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20.3.2004 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
CE 70/64 |
(2004/C 70 E/066)
SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-1786/03
von Claude Moraes (PSE) an die Kommission
(28. Mai 2003)
Betrifft: Kontakte zu nichtstaatlichen Organisationen der Roma und Regierungsstellen für die Belange der Roma
Welche Kontakte hatte die Europäische Kommission in jüngster Zeit zu nichtstaatlichen Organisationen der Roma und zu Regierungsstellen für die Belange der Roma in den Beitrittsländern?
Antwort von Herrn Verheugen im Namen der Kommission
(27. Juni 2003)
Die Kommission unterhält sowohl in Brüssel als auch über ihre Delegationen in den Kandidatenländern regen Kontakt mit zahlreichen Nichtregierungsorganisationen (NRO), z.B. „International Romani Union“, „Roma National Congress“, das „Europäische Zentrum für die Rechte der Roma“, den „Pakiv European Roma Fund“ und das „European Roma Information Office“ in Brüssel. Überdies gibt es auch Verbindungen der Kommission zu NRO in den Arbeitsgebieten Menschenrechte, die sich unter anderem auch mit Belangen der Roma auseinandersetzen, zum Beispiel „Amnesty International“, das „Open Society Institute“ oder das „Project for Ethnic Relations“. Oft erhalten NRO, die mit Roma-Projekten arbeiten, finanzielle Unterstützung durch PHARE, z.B. in der Tschechischen Republik „Romodrom“ oder „Athinganoi“ oder in Rumänien „Romani Criss“, das „Resource Centre for Roma Communities in Romania“ und andere.
Im Rahmen der Vorbereitung der Regelmäßigen Berichte über die Fortschritte der Kandidatenländer in Hinblick auf den Beitritt unterhält die Kommission regelmäßige Kontakte zu NRO, die sich mit Roma-Fragen befassen, sowie zu zwischenstaatlichen Organisationen wie dem Europarat oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Im Rahmen der Beitrittsvorbereitungen finden regelmäßig Diskussionen mit Vertretern der Regierungen von Kandidatenländern statt, und die Kommission nimmt üblicherweise auf verschiedenen Ebenen daran teil. Überdies bieten regelmäßige Sitzungen im Rahmen der Europaabkommen die Möglichkeit, Roma-Fragen bei Vertretern der Regierungen der Kandidatenländer zur Sprache zu bringen. Zum Beispiel werden Sitzungen der Assoziationsausschüsse mit Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei unter Vorsitz der Kommission im Juni und Juli 2003 stattfinden.