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14.6.2021 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
C 228/8 |
Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 22. April 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Lietuvos vyriausiasis administracinis teismas — Litauen) — „Lifosa“ UAB/Muitinės departamentas prie Lietuvos Respublikos finansų ministerijos)
(Rechtssache C-75/20) (1)
(Vorlage zur Vorabentscheidung - Zollunion - Zollkodex der Gemeinschaften - Verordnung [EWG] Nr. 2913/92 - Art. 29 Abs. 1 - Art. 32 Abs. 1 Buchst. e Ziff. i - Zollkodex der Union - Verordnung [EU] Nr. 952/2013 - Art. 70 Abs. 1 - Art. 71 Abs. 1 Buchst. e Ziff. i - Ermittlung des Zollwerts - Transaktionswert - Berichtigung - Die Lieferung an die Grenze umfassender Preis)
(2021/C 228/10)
Verfahrenssprache: Litauisch
Vorlegendes Gericht
Lietuvos vyriausiasis administracinis teismas
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerin:„Lifosa“ UAB
Beklagter: Muitinės departamentas prie Lietuvos Respublikos finansų ministerijos
Beteiligte: Kauno teritorinė muitinė, „Transchema“ UAB
Tenor
Art. 29 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 Buchst. e Ziff. i der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates vom 12. Oktober 1992 zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften sowie Art. 70 Abs. 1 und Art. 71 Abs. 1 Buchst. e Ziff. i der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Oktober 2013 zur Festlegung des Zollkodex der Union sind dahin auszulegen, dass für die Ermittlung des Zollwerts eingeführter Waren dem Transaktionswert dieser Waren die dem Hersteller für die Beförderung dieser Waren bis zum Ort ihres Verbringens in das Zollgebiet der Europäischen Union tatsächlich entstandenen Kosten nicht hinzuzurechnen sind, wenn nach den vereinbarten Lieferbedingungen der Hersteller diese Kosten zu tragen hat, und zwar auch dann, wenn diese Kosten den vom Einführer tatsächlich gezahlten Preis übersteigen, sofern dieser Preis dem tatsächlichen Wert der Waren entspricht, was zu überprüfen Sachen des vorlegenden Gerichts ist.