Brüssel, den 1.4.2025

COM(2025) 144 final

BERICHT DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN

über die Zwischenevaluierung des Europäischen Solidaritätskorps 2021-2027 und die abschließende Evaluierung des Europäischen Solidaritätskorps 2018-2020

{SWD(2025) 75 final}


Inhalt

1.    EINLEITUNG UND ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN ERGEBNISSE    

2.    ZWECK DES EVALUIERUNGSBERICHTS    

3.    DURCHFÜHRUNG    

Das Programm für das Europäische Solidaritätskorps 2018-2020

Das Programm für das Europäische Solidaritätskorps 2021-2027

4.    WICHTIGSTE EVALUIERUNGSERGEBNISSE    

4.1Relevanz, Kohärenz, Wirksamkeit und Effizienz – inwieweit war das Europäische Solidaritätskorps erfolgreich?

4.2EU-Mehrwert – inwiefern hat das Europäische Solidaritätskorps bisher etwas bewirkt und für wen?

5.    EMPFEHLUNGEN    

6.    KÜNFTIGE SCHRITTE    



1.EINLEITUNG UND ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN ERGEBNISSE

Das Europäische Solidaritätskorps ist ein EU-Programm, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt, zum Aufbau einer inklusiveren Gesellschaft beizutragen, schutzbedürftige Menschen zu unterstützen und auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren.

Das im Dezember 2016 ins Leben gerufene Europäische Solidaritätskorps besteht seit Oktober 2018 als eigenständiges EU-finanziertes Programm 1 . Seit 2022 werden im Rahmen des Programms auch Freiwilligenprojekte finanziert, mit denen humanitäre Hilfsmaßnahmen weltweit unterstützt werden.

Die vorliegenden Evaluierungen haben ergeben, dass das Europäische Solidaritätskorps den grundlegenden Bedürfnissen der europäischen Gesellschaft entspricht, insbesondere im Hinblick auf die Förderung der demokratischen Teilhabe sowie der Inklusion und Vielfalt. Mit dem Programm wird ein Gemeinschaftsgefühl gefördert, lokale Initiativen werden neu belebt und eine breitere globale Perspektive wird unterstützt. Teilhabe trägt zur Verbesserung der persönlichen und beruflichen Kompetenzen, der Lernfähigkeiten sowie des sozialen Bewusstseins und des Bürgersinns bei. Das Programm richtet sich an junge Menschen, die vor einer Vielzahl von Herausforderungen stehen, und schafft europaweite Netzwerke, die zum Aufbau langfristiger Partnerschaften und Beziehungen führen. Die Zufriedenheit der einzelnen Teilnehmenden mit dem Programm ist hoch, und die teilnehmenden Organisationen können die beruflichen Fertigkeiten ihrer Mitarbeitenden ausbauen und ihre organisatorische Wirksamkeit verbessern.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Evaluierung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

·Das Europäische Solidaritätskorps reagiert wirksam auf die sich wandelnden Bedürfnisse der europäischen Gesellschaft, indem es den sozialen Zusammenhalt, die individuelle Entwicklung und die Inklusion fördert.

·Das Programm kommt Einzelpersonen, Organisationen und Gemeinschaften zugute. Die Teilnehmenden entwickeln sich auf persönlicher und beruflicher Ebene weiter, was zu einer verstärkten Teilhabe am öffentlichen Leben führt. Organisationen profitieren von besseren Verfahren des Projektmanagements und der Inklusion, während Gemeinschaften einen stärkeren sozialen Zusammenhalt und ein ausgeprägteres interkulturelles Verständnis erfahren.

·Das Programm ist gut auf die Prioritäten der Kommission in den Bereichen demokratische Teilhabe, Inklusion, Vielfalt und ökologische Nachhaltigkeit abgestimmt.

·Trotz seiner bemerkenswerten Effizienz hat das Programm aufgrund der Inflation und der Unterstützung von Teilnehmenden mit geringeren Chancen mit Finanzierungsengpässen zu kämpfen, was deutlich macht, dass die Haushaltsmittel besser auf die Ziele des Programms abgestimmt werden müssen.

2. ZWECK DES EVALUIERUNGSBERICHTS 

Im Einklang mit Artikel 21 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2021/888 (im Folgenden „Verordnung“) hat die Europäische Kommission eine Zwischenevaluierung des laufenden Programms für das Europäische Solidaritätskorps und die abschließende Evaluierung des Programms für das Europäische Solidaritätskorps 2018-2020 durchgeführt. Diese Evaluierung wurde durch eine externe Studie, Konsultationen und Ergebnisse von Berichten der Mitgliedstaaten und der mit dem Programm assoziierten Drittländer flankiert (in diesen Berichten werden die Durchführung und die Auswirkungen des Programms beschrieben). Bei der Zwischenevaluierung werden die Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz, Kohärenz und der Mehrwert des Programms bewertet.

Die Evaluierung hat bestätigt, dass das Programm nach wie vor relevant ist, weil es Freiwilligentätigkeiten im Einklang mit den politischen Prioritäten der Kommission für den Zeitraum 2019-2024, darunter demokratische Teilhabe, Vielfalt, Inklusion und Nachhaltigkeit, bietet. Im Rahmen der Evaluierung wurden auch einige Bereiche ermittelt, in denen Verbesserungsbedarf besteht, darunter: (i) eine verbesserte Identifizierung von Menschen mit geringeren Chancen, um ihre Einbeziehung in das Programm zu erleichtern; (ii) eine bessere Ausrichtung der Programmfinanzierung auf die Ziele des Programms; (iii) die Verbesserung der IT- und Überwachungsinstrumente und (iv) eine genauere Erläuterung und Vermittlung des Zwecks des Aktionsbereichs „Humanitäre Hilfe“. In diesem Bericht werden die wichtigsten Ergebnisse der Evaluierung vorgestellt und Empfehlungen vorgeschlagen. Die beigefügte Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen enthält Einzelheiten zu den Ergebnissen, den Konsultationen und der Methodik.

Im Einklang mit der Verordnung wird die Kommission die Zwischen- und Abschlussevaluierung dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und dem Ausschuss der Regionen übermitteln.

3.DURCHFÜHRUNG

Das Programm für das Europäische Solidaritätskorps 2018-2020

Für das Programm des Europäischen Solidaritätskorps 2018-2020 waren 375,6 Mio. EUR für Freiwilligentätigkeiten, Solidaritätsprojekte, Praktika und Arbeitsstellen für junge Menschen vorgesehen. Bis Ende 2020 hatte das Programm neue Chancen für mehr als 35 000 junge Menschen geschaffen. Das Programm befasste sich mit horizontalen Prioritäten wie Inklusion und Klimawandel und unterstützte Projekte, an denen junge Menschen beteiligt waren.

Ergebnisse des Europäischen Solidaritätskorps 2018-2020

Beschreibung

2018

2019

2020

Geplant

Realisiert

Geplant

Realisiert

Geplant

Realisiert

Gesamtzahl der Teilnehmenden

17 000

4 412

34 700

16 709

40 300

22 346

Freiwilligenprojekte, Teilnehmende

8 400

2 694

24 600

11 735

28 900

14 009

Solidaritätsprojekte, Teilnehmende

5 400

1 057

6 200

4 447

7 300

7 196

Praktikums- und Arbeitsstellenprojekte, Teilnehmende

3 200

139

3 900

208

4 100

503

Freiwilligenteams in Bereichen mit hoher Priorität, Teilnehmende

—

522

—

319

—

638

Teilnehmende mit geringeren Chancen (%)

25 %

35 %

25 %

42 %

25 %

42 %

Das Programm für das Europäische Solidaritätskorps 2021-2027

Im Zeitraum 2021-2027, der durch den derzeitigen mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) abgedeckt ist, konzentriert sich das Europäische Solidaritätskorps noch stärker auf Freiwilligentätigkeiten und schlägt Freiwilligenprojekte im Bereich der humanitären Hilfe in Drittländern vor. Die Durchführung des Programms, das mit 1 009 Mio. EUR ausgestattet ist, verzögerte sich zwischen 2021 und 2022 aufgrund der späten Annahme der Verordnung im Mai 2021 und der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Infolgedessen wurden die in der Leistungserklärung zum Programm 2 festgelegten Leistungsziele im Jahr 2023 von 270 000 auf 185 000 Teilnehmende angepasst. Das Programm baute in den ersten Jahren auf den Errungenschaften des Vorgängerprogramms und auf der EU-Freiwilligeninitiative für humanitäre Hilfe auf.

Das erste Jahr des jüngsten MFR war schwierig und komplex. Neben mit der verspäteten Annahme der Verordnung und des Arbeitsprogramms des Programms sowie der COVID-19-Pandemie gab es 2022 aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Auswirkungen der steigenden Inflation unerwartete und außergewöhnliche Herausforderungen. Im Rahmen des Programms wurden rasch Flexibilitätsmaßnahmen eingeführt, um es zu ermöglichen, dass Projekte Teile ihrer Tätigkeiten auf freiwilliger Basis neu ausrichten, um die Ukraine und ihre Bevölkerung kurzfristig zu unterstützen. Der Inflation wurde ferner durch eine Anpassung der Einheitskosten begegnet.

Ergebnisse des Europäischen Solidaritätskorps 2021-2023

Beschreibung

2021

2022

2023

Geplant

Realisiert

Geplant

Realisiert

Geplant

Realisiert

Gesamtzahl der Teilnehmenden

25 000

18 112

27 223

25 147

25 606

20 403

Solidaritätsprojekte, Teilnehmende

9 000

5 164

9 700

7 418

9 100

3 813

Freiwilligenprojekte, Teilnehmende

15 000

11 648

16 200

16 016

15 200

14 404

Freiwilligenteams in Bereichen mit hoher Priorität, Teilnehmende

1 000

1 300

1 000

1 384

1 000

1 837

Freiwilligentätigkeit im Bereich der humanitären Hilfe, Teilnehmende

0

0

323

329

306

349

Teilnehmende mit geringeren Chancen (%)

34 %

35 %

30 %

35 %

30 %

40 %

Organisationen, die ein Qualitätssiegel für Freiwilligentätigkeiten im Rahmen solidarischer Tätigkeiten erhalten haben

2 000

2 178

2 100

504

390

258

Organisationen, die ein Qualitätssiegel für Freiwilligentätigkeiten im Bereich der humanitären Hilfe erhalten haben

—

100

100

40

40

30

4.WICHTIGSTE EVALUIERUNGSERGEBNISSE

Auf der Grundlage der Leitlinien der Kommission für eine bessere Rechtsetzung 3  stützt sich die Evaluierung auf die Ergebnisse einer externen Studie. Erfasst werden der Zeitraum von 2018-2020 für das vorangegangene Programm und der Zeitraum von 2021-2023 für das laufende Programm. Die Evaluierung zeigt eine insgesamt positive Bewertung über alle Evaluierungskriterien hinweg und unterstützt die fortgesetzte Durchführung des Europäischen Solidaritätskorps.

4.1Relevanz, Kohärenz, Wirksamkeit und Effizienz – inwieweit war das Europäische Solidaritätskorps erfolgreich?

Relevanz

Das Europäische Solidaritätskorps ist für die sich wandelnden Bedürfnisse der europäischen Gesellschaft von hoher Relevanz. Mit dem Programm wird eine Vielzahl von Möglichkeiten der Freiwilligentätigkeit gefördert, die mit den politischen Prioritäten der Kommission für den Zeitraum 2019-2024 in Einklang stehen, z. B. demokratische Teilhabe, Inklusion, Vielfalt und Nachhaltigkeit.

Das Programm stellt auch die Entschlossenheit unter Beweis, die Prioritäten an drängende gesellschaftliche Bedürfnisse anzupassen, wie die rasche Reaktion auf die COVID-19-Pandemie und andere Krisen gezeigt hat. Es besteht jedoch Verbesserungsbedarf im Hinblick auf eine ausgewogene geografische Verteilung der Teilnehmenden und eine stärkere Einbeziehung junger Menschen mit geringeren Chancen.

Relevanz der horizontalen Prioritäten des Europäischen Solidaritätskorps nach Teilnehmenden

Quelle: Umfrage unter einzelnen Teilnehmenden. Frage 102: „Das Europäische Solidaritätskorps hat mehrere Prioritäten. Inwieweit entsprechen diese Ihrer Ansicht nach den Bedürfnissen und Erwartungen der Gesellschaft?“

Relevanz

Allgemeine Feststellungen

·Die Ziele und Prioritäten des Europäischen Solidaritätskorps sind relevant, um den sozialen Zusammenhalt und die individuelle Entwicklung junger Menschen zu fördern.

·Das Programm ist aufgrund seiner unterschiedlichen Formate und Themen von hoher Relevanz, weil es lokalen gesellschaftlichen Bedürfnissen Rechnung trägt und maßgeschneiderte Projekte ermöglicht.

Feststellungen zum Programm 2021-2027

·Das Europäische Solidaritätskorps hat gezeigt, dass es sich anpassen kann, um neuen gesellschaftlichen Bedürfnissen wie den Folgen häufigerer und schwerwiegenderer klimabedingter Gefahren und anderer Katastrophen gerecht zu werden.

·Seine Relevanz zeigt sich auch durch die hohe Zufriedenheit der einzelnen Teilnehmenden.

·Es trägt den grundlegenden Bedürfnissen der europäischen Gesellschaft Rechnung, insbesondere im Hinblick auf die Förderung der Teilhabe am demokratischen Leben sowie der Inklusion und Vielfalt.

·Das Programm könnte den Bedürfnissen von Teilnehmenden unterschiedlicher Herkunft oder in bestimmten Situationen (z. B. Leben mit einer Behinderung) besser gerecht werden, wenn junge Menschen mit geringeren Chancen besser identifiziert und ihre gezielte Unterstützung verbessert würde.

Kohärenz

Es hat sich gezeigt, dass das Europäische Solidaritätskorps eine starke interne und externe Kohärenz (oder Konsistenz) mit den strategischen Prioritäten der EU aufweist, insbesondere in Bezug auf das Engagement junger Menschen und die Integration anderer politischer Initiativen der EU.

Das Programm ergänzt EU-Programme wie Erasmus+, doch sind die tatsächlichen Synergien in gewisser Weise begrenzt, was darauf hindeutet, dass stärker strukturierte Anstrengungen erforderlich sind. Eine mögliche Integration des Europäischen Solidaritätskorps in Erasmus+ könnte sowohl Chancen als auch Herausforderungen bieten. Die Integration könnte zwar die Verwaltungseffizienz und die Ressourcenflexibilität erhöhen, es gibt jedoch Bedenken, dass sie den einzigartigen Schwerpunkt des Europäischen Solidaritätskorps, der auf Freiwilligentätigkeit und Solidarität liegt, verwässern und seine grundlegenden Werte und Wirkung schwächen könnte.

Extern ist das Europäische Solidaritätskorps gut auf andere politische Initiativen der EU abgestimmt, insbesondere auf Initiativen zur Verbesserung der Teilhabe junger Menschen und des demokratischen Engagements. Die Vorteile dieser Abstimmung könnten durch die Einrichtung einer strukturierten Zusammenarbeit mit Beginn des nächsten Programms weiter verbessert werden. Darüber hinaus könnte das Programm angesichts des beruflichen Nutzens für schutzbedürftige junge Menschen besser mit den Beschäftigungsinitiativen der EU für junge Menschen verknüpft werden.

Kohärenz

Feststellungen zum Programm 2018-2020

·Das Programm ergänzte die EU-Maßnahmen und diente als zentrale Anlaufstelle für solidarische Tätigkeiten.

·Insgesamt ergänzte es andere EU-Programme, insbesondere Erasmus+.

·Der Aktionsbereich „Beschäftigung“ hat sich nicht als Alternative zu anderen Tätigkeiten herausgebildet, wodurch seine Möglichkeit, das übrige Programm zu ergänzen, eingeschränkt war.

·Das Programm hob sich dadurch von anderen Programmen ab, dass inländische Tätigkeiten und Gruppenprojekte angeboten wurden.

Feststellungen zum Programm 2021-2027

·Bei den Arten von Maßnahmen, die direkt von der Kommission und indirekt von den nationalen Agenturen verwaltet werden, wurden keine spezifischen Unstimmigkeiten festgestellt.

·Die Optimierung der Freiwilligentätigkeit im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps hat die Kohärenz des Programms verbessert.

·Die Integration des Programms in Erasmus+ mag zwar kosteneffizient erscheinen, könnte jedoch zu Hindernissen für die Teilnahme führen und die besondere Ausrichtung, die gezielte Reichweite und die Wirkung des Programms schwächen.

·Das Programm ergänzt in hohem Maße den Jugendaktionsplan für das auswärtige Handeln der EU für den Zeitraum 2022-2027 und die umfassenderen strategischen Prioritäten der Kommission für 2019-2024.

·Insgesamt ergänzt das Programm andere EU-Programme, insbesondere Erasmus+ und Horizont Europa, doch könnten noch weitere Synergien entwickelt werden.

Wirksamkeit

Das Europäische Solidaritätskorps stärkt den sozialen Zusammenhalt und das interkulturelle Verständnis und befasst sich mit lokalen Herausforderungen, insbesondere in Gebieten mit rückläufiger lokaler Freiwilligentätigkeit. Das Programm fördert erfolgreich das Engagement innerhalb der Gemeinschaft, die Entwicklung von Führungskompetenzen und kooperative Organisationsnetze. Die Einbeziehung internationaler Freiwilliger war in abgelegenen oder sozioökonomisch benachteiligten Gebieten von entscheidender Bedeutung, aber das Programm stand bei der Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse dieser Gebiete vor einigen organisatorischen Herausforderungen. Zu den wichtigsten Auswirkungen auf Gemeinschaften gehören:

oBewältigung lokaler Herausforderungen, indem Lücken bei Freiwilligentätigkeiten geschlossen und die Lebensqualität verbessert wird, insbesondere in ländlichen und sozioökonomisch benachteiligten Gebieten. Die Einbeziehung internationaler Freiwilliger ist in diesen Regionen von entscheidender Bedeutung, da sie den Gemeinschaftssinn fördert und spezifischen lokalen Bedürfnissen Rechnung trägt;

oVerbesserung der Entwicklung von Gemeinschaften durch Stärkung des sozialen Zusammenhalts und des interkulturellen Verständnisses innerhalb der Gemeinschaft. Das Programm stand jedoch vor Herausforderungen in abgelegenen Gebieten.

Das Programm hat seine Ziele für Teilnehmende mit geringeren Chancen konsequent erreicht 4 (34 % im Jahr 2021 und 30 % jedes Jahr seit 2022). Der derzeitige Weg zur Identifizierung dieser Teilnehmenden macht es jedoch schwierig, die Ergebnisse des Programms in diesem Bereich zu bewerten.

Im Aktionsbereich „Humanitäre Hilfe“ ist das Interesse im Vergleich zu der EU-Freiwilligeninitiative für humanitäre Hilfe erheblich gestiegen. Bis Mai 2023 gingen mehr als 42 000 Interessenbekundungen ein, was auf einen erfolgreichen Start mit hoher Sichtbarkeit hindeutet. Bis Ende 2023 waren es insgesamt fast 104 000 Interessenbekundungen, was weit über dem ursprünglichen Ziel von 1 955 Einsätzen für den gesamten Programmplanungszeitraum 2021-2027 lag. Dies legt nahe, dass der derzeitige Haushalt des Aktionsbereichs nicht ausreicht, um dieser hohen Nachfrage gerecht zu werden.

Wirksamkeit

Allgemeine Feststellungen

·Die Organisationen erkennen Verbesserungen bei der Projektplanung, -durchführung und -berichterstattung und weisen auf die Auswirkungen des Qualitätssiegels des Europäischen Solidaritätskorps auf ihre künftige Mittelbeschaffung und Projektdurchführung hin.

·Mit dem Programm wird ein Gemeinschaftsgefühl gefördert, lokale Initiativen werden neu belebt und eine breitere globale Perspektive wird unterstützt.

·Die Teilhabe trägt zu starken Ergebnissen auf individueller Ebene bei, z. B. zur Verbesserung der persönlichen und beruflichen Kompetenzen, der Lernfähigkeiten sowie des sozialen Bewusstseins und des Bürgersinns.

Feststellungen zum Programm 2018-2020

·Das Europäische Solidaritätskorps sah sich vor regulatorische und pandemiebedingte Herausforderungen gestellt; die Zahl der Teilnehmenden, die in Mobilitätsmaßnahmen eingebunden sind, wurde allmählich gesteigert, bleibt aber hinter den gesteckten Zielen zurück.

Feststellungen zum Programm 2021-2027

·Das Programm schafft in all seinen Zielgruppen – Einzelpersonen, Organisationen und Gemeinschaften – einen Kreislauf von Vorteilen.

·Organisationen sind in Bezug auf die Arbeit mit Freiwilligen mit geringeren Chancen herausgefordert, was zeigt, wie notwendig ein kontinuierlicher Kapazitätsaufbau und eine kontinuierliche Programmunterstützung sind.

Effizienz

Die Kostenwirksamkeit des Programms hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Zeitraum verbessert. Es gibt jedoch bei der Kostenwirksamkeit deutliche Unterschiede zwischen den Programmmaßnahmen, was darauf hindeutet, dass gezielte Finanzstrategien die Effizienz in einigen Bereichen steigern könnten. 

Angesichts der Ambitionen und Ziele des Programms hat sich die Finanzierung als sehr begrenzt herausgestellt. Trotz einer höheren jährlichen Mittelausstattung als im Zeitraum 2018-2020 (22 %) hat die Inflation das Erreichen der Ziele des Programms erschwert. Daher müssen die Mittelzuweisungen auf die tatsächlichen Bedürfnisse junger Menschen und das Bestreben, Solidarität zu fördern, abgestimmt werden. Hinzu kommt die hohe Nachfrage nach dem Programm. Im Vergleich zum Programmplanungszeitraum 2018-2020 ist es gelungen, das derzeitige Programm in Bezug auf die Teilnehmerkosten etwa doppelt so kostenwirksam zu gestalten, mit Kosten von 4 054 EUR pro Teilnehmenden bei inflationsbedingter Anpassung.

Darüber hinaus verwenden einige Länder nicht alle geplanten Mittel, was sich auf die Gesamtleistung des Programms auswirkt. Im Gegensatz dazu dürfen Länder, in denen eine höhere Nachfrage besteht, nicht mehr als 100 % ihrer zugewiesenen Mittel verwenden.

Bei der Messung und Überwachung wurden erhebliche Verbesserungen erzielt. Dennoch bestehen nach wie vor Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die neuen IT-Tools, die den Bedürfnissen der Nutzer nicht vollständig gerecht wurden. Darüber hinaus muss die praktische Anwendung der Leistungsindikatoren verfeinert werden, um die Wirkung des Programms in vollem Umfang zu erfassen. Die geografische Ausgewogenheit der Beteiligung und die Verteilung der Vorteile auf die teilnehmenden Länder zu überwachen, ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung.

Effizienz

Feststellungen zum Programm 2018-2020

·Die Mittel wurden angesichts der Ausschöpfungsquote von 79,4 % als angemessen erachtet. Die geringe Inanspruchnahme der Mittel für Zahlungen ist kein Indikator für eine übermäßige Mittelausstattung, sondern für unflexible Mittelzuweisungen und Verzerrungen aufgrund der COVID-19-Krise.

·Der Verwaltungsaufwand war nach Ansicht der meisten Interessenträger angemessen.

·Die Programmverwaltung wurde als mäßig effizient angesehen, wobei einige Kritik an den IT-Tools bestand.

Feststellungen zum Programm 2021-2027

·Wenngleich viele Teilnehmende und Organisationen den Verwaltungsaufwand für überschaubar hielten, können die Verfahren weiter vereinfacht werden.

·Die Programmverwaltung und -durchführung waren insgesamt effizient. Durch ein flexibles Programmmanagement wurden die Auswirkungen externer Erschütterungen wie der COVID-19-Pandemie und der russischen Invasion der Ukraine abgemildert.

·Die Programmfinanzierung war im Vergleich zu den Bedürfnissen und Zielen des Programms insgesamt zu niedrig, was durch Faktoren wie den Inflationsdruck noch verstärkt wurde.

·Die Benutzerfreundlichkeit und die Funktionen der IT-Tools bedürfen trotz kontinuierlicher Verbesserung weiterer Aufmerksamkeit.

4.2EU-Mehrwert – inwiefern hat das Europäische Solidaritätskorps bisher etwas bewirkt und für wen?

Für mehr als die Hälfte der Organisationen und Teilnehmenden ist das Europäische Solidaritätskorps die einzige Möglichkeit für Freiwilligentätigkeiten und solidarische Tätigkeiten (siehe nachstehendes Diagramm).

Quelle: Öffentliche Konsultation

Teilnehmende Organisationen und Einzelpersonen erweitern ihren Fokus über lokale Fragen hinaus und erkennen, inwiefern ihre Bemühungen zum breiteren europäischen Umfeld beitragen. Darüber hinaus wirkt sich die positive Einstellung zur EU eindeutig auf die beteiligten Gemeinschaften und gesellschaftlichen Gruppen aus.

Stärkung der Demokratie und der aktiven Bürgerschaft

Das Programm spielt dank seines starken internationalen Netzwerks, das sich von nationalen Behörden über gesellschaftliche Organisationen bis hin zu der Gemeinschaft und Einzelpersonen erstreckt, eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung von gegen die EU gerichteten und antidemokratischen Stimmungen.

Der Zusammenhang zwischen Freiwilligentätigkeiten und einem breiteren gesellschaftlichen, politischen und bürgerschaftlichen Engagement ist weithin anerkannt. Das Programm fördert eine breitere gesellschaftliche Teilhabe, da junge Menschen, die sich solidarische Zwecke engagieren, tendenziell ein großes Interesse an Gesellschaft und Politik entwickeln.

Befähigung junger Menschen

Dank der Beiträge des Programms zu Zielen wie der Stärkung der Demokratie, der aktiven Bürgerschaft, der Solidarität sowie der persönlichen und beruflichen Entwicklung trägt das Europäische Solidaritätskorps zur Befähigung junger Menschen bei, indem es viele Vorteile über Landesgrenzen hinaus bietet. Das Programm stärkt die europäische Identität und fördert die Unterstützung europäischer Werte wie Demokratie und Menschenrechte. 

Mit dem Programm werden umfangreiche europaweite Netzwerke geschaffen, die langfristige Partnerschaften fördern, was wiederum den Wissensaustausch und Kooperationsinitiativen in ganz Europa und darüber hinaus erleichtert.

Erleichterung des Übergangs von der Ausbildung ins Erwerbsleben

Das Europäische Solidaritätskorps geht über seine erwartete Wirkung hinaus, indem es jungen Menschen hilft, die trotz ihres Bildungserfolgs Hindernissen in Bezug auf eine Beschäftigung begegnen. Das Programm spricht Berufsanfänger an, die akademisches Studium und berufliche Praxis verbinden möchten, um ihre Kompetenzen zu verbessern und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Wenngleich dies kein direktes Ziel des Programms ist, trägt das Europäische Solidaritätskorps so zur Schließung der Kluft zwischen Bildung und Beschäftigung junger Menschen bei.

EU-Mehrwert

Allgemeine Feststellungen

·Das Europäische Solidaritätskorps pflegt unter seinen Teilnehmenden ein Gefühl der europäischen Identität und unterstützt die europäischen Werte.

Feststellungen zum Programm 2018-2020

·Das Programm förderte die aktive Teilhabe am öffentlichen Leben und erleichterte die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden in einem Umfang, der nicht durch nationale Anstrengungen erreicht werden kann.

·Der Übergang vom Europäischen Freiwilligendienst zum Europäischen Solidaritätskorps hat den EU-Mehrwert gestärkt, indem eine zentrale Anlaufstelle für solidarische Tätigkeiten geschaffen wurde.

·Durch die Ausweitung des Anwendungsbereichs, die Verbesserung der Flexibilität und die Stärkung der Inklusionsziele war das Europäische Solidaritätskorps besser aufgestellt als der Europäische Freiwilligendienst, um den Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden.

·Das Programm bot eine bessere internationale Vernetzung und Zusammenarbeit, was durch nationale Freiwilligeninitiativen schwer zu erreichen war.

Feststellungen zum Programm 2021-2027

·Das Europäische Solidaritätskorps ist eine machtvolle Initiative zur Stärkung der Handlungskompetenz junger Menschen mit einer einzigartigen Kombination von Möglichkeiten, sich zu engagieren.

·Das Programm richtet sich an junge Menschen, die vor einer Vielzahl von Herausforderungen stehen.

·Teilnehmende Organisationen können die beruflichen Fertigkeiten ihrer Mitarbeitenden ausbauen und ihre organisatorische Effektivität verbessern.

·Die Qualitätsstandards des Programms, einschließlich des Qualitätssiegels des Europäischen Solidaritätskorps, unterscheiden es von anderen Programmen, die möglicherweise nicht das gleiche Maß an Kohärenz oder Umfang bei der Qualitätssicherung bieten.

·Das Programm ist einzigartig bei der Schaffung europaweiter Netzwerke und führt zum Aufbau langfristiger Partnerschaften und Beziehungen.

5.EMPFEHLUNGEN

Einbeziehung junger Menschen mit geringeren Chancen

Die derzeitige Methode zum Monitoring von Menschen mit geringeren Chancen beruht entweder auf der Berichterstattung von Organisationen und nationalen Agenturen über Freiwilligenaktionen oder auf der Selbstberichterstattung im Rahmen der Solidaritätsprojekte, was zu Unstimmigkeiten führt.

Empfehlungen: 

·Weitere Klarstellung, wie die Definition des Begriffs „junge Menschen mit geringeren Chancen“ auszulegen ist;

·umfassenderes Bekanntmachen der Umsetzungsleitlinien – der Strategie des Programms Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps für Inklusion und Vielfalt 5 ;

·Umsetzung von Strategien zur besseren Identifizierung von Menschen mit geringeren Chancen, bevor diese an Projekten teilnehmen;

·Schaffung von mehr Möglichkeiten für den Aufbau von Kapazitäten in Organisationen unter Einbeziehung von situationsbezogenen Beispielen und Übungen, um Teilnehmende mit geringeren Chancen besser zu identifizieren und zu integrieren;

·Einbeziehung von Beauftragten der nationalen Agenturen für Inklusion und Vielfalt in die Organisation dieser Übungen, um sicherzustellen, dass diese mit den Zielen der Strategie für Inklusion und Vielfalt in Einklang stehen.

Unterschiede bei der geografischen Verteilung der Ergebnisse und Auswirkungen

Eine bessere Überwachung der geografischen Verteilung des Programms ist erforderlich, um die Verteilung der Vorteile des Programms genau zu bewerten und das Solidaritätsziel des Programms zu verwirklichen.

Empfehlungen:

·Weitere Verbesserung der Überwachungsmechanismen, um festzustellen, wo Freiwilligentätigkeiten stattfinden;

·wenn geografische Ungleichgewichte festgestellt werden: Anregen von Organisationen aus unterrepräsentierten Regionen zur Teilnahme.

Verbesserung der Visaregelung für Nicht-EU-Bürger/innen

Freiwillige und Organisationen weisen auf anhaltende Probleme im Zusammenhang mit der Visaregelung für Nicht-EU-Bürger/innen hin.

Empfehlungen:

·Stärkung der Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Stellen, um das Verfahren für die Ausstellung von Visa für Teilnehmende aus Drittländern zu optimieren;

·enge Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/801 über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zu Forschungs- oder Studienzwecken, zur Teilnahme an einem Freiwilligendienst, Schüleraustauschprogrammen oder Bildungsvorhaben und zur Ausübung einer Au-pair-Tätigkeit 6 im Einklang mit der Empfehlung des Rates über die Mobilität junger Freiwilliger (2022/C157/01) 7 zur Mobilität junger Freiwilliger innerhalb der Europäischen Union.

Abstimmung der Finanzierung auf die Ziele

Die Finanzierung des Europäischen Solidaritätskorps ähnelt der Ausstattung eines Pilotprogramms und ist zu niedrig, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Empfehlungen:

·Für die Zukunft – unbeschadet der Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen – eine bessere Abstimmung des Gesamthaushalts auf die Ziele des Programms in Erwägung ziehen;

·die Planung einer jährlichen Mittelaufstockung statt eines Pauschalbudgets erwägen, um das Programm widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Erschütterungen zu machen;

·jährliche Neubewertung der Eignung der Einheitskosten, damit das Programm den Bedürfnissen der Organisationen und Teilnehmenden gerecht werden kann, ohne die Qualität der Projekte zu beeinträchtigen;

·bei der Festlegung des künftigen Programms gemeinsam mit den teilnehmenden Ländern die Möglichkeit prüfen, die Kriterien für die Mittelzuweisung neu zu kalibrieren;

·bessere Integration des Programms in andere politische Initiativen: Freiwillige könnten beispielsweise mehr von Initiativen profitieren, die darauf abzielen, berufliche Übergänge und die Bedürfnisse junger Menschen, die sich weder in Bildung noch in Beschäftigung oder Ausbildung befinden (NEET), und anderer schutzbedürftiger junger Menschen zu unterstützen;

·Maximierung und Weiterentwicklung von Synergien mit anderen Programmen, um bestehende Finanzmittel optimal zu nutzen und gemeinsame Ziele zu erreichen.

Stärkung der IT-Instrumente

Nicht nutzerfreundliche oder unzuverlässige IT-Tools stellen ein Hindernis für die effiziente Durchführung des Programms dar und bergen Risiken wie Datenverlust und verspätete Berichterstattung.

Empfehlungen: 

·Umfassende Nutzertests mit einer Vielzahl von Endnutzern durchführen, um Probleme in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit zu erkennen und sicherzustellen, dass die IT-Tools den Bedürfnissen aller Interessenträger entsprechen;

·die IT-Instrumente und IT-Formulare, die von Organisationen bei der Beantragung von Fördermitteln verwendet werden, weiter vereinfachen;

·sicherstellen, dass Notfallpläne vorhanden sind, um die Integrität und Kontinuität der Daten zu wahren, wenn die Instrumente zur Berichterstattung nicht verfügbar sind.  

Anpassung des Aktionsbereichs „Humanitäre Hilfe“

Es besteht Spielraum für Verbesserungen im Hinblick darauf, den Zweck des Aktionsbereichs „Humanitäre Hilfe“ gegenüber den Interessenträgern klarer zu fassen und zu kommunizieren, um ihre Erwartungen besser erfüllen zu können. Darüber hinaus verliert das Programm durch die höhere Altersgrenze für den Aktionsbereich – 35 Jahre gegenüber 30 Jahren für andere Freiwilligentätigkeiten und solidarische Tätigkeiten des Programms – an Kohärenz und wirkt auf Interessenträger verwirrend.

Empfehlungen:

·Den teilnehmenden Organisationen klar vermitteln, dass das Ziel des Aktionsbereichs darin besteht, Freiwilligen, von denen nicht erwartet werden sollte, dass sie über berufliche Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, individuelle Mobilität und Lernerfahrung zu bieten;

·erwägen, die Altersgrenze des Aktionsbereichs „Humanitäre Hilfe“ an den Rest des Programms anzugleichen, da die Nachfrage von Menschen zwischen 30 und 35 Jahren nicht hoch ist (nur 3 % der im Rahmen des Aktionsbereichs insgesamt registrierten Personen).

6.KÜNFTIGE SCHRITTE

Die Ergebnisse der Evaluierung bestätigen, dass das Europäische Solidaritätskorps eine wesentliche Rolle spielt und in einigen Ländern die einzige Alternative für Freiwilligentätigkeit und Solidarität ist. Zwar wurde eine Reihe von Bereichen ermittelt, in denen Verbesserungsbedarf besteht, doch die Gesamtbewertung anhand der fünf Kriterien (Relevanz, Effizienz, Wirksamkeit, Kohärenz, EU-Mehrwert) ist positiv und bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung der Durchführung des Programms im Rahmen des MFR 2021-2027 und den Beginn von Überlegungen für das künftige Programm im Rahmen des MFR 2028-2034.

(1)

 Verordnung (EU) 2018/1475 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2. Oktober 2018 zur Festlegung des rechtlichen Rahmens des Europäischen Solidaritätskorps.

(2)

 EU (2024), Leistung des Europäischen Solidaritätskorps, https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/eu-budget/performance-and-reporting/programme-performance-statements/european-solidarity-corps-performance_en#mff-2014-2020--european-solidarity-corps. 

(3)

  https://ec.europa.eu/info/law/law-making-process/planning-and-proposing-law/better-regulation-why-and-how/better-regulation-guidelines-and-toolbox_de .

(4)

Siehe vollständige Definition des Begriffs „junge Menschen mit geringeren Chancen“ in Artikel 2 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2021/888 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2021 zur Aufstellung des Programms für das Europäische Solidaritätskorps.

(5)

      https://erasmus-plus.ec.europa.eu/sites/default/files/2021-12/implementation-inclusion-diversity_apr21_de.pdf .

(6)

     ABl. L 132, 2016/801, 21.5.2016, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ%3AJOL_2016_132_R_0002 .

(7)

     ABl. C, 2022/C157/01, 11.4.2022, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32022H0411(01) .