ISSN 1725-2407

doi:10.3000/17252407.C_2009.147.deu

Amtsblatt

der Europäischen Union

C 147

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Mitteilungen und Bekanntmachungen

52. Jahrgang
27. Juni 2009


Informationsnummer

Inhalt

Seite

 

II   Mitteilungen

 

MITTEILUNGEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Kommission

2009/C 147/01

Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags — Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden ( 1 )

1

2009/C 147/02

Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags — Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden

5

2009/C 147/03

Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags — Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden ( 1 )

6

2009/C 147/04

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache COMP/M.5508 — Soffin/Hypo Real Estate) ( 1 )

8

2009/C 147/05

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache COMP/M.5523 — CVC/The Belgian State/De Post-La Poste) ( 1 )

8

2009/C 147/06

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache COMP/M.5484 — SGL Carbon/Brembo/BCBS/JV) ( 1 )

9

2009/C 147/07

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache COMP/M.5320 — Almeco/Mage/Tinox) ( 1 )

9

 

IV   Informationen

 

INFORMATIONEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Kommission

2009/C 147/08

Euro-Wechselkurs

10

2009/C 147/09

Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen aus seiner Sitzung vom 16. April 2008 zum Entwurf einer Entscheidung in der Sache COMP/M.4956 — STX/Aker Yards — Berichterstatter: UK

11

2009/C 147/10

Abschlussbericht der Anhörungsbeauftragten in der Sache COMP/M.4956 — STX/Aker Yards (gemäß Artikel 15 und Artikel 16 des Beschlusses Nr. 462/2001 (EG, EGKS) der Kommission vom 23. Mai 2001 über das Mandat von Anhörungsbeauftragten in bestimmten Wettbewerbsverfahren — ABl. L 162 vom 19.6.2001, S. 21)

13

2009/C 147/11

Zusammenfassung der Entscheidung der Kommission vom 5. Mai 2008 zur Feststellung der Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.4956 — STX/Aker Yards) ( 1 )

14

2009/C 147/12

Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für Kartell- und Monopolfragen aus der 382. Sitzung vom 18. Oktober 2004 zum vorläufigen Entscheidungsentwurf in der Sache COMP/F-1/38.338 — PO/Nadeln

19

2009/C 147/13

Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für Kartell- und Monopolfragen aus der 383. Sitzung vom 25. Oktober 2004 zum vorläufigen Entscheidungsentwurf in der Sache COMP/F-1/38.338 — PO/Nadeln

20

2009/C 147/14

Abschlussbericht des Anhörungsbeauftragten in der Sache COMP/F-1/38.338 — Hartkurzwaren Nadeln (gemäß Artikel 15 des Beschlusses 2001/462/EG, EGKS der Kommission vom 23. Mai 2001 über das Mandat von Anhörungsbeauftragten in bestimmten Wettbewerbsverfahren — ABl. L 162 vom 19.6.2001, S. 21)

21

2009/C 147/15

Zusammenfassung der Entscheidung der Kommission vom 26. Oktober 2004 in einem Verfahren nach Artikel 81 EG-Vertrag (Sache COMP/F-1/38.338 — PO/Nadeln) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2004) 4221)  ( 1 )

23

 

V   Bekanntmachungen

 

VERWALTUNGSVERFAHREN

 

Rat

2009/C 147/16

Offene Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen — Europäische Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung (COST)

26

 

VERFAHREN ZUR DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

 

Kommission

2009/C 147/17

Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (Sache COMP/M.5562 — Fortis Private Equity/Kuiken) — Für das vereinfachte Verfahren in Frage kommender Fall ( 1 )

28

 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR

DE

 


II Mitteilungen

MITTEILUNGEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Kommission

27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/1


Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags

Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/01

Datum der Annahme der Entscheidung

24.11.2008

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

NN 68/08

Mitgliedstaat

Lettland

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Public support measures to JSC Parex Banka

Rechtsgrundlage

Law on Budget and Financial Management

Art der Beihilfe

Einzelbeihilfe

Ziel

Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben

Form der Beihilfe

Bürgschaft, andere Formen der Kapitalintervention, Zinsgünstiges Darlehen

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 945 Mio. LVL

Beihilfehöchstintensität

100 %

Laufzeit

11.11.2008—11.5.2009

Wirtschaftssektoren

Finanzmittler

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Ministry of Finance

Smilšu 1

Rīga, LV-1919

LATVIJA

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

21.4.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 664/08

Mitgliedstaat

Ungarn

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Support measure for the banking industry in Hungary

Rechtsgrundlage

Reinforcement of the Stability of the Financial Intermediary System (2008. évi CIV. törvény a pénzügyi közvetítőrendszer stabilitásának erősítéséről)

Art der Beihilfe

Beihilferegelung

Ziel

Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben

Form der Beihilfe

Bürgschaft, Rekapitalisierung

Haushaltsmittel

Gesamtmittel: 300 Milliarden HUF für die Rekapitalisierung und 1 500 Billionen HUF für die Garantien

Beihilfehöchstintensität

Laufzeit

Rekapitalisierung: 31. März 2009

Garantieregelung: 30. Juni 2009

Wirtschaftssektoren

Finanzmittler

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Ministry of Finance

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

11.2.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

NN 3/09

Mitgliedstaat

Lettland

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Amendments to the Public support measures to JSC Parex Banka

Rechtsgrundlage

The Government Regulation ‘Issuing and supervision of guarantees for bank loans’, Law on Bank takeover, Parex investment agreement, Individual decision taken by the Government

Art der Beihilfe

Einzelbeihilfe

Ziel

Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben

Form der Beihilfe

Bürgschaft, andere Formen der Kapitalintervention, Zinsgünstiges Darlehen

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 2 245 Mio. LVL

Beihilfehöchstintensität

Laufzeit

11.11.2008—11.5.2009

Wirtschaftssektoren

Finanzmittler

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Ministry of Finance

Smilšu 1

Rīga, LV-1919

LATVIJA

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

21.4.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 232/09

Mitgliedstaat

Vereinigtes Königreich

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Assets Backed Securities Scheme

Rechtsgrundlage

Section 228 of the Banking Act 2009

Art der Beihilfe

Beihilferegelung

Ziel

Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben

Form der Beihilfe

Bürgschaft

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 50 000 Mio. EUR

Beihilfehöchstintensität

Laufzeit

bis zum 22.11.2009

Wirtschaftssektoren

Finanzmittler

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

HM Treasury

1 Horse Guards Road

London

SW1A 2HQ

UNITED KINGDOM

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

7.5.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 244/09

Mitgliedstaat

Deutschland

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Commerzbank

Rechtsgrundlage

Gesetz sur Errichtung eines Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung

Art der Beihilfe

Beihilferegelung

Ziel

Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben

Form der Beihilfe

Zuschuss

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 1 820 Mio. EUR

Beihilfehöchstintensität

Laufzeit

Wirtschaftssektoren

Finanzmittler

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin)

Finanzmarktstabilisierungsanstalt

Taunusanlage 6

60329 Frankfurt am Main

DEUTSCHLAND

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/5


Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags

Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden

2009/C 147/02

Datum der Annahme der Entscheidung

8.4.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 147/09

Mitgliedstaat

Vereinigtes Königreich

Region

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Pigmeat processors hardship assistance (Northern Ireland)

Rechtsgrundlage

The Budget Act (Northern Ireland) 2009;

European Communities Act 1972;

The Industrial Development (Northern Ireland) Order 1982;

Industrial Development Act (Northern Ireland) 2002.

Art der Beihilfe

Beihilfen zur Beseitigung von Schäden, die durch außergewöhnliche Ereignisse entstanden sind (Art. 87 Absatz 2 Buchstabe b EG-Vertrag)

Ziel

Schutz der öffentlichen Gesundheit, Verhinderung des Zusammenbruchs des Marktes und Erhaltung des Verbrauchervertrauens in den Markt. Rückruf und unschädliche Beseitigung von irischen Schweinefleischerzeugnissen nach Dioxinkontamination aufgrund einer Verunreinigung von Tierfutter

Form der Beihilfe

Direktzuschuss und subventionierte Dienstleistungen

Haushaltsmittel

etwa 7 Mio. GBP

beihilfeintensität

bis zu 100 %

Laufzeit

Anträge können vom 13.3.2009—31.3.2009 eingereicht werden. Es ist vorgesehen, dass keine Zahlungen nach dem 31. Dezember 2009 erfolgen.

Wirtschaftssektoren

Landwirtschaft

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Department of Enterprise Trade and Investment for Northern Ireland

Netherleigh Massey Avenue

Belfast

BT4 2JP

Northern Ireland

UNITED KINGDOM

Sonstige Angaben

Die rechtsverbindliche(n) Sprachfassung(en) der Entscheidung, aus der/denen alle vertraulichen Angaben gestrichen sind, finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/6


Genehmigung staatlicher Beihilfen gemäß den Artikeln 87 und 88 des EG-Vertrags

Vorhaben, gegen die von der Kommission keine Einwände erhoben werden

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/03

Datum der Annahme der Entscheidung

24.3.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 500/08

Mitgliedstaat

Slowakei

Region

Západné Slovensko

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Pomoc pre Baňu Čáry a.s. (ťažba lignitu)

Rechtsgrundlage

Zákon NR SR č. 523/2004 Z. z. o rozpočtových pravidlách verejnej správy a o zmene a doplnení niektorých zákonov v znení neskorších predpisov, Smernica MH SR č. 6/2005 o pravidlách hospodárenia s rozpočtovými prostriedkami v kapitole Ministerstva hospodárstva v znení neskorších predpisov, Zákon NR SR č. 231/1999 Z. z. o štátnej pomoci v znení neskorších predpisov, Výnosy MH SR č. 1/2005, 3/2005 a 5/2005 o poskytovaní dotácií v pôsobnosti Ministerstva hospodárstva SR

Art der Beihilfe

Einzelbeihilfe

Ziel

Regionale Entwicklung

Form der Beihilfe

Zuschuss

Haushaltsmittel

Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 3,85 Mio. EUR

Beihilfehöchstintensität

30 %

Laufzeit

Wirtschaftssektoren

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Ministerstvo hospodárstva SR

Mierová 19

827 15 Bratislava

SLOVENSKO/SLOVAKIA

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm

Datum der Annahme der Entscheidung

13.5.2009

Referenz-Nummer der staatlichen Beihilfe

N 98/09

Mitgliedstaat

Schweden

Region

Stockholms Laen, Norrbottens Laen, Kalmar Laen

Titel (und/oder Name des Begünstigten)

Utbildningsstöd till Scania

Rechtsgrundlage

Nationellt strukturfondsprogram för regional konkurrenskraft och sysselsättning (ESF) 2007-2013 (CCI-nummer 2007SE052PO001). Beslut av Svenska ESF-rådet, Stockholm, den 2 februari 2009, see „bilaga B“.

Art der Beihilfe

Einzelbeihilfe

Ziel

Ausbildung

Form der Beihilfe

Zuschuss

Haushaltsmittel

Geplante Jahresausgaben 123,5 Mio. SEK; Gesamtbetrag der vorgesehenen Beihilfe 123,5 Mio. SEK

Beihilfehöchstintensität

53 %

Laufzeit

1.5.2009—1.11.2009

Wirtschaftssektoren

Kraftfahrzeuge

Name und Anschrift der Bewilligungsbehörde

Svenska ESF-rådet

Box 220 80

SE-104 22 Stockholm

SVERIGE

Sonstige Angaben

Den von vertraulichen Angaben bereinigten Text der Entscheidung in der/den verbindlichen Sprachen finden Sie unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/community_law/state_aids/index.htm


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/8


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache COMP/M.5508 — Soffin/Hypo Real Estate)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/04

Am 14. Mai 2009 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/en/index.htm). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32009M5508 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/8


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache COMP/M.5523 — CVC/The Belgian State/De Post-La Poste)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/05

Am 19. Juni 2009 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/en/index.htm). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32009M5523 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/9


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache COMP/M.5484 — SGL Carbon/Brembo/BCBS/JV)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/06

Am 27. Mai 2009 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/en/index.htm). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32009M5484 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/9


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache COMP/M.5320 — Almeco/Mage/Tinox)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/07

Am 18. Juni 2009 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/en/index.htm). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32009M5320 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


IV Informationen

INFORMATIONEN DER ORGANE UND EINRICHTUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Kommission

27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/10


Euro-Wechselkurs (1)

26. Juni 2009

2009/C 147/08

1 Euro =


 

Währung

Kurs

USD

US-Dollar

1,4096

JPY

Japanischer Yen

134,50

DKK

Dänische Krone

7,4464

GBP

Pfund Sterling

0,85430

SEK

Schwedische Krone

10,9595

CHF

Schweizer Franken

1,5275

ISK

Isländische Krone

 

NOK

Norwegische Krone

9,0400

BGN

Bulgarischer Lew

1,9558

CZK

Tschechische Krone

25,998

EEK

Estnische Krone

15,6466

HUF

Ungarischer Forint

275,30

LTL

Litauischer Litas

3,4528

LVL

Lettischer Lat

0,6990

PLN

Polnischer Zloty

4,4945

RON

Rumänischer Leu

4,2174

TRY

Türkische Lira

2,1645

AUD

Australischer Dollar

1,7457

CAD

Kanadischer Dollar

1,6168

HKD

Hongkong-Dollar

10,9245

NZD

Neuseeländischer Dollar

2,1795

SGD

Singapur-Dollar

2,0493

KRW

Südkoreanischer Won

1 805,28

ZAR

Südafrikanischer Rand

11,1439

CNY

Chinesischer Renminbi Yuan

9,6329

HRK

Kroatische Kuna

7,2860

IDR

Indonesische Rupiah

14 407,13

MYR

Malaysischer Ringgit

4,9794

PHP

Philippinischer Peso

67,921

RUB

Russischer Rubel

43,8580

THB

Thailändischer Baht

47,997

BRL

Brasilianischer Real

2,7210

MXN

Mexikanischer Peso

18,5461

INR

Indische Rupie

67,8020


(1)  Quelle: Von der Europäischen Zentralbank veröffentlichter Referenz-Wechselkurs.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/11


Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen aus seiner Sitzung vom 16. April 2008 zum Entwurf einer Entscheidung in der Sache COMP/M.4956 — STX/Aker Yards

Berichterstatter: UK

2009/C 147/09

1.

Nach Auffassung des Beratenden Ausschusses handelt es sich bei dem Vorhaben um einen Zusammenschluss im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b der EG-Fusionskontrollverordnung.

Eine Minderheit enthält sich.

2.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung der Kommission, dass der angemeldete Zusammenschluss von gemeinschaftsweiter Bedeutung im Sinne der Artikel 1 und 4 der EG-Fusionskontrollverordnung ist.

Eine Minderheit enthält sich.

3.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass der sachlich relevante Markt für die Zwecke dieser Sache wie folgt abzugrenzen ist:

Es ist angemessen, innerhalb des Sektors Bau von Handelsschiffen weiter nach verschiedenen Schiffstypen zu differenzieren.

Die Frage, ob die Märkte für Chemikalien-/Öltanker und Produktentanker als zwei eigenständige Produktmärkte oder als ein sachlich relevanter Markt anzusehen sind, kann im vorliegenden Fall offengelassen werden.

Die Frage, ob die Märkte für Kreuzfahrtschiffe und Fähren als zwei eigenständige Produktmärkte oder als ein sachlich relevanter Markt anzusehen sind, kann im vorliegenden Fall offengelassen werden.

Die Kommission sollte ihre Analyse schwerpunktmäßig auf Kreuzfahrtschiffe mit einer BRZ von mehr als 30 000 ausrichten, da Aker Yards in diesem Bereich tätig ist. Im vorliegenden Fall ist eine Marktabgrenzung nach den unterschiedlichen Kreuzfahrtschiffgrößen nicht erforderlich.

Die Frage, ob der Markt für die Herstellung von Schiffsmotoren weiter zu untergliedern ist, kann im vorliegenden Fall offengelassen werden.

Eine Minderheit enthält sich.

4.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass sich die räumlich relevanten Märkte für den Bau von Handelsschiffen und die Produktion von Schiffsmotoren in der vorliegenden Sache auf die ganze Welt erstrecken.

Eine Minderheit enthält sich.

5.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass der geplante Zusammenschluss angesichts des Fehlens horizontaler Überschneidungen nicht unmittelbar zu einer Stärkung der Position von Aker Yard auf dem Markt für den Bau und die Lieferung von Kreuzfahrtschiffen führen wird.

Eine Minderheit enthält sich.

6.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass der Wegfall von STX als potenzieller Wettbewerber auf dem Markt für den Bau und die Lieferung von Kreuzfahrtschiffen keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs nach sich zöge.

Eine Minderheit enthält sich.

7.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass die finanzielle Lage von STX es dem zusammengeschlossenen Unternehmen nicht ermöglichen wird, auf dem Markt für den Bau von Kreuzfahrtschiffen eine beherrschende Stellung einzunehmen, unabhängig davon, ob es sich bei den vom Beschwerdeführer erwähnten Finanzinstrumenten um in der Vergangenheit oder gegenwärtig gewährte Subventionen des südkoreanischen Staates handelt.

Eine Minderheit enthält sich.

8.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass selbst bei Vorliegen von Beweisen für die Behauptung des Beschwerdeführers, der zufolge das zusammengeschlossene Unternehmen in der Zukunft wahrscheinlich Produktionssubventionen erhält, dies aus den in der Entscheidung ausgeführten Gründen die Finanzstärke des zusammengeschlossenen Unternehmens wahrscheinlich nicht erheblich erhöhen wird.

Eine Minderheit enthält sich.

9.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass es sich bei den Abnehmern von Kreuzfahrtschiffen um große und branchenkundige Unternehmen handelt, die in der derzeitigen Marktstruktur in der Lage sind, ein etwaiges wettbewerbswidriges Verhalten nach dem Zusammenschluss aufzufangen.

Eine Minderheit enthält sich.

10.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass der geplante Zusammenschluss weder auf dem Markt für Kreuzfahrtschiffe und Fähren noch auf dem Markt für Fähren für sich genommen zu einer erheblichen Behinderung des wirksamen Wettbewerbs führen wird.

Eine Minderheit enthält sich.

11.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass der geplante Zusammenschluss auf dem Markt für Produktentanker nicht zu einer nennenswerten Behinderung des wirksamen Wettbewerbs führen wird.

Eine Minderheit enthält sich.

12.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass die durch den geplanten Zusammenschluss entstehenden vertikalen Beziehungen weder auf den verschiedenen Märkten für Handelsschiffe im Allgemeinen noch auf den Märkten für Kreuzfahrtschiffe und Fähren im Besonderen zu einer erheblichen Behinderung des wirksamen Wettbewerbs führen wird.

Eine Minderheit enthält sich.

13.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung, dass der geplante Zusammenschluss auf dem Markt für Seeverkehrsdienste nicht zu einer erheblichen Behinderung des wirksamen Wettbewerbs führen wird.

Eine Minderheit enthält sich.

14.

Der Beratende Ausschuss teilt die Auffassung der Kommission, dass der angemeldete Zusammenschluss für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar erklärt werden sollte.

Eine Minderheit enthält sich.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/13


Abschlussbericht der Anhörungsbeauftragten in der Sache COMP/M.4956 — STX/Aker Yards

(gemäß Artikel 15 und Artikel 16 des Beschlusses Nr. 462/2001 (EG, EGKS) der Kommission vom 23. Mai 2001 über das Mandat von Anhörungsbeauftragten in bestimmten Wettbewerbsverfahren — ABl. L 162 vom 19.6.2001, S. 21)

2009/C 147/10

Am 16. November 2007 ist die Anmeldung eines Zusammenschlussvorhabens gemäß Artikel 4 der Fusionskontrollverordnung bei der Kommission eingegangen. Danach ist Folgendes beabsichtigt: Das Unternehmen STX Corporation („STX“) erwirbt die de-facto-Kontrolle über die Gesamtheit des Unternehmens Aker Yards A.S.A. („Aker“) durch den Erwerb von Anteilen.

In der ersten Phase der Untersuchung stellte die Kommission fest, dass das angemeldete Rechtsgeschäft Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, und beschloss am 20. Dezember 2007, das Verfahren nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c der Fusionskontrollverordnung einzuleiten.

Das anmeldende Unternehmen stellte keinen Antrag auf Zugang zu den wichtigsten Unterlagen der Akte gemäß den Leitlinien der GD Wettbewerb über bewährte Praktiken bei EG-Fusionskontrollverfahren.

Nach einer eingehenden Marktuntersuchung gelangten die Kommissionsdienststellen zu dem Ergebnis, dass das Zusammenschlussvorhaben den wirksamen Wettbewerb im Gemeinsamen Markt oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern wird und folglich mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar ist. Daher wurde dem anmeldenden Unternehmen keine Mitteilung der Beschwerdepunkte übermittelt.

Ich erhielt weder Anfragen noch Stellungnahmen von den Beteiligten.

Freistellungsentscheidung

Am 5. März 2008 beantragte STX gemäß Artikel 7 Absatz 3 der Fusionskontrollverordnung eine Freistellung von der Verpflichtung zum Aufschub des Vollzugs des Zusammenschlusses. Aufgrund neuer Entwicklungen, die nach diesem ersten Antrag eingetreten waren, beantragte STX am 10. März 2008 erneut die Freistellung vom Vollzugsverbot. Am 19. März 2008 genehmigte die Kommission die beantragte Freistellung von den in Artikel 7 Absatz 1 der Fusionskontrollverordnung festgelegten Pflichten unter bestimmten Bedingungen.

Antrag einer dritten Partei auf Zugang zu Akten

Am 1. April 2008 wiederholte eine dritte Partei, Fincantieri-Cantieri Navali S.p.A („Fincantieri“) ihren Antrag an den stellvertretenden Generaldirektor des GD Wettbewerbs auf Zugang zu den Untersuchungsakten. Mir gegenüber stellte Fincantieri einen ähnlichen Antrag am 9 April 2008 mit der Begründung, dass die Ablehnung ihr Recht auf Anhörung verletze. Am 14. April 2008 antwortete der stellvertretende Generaldirektor auf Fincantieri's Antrag vom 1 April 2008 und stellte fest, dass Fincantieri, als eine dritte Partei, kein Recht auf Zugang zu den Untersuchungsakten in diesem Fall hatte. Mit meinem Antwort vom 15 April 2008 bestätigte ich diese Ansicht. Ich bestätigte darüberhinaus, dass nach meiner Ansicht, aufgrund der schriftlichen Stellungnahmen und mündlichen Kontakte mit der Kommission während des Verfahrens, Fincantieri, als eine dritte Partei, hinreichend angehört wurde.

Das Recht auf Anhörung in dieser Sache ist somit gewahrt.

Brüssel, 22. April 2008

Karen WILLIAMS


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/14


ZUSAMMENFASSUNG DER ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 5. Mai 2008

zur Feststellung der Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen

(Sache COMP/M.4956 — STX/Aker Yards)

(Nur der englische Text ist verbindlich)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/11

Am 5. Mai 2008 erließ die Kommission eine Entscheidung in einem Verfahren nach Artikel 8 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates vom 20. Januar 2004 über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen. Eine nichtvertrauliche Fassung der vollständigen Entscheidung in der verbindlichen Sprache der Wettbewerbssache und in den Arbeitssprachen der Kommission ist auf der Website der Generaldirektion Wettbewerb unter folgender Adresse abrufbar:

http://ec.europa.eu/comm/competition/index_en.html

Die nachstehende Zusammenfassung ist nur eine vereinfachte Darstellung der wichtigsten Aspekte der Entscheidung; sie hat keine rechtliche Wirkung und dient ausschließlich Informationszwecken.

I.   EINLEITUNG

1.

Am 16. November 2007 ging die Anmeldung eines Zusammenschlusses bei der Kommission ein, der zufolge die STX Corporation („STX“, Südkorea) durch Erwerb von Anteilen die Kontrolle über Aker Yards A.S.A. („Aker Yards“, Norwegen) erwirbt.

2.

Die Kommission stellte fest, dass das Vorhaben ein Zusammenschluss im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (nachstehend „Fusionskontrollverordnung“ genannt) ist.

3.

STX ist eine südkoreanische Holdinggesellschaft, die in drei Hauptgeschäftsbereichen tätig ist: Schiffbau und Schiffsausstattung (einschließlich Motoren), Transport und Logistik, Energie und Baugewerbe. Im Rahmen seiner Schiffbautätigkeit entwickelt und baut STX verschiedene Arten von Handelsschiffen. STX verfügt derzeit über zwei Werften in Südkorea und eine weitere im Bau befindliche Werft in China.

4.

Aker Yards ist ein norwegisches Schiffbauunternehmen, das vor allem hochentwickelte Schiffe wie Kreuzfahrtschiffe und Fähren, für die Offshore-Förderung eingesetzte Schiffe und Spezialschiffe herstellt. Kreuzfahrtschiffe und Fähren machten im Jahr 2006 etwa 44 % des Gesamtumsatzes von Aker Yards aus. Aker Yards besitzt 18 Werften in verschiedenen europäischen Ländern sowie in Vietnam und Brasilien.

5.

Der angemeldete Zusammenschluss sieht vor, dass STX im Sinne von Artikel 7 Absatz 2 der Fusionskontrollverordnung im Rahmen eines zweitätigen Book-Building-Verfahrens an der Osloer Börse eine Minderheitsbeteiligung von 39,2 % an Aker Yards erwirbt. Die Ausübung der mit den Aker-Yards-Anteilen verbundenen Stimmrechte durch STX unterliegt der Genehmigung der Europäischen Kommission.

6.

In Anbetracht der Beteiligungsstruktur von Aker Yards und der Ausübung der Stimmrechte bei dessen letzten drei Hauptversammlungen wird es STX mit der Minderheitsbeteiligung von 39,2 % höchstwahrscheinlich gelingen, die Mehrheit der Stimmen zu erlangen und de facto die Kontrolle über Aker Yards zu erwerben. Das Vorhaben stellt daher einen Zusammenschluss im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b der Fusionskontrollverordnung dar.

7.

Nach Prüfung des Vorhabens entschied die Kommission am 20. Dezember 2007, gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c der Fusionskontrollverordnung das Verfahren einzuleiten.

8.

Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass der angemeldete Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb im Gemeinsamen Markt bzw. in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern wird, so dass der geplante Zusammenschluss für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar erklärt werden kann. Daher erklärte sie den Zusammenschluss am 5. Mai 2008 gemäß Artikel 8 Absatz 1 der Fusionskontrollverordnung und Artikel 57 des EWR-Abkommen für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar.

II.   RELEVANTE MÄRKTE

A.   Sachlich relevante Märkte

Handelsschiffbau

9.

Die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen überschneiden sich im Bereich des Baus von Handelsschiffen in den folgenden Schiffskategorien: Containerschiffe und Flüssiggas-(„LNG“-)Tanker (diese beiden Märkte sind nicht betroffen), Chemikalien- und Öltanker sowie Produktentanker. Außerdem gehört Aker Yards zu den größten Marktteilnehmern im Bereich der Kreuzfahrtschiffe und Fähren.

Produktentanker und Chemikalien-/Öltanker

10.

Der Anmelder brachte vor, dass Chemikalien-/Öltanker und Produktentanker in der Praxis zum Transport mehrerer Arten von Stoffen dienen können und diese Kategorien daher als ein und derselbe sachliche Markt betrachtet werden können. Die Untersuchung ergab, dass die nachfrageseitige Substituierbarkeit hoch ist. Die Frage, ob Chemikalien-/Öltanker und Produktentanker als ein und derselbe sachliche Markt betrachtet werden sollten, kann in der vorliegenden Sache offengelassen werden, da der Zusammenschluss unabhängig von der genauen Marktdefinition nicht zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken führt.

Fahrgastschiffe

11.

In der Entscheidung in der Sache Aker Yards/Chantiers de l’Atlantique erachtete es die Kommission als angemessen, unter Berücksichtigung sowohl der nachfrage- als auch angebotsseitigen Aspekte den Markt für Kreuzfahrtschiffe und den Markt für Fähren vom Gesamtmarkt für Handelsschiffbau zu unterscheiden. Der Anmelder stimmt mit dieser Unterscheidung überein. Die Marktuntersuchung ergab keine Gründe, weshalb die Kommission von ihrer früheren diesbezüglichen Haltung abrücken sollte.

12.

Im Bereich der Kreuzfahrtschiffe lieferte die Marktuntersuchung, ähnlich wie in der obengenannten Entscheidung, Hinweise darauf, dass kleine Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität von weniger als 20 000-30 000 BRZ einen anderen Markt darstellen als mittelgroße und große Kreuzfahrtschiffe mit einer Bruttoraumzahl von über 30 000. Da Aker Yards nur im Segment der Schiffe mit einer BRZ von über 30 000 tätig ist, wurde für die wettbewerbsrechtliche Würdigung des Zusammenschlusses dieser Markt herangezogen. Dieser Punkt kann jedoch letztlich offengelassen werden, da er keinen Einfluss auf die wettbewerbsrechtliche Würdigung hat.

13.

Im Rahmen der wettbewerbsrechtlichen Würdigung des Zusammenschlusses wurden folgende sachlich relevante Märkte betrachtet: i) Kreuzfahrtschiffe, ii) Fähren und iii) Chemikalien-/Öltanker und Produktentanker (die entweder gesondert oder als ein gemeinsamer Markt betrachtet werden können).

Schiffsmotorenherstellung

14.

STX ist über seine Tochtergesellschaften Engine Co., Ltd. und STX Heavy Industries Co., Ltd. auch im Bereich der Schiffsmotorenherstellung tätig.

15.

Der Anmelder brachte vor, dass der Markt für Schiffshauptantriebe einen einzigen Produktmarkt darstelle, weil die Motoren aller Arten von Handelsschiffen in technischer Hinsicht im Allgemeinen austauschbar seien und die Hersteller in der Regel die gesamte Palette der Schiffsmotoren herstellen. Die einzige Ausnahme bilden dem Anmelder zufolge spezielle Hybrid-Schiffsmotoren, die in Flüssiggastankern zum Einsatz kommen. Die Marktuntersuchung deutete darauf hin, dass sich Schiffsantriebe je nach dem für den Antrieb verwendeten Kraftstoff in zwei Hauptkategorien unterteilen lassen: Dieselmotoren und Hybrid-Schiffsmotoren. In der vorliegenden Sache kann der genaue Umfang des sachlich relevanten Marktes jedoch offengelassen werden.

B.   Räumlich relevante Märkte

16.

Der Anmelder brachte vor, dass der räumlich relevante Markt für Handelsschiffbau und Schiffsmotoren weltweiten Umfang hat. Die Marktuntersuchung der Kommission bestätigte den Standpunkt der beteiligten Unternehmen.

III.   WETTBEWERBSRECHTLICHE WÜRDIGUNG

17.

Die größten Bedenken, die sich aus der Marktuntersuchung ergaben, standen mit den möglichen Auswirkungen des Zusammenschlusses auf die Märkte für Kreuzfahrtschiffe und Fähren im Zusammenhang. Die Bedenken bezogen sich auf den Wegfall von STX als potenziellem neuen Marktteilnehmer und auf die Vorteile, die STX angeblich aufgrund von Subventionen des südkoreanischen Staates, anderen Kostenvorteilen und seiner vertikal integrierten Schiffsmotorenherstellung gegenüber anderen Schiffbauunternehmen habe, und die das Unternehmen nutzen könne, um die Preise zu unterbieten, was zur Folge hätte, dass bestehende Konkurrenten marginalisiert würden, so dass aufgrund der Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung der Wettbewerb beeinträchtigt würde. Auf diese Bedenken wird im Folgenden eingegangen.

Markt Für Kreuzfahrtschiffe

Wegfall von STX als potenziellem neuen Marktteilnehmer

18.

Die Marktuntersuchung ergab, dass STX im Hinblick auf einen Eintritt in den Kreuzfahrtschiffmarkt und ein rasches Erlangen einer bedeutenden Marktstellung nicht sehr weit fortgeschritten ist. Im Zuge der Untersuchung erlangte die Kommission davon Kenntnis, dass sich STX an einer von Saga Lines durchgeführten Ausschreibung zum Bau eines Kreuzfahrtschiffes beteiligt hat. Diese Initiative ist offenbar der Grund, weshalb einige Marktteilnehmer STX mit dem Kreuzfahrtschiffmarkt in Verbindung bringen. Die Beteiligung von STX an der Ausschreibung war jedoch auf die Einreichung von Anfangsunterlagen beschränkt, und das Ziel der Beteiligung an der Ausschreibung bestand offenbar darin, den Markt im Hinblick auf einen etwaigen späteren Markteintritt kennenzulernen. Die Untersuchung ergab, dass sich STX weder an weiteren Ausschreibungen beteiligte noch vorbereitende Gespräche oder Verhandlungen über den Bau von Kreuzfahrtschiffen führte und dass die Marktteilnehmer STX generell nicht als tatsächlichen Wettbewerber, sondern neben anderen asiatischen Schiffbauunternehmen als potenziellen neuen Marktteilnehmer betrachten. Folglich gibt es mehrere Hinweise dafür, dass STX nicht besser aufgestellt ist als eine Reihe anderer asiatischer Schiffbauunternehmen, um in den Markt einzutreten.

19.

Die Marktuntersuchung zeigte, dass es eine ausreichende Zahl anderer potenzieller Wettbewerber gibt, die mindestens ebenso gut aufgestellt sind wie STX, um in den Kreuzfahrtschiffmarkt einzutreten. Darunter sind Schiffbauer aus Fernost wie Mitsubishi aus Japan sowie Samsung und Daewoo aus Korea. Mitsubishi ist seit einigen Jahren in diesem Bereich tätig und lieferte 2004 zwei große Kreuzfahrtschiffe aus. Die anderen koreanischen Schiffbauer haben zwar bisher (ähnlich wie STX) noch nie den Zuschlag für den Bau eines Kreuzfahrtschiffes erhalten, doch die Untersuchung ergab, dass sie, und vor allem Samsung und Daewoo, unter den Marktteilnehmern als die wahrscheinlichsten potenziellen neuen Wettbewerber gelten.

20.

Da STX gegenwärtig keinen erheblichen Wettbewerbsdruck auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt ausübt und es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass STX in naher Zukunft zu einer wirksamen Wettbewerbsmacht wird, und da selbst nach dem Zusammenschluss eine ausreichende Zahl an anderen potenziellen neuen Marktteilnehmern verbleiben, wird der wirksame Wettbewerb auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt durch den Wegfall eines potenziellen Wettbewerbers im Zuge des angemeldeten Zusammenschlusses nicht erheblich beeinträchtigt.

Wettbewerbsrechtliche Bedenken aufgrund von Subventionen

21.

Im Rahmen der Marktuntersuchung wurden Bedenken geäußert, dass das zusammengeschlossene Unternehmen neben einer Reihe anderer angeblicher Vorteile wie zum Beispiel niedrige Arbeits-, Energie- und Stahlkosten in den Genuss von Subventionen des koreanischen Staates komme und diese unlauteren Subventionen nutzen könne, um die Preise zu unterbieten, was zur Folge hätte, dass bestehende Wettbewerber marginalisiert würden, so dass letztlich eine beherrschende Stellung auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt entstünde. Der Beschwerdeführer brachte vor, die Kommission müsse in Fusionskontrollverfahren auch staatliche Beihilfen berücksichtigen und eine unabhängige Untersuchung zu der Frage durchführen, ob eine staatliche Beihilfe gewährt wurde.

22.

Die Höhe der Arbeits-, Energie- und Stahlkosten hängt unter anderem vom Produktionsstandort ab, so dass die Unternehmen es selbst in der Hand haben, entsprechende Kostenvorteile zu erzielen, indem sie einen geeigneten Standort wählen. Somit besteht kein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Kosten und dem Zusammenschluss. Bezüglich der angeblichen Subventionen ist festzustellen, dass die vom Beschwerdeführer angeführten Finanztransaktionen — die ebenfalls in keiner Weise durch den Zusammenschluss ausgelöst wurden — nicht als offenkundige Subventionen angesehen werden können. Ferner ist in der WTO, die geeignet wäre, um angebliche Subventionen in Nichtmitgliedstaaten zu beurteilen, kein Verfahren gegen Korea wegen Subventionen für Schiffbauunternehmen anhängig. Daher ist der Schluss zu ziehen, dass im Rahmen der Untersuchungen zu diesem Zusammenschluss nicht festgestellt wurde, dass die vom Beschwerdeführer angeführten Finanztransaktionen Subventionen darstellen (1).

23.

Wenngleich dieser Mangel an Hinweisen auf Subventionen bereits darauf hindeutet, dass keine Steigerung der Finanzkraft des zusammengeschlossenen Unternehmens vorliegt, hat die Kommission zusätzliche Schritte unternommen, um die Wahrscheinlichkeit und die möglichen Wirkungen der angeführten früheren und künftigen Finanztransaktionen zu beurteilen. Die Untersuchung ergab, dass die angeführten Finanztransaktionen, selbst wenn sie Subventionselemente enthielten, keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzkraft des zusammengeschlossenen Unternehmens hätten.

24.

Der Beschwerdeführer gab an, dass STX früher Subventionen in Form von i) Programmen zur Förderung von technischem Know-how und ii) günstigen Konditionen bei einem bestimmten Darlehen gewährt wurden. Die Marktuntersuchung ergab jedoch, dass das betreffende Forschungsprogramm zahlreiche Projekte und Teilnehmer umfasste und dass nur ein sehr geringer Teil des Programms den Schiffbautätigkeiten von STX zugute kam. Das vom Beschwerdeführer angeführte Darlehen wurde von einem Bankenkonsortium gewährt, dem auch Privatbanken angehörten. Da alle Mitglieder des Konsortiums denselben Betrag zu denselben Konditionen beisteuerten, ist es prima facie unwahrscheinlich, dass das Darlehen Subventionen enthielt. Angesichts der Tatsache, dass sich die Subvention ohnehin nur auf die Differenz zwischen dem marktüblichen Zinssatz und dem vergünstigten Zinssatz beliefe, ist zudem nicht davon auszugehen, dass der Gesamtumfang dieser Subvention die Finanzkraft des zusammengeschlossenen Unternehmens erheblich stärken würde.

25.

Die angeblichen künftigen Subventionen sollen dem Beschwerdeführer zufolge von KEXIM, der im Staatseigentum stehenden koreanischen Exportbank, hauptsächlich in Form von Darlehen zur Finanzierung der Exportkosten vor dem Versand (Pre-Shipment Loans — PSLs) und Anzahlungsgarantien (Advanced Payment Refund Guarantees — APRGs) für die Schiffbauprojekte des zusammengeschlossenen Unternehmens gewährt werden. Die Marktuntersuchung ergab, dass Werften in aller Welt, auch in Europa, in der Regel ähnliche Arten von Instrumenten zur Finanzierung ihrer Betriebsmittel einsetzen. Zudem sind die Angaben über diese mutmaßlichen Subventionen, die angeblich wettbewerbsschädliche Auswirkungen haben könnten, zukunftsgerichtet und somit ungewiss und spekulativ, da künftige Entscheidungen der koreanischen Regierung über Schiffbausubventionen nicht mit Gewissheit vorhergesagt werden können. Darüber hinaus bestätigt ein früheres WTO-Verfahren, dass die KEXIM-Programme nicht per se Subventionselemente enthalten. Daher gibt es keine Beweise dafür, dass Korea dem zusammengeschlossenen Unternehmen in Zukunft Subventionen gewähren wird, die seinen WTO-Verpflichtungen zuwiderlaufen.

Selbst mit unlauteren Subventionen wäre STX nicht in der Lage, auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt Marktmacht auszuüben

26.

Außerdem prüfte die Kommission, ob STX bei Erhalt der angeblichen Subventionen überhaupt in der Lage wäre, auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt Marktmacht auszuüben.

27.

Die wichtigsten Finanzdaten von STX und die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Zahlen deuten darauf hin, dass die Finanzkraft von STX (auch im Anschluss an den Zusammenschluss) nicht erheblich gestärkt würde.

28.

Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass die obengenannten angeblichen Subventionen für Finanzierungsinstrumente in Form günstiger Zinssätze und Garantieentgelte die Finanzierungskosten senken und somit lediglich zu einer Verringerung der Kosten für in Korea hergestellte Schiffsprototypen führen würden. Selbst unter der Annahme, dass die Finanzierungsinstrumente günstigere Konditionen als marktüblich enthalten, wären die mit diesen Subventionen einhergehenden Kosteneinsparungen im Vergleich zu den Gesamtkosten des Baus eines Kreuzfahrtschiffes sehr gering. Die Kosteneinsparung erscheint nicht so groß, als dass sie eine systematische Preisunterbietung ermöglichen würde, die zu einer Monopolisierung des Kreuzfahrtschiffmarktes führen würde.

29.

Die Marktuntersuchung ergab, dass mit einer derartigen Entwicklung aus folgenden Gründen nicht zu rechnen ist: i) Das zusammengeschlossene Unternehmen hat gegenwärtig keine erhebliche Marktmacht (Aker Yard hat einen Anteil von [30—35] % am Kreuzfahrtschiffmarkt, während der Marktanteil von Fincantieri [40—45] % beträgt und der von Meyer-Werft [25—30] %); ii) die Kunden sind groß (die vier größten Kunden — Carnival, Royal Caribbean, MSC und STAR/NCL — machen zusammen rund 80 % der weltweiten Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen aus) und erfahren und dürften folglich in der Lage sein, sich wettbewerbswidrigem Verhalten zu widersetzen; iii) die Wettbewerber sind nicht reaktionsunfähig und erhalten im äußersten Fall den erneuten Markteintritt als ernstzunehmende Bedrohung aufrecht.

Schlussfolgerung zum Kreuzfahrtschiffmarkt

30.

Auf der Grundlage der vorstehenden Ausführungen lässt sich schließen, dass der angemeldete Zusammenschluss in Bezug auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Bau von fähren

31.

Im Rahmen der eingehenden Marktuntersuchung wurden auch die potenziellen Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Markt für Fähren analysiert, auf dem Aker Yards zu den Hauptakteuren zählt, während STX dort noch nicht tätig ist. Die Situation auf dem Fährenmarkt unterscheidet sich jedoch insofern von der Lage auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt, als es auf dem Fährenmarkt wesentlich mehr Marktteilnehmer gibt als auf dem hochkonzentrierten Kreuzfahrtschiffmarkt. Da neben Aker Yards (das einen Marktanteil von rund [10—15] % hat) zahlreiche andere Schiffbauunternehmen auf dem Markt tätig sind — darunter Fincantieri, Flensburger, Visentini, Apuania und Barreras sowie das japanische Unternehmen Mitsubishi und die koreanischen Firmen Hyundai, Samsung und Daewoo — sind wettbewerbsschädliche Auswirkungen äußerst unwahrscheinlich.

32.

STX hat bis dato noch keine Fähre gebaut und auch noch keinen Fährenauftrag erhalten. Selbst unter der Annahme, dass STX als potenzieller neuer Marktteilnehmer anzusehen ist, hätte der Markteintritt von STX keine erhebliche Änderung der Marktstruktur zur Folge. Daher gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass der Wegfall von STX als potenziellem neuen Marktteilnehmer zu einer erheblichen Behinderung des wirksamen Wettbewerbs auf dem Fährenmarkt führen würde.

Bau von Produktentankern

33.

Ausgehend von der Annahme, dass Produktentanker und Chemikalien-/Öltanker ein und demselben sachlichen Markt angehören, belief sich der durchschnittliche gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen im Zeitraum 2004 bis 2007 auf 14,75 % (bezogen auf die gelieferte Tonnage) bzw. 11 % (bezogen auf die bestellte Tonnage). Selbst auf Basis der enger gefassten Produktmarktdefinition, d. h. einem separaten Markt für Produktentanker, wäre der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen mit weniger als 15 % gering, wobei die durch den Zusammenschluss bewirkte Steigerung nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte ausmachen würde.

34.

Auf der Grundlage der geringen Auswirkungen des Zusammenschlusses auf diese Märkte und der Ergebnisse der Marktuntersuchung lässt sich schließen, dass das angemeldete Vorhaben in Bezug auf den Bau von Produktentankern keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Vertikale aspekte

Herstellung von dieselschiffsmotoren

35.

Im Rahmen der Marktuntersuchung äußerten einige Wettbewerber Bedenken, dass die durch den Zusammenschluss entstehenden vertikalen Verbindungen — STX stellt auch Schiffsmotoren her — negative Auswirkungen haben könnten.

36.

Der Marktuntersuchung zufolge ist der Markt für Schiffsmotoren im Allgemeinen nicht konzentriert. Der weltweite Anteil von STX am gesamten Markt für Dieselschiffsmotoren betrug 2007 etwa [15—20] %. Die größten Wettbewerber sind Wärtsilä [15—20] %, Yanmar [15—20] %, Daihatsu [25—30] %, Doosan [5—10] % und Mitsui [5—10] %.

37.

In der Herstellung und im Verkauf von Motoren für Kreuzfahrtschiffe ist STX hingegen nicht tätig. In diesem Marktsegment nehmen die beiden Unternehmen MAN B&W Diesel Group („MAN“) und Wärtsilä Corporation („Wärtsilä“) eine beherrschende Stellung ein. STX ist nicht in der Lage, Motoren für den Einsatz in Kreuzfahrtschiffen und/oder Fähren mit seiner eigenen Technologie herzustellen, und hat solche Motoren bisher auch weder direkt noch indirekt geliefert. Für die Herstellung von Motoren für Handelsschiffe verwendet STX stattdessen lizenzierte MAN-Technologie. STX hat jedoch im Rahmen der Lizenzvereinbarung bisher weder direkt noch indirekt Motoren gefertigt oder geliefert, die für Kreuzfahrtschiffe oder Fähren geeignet wären. Daraus ist zu schließen, dass STX gegenwärtig nicht in der Lage wäre, Motoren für seine eigenen Kreuzfahrtschiffe herzustellen.

38.

Abschließend ist festzustellen, dass nicht damit zu rechnen ist, dass die durch den Zusammenschluss entstehenden vertikalen Verbindungen auf dem Kreuzfahrtschiffmarkt Wettbewerbsprobleme hervorrufen werden.

Transportleistungen

39.

STX ist ferner über seine Tochtergesellschaft STX Pan Ocean im Bereich der Transportleistungen tätig, in erster Linie im Bereich der Massengutfrachter.

40.

Nach Angaben des Anmelders betrug der weltweite Marktanteil von STX im Bereich Transportleistungen mit Massengutfrachtern im Zeitraum 2004 bis 2007 rund 2 %. In Anbetracht der Tatsache, dass die Schiffbaumärkte weltweiten Umfang haben und dass die Schiffe weltweit beschafft werden, gibt der äußerst geringe Marktanteil von STX auf den nachgelagerten Transportmärkten keinen Anlass zu Bedenken, dass das zusammengeschlossene Unternehmens seine Wettbewerber auf dem vorgelagerten Schiffbaumarkt von den Kunden abschotten könnte.

IV.   SCHLUSSFOLGERUNG

41.

Die Kommission hat entschieden, gegen den angemeldeten Zusammenschluss keine Einwände zu erheben und ihn für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar zu erklären. Diese Entscheidung wird gemäß Artikel 8 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 erlassen.


(1)  Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist die Kommission nicht verpflichtet, im Rahmen eines Fusionskontrollverfahrens parallel eine (mit einem Beihilfeverfahren nach Artikel 88 EG-Vertrag vergleichbare) unabhängige Untersuchung durchzuführen, um über das Vorliegen angeblicher Subventionen zu entscheiden, und insbesondere dann nicht, wenn die angeblichen Subventionen von einem Nichtmitgliedstaat gewährt wurden. In der Rechtsprechung (insbesondere im Urteil in der Rechtssache RJB Mining), in der festgestellt wurde, dass im Rahmen von Fusionskontrollverfahren auch mutmaßliche staatliche Beihilfen berücksichtigt werden müssen, wurde auf ganz besondere Umstände verwiesen: Die Kommission führte nämlich parallel ein Fusionskontrollverfahren und eine Beihilfeverfahren durch, was hier nicht der Fall ist. Siehe Sache T-156/98, RJB Mining/Kommission, Slg. 2001, II-337.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/19


Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für Kartell- und Monopolfragen aus der 382. Sitzung vom 18. Oktober 2004 zum vorläufigen Entscheidungsentwurf in der Sache COMP/F-1/38.338 — PO/Nadeln

2009/C 147/12

1.

Der Beratende Ausschuss stimmt der Schlussfolgerung der Kommission zu den relevanten Märkten zu.

2.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission, dass die Adressaten des Entscheidungsentwurfs an Vereinbarungen und/oder abgestimmten Verhaltensweisen im Sinne von Artikel 81 Absatz 1 EG-Vertrag beteiligt waren.

3.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission, dass der Zweck und die Wirkung der Vereinbarungen und/oder der abgestimmten Verhaltensweisen eine Einschränkung des Wettbewerbs im Sinne von Artikel 81 Absatz 1 EG-Vertrag waren.

4.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission, dass die Adressaten des Entscheidungsentwurfs an einer einzigen, fortlaufenden Zuwiderhandlung gegen Artikel 81 Absatz 1 EG-Vertrag beteiligt waren.

5.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission, dass die Vereinbarungen und/oder die abgestimmten Verhaltensweisen geeignet waren, den innergemeinschaftlichen Handel spürbar zu beeinträchtigen.

6.

Der Beratende Ausschuss teilt die Einschätzung der Kommission zu Artikel 81 Absatz 3 EG-Vertrag.

7.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission, dass Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1/2003 in diesem Fall anzuwenden ist.

8.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission zur Schwere und Dauer der Zuwiderhandlung.

9.

Der Beratende Ausschuss teilt die Einschätzung der Kommission, dass keine mildernden oder erschwerenden Umstände vorliegen.

10.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission zur Anwendbarkeit der Kronzeugenregelung.

11.

Der Beratende Ausschuss empfiehlt die Veröffentlichung seiner Stellungnahme im Amtsblatt der Europäischen Union.

12.

Der Beratende Ausschuss ersucht die Kommission, alle weiteren in der Diskussion vorgebrachten Punkte zu berücksichtigen.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/20


Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für Kartell- und Monopolfragen aus der 383. Sitzung vom 25. Oktober 2004 zum vorläufigen Entscheidungsentwurf in der Sache COMP/F-1/38.338 — PO/Nadeln

2009/C 147/13

1.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission zu den Grundbeträgen der Geldbußen in Bezug auf:

a)

die Schwere der Zuwiderhandlung;

b)

die Dauer der Zuwiderhandlung.

2.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission zur Höhe der Ermäßigung der Geldbußen auf Grundlage der Mitteilung der Kommission über die Nichtfestsetzung oder die niedrigere Festsetzung von Geldbußen in Kartellsachen von 1996.

3.

Der Beratende Ausschuss teilt den Standpunkt der Kommission zur endgültigen Höhe der Geldbußen.

4.

Der Beratende Ausschuss empfiehlt die Veröffentlichung seiner Stellungnahme im Amtsblatt der Europäischen Union.

5.

Der Beratende Ausschuss ersucht die Kommission, alle weiteren in der Diskussion vorgebrachten Punkte zu berücksichtigen.


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/21


Abschlussbericht des Anhörungsbeauftragten in der Sache COMP/F-1/38.338 — Hartkurzwaren Nadeln

(gemäß Artikel 15 des Beschlusses 2001/462/EG, EGKS der Kommission vom 23. Mai 2001 über das Mandat von Anhörungsbeauftragten in bestimmten Wettbewerbsverfahren — ABl. L 162 vom 19.6.2001, S. 21)

2009/C 147/14

Der Entscheidungsentwurf gibt Anlass zu folgenden Bemerkungen:

Das Verfahren geht auf Informationen eines Vertreters von Entaco Ltd und auf Nachprüfungen gemäß Artikel 14 Absatz 3 der Verordnung Nr. 17 (1) zurück, die von der Kommission am 7. und 8. November 2001 in den Geschäftsräumen verschiedener europäischer Hersteller von Hart- und Weichkurzwaren sowie beim deutschen Verband für Verbindungs- und Befestigungstechnik VBT vorgenommen wurden. Durch diese Nachprüfungen und die anschließenden Auskunftsverlangen nach Artikel 11 der Verordnung Nr. 17 gelangte die Kommission in den Besitz von Beweismaterial, dem zufolge die folgenden Unternehmen durch Vereinbarungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen gegen Artikel 81 EG-Vertrag verstoßen haben:

William Prym GmbH & Co. KG und Prym Consumer GmbH & Co. KG („Prym“), Coats plc (nun Coats Holdings Ltd) und J & P Coats Ltd („Coats“) sowie Entaco Group Ltd und Entaco Ltd. („Entaco“).

Am 15. März 2004 übersandte die Kommission Prym, Entaco und Coats eine Mitteilung der Beschwerdepunkte gemäß Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 2842/98 (2), die am 16. März 2004 bei Entaco und am 17. März 2004 bei Coats und Prym einging. Der letzte Termin für die Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte war der 13. Mai 2004. Coats und Prym wurde eine Terminverlängerung bis zum 28. Mai 2004 eingeräumt.

Entacos Antwort erhielt die Kommission am 5. Mai 2004. Die Antworten von Coats und Prym gingen am 28. Mai 2004 ein.

Die Unternehmen erhielten Akteneinsicht durch Übersendung einer CD-ROM mit den Dokumenten der Kommissionsakte. Diese ging am 26. März 2004 bei den Unternehmen ein.

Mit Schreiben vom 13. April und 5. Mai 2004 erbat Coats Einsicht in weitere Unterlagen der Kommissionsakte, da andere in den Räumen von Prym und VBT aufgefundene Dokumente für die Verteidigung von Coats relevant sein könnten. Darüber hinaus kritisierte Coats, dass einige Absätze in der Mitteilung der Beschwerdepunkte verändert worden waren, obgleich sie sich auf für Coats relevante Dokumente bezogen.

Mit Schreiben vom 3. Mai und 7. Mai 2004 erklärte ich mich damit einverstanden, dass Coats sämtliche in den Geschäftsräumen von Prym kopierten Dokumente, die in der Zwischenzeit von Prym als nichtvertraulich eingestuft worden waren, übersandt wurden. Außerdem versprach ich, dass fast alle von Coats angeführten Passagen wieder in die Mitteilung der Beschwerdepunkte eingesetzt würden. Dementsprechend gewährten die Kommissionsdienststellen in den darauf folgenden Tagen Einsicht in die zusätzlichen Unterlagen.

Bei den anderen Dokumenten, die in den Räumen von VBT aufgefunden worden waren, hielt ich dagegen keine Verbindung mit dem vorliegenden Fall für gegeben, die ausgereicht hätte, um ihre Offenlegung zu rechtfertigen; folglich gab ich dem Antrag von Coats nicht statt. Coats hat dieses Vorgehen nicht beanstandet.

Auf Wunsch der beteiligten Unternehmen fand am 18. Juni 2004 eine mündliche Anhörung in dieser Sache statt.

Im Anschluss an die Anhörung erhielten die Beteiligten eine nichtvertrauliche Fassung der Antworten der anderen Unternehmen. Allen Beteiligten wurde mitgeteilt, dass die Antworten aus Sicht der Kommission neues Beweismaterial enthalten könnten, das den Beschwerdepunkten der Mitteilung zugeordnet würde. Für die Übermittlung weiterer Stellungnahmen wurde den Verfahrensbeteiligten eine Frist von vier Wochen ab Zustellung eingeräumt.

Am 28. Juli übersandte Coats weitere Dokumente zu einer Reihe von Punkten, die während der Anhörung angesprochen oder geklärt worden waren. Gleiches tat Prym am 30. Juli 2004.

Am 19. August 2004 übermittelte Coats der Kommission ein Memorandum mit einer Zusammenfassung seiner wichtigsten Einwände gegen die Ausführungen der Kommission.

Der der Kommission vorliegende Entscheidungsentwurf enthält ausschließlich Beschwerdepunkte, zu denen sich die Verfahrensbeteiligten äußern konnten.

Ich stelle daher fest, dass das Anhörungsrecht der beteiligten Unternehmen voll und ganz eingehalten wurde.

Brüssel, den 19. Oktober 2004

Karen WILLIAMS


(1)  Verordnung Nr. 17 des Rates vom 6. Februar 1962, Erste Durchführungsverordnung zu den Artikeln 85 und 86 des Vertrages (ABl. 13 vom 21.2.1962, S. 204.)

(2)  Verordnung (EG) Nr. 2842/98 der Kommission vom 22. Dezember 1998 über die Anhörung in bestimmten Verfahren nach Artikel 85 und 86 EG-Vertrag (ABl. L 354 vom 30.12.1998, S. 18).


27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/23


ZUSAMMENFASSUNG DER ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION

vom 26. Oktober 2004

in einem Verfahren nach Artikel 81 EG-Vertrag

(Sache COMP/F-1/38.338 — PO/Nadeln)

(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2004) 4221)

(Nur der deutsche und der englische Text sind verbindlich)

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/15

1.   EINLEITUNG UND ZUWIDERHANDLUNGEN

Drei Unternehmen und ihre jeweiligen Tochterunternehmen, und zwar William Prym GmbH & Co. KG und Prym Consumer GmbH & Co. KG, Coats Holding Ltd und J & P Coats Ltd, Entaco Ltd und Entaco Group Ltd sind zwischen dem 10. September 1994 (die Kernübereinkunft wurde im Juni unterzeichnet, trat aber erst am 10. September 1994 in Kraft) und dem 31. Dezember 1999 eine Reihe von schriftlichen, der Form nach bilateralen Vereinbarungen eingegangen, die in der Praxis eine dreiseitige Vereinbarung darstellten. Diese diente der Aufteilung der Produktmärkte (durch Segmentierung des europäischen Marktes für Hartkurzwaren) und der räumlichen Märkte (durch Segmentierung des europäischen Marktes für Nadeln) bzw. trug zu deren Aufteilung bei. Außerdem waren die Unternehmen zwischen dem 10. Mai 1993 und dem 8. November 2001 an bi- oder trilateralen Zusammenkünften beteiligt (Coats Beteiligung war auf vorbereitende Treffen beschränkt). Diese abgestimmten Verhaltensweisen und Vereinbarungen stellen einen Verstoß gegen Artikel 81 Absatz 1 EG-Vertrag dar; sie hatten folgenden Zweck und folgende Wirkung:

Für William Prym GmbH & Co. KG und Prym Consumer GmbH & Co. KG sowie Entaco Ltd und Entaco Group Ltd:

Sie teilten den europäischen Markt für Hartkurzwaren durch die Begrenzung der Geschäftstätigkeit von Entaco Ltd auf Handnäh- und Spezialnadeln auf, was einer Aufteilung des Produktmarkts für Handnäh- und Spezialnadeln und den weiteren Märkten für Nadeln und andere Hartkurzwaren gleichkommt.

Sie segmentierten den europäischen Markt für Nadeln durch die Beschränkung der Geschäftstätigkeit von Entaco Ltd auf das Vereinigte Königreich, die Republik Irland und (Teile von) Italien und durch die Verweigerung des Zutritts von Entaco zu den kontinentaleuropäischen Märkten für Nadeln (mit Ausnahme der so genannten „Eigenmarkenkunden“), so dass sie diese Märkte für William Prym GmbH & Co. KG und seine Tochterunternehmen reservierten, was einer Aufteilung des räumlichen Marktes für Nadeln gleichkommt.

Für Coats Holding Ltd und J & P Coats Ltd:

Coats schützte auf der Einzelhandelsebene seine eigene Nadelmarke (Milward) vor dem Wettbewerb seitens Entaco Ltd im Wege 1. einer Alleinbezugsvereinbarung mit Entaco Ltd, die sich auf das Vereinigte Königreich und (teilweise) Italien erstreckte und 2. durch die Entaco Ltd auferlegte Verpflichtung, die Vereinbarung über die Aufteilung des räumlichen Marktes, die das Unternehmen mit William Prym GmbH & Co. KG geschlossen hatte, einzuhalten.

Die Kommission stützt die vorliegende Entscheidung auf das Vorliegen einander bedingender Klauseln in der genannten Reihe von schriftlichen bilateralen Vereinbarungen und auf bestimmte Schriftstücke aus der betreffenden Zeit. Diese Klauseln wurden im Laufe der Zeit verlängert.

In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass der von Entaco Ltd gestellte Antrag auf Anwendung der Kronzeugenregelung sämtliche Erkenntnisse der Kommission in diesem Verfahren bestätigt. In seiner Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte erkannte Prym seine Beteiligung an den Zuwiderhandlungen an, bestritt aber die Größe der relevanten Märkte.

2.   VERFAHREN

Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse sind die von der Kommission am 7. und 8. November 2001 gemäß Artikel 14 Absatz 3 der Verordnung Nr. 17 in den Geschäftsräumen verschiedener Hersteller von Hart- und Weichkurzwaren (insbesondere Entaco Ltd., Coats plc, William Prym GmbH & Co. KG sowie beim deutschen Fachverband für Verbindungs- und Befestigungstechnik VBT) durchgeführten Nachprüfungen. Durch die Nachprüfungen und anschließenden Auskunftsverlangen nach Artikel 11 der Verordnung Nr. 17 gelangte die Kommission in den Besitz von Beweismaterial dafür, dass die folgenden Unternehmen gegen Artikel 81 EG-Vertrag verstoßen hatten: William Prym GmbH & Co. KG, Prym Consumer GmbH & Co. KG, Coats Holdings Ltd, J & P Coats Ltd und Entaco Ltd. Die Ermittlungen wurden aufgrund von Informationen durchgeführt, die Martin Ellis von Entaco zwischen dem 23. August 2000 und 6. August 2001 übermittelte. Die zuständigen Kommissionsdienststellen betrachteten diese Informationen als Antrag auf Anwendung der Kronzeugenregelung, den Martin Ellis von Entaco mit Schreiben vom 21. August 2001 stellte.

Im April, Mai, Juni und Oktober 2003 übermittelte die Kommission folgenden europäischen Hart- und Weichkurzwarenherstellern Auskunftsverlangen nach Artikel 11: Coats plc, William Prym GmbH & Co. KG und Entaco Ltd; Auskunftsverlangen ergingen ferner an den Verband VBT und Needle Industries (India) Private Ltd.

Am 15. März 2004 sandte die Kommission gemäß Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 2842/98 eine Mitteilung der Beschwerdepunkte an Prym, Entaco und Coats, die am 16. März 2004 bei Entaco und am 17. März 2004 bei Coats und Prym einging. Die Unternehmen erhielten in elektronischer Form Zugang zu den Akten. Jedes Unternehmen bekam eine CD-ROM mit den Dokumenten, die sich am 26. März 2004 in den Akten der Kommission befanden.

Die Anhörung fand am 18. Juni 2004 statt. Die Direktion A und der Juristische Dienst wurden am 18. September 2004 angehört.

3.   RELEVANTE MÄRKTE

Die Kommission hat festgestellt, dass es sich um drei relevante Produktmärkte handelt: 1. den europäischen Markt für Handnäh- und Handwerkernadeln (einschließlich auch Spezialnadeln), in dem eine Aufteilung des sachlichen und räumlichen Marktes erfolgte (Marktvolumen rund 30 Mio. EUR), 2. den europäischen Markt für „sonstige Näh- und Strickerzeugnisse einschließlich Steck- und Stricknadeln“ (Marktvolumen rund 30 Mio. EUR) und 3. den europäischen Markt für sonstige Hartkurzwaren einschließlich Reißverschlüsse und sonstige Verschlüsse (Marktvolumen 1,5 Mrd. EUR); in den beiden zuletzt genannten relevanten Märkten erfolgte eine Aufteilung des sachlichen Marktes vom 10. September 1994 bis zum 13. März 1997. Der Markt für Handnäh- und Handwerkernadeln ist zu unterscheiden vom Markt für Maschinennadeln für industrielle Abnehmer, die während des Zeitraums der Zuwiderhandlung von den beteiligten Unternehmen nicht hergestellt wurden. Prym erklärt, der Markt für Handnähnadeln und derjenige für Handwerkernadeln seien als gesonderte relevante Märkte zu betrachten. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden, da sie von den anderen Unternehmen nicht gestützt wird und sich die rechtswidrigen Vereinbarungen auf beide Arten von Nadeln beziehen.

4.   SYSTEM DER ZUWIDERHANDLUNGEN

1.

Coats war, was seine Marke Milward betraf, auf Einzelhandelsebene auf folgende Weise gegen den Wettbewerb durch Entaco und Prym geschützt:

Entaco durfte aufgrund der Vereinbarungen, die es mit Coats für das VK und mit Prym für Kontinentaleuropa für den Einzelhandel geschlossen hatte, nicht mit Coats in Konkurrenz treten.

Nach Paragraph 2.2 der Liefer- und Kaufvereinbarung durfte Entaco im VK keine Kunden von Coats beliefern: „Entaco ist es untersagt, andere Kunden im VK mit Produkten zu beliefern als solche, die vom Lieferanten bereits vor dem Zeitpunkt dieser Vereinbarung aufgrund bestehender Geschäftsverbindungen Produkte bezogen“.

Nach Paragraph 2.2 der Vertriebsvereinbarung zwischen Prym und Entaco ist es Entaco untersagt, Kunden von Coats und Prym in Kontinentaleuropa zu beliefern: „Entaco darf Produkte auf diesem Gebiet [Europa mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs und der Republik Irland] an keine anderen Personen liefern als an Eigenmarkenkunden und/oder den Vertreiber [Prym Consumer] und/oder die Coats-Gruppe“.

Entaco war also auf dem Markt nicht unabhängig, da es eigentlich nur an Coats oder Prym verkaufen konnte.

Prym war auf die Unterstützung von Coats angewiesen, um Entaco davon abzuhalten, auf dem kontinentaleuropäischen Markt tätig zu werden.

Auch ist zu bedenken, dass Coats (als mit Abstand größter Abnehmer im VK) lediglich bei Entaco statt bei Prym einkaufen musste, um die Marktaufteilungsvereinbarungen durchzusetzen. Dadurch blieb das Geschäft von Prym im VK weiterhin eingeschränkt; zugleich wurde Entaco gezwungen, sich aus Kontinentaleuropa fernzuhalten, weil Coats andernfalls Entaco nicht mehr als ausschließlichen Lieferanten behandeln würde. Dies ist in Paragraph 2.2 der Liefer- und Kaufvereinbarung zwischen Entaco und Coats so geregelt:

Der Lieferant […] b) erfüllt seine Verpflichtungen verwandter Art entsprechend der Vereinbarung zwischen dem Lieferanten und Prym vom [10. September 1994]/[1. April 1997]“.

Darüber hinaus war Coats als größter Vertreiber in Europa in der Lage, durch seine Produktbestellungen Entaco und Prym gegeneinander auszuspielen, womit das Unternehmen ein weiteres Mittel zur Disziplinierung von Prym hatte.

2.

Um den Absatz seiner Produkte zu sichern, wollte Entaco ausschließlicher Lieferant von Coats im VK sein. Sonst hätte das Unternehmen keine Vereinbarung über die Aufteilung des Produktmarktes, mit der eine Ausweitung seines Geschäfts eingeschränkt wurde, geschlossen. Entaco hat in der Tat einer erheblichen Begrenzung seines Geschäfts zugestimmt:

In der Kernübereinkunft heißt es: „Entaco sagt zu, seine Herstellungs- und Vertriebstätigkeiten in der Kurzwarenbranche auf Nadeln zu begrenzen, und ohne vorherige Zustimmung von Prym seine Tätigkeiten nicht auf Steck-, Sicherheitsnadeln, vierteilige Verschlüsse, Stricknadeln und sonstige Kurzwaren auszudehnen“ (zusätzlich zu Paragraph 2.3 der Kaufvereinbarung zwischen Prym and Entaco).

Der zitierte Paragraph 2.2 der Vertriebsvereinbarung stellt eine Aufteilung des räumlichen Marktes dar.

Entaco erhielt von Prym keine entsprechende Garantie. Es war daher für seine Produktion im VK auf eine Absatzgarantie seitens Coats angewiesen, die es auch bekam.

Entaco, das aus dem Management-Buyout des ehemaligen Nadel-Geschäftsbereichs von Coats hervorging, stand unter Wettbewerbsdruck von zwei großen Unternehmen, Prym und Coats, die durch Beteiligungen und eine „besondere Partnerschaft“ verbunden waren. Für Entaco war die Beteiligung an der dreiseitigen Vereinbarung die günstigste Möglichkeit, da es eine Absatzgarantie allein dafür erhielt, dass es sich „nach außen hin unabhängig“ („a face of independence to the market“) gab.

3.

Prym hätte ohne Zustimmung von Coats keine Marktaufteilungsvereinbarung schließen können, die möglicherweise nachteilige Folgen für seinen größten Anteilseigner und wichtigsten Partner (Coats) auf dem europäischen Kurzwarenmarkt hätte haben können.

5.   SCHLUSSFOLGERUNG

Die von den Adressaten (1) begangenen Zuwiderhandlungen werden als „besonders schwer“ eingestuft, da sie eine Aufteilung der nationalen Märkte und der Produktmärkte bezwecken und somit den Wettbewerb beschränken und den Handel zwischen den Mitgliedstaaten beeinträchtigen.

Entaco war das einzige Unternehmen, das die Kommission über die Existenz der Marktaufteilungsvereinbarungen informiert und entscheidendes Beweismaterial vorgelegt hat, ohne das die Marktaufteilungsvereinbarungen vielleicht unerkannt geblieben wären. In Anbetracht seiner kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der Kommission wird vorgeschlagen, dem Unternehmen die Geldbuße vollständig zu erlassen.


(1)  Für William Prym GmbH & Co. KG und Prym Consumer GmbH & Co. KG, Coats Holdings Ltd und J & P Coats Ltd, Entaco Ltd und Entaco Group Ltd.


V Bekanntmachungen

VERWALTUNGSVERFAHREN

Rat

27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/26


OFFENE AUFFORDERUNG ZUR EINREICHUNG VON VORSCHLÄGEN

Europäische Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung (COST)

2009/C 147/16

COST führt Forscher und Experten aus verschiedenen Ländern zusammen, die in speziellen thematischen Bereichen tätig sind. COST finanziert jedoch NICHT die Forschungsmaßnahmen selbst, sondern unterstützt Vernetzungsmaßnahmen wie Tagungen, Konferenzen, Kurzaufenthalte von Wissenschaftlern und Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit werden über 200 wissenschaftliche Netze (so genannte Aktionen) unterstützt.

COST erbittet Vorschläge für Aktionen, die zur wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Entwicklung Europas beitragen sollen. Besonders willkommen sind Vorschläge, die als Wegbereiter für andere europäische Programme dienen und/oder von Nachwuchswissenschaftlern kommen.

Die verstärkte Vernetzung europäischer Forscher ist eine entscheidende Voraussetzung für die Schaffung des Europäischen Forschungsraums. COST schafft Anreize für den Aufbau ausgedehnter neuer, innovativer, interdisziplinärer Forschungsnetze in Europa. Mit den von Forscherteams durchgeführten COST-Aktionen sollen die Grundlagen für herausragende wissenschaftliche Leistungen in Europa geschaffen werden.

COST ist in neun große Fachbereiche untergliedert (Biomedizin und Molekulare Biowissenschaften; Chemie und Molekularwissenschaften und -technologien; Erdsystemwissenschaften und Umweltmanagement; Ernährung und Landwirtschaft; Wald, forstwirtschaftliche Erzeugnisse und forstliche Dienstleistungen; Bürger, Gesellschaft, Kultur und Gesundheit; Informations- und Kommunikationstechnologien; Werkstoffe, Physikalische Wissenschaften und Nanowissenschaften; Verkehr und Stadtentwicklung). Auf der Internetseite www.cost.esf.org wird erläutert, welches Themenspektrum die einzelnen Fachbereiche abdecken sollen.

Die Bewerber haben anzugeben, welchem Bereich ihr Vorschlag zuzuordnen ist. Allerdings sind disziplinübergreifende Vorschläge, die sich nicht ohne weiteres einem einzigen Fachbereich zuordnen lassen, besonders willkommen; sie werden vom ständigen Bewertungsgremium für bereichsübergreifende Vorschläge gesondert begutachtet.

Die Vorschläge sollten die Beteiligung von Forschern aus mindestens fünf COST-Ländern vorsehen. Es kann mit einer finanziellen Unterstützung in der Größenordnung von 100 000 EUR pro Jahr in der Regel für einen Zeitraum von vier Jahren gerechnet werden.

Die Bewertung der Vorschläge erfolgt in zwei Stufen. Zunächst ist — unter Verwendung des unter www.cost.esf.org/opencall verfügbaren Online-Formulars — ein vorläufiger Vorschlag (maximal 1 500 Worte/3 Seiten) mit einer Kurzdarstellung des Vorschlags und seiner vorgesehenen Effekte einzureichen. Vorschläge, die den COST-Kriterien für die Zuschussfähigkeit nicht entsprechen (z. B. wenn im Vorschlag die Finanzierung von Forschungsvorhaben beantragt wird), werden nicht berücksichtigt. Zuschussfähige Vorschläge werden von den zuständigen Bereichsausschüssen anhand der unter www.cost.esf.org veröffentlichten Kriterien bewertet. Diejenigen Bewerber, deren vorläufige Vorschläge ausgewählt wurden, erhalten dann eine Aufforderung zur Einreichung eines ausführlichen Vorschlags. Die ausführlichen Vorschläge werden von Gutachtern nach den unter www.cost.esf.org/opencall aufgeführten Bewertungskriterien geprüft. Der Zuschlag wird in der Regel binnen sechs Monaten nach dem Stichtag erteilt; die Aktionen sollten danach binnen drei Monaten anlaufen.

Der Stichtag für die Abgabe der vorläufigen Vorschläge ist der 25. September 2009, 17.00 Uhr Brüsseler Zeit. Ca. 80 Bewerber erhalten dann eine Aufforderung zur Einreichung eines ausführlichen Vorschlags für die Endauswahl, aus der ca. 30 neue Aktionen hervorgehen werden.

Die Aufforderung zur Einreichung der ausführlichen Vorschläge erfolgt bis 13. November 2009; diese müssen spätestens am 15. Januar 2010 vorgelegt werden; mit einer Entscheidung ist im Mai 2010 zu rechnen. Als nächster Abgabestichtag ist der 26. März 2010 vorgesehen.

Die Bewerber können sich gegebenenfalls an ihren nationalen COST-Koordinator wenden, um Auskünfte einzuholen oder sich beraten zu lassen — siehe unter: www.cost.esf.org/cnc

Die Vorschläge selbst sind online über die Webseite des COST-Büros einzureichen.

Die Koordinierungstätigkeit von COST wird aus dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung finanziell unterstützt. Das von der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS) verwaltete COST-Büro, das als Durchführungsbevollmächtigter von COST fungiert, nimmt die Aufgaben des wissenschaftlichen Sekretariats für die COST-Bereiche und COST-Aktionen wahr.


VERFAHREN ZUR DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

Kommission

27.6.2009   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 147/28


Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses

(Sache COMP/M.5562 — Fortis Private Equity/Kuiken)

Für das vereinfachte Verfahren in Frage kommender Fall

(Text von Bedeutung für den EWR)

2009/C 147/17

1.

Am 22 Juni 2009 ist die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) bei der Kommission eingegangen. Danach ist Folgendes beabsichtigt: Das Unternehmen Fortis Private Equity Holding Nederland B.V. („Fortis Private Equity“, Niederlande), das von der Fortis Bank Nederland N.V. („Fortis Bank Nederland“, Niederlande) kontrolliert wird, erwirbt im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung durch Erwerb von Anteilen die Kontrolle über die Gesamtheit des Unternehmens Kuiken N.V. („Kuiken“, Niederlande).

2.

Die beteiligten Unternehmen sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

Fortis Bank Nederland: Bankengruppe mit den Geschäftsfeldern Retail Banking, Private Banking und Merchant Banking

Fortis Private Equity: Tochtergesellschaft von Fortis Bank Nederland im Bereich Private-Equity-Beteiligungen an mittleren Unternehmen in den Niederlanden

Kuiken: Holding-Gruppe von Unternehmen der Sparte Vertrieb von Schwermaschinen für Bauwesen, Materialbewegung und Landwirtschaft

3.

Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Rechtsgeschäft unter die Verordnung (EG) Nr. 139/2004 fallen könnte. Die endgültige Entscheidung zu diesem Punkt behält sie sich vor. Dieser Fall kommt für das vereinfachte Verfahren im Sinne der Bekanntmachung der Kommission über ein vereinfachtes Verfahren für bestimmte Zusammenschlüsse gemäß der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (2) in Frage.

4.

Alle betroffenen Dritten können bei der Kommission zu diesem Vorhaben Stellung nehmen.

Die Stellungnahmen müssen bei der Kommission spätestens 10 Tage nach Veröffentlichung dieser Anmeldung eingehen. Sie können der Kommission unter Angabe des Aktenzeichens COMP/M.5562 — Fortis Private Equity/Kuiken per Fax (+32 2 2964301 oder 2967244) oder per Post an folgende Anschrift übermittelt werden:

Europäische Kommission

Generaldirektion Wettbewerb

Registratur Fusionskontrolle

J-70

1049 Bruxelles/Brussel

BELGIQUE/BELGIË


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1.

(2)  ABl. C 56 vom 5.3.2005, S. 32.