ISSN 1977-088X

doi:10.3000/1977088X.C_2013.188.deu

Amtsblatt

der Europäischen Union

C 188

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Mitteilungen und Bekanntmachungen

56. Jahrgang
29. Juni 2013


Informationsnummer

Inhalt

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IV   Informationen

 

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

Europäisches Parlament

2013/C 188/01

Bericht über die Haushaltsführung und das Finanzmanagement — Haushaltsjahr 2012

1

DE

 


IV Informationen

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Europäisches Parlament

29.6.2013   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 188/1


BERICHT ÜBER DIE HAUSHALTSFÜHRUNG UND DAS FINANZMANAGEMENT

ABSCHNITT I — EUROPÄISCHES PARLAMENT

HAUSHALTSJAHR 2012

2013/C 188/01

INHALT

EINLEITUNG

I.

HAUSHALTSFÜHRUNG: GENERELL

A.

Einnahmen

B.

Ursprünglicher Haushaltsplan und Berichtigungshaushaltsplan

C.

Verpflichtungen und Zahlungen

D.

Verwendung der Mittelübertragungen von 2012 auf 2013

E.

Mittelübertragungen von 2011 auf 2012

F.

Aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellte Mittel

G.

Inabgangstellung laufender Mittel

H.

Mittelübertragungen

H.1.

Mittelübertragungen von vorläufig eingesetzten Mitteln

H.2.

Mittelübertragungen aus anderen Quellen

II.

HAUSHALTSFÜHRUNG NACH KAPITELN

A.

Kapitel 10„Mitglieder des Organs“

B.

Kapitel 12„Beamte und Bedienstete auf Zeit“

C.

Kapitel 14„Sonstiges Personal und externe Leistungen“

D.

Kapitel 16„Sonstige Ausgaben für die Mitglieder und das Personal des Organs“

E.

Kapitel 20„Gebäude und Nebenkosten“

F.

Kapitel 21„Datenverarbeitung, Ausrüstung und Mobiliar“

G.

Kapitel 23„Laufende Sachausgaben für den Dienstbetrieb“

H.

Kapitel 30„Sitzungen und Konferenzen“

I.

Kapitel 32„Fachwissen und Information: Beschaffung, Archivierung, Produktion und Verbreitung“

J.

Kapitel 40„Besondere Ausgaben einiger Organe und Einrichtungen“

K.

Kapitel 42„Ausgaben für parlamentarische Assistenz“

L.

Titel 10 „Sonstige Ausgaben“

III.

ZIELSETZUNGEN FÜR 2012 UND ERZIELTE ERGEBNISSE

A.

Fortsetzung der mit dem Vertrag von Lissabon verbundenen institutionellen Anpassungen

A.1.

Forschungsunterstützung

A.2.

Folgenabschätzungen

A.3.

Verbesserung der in Zusammenhang mit den Plenarsitzungen stehenden Dienstleistungsangebote

A.4

Mitentscheidung und Zustimmung in Fragen der Außenpolitik

A.5.

Bürgerinitiativen

B.

Kommunikationsstrategie und Vorbereitung der Informationskampagne für die Wahlen 2014

B.1.

Auf zentraler Ebene organisierte Aktivitäten

B.2.

Mehr Bürgernähe durch Informationsbüros

B.3.

Europarl TV

B.4.

Erzielte Fortschritte beim Projekt Haus der Europäischen Geschichte

C.

Institutionelle Anpassungen aufgrund des Vertrages von Lissabon und des Beitritts Kroatiens

C.1.

Aufnahme von 18 neuen Abgeordneten

C.2.

Vorbereitung der nächsten Erweiterung um Kroatien

D.

Fortsetzung der Durchführung der Mehrjahresprogramme zur Rationalisierung und Modernisierung der Schlüsselbereiche der Verwaltung des Parlaments 46

D.1.

Gebäudepolitik

D.2.

Umweltpolitik

D.3.

Fortführung der Modernisierung der Informationstechnologien

D.4.

Das „Papierlos“-Programm: eCommittee / eMeeting

D.5.

Beziehungen zu nationalen Parlamenten/Videokonferenzen

D.6.

Wissensmanagement

D.7.

Weitreichende Umstrukturierung der Sicherheitsdienste

E.

Weitere Modernisierungsmaßnahmen

E.1.

Prioritätenmanagement des Generalsekretariats

E.2.

Finanz- und Haushaltsverwaltung

E.3.

Personalverwaltung

E.4.

Archivverwaltung

F.

Gesamtentwicklung der Struktur des Generalsekretariats (einschließlich Fraktionen)

ANHÄNGE

ANHANG I —

Aufstellung der Mittelübertragungen „C“ im Geschäftsjahr 2012

ANHANG II —

Aufstellung der Mittelübertragungen „P“ im Geschäftsjahr 2012

ANHANG III —

Verwendung der Mittel 2012

EINLEITUNG

1.

Im vorliegenden Bericht werden die Haushaltsführung und das Finanzmanagement des Europäischen Parlaments während des Haushaltsjahres 2012 untersucht. So werden die Verwendung der Finanzmittel und die Ereignisse skizziert, die auf signifikante Weise die Tätigkeiten während des Jahres beeinflusst haben (in den Teilen I und II); anschließend wird ein Überblick darüber gegeben, welche der für 2012 gesetzten Ziele erreicht wurden (in Teil III).

2.

Der Bericht wurde gemäß Artikel 142 der Verordnung (EU, Euratom) Nr. 966/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union und zur Aufhebung der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates (1), nachfolgend „die Haushaltsordnung“, sowie Artikel 227 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 1268/2012 der Kommission vom 29. Oktober 2012 über die Anwendungsbestimmungen für die Verordnung (EU, Euratom) Nr. 966/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union (2) erstellt. Die Analyse beruht auf den vom Rechnungsführer aufgestellten vorläufigen Rechnungen.

I.   HAUSHALTSFÜHRUNG: GENERELL

3.

Die endgültigen Mittel des Parlaments beliefen sich auf 1 717 868 121 EUR; dies entspricht 19,62 % der Obergrenze nach Rubrik V des Finanzrahmens (3). Die nachstehende Tabelle 1 enthält einen Überblick über die Ausführung des Parlamentshaushalts im Haushaltsjahr 2012.

Tabelle 1

Verwendung der Mittel

Art der Mittel

Mittel 2012

(EUR oder %)

Mittel 2011

(EUR oder %)

Änderung

2011/2012

Mittel

Ursprüngliche Mittelansätze

1 717 868 121

1 685 829 393

1,9 %

Berichtigungshaushaltsplan

0

0

 

Endgültige Mittel

1 717 868 121

1 685 829 393

1,9 %

Laufende Ausführung

Verpflichtungen

1 693 038 015

1 570 478 058

7,8 %

in % der endgültigen Mittel

98,6 %

93,2 %

5,4 %

Zahlungen

1 387 580 140

1 347 577 674

3,0 %

in % der Verpflichtungen

82,0 %

85,8 %

–3,8 %

Mittelübertragungen auf das Folgejahr

Automatische Mittelübertragungen auf das Folgejahr (4)

305 457 875

222 900 384

37,0 %

in % der endgültigen Mittel

17,8 %

13,2 %

4,6 %

in % der Verpflichtungen

18,0 %

14,2 %

3,8 %

Nichtautomatische Mittelübertragungen (auf das Folgejahr übertragene nichtgebundene Mittel) (5)

0

21 700 000

– 100,0 %

in % der endgültigen Mittel

0,0 %

1,3 %

– 100,0 %

Inabgangstellung von Mitteln

In Abgang gestellte Mittel

24 830 106

93 651 335

–73,5 %

in % der endgültigen Mittel

1,4 %

5,6 %

–4,1 %

Mittelübertragungen vom Vorjahr

Automatische Mittelübertragungen vom Vorjahr (4)

222 900 384

231 028 630

–3,5 %

Zahlungen für diese Mittelübertragungen

197 991 076

207 438 331

–4,6 %

in % der Mittelübertragungen

88,8 %

89,8 %

–1,0 %

Betrag der in Abgang gestellten Mittel

24 909 308

23 590 299

5,6 %

Nichtautomatische Mittelübertragungen vom Vorjahr (5)

21 700 000

9 240 000

134,8 %

Zahlungen für diese Mittelübertragungen

15 649 030

0

 

in % der Mittelübertragungen

72,1 %

0,0 %

72,1 %

Aus zweckgebundenen Einnahmen des Jahres bereitgestellte Mittel

Aus zweckgebundenen Einnahmen des Jahres bereitgestellte Mittel

22 274 843

23 815 077

–6,5 %

Verpflichtungen

18 028 503

12 284 019

46,8 %

in % der Mittel aus zweckgebundenen Einnahmen

80,9 %

51,6 %

29,4 %

Zahlungen

11 216 674

10 081 911

11,3 %

in % der aus zweckgebundenen Einnahmen gebundenen Mittel

62,2 %

82,1 %

–19,9 %

Aus zweckgebundenen Einnahmen des Jahres verfügbare Mittel

4 246 340

11 531 058

–63,2 %

Aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellte Mittel, die auf das Folgejahr übertragen wurden

Aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellte Mittel, die auf das Folgejahr übertragen wurden

106 795 839

107 592 247

–0,7 %

Aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellte Mittel, die vom Vorjahr übertragen wurden

Aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellte Mittel, die vom Vorjahr übertragen wurden

107 592 247

110 017 852

–2,2 %

Verpflichtungen

105 482 187

20 580 678

412,5 %

Zahlungen

10 735 958

15 204 926

–29,4 %

in % der Verpflichtungen

10,2 %

73,9 %

–63,7 %

A.   Einnahmen

4.

Der Gesamtbetrag der zum 31. Dezember 2012 verbuchten Einnahmen belief sich auf 175 541 860 EUR (2011: 173 293 432 EUR), darunter gebundene Einnahmen von 22 274 843 EUR (2011: 23 815 077 EUR).

B.   Ursprünglicher Haushaltsplan und Berichtigungshaushaltsplan

5.

Der Gesamtbetrag der Mittel im endgültigen Haushaltsplan des Parlaments für 2012 belief sich auf 1 717 868 121 EUR, was einem Anstieg um 1,9 % gegenüber dem Haushaltsplan 2011 (1 685 829 393 EUR) entspricht.

C.   Verpflichtungen und Zahlungen

6.

Die Verpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 1 693 038 015 EUR bzw. 99 % der endgültigen Mittel (2011: 93 %). Die Zahlungen machten insgesamt 1 387 580 140 EUR bzw. 82 % der eingegangenen Verpflichtungen aus (2011: 86 %).

D.   Verwendung der Mittelübertragungen von 2012 auf 2013

7.

Die automatischen Mittelübertragungen auf das Haushaltsjahr 2013 machten 305 457 875 EUR bzw. 18 % der gebundenen Mittel aus (2011: 14 %). Es gab keine nichtautomatischen Mittelübertragungen auf das Haushaltsjahr 2013.

E.   Mittelübertragungen von 2011 auf 2012

8.

Die automatischen Mittelübertragungen auf 2012 beliefen sich auf insgesamt 222 900 384 EUR (2011: 231 028 630 EUR). Die Zahlungen für diese Mittelübertragungen beliefen sich auf 197 991 076 EUR bzw. 89 % (2011: 90 %). Der in Abgang gestellte Betrag belief sich somit auf 24 909 308 EUR und ist um 6 % gegenüber 2011 (23 590 299 EUR) gestiegen. Von den in Abgang gestellten Mitteln waren im Wesentlichen folgende Artikel betroffen: Artikel 200„Gebäude”, Artikel 202„Ausgaben für Gebäude“, Artikel 140„Sonstige Bedienstete und externes Personal“ sowie Artikel 324„Produktion und Verbreitung“. Die Inabgangstellungen zu diesen vier Artikeln machen 79 % der insgesamt in Abgang gestellten Beträge aus.

9.

Die in Abgang gestellten Beträge und wichtigsten Gründe dafür werden in Tabelle 2 erläutert.

Tabelle 2

Hauptgründe für die Inabgangstellung automatisch von 2011 nach 2012 übertragener Mittel

Artikel

Inabgangstellung

Hauptgründe für die Inabgangstellungen

Artikel 200

„Gebäude“

10 392 669

Posten 2003„Erwerb von Immobilien“: Inabgangstellung von 8,22 Mio. EUR für das Europahaus in Sofia. Nach der Feststellung von Ausführungsmängeln wurde ein Beweissicherungsverfahren vor dem Gericht der Stadt Sofia eingeleitet. Die Arbeiten sollten im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen sein.

Posten 2005„Bau von Gebäuden“: Inabgangstellung von 0,86 Mio. EUR für das KAD-Projekt in Luxemburg. Die Ausschreibung für das Bauvorhaben wurde für erfolglos erklärt, sodass der Abschluss der Baubetreuungsleistungen und der Vorbereitungsarbeiten für den Rohbau ausgesetzt wurden (entsprechend insgesamt ca. 0,55 Mio. EUR). Des Weiteren hat die Stadt Luxemburg auf die Baugenehmigungsgebühr verzichtet (ca. 0,2 Mio. EUR).

Posten 2007„Herrichtung der Diensträume“: Inabgangstellung von 0,99 Mio. EUR für mehrere Dutzend verschiedene Verpflichtungen.

Artikel 202

„Ausgaben für Gebäude“

4 218 757

Posten 2024„Energieverbrauch“: Inabgangstellung von 2,09 Mio. EUR. Dieses liegt in der Notwendigkeit begründet, ausreichend Spielraum für besonders ungünstige Entwicklungen vorzusehen. Die zu übertragenden Mittel lassen sich nur schwer genau beziffern, da die Jahresabrechnung zum Zeitpunkt der Übertragung noch sehr lückenhaft ist.

Posten 2022„Reinigung und Instandhaltung“ Inabgangstellung von 1,53 Mio. EUR. 0,83 Mio. EUR rühren aus dem Verzicht auf die Durchführung einiger geplanter Reinigungsarbeiten aufgrund von Wetterereignissen, einer Unterschreitung der veranschlagten Kosten für die Arbeiten zur Absicherung der Decken der Versammlungssäle des Gebäudes Louise Weiss sowie aus einer Unterschreitung der für die Wartung der Aufzüge veranschlagten Kosten. Der Restbetrag der nicht verwendeten Mittel entstammt mehreren Dutzend verschiedenen Verpflichtungen.

Artikel 140

„Sonstige Bedienstete und externes Personal“

3 086 743

Posten 1402„Konferenzdolmetscher“: Inabgangstellung von 2,9 Mio. EUR. Der auf 2012 übertragene Betrag schloss eine Rückstellung für die Gehaltsanpassung ein, in der Annahme, dass diese 2012 geregelt werden würde. Der Gerichtshof hat noch immer keine Entscheidung gefällt.

Artikel 324

„Produktion und Verbreitung“

1 878 452

Posten 3242: Inabgangstellung von 0,45 Mio. EUR. Die Restmittel entstammen hauptsächlich Kleinbeträgen der Haushaltslinien für die Informationsbüros im Zusammenhang mit Verpflichtungen, die die sich in erster Linie auf das Ende des Jahres 2011 konzentrierten.

Posten 3246„Fernsehkanal des Parlaments (WebTV)“: Inabgangstellung von 0,36 Mio. EUR infolge der Stornierung oder Anfechtung von drei Leistungen (technische Inkompatibilität, unzureichende Qualität der gelieferten Arbeitsergebnisse, Verzicht auf bestimmte zu erbringende Leistungen).

Posten 3248: Inabgangstellung von 0,45 Mio. EUR. Diese Inabgangstellungen entstammen Verpflichtungen aus Rahmenverträgen oder Zuschüssen. In beiden Fällen liegt die Endabrechnung allgemein unter der Vertragssumme, die übertragen werden muss (Bedingungen der Förderfähigkeit, Umfang der tatsächlichen Leistungen).

10.

Die nichtautomatischen Mittelübertragungen auf das Jahr 2012 gemäß Artikel 9, Absatz 2a der Haushaltsordnung (6) beliefen sich auf 21 700 000 EUR. Sie betrafen die Posten 2003„Erwerb von Immobilien“ über 15 000 000 EUR, 2001„Erbpachtzahlungen“ über 6 200 000 EUR und 2005„Bau von Gebäuden“ über 500 000 EUR.

11.

Aus den nichtautomatischen Mittelübertragungen nach 2012 wurden Zahlungen in Höhe von insgesamt 15 649 030 EUR (72 %) geleistet. Diese Zahlungen betrafen in erster Linie den Erwerb von Immobilien (Anzahlung eines Betrags von 15 000 000 EUR für das Gebäude TREBEL bei Unterzeichnung des Verkaufsvorvertrags). Ferner wurde ein Betrag von 456 180 EUR für den Bau von Gebäuden und ein Betrag von 192 850 EUR für Erbpachtzahlungen entrichtet.

12.

Hinsichtlich der nichtautomatischen Mittelübertragungen für den Erwerb und die Herrichtung des Europahauses in Sofia (9 240 000 EUR in Posten 2003) hatte 2011 wegen mangelhafter und nicht vertragsgemäßer Ausführung der Umbauarbeiten in dem fraglichen Gebäude keine Zahlung erfolgen können. Vor dem Gericht der Stadt Sofia wurde ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet. Die Bauarbeiten zur spezifischen Herrichtung des Gebäudes sollten im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen sein. Nach dem geltenden Vertrag ist die Zahlung der Gesamtsumme erst nach Abschluss und Abnahme der Renovierungsarbeiten fällig.

F.   Aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellte Mittel

13.

Die im Jahre 2012 verfügbaren zweckgebundenen Einnahmen beliefen sich auf insgesamt 22 274 843 EUR (2011: 23 815 077 EUR). Die Verpflichtungen betrugen 18 028 503 EUR; dies entspricht einer Mittelbindungsrate von 81 % und einem deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren (2011: 52 %, 2010: 13 %). Die Zahlungen machten insgesamt 11 216 674 EUR bzw. 62 % der eingegangenen Verpflichtungen aus (2011: 82 %).

14.

Die Herkunft der 2012 aus zweckgebundenen Einnahmen des Jahres bereitgestellten Mittel wird in der Grafik unten analysiert:

Grafik 1

Mittel aus zweckgebundenen Einnahmen 2012 nach Kapiteln

Image

15.

Die aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellten Mittel, die auf das Jahr 2012 übertragen wurden, beliefen sich auf insgesamt 107 592 247 EUR (2011: 110 017 852 EUR). Der größte Teil (90 %) der aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellten Mittel, die auf das Jahr 2012 übertragen wurden, entstammt Kapitel 20. Sie resultieren in erster Linie daher, dass der belgische Staat am 27. Januar 2010 im Rahmen der Übernahme der Grundstückskosten für die Gebäude D4 und D5 und der Erschließungskosten der Freifläche über dem Bahnhof Brüssel-Luxembourg 85 897 000 EUR bezahlt hatte.

16.

Die auf Grundlage von übertragenen zweckgebundenen Einnahmen eingegangenen Verpflichtungen beliefen sich auf 105 482 187 EUR (2011: 20 580 678 EUR). Die 2012 geleisteten Zahlungen machten 10 % der eingegangenen Verpflichtungen aus und lagen damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2011: 74 %). So betreffen die 2012 eingegangenen Verpflichtungen entsprechend der Entscheidung des Präsidiums vom 30. November 2011 hauptsächlich den Ankauf des Gebäudes TREBEL, für das ab 2013 Zahlungen geleistet werden müssen (vgl. nachfolgend Absatz H).

17.

Der Betrag von 106 795 839 EUR wurde in das Haushaltsjahr 2013 übertragen. Davon stammen 10 051 047 EUR von aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellten Mitteln (die Inabgangstellungen belaufen sich auf 1 007 122 EUR) und 96 744 792 EUR von übertragenen aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellten Mitteln (die Inabgangstellungen belaufen sich auf 111 496 EUR). Der im Januar 2010 vom belgischen Staat gezahlte Betrag von 85 897 000 EUR stellt eine externe zweckgebundene Einnahme im Sinne von Artikel 21 Unterabsatz 2 der Haushaltsordung dar. Die übertragenen internen Mittel aus zweckgebundenen Einnahmen belaufen sich auf 20 898 839 EUR.

G.   Inabgangstellung laufender Mittel

18.

Ein Betrag von 24 830 106 EUR (2011: 93 651 335 EUR), entsprechend 1,4 % der endgültigen Mittel (2011: 5,6 %), wurde in Abgang gestellt. Die Hauptgründe für die Inabgangstellung werden in der nachfolgenden Tabelle erläutert:

Tabelle 3

Hauptgründe für die Inabgangstellung der laufenden Mittel 2012

Artikel

In Abgang gestellter Betrag

(EUR)

In % der gesamten Inabgangstellung

% Inabgangstellung/Artikel

Hauptgrund für die Inabgangstellung

422

Parlamentarische Assistenz

3 968 353

16 %

2,1 %

Inabgangstellung von 3,75 Mio. EUR für lokale parlamentarische Assistenten. Diese Inabgangstellung liegt in einer überschätzten Nachfrage nach örtlichen Assistenten begründet. Die Mitglieder nutzen ihre Mittel für parlamentarische Assistenz nicht in vollem Umfang.

324

Produktion und Verbreitung

2 299 041

9 %

2,5 %

Inabgangstellung von 0,95 Mio. EUR in Posten 3244„Organisation und Empfang von Besuchergruppen, Euroscola und Einladung von Meinungsmultiplikatoren aus Drittländern“. Die Mittelausstattung errechnet sich aus den Kosten und der durchschnittlichen Nutzung dieser Programme. Die Höhe der Verpflichtung hängt also von der Nutzung durch die Antragsteller ab (Zahl der tatsächlichen Besucher und Herkunft). Außerdem kann es sein, dass vorgemerkte Mittel nach der Absage eines Besuchs nicht verwendet werden. Bei einer Inabgangstellung zum Jahresende können diese Mittel nicht wiederverwendet werden und verfallen somit.

Inabgangstellung von 0,38 Mio. EUR in Posten 3242„Ausgaben für Veröffentlichungen, die Unterrichtung der Öffentlichkeit und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen“.

Inabgangstellung von 0,42 Mio. EUR in Posten 3245„Veranstaltung von Kolloquien, Seminaren und kulturellen Aktionen“.

Die Inabgangstellungen in diesen beiden Posten rühren in erster Linie aus der Begleichung von Verpflichtungen der 34 Informationsbüros her. Diese Verpflichtungen stellen jeweils kleine Beträge entsprechend den individuellen Abrechnungen zum Jahresende vom Moment der Feststellung des Ablaufs der Verpflichtung an dar.

202

Ausgaben für Gebäude

2 215 036

9 %

2,1 %

Inabgangstellung von 1,08 Mio. EUR in Posten 2026„Sicherheit und Bewachung der Gebäude“. Diese Inabgangstellung resultiert aus Einsparungen, die durch eine Rationalisierung der Sicherheitsrichtlinien und die Internalisierung des Dienstes erzielt wurden.

Inabgangstellung von 0,74 Mio. EUR in Posten 2024„Energieverbrauch“. Der Betrag der Inabgangstellungen erstreckt sich auf die drei Standorte sowie die Informationsbüros. Die in der Haushaltplanung vorzusehenden Mittel lassen sich nicht ganz exakt berechnen, da sie von einer Vielzahl an Faktoren abhängen, die schwanken können: Witterungsbedingungen, Aufwendungen für den Betrieb der Gebäude, Änderungen der Einheitspreise und Auswirkung der Energieeinsparungen. Um sich vor Risiken zu schützen und das Vorherigkeitsprinzip zu achten, ist ein ausreichender Spielraum vorzusehen, mit dem ungünstige Szenarien vermeiden werden können.

100

Vorläufig eingesetzte Mittel

1 926 466

8 %

100,0 %

Restmittel.

101

Rückstellungen für unvorhergesehene Ausgaben

1 664 172

7 %

100,0 %

Restmittel.

140

Sonstige Bedienstete und externes Personal

1 504 584

6 %

1,7 %

Inabgangstellung von 0,86 Mio. EUR in Posten 1400„Sonstige Bedienstete“.

Inabgangstellung von 0,5 Mio. EUR in Posten 1402„Konferenzdolmetscher“.

200

Gebäude

1 375 891

6 %

0,9 %

Inabgangstellung von 0,81 Mio. EUR in Posten 2007„Herrichtung der Diensträume“.

Inabgangstellung von 0,43 Mio. EUR in Posten 2008„Besondere Ausgaben für Gebäudeverwaltung“.

120

Dienstbezüge und sonstige Ansprüche

1 357 427

5 %

0,2 %

Inabgangstellung von 1,36 Mio. EUR in Posten 1200„Dienstbezüge und Vergütungen“.

210

Datenverarbeitung und Telekommunikation

1 043 631

4 %

0,9 %

Inabgangstellung von 0,71 Mio. EUR in Posten 2102„Externe Leistungen“.

Inabgangstellung von 0,33 Mio. EUR in Posten 2100„Hard- und Software“.

304

Verschiedene Sitzungskosten

1 037 300

4 %

14,7 %

Inabgangstellung von 0,47 Mio. EUR in Posten 3042„Sitzungen, Kongresse und Konferenzen“.

Inabgangstellung von 0,26 Mio. EUR in Posten 3044„Parlamentarische Konferenz zur WTO und sonstiger interparlamentarischer Delegationen“: Die Kosten der Delegationen lassen sich angesichts ihrer großen Zahl (über 100 pro Jahr) und der Unsicherheiten im Zusammenhang mit den voraussichtlichen Programmen, die der Ausarbeitung der Haushaltsplanung zugrunde liegen, nur schwer schätzen.

Inabgangstellung von 0,21 Mio. EUR in Posten 3048„Parlamentarische Versammlung der Union für den Mittelmeerraum“: Obwohl das Abkommen zwischen dem EP und der belgischen Regierung, mit dem die Versammlung zur juristischen Person wurde, im Juli 2012 unterzeichnet wurde, sind die Einrichtung des Sekretariats, des Haushalts und die Eröffnung des Bankkontos noch nicht abgeschlossen.

H.   Mittelübertragungen

19.

Im Laufe des Haushaltsjahrs wurden gemäß Artikel 24 und Artikel 43 der Haushaltsordnung zehn C-Mittelübertragungen (einschließlich der sogenannten Sammelmittelübertragungen) angenommen (7). Diese beliefen sich auf insgesamt 80 462 015 EUR, bzw. 4,7 % der endgültigen Mittel (2011: neun Mittelübertragungen, die 3,7 % der endgültigen Mittel ausmachten). Der Präsident genehmigte acht P-Mittelübertragungen aus laufenden Mitteln nach Artikel 22 Absatz 1 der Haushaltsordnung (8), die insgesamt 10 379 775 EUR bzw. 0,6 % der endgültigen Mittel ausmachten (2011: neun Mittelübertragungen, die 0,7 % der endgültigen Mittel ausmachten). Außerdem genehmigte der Präsident auch eine Mittelübertragung in Höhe von 88 924 943 EUR betreffend die übertragenen Mittel aus zweckgebundenen Einnahmen und in Bezug auf das TREBEL-Projekt. Diese außerordentliche Mittelübertragung stellt eher eine technische Anpassung ohne Änderung der Art der Zweckbestimmung dar (9), da das TREBEL-Gebäude als bedingungsloses Eigentum und nicht über einen Erbpachtvertrag erworben werden wird.

20.

Insgesamt wurden 2012 18 C- und P-Mittelübertragungen aus laufenden Mitteln in Höhe von 90 841 790 EUR bzw. 5,3 % der endgültigen Mittel genehmigt (2011: 18 Mittelübertragungen im Gesamtumfang von 73 903 546 EUR bzw. 4,4 % der endgültigen Mittel). Dazu kommt eine P-Mittelübertragung technischer Art für übertragene Mittel aus zweckgebundenen Einnahmen in Höhe von 88 924 943 EUR.

Tabelle 4

Mittelübertragungen nach Rechtsgrundlage

Anzahl der Mittelübertragungen

Übertragener Betrag

(EUR)

in % der endgültigen Mittel

C-Mittelübertragungen C (Artikel 24 und Artikel 43)

10 C-Mittelübertragungen

80 462 015

4,7 %

davon Sammelmittelübertragung (C10)

45 000 000

2,6 %

P-Mittelübertragungen (Artikel 22 Absatz 1)

8 P-Mittelübertragungen aus laufenden Mitteln

10 379 775

0,6 %

1 P-Mittelübertragung aus zweckgebundenen Einnahmen

88 924 943

entfällt

C- und P-Mittelübertragungen aus laufenden Mitteln

90 841 790

5,3 %

P-Mittelübertragung aus zweckgebundenen Einnahmen

88 924 943

entfällt

Tabelle 5

Analyse der C-Mittelübertragungen nach aufnehmender Haushaltslinie

(in EUR)

Aufnehmende Haushaltslinie

Übertragung

Übertragener Betrag

1004

Normale Reisekosten

C7

9 400 000

1005

Sonstige Reisekosten

C7

2 292 015

102

Übergangsgelder

C2

230 000

1420

Externe Leistungen

C6

3 200 000

2001

Erbpachtzahlungen

C10

10 000 000

2003

Erwerb von Immobilien

C10

35 000 000

2007

Herrichtung der Diensträume

C8

2 000 000

2022

Unterhaltung, Wartung und Reinigung der Gebäude

C1

2 000 000

2100

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien

C5

9 246 000

2100

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien

C9

1 800 000

2102

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien

C5

739 000

2102

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien

C9

4 030 000

2320

Gerichtskosten und Schadenersatz

C3

450 000

3245

Veranstaltung von Kolloquien, Seminaren und kulturellen Aktionen

C4

75 000

Insgesamt

80 462 015

Tabelle 6

Analyse der C-Mittelübertragungen nach Ausgabenkategorien und Zweck

Ausgabenkategorie, der die Mittelübertragung zugutekommt

Zweck

Übertragung

Übertragener Betrag

(in EUR)

%

Gebäudepolitik

Unterhaltung, Wartung, Betrieb und Reinigung der Gebäude

C1

2 000 000

2 %

Haus der europäischen Geschichte

C8

2 000 000

2 %

TREBEL-Gebäude

C10

35 000 000

43 %

KAD-Projekt

C10

10 000 000

12 %

Immobilienpolitik insgesamt

 

49 000 000

61 %

Mitglieder

Übergangsgelder

C2

230 000

0 %

Reisekosten

C7

11 692 015

15 %

Mitglieder insgesamt

 

11 922 015

15 %

Verwaltung

Unvorhergesehene Gerichtskosten (in Bezug auf den Straßburger Plenarsaal, die Gebäude in Brüssel und das KAD-Projekt)

C3

450 000

1 %

Verwaltung insgesamt

 

450 000

1 %

Informationsmaßnahmen

Sacharow-Preis (Auszahlung des Preises 2008 und Übernahme der Reisekosten früherer Preisträger)

C4

75 000

0 %

Informationsmaßnahmen insgesamt

 

75 000

0 %

IT

Erweiterung der WLAN-Abdeckung in den Räumlichkeiten des EP und Ersetzung eines Teils der Netzwerk-Infrastruktur und der einzelnen Geräte

C5

9 985 000

12 %

C9

5 830 000

7 %

IT insgesamt

 

15 815 000

20 %

Mehrsprachigkeit

Zunahme des Bedarfs an Übersetzungen

C6

3 200 000

4 %

Mehrsprachigkeit insgesamt

 

3 200 000

4 %

Gesamtbetrag

80 462 015

100 %

H.1.   Mittelübertragungen von vorläufig eingesetzten Mitteln

21.

In diesem Abschnitt wird die Verwendung der Mittel aus Kapitel 10 0 „vorläufig eingesetzte Mittel“ und aus Kapitel 10 1 „Rückstellungen für unvorhergesehene Ausgaben“ untersucht. Diese Kapitel, die in Titel 10 „Sonstige Ausgaben“ enthalten sind, werden fortan mit „Vorläufig eingesetzte Mittel“ bezeichnet. Titel 10 „Sonstige Ausgaben“ war die Hauptquelle für Mittelübertragungen ohne Sammelmittelübertragungen, 73 % der Mittelübertragungen ohne Sammelmittelübertragungen (25 902 015 EUR bei insgesamt 35 462 015 EUR) stammen aus dieser Rubrik.

22.

Von diesem Betrag waren 10 192 015 EUR für die Mitglieder, 9 985 000 EUR für IT-Zwecke, 3 200 000 EUR für Mehrsprachigkeit und 2 000 000 EUR für die Immobilienpolitik bestimmt. Der Zweck der Mittelübertragungen von den vorläufig eingesetzten Mitteln wird im Folgenden erläutert.

Tabelle 7

Zweck der Mittelübertragungen von vorläufig eingesetzten Mitteln

(in EUR)

Abgebender Posten

Übertragung

Aufnehmender Posten

Zweck

Übertragener Betrag

10 0

C7

1004

1005

Freigabe der Mittel aus der Reserve für die Reisekosten der Mitglieder: Normale Reisekosten (Sitzungen, Ausschüsse oder ihre Delegationen, Fraktionen und Sonstiges) und sonstige Reisekosten. Mit seiner Entschließung vom 26. Oktober 2011 hat das Parlament eine Kürzung der Reisekosten für Mitglieder um 5 % und zugleich eine Rückstellung von 15 % der Mittel für Reisekosten beschlossen. Die erzielten Einsparungen bei den Reisekosten der Mitglieder wurden 2012 auf den Verzicht auf Indexierung der Vergütung begrenzt, sodass eine Freigabe der Mittel aus der Reserve erforderlich wurde.

10 192 015

Mitglieder insgesamt

10 192 015

10 0

C8

2007

Freigabe der Mittel aus der Reserve für die Bauarbeiten am Haus der Europäischen Geschichte und deren Überwachung nach Vorlage des vom Haushaltsausschuss geforderten Lageberichts.

2 000 000

Immobilienpolitik insgesamt

2 000 000

10 1

C3

2320

Freigabe der Mittel aus der Reserve für unvorhergesehene Gerichtskosten (in Bezug auf den Straßburger Plenarsaal, die Gebäude in Brüssel und das KAD-Projekt)

450 000

Verwaltung insgesamt

450 000

10 1

C4

3245

Auszahlung des Sacharow-Preises 2008 und Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten von vier früheren Preisträgern, die zum Europarat und zum EP eingeladen worden waren.

75 000

Informationsmaßnahmen insgesamt

75 000

10 1

C5

2100

2102

Freigabe der Mittel aus der Reserve für Aufwendungen für IT-Zwecke (Erweiterung der WLAN-Abdeckung in den Räumlichkeiten des EP und Ersetzung eines Teils der Netzwerk-Infrastruktur und der einzelnen Geräte).

9 985 000

IT insgesamt

9 985 000

10 1

C6

1420

Freigabe der Mittel aus der Reserve für externe Übersetzungen (Zunahme des Bedarfs an Übersetzungen).

3 200 000

Mehrsprachigkeit insgesamt

3 200 000

Gesamtbetrag

25 902 015

H.2.   Mittelübertragungen aus anderen Quellen

23.

In diesem Abschnitt werden die Mittelübertragungen aus anderen Quellen als Titel 10 „Sonstige Ausgaben“ untersucht. Ein Gesamtbetrag von 54 560 000 EUR wurde aus anderen Titeln übertragen, davon 45 000 000 EUR bei der Sammelmittelübertragung. Die Immobilienpolitik machte den Hautpanteil (86 %) dieser Mittelübertragungen aus, gefolgt von den Ausgaben für IT (11 %) und Ausgaben für Mitglieder (3 %). Die Tabellen 8a und 8b enthalten einen Überblick über diese Übertragungen.

Tabelle 8a

Herkunft der C-Mittelübertragungen aus anderen Quellen als den vorläufig eingesetzten Mitteln ohne Sammelmittelübertragungen

(in EUR)

Übertragung

Abgebender Posten

Zweck

Übertragener Betrag

C1

2001

Übertragung von Posten „Erbpachtzahlungen“ auf Posten „Unterhaltung, Wartung, Betrieb und Reinigung der Gebäude“ zur Ermöglichung der Umsetzung der neuen am 24. März 2010 vom Präsidium beschlossenen Wartungspolitik (neuer Wartungsvertrag).

2 000 000

C2

1010

Übertragung von Posten „Unfall- und Krankenversicherung sowie sonstige Sozialmaßnahmen“ auf den Artikel „Übergangsgelder“, erforderlich aufgrund des stärker als erwartet ausgefallenen Anstiegs der Amtsniederlegungen von Mitgliedern des EP.

230 000

C7

1004

Übertragung von Posten „Normale Reisekosten“ auf den Posten „Sonstige Reisekosten“ aufgrund einer stärker als erwartet ausgefallenen Nachfrage der Mitglieder nach Sonstigen Reisekosten.

1 500 000

C9

1402

Übertragung von Posten „Telekommunikation“ und Posten „Konferenzdolmetscher“ auf die Posten „Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien“ und „Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien“ im Hinblick auf die Erweiterung der WLAN-Abdeckung in den Räumlichkeiten des EP und die Ersetzung eines Teils der Netzwerk-Infrastruktur und der einzelnen Geräte.

3 100 000

2350

2 730 000

Gesamtbetrag

9 560 000

Tabelle 8b

Einzelangaben zur der „Sammelmittelübertragung“ bezeichneten C-Mittelübertragung

Abgebendes Kapitel

Bezeichnung

Betrag

(in EUR)

in % der ursprünglichen Mittel

in % des übertragenen Gesamtbetrags

Erläuterungen

10

Mitglieder des Organs

2 697 516

1 %

6 %

Geringere Nachfrage als erwartet bei den Posten „Vergütungen“ und „allgemeine Kostenvergütungen“ aufgrund des Verzichts auf Indexierung in den Jahren 2011 und 2012, sowie bei den Posten „Ruhegehälter“ und „Unfall- und Krankenversicherung“.

12

Beamte und Bedienstete auf Zeit

14 480 000

3 %

32 %

Geringere Nachfrage als erwartet aufgrund des Verzichts auf Indexierung der Dienstbezüge in den Jahren 2011 (Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof ist anhängig) und 2012.

14

Sonstige Bedienstete und externe Leistungen

8 085 000

7 %

18 %

Geringere Nachfrage als erwartet aufgrund des Verzichts auf Indexierung der Dienstbezüge in den Jahren 2011 (Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof ist anhängig) und 2012. Aufgrund der vom Präsidium beschlossenen Maßnahmen im Bereich Mehrsprachigkeit konnten bei den Kosten für externe Übersetzungen erhebliche Einsparungen erzielt werden.

16

Sonstige Ausgaben für die Mitglieder und das Personal des Organs

280 000

2 %

1 %

Dieser Betrag entspricht technischen Überschüssen bei den Posten „Ausgaben für Personaleinstellung“ und „Mobilität“.

20

Gebäude und Nebenkosten

5 065 000

2 %

11 %

Die Haupteinsparungen stammen aus der Übertragung von Ausschreibungen betreffend den Posten „Bau von Gebäuden“ und der Internalisierung und Rationalisierung der sicherheitsbezogenen Maßnahmen.

21

EDV, Ausrüstung und Mobiliar

900 000

1 %

2 %

Dieser Betrag resultiert aus einer geringeren Nachfrage nach Hardware für die dritten parlamentarischen Assistenten.

23

Laufende Sachausgaben für den Dienstbetrieb

1 887 136

13 %

4 %

Dieser Betrag entstammt zu mehr als der Hälfte dem Posten „Ausgleich der CO2-Emissionen des Europäischen Parlaments“ aufgrund von Fristen beim Abschluss einer Ausschreibung sowie einer deutlicher Verringerung des Preises pro Tonne CO2 im Jahr 2011. Die sonstigen Einsparungen sind in erster Linie auf eine geringere Nachfrage als erwartet nach Bürobedarf und verschiedenen Verbrauchsmitteln zurückzuführen.

30

Sitzungen und Konferenzen

3 666 387

10 %

8 %

3 000 000 EUR entstammen einer geringeren Zahl an Dienstreisen von Beamten zwischen den drei Arbeitsstätten und der Rest des Postens einer geringeren Inanspruchnahme von Kosten für die Organisation von Sitzungen und Konferenzen.

32

Fachwissen und Informationen: Beschaffung, Archivierung, Produktion und Verbreitung

1 641 600

1 %

4 %

Geringerer Bedarf als erwartet für die Beschaffung von Fachwissen, insbesondere in den Bereichen interne Politikbereiche, Schutz und Sicherheit, Folgenabschätzung und Nutzung externer Datenbanken.

40

Besondere Ausgaben bestimmter Organe und Einrichtungen

297 361

0 %

1 %

Dieser Betrag resultiert aus technischen Überschüssen auf Artikel in Bezug auf die Finanzierung der Fraktionen und der europäischen politischen Stiftungen.

42

Ausgaben für parlamentarische Assistenz

6 000 000

3 %

13 %

Geringere Nachfrage als erwartet aufgrund des Verzichts auf Indexierung der Dienstbezüge in den Jahren 2011 (Verfahren vor der Europäischen Gerichtshof ist anhängig) und 2012 sowie einer geringeren Nachfrage als erwartet nach Verträgen für örtliche Assistenten.

Gesamtbetrag

45 000 000

3 %

100 %

 

Aufnehmender Posten

Bezeichnung

Betrag

(in EUR)

in % der ursprünglichen Mittel

in % des übertragenen Gesamtbetrags

Zweck

2001

Erbpachtzahlungen

10 000 000

39 %

22 %

Bau des neuen KAD-Gebäudes in Luxemburg.

2003

Erwerb von Immobilien

35 000 000

entfällt

78 %

Zweite Rate für den Erwerb des TREBEL-Gebäudes in Brüssel.

Diese Mittelübertragung entspricht 90 % des Betrags der endgültigen Mittel des Postens.

Gesamtbetrag

45 000 000

3 %

100 %

 

24.

Diese Übertragung wurde von der gemeinsam durch das Präsidium und den Haushaltsausschuss besetzten Arbeitsgruppe zum Haushaltsplan des EP vorgeschlagen. Sie ermöglichte die Bereitstellung von Mitteln für Vorauszahlungen beim Kauf des TREBEL-Gebäudes und dem Bau des neuen KAD-Gebäudes, durch die Einsparungen bei den Finanzierungskosten in der Zeit der Bauarbeiten und der Darlehenstilgung in einer geschätzten Höhe von 10,4 Mio. EUR erzielt werden konnten.

25.

Ein Überblick über die P-Mittelübertragungen ist wiederum in Tabelle 9 enthalten.

Tabelle 9

Zweck der P-Mittelübertragungen

(in EUR)

Posten

 

Übertragung

Beschreibung

Übertragener Betrag

2003

Erwerb von Immobilien

P6

Finanzierungssaldo des TREBEL-Gebäudes.

88 924 943

Gesamtbetrag Übertragungen aus zweckgebundenen Einnahmen bereitgestellten Mitteln, die vom Vorjahr übertragen wurden

88 924 943

2003

Erwerb von Immobilien

P8

Übertragung erforderlich zur Sicherstellung der fortgesetzten finanziellen Deckung des Vertrags über den Erwerb des Europahauses in Sofia.

3 753 000

2102

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien

P1

Prüfung einer wirksameren Mittelaufteilung, um den Anfang des Jahres für 2012 beschlossenen IT-Plan sowie zwischenzeitlich hinzugekommene neue Anforderungen (E-Mail-Umstellung, Modernisierung des Telefonsystems, interinstitutionelles Adressverzeichnis) berücksichtigen zu können

3 517 300

3241

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form

P2

500 000

3241

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form

P4

Berichtigung des Haushalts zugunsten der Programme „Paperless“ und Intranet angesichts der geringen Anzahl vom Amtsblatt angeforderter Seiten.

500 000

3241

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form

P9

Sicherstellung des Starts des neuen CAT-Tools (Computer-Assisted Translation).

45 000

3242

Ausgaben für Veröffentlichungen, die Unterrichtung der Öffentlichkeit und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen

P5

Die Refinanzierung betrifft die Zuschüsse in den Bereichen:

a)

Internet, zur Förderung der Präsenz des Bürgers im Netz und der „Online-Demokratie“ und

b)

Veranstaltungen, zur Stärkung der partizipativen Demokratie.

954 475

3245

Veranstaltung von Kolloquien, Seminaren und kulturellen Aktionen

P5

310 000

4222

Wechselkursdifferenzen

P3

Die Zahlungen in Zusammenhang mit Ausgaben für parlamentarische Assistenz 2012 erfolgen auf Basis eines festen Wechselkurses zwischen dem Euro und den anderen Währungen (Kurs des Monats Dezember 2011). Der starke Wertverlust des Euro gegenüber den anderen europäischen Währungen im Jahr 2012 führte bei den Gehalts- und Honorarzahlungen für die örtlichen Assistenten zu größeren Wechselkursdifferenzen als erwartet.

500 000

4222

Wechselkursdifferenzen

P7

300 000

Gesamtbetrag Übertragungen aus laufenden Mitteln

10 379 775

II.   HAUSHALTSFÜHRUNG NACH KAPITELN

26.

In diesem Abschnitt werden die Verwendung der Mittel nach Haushaltskapiteln, ihr Anteil am Gesamthaushalt und die Änderungen bei der Mittelverwendung gegenüber dem vorhergehenden Haushaltsjahr untersucht. Es sei darauf verwiesen, dass auf vier Kapitel 70 % der Mittelbindungen insgesamt entfielen. Dies waren Kapitel 10„Mitglieder des Organs“, Kapitel 12„Beamte und Bedienstete auf Zeit“, Kapitel 20„Gebäude und Nebenkosten“ sowie Kapitel 42„Ausgaben für parlamentarische Assistenz“.

27.

Tabelle 10 enthält eine nach Kapiteln aufgeschlüsselte Übersicht über die 2012 gebundenen Mittel im Vergleich zu den entsprechenden Mitteln 2011. Die Grafiken 2 und 3 veranschaulichen die entsprechenden Teile und die Entwicklung von 2011 nach 2012.

Tabelle 10

Entwicklung der Mittelbindungen 2012 und 2011

(in EUR)

Kapitel

Rubrik

2012

2011

Differenz

Veränderung

2011/2012

10

Mitglieder des Organs

204 267 112

195 411 480

8 855 632

5 %

12

Beamte und Bedienstete auf Zeit

560 700 762

540 454 419

20 246 343

4 %

14

Sonstige Bedienstete und externe Leistungen

102 483 098

118 800 097

–16 316 999

–14 %

16

Sonstige Ausgaben für die Mitglieder und das Personal des Organs

16 699 823

14 489 624

2 210 199

15 %

Titel 1 — Mitglieder und Personal des Organs

884 150 794

869 155 619

14 995 175

2 %

20

Gebäude und Nebenkosten

248 864 928

195 529 891

53 335 037

27 %

21

EDV, Ausrüstung und Mobiliar

142 804 433

117 290 772

25 513 660

22 %

23

Laufende Sachausgaben für den Dienstbetrieb

9 476 760

9 652 197

– 175 437

–2 %

Titel 2 — Gebäude, Mobiliar, Ausrüstung und verschiedene Sachausgaben

401 146 121

322 472 860

78 673 261

24 %

30

Sitzungen und Konferenzen

32 624 325

32 807 760

– 183 435

–1 %

32

Fachwissen und Informationen: Beschaffung, Archivierung, Produktion und Verbreitung

105 967 314

92 059 312

13 908 003

15 %

Titel 3 — Ausgaben im Zusammenhang mit der Durchführung der allgemeinen Aufgaben des Organs

138 591 639

124 867 072

13 724 567

11 %

40

Besondere Ausgaben bestimmter Organe und Einrichtungen

87 917 639

83 078 152

4 839 486

6 %

42

Ausgaben für parlamentarische Assistenz

180 871 822

170 564 354

10 307 468

6 %

44

Sitzungen und andere Aktivitäten von Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern

360 000

340 000

20 000

6 %

Titel 4 — Ausgaben im Zusammenhang mit der Durchführung spezifischer Aufgaben durch das Organ

269 149 461

253 982 506

15 166 955

6 %

Titel 10 — Sonstige Ausgaben

0

0

0

Gesamtbetrag

1 693 038 015

1 570 478 058

122 559 957

8 %

Grafik 2

Aufteilung der Mittelbindungen 2012 nach Kapiteln

Image

Grafik 3

Entwicklung der Mittelbindungen 2011 und 2012 nach Kapiteln

Image

A.   Kapitel 10„Mitglieder des Organs“

28.

Die Kosten für die Mitglieder haben im Jahr 2012 204 267 112 EUR betragen bzw. 12 % des Gesamtvolumens der Mittelbindungen des Haushaltsjahres. Sie haben sich um 8,9 Millionen EUR bzw. um 5 % gegenüber 2011 erhöht. Dieser Anstieg der Mittelbindungen geht mit einer Verringerung der endgültigen Mittel um 5 % gegenüber dem Vorjahr einher. Hieraus resultiert eine Rate in Abgang gestellter Mittel von nahezu null, während diese 2011 9 % betrug.

29.

Die Mittelbindungen in Posten 1000„Vergütungen“ und 1006„allgemeine Kostenvergütung“ (zur Deckung der Kosten für die parlamentarischen Aktivitäten der Mitglieder) belaufen sich auf 108 108 469 EUR und stellen 53 % der gesamten Mittelbindungen des Kapitels dar. Gegenüber den Mittelbindungen 2011 sind sie um 3 % gestiegen. Die monatliche Vergütung (Bruttogehalt) liegt bei 7 957 EUR pro Mitglied und die allgemeine Kostenvergütung bei 4 299 EUR.

30.

Die Mittelbindungen in Posten 1004„Normale Reisekosten“ und 1005„Sonstige Reisekosten“ belaufen sich auf 78 882 170 EUR bzw. 39 % der gesamten Mittelbindungen von Kapitel 10. Die gestiegenen Mittelbindungen des Kapitels resultieren zur Hälfte aus dem Anstieg bei diesen beiden Posten (Anstieg um 4 541 265 EUR). Posten 1005, aus dem die Reise- und Aufenthaltskosten für Reisen zu und von den Arbeitsorten und sonstige Dienstreisekosten bestritten werden, hat sich gegenüber 2011 um 48 % erhöht. Tatsächlich wurde, gemäß der Regelung, dass Erstattungsanträge eines gegebenen Jahres bis zum 31. Oktober des Folgejahres eingereicht werden können, ein wesentlicher Teil der Erstattungsanträge der Mitglieder für das Haushaltsjahr 2011 erst im Jahr 2012 gestellt.

31.

Im Jahr 2012 (10) unternahmen die Mitglieder (11)18 314 Reisen zur Teilnahme am Plenum in Straßburg und Brüssel, 35 314 Reisen zur Teilnahme an Ausschusssitzungen in Brüssel und 2 653 Reisen zur Teilnahme an Fraktionssitzungen in Brüssel (12). In Zusammenhang mit Reisen außerhalb der üblichen Arbeitsorte des Parlaments wurden 1 290 Reisen zu Ausschusssitzungen, 1 946 Reisen zu Fraktionssitzungen und 1 706 Reisen in Verbindung mit Delegationssitzungen unternommen.

32.

Die Mittelbindungen in Posten 1010„Unfall- und Krankenversicherung sowie sonstige Sozialmaßnahmen“ beliefen sich auf 2 399 615 EUR bzw. 1 % der gesamten Mittelbindungen des Kapitels. Sie sind gegenüber 2011 aufgrund der erhöhten Anzahl Mitglieder mit Zugang zum System zur Erstattung von Krankheitskosten auf 92 % gestiegen. Seit der Einführung des Systems im Jahr 2009 ist dieser Anstieg zu verzeichnen und dürfte sich weiter fortsetzen, da das System noch nicht in vollem Umfang genutzt wird.

B.   Kapitel 12„Beamte und Bedienstete auf Zeit“

33.

Die durch Beamte und Bedienstete auf Zeit verursachten Kosten betrugen im Jahr 2012 560 700 762 EUR und stellten mit 33 % den größten der Teil Gesamtausgaben der Mittelbindungen des Haushaltsjahres 2012 dar. Sie haben sich um 20,25 Millionen EUR erhöht bzw. um 4 % gegenüber dem vorangegangenen Haushaltsjahr. Die Entwicklung des Kapitels resultiert im Wesentlichen aus der in Posten 1200„Dienstbezüge und Vergütungen“, der 99 % der Mittel ausmacht.

34.

Der Betrag der eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen des Postens 1200„Dienstbezüge und Vergütungen“. beläuft sich auf 555 375 070 EUR. Posten 1200 wies 2012 einen Überschuss auf, weshalb er mit 13 Mio. EUR bzw. 3 % des ursprünglichen Mittel und 29 % des übertragenen Betrags als abgebender Posten für die Sammelmittelübertragung diente (vgl. Tabelle 8b). Dieser Überschuss erklärt sich im Wesentlichen daraus, dass bei der Berechnung des Haushaltsplans 2012 eine jährliche Anpassung der Gehälter für die Jahre 2011 und 2012 berücksichtigt wurde, die bislang jedoch noch nicht stattgefunden hat.

35.

2012 waren 324 Beamte und Bedienstete auf Zeit beim Generalsekretariat, 58 Bedienstete auf Zeit bei den Fraktionen und 399 Personen als akkreditierte parlamentarische Assistenten eingestellt. Zum 31. Dezember 2012 arbeiteten insgesamt 5 941 Beamte und Bedienstete auf Zeit (davon 5 187 Personen beim Generalsekretariat und 754 bei Fraktionen) sowie 1 705 akkreditierte parlamentarische Assistenten im Europäischen Parlament.

36.

Hinsichtlich der Geschlechterverteilung waren zum 31. Dezember 2012 26 % der Referatsleiter, 33 % der Direktoren und 33 % der Generaldirektoren Frauen. Die nachstehende Grafik enthält eine Aufschlüsselung der Mitarbeiter nach Geschlechtern und Funktionsgruppen.

Grafik 4

Personal des Generalsekretariats nach Geschlecht aufgeschlüsselt

Image

C.   Kapitel 14„Sonstiges Personal und externe Leistungen“

37.

Die Ausgaben im Kapitel „Sonstiges Personal und externe Leistungen“ betrugen im Jahr 2012 102 483 098 EUR bzw. 6 % der Mittelbindungen. Das Kapitel unterscheidet drei Hauptausgabenposten: Posten 1402„Konferenzdolmetscher“ steht für 45 %, Posten 1400„Sonstige Bedienstete“ (13) für 34 % und Posten 1420„Externe Leistungen“ (14) für 6 % der Mittelbindungen.

38.

Die Mittelbindungen des Kapitels sind gegenüber 2011 um rund 16,3 Millionen EUR bzw. 14 % niedriger ausgefallen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die gesunkenen Mittelbindungen in Posten 1420„Externe Leistungen“ (Rückgang um 42 %) und 1402„Konferenzdolmetscher“ (Rückgang um 19 %) infolge der vom Organ im Jahr 2012 vorgenommenen strukturellen Sparmaßnahmen zurückzuführen. Die Mittel des Kapitels wurden ferner im Laufe des Haushaltsjahrs um ca. 8 Millionen EUR gekürzt (7 % des ursprünglichen Betrags) und trugen so mit 18 % des übertragenen Betrags zur Sammelmittelübertragung bei (vgl. Tabelle 8b).

39.

In Posten 1402„Konferenzdolmetscher“ beliefen sich die Mittelbindungen auf 46 000 000 EUR, aus denen als Teil der interinstitutionellen Zusammenarbeit insbesondere die Honorare, Sozialversicherungsverträge, Reisekosten und Tagegelder für Konferenzhilfsdolmetscher gedeckt werden, die vom Parlament für vom Parlament anberaumte Sitzungen verpflichtet werden. Die Höhe der Mittelbindungen fiel um 10 964 283 EUR bzw. 19 % niedriger als 2011 aus. Diese Einsparungen resultieren aus der zum 1. April 2012 vollständig vollzogenen Umsetzung der vom Präsidium im Dezember 2011 beschlossenen strukturellen Sparmaßnahmen im Bereich Mehrsprachigkeit.

40.

Die Dolmetscher des Parlaments und die Konferenzhilfsdolmetscher leisteten 2012 97 791 Dolmetschtage (2011: 109 707 Tage (15)) für das Parlament und andere Institutionen (16) in den Fällen, in denen diese Dolmetschleistungen vom Parlament übernommen werden mussten (Rückgang um 11 % gegenüber 2011). Die Parlamentsdolmetscher leisteten 51 109 Dolmetschtage (3 % weniger als 2011) und die Konferenzhilfsdolmetscher 46 682 Dolmetschtage (18 % weniger als 2011).

41.

Die Mittelbindungen in Posten 1420„Externe Leistungen“ beliefen sich auf 14 587 633 EUR mit einem Rückgang um 10 399 823 EUR bzw. 42 % gegenüber 2011. Diese Veränderung liegt im Wesentlichen an der drastischen Verringerung der Kosten für die Übersetzung des ausführlichen Sitzungsberichts, der 2012 weniger als ein Zehntel der Kosten des Jahres 2011 betrug. Dies geht auf die im September 2011 vom Präsidium gefällte Entscheidung zurück, wonach der ausführliche Sitzungsbericht und die schriftlich eingereichten Fragen nicht mehr vollständig in 11 Amtssprachen übersetzt werden und stattdessen fortan jedes Mitglied die Möglichkeit hat, eine Übersetzung von speziellen Auszügen und/oder Fragen in der Sprache seiner Wahl anzufordern.

42.

Die Mittelbindungen in Posten 1400„Sonstige Bedienstete“ beliefen sich auf 34 790 888 EUR, um 14 % höher als 2011. Aus diesem Posten werden hauptsächlich die Bezüge, einschließlich Zulagen und Vergütungen, von sonstigem Personal bestritten, einschließlich Vertragsbediensteten und örtlichen Bediensteten und Sonderberatern, sowie die Arbeitgeberbeiträge zu den verschiedenen Sozialversicherungssystemen und die Auswirkungen der Berichtigungskoeffizienten für die Bezüge dieser Mitarbeiter sowie die Beschäftigung von Bediensteten auf Zeit. Zum 31. Dezember 2012 waren im Parlament 675 Vertragsbedienstete beschäftigt. Grafik 5 enthält eine Übersicht über die Zahl der Vertragsbediensteten nach Funktionsgruppen (17) und Geschlecht.

Grafik 5

Vertragsbedienstete nach Funktionsgruppen und Geschlecht 2012

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D.   Kapitel 16„Sonstige Ausgaben für die Mitglieder und das Personal des Organs“

43.

Die Ausgaben des Kapitels 1 6 belaufen sich auf 16 699 823 EUR, was 1 % der gesamten Mittelbindungen des Haushaltsjahres 2012 entspricht. Sie nahmen um 2 210 199 EUR zu, was einen Anstieg um 15 % gegenüber 2011 darstellt.

44.

35 % der Mittelbindungen in diesem Kapitel bezogen sich auf den Posten 1654„Kleinkinderzentrum und private Kinderkrippen“, 25 % auf den Posten 1612„Berufliche Fortbildung“ und 24 % auf den Posten 1652„Betriebskosten für Restaurants und Kantinen“.

45.

Die externe Verwaltung der Krippe und des Familienraums des Organs in Brüssel sowie die damit verbundenen Kosten machen den größten Teil des Postens 1654 aus. Die gesamten gebundenen Mittel dieses Postens beliefen sich auf 5 840 796 EUR, was einen Anstieg um 9 % gegenüber 2011 darstellt, und deckten den Beitrag des Parlaments zu den gesamten Ausgaben für das Kleinkinderzentrum und private externe Krippen, mit denen eine Übereinkunft geschlossen wurde (18).

46.

Was Posten 1612„Berufliche Fortbildung“ anbelangt, betrugen die gebundenen Mittel 4 177 428 EUR, was einen Anstieg um 7 % gegenüber 2011 darstellt, und deckten die Ausgaben für Kurse zur Verbesserung der Kompetenzen der Bediensteten sowie der Leistung und Effizienz des Organs. 2012 besuchten 5 089 Personen Sprachkurse, 1 538 Personen nahmen an EDV-Schulungen teil und 1 126 Personen beteiligten sich an Kursen im Finanzbereich. 6 963 Personen nahmen an intern veranstalteten allgemeinen Schulungen und 320 an externen Schulungen teil (19).

47.

Was den Posten 1652„Laufende Kosten für Restaurants und Kantinen“ anbelangt, beliefen sich die Mittelbindungen auf 3 960 000 EUR, was einen Anstieg um 52 % gegenüber 2011 darstellt. Diese Situation erklärt sich durch eine rascheren Nutzung der Mittel zweckgebundener Einnahmen als in der Vergangenheit als Folge der größeren Differenz zwischen den angewandten Tarifen und der Kostenentwicklung (Löhne und Rohstoffe), was eine Zunahme der Betriebsverluste zu Lasten des Haushalts zur Folge hatte. Eine Überarbeitung der Tarife ist erfolgt und am 1. Januar 2013 in Kraft getreten. 2012 gab es rund 3 103 000 Kassentransaktionen in den Bars, Restaurants und Kantinen sowie 153 000 in der Beschaffungszentrale.

E.   Kapitel 20„Gebäude und Nebenkosten“

48.

Die Mittelbindungen des Millionen EUR 20 beliefen sich auf 248 864 928 EUR, was 15 % der Mittelbindungen des Jahres 2012 entspricht. Das Volumen der Mittelbindungen nahm um 53 335 037 EUR zu, was einen Anstieg um 27 % gegenüber dem Niveau von 2011 darstellt. Die Mittel dieses Kapitels wurden während des Haushaltsjahres um annähernd 42 Millionen EUR (20 % des ursprünglichen Mittelansätze) erhöht, hauptsächlich anlässlich der Sammelübertragung (vgl. Tabelle 8b).

49.

Die Entwicklung des Niveaus der Mittelbindungen ergibt sich hauptsächlich aus dem Posten 2001„Erbpachtzahlungen“ (Zunahme der Mittelbindungen um etwa 30 Millionen EUR, was 56 % des Änderungsbetrags entspricht), aber auch aus den Posten 2007„Herrichtung der Diensträume“ (Zunahme um 48 %, 21 % der Veränderung) und 2003„Erwerb von Immobilien“ (Zunahme um 23 %, 14 % der Veränderung).

50.

Die Aufteilung der Mittel des Kapitels 20 nach Art der Ausgaben ist in der folgenden Grafik dargestellt.

Grafik 6

Aufschlüsselung der Mittelbindungen des Kapitels 20 nach Posten

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51.

Die Mittelbindungen für den Posten 2022„Unterhaltung, Wartung, Betrieb und Reinigung der Gebäude“ beliefen sich auf 48 638 644 EUR (20 % des Kapitels) und deckten die Kosten für die Unterhaltung der Gebäude, Fahrstühle, Heizungen, Klimasysteme und Brandschutztüren sowie Streich- und Reparaturarbeiten usw. Die Mittelbindungen nahmen gegenüber 2011 um 11 % zu (+ 4 823 612 EUR). Diese Entwicklung ergibt sich aus der Einführung der angesichts zunehmend alternder Gebäude neuen Politik einer verstärkten Instandhaltung. Die Mittel dieses Postens wurden während des Haushaltsjahres um 2 Millionen EUR aufgestockt (Zunahme von 4 % gegenüber den ursprünglichen Mittelansätzen).

52.

Der Posten 2003„Erwerb von Immobilien“ — mit ursprünglicher Mittelausstattung „p. m.“ — wurde durch die Übertragungen P8 und C10 um 38 753 000 EUR erhöht (vgl. Tabelle 8.b und 9); Die Übertragung P8 aus dem Posten 2000„Mieten“ hatte zur Folge, dass die ursprüngliche Mittelausstattung des Postens um 11 % abnahm. Diese gesamten Mittel wurden gebunden (Gebäude TREBEL und Europagebäude in Sofia) und machen 16 % der Mittelbindungen des Kapitels aus.

53.

Die Mittelbindungen für den Posten 2001„Erbpachtzahlungen“ (14 % des Kapitels) belaufen sich auf 33 910 000 EUR, was fast acht Mal so viel ist wie 2011. Die Mittel dieses Postens wurde während des Haushaltsjahres um 8 000 000 EUR aufgestockt, was einer Zunahme um 31 % gegenüber den ursprünglichen Mittelzuweisungen entspricht, hauptsächlich anlässlich der Sammelübertragung (vgl. Tabellen 8.a und 8.b). Die gesamten Mittel wurden gebunden, hauptsächlich für das Projekt der Erweiterung des Gebäudes KAD in Luxemburg-Stadt.

54.

Was Posten 2007„Herrichtung der Diensträume“ (14 % des Kapitels) anbelangt, beliefen sich die Mittelbindungen auf 34 811 824 EUR, was eine Zunahme von 48 % gegenüber 2011 darstellt (die ursprünglichen Mittelansätze stiegen um 51 %). Die Herrichtungen der Gebäude in Brüssel machten den größten Teil des Postens aus (65 % der Mittelbindungen) und sind der Hauptgrund für die Zunahme der Mittel und Mittelbindungen. 2012 wurde eine Vielzahl an Arbeiten an Gebäuden und Projekten am Standort Brüssel in Auftrag gegeben und umgesetzt. Die umfangreichsten darunter betreffen das Renovierungsprojekt Eastman/Haus der Europäischen Geschichte, für das im Jahr 2012 ein Betrag von fast 12,8 Millionen EUR gebunden wurde. (Der Haushaltsausschuss hat bei seiner Sitzung am 15. November 2012 Rücklagen in Höhe von 2 000 000 EUR für das Haus der Europäischen Geschichte freigegeben — vgl. Tabelle 7.) Verschiedene Arbeiten und Projekte betrafen daneben die genutzten Gebäude.

55.

Die Mittelbindungen für den Posten 2026„Sicherheit und Überwachung von Gebäuden“ (14 % des Kapitels) beliefen sich auf insgesamt 35 023 714 EUR, was einen Rückgang von 3 % gegenüber 2011 darstellt. Sie decken hauptsächlich Kosten für Sicherheit und Bewachung der Dienstgebäude des Europäischen Parlaments an dessen drei üblichen Arbeitsorten und der Informationsbüros.

F.   Kapitel 21„Datenverarbeitung, Ausrüstung und Mobiliar“

56.

Die Mittelbindungen des Kapitels belaufen sich auf 142 804 433 gebundene Euro, was 8 % der Mittelbindungen im Jahr 2012 entspricht. 25 513 660 EUR mehr als 2011 wurden gebunden, was einen Anstieg um 22 % darstellt. Die Mittel des Kapitels wurden während des Geschäftsjahres um 14 915 000 EUR angehoben, was 11 % der ursprünglichen Mittelansätze entspricht, hauptsächlich durch zwei Übertragungen (C5 Freigaben aus der Reserve, genehmigt am 12. Oktober 2012, und C9, genehmigt am 5. Dezember 2012; vgl. Tabellen 7 und 8.a), die zur Finanzierung der Erweiterung der WLAN-Abdeckung in den Räumlichkeiten des EP und die Ersetzung eines Teils des Infrastrukturnetzes und der Ausstattung von Einzelpersonen bestimmt waren.

57.

Die beiden Posten 2100„Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien“ und 2012„Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien“ machen 81 % der Ausgaben des Kapitels aus und erklären 88 % der Änderungen der Mittelbindungen von 2011 auf 2012.

58.

Die Aufschlüsselung der Ausgaben des Kapitels 21 ist in der folgenden Grafik dargestellt.

Grafik 7

Aufschlüsselung der Ausgaben des Kapitels 21

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59.

Die Mittelbindungen des Postens 2100„Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien“ machen mit einem Betrag von 44 585 309 EUR 31 % des Kapitels 2 1 aus, was einer Zunahme um 38 % gegenüber 2011 entspricht. Die Mittel wurden während des Geschäftsjahres um 7 528 700 EUR (20 % der ursprünglichen Mittelansätze) aufgestockt. Dieser Posten hat die Ausgaben für Kauf, Anmietung, Instandhaltung und Wartung der Hardware und Software für das Organ und die damit verbundenen Arbeiten gedeckt. Dabei handelt es sich insbesondere um die Hardware und Software für die Systeme des EDV- und Telekommunikationszentrums, die Computerausstattung auf Abteilungsebene und in den Fraktionen sowie die elektronische Abstimmungsanlage.

60.

Die Mittelbindungen des Posten 2102„Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien“ machen mit einem Betrag von 70 511 060 EUR 21 % des Kapitels 21 aus, was eine Zunahme um 17 % gegenüber 2011 darstellt (und sich mit dem gestiegenen Betrag der bewilligten Mittel deckt). Die Mittel wurden während des Geschäftsjahres um 8 286 300 EUR erhöht (13 % der ursprünglichen Mittelansätze). Die Mittel deckten hauptsächlich die Ausgaben für Service-Büros und EDV-Beraterfirmen im Zusammenhang mit der Nutzung des EDV-Zentrums und des Netzes, für die Schaffung und Wartung von Anwendungen, die Unterstützung der Benutzer einschließlich der Abgeordneten und der Fraktionen, die Durchführung von Studien und der Erstellung und Erfassung technischer Dokumentationen.

G.   Kapitel 23„Laufende Sachausgaben für den Dienstbetrieb“

61.

Dieses Kapitel stellte mit einem Betrag von 9 476 760 EUR 1 % der Mittelbindungen des Jahres 2012 dar. Das Niveau der Mittelbindungen ging im Vergleich zu 2011 leicht um 2 % zurück.

62.

Die Mittelbindungen dieses Kapitels schlüsseln sich wie folgt auf: 47 % entsprechen dem Artikel 235„Telekommunikation“, 21 % dem Artikel 230„Schreibwaren, Bürobedarf und verschiedene Verbrauchsartikel“ und 15 % dem Artikel 232„Gerichtskosten und Schadenersatz“. Die verbleibenden 17 % verteilen sich auf die Artikel 231„Finanzkosten“, 236„Postgebühren und Zustellungskosten“, 237„Umzüge“, 238„Sonstige Ausgaben für den Verwaltungsbetrieb“ und 239„Ausgleich für CO2-Emissionen des Europäischen Parlaments“.

63.

Mit Ausnahme des Postens 2320„Gerichtskosten und Schadenersatz“, für den Mittel aus der Reserve freigegeben wurden (Übertragung C3, vgl. Tabelle 7), sind alle Posten des Kapitels abgebende Posten für die Übertragungen C9 und C10 (vgl. Tabellen 8.a und 8.b). Durch diese Übertragungen wurde der Betrag der ursprünglichen Mittelansätze um insgesamt 29 % verringert, was die Anstrengungen zur Eindämmung der laufenden Ausgaben für den Verwaltungsbetrieb veranschaulicht.

64.

Die Mittel des Artikels 239„Ausgleich für CO2-Emissionen des Europäischen Parlaments“, die ursprünglich bei 950 000 EUR lagen, wurden anlässlich der Sammelübertragung um 91 % reduziert. Dies lag an Verzögerungen beim Abschluss einer Ausschreibung sowie einer deutlichen Verringerung des Preises für eine Tonne CO2.

H.   Kapitel 30„Sitzungen und Konferenzen“

65.

Diese Kapitel machte mit einem Betrag von 32 624 325 EUR 2 % der Mittelbindungen des Jahres 2012 aus, was weitgehend dem Betrag im Jahr 2011 entspricht. Die Mittelbindungen dieses Kapitels schlüsseln sich wie folgt auf: 79 % entfallen auf Artikel 300„Dienstreisekosten des Personals”, 18 % auf Artikel 304„Verschiedene Sitzungskosten“ und 3 % auf Artikel 302„Ausgaben für Empfänge und Repräsentationszwecke“.

66.

Die ursprünglichen Mittelansätze des Jahres 2012 gingen im Vergleich zu 2011 um 4 % zurück und wurden anlässlich der Sammelübertragung um 10 % reduziert (Übertragung von 3 666 387 EUR). 3 000 000 EUR Einsparungen aus dem Artikel 300 sind das Ergebnis der Anstrengungen aller Generaldirektionen in Hinblick auf eine bessere Kontrolle der Transportkosten.

67.

Im Jahr 2012 fanden 33 616 Dienstreisen statt (2011: 34 827 Dienstreisen), was insgesamt 99 377 Dienstreisetagen entsprach (2011: 104 436 Tage). Die Dienstreisen lassen sich mehrheitlich auf die drei Arbeitsorte des Parlaments aufteilen (Brüssel: 5 652 Dienstreisen, Straßburg: 19 846 Dienstreisen und Luxemburg: 2 433 Dienstreisen).

I.   Kapitel 32„Fachwissen und Information: Beschaffung, Archivierung, Produktion und Verbreitung“

68.

Die Mittelbindungen dieses Kapitels machten mit einem Betrag von 105 967 314 EUR 6 % der Ausgaben des Jahres 2012 aus, was einer Zunahme um 15 % im Vergleich zu 2011 entspricht. Die endgültigen Mittel stiegen um 5 % im Vergleich zum Vorjahr, der Auslastungsgrad des Kapitels hat sich verbessert und erreicht 97 %. 26 % der Mittelbindungen des Kapitels beziehen sich auf den Posten 3244„Organisation und Empfang von Besuchergruppen, Euroscola und Einladung von Meinungsmultiplikatoren aus Drittländern“, 21 % auf den Posten 3242„Ausgaben für Veröffentlichungen, die Unterrichtung der Öffentlichkeit und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen“ und 13 % auf den Posten 3248„Ausgaben für audiovisuelle Informationen“.

69.

Die Aufschlüsselung der Mittelbindungen ist in der folgenden Grafik dargestellt.

Grafik 8

Aufschlüsselung der Mittelbindungen des Kapitels 32

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70.

Hinsichtlich des Postens 3244„Organisation und Empfang von Besuchergruppen, Euroscola und Einladung von Meinungsmultiplikatoren aus Drittländern“ beliefen sich die Mittelbindungen auf 27 985 491 EUR; dies entspricht einer leichten Zunahme gegenüber 2011 (+ 3 %). Sie deckten die Ausgaben für die Zuschüsse für Besuchergruppen sowie die damit verbundenen Kosten für Überwachung und Infrastruktur, die Verwaltungskosten für das Programm „Euroscola“ und die Finanzierung von Praktika für Meinungsmultiplikatoren aus Drittländern.

71.

Hinsichtlich des Postens 3242„Ausgaben für Veröffentlichungen, die Unterrichtung der Öffentlichkeit und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen“ erreichten die Mittelbindungen 22 124 435 EUR. Sie dienten hauptsächlich zur Deckung der Ausgaben in Bereich der Veröffentlichungen, vor allem der elektronischen, von Informationsaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit und der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen in den Mitgliedstaaten und Kandidatenländern sowie der Ausgaben in Zusammenhang mit der Legislativen Beobachtungsstelle (OEIL). Die Mittelbindungen nahmen gegenüber 2011 um 25 % zu. Diese aus der Umsetzung einer genaueren Nachverfolgung und einer Strategie zur Optimierung des Haushalts resultierende Entwicklung äußert sich in einer deutlichen Steigerung der Durchführungsquoten (2012: 98 %, 2011: 90 %).

72.

Die Mittelbindungen für den Posten 3248„Ausgaben für audiovisuelle Informationen“ beliefen sich auf 13 369 011 EUR und deckten Ausgaben in Verbindung mit den folgenden Elementen:

den Verwaltungsausgaben für den Bereich audiovisuelle Medien (Eigenleistungen und externe Unterstützung wie technische Leistungen für Rundfunk- und Fernsehstationen, Produktion, Koproduktion und Verbreitung von audiovisuellen Programmen, Miete von Übertragungskanälen und Übermittlung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen, weitere Maßnahmen zur Entwicklung der Beziehungen des Organs zu Audio-Video-Anbietern),

die Ausgaben für die Live-Übertragung der Plenarsitzungen und der Tagungen der parlamentarischen Ausschüsse im Internet,

die Aufzeichnung der Sitzungen auf DVD-ROM,

die Einrichtung eines geeigneten Archivs und einer Suchmaschine, damit die Bürger jederzeit auf diese Informationen zugreifen können.

Die Mittelbindungen nahmen gegenüber 2011 um 20 % zu.

73.

Was die Produktion audiovisueller Inhalte anbelangt, wurden über das Internet 1 293 Ereignisse übertragen, darunter 890 halbe Sitzungstage der Ausschüsse. „Europe by Satellite“ produzierte Folgendes: 905 Nachrichtensequenzen zum EP, von denen 879 über 148 Kanäle ausgestrahlt wurden, 57 Informations-Clips über Gesetzesthemen, 69 Plenarsitzungstage, 269 Live-Übertragungen, 295 für die Eurovision produzierte Nachrichtenthemen (zur Weitergabe an deren Mitglieder) und 19 vom EP in Brüssel und Straßburg über die Eurovision ausgestrahlte Ereignisse.

74.

Daneben ist anzumerken, dass die Mittelbindungen des Postens 3243„Parlamentarium — Besucherzentrum des Europäischen Parlaments“ (3 462 168 EUR) im Vergleich zum Vorjahr um 40 % angewachsen sind (deckungsgleich mit der Zunahme der bewilligten Mittel). 2012 empfing das Parlamentarium 250 000 Besucher, 4,5 Mal so viele wie 2011; es gehört damit zu den am meistbesuchten Touristenattraktionen in Brüssel.

J.   Kapitel 40„Besondere Ausgaben einiger Organe und Einrichtungen“

75.

Dieses Kapitel machte mit einem Gesamtbetrag von 87 917 639 EUR 5 % der Mittelbindungen des Jahres 2012 aus, was einen Zuwachs von 6 % gegenüber 2011 darstellt. Der Artikel 400„Verwaltungsausgaben und Ausgaben im Zusammenhang mit den politischen Tätigkeiten und Informationstätigkeiten der Fraktionen und der fraktionslosen Mitglieder“ machte 65 % der Mittel des Kapitels 40 aus (2011: 66 %). Die Mittelbindungen für diesen Artikel beliefen sich auf 57 062 367 EUR. Sie dienten den Fraktionen und fraktionslosen Mitgliedern zur Deckung von:

Sekretariats- und Verwaltungsausgaben sowie

Ausgaben im Zusammenhang mit ihren politischen und Informationstätigkeiten im Rahmen der politischen Tätigkeiten der Europäischen Union.

76.

Der Artikel 402„Zuschüsse an europäische Parteien” machte 21 % (2011: 21 %) der Mittelbindungen des Kapitels 40 aus. Der Artikel 403„Zuschüsse an europäische politische Stiftungen“ stand für 14 % (2011: 13 %) der Mittelbindungen des Kapitels 40.

Grafik 9

Aufschlüsselung der Mittelbindungen des Kapitels 40

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K.   Kapitel 42„Ausgaben für parlamentarische Assistenz“

77.

2012 machte dieses Kapitel mit einem Betrag von 180 871 822 EUR 11 % der Mittelbindungen aus, was einem Zuwachs von 6 % gegenüber 2011 entspricht. Die endgültigen Mittel des Kapitels nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2 % ab, woraus sich eine Verbesserung des Auslastungsgrads ergibt.

78.

Die bewilligten Mittel wurden während des Haushaltsjahres um 6 Millionen EUR (3 % der ursprünglichen Mittelansätze) gekürzt (vgl. Tabelle 8.b). Die bewilligten Mittel für parlamentarische Assistenz wurden um 6,8 Millionen EUR gekürzt, wohingegen die bewilligten Mittel für Kursdifferenzen um 0,8 Millionen EUR erhöht wurden.

79.

Die Aufschlüsselung der Mittelbindungen ist in der folgenden Grafik dargestellt.

Grafik 10

Aufschlüsselung der Mittelbindungen des Kapitels 42

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80.

Die Mittelbindungen für „örtliche Assistenten“ belaufen sich auf 80 720 519 EUR, was einer Zunahme von 2 % gegenüber 2011 entspricht.

81.

Die Mittel für „akkreditierte Assistenten — Statut“ belaufen sich auf 99 033 150 EUR, was einem Anstieg von 8 % gegenüber 2011 entspricht. Dies umfasst die Löhne und Dienstreisekosten dieser Bediensteten sowie die Kosten für externe Kurse. Die durchschnittlich gezahlten monatlichen Bezüge betragen 7,5 Millionen EUR (6,9 Millionen EUR im Jahresdurchschnitt 2011).

82.

Am 31. Dezember 2012, arbeiteten 1 705 akkreditierte Assistenten im Parlament, und 2 498 lokale Assistenten hatten einen Arbeitsvertrag mit dessen Mitgliedern (146 davon über Gemeinschaften). Jedes Mitglied beschäftigte im Schnitt 2,26 akkreditierte Assistenten und 3,31 lokale Assistenten (20). Die Anzahl der von den jeweiligen Mitgliedern angestellten lokalen Assistenten variiert stark, sie betrug 2012 zwischen 0 und 47. Während 14 Mitglieder keine lokalen Assistenten beschäftigten, hatten 63 Mitglieder 2012 in ihren Mitgliedstaaten mehr als 10 Angestellte. 29 Mitglieder beschäftigten 2012 ausschließlich lokale Assistenten.

83.

Die Zahlungen in Zusammenhang mit Ausgaben für parlamentarische Assistenz 2012 erfolgen unter Heranziehung eines festen Wechselkurses zwischen dem Euro und den übrigen Währungen (Kurs vom Dezember 2011). Der gegenüber den anderen europäischen Währungen 2012 erlittene erhebliche Wertverlust des Euro hat höhere Wechselkursunterschiede geschaffen als erwartet, was die Zahlung der Gehälter und Honorare der lokalen Assistenten anbelangt.

L.   Titel 10 „Sonstige Ausgaben“

84.

Die unter dieser Rubrik erfassten Kapitel enthalten ausschließlich vorläufig eingesetzte Mittel, die nur dann gebunden werden können, wenn sie auf eine operative Haushaltslinie übertragen werden. Diese Übertragungen (25 902 015 EUR) wurden in Abschnitt I des vorliegenden Berichts untersucht. Die Mittelansätze dieses Titels beliefen sich auf 29 542 652 EUR (2011: 40 749 026 EUR), entsprechend 1,7 % des Gesamthaushaltsplans 2012.

85.

Am Ende des Haushaltsjahres betrug der ungenutzte Restbetrag dieses Titels 3 640 638 EUR (davon 1 926 466 EUR zu Kapitel 10 0 „Vorläufig eingesetzte Mittel“, 1 664 172 EUR zu Kapitel 10 1 „Rückstellungen für unvorhergesehene Ausgaben“ und 50 000 EUR zu Kapitel 10 8 „Reserve für EMAS“).

III.   ZIELSETZUNGEN FÜR 2012 UND ERZIELTE ERGEBNISSE

86.

Das Haushaltsjahr 2011 war hauptsächlich durch die Fortführung der neuen strukturellen Verbesserungen gekennzeichnet, damit das Organ über alle Mittel verfügt, die es benötigt, um seine Rolle im Legislativprozess in vollem Umfang auszuüben und seine erweiterten Kompetenzen nach dem Vertrag von Lissabon uneingeschränkt wahrzunehmen.

87.

Außerdem hat das Organ die im Vertrag von Lissabon vorgesehenen 18 zusätzlichen Mitglieder vollständig integriert, die Vorbereitungen für den Beitritt Kroatiens getroffen, in Hinblick auf die Wahlen 2014 wichtige Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationspolitik vorgenommen und die Umsetzung von Mehrjahresprogrammen fortgesetzt, mit denen die Schlüsselbereiche seiner Verwaltung rationalisiert und modernisiert werden sollen.

88.

Die nachstehend aufgeführten 2012 verfolgten Ziele und erreichten Ergebnisse beruhen auf den vom Präsidium 2012 gesetzten Prioritäten und getroffenen Entscheidungen, den vom Parlament in seinen Haushaltsentschließungen verabschiedeten Leitlinien und den Zielen und Ergebnissen des administrativen Arbeitsprogramms für den Zeitraum 2012-2014.

A.   Fortsetzung der mit dem Vertrag von Lissabon verbundenen institutionellen Anpassungen

A.1.   Forschungsunterstützung

89.

Das Präsidium hat am 16. Januar 2012 einen Plan zur Umsetzung eines neuen Konzepts für die Bibliothek (21) und am 7. November die in diesem Bereich erzielten Fortschritte geprüft. Dieses neue Konzept konzentriert sich auf den Mehrwert für die Mitglieder, ein Ziel, das drei grundlegende Komponenten umfasst, die untereinander verknüpft sind:

a)

Engagement im Dienste der Mitglieder — Angebot eines Dienstes näher an den Mitgliedern, der sich an deren Bedürfnissen orientiert;

b)

Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für die Mitglieder;

c)

Wissenskapital für das Parlament der Zukunft.

90.

In diesem Zusammenhang wurden 2012 Anstrengungen im Bereich der Informations- und Analysedienste der Bibliothek unternommen, um den Mitgliedern schnelle und einfache Aktualisierungen mit individuell angepassten Zusammenstellungen/Syntheseberichten zu nahezu jedem Thema von parlamentarischem Interesse zur Verfügung zu stellen. Es wurde ein neues System für elektronische Benachrichtigungen auf mobilen Geräten bei Erscheinen neuer Dokumente auf der Webseite und im Katalog der Bibliothek eingerichtet. Damit können aufbereitete Benachrichtigungen zu wichtigen Themen abonniert oder personalisierte Benachrichtigungen, einschließlich für Dokumente von Presseagenturen, festgelegt werden. Zudem wurde ein „Hotline“-Verfahren für die schnellere und persönlichere Beantwortung von Anfragen der Mitglieder entwickelt. Vor jeder Plenartagung werden zusätzlich Plenarbriefings sowie, wenn möglich, deren Übersetzungen in die Sprachen EN/FR/DE/IT/ES/PL erstellt.

91.

Weiterhin wurden die Bibliotheksdienste wie folgt weiterentwickelt, um die Mitglieder dabei zu unterstützen, verstärkt mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten zu können:

a)

Veröffentlichung der „Library Briefings“ auf Facebook, damit sie den Mitgliedern für die Weiterverwendung leichter zugänglich sind;

b)

„Library Blog“: Eine Internetseite mit Angeboten der Bibliothek zur Weiterverwendung durch die Mitglieder;

c)

Verbesserung der Einrichtungen für die öffentliche Forschung in Luxemburg.

92.

Im Laufe des Jahres 2012 wurde auch die Unterstützung der Assistenzkräfte der Mitglieder durch folgende Maßnahmen ausgebaut:

a)

ein überarbeitetes Angebot für Fortbildung und Beratungsbesuche in den Büros der Mitglieder;

b)

eine Rubrik für „Tipps & Tricks“ im Library Blog, die sich an Assistenzkräfte richtet;

c)

ein E-Learning-Paket, mit dem akkreditierte Assistenzkräfte und insbesondere die lokalen Assistenzkräfte direkt am eigenen Arbeitsplatz an Weiterbildungskursen teilnehmen können.

A.2.   Folgenabschätzungen

93.

Legislative Initiativberichte sind für das Parlament ein wertvolles Instrument bei der Festlegung von Prioritäten. Auf der Grundlage des Artikels 225 AEUV, auch bekannt als „Recht des Parlaments zur Gesetzesinitiative“, ist das Parlament berechtigt, von der Kommission die Vorlage eines Legislativvorschlags zu jeglichem Sachverhalt zu verlangen, bei dem es eine Maßnahme der Union für erforderlich hält.

94.

Mit diesem Ziel unterstützt die neu geschaffene Direktion für Folgenabschätzungen seit 2012 Ausschüsse, die an legislativen Initiativberichten arbeiten, durch die Bereitstellung detaillierter europäischer Mehrwert-Prüfungen und Berichte zu den Kosten des Nicht-Europas.

95.

Bei den Folgenabschätzungen sichtet diese Direktion routinemäßig die dem Arbeitsprogramm der Kommission beiliegenden Fahrpläne, um zu prüfen, für welche Legislativvorschläge eine Folgenabschätzung durch die Kommission zu erwarten ist. Außerdem führt sie bei deren Eingang im Parlament eine erste Bewertung durch, um die Einhaltung bestimmter Kriterien zu prüfen und etwaige eindeutig erkennbare Stärken und Schwachstellen in den Texten zu ermitteln.

96.

Im Hinblick auf den europäischen Mehrwert erstellt sie Analysen des potentiellen Nutzens zukünftiger Maßnahmen der Union, wobei einzelne oder sämtliche der folgenden Leistungen für die Ausschüsse des EP, auch hier gegebenenfalls durch die Inanspruchnahme externer Sachverständiger, bereitgestellt werden:

i)

Berichte über die Kosten des Nicht-Europas in strategisch wichtigen politischen Bereichen oder Sektoren, in denen die Möglichkeiten für mehr Effizienz und/oder für die Verwirklichung eines „öffentlichen Gutes“ durch gemeinsame Maßnahmen auf EU-Ebene potenziell von großer Bedeutung sind;

ii)

europäische Mehrwert-Prüfungen zur Ermittlung der potenziellen Folgen von legislativen Initiativberichten, die vom Parlament vorangebracht werden sollen, und zur Bereitstellung weiterer Begründungen zur Nutzung durch die Berichterstatter;

iii)

spezifische Recherchen zu anderen wichtigen Anträgen für Legislativvorschläge, die vom EP bereits vorgebracht wurden;

iv)

Analyse des europäischen Mehrwerts, der bei der Umsetzung der bestehenden politischen Maßnahmen der EU bereits erzielt wurde.

A.3.   Mitentscheidung und Zustimmung in Fragen der Außenpolitik

97.

Eine weitere Anpassung, die durch die Einführung des Vertrags von Lissabon notwendig wurde, betrifft den Bereich der Außenpolitik. Sämtliche Handelsabkommen bedürfen jetzt der Zustimmung durch das EP, während für die Umsetzung von Maßnahmen der gemeinsamen Handelspolitik das ordentliche Gesetzgebungsverfahren gilt. In diesem Zusammenhang verabschiedete der Ausschuss für internationalen Handel 40 Legislativberichte, darunter insbesondere das Handelsübereinkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie (ACTA), das Allgemeine Präferenzsystem (APS), bilaterale Investitionsabkommen, sowie Omnibus I und Omnibus II (zur Anpassung der Handelsvorschriften der Union an den Vertrag von Lissabon).

A.4.   Verbesserung der in Zusammenhang mit den Plenarsitzungen stehenden Dienstleistungsangebote

98.

Was die Aktivitäten bei der Plenarsitzung anbelangt, ist eine Neugestaltung der bestehenden Systeme zur Verwaltung der „parlamentarischen Anfragen“ und der „schriftlichen Erklärungen“, eine Revision der internen Verfahren zur Überprüfung deren Zulässigkeit, sowie eine Überarbeitung des Systems zur Verwaltung des ausführlichen Sitzungsberichts erfolgt.

99.

Der Dienst für das Verfassen von Rechtsvorschriften wurde dank der Entwicklung eines Hilfswerkzeugs für das Verfassen von Rechtsvorschriften sowie der Erarbeitung von Prüfverfahren für Abkommen in erster Lesung gemäß dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren verbessert.

A.5.   Bürgerinitiativen

100.

Am 19. November 2012 fasste das Präsidium einen Beschluss zu Änderungen an den Artikeln der Geschäftsordnung des EP für Anhörungen, die erforderlich sind, damit das Parlament seiner Rolle im Zusammenhang mit erfolgreichen europäischen Bürgerinitiativen nachkommen kann (22).

B.   Kommunikationsstrategie und Vorbereitung der Informationskampagne für die Wahlen 2014

B.1.   Auf zentraler Ebene organisierte Aktivitäten

101.

Bei seiner Sitzung am 2. Juli 2012 hat das Präsidium in Hinblick auf die Wahlen 2014 die politischen Leitlinien der institutionellen Informations- und Kommunikationskampagne verabschiedet, die sich um drei zentrale Themen drehen wird: Die Politik des EP, die Aktionen des EP und die Werte des EP. Die Kampagne zielt darauf ab, die Bürger zu sensibilisieren:

für die Wahlen zum Europäischen Parlaments als dem einzigen Organ der Union, das direkt vom Volk gewählt wird;

für die Tatsache, dass die Mitglieder im Parlament die Interessen der Bürger der Union vertreten (das EP als „Parlament der Bürger der EU“);

für die Tatsache, dass das Wahlergebnis zum ersten Mal bei der Benennung des nächsten Kommissionspräsidenten Berücksichtigung finden wird; dass die Wähler mehr Einfluss haben werden denn je, da sie das nächste Exekutivorgan der Union wählen;

für die Tatsache, dass die verschiedenen politischen Persönlichkeiten verschiedene Optionen vertreten, die die Bürger in ihrem täglichen Leben betreffen. Indem sie wählen, entscheiden die Bürger, welches Europa sie sich wünschen, und können sie die Regierungsführung der EU ändern.

102.

Während des gesamten Jahres 2012 hat das Parlament seine Anstrengungen verstärkt auf die Vorbereitungen für die institutionelle Informationskampagne für die Wahlen 2014 ausgerichtet. Neben der Intensivierung der Informationsaktivitäten in allen Bereichen — einer erhöhten Anzahl von Seminaren für Journalisten in Brüssel und in den Mitgliedstaaten, einer erhöhten Anzahl von regionalen Diskussionsforen in den Mitgliedstaaten — wurden bedeutende Projekte abgeschlossen oder überarbeitet und neue Projekte wie unten beschrieben initiiert.

103.

Es wurden bereits Schritte zur Verstärkung der Aktivitäten bei der Medienüberwachung unternommen und zwar mit einem Pilotprojekt zur quantitativen und erstmalig auch qualitativen Berichterstattung über die Plenarsitzungen in den letzten vier Monaten des Jahres 2012.

104.

Mit der Einführung eines neuen webbasierten Buchungssystems (VISEP) und eines neuen Informationspakets (Besucherpaket) zur Verteilung an die Besucher wurden auch Fortschritte bei der Entwicklung einer integrierten Strategie für Besucher erzielt. Was die Besuchergruppen betrifft, wurden die Arbeitsmethoden so angepasst, dass sie mit den überarbeiteten Vorschriften für diesen Bereich übereinstimmen, die das Präsidium Ende 2011 verabschiedet hat. Das Parlamentarium vollendete sein Eröffnungsjahr im Oktober 2012. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man hier insgesamt 253 000 Besucher begrüßt. Es gehörte damit zu den fünf am häufigsten besuchten touristischen Sehenswürdigkeiten in Brüssel.

105.

Im Rahmen der Bemühungen um eine größere Sichtbarkeit des Parlaments im Vorfeld der Wahlen 2014 wurde das bestehende jährliche Finanzhilfeprogramm reformiert und stattdessen ein mehrjähriges Finanzhilfeprogramm für Rahmenpartner gestartet, das eine Steigerung der Sensibilisierung für das Europäische Parlament, insbesondere für seine Rolle und politischen Funktion, sowie die Verbreitung von Informationen über die von ihm ausgeführten Aktivitäten, zum Ziel hat. In den Bereichen Fernsehen, Radio, webbasierte Projekte oder spezifische Veranstaltungen wurden Finanzhilfen an Organisationen mit einer ausreichenden finanziellen und operativen Leistungsfähigkeit vergeben.

106.

Zusätzlich wurde 2012 die Überarbeitung der Europarl-Webseite abgeschlossen. Dabei wurden eine Reihe neuer Dienste für Besucher bereitgestellt, darunter eine Nachrichtenzentrale als neue Plattform, auf der die Debatten innerhalb der Institution durch die Integration der von den Mitgliedern verwalteten sozialen Netzwerke dargestellt werden.

B.2.   Mehr Bürgernähe durch Informationsbüros

107.

Während des Jahres konzentrierte sich die Arbeit auf die Einrichtung von Kommunikationsplattformen für die politische Diskussion zwischen den MdEP, den Bürgern und den Interessenträgern, um besonders die Regionen zu erreichen, für deren Bürgerinnen und Bürger ein im EP zur Debatte stehendes legislatives Thema von besonderer Bedeutung ist. Unter dieser Zielsetzung fanden im Jahr 2012 30 regionale Diskussionsforen und zwei grenzüberschreitende Foren statt.

108.

Im Jahr 2012 haben die Informationsbüros des EP die Erweiterung eines gut angelegten Netzwerks mit Interessenträgern in den Mitgliedstaaten und mit der Zielgruppe der jungen Menschen fortgesetzt. Als Ergebnis ihrer Aktivitäten wurde ein solides Netzwerk eingerichtet, insbesondere mit Schulen in deren jeweiligen Ländern.

109.

Bis jetzt wurden insgesamt mehr als 55 000 Schulen, d. h. mehr als 21 000 000 Schülerinnen und Schüler, erreicht. Auch die Anzahl der Interessenträger, insbesondere derjenigen mit einem Bezug zur Gesetzgebung, steigt stetig. Diese Netzwerke („Friends of Europe“) wachsen kontinuierlich und sollten als privilegierte und spezifische Kommunikationswege auch weiterhin vom Parlament und seinen Mitgliedern genutzt werden.

110.

Seit 2012 verfügen sämtliche Informationsbüros über Facebook-Profile. Einige Büros nutzen andere Social Media Instrumente wie Flickr und YouTube und organisieren spezifische Aktivitäten für Blogger. Die sozialen Medien sind nachweislich ein hervorragendes Mittel zur Ausweitung der Debatte, zum Aufbau eines Netzwerkeffekts und zur Herstellung einer direkten Verbindung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den MdEP sowie der Arbeit des Parlaments. So erreichte beispielsweise eine einzige Veranstaltung, die im Sommer 2012 von einem Informationsbüro veranstaltet wurde, 140 000 Konten bei Twitter und 928 000 Einblendungen. Mit Beteiligung aller Informationsbüros wurde ein Netzwerk der „Korrespondenten in sozialen Medien“ geschaffen.

111.

Das EP und die Kommission befassen sich gegenwärtig mit der Umsetzung eines Pilotprojektes zu sozialen Medien mit dem Namen „Share Europe Online“ in den 17 Mitgliedstaaten, in denen bereits ein europäischer öffentlicher Raum („European Public Space“, EPS) geschaffen wurde. Das Projekt, das auch eine detaillierte Kartierung der sozialen Medien in den 27 Mitgliedstaaten umfasst, wird unter Mitwirkung sogenannter „Editorial Community Manager“ umgesetzt, deren Aufgabe darin besteht, für das Personal der EU-Vertretungen und der Informationsbüros des EP Schulungen, Unterstützung und Beratung zu Aktivitäten in sozialen Medien anzubieten. Zudem werden sie die Landschaft der sozialen Medien in den Mitgliedstaaten zu einer Reihe von Themen fortwährend überwachen und über ihre Erkenntnisse Bericht erstatten.

B.3.   Europarl TV

112.

Bei seiner Sitzung am 12. Dezember 2012 nahm das Präsidium folgende Vorschläge zur Zukunft von Europarl TV an.

die Anpassung des editoriellen Konzepts;

die Anpassung ausstrahlungsbereiter Programme, damit diese den Erwartungen der Partnermedien besser entsprechen;

eine sukzessive Integration in die Website des Parlaments und die Social-Media-Plattformen in Hinblick auf die Schaffung von Kapazitäten für eine interne Online-Videoproduktion;

eine regelmäßige Beurteilung;

eine nach innen gerichtete Sensibilisierungskampagne;

eine im Wesentlichen an drei Kanäle gerichtete Außenwerbung: Medienpartner, Social Media und Schulen.

113.

Weiterhin hat die Zusammenarbeit mit großen Fernsehanstalten in ganz Europa im Laufe des Jahres erheblich zugenommen, womit eine größere Sichtbarkeit für die Institution sichergestellt wird. Dies verspricht ein besonders hilfreicher Kommunikationsweg für die Informations- und Kommunikationskampagne im Vorfeld der Wahlen 2014 zu werden.

B.4.   Erzielte Fortschritte beim Projekt Haus der Europäischen Geschichte

114.

2012 wurden in verschiedenen Bereichen Fortschritte im Hinblick auf die zukünftige ständige Ausstellung erzielt, insbesondere bei der Entwicklung der erzählten Inhalte, der Definition und der Umsetzung einer Exponate-Konzeption, der Ausschreibung für das Ausstellungsdesign und der Entwicklung von Grundsätzen zur Besucherfreundlichkeit. In diesem Zusammenhang wurde vom Präsidium im Rahmen seiner Sitzung am 22. Oktober 2012 ein Konzept mit den Grundzügen der ständigen Ausstellung beschlossen.

115.

Die Entscheidung für die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union im Oktober 2012 war für sich genommen ein historischer Moment und erinnert die Europäische Union an ihre geistigen Wurzeln und Gründungsziele. Deshalb wird dieser Ehrung ein besonderer Raum im Haus der Europäischen Geschichte gewidmet sein, in dem die Medaille und die Auszeichnungsurkunde ausgestellt werden.

116.

Hinsichtlich der Herrichtung des Eastman-Gebäudes, welches das Projekt beherbergen wird, wurden im Mai 2012 die Umweltgenehmigung und am 16. November 2012 die Baugenehmigung erteilt. Außerdem haben in der Folge der Unterzeichnung des Vertrags zur Renovierung des Gebäudes im September 2012 die Renovierungsarbeiten begonnen; diese sollten bis Ende April 2014 abgeschlossen sein.

C.   Institutionelle Anpassungen aufgrund des Vertrages von Lissabon und des Beitritts Kroatiens

C.1.   Aufnahme von 18 neuen Abgeordneten

117.

Bei seinen Sitzungen im Dezember 2008 und Juni 2009 hatte der Europäische Rat beschlossen, im Falle eines Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon nach den Europawahlen 2009 so schnell wie möglich Übergangsmaßnahmen im Hinblick darauf zu ergreifen, die Gesamtanzahl der Mitglieder bis zum Ende der Legislaturperiode 2009-2014 von 736 auf 754 zu erhöhen. Da diese Übergangsmaßnahme erst am 1. Dezember 2011 in Kraft getreten ist, hat sie ihre volle Wirkung, vor allem bezüglich des Haushalts, im Jahr 2012 entfaltet. Die 18 neuen Abgeordneten sind also aufgenommen worden und haben von Anfang an all ihre Befugnisse wahrnehmen können.

C.2.   Vorbereitung der nächsten Erweiterung um Kroatien

118.

Am 9. Dezember 2011 unterzeichnete der Europäische Rat den Beitrittsvertrag Kroatiens zur Europäischen Union, der am 1. Juli 2013 in Kraft treten wird. Vor dem Hintergrund dieser neuen Erweiterung hat das Parlament die hierzu notwendigen Vorbereitungen getroffen, vor allem im Hinblick auf die Einstellung und Ausbildung kroatischer Vertragsbediensteter (23). Vorrangig wurde dabei der Einrichtung der Sprachdienste eingeräumt, wo, wie die Erfahrung aus vorangegangenen Erweiterungen gezeigt hat, die Frage der Einstellungen am härtesten umkämpft ist. Bis Ende 2012 wurden für den neuen kroatischen Übersetzungsdienst 38 Vertragsbedienstete eingestellt, d. h. 27 Übersetzer und 11 Assistenten, für die kroatische Kabine wurden 10 Dolmetscher eingestellt (4 zusätzliche Dolmetscher werden 2013 hinzukommen), und 9 zusätzliche Assistenten wurden für die allgemeinen Dienste der Verdolmetschung eingestellt.

119.

Seit dem 1. April 2012 hat das Parlament 12 kroatische, vom nationalen Parlament ernannte Beobachter empfangen, damit diese sich mit den Verfahren und Funktionsweisen des Organs vertraut machen können. Sie werden zum 1. Juli 2013 den Status vollwertiger Mitglieder erhalten. Was die Eröffnung einer Außenstelle in Kroatien anbelangt, enthält der folgende Abschnitt über die Gebäudepolitik weitere Informationen.

D.   Fortsetzung der Durchführung der Mehrjahresprogramme zur Rationalisierung und Modernisierung der Schlüsselbereiche der Verwaltung des Parlaments

D.1.   Gebäudepolitik

120.

Im Rahmen der Umsetzung der vom Präsidium am 24. März 2010 beschlossenen mittelfristigen Gebäudestrategie wurden im Laufe des Jahres mehrere Projekte beschlossen oder umgesetzt, die im Folgenden näher beschrieben werden.

Brüssel

121.

Die Arbeiten in Gebäude Trèves I wurden im April 2012 abgeschlossen, und der Umzug hat Räume in den Gebäuden Paul-Henri Spaak (PHS) und Atrium freigemacht. Die freigewordenen Räume haben einen erheblichen Beitrag zur Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der Zone A des Gebäudes PHS geleistet, das aufgrund der im Tragwerk des Plenarsaals festgestellten Mängel vorübergehend unzugänglich ist.

122.

Nach Sondierung der Immobilienmärkte auf der Suche nach einer zweiten Krippe hat die Arbeitsgruppe Gebäude am 2. Oktober 2012 beschlossen, die Einstellung des Verfahrens vorzuschlagen, da er feststellte, dass kein akzeptables Angebot unterbreitet wurde und der verlangte Preis zu hoch war. Die Suche nach der Lösung für eine zweite Krippe wird fortgeführt, und drei Alternativen wurden der zuständigen Arbeitsgruppe vorgelegt.

123.

Gemäß einer Vereinbarung mit dem Eigentümer des Gebäudes Montoyer 70 über eine langfristige Vermietung mit Kaufoption und der Zustimmung seitens des Präsidiums vom 14. November 2011 sowie des Haushaltsausschusses vom 12. Dezember 2011 wurden der Mietvertrag für Montoyer 70 und der Antrag auf Ausübung der Kaufoption am 15. Dezember 2011 unterzeichnet. Das Parlament wurde mit der Unterschrift der notariellen Urkunde am 1. August 2012 zum Eigentümer.

124.

Ein Nutzungsplan zur Festlegung der mittelfristigen Nutzung der Gebäude wurde auf Grundlage der mehrjährigen Vorausschau und der Nutzungsregeln der Räume ausgearbeitet (Verhältnis belegt/Anspruch: 93,6 %), dieses Verhältnis betrifft Brüssel und bedeutet ein Defizit von 6,4 %, das alle — Generalsekretariat und Fraktionen — zu gleichen Teilen tragen.

Luxemburg

125.

Was das Projekt Konrad Adenauer anbelangt, wurden alle Lose der Ausschreibung 2011 für fruchtlos erklärt. Um mit diesem Problem umzugehen und die Fortführung des Projekts zu vereinfachen, wurde Anfang 2012 zusätzlich zum Rahmenvertrag zwischen Luxemburger Behörden und Europäischem Parlament ein Abkommen über eine verstärkte Partnerschaft unterzeichnet. Im Rahmen der innerhalb dieser Partnerschaft umgesetzten Arbeiten wurde eine Vereinbarung mit der Bauleitung zur Prüfung von Einsparungen technischer Art bei diesem Projekt getroffen, und diese Sparmaßnahmen wurden in die erneute Ausschreibung des Rohbaus Ost aufgenommen. Die Ausschreibung wurde mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union am 26. September 2012 erneuert. Geplant ist eine Vergabe im Frühjahr 2013 für einen Baubeginn im Sommer.

126.

Außerdem wurde die Gesamtbilanz der Tätigkeit der Bauleitung während der Planungsphase und der Überwachung der Erdbewegungsarbeiten einer detaillierten Analyse unterzogen, in der man zum Ergebnis gelangte, dass deren Leistungen nicht länger in Anspruch genommen werden sollten. Es wurde also beschlossen, die Überwachung der Bauarbeiten erneut auszuschreiben, um im Interesse einer besseren Organisation und höheren Leistung andere Akteure auszuwählen.

Informationsbüro

127.

Der Beitritt Kroatiens soll zum 1. Juli 2013 erfolgen. Gemäß einer Entscheidung des Präsidiums vom 12. März 2012 wurde gemeinsam mit der Europäischen Kommission mit der Sondierung von Gebäuden in Zagreb begonnen, um zeitnah eine Immobilie zu finden, die den Anforderungen eines Europagebäudes entspricht. Im Rahmen dieser Sondierung wurde das Gebäude „Ban Centar” benannt; das Präsidium hat bei seiner Sitzung am 19. November 2012 die Unterzeichnung eines diesbezüglichen Mietvertrages für eine Dauer von 10 Jahren (5 + 5) genehmigt. Es bietet eine Gesamtnutzfläche von 1 721,42 m2, wovon 671 m2 für das Parlament bestimmt sind. Die Arbeiten sollten bis Ende Mai 2013 abgeschlossen sein, damit die Eröffnung vor dem für den 1. Juli vorgesehenen Beitritt Kroatiens stattfinden kann.

128.

Für die Geschäftsstelle in Sofia wurde am 7. Juli 2011 der vorläufige Kaufvertrag für das neue Gebäudes über einen Betrag von 9 Mio. EUR unterzeichnet. Aufgrund von Ausführungsmängeln, welche die Stabilität des Gebäudes und zum Teil auch den Brandschutz berühren, konnte die Übergabe des Gebäudes in 2011 nicht stattfinden. Nachdem sich der Verkäufer hinsichtlich der Mängel und der Ergebnisse einer Neuberechnung der Statik einem Gerichtsverfahren gegenübersah, hat er sich im Mai 2012 damit einverstanden erklärt, die erforderlichen Verstärkungsarbeiten auf eigene Kosten zu übernehmen. Diese zusätzlichen Arbeiten an der Struktur wurden Anfang Dezember 2012 durchgeführt. Die Arbeiten zum spezifischen Ausbau des Gebäudes dürften bis Ende März 2013 vollendet sein.

Neue Instandhaltungsrichtlinien

129.

Was die sukzessive Einführung der neuen Instandhaltungspolitik anbelangt, wurden nach externer Prüfung die Verfahren und die technischen Klauseln zukünftiger Instandhaltungsverträge vervollständigt und harmonisiert. Außerdem hat die Instandhaltungsprüfung unter anderem den Start folgender Verfahren ermöglicht:

Die Ausschreibung für den Instandhaltungsbetrieb und die Wartung technischer Anlagen für die drei Standorte ist abgeschlossen. Die Verträge (1 Los pro Standort) konnten unterzeichnet werden und gelangen seit Juli 2012 umfassend zur Anwendung (für den Standort Straßburg seit Juni 2012). Es ist anzumerken, dass das Ergebnis der Ausschreibung bestätigt, dass der Haushalt für die neue verstärkte Instandhaltung erhöht werden muss, um insbesondere der Alterung der Gebäude und den Pflichten des Europäischen Parlaments als Eigentümer Rechnung zu tragen.

Die Verträge „Überwachung: Rohbau, Ausbau und Außenbereiche der Gebäude“ an den drei Standorten wurden unterzeichnet. Bei diesen Inspektionen wurden Mängel am Tragwerk des Plenarsaals in Brüssel festgestellt.

Eine Ausschreibung, die mehrere Lose der Instandhaltung und der Reparatur des Rohbaus und des Ausbaus der drei Standorte umfasst, ist in Vorbereitung. Angestrebt wird dabei, dass diese neuen Verträge für die Instandhaltung der Rohbauten/Ausbauten Anfang 2014 zur Anwendung gelangen.

Der Vertrag über die Instandhaltung und Modernisierung der Aufzüge eines Teils der Gebäude am Standort Brüssel sowie der Aufzüge aller Gebäude in Straßburg wurde unterzeichnet.

Gebäuderenovierung

130.

Die Renovierungsarbeiten aufgrund der Alterung der Gebäude betreffen hauptsächlich den Austausch eines Großteils der technischen Anlagen und der Verglasung sowie die Ersetzung oder Sanierung der Oberflächen. Die Arbeitsgruppe „Gebäude, Verkehr und umweltbewusstes Parlament“ wurde im März 2012 damit betraut, die Lage zu analysieren und dem Präsidium bis Anfang 2013 Empfehlungen vorzulegen.

131.

Nach der Entdeckung von Rissen in drei Balken im Tragwerk des Plenarsaal im September 2012 wurde bei Überprüfungen im Rahmen der neuen Richtlinien einer präventiven Kontrolle und Instandhaltung der Infrastruktur beschlossen, den Bereich A des Gebäudes Paul-Henri Spaak (PHS) vorübergehend zu schließen. Vor diesem Hintergrund wurden unverzüglich Maßnahmen der Bauerhaltung und Qualitätskontrolle im Bemühen getroffen, für die Sicherheit des Gebäudes zu sorgen. Gleichzeitig wurden Planungsbüros mit Studien über die Umstände des Vorfalls im Tragwerk sowie über die gebotenen Instandsetzungsarbeiten von angemessenem Umfang beauftragt. Die gewählte Option bedeutet, dass der Plenarsaal sowie die geräumten Büros des Bereichs A bis zur Novembersitzung 2013 nicht zur Verfügung stehen werden.

D.2.   Umweltpolitik

132.

Am 28. März 2012 erzielte das Präsidium eine Einigung über die Notwendigkeit zur Förderung einer „Ehrgeizigen Umweltagenda“, die darauf abzielt, „neue Impulse für die Politik von EMAS (24) in dem Wissen zu setzen, dass die größten Einsparungen aus den Bereichen des Energieverbrauchs von Gebäuden, Sachanlagen und im Personenverkehr entstehen“. Für die Umsetzung dieser Ehrgeizigen Umweltagenda wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen und weitere werden in naher Zukunft entwickelt.

133.

Mit seiner ehrgeizigen Umweltpolitik und der Einführung eine umfassende Strategie zur Reduzierung und zum Ausgleich seines CO2-Ausstoßes ist das Parlament zu einem Vorbild im Kampf gegen den Klimawandel geworden. Das Europäische Parlament hat sich eine Reduktion um 30 % bis zum Jahr 2020 zum Ziel gesetzt (wovon eine Reduktion von 23 % bereits 2012 erreicht wurde) und ist führend in der Kontrolle seiner CO2-Emissionen, indem es dieser strengste Standards (ISO 14064:2006 und Bilan Carbone®) zugrunde legt und die verbliebenen CO2-Emissionen aus Gebäuden, Dienstreisen des Personals und Dienstwägen mit Kompensationszertifikaten von höchster Qualität (Gold Standard) ausgleicht, die eine vollständige Nachverfolgbarkeit ermöglichen und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

134.

Außerdem ist das Europäische Parlament zu einem der fortschrittlichsten Organe in Bezug auf die Einhaltung und die Überwachung von Umweltvorschriften geworden. In diesem Zusammenhang wurden die Ausschreibungen „Environmental Consultancy in carbon emissions“ am 9. Juli 2012 und „Verification of the carbon footprint“ am 3. August 2012 unterzeichnet. Diese Ausschreibungen ermöglichen eine Überprüfung der CO2-Bilanz des Europäischen Parlaments nach den Normen ISO 14064:2006 und Bilan Carbone®.

135.

Außerdem wurde im Bereich des CO2-Emissionsausgleichs am 4. Dezember 2012 entsprechend den Ergebnissen einer Ausschreibung ein Vertrag unterzeichnet, den Ausgleich eines Teils der CO2-Bilanz des Europäischen Parlaments mit Kompensationszertifikaten höchster Qualität (Gold Standard) zu einem überaus günstigen Preis zum Gegenstand hat.

136.

Schließlich noch ist die Umweltpolitik zu einem Instrument einer permenenten Kontrolle und Verbesserung der in der Infrastrukturverwaltung und Logistik geleisteten täglichen Arbeit geworden. Genauer gesagt hat der Umweltaspekt anhand von Energiestudien und -prüfungen systematischen Eingang in neue Projekte gefunden. Als Beispiele seien genannt:

die Unterzeichnung von Studienverträgen für eine Energieprüfung der Gebäude in Brüssel und Straßburg. Die Projektteams — zwei in Brüssel und eines in Straßburg — wurden zusammengestellt. Die Studien zu den Gebäuden Winston Churchill, Salvador de Madariaga und Atrium sind abgeschlossen. Die anderen Gebäude der Standorte Brüssel und Straßburg werden nach und nach geprüft werden;

Abschluss der Studien für eine Energieprüfung des Gebäudes Paul-Henri Spaak in Brüssel;

die erste Phase der Ersetzung der Beleuchtungseinrichtungen in Brüssel (2 Mio. EUR) ist abgeschlossen, die zweite Phase ist im Gange. Für Straßburg ist ein solches Projekt 2012-2013 ebenfalls vorgesehen;

Unterzeichnung eines Rahmenvertrags hinsichtlich der Arbeiten zur Erfassung und Visualisierung der Strom- und Wasserflüsse in den Gebäuden des Europäischen Parlaments in Brüssel;

im Rahmen der Harmonisierung der Abfallsammlung an den drei Standorten wurden unterteilte Abfalleimer für die Mülltrennung aufgestellt.

D.3.   Fortführung der Modernisierung der Informationstechnologien

137.

Die umfassende Digitalisierung schreitet rasch voran: Immer mehr Dokumente wurden in das Format XML umgewandelt, vor allem für die Software für legislative Änderungsanträge, „E-Committee“ wurde für alle parlamentarischen Ausschüsse eingeführt, für das Programm Wissensmanagement wurden Metadaten (EuroVoc-Deskriptoren) für zahlreiche Inhalte definiert. Die klassischen Mittel zum Crossmedia-Druck wurden jedoch nicht vernachlässigt, sondern modernisiert und diversifiziert.

138.

Bei der Infrastrukturverwaltung hat eine harmonischere Integration von Netz- und Serveroperationen eine bessere Kontrolle kritischer Vorfälle (Leistung, Sicherheit) ermöglicht. Fortschritte gab es bei der Sicherheit (Entwicklung der Basis-Firewall und der Überwachungsstationen) sowie der Validierung der Projektarchitektur und -technologien. Die Telefonie wurde für Abgeordnete und Fraktionen auf VoIP umgestellt, für den Rest des Organs soll dies ebenfalls geschehen. Ein umfangreiches Modernisierungsprogramm der Verkabelung wurde in Angriff genommen, ebenso wurde die Abdeckung mit GSM und WLAN erweitert.

D.4.   Das „Papierlos“-Programm: eCommittee/eMeeting

139.

Die eMeeting-Anwendung ist Bestandteil des Papierlos-Programms, mit dem Dokumente zu Ausschusssitzungen in einem benutzerfreundlichen elektronischen Format bereitgestellt werden. Es ermöglicht die Prüfung, Annotation und den Austausch von Dokumenten zu jedem beliebigen Zeitpunkt, an jedem beliebigen Ort und mit jedem beliebigen Gerät. eMeeting wurde 2012 als Testversion in drei Ausschüssen (JURI, DEVE, BUDG) in Betrieb genommen und soll im Jahr 2013 für alle Ausschüsse und sämtliche Geräte verfügbar werden.

140.

Die eCommittee-Anwendung ist ein spezieller Arbeitsbereich für Mitglieder, Ausschusssekretariate, das Personal der politischen Fraktionen und andere, die die Arbeit der Ausschüsse beobachten müssen und wird seit Februar 2012 von allen Ausschüssen eingesetzt. Jeder Ausschuss verfügt über seine eigene Site, wodurch Transparenz und Arbeitseffizienz gesteigert werden.

D.5.   Beziehungen zu nationalen Parlamenten/Videokonferenzen

141.

2012 wurde ein Pilotprojekt für Videokonferenzen eingeführt. Es zeigte, dass es möglich ist, im Umfeld des Europäischen Parlaments Videokonferenzen bereitzustellen, die im Hinblick auf die Ton-, Bild- und Synchronisationsqualität für die Nutzung mit einem Dolmetschdienst geeignet sind. Die Infrastruktur, die entwickelt und in drei Sitzungssälen aufstellt wurde, ist nicht proprietär und ermöglicht ein Höchstmaß an Interoperabilität. Im Jahr 2013 wird es möglich sein, Multipoint-Videokonferenzen ohne Einschränkungen bei den Sprachen, die an jedem entfernten Ort gesprochen werden können, zu organisieren. Allerdings wird die Anzahl der Sprachen, für die ein Dolmetschdienst eingerichtet wird, weiterhin auf drei beschränkt bleiben.

142.

Es gibt jedoch mehrere Einschränkungen, die beachtet werden müssen. Die größte Einschränkung besteht darin, dass die erforderliche Qualität für die zuverlässige Einrichtung von Videokonferenzen, die für Sitzungen mit Dolmetschdienst geeignet sind, nur dann garantiert werden kann, wenn die Partner, mit denen die Videokonferenz stattfindet, über eine Ausrüstung mit dem gleichen technischen Standard verfügen, und wenn für die Verbindung zwischen den verschiedenen Teilnehmern ausreichend Bandbreite zur Verfügung steht. Gegenwärtig sind nur relativ wenige nationale Parlamente in dieser Art ausgestattet, allerdings kann eine solche Ausrüstung zusammen mit der erforderlichen Bandbreite auch fallweise angemietet werden.

D.6.   Wissensmanagement

143.

Das EP entwickelt gegenwärtig sein Wissensmanagementsystem. Mit dem Wissensmanagement sollen der Zugang zu und die Nutzung von Informationen im Zusammenhang mit der Arbeit des EP rationalisiert und vereinfacht werden: Säulen dieses Programms sind ein einziges Zugangsportal zu mehreren Quellen, eine kontextbasierte Suche und die Verwaltung eines Bereiches für Zusammenarbeit. 2012 wurde das Konzept vollständig ausgestaltet, und die ersten Schritte für dessen Umsetzung, insbesondere die Freigabe des Wissensmanagementportals, sind bereits erfolgt.

D.7.   Weitreichende Umstrukturierung der Sicherheitsdienste

144.

Im Rahmen des „Globalen Sicherheitskonzepts”, das vom Präsidium bei seiner Sitzung am 6. Juli 2011 angenommen wurde, fanden 2012 folgende Entwicklungen statt:

Aufteilung der Gebäude in Brüssel in Sektoren;

Einrichtung von Stellen für Prüfer und Strategiebeauftragte und Überwachung mittels eines statutorisch Bediensteten als Dispatcher, der rund um die Uhr vor Ort ist;

Abschluss der Internalisierung der Akkreditierung; Implementierung des Online-Tools für die Akkreditierung von Lobbyisten und Festlegung eines Schichtzeitplans für eine Besetzung des Empfangs auch außerhalb der Öffnungszeiten;

Inbetriebnahme eines Sicherheitsbenachrichtigungssystems per SMS;

Definition eines Verfahrens zur Krisenbewältigung auf vier Ebenen und Einrichtung eines Gremiums, das mit der Verfolgung von Datenschutz-Angelegenheiten betraut ist;

Durchführung einer Prüfung der Videoüberwachungsanlage am Standort Brüssel.

145.

Anzumerken ist auch, dass das Präsidium bei seiner Sitzung am 11. Juni 2012 gemäß den 2010 und 2011 getroffenen Entscheidungen zur Internalisierung der verschiedenen für die Sicherheitsdienste wesentlichen Funktionen wie etwa die Sicherheitsverwaltung, die Akkreditierung und die strategische Kontrolle, die vierte Phase der Internalisierung der Sicherheitsdienste genehmigt hat. Diese vierte Phase wird Anfang 2013 in Brüssel beginnen und einem Zeitraum von etwa zwei Jahren ihren Abschluss finden. In Straßburg soll der Internalisierungsprozess gegen Juni 2014 in Angriff genommen werden und danach ungefähr ein Jahr dauern (bis Juni 2015), wobei Synergien zwischen Brüssel und Straßburg geschaffen werden können, insbesondere indem die Teams der in Straßburg ansässigen Bediensteten während der Plenartagung durch Bedienstete aus Brüssel verstärkt werden. Die sukzessive Ersetzung der externen Sicherheitsbeamten wird auf dem Wege einer Rekrutierung von Vertragsbediensteten erfolgen (80 im Jahr 2013 und 180 im Jahr 2014); sie wird sich dabei nicht auf den Haushalt auswirken, da sie mit einer entsprechenden Kürzung der Ausgaben für Dienstleistungen in den betroffenen Bereichen einhergeht.

E.   Weitere Modernisierungsmaßnahmen

E.1.   Prioritätenmanagement des Generalsekretariats

146.

Ein neues administratives Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2012-2014 wurde beschlossen und die wichtigsten vom Präsidenten festgelegten politischen Leitlinien darin aufgenommen, die ihrerseits in spezifische Aktivitäten und Projekte umgesetzt werden müssen. Ein zweiter Teil dieses Programms stellt die spezifischen Aktivitäten und Projekte vor, die von jeder Generaldirektion umgesetzt werden müssen. Alle Generaldirektionen legen regelmäßig Berichte über den Fortschrittsstand ihrer wichtigsten Projekte vor.

E.2.   Finanz- und Haushaltsverwaltung

147.

Eine Arbeitsgruppe zum Haushalt des Parlaments wurde aus Mitgliedern des Präsidiums und des Haushaltsausschusses eingerichtet, die Empfehlungen geben soll, auf welchem Wege sich die Effizienz der Nutzung von Haushaltsmitteln steigern lässt, ohne dass dies den reibungslosen Ablauf der parlamentarischen Aktivitäten beeinträchtigt. Die Arbeitsgruppe hat Vorschläge im Hinblick auf eine Verringerung der Reisekosten der Mitglieder und Bediensteten um 5 % vorgelegt, die vom Präsidium bei seiner Sitzung am 10. September 2012 angenommen wurden. Die Arbeitsgruppe hat auch die Durchführung der sogenannten „Sammelübertragung“ vorgeschlagen (vgl. Tabelle 8.b) und damit begonnen, die Ergebnisse von Studien auszuwerten, die einen Vergleich zwischen dem Europäischem Parlament und den nationalen Parlamenten von fünf Mitgliedstaaten sowie dem amerikanischen Kongress zum Gegenstand haben. Die Empfehlungen sollen dem Präsidium im Laufe des Jahres 2013 vorgelegt werden.

E.3.   Personalverwaltung

148.

Die Einrichtung der Direktionen Personal in neun der elf Generaldirektionen hat dazu beigetragen, die Effizienz der Personalverwaltung auf verschiedenen Ebenen zu steigern; zugleich hat sie die Kommunikation zwischen diesen und der Generaldirektion Personal erleichtert.

149.

Außerdem wurde im Februar 2012 eine neue Anwendung namens „e-CV“ (Online-Lebenslauf) in Betrieb genommen, um insbesondere den Personalverantwortlichen des Parlaments bei der Suche nach besonderen Kompetenzen für bestimmte Stellen oder Aufgaben Hilfestellung zu leisten.

150.

Die Internalisierungspolitik bestimmter strategischer Sektoren, die auf eine effizientere Verwaltung und eine Verringerung der Abhängigkeit des Parlaments von externen Dienstleistern in Schlüsselbereichen abzielt, wurde fortgeführt. Das Präsidium hat zu diesem Zweck am 11. Juni 2012 beschlossen, Stellen für Vertragsbedienstete zu schaffen (80 im Jahr 2013 und 180 im Jahr 2014), um die Internalisierung der Sicherheitsdienste fortzuführen, sowie am 2. Juli, für zwei Jahre (2013 und 2014) 60 unbefristete Stellen zu schaffen, um bestimmte im Zusammenhang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) stehende Leistungen zu internalisieren. Die Internalisierung dieser Aktivitäten wird sich dabei nicht auf den Haushalt auswirken, da sie mit einer entsprechenden Kürzung der Ausgaben für die betroffenen Leistungen einhergeht.

E.4.   Archivverwaltung

151.

Bei seiner Sitzung am 2. Juli 2012 hat das Präsidium das neue Verwaltungsmodell für Dokumente und Archive angenommen. Dieses Modell basiert auf der Benennung verschiedener Phasen in der Lebenszeit von Dokumenten und einer zweckmäßigen Lenkung des gesamten Zyklus. Dieser Aspekt ist vor allem für die Verbesserung der Effizienz des Archivsystems von Bedeutung, trägt zu besserer Nachverfolgbarkeit bei und erlaubt das schnelle Auffinden der Dokumentation des Parlaments. Es macht es dem Parlament auch leichter, sich an die Regeln zu halten, die für den Zugriff der Öffentlichkeit auf die Dokumente gelten.

F.   Gesamtentwicklung der Struktur des Generalsekretariats (einschließlich Fraktionen)

152.

2012 wurden insgesamt 147 neue Stellen geschaffen, um den folgenden fünf Bereichen mit dem höchsten Bedarf gerecht zu werden:

:

Vorbereitung des Beitritts Kroatiens

:

62 Stellen

:

Internalisierung der Sicherheitsdienste

:

29 Stellen

:

Umsetzung des Vertrags von Lissabon

:

27 Stellen

:

Umsetzung des dreijährigen Plans der Generaldirektion Infrastruktur und Logistik (GD INLO)

:

17 Stellen

:

Erfordernisse des „laufenden Betriebs“, die nicht durch Umschichtungsmaßnahmen abgedeckt werden konnten

:

12 Stellen

153.

Die wichtigsten am Organigramm und der Verwaltung des Parlaments vorgenommenen Änderungen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Tabelle 11

Zusammenfassung der Maßnahmen zur Umstrukturierung des Generalsekretariats 2012

GD

Umstrukturierung und Modernisierung

GD PRES

Das Referat für Verschlusssachen wurde im Januar geschaffen und wird gerade weiter verstärkt. Seine Hauptaufgabe bestand im Erarbeiten von Maßnahmen für die Behandlung von Verschlusssachen in enger Zusammenarbeit mit den Diensten der Kommission und des Rates.

Das Referat Verwaltung für die Mitglieder wurde der Verantwortung des Sekretariats des Beratenden Ausschusses unterstellt, der jüngst zum Verhalten der MdEP, einschließlich der Überwachung von Umsetzung und Achtung des Ehrenkodex der Kommissare, der Behandlung finanzieller Interessenbekundungen und Anfragen der Mitglieder, eingerichtet wurde.

Die Internalisierung der Aktivitäten hinsichtlich der Sicherheit ist fortgeführt worden.

GD IPOL

Der Schwerpunkt wurde auf die Konsolidierung der neuen Direktion für Folgenabschätzungen und europäischen Mehrwert und des Referats Unterstützung des wirtschaftspolitischen Handelns sowie auf die Schulung der neuen Teams gelegt. Zudem wurde im April 2012 das Ad-hoc-Sekretariat des Sonderausschusses CRIM eingerichtet.

GD EXPO

Die neue Direktion Demokratieförderung wurde mit dem Ziel geschaffen, den Aktivitäten des EP bei der Unterstützung neuer und aufstrebender Demokratien mehr Kohärenz zu verleihen. Die Einrichtung dieser neuer Direktion erfolgte haushaltsneutral durch Umbesetzung. Sie nahm ihre Arbeit am 1. April 2012 auf. Sie umfasst das Referat Wahlbeobachtung und ein Büro zur Förderung der parlamentarischen Demokratie (OPPD), die bereits Bestandteil der GD EXPO waren, das Referat für Beziehungen zu den Parlamenten der westlichen Balkanstaaten, das von der GD Präsidentschaft verlagert wurde, und das neu geschaffene Referat Aktionen für die Menschenrechte. Auf Grundlage des Beschlusses der Konferenz der Präsidenten am 13. September 2012 erstreckt sich das erweiterte Mandat der Koordinierungsgruppe Demokratieförderung und Wahlen auf die politische Führung und Beaufsichtigung aller Aktivitäten der neuen Direktion.

GD COMM

Im September 2012 wurde eine Umstrukturierung der Dienststellen mithilfe der Umbesetzung des vorhandenen Personals und der vorhandenen Positionen vorgenommen, um die operativen Strukturen an die operativen Prioritäten der GD anzupassen. Es wurden zwei neue Referate geschaffen und zwei bestehende verlagert:.

Innerhalb der Direktion B wurde ein neues „horizontales und thematisches“ Referat geschaffen;

das Referat „Veranstaltungen“ in der Direktion C wurde in zwei Einheiten aufgeteilt: das Referat „Veranstaltungen und Ausstellungen“ und das Referat „Informationskampagnen“;

das Referat „Haus der europäischen Geschichte“ wurde der Verantwortung der Direktion C — Beziehungen zu den Bürgern — unterstellt;

das Referat „Beobachtung der öffentlichen Meinung“ wurde der Verantwortung des Generaldirektors unterstellt;

das Referat „Besucherprogramm der Europäischen Union“ (EUVP) wurde der Verantwortung des Generaldirektors unterstellt.

GD INLO

Um die bestehenden Herausforderungen und Erfordernisse angesichts der wachsenden Anzahl und der Alterung der Gebäuden zu bewältigen, wurde die Direktion „Infrastrukturen“ am 2. April 2012 in zwei eigenständige Direktionen aufgespaltet, eine für die „Verwaltung von Immobilienprojekten“ (mit der darauf folgenden Einrichtung eines Referats für „Immobilienprojekte Straßburg“) und eine weitere für die „Immobilienverwaltung und -instandhaltung“.

Eine Direktion „Ressourcen“ wurde ebenfalls im Januar 2012 eingeführt, um Fragen zum Personal, zu finanziellen Aspekten, zur öffentlichen Auftragsvergabe, zur rechnergestützten Verwaltung sowie zur Dienststelle EMAS zentral zu verwalten. In diesem Kontext wurden folgende unterstützende Referate auf zentraler Ebene geschaffen: Ein Referat für „Planung, Überwachung und Haushaltskontrolle“, ein Referat für „Allgemeine Koordination“ sowie eines für „Verträge und öffentliche Aufträge“ der GD. Im Juli 2012 kam zur Vervollständigung dieser Dienste ein Referat Datenverarbeitung und IT-Unterstützung hinzu.

GD TRAD

Nach der Schaffung der neuen Direktion Ressourcen erfolgte eine Reorganisation der vorhandenen Strukturen. Die neue Direktion C umfasst nunmehr vier Referate, nämlich das Referat Humanressourcen (Referat HR), das Referat Verwaltung der Finanzmittel und Kontrollen (Referat FRMC), das Referat Fortbildung und Praktika (TTU) und das Referat Datenverarbeitung und IT-Unterstützung (Referat ITS). Das Ziel dieser Änderungen bestand darin, einen harmonisierten Ansatz für die Verwaltung der Ressourcen innerhalb der GD sicherzustellen und eine Anpassung der Struktur an die anderer GD vorzunehmen.

Zusätzlich wurde das neue Referat Textüberprüfung eingerichtet, das durch eine Steigerung der Qualität der von allen Sprachreferaten zu übersetzenden Ausgangstexte einen Beitrag zur weiteren Effizienzverbesserung leisten soll.

GD INTE

Die Schaffung einer Direktion Ressourcen fand zu Beginn des Jahres 2012 statt. Die Einstellung des Personals zur Besetzung der verschiedenen Stellen in den neu geschaffenen Referaten innerhalb der Direktion war bis zum Ende des Jahres fast vollständig abgeschlossen.

Im August 2012 wurde in der Direktion Organisation und Planung ein Referat E-Learning geschaffen, um die Bereitstellung qualifizierter Dolmetscherinnen und Dolmetscher für sämtliche Arbeitssprachen zu steigern und damit die Anstrengungen der GD im Zusammenhang mit der Nachfolgeplanung und Personaleinstellung zu unterstützen.

GD ITEC

Die Schaffung der Direktion Ressourcen Ende 2011 hat die Einführung von vier Referaten innerhalb derselben nach sich gezogen, deren jeweiliger Referatsleiter 2012 neu ernannt worden ist. Der Aufbau dieser Referate erfolgte dabei auf Grundlage bestehender Ressourcen, d. h. ohne die Einstellung zusätzlichen Personals.

Bei seiner Sitzung am 2. Juli 2012 entschied das Präsidium, einen Teil der bislang von externen Dienstleistern erbrachten Leistungen im IKT-Bereich zu internalisieren. Durch diese im Hinblick auf den Haushalt neutrale Maßnahme werden im Laufe von 2013 und 2014 60 unbefristeten Stellen entstehen.

Die Einrichtung eines Referats Konzeption und Entwicklung zur Jahresmitte hat eine Verbesserung der Planung, Beurteilung der Angemessenheit von Projektanfragen und der Kontrolle des IT-Programms ermöglicht.


(1)  ABl. L 298 vom 26.10.2012, S. 1.

(2)  ABl. L 362 vom 31.12.2012, S. 1.

(3)  Interinstitutionelle Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission über die Haushaltsdisziplin und die wirtschaftliche Haushaltsführung (ABl. C 139 vom 14.6.2006, S. 1).

(4)  Artikel 13 Absatz 1 und Artikel 13 Absatz 4 der Haushaltsordnung.

(5)  Artikel 13 Absatz 1, Artikel 13 Absatz 2 Buchstabe a und Artikel 13 Absatz 5 der Haushaltsordnung.

(6)  Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates vom 25. Juni 2002 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften, ABl. L 248 vom 16.9.2002, S. 1.

(7)  Artikel 24 — „Beschluss der Haushaltsbehörde“ und Artikel 43 — „Beschluss der Haushaltsbehörde für Mittelübertragungen, die vorläufig eingesetzte Mittel umfassen“ der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002.

(8)  Beschluss des Organs, Mittelübertragungen innerhalb eines Artikels vorzunehmen.

(9)  Übertragung von Posten 2001„Erbpachtzahlungen“ nach Posten 2003„Erwerb von Immobilien“.

(10)  Reisen, die das Haushaltsjahr 2012 betreffen, können bis zum 31. Oktober 2013 deklariert werden.

(11)  Anmerkung: 754 Mitglieder im Jahr 2012 (2011: 736).

(12)  Eine Reise fällt auch dann in die Kategorie „Fraktionssitzung“, wenn das Mitglied im Anschluss an einer Ausschusssitzung teilnimmt (und umgekehrt).

(13)  Dieser Posten bezieht sich in erster Linie auf die Vertragsbediensteten.

(14)  Dieser Posten betrifft in erster Linie externe Übersetzungsleistungen.

(15)  Zahl 2012 revidiert.

(16)  Rechnungshof, Bürgerbeauftragter, Übersetzungszentrum, Sitzungen der Kommission in Luxemburg und teilweise Ausschuss der Regionen.

(17)  Funktionsgruppe I umfasst manuelle Tätigkeiten und unterstützende verwaltungstechnische Tätigkeiten, Funktionsgruppe II umfasst Sekretariats- und Bürotätigkeiten und sonstige gleichwertige Aufgaben, Funktionsgruppe III ausführende Tätigkeiten, Abfassung von Texten, Buchhaltung und sonstige gleichwertige technische Aufgaben und Funktionsgruppe IV Verwaltungs- oder Beratungstätigkeiten, Tätigkeiten im sprachlichen Bereich und gleichwertige technische Aufgaben.

(18)  Hinweis: Die zweckgebundenen Einnahmen bzgl. dieses Postens, die aus Elternbeiträgen stammen, beliefen sich auf 4 451 335 EUR.

(19)  Hinweis: Diese Indikatoren entsprechen der Aufschlüsselung nach dem Streamline-Modell und lassen sich nicht unmittelbar mit den Daten von 2011 vergleichen.

(20)  Durchschnitt berechnet auf Grundlage von 754 Abgeordneten (also einschließlich derer, die nur Verträge für akkreditierte oder nur Verträge für lokale Assistenten haben).

(21)  Dieses neue Konzept für die Bibliothek wurde am 4. Juli 2011 vom Präsidium angenommen.

(22)  Eine EBI gilt als erfolgreich, wenn die Organisatoren eine Million Unterstützungsbekundungen der Bürgerinnen und Bürger aus mindestens acht Mitgliedstaaten gesammelt haben. Wenn die Organisatoren eine ausreichende Anzahl von Unterstützungsbekundungen eingereicht und die nationalen Behörden deren Gültigkeit jeweils bestätigt haben, wird die Initiative von der Kommission in ihrem Register veröffentlicht — ab diesem Zeitpunkt verbleiben dem Europäischen Parlament gemäß den Vorgaben der Verordnung drei Monate für die Organisation einer Anhörung zur Sache.

(23)  Nach dem Vollzug des Beitritts wird das Parlament die Vertragsbediensteten schrittweise ersetzen und kroatische Beamte einstellen, sobald die EPSO-Auswahlverfahren abgeschlossen sind.

(24)  Umweltmanagementsystem des Parlaments.


ANHANG I

AUFSTELLUNG DER MITTELÜBERTRAGUNGEN C IM GESCHÄFTSJAHR 2012

(EUR)

Nr.

Vom/auf das/

den Kapitel/Artikel/Posten

Bezeichnung

Habenposten Betrag

Sollposten Betrag

C1

vom Posten

2 0 0 1 01

Erbpachtzahlungen: Luxemburg

 

–2 000 000

auf das Kapitel

20

Gebäude und Nebenkosten

 

 

auf den Posten

2 0 2 2 03

Reinigung und Instandhaltung: Brüssel

2 000 000

 

C2

vom Posten

1 0 1 0 02

Kranken- und Unfallversicherung und sonstige Sozialkosten: Erstattung von Behandlungskosten

 

– 230 000

auf das Kapitel

10

Mitglieder des Organs

 

 

auf den Artikel

102

Übergangsgelder

230 000

 

C3

vom Kapitel

10 1

Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben

 

– 450 000

auf das Kapitel

23

Laufende Sachausgaben für den Dienstbetrieb

 

 

auf den Posten

2 3 2 0 01

Gerichtskosten und Schadensersatz: Gerichtskosten

450 000

 

C4

vom Kapitel

10 1

Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben

 

–75 000

auf das Kapitel

32

Fachwissen und Informationen: Beschaffung, Archivierung, Produktion und Verbreitung

 

 

auf den Posten

3 2 4 5 02

Veranstaltung von Kolloquien, Seminaren und kulturellen Aktivitäten: Sacharow-Preis und Organisationskosten in Verbindung mit der Preisverleihungszeremonie

75 000

 

C5

vom Kapitel

10 1

Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben

 

–9 985 000

auf das Kapitel

21

Datenverarbeitung, Ausrüstung und Mobiliar

 

 

auf den Posten

2 1 0 0 02

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien: Telekommunikation

7 926 000

 

auf den Posten

2 1 0 0 03

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien: einzelne Benutzer und Benutzergruppen

1 320 000

 

auf den Posten

2 1 0 2 01

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien: Rechenzentrum, Telekommunikation, Hardware und Software

739 000

 

C6

vom Kapitel

10 1

Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben

 

–3 200 000

auf das Kapitel

14

Sonstiges Personal und externe Leistungen

 

 

auf den Posten

1 4 2 0 02

Externe Leistungen: andere Übersetzungen und Schreibarbeiten

3 200 000

 

C7

vom Kapitel

10 0

Vorläufig eingesetzte Mittel

 

–10 192 015

 

1 0 0 4 02

Normale Reisekosten: parlamentarische Delegationen und Organe im Rahmen des Abkommens EU-AKP sowie im Rahmen des Europa-Mittelmeer-Forums

 

–1 500 000

auf das Kapitel

10

Mitglieder des Organs

 

 

auf den Posten

1 0 0 4 01

Normale Reisekosten: Tagungen, Ausschüsse oder ihre Delegationen, Fraktionen usw.

9 400 000

 

auf den Posten

1 0 0 5 01

Sonstige Reisekosten: Sonstige Reisekosten

2 292 015

 

C8

vom Kapitel

10 0

Vorläufig eingesetzte Mittel

 

–2 000 000

auf das Kapitel

20

Gebäude und Nebenkosten

 

 

auf den Posten

2007

Herrichtung der Diensträume

2 000 000

 

C9

vom Kapitel

2 3 5 0 02

Telekommunikation: Straßburg

 

–98 924

vom Posten

2 3 5 0 03

Telekommunikation: Brüssel

 

–1 316 228

vom Posten

2 3 5 0 04

Telekommunikation: Telematikkosten (Abonnements, Kosten der Kommunikation und der Nutzung von Telematiknetzen)

 

–1 314 848

vom Posten

1 4 0 2 01

Konferenzdolmetscher: Konferenzdolmetscher und Konferenzoperateure

 

–3 100 000

auf das Kapitel

21

Datenverarbeitung, Ausrüstung und Mobiliar

 

 

auf den Posten

2 1 0 0 02

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien: Telekommunikation

1 800 000

 

auf den Posten

2 1 0 2 01

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien: Rechenzentrum, Telekommunikation, Hardware und Software

4 030 000

 

C10

vom Kapitel

10

Mitglieder des Organs

 

–2 697 516

vom Kapitel

12

Beamte und Bedienstete auf Zeit

 

–14 480 000

vom Kapitel

14

Sonstiges Personal und externe Leistungen

 

–8 085 000

vom Kapitel

16

Sonstige Ausgaben für die Mitglieder und das Personal des Organs

 

– 280 000

vom Kapitel

20

Gebäude und Nebenkosten

 

–5 065 000

vom Kapitel

21

Datenverarbeitung, Ausrüstung und Mobiliar

 

– 900 000

vom Kapitel

23

Laufende Sachausgaben für den Dienstbetrieb

 

–1 887 136

vom Kapitel

30

Sitzungen und Konferenzen

 

–3 666 387

vom Kapitel

32

Fachwissen und Informationen: Beschaffung, Archivierung, Produktion und Verbreitung

 

–1 641 600

vom Kapitel

40

Besondere Ausgaben einiger Organe und Einrichtungen

 

– 297 361

vom Kapitel

42

Ausgaben für parlamentarische Assistenz

 

–6 000 000

auf das Kapitel

20

Gebäude und Nebenkosten

 

 

auf den Posten

2001

Erbpachtzahlungen

10 000 000

 

auf den Posten

2003

Erwerb von Immobilien

35 000 000

 

Gesamtwert der per Mittelübertragung des Typs C übertragenen Beträge

80 462 015

–80 462 015


ANHANG II

AUFSTELLUNG DER MITTELÜBERTRAGUNGEN P IM GESCHÄFTSJAHR 2012

(EUR)

Nr.

Kapitel/Artikel/Posten

Betrag

Übertragungen auf laufende Mittel

P1

Innerhalb von Artikel 210

 

vom Posten

2 1 0 0 02

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien: Telekommunikation

–3 517 300

auf den Posten

2 1 0 2 01

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien: Rechenzentrum, Telekommunikation, Hardware und Software

3 517 300

P2

Innerhalb von Artikel 324

 

vom Posten

3240

Amtsblatt

– 500 000

auf den Posten

3 2 4 1 01

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form — Verlagswesen

500 000

P3

Innerhalb von Artikel 422

 

vom Posten

4 2 2 0 01

Parlamentarische Assistenz: örtliche Assistenten

– 500 000

auf den Posten

4222

Kursdifferenzen

500 000

P4

Innerhalb von Artikel 324

 

vom Posten

3240

Amtsblatt

– 500 000

auf den Posten

3 2 4 1 01

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form — Verlagswesen

500 000

P5

Innerhalb von Artikel 324

 

vom Posten

3 2 4 8 01

Ausgaben für audiovisuelle Informationen: Koproduktion und Verbreitung von audiovisuellen Programmen

–1 264 475

auf den Posten

3 2 4 2 02

Ausgaben für Veröffentlichungen, für Informationsmaßnahmen und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen: Informationen in elektronischer Form (Internet)

954 475

auf den Posten

3 2 4 5 01

Veranstaltung von Kolloquien, Seminaren und kulturellen Aktivitäten: Mittel für die Abhaltung von Kolloquien, Seminaren mit nationalen und internationalen Meinungsmultiplikatoren aus den Mitgliedstaaten; Kosten für die Veranstaltung von parlamentarischen Kolloquien und Symposien

310 000

P7

Innerhalb von Artikel 422

 

vom Posten

4 2 2 0 01

Parlamentarische Assistenz: örtliche Assistenten

– 300 000

auf den Posten

4222

Kursdifferenzen

300 000

P8

Innerhalb von Artikel 200

 

vom Posten

2 0 0 0 01

Mieten: Luxemburg

– 500 000

vom Posten

2 0 0 0 03

Mieten: Brüssel

–1 900 000

vom Posten

2 0 0 0 04

Mieten: Informationsbüros

–1 353 000

auf den Posten

2003

Erwerb von Immobilien

3 753 000

P9

Innerhalb von Artikel 324

 

vom Posten

3 2 4 2 03

Ausgaben für Veröffentlichungen, für Informationsmaßnahmen und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen: Legislative Beobachtungsstelle (OEIL)

–45 000

auf den Posten

3 2 4 1 02

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form — Übersetzungen

45 000

Summe der Übertragungen auf laufende Mittel

10 379 775

Übertragungen auf Mittel, die durch übertragene, zweckgebundene Einnahmen bereitgestellt werden

P6

Innerhalb von Artikel 200

 

vom Posten

2001

Erbpachtzahlungen

–88 924 943

auf den Posten

2003

Erwerb von Immobilien

88 924 943

Summe der Übertragungen auf Mittel, die durch übertragene, zweckgebundene Einnahmen bereitgestellt werden

88 924 943

Summe der per Mittelübertragung P übertragenen Beträge

99 304 718


ANHANG III

VERWENDUNG DER MITTEL 2012

(EUR)

Posten

Bezeichnung

Ursprünglicher Mittelansatz

Übertragungen

Endgültiger Mittelansatz

Gebundener Betrag

Davon eingesetzt (in %)

1000

Entschädigungen

69 880 000

– 700 000

69 180 000

69 107 538

99,9 %

1004

Normale Reisekosten

64 203 310

7 900 000

72 103 310

72 103 309

100,0 %

1005

Sonstige Reisekosten

4 488 082

2 292 015

6 780 097

6 778 861

100,0 %

1006

Allgemeine Kostenvergütung

39 275 428

– 200 000

39 075 428

39 000 932

99,8 %

1007

Amtszulage

181 000

–4 000

177 000

173 914

98,3 %

1010

Kranken- und Unfallversicherung und sonstige Sozialkosten

3 282 540

– 630 000

2 652 540

2 399 615

90,5 %

1012

Spezifische Maßnahmen für Mitglieder mit Behinderungen

384 000

– 100 000

284 000

241 864

85,2 %

1020

Übergangsgelder

490 000

110 000

600 000

566 485

94,4 %

1030

Ruhegehälter

11 084 000

– 951 016

10 132 984

10 086 747

99,5 %

1031

Ruhegehälter wegen Dienstunfähigkeit

418 000

–62 400

355 600

333 371

93,7 %

1032

Hinterbliebenenversorgung

2 930 000

– 150 600

2 779 400

2 759 882

99,3 %

1033

Freiwillige Ruhegehaltsregelung für die Mitglieder

46 000

–9 500

36 500

35 654

97,7 %

1050

Sprach- und EDV-Kurse

700 000

0

700 000

678 941

97,0 %

1080

Kursdifferenzen

0

0

0

0

1090

Vorläufig eingesetzte Mittel

0

0

0

0

1091

Vorläufig eingesetzte Mittel für die 18 Mitglieder — Vertrag von Lissabon

0

0

0

0

1200

Dienstbezüge und Zulagen

569 732 297

–13 000 000

556 732 297

555 375 070

99,8 %

1202

Bezahlte Überstunden

455 200

– 280 000

175 200

175 000

99,9 %

1204

Ansprüche bei Dienstantritt, bei Versetzung und bei Ausscheiden aus dem Dienst

5 035 000

–1 200 000

3 835 000

3 835 000

100,0 %

1220

Vergütungen bei Stellenenthebung aus dienstlichen Gründen

402 000

0

402 000

363 780

90,5 %

1222

Vergütungen bei endgültigem Ausscheiden aus dem Dienst und besondere Ruhestandsregelung für die Beamten und Zeitbediensteten

1 097 000

0

1 097 000

951 912

86,8 %

124

Vorläufig eingesetzte Mittel

0

0

0

0

1400

Sonstige Bedienstete

36 848 800

–1 200 000

35 648 800

34 790 888

97,6 %

1402

Konferenzdolmetscher

53 000 000

–6 500 000

46 500 000

46 000 000

98,9 %

1404

Praktika, Zuschüsse und Austausch von Beamten

7 961 520

–1 550 000

6 411 520

6 264 848

97,7 %

1406

Beobachter

1 200 000

– 735 000

465 000

465 000

100,0 %

1407

Ausbildungsvergütung (Ausbildungsprogramm des Europäischen Parlaments)

0

0

0

0

1420

Externe Leistungen

13 370 000

2 000 000

15 370 000

14 587 633

94,9 %

1422

Interinstitutionelle Zusammenarbeit im Sprachbereich

383 000

0

383 000

374 729

97,8 %

144

Vorläufig eingesetzte Mittel

0

0

0

0

1610

Ausgaben für Personaleinstellung

402 775

– 100 000

302 775

280 000

92,5 %

1612

Berufliche Fortbildung

4 400 000

0

4 400 000

4 177 428

94,9 %

1630

Sozialdienst

711 500

0

711 500

528 784

74,3 %

1631

Mobilität

996 000

– 180 000

816 000

619 772

76,0 %

1632

Soziale Beziehungen innerhalb des Personals und sonstige Sozialmaßnahmen

310 400

0

310 400

290 634

93,6 %

1650

Ärztlicher Dienst

1 135 000

0

1 135 000

1 002 408

88,3 %

1652

Laufende Betriebsausgaben für Restaurants und Kantinen

3 960 000

0

3 960 000

3 960 000

100,0 %

1654

Kleinkinderzentrum und private Kinderkrippen

6 010 775

0

6 010 775

5 840 796

97,2 %

2000

Mieten

34 131 999

–3 753 000

30 378 999

30 359 988

99,9 %

2001

Erbpachtzahlungen

25 910 000

8 000 000

33 910 000

33 910 000

100,0 %

2003

Erwerb von Immobilien

0

38 753 000

38 753 000

38 753 000

100,0 %

2005

Bau von Gebäuden

6 995 000

–2 300 000

4 695 000

4 583 616

97,6 %

2007

Herrichtung der Diensträume

33 625 000

2 000 000

35 625 000

34 811 824

97,7 %

2008

Besondere Ausgaben für Gebäudeverwaltung

5 100 000

– 460 000

4 640 000

4 207 679

90,7 %

2022

Unterhaltung, Wartung, Betrieb und Reinigung der Gebäude

46 965 000

2 000 000

48 965 000

48 638 644

99,3 %

2024

Energieverbrauch

18 435 000

0

18 435 000

17 692 010

96,0 %

2026

Sicherheit und Überwachung der Gebäude

38 405 857

–2 305 000

36 100 857

35 023 714

97,0 %

2028

Versicherungen

953 000

0

953 000

884 452

92,8 %

2100

Hardware und Software für die Informations- und Innovationstechnologien

37 392 000

7 528 700

44 920 700

44 585 309

99,3 %

2102

Externe Leistungen im Zusammenhang mit den Informations- und Innovationstechnologien

62 933 000

8 286 300

71 219 300

70 511 060

99,0 %

2120

Mobiliar

3 277 500

– 900 000

2 377 500

2 040 859

85,8 %

2140

Material und technische Anlagen

19 983 124

0

19 983 124

19 562 815

97,9 %

2160

Transportmittel

6 270 000

0

6 270 000

6 104 391

97,4 %

2300

Schreibwaren, Bürobedarf und verschiedene Verbrauchsartikel

2 608 000

– 475 000

2 133 000

2 010 714

94,3 %

2310

Finanzkosten

170 000

– 153 136

16 864

16 864

100,0 %

2320

Gerichtskosten und Schadensersatz

1 314 000

440 000

1 754 000

1 433 604

81,7 %

2350

Telekommunikation

7 441 000

–2 730 000

4 711 000

4 456 154

94,6 %

2360

Postgebühren und Zustellungskosten

352 500

–14 000

338 500

271 283

80,1 %

2370

Umzüge

950 000

– 125 000

825 000

760 360

92,2 %

2380

Sonstige Sachausgaben für die Verwaltung

784 500

– 250 000

534 500

438 223

82,0 %

239

Ausgleich für die CO2-Emissionen des EP

950 000

– 860 000

90 000

89 559

99,5 %

3000

Kosten für vom Personal unternommene Dienstreisen und Reisen zwischen den drei Arbeitsorten

29 070 000

–3 000 000

26 070 000

25 600 000

98,2 %

3020

Ausgaben für Empfänge und Repräsentationszwecke

1 361 350

–90 000

1 271 350

997 012

78,4 %

3040

Verschiedene Kosten für interne Sitzungen

2 600 000

0

2 600 000

2 598 000

99,9 %

3042

Sitzungen, Kongresse und Konferenzen

1 396 000

0

1 396 000

927 388

66,4 %

3044

Verschiedene Organisationskosten der Parlamentarischen Konferenz zur WTO und sonstiger interparlamentarischer Delegationen, Ad-hoc-Delegationen und WTO-Delegationen

860 000

– 300 000

560 000

304 126

54,3 %

3046

Verschiedene Organisationskosten für Sitzungen der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU

400 000

– 200 000

200 000

103 016

51,5 %

3047

Verschiedene Organisationskosten für Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung EuroLat

82 000

0

82 000

80 952

98,7 %

3048

Verschiedene Organisationskosten für Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum

220 000

0

220 000

7 218

3,3 %

3049

Kosten für Leistungen des Reisebüros

2 083 000

–76 387

2 006 613

2 006 613

100,0 %

3200

Beschaffung von Fachwissen

11 420 000

– 913 000

10 507 000

9 802 865

93,3 %

3220

Ausgaben für Dokumentation und Bibliothek

4 516 686

– 418 600

4 098 086

3 974 137

97,0 %

3222

Ausgaben für Archivbestände

1 932 500

0

1 932 500

1 600 768

82,8 %

323

Beziehungen zu den Parlamenten von Drittländern und Unterstützung der parlamentarischen Demokratie

535 000

0

535 000

409 936

76,6 %

3240

Amtsblatt

5 056 000

–1 000 000

4 056 000

4 055 500

100,0 %

3241

Digitale Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in traditioneller Form

4 760 000

1 045 000

5 805 000

5 689 769

98,0 %

3242

Ausgaben für Veröffentlichungen, für Informationsmaßnahmen und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen

21 626 000

879 475

22 505 475

22 124 435

98,3 %

3243

Parlamentarium — Besucherzentrum des Europäischen Parlaments

3 600 000

0

3 600 000

3 462 168

96,2 %

3244

Organisation und Empfang von Besuchergruppen, Euroscola und Einladung von Meinungsmultiplikatoren aus Drittländern

28 940 000

0

28 940 000

27 985 491

96,7 %

3245

Veranstaltung von Kolloquien, Seminaren und kulturellen Aktivitäten

3 696 650

385 000

4 081 650

3 664 748

89,8 %

3246

Fernsehkanal des Parlaments (WebTV)

8 500 000

0

8 500 000

8 391 152

98,7 %

3248

Ausgaben für audiovisuelle Informationen

14 760 000

–1 264 475

13 495 525

13 369 011

99,1 %

3249

Informationsaustausch mit den nationalen Parlamenten

675 000

– 280 000

395 000

337 336

85,4 %

325

Ausgaben für Informationsbüros

1 100 000

0

1 100 000

1 100 000

100,0 %

4000

Verwaltungsausgaben und Ausgaben im Zusammenhang mit den politischen Tätigkeiten und Informationstätigkeiten der Fraktionen und der fraktionslosen Mitglieder

57 165 000

– 102 633

57 062 367

57 062 367

100,0 %

4020

Zuschüsse an europäische Parteien

18 900 000

0

18 900 000

18 900 000

100,0 %

403

Zuschüsse an europäische politische Stiftungen

12 150 000

– 194 728

11 955 272

11 955 272

100,0 %

4220

Parlamentarische Assistenz

190 340 175

–6 800 000

183 540 175

179 753 670

97,9 %

4222

Kursdifferenzen

500 000

800 000

1 300 000

1 118 152

86,0 %

4400

Kosten für Sitzungen und andere Aktivitäten von ehemaligen Mitgliedern

200 000

0

200 000

200 000

100,0 %

4420

Kosten für Sitzungen und andere Aktivitäten der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft

160 000

0

160 000

160 000

100,0 %

10 0

Vorläufig eingesetzte Mittel

14 118 481

–12 192 015

1 926 466

0

10 1

Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben

15 374 172

–13 710 000

1 664 172

0

10 3

Rücklage für die Erweiterung

0

0

0

0

10 4

Rücklage für die Informations- und Kommunikationspolitik

0

0

0

0

10 5

Vorläufig eingesetzte Mittel für Gebäude

0

0

0

0

10 6

Rücklage für vorrangige Projekte in der Entwicklungsphase

0

0

0

0

10 8

Rücklage für EMAS

50 000

0

50 000

0

Gesamt

1 717 868 121

0

1 717 868 121

1 693 038 015

98,6 %