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ISSN 1725-2539 |
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Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253 |
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Ausgabe in deutscher Sprache |
Rechtsvorschriften |
48. Jahrgang |
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Inhalt |
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I Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte |
Seite |
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* |
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II Nicht veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte |
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Rat |
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Kommission |
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Entscheidung der Kommission vom 22. Juni 2005 in einem Verfahren nach Artikel 82 EG-Vertrag und Artikel 54 EWR-Abkommen (Sache COMP/A.39.116/B2 — Coca-Cola) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2005) 1829) ( 1 ) |
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In Anwendung von Titel VI des Vertrags über die Europäische Union erlassene Rechtsakte |
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(1) Text von Bedeutung für den EWR |
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DE |
Bei Rechtsakten, deren Titel in magerer Schrift gedruckt sind, handelt es sich um Rechtsakte der laufenden Verwaltung im Bereich der Agrarpolitik, die normalerweise nur eine begrenzte Geltungsdauer haben. Rechtsakte, deren Titel in fetter Schrift gedruckt sind und denen ein Sternchen vorangestellt ist, sind sonstige Rechtsakte. |
I Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte
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29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/1 |
VERORDNUNG (EG) Nr. 1571/2005 DER KOMMISSION
vom 28. September 2005
zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der im Sektor Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 3223/94 der Kommission vom 21. Dezember 1994 mit Durchführungsbestimmungen zur Einfuhrregelung für Obst und Gemüse (1), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
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(1) |
Die in Anwendung der Ergebnisse der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde von der Kommission festzulegenden, zur Bestimmung der pauschalen Einfuhrwerte zu berücksichtigenden Kriterien sind in der Verordnung (EG) Nr. 3223/94 für die in ihrem Anhang angeführten Erzeugnisse und Zeiträume festgelegt. |
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(2) |
In Anwendung der genannten Kriterien sind die im Anhang zur vorliegenden Verordnung ausgewiesenen pauschalen Einfuhrwerte zu berücksichtigen — |
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die in Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 3223/94 genannten pauschalen Einfuhrwerte sind in der Tabelle im Anhang zur vorliegenden Verordnung festgesetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 29. September 2005 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. September 2005
Für die Kommission
J. M. SILVA RODRÍGUEZ
Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
(1) ABl. L 337 vom 24.12.1994, S. 66. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 386/2005 (ABl. L 62 vom 9.3.2005, S. 3).
ANHANG
zur Verordnung der Kommission vom 28. September 2005 zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der im Sektor Obst und Gemüse geltenden Einfuhrpreise
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(EUR/100 kg) |
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KN-Code |
Drittland-Code (1) |
Pauschaler Einfuhrpreis |
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0702 00 00 |
052 |
29,5 |
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096 |
29,4 |
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|
204 |
40,8 |
|
|
999 |
33,2 |
|
|
0707 00 05 |
052 |
97,0 |
|
999 |
97,0 |
|
|
0709 90 70 |
052 |
64,1 |
|
999 |
64,1 |
|
|
0805 50 10 |
052 |
65,0 |
|
382 |
63,8 |
|
|
388 |
67,7 |
|
|
524 |
62,6 |
|
|
528 |
60,6 |
|
|
999 |
63,9 |
|
|
0806 10 10 |
052 |
77,3 |
|
096 |
52,6 |
|
|
220 |
86,5 |
|
|
624 |
181,7 |
|
|
999 |
99,5 |
|
|
0808 10 80 |
388 |
84,1 |
|
400 |
88,6 |
|
|
508 |
31,4 |
|
|
512 |
86,3 |
|
|
528 |
46,8 |
|
|
800 |
143,1 |
|
|
804 |
80,1 |
|
|
999 |
80,1 |
|
|
0808 20 50 |
052 |
89,6 |
|
388 |
69,4 |
|
|
720 |
75,4 |
|
|
999 |
78,1 |
|
|
0809 30 10 , 0809 30 90 |
052 |
89,7 |
|
624 |
73,7 |
|
|
999 |
81,7 |
|
|
0809 40 05 |
052 |
68,5 |
|
066 |
64,4 |
|
|
388 |
18,0 |
|
|
508 |
24,5 |
|
|
624 |
110,9 |
|
|
999 |
57,3 |
|
(1) Nomenklatur der Länder gemäß der Verordnung (EG) Nr. 750/2005 der Kommission (ABl. L 126 vom 19.5.2005, S. 12). Der Code „ 999 “ steht für „Verschiedenes“.
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29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/3 |
VERORDNUNG (EG) Nr. 1572/2005 DER KOMMISSION
vom 28. September 2005
zur Eröffnung einer Dauerausschreibung für den Wiederverkauf von Roggen aus Beständen der deutschen Interventionsstelle auf dem spanischen Markt
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 des Rates vom 29. September 2003 über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1), insbesondere auf Artikel 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
|
(1) |
Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93 der Kommission vom 28. Juli 1993 über das Verfahren und die Bedingungen für den Verkauf von Getreide aus Beständen der Interventionsstellen (2) wird das von der Interventionsstelle gekaufte Getreide im Rahmen einer Ausschreibung zu Preisen verkauft, die Marktstörungen ausschließen. |
|
(2) |
Wegen schwieriger Witterungsbedingungen wird die Getreideerzeugung im Wirtschaftsjahr 2005/06 in einem großen Teil Spaniens erheblich geringer ausfallen. Angesichts dieser Lage haben die Preise örtlich bereits angezogen, sodass eine Versorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen schwierig geworden ist. |
|
(3) |
Deutschland verfügt über große Interventionsbestände an Roggen, für die sich nur schwer Absatzmärkte finden lassen und die daher auf andere Weise zu verwenden sind. |
|
(4) |
Es empfiehlt sich daher, die Roggenbestände der deutschen Interventionsstelle auf den spanischen Getreidemarkt zu bringen. Sie sind besonders geeignet, die Nachfrage der Marktteilnehmer zu decken. |
|
(5) |
Angesichts der Lage des Gemeinschaftsmarktes empfiehlt es sich, die Ausschreibung unter der Zuständigkeit der Kommission durchzuführen. Überdies sollte für Angebote, die auf den Mindestverkaufspreis lauten, ein Zuteilungskoeffizient festgesetzt werden. |
|
(6) |
In der Mitteilung der deutschen Interventionsstelle an die Kommission ist die Anonymität der Bieter zu wahren. |
|
(7) |
Im Interesse einer effizienteren Verwaltung sollten die von der Kommission benötigten Informationen per elektronischer Post übermittelt werden. |
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(8) |
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Getreide — |
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Die deutsche Interventionsstelle bietet 500 000 t Roggen aus ihren Beständen im Rahmen einer Dauerausschreibung zum Verkauf auf dem Binnenmarkt an.
(2) Diese Verkäufe sind für die Versorgung des spanischen Marktes bestimmt.
Artikel 2
Der in Artikel 1 genannte Verkauf erfolgt gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93.
Abweichend von der genannten Verordnung gilt jedoch Folgendes:
|
a) |
die Angebote beziehen sich auf die tatsächliche Qualität der Partie, für die geboten wird; |
|
b) |
der Mindestverkaufspreis wird so festgesetzt, dass der Getreidemarkt nicht gestört wird. |
Artikel 3
(1) Abweichend von Artikel 13 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93 beläuft sich die Angebotsgarantie auf 10 EUR/t.
(2) Die Angebote sind nur gültig, wenn sie von der schriftlichen Verpflichtung des Bieters begleitet sind, spätestens zwei Arbeitstage nach Erhalt der Zuschlagsbestätigung eine Sicherheit in Höhe von 80 EUR pro Tonne zu leisten.
Artikel 4
(1) Die Angebotsfrist der ersten Teilausschreibung endet am 5. Oktober 2005 um 15.00 Uhr Brüsseler Zeit.
Die Angebotsfristen der folgenden Teilausschreibungen enden jeweils am Mittwoch um 15.00 Uhr Brüsseler Zeit, ausgenommen der 2. November 2005, der 28. Dezember 2005, der 12. April 2006, der 24. Mai 2006 und der 14. Juni 2006; in diesen Wochen findet keine Ausschreibung statt.
Die Angebotsfrist der letzten Teilausschreibung endet am 28. Juni 2006 um 15.00 Uhr Brüsseler Zeit.
(2) Die Angebote sind bei der deutschen Interventionsstelle unter folgender Anschrift einzureichen:
|
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) |
|
Deichmannsaue 29 |
|
D-53179 Bonn |
|
Fax 1: (49-228) 6845 3985 |
|
Fax 2: (49-228) 6845 3276 |
Artikel 5
Die deutsche Interventionsstelle teilt der Kommission die Angebote spätestens zwei Stunden nach Ablauf der Angebotsfrist mit. Diese Mitteilung erfolgt per E-Mail gemäß dem Muster im Anhang.
Artikel 6
Die Kommission setzt den Mindestverkaufspreis gemäß dem Verfahren nach Artikel 25 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 fest oder sie beschließt, den Angeboten nicht stattzugeben. Beziehen sich Angebote auf ein und dieselbe Partie bzw. auf eine über die verfügbare Menge hinausgehende Gesamtmenge, so kann der Mindestverkaufspreis für jede Partie einzeln festgesetzt werden.
Für Angebote, die auf den Mindestverkaufspreis lauten, kann bei der Preisfestsetzung ein Zuteilungskoeffizient für die angebotenen Mengen festgesetzt werden.
Artikel 7
(1) Die Sicherheit gemäß Artikel 3 Absatz 1 wird vollständig freigegeben für die Mengen, für die
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a) |
das Angebot nicht angenommen wurde; |
|
b) |
die Zahlung des Verkaufspreises innerhalb der festgesetzten Frist erfolgt ist und die Sicherheit gemäß Artikel 3 Absatz 2 gestellt wurde. |
(2) Die Sicherheit gemäß Artikel 3 Absatz 2 wird anteilig für die in Spanien angelieferten Mengen Getreide freigegeben. Der Nachweis der Bestimmung wird gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 3002/92 der Kommission (3) erbracht. Das Kontrollexemplar T5 muss belegen, dass die Bedingungen des Artikels 1 Absatz 2 der vorliegenden Verordnung eingehalten wurden.
Artikel 8
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. September 2005
Für die Kommission
Mariann FISCHER BOEL
Mitglied der Kommission
(1) ABl. L 270 vom 21.10.2003, S. 78. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1154/2005 der Kommission (ABl. L 187 vom 19.7.2005, S. 11).
(2) ABl. L 191 vom 31.7.1993, S. 76. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 749/2005 (ABl. L 126 vom 19.5.2005, S. 10).
(3) ABl. L 301 vom 17.10.1992, S. 17. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 770/96 (ABl. L 104 vom 27.4.1996, S. 13).
ANHANG
Dauerausschreibung für den Wiederverkauf von 500 000 Tonnen Roggen aus Beständen der deutschen Interventionsstelle auf dem spanischen Markt
Formular (*1)
(Verordnung (EG) Nr. 1572/2005)
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1 |
2 |
3 |
4 |
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Fortlaufende Nummerierung der Bieter |
Nummer der Partie |
Menge (in t) |
Angebotspreis (EUR/t) |
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1 |
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2 |
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3 |
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|
usw. |
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|
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(*1) Zu übermitteln an GD AGRI (D/2).
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29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/6 |
VERORDNUNG (EG) Nr. 1573/2005 DER KOMMISSION
vom 28. September 2005
zur Eröffnung einer Dauerausschreibung für den Wiederverkauf von Roggen aus Beständen der deutschen Interventionsstelle auf dem Gemeinschaftsmarkt zwecks Verarbeitung zu Bioethanol und dessen Verwendung für die Erzeugung von Biokraftstoff in der Gemeinschaft
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 des Rates vom 29. September 2003 über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1), insbesondere auf Artikel 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
|
(1) |
Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93 der Kommission vom 28. Juli 1993 über das Verfahren und die Bedingungen für den Verkauf von Getreide aus Beständen der Interventionsstellen (2) wird das von der Interventionsstelle angekaufte Getreide im Rahmen einer Ausschreibung zu einem Preis verkauft, der nicht unter dem Marktpreis für eine repräsentative Menge gleichwertiger Qualität am Lagerort oder behelfsweise am nächstliegenden Ort unter Berücksichtigung der Transportkosten liegen darf, damit Marktstörungen ausgeschlossen werden können. |
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(2) |
Die verstärkte Verwendung von Biokraftstoffen im europäischen Verkehrssektor ist Teil eines Bündels von Maßnahmen, mit denen die Umweltverpflichtungen der Gemeinschaft erfüllt werden sollen. Die Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen kann einen neuen Absatzmarkt für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Mitgliedstaaten eröffnen. |
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(3) |
Deutschland verfügt über große Interventionsbestände an Roggen, für die sich nur schwer Absatzmärkte finden lassen und die daher auf andere Weise zu verwenden sind. Zu diesem Zweck können die Bestände im Rahmen einer Ausschreibung auf dem Gemeinschaftsmarkt zwecks Verarbeitung des Roggens zu Bioethanol verkauft werden, der dann in der Gemeinschaft für die Erzeugung von Biokraftstoff im Sinne der Bestimmungen der Richtlinie 2003/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Mai 2003 zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor (3) zu verwenden ist. |
|
(4) |
Angesichts der Lage auf dem Gemeinschaftsmarkt empfiehlt es sich, die Ausschreibung unter der Zuständigkeit der Kommission durchzuführen. Überdies sollte für Angebote, die auf den Mindestverkaufspreis lauten, ein Zuteilungskoeffizient festgesetzt werden. |
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(5) |
In der Mitteilung der deutschen Interventionsstelle an die Kommission ist die Anonymität der Bieter zu wahren. |
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(6) |
Im Interesse einer effizienteren Verwaltung sollten die von der Kommission benötigten Informationen per elektronische Post übermittelt werden. |
|
(7) |
Um sicherzustellen, dass die ausgeschriebenen Bestände tatsächlich der vorgesehenen Bestimmung zugeführt werden, ist eine Kontrollregelung vorzusehen, die sich zum einen auf die Lieferung des Roggens und seine Verarbeitung zu Bioethanol und zum anderen auf dessen Verwendung für die Erzeugung von Biokraftstoff in der Gemeinschaft bezieht. Für diese Regelung ist die Anwendung der Verfahren vorzuschreiben, die zum einen in der Verordnung (EWG) Nr. 3002/92 der Kommission vom 16. Oktober 1992 über gemeinsame Durchführungsbestimmungen für die Überwachung der Verwendung und/oder Bestimmung von Erzeugnissen aus den Beständen der Interventionsstellen (4) und zum anderem in der Richtlinie 92/12/EWG des Rates vom 25. Februar 1992 über das allgemeine System, den Besitz, die Beförderung und die Kontrolle verbrauchsteuerpflichtiger Waren (5) festgelegt sind. |
|
(8) |
Als Garantie für die ordnungsgemäße Durchführung ist vorzuschreiben, dass der Zuschlagsempfänger eine Sicherheit stellt, die in Anbetracht der besonderen Art der Verpflichtungen in Abweichung von den Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93, insbesondere denen über die Freigabe der Sicherheit, festzulegen ist. |
|
(9) |
Der Verwaltungsausschuss für Getreide hat innerhalb der von seinem Vorsitzenden festgesetzten Frist keine Stellungnahme abgegeben — |
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die deutsche Interventionsstelle bietet 200 000 Tonnen Roggen aus ihren Beständen im Rahmen einer Dauerausschreibung zwecks Verarbeitung zu Bioethanol, der in der Gemeinschaft für die Erzeugung von Biokraftstoff im Sinne des Artikels 2 der Richtlinie 2003/30/EG zu verwenden ist, zum Verkauf auf dem Binnenmarkt an.
Artikel 2
Der Verkauf gemäß Artikel 1 erfolgt gemäß den Bedingungen der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93.
Dabei gilt jedoch Folgendes:
|
a) |
Abweichend von Artikel 13 Absatz 1 der genannten Verordnung beziehen sich die Angebote auf die tatsächliche Qualität der Partie, für die geboten wird. |
|
b) |
Abweichend von Artikel 10 Absatz 2 der genannten Verordnung wird der Mindestverkaufspreis so festgesetzt, dass Störungen des Getreidemarktes vermieden werden. |
Artikel 3
Die Angebote sind nur gültig, wenn sie von folgenden Unterlagen begleitet sind:
|
a) |
dem Nachweis, dass der Bieter eine Sicherheit gestellt hat, die abweichend von Artikel 13 Absatz 4 Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2131/93 auf 10 EUR/t festgesetzt wird; |
|
b) |
der schriftlichen Verpflichtung des Bieters, den Roggen auf dem Gebiet der Gemeinschaft vor dem 30. August 2006 zu Bioethanol zu verarbeiten, der in der Gemeinschaft für die Erzeugung von Biokraftstoff zu verwenden ist, und spätestens zwei Arbeitstage nach Erhalt der Zuschlagsbestätigung eine Erfüllungssicherheit in Höhe von 40 EUR je Tonne zu stellen; |
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c) |
der Verpflichtung eine „Bestandsbuchhaltung“ zu führen, anhand deren überprüft werden kann, ob die zugeschlagenen Mengen Roggen tatsächlich auf dem Gebiet der Gemeinschaft zu Bioethanol verarbeitet und an einen Marktteilnehmer geliefert wurden, um in der Gemeinschaft als Biokraftstoff verwendet zu werden. |
Für den Besitz und die Verbringungen von Ethanol gelten hinsichtlich der Erzeugung von Biokraftstoffen die Bestimmungen der Richtlinie 92/12/EWG.
Artikel 4
(1) Die Angebotsfrist der ersten Teilausschreibung endet am 5. Oktober 2005 um 15.00 Uhr Brüsseler Zeit.
Die Angebotsfristen der folgenden Teilausschreibungen enden jeweils am Mittwoch um 15.00 Uhr Brüsseler Zeit, ausgenommen der 2. November 2005, der 28. Dezember 2005, der 12. April 2006, der 24. Mai 2006 und der 14. Juni 2006; in diesen Wochen findet keine Ausschreibung statt.
Die Angebotsfrist der letzten Teilausschreibung endet am 28. Juni 2006 um 15.00 Uhr Brüsseler Zeit.
(2) Die Angebote sind bei der deutschen Interventionsstelle unter folgender Anschrift einzureichen:
|
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) |
|
Deichmannsaue 29 |
|
D-53179 Bonn |
|
Fax: (49-228) 6845 3985 |
|
(49-228) 6845 3276. |
Artikel 5
Die deutsche Interventionsstelle teilt der Kommission die Angebote spätestens zwei Stunden nach Ablauf der Angebotsfrist mit. Diese Mitteilung erfolgt per E-Mail gemäß dem Muster in Anhang I.
Artikel 6
Die Kommission setzt gemäß dem Verfahren nach Artikel 25 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1784/2003 den Mindestverkaufspreis fest oder beschließt, den Angeboten nicht stattzugeben. Beziehen sich Angebote auf ein und dieselbe Partie bzw. auf eine über die verfügbare Menge hinausgehende Gesamtmenge, so kann der Mindestverkaufspreis für jede Partie einzeln festgesetzt werden.
Für Angebote, die auf den Mindestverkaufspreis lauten, kann bei der Preisfestsetzung ein Zuteilungskoeffizient für die angebotenen Mengen festgesetzt werden.
Artikel 7
(1) Die Sicherheit gemäß Artikel 3 Buchstabe a wird vollständig freigegeben für die Mengen, für die
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a) |
das Angebot nicht angenommen wurde; |
|
b) |
die Zahlung des Verkaufspreises innerhalb der festgesetzten Frist erfolgt ist und die Sicherheit gemäß Artikel 3 Buchstabe b gestellt wurde. |
(2) Die Sicherheit gemäß Artikel 3 Buchstabe b wird anteilig für die bis spätestens 30. August 2006 zur Erzeugung von Bioethanol in der Gemeinschaft verwendeten Mengen Roggen freigegeben, vorausgesetzt, der Bioethanol wird dem Steuerlagerverfahren gemäß der Richtlinie 92/12/EWG unterstellt. Dieses Verfahren sieht auch die Endverwendung des Bioethanols als Biokraftstoff in der Gemeinschaft vor.
Artikel 8
(1) Die Erfüllung der Verpflichtungen gemäß Artikel 3 Buchstabe b wird nach den Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 3002/92 und der Richtlinie 92/12/EWG nachgewiesen.
(2) Im Kontrollexemplar T5 ist zusätzlich zu den in der Verordnung (EWG) Nr. 3002/92 vorgesehenen Vermerken in Feld 104 die Verpflichtung gemäß Artikel 3 Buchstaben b und c und mindestens einer der in Anhang II aufgeführten Vermerke einzutragen.
(3) Abweichend von Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EWG) Nr. 3002/92 gilt der Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung des Roggens als erbracht, wenn der Roggen im Verarbeitungsbetrieb für Bioethanol eingelagert ist und der Hersteller von Biokraftstoff durch Vorlage entsprechender Papiere nachweist, dass er das aus dem unter dieser Verordnung angekauften Roggen hergestellte Bioethanol zu Biokraftstoff verarbeitet hat.
Artikel 9
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. September 2005
Für die Kommission
Mariann FISCHER BOEL
Mitglied der Kommission
(1) ABl. L 270 vom 21.10.2003, S. 78. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1154/2005 der Kommission (ABl. L 187 vom 19.7.2005, S. 11).
(2) ABl. L 191 vom 31.7.1993, S. 76. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 749/2005 (ABl. L 126 vom 19.5.2005, S. 10).
(3) ABl. L 123 vom 17.5.2003, S. 42.
(4) ABl. L 301 vom 17.10.1992, S. 17. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 770/96 (ABl. L 104 vom 27.4.1996, S. 13).
(5) ABl. L 76 vom 23.3.1992, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2004/106/EG (ABl. L 359 vom 4.12.2004, S. 30).
ANHANG I
Dauerausschreibung für den Wiederverkauf von 200 000 Tonnen Roggen aus Beständen der deutschen Interventionsstelle
Formular (*1)
(Verordnung (EG) Nr. 1573/2005)
|
1 |
2 |
3 |
4 |
|
Fortlaufende Nummerierung der Bieter |
Nummer der Partie |
Menge (in t) |
Angebotspreis (EUR/t) |
|
1 |
|
|
|
|
2 |
|
|
|
|
3 |
|
|
|
|
usw. |
|
|
|
(*1) Zu übermitteln an GD AGRI (D/2).
ANHANG II
Vermerke gemäß Artikel 8 Absatz 2
|
— |
Spanisch |
: |
Productos destinados a la transformación y destino final previstos en el artículo 3, letras b) y c) del Reglamento (CE) no 1573/2005 |
|
— |
Tschechisch |
: |
Produkty určené ke zpracování a na místo konečného určení podle čl. 3 písm. b) a c) nařízení (ES) č. 1573/2005 |
|
— |
Dänisch |
: |
Produkter til forarbejdning og endelig bestemmelse som fastsat i artikel 3, litra b) og c), i forordning (EF) nr. 1573/2005 |
|
— |
Deutsch |
: |
Erzeugnisse zur Verarbeitung und Endbestimmung gemäß Artikel 3 Buchstaben b und c der Verordnung (EG) Nr. 1573/2005 |
|
— |
Estnisch |
: |
Määruse (EÜ) nr 1573/2005 artikli 3 punktides b ja c ettenähtud eesmärgil töötlemiseks mõeldud tooted |
|
— |
Griechisch |
: |
Προϊόντα προς μεταποίηση και με τελικό προορισμό όπως προβλέπεται στο άρθρο 3 στοιχεία β) και γ) του κανονισμού (ΕΚ) αριθ. 1573/2005 |
|
— |
Englisch |
: |
Products intended for processing and for the final destination referred to in Article 3(b) and (c) of Regulation (EC) No 1573/2005 |
|
— |
Französisch |
: |
produits destinés à la transformation et à la destination finale prévues à l'article 3, points b) et c) du règlement (CE) no 1573/2005 |
|
— |
Italienisch |
: |
Prodotti destinati alla trasformazione e alla destinazione finale di cui all’articolo 3, lettere b) e c), del regolamento (CE) n. 1573/2005 |
|
— |
Lettisch |
: |
Produkti paredzēti tādai pārstrādei un galīgajam lietojumam, kā noteikts Regulas (EK) Nr. 1573/2005 3. panta b) un c) punktā |
|
— |
Litauisch |
: |
Produktai, kurių perdirbimas ir galutinis panaudojimas numatyti Reglamento (EB) Nr. 1573/2005 3 straipsnio b ir c punktuose |
|
— |
Ungarisch |
: |
Az 1573/2005/EK rendelet 3. cikkének b) és c) pontja szerinti feldolgozásra és végső felhasználásra szánt termékek |
|
— |
Niederländisch |
: |
Producten bestemd voor de verwerking en het eindgebruik als bedoeld in artikel 3, onder b) en c), van Verordening (EG) nr. 1573/2005 |
|
— |
Polnisch |
: |
Produkty przeznaczone do przetworzenia oraz do końcowego miejsca przeznaczenia przewidzianych w art. 3 lit. b) i c) rozporządzenia (WE) nr 1573/2005 |
|
— |
Portugiesisch |
: |
Produtos para a transformação e o destino final estabelecidos no Regulamento (CE) n.o 1573/2005 |
|
— |
Slowakisch |
: |
Produkty určené na spracovanie a na konečné použitie podľa článku 3 písm. b) a c) nariadenia (ES) č. 1573/2005 |
|
— |
Slowenisch |
: |
Proizvodi za predelavo in končni namembni kraj iz člena 3(b) in (c) Uredbe (ES) št. 1573/2005 |
|
— |
Finnisch |
: |
Asetuksen (EY) N:o 1573/2005 3 artiklan b ja c alakohdan mukaiseen jalostukseen ja loppukäyttöön tarkoitetut tuotteet |
|
— |
Schwedisch |
: |
Produkter avsedda för bearbetning och slutlig användning enligt artikel 3 b och c i förordning (EG) nr 1573/2005 |
|
29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/11 |
VERORDNUNG (EG) Nr. 1574/2005 DER KOMMISSION
vom 28. September 2005
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2368/2002 des Rates zur Umsetzung des Zertifikationssystems des Kimberley-Prozesses für den internationalen Handel mit Rohdiamanten
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 2368/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 zur Umsetzung des Zertifikationssystems des Kimberley-Prozesses für den internationalen Handel mit Rohdiamanten (1), insbesondere auf Artikel 20,
in Erwägung nachstehender Gründe:
|
(1) |
Artikel 20 der Verordnung (EG) Nr. 2368/2002 regelt die Änderung der Liste der Teilnehmer am Zertifikationssystem des Kimberley-Prozesses in Anhang II. |
|
(2) |
Der Vorsitz des Zertifikationssystems des Kimberley-Prozesses hat mit einer Bekanntmachung vom 19. September 2005 beschlossen, Libanon ab 20. September 2005 in die Liste der Teilnehmer aufzunehmen. Anhang II sollte entsprechend geändert werden — |
BESCHLIESST:
Artikel 1
Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 2368/2002 wird durch den Anhang der vorliegenden Verordnung ersetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Sie gilt mit Wirkung vom 20. September 2005.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. September 2005
Für die Kommission
Benita FERRERO-WALDNER
Mitglied der Kommission
(1) ABl. L 358 vom 31.12.2002, S. 28. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1285/2005 (ABl. L 203 vom 4.8.2005, S. 12).
ANHANG
„ANHANG II
Liste der Teilnehmer am Zertifikationssystem des Kimberley-Prozesses und der von ihnen gemäß Artikel 2, 3, 8, 9, 12, 17, 18, 19 und 20 benannten zuständigen Behörden.
ANGOLA
|
Ministry of Geology and Mines |
|
Rua Hochi Min |
|
Luanda |
|
Angola |
ARMENIEN
Department of Gemstones and Jewellery
Ministry of Trade and Economic Development
Yerevan
Armenia
AUSTRALIEN
|
Community Protection Section |
|
Australian Customs Section |
|
Customs House, 5 Constitution Avenue |
|
Canberra ACT 2601 |
|
Australia |
|
Minerals Development Section |
|
Department of Industry, Tourism and Resources |
|
GPO Box 9839 |
|
Canberra ACT 2601 |
|
Australia |
BELARUS
|
Department of Finance |
|
Sovetskaja Str., 7 |
|
220010 Minsk |
|
Republic of Belarus |
BOTSWANA
|
Ministry of Minerals, Energy & Water Resources |
|
PI Bag 0018 |
|
Gaborone |
|
Botswana |
BRASILIEN
|
Ministry of Mines and Energy |
|
Esplanada dos Ministérios — Bloco ‚U‘ — 3.o andar |
|
70065 — 900 Brasilia — DF |
|
Brazil |
BULGARIEN
|
Ministry of Economy |
|
Multilateral Trade and Economic Policy and Regional Cooperation Directorate |
|
12, Al. Batenberg str. |
|
1000 Sofia |
|
Bulgaria |
KANADA
|
Internationales:
|
|
Muster des kanadischen KP-Zertifikats:
|
|
Allgemeine Anfragen:
|
ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK
|
Independent Diamond Valuators (IDV) |
|
Immeuble SOCIM, 2ème étage |
|
BP 1613 Bangui |
|
Central African Republic |
CHINA, Volksrepublik
|
Department of Inspection and Quarantine Clearance |
|
General Administration of Quality Supervision, Inspection and Quarantine (AQSIQ) |
|
9 Madiandonglu |
|
Haidian District, Beijing |
|
People’s Republic of China |
HONG KONG, Sonderverwaltungsregion der Volksrepublik China
|
Department of Trade and Industry |
|
Hong Kong Special Administrative Region |
|
Peoples Republic of China |
|
Room 703, Trade and Industry Tower |
|
700 Nathan Road |
|
Kowloon |
|
Hong Kong |
|
China |
KONGO, Demokratische Republik
|
Centre d'Évaluation, d'Expertise et de Certification (CEEC) |
|
17th floor, BCDC Tower |
|
30th June Avenue |
|
Kinshasa |
|
Democratic Republic of Congo |
COTE D’IVOIRE
|
Ministry of Mines and Energy |
|
BP V 91 |
|
Abidjan |
|
Côte d'Ivoire |
KROATIEN
Ministry of Economy
Zagreb
Republic of Croatia
EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT
|
European Commission |
|
DG External Relations/A/2 |
|
170, Rue de la Loi |
|
B-1040 Brussels |
|
Belgium |
GHANA
|
Precious Minerals Marketing Company (Ltd.) |
|
Diamond House, |
|
Kinbu Road, |
|
P.O. Box M. 108 |
|
Accra |
|
Ghana |
GUINEA
|
Ministry of Mines and Geology |
|
BP 2696 |
|
Conakry |
|
Guinea |
GUYANA
|
Geology and Mines Commission |
|
PO Box 1028 |
|
Upper Brickdam |
|
Stabroek |
|
Georgetown |
|
Guyana |
INDIEN
|
The Gem & Jewellery Export Promotion Council |
|
Diamond Plaza, 5th Floor 391-A, Fr D.B. Marg |
|
Mumbai 400 004 |
|
India |
INDONESIEN
|
Directorate-General of Foreign Trade |
|
Ministry of Trade |
|
JI M.I. Ridwan Rais No. 5 |
|
Blok I Iantai 4 |
|
Jakarta Pusat Kotak Pos. 10110 |
|
Jakarta |
|
Indonesia |
ISRAEL
|
Ministry of Industry and Trade |
|
P.O. Box 3007 |
|
52130 Ramat Gan |
|
Israel |
JAPAN
|
United Nations Policy Division |
|
Foreign Policy Bureau |
|
Ministry of Foreign Affairs |
|
2-11-1, Shibakoen Minato-ku |
|
105-8519 Tokyo |
|
Japan |
|
Mineral and Natural Resources Division |
|
Agency for Natural Resources and Energy |
|
Ministry of Economy, Trade and Industry |
|
1-3-1 Kasumigaseki, Chiyoda-ku |
|
100-8901 Tokyo |
|
Japan |
KOREA, Republik
|
UN Division |
|
Ministry of Foreign Affairs and Trade |
|
Government Complex Building |
|
77 Sejong-ro, Jongro-gu |
|
Seoul |
|
Korea |
|
Trade Policy Division |
|
Ministry of Commerce, Industry and Enterprise |
|
1 Joongang-dong, Kwacheon-City |
|
Kyunggi-do |
|
Korea |
LAOS, Volksrepublik
Department of Foreign Trade
Ministry of Commerce
Vientiane
Laos
LIBANON
Special Committee
Director General
Ministry of Economy and Trade
Beirut
Lebanon
LESOTHO
|
Commission of Mines and Geology |
|
P.O. Box 750 |
|
Maseru 100 |
|
Lesotho |
MALAYSIA
|
Ministry of International Trade and Industry |
|
Blok 10 |
|
Komplek Kerajaan Jalan Duta |
|
50622 Kuala Lumpur |
|
Malaysia |
MAURITIUS
|
Ministry of Commerce and Co-operatives |
|
Import Division |
|
2nd Floor, Anglo-Mauritius House |
|
Intendance Street |
|
Port Louis |
|
Mauritius |
NAMIBIA
|
Diamond Commission |
|
Ministry of Mines and Energy |
|
Private Bag 13297 |
|
Windhoek |
|
Namibia |
NORWEGEN
|
Section for Public International Law |
|
Department for Legal Affairs |
|
Royal Ministry of Foreign Affairs |
|
P.O. Box 8114 |
|
0032 Oslo |
|
Norway |
RUMÄNIEN
|
National Authority for Consumer Protection |
|
Strada Georges Clemenceau Nr. 5, sectorul 1 |
|
Bucharest |
|
Romania |
RUSSISCHE FÖDERATION
|
Gokhran of Russia |
|
14, 1812 Goda St. |
|
121170 Moscow |
|
Russia |
SIERRA LEONE
Ministry of Minerals Resources
Youyi Building
Brookfields
Freetown
Sierra Leone
SINGAPUR
|
Ministry of Trade and Industry |
|
100 High Street |
|
#0901, The Treasury, |
|
Singapore 179434 |
SÜDAFRIKA
|
South African Diamond Board |
|
240 Commissioner Street |
|
Johannesburg |
|
South Africa |
SRI LANKA
|
Trade Information Service |
|
Sri Lanka Export Development Board |
|
42 Nawam Mawatha |
|
Colombo 2 |
|
Sri Lanka |
SCHWEIZ
|
State Secretariat for Economic Affairs |
|
Export Control Policy and Sanctions |
|
Effingerstrasse 1 |
|
3003 Berne |
|
Switzerland |
TAIWAN, PENGHU, KINMEN UND MATSU, Getrenntes Zollgebiet
Export/Import Administration Division
Bureau of Foreign Trade
Ministry of Economic Affairs
Taïwan
TANSANIA
|
Commission for Minerals |
|
Ministry of Energy and Minerals |
|
PO Box 2000 |
|
Dar es Salam |
|
Tanzania |
THAILAND
|
Ministry of Commerce |
|
Department of Foreign Trade |
|
44/100 Thanon Sanam Bin Nam-Nonthaburi |
|
Muang District |
|
Nonthaburi 11000 |
|
Thailand |
TOGO
|
Directorate General — Mines and Geology |
|
B.P. 356 |
|
216, Avenue Sarakawa |
|
Lomé |
|
Togo |
UKRAINE
|
Ministry of Finance |
|
State Gemological Center |
|
Degtyarivska St. 38-44 |
|
Kiev |
|
04119 Ukraine |
|
International Department |
|
Diamond Factory ‚Kristall‘ |
|
600 Letiya Street 21 |
|
21100 Vinnitsa |
|
Ukraine |
VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE
|
Dubai Metals and Commodities Centre |
|
PO Box 63 |
|
Dubai |
|
United Arab Emirates |
VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA
|
U.S. Department of State |
|
2201 C St., N.W. |
|
Washington D.C. |
|
United States of America |
VENEZUELA
|
Ministry of Energy and Mines |
|
Apartado Postal No. 61536 Chacao |
|
Caracas 1006 |
|
Av. Libertadores, Edif. PDVSA, Pent House B |
|
La Campina — Caraca |
|
Venezuela |
VIETNAM
|
Export-Import Management Department |
|
Ministry of Trade of Vietnam |
|
31 Trang Tien |
|
Hanoi 10 000 |
|
Vietnam |
SIMBABWE
|
Principal Minerals Development Office |
|
Ministry of Mines and Mining Development |
|
Private Bag 7709, Causeway |
|
Harare |
|
Zimbabwe“. |
|
29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/16 |
VERORDNUNG (EG) Nr. 1575/2005 DER KOMMISSION
vom 28. September 2005
zur Festlegung der endgültigen Erstattungssätze und der Zuteilungssätze für Ausfuhrlizenzen des Systems B für Obst und Gemüse (Tomaten/Paradeiser, Orangen, Tafeltrauben, Äpfel und Pfirsiche)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 2200/96 des Rates vom 28. Oktober 1996 über die gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1),
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1961/2001 der Kommission vom 8. Oktober 2001 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 2200/96 des Rates hinsichtlich der Ausfuhrerstattungen für Obst und Gemüse (2), insbesondere auf Artikel 6 Absatz 7,
in Erwägung nachstehender Gründe:
|
(1) |
Mit der Verordnung (EG) Nr. 951/2005 der Kommission (3) wurden die Richtmengen festgesetzt, für die Ausfuhrlizenzen für Obst und Gemüse nach dem Verfahren B erteilt werden können. |
|
(2) |
Für die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 15. September 2005 nach dem Verfahren B beantragten Lizenzen für Tomaten/Paradeiser (*1) Orangen, Tafeltrauben, Äpfel und Pfirsiche sollten der endgültige Erstattungssatz in Höhe des Erstattungsrichtsatzes und die Zuteilungssätze für die beantragten Mengen festgesetzt werden — |
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Zuteilungssätze, mit denen die Mengen zu multiplizieren sind, für die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 15. September 2005 die in Artikel 1 der Verordnung (EG) Nr. 951/2005 genannten Ausfuhrlizenzen nach dem Verfahren B beantragt wurden, und die anzuwendenden Erstattungssätze sind im Anhang festgesetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 29. September 2005 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. September 2005
Für die Kommission
J. M. SILVA RODRÍGUEZ
Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
(1) ABl. L 297 vom 21.11.1996, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 47/2003 der Kommission (ABl. L 7 vom 11.1.2003, S. 64).
(2) ABl. L 268 vom 9.10.2001, S. 8. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 386/2005 (ABl. L 62 vom 9.3.2005, S. 3).
(3) ABl. L 160 vom 23.6.2005, S. 19. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1078/2005 (ABl. L 177 vom 9.7.2005, S. 3).
(*1) Österreichischer Ausdruck gemäß Protokoll Nr. 10 zur Beitrittsakte 1994.
ANHANG
Zuteilungssätze und Erstattungen, die auf die beantragten Mengen bzw. auf die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 15. September 2005 beantragten Lizenzen nach dem Verfahren B anzuwenden sind (Tomaten/Paradeiser, Orangen, Tafeltrauben, Äpfel und Pfirsiche)
|
Erzeugnis |
Erstattungssatz (EUR/t netto) |
Zuteilungssatz der beantragten Mengen |
|
Tomaten/Paradeiser |
35 |
100 % |
|
Orangen |
38 |
100 % |
|
Tafeltrauben |
25 |
100 % |
|
Äpfel |
36 |
100 % |
|
Pfirsiche |
13 |
100 % |
|
29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/18 |
VERORDNUNG (EG) Nr. 1576/2005 DER KOMMISSION
vom 28. September 2005
zur Änderung der im Zuckersektor für bestimmte Erzeugnisse geltenden repräsentativen Preise und der Beträge der zusätzlichen Einfuhrzölle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1011/2005 für das Wirtschaftsjahr 2005/06
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1260/2001 des Rates vom 19. Juni 2001 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker (1),
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1423/95 der Kommission vom 23. Juni 1995 mit Durchführungsbestimmungen zur Einfuhr von Erzeugnissen des Zuckersektors außer Melasse (2), insbesondere auf Artikel 1 Absatz 2 zweiter Unterabsatz und Artikel 3 Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
|
(1) |
Die bei der Einfuhr von Weißzucker, Rohzucker und bestimmtem Sirup zu berücksichtigenden repräsentativen Preise und zusätzlichen Einfuhrzölle für das Wirtschaftsjahr 2005/06 wurden durch die Verordnung (EG) Nr. 1011/2005 der Kommission (3) festgesetzt. Diese Preise und Zölle wurden zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1563/2005 (4). |
|
(2) |
Die der Kommission derzeit vorliegenden Angaben führen zu einer Änderung der genannten Beträge gemäß den in der Verordnung (EG) Nr. 1423/95 vorgesehenen Regeln und Modalitäten — |
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die bei der Einfuhr der in Artikel 1 der Verordnung (EG) Nr. 1423/95 genannten Erzeugnisse anzuwendenden repräsentativen Preise und zusätzlichen Zölle, festgesetzt mit der Verordnung (EG) Nr. 1011/2005 für das Wirtschaftsjahr 2005/06, werden geändert und sind im Anhang der vorliegenden Verordnung aufgeführt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 29. September 2005 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. September 2005
Für die Kommission
J. M. SILVA RODRÍGUEZ
Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
(1) ABl. L 178 vom 30.6.2001, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 39/2004 der Kommission (ABl. L 6 vom 10.1.2004, S. 16).
(2) ABl. L 141 vom 24.6.1995, S. 16. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 624/98 (ABl. L 85 vom 20.3.1998, S. 5).
ANHANG
Geänderte Beträge der bei der Einfuhr von Weißzucker, Rohzucker und der Erzeugnisse des KN-Codes 1702 90 99 ab dem 29. September 2005 anwendbaren repräsentativen Preise und zusätzlichen Zölle
|
(EUR) |
||
|
KN-Code |
Repräsentativer Preis je 100 kg Eigengewicht |
Zusätzlicher Zoll je 100 kg Eigengewicht |
|
1701 11 10 (1) |
24,16 |
4,22 |
|
1701 11 90 (1) |
24,16 |
9,45 |
|
1701 12 10 (1) |
24,16 |
4,03 |
|
1701 12 90 (1) |
24,16 |
9,02 |
|
1701 91 00 (2) |
26,15 |
12,16 |
|
1701 99 10 (2) |
26,15 |
7,64 |
|
1701 99 90 (2) |
26,15 |
7,64 |
|
1702 90 99 (3) |
0,26 |
0,39 |
(1) Festsetzung für die Standardqualität gemäß Anhang I Abschnitt II der Verordnung (EG) Nr. 1260/2001 des Rates (ABl. L 178 vom 30.6.2001, S. 1).
(2) Festsetzung für die Standardqualität gemäß Anhang I Abschnitt I der Verordnung (EG) Nr. 1260/2001 des Rates (ABl. L 178 vom 30.6.2001, S. 1).
(3) Festsetzung pro 1 % Saccharosegehalt.
II Nicht veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte
Rat
|
29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/20 |
Unterrichtung über den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Protokolls zum Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Kroatien andererseits anlässlich des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik zur Europäischen Union
Das am 21. Dezember 2004 in Brüssel unterzeichnete Protokoll zum Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Kroatien andererseits anlässlich des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik zur Europäischen Union (1) ist gemäß Artikel 14 des Protokolls am 1. Oktober 2005 in Kraft getreten.
(1) ABl. L 26 vom 28.1.2005, S. 222 und ABl. L 243 vom 19.9.2005, S. 49.
Kommission
|
29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/21 |
ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 22. Juni 2005
in einem Verfahren nach Artikel 82 EG-Vertrag und Artikel 54 EWR-Abkommen
(Sache COMP/A.39.116/B2 — Coca-Cola)
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2005) 1829)
(Nur der englische Text ist verbindlich)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2005/670/EG)
(1)
Diese gemäß Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1/2003 des Rates (1) erlassene Entscheidung ist an The Coca-Cola Company („TCCC“) und ihre drei wichtigsten Abfüllunternehmen Bottling Holdings (Luxemburg) sarl, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG und Coca-Cola Hellenic Bottling Company SA (nachstehend „die Parteien“) gerichtet. Gegenstand des Verfahrens ist das Verhalten von TCCC und seinen Abfüllunternehmen bei der Lieferung von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken im Vertriebskanal für den Verbrauch zuhause und im Vertriebskanal für den Verbrauch an Ort und Stelle in den EG-Mitgliedstaaten, in Island und Norwegen. In ihrer vorläufigen Beurteilung äußerte die Kommission Bedenken gemäß Artikel 82 EG-Vertrag und Artikel 54 EWR-Abkommen wegen Vorgehensweisen betreffend Ausschließlichkeitsanforderungen, Zuwachs- und Zielrabatten und den Einsatz der Hebelwirkung von Marktmacht zwischen verschiedenen Produktkategorien.
(2)
Für die Kommission sind die in Antwort auf die vorläufige Beurteilung angebotenen Zusagen und die von Dritten vorgebrachten Bemerkungen ausreichend, um ihre Wettbewerbsbedenken betreffend Vertriebskanälen, in denen die Parteien festgelegte Marktanteilsschwellen erreichen, auszuräumen. Insbesondere werden die Parteien keine Ausschließlichkeitsvereinbarungen eingehen (außer unter bestimmten Umständen) und darauf verzichten, Zuwachs- und Zielrabatte zu gewähren. In der vorläufigen Beurteilung wurde festgestellt, dass diese Vorgehensweisen den Leistungswettbewerb für Dritte erschweren. Gemäß den Zusagen werden die Sortiment- und Regalplatzanforderungen für bestimmte Markenkategorien getrennt festgelegt, um die in der vorläufigen Beurteilung dargelegten Bedenken auszuräumen, dass die Hebelwirkung von starken Marken zugunsten von schwächeren Marken eingesetzt werden kann. Hinsichtlich Finanzierung und technischer Ausstattung werden die Zusagen bewirken, dass die Vertragsdauer verkürzt, den Kunden die Möglichkeit der Rückzahlung und Kündigung ohne Bußen eingeräumt und ein bestimmter Teil des Kühlschrankraumes freigegeben wird, womit die Bedenken ausgeräumt werden, dass durch die bestehenden Vereinbarungen die Kunden übermäßig gebunden werden und eine Verkaufsstättenausschließlichkeit entsteht.
(3)
Mit der Entscheidung wird festgestellt, dass angesichts dieser Zusagen keine Veranlassung für ein Tätigwerden der Kommission mehr besteht. Die Entscheidung wird bis 31. Dezember 2010 verbindlich bleiben.
(4)
Der Beratende Ausschuss für Kartell- und Monopolfragen hat am 20. Mai 2005 eine befürwortende Stellungnahme abgegeben.
(1) ABl. L 1 vom 4.1.2003, S. 1. Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 411/2004 (ABl. L 68 vom 6.3.2004, S. 1).
In Anwendung von Titel VI des Vertrags über die Europäische Union erlassene Rechtsakte
|
29.9.2005 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
L 253/22 |
BESCHLUSS 2005/671/JI DES RATES
vom 20. September 2005
über den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit betreffend terroristische Straftaten
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag über die Europäische Union, insbesondere auf Artikel 29, Artikel 30 Absatz 1, Artikel 31 und Artikel 34 Absatz 2 Buchstabe c,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (1),
in Erwägung nachstehender Gründe:
|
(1) |
Der Europäische Rat hat auf seiner außerordentlichen Tagung vom 21. September 2001 erklärt, dass der Terrorismus eine wirkliche Herausforderung für die Welt und für Europa darstellt und dass die Bekämpfung des Terrorismus eines der vorrangigen Ziele der Europäischen Union sein wird. |
|
(2) |
Der Europäische Rat hat am 19. Oktober 2001 erklärt, dass er entschlossen ist, den Terrorismus in allen seinen Formen und überall in der Welt zu bekämpfen, und dass er seine Bemühungen um eine Verstärkung der Koalition der Staatengemeinschaft fortsetzen wird, um den Terrorismus unter allen seinen Aspekten zu bekämpfen, zum Beispiel durch Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den operativen Dienststellen, die für die Terrorismusbekämpfung zuständig sind: Europol, Eurojust, Nachrichtendienste, Polizeidienste und Justizbehörden. |
|
(3) |
Für die Terrorismusbekämpfung ist es wesentlich, dass die betreffenden Stellen über möglichst umfassende und aktuelle Informationen in ihren jeweiligen Bereichen verfügen. Die spezialisierten Dienste der Mitgliedstaaten, die Justizbehörden und die auf Unionsebene zuständigen Stellen wie Europol und Eurojust sind unbedingt auf Informationen angewiesen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. |
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(4) |
Der Beschluss 2003/48/JI des Rates vom 19. Dezember 2002 über die Anwendung besonderer Maßnahmen im Bereich der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus gemäß Artikel 4 des Gemeinsamen Standpunkts 2001/931/GASP (2) stellt einen wichtigen Schritt dar. Wegen des Fortbestands der terroristischen Bedrohung und der Komplexität dieser Problematik bedarf es eines immer stärkeren Informationsaustauschs. Dieser Austausch muss auf alle Phasen des Strafverfahrens, einschließlich der strafrechtlichen Verurteilung, und auf alle Personen, Vereinigungen und Körperschaften, gegen die ermittelt wird, die strafrechtlich verfolgt werden oder die wegen terroristischer Straftaten verurteilt wurden, ausgeweitet werden. |
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(5) |
Da die Ziele dieses Beschlusses auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend verwirklicht werden können und daher wegen der erforderlichen Gegenseitigkeit besser auf Gemeinschaftsebene zu verwirklichen sind, kann die Gemeinschaft im Einklang mit dem in Artikel 5 des Vertrags niedergelegten Subsidiaritätsprinzip tätig werden. Entsprechend dem in demselben Artikel niedergelegten Grundsatz der Verhältnismäßigkeit geht dieser Beschluss nicht über das zur Erreichung dieser Ziele erforderliche Maß hinaus. |
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(6) |
Was die Durchführung des Informationsaustauschs betrifft, lässt dieser Beschluss wesentliche nationale Sicherheitsinteressen unberührt; die Sicherheit von Personen, der Erfolg laufender Ermittlungen oder spezifische nachrichtendienstliche Tätigkeiten, die die innere Sicherheit betreffen, sollten durch ihn nicht gefährdet werden. |
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(7) |
Dieser Beschluss steht im Einklang mit den Grundrechten und Grundsätzen, die insbesondere mit der Charta der Grundrechte der Europäischen Union anerkannt wurden — |
BESCHLIESST:
Artikel 1
Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieses Beschlusses bezeichnet der Ausdruck:
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a) |
„terroristische Straftaten“ die in den Artikeln 1, 2 und 3 des Rahmenbeschlusses 2002/475/JI des Rates vom 13. Juni 2002 zur Terrorismusbekämpfung (3) aufgeführten Straftaten; |
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b) |
„Europol-Übereinkommen“ das Übereinkommen vom 26. Juli 1995 über die Errichtung eines Europäischen Polizeiamts (4); |
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c) |
„Beschluss über Eurojust“ den Beschluss 2002/187/JI des Rates vom 28. Februar 2002 über die Errichtung von Eurojust zur Verstärkung der Bekämpfung der schweren Kriminalität (5); |
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d) |
„Vereinigung oder Körperschaft“, „terroristische Vereinigungen“ im Sinne von Artikel 2 des Rahmenbeschlusses 2002/475/JI sowie die „Vereinigungen und Körperschaften“, die im Anhang des Gemeinsamen Standpunkts 2001/931/GASP des Rates vom 27. Dezember 2001 über die Anwendung besonderer Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus (6) aufgelistet sind. |
Artikel 2
Übermittlung von Informationen über terroristische Straftaten an Eurojust, Europol und die Mitgliedstaaten
(1) Jeder Mitgliedstaat benennt innerhalb seiner Polizeidienste oder sonstigen Strafverfolgungsbehörden eine spezialisierte Dienststelle, die nach Maßgabe der innerstaatlichen Rechtsvorschriften zu allen einschlägigen Informationen über die von seinen Strafverfolgungsbehörden durchgeführten strafrechtlichen Ermittlungen zu terroristischen Straftaten und über die Ergebnisse dieser Ermittlungen Zugang hat, diese Informationen erfasst und gemäß den Absätzen 3 und 4 an Europol weiterleitet.
(2) Jeder Mitgliedstaat benennt eine nationale Eurojust-Anlaufstelle für Terrorismusfragen — oder mehr als eine derartige Anlaufstelle, wenn dies nach seiner Rechtsordnung vorgeschrieben ist — oder eine geeignete Justizbehörde oder eine andere geeignete zuständige Behörde, die gemäß den innerstaatlichen Rechtsvorschriften zu allen einschlägigen Informationen über strafrechtliche Verfolgungen und Verurteilungen wegen terroristischen Straftaten Zugang hat, diese erfassen kann und gemäß Absatz 5 an Eurojust weiterleitet.
(3) Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass zumindest die von der zuständigen Behörde erfassten, in Absatz 4 genannten Informationen zu strafrechtlichen Ermittlungen sowie die in Absatz 5 genannten Informationen zu strafrechtlichen Verfolgungen und Verurteilungen wegen terroristischer Straftaten, die zwei oder mehr Mitgliedstaaten betreffen oder betreffen können, übermittelt werden, und zwar
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a) |
an Europol gemäß den innerstaatlichen Rechtsvorschriften und den Bestimmungen des Europol-Übereinkommens für eine Verarbeitung der Informationen sowie |
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b) |
an Eurojust gemäß den innerstaatlichen Rechtsvorschriften und soweit dies nach den Bestimmungen des Beschlusses über Eurojust für die Erfüllung der Aufgaben von Eurojust zulässig ist. |
(4) Bei den gemäß Absatz 3 an Europol zu übermittelnden Informationen handelt es sich um Informationen:
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a) |
zur Identifizierung der Person, Vereinigung oder Körperschaft; |
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b) |
über die Handlungen, die Gegenstand von Ermittlungen sind und ihre besonderen Umstände; |
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c) |
über die betreffende Straftat; |
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d) |
über die Verbindungen zu anderen einschlägigen Fällen; |
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e) |
über den Einsatz von Kommunikationstechnologien; |
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f) |
über die Bedrohung, die durch den Besitz von Massenvernichtungswaffen entsteht. |
(5) Bei den gemäß Absatz 3 an Eurojust zu übermittelnden Informationen handelt es sich um Informationen:
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a) |
zur Identifizierung der Person, Vereinigung oder Körperschaft, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen oder strafrechtlicher Verfolgung ist; |
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b) |
über die betreffende Straftat und ihre besonderen Tatumstände; |
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c) |
über rechtskräftige Verurteilungen wegen terroristischer Straftaten sowie die besonderen Tatumstände; |
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d) |
über die Verbindungen zu anderen einschlägigen Fällen; |
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e) |
über die Rechtshilfeersuchen, einschließlich der Ersuchen um Beweiserhebung, die an einen anderen Mitgliedstaat gerichtet oder von einem anderen Mitgliedstaat gestellt wurden, sowie deren Ergebnisse. |
(6) Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Informationen, die in Dokumenten, Akten, Mitteilungen, Gegenständen oder anderen Beweismitteln enthalten sind, die im Zuge von strafrechtlichen Ermittlungen oder strafrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit terroristischen Straftaten beschlagnahmt oder eingezogen wurden, den Behörden anderer interessierter Mitgliedstaaten gemäß den innerstaatlichen Rechtsvorschriften und den einschlägigen internationalen Rechtsinstrumenten so schnell wie möglich zugänglich gemacht werden können, wenn dort Ermittlungen im Zusammenhang mit terroristischen Straftaten durchgeführt werden oder eingeleitet werden könnten oder diese Straftaten Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung sind; dabei ist zu beachten, dass laufende Ermittlungen nicht gefährdet werden.
Artikel 3
Gemeinsame Ermittlungsgruppen
Die Mitgliedstaaten treffen in geeigneten Fällen die erforderlichen Maßnahmen zur Einsetzung gemeinsamer Ermittlungsgruppen, die bei terroristischen Straftaten strafrechtlich ermitteln.
Artikel 4
Ersuchen um Rechtshilfe und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen
Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Rechtshilfeersuchen und Ersuchen um Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen, die von einem anderen Mitgliedstaat im Zusammenhang mit terroristischen Straftaten gestellt werden, als dringliche Angelegenheit und mit Vorrang behandelt werden.
Artikel 5
Aufhebung geltender Bestimmungen
Der Beschluss 2003/48/JI wird aufgehoben.
Artikel 6
Umsetzung
Die Mitgliedstaaten treffen die Maßnahmen, die erforderlich sind, um diesem Beschluss spätestens ab dem 30. Juni 2006 nachzukommen.
Artikel 7
Räumlicher Anwendungsbereich
Dieser Beschluss findet auf Gibraltar Anwendung.
Artikel 8
Inkrafttreten
Dieser Beschluss wird am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union wirksam.
Geschehen zu Brüssel am 20. September 2005.
Im Namen des Rates
Die Präsidentin
M. BECKETT
(1) Stellungnahme vom 7. Juni 2005 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).
(2) ABl. L 16 vom 22.1.2003, S. 68.
(3) ABl. L 164 vom 22.6.2002, S. 3.
(4) ABl. C 316 vom 27.11.1995, S. 2. Zuletzt geändert durch das Protokoll vom 27.11.2003 (ABl. C 2 vom 6.1.2004, S. 3).
(5) ABl. L 63 vom 6.3.2002, S. 1. Geändert durch den Beschluss 2003/659/JI (ABl. L 245 vom 29.9.2003, S. 44).
(6) ABl. L 344 vom 28.12.2001, S. 93. Zuletzt geändert durch den Gemeinsamen Standpunkt 2005/220/GASP (ABl. L 69 vom 16.3.2005, S. 59).