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Amtsblatt
der Europäischen Union

DE

Reihe C


C/2026/1334

16.3.2026

Vorabentscheidungsersuchen des Juzgado de lo Social n° 3 de Huelva (Spanien), eingereicht am 28. November 2025 – BR/Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS) und Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)

(Rechtssache C-772/25, Delna  (1) )

(C/2026/1334)

Verfahrenssprache: Spanisch

Vorlegendes Gericht

Juzgado de lo Social n° 3 de Huelva

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: BR

Beklagte: Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS) und Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)

Vorlagefragen

1.

Sind die Richtlinie 79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit (2) und Art. 5 der Richtlinie 2006/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen (3) auf den Antrag auf Gewährung einer Altersrente einer Person, die bereits eine Hinterbliebenenrente bezieht, anwendbar?

2.

Für den Fall der Bejahung der ersten Frage: Verstößt die spanische Rechtsvorschrift – in der Auslegung durch die Rechtsprechung –, die die Unvereinbarkeit zwischen Altersrente und Hinterbliebenenrente gemäß Abs. 2 der 13. Übergangsbestimmung der LGSS festlegt, wenn eine Person, die bereits eine Hinterbliebenenrente bezieht, auch eine Altersrente beansprucht, während die Rechtsvorschrift deren Vereinbarkeit im Grundsatz anerkennt, gegen die europarechtliche Regelung in Art. 4 der Richtlinie 79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit und in Art. 5 der Richtlinie 2006/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen, da sie zu einer mittelbaren Diskriminierung aufgrund des biologischen oder gesellschaftlichen Geschlechts führen kann?


(1)  Die vorliegende Rechtssache ist mit einem fiktiven Namen bezeichnet, der nicht dem echten Namen eines Verfahrensbeteiligten entspricht.

(2)   ABl. 1979, L 6, S. 24.

(3)   ABl. 2006, L 204, S. 23.


ELI: http://data.europa.eu/eli/C/2026/1334/oj

ISSN 1977-088X (electronic edition)