Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom)

 

ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:

Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft

WAS IST DER ZWECK DES VERTRAGS?

Wie aus dem Wortlaut von Titel II des Euratom-Vertrags deutlich wird, besteht das Ziel des Vertrags in der „Förderung des Fortschritts auf dem Gebiet der Kernenergie“.

Insbesondere wird das Ziel verfolgt, innerhalb eines gemeinsamen Marktes für Kernenergie:

WICHTIGE ECKPUNKTE

Anwendungsbereich

Der Vertrag ist streng begrenzt auf die zivile (nicht militärische) Nutzung von Kernenergie.

Aufbau des Vertrags

In Titel I werden acht Aufgaben festgelegt, die der Euratom übertragen werden und für die in Titel II spezielle Bestimmungen dargelegt werden:

Titel III und Titel IV beziehen sich auf Organe und Finanzen:

Der fünfte und der sechste Titel enthalten allgemeine Vorschriften und Vorschriften über die Anlaufzeit (Einsetzung der Organe, erste Durchführungsvorschriften und Übergangsbestimmungen).

Der Vertrag umfasst außerdem fünf Anhänge zu folgenden Aspekten:

WANN TRITT DER VERTRAG IN KRAFT?

Der Vertrag wurde am 25. März 1957 unterzeichnet und trat am 1. Januar 1958 in Kraft.

HINTERGRUND

Der Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft (EAG, besser bekannt als „Euratom“) wurde 1957 in Rom parallel zu dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) von den sechs Gründungsstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) unterzeichnet. Der EWG- und der EAG-Vertrag werden manchmal gemeinsam die „Römischen Verträge“ genannt, während der EWG-Vertrag auch als „Vertrag von Rom“ bezeichnet wird.

Im Gegensatz zum EWG-Vertrag hat der Euratom-Vertrag nie große Änderungen erfahren und ist nach wie vor in Kraft. Insbesondere hat die Euratom nicht mit der Europäischen Union fusioniert und bewahrt somit ihre eigene Rechtspersönlichkeit, auch wenn beide die gleichen Mitglieder haben.

Neben dem Vertrag über die Europäische Union (EUV) und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) ist der Euratom-Vertrag als einer der aktiven EU-Verträge Teil des Primärrechts der EU.

Weiterführende Informationen:

HAUPTDOKUMENT

Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft vom 25. März 1957 – konsolidierte Fassung (ABl. C 203 vom 7.6.2016, S. 1-112)

VERBUNDENE DOKUMENTE

Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft vom 25. März 1957 (nicht im Amtsblatt veröffentlicht)

Fusionsvertrag vom 8. April 1965 (ABl. 152 vom 13.7.1967, S. 2-17 (DE, FR, IT, NL))

Vertrag von Maastricht vom 7. Februar 1992 (ABl. C 191 vom 29.7.1992, S. 1-112)

Vertrag von Lissabon vom 13. Dezember 2007 (ABl. C 306 vom 17.12.2007, S. 1-271)

Letzte Aktualisierung: 25.05.2018