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24.10.2009 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
C 256/3 |
Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 3. September 2009 — Papierfabrik August Koehler AG, Bolloré SA, Distribuidora Vizcaína de Papeles SL/Kommission der Europäischen Gemeinschaften
(Verbundenen Rechtssachen C-322/07 P, C-327/07 P und C-338/07 P) (1)
(Rechtsmittel - Kartelle - Markt für Selbstdurchschreibepapier - Fehlende Übereinstimmung zwischen der Mitteilung der Beschwerdepunkte und der streitigen Entscheidung - Verletzung der Verteidigungsrechte - Folgen - Verfälschung von Beweismitteln - Beteiligung an der Zuwiderhandlung - Dauer der Zuwiderhandlung - Verordnung Nr. 17 - Art. 15 Abs. 2 - Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbußen - Grundsatz der Gleichbehandlung - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit - Begründungspflicht - Angemessene Dauer des Verfahrens vor dem Gericht)
2009/C 256/04
Verfahrenssprache: Deutsch, Französisch, Spanisch
Verfahrensbeteiligte
Rechtsmittelführerinnen: Papierfabrik August Koehler AG (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte I. Brinker und S. Hirsbrunner sowie Professor J. Schwarze), Bolloré SA (Prozessbevollmächtigte: C. Momège und P. Gassenbach, avocats), Distribuidora Vizcaína de Papeles SL (Prozessbevollmächtigte: E. Pérez Medrano und T. Díaz Utrilla, abogados)
Andere Verfahrensbeteiligte: Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Prozessbevollmächtigte: F. Castillo de la Torre und W. Mölls als Bevollmächtigte im Beistand von Rechtsanwalt H.-J. Freund und N. Coutrelis, avocat,)
Gegenstand
Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz (fünfte Kammer) vom 26. April 2007, Bolloré u. a./Kommission (T-109/02, T-118/02, T-122/02, T-125/02, T-126/02, T-128/02, T-129/02, T-132/02 und T-136/02) — Kartell zur Festsetzung der Preise auf dem Sektor Selbstdurchschreibepapier — Verletzung der Verteidigungsrechte hinsichtlich der Beweise für die Teilnahme der Rechtsmittelführerin an der Zuwiderhandlung vor Oktober 1993 (fehlerhafte, unzureichende und widersprüchliche Beweise) — Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit hinsichtlich der Festsetzung der Höhe der Geldbuße (da die Rechtsmittelführerin ein kleines Familienunternehmen ist, das keinen Zugang zum Kapitalmarkt hat)
Tenor
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1. |
Das Urteil des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften vom 26. April 2007, Bolloré u. a./Kommission (T-109/02, T-118/02, T-122/02, T-125/02, T-126/02, T-128/02, T-129/02, T-132/02 und T-136/02), wird aufgehoben, soweit es die Bolloré SA betrifft. |
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2. |
Die Entscheidung 2004/337/EG der Kommission vom 20. Dezember 2001 in einem Verfahren nach Art. 81 EG-Vertrag und Art. 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/E-1/36.212 — Selbstdurchschreibepapier) wird für nichtig erklärt, soweit sie die Bolloré SA betrifft. |
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3. |
Die Rechtsmittel der Papierfabrik August Koehler AG und der Distribuidora Vizcaína de Papeles SL werden zurückgewiesen. |
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4. |
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften trägt die Kosten des ersten Rechtszugs und des Rechtsmittelverfahrens in der Rechtssache C-327/07 P. |
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5. |
Die Papierfabrik August Koehler AG und die Distribuidora Vizcaína de Papeles SL tragen die Kosten in den Rechtssachen C-322/07 P bzw. C-338/07 P. |