91997E1397

SCHRIFTLICHE ANFRAGE Nr. 1397/97 von Olivier DUPUIS an die Kommission. Ureinwohner-Dekade der UNO

Amtsblatt Nr. C 367 vom 04/12/1997 S. 0122


SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-1397/97 von Olivier Dupuis (ARE) an die Kommission (22. April 1997)

Betrifft: Ureinwohner-Dekade der UNO

Könnte die Kommission vor dem Hintergrund der Ureinwohner-Dekade der UNO, deren erstes Viertel fast vorüber ist, die Projekte angeben, mit denen sie die Ureinwohner von Wallis und Futuna in den Jahren 1995 und 1996 unterstützt hat?

Könnte die Kommission für all die verschiedenen Finanzinstrumente, die ihr zur Unterstützung der Ureinwohner von Wallis und Futuna zur Verfügung stehen, die Namen der Projekte und die Höhe der geleisteten Finanzhilfe auflisten?

Meint die Kommission, daß sie auf die Resolutionen der UN-Generalversammlung, worin die Staaten und die zwischenstaatlichen Organisationen aufgefordert werden, sich entsprechend dem Motto der Dekade "Indigenous People: Partners in Action" für die Rechte und Interessen der auf ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet lebenden Ureinwohner einzusetzen, angemessen reagiert hat?

Antwort von Herrn Pinheiro im Namen der Kommission (30. Mai 1997)

Die Kommission verfolgt keine Politik, die mit ihren Programmen ausschließlich auf die Ureinwohner von Wallis und Futuna abzielt. Sie vertritt die Auffassung, daß der Entwicklungsprozeß der Bevölkerung im allgemeinen nutzen sollte. Im Rahmen des 6. und 7. Richtprogramms stellt sie zur Unterstützung der Politik der Regierung, die die Entwicklung des ländlichen Raums und die Diversifizierung der Wirtschaft verfolgt, Finanzhilfen in Höhe von 8,4 Mio. Ecu zur Verfügung. 34 % dieser Hilfe wird für laufende Projekte in den Bereichen Landwirtschaft und wirtschaftliche Infrastruktur gewährt, die die soziale und wirtschaftliche Stellung der Ureinwohner verbessern. Eine Aufstellung dieser Projekte wird dem Herrn Abgeordneten und dem Generalsekretariat des Parlaments direkt zugeleitet. Demzufolge ist die Kommission der Auffassung, daß sie angemessen auf die Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen reagiert hat.