ISSN 1725-2407

doi:10.3000/17252407.C_2009.238.deu

Amtsblatt

der Europäischen Union

C 238

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Mitteilungen und Bekanntmachungen

52. Jahrgang
3. Oktober 2009


Informationsnummer

Inhalt

Seite

 

II   Mitteilungen

 

MITTEILUNGEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Kommission

2009/C 238/01

Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags — Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden ( 1 )

1

2009/C 238/02

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache COMP/M.5540 — Lion Capital/CEDC/Russian Alcohol Group) ( 1 )

4

2009/C 238/03

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache COMP/M.5594 — TNT Post Holding Deutschland/Georg von Holtzbrinck/JVS) ( 1 )

4

 

IV   Informationen

 

INFORMATIONEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Kommission

2009/C 238/04

Euro-Wechselkurs

5

2009/C 238/05

Bekanntmachung zur Umsetzung des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (2007—2013) — KMU-Bürgschaftsfazilität (SMEG) und Fazilität für wachstumsintensive und innovative KMU (GIF) — Liste der teilnehmenden Länder ( 1 )

6

 

V   Bekanntmachungen

 

VERFAHREN ZUR DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

 

Kommission

2009/C 238/06

Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (Sache COMP/M.5574 — IPIC/OMV/NOVA) — Für das vereinfachte Verfahren in Frage kommender Fall ( 1 )

7

 

SONSTIGE RECHTSAKTE

 

Kommission

2009/C 238/07

Veröffentlichung eines Antrags für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel nach Artikel 8 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 509/2006 des Rates über die garantiert traditionellen Spezialitäten bei Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln

8

2009/C 238/08

Veröffentlichung eines Änderungsantrags nach Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel

14

2009/C 238/09

Bekanntmachung eines Antrags gemäß Artikel 30 der Richtlinie 2004/17/EG — Fristverlängerung — Antrag eines Mitgliedstaats

18

 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR

DE

 


II Mitteilungen

MITTEILUNGEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Kommission

3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/1


Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags

Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 238/01

Datum der Annahme der Entscheidung

28.1.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 437/08

Mitgliedstaat

Frankreich

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Aide au projet Nano 2012

Rechtsgrundlage

régime N 269/07 «Fonds de Compétitivité des entreprises»

Art der Beihilfe

Einzelbeihilfe

Ziel

Forschung und Entwicklung

Form der Beihilfe

Zuschuss

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 457 Mio. EUR

Beihilfehöchstintensität

40 %

Laufzeit

bis zum 31.12.2012

Wirtschaftssektoren

Verarbeitendes Gewerbe

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Ministère de l'Economie, de l'Industrie et de l'Emploi — Direction générale des entreprises (DGE)

Le Bervil 12 rue Villiot

75012 Paris

FRANCE

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der(den) verbindlichen Sprache(n) finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/state_aids_texts_de.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

13.7.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 629/08

Mitgliedstaat

Vereinigtes Königreich

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Carbon Reduction Commitment (CRC)

Rechtsgrundlage

Part 3 of the Climate Change Act 2008

Art der Beihilfe

Beihilferegelung

Ziel

Umweltschutz, Energieeinsparung

Form der Beihilfe

Transaktion nicht zu Marktbedingungen

Haushaltsmittel

Geplante Jahresausgaben 660 Mio. GBP;

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 7 260 Mio. GBP

Beihilfehöchstintensität

Laufzeit

1.10.2011—1.10.2021

Wirtschaftssektoren

Alle Sektoren

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Department of Energy and Climate Change, Ergon House

Horseferry Road

London

SW1P 2AL

UNITED KINGDOM

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der(den) verbindlichen Sprache(n) finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/state_aids_texts_de.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

8.7.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 250/09

Mitgliedstaat

Deutschland

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Gesundheitsforschung — Forschung für den Menschen

Rechtsgrundlage

Jährliche Haushaltsgesetze — Einzelplan 30 für den Geschäftsbereich des Ministeriums für Bildung und Forschung, Kapitel 3005, Titel 68503 und 68504

Art der Beihilfe

Beihilferegelung

Ziel

Forschung und Entwicklung

Form der Beihilfe

Zuschuss

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 613 Mio. EUR

Beihilfehöchstintensität

Laufzeit

bis zum 30.6.2011

Wirtschaftssektoren

Alle Sektoren

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Heinemannstraße 2

53175 Bonn

DEUTSCHLAND

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der(den) verbindlichen Sprache(n) finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/state_aids_texts_de.htm


3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/4


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache COMP/M.5540 — Lion Capital/CEDC/Russian Alcohol Group)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 238/02

Am 4. September 2009 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/en/index.htm). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32009M5540 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/4


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache COMP/M.5594 — TNT Post Holding Deutschland/Georg von Holtzbrinck/JVS)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 238/03

Am 28. September 2009 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Deutsch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/en/index.htm). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32009M5594 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


IV Informationen

INFORMATIONEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Kommission

3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/5


Euro-Wechselkurs (1)

2. Oktober 2009

2009/C 238/04

1 Euro =


 

Währung

Kurs

USD

US-Dollar

1,4537

JPY

Japanischer Yen

129,95

DKK

Dänische Krone

7,4449

GBP

Pfund Sterling

0,91720

SEK

Schwedische Krone

10,2490

CHF

Schweizer Franken

1,5107

ISK

Isländische Krone

 

NOK

Norwegische Krone

8,4470

BGN

Bulgarischer Lew

1,9558

CZK

Tschechische Krone

25,454

EEK

Estnische Krone

15,6466

HUF

Ungarischer Forint

268,65

LTL

Litauischer Litas

3,4528

LVL

Lettischer Lat

0,7083

PLN

Polnischer Zloty

4,2438

RON

Rumänischer Leu

4,2770

TRY

Türkische Lira

2,1806

AUD

Australischer Dollar

1,6838

CAD

Kanadischer Dollar

1,5856

HKD

Hongkong-Dollar

11,2664

NZD

Neuseeländischer Dollar

2,0358

SGD

Singapur-Dollar

2,0583

KRW

Südkoreanischer Won

1 707,07

ZAR

Südafrikanischer Rand

11,2356

CNY

Chinesischer Renminbi Yuan

9,9234

HRK

Kroatische Kuna

7,2580

IDR

Indonesische Rupiah

14 021,41

MYR

Malaysischer Ringgit

5,0581

PHP

Philippinischer Peso

68,368

RUB

Russischer Rubel

43,9119

THB

Thailändischer Baht

48,655

BRL

Brasilianischer Real

2,6046

MXN

Mexikanischer Peso

20,0138

INR

Indische Rupie

69,4100


(1)  Quelle: Von der Europäischen Zentralbank veröffentlichter Referenz-Wechselkurs.


3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/6


Bekanntmachung zur Umsetzung des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (2007—2013)

KMU-Bürgschaftsfazilität (SMEG) und Fazilität für wachstumsintensive und innovative KMU (GIF)

Liste der teilnehmenden Länder

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 238/05

Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden, Vereinigtes Königreich

Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR): Island, Liechtenstein, Norwegen

Beitrittskandidaten: Kroatien, Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

Länder des westlichen Balkans: Montenegro, Serbien

(Bezug: Bekanntmachung 2007/C 226/02, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union C 226 vom 26.9.2007, Seite 2 und Bekanntmachung 2007/C 302/09, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union C 302 vom 14.12.2007, Seite 8)


V Bekanntmachungen

VERFAHREN ZUR DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

Kommission

3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/7


Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses

(Sache COMP/M.5574 — IPIC/OMV/NOVA)

Für das vereinfachte Verfahren in Frage kommender Fall

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 238/06

1.

Am 25. September 2009 ist die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) bei der Kommission eingegangen. Danach ist Folgendes beabsichtigt: Die Unternehmen International Petroleum Investment Company („IPIC“, Vereinigte Arabische Emirate) und OMV Aktiengesellschaft („OMV“, Österreich) erwerben im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung durch Erwerb von Anteilen die gemeinsame Kontrolle über das Unternehmen NOVA Chemicals Corporation („NOVA“, Kanada).

2.

Die beteiligten Unternehmen sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

IPIC: Investment-Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Ölraffination und verbundenen vor- und nachgelagerten Vertriebs- und Dienstleistungsnetzen,

OMV: Exploration, Produktion und Raffination von Erdöl und Vertrieb von Mineralölprodukten; petrochemische Industrie; Exploration, Produktion und Vertrieb von Erdgas,

NOVA: Ethylen, Polyethylen sowie chemische und energetische Beiprodukte, Styren-Polymere.

3.

Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Rechtsgeschäft unter die Verordnung (EG) Nr. 139/2004 fallen könnte. Die endgültige Entscheidung zu diesem Punkt behält sie sich vor. Dieser Fall kommt für das vereinfachte Verfahren im Sinne der Bekanntmachung der Kommission über ein vereinfachtes Verfahren für bestimmte Zusammenschlüsse gemäß der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (2) in Frage.

4.

Alle betroffenen Dritten können bei der Kommission zu diesem Vorhaben Stellung nehmen.

Die Stellungnahmen müssen bei der Kommission spätestens 10 Tage nach Veröffentlichung dieser Anmeldung eingehen. Sie können der Kommission unter Angabe des Aktenzeichens COMP/M.5574 — IPIC/OMV/NOVA per Fax (+32 22964301 oder 22967244) oder per Post an folgende Anschrift übermittelt werden:

Europäische Kommission

Generaldirektion Wettbewerb

Registratur Fusionskontrolle

1049 Bruxelles/Brussel

BELGIQUE/BELGIË


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1.

(2)  ABl. C 56 vom 5.3.2005, S. 32.


SONSTIGE RECHTSAKTE

Kommission

3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/8


Veröffentlichung eines Antrags für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel nach Artikel 8 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 509/2006 des Rates über die garantiert traditionellen Spezialitäten bei Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln

2009/C 238/07

Diese Veröffentlichung eröffnet die Möglichkeit, nach Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 509/2006 Einspruch gegen den Antrag einzulegen. Der Einspruch muss innerhalb von sechs Monaten ab dieser Veröffentlichung bei der Europäischen Kommission eingehen.

ANTRAG AUF EINTRAGUNG EINER G.T.S.

VERORDNUNG (EG) Nr. 509/2006 DES RATES

„TRADITIONALLY FARMED GLOUCESTERSHIRE OLD SPOTS PORK“

EG-Nr.: UK-TSG-007-0024.13.02.2004

1.   Name und Anschrift der antragstellenden Vereinigung:

Name:

The Gloucestershire Old Spots Pig Breeders’ Club

Anschrift:

Freepost (GL442)

Cirencester

Gloucestershire

GL7 5BR

UNITED KINGDOM

Tel.

+44 1285860229

Fax

+44 1285860229

E-Mail:

mail@oldspots.org.uk

2.   Mitgliedstaat oder Drittland:

Vereinigtes Königreich

3.   Produktspezifikation:

3.1   Einzutragende(r) Name(n) (Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 1216/2007 der Kommission):

„Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“

3.2   Es handelt sich um einen Namen, der:

für sich genommen spezifisch ist

Image

den spezifischen Charakter des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels wiedergibt.

Der spezifische Charakter des als „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ bekannten Schweinefleisches geht auf die traditionelle, unveredelte Rasse und die traditionell bäuerliche Haltung zurück, die dem Fleisch seine besonderen physikalisch-chemischen und organoleptischen Eigenschaften verleiht.

3.3   Wird gemäß Artikel 13 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 509/2006 die Vorbehaltung des Namens beantragt?

Image

Eintragung mit Vorbehaltung des Namens

Eintragung ohne Vorbehaltung des Namens

Zwar wird im Namen das Wort „pork“ (zu Deutsch: Schweinefleisch) geführt, doch bezieht sich die Eintragung auf alle vom Schwein gewonnenen Erzeugnisse einschließlich Speck (Bacon), Würste, Räucherschinken, Schinken usw.

3.4   Art des Erzeugnisses:

Klasse 1.1 —

Frisches Fleisch

3.5   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels, das den unter Ziffer 3.1 angegebenen Namen führt (Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1216/2007 der Kommission):

„Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

größere Speckdicke,

geringere Bemuskelung,

weniger blasse (d. h. dunklere) Muskelfleischfarbe,

bessere Feuchtigkeitsbindung im Muskelgewebe beim Einfrieren und Garen,

größere Zartheit und Saftigkeit,

individuelles Geschmacksprofil.

Diese Aussagen werden durch die Ergebnisse wissenschaftlicher Vergleiche der wichtigsten physikalischen, chemischen, mikrobiologischen und organoleptischen Eigenschaften von „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots (GOS) Pork“ mit in Großschlachtereien verarbeitetem Fleisch „moderner“ Schweinerassen untermauert. Eine objektive Gegenüberstellung von traditionell erzeugtem Fleisch einer traditionellen „alten“ Landrasse mit konventionell erzeugtem Fleisch „moderner“ Rassen, wie es den Verbrauchern normalerweise zum Kauf angeboten wird, ist somit möglich.

Die Qualität von Schlachtkörpern und Fleisch von Schweinen der GOS-Rasse und moderner Rassen wurde anhand der Farbe des Muskelfleischs, des pH-Wertes, der Muskelfaserbreite und Muskeldicke, der Speckdicke, der Garzeit, des Gewichtsverlust beim Einfrieren und Garen und der sensorischen Eigenschaften (Verzehreigenschaften) bewertet. Die ernährungsphysiologischen Merkmale des Muskelfleischs wurden außerdem anhand der Fettsäurenzusammensetzung bewertet. Bei Fleisch von GOS-Schweinen waren der Musculus longissimus dorsi kleiner und die Speckdicke größer als bei konventionell erzeugten Schweinen. Der pH-Wert des Muskelfleischs war in etwa gleich, die Farbe jedoch dunkler und der Gewichtsverlust beim Einfrieren und Garen geringer. Bei Fleisch von GOS-Schweinen dauerte es beim Braten in der Pfanne länger, bis 72 °C Kerntemperatur erreicht waren, als bei Fleisch „moderner“ Rassen. Konsistenz (Zartheit), Saftigkeit und Geschmack der Koteletts von GOS-Schweinen wurden bei der Verkostung besser ausgeprägt empfunden als bei Koteletts „moderner“ Rassen. Die eher ungewöhnliche Geschmacksnote des Fleisches von GOS-Schweinen verleiht dem Erzeugnis sein individuelles Geschmacksprofil.

Folgende Werte sind für „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ charakteristisch:

Physikalische Eigenschaften

Farbe

Mittelwerte bei Vakuumverpackung:

Helligkeit

53,9

Ausprägung der roten Farbe

7,33

Ausprägung der gelben Farbe

6,67

Farbsättigung

9,94

Farbton

42,31

Gewebedicke

Mittelwerte:

Muskelfaserbreite

86,6 mm

Muskeldicke

46,3 mm

Speckdicke (ohne Schwarte)

11,5 mm

Chemische Eigenschaften

Muskelfettanteil und Fettsäurenzusammensetzung

Verhältnis mehrfach gesättigte Fettsäuren zu gesättigte Fettsäuren (P/S-Quotient):

Medianwert 0,60

Der Schweineschlachtkörper wird in der Regel in folgende Teilstücke zerlegt: Lenden und Teilstücke davon (z. B. Koteletts), Schinken, Bug, Schälrippen (spare ribs) und Bauch; darüber hinaus wird eine Reihe lokaler Zuschnittvarianten angeboten, wie z. B. Bath Chaps usw. Als Bath Chap wird die entbeinte, gepökelte und gegarte Schweinebacke bezeichnet. Außerdem werden aus „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ Speck (Bacon), Würste, Räucherschinken, Schinken usw. hergestellt.

3.6   Beschreibung des Verfahrens zur Herstellung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels, das den unter Ziffer 3.1 angegebenen Nahmen führt (Artikel 3 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1216/2007 der Kommission):

„Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ muss von reinrassigen Tieren der Rasse Gloucestershire Old Spots stammen. Die Schweine müssen bei der British Pig Association oder einem anderen, von einer staatlichen Behörde nach den geltenden Rechtsvorschriften anerkannten Zuchtverband, der ein Zuchtbuch für Gloucestershire Old Spots führt, als reinrassig eingetragen sein.

Zur Einhaltung der Spezifikation für „Traditionally Farmed“ müssen Erzeuger und Verarbeiter folgende Anforderungen erfüllen:

Fütterung

Entsprechend der Definition für „Traditionally Farmed“ wurden die Schweine von Geburt an bis zur Schlachtung natürlich aufgezogen. Dadurch verringert sich die tägliche Lebendgewichtszunahme, und es dauert länger, bis die Tiere schlachtreif sind. Vom Absetzen bis zur Schlachtreife erhalten die Tiere Futter mit reduziertem Eiweißgehalt (15—18 % Eiweiß mit essentiellen Fettsäuren, darunter Lysin), das nach Bedarf mit Obst und Gemüse, Zuckerrübenschnitzel usw. angereichert wird. Die Fütterung wird dabei so eingestellt, dass ein übermäßiger Rückenspeckansatz vermieden wird. Bei solchen Tieren dürfte ein Rückenspeckwert, nach der P2-Methode gemessen, von 12 mm bis 16 mm erzielt werden. Bei kommerzieller Aufzucht erhalten die Tiere in der Regel eine Futtermischung mit 18—22 % Eiweißgehalt; die Rückenspeckwerte liegen zwischen 5 mm und 8 mm.

Bei diesem Fütterungsregime liegt das Durchschnittsalter bei Erreichen des Schlachtgewichts (5561 kg Totgewicht) bei 180 Tagen (mindestens jedoch 160 Tagen), bei kommerziellen Aufzucht hingegen bei 140—165 Tagen. Die längere Ausmastzeit ist einer der Gründe für den ausgeprägteren Geschmack und die höhere Saftigkeit des Fleisches.

Haltungsumfeld

Auch die Umgebung, in der die Schweine gehalten werden, hat Einfluss auf die Verzehrqualität des Fleisches. Die Schweine können in Freiland- oder in Stallhaltung aufgezogen werden; Voraussetzung ist, dass die folgenden Bedingungen eingehalten werden.

Freilandhaltung

Für Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork müssen die Schweine in einer Besatzdichte von 15—20 Sauen pro Hektar gehalten werden. Wurf und Muttertier werden so lange abgesondert, bis sie nach den Vorschriften der British Pig Association oder einer entsprechenden anderen Zuchtorganisation gekennzeichnet wurden. Nach diesen Vorschriften muss es sich bei beiden Elterntieren um eingetragene Gloucestershire Old Spot-Schweine handeln, und spätestens acht Wochen nach der Geburt bzw. vor der Zusammenlegung mit anderen Würfen muss die Geburt gemeldet („Birth Notified“ — erste Phase der Eintragung) und müssen die Ferkel mit Ohrmarken und Eintragungsnummer dauergekennzeichnet werden.

Läufer werden zwischen Absetzen und Schlachtreife in einer Besatzdichte von maximal 100 Tieren je Hektar gehalten.

Alle Tiere in Freilandhaltung müssen Zugang zu geeigneten Unterständen/Schattendächern sowie Suhlen, Badestellen oder Brausen haben. Im Winter müssen die Tiere innerhalb des Geheges, in dem sie gehalten werden, Zugang zu trockenem Untergrund haben.

Stallhaltung

Die Ställe müssen gut belüftet und können an den Seiten offen sein, vorausgesetzt, die darin gehaltenen Tieren sind vor der Witterung geschützt. Die Ställe müssen genügend Tageslicht einlassen, damit sämtliche Tiere jederzeit sichtbar sind. Spaltenböden sind im Interesse des Wohlbefindens der Tiere und aus Tierschutzgründen nicht erlaubt. Den Tieren muss stets ausreichend saubere Einstreu zur Verfügung stehen.

Mindestbodenfläche pro Schwein:

 

bei 20—30 kg Lebendgewicht: 0,35 m2,

 

bei 30—50 kg Lebendgewicht: 0,50 m2,

 

bei 50—85 kg Lebendgewicht: 0,65 m2.

Außerdem muss jederzeit saubere und trockene Einstreu zur Verfügung stehen und die Tiere müssen stets Zugang zu sauberem Wasser haben.

Haltungsbedingungen

Die Gabe von Arzneimitteln ist auf das absolut unverzichtbare Minimum zu beschränken. Einzige Ausnahme ist die Behandlung zur Parasitenbekämpfung.

Routinemäßiges Schwanzkupieren und Abkneifen der Zähne sind verboten.

Absetzen — in der Regel nach mindestens 42 Tagen; empfohlen werden 56 Tage.

Transport

Schweine für „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ werden auf direktem Wege vom Haltungsbetrieb zum Schlachthof befördert; der Transport zusammen mit Tieren aus anderen Betrieben ist nicht zulässig.

Ausgemästete Schweine werden in einer Ladedichte von 200 kg/m2 zum Schlachthof befördert.

Vom Schlachthof zum Einzelhandel

Die Schlachtung erfolgt im Interesse einer möglichst geringen Stressbelastung für die Tiere in kleinen Schlachthöfen.

Schlachtkörper für die Verarbeitung zu „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ müssen nach der Schlachtung drei bis vier Tage „am Knochen“ abhängen.

Wenn der Schlachtkörper früher aufgebrochen wird, kann dies zu Schädigungen der Muskelfasern führen, was unter Umständen die Zerlegung erschwert und sich im Enderzeugnis mit unerwünschter Zähigkeit bemerkbar machen kann.

„Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ wird von Schweinen gewonnen, die wie oben beschrieben erzeugt wurden, und ist somit für die traditionelle Bearbeitung und Zerlegung geeignet. Fleischigkeit und Fettanteil der Schlachtkörper können sehr unterschiedlich sein, was in erster Linie auf die einzelnen Zuchtlinien und die von verschiedenen Erzeugern angewandten Ausmastmethoden zurückzuführen ist.

Aufgrund dieser Unterschiede muss die Schnittführung des Metzgers im Interesse einer bestmöglichen Aufmachung und hochwertiger Teilstücke wohlüberlegt sein. So kann beispielsweise das Größenverhältnis von Bauchlappen zur Lende sehr unterschiedlich ausfallen, ebenso wie die Größe von Teilstücken aus der Schulter.

„Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ wird in derselben Feinzerlegung angeboten wie das Fleisch von kommerziell aufgezogenen Schweinen (Lenden und Teilstücke davon (z. B. Koteletts), Schinken, Bug, Schälrippen (spareribs) und Bauch); allerdings hat die Zerlegungsfertigkeit des Metzgers entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Aufmachung. Daher darf Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork nicht in industriellen Anlagen verarbeitet werden.

Der beste Verkaufszeitpunkt für das Schweinefleisch ist vier bis neun Tage nach der Schlachtung.

3.7   Besonderer Charakter des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels (Artikel 3 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1216/2007 der Kommission):

Der besondere Charakter von „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ ist zurückzuführen auf

die traditionelle, unveredelte Rasse und die traditionell bäuerliche Haltung, die dem Fleisch seine besonderen physikalisch-chemischen und organoleptischen Eigenschaften verleiht.

Traditionelle Produktionsmethode

Durch den Verzicht auf Intensivhaltung sind die Schweine weniger stressbelastet. Fütterungsregime und Aufzuchtumfeld fördern langsameres Wachstum. Die Schlachtung erfolgt in kleinen Schlachthöfen, und die Schlachtkörper reifen drei bis vier Tage am Knochen. In der abschließenden Phase der Zurichtung des Fleisches für den Verkauf an den Verbraucher sind Fertigkeit bei der Schnittführung und ein gutes Urteilsvermögen des Zerlegers gefragt.

Physikalisch-chemische und organoleptische Eigenschaften

Aussehen des Fleischs — dunkler als herkömmlich erzeugtes Schweinefleisch mit geringeren pH-Wertschwankungen im Muskelfleisch, da die Schweine vor der Schlachtung keiner Stressbelastung ausgesetzt waren.

Messung von Muskelfleisch- und Fettanteil, Garzeit, Gewichtsverlust durch Einfrieren und Garen — Unlängst durchgeführte Untersuchungen ergaben für „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ geringere Muskelbreite und -dicke und eine größere Rückenspeckdicke als bei konventionell erzeugtem Schweinefleisch. Diese Ergebnisse decken sich mit früheren Untersuchungen und zeigen, dass diese Merkmale auf die Verwendung einer unveredelten Rasse zurückzuführen sind, bei der weniger Wert auf mageres Fleisch gelegt wird als dies bei modernen Rassen der Fall ist.

Sensorische Analyse — Bei der Untersuchung wurde Gloucestershire Old Spots Pork hinsichtlich Konsistenz (Zartheit) und Saftigkeit besser bewertet als konventionell erzeugtes Schweinefleisch. Der Grund hierfür liegt darin, dass Tiere der GOS-Rasse im Muskelgewebe mehr Feuchtigkeit binden. Die Zartheit des Fleisches wird auch durch die Reife-/Abhängzeit beeinflusst. Bei der im Rahmen der Untersuchung durchgeführten Verkostung hat sich das individuelle Geschmacksprofil des „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ bestätigt.

3.8   Traditioneller Charakter des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels (Artikel 3 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1216/2007 der Kommission):

Die im Berkeley Vale in der Grafschaft Gloucestershire entwickelte Landrasse stammt aus der Gegend um das Severntal, wo die Tiere lange Zeit als „Cottager’s Pigs“ traditionell von Kleinbauern gehalten wurden.

Es wird angenommen, dass die Rasse vom unveredelten Berkshireschwein und dem Original-Gloucesterschwein abstammt. In seinem Werk „The Rural Economy of Gloucestershire“ beschreibt William Marshall um 1780 die im Vale of Gloucester vorgefundenen Tiere als „großrahmige, weißborstige Rasse mit langem Körper, die zu früheren Zeiten möglicherweise die auf dieser Insel vorherrschende Rasse war und hier immer noch als die ‚echte Gloucestershire-Rasse‘ gilt. Die Tiere erreichen eine beträchtliche Größe. Heute sind das Berkshireschwein und eine Kreuzung beider Rassen die vorherrschenden Spezies.“ Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass auch das Old English Bacon Pig (heute: British Saddleback) eingekreuzt wurde. H. D. Richardson schildert in „The Pig, Its Origins and Varieties“ das Gloucesterschwein als „anspruchsloses, überaus fruchtbares und eher für die Fleisch- als für die Baconerzeugung geeignetes Schwein. Die Tiere sind gute Läufer, und ihr Fleisch ist dem Vernehmen nach von bester Qualität.“

Gloucestershire war in früheren Zeiten für seinen Käse und seine Apfelplantagen berühmt. Das Gloucestershire Old Spots Pig wurde mit den Abfallprodukten aus diesen Betrieben gefüttert, die es in wertvolles Eiweiß umwandelte. Der Überlieferung nach sind die dunklen Flecken, die die Tiere tragen, durch Falläpfel entstanden, von denen die Schweine getroffen wurden. Das Renommee der Rasse und ihre gewinnenden Eigenschaften sind in den Namen zahlreicher Pubs und Gasthäuser überliefert, und sogar ein Bier wurde nach ihr benannt.

3.9   Mindestanforderungen und Verfahren für die Kontrolle der besonderen Merkmale (Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1216/2007 der Kommission):

Für die Zertifizierung als „Traditionally Farmed Gloucestershire Old Spots Pork“ sind folgende Kontrollen erforderlich:

Stichprobenkontrollen der gesamten Produktionskette vom Züchter bis hin zum Ausmastbetrieb. Kontrolliert werden u. a. die Bücher der Metzgereien mit Angaben über die von den Züchtern angelieferten Schlachtkörper, um die Herkunft des Fleischs bestätigen/überprüfen zu können und sicherzustellen, dass die Verfahrensvorschriften eingehalten wurden. Alle reinrassigen GOS-Schweine, deren Geburt gemeldet wurde, müssen nach den Vorschriften der British Pig Association (BPA) oder äquivalenten Vorschriften geohrmarkt sein. Bei der Kontrolle wird daher zunächst überprüft, ob die Ohrmarkennummern der vom Schlachthof gelieferten Schlachtkörper denen der vom Erzeuger gelieferten Schweine entsprechen und ob diese wiederum mit den betreffenden Online-Einträgen übereinstimmen. Dieses Fleisch muss vom Metzger im Kühllager und in der Auslage getrennt gehalten und gekennzeichnet werden. Wird der Kopf im Schlachthof aus irgendeinem Grund abgesetzt, so sollte der Schlachtkörper anhand des Schlagzeichens auf der Schulter des Tieres zum Züchter zurückverfolgt werden können.

Kontrolle der einschlägigen Bücher des Zuchtverbands.

Kontrolle der Einhaltung des vorgeschriebenen Produktionsmethode (Fütterung, Besatzdichte, Haltungsbedingungen und Transport) in den Haltungsbetrieben.

Kontrolle der Einhaltung der anerkannten Qualitätsnormen für Gewicht, Schlachtkörper, Merkmale usw. Die Kontrollen müssen die wichtigsten physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Eigenschaften des Fleisches, wie sie in der Produktbeschreibung vorgegeben sind, abdecken.

Kontrolle zur Herkunftssicherung, d. h. Rückverfolgbarkeit vom Schlachthof bis zu den Verkaufsstellen im Einzelhandel.

4.   Behörden oder Stellen, die die Einhaltung der Produktspezifikation überprüfen:

4.1   Name und Anschrift:

Name:

Product Authentication Inspectorate Limited

Anschrift:

Rowland House

65 High Street

Worthing

W. Sussex

BN11 1DN

UNITED KINGDOM

Tel.

+44 1903237799

Fax

+44 1903204445

E-Mail:

enquiries@thepaigroup.com

 ÖffentlichImage Privat

Diese private Kontrollstelle entspricht den Bedingungen der Norm EN 45011.

4.2.   Besondere Aufgaben der Behörde oder Stelle:

Die vorgenannte Kontrollstelle ist für die Überprüfung der Einhaltung der gesamten Produktspezifikation zuständig.


3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/14


Veröffentlichung eines Änderungsantrags nach Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel

2009/C 238/08

Diese Veröffentlichung eröffnet die Möglichkeit, nach Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 Einspruch gegen den Antrag einzulegen. Der Einspruch muss innerhalb von sechs Monaten nach dieser Veröffentlichung bei der Europäischen Kommission eingehen.

ÄNDERUNGSANTRAG

VERORDNUNG (EG) Nr. 510/2006 DES RATES

Änderungsantrag nach Artikel 9

„SPRESSA DELLE GIUDICARIE“

EG-Nr.: IT-PDO-0105-0252-23.11.2006

g.g.A. ( ) g.U. ( X )

1.   Rubrik der Spezifikation, auf die sich die Änderung bezieht:

Name des Erzeugnisses

Image

Beschreibung des Erzeugnisses

Geografisches Gebiet

Image

Ursprungsnachweis

Herstellungsverfahren

Zusammenhang

Etikettierung

Einzelstaatliche Vorschriften

Sonstige (bitte angeben)

2.   Art der Änderung:

Image

Änderung des „Einzigen Dokuments“ oder der Zusammenfassung

Änderung der Spezifikation einer eingetragenen g.U. oder g.g.A., für die weder ein „Einziges Dokument“ noch eine Zusammenfassung veröffentlicht wurde

Änderung der Spezifikation, die keine Änderung des veröffentlichten „Einzigen Dokuments“ zur Folge hat (Artikel 9 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006)

Vorübergehende Änderung der Spezifikation aufgrund der Einführung verbindlicher gesundheitspolizeilicher oder pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen durch die Behörden (Artikel 9 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006)

3.   Änderung(en):

3.1   Beschreibung des Erzeugnisses:

Die Änderung bezieht sich auf die Angabe zum Fettgehalt in der Trockenmasse, der von „mindestens 29 % und höchstens 39 %“ auf „mindestens 33 % und höchstens 43 %“ erhöht wurde. Damit wird der derzeitigen Herstellungspraxis präziser Rechnung getragen. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Erhöhung keine Veränderung der qualitativen und organoleptischen Merkmale des Erzeugnisses zur Folge hat.

3.2   Ursprungsnachweis:

Artikel 4 der Produktspezifikation wurde dahingehend geändert, dass statt der geschichtlichen Hinweise, die zum Zeitpunkt der Anerkennung von „Spressa delle Giudicarie“ (g.U.) in diesem Artikel enthalten waren, nunmehr die Informationen zur Rückverfolgbarkeit des Erzeugnisses aufgenommen wurden.

Entsprechend wurden die letzten vier Sätze von Artikel 6 der Produktspezifikation („Angaben, aus denen sich der Zusammenhang mit den geografischen Verhältnissen ergibt“) gestrichen, da deren Inhalt sich faktisch auf den in Artikel 4 eingefügten Ursprungsnachweis bezieht.

Insbesondere wurde der vorletzte Satz von Artikel 6 der bislang gültigen Produktspezifikation mit dem Wortlaut „Die Namen der Abpackbetriebe werden in ein entsprechendes Verzeichnis/Register eingetragen“ vollständig in Artikel 4 der Produktspezifikation in ihrer geänderten Fassung übertragen. Dies führt weder zu Veränderungen gegenüber der Version der Produktspezifikation, die Grundlage der Anerkennung war, noch werden Portionierung und Abpackung damit an das abgegrenzte Gebiet gebunden.

EINZIGES DOKUMENT

VERORDNUNG (EG) Nr. 510/2006 DES RATES

„SPRESSA DELLE GIUDICARIE“

EG-Nr.: IT-PDO-0105-0252-23.11.2006

g.g.A. ( ) g.U. ( X )

1.   Name:

„Spressa delle Giudicarie“

2.   Mitgliedstaat oder Drittland:

Italien

3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder des Lebensmittels:

3.1   Erzeugnisart (gemäß Anhang II):

Klasse 1.3

Käse

3.2   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt:

Zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens weist der halbgekochte Käse „Spressa delle Giudicarie“ (g.U.) folgende Eigenschaften auf: eine feste Käsemasse, eine zylindrische Form mit leicht konvexen Seiten sowie eine graubraune oder dunkel-ockerfarbene Rinde. Die beim jungen Käse (Typ „giovane“) besonders elastische Käsemasse ist von weißer bis hellgelber Farbe und weist wenige kleine bis mittelgroße Löcher auf. Der Geschmack ist mild bis würzig, mit zunehmender Reifezeit entwickelt sich eine kaum wahrnehmbare, leicht bittere Note. Das Gewicht der Käselaibe beträgt 7—10 kg, der Durchmesser 30—35 cm und die Höhe 8—11 cm. Der Fettgehalt in der Trockenmasse beträgt mindestens 33 % und höchstens 43 %, der Wassergehalt 32—40 % beim Typ „giovane“ (Reifezeit: drei Monate) und 28—38 % beim Typ „stagionato“ (Reifezeit: sechs Monate).

3.3   Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse):

„Spressa delle Giudicarie“ (g.U.) wird aus Rohmilch mittels Teilentrahmung durch Abschöpfen des abgesetzten Rahms hergestellt. Die Milch wird von Kühen der Rassen Rendena (einheimisch), Bruna, Grigio Alpina, Frisona und Pezzata Rossa in zwei oder drei aufeinander folgenden Melkvorgängen gewonnen.

3.4   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs):

Die Fütterung der Kühe erfolgt mit Heu von Dauergrünland (hauptsächlich Graspflanzen). Zur Herstellung von „Spressa delle Giudicarie“ (g.U.) darf unter anderem keine Milch von Kühen verwendet werden, die ausschließlich mit Gras- oder Silofutter gefüttert wurden.

3.5   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen:

Die Produktion der Milch, ihre Verarbeitung sowie die Herstellung des Käses einschließlich seiner Reifung müssen in dem unter Punkt 4 spezifizierten Gebiet erfolgen, damit Qualität, Rückverfolgbarkeit und Kontrolle gewährleistet sind.

3.6   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw.:

3.7   Besondere Vorschriften für die Etikettierung:

Durch geeignete Käseformen wird die Rinde der Laibe auf einer oder mehreren Seiten mit dem Prägestempel „DOP ‚Spressa delle Giudicarie‘ “ versehen; die dafür verwendete Schrift muss größer sein als etwaige andere Hinweise auf dem Erzeugnis. Auf einem Kennzeichen sind die Nummer oder der Code der Käserei sowie der Partie angegeben. Der Käse kann ganz oder in Stücken verkauft werden, diese müssen jedoch die oben beschriebenen Zeichen aufweisen und mit dem Hinweis „giovane“ (jung) oder „stagionato“ (gereift) versehen sein.

4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets:

Das Erzeugungsgebiet von „Spressa delle Giudicarie“ (g.U.) umfasst das Gebiet der Gemeinden Valli Giudicarie, Val del Chiese, Val Rendena und Val di Ledro sowie die folgenden Gemeinden der Provinz Trento: Bersone, Bezzecca, Bleggio Inferiore, Bleggio Superiore, Bocenago, Bolbeno, Bondo, Bondone, Breguzzo, Brione, Caderzone, Carisolo, Castel Condino, Cimego, Concei, Condino, Daone, Darè, Dorsino, Fiavé, Giustino, Lardaro, Lomaso, Massimeno, Molina di Ledro, Montagne, Pelugo, Pieve di Bono, Pieve di Ledro, Pinzolo, Praso, Preore, Prezzo, Ragoli, Roncone, San Lorenzo in Banale, Spiazzo, Stenico, Storo, Strembo, Tiarno di Sopra, Tiarno di Sotto, Tione, Vigo Rendena, Villa Rendena und Zuclo.

5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet:

5.1   Besonderheit des geografischen Gebiets:

Das Erzeugungsgebiet war ursprünglich auf die engen Grenzen des Val del Chiese und des Val Rendena beschränkt; im Lauf der Zeit hat es sich auf das gesamte Gebiet der Valli Giudicarie und des Val di Ledro ausgeweitet, ohne in andere Gebiete der Provinz Trento oder der benachbarten Provinz Brescia überzugehen. Diese als Erzeugungsgebiet von „Spressa delle Giudicarie“ definierte Region weist deutlich erkennbare Besonderheiten auf: spezifische Gebirgsformationen und eine charakteristische Pflanzenwelt, alpines Klima mit kalten Wintern und verhältnismäßig kühlen und regnerischen Sommern sowie Sitten und Gebräuche, die zum Großteil aus der bäuerlichen Tradition stammen. Die Flora ist durch zahlreiche im Alpengebiet endemisch auftretende Felspflanzen sowie vor allem durch Weiden- und Wiesenpflanzen gekennzeichnet, deren Wachstum von dem besonderen Klima mit seinen reichlichen, teilweise als Schnee fallenden Niederschlägen begünstigt wird.

5.2   Besonderheit des Erzeugnisses:

„Spressa delle Giudicarie“ (g.U.) unterscheidet sich von anderen Käsesorten durch seinen besonderen, milden bis würzigen Geschmack mit einer leicht bitteren, nach Reifegrad variierenden Note und durch die Konsistenz der Käsemasse, die beim jungen Käse besonders elastisch ist.

5.3   Ursächlicher Zusammenhang zwischen dem geografischen Gebiet und der Qualität oder den Merkmalen des Erzeugnisses (im Falle einer g.U.) oder einer bestimmten Qualität, dem Ansehen oder sonstigen Eigenschaften des Erzeugnisses (im Falle einer g.g.A.):

Das Erzeugungsgebiet von „Spressa delle Giudicarie“ weist deutlich erkennbare Besonderheiten auf: spezifische Gebirgsformationen und eine charakteristische Pflanzenwelt, alpines Klima mit kalten Wintern und verhältnismäßig kühlen und regnerischen Sommern sowie Sitten und Gebräuche, die zum Großteil aus der bäuerlichen Tradition stammen.

Die Flora ist durch zahlreiche im Alpengebiet endemisch auftretende Felspflanzen sowie vor allem durch Weiden- und Wiesenpflanzen gekennzeichnet, deren Wachstum von dem besonderen Klima mit seinen reichlichen, teilweise als Schnee fallenden Niederschlägen begünstigt wird.

Somit weist der Käse, dessen Herstellung auf der Grundlage der aus dem abgegrenzten geografischen Gebiet stammenden Milch und der über die Jahrhunderte tradierten ständigen und redlichen Gebräuche erfolgt, besondere organoleptische Eigenschaften auf, die sich in den klar definierten Aspekten Geruch, Aroma und Geschmack niederschlagen. „Spressa delle Giudicarie“ wird mit einer traditionellen bäuerlichen Herstellungsweise in Verbindung gebracht, die bis vor einiger Zeit in der dörflichen Wirtschaft und den traditionellen Ernährungsgewohnheiten der in den Valli Giudicarie lebenden Menschen begründet war.

Die Herstellung des Käses, seine Bedeutung für die Ernährung und sein Beitrag zur örtlichen Wirtschaft haben in entscheidendem Maße dazu beigetragen, breite Bevölkerungsschichten an das Gebiet zu binden und damit die schädliche Abwanderung aus den Bergregionen zu verhindern.

Nach neueren Schätzungen beläuft sich die Erzeugung von „Spressa delle Giudicarie“ auf etwas mehr als 24 000 Laibe, wofür 2,7 Mio. l Milch aus 150 Tierhaltungsbetrieben verarbeitet werden.

Die ersten Belege für diesen Käse reichen sehr weit zurück; als Beispiel wäre die „Regola di Spinale e Manez“ aus dem Jahr 1249 zu nennen. Neuere Belege finden sich im „Urbario“ von Don Marini für die Jahre 1915 und 1916, wo „Spressa da polenta“ als typischer Käse bezeichnet wird.

Weitere Belege sind Begleitscheine und Geschäftsbücher der Käserei von Coltura di Ragoli, einer in dem unter Punkt 4 genannten Gebiet liegenden Gemeinde, darunter Warenverzeichnisse und Preislisten für Spressa für die Jahre 1926 bis 1934.

Hinweis auf die veröffentlichung der spezifikation:

Die Verwaltungsbehörde hat durch die Veröffentlichung des Antrags auf Zuerkennung der geschützten Ursprungsbezeichnung „Spressa delle Giudicarie“ im Amtsblatt der Italienischen Republik Nr. 221 vom 22. September 2006 das nationale Einspruchsverfahren eingeleitet.

Der konsolidierte Text der Produktspezifikation kann auf der Internetseite

 

http://www.politicheagricole.it/DocumentiPubblicazioni/Search_Documenti_Elenco.htm?txtTipoDocumento=Disciplinare%20in%20esame%20UE&txtDocArgomento=Prodotti%20di%20Qualit%E0>Prodotti%20Dop,%20Igp%20e%20Stg

oder

 

direkt auf der Homepage des Ministeriums (http://www.politicheagricole.it) abgerufen werden. Klicken Sie hierzu auf „Prodotti di Qualità“ (auf der linken Bildschirmseite) und anschließend auf „Disciplinari di Produzione all’esame dell’UE [regolamento (CE) n. 510/2006]“.


3.10.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 238/18


Bekanntmachung eines Antrags gemäß Artikel 30 der Richtlinie 2004/17/EG — Fristverlängerung

Antrag eines Mitgliedstaats

2009/C 238/09

Bei der Kommission ging am 8. Juli 2009 ein Antrag gemäß Artikel 30 Absatz 4 der Richtlinie 2004/17/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 zur Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste (1) ein.

Dieser Antrag der Italienischen Republik betrifft bestimmte Finanzdienstleistungen im Land (siehe Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe c vierter Gedankenstrich der Richtlinie 2004/17/EG). Der Antrag wurde im ABl. C 168 vom 21.7.2009, S. 19, veröffentlicht. Die ursprüngliche Frist läuft am 9. Oktober 2009 ab.

Da die Kommissionsdienststellen weitere Auskünfte einholen und prüfen müssen, wird die Frist, innerhalb deren die Kommission über den Antrag zu entscheiden hat, gemäß Artikel 30 Absatz 6 Satz 2 um drei Monate verlängert.

Die Frist läuft endgültig am 9. Januar 2010 ab.


(1)  ABl. L 134 vom 30.4.2004, S. 1.