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Amtsblatt |
DE Serie C |
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C/2023/725 |
20.11.2023 |
Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 28. September 2023 (Vorabentscheidungsersuchen des Lietuvos vyriausiasis administracinis teismas — Litauen) — „Gargždų geležinkelis“ UAB
(Rechtssachen C-671/21 (1), Gargždų geležinkelis)
(Vorlage zur Vorabentscheidung - Einheitlicher europäischer Eisenbahnraum - Richtlinie 2012/34/EU - Zuweisung von Fahrwegkapazität im Schienenverkehr - Art. 45 - Netzfahrplanerstellung - Art. 46 - Koordinierungsverfahren - Art. 47 - Überlastete Fahrwege - Priorisierung bestimmter Verkehrsdienste - Vorrangkriterien - Nationale Regelung, die an die Intensität der Fahrwegnutzung geknüpfte Vorrangregeln vorsieht)
(C/2023/725)
Verfahrenssprache: Litauisch
Vorlegendes Gericht
Lietuvos vyriausiasis administracinis teismas
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerin: „Gargždų geležinkelis“ UAB
Beteiligte: Lietuvos transporto saugos administracija, Lietuvos Respublikos ryšių reguliavimo tarnyba, „LTG Infra“ AB
Tenor
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1. |
Die Art. 45 und 46 der Richtlinie 2012/34/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraums sind dahin auszulegen, dass der Infrastrukturbetreiber im Rahmen der Netzfahrplanerstellung und des Koordinierungsverfahrens im Sinne dieser Artikel
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2. |
Art. 47 Abs. 3 und 4 der Richtlinie 2012/34 ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung entgegensteht, die für die Zwecke der Zuweisung von Fahrwegkapazität im Fall der Überlastung von Fahrwegen die Anwendung eines Vorrangkriteriums vorsieht, das sich auf die geplante Nutzung dieser Fahrwege stützt, es sei denn, dieses Kriterium wird mit Garantien verbunden, die gewährleisten, dass es nicht zum Nachteil neuer Marktteilnehmer angewandt wird. |
ELI: http://data.europa.eu/eli/C/2023/725/oj
ISSN 1977-088X (electronic edition)