Apokentrosis, Ypourgos Metaforon kai Epikoinonion und Ypourgos Oikonomias kai Oikonomikon

19

2011/C 232/33

Rechtssache C-293/11: Klage, eingereicht am 9. Juni 2011 — Europäische Kommission/Hellenische Republik

21

2011/C 232/34

Rechtssache C-295/11: Klage, eingereicht am 10. Juni 2011 — Italienische Republik/Rat der Europäischen Union

21

2011/C 232/35

Rechtssache C-298/11: Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen sad Varna (Bulgarien), eingereicht am 14. Juni 2011 — Dobrudzhanska petrolna kompania AD/Direktor na Direktsia Obzhalvane i upravlenie na izpalnenieto, grad Varna, pri Tsentralno upravlenie na Natsionalnata agentsia za prihodite (Direktor der Direktion Anfechtung und Vollzugsverwaltung Varna bei der Zentralverwaltung der Nationalen Agentur für Einnahmen)

22

2011/C 232/36

Rechtssache C-547/09: Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 20. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Oberlandesgerichts Innsbruck — Österreich) — Pensionsversicherungsanstalt/Andrea Schwab

23

2011/C 232/37

Rechtssache C-341/10: Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 17. Mai 2011 — Europäische Kommission/Republik Polen

23

2011/C 232/38

Rechtssache C-437/10: Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 20. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal Judicial de Vieira do Minho — Portugal) — Manuel Afonso Esteves/Axa — Seguros de Portugal SA

23

2011/C 232/39

Verbundene Rechtssachen C-622/10 und C-623/10: Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 7. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de première instance de Namur — Belgien) — Rémi Paquot (C-622/10), Adrien Daxhelet (C-623/10)/Belgischer Staat — SPF Finances

23

2011/C 232/40

Rechtssache C-110/11: Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 17. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden — Niederlande) — Minister van Financiën/G. in ’t Veld

23

 

Gericht

2011/C 232/41

Rechtssache T-471/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — Oetker Nahrungsmittel/HABM — Bonfait (Buonfatti) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke Buonfatti — Ältere Benelux-Wortmarke Bonfait — Keine Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

24

2011/C 232/42

Rechtssache T-475/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

24

2011/C 232/43

Rechtssache T-476/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

25

2011/C 232/44

Rechtssache T-477/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

25

2011/C 232/45

Rechtssache T-478/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

26

2011/C 232/46

Rechtssache T-479/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER Garden) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER Garden — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

26

2011/C 232/47

Rechtssache T-480/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICOCENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICOCENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

27

2011/C 232/48

Rechtssache T-481/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (maxi BRICO CENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke maxi BRICO CENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

27

2011/C 232/49

Rechtssache T-482/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER Città) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER Città — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

28

2011/C 232/50

Rechtssache T-483/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (Affiliato BRICO CENTER) (Gemeinschaftsmarke — Widerspruchsverfahren — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke Affiliato BRICO CENTER — Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro — Relatives Eintragungshindernis — Verwechslungsgefahr — Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

28

2011/C 232/51

Rechtssache T-487/09: Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ReValue Immobilienberatung/HABM (ReValue) (Gemeinschaftsmarke — Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke ReValue — Teilweise Zurückweisung der Anmeldung — Absolutes Eintragungshindernis — Beschreibender Charakter — Art. 7 Abs. 1 Buchst. c der Verordnung (EG) Nr. 207/2009 — Begründungspflicht — Art. 75 der Verordnung Nr. 207/2009)

29

2011/C 232/52

Rechtssache T-207/07 R: Beschluss des Präsidenten des Gerichts vom 10. Juni 2011 — Eurallumina/Kommission (Vorläufiger Rechtsschutz — Staatliche Beihilfen — Entscheidung, mit der die Beihilfe für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erklärt und ihre Rückforderung angeordnet wird — Antrag auf Aussetzung des Vollzugs — Fehlende Dringlichkeit)

29

2011/C 232/53

Rechtssache T-259/10: Beschluss des Gerichts vom 15. Juni 2011 — Ax/Rat (Nichtigkeitsklage — Finanzieller Beistand der Union für einen Mitgliedstaat, der von gravierenden wirtschaftlichen oder finanziellen Störungen betroffen ist — Verordnung, mit der die Bedingungen und das Verfahren der Gewährung des finanziellen Beistands der Union festgelegt werden — Art. 263 Abs. 4 AEUV — Keine unmittelbare Betroffenheit — Unzulässigkeit)

29

2011/C 232/54

Rechtssache T-199/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 30. März 2011 von Guido Strack gegen das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 20. Januar 2011 in der Rechtssache F-132/07, Strack/Kommission

30

2011/C 232/55

Rechtssache T-251/11: Klage, eingereicht am 18. Mai 2011 — Österreich/Kommission

30

2011/C 232/56

Rechtssache T-268/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 26. Mai 2011 von der Europäischen Kommission gegen das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 15. März 2011 in der Rechtssache F-120/07, Strack/Kommission

31

2011/C 232/57

Rechtssache T-274/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 25. Mai 2011 von Gaëtan Barthélémy Maxence Mioni gegen das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 15. März 2011 in der Rechtssache F-28/10, Mioni/Kommission

32

2011/C 232/58

Rechtssache T-275/11: Klage, eingereicht am 27. Mai 2011 — TF1/Kommission

32

2011/C 232/59

Rechtssache T-276/11: Klage, eingereicht am 31. Mai 2011 — Carlotti/Parlament

33

2011/C 232/60

Rechtssache T-279/11: Klage, eingereicht am 30. Mai 2011 — T&L Sugars und Sidul Açúcares/Kommission

33

2011/C 232/61

Rechtssache T-284/11: Klage, eingereicht am 7. Juni 2011 — Metropolis Inmobiliarias y Restauraciones/HABM — MIP Metro (METROINVEST)

35

2011/C 232/62

Rechtssache T-286/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 6. Juni 2011 von Luigi Marcuccio gegen den Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 16. März 2011 in der Rechtssache F-21/10, Marcuccio/Kommission

35

2011/C 232/63

Rechtssache T-291/11: Klage, eingereicht am 9. Juni 2011 — Portovesme/Kommission

36

2011/C 232/64

Rechtssache T-299/11: Klage, eingereicht am 6. Juni 2011 — European Dynamics Luxembourg u. a./HABM

37

2011/C 232/65

Rechtssache T-305/11: Klage, eingereicht am 8. Juni 2011 — Italmobiliare/Kommission

38

 

Gericht für den öffentlichen Dienst

2011/C 232/66

Rechtssache F-50/09: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 12. Mai 2011 — Missir Mamachi di Lusignano/Kommission (Öffentlicher Dienst — Beamte — Schadensersatzklage — Grundsatz der Übereinstimmung zwischen Antrag, Beschwerde und Klage in Schadensersatzsachen — Kontradiktorischer Charakter des Verfahrens — Beiziehung eines als Verschlusssache RESTREINT UE klassifizierten vertraulichen Dokuments vor Gericht — Außervertragliche Haftung der Organe — Verschuldenshaftung — Kausalzusammenhang — Mehrfachkausalität für den Schaden — Handlung eines Dritten — Verschuldensunabhängige Haftung — Beistandspflicht — Pflicht eines Organs, für den Schutz seines Personals zu sorgen — Tötung eines Beamten und seiner Ehefrau durch einen Dritten — Verlust einer Überlebenschance)

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2011/C 232/67

Rechtssache F-84/09: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 7. Juni 2011 — Larue und Seigneur/EZB (Öffentlicher Dienst — Personal der EZB — Vergütung — Allgemeine Anpassung der Gehälter — Verkennung der Berechnungsmethode)

39

2011/C 232/68

Rechtssache F-22/10: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 25. Mai 2011 — Bombín Bombín/Kommission (Öffentlicher Dienst — Beamte — Urlaub aus persönlichen Gründen — Jahresurlaub — Übertragung des Urlaubsanspruchs — Ausscheiden aus dem Dienst — Finanzieller Ausgleich)

39

2011/C 232/69

Rechtssache F-49/10: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 28. Juni 2011 — De Nicola/Europäische Investitionsbank (Öffentlicher Dienst — Personal der Europäischen Investitionsbank — Krankenversicherung — Ablehnung der Übernahme von Kosten für ärztliche Behandlung — Antrag auf Bestellung eines unabhängigen Arztes — Angemessene Frist)

40

2011/C 232/70

Rechtssache F-55/10: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 28. Juni 2011 AS/Kommission (Öffentlicher Dienst — Beamte — Stellenausschreibung — Ablehnung einer Bewerbung — Rechtsschutzinteresse — Dienstunfähiger Beamter — Untrennbarkeit der Entscheidung über die Ablehnung der Bewerbung und der Ernennungsentscheidung — Nichtvorliegen — Unterscheidung zwischen Beamten, die derselben Funktionsgruppe angehören, und Inhabern desselben Dienstgrads mit anderer dienstlicher Laufbahn — Entsprechung von Dienstgrad und Stelle)

40

2011/C 232/71

Rechtssache F-64/10: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 7. Juni 2011 — Mantzouratos/Parlament (Öffentlicher Dienst — Beamte — Beförderung — Beförderungsverfahren 2009 — Entscheidung über die Nichtbeförderung — Zulässigkeit einer Einrede der Rechtswidrigkeit — Abwägung der Verdienste — Offensichtlicher Beurteilungsfehler)

40

2011/C 232/72

Rechtssache F-66/10: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 12. Mai 2011 — AQ/Kommission (Öffentlicher Dienst — Beamte — Beurteilung — Beurteilungsverfahren 2009 — Beurteilender mit niedrigerer Besoldungsgruppe als der Stelleninhaber — Beurteilung der Leistung in einem Abschnitt des Referenzzeitraums — Unterbliebene Festsetzung von Zielen für den Stelleninhaber)

41

2011/C 232/73

Rechtssache F-128/10: Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 28. Juni 2011 — Mora Carrasco u. a./Parlament (Öffentlicher Dienst — Beamte — Interinstitutionelle Übernahme im Laufe eines Beförderungsverfahrens, in dem der Beamte bei seinem Stammorgan befördert worden wäre — Für die Entscheidung über die Beförderung des übernommenen Beamten zuständiges Organ)

41

2011/C 232/74

Rechtssache F-74/07 RENV: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 25. Mai 2011 — Meierhofer/Kommission (Öffentlicher Dienst — Einstellung — Allgemeines Auswahlverfahren — Scheitern eines Bewerbers in der mündlichen Prüfung — Begründungspflicht — Für die Arbeit des Prüfungsausschusses geltende Regeln)

41

2011/C 232/75

Rechtssache F-33/10: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 22. Juni 2011 — Lebedef/Kommission (Öffentlicher Dienst — Beamte — Beurteilungsverfahren für das Jahr 2005 — Beurteilung der beruflichen Entwicklung — Allgemeine Durchführungsbestimmungen zu Art. 43 des Statuts — Im Anschluss an das Urteil in der Rechtssache F-36/07 erstellte Beurteilung — Offensichtliche Unzulässigkeit)

42

2011/C 232/76

Rechtssache F-88/10: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 30. Juni 2011 — Van Asbroeck/Kommission (Öffentlicher Dienst — Beamte — Entscheidung über die Einstufung in eine vorübergehende Besoldungsgruppe — Antrag auf Überprüfung — Wesentliche neue Tatsache — Fehlen — Offensichtlich unzulässige Klage)

42

2011/C 232/77

Rechtssache F-125/10: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 29. Juni 2011 — Schuerewegen/Parlament (Öffentlicher Dienst — Beamte — Maßnahme zur Entfernung vom Arbeitsplatz — Entzug des Dienstausweises — Entzug der Zugangsrechte zum Computernetzwerk — Vorherige Verwaltungsbeschwerde — Übermittlung auf elektronischem Weg — Tatsächliche Kenntnisnahme durch die Verwaltung — Verspätung — Offensichtliche Unzulässigkeit)

42

2011/C 232/78

Rechtssache F-90/10: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 20. Mai 2011 — Florentiny/Parlament

43

2011/C 232/79

Rechtssache F-93/10: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 25. Mai 2011 — AL/Parlament

43

2011/C 232/80

Rechtssache F-120/10: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 27. April 2011 — AR/Kommission

43

DE

 


IV Informationen

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Gerichtshof der Europäischen Union

6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/1


2011/C 232/01

Letzte Veröffentlichung des Gerichtshof der Europäischen Union im Amtsblatt der Europäischen Union

ABl. C 226, 30.7.2011

Bisherige Veröffentlichungen

ABl. C 219, 23.7.2011

ABl. C 211, 16.7.2011

ABl. C 204, 9.7.2011

ABl. C 194, 2.7.2011

ABl. C 186, 25.6.2011

ABl. C 179, 18.6.2011

Diese Texte sind verfügbar in:

EUR-Lex: http://eur-lex.europa.eu


Gericht

6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/2


Rechtsmittelkammer

2011/C 232/02

Am 6. Juli 2011 hat das Gericht beschlossen, dass die Rechtsmittelkammer für die Zeit vom 1. September 2011 bis zum 31. August 2013 aus dem Präsidenten des Gerichts und zwei Kammerpräsidenten besteht, die nach einem Rotationssystem zum Einsatz kommen.

Um den erweiterten Spruchkörper mit fünf Richtern zu bilden, tagen folgende Richter einschließlich des Kammerpräsidenten: die drei Richter des ursprünglich befassten Spruchkörpers und zwei Kammerpräsidenten, die nach einem Rotationssystem zum Einsatz kommen.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/2


Kriterien für die Zuweisung der Rechtssachen an die Kammern

2011/C 232/03

Am 6. Juli 2011 hat das Gericht gemäß Art. 12 der Verfahrensordnung folgende Kriterien für die Zuweisung der Rechtssachen an die Kammern für die Zeit vom 1. September 2011 bis zum 31. August 2013 festgelegt:

1.

Die Rechtsmittel gegen die Entscheidungen des Gerichts für den öffentlichen Dienst werden unmittelbar nach Einreichung der Klageschrift unbeschadet einer späteren Anwendung der Art. 14 und 51 der Verfahrensordnung der Rechtsmittelkammer zugewiesen.

2.

Die anderen als die in Nr. 1 genannten Rechtssachen werden unmittelbar nach Einreichung der Klageschrift unbeschadet einer späteren Anwendung der Art. 14 und 51 der Verfahrensordnung den Kammern mit drei Richtern zugewiesen.

Die Verteilung der in der vorliegenden Nr. 2 genannten Rechtssachen auf die Kammern erfolgt in drei verschiedenen Verteilungsvorgängen gemäß der Reihenfolge der Eintragung der Rechtssachen in das Register der Kanzlei:

für die Rechtssachen betreffend die Durchführung der für Unternehmen geltenden Wettbewerbsregeln, der Vorschriften über staatliche Beihilfen und der Vorschriften über handelspolitische Schutzmaßnahmen;

für die Rechtssachen, die die in Art. 130 § 1 der Verfahrensordnung genannten Rechte des geistigen Eigentums betreffen;

für alle anderen Rechtssachen.

Im Rahmen dieser Verteilungsvorgänge wird die mit drei Richtern tagende und aus vier Richtern bestehende Kammer bei jedem dritten Verteilungsvorgang zweimal berücksichtigt.

Der Präsident des Gerichts kann von diesem Verteilungsmodus abweichen, um dem Zusammenhang zwischen bestimmten Rechtssachen Rechnung zu tragen oder eine ausgewogene Verteilung der Arbeitslast sicherzustellen.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/3


Bestimmung des in Vertretung des Präsidenten für die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes zuständigen Richters

2011/C 232/04

Am 6. Juli 2011 hat das Gericht gemäß Art. 106 der Verfahrensordnung beschlossen, als Richter, der in Vertretung des Präsidenten des Gerichts bei dessen Abwesenheit oder Verhinderung für die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes zuständig ist, für die Zeit vom 1. September 2011 bis zum 31. August 2012 Richter Prek zu bestimmen.


V Bekanntmachungen

GERICHTSVERFAHREN

Gerichtshof

6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/4


Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank ’s-Gravenhage — Niederlande) — Fatma Pehlivan/Staatssecretaris van Justitie

(Rechtssache C-484/07) (1)

(Assoziierungsabkommen EWG-Türkei - Familienzusammenführung - Art. 7 Abs. 1 erster Gedankenstrich des Beschlusses Nr. 1/80 des Assoziationsrats - Kind eines türkischen Arbeitnehmers, das länger als drei Jahre bei diesem gewohnt hat, jedoch vor Ablauf der in der genannten Vorschrift festgelegten dreijährigen Frist geheiratet hat - Nationales Recht, das aus diesem Grund die Aufenthaltserlaubnis des Betroffenen in Frage stellt)

2011/C 232/05

Verfahrenssprache: Niederländisch

Vorlegendes Gericht

Rechtbank ’s-Gravenhage, verhandelnd in Roermond

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Fatma Pehlivan

Beklagte: Staatssecretaris van Justitie

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank’s-Gravenhage, verhandelnd in Roermond — Auslegung des Art. 7 Abs. 1 erster Gedankenstrich des Beschlusses Nr. 1/80 vom 19. September 1980 über die Entwicklung der Assoziation, der von dem durch das Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei geschaffene Assoziationsrat erlassen wurde — Kind eines türkischen Arbeitnehmers, das für mindestens drei Jahre bei diesem gewohnt hat, aber während dieser Zeit in der Türkei einen türkischen Staatsangehörigen geheiratet hat, ohne die zuständigen Behörden davon zu unterrichten

Tenor

Art. 7 Abs. 1 erster Gedankenstrich des Beschlusses Nr. 1/80 des durch das Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei errichteten Assoziationsrats vom 19. September 1980 über die Entwicklung der Assoziation ist dahin auszulegen, dass

diese Vorschrift einer Regelung eines Mitgliedstaats entgegensteht, nach der ein Familienangehöriger eines bereits dem regulären Arbeitsmarkt dieses Staates angehörenden türkischen Wanderarbeitnehmers, dem ordnungsgemäß die Genehmigung erteilt worden war, zu Letzterem zu ziehen, die nach dieser Vorschrift im Rahmen der Familienzusammenführung vorgesehenen Rechte allein deshalb, weil er nach Eintritt der Volljährigkeit geheiratet hat, verliert, obwohl er während der ersten drei Jahre seines Aufenthalts im Aufnahmemitgliedstaat bei diesem Arbeitnehmer wohnen bleibt;

ein türkischer Staatsangehöriger, der wie die Klägerin des Ausgangsverfahrens unter die genannte Vorschrift fällt, ein Aufenthaltsrecht im Aufnahmemitgliedstaat auf der Grundlage dieser Vorschrift geltend machen kann, auch wenn er vor Ablauf der in dem genannten Abs. 1 erster Gedankenstrich vorgesehenen dreijährigen Frist geheiratet hat, sofern er während dieser gesamten Zeit tatsächlich mit dem türkischen Wanderarbeitnehmer zusammenwohnt, durch den er im Rahmen der Familienzusammenführung in diesen Mitgliedstaat einreisen durfte.


(1)  ABl. C 8 vom 12.1.2008.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/4


Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 14. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen der Beschwerdekammer der Europäischen Schulen) — Paul Miles u. a./Europäische Schulen

(Rechtssache C-196/09) (1)

(Vorabentscheidungsersuchen - Begriff „Gericht eines Mitgliedstaats“ im Sinne des Art. 267 AEUV - Beschwerdekammer der Europäischen Schulen - Vergütungssystem der an die Europäischen Schulen abgeordneten Lehrer - Keine Anpassung der Gehälter nach dem Wertverfall des Pfund Sterling - Vereinbarkeit mit den Art. 18 AEUV und 45 AEUV)

2011/C 232/06

Verfahrenssprache: Französisch

Vorlegendes Gericht

Beschwerdekammer der Europäischen Schulen

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Paul Miles, Robert Watson Mac Donald

Beklagte: Europäische Schulen

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Beschwerdekammer der Europäischen Schulen — Auslegung der Art. 12, 39 und 234 des EG-Vertrags — Begriff des einzelstaatlichen Gerichts im Sinne des Art. 234 EG — Vergütungssystem für an die Europäischen Schulen abgeordnete Lehrkräfte — Fehlende Anpassung der Vergütung im Zuge der Abwertung des Pfund Sterling — Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz und die Arbeitnehmerfreizügigkeit

Tenor

Der Gerichtshof ist für die Beantwortung eines Vorabentscheidungsersuchens der Beschwerdekammer der Europäischen Schulen nicht zuständig.


(1)  ABl. C 193 vom 15.8.2009.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/5


Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 22. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Gerechtshof ’s-Gravenhage — Niederlande) — Staat der Nederlanden/Denkavit Nederland BV u. a.

(Rechtssache C-346/09) (1)

(Landwirtschaft - Gesundheitspolitik - Richtlinie 90/425/EWG - Vorläufige nationale Regelung zum Schutz vor der Ausbreitung der spongiformen Rinderenzephalopathie durch ein Verbot der Produktion und der Vermarktung von verarbeiteten tierischen Proteinen zur Verfütterung an Nutztiere - Anwendung dieser Regelung vor Inkrafttreten der ein solches Verbot vorsehenden Entscheidung 2000/766/EG - Anwendung dieser Regelung auf zwei Produkte, für die eine Ausnahme von dem in dieser Entscheidung vorgesehenen Verbot möglich ist - Vereinbarkeit mit der Richtlinie 90/425/EWG sowie mit den Entscheidungen 94/381/EG und 2000/766/EG)

2011/C 232/07

Verfahrenssprache: Niederländisch

Vorlegendes Gericht

Gerechtshof ’s-Gravenhage

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Staat der Nederlanden

Beklagter: Denkavit Nederland BV, Cehave Landbouwbelang Voeders BV, Arie Blok BV, Internationale Handelsmaatschappij „Demeter“ BV

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Gerechtshof ’s-Gravenhage — Auslegung der Richtlinie 90/425/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt (ABl. L 224, S. 29), der Entscheidung 94/381/EG der Kommission vom 27. Juni 1994 über Schutzmaßnahmen in Bezug auf die spongiforme Rinderenzephalopathie und die Verfütterung von aus Säugetieren gewonnenen Futtermitteln (ABl. L 172, S. 23), der Entscheidung 2000/766/EG des Rates vom 4. Dezember 2000 über Schutzmaßnahmen in Bezug auf die transmissiblen spongiformen Enzephalopathien und die Verfütterung von tierischem Protein (ABl. L 306, S. 32) und der Entscheidung 2001/9/EG der Kommission vom 29. Dezember 2000 über Kontrollmaßnahmen zur Umsetzung der Entscheidung 2000/766/EG des Rates über Schutzmaßnahmen in Bezug auf die transmissiblen spongiformen Enzephalopathien und die Verfütterung von tierischem Protein (ABl. 2001, L 2, S. 32) — Nationale Regelung, die die Produktion von und den Handel mit verarbeiteten tierischen Proteinen zur Verfütterung an Nutztiere verbietet — Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangszeitraum

Tenor

Das Unionsrecht, insbesondere die Richtlinie 90/425/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt sowie die Entscheidungen 94/381/EG der Kommission vom 27. Juni 1994 über Schutzmaßnahmen in Bezug auf die spongiforme Rinderenzephalopathie und die Verfütterung von aus Säugetieren gewonnenen Futtermitteln und 2000/766/EG des Rates vom 4. Dezember 2000 über Schutzmaßnahmen in Bezug auf die transmissiblen spongiformen Enzephalopathien und die Verfütterung von tierischem Protein, steht einer nationalen Regelung nicht entgegen, die zum Schutz vor der spongiformen Rinderenzephalopathie ein vorläufiges Verbot der Produktion und der Vermarktung von verarbeiteten tierischen Proteinen zur Verfütterung an Nutztiere vorsah, soweit die Situation im betroffenen Mitgliedstaat so dringlich war, dass der unverzügliche Erlass derartiger Maßnahmen aus schwerwiegenden Gründen in Bezug auf den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier gerechtfertigt war. Es ist Sache des vorlegenden Gerichts, zu prüfen, ob die letztgenannte Voraussetzung erfüllt ist und ob der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt wurde.


(1)  ABl. C 282 vom 21.11.2009.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/5


Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 14. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Amtsgerichts Bonn — Deutschland) — Pfleiderer AG/Bundeskartellamt

(Rechtssache C-360/09) (1)

(Wettbewerb - Verwaltungsverfahren - Im Rahmen eines nationalen Kronzeugenprogramms vorgelegte Unterlagen und Angaben - Mögliche nachteilige Auswirkungen der Einsichtnahme Dritter in solche Unterlagen auf die Wirksamkeit und das ordnungsgemäße Funktionieren der Zusammenarbeit zwischen den Behörden des Europäischen Wettbewerbsnetzes)

2011/C 232/08

Verfahrenssprache: Deutsch

Vorlegendes Gericht

Amtsgericht Bonn

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Pfleiderer AG

Beklagte: Bundeskartellamt

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Amtsgericht Bonn — Auslegung der kartellrechtlichen Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts, insbesondere der Art. 11 und 12 der Verordnung (EG) Nr. 1/2003 des Rates vom 16. Dezember 2002 zur Durchführung der in den Artikeln 81 und 82 des Vertrags niedergelegten Wettbewerbsregeln (ABl. L 1, S. 1) sowie von Art. 10 Abs. 2 EG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 Buchst. g EG — Informationen und Unterlagen, die Bonusantragsteller den mitgliedstaatlichen Wettbewerbsbehörden nach Maßgabe eines nationalen Bonusprogramms übermittelt haben — Mögliche nachteilige Auswirkungen des Zugangs Dritter zu solchen Unterlagen auf die Wirksamkeit und die Funktionsfähigkeit der Zusammenarbeit der Behörden im europäischen Wettbewerbsnetzwerk

Tenor

Die kartellrechtlichen Bestimmungen der Union, insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 1/2003 des Rates vom 16. Dezember 2002 zur Durchführung der in den Artikeln 101 und 102 AEUV niedergelegten Wettbewerbsregeln, sind dahin auszulegen, dass sie es nicht verbieten, dass eine durch einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht der Union geschädigte und Schadensersatz fordernde Person Zugang zu Dokumenten eines Kronzeugenverfahrens erhält, die den Urheber dieses Verstoßes betreffen. Es ist jedoch Sache der Gerichte der Mitgliedstaaten, auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Rechts unter Abwägung der unionsrechtlich geschützten Interessen zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen dieser Zugang zu gewähren oder zu verweigern ist.


(1)  ABl. C 297 vom 5.12.2009.


6.8.2011   

DE

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C 232/6


Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 22. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Nejvyšší správní soud — Tschechische Republik) — Marie Landtová/Česká správa sociálního zabezpečení

(Rechtssache C-399/09) (1)

(Freizügigkeit der Arbeitnehmer - Soziale Sicherheit - Zwischen zwei Mitgliedstaaten vor ihrem Beitritt zur Europäischen Union geschlossenes Abkommen über soziale Sicherheit - Für die Feststellung der Beitragszeiten zuständiger Mitgliedstaat - Altersrente - Zulage, die nur den Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats mit Wohnsitz in diesem Mitgliedstaat gewährt wird)

2011/C 232/09

Verfahrenssprache: Tschechisch

Vorlegendes Gericht

Nejvyšší správní soud

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Marie Landtová

Beklagter: Česká správa sociálního zabezpečení

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Nejvyšší správní soud — Auslegung von Art. 12 EG, von Art. 3 Abs. 1, Art. 7 Abs. 2 Buchst. c, Art. 10 und Art. 46 sowie von Anhang III Teil A Nr. 6 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren Familien, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (ABl. L 149, S. 2) — Altersrente — Bestimmung des für die Berücksichtigung der zurückgelegten Versicherungszeiten zuständigen Mitgliedstaats — Auswirkungen der Gemeinschaftsregelung auf ein von zwei Mitgliedstaaten vor ihrem Beitritt zur Europäischen Union geschlossenes Abkommen auf dem Gebiet der sozialen Sicherheit

Tenor

1.

Die Bestimmungen von Anhang III Teil A Nr. 6 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, in der durch die Verordnung (EG) Nr. 118/97 des Rates vom 2. Dezember 1996 geänderten und aktualisierten Fassung, geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 629/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2006, in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 Buchst. c dieser Verordnung stehen einer innerstaatlichen Regel wie der im Ausgangsverfahren fraglichen nicht entgegen, die die Zahlung einer Zulage zu einer Leistung bei Alter vorsieht, wenn der Betrag dieser nach Art. 20 des am 29. Oktober 1992 unterzeichneten bilateralen Abkommens zwischen der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik betreffend Maßnahmen zur Regelung der Situation nach der Teilung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik am 31. Dezember 1992 gewährten Leistung geringer ist als der, der bezogen worden wäre, wenn die Altersrente nach den Rechtsvorschriften der Tschechischen Republik berechnet worden wäre.

2.

Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 der Verordnung Nr. 1408/71 in der durch die Verordnung Nr. 118/97 geänderten und aktualisierten Fassung, geändert durch die Verordnung Nr. 629/2006, steht einer innerstaatlichen Regel wie der im Ausgangsverfahren fraglichen entgegen, wonach eine Zulage zur Leistung bei Alter nur tschechischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in der Tschechischen Republik gezahlt werden kann, was aus der Sicht des Unionsrechts nicht zwangsläufig zur Folge hat, dass einer Person, die diese beiden Voraussetzungen erfüllt, diese Zulage zu entziehen ist.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/7


Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden — Niederlande) — Stichting de Thuiskopie/Opus Supplies Deutschland GmbH, Mijindert van der Lee, Hananja van der Lee

(Rechtssache C-462/09) (1)

(Rechtsangleichung - Urheberrecht und verwandte Schutzrechte - Richtlinie 2001/29/EG - Vervielfältigungsrecht - Ausnahmen und Beschränkungen - Ausnahme für Kopien zum privaten Gebrauch - Art. 5 Abs. 2 Buchst. b und 5 - Gerechter Ausgleich - Schuldner der zur Finanzierung dieses Ausgleichs bestimmten Vergütung - Versandkauf zwischen zwei in verschiedenen Mitgliedstaaten ansässigen Personen)

2011/C 232/10

Verfahrenssprache: Niederländisch

Vorlegendes Gericht

Hoge Raad der Nederlanden

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Stichting de Thuiskopie

Beklagte: Opus Supplies Deutschland GmbH, Mijindert van der Lee, Hananja van der Lee

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Hoge Raad der Nederlanden — Auslegung von Art. 5 Abs. 2 Buchst. b und 5 der Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft (ABl. L 167, S. 10) — Vervielfältigungsrecht — Gerechter Ausgleich — Versandkaufgeschäft zwischen zwei in zwei verschiedenen Mitgliedstaaten wohnhaften Personen — Regelung, die die Erhebung eines Ausgleichs nicht ermöglicht

Tenor

1.

Die Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft, insbesondere ihr Art. 5 Abs. 2 Buchst. b und 5, ist dahin auszulegen, dass der Endnutzer, der für seinen privaten Gebrauch die Vervielfältigung eines geschützten Werks vornimmt, grundsätzlich als Schuldner des in Abs. 2 Buchst. b vorgesehenen angemessenen Ausgleichs zu betrachten ist. Den Mitgliedstaaten steht es jedoch frei, eine Vergütung für Privatkopien zulasten der Personen einzuführen, die dem Endnutzer Anlagen, Geräte und Medien zur Vervielfältigung zur Verfügung stellen, da diese Personen die Möglichkeit haben, den Betrag der Vergütung in den vom Endnutzer entrichteten Preis für diese Zurverfügungstellung einfließen zu lassen.

2.

Die Richtlinie 2001/29, insbesondere ihr Art. 5 Abs. 2 Buchst. b und 5, ist dahin auszulegen, dass der Mitgliedstaat, der eine Vergütungsregelung für Privatkopien zulasten des Herstellers oder Importeurs von Vervielfältigungsmedien für geschützte Werke eingeführt hat und in dessen Hoheitsgebiet den Urhebern durch die Nutzung ihrer Werke durch dort ansässige Käufer zum privaten Gebrauch entstandene Schaden eintritt, zu gewährleisten hat, dass diese Urheber tatsächlich den gerechten Ausgleich erhalten, der zum Ersatz dieses Schadens bestimmt ist. In diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass der gewerbliche Verkäufer von Anlagen, Geräten und Medien zur Vervielfältigung in einem anderen Mitgliedstaat als demjenigen ansässig ist, in dem die Käufer wohnen, ohne Einfluss auf diese Ergebnispflicht. Kann die Erhebung des gerechten Ausgleichs bei den Käufern nicht gewährleistet werden, ist es Sache des nationalen Gerichts, sein nationales Recht so auszulegen, dass es die Erhebung dieses Ausgleichs bei einem gewerblich handelnden Schuldner ermöglicht.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/7


Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Upravno sodišče Republike Slovenije — Slowenien) — Marija Omejc/Republika Slovenija

(Rechtssache C-536/09) (1)

(Gemeinsame Agrarpolitik - Gemeinschaftliche Beihilferegelungen - Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem - Verordnung (EG) Nr. 796/2004 - Unmöglichmachen der Durchführung einer Vor-Ort-Kontrolle - Begriff - Betriebsinhaber, der nicht auf dem Hof wohnt - Vertreter des Betriebsinhabers - Begriff)

2011/C 232/11

Verfahrenssprache: Slowenisch

Vorlegendes Gericht

Upravno sodišče Republike Slovenije

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Marija Omejc

Beklagte: Republika Slovenija

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Upravno sodišče Republike Slovenije — Auslegung von Art. 23 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 der Kommission vom 21. April 2004 mit Durchführungsbestimmungen zur Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, zur Modulation und zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem nach der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe (ABl. L 141, S. 18) — Begriff des Unmöglichmachens der Durchführung einer Vor-Ort-Kontrolle — Begriff des Vertreters des Betriebsinhabers, wenn der Betriebsinhaber nicht auf dem Hof wohnhaft ist

Tenor

1.

Der Ausdruck „die Durchführung einer Vor-Ort-Kontrolle unmöglich macht“ in Art. 23 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 der Kommission vom 21. April 2004 mit Durchführungsbestimmungen zur Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, zur Modulation und zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem nach der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates vom 29. September 2003 mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe ist ein autonomer Begriff des Unionsrechts, der in allen Mitgliedstaaten einheitlich dahin auszulegen ist, dass davon neben vorsätzlichem Handeln jedes Tun oder Unterlassen erfasst ist, das auf Fahrlässigkeit des Betriebsinhabers oder seines Vertreters zurückgeführt werden kann und zur Folge hatte, dass die Vor-Ort-Kontrolle nicht vollständig durchgeführt werden konnte, wenn dieser Betriebsinhaber oder sein Vertreter nicht alle Maßnahmen getroffen hat, die vernünftigerweise von ihm verlangt werden konnten, um sicherzustellen, dass diese Kontrolle vollständig durchgeführt wird.

2.

Die Ablehnung der betreffenden Beihilfeanträge im Sinne von Art. 23 Abs. 2 der Verordnung Nr. 796/2004 setzt nicht voraus, dass der Betriebsinhaber oder sein Vertreter von dem Teil der Vor-Ort-Kontrolle, der seine Mitwirkung erfordert, angemessen benachrichtigt wurde.

3.

Der Begriff des Vertreters in Art. 23 Abs. 2 der Verordnung Nr. 796/2004 ist ein autonomer Begriff des Unionsrechts, der in allen Mitgliedstaaten einheitlich dahin auszulegen ist, dass er bei Vor-Ort-Kontrollen jede volljährige geschäftsfähige Person erfasst, die auf dem Hof wohnt und der zumindest ein Teil der Bewirtschaftung des Hofes anvertraut wurde, sofern der Betriebsinhaber klar seinen Willen zum Ausdruck gebracht hat, sie mit seiner Vertretung zu betrauen, und sich damit verpflichtet hat, für jedes Tun und Unterlassen dieser Person einzustehen.

4.

Art. 23 Abs. 2 der Verordnung Nr. 796/2004 ist dahin auszulegen, dass ein Betriebsinhaber, der nicht auf dem Hof wohnt, dessen Inhaber er ist, nicht verpflichtet ist, einen Vertreter zu bestellen, der grundsätzlich jederzeit auf dem Hof erreichbar ist.


(1)  ABl. C 63 vom 13.3.2010.


6.8.2011   

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C 232/8


Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 16. Juni 2011 — Europäische Kommission/Republik Österreich

(Rechtssache C-10/10) (1)

(Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Freier Kapitalverkehr - Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an Einrichtungen mit Forschungs- und Lehraufgaben - Beschränkung der Abzugsfähigkeit auf Zuwendungen an gebietsansässige Einrichtungen)

2011/C 232/12

Verfahrenssprache: Deutsch

Parteien

Klägerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: R. Lyal und W. Mölls)

Beklagte: Republik Österreich (Prozessbevollmächtigte: C. Pesendorfer)

Gegenstand

Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Verstoß gegen Art. 56 EG und Art. 40 des Abkommens vom 2. Mai 1992 über den Europäischen Wirtschaftsraum (ABl. 1994, L 1, S. 3) — Nationale Regelung, nach der der für Spenden an Einrichtungen mit Forschungs- und öffentlichen Lehraufgaben vorgesehene Steuervorteil nur gewährt wird, wenn der Empfänger der Spende im Inland ansässig ist

Tenor

1.

Die Republik Österreich hat dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 56 EG und Art. 40 des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum vom 2. Mai 1992 verstoßen, dass sie die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an Einrichtungen mit Forschungs- und Lehraufgaben nur im Fall von in Österreich ansässigen Einrichtungen zugelassen hat.

2.

Die Republik Österreich trägt die Kosten.


(1)  ABl. C 63 vom 13.3.2010.


6.8.2011   

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C 232/8


Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Højesteret — Dänemark) — Unomedical A/S/Skatteministeriet

(Rechtssache C-152/10) (1)

(Gemeinsamer Zolltarif - Tarifierung - Kombinierte Nomenklatur - Dialysesammelbeutel aus Kunststoff, die ausschließlich für Dialysegeräte (künstliche Nieren) bestimmt sind - Urinsammelbeutel aus Kunststoff, die ausschließlich für Katheter bestimmt sind - Positionen 9018 und 3926 - Begriff „Teile“ und „Zubehör“ - Andere Waren aus Kunststoffen)

2011/C 232/13

Verfahrenssprache: Dänisch

Vorlegendes Gericht

Højesteret

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Unomedical A/S

Beklagte: Skatteministeriet

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Højesteret — Auslegung von Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates vom 23. Juli 1987 über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif (ABl. L 256, S. 1) — Kunststoffsammelbeutel, die ausschließlich für künstliche Nieren bestimmt sind — Einreihung in Unterposition 9018 90 30 oder 3926 90 99 — Kunststoffsammelbeutel die ausschließlich für Katheter bestimmt sind — Einreihung in Unterposition 9018 39 00 oder 3926 90 99 — Begriff „Teile und Zubehör“

Tenor

Die Kombinierte Nomenklatur in Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates vom 23. Juli 1987 über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif ist so auszulegen, dass ein aus Kunststoffen hergestellter Dialysebeutel, der speziell für die Verwendung zusammen mit einem Dialysegerät (künstliche Niere) konzipiert worden ist und nur in dieser Weise verwendet werden kann, von Mai 2001 bis Dezember 2003 als „Kunststoffe oder Ware daraus“ in Unterposition 3926 90 99 dieser Nomenklatur einzureihen war und dass ein Urinsammelbeutel, der aus Kunststoffen hergestellt und speziell für die Benutzung zusammen mit einem Katheter konzipiert worden ist und daher nur in dieser Weise verwendet werden kann, in demselben Zeitraum als „Kunststoffe oder Waren daraus“ in Unterposition 3926 90 99 dieser Nomenklatur einzureihen war.


(1)  ABl. C 148 vom 5.6.2010.


6.8.2011   

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C 232/9


Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 16. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Wojewódzki Sąd Administracyjny w Gliwicach — Republik Polen) — Logstor ROR Polska Sp. z o.o./Dyrektor Izby Skarbowej w Katowicach

(Rechtssache C-212/10) (1)

(Steuerrecht - Gesellschaftsteuer - Richtlinie 69/335/EWG - Indirekte Steuern auf die Ansammlung von Kapital - Besteuerung eines Darlehens, das einer Kapitalgesellschaft von einer Person gewährt wurde, die Anspruch auf einen prozentualen Anteil am Gewinn dieser Gesellschaft hat - Recht eines Mitgliedstaats, eine Steuer wieder einzuführen, die zum Zeitpunkt seines Beitritts zur Europäischen Union nicht mehr galt)

2011/C 232/14

Verfahrenssprache: Polnisch

Vorlegendes Gericht

Wojewódzki Sąd Administracyjny w Gliwicach

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Logstor ROR Polska Sp. z o.o.

Beklagter: Dyrektor Izby Skarbowej w Katowicach

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Wojewódzki Sąd Administracyjny w Gliwicach — Auslegung von Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 69/335/EWG des Rates vom 17. Juli 1969 betreffend die indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital (ABl. L 249, S. 25) in der durch die Richtlinie 85/303/EWG des Rates vom 10. Juni 1985 (ABl. L 156, S. 23) geänderten Fassung — Recht eines Mitgliedstaats, eine Steuer erneut einzuführen, auf die er zum Tag seines Beitritts zur Europäischen Union verzichtet hatte — Gesellschaftsteuer — Besteuerung eines Darlehens, das eine Kapitalgesellschaft von einer natürlichen oder juristischen Person erhält, die Anspruch auf eine prozentuale Beteiligung an den Gesellschaftsgewinnen hat

Tenor

Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 69/335/EWG des Rates vom 17. Juli 1969 betreffend die indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital in der durch die Richtlinie 85/303/EWG des Rates vom 10. Juni 1985 geänderten Fassung ist in dem Sinne auszulegen, dass er es einem Mitgliedstaat verwehrt, eine Gesellschaftsteuer wieder einzuführen, die auf die Darlehensaufnahme durch eine Kapitalgesellschaft erhoben wird, wenn der Darlehensgeber Anspruch auf eine Beteiligung an den Gesellschaftsgewinnen hat, falls dieser Mitgliedstaat zuvor auf die Erhebung dieser Steuer verzichtet hatte.


(1)  ABl. C 209 vom 31.7.2010.


6.8.2011   

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C 232/9


Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 16. Juni 2011 — Union Investment Privatfonds GmbH/UniCredito Italiano SpA, Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle)

(Rechtssache C-317/10 P) (1)

(Rechtsmittel - Gemeinschaftsmarke - Verordnung (EG) Nr. 40/94 - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b - Wortmarken UNIWEB und UniCredit Wealth Management - Widerspruch der Inhaberin der nationalen Wortmarken UNIFONDS und UNIRAK sowie der nationalen Bildmarke UNIZINS - Beurteilung der Verwechslungsgefahr - Gefahr der gedanklichen Verbindung - Markenserie oder -familie)

2011/C 232/15

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführer: Union Investment Privatfonds GmbH (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte J. Zindel und C. Schmid)

Andere Verfahrensbeteiligte: UniCredito Italiano SpA (Prozessbevollmächtigte: G. Floridia, avvocato), Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigter: P. Bullock)

Gegenstand

Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts (Dritte Kammer) vom 27. April 2010 — UniCredito Italiano/HABM — Union Investment Privatfonds (verbundene Rechtssachen T-303/06 und T-337/06), mit dem das Gericht die Anträge der Union Investment Privatfonds GmbH zu den Klagen gegen zwei Entscheidungen der Zweiten Beschwerdekammer des HABM vom 5. September 2006 (verbundene Sachen R 196/2005-2 und R 211/2005-2) und vom 25. September 2006 (verbundene Sachen R 456/2005-2 und R 502/2005-2) über Widerspruchsverfahren zwischen der Union Investment Privatfonds GmbH und der UniCredito Italiano SpA zurückgewiesen hat

Tenor

1.

Das Urteil des Gerichts der Europäischen Union vom 27. April 2010, UniCredito Italiano/HABM — Union Investment Privatfonds (UNIWEB) (T-303/06 und T-337/06), wird aufgehoben.

2.

Die Sache wird an das Gericht der Europäischen Union zurückverwiesen.

3.

Die Entscheidung über die Kosten bleibt vorbehalten.


(1)  ABl. C 146 vom 11.9.2010.


6.8.2011   

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C 232/10


Beschluss des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 11. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Varhoven kasatsionen sad (Bulgarien) — Bulgarien) — Tony Georgiev Semerdzhiev/ET Del-Pi-Krasimira Mancheva

(Rechtssache C-32/10) (1)

(Art. 92 § 1 der Verfahrensordnung - Richtlinie 90/314/EWG - Pauschalreisen - Sachverhalte vor dem Beitritt der Republik Bulgarien zur Europäischen Union - Offensichtliche Unzuständigkeit des Gerichtshofs für die Beantwortung der zur Vorabentscheidung vorgelegten Fragen)

2011/C 232/16

Verfahrenssprache: Bulgarisch

Vorlegendes Gericht

Varhoven kasatsionen sad (Bulgarien)

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Tony Georgiev Semerdzhiev

Beklagter: ET Del-Pi-Krasimira Mancheva

im Beisein von: ZAD Bulstrad VIG

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Varhoven kasatsionen sad — Auslegung von Art. 2 Nr. 1 Buchst. c, Art. 4 Abs. 1 Buchst. b Ziff. iv und Art. 5 Abs. 2 Unterabs. 3 und 4 der Richtlinie 90/314/EWG des Rates vom 13. Juni 1990 über Pauschalreisen (ABl. L 158, S. 59) — Begriff „andere touristische Dienstleistungen“, die keine Nebenleistungen der vom Veranstalter zu erbringenden Beförderung oder Unterbringung sind — Verpflichtung des Veranstalters, für jeden Verbraucher einen Einzelversicherungsvertrag abzuschließen und ihm vor der Reise den Originalversicherungsschein auszuhändigen — Verpflichtung des Veranstalters, einen Einzelversicherungsvertrag zur Deckung der Rückführungskosten bei einem Unfall abzuschließen — Begriff der „Schäden“, die dem Verbraucher aus der Nichterfüllung oder mangelhaften Erfüllung des Vertrags entstehen — Einbeziehung immaterieller Schäden

Tenor

Der Gerichtshof der Europäischen Union ist für die Beantwortung der vom Varhoven kasatsionen sad (Bulgarien) vorgelegten Fragen offensichtlich unzuständig.


(1)  ABl. C 100 vom 17.4.2010.


6.8.2011   

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C 232/10


Beschluss des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 23. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de première instance de Namur (Belgien)) — André Rossius (C-267/10), Marc Collard (C-268/10)/État belge — SPF Finances

(Verbundene Rechtssachen C-267/10 und C-268/10) (1)

(Art. 6 Abs. 1 EUV - Art. 35 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union - Besitz und Verkauf von Rauchtabakwaren - Nationale Bestimmungen, die die Erhebung der Akzisensteuer auf Tabakwaren erlauben - Offensichtliche Unzuständigkeit des Gerichtshofs)

2011/C 232/17

Verfahrenssprache: Französisch

Vorlegendes Gericht

Tribunal de première instance de Namur (Belgien)

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: André Rossius (C-267/10), Marc Collard (C-268/10)

Beklagter: État belge — SPF Finances

Beteiligter: État belge — Service public fédéral Défense

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Tribunal de première instance de Namur — Auslegung von Art. 6 Abs. 1 Unterabs. 1 EUV und Art. 35 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union — Vereinbarkeit einer nationalen Regelung, die die Herstellung, die Einfuhr, die Verkaufsförderung und den Verkauf von Rauchtabakwaren erlaubt, die als sehr gesundheitsschädlich gelten, mit dem Ziel des Schutzes der menschlichen Gesundheit — Gültigkeit der nationalen Bestimmungen, die die Erhebung der Akzisensteuer auf Tabakwaren erlauben, im Hinblick auf die vorgenannten Vorschriften

Tenor

Der Gerichtshof der Europäischen Union ist für die Beantwortung der vom Tribunal de première instance de Namur (Belgien) mit Entscheidungen vom 24. März 2010 vorgelegten Fragen offensichtlich unzuständig.


(1)  ABl. C 221 vom 14.8.2010.


6.8.2011   

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C 232/11


Beschluss des Gerichtshofs vom 14. April 2011 — Luigi Marcuccio/Gerichtshof der Europäischen Union

(Rechtssache C-460/10 P) (1)

(Rechtsmittel - Außervertragliche Haftung - Vertretung des Rechtsmittelführers - Nicht beauftragter Rechtsanwalt - Zustellung einer Rechtsmittelschrift - Schadensersatzantrag - Gerichtshof der Europäischen Union - Ablehnung - Anfechtungsklage - Geltend gemachter Schaden - Schadensersatzklage - Teils offensichtlich unzulässiges und teils offensichtlich unbegründetes Rechtsmittel)

2011/C 232/18

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführer: Luigi Marcuccio (Prozessbevollmächtigter: G. Cipressa, avvocato)

Anderer Verfahrensbeteiligter: Gerichtshof der Europäischen Union (Prozessbevollmächtigter: A. V. Placco)

Gegenstand

Rechtsmittel gegen den Beschluss des Gerichts (Sechste Kammer) vom 6. Juli 2010, Marcuccio/Kommission (T-401/09), mit dem das Gericht die Klage auf Nichtigerklärung von Entscheidungen des Gerichtshofs über die Ablehnung des Antrags auf Ersatz des Schadens, der durch eine Unregelmäßigkeit bei der Zustellung der Rechtsmittelschrift in der Rechtssache T-20/09 P an Herrn Luigi Marcuccio entstanden sein soll, und auf Schadensersatz abgewiesen hat

Tenor

1.

Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.

2.

Herr Marcuccio trägt die durch das Rechtsmittel entstandenen Kosten.


(1)  ABl. C 328 vom 4.12.2010.


6.8.2011   

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Beschluss des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 15. April 2011 (Vorabentscheidungsersuchen der Commissione tributaria provinciale di Parma — Italien) — Danilo Debiasi/Agenzia delle Entrate, Ufficio di Parma

(Rechtssache C-613/10) (1)

(Vorabentscheidungsersuchen - Offensichtliche Unzulässigkeit)

2011/C 232/19

Verfahrenssprache: Italienisch

Vorlegendes Gericht

Commissione tributaria provinciale di Parma

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Danilo Debiasi

Beklagte: Agenzia delle Entrate, Ufficio di Parma

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Commissione tributaria provinciale di Parma — Auslegung von Art. 13 Teil A der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145, S. 1) — Vorsteuerabzug — Öffentliche oder private Gesundheitseinrichtungen, die eine steuerbefreite Tätigkeit ausüben — Nationale Rechtsvorschriften, die den Vorsteuerabzug für den Erwerb von Gegenständen oder Dienstleistungen, die für diese befreiten Tätigkeiten verwendet werden, ausschließen

Tenor

Das von der Commissione tributaria provinciale di Parma (Italien) mit Entscheidung vom 7. Juli 2010 vorgelegte Vorabentscheidungsersuchen ist offensichtlich unzulässig.


(1)  ABl. C 80 vom 12.3.2011.


6.8.2011   

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C 232/11


Vorabentscheidungsersuchen des Fővárosi Bíróság (Ungarn), eingereicht am 18. April 2011 — Bericap Záródástechnikai Bt./Plastinnova 2000 Kft.

(Rechtssache C-180/11)

2011/C 232/20

Verfahrenssprache: Ungarisch

Vorlegendes Gericht

Fővárosi Bíróság

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Bericap Záródástechnikai Bt.

Beklagte: Plastinnova 2000 Kft.

Andere Verfahrensbeteiligte: Szellemi Tulajdon Nemzeti Hivatala (vormals Magyar Szabadalmi Hivatal)

Vorlagefragen

1.

Steht es mit dem Recht der Europäischen Union im Einklang, wenn in einem Verfahren über die Abänderung eines Antrags auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusterschutzes die Maßnahmen, Verfahren und Rechtsmittel derart ausgestaltet sind, dass das nationale Gericht nicht an die Anträge und sonstigen rechtserheblichen Erklärungen der Parteien gebunden ist, konkret, dass es von Amts wegen die seiner Ansicht nach erforderlichen Beweiserhebungen vornehmen kann?

2.

Steht es mit dem Recht der Europäischen Union im Einklang, wenn in einem Verfahren über die Abänderung eines Antrags auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusterschutzes die Maßnahmen, Verfahren und Rechtsmittel derart ausgestaltet sind, dass das nationale Gericht bei Erlass einer Entscheidung weder an die Verwaltungsentscheidung über den Ungültigkeitsantrag noch an den in der Verwaltungsentscheidung festgestellten Sachverhalt, noch — konkret — an die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens geltend gemachten Ungültigkeitsgründe oder die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens erfolgten Erklärungen, Beurteilungen und Beweiserhebungen gebunden ist?

3.

Steht es mit dem Recht der Europäischen Union im Einklang, wenn in einem Verfahren über die Abänderung eines neuen Antrags auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusterschutzes die Maßnahmen, Verfahren und Rechtsmittel derart ausgestaltet sind, dass das nationale Gericht von der Erhebung derjenigen Beweismittel, die sich auf den neuen Antrag beziehen — einschließlich der Beweismittel zum Stand der Technik — absehen kann, die bereits im Rahmen eines früheren Antrags auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusterschutzes vorgebracht wurden?


6.8.2011   

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C 232/12


Rechtsmittel, eingelegt am 27. April 2011 von der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) gegen das Urteil des Gerichts (Siebte Kammer) vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-385/07, Fédération Internationale de Football Association (FIFA)/Europäische Kommission

(Rechtssache C-204/11 P)

2011/C 232/21

Verfahrenssprache: Englisch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführerin: Fédération Internationale de Football Association (FIFA) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte A. Barav und D. Reymond)

Andere Verfahrensbeteiligte: Europäische Kommission, Königreich Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Anträge

Die Rechtsmittelführerin beantragt,

das Urteil des Gerichts vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-385/07 zu bestätigen, soweit es die Zulässigkeit betrifft;

das Urteil des Gerichts vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-385/07 aufzuheben, soweit es die Begründetheit betrifft, da es die Aufnahme der „Normalspiele“ des FIFA World Cup™ in die belgische Liste der „Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ im Sinne der Richtlinie genehmigt;

gemäß Art. 61 der Satzung des Gerichtshofs den Rechtsstreit endgültig zu entscheiden;

der Kommission die der FIFA im ersten Rechtszug und im vorliegenden Rechtsmittelverfahren entstandenen Kosten aufzuerlegen.

Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente

1.   Rechtsfehler, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs, Verletzung von Art. 3a Abs. 2 der Richtlinie 89/552/EWG  (1) in der durch die Richtlinie 97/36/EG  (2) geänderten Fassung und von EU-Recht, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV

(Überschreiten der Grenzen gerichtlicher Prüfung; widersprüchliche Begründung; Angabe von im angefochtenen Beschluss nicht genannten Gründen zur Kategorisierung des FIFA World Cup™ und Ziehen falscher Rückschlüsse hieraus; Beweislastumkehr)

Die Rechtsmittelführerin macht geltend, dass das Gericht gegen EU-Recht verstoßen habe, indem es seine Feststellung, dass die Kommission den FIFA World Cup™ zutreffend als „Gesamtereignis“ im Sinne der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung mit Gründen untermauert habe, die nicht im Beschluss der Kommission (3) angegeben gewesen seien, indem es seinen Beschluss widersprüchlich und nicht folgerichtig begründe, indem es feststelle, dass die Mitgliedstaaten keine spezifischen Gründe dafür angeben müssten, warum sie den gesamten FIFA World Cup™ in ihre Listen von Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung aufnähmen, und indem es die Beweislast umkehre.

2.   Rechtsfehler, Verletzung von Art. 3a Abs. 1 der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs

(Fehlerhafte Zuordnung des FIFA World Cup™; Überschreiten der Grenzen gerichtlicher Prüfung, Zugrundelegen von nicht im angefochtenen Beschluss enthaltenen Erwägungen; irrige Beurteilung des Sachverhalts im Zusammenhang mit „Normalspielen“ und Ziehen falscher rechtlicher Schlüsse hieraus; Annahme, dass die im angefochtenen Beschluss angegebenen Gründe ausreichend seien; Außerachtlassen von vorgebrachten Argumenten)

Die Rechtsmittelführerin trägt vor, das Gericht habe dadurch gegen EU-Recht verstoßen, dass es davon ausgegangen sei, die Kommission habe rechtmäßig festgestellt und ausreichend begründet, dass der gesamte FIFA World Cup™ ein Ereignis von erheblicher Bedeutung für die belgische Gesellschaft im Sinne der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung sei. Insbesondere habe das Gericht einen Rechtsfehler begangen und falsche rechtliche Schlüsse aus dem Sachverhalt gezogen, als es sich die nicht mit Gründen versehene Feststellung der Kommission zu eigen gemacht habe, dass der FIFA World Cup™ „in Belgien in der breiten Öffentlichkeit besondere Resonanz“ habe.

3.   Rechtsfehler, Verletzung des AEUV, Verletzung von Art. 3a Abs. 1 und 2 der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs

(Nichtbeachtung des Umfangs der gerichtlicher Prüfung; Feststellung, dass die Kommission zu Recht zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die ihr mitgeteilten belgischen Maßnahmen mit dem EU-Recht vereinbar und die damit verbundenen Einschränkungen verhältnismäßig seien, und dass die Kommission dies auch ausreichend begründet habe; fehlerhafte Auslegung des Umfangs des Rechts auf Informationen und des öffentlichen Interesses an einem umfassenden Zugang zu Fernsehübertragungen von Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung)

Dieser Rechtsmittelgrund umfasst zwei Teile

Erster Teil: Die Rechtsmittelführerin macht geltend, das Gericht habe mit der Feststellung, dass die Kommission rechtmäßig zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die ihr mitgeteilten belgischen Maßnahmen mit dem EU-Recht vereinbar seien, obwohl sie in dem angefochtene Beschluss die sich daraus ergebenden Beschränkungen der Niederlassungsfreiheit außer Acht gelassen habe, gegen EU-Recht verstoßen. Das Gericht habe auch gegen EU-Recht verstoßen, indem er festgestellt habe, dass die Beschränkungen der Niederlassungsfreiheit angemessen seien und dass die Kommission rechtmäßig festgestellt und ausreichend begründet habe, dass die Beschränkungen des freien Dienstleistungsverkehrs angemessen seien.

Zweiter Teil: Die Rechtsmittelführerin trägt vor, das Gericht habe mit der Feststellung gegen EU-Recht verstoßen, dass die Kommission rechtmäßig zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die ihr mitgeteilten belgischen Maßnahmen mit EU-Recht vereinbar seien, obwohl sie in dem angefochtenen Beschluss die Beschränkungen des Eigentumsrechts der FIFA außer Acht gelassen habe. Das Gericht habe auch dadurch gegen EU-Recht verstoßen, dass es die Beschränkungen des Eigentumsrechts der FIFA für angemessen gehalten habe.


(1)  Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 298, S. 23).

(2)  Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 1997 zur Änderung der Richtlinie 89/552/EWG des Rates zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 2002, S. 60).

(3)  Beschluss 2007/479/EG der Kommission vom 25. Juni 2007 über die Vereinbarkeit mit dem Gemeinschaftsrecht von Maßnahmen Belgiens gemäß Artikel 3a Absatz 1 der Richtlinie 89/552/EWG des Rates [vom 3. Oktober 1989] zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 180, S. 24).


6.8.2011   

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Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/13


Rechtsmittel, eingelegt am 27. April 2011 von der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) gegen das Urteil des Gerichts (Siebte Kammer) vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-68/07, Fédération Internationale de Football Association (FIFA)/Europäische Kommission

(Rechtssache C-205/11 P)

2011/C 232/22

Verfahrenssprache: Englisch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführerin: Fédération Internationale de Football Association (FIFA) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte A. Barav und D. Reymond)

Andere Verfahrensbeteiligte: Europäische Kommission, Königreich Belgien, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Anträge

Die Rechtsmittelführerin beantragt,

das Urteil des Gerichts vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-68/08 zu bestätigen, soweit es die Zulässigkeit betrifft;

das Urteil des Gerichts vom 17. Februar 2011 in der Rechtssache T-68/08 aufzuheben, soweit es die Begründetheit betrifft, da es die Aufnahme der „Normalspiele“ des FIFA World Cup™ in die Liste des Vereinigten Königreichs mit den „Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ im Sinne der Richtlinie genehmigt;

gemäß Art. 61 der Satzung des Gerichtshofs den Rechtsstreit endgültig zu entscheiden;

der Kommission die der FIFA im ersten Rechtszug und im vorliegenden Rechtsmittelverfahren entstandenen Kosten aufzuerlegen.

Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente

1.   Rechtsfehler, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs, Verletzung von Art. 3a Abs. 2 der Richtlinie 89/552/EWG  (1) in der durch die Richtlinie 97/36/EG  (2) geänderten Fassung und von EU-Recht, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV

(Überschreiten der Grenzen gerichtlicher Prüfung; widersprüchliche Begründung; Angabe von im angefochtenen Beschluss nicht genannten Gründen zur Kategorisierung des FIFA World Cup™ und Ziehen falscher Rückschlüsse hieraus; Beweislastumkehr)

Die Rechtsmittelführerin macht geltend, dass das Gericht gegen EU-Recht verstoßen habe, indem es seine Feststellung, dass die Kommission den FIFA World Cup™ zutreffend als „Gesamtereignis“ im Sinne der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung mit Gründen untermauert habe, die nicht im Beschluss der Kommission (3) angegeben gewesen seien, indem es seinen Beschluss widersprüchlich und nicht folgerichtig begründe, indem es feststelle, dass die Mitgliedstaaten keine spezifischen Gründe dafür angeben müssten, warum sie den gesamten FIFA World Cup™ in ihre Listen von Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung aufnähmen, und indem es die Beweislast umkehre.

2.   Rechtsfehler, Verletzung von Art. 3a Abs. 1 der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV

(Feststellung, dass die Kommission zutreffend zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Liste mit den Maßnahmen des Vereinigten Königreichs „in eindeutiger und transparenter Weise“ erstellt worden sei)

Die Rechtsmittelführerin trägt vor, das Gericht habe mit der Feststellung gegen EU-Recht verstoßen, dass die Kommission rechtmäßig zu dem Ergebnis gekommen sei, dass das die Liste mit den Ereignissen des Vereinigten Königreichs „in eindeutiger und transparenter Weise“ im Sinne der Richtlinie 89/552/EG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung erstellt worden sei; dies gelte unabhängig davon, dass die Aufnahme des gesamten FIFA World Cup™ in diese Liste entgegen einer anders lautenden einstimmigen Empfehlung erfolgt sei und der Kommission u. a. mit einer Begründung vorgelegt worden sei, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Liste noch gar nicht vorhanden gewesen sei.

3.   Rechtsfehler, Verletzung von Art. 3a Abs. 1 der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs

(Fehlerhafte Zuordnung des FIFA World Cup™; Überschreiten der Grenzen gerichtlicher Prüfung, Zugrundelegen von nicht im angefochtenen Beschluss enthaltenen Erwägungen; irrige Beurteilung des Sachverhalts im Zusammenhang mit „Normalspielen“ und Ziehen falscher rechtlicher Schlüsse hieraus; Annahme, dass die im angefochtenen Beschluss angegebenen Gründe ausreichend seien; Außerachtlassen von vorgebrachten Argumenten)

Die Rechtsmittelführerin trägt vor, das Gericht habe dadurch gegen EU-Recht verstoßen, dass es davon ausgegangen sei, die Kommission habe rechtmäßig festgestellt und ausreichend begründet, dass der gesamte FIFA World Cup™ ein Ereignis von erheblicher Bedeutung für die Gesellschaft des Vereinigten Königreichs im Sinne der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung sei. Insbesondere habe das Gericht einen Rechtsfehler begangen und falsche rechtliche Schlüsse aus dem Sachverhalt gezogen, als es sich die nicht mit Gründen versehene Feststellung der Kommission zu eigen gemacht habe, dass der FIFA World Cup™ „im Vereinigten Königreich in der breiten Öffentlichkeit besondere Resonanz“ habe, traditionell auf frei zugänglichen Fernsehkanälen direkt übertragen und von vielen Zuschauern verfolgt werde.

4.   Rechtsfehler, Verletzung von EU-Recht, Verletzung von Art. 3a Abs. 1 und 2 der Richtlinie 89/552/EWG in der durch die Richtlinie 97/36/EG geänderten Fassung, irrige Anwendung von Art. 296 AEUV, Verstoß gegen Art. 36 der Satzung des Gerichtshofs

(Nichtbeachtung des Umfangs der gerichtlicher Prüfung; Feststellung, dass die Kommission zu Recht zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die ihr mitgeteilten Maßnahmen des Vereinigten Königreichs mit dem EU-Recht vereinbar und die damit verbundenen Einschränkungen verhältnismäßig seien, und dass die Kommission dies auch ausreichend begründet habe; fehlerhafte Auslegung des Umfangs des Rechts auf Informationen und des öffentlichen Interesses an einem umfassenden Zugang zu Fernsehübertragungen von Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung)

Dieser Rechtsmittelgrund umfasst drei Teile

Erster Teil: Die Rechtsmittelführerin macht geltend, das Gericht habe mit der Feststellung, dass die Kommission rechtmäßig zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die ihr mitgeteilten Maßnahmen des Vereinigten Königreichs mit dem EU-Recht vereinbar seien, obwohl sie in dem angefochtene Beschluss die sich daraus ergebenden Beschränkungen der Niederlassungsfreiheit außer Acht gelassen habe, gegen EU-Recht verstoßen. Das Gericht habe auch gegen EU-Recht verstoßen, indem er festgestellt habe, dass die Beschränkungen der Niederlassungsfreiheit angemessen seien und dass die Kommission rechtmäßig festgestellt und ausreichend begründet habe, dass die Beschränkungen des freien Dienstleistungsverkehrs angemessen seien.

Zweiter Teil: Die Rechtsmittelführerin trägt vor, das Gericht habe mit der Feststellung gegen EU-Recht verstoßen, dass die Kommission rechtmäßig zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die ihr mitgeteilten Maßnahmen des Vereinigten Königreichs mit EU-Recht vereinbar seien, obwohl sie in dem angefochtenen Beschluss die Beschränkungen des Eigentumsrechts der FIFA außer Acht gelassen habe. Das Gericht habe auch dadurch gegen EU-Recht verstoßen, dass es die Beschränkungen des Eigentumsrechts der FIFA für angemessen gehalten habe.

Dritter Teil: Die Rechtsmittelführerin führt aus, das Gericht habe dadurch gegen EU-Recht verstoßen, dass es davon ausgegangen sei, die Kommission habe rechtmäßig festgestellt und ausreichend begründet, dass die vom Vereinigten Königreich mitgeteilten Maßnahmen mit dem EU-Wettbewerbsrecht vereinbar seien, weil die Beschränkungen des freien Dienstleistungsverkehrs gerechtfertigt seien. Das Gericht habe außerdem mit den Feststellungen gegen EU-Recht verstoßen, dass die Kommission für die Beurteilung der Wettbewerbsbeschränkungen nicht den relevanten Markt habe definieren müssen und dass die Maßnahmen nicht zu einer Gewährung von Sonderrechten im Sinne von Art. 106 Abs. 1 AEUV geführt hätten.


(1)  Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 298, S. 23).

(2)  Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 1997 zur Änderung der Richtlinie 89/552/EWG des Rates zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit (ABl. L 2002, S. 60).

(3)  Beschluss 2007/730/EG der Kommission vom 16. Oktober 2007 über die Vereinbarkeit der vom Vereinigten Königreich gemäß Artikel 3a Absatz 1 der Richtlinie 89/552/EWG des Rates zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit getroffenen Maßnahmen mit dem Gemeinschaftsrecht (ABl. L 295, S. 12).


6.8.2011   

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C 232/14


Vorabentscheidungsersuchen des Fővárosi Ítélőtábla (Budapest, Ungarn), eingereicht am 11. Mai 2011 — Észak-dunántúli Környezetvédelmi és Vízügyi Igazgatóság (Édukövízig), Hochtief Construction AG Magyarországi Fióktelepe/Közbeszerzések Tanácsa Közbeszerzési Döntőbizottság

(Rechtssache C-218/11)

2011/C 232/23

Verfahrenssprache: Ungarisch

Vorlegendes Gericht

Fővárosi Ítélőtábla

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Észak-dunántúli Környezetvédelmi és Vízügyi Igazgatóság (Édukövízig), Hochtief Construction AG Magyarországi Fióktelepe

Beklagter: Közbeszerzések Tanácsa Közbeszerzési Döntőbizottság

Streithelfer: Vegyépszer Építő és Szerelő Zrt., MÁVÉPCELL Kft.

Vorlagefragen

1.

Kann die Regelung, dass die nach Art. 44 Abs. 2 der Richtlinie 2004/18/EG (1) erforderlichen Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit Art. 47 Abs. 1 Buchst. b dieser Richtlinie entsprechen müssen, dahin ausgelegt werden, dass der öffentliche Auftraggeber das Recht hat, die Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit von einem einzigen Indikator in dem Dokument der Rechnungslegung (Bilanz) abhängig zu machen, das er zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ausgewählt hat?

2.

Sollte die erste Frage bejaht werden, möchte das Gericht zudem wissen, ob eine zur Feststellung der Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit geforderte Angabe (Ergebnis des Geschäftsjahres), deren Inhalt je nach den Rechnungslegungsvorschriften des jeweiligen Mitgliedstaats unterschiedlich ist, dem in Art. 44 Abs. 2 der Richtlinie niedergelegten Erfordernis der Übereinstimmung entspricht.

3.

Reicht es für die Korrektur der zwischen den Mitgliedstaaten zweifellos bestehenden Unterschiede aus, dass der öffentliche Auftraggeber neben den zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ausgewählten Dokumenten die Möglichkeit des Rückgriffs auf externe Nachweise gewährleistet (Art. 47 Abs. 3), oder muss er, damit das Erfordernis der Übereinstimmung im Hinblick auf sämtliche von ihm festgelegten Nachweise erfüllt ist, gewährleisten, dass die Leistungsfähigkeit auf andere Weise nachgewiesen werden kann (Art. 47 Abs. 5)?


(1)  Richtlinie 2004/18/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge (ABl. L 134, S. 114).


6.8.2011   

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C 232/15


Vorabentscheidungsersuchen des Bundesgerichtshofs (Deutschland) eingereicht am 11. Mai 2011 — BrainProducts GmbH gegen BioSemi V.O.F. u.a.

(Rechtssache C-219/11)

2011/C 232/24

Verfahrenssprache: Deutsch

Vorlegendes Gericht

Bundesgerichtshof

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: BrainProducts GmbH

Beklagte: Bio Semi V.O.F., Antonius Pieter Kuiper, Robert Jan Gerard Honsbeek, Alexander Coenraad Metting van Rijn

Vorlagefrage

Stellt ein Gegenstand, der vom Hersteller zur Anwendung für Menschen zum Zwecke der Untersuchung eines physiologischen Vorgangs bestimmt ist, nur dann ein Medizinprodukt im Sinne von Art. 1 Abs. 2 Buchst. a 3. Spiegelstrich der Richtlinie 93/42/EWG (1) dar, wenn er auf einen medizinischen Zweck ausgerichtet ist?


(1)  Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte (ABl. L 169, S. 1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/47/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 (ABl. L 247, S. 21)


6.8.2011   

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C 232/15


Vorabentscheidungsersuchen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (Deutschland) eingereicht am 11. Mai 2011 — Leyla Ecem Demirkan gegen Bundesrepublik Deutschland

(Rechtssache C-221/11)

2011/C 232/25

Verfahrenssprache: Deutsch

Vorlegendes Gericht

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Leyla Ecem Demirkan

Beklagte: Bundesrepublik Deutschland

Vorlagefragen

1.

Fällt unter den Begriff des freien Dienstleistungsverkehrs im Sinne des Art. 41 Abs. 1 des Zusatzprotokolls zu dem Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei vom 23. November 1970 (1) auch die passive Dienstleistungsfreiheit?

2.

Für den Fall, dass Frage 1 zu bejahen ist: Erstreckt sich der assoziationsrechtliche Schutz der passiven Dienstleistungsfreiheit nach Art. 41 Abs. 1 des Zusatzprotokolls auch auf türkische Staatsangehörige, die — wie die Klägerin — nicht zur Inanspruchnahme einer konkreten Dienstleistung, sondern zum Besuch von Verwandten für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen und sich auf die bloße Möglichkeit der Empfangnahme von Dienstleistungen im Bundesgebiet berufen?


(1)  ABl. 1972, L 293, S. 4.


6.8.2011   

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C 232/15


Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen Sad Varna (Bulgarien), eingereicht am 16. Mai 2011 — TETS Haskovo AD/Direktor na Direktsia „Obzhalvane i upravlenie na izpalnenieto“, grad Varna, pri Tsentralno upravlenie na Natsionalnata agentsia po prihodite (Direktor der Direktion „Anfechtung und Vollzugsverwaltung“ Varna bei der Zentralverwaltung der Nationalen Agentur für Einnahmen)

(Rechtssache C-234/11)

2011/C 232/26

Verfahrenssprache: Bulgarisch

Vorlegendes Gericht

Administrativen Sad Varna

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: TETS Haskovo AD

Beklagter: Direktor na Direktsia „Obzhalvane i upravlenie na izpalnenieto“, grad Varna, pri Tsentralno upravlenie na Natsionalnata agentsia po prihodite (Direktor der Direktion „Anfechtung und Vollzugsverwaltung“ Varna bei der Zentralverwaltung der Nationalen Agentur für Einnahmen)

Vorlagefragen

1.

Wie ist der Begriff „Zerstörung von Vermögen“ im Sinne des Art. 185 Abs. 2 der Richtlinie 2006/112 (1) auszulegen, und sind für die Zwecke der Berichtigung der beim Erwerb des Vermögens in Abzug gebrachten Vorsteuer die Beweggründe für die Zerstörung und/oder die Bedingungen, unter denen sie erfolgt ist, von Bedeutung?

2.

Ist eine ordnungsgemäß nachgewiesene Vernichtung von Wirtschaftsgütern allein mit dem Ziel, neue, modernere Wirtschaftsgüter mit demselben Zweck zu schaffen, als Änderung der den Vorsteuerabzugsbetrag bestimmenden Faktoren im Sinne von Art. 185 Abs. 1 der Richtlinie 2006/112 zu verstehen?

3.

Ist Art. 185 Abs. 2 der Richtlinie 2006/112 dahin auszulegen, dass er den Mitgliedstaaten gestattet, die Vornahme von Berichtigungen bei einer Zerstörung von Vermögen dann vorzusehen, wenn bei seinem Erwerb keine oder eine nicht vollständige Zahlung geleistet wurde?

4.

Ist Art. 185 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 2006/112 dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung wie der nach Art. 79 Abs. 3 MwStG und Art. 80 Abs. 2 Nr. 1 MwStG entgegensteht, die die Vornahme einer Berichtigung des in Anspruch genommenen Vorsteuerabzugs in Fällen der Zerstörung von Vermögen vorsieht, bei dessen Erwerb eine vollständige Zahlung des Grundbetrags und der berechneten Steuer geleistet wurde, und die die Nichtvornahme von Berichtigungen des Vorsteuerabzugs von einer anderen Voraussetzung als der Zahlung abhängig macht?

5.

Ist Art. 185 Abs. 2 der Richtlinie 2006/112 dahin auszulegen, dass er die Möglichkeit einer Berichtigung des Vorsteuerabzugs im Fall des Abrisses eines Bestands an Bauten ausschließt, der allein mit dem Ziel erfolgt, an seiner Stelle einen neuen, moderneren Bestand an Bauten zu schaffen, der denselben Zweck wie der abgerissene erfüllt und zur Bewirkung von Umsätzen dient, die zum Vorsteuerabzug berechtigen?


(1)  Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. L 347, S. 1).


6.8.2011   

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C 232/16


Klage, eingereicht am 19. Mai 2011 — Europäische Kommission/Tschechische Republik

(Rechtssache C-241/11)

2011/C 232/27

Verfahrenssprache: Tschechisch

Parteien

Klägerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: Z. Malůšková, N. Yerrell, K.-Ph. Wojcik)

Beklagte: Tschechische Republik

Anträge

Die Kommission beantragt,

festzustellen, dass die Tschechische Republik nicht die Maßnahmen ergriffen hat, die sich für sie aus dem Urteil in der Rechtssache C-343/08, Kommission/Tschechische Republik, ergeben, und damit gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 260 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verstoßen hat, indem sie nicht alle Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen hat, die erforderlich sind, um den Art. 8, 9, 13, 15 bis 18 und 20 Abs. 2 bis 4 der Richtlinie 2003/41/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. Juni 2003 über die Tätigkeiten und die Beaufsichtigung von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (1) nachzukommen, und damit gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 22 Abs. 1 dieser Richtlinie verstoßen hat;

der Tschechischen Republik aufzugeben, an die Europäische Kommission auf das Konto „Eigenmittel der Europäischen Union“

einen Pauschalbetrag in Höhe von 5 644,80 EUR für jeden Tag zu zahlen, um den sich der Erlass der Maßnahmen verzögert, die sich aus dem Urteil in der Rechtssache C-343/08, Kommission/Tschechische Republik, ergeben, und zwar vom Tag des Erlasses des Urteils in der Rechtssache C-343/08 am 14. Januar 2010 an

bis zum Tag des Erlasses des Urteils in der vorliegenden Rechtssache oder

bis zu dem Tag, an dem die Maßnahmen ergriffen werden, die sich für die Tschechische Republik aus dem Urteil in der Rechtssache C-343/08, Kommission/Tschechische Republik, ergeben, sofern dieser Tag dem Tag vorausgehen sollte, an dem das Urteil in der vorliegenden Rechtssache erlassen wird, sowie

Zwangsgeld in Höhe von 22 364,16 EUR für jeden Tag zu zahlen, um den sich der Erlass der Maßnahmen verzögert, die sich aus dem Urteil in der Rechtssache C-343/08, Kommission/Tschechische Republik, ergeben, und zwar vom Tag des Erlasses des Urteils in der vorliegenden Rechtssache an bis zu dem Tag, an dem die Maßnahmen ergriffen werden, die sich für die Tschechische Republik aus dem Urteil in der Rechtssache C-343/08, Kommission/Tschechische Republik, ergeben;

der Tschechischen Republik die Kosten aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Am 14. Januar 2010 habe der Gerichtshof das Urteil in der Rechtssache C-343/08, Kommission/Tschechische Republik (2), erlassen, in dem er entschieden habe, dass „[d]ie Tschechische Republik. dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 22 Abs. 1 der Richtlinie 2003/41/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. Juni 2003 über die Tätigkeiten und die Beaufsichtigung von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung verstoßen [hat], dass sie nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist die Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen hat, die erforderlich sind, um den Art. 8, 9, 13, 15 bis 18 und 20 Abs. 2 bis 4 dieser Richtlinie nachzukommen“.

Die Tschechische Republik habe der Kommission bislang nicht mitgeteilt, dass sie die Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die erforderlich seien, um den Art. 8, 9, 13, 15 bis 18 und 20 Abs. 2 bis 4 der Richtlinie 2003/41/EG nachzukommen, erlassen und damit ihre Verpflichtungen aus Art. 22 Abs. 1 dieser Richtlinie erfüllt habe. Die Tschechische Republik habe demnach nicht die Maßnahmen ergriffen, die sich aus dem Urteil in der Rechtssache C-343/08 ergäben. Nach Art. 260 Abs. 2 AEUV könne die Kommission, wenn der betreffende Mitgliedstaat die Maßnahmen, die sich aus dem Urteil des Gerichtshofs ergäben, ihrer Auffassung nach nicht getroffen habe, den Gerichtshof anrufen und dabei die Höhe des von dem betreffenden Mitgliedstaat zu zahlenden Pauschalbetrags oder Zwangsgelds benennen, die sie den Umständen nach für angemessen halte. Auf der Grundlage der Methode, die in der Mitteilung der Kommission vom 13. Dezember 2005 über die Anwendung von Art. 228 EG (SEK[2005]1658) festgelegt sei, begehrt die Kommission, dass der Gerichtshof die Zahlung des entsprechenden Zwangsgelds und Pauschalbetrags gemäß dem Klageantrag verhängt.


(1)  ABl. L 235, S. 10.

(2)  Noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht.


6.8.2011   

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C 232/17


Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen Sad Sofia-grad (Bulgarien) eingereicht am 19. Mai 2011 — Hristo Byankov/Glaven sekretar na Ministerstvo na vatreshnite raboti (Generalsekretär des Innenministeriums)

(Rechtssache C-249/11)

2011/C 232/28

Verfahrenssprache: Bulgarisch

Vorlegendes Gericht

Administrativen Sad Sofia-grad

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Hristo Byankov

Beklagter: Glaven sekretar na Ministerstvo na vatreshnite raboti (Generalsekretär des Innenministeriums)

Vorlagefragen

1.

Verlangt angesichts des Sachverhalts des Ausgangsverfahrens der Grundsatz der loyalen Zusammenarbeit nach Art. 4 Abs. 3 des Vertrags über die Europäische Union in Verbindung mit den Art. 20 und 21 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, dass eine nationale Bestimmung eines Mitgliedstaats wie die im Ausgangsverfahren fragliche — wonach die Aufhebung eines bestandskräftigen Verwaltungsakts zulässig ist, um eine durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte festgestellte Verletzung eines Grundrechts abzustellen, das zugleich auch im Recht der Europäischen Union anerkannt wird, wie das Freizügigkeitsrecht der Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten — auch in Bezug auf die durch eine Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union vorgenommene Auslegung von für die Beschränkungen der Ausübung des genannten Rechts einschlägigen Vorschriften des Unionsrechts angewandt wird, wenn zur Abstellung der Rechtsverletzung die Aufhebung des Verwaltungsakts erforderlich ist?

2.

Folgt aus Art. 31 Abs. 1 und 3 der Richtlinie 2004/38/EG (1) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über das Recht der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten, zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 (2) und zur Aufhebung der Richtlinien 64/221/EWG, 68/360/EWG, 72/194/EWG, 73/148/EWG, 75/34/EWG, 75/35/EWG, 90/364/EWG, 90/365/EWG und 93/96/EWG, dass, wenn ein Mitgliedstaat in seinem nationalen Recht ein Verfahren zur Überprüfung eines Verwaltungsakts vorgesehen hat, der das Recht aus Art. 4 Abs. 1 dieser Richtlinie beschränkt, die zuständige Verwaltungsbehörde verpflichtet ist, auf Antrag des Adressaten des Verwaltungsakts diesen zu überprüfen und seine Rechtmäßigkeit zu beurteilen, indem sie auch die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union zur Auslegung einschlägiger Vorschriften des Unionsrechts berücksichtigt, in denen die Bedingungen und Beschränkungen geregelt sind, unter denen dieses Recht ausgeübt wird, damit gewährleistet ist, dass die auferlegte Beschränkung des Rechts zum Zeitpunkt des Erlasses des Überprüfungsbescheids nicht unverhältnismäßig ist, wenn der Verwaltungsakt über die Auferlegung der Beschränkung zu diesem Zeitpunkt bereits bestandskräftig ist?

3.

Erlauben die Bestimmungen des Art. 52 Abs. 1 Satz 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union bzw. des Art. 27 Abs. 1 der Richtlinie 2004/38/EG, dass eine nationale Vorschrift, die die Auferlegung einer Beschränkung des Freizügigkeitsrechts eines Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats der Europäischen Union im Rahmen der Europäischen Union allein wegen des Bestehens einer über einen bestimmten, gesetzlich vorgesehenen Betrag hinausgehenden und nicht gesicherten Verbindlichkeit gegenüber einem Privaten, und zwar einer Handelsgesellschaft, vorsieht, im Zusammenhang mit einem anhängigen Vollstreckungsverfahren zur Einziehung der Forderung und ohne Berücksichtigung der im Unionsrecht vorgesehenen Möglichkeit, dass eine Behörde eines anderen Mitgliedstaats die Forderung einzieht, angewandt wird?


(1)  ABl. L 158, S. 77.

(2)  Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 des Rates vom 15. Oktober 1968 über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer innerhalb der Gemeinschaft (ABl. L 257, S. 2).


6.8.2011   

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C 232/17


Vorabentscheidungsersuchen des Legfelsőbb Bíróság (Ungarn), eingereicht am 25. Mai 2011 — Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Rendőrkapitányság Záhony Határrendészeti Kirendeltsége/Oskar Shomodi

(Rechtssache C-254/11)

2011/C 232/29

Verfahrenssprache: Ungarisch

Vorlegendes Gericht

Legfelsőbb Bíróság

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Rendőrkapitányság Záhony Határrendészeti Kirendeltsége

Beklagter: Oskar Shomodi

Vorlagefragen

1.

Ist die Bestimmung des Art. 5 der Verordnung (EG) Nr. 1931/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 (1) (Verordnung über den kleinen Grenzverkehr), der die zulässige Höchstdauer für einen ununterbrochenen Aufenthalt auf drei Monate begrenzt, insbesondere unter Berücksichtigung der Bestimmungen der Art. 2 Buchst. b und 3 Nr. 3 der Verordnung dahin auszulegen, dass im Rahmen bilateraler Abkommen zwischen Mitgliedstaaten und benachbarten Drittstaaten nach Art. 13 der Verordnung mehrfache Ein- und Ausreisen und ein ununterbrochener Aufenthalt von höchstens drei Monaten zulässig sind, so dass ein Grenzbewohner, der im Besitz einer Grenzübertrittsgenehmigung für den kleinen Grenzverkehr ist, vor Ablauf der Aufenthaltsdauer von drei Monaten die Kontinuität des Aufenthalts unterbrechen kann und nach erneutem Überschreiten der Grenze erneut das Recht auf einen ununterbrochenen Aufenthalt von drei Monaten hat?

2.

Sollte die erste Frage bejaht werden: Kann davon ausgegangen werden, dass die Kontinuität des Aufenthalts im Sinne des Art. 5 der Verordnung über den kleinen Grenzverkehr unterbrochen wird, wenn die Ein- und die Ausreise am selben Tag oder an aufeinander folgenden Tagen erfolgen?

3.

Sollte die erste Frage bejaht und die zweite Frage verneint werden: Welcher Zeitraum oder welches sonstige Beurteilungskriterium ist im Hinblick auf Art. 5 der Verordnung über den kleinen Grenzverkehr der Feststellung zugrunde zu legen, ob die Kontinuität des Aufenthalts unterbrochen wurde?

4.

Sollte die erste Frage verneint werden: Kann die Bestimmung des Art. 5 der Verordnung über den kleinen Grenzverkehr, nach der ein ununterbrochener Aufenthalt von höchsten drei Monaten zulässig ist, dahin ausgelegt werden, dass die Dauer des Aufenthalts aufgrund mehrfacher Ein- und Ausreisen zu addieren ist und dass die Grenzübertrittsgenehmigung für den kleinen Grenzverkehr unter Berücksichtigung der Bestimmung des Art. 20 Abs. 1 des Übereinkommen zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (ABl. 2000, L 239, S. 19) — und aller sonstigen Bestimmungen zur Regelung des Schengen-Raums — keinen Anspruch auf einen weiteren Aufenthalt innerhalb von sechs Monaten seit der ersten Einreise begründet, wenn die Summe der Aufenthalte 93 Tage (drei Monate) beträgt?

5.

Sollte die vierte Frage bejaht werden: Sind bei der Berechnung der Summe an einem Tag erfolgte mehrfache Ein- und Ausreisen sowie eine einzelne Ausreise am selben Tag zu berücksichtigen, und welche Berechnungsmethode ist dabei anzuwenden?


(1)  Verordnung (EG) Nr. 1931/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 zur Festlegung von Vorschriften über den kleinen Grenzverkehr an den Landaußengrenzen der Mitgliedstaaten sowie zur Änderung der Bestimmungen des Übereinkommens von Schengen (ABl. L 405, S. 1).


6.8.2011   

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C 232/18


Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen sad Sofia-grad (Bulgarien), eingereicht am 26. Mai 2011 — Kremikovtsi AD/Ministar na ikonomikata, energetikata i turizma i zamestnik-ministar na ikonomikata, energetikata i turizma (Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus und stellvertretender Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus)

(Rechtssache C-262/11)

2011/C 232/30

Verfahrenssprache: Bulgarisch

Vorlegendes Gericht

Administrativen sad Sofia-grad

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Kremikovtsi AD

Beklagte: Ministar na ikonomikata, energetikata i turizma i zamestnik-ministar na ikonomikata, energetikata i turizma (Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus und stellvertretender Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus)

Vorlagefragen

1.

Sind die Bestimmungen des Europa-Abkommens und insbesondere der Beschlüsse des Assoziationsrats EU-Bulgarien auf die staatlichen Beihilfen anwendbar, die vor dem Beitritt der Republik Bulgarien zur Europäischen Union gemäß den Bestimmungen des Europa-Abkommens und insbesondere gemäß Art. 9 Abs. 4 des Protokolls Nr. 2 gewährt wurden, wenn die Beurteilung der Unvereinbarkeit der auf diese Weise gewährten staatlichen Beihilfe nach dem Zeitpunkt des Beitritts der Republik Bulgarien zur Europäischen Union erfolgt? Falls diese Frage bejaht wird, ist folgende Auslegung erforderlich:

a)

Ist Art. 3 Abs. 2 des Zusatzprotokolls zum Europa-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Bulgarien andererseits betreffend die Verlängerung des in Artikel 9 Absatz 4 des Protokolls Nr. 2 zum Europa-Abkommen vorgesehenen Zeitraums dahin auszulegen, dass nur die Europäische Kommission feststellen kann, ob das Umstrukturierungsprogramm und die Pläne nach Art. 2 des Zusatzprotokolls vollständig durchgeführt sind und die Voraussetzungen des Art. 9 Abs. 4 des Protokolls Nr. 2 zum Europa-Abkommen erfüllen? Falls diese Frage verneint wird, ist folgende Auslegung erforderlich:

b)

Ist Art. 3 Abs. 3 des Zusatzprotokolls zum Europa-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Bulgarien andererseits betreffend die Verlängerung des in Artikel 9 Absatz 4 des Protokolls Nr. 2 zum Europa-Abkommen vorgesehenen Zeitraums dahin auszulegen, dass die zuständige nationale Behörde der Republik Bulgarien das Recht hat, eine Entscheidung über die Rückforderung einer staatlichen Beihilfe, die nicht die Voraussetzungen des Art. 9 Abs. 4 des Protokolls Nr. 2 zum Europa-Abkommen erfüllt, zu erlassen? Falls der Gerichtshof diese Frage verneint, ist um Auslegung der folgenden Frage zu ersuchen:

2.

Ist die Bestimmung der Nr. 1 des die Wettbewerbsregeln betreffenden Teils des Anhangs V der Akte über die Bedingungen des Beitritts der Republik Bulgarien und Rumäniens zur Europäischen Union dahin auszulegen, dass die fragliche staatliche Beihilfe eine „neue Beihilfe“ im Sinne von Nr. 1 Abs. 2 dieses Anhangs darstellt? Falls ja, sind in einem solchen Fall die Bestimmungen der Art. 107 AEUV und 108 AEUV (Art. 87 EG und 88 EG) über staatliche Beihilfen sowie die Bestimmungen der Verordnung Nr. 659/1999 (1) auf solche „neuen Beihilfen“ anzuwenden?

a)

Bei Verneinung dieser Frage ist es erforderlich, die folgende Frage zu beantworten: Sind die Bestimmungen der Nr. 1 in Anhang V der Beitrittsakte dahin auszulegen, dass die zuständigen nationalen Behörden nicht zur Rückforderung einer staatlichen Beihilfe wie der des Ausgangsverfahrens schreiten können, bevor die Kommission einen Beschluss erlassen hat, mit dem die fragliche staatliche Beihilfe für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erklärt wird?

b)

Falls die vorangehende Frage bejaht wird: Ist der dem Varhoven administrativen sad (Oberster Verwaltungsgerichtshof) vorgelegte Beschluss der Kommission vom 15. Dezember 2009 als Negativentscheidung in Bezug auf eine rechtswidrige Beihilfe im Sinne von Art. 14 der Verordnung Nr. 659/1999 aufzufassen?


(1)  Verordnung (EG) Nr. 659/1999 des Rates vom 22. März 1999 über besondere Vorschriften für die Anwendung von Artikel 93 des EG-Vertrags (ABl. L 83, S. 1).


6.8.2011   

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C 232/19


Klage, eingereicht am 31. Mai 2011 — Europäische Kommission/Tschechische Republik

(Rechtssache C-269/11)

2011/C 232/31

Verfahrenssprache: Tschechisch

Parteien

Klägerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: L. Lozano Palacios, M. Šimerdová)

Beklagte: Tschechische Republik

Anträge

Die Kommission beantragt,

festzustellen, dass die Tschechische Republik dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus den Art. 306 bis 310 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem verstoßen hat, dass sie es ermöglicht, dass Reisebüros nach § 89 des Gesetzes Nr. 235/2004 Sb. über die Mehrwertsteuer die Sonderregelung für Reisebüros auf die Erbringung von Reiseleistungen an andere Personen als Reisende anwenden;

der Tschechischen Republik die Kosten aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

In der Tschechischen Republik wird die in den Art. 306 bis 310 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates niedergelegte Mehrwertsteuer-Sonderregelung für Reisebüros nicht nur auf Umsätze angewandt, die von Reisebüros an Reisende erbracht werden, sondern auch auf Umsätze, die an andere Personen als Reisende erbracht werden. Gemäß § 89 des Gesetzes Nr. 235/2004 Sb. über die Mehrwertsteuer wird die Sonderregelung in der Tschechischen Republik auch dann angewandt, wenn die Reiseleistung einer juristischen Person gegenüber erbracht wird, die die entsprechende Dienstleistung an andere Reisebüros weiterveräußert. Nach Ansicht der Kommission steht dies im Widerspruch zu den Bestimmungen der Art. 306 bis 310 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates, die vorschrieben, dass die Sonderregelung für Reisebüros nur dann zur Anwendung komme, wenn die Reiseleistung an einen Reisenden erbracht werde. Die Kommission meint, der Wortlaut der Art. 306 bis 310 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates und das Ziel, das mit diesen Bestimmungen verfolgt werde, stützten ihre Ansicht.


6.8.2011   

DE

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C 232/19


Vorabentscheidungsersuchen des Symvoulio tis Epikrateias (Griechenland), eingereicht am 31. Mai 2011 — Techniko Epimelitirio Elladas (TEE) u. a./Ypourgos Esoterikon, Dimosias Dioikisis kai Apokentrosis, Ypourgos Metaforon kai Epikoinonion und Ypourgos Oikonomias kai Oikonomikon

(Rechtssache C-271/11)

2011/C 232/32

Verfahrenssprache: Griechisch

Vorlegendes Gericht

Symvoulio tis Epikrateias

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: Techniko Epimelitirio Elladas (TEE), Syllogos Ellinon Diplomatouchon Aeronafpigon Mechanikon, Alexandros Tsiapas, Antonios Oikonomopoulos, Apostolos Bataregkas, Vasileios Kouloukis, Georgios Oikonomopoulos, Ilias Iliadis, Ioannis Tertigkas, Panellinios Syllogos Aerolimenikon Ypiresias Politikis Aeroporias, Eleni Theodoridou, Ioannis Karnesiotis, Alexandra Efthimiou, Eleni Saatsaki

Beklagte: Ypourgos Esoterikon, Dimosias Dioikisis kai Apokentrosis, Ypourgos Metaforon kai Epikoinonion, Ypourgos Oikonomias kai Oikonomikon

Vorlagefragen

1.

Hat der nationale Gesetzgeber nach Art. 2 in Verbindung mit der Vorschrift M.B. 902 Buchst. b Nr. 1 des Anhangs I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung (EG) Nr. 2042/2003 und angesichts der Vorschrift AMC M.B. 102(c) Nr. 1 (Unterpunkte 1.1-1.4, 1.6, 1.7) in Teil A Kapitel B Unterkapitel I der Entscheidung Nr. 2003/19/RM/28.11.2003 der EASA über annehmbare Nachweisverfahren zu der Verordnung Nr. 2042/2003 bei der Festlegung von ergänzenden Maßnahmen zur Durchführung dieser Verordnung den Spielraum, die Arbeit der Prüfung des Luftfahrzeugs auf seine Übereinstimmung mit den geltenden Lufttüchtigkeitsanforderungen unter verschiedenen Kategorien/Fachrichtungen von Prüfern aufzuteilen, von denen jede nur mit der Überprüfung ihres jeweiligen Bereichs der Lufttüchtigkeit des Luftfahrzeugs betraut wird? Ist im Einzelnen eine nationale Regelung wie die hier streitige mit der Verordnung Nr. 2042/2003 vereinbar, die Lufttüchtigkeitsprüfer (Airworthiness and Avionics Inspectors), Flugbetriebsprüfer (Flight Operations Inspectors), Kabinensicherheitsprüfer (Cabin Safety Inspectors) und Abschluss- und Lizenzprüfer (Licensing Inspectors) vorsieht?

2.

Ist, für den Fall der Bejahung der vorstehenden Frage, die Vorschrift M.B. 902 Buchst. b Nr. 1 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung (EG) Nr. 2042/2003 so auszulegen, dass jede Person, der Aufgaben im Rahmen der Lufttüchtigkeitsprüfung des Luftfahrzeuges lediglich bezüglich eines bestimmten Bereichs übertragen werden, über eine fünfjährige Erfahrung in sämtlichen Gegenständen besitzen muss, die auf die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit des Luftfahrzeugs abzielen, oder genügt eine fünfjährige Erfahrung bezüglich der konkreten, ihr übertragenen Aufgaben und bezüglich ihrer Spezialisierung?

3.

Erfüllt, für den Fall, dass die Antwort auf die vorstehende Frage lautet, dass eine fünfjährige Erfahrung bezüglich der dem für die Prüfung zuständigen Personal konkret übertragenen Aufgaben genügt, eine nationale Regelung wie die hier streitige, nach der die Lufttüchtigkeitsprüfer (Airworthiness and Avionics Inspectors), die für die Aufsicht und die Kontrolle der Fluggeräte, der zugelassenen Instandhaltungsbetriebe und der Luftfahrtunternehmen gemäß der in dem ICAO-Handbuch doc 9760 enthaltenen Regelungen zuständig sind, mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in einem Instandhaltungsbetrieb für Luftfahrzeuge gesammelt haben und dort in der Instandhaltung von Luftfahrzeugen tätig gewesen sein müssen, die Anforderungen der Vorschrift M.B. 902 Buchst. b Nr. 1 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung (EG) Nr. 2042/2003, die vorsieht, dass das Prüfpersonal über „mindestens fünf Jahre Erfahrung im Bereich Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit“ verfügen muss?

4.

Ist, für den Fall der Bejahung der vorstehenden Frage, eine nationale Regelung wie die hier streitige, die die Inhaber einer Lizenz für die Instandhaltung von Luftfahrzeugen gemäß Teil-66 (Anhang III) der besagten Verordnung den Inhabern von Hochschulabschlüssen im Luftfahrtbereich gleichstellt, indem sie vorsieht, dass beide Personengruppen für die Lizenzierung als Lufttüchtigkeitsprüfer Erfahrungen in einem Instandhaltungsbetrieb für Luftfahrzeuge gesammelt haben müssen, mit der Verordnung (EG) Nr. 2042/2003 vereinbar?

5.

Zählt zu der fünfjährigen Erfahrung im Bereich der Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit gemäß der Vorschrift M.B.902 Buchst. b Nr. 1 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der besagten Verordnung unter Berücksichtigung auch der Vorschrift AMC M.B. 102(c) Nr.1 Unterpunkte 1.4 und 1.5 in Teil A Kapitel B Unterkapitel I der Entscheidung Nr. 2003/19/RM/28.11.2003 der EASA über annehmbare Nachweisverfahren zur Verordnung Nr. 2042/2003 die praktische Erfahrung, die gegebenenfalls im Rahmen des Studiums zur Erlangung eines entsprechenden akademischen Grades erworben wurde, oder nur die Erfahrung, die unter tatsächlichen Arbeitsbedingungen unabhängig vom Studium und insbesondere nach dessen Abschluss und dem Erwerb des entsprechenden Grades erworben wurde?

6.

Zählt darüber hinaus auch die Erfahrung, die durch die gegebenenfalls in der Vergangenheit und sogar vor dem Inkrafttreten der besagten Verordnung erfolgte Wahrnehmung von Aufgaben der Lufttüchtigkeitsprüfung von Luftfahrzeugen erworben wurde, zu der fünfjährigen Erfahrung im Bereich der Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit im Sinne der genannten Vorschrift der Verordnung Nr. 2042/2003?

7.

Muss nach der Vorschrift M.B.902 Buchst. b Nr. 2 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung Nr. 2042/2003 der Inhaber einer Lizenz für die Instandhaltung von Luftfahrzeugen gemäß Teil-66 (Anhang III der Verordnung Nr. 2042/2003), um als Prüfer ausgewählt werden zu können, zuvor eine Zusatzausbildung im Bereich der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen absolviert haben oder genügt es, dass er eine solche Ausbildung danach, aber noch vor der Aufnahme der Prüftätigkeit absolviert?

8.

Kann als Ausbildung im Sinne der Vorschrift M.B.902 Buchst. b Nr. 3 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung Nr. 2042/2003, die vorsieht, dass das Prüfpersonal „eine Ausbildung in der luftfahrttechnischen Instandhaltung“ erhalten haben muss, auch ein vom nationalen Gesetzgeber festgelegtes Ausbildungssystem angesehen werden, das folgende Merkmale aufweist: (i) die Ausbildung erfolgt nach der vorläufigen Auswahl einer Person als Prüfer anhand rein formaler Qualifikationen, (ii) bei der Ausbildung selbst wird nicht nach den formalen Qualifikationen der zunächst als Prüfer Ausgewählten differenziert und (iii) im Rahmen dieses Ausbildungssystems sind weder Bewertungsverfahren oder -kriterien noch eine Abschlussprüfung zur Verifizierung der Fähigkeiten des Auszubildenden nach Abschluss seiner Ausbildung vorgesehen?

9.

Ist die Vorschrift M.B.902 Buchst. b Nr. 4 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung Nr. 2042/2003, die bestimmt, dass das Lufttüchtigkeitsprüfpersonal „eine Position mit entsprechenden Verantwortlichkeiten innehaben“ muss, so auszulegen, dass dies eine Qualifikation ist, über die jemand verfügen muss, um als Prüfer lizenziert werden zu können, und zwar in dem Sinne, dass er bereits in seiner früheren Beschäftigung eine höhere Position innegehabt haben muss? Oder ist die genannte Vorschrift der Verordnung Nr. 2042/2003 unter Berücksichtigung auch der Vorschrift M.B.902(b) Nr. 3 in Anhang I Kapitel B Unterkapitel I der Entscheidung Nr. 2003/19/RM/28.11.2003 der EASA so auszulegen, dass einer Person nach ihrer vorläufigen Auswahl als Prüfer innerhalb der für die Prüfung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen zuständigen Behörde eine solche Position zur Verfügung gestellt werden muss, die es ihr erlaubt, diese Behörde durch ihre Unterschrift bindend zu vertreten?

10.

Kann, wenn die Vorschrift M.B.902 Buchst. b Nr. 4 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung Nr. 2042/2003 im letztgenannten Sinne auszulegen ist, angenommen werden, dass die sich angesichts dieser Auslegung ergebende Anforderung der Verordnung durch eine Regelung des nationalen Rechts erfüllt wird, die vorsieht, dass der Prüfer nach seiner theoretischen und praktischen Ausbildung lizenziert wird, mit der Folge, dass er dann Lufttüchtigkeitsprüfungen von Luftfahrzeugen durchführen und allein die entsprechenden Unterlagen mit Bindungswirkung für die zuständige Behörde unterzeichnen kann?

11.

Ist ferner, wenn die Vorschrift M.B.902 Buchst. b Nr. 4 in Anhang I Abschnitt B Unterabschnitt I der Verordnung Nr. 2042/2003 in diesem Sinne auszulegen ist, eine nationale Regelung wie die hier streitige mit ihr vereinbar, die bestimmt, dass im Hinblick auf die vorläufige Auswahl einer Person als Lufttüchtigkeitsprüfer erwünscht ist, dass diese Person zuvor „auf höhere und verantwortungsvollere Positionen eines Instandhaltungsbetriebs für Luftfahrzeuge“ befördert wurde?

12.

War der nationale Gesetzgeber nach der Verordnung (EG) Nr. 2042/2003, die die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen diejenigen, die vor ihrem Inkrafttreten Prüfaufgaben in Bezug auf die Kontrolle der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen wahrgenommen haben, berechtigt sind, diese Aufgaben auch nach Inkrafttreten der vorgenannten Verordnung auszuüben, nicht regelt, verpflichtet, vorzusehen, dass Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung (oder gegebenenfalls auch schon vorher) Prüfaufgaben wahrnahmen, ohne Weiteres erneut als Prüfer lizenziert werden müssen, ohne zunächst ein Auswahl- und Beurteilungsverfahren zu durchlaufen? Oder ist die Verordnung Nr. 2042/2003, die auf die Verbesserung der Sicherheit des Luftverkehrs und nicht auf die Gewährleistung von Berufsrechten der bei der für die Prüfung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen zuständigen mitgliedstaatlichen Behörde Beschäftigten abzielt, unter Berücksichtigung auch der Vorschrift AMC M.B. 902(b) Nr. 4 in Teil A Kapitel B Unterkapitel I der Entscheidung Nr. 2003/19/RM/28.11.2003 der EASA vielmehr so auszulegen, dass den Mitgliedstaaten lediglich der Spielraum gewährt wird, die Personen, die solche Prüfungen vor Inkrafttreten der genannten Verordnung durchführten, als Lufttüchtigkeitsprüfer weiter zu beschäftigen, wenn sie dies für erforderlich halten, selbst wenn diese Personen nicht die nach der Verordnung erforderlichen Qualifikationen besitzen?

13.

Ist für den Fall, dass entschieden wird, dass die Mitgliedstaaten nach der Verordnung (EG) Nr. 2042/2003 verpflichtet sind, die Lizenzen der Personen, die vor Inkrafttreten der besagten Verordnung Prüfaufgaben wahrnahmen, ohne Weiteres und insbesondere ohne Durchführung eines Auswahlverfahrens zu erneuern, eine nationale Vorschrift wie die streitige mit dieser Verordnung vereinbar, die bestimmt, dass eine solche Erneuerung nur dann erfolgt, wenn die Betroffenen zwar nicht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung, jedoch zum späteren Zeitpunkt des Inkrafttretens der besagten nationalen Vorschrift tatsächlich Prüfaufgaben wahrnahmen?


6.8.2011   

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Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/21


Klage, eingereicht am 9. Juni 2011 — Europäische Kommission/Hellenische Republik

(Rechtssache C-293/11)

2011/C 232/33

Verfahrenssprache: Griechisch

Parteien

Klägerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: D. Triantafyllou und C. Soulay)

Beklagte: Hellenische Republik

Anträge

Die Klägerin beantragt,

festzustellen, dass die Hellenische Republik dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus den Art. 306 bis 310 der Richtlinie 2006/112/EG (1) verstoßen hat, dass sie die Mehrwertsteuer-Sonderregelung für Reisebüros in Fällen angewandt hat, in denen die Reisedienstleistungen an eine andere Person als den Reisenden verkauft wurden;

der Hellenischen Republik die Kosten aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Die Regelung für Reisebüros gelte nach dem Wortlaut der Richtlinie in den meisten Sprachen nur für Dienstleistungen, die unmittelbar den Reisenden erbracht würden. Auch die englische Fassung, die nur an einer Stelle den Begriff „Kunde“ (customer) verwende, ergäbe keinen Sinn, wenn sie nicht nur die Reisenden beträfe. Die gleiche Schlussfolgerung ergebe sich aus der kombinierten Betrachtung aller zusammenhängenden Bestimmungen (systematische Auslegung). Auch die historische Auslegung führe zum gleichen Ergebnis, da die Mehrwertsteuerrichtlinie die Sechste Richtlinie bloß kodifiziert habe, ohne diese inhaltlich zu ändern. Im Hinblick auf die teleologische Auslegung sei bedeutsam, dass die Doppelbesteuerung der Büros in bestimmten Mitgliedstaaten nicht zulässig sei (mit Ausnahme der Ermäßigungen bei einer ausdehnenden Anwendung der Regelung für Reisebüros). Die etwaigen Unzulänglichkeiten der Richtlinie könnten durch die einzelnen Staaten ohne offizielle Änderung des Wortlauts nicht korrigiert werden.


(1)  ABl. L 347 vom 11.12.2006.


6.8.2011   

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C 232/21


Klage, eingereicht am 10. Juni 2011 — Italienische Republik/Rat der Europäischen Union

(Rechtssache C-295/11)

2011/C 232/34

Verfahrenssprache: Italienisch

Parteien

Klägerin: Italienische Republik (Prozessbevollmächtigte: G. Palmieri und S. Fiorentino, Avvocato dello Stato)

Beklagter: Rat der Europäischen Union

Anträge

Die Klägerin beantragt,

den Beschluss 2011/167/EU des Rates vom 10. März 2011 über die Ermächtigung zu einer Verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der Schaffung eines einheitlichen Patentschutzes (1) für nichtig zu erklären;

dem Rat der Europäischen Union die Kosten aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Die Italienische Republik stützt ihre Klage auf vier Klagegründe.

Erstens macht sie geltend, dass der Rat die Ermächtigung zum Verfahren der Verstärkten Zusammenarbeit unter Überschreitung der in Art. 20 Abs. 1 Unterabs. 1 EUV festgelegten Grenzen erteilt habe, wonach ein solches Verfahren allein im Rahmen der nicht ausschließlichen Zuständigkeiten der Union zulässig sei. In Wirklichkeit habe die Union gestützt auf die Rechtsgrundlage des Art. 118 AEUV eine ausschließliche Zuständigkeit zur Schaffung von „europäischen Titeln“.

Zweitens habe die Ermächtigung zu einer Verstärkten Zusammenarbeit im vorliegenden Fall negative Auswirkungen beziehungsweise Auswirkungen, die mit den in den Verträgen vorgesehenen Zielen dieses Instituts nicht vereinbar seien. Da diese Ermächtigung zwar nicht unbedingt dem Wort, wohl aber dem Sinn nach gegen Art. 118 AEUV verstoße, sei dies ein Verstoß gegen Art. 326 Abs. 1 AEUV, wonach eine Verstärkte Zusammenarbeit die Verträge und das Recht der Union zu achten habe.

Drittens sei der Ermächtigungsbeschluss gefasst worden, ohne dass zuvor eine angemessene Untersuchung im Hinblick auf das Erfordernis des sogenannten letzten Mittels durchgeführt und hierzu eine angemessene Begründung gegeben worden sei.

Schließlich verstoße der Ermächtigungsbeschluss gegen Art. 326 AEUV, da er den Binnenmarkt beeinträchtige, indem er den Handel zwischen den Mitgliedstaaten behindere und bestimmte Unternehmen diskriminiere, so dass der Wettbewerb verzerrt werde. Außerdem trage dies nicht zu einer Stärkung des Integrationsprozesses der Union bei und laufe daher Art. 20 Abs. 1 Unterabs. 2 EUV zuwider.


(1)  ABl. L 76, S. 53.


6.8.2011   

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C 232/22


Vorabentscheidungsersuchen des Administrativen sad Varna (Bulgarien), eingereicht am 14. Juni 2011 — Dobrudzhanska petrolna kompania AD/Direktor na Direktsia „Obzhalvane i upravlenie na izpalnenieto“, grad Varna, pri Tsentralno upravlenie na Natsionalnata agentsia za prihodite (Direktor der Direktion „Anfechtung und Vollzugsverwaltung“ Varna bei der Zentralverwaltung der Nationalen Agentur für Einnahmen)

(Rechtssache C-298/11)

2011/C 232/35

Verfahrenssprache: Bulgarien

Vorlegendes Gericht

Administrativen sad Varna

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Dobrudzhanska petrolna kompania AD

Beklagter: Direktor na Direktsia „Obzhalvane i upravlenie na izpalnenieto“, grad Varna, pri Tsentralno upravlenie na Natsionalnata agentsia za prihodite (Direktor der Direktion „Anfechtung und Vollzugsverwaltung“ Varna bei der Zentralverwaltung der Nationalen Agentur für Einnahmen)

Vorlagefragen

1.

Ist Art. 80 Abs. 1 Buchst. a und b der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (1) dahin auszulegen, dass bei Lieferungen zwischen verbundenen Personen, sofern die Gegenleistung niedriger ist als der Normalwert, die Steuerbemessungsgrundlage nur dann der Normalwert des Vorgangs ist, wenn der Lieferer oder der Empfänger nicht zum vollen Abzug der Vorsteuer berechtigt ist, die auf den Kauf bzw. die Herstellung der den Liefergegenstand bildenden Gegenstände entfällt?

2.

Ist Art. 80 Abs. 1 Buchst. a und b der Richtlinie 2006/112 dahin auszulegen, dass der Mitgliedstaat, wenn der Lieferer das Recht auf vollen Abzug der Vorsteuer auf Gegenstände und Dienstleistungen, die Gegenstand nachfolgender Lieferungen zwischen verbundenen Personen mit einem niedrigeren Wert als dem Normalwert sind, ausgeübt hat und dieses Recht auf Vorsteuerabzug nicht gemäß den Art. 173 bis 177 der Richtlinie berichtigt worden ist und die Lieferung nicht der Befreiung nach den Art. 132, 135, 136, 371, 375, 376, 377, 378 Abs. 2 oder 380 bis 390 der Richtlinie unterliegt, keine Maßnahmen vorsehen darf, wonach als Steuerbemessungsgrundlage ausschließlich der Normalwert festgelegt ist?

3.

Ist Art. 80 Abs. 1 Buchst. a und b der Richtlinie 2006/112 dahin auszulegen, dass der Mitgliedstaat, wenn der Empfänger das Recht auf vollen Abzug der Vorsteuer auf Gegenstände und Dienstleistungen, die Gegenstand nachfolgender Lieferungen zwischen verbundenen Personen mit einem niedrigeren Wert als dem Normalwert sind, ausgeübt hat und dieses Recht auf Vorsteuerabzug nicht gemäß den Art. 173 bis 177 der Richtlinie berichtigt worden ist, keine Maßnahmen vorsehen darf, wonach als Steuerbemessungsgrundlage ausschließlich der Normalwert festgelegt ist?

4.

Sind in Art. 80 Abs. 1 Buchst. a und b der Richtlinie 2006/112 abschließend die Fälle aufgezählt, die die Voraussetzungen bilden, bei deren Vorliegen der Mitgliedstaat Maßnahmen treffen darf, wonach die Steuerbemessungsgrundlage bei Lieferungen der Normalwert des Vorgangs ist?

5.

Ist eine nationale rechtliche Regelung wie die in Art. 27 Abs. 3 Nr. 1 des Zakon za danak varhu dobavenata stoynost (Mehrwertsteuergesetz) unter anderen als den in Art. 80 Abs. 1 Buchst. a, b und c der Richtlinie 2006/112 aufgezählten Umständen zulässig?

6.

Hat in einem Fall wie dem vorliegenden die Bestimmung des Art. 80 Abs. 1 Buchst. a und b der Richtlinie 2006/112 unmittelbare Wirkung und darf das innerstaatliche Gericht sie unmittelbar anwenden?


(1)  ABl. L 347, S. 1.


6.8.2011   

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C 232/23


Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 20. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Oberlandesgerichts Innsbruck — Österreich) — Pensionsversicherungsanstalt/Andrea Schwab

(Rechtssache C-547/09) (1)

2011/C 232/36

Verfahrenssprache: Deutsch

Der Präsident des Gerichtshofs hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 100 vom 17.4.2010.


6.8.2011   

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C 232/23


Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 17. Mai 2011 — Europäische Kommission/Republik Polen

(Rechtssache C-341/10) (1)

2011/C 232/37

Verfahrenssprache: Polnisch

Der Präsident des Gerichtshofs hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 260 vom 25.9.2010.


6.8.2011   

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C 232/23


Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 20. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal Judicial de Vieira do Minho — Portugal) — Manuel Afonso Esteves/Axa — Seguros de Portugal SA

(Rechtssache C-437/10) (1)

2011/C 232/38

Verfahrenssprache: Portugiesisch

Der Präsident des Gerichtshofs hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 317 vom 20.11.2010.


6.8.2011   

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C 232/23


Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 7. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de première instance de Namur — Belgien) — Rémi Paquot (C-622/10), Adrien Daxhelet (C-623/10)/Belgischer Staat — SPF Finances

(Verbundene Rechtssachen C-622/10 und C-623/10) (1)

2011/C 232/39

Verfahrenssprache: Französisch

Der Präsident des Gerichtshofs hat die Streichung der Rechtssachen angeordnet.


(1)  ABl. C 80 vom 12.3.2011.


6.8.2011   

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C 232/23


Beschluss des Präsidenten des Gerichtshofs vom 17. Mai 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden — Niederlande) — Minister van Financiën/G. in ’t Veld

(Rechtssache C-110/11) (1)

2011/C 232/40

Verfahrenssprache: Niederländisch

Der Präsident des Gerichtshofs hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 160 vom 28.5.2011.


Gericht

6.8.2011   

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C 232/24


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — Oetker Nahrungsmittel/HABM — Bonfait (Buonfatti)

(Rechtssache T-471/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke Buonfatti - Ältere Benelux-Wortmarke Bonfait - Keine Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/41

Verfahrenssprache: Deutsch

Verfahrensbeteiligte

Kläger: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG (Bielefeld, Deutschland) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt F. von Graf)

Beklagte: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: R. Manea)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bonfait BV (Denekamp, Niederlande)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 2. Oktober 2009 (Sache R 340/2007-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der Bonfait BV und der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 2. Oktober 2009 (Sache R 340/2007-4) wird aufgehoben.

2.

Das HABM trägt seine eigenen Kosten und die Kosten der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/24


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER)

(Rechtssache T-475/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/42

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 24. September 2009 (Sache R 500/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 24. September 2009 (Sache R 500/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/25


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER)

(Rechtssache T-476/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/43

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 24. September 2009 (Sache R 1006/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 24. September 2009 (Sache R 1006/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/25


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER)

(Rechtssache T-477/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/44

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 24. September 2009 (Sache R 1008/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 24. September 2009 (Sache R 1008/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/26


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER)

(Rechtssache T-478/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/45

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 24. September 2009 (Sache R 1009/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 24. September 2009 (Sache R 1009/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/26


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER Garden)

(Rechtssache T-479/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER Garden - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/46

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 24. September 2009 (Sache R 1044/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 24. September 2009 (Sache R 1044/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/27


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICOCENTER)

(Rechtssache T-480/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICOCENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/47

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 28. September 2009 (Sache R 1045/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 28. September 2009 (Sache R 1045/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/27


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (maxi BRICO CENTER)

(Rechtssache T-481/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke maxi BRICO CENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/48

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 28. September 2009 (Sache R 1046/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 28. September 2009 (Sache R 1046/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/28


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (BRICO CENTER Città)

(Rechtssache T-482/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke BRICO CENTER Città - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/49

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 28. September 2009 (Sache R 1047/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 28. September 2009 (Sache R 1047/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/28


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ATB Norte/HABM — Bricocenter Italia (Affiliato BRICO CENTER)

(Rechtssache T-483/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke Affiliato BRICO CENTER - Ältere Gemeinschaftsbildmarken ATB CENTROS DE BRICOLAGE Brico Centro und CENTROS DE BRICOLAGE BricoCentro - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009)

2011/C 232/50

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Klägerin: ATB Norte, SL (Burgos, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte P. López Ronda, G. Macias Bonilla, H. Curtis-Oliver und G. Marín Raigal, dann Rechtsanwalt F. Brandolini Kujman)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigte: O. Montalto und G. Mannucci)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer des HABM und Streithelferin vor dem Gericht: Bricocenter Italia Srl (Rozzano, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte G. Ghidini, M. Mergati und C. Signorini)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 28. September 2009 (Sache R 1048/2008-4) zu einem Widerspruchsverfahren zwischen der ATB Norte, SL und der Bricocenter Italia Srl

Tenor

1.

Die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 28. September 2009 (Sache R 1048/2008-4) wird aufgehoben, soweit mit ihr der Beschwerde der Bricocenter Italia Srl in Bezug auf die mit der Gemeinschaftsmarkenanmeldung beanspruchten Dienstleistungen „Werbung“, „Geschäftsführung“ und „Unternehmensverwaltung“ stattgegeben wurde.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die ATB Norte, SL, Bricocenter Italia und das HABM tragen die ihnen im Verfahren vor dem Gericht entstandenen eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.


6.8.2011   

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C 232/29


Urteil des Gerichts vom 28. Juni 2011 — ReValue Immobilienberatung/HABM (ReValue)

(Rechtssache T-487/09) (1)

(Gemeinschaftsmarke - Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke ReValue - Teilweise Zurückweisung der Anmeldung - Absolutes Eintragungshindernis - Beschreibender Charakter - Art. 7 Abs. 1 Buchst. c der Verordnung (EG) Nr. 207/2009 - Begründungspflicht - Art. 75 der Verordnung Nr. 207/2009)

2011/C 232/51

Verfahrenssprache: Deutsch

Parteien

Klägerin: ReValue Immobilienberatung GmbH (Berlin, Deutschland) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwalt S. Fischoeder und Rechtsanwältin M. Schork, dann Rechtsanwalt S. Fischoeder)

Beklagte: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (Prozessbevollmächtigter: S. Hanne)

Gegenstand

Klage gegen die Entscheidung der Vierten Beschwerdekammer des HABM vom 7. Oktober 2009 (Sache R 531/2009-4) über die Anmeldung des Bildzeichens ReValue als Gemeinschaftsmarke

Tenor

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Die ReValue Immobilienberatung GmbH trägt die Kosten.


(1)  ABl. C 37 vom 13.2.2010.


6.8.2011   

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C 232/29


Beschluss des Präsidenten des Gerichts vom 10. Juni 2011 — Eurallumina/Kommission

(Rechtssache T-207/07 R)

(Vorläufiger Rechtsschutz - Staatliche Beihilfen - Entscheidung, mit der die Beihilfe für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erklärt und ihre Rückforderung angeordnet wird - Antrag auf Aussetzung des Vollzugs - Fehlende Dringlichkeit)

2011/C 232/52

Verfahrenssprache: Englisch

Parteien

Antragstellerin: Eurallumina SpA (Portoscuso, Italien) (Prozessbevollmächtigte: L. Martin Alegi und R. Denton, Solicitors)

Antragsgegnerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: N. Khan und D. Grespan)

Gegenstand

Antrag auf Aussetzung des Vollzugs der Entscheidung 2007/375/EG der Kommission vom 7. Februar 2007 über die Befreiung durch Frankreich, Irland und Italien von der Verbrauchsteuer auf Mineralöle, die als Brennstoff zur Tonerdegewinnung in den Regionen Gardanne und Shannon sowie auf Sardinien verwendet werden (C 78/2001 [ex NN 22/01], C 79/2001 [ex NN 23/01], C 80/2001 [ex NN 26/01]) (ABl. L 147, S. 29), soweit sie die Antragstellerin betrifft

Tenor

1.

Der Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz wird zurückgewiesen.

2.

Die Kostenentscheidung bleibt vorbehalten.


6.8.2011   

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C 232/29


Beschluss des Gerichts vom 15. Juni 2011 — Ax/Rat

(Rechtssache T-259/10) (1)

(Nichtigkeitsklage - Finanzieller Beistand der Union für einen Mitgliedstaat, der von gravierenden wirtschaftlichen oder finanziellen Störungen betroffen ist - Verordnung, mit der die Bedingungen und das Verfahren der Gewährung des finanziellen Beistands der Union festgelegt werden - Art. 263 Abs. 4 AEUV - Keine unmittelbare Betroffenheit - Unzulässigkeit)

2011/C 232/53

Verfahrenssprache: Deutsch

Verfahrensbeteiligte

Kläger: Thomas Ax (Neckargemünd, Deutschland) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt J. Baumann)

Beklagter: Rat der Europäischen Union (Prozessbevollmächtigte: T. Middleton, M. Bauer und A. De Gregorio Merino)

Streithelferinnen zur Unterstützung des Beklagten: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: B. Smulders, J.-P. Keppenne und H. Krämer) und Republik Lettland (Prozessbevollmächtigte: M. Borkoveca und A. Nikolajeva)

Gegenstand

Klage auf Nichtigerklärung der Verordnung (EU) Nr. 407/2010 des Rates vom 11. Mai 2010 zur Einführung eines europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (ABl. L 118, S. 1)

Tenor

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Herr Thomas Ax trägt seine eigenen Kosten und die Kosten des Rates der Europäischen Union.

3.

Die Republik Lettland und die Europäische Kommission tragen ihre eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 234 vom 28.8.2010.


6.8.2011   

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C 232/30


Rechtsmittel, eingelegt am 30. März 2011 von Guido Strack gegen das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 20. Januar 2011 in der Rechtssache F-132/07, Strack/Kommission

(Rechtssache T-199/11 P)

2011/C 232/54

Verfahrenssprache: Deutsch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführer: Guido Strack (Köln, Deutschland) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt H. Tettenborn)

Andere Verfahrensbeteiligte: Europäische Kommission

Anträge

Der Rechtsmittelführer beantragt:

das Urteil des Gerichts für den Öffentlichen Dienst der Europäischen Union (Zweite Kammer) vom 20. Januar 2011 in der Rechtssache F-132/07 vollständig aufzuheben und gemäß den vom Kläger in jenem Verfahren gestellten Anträgen zu entscheiden;

den Beschluss des Gerichts für den Öffentlichen Dienst der Europäischen Union (Zweite Kammer) vom 17. September 2009 in der Rechtssache F-132/07 insoweit aufzuheben, als durch diesen der Antrag des Klägers auf Erlass eines Versäumnisurteils zurückgewiesen wurde;

die Entscheidungen des Gerichts für den Öffentlichen Dienst der Europäischen Union aufzuheben, durch welche die zunächst der 1. Kammer zugewiesene Rechtssache F-132/07 nachträglich der 2. Kammer zugewiesen wurde;

die Entscheidung der Kommission vom 23. Juli 2007 sowie die jene ergänzenden stillschweigenden Entscheidungen vom 9. August 2007 und 11. September 2007 und die Entscheidung vom 9. November 2007 insoweit aufzuheben, als diese die Anträge des Rechtsmittelführers vom 9. April 2007, 11. Mai 2007 und 11. Oktober 2007 auf Genehmigung zur Veröffentlichung von Dokumenten (unter allen rechtlichen Gesichtspunkten, insbesondere Art. 17, 17a, 19 und 24 des Beamtenstatuts sowie etwaigen urheberrechtlichen und datenschutzrechtlichen Bestimmungen) und zur Erstattung von Strafanzeigen gegen (Ex-)Kommissare und Kommissionsbeamte ablehnen;

die Kommission zu verurteilen, an den Rechtsmittelführer Schadensersatz in Höhe von mindestens 10 000 EUR für den durch die aufzuhebenden Entscheidungen entstandenen immateriellen Gesundheits- und moralischen Schaden des Klägers zu zahlen;

die Kommission zur Tragung sämtlicher Verfahrenskosten zu verurteilen;

darüber hinaus beantragt der Kläger unter Verweis auf die entsprechende ständige Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte eine Entschädigung wegen überlanger Verfahrensdauer in Höhe von mindestens 2 000 EUR, deren genaue Höhe er in das Ermessen des Gerichts stellt.

Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung des Rechtsmittels macht der Rechtsmittelführer zwanzig Rechtsmittelgründe geltend.

Mit diesen rügt er unter anderem: die Unzuständigkeit des Spruchkörpers, der die angegriffenen Entscheidungen erlassen hat, die rechtswidrige Ablehnung des Erlasses eines Versäumnisurteils, die Rechtswidrigkeit der der Kommission gewährten Fristverlängerungen, die Nichtvornahme der gebotenen Verbindung des Verfahrens mit anderen Verfahren zwischen den Parteien, die falsche Darstellung des Sachverhalts im vorbereitenden Sitzungsbericht und im angegriffenen Urteil, die Befangenheit des Berichterstatters, die Verletzung der Sprachenregelung des Gerichts und die Diskriminierung des Rechtsmittelführers aufgrund der Sprache sowie die Nichtübersetzung von Verfahrensdokumenten.

Außerdem macht der Rechtsmittelführer geltend, das Gericht für den öffentlichen Dienst habe Rechtsfehler begangen und sein Urteil unzureichend begründet. Dies unter anderem hinsichtlich der Auslegung und Anwendung der Art. 11, 17, 17a, 19, 25, und 90 ff. des Statuts der Beamten der Europäischen Union, der Art. 6, 10 und 13 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten, der Art. 11, 41, 47 und 52 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union.


6.8.2011   

DE

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C 232/30


Klage, eingereicht am 18. Mai 2011 — Österreich/Kommission

(Rechtssache T-251/11)

2011/C 232/55

Verfahrenssprache: Deutsch

Parteien

Klägerin: Republik Österreich (Prozessbevollmächtigte: C. Pesendorfer, Bevollmächtigte)

Beklagte: Europäische Kommission

Anträge

Die Klägerin beantragt,

den Beschluss der Kommission K(2011) 1363 endgültig vom 8. März 2011 über die staatliche Beihilfe Nr. C 24/2009 Österreichs für energieintensive Unternehmen nach dem Ökostromgesetz für nichtig zu erklären;

der Kommission die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung der Klage macht die Klägerin vier Klagegründe geltend.

1.

Erster Klagegrund: Fehlerhafte Anwendung des Art. 107 Abs. 1 AEUV — Keine staatliche Beihilfe

Nacht der Auffassung der Klägerin ist die in § 22 Buchst. c des österreichischen Ökostromgesetzes BGBL. I Nr. 114/2008 (im Folgenden: „ÖSG“) vorgesehene Kostenbegrenzung für energieintensive Unternehmen aufgrund des mangelnden Einsatzes „staatlicher Mittel“ keine staatliche Beihilfe.

2.

Zweiter Klagegrund: Fehlerhafte Anwendung des Art. 107 Abs. 1 AEUV — Mangelnde Selektivität

Nach Auffassung der Klägerin liegt weder eine de iure noch eine de facto Selektivität vor. Selbst wenn man davon ausginge, dass § 22 Buchst. c ÖSG zu einer Abweichung vom Referenzsystem führe, so erscheint diese Abweichung durch die Logik und den inneren Aufbau des Ökostromförderungssystems gerechtfertigt.

3.

Dritter Klagegrund: Fehlerhafte Anwendung des Art. 107 Abs. 1 AEUV — Ermessensmissbrauch

Falls die vorgesehene Maßnahme trotzdem als Beihilfe angesehen würde, fiele sie nach Auffassung der Klägerin unter den Anwendungsbereich der Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Umweltschutzbeihilfen: Es sei jedenfalls eine Analogie zwischen der angemeldeten Ausgleichszahlung nach § 22 Buchst. c ÖSG und den Regeln für die Prüfung von Ermäßigungen gemeinschaftsrechtlich geregelter Energiesteuern nach Kapitel 4 der Leitlinien zu ziehen; die Ausgleichsregelung hätte folglich auf Grundlage einer derartigen Analogie genehmigt werden müssen. Neben einer analogen Anwendung der Leitlinien wäre auch eine Analogie zu Art. 25 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung denkbar.

4.

Vierter Klagegrund: Ungleichbehandlung wettbewerblich gleicher Sachverhalte durch die Europäische Kommission

Nach Ansicht der Klägerin stellt sich die Frage, weshalb wettbewerblich vergleichbare Situationen — hier wird auf die Vergleichbarkeit zwischen ÖSG und dem deutschen Erneuerbaren-Energien Gesetz insbesondere hinsichtlich ökonomischer und wettbewerblicher Effekte hingewiesen — offensichtlich unterschiedlich behandelt werden. Dies erschiene mit dem allgemeinen Grundsatz der Gleichbehandlung unvereinbar.


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/31


Rechtsmittel, eingelegt am 26. Mai 2011 von der Europäischen Kommission gegen das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 15. März 2011 in der Rechtssache F-120/07, Strack/Kommission

(Rechtssache T-268/11 P)

2011/C 232/56

Verfahrenssprache: Deutsch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: J. Currall und B. Eggers, Bevollmächtigte)

Anderer Verfahrensbeteiligter: Guido Strack (Köln, Deutschland)

Anträge

Die Rechtsmittelführerin beantragt:

das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 15. März 2011 in der Rechtssache F-120/07, Strack/Kommission aufzuheben;

beiden Parteien ihre eigenen Kosten des Verfahrens in erster Instanz und dieses Rechtsmittels aufzuerlegen.

Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung des Rechtsmittels macht die Rechtsmittelführerin im Wesentlichen drei Rechtsmittelgründe geltend.

1.

Erster Rechtsmittelgrund: Verstoß gegen das Unionsrecht bei der Auslegung von Art. 4 Anhang V des Statuts der Beamten der Europäischen Union (im Folgenden: Statut)

Erstens habe das Gericht für den öffentlichen Dienst (im Folgenden: EuGöD) unter Verletzung des Unionsrecht und der ständigen Rechtssprechung Art. 4 Abs. 1 des Anhangs V des Statuts so ausgelegt, also ob er die Übertragung von Urlaubsansprüchen bei längerer Krankheit nicht regele.

2.

Zweiter Rechtsmittelgrund: Verstoß gegen das Recht der Union durch rechtsfehlerhafte Bestimmung des Anwendungsbereichs und der Rechtswirkung von Art. 1 Buchst. e) Abs. 2 des Statuts

Zweitens habe es ebenfalls unter Verletzung des Unionsrecht und mit mangelnder Begründung irrtümlich den Anwendungsbereich von Art. 1 Buchst. e) Abs. 2 des Statuts als allgemeine Verpflichtung der Organe ausgelegt, den Bediensteten, hinsichtlich aller Arbeitsbedingungen mit Bezug zum Gesundheitsschutz, mindestens die Standards in den nach Art. 153 AEUV erlassenen Richtlinien zu gewähren. Art. 1 Buchst. e) Abs. 2, der im Rahmen der Statutsreform 2004 eingeführt wurde, bezwecke aber lediglich, eine Lücke hinsichtlich der im Statut fehlenden technischen Vorschriften zur Sicherstellung der Gesundheit und Sicherheit der Bediensteten am Sitz der Institutionen (z.B. Brandschutz, Gefahrenstoffe, Belüftung, Ergonomie, etc.) zu beseitigen. So erlaube das Statut nunmehr, die technischen Mindeststandards in den Richtlinien bzw. deren Umsetzung durch nationales Recht, anzuwenden. Die Vorschrift könne und solle aber nicht die abschließend vom Statutsgesetzgeber geregelten Arbeitsbedingungen hinsichtlich der Übertragung von Urlaub und Entschädigung für nicht genommenen Urlaub betreffen. Indem das EuGöD zu diesem Ergebnis kam, habe es nicht nur gegen die jeweiligen Vorschriften des Statuts und die Rechtssprechung des Gerichts, sondern auch gegen das Rechtssicherheitsgebot verstoßen.

3.

Dritter Rechtsmittelgrund: Verfahrensfehler

Drittens habe das EuGöD gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, indem es von Amts wegen als ersten Klagegrund einen Verstoßes gegen Art. 1 Buchst. e) Abs. 2 des Statuts geprüft habe und de facto eine Vorschrift des Statuts außer Kraft gesetzt habe ohne dass eine Rechtswidrigkeitseinrede erhoben und der Rat und das Parlament der Europäischen Union die Möglichkeit zum Streitbeitritt gehabt hätten.


6.8.2011   

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C 232/32


Rechtsmittel, eingelegt am 25. Mai 2011 von Gaëtan Barthélémy Maxence Mioni gegen das Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 15. März 2011 in der Rechtssache F-28/10, Mioni/Kommission

(Rechtssache T-274/11 P)

2011/C 232/57

Verfahrenssprache: Französisch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführer: Gaëtan Barthélémy Maxence Mioni (Brüssel, Belgien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt L. Vogel)

Andere Verfahrensbeteiligte: Europäische Kommission

Anträge

Der Rechtsmittelführer beantragt,

das angefochtene, am 15. März 2011 ergangene und am selben Tag als Einschreiben zugestellte Urteil der Zweiten Kammer des Gerichts für den öffentlichen Dienst, mit dem die von ihm am 7. Mai 2010 erhobene Klage abgewiesen wurde, in vollem Umfang aufzuheben;

der Beklagten gemäß Art. 87 § 2 der Verfahrensordnung die Kosten aufzuerlegen, einschließlich der notwendigen Auslagen für das Verfahren, insbesondere der Kosten des Zustellungsbevollmächtigten, der Reise- und Aufenthaltskosten sowie der Anwaltshonorare gemäß Art. 91 Buchst. b der Verfahrensordnung.

Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung des Rechtsmittels macht der Rechtsmittelführer zwei Rechtsmittelgründe geltend.

1.

Erster Rechtsmittelgrund: Verstoß gegen Art. 4 des Anhangs VII des Statuts und Verfälschung der dem Gericht für den öffentlichen Dienst vorgelegten Beweismittel. Das Gericht für den öffentlichen Dienst habe zum einen die unter den Nrn. 22, 23, 24 und 25 der Verfahrensunterlagen vorgelegten Unterlagen missachtet, indem es in Randnr. 31 des Urteils festgestellt habe, dass die Anwesenheit des Rechtsmittelführers in Frankreich von 1999 bis 2000 nicht mit dessen Willen gleichgesetzt werden könne, den Mittelpunkt seiner Interessen in sein Geburtsland zu verlegen, und habe zum anderen in den Randnrn. 29, 31 und 33 des angefochtenen Urteils den Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts inkohärent beurteilt.

2.

Zweiter Rechtsmittelgrund: Verfälschung der dem Gericht für den öffentlichen Dienst vorgelegten Beweismittel und fehlende Begründung, soweit das Gericht die verspätete Streichung der Auslandszulage „mit einem Missverständnis in Bezug auf den Ort, an dem der Kläger sein Baccalauréat erhalten hat“, rechtfertige. Weiter habe das Gericht das Beweisstück 15 der Verfahrensunterlagen nicht beachtet, Randnr. 31 der Klageschrift nicht erwidert und somit offensichtlich unrichtige sachliche Feststellungen getroffen.


6.8.2011   

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C 232/32


Klage, eingereicht am 27. Mai 2011 — TF1/Kommission

(Rechtssache T-275/11)

2011/C 232/58

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Klägerin: Télévision française 1 (TF1) (Boulogne Billancourt, Frankreich) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte J.-P. Hordies und C. Smits)

Beklagte: Europäische Kommission

Anträge

Die Klägerin beantragt,

ihrer Klage als zulässig und begründet stattzugeben;

als prozessleitende Maßnahme nach Art. 64 § 3 Buchst. d der Verfahrensordnung des Gerichts die Vorlage der Unterlagen anzuordnen, auf deren Grundlage die Kommission zu dem Ergebnis gekommen sei, die öffentliche Finanzierung sei verhältnismäßig und transparent, und zwar der Berichte über die Umsetzung der Artikel 2 und 3 des Dekrets für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 und des Entwurfs des in Artikel 2 vorgesehenen Berichts für das Jahr 2009 sowie der vertraulichen Fassung des angefochtenen Beschlusses;

der Kommission sämtliche Kosten des Rechtszugs aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Diese Klage richtet sich auf Nichtigerklärung des Beschlusses 2011/140/EU der Kommission vom 20. Juli 2010, mit dem die staatliche Beihilfe in Form eines jährlichen Haushaltszuschusses, die die französischen Behörden dem Unternehmen France Télévisions zu gewähren beabsichtigen, für unvereinbar mit dem Gemeinsamen Markt erklärt wird.

Zur Stützung der Klage macht die Klägerin drei Klagegründe geltend.

1.

Erster Klagegrund: Falsche Auslegung des Verwendungszusammenhangs zwischen den in der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorgesehenen neuen Abgaben und der Finanzierung von France télévisions. Die Klägerin bringt Anhaltspunkte vor, die auf einen zwingenden Verwendungszusammenhang zwischen der Werbespot-Abgabe und der Abgabe auf elektronische Kommunikation zum einen und den Haushaltszuschüssen für France Télévisions zum anderen schließen ließen — sowohl aus rechtlicher Sicht im Hinblick auf sämtliche einschlägige nationale Rechtstexte als auch aus wirtschaftlicher Sicht im Hinblick auf den Mechanismus zur Ermittlung der Höhe der Beihilfe, den Abgabensatz und die tatsächliche Verwendung der Abgabe.

2.

Zweiter Klagegrund: Gefahr der Überkompensation im Zusammenhang mit dem Finanzierungsmechanismus von France Télévisions. Die Klägerin wirft der Kommission zum einen vor, dass sie mangels Zugang zu mehreren Verwaltungsdokumenten nicht in der Lage sei, sachgerecht ihr Klagerecht auszuüben, und zum anderen, dass die Kommission Art. 106 Abs. 2 AEUV falsch ausgelegt habe, da sie im Rahmen ihrer Prüfung der Rechtmäßigkeit der streitigen Maßnahme die Voraussetzung der wirtschaftlichen Effizienz bei der Erbringung der öffentlichen Dienstleistung nicht berücksichtigt habe.

3.

Dritter Klagegrund: Nichtberücksichtigung der anderen Vorschriften des AEUV und des Sekundärrechts. Die Klägerin macht erstens geltend, dass die Abgabe auf elektronische Kommunikation im Widerspruch zu Art. 110 AEUV stehe, zweitens, dass die streitigen Abgaben eine Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit und der Niederlassungsfreiheit darstellten, da die Häufung der spezifischen Abgaben in den Sektoren Rundfunk und Telekommunikation die Möglichkeit der Rundfunk- und Telekommunikationsbetreiber, ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten in Frankreich zu entfalten, weitgehend einschränke, und drittens, dass die streitige Maßnahme im Widerspruch zur Richtlinie 2002/20 vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste stehe, da sie Telekommunikationsbetreibern, die die in der Richtlinie vorgesehenen Bedingungen nicht erfüllten, eine Abgabe aufbürde.


6.8.2011   

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C 232/33


Klage, eingereicht am 31. Mai 2011 — Carlotti/Parlament

(Rechtssache T-276/11)

2011/C 232/59

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Klägerin: Marie-Arlette Carlotti (Marseille, Frankreich) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte S. Orlandi, A. Coolen, J.-N. Louis, É. Marchal und D. Abreu Caldas)

Beklagter: Europäisches Parlament

Anträge

Die Klägerin beantragt,

festzustellen und zu entscheiden, dass

die Entscheidung des Präsidiums des Europäischen Parlaments vom 1. April 2009 über die Änderung des freiwilligen Zusatzversorgungssystems der Mitglieder des Europäischen Parlaments rechtswidrig ist;

die angefochtene Entscheidung nichtig ist;

das europäische Parlament zur Zahlung der Kosten verurteilt wird.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Die vorliegende Klage ist auf Nichtigerklärung der Entscheidung vom 28. März 2011 gerichtet, mit der der Klägerin ihr ergänzendes Ruhegehalt im Alter von 60 Jahren (ab Februar 2012) aufgrund der Entscheidung des Europäischen Parlaments vom 1. April 2009 über die Änderung des freiwilligen Zusatzversorgungssystems der Mitglieder des Europäischen Parlaments versagt worden ist.

Zur Stützung der Klage macht die Klägerin fünf Klagegründe geltend.

1.

Erster Klagegrund: Verletzung der wohlerworbenen Rechte, die ihr durch Rechtsakte und den Grundsatz der Rechtssicherheit verliehen worden seien;

2.

Zweiter Klagegrund: Verletzung der Grundsätze der Gleichbehandlung und der Verhältnismäßigkeit, da die Entscheidung vom 1. April 2009 und die angefochtene Entscheidung das Alter, das Anspruch auf das Ruhegehalt eröffne, ohne Übergangsmaßnahme um drei Jahre anhöben;

3.

Dritter Klagegrund: Verletzung von Art. 29 der Kostenerstattungs- und Vergütungsregelung der Mitglieder des Europäischen Parlaments, die vorsehe, dass die Quästoren und der Generalsekretär für die Auslegung und die strikte Anwendung dieser Regelung Sorge trügen;

4.

Vierter Klagegrund: Offensichtlicher Bewertungsfehler, mit dem die Entscheidung des Präsidiums des Europäischen Parlaments vom 1. April 2009 zur Änderung der Regelung, die der angefochtenen Entscheidung als Grundlage diene, behaftet sei, da sie auf einer nicht stichhaltigen Bewertung der finanziellen Situation des Versorgungsfonds beruhe;

5.

Fünfter Klagegrund: Verstoß gegen Treu und Glauben und Nichtigkeit der reinen Potestativklauseln.


6.8.2011   

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C 232/33


Klage, eingereicht am 30. Mai 2011 — T&L Sugars und Sidul Açúcares/Kommission

(Rechtssache T-279/11)

2011/C 232/60

Verfahrenssprache: Englisch

Parteien

Klägerinnen: T&L Sugars Ltd (London, Vereinigtes Königreich) und Sidul Açúcares Unipessoal Lda (Santa Iria de Azóia, Portugal) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte D. Waelbroeck und D. Slater)

Beklagte: Europäische Kommission

Anträge

Die Klägerinnen beantragen,

die vorliegende Nichtigkeitsklage nach Art. 263 Abs. 4 AEUV und/oder Einrede der Rechtswidrigkeit nach Art. 277 AEUV gegen die Verordnung (EU) Nr. 222/2011, die Verordnung (EU) Nr. 293/2011, die Verordnung (EU) Nr. 302/2011 und die Verordnung (EU) Nr. 393/2011 für zulässig und begründet zu erklären,

die Verordnung Nr. 222/2011 der Kommission vom 3. März 2011 mit Sondermaßnahmen für das Inverkehrbringen von Nichtquotenzucker und -isoglucose auf dem Markt der Europäischen Union mit verringerter Überschussabgabe im Wirtschaftsjahr 2010/2011 für nichtig zu erklären,

die Durchführungsverordnung Nr. 293/2011 der Kommission vom 23. März 2011 zur Festsetzung des Zuteilungskoeffizienten, zur Ablehnung weiterer Anträge und zum Abschluss des Zeitraums für die Einreichung der Anträge für die verfügbaren Mengen Nichtquotenzucker, die mit verringerter Überschussabgabe auf dem Markt der Europäischen Union verkauft werden sollen, für nichtig zu erklären,

die Durchführungsverordnung Nr. 302/2011 der Kommission vom 28. März 2011 zur Eröffnung eines außergewöhnlichen Einfuhrkontingents für bestimmte Zuckermengen im Wirtschaftsjahr 2010/11 für nichtig zu erklären und

die Durchführungsverordnung Nr. 393/2011 der Kommission vom 19. April 2011 zur Festsetzung der Zuteilungskoeffizienten für die Erteilung der vom 1. bis 7. April 2011 beantragten Einfuhrlizenzen für Zuckererzeugnisse im Rahmen bestimmter Zollkontingente und zur Aussetzung der Einreichung von Anträgen auf solche Lizenzen für nichtig zu erklären,

hilfsweise, die Einrede der Rechtswidrigkeit gegen die Art. 186 Buchst. a und 187 der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates für zulässig und begründet zu erklären und diese Vorschriften für rechtswidrig zu erklären und die angefochtenen Verordnungen, die sich unmittelbar oder mittelbar auf diese stützen, für nichtig zu erklären,

die durch die Kommission vertretene Europäische Union zum Ersatz des Schadens zu verurteilen, der den Klägerinnen dadurch entstanden ist, dass die Kommission nicht ihren rechtlichen Verpflichtungen nachgekommen ist, und den Betrag dieses Schadensersatzes, der den Klägerinnen während des Zeitraums vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. März 2011 entstanden ist, auf 35 485 746 Euro zuzüglich der fortlaufenden Verluste der Klägerinnen nach diesem Datum festzusetzen oder einen anderen Betrag, der dem den Klägerinnen entstandenen oder noch entstehenden Schaden entspricht, den sie im Laufe dieses Verfahrens nachweisen werden, insbesondere, um künftige Schäden ordnungsgemäß zu berücksichtigen,

festzustellen, dass für den zu zahlenden Betrag ab dem Erlass des Urteils des Gerichts bis zur tatsächlichen Zahlung Zinsen in Höhe des von der Europäischen Zentralbank für die wesentlichen Refinanzierungsgeschäfte zu diesem Zeitpunkt festgesetzten und um zwei Prozentpunkte erhöhten oder eines anderen vom Gericht zu bestimmenden angemessenen Zinssatzes zu zahlen sind,

der Kommission sämtliche Kosten und Auslagen aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Die Klägerinnen stützen ihre Klage auf fünf Klagegründe.

1.

Mit dem ersten Klagegrund wird ein Verstoß gegen die Verordnung Nr. 1234/2007 (1) und das Fehlen einer angemessenen Rechtsgrundlage geltend gemacht. Die angefochtene Verordnung (EU) Nr. 222/2011 erhöhe unter Verstoß gegen die Verordnung Nr. 1234/2007 effektiv die Erzeugungsquoten für inländische Erzeuger. Die Kommission sei hierzu nicht befugt und sei ausdrücklich mit der Herabsetzung der Erzeugungsquoten beauftragt worden. Zur Erreichung eines gleichwertigen Ergebnisses und trotz der rechtlichen Verpflichtung der Kommission, eine Überschussabgabe in einer Höhe zu erheben, die abschreckende Wirkung habe, setze die Verordnung Nr. 222/2011 jedoch die Überschussabgabe für Nichtquotenzucker rechtswidrig auf 0 Euro fest. Indem sie versuchten, Marktstörungen zu korrigieren, die durch Einfuhreinbußen entstanden seien, missachteten sowohl die Verordnung Nr. 222/2011 als auch die Durchführungsverordnung Nr. 302/2011 den mit der Verordnung Nr. 1234/2007 rechtmäßig eingeräumten Vorrang von Einfuhrmaßnahmen und Vollzeitraffinerien.

2.

Mit dem zweiten Klagegrund wird eine Verletzung des Grundsatzes der Nichtdiskriminierung geltend gemacht. Trotz der chemischen Identität von Zucker aus Zuckerrohr und Zucker aus Zuckerrüben begünstigten die angefochtenen Verordnungen inländische Erzeuger zum Nachteil einführender Raffinerien.

3.

Mit dem dritten Klagegrund wird eine Verletzung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes geltend gemacht. Die angefochtenen Verordnungen sollten der Angebotsverknappung auf dem EU-Zuckermarkt entgegenwirken, zu der es durch die fehlende Einfuhr von rohem Rohrzucker gekommen sei. Anstatt das Problem durch die Genehmigung der erforderlichen Einfuhr von rohem Rohrzucker zu lösen, hätten die angefochtenen Verordnungen jedoch die inländischen Erzeugungsmöglichkeiten für Zucker ausgeweitet. Im Ergebnis seien sie offensichtlich unangemessen oder unverhältnismäßig.

4.

Mit dem vierten Klagegrund wird eine Verletzung des Grundsatzes des Vertrauensschutzes geltend gemacht. Die Kommission habe wiederholt versichert, dass sie die Erzeugungsquoten nicht erhöhen und das Gleichgewicht zwischen den Beteiligten aufrechterhalten werde. Die angefochtenen Verordnungen seien jedoch offensichtlich darauf ausgerichtet, die inländische Erzeugung zulasten einführender Raffinerien zu begünstigen.

5.

Mit dem fünften Klagegrund wird eine Verletzung der Grundsätze der Sorgfalt, der Gewissenhaftigkeit und der ordnungsgemäßen Verwaltung geltend gemacht. Die Klägerinnen machen geltend, die Kommission habe zunächst trotz wiederholter Warnungen vor Marktstörungen überhaupt nicht gehandelt, sie habe in weiterer Folge offensichtlich unangemessene Maßnahmen beschlossen, um diesen Marktstörungen entgegenzuwirken, und sie habe dadurch das vom Rat geschaffene Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern beeinträchtigt.

Die Klägerinnen führen die vorstehenden Nichtigkeitsgründe auch als Einrede der Rechtswidrigkeit nach Art. 277 AEUV gegen die Verordnung Nr. 222/2011 und die Verordnung Nr. 302/2011 an. Hilfsweise erheben die Klägerinnen eine Einrede der Rechtswidrigkeit nach Art. 277 AEUV gegen die Art. 186 Buchst. a und 187 der Verordnung Nr. 1234/2007, auf die die angefochtenen Verordnungen gestützt sind.


(1)  Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) (ABl. L 299, S. 1).


6.8.2011   

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C 232/35


Klage, eingereicht am 7. Juni 2011 — Metropolis Inmobiliarias y Restauraciones/HABM — MIP Metro (METROINVEST)

(Rechtssache T-284/11)

2011/C 232/61

Sprache der Klageschrift: Englisch

Parteien

Klägerin: Metropolis Inmobiliarias y Restauraciones, SL (Barcelona, Spanien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt J. Carbonell Callicó)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle)

Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer: MIP Metro Group Intellectual Property GmbH & Co. KG (Düsseldorf, Deutschland)

Anträge

Die Klägerin beantragt,

die Entscheidung der Ersten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) vom 17. März 2011 in der Sache R 954/2010-1 abzuändern und die Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke „METROINVEST“ zur Eintragung zuzulassen;

hilfsweise, und nur für den Fall der Zurückweisung des vorstehenden Antrags, die Entscheidung der Ersten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) vom 17. März 2011 in der Sache R 954/2010-1 aufzuheben;

dem Beklagten und der anderen Beteiligten im Verfahren vor der Beschwerdekammer die Kosten aufzuerlegen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Anmelderin der Gemeinschaftsmarke: Klägerin.

Betroffene Gemeinschaftsmarke: Wortmarke „METROINVEST“ für Dienstleistungen der Klasse 36 — Gemeinschaftsmarkenanmeldung Nr. 7112113.

Inhaberin des im Widerspruchsverfahren entgegengehaltenen Marken- oder Zeichenrechts: Andere Beteiligte im Verfahren vor der Beschwerdekammer.

Im Widerspruchsverfahren entgegengehaltenes Marken- oder Zeichenrecht: In Deutschland eingetragene Bildmarke „METRO“ in den Farben Blau und Gelb (Nr. 30348717) für verschiedene Waren und Dienstleistungen der Klassen 1 bis 45, Anmeldung der Gemeinschaftsbildmarke „METRO“ in der Farbe Gelb (Nr. 779116) für die für eine Reihe von Waren und Dienstleistungen in den Klassen 1 bis 42.

Entscheidung der Widerspruchsabteilung: Dem Widerspruch wurde stattgegeben.

Entscheidung der Beschwerdekammer: Zurückweisung der Beschwerde.

Klagegründe: Verstoß gegen Art. 6 und Art. 14 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, in denen das Recht auf ein faires Verfahren und das Verbot jeglicher Diskriminierung niedergelegt sind, sowie gegen den allgemeinen gemeinschaftsrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung. Verstoß der Beschwerdekammer gegen Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 207/2009 des Rates, da keine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden einander gegenüberstehenden Marken bestehe.


6.8.2011   

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C 232/35


Rechtsmittel, eingelegt am 6. Juni 2011 von Luigi Marcuccio gegen den Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 16. März 2011 in der Rechtssache F-21/10, Marcuccio/Kommission

(Rechtssache T-286/11 P)

2011/C 232/62

Verfahrenssprache: Italienisch

Verfahrensbeteiligte

Rechtsmittelführer: Luigi Marcuccio (Tricase, Italien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt G. Cipressa)

Andere Verfahrensbeteiligte: Europäische Kommission

Anträge

Der Rechtsmittelführer beantragt,

den angefochtenen Beschluss in vollem Umfang und ausnahmslos aufzuheben und darüber hinaus:

sämtlichen im ersten Rechtszug gestellten Anträgen stattzugeben;

die Kommission zu verurteilen, dem Rechtsmittelführer die Kosten zu erstatten, die ihm im Verfahren des ersten Rechtszugs in der Sache, in der das Rechtsmittel eingelegt wird, entstanden sind,

hilfsweise,

die Sache, in der das Rechtsmittel eingelegt wird, an das Gericht für den öffentlichen Dienst zurückzuverweisen, damit es in anderer Zusammensetzung erneut über die Begründetheit jedes einzelnen der vorstehenden Anträge entscheidet.

Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung des Rechtsmittels macht der Rechtsmittelführer zwei Rechtsmittelgründe geltend.

1.

Erster Rechtsmittelgrund in Bezug auf den absoluten Begründungsmangel des Schadensersatzantrags

Insoweit werden gerügt: eine mangelnde Ermittlung, eine Verfälschung der und Abweichung von den Tatsachen sowie eine irrige und nicht nachvollziehbare Auslegung und Anwendung der Rechtsnormen über die Begründung der außervertraglichen Haftung der Organe der Europäischen Union, des Begriffs der jedem Organ der Europäischen Union und den Gerichten der Europäischen Union obliegenden Begründungspflicht und des Begriffs des rechtswidrigen Verhaltens eines Organs der Europäischen Union.

2.

Zweiter Rechtsmittelgrund in Bezug auf die Rechtswidrigkeit der vom erstinstanzlichen Gericht getroffenen Feststellungen zu den „Kosten“

Insoweit wird insbesondere gerügt, dass sich die Verurteilung einer Streitpartei, dem Gericht für den öffentlichen Dienst Kosten nach Art. 94 seiner Verfahrensordnung zu erstatten, nur auf eng mit der fraglichen Rechtssache verbundene Tatsachen und nicht auf angebliche Verhaltensweisen der betreffenden Partei in anderen Rechtssachen stützen könne.


6.8.2011   

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C 232/36


Klage, eingereicht am 9. Juni 2011 — Portovesme/Kommission

(Rechtssache T-291/11)

2011/C 232/63

Verfahrenssprache: Italienisch

Parteien

Klägerin: Portovesme Srl (Rom, Italien) (Prozessbevollmächtigte: F. Ciulli, G. Dore, M. Liberati und A. Vinci, avvocati)

Beklagte: Europäische Kommission

Anträge

Die Klägerin beantragt,

1.

im Sinne von Art. 267 AEUV die Rechtswidrigkeit des Beschlusses der Europäischen Kommission von 23. Februar 2011 über die staatlichen Beihilfen Nr. C 38/B/2004 (ex NN 58/2004) und Nr. C 13/2006 (ex N 587/2005), die Italien u. a. zugunsten der Klägerin gewährt hat, festzustellen und diesen Beschluss in vollem Umfang oder insoweit, als es das Gericht für angemessen erachtet, aufzuheben;

2.

hilfsweise, für den Fall, dass dem Antrag zu 1. nicht stattgegeben wird, die Rechtswidrigkeit der die Rückerstattung der Beihilfen anordnenden Bestimmung des Beschlusses wegen Verstoßes gegen den allgemeinen Grundsatz des Vertrauensschutzes festzustellen;

3.

unter Verwahrung gegen die Kostenlast und unter Vorbehalt der Erhebung einer separaten Schadensersatzklage.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung der Klage macht die Klägerin elf Klagegründe geltend.

1.

Erster Klagegrund: Verstoß gegen den Grundsatz der Rechtssicherheit und gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes sowie Verstoß gegen die Art. 4, 7, 10 und 14 der Verordnung Nr. 659/1999 (1)

Begründung: Der Beschluss sei fast sechseinhalb Jahre nach der Eröffnung des förmlichen Prüfverfahrens erlassen worden.

2.

Zweiter Klagegrund: falsche und/oder unvollständige Darstellung des einschlägigen gesetzlichen und verwaltungsrechtlichen Rahmens und daraus folgender Verstoß gegen die Pflicht zur Sorgfalt und zur Unparteilichkeit

Begründung: Der Beschluss über die Unvereinbarkeit gründe auf einer lückenhaften und falschen Darstellung des Sachverhalts und der Rechtslage, woraus ein Verstoß gegen die Grundsätze der Sorgfalt und der Unparteilichkeit folge, die das Handeln der Kommission hätten bestimmen müssen.

3.

Dritter Klagegrund: unbegründete Ungleichbehandlung zwischen Portovesme und Alcoa Trasformazioni

Begründung: In einem anderen Beschluss betreffend eine andere Gesellschaft habe die Kommission dieselbe Regelung, die sie nun bezüglich der Klägerin als für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erachte, als rechtmäßig angesehen, was eine unbegründete Ungleichbehandlung zwischen den beiden Gesellschaften zur Folge gehabt habe.

4.

Vierter Klagegrund: Vorliegen einer Beihilfe im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV

Begründung: Mit dem Vorzugstarif, der der Klägerin gewährt worden sei, habe der italienische Staat die Beseitigung einer nicht gerechtfertigten nachteiligen Situation und eine Abmilderung der übermäßig hohen Stromverbrauchskosten bezweckt, die auf der fehlenden Anbindung des Stromnetzes der Insel an das nationale Stromnetz beruhten. Folglich hätten die Voraussetzungen eines wirtschaftlichen Vorteils und der Selektivität der Maßnahme nicht vorgelegen. Außerdem sei ein Eingreifen der Cassa Conguaglio nur eine Möglichkeit gewesen, so dass die fragliche Maßnahme nicht als dem Staat zurechenbare Ressource qualifiziert werden könne. Schließlich könne diese Maßnahme keinerlei Auswirkungen auf den Wirtschaftsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten haben, da es auf dem Zink-Markt keine innergemeinschaftlichen Handelsströme gebe.

5.

Fünfter Klagegrund: Fehlerhaftigkeit der dem angefochtenen Beschluss zugrunde liegenden Annahmen

Begründung: Der Beschluss beruhe auf der fehlerhaften Annahme, dass die Beihilfe zu einem Ungleichgewicht auf dem Energiemarkt geführt habe, während der von dieser Regelung betroffene Markt der Markt der Erzeugung von Schwermetallen sei.

6.

Sechster Klagegrund: Einstufung als neue Beihilfe oder als bestehende Beihilfe

Begründung: Die in Rede stehende Vergünstigung hätte als bestehende Beihilfe eingestuft werden müssen, deren Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt bereits durch eine frühere Entscheidung der Kommission festgestellt worden sei.

7.

Siebter Klagegrund: Vereinbarkeit der Beihilfe mit dem Gemeinsamen Markt

Begründung: Die Kommission habe unberücksichtigt gelassen, dass die fragliche Maßnahme zur Entwicklung dauerhafter Beschäftigung in dem betroffenen Gebiet beigetragen habe.

8.

Achter Klagegrund: Verstoß gegen die Art. 2, 3, 5 und 12 EGV sowie Nichtanwendung der Grundsätze der Gleichheit und der Verhältnismäßigkeit beim Handeln der Gemeinschaftsorgane

Begründung: Mit dem angefochtenen Beschluss werde in rechtswidriger Weise ein Beihilfesystem verworfen, das darauf gerichtet sei, die Situation einer bestehenden schwerwiegenden Diskriminierung zwischen Schwermetall erzeugenden italienischen Betrieben auf der einen Seite und entsprechenden europäischen Betrieben auf der anderen Seite zu beseitigen.

9.

Neunter Klagegrund: Verstoß gegen Art. 174 AEUV und gegen die Erklärung zu den Inselgebieten [Erklärung Nr. 30 zur Schlussakte des Vertrags von Amsterdam] in Anhang D [des EG-Vertrags]

Begründung: Die Kommission habe die strukturellen und die Marktnachteile außer Acht gelassen, die sich aus der Insellage ergäben.

10.

Zehnter Klagegrund: Verstoß gegen die Verfahrensvorschriften (Art. 107 Abs. 3 Buchst. a, b und c AEUV) und fehlerhafte Anwendung der „Leitlinien für staatliche Beihilfen mit regionaler Zielsetzung“ 1998 und die Nichtanwendung der „Leitlinien“ 2007-2013.

Begründung: Die Kommission sei der Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Prüfung der Vereinbarkeit der Beihilfe nicht nachgekommen.

11.

Elfter Klagegrund: Verstoß gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes

Begründung: Die Kommission habe weder berücksichtigt, dass die sich auf die Klägerin erstreckende Regelung durch eine frühere Entscheidung bereits für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar erklärt worden sei, noch, dass bezüglich dieser Regelung im Verlauf der seit dieser Entscheidung vergangenen 15 Jahre keinerlei Zweifel geäußert worden seien, was in Bezug auf das berechtigte Vertrauen der Klägerin von Bedeutung sei.


(1)  Verordnung (EG) Nr. 659/1999 des Rates vom 22. März 1999 über besondere Vorschriften für die Anwendung von Artikel 93 des EG-Vertrags (ABl. L 83, S. 1).


6.8.2011   

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Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/37


Klage, eingereicht am 6. Juni 2011 — European Dynamics Luxembourg u. a./HABM

(Rechtssache T-299/11)

2011/C 232/64

Verfahrenssprache: Englisch

Parteien

Klägerinnen: European Dynamics Luxembourg SA (Ettelbrück, Luxemburg), Evropaïki Dynamiki — Proigmena Systimata Tilepikoinonion Pliroforikis kai Tilematikis AE (Athen, Griechenland) und European Dynamics Belgium SA (Brüssel, Belgien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte N. Korogiannakis und M. Dermitzakis)

Beklagter: Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle)

Anträge

Die Klägerinnen beantragen,

die ihnen mit Schreiben vom 28. März 2011 mitgeteilte Entscheidung des HABM, das Angebot der Klägerinnen auf die Bekanntmachung der öffentlichen Ausschreibung Nr. AO/021/10 für die „Externe Bereitstellung von Dienstleistungen für das Programm- und Projektmanagement und technische Beratung im Bereich Informationstechnologien“ als dritte Auftragnehmerin in der Rangfolge („Kaskade“) auszuwählen, und sämtliche damit zusammenhängenden Entscheidungen des HABM einschließlich der Entscheidungen, den Vertrag an den ersten und den zweiten Bieter in der Kaskade zu vergeben, für nichtig zu erklären;

das HABM zu verurteilen, den ihnen durch das in Rede stehende Ausschreibungsverfahren entstandenen Schaden in Höhe von 6 500 000 Euro zu ersetzen;

das HABM zusätzlich zu verurteilen, den ihnen durch den Verlust einer Chance und durch die Schädigung ihres Rufs und ihrer Glaubwürdigkeit entstandenen Schaden in einer Höhe von 650 000 Euro zu ersetzen;

dem HABM die Verfahrenskosten der Klägerinnen und sämtliche im Zusammenhang mit dieser Klage verbundenen Kosten zu ersetzen, auch wenn die vorliegende Klage abgewiesen werden sollte.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung der Klage machen die Klägerinnen drei Klagegründe geltend.

1.

Erster Klagegrund: Verstoß gegen Art. 100 Abs. 2 der Verordnung Nr. 1605/2002 (1). Die Klägerinnen rügen insbesondere eine Verletzung der Begründungspflicht durch die Weigerung, ihnen eine ausreichende Begründung oder Erklärung zu geben, und wenden sich dagegen, dass die Vorzüge der erfolgreichen Bieter nicht offen gelegt worden seien.

2.

Zweiter Klagegrund: Verletzung der Ausschreibungsbedingungen, da während der Prüfung nicht in den Ausschreibungsbedingungen aufgeführte Anforderungen berücksichtigt worden seien.

3.

Dritter Klagegrund: Offenkundige Beurteilungsfehler und vage und unsubstantiierte Bemerkungen des Bewertungsausschusses.

4.

Vierter Klagegrund: Diskriminierung der Bieter, Nichteinhaltung der Kriterien zum Ausschluss der erfolgreichen Bieter, Verletzung der Art. 93 Abs. 1 Buchst. f, 94 und 96 der Verordnung Nr. 1605/2002 und der Art. 133a und 134b der Verordnung Nr. 2342/2002 (2) sowie Verletzung des Grundsatzes der ordnungsgemäßen Verwaltung. Der zweite erfolgreiche Bieter hätte nach Ansicht der Klägerinnen ausgeschlossen werden müssen.


(1)  Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates vom 25. Juni 2002 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften (ABl. L 248, S. 1).

(2)  Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2342/2002 der Kommission vom 23. Dezember 2002 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften (ABl. L 357, S. 1).


6.8.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 232/38


Klage, eingereicht am 8. Juni 2011 — Italmobiliare/Kommission

(Rechtssache T-305/11)

2011/C 232/65

Verfahrenssprache: Italienisch

Parteien

Klägerin: Italmobiliare SpA (Mailand, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte M. Siragusa, F. Moretti, L. Nascimbene, G. Rizza und M. Piergiovanni)

Beklagte: Europäische Kommission

Anträge

Die Klägerin beantragt,

die angefochtene Entscheidung ganz oder teilweise für nichtig zu erklären;

die Kommission zur Zahlung der Auslagen, Gebühren und Honorare zu verurteilen.

Klagegründe und wesentliche Argumente

Zur Stützung der Klage macht die Klägerin sechs Klagegründe geltend.

1.

Erster Klagegrund: Falsche Bestimmung des Adressaten der angefochtenen Entscheidung unter Verstoß gegen Art. 18 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1/2003. Die Entscheidung sei an Italmobiliare gerichtet worden, die eine reine Finanzholding sei und im Übrigen nicht das gesamte Kapital halte, und nicht an Italcementi, die in dem Konzern die Rolle der operativen Holding einnehme. Zudem habe die Kommission gegen die Grundsätze des kontradiktorischen Verfahrens und des Vertrauensschutzes verstoßen, indem sie die angefochtene Entscheidung an die Klägerin gerichtet habe, obwohl diese mit den bis dahin durchgeführten Ermittlungstätigkeiten in keiner Weise in Berührung gekommen sei. Schließlich sei gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen worden, da Italmobiliare die einzige reine Finanzholding sei, die in das Verfahren einbezogen worden sei.

2.

Zweiter Klagegrund: Verstoß gegen Art. 18 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1/2003. Die Kommission habe ein Untersuchungsverfahren eingeleitet und eine bindende Maßnahme erlassen, ohne dazu befugt zu sein.

3.

Dritter Klagegrund: Verstoß gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Erstens seien die eingesetzten Mittel zur Erreichung der verfolgten Ziele nicht geeignet, da die Kommission auf Art. 18 der Verordnung Nr. 1/2003 im Rahmen einer Untersuchung, die nicht auf bestimmten Indizien beruhe und deren Gegenstand nicht definiert sei, zurückgegriffen habe, um sich Auskünfte über Umstände zu beschaffen, die sie im Rahmen einer Sektoruntersuchung gemäß Art. 17 der Verordnung Nr. 1/2003 hätte ermitteln müssen. Außerdem sei in der angefochtenen Entscheidung das Interesse an der Ermittlung nicht angemessen mit der Beeinträchtigung der betroffenen Einzelnen abgewogen worden, da die Kommission der Klägerin unrechtmäßig unverhältnismäßige und widersinnige Verpflichtungen im Hinblick auf die Aufspürung, Katalogisierung und Übermittlung von Informationen auferlegt habe.

4.

Vierter Klagegrund: Verstoß gegen die in Art. 296 AEUV niedergelegte Begründungspflicht. Die Kommission habe in der Maßnahme nicht angegeben, aus welchen Gründen sie das spezielle rechtliche Instrument der Entscheidung nach Art. 18 Abs. 3 der Verordnung Nr. 1/2003 gewählt habe. Die Maßnahme sei ferner insofern fehlerhaft, als der Gegenstand und das Ziel des Auskunftsverlangens sowie die Erforderlichkeit der angeforderten Informationen für die laufenden Ermittlungen nicht begründet worden seien. Der Verstoß gegen die Begründungspflicht stelle eine Verletzung wesentlicher Formvorschriften im Sinne von Art. 263 AEUV und einen Verstoß gegen die Verteidigungsrechte der Klägerin dar.

5.

Fünfter Klagegrund: Rechtswidrigkeit der angefochtenen Entscheidung wegen eines Verstoßes gegen den Grundsatz des kontradiktorischen Verfahrens. Die von der Kommission eingeräumte Frist von wenigen Tagen zur Stellungnahme zu dem der Mitteilung vom 4. November beigefügten Fragebogen sei für eine ausführliche Ausübung des Rechts auf Gehör offensichtlich unzureichend gewesen. Außerdem weiche der Inhalt der Mitteilung vom 4. November in einem gewissen Maß von dem der angefochtenen Entscheidung ab: Die Kommission habe die Klägerin so daran gehindert, ihre Verteidigung zu den verschiedenen Fragen, die sodann in der abschließenden Maßnahme behandelt worden seien, vorzubringen. Außerdem habe die Kommission die Stellungnahmen in mehrfacher Hinsicht außer Acht gelassen. Das eingeleitete kontradiktorische Verfahren sei infolgedessen bedeutungslos worden, wodurch ihre Möglichkeit, sich zu verteidigen, und ihre Stellung im Verfahren beeinträchtigt worden seien.

6.

Sechster Klagegrund: Verstoß gegen den Grundsatz des ordnungsgemäßen Verfahrens. Dieser Verstoß äußere sich (i) in einer mangelnden Abstimmung zwischen den verschiedenen nacheinander versandten Fragebögen, die neu durchnummeriert, umformuliert, methodisch geändert und erweitert worden seien, (ii) der erheblichen, die Grenzen des Vernünftigen übersteigenden Verlängerung der Ermittlungstätigkeit und (iii) der Art und Weise, wie die Kommission das Verfahren gehandhabt habe.


Gericht für den öffentlichen Dienst

6.8.2011   

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C 232/39


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 12. Mai 2011 — Missir Mamachi di Lusignano/Kommission

(Rechtssache F-50/09) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Schadensersatzklage - Grundsatz der Übereinstimmung zwischen Antrag, Beschwerde und Klage in Schadensersatzsachen - Kontradiktorischer Charakter des Verfahrens - Beiziehung eines als Verschlusssache „RESTREINT UE“ klassifizierten vertraulichen Dokuments vor Gericht - Außervertragliche Haftung der Organe - Verschuldenshaftung - Kausalzusammenhang - Mehrfachkausalität für den Schaden - Handlung eines Dritten - Verschuldensunabhängige Haftung - Beistandspflicht - Pflicht eines Organs, für den Schutz seines Personals zu sorgen - Tötung eines Beamten und seiner Ehefrau durch einen Dritten - Verlust einer Überlebenschance)

2011/C 232/66

Verfahrenssprache: Italienisch

Parteien

Kläger: Livio Missir Mamachi di Lusignano (Kerkhove-Avelgem, Belgien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte F. Di Gianni, R. Antonini und N. Sibona)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: L. Pignataro, B. Eggers und D. Martin)

Gegenstand der Rechtssache

Antrag auf Verurteilung der Beklagten zur Zahlung eines Geldbetrags zum Ersatz des vom Kläger durch die Tötung seines Sohnes, eines ehemaligen Beamten, erlittenen immateriellen und materiellen Schadens

Tenor des Urteils

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Die dem Gericht im Verfahren von der Europäischen Kommission übermittelten Auszüge aus dem Dokument von 2006 über die Sicherheitsnormen und -kriterien werden der Europäischen Kommission unverzüglich als vertrauliche Verschlusssache mit dem Vermerk „RESTREINT UE“ rückübermittelt.

3.

Die Europäische Kommission trägt die gesamten Kosten.


(1)  ABl. C 167 vom 18.7.2009, S. 27.


6.8.2011   

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C 232/39


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 7. Juni 2011 — Larue und Seigneur/EZB

(Rechtssache F-84/09) (1)

(Öffentlicher Dienst - Personal der EZB - Vergütung - Allgemeine Anpassung der Gehälter - Verkennung der Berechnungsmethode)

2011/C 232/67

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: Emmanuel Larue und Olivier Seigneur (Frankfurt am Main, Deutschland) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt L. Levi)

Beklagte: Europäische Zentralbank (Prozessbevollmächtigte: G. Nuvoli und N. Urban im Beistand von Rechtsanwalt B. Wägenbaur)

Gegenstand der Rechtssache

Antrag auf Aufhebung der Gehaltsmitteilung für Januar 2009

Tenor des Urteils

1.

Die Gehaltsmitteilungen von Herrn Larue und Herrn Seigneur für Januar 2009 werden aufgehoben.

2.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3.

Die Europäische Zentralbank trägt die gesamten Kosten.


(1)  ABl. C 312 vom 19.12.2009, S. 44.


6.8.2011   

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C 232/39


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 25. Mai 2011 — Bombín Bombín/Kommission

(Rechtssache F-22/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Urlaub aus persönlichen Gründen - Jahresurlaub - Übertragung des Urlaubsanspruchs - Ausscheiden aus dem Dienst - Finanzieller Ausgleich)

2011/C 232/68

Verfahrenssprache: Spanisch

Parteien

Kläger: Luis María Bombín Bombín (Rom, Italien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt R. Pardo Pedernera)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: D. Martin und J. Baquero Cruz)

Gegenstand der Rechtssache

Klage auf Aufhebung der Entscheidung der Kommission, dem Kläger bei seiner Versetzung in den Ruhestand einen Ausgleich für mehr als 12 Tage nicht genommenen Urlaub zu versagen

Tenor des Urteils

1.

Die Klage von Herrn Bombín Bombín wird abgewiesen.

2.

Herr Bombín Bombín trägt die gesamten Kosten.


(1)  ABl. C 148 vom 5.6.2010, S. 54.


6.8.2011   

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C 232/40


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 28. Juni 2011 — De Nicola/Europäische Investitionsbank

(Rechtssache F-49/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Personal der Europäischen Investitionsbank - Krankenversicherung - Ablehnung der Übernahme von Kosten für ärztliche Behandlung - Antrag auf Bestellung eines unabhängigen Arztes - Angemessene Frist)

2011/C 232/69

Verfahrenssprache: Italienisch

Parteien

Kläger: Carlo De Nicola (Strassen, Luxemburg) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt L. Isola)

Beklagte: Europäische Investitionsbank (Prozessbevollmächtigte: T. Gilliams und F. Martin im Beistand von Rechtsanwalt A. Dal Ferro)

Gegenstand der Rechtssache

Antrag auf Aufhebung der Entscheidung der Beklagten, die Behandlungskosten für eine Lasertherapie nicht zu ersetzen

Tenor des Urteils

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Jede Partei trägt ihre eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 221 vom 14.8.2010, S. 61.


6.8.2011   

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C 232/40


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 28. Juni 2011

AS/Kommission

(Rechtssache F-55/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Stellenausschreibung - Ablehnung einer Bewerbung - Rechtsschutzinteresse - Dienstunfähiger Beamter - Untrennbarkeit der Entscheidung über die Ablehnung der Bewerbung und der Ernennungsentscheidung - Nichtvorliegen - Unterscheidung zwischen Beamten, die derselben Funktionsgruppe angehören, und Inhabern desselben Dienstgrads mit anderer dienstlicher Laufbahn - Entsprechung von Dienstgrad und Stelle)

2011/C 232/70

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Klägerin: AS (Brüssel, Belgien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt N. Lhoëst)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: J. Currall und B. Eggers)

Gegenstand der Rechtssache

Klage auf Aufhebung der Entscheidung, mit der es abgelehnt wurde, die Bewerbung der Klägerin um die Stelle eines Bibliotheksassistenten zu berücksichtigen, und Verurteilung der Kommission, ihr einen Betrag als Ersatz des materiellen und immateriellen Schadens zu zahlen

Tenor des Urteils

1.

Die Entscheidung vom 30. September 2009, mit der die Europäische Kommission die Bewerbung von AS abgelehnt hat, wird aufgehoben.

2.

Die Europäische Kommission wird verurteilt, an AS 3 000 Euro zu zahlen.

3.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

4.

Die Europäische Kommission trägt neben ihren eigenen Kosten drei Viertel der Kosten von AS.

5.

AS trägt ein Viertel ihrer Kosten.


(1)  ABl. C 246 vom 11.9.2010, S. 43.


6.8.2011   

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C 232/40


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 7. Juni 2011 — Mantzouratos/Parlament

(Rechtssache F-64/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Beförderung - Beförderungsverfahren 2009 - Entscheidung über die Nichtbeförderung - Zulässigkeit einer Einrede der Rechtswidrigkeit - Abwägung der Verdienste - Offensichtlicher Beurteilungsfehler)

2011/C 232/71

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: Andreas Mantzouratos (Brüssel, Belgien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte S. Orlandi, A. Coolen, J.-N. Louis und É. Marchal)

Beklagter: Europäisches Parlament (Prozessbevollmächtigte: V. Montebello-Demogeot und K. Zejdová)

Gegenstand der Rechtssache

Aufhebung der Entscheidung des Europäischen Parlaments, den Kläger im Beförderungsverfahren 2009 nicht nach Besoldungsgruppe AD 13 zu befördern, sowie der Entscheidungen, Beamte nach dieser Besoldungsgruppe zu befördern, die weniger Verdienstpunkte aufweisen als der Kläger

Tenor des Urteils

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Jede Partei trägt ihre eigenen Kosten.


(1)  ABl. C 274 vom 9.10.2010, S. 33.


6.8.2011   

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C 232/41


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 12. Mai 2011 — AQ/Kommission

(Rechtssache F-66/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Beurteilung - Beurteilungsverfahren 2009 - Beurteilender mit niedrigerer Besoldungsgruppe als der Stelleninhaber - Beurteilung der Leistung in einem Abschnitt des Referenzzeitraums - Unterbliebene Festsetzung von Zielen für den Stelleninhaber)

2011/C 232/72

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: AQ (Brüssel, Belgien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt L. Massaux)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: C. Berardis-Kayser und G. Berscheid)

Gegenstand der Rechtssache

Aufhebung der Beurteilung des Klägers für die Zeit von 1. Januar bis 31. Dezember 2008, soweit er darin in das Gesamtleistungsniveau III eingestuft wurde und an ihn zwei Beförderungspunkte vergeben wurden

Tenor des Urteils

1.

Die Beurteilung von AQ für das Beurteilungs- und Beförderungsverfahren 2009 sowie die Entscheidung, an AQ in diesem Verfahren zwei Beförderungspunkte zu vergeben, werden aufgehoben.

2.

Die Europäische Kommission wird verurteilt, an AQ 2 000 Euro zu zahlen.

3.

Im Übrigen werden die Klageanträge zurückgewiesen.

4.

Die Europäische Kommission trägt sämtliche Kosten.


(1)  ABl. C 288 vom 23.10.2010, S. 74.


6.8.2011   

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C 232/41


Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 28. Juni 2011 — Mora Carrasco u. a./Parlament

(Rechtssache F-128/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Interinstitutionelle Übernahme im Laufe eines Beförderungsverfahrens, in dem der Beamte bei seinem Stammorgan befördert worden wäre - Für die Entscheidung über die Beförderung des übernommenen Beamten zuständiges Organ)

2011/C 232/73

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: Aurora Mora Carrasco u. a. (Luxemburg, Luxemburg) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte S. Orlandi, A. Coolen, J.-N. Louis und É. Marchal)

Beklagter: Europäisches Parlament (Prozessbevollmächtigte: O. Caisou-Rousseau und J. F. de Wachter)

Gegenstand der Rechtssache

Aufhebung der Entscheidungen, die Kläger nicht im Rahmen des Beförderungsverfahrens 2009 zu befördern

Tenor des Urteils

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Das Europäische Parlament trägt neben seinen eigenen Kosten die Kosten der Kläger.


(1)  ABl. C 63 vom 26.2.2011, S. 35.


6.8.2011   

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C 232/41


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 25. Mai 2011 — Meierhofer/Kommission

(Rechtssache F-74/07 RENV) (1)

(Öffentlicher Dienst - Einstellung - Allgemeines Auswahlverfahren - Scheitern eines Bewerbers in der mündlichen Prüfung - Begründungspflicht - Für die Arbeit des Prüfungsausschusses geltende Regeln)

2011/C 232/74

Verfahrenssprache: Deutsch

Parteien

Kläger: Stefan Meierhofer (München, Deutschland) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt H.-G. Schiessl)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigter: J. Curral und B. Eggers)

Gegenstand der Rechtssache

Aufhebung der Entscheidung des Prüfungsausschusses im Auswahlverfahren AD/26/05 vom 10. Mai 2007, den Kläger wegen seiner ungenügenden mündlichen Prüfung nicht in die Reserveliste dieses Auswahlverfahrens aufzunehmen

Tenor des Beschlusses

1.

Die Klage von Herrn Meierhofer hat sich erledigt, soweit mit ihr eine unzureichende Begründung der Entscheidung vom 19. Juni 2007 gerügt wird.

2.

Im Übrigen wird die Klage von Herrn Meierhofer als teilweise offensichtlich unbegründet und teilweise offensichtlich unzulässig abgewiesen.

3.

Die Kommission trägt zwei Drittel der Kosten des Klägers im ersten Verfahren vor dem Gericht sowie ihre eigenen Kosten im ersten Verfahren vor dem Gericht, im Verfahren vor dem Gericht der Europäischen Union und im vorliegenden Verfahren.

4.

Der Kläger trägt ein Drittel seiner eigenen Kosten im ersten Verfahren vor dem Gericht sowie seine gesamten Kosten im Verfahren vor dem Gericht der Europäischen Union und im vorliegenden Verfahren.


(1)  ABl. C 223 vom 22.9.2007, S. 21.


6.8.2011   

DE

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C 232/42


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 22. Juni 2011 — Lebedef/Kommission

(Rechtssache F-33/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Beurteilungsverfahren für das Jahr 2005 - Beurteilung der beruflichen Entwicklung - Allgemeine Durchführungsbestimmungen zu Art. 43 des Statuts - Im Anschluss an das Urteil in der Rechtssache F-36/07 erstellte Beurteilung - Offensichtliche Unzulässigkeit)

2011/C 232/75

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: Giorgio Lebedef (Senningerberg, Luxemburg) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt F. Frabetti)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: J. Currall und G. Berscheid)

Gegenstand der Rechtssache

Antrag auf Aufhebung der Beurteilung der beruflichen Entwicklung des Klägers für den Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005, wie sie nach Aufhebung durch das Urteil F-36/07 des Gerichts für den öffentlichen Dienst erstellt worden ist

Tenor des Beschlusses

1.

Die Klage wird als offensichtlich unzulässig abgewiesen.

2.

Herr Lebedef trägt sämtliche Kosten.


(1)  ABl. C 209 vom 31.7.2010, S. 53.


6.8.2011   

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C 232/42


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 30. Juni 2011 — Van Asbroeck/Kommission

(Rechtssache F-88/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Entscheidung über die Einstufung in eine vorübergehende Besoldungsgruppe - Antrag auf Überprüfung - Wesentliche neue Tatsache - Fehlen - Offensichtlich unzulässige Klage)

2011/C 232/76

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: Marc Van Asbroeck (Dilbeek, Belgien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte S. Rodrigues, A. Blot und C. Bernard-Glanz)

Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: zunächst G. Berscheid und D. Martin, sodann J. Currall und G. Berscheid)

Gegenstand der Rechtssache

Aufhebung der ablehnenden Entscheidung über den Antrag des Klägers auf teilweise Aufhebung des Beschlusses der Kommission vom 22. Oktober 2008 über die Einführung einer Ausgleichsentschädigung für Beamte, die vor dem 1. Mai 2004 die Laufbahngruppe gewechselt haben, auf Neueinstufung rückwirkend zum 1. Mai 2004 in die Besoldungsgruppe D*4/8 und auf Wiederherstellung seiner beruflichen Laufbahn entsprechend den Beförderungen, den jährlichen Anpassungen und dem Aufstieg in den Dienstaltersstufen, die ihm seither zuteil geworden sind

Tenor des Beschlusses

1.

Die Klage wird als offensichtlich unzulässig abgewiesen.

2.

Herr Van Asbroeck trägt sämtliche Kosten.


(1)  ABl. C 317 vom 20.11.2010, S. 50.


6.8.2011   

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C 232/42


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Erste Kammer) vom 29. Juni 2011 — Schuerewegen/Parlament

(Rechtssache F-125/10) (1)

(Öffentlicher Dienst - Beamte - Maßnahme zur Entfernung vom Arbeitsplatz - Entzug des Dienstausweises - Entzug der Zugangsrechte zum Computernetzwerk - Vorherige Verwaltungsbeschwerde - Übermittlung auf elektronischem Weg - Tatsächliche Kenntnisnahme durch die Verwaltung - Verspätung - Offensichtliche Unzulässigkeit)

2011/C 232/77

Verfahrenssprache: Französisch

Parteien

Kläger: Daniel Schuerewegen (Marienthal, Luxemburg) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte P. Nelissen Grade und G. Leblanc)

Beklagter: Europäisches Parlament (Prozessbevollmächtigte: O. Caisou-Rousseau und E. Despotopoulou)

Gegenstand der Rechtssache

Klage auf Aufhebung der Entscheidung der Anstellungsbehörde, mit der der Kläger von seinem Arbeitsplatz entfernt und ihm sein Dienstausweis entzogen wurde, sowie der infolge dieser Entscheidung ergangenen Maßnahmen und Klage auf Schadensersatz

Tenor des Beschlusses

1.

Die Klage wird als offensichtlich unzulässig abgewiesen.

2.

Herr Schuerewegen trägt die gesamten Kosten.


(1)  ABl. C 30 vom 29.1.2011, S. 68.


6.8.2011   

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C 232/43


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 20. Mai 2011 — Florentiny/Parlament

(Rechtssache F-90/10) (1)

2011/C 232/78

Verfahrenssprache: Französisch

Der Präsident der Ersten Kammer hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 55 vom 19.2.2011, S. 36.


6.8.2011   

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C 232/43


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 25. Mai 2011 — AL/Parlament

(Rechtssache F-93/10) (1)

2011/C 232/79

Verfahrenssprache: Französisch

Der Präsident der Ersten Kammer hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 328 vom 4.12.10, S. 61.


6.8.2011   

DE

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C 232/43


Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 27. April 2011 — AR/Kommission

(Rechtssache F-120/10) (1)

2011/C 232/80

Verfahrenssprache: Französisch

Der Präsident der Ersten Kammer hat die Streichung der Rechtssache angeordnet.


(1)  ABl. C 72 vom 5.3.2011, S. 35.