19.4.2016   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 103/13


DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2016/594 DER KOMMISSION

vom 18. April 2016

zur Festlegung eines Musters für die strukturierte Umfrage unter Endempfängerinnen/Endempfängern von Nahrungsmittelhilfe und/oder materieller Basisunterstützung im Rahmen der operationellen Programme des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen gemäß Verordnung (EU) Nr. 223/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 223/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2014 zum Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (1), insbesondere auf Artikel 17 Absatz 4,

nach Anhörung des Ausschusses für den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 223/2014 ist die Verwaltungsbehörde eines operationellen Programms für Nahrungsmittelhilfe und/oder materielle Basisunterstützung (im Folgenden „OP I“) verpflichtet, 2017 und 2022 eine strukturierte Umfrage unter Endempfängerinnen/Endempfängern durchzuführen.

(2)

Diese strukturierte Umfrage unter Endempfängerinnen/Endempfängern ist eines der für die Evaluierung des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (im Folgenden „Hilfsfonds“) zu verwendenden Instrumente. Um sicherzustellen, dass die Ergebnisse der Umfrage von hoher Qualität sind und die Umfrage sinnvoll zur Evaluierung des Hilfsfonds beiträgt, ist es notwendig, ein Muster festzulegen, das es erlaubt, die Daten auf Ebene der Europäischen Union zu aggregieren —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die strukturierte Umfrage unter Endempfängerinnen/Endempfängern gemäß Artikel 17 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 223/2014 wird anhand des Musters im Anhang durchgeführt.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 18. April 2016

Für die Kommission

Der Präsident

Jean-Claude JUNCKER


(1)  ABl. L 72 vom 12.3.2014, S. 1.


ANHANG

STRUKTURIERTE UMFRAGE ZUM HILFSFONDS — FRAGEN

Name der Interviewerin/des Interviewers :

[Vollständiger Name. Falls das Interview von mehreren Personen geführt wird, sind hier alle anzuführen.]

Ort :

[Adresse, an der das Interview durchgeführt wird.]

Organisation :

[Bezeichnung der Partnerorganisation, von der die Endempfängerin/der Endempfänger Unterstützung erhalten hat.]

Datum :

[Datum des Interviews im Format TT/MM/JJJJ]

Uhrzeit :

[Uhrzeit des Interviews im Format hh:mm]

A.   FRAGEN ZUM UMFANG DER UNTERSTÜTZUNG, DIE DIE ENDEMPFÄNGER/INNEN VON DER PARTNERORGANISATION ERHALTEN (1)

A1.   Welche Art von Hilfsfonds-Unterstützung wird den Endempfängerinnen/Endempfängern gewährt und wie häufig?

 

täglich

wöchentlich

monatlich

anderes Intervall

Lebensmittelpakete (2)

 

 

 

(bitte angeben)

Mahlzeiten

 

 

 

(bitte angeben)

an Kinder verteilte Güter

 

 

 

(bitte angeben)

an Obdachlose verteilte Güter

 

 

 

(bitte angeben)

Sonstiges (bitte angeben)

[Art angeben]

[Art angeben]

[Art angeben]

[Art und Zeitraum angeben]


A2.   Welche Arten von flankierenden Maßnahmen werden den Endempfängerinnen/Endempfängern angeboten, wenn sie die Hilfsfonds-Unterstützung erhalten?

Ratschläge zur Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln, Koch-Workshops, Bildungsmaßnahmen zur Förderung einer gesunden Ernährung oder Ratschläge, wie die Verschwendung von Lebensmitteln reduziert werden kann

 

Ratschläge zur persönlichen Sauberkeit

 

Weiterverweisung an zuständige (z. B. soziale/administrative) Dienste

 

individuelle Betreuung und Workshops

 

psychologische und therapeutische Unterstützung

 

Ratschläge zur Verwaltung des Haushaltsgeldes

 

Sonstiges (bitte angeben)

[Textfeld zum Einfüllen]

keine

 


A3.   Stellt die Partnerorganisation für die Endempfänger/innen auch materielle Unterstützung bereit, die nicht vom Hilfsfonds kofinanziert wird?

ja

nein

 

 


A3a.   Wenn ja, welche Art der über den Hilfsfonds hinausgehenden Unterstützung leistet die Partnerorganisation?

Lebensmittelpakete

 

Mahlzeiten

 

an Kinder verteilte Güter

 

an Obdachlose verteilte Güter

 

andere Arten von Gütern

[Art angeben]

B.   FRAGEN AN DIE ENDEMPFÄNGER/INNEN

B1.   Sind Sie männlich oder weiblich?

männlich

weiblich

 

 


B2.   Darf ich fragen, wie alt Sie sind?

15 Jahre oder jünger

16-24 Jahre

25-49 Jahre

50-64 Jahre

65 Jahre oder älter

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

 

 

 


B3.   Sind Sie alleinerziehend?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B4.   Welche Art von Unterstützung haben Sie gerade erhalten (oder werden Sie gleich erhalten)?

 

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

Lebensmittelpaket

 

 

 

 

Mahlzeit

 

 

 

 

Babyausstattung

 

 

 

 

Schultasche

 

 

 

 

Schreibwaren, Schulbücher, Stifte, Malzubehör und sonstige Schulausstattung (keine Kleidung)

 

 

 

 

Sportausrüstung (Turnschuhe, Trikot, Badeanzug usw.)

 

 

 

 

Kleidung (Wintermantel, Schuhe, Schuluniform usw.)

 

 

 

 

Schlafsack/Decke

 

 

 

 

Küchenutensilien (Töpfe, Pfannen, Besteck usw.)

 

 

 

 

Haushaltswäsche (Handtücher, Bettzeug)

 

 

 

 

Hygieneartikel (Erste-Hilfe-Ausrüstung, Seife, Zahnbürste, Einwegrasierer usw.)

 

 

 

 

andere Arten von Gütern

[Textfeld zum Einfüllen]


B5.   Wer erhält diese Unterstützung?

Sie selbst

andere Personen in Ihrem Haushalt

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

Überspringen Sie Frage B6 nur, wenn die Antwort auf Frage B5 „Sie selbst“ lautet.

B6.   Wird diese Unterstützung auch anderen Personen zugutekommen? Wenn ja, wie vielen Personen (außer Ihnen)? Und könnten Sie mir bitte sagen, welches Alter und Geschlecht diese Personen haben?

 

männlich

weiblich

5 Jahre oder jünger

 

 

6-15 Jahre

 

 

16-24 Jahre

 

 

25-49 Jahre

 

 

50-64 Jahre

 

 

65 Jahre oder älter

 

 

möchte nicht antworten

 

 

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 


B7.   Sind Sie das erste Mal hier, um diese Unterstützung zu erhalten?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

Wurde Frage B7 mit „ja“, „möchte nicht antworten“ oder „weiß es nicht oder versteht die Frage nicht“ beantwortet, so gehen Sie direkt zu Frage B9.

B8.   Wie oft kommen Sie hierher, um sich diese Unterstützung abzuholen?

täglich

wöchentlich

monatlich

anderes Intervall

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

 

 


B9.   Wissen Sie, wann Sie dieselbe Art von Unterstützung wieder benötigen werden?

morgen

innerhalb der nächsten Woche

innerhalb des nächsten Monats

anderes Intervall

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

 

 


B10.   Hatten Sie irgendwelche Probleme, diese Unterstützung zu erhalten?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B10a.   Wenn ja, sagen Sie mir bitte doch, welche Probleme das waren?

Es fehlten Unterlagen einer nationalen, regionalen oder lokalen Stelle.

 

Hatte eine weite Anfahrt.

 

Es gab psychologische Hürden.

 

Sonstiges (bitte angeben)

[Textfeld zum Einfüllen]

möchte nicht antworten

 

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 


B11.   Hat sich durch die Unterstützung vom Hilfsfonds für Sie oder die Mitglieder Ihres Haushalts etwas verändert?

ja

teilweise

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

 


B11a.   Wenn Sie mit „nein“ oder „teilweise“ geantwortet haben, würden Sie mir bitte sagen warum?

Die Menge der Lebensmittel/Güter ist zu gering.

 

Die Lebensmittel/Güter werden nicht häufig genug verteilt.

 

Die Qualität der Lebensmittel/Güter ist zu schlecht.

 

Es wird eine andere Art von Unterstützung benötigt (bitte angeben).

[Textfeld zum Einfüllen]

möchte nicht antworten

 

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 


B12.   Konnten Sie oder Ihr Haushalt sich die Lebensmittel/Güter, die Sie gerade erhalten haben, vor einem Jahr noch selbst kaufen?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B13.   Erhalten Sie und/oder andere Mitglieder Ihres Haushalts auch von anderen Organisationen Unterstützung?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B13a.   Wenn „ja“, würden Sie mir bitte sagen, welche Art von Unterstützung Sie von anderen Organisationen erhalten?

 

ja

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

Lebensmittelpaket

 

 

 

Mahlzeit

 

 

 

Babyausstattung

 

 

 

Schultasche

 

 

 

Schreibwaren, Schulbücher, Stifte, Malzubehör und sonstige Schulausstattung (keine Kleidung)

 

 

 

Sportausrüstung (Turnschuhe, Trikot, Badeanzug usw.)

 

 

 

Kleidung (Wintermantel, Schuhe, Schuluniform usw.)

 

 

 

Schlafsack/Decke

 

 

 

Küchenutensilien (Töpfe, Pfannen, Besteck usw.)

 

 

 

Haushaltswäsche (Handtücher, Bettzeug)

 

 

 

Hygieneartikel (Erste-Hilfe-Ausrüstung, Seife, Zahnbürste, Einwegrasierer usw.)

 

 

 

andere Güter

[Textfeld zum Einfüllen]


B14.   Wenn Sie von dieser Organisation (jetzt oder früher) Ratschläge oder eine Beratung erhalten haben, würden Sie mir bitte sagen, zu welchen Themen?

Ratschläge zur Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln, Koch-Workshops, Bildungsmaßnahmen zur Förderung einer gesunden Ernährung oder Ratschläge, wie die Verschwendung von Lebensmitteln reduziert werden kann

 

Ratschläge zur persönlichen Sauberkeit

 

Weiterverweisung an zuständige (z. B. soziale/administrative) Dienste

 

individuelle Betreuung und Workshops

 

psychologische und therapeutische Unterstützung

 

Ratschläge zur Verwaltung des Haushaltsgeldes

 

Sonstiges (bitte angeben)

[Textfeld zum Einfüllen]

möchte nicht antworten

 

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 


B15.   Fanden Sie diese Ratschläge oder diese Beratung hilfreich?

sehr hilfreich

relativ hilfreich

nicht sehr hilfreich

gar nicht hilfreich

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 

 

 


B16.   Haben Sie ein Einkommen aus Arbeit?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B17.   Beziehen Sie andere Einkünfte oder Leistungen?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B18.   Hat ein Mitglied Ihres Haushalts ein Einkommen aus Arbeit?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B19.   Bezieht ein Mitglied Ihres Haushalts andere Einkünfte oder Leistungen?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B20.   Besitzen Sie die Staatsbürgerschaft dieses Landes?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B21.   Wenn nicht, besitzen Sie die Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Landes?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B22.   Sind Sie Asyl(be)werber/in oder Flüchtling?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B23.   Haben Sie eine Unterkunft?

ja

nein

möchte nicht antworten

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 

 

 

 


B23a.   Wenn ja, was für eine Unterkunft ist das?

Wohnung oder Haus, die/das sie besitzen oder mieten und wo Sie allein oder mit Ihrer Familie leben

 

Wohngemeinschaft mit Freunden und anderen Personen

 

langfristige Unterbringung in einer Einrichtung (Heim für ältere Menschen, alleinerziehende Mütter, Asyl(be)werber/innen)

 

betreutes Wohnen

 

leerstehendes Haus oder Elendsquartier

 

Wohnmobil/Wohnwagen

 

Flüchtlingslager

 

Sonstiges (bitte angeben)

[Textfeld zum Einfüllen]

möchte nicht antworten

 

weiß es nicht oder versteht die Frage nicht

 


(1)  Die Fragen betreffen die Unterstützung, die die Verteilstelle leistet, in der die Interviews stattfinden.

(2)  Die Definition dessen, was als „Lebensmittelpaket“ gilt, kann auf Ebene der Partnerorganisation/des Vorhabens/der Verwaltungsbehörde festgelegt werden. Größe und Inhalt der Pakete müssen nicht standardisiert sein.