Aufteilung der Zuständigkeiten in der Europäischen Union

 

ZUSAMMENFASSUNG

Die EU verfügt nur über diejenigen Zuständigkeiten, die ihr durch die Verträge übertragen wurden (Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung). Nach diesem Grundsatz darf die EU nur innerhalb der Grenzen der Zuständigkeiten tätig werden, die die EU-Länder ihr in den Verträgen zur Verwirklichung der darin niedergelegten Ziele übertragen haben. Alle der EU nicht in den Verträgen übertragenen Zuständigkeiten verbleiben bei den EU-Ländern. Der Vertrag von Lissabon erläutert die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen der EU und den EU-Ländern. Diese Zuständigkeiten sind in drei Hauptkategorien unterteilt:

Drei Hauptkategorien von Zuständigkeiten

Besondere Zuständigkeiten

Die EU kann Maßnahmen ergreifen, die die Zusammenarbeit der EU-Länder in den Bereichen Wirtschafts-, Sozial- und Beschäftigungspolitik auf EU-Ebene sicherstellen.

Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU zeichnet sich durch spezielle institutionelle Strukturen aus, wie beispielsweise der begrenzten Mitwirkung der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments im Beschlussfassungsverfahren und den Ausschluss jeglicher Gesetzgebungshandlungen. Diese Politik wird vom Europäischen Rat (bestehend aus den Staats- bzw. Regierungschefs der EU-Länder) und dem Ministerrat der EU (bestehend aus je einem Vertreter jedes einzelnen EU-Landes auf Ministerebene) bestimmt und umgesetzt. Der Präsident des Europäischen Rates und der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik vertreten die EU im Bereich der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik.

Ausübung der Zuständigkeit

Für die Ausübung der Zuständigkeiten der EU gelten zwei grundlegende Prinzipien, die in Artikel 5 des Vertrags über die Europäische Union festgelegt sind:

Letzte Aktualisierung: 26.01.2016