27.3.2004   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

CE 78/900


(2004/C 78 E/0951)

SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-4040/03

von Glyn Ford (PSE), Kathalijne Buitenweg (Verts/ALE), Claude Moraes (PSE) und Anna Terrón i Cusí (PSE) an die Kommission

(12. Januar 2004)

Betrifft:   Programm MEDEA und Artikel 13 des Vertrags

Kann die Kommission ihre Pläne für die Einbeziehung der Anliegen im Rahmen des Artikels 13 des Vertrags in das Programm MEDEA darlegen? Ist der Kommission bewusst, wie weit sie hier, verglichen mit anderen Bereichen ihrer Tätigkeit, im Rückstand ist?

Antwort von Herrn Patten im Namen der Kommission

(12. Februar 2004)

Die autonome andalusische Regierung initiierte das in der Anfrage erwähnte Programm MEDEA im Rahmen des Regionalprogramms Euromed Audiovisuell I. Es handelt sich um ein 2000 von der Kommission ausgewähltes Projekt zur Entwicklung von audiovisuellen europäisch-mediterranen Projekten, dessen dreijährige Finanzierungsdauer ohne Erhöhung der Gemeinschaftsmittel bis September 2004 verlängert wurde.

So wie sie im Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Projektes MEDEA (Ziffer 4) aufgeführt sind, stehen die Förderkriterien mit den Grundsätzen in Artikel 13 EG-Vertrag im Einklang, „geeignete Vorkehrungen (zu) treffen, um Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung zu bekämpfen.“

In dem den 27 Partnern offen stehenden Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen heißt es unter Ziffer 4, dass allen Projekten, die die gemeinsamen Werte wie z.B. die Achtung der regionalen Identität fördern, indem ein Bewusstsein für ihren Beitrag zum internationalen ethischen und materiellen Fortschritt geschaffen wird, wie z.B. Kampf gegen Rassismus und Xenophobie, Intoleranz, Misstrauen, Stereotype und Vorurteile, sowie den Projekten, die Maßnahmen zum Schutz junger Menschen und der Menschenwürde fördern, besondere Aufmerksamkeit gilt.