3.7.2014   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 207/2


Mitteilung der Kommission im Rahmen der Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 813/2013 der Kommission zur Durchführung der Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Raumheizgeräten und Kombiheizgeräten und der delegierten Verordnung (EU) Nr. 811/2013 der Kommission zur Ergänzung der Richtlinie 2010/30/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Energiekennzeichnung von Raumheizgeräten, Kombiheizgeräten, Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen sowie von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen

(2014/C 207/02)

1.   Veröffentlichung von Titeln und Fundstellen vorläufiger Mess- und Berechnungsmethoden (1) zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 813/2013, insbesondere der Anhänge III und IV, und der Verordnung (EU) Nr. 811/2013, insbesondere der Anhänge VII und VIII.

2.   In Kursivschrift angegebene Parameter werden in der Verordnung (EU) Nr. 813/2013 und der Verordnu ng (EU) Nr. 811/2013 bestimmt.

3.   Fundstellen

Parameter

Organisation

Fundstelle/Titel

Anmerkungen

Mit gasförmigen Brennstoffen betriebene Raumheizgeräte mit Heizkessel und mit gasförmigen Brennstoffen betriebene Kombiheizgeräte mit Heizkessel

η, P, Bauarten, Pstby , Pign

CEN

EN 15502-1:2012 Heizkessel für gasförmige Brennstoffe – Teil 1: Allgemeine Anforderungen und Prüfungen

EN 15502-1:2012 soll EN 297, EN 483, EN 677, EN 656, EN 13836 und EN 15420 ersetzen.

Nutzwärmeerzeugung bei Nennwärmeleistung P4 und Brennstoff-Wirkungsgrad bei Nennwärmeleistung η4 bei 80/60 °C

CEN

§ 3.1.6 Nennleistung (Definition, Symbol Pn);

§ 3.1.5.7 Wirkungsgrad (Definition, Symbol ηu)

§ 9.2.2 (Prüfung)

Alle Werte des Wirkungsgrads beziehen sich auf den Brennwert (GCV).

Bauarten, Definitionen

CEN

§ 3.1.10. Bauarten von Kesseln mit Definition der Begriffe „Kombinationskessel“, „Niedertemperaturkessel“ und „Brennwertkessel“.

§ 8.15. Kondensatbildung (Anforderungen und Prüfung)

 

Nutzwärmeerzeugung bei 30 % der Nennwärmeleistung P1 und Brennstoff-Wirkungsgrad bei 30 % der Nennwärmeleistung η1 bei Teilwärmezufuhr und Niedertemperaturbetrieb

CEN

§ 3.1.5.7. Wirkungsgrad (Definition, Symbol ηu)

§ 9.3.2. Wirkungsgrad bei Teillast, Prüfungen

1)

Die Prüfungen werden bei 30 % der Nennwärmezufuhr und nicht bei kontinuierlicher Mindestwärmezufuhr durchgeführt.

2)

Die Prüfungs-Rücklauftemperaturen betragen 30 °C (Brennwertkessel), 37 °C (Niedertemperaturkessel) bzw. 50 °C (Standardkessel).

Gemäß prEN 15502-1:2013

ist η4 der nutzbare Wirkungsgrad bei Nennwärmebelastung bzw. (bei Geräten mit Einstellbereich) beim arithmetischen Mittel der Höchst- und Mindestwärmebelastung;

ist η1 der nutzbare Wirkungsgrad bei 30 % der Nennwärmebelastung bzw. (bei Geräten mit Einstellbereich) bei 30 % des arithmetischen Mittels der Höchst- und Mindestwärmebelastung.

Wärmeverlust im Bereitschaftszustand Pstby

CEN

§ 9.3.2.3.1.3 Wärmeverluste im Bereitschaftszustand (Prüfung)

 

Energieverbrauch der Zündflamme Pign

CEN

§ 9.3.2 Tabellen 6 und 7: Q3 = Zündflamme

Für Zündflammen, die bei abgeschaltetem Hauptbrenner brennen.

Stickoxidemissionen (NO X)

CEN

EN 15502-1:2012

§ 8.13. NOX (Klassifikation, Prüf- und Berechnungsmethoden)

Die NOX-Emissionswerte beziehen sich auf den Brennwert.

Mit flüssigen Brennstoffen betriebene Raumheizgeräte mit Heizkessel und mit flüssigen Brennstoffen betriebene Kombiheizgeräte mit Heizkessel

Allgemeine Prüfbedingungen

 

EN 304:1992; A1:1998; A2:2003; Heizkessel – Prüfregeln für Heizkessel mit Ölzerstäubungsbrennern;

Abschnitt 5 („Prüfungen“)

 

Wärmeverlust im Bereitschaftszustand Pstby

CEN

EN 304 wie oben;

§ 5.7 Ermittlung des Wärmeverlusts im Bereitschaftszustand

Pstby =q × (P4/η4); „q“ ist in EN 304 definiert.

Die in EN304 beschriebene Prüfung wird mit Δ30K durchgeführt.

Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad im Betriebszustand ηson mit Prüfergebnissen für die Nutzwärmeerzeugung P

CEN

Bei Brennwertkesseln:

EN 15034:2006 Heizkessel – Öl-Brennwertkessel; § 5.6 Wirkungsgrad

EN 15034:2006 bezieht sich auf Öl-Brennwertkessel.

 

 

Bei Standard- und Niedertemperaturkesseln:

EN 304:1992; A1:1998; A2:2003; Heizkessel – Prüfregeln für Heizkessel mit Ölzerstäubungsbrennern;

Abschnitt 5 („Prüfungen“)

Auf Kessel mit Gebläsebrenner finden ähnliche Abschnitte in EN 303-1, EN 303-2 und EN 303-4 Anwendung. Für atmosphärische, nicht durch ein Gebläse unterstützte Brenner gilt EN 1:1998.

Die Prüfbedingungen (Leistungs- und Temperatureinstellungen) für η1 und η4 sind dieselben wie bei Kesseln für gasförmige Brennstoffe.

Stickoxidemissionen (NOX )

CEN

EN 267:2009+A1:2011

Automatische Brenner mit Gebläse für flüssige Brennstoffe;

§ 4.8.5. Emissionsgrenzwerte für NOX und CO;

§ 5. Prüfung. ANHANG B. Emissionsmessungen und Korrekturen

Die NOX-Emissionswerte beziehen sich auf den Brennwert.

Es wird ein Referenz-Stickstoffgehalt des Brennstoffs von 140mg/kg angewandt. Wird ein anderer Stickstoffgehalt gemessen, wird außer bei Kerosinöl folgende Korrekturformel angewandt:

Formula

NOX(EN 267) ist der Wert NOX, angepasst an die Referenz-Stickstoffbedingungen des gewählten Öls von 140 mg/kg;

NOXref ist der gemessene NOX-Wert gemäß Anhang B.2;

Nmeas ist der gemessene Wert des Stickstoffgehalts des Öls in mg/kg;

Nref = 140 mg/kg.

Bei der Prüfung der Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm wird der Wert NOX(EN 267) angewandt.

Elektrische Raumheizgeräte mit Heizkessel und elektrische Kombiheizgeräte mit Heizkessel

Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs von elektrischen Raumheizgeräten mit Heizkessel und von elektrischen Kombiheizgeräten mit Heizkessel

Europäische Kommission

Nummer 4 dieser Mitteilung

Weitere Elemente der Messungen und Berechnungen in Bezug auf den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Raumheizgeräten mit Heizkessel, Kombiheizgeräten mit Heizkessel und Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung

Raumheizgeräte mit Kraft-Wärme-Kopplung

Nutzwärmeerzeugung bei Nennwärmeleistung des Raumheizgeräts mit Kraft-Wärme-Kopplung bei abgeschaltetem Zusatzheizgerät PCHP100+Sup0 , Nutzwärmeerzeugung bei Nennwärmeleistung des Raumheizgeräts mit Kraft-Wärme-Kopplung bei eingeschaltetem Zusatzheizgerät PCHP100+Sup100 ,

Brennstoff-Wirkungsgrad bei Nennwärmeleistung des Raumheizgeräts mit Kraft-Wärme-Kopplung bei abgeschaltetem Zusatzheizgerät ηCHP100+Sup0 , Brennstoff-Wirkungsgrad bei Nennwärmeleistung des Raumheizgeräts mit Kraft-Wärme-Kopplung bei eingeschaltetem Zusatzheizgerät ηCHP100+Sup100 ,

Brennstoff-Wirkungsgrad bei Nennwärmeleistung des Raumheizgeräts mit Kraft-Wärme-Kopplung bei abgeschaltetem Zusatzheizgerät ηel,CHP100+Sup0 , Brennstoff-Wirkungsgrad bei Nennwärmeleistung des Raumheizgeräts mit Kraft-Wärme-Kopplung bei eingeschaltetem Zusatzheizgerät ηel,CHP100+Sup100

CEN

FprEN 50465:2013

Gasgeräte – Brennstoffzellen-Gasheizgerät mit einer Nennwärmebelastung kleiner oder gleich 70 kW

Wärmeleistung:

6.3 Wärmebelastung, Wärmeleistung und elektrische Leistung; 7.3.1 und 7.6.1;

Wirkungsgrade:

7.6.1 Wirkungsgrad (Hi) und 7.6.2.1. Wirkungsgrad – Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad – Umwandlung in den Brennwert-Wirkungsgrad.

PCHP100+Sup0 entspricht

QCHP_100+Sup_0 × ηth,CHP_100+Sup_0

in FprEN 50465:2013

PCHP100+Sup0 entspricht

QCHP_100+Sup_0 × ηth,CHP_100+Sup_0

in FprEN 50465:2013

ηCHP100+Sup0 entspricht ηHs,th, CHP_100+Sup_0

in FprEN 50465:2013

ηCHP100+Sup100 entspricht ηHs,th,CHP_100+Sup_100

in FprEN 50465:2013

ηel,CHP100+Sup0 entspricht ηHs,el,CHP_100+Sup_0

in FprEN 50465:2013

ηel,CHP100+Sup100 entspricht ηHs,el,CHP_100+Sup_100

in FprEN 50465:2013

FprEN 50465 dient nur als Referenz für die Berechnung von PCHP100+Sup0, PCHP100+Sup100, ηCHP100+Sup0, ηCHP100+Sup100, ηel,CHP100+Sup0, ηel,CHP100+Sup100.

Bei der Berechnung von ηs und ηson von Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung wird die in dieser Mitteilung beschriebene Methodik angewandt.

Pstby , Pign

CEN

FprEN 50465:2013

Gasgeräte – Brennstoffzellen-Gasheizgerät mit einer Nennwärmebelastung kleiner oder gleich 70 kW

 

Wärmeverlust im Bereitschaftszustand Pstby

CEN

§ 7.6.4 Wärmeverluste im Bereitschaftszustand Pstby ;

 

Energieverbrauch der Zündflamme Pign

CEN

§ 7.6.5 Wärmezufuhr der Zündflamme Qpilot

Pign entspricht Qpilot in FprEN 50465:2013

Stickoxidemissionen (NOX )

CEN

FprEN 50465:2013

§ 7.8.2 NOX (Andere Schadstoffe)

Die NOX-Emissionswerte werden in mg/kWh Brennstoffzufuhr gemessen und beziehen sich auf den Brennwert. Die während der Prüfung erzeugte elektrische Energie wird bei der Berechnung der NOX-Emissionen nicht berücksichtigt.

Raumheizgeräte mit Heizkessel, Kombiheizgeräte mit Heizkessel und Raumheizgeräte mit Kraft-Wärme-Kopplung

Hilfsstromverbrauch bei Volllast elmax, bei Teillast elmin und im Bereitschaftszustand PSB

CEN

EN 15456:2008: Heizkessel – Elektrische Leistungsaufnahme für Wärmeerzeuger

EN 15502:2012 bei Heizkesseln für gasförmige Brennstoffe.

FprEN 50465:2013

Bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung

§ 7.6.3 Hilfsstromverbrauch bei energieverbrauchsrelevanten Produkten

Messung ohne Umwälzpumpe

elmax entspricht Pelmax in FprEN 50465:2013

elmin entspricht Pelmin in FprEN 50465:2013

Bei der Ermittlung von elmax, elmin und PSB , wird der Hilfsstromverbrauch des Hauptwärmeerzeugers berücksichtigt.

Schallleistungspegel LWA

CEN

Für den Schallleistungspegel, in Innenräumen gemessen:

EN 15036-1: Heizkessel – Prüfverfahren für Luftschallemissionen von Wärmeerzeugern – Teil 1: Luftschallemissionen von Wärmeerzeugern.

Hinsichtlich der Akustik wird in EN 15036-1 auf ISO 3743-1 (Akustik – Bestimmung der Schallleistungs- und Schallenergiepegel von Geräuschquellen aus Schalldruckmessungen – Verfahren der Genauigkeitsklasse 2 für kleine, transportable Quellen in Hallfeldern – Teil 1: Vergleichsverfahren in einem Prüfraum mit schallharten Wänden) und auf andere zulässige Methoden mit unterschiedlichen Genauigkeiten verwiesen.

Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs von Raumheizgeräten mit Heizkessel, Kombiheizgeräten mit Heizkessel und Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung

Europäische Kommission

Nummer 4 dieser Mitteilung.

Weitere Elemente der Messungen und Berechnungen in Bezug auf den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Raumheizgeräten mit Heizkessel, Kombiheizgeräten mit Heizkessel und Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung

Raumheizgeräte mit Wärmepumpe und Kombiheizgeräte mit Wärmepumpe

Prüfmethoden, elektrisch betriebene Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen

CEN

EN 14825:2013

Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern zur Raumbeheizung und -kühlung – Prüfung und Leistungsbemessung unter Teillastbedingungen und Berechnung der saisonalen Arbeitszahl;

Abschnitt 8: Prüfverfahren zur Prüfung der Leistung sowie der EERPL- und COPPL-Werte im Aktiv-Modus unter Teillastbedingungen

Abschnitt 9: Prüfverfahren für den Energieverbrauch im Betriebszustand „Temperaturregler AUS“, im Bereitschaftsmodus und im Betriebszustand mit Kurbelgehäuseheizung

 

Prüfmethoden für mit Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe betriebene Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen

CEN

EN 14825:2013

Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern zur Raumbeheizung und -kühlung – Prüfung und Leistungsbemessung unter Teillastbedingungen und Berechnung der saisonalen Arbeitszahl;

Abschnitt 8: Prüfverfahren zur Prüfung der Leistung sowie der EERPL- und COPPL-Werte im Aktiv-Modus unter Teillastbedingungen

Abschnitt 9: Prüfverfahren für den Energieverbrauch im Betriebszustand „Temperaturregler AUS“, im Bereitschaftsmodus und im Betriebszustand mit Kurbelgehäuseheizung

Bis zur Veröffentlichung einer neuen Europäischen Norm. In der Sachverständigengruppe CEN/TC299 WG3 wird derzeit ein Arbeitspapier erstellt

Prüfmethoden für mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betriebene Sorptionswärmepumpen

CEN

prEN 12309-4:2013

Gasbefeuerte Sorptions-Geräte für Heizung und/oder Kühlung mit einer Nennwärmebelastung nicht über 70 kW – Prüfverfahren

 

Mit Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe oder elektrisch betriebene Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen,

Prüfbedingungen für Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Geräte für Anwendungen bei durchschnittlichen, wärmeren und kälteren Klimaverhältnissen und bei mittlerer Temperatur für die Berechnung der Jahresarbeitszahl SCOP bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen und der Jahresheizzahl SPER bei Wärmepumpen, die von Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe angetrieben werden.

CEN

EN 14825:2013

Abschnitt 5.4.4, Tabellen 18,19 und 20 (Luft-Wasser);

Abschnitt 5.5.4, Tabellen 30,31 und 32 (Sole-Wasser, Wasser-Wasser);

Die in der Spalte „Variabler Austritt“ aufgeführten Austrittstemperaturen sind bei Wärmepumpen anzuwenden, die die Austritts-Wassertemperatur (Durchfluss) nach dem Wärmebedarf regeln. Die in der Spalte „Fest eingestellter Austritt“ aufgeführten Austrittstemperaturen sind bei Wärmepumpen anzuwenden, die die Austritts-Wassertemperatur (Durchfluss) nicht nach dem Wärmebedarf regeln, sondern eine feste Austrittstemperatur aufweisen.

Für Wärmepumpen, die mit Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe betrieben werden, gilt EN 14825:2013 bis zur Veröffentlichung einer neuen Europäischen Norm.

Die mittlere Temperatur entspricht der hohen Temperatur in EN 14825:2013.

Die Prüfungen erfolgen gemäß EN 14825:2013, Abschnitt 8:

Bei Geräten mit fest eingestellter Leistung werden die in EN 14825:2013, Abschnitt 8.4, aufgeführten Prüfungen durchgeführt. Die Austrittstemperaturen bei den Prüfungen sind entweder diejenigen, aus denen sich die durchschnittlichen Austrittstemperaturen ergeben, die den Nennpunkten in EN 14825:2013 entsprechen, oder diese Daten werden durch lineare Interpolation/Extrapolation aus den Prüfpunkten in EN 14511-2:2013 gewonnen, die bei Bedarf durch Prüfungen bei anderen Austrittstemperaturen ergänzt werden.

Bei Geräten mit variabler Leistung werden die in EN 14825:2013 Abschnitt 8.5.2 aufgeführten Prüfungen durchgeführt. Die Prüfbedingungen entsprechen entweder den Prüfbedingungen für die in dieser Norm aufgeführten Nennpunkte, oder die Prüfungen werden bei anderen Austrittstemperaturen und Teillastbedingungen durchgeführt, wobei die Daten für die Nennpunkte in EN 14825:2013 durch lineare Interpolation oder Extrapolation gewonnen werden.

Neben den Prüfbedingungen A bis F sind, „wenn der TOL (Betriebsgrenze) unterhalb von –20 °C liegt, [...] als zusätzlicher Berechnungspunkt die Leistung und der COPPL-Wert bei –15 °C vorzusehen“ (Zitat aus EN 14825:2013 § 7.4). Für die Zwecke dieser Mitteilung wird dieser Punkt als Punkt „G“ bezeichnet.

Mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betriebene Sorptionswärmepumpen

Prüfbedingungen für Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Geräte für Anwendungen bei mittlerer Temperatur und bei durchschnittlichen, wärmeren und kälteren Klimaverhältnissen zur Berechnung der Jahresheizzahl SPER

CEN

prEN 12309-3:2012

Gasbefeuerte Sorptions-Geräte für Heizung und/oder Kühlung mit einer Nennwärmebelastung nicht über 70 kW – Teil 3: Prüfbedingungen

Abschnitt 4.2 Tabellen 5 und 6.

Die mittlere Temperatur entspricht der hohen Temperatur in prEN 12309-3:2012.

Mit Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe oder elektrisch betriebene Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen,

Prüfbedingungen für Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Geräte für Niedertemperaturanwendungen bei durchschnittlichen, wärmeren und kälteren Klimaverhältnissen für die Berechnung der Jahresarbeitszahl SCOP bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen und der Jahresheizzahl SPER bei Wärmepumpen, die von Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe angetrieben werden.

CEN

EN 14825:2013;

Abschnitt 5.4.2, Tabellen 11,12 und 13 (Luft-Wasser);

Abschnitt 5.5.2, Tabellen 24,25 und 26 (Sole-Wasser, Wasser-Wasser);

Die in der Spalte „Variabler Austritt“ aufgeführten Austrittstemperaturen sind bei Wärmepumpen anzuwenden, die die Austritts-Wassertemperatur (Durchfluss) nach dem Wärmebedarf regeln. Die in der Spalte „Fest eingestellter Austritt“ aufgeführten Austrittstemperaturen sind bei Wärmepumpen anzuwenden, die die Austritts-Wassertemperatur (Durchfluss) nicht nach dem Wärmebedarf regeln, sondern eine feste Austrittstemperatur aufweisen.

Dieselben Hinweise wie bei durchschnittlichen Klimaverhältnissen und Anwendungen bei mittlerer Temperatur, mit Ausnahme des Hinweises „Die mittlere Temperatur entspricht der hohen Temperatur in EN 14825:2013“.

Mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betriebene Sorptionswärmepumpen

Prüfbedingungen für Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Geräte für Niedertemperaturanwendungen bei durchschnittlichen, wärmeren und kälteren Klimaverhältnissen für die Berechnung der Jahresheizzahl SPER

CEN

prEN 12309-3:2012

Gasbefeuerte Sorptions-Geräte für Heizung und/oder Kühlung mit einer Nennwärmebelastung nicht über 70 kW – Teil 3: Prüfbedingungen

Abschnitt 4.2 Tabellen 5 und 6.

 

Elektrisch betriebene Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen

Berechnung der Jahresarbeitszahl SCOP

CEN

EN 14825:2013

Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern zur Raumbeheizung und -kühlung – Prüfung und Leistungsbemessung unter Teillastbedingungen und Berechnung der saisonalen Arbeitszahl;

Abschnitt 7: Berechnungsverfahren für die Bezugswerte SCOP, SCOPon und SCOPnet

 

Mit Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe betriebene

Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen, Berechnung der Jahresheizzahl SPER

CEN

Derzeit werden neue Europäische Normen erarbeitet.

Die Formeln zur Berechnung der SPER werden analog zu den Formeln für die Berechnung der SCOP bei elektrisch betriebenen Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen festgelegt: COP, SCOPnet , SCOPon und SCOP werden durch GUEGCV , PER, SPERnet , SPERon und SPER ersetzt.

Mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betriebene Sorptionswärmepumpen

Berechnung der Jahresheizzahl SPER

CEN

prEN12309-6:2012

Gasbefeuerte Sorptions-Geräte für Heizung und/oder Kühlung mit einer Nennwärmebelastung nicht über 70 kW – Teil 6: Berechnung der saisonalen Effizienzkennzahlen

SPER entspricht SPERh in prEN12309-6:2012

Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs von Raumheizgeräten und Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe

Europäische Kommission

Nummer 5 dieser Mitteilung

Zusätzliche Elemente für Berechnungen in Bezug auf den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Raumheizgeräten mit Wärmepumpe und Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe

Mit Verbrennungsmotoren für flüssige oder gasförmige Brennstoffe betriebene Kaltdampf-Kompressionswärmepumpen,

Stickoxidemissionen (NOX )

CEN

In der Sachverständigengruppe CEN/TC299 WG3 wird derzeit eine neue Europäische Norm erarbeitet.

Nur bei Geräten mit variabler Leistung werden die NOX-Emissionen bei Norm-Nennbedingungen gemäß Anhang III Tabelle 3 der Verordnung (EU) Nr. 813/2013 der Kommission gemessen, wobei „Engine rpm equivalent (Erpmequivalent)“ zu verwenden ist.

Erpmequivalent errechnet sich wie folgt:

Erpmequivalent = X1×Fp1 + X2×Fp2 + X3×Fp3 + X4×Fp4

Xi = Motordrehzahl bei 70 %, 60 %, 40 % bzw. 20 % der Nennwärmezufuhr.

X1, X2, X3, X4 = Motordrehzahl bei 70 %, 60 %, 40 % bzw. 20 % der Nennwärmezufuhr.

Fpi = Wichtungsfaktoren gemäß EN15502-1:2012, Abschnitt 8.13.2.2

Falls Xi geringer ist als die Mindestdrehzahl des Motors (Emin) der Ausrüstung, dann gilt: Xi = Xmin

Mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betriebene Sorptionswärmepumpen

Stickoxidemissionen (NOX )

CEN

In der Sachverständigengruppe CEN/TC299 WG2 wird derzeit eine neue Europäische Norm erarbeitet.

prEN 12309-2:2013

Abschnitt 7.3.13 „NOX-Messung“

Die NOX-Emissionswerte werden in mg/kWh Brennstoffzufuhr gemessen und beziehen sich auf den Brennwert.

Es dürfen keine alternativen Methoden zur Angabe von NOX in mg/kWh Wärmeleistung angewandt werden.

Schallleistungspegel (LWA ) von Raumheizgeräten mit Wärmepumpe und von Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe

CEN

Für den Schallleistungspegel, innen und außen gemessen:

EN 12102:2013 Klimageräte, Flüssigkeitskühlsätze, Wärmepumpen und Entfeuchter mit elektrisch angetriebenen Verdichtern zur Raumbeheizung und -kühlung – Messung der Luftschallemissionen – Bestimmung des Schallleistungspegels

Auch bei Sorptionswärmepumpen anzuwenden, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden

Temperaturregler

Definition der Temperaturreglerklassen, Beitrag der Temperaturregler zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad η s von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen

Europäische Kommission

Nummer 6 dieser Mitteilung

Zusätzliche Elemente für Berechnungen in Bezug auf den Beitrag der Temperaturregler zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen

Kombiheizgeräte

Warmwasserbereitungs-Nutzungsgrad ηwh von Kombi-Warmwasserbereitern, Qelec und Qfuel

Europäische Kommission

Verordnung (EU) Nr. 814/2013 der Kommission, Anhang IV Nummer 3 Buchstabe a

Mitteilung 2014/C 207/03 [Fundstelle nach Veröffentlichung im Amtsblatt einzufügen] im Rahmen der Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 814/2013 der Kommission zur Durchführung der Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Warmwasserbereitern und Warmwasserspeichern und der Durchführung der delegierten Verordnung (EU) Nr. 812/2013 zur Ergänzung der Richtlinie 2010/30/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Energieeffizienzkennzeichnung von Warmwasserbereitern, Warmwasserspeichern und Verbundanlagen aus Warmwasserbereitern und Solareinrichtungen

Hinsichtlich der Messung und Berechnung von Qfuel und Qelec wird auf die Vorgaben in der Mitteilung 2014/C 207/03 verwiesen, die sich auf denselben Warmwasserbereitertyp und dieselbe(n) Energiequelle(n) beziehen.

4.   Zusätzliche Elemente für Messungen und Berechnungen in Bezug auf den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Raumheizgeräten mit Heizkessel, Kombiheizgeräten mit Heizkessel und Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung

4.1.   Prüfpunkte

Raumheizgeräte mit Heizkessel und Kombiheizgeräte mit Heizkessel: Messung der Werte des Brennstoff-Wirkungsgrads η4 , η1 und der Werte der Nutzwärmeerzeugung P4 , P1 ;

Raumheizgeräte mit Kraft-Wärme-Kopplung:

Raumheizgeräte mit Kraft-Wärme-Kopplung ohne Zusatzheizgeräte: Messung des Brennstoff-Wirkungsgrads ηCHP100+Sup0 , der Nutzwärmeerzeugung PCHP100+Sup0 und des elektrischen Wirkungsgrads ηel,CHP100+Sup0 ;

Raumheizgeräte mit Kraft-Wärme-Kopplung mit Zusatzheizgeräten: Messung des Brennstoff-Wirkungsgrads ηCHP100+Sup0 , ηCHP100+Sup100 , der Nutzwärmeerzeugung PCHP100+Sup0 , PCHP100+Sup100 und des elektrischen Wirkungsgrads ηel,CHP100+Sup0 , ηel,CHP100+Sup100 .

4.2.   Berechnung des Raumheizungs-Jahresnutzungsgrads

Der Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs ist wie folgt definiert:

Formula

Dabei gilt:

ηson ist der Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad im Betriebszustand, der gemäß Nummer 4.3 berechnet und in % angegeben wird;

F(i) sind Berichtigungswerte gemäß Nummer 4.4, die in % angegeben werden.

4.3.   Berechnung des Raumheizungs-Jahresnutzungsgrads im Betriebszustand

Der Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad im Betriebszustand η son errechnet sich wie folgt:

(a)

bei mit Brennstoffen betriebenen Raumheizgeräten mit Heizkessel sowie bei mit Brennstoffen betriebenen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

ηson = 0,85 × η1 + 0,15 × η4

(b)

bei elektrischen Raumheizgeräten mit Heizkessel und elektrischen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

ηson = η4

Dabei gilt:

η4 = P4 / (EC × CC); dabei ist

EC = erforderlicher Stromverbrauch für die Nutzwärmeerzeugung P4

(c)

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung ohne Zusatzheizgeräte:

ηson = ηCHP100+Sup0

(d)

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung mit Zusatzheizgeräten:

ηson = 0,85 × ηCHP100+Sup0 + 0,15 × ηCHP100+Sup100

4.4.   Berechnung von F(i)

(a)

Der Korrekturwert F(1) steht für einen negativen Beitrag zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Heizgeräten aufgrund angepasster Beiträge von Temperaturreglern zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen gemäß Nummer 6.2. Bei Raumheizgeräten mit Heizkessel, Kombiheizgeräten mit Heizkessel und Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung beträgt der Korrekturwert F(1) = 3 %.

(b)

Der Korrekturwert F(2) steht für einen negativen Beitrag des Hilfsstromverbrauchs zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad; er wird in % angegeben und errechnet sich wie folgt:

bei mit Brennstoffen betriebenen Raumheizgeräten mit Heizkessel sowie bei mit Brennstoffen betriebenen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

F(2) = 2,5 × (0,15 × elmax + 0,85 × elmin + 1,3 × PSB ) / (0,15 × P4 + 0,85 × P1 )

bei elektrischen Raumheizgeräten mit Heizkessel und elektrischen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

F(2) = 1,3 × PSB / (P4 × CC)

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung ohne Zusatzheizgeräte:

F(2) = 2,5 × (elmax + 1,3 × PSB ) / PCHP100+Sup0

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung mit Zusatzheizgeräten:

F(2) = 2,5 × (0,15 × elmax + 0,85 × elmin + 1,3 × PSB ) / (0,15 × PCHP100+Sup100 + 0,85 × PCHP100+Sup0 )

ALTERNATIV kann ein Standardwert nach EN 15316-4-1 angewandt werden.

(c)

Der Korrekturwert F(3) steht für einen negativen Beitrag des Wärmeverlusts im Bereitschaftszustand zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad und errechnet sich wie folgt:

bei mit Brennstoffen betriebenen Raumheizgeräten mit Heizkessel sowie bei mit Brennstoffen betriebenen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

F(3) = 0,5 × Pstby / P4

bei elektrischen Raumheizgeräten mit Heizkessel und elektrischen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

F(3) = 0,5 × Pstby / (P4 × CC)

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung ohne Zusatzheizgeräte:

F(3) = 0,5 × Pstby / PCHP100+Sup0

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung mit Zusatzheizgeräten:

F(3) = 0,5 × Pstby / PCHP100+Sup100

ALTERNATIV kann ein Standardwert nach EN 15316-4-1 angewandt werden.

(d)

Der Korrekturwert F(4) steht für einen negativen Beitrag des Energieverbrauchs der Zündflamme zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad und errechnet sich wie folgt:

bei mit Brennstoffen betriebenen Raumheizgeräten mit Heizkessel sowie bei mit Brennstoffen betriebenen Kombiheizgeräten mit Heizkessel:

F(4) = 1,3 × Pign / P4

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung ohne Zusatzheizgeräte:

F(4) = 1,3 × Pign / PCHP100+Sup0

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung mit Zusatzheizgeräten:

F(4) = 1,3 × Pign / PCHP100+Sup100

(e)

Bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung steht der Korrekturwert F(5) für einen positiven Beitrag des elektrischen Wirkungsgrads zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad und errechnet sich wie folgt:

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung ohne Zusatzheizgeräte:

F(5) = - 2,5 × ηel,CHP100+Sup0

bei Raumheizgeräten mit Kraft-Wärme-Kopplung mit Zusatzheizgeräten:

F(5) = - 2,5 × (0,85 × ηel,CHP100+Sup0 + 0,15 × ηel,CHP100+Sup100 )

5.   Zusätzliche Elemente für Berechnungen in Bezug auf den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Raumheizgeräten mit Wärmepumpe und Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe

5.1.   Berechnung des Raumheizungs-Jahresnutzungsgrads

Der Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs ist wie folgt definiert:

(a)

bei elektrischen Raumheizgeräten mit Wärmepumpe und elektrischen Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe:

ηs = (100/CC) × SCOP - ΣF(i)

(b)

bei mit Brennstoffen betriebenen Raumheizgeräten mit Wärmepumpe sowie bei mit Brennstoffen betriebenen Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe:

ηs = SPER - ΣF(i)

F(i) sind Berichtigungswerte gemäß Nummer 5.2, die in % angegeben werden. SCOP und SPER werden gemäß den Tabellen unter Nummer 5.3 berechnet und in % angegeben.

5.2.   Berechnung von F(i)

(a)

Der Korrekturwert F(1) steht für einen negativen Beitrag zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Heizgeräten aufgrund angepasster Beiträge der Temperaturregler zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen gemäß Nummer 6.2. Bei Raumheizgeräten mit Wärmepumpen und Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe beträgt der Korrekturwert F(1) = 3 %.

(b)

Der Korrekturwert F(2) steht für einen negativen Beitrag des Stromverbrauchs der Grundwasserpumpe(n) zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad und wird in % angegeben. Bei Wasser-/Sole-Wasser-Raumheizgeräten mit Wärmepumpe und -Kombiheizgeräten mit Wärmepumpe beträgt der Korrekturwert F(2) = 5 %.

5.3.   Anzahl der Stunden für die Berechnung von SCOP oder SPER

Bei der Berechnung von SCOP oder SPER werden folgende Stunden als Bezugswerte für den Betriebszustand, den Thermostat-aus-Zustand, den Bereitschaftszustand, den Aus-Zustand und den Betriebszustand mit Kurbelgehäuseheizung zugrunde gelegt:

Tabelle 1

Anzahl der nur zur Heizung genutzten Stunden

 

Ein-Zustand

Temperaturregler aus

Bereitschaftszustand

Aus-Zustand

Betriebszustand mit Kurbelgehäuseheizung

 

HHE

HTO

HSB

HOFF

HCK

Durchschnittliche Klimaverhältnisse (h/Jahr)

2 066

178

0

3 672

3 850

Wärmere Klimaverhältnisse (h/Jahr)

1 336

754

0

4 416

5 170

Kältere Klimaverhältnisse (h/Jahr)

2 465

106

0

2 208

2 314


Tabelle 2

Anzahl der für Umkehrwärmepumpen genutzten Stunden

 

Ein-Zustand

Temperaturregler aus

Bereitschaftszustand

Aus-Zustand

Betriebszustand mit Kurbelgehäuseheizung

 

HHE

HTO

HSB

HOFF

HCK

Durchschnittliche Klimaverhältnisse (h/Jahr)

2 066

178

0

0

178

Wärmere Klimaverhältnisse (h/Jahr)

1 336

754

0

0

754

Kältere Klimaverhältnisse (h/Jahr)

2 465

106

0

0

106

HHE , HTO , HSB , HCK , HOFF = Anzahl der Stunden, von denen angenommen wird, dass das Gerät sich im Betriebszustand, Thermostat-aus-Zustand, Bereitschaftszustand, Betriebszustand mit Kurbelgehäuseheizung bzw. Aus-Zustand befindet.

6.   Zusätzliche Elemente für Berechnungen in Bezug auf den Beitrag der Temperaturregler zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen

6.1.   Begriffsbestimmungen

Neben den Begriffsbestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 813/2013 der Kommission und der delegierten Verordnung (EU) Nr. 811/2013 der Kommission gelten folgende Begriffsbestimmungen:

„Modulierendes Heizgerät“ bezeichnet ein Heizgerät mit der Möglichkeit zur Veränderung der abgegebenen Leistung bei ununterbrochenem Betrieb;

Definition der Temperaturreglerklassen

—   Klasse I – Ein-/Aus-Raum-Thermostat: ein Raumthermostat, der den Ein-/Aus-Zustand eines Heizgerätes regelt. Seine Leistungsparameter wie z. B. die Hysterese und die Genauigkeit der Raumtemperaturregelung hängen von den mechanischen Eigenschaften des Thermostats ab.

—   Klasse II – Witterungsgeführter Regler zur Verwendung mit modulierenden Heizgeräten: ein Temperaturregler für den Heizgerätedurchfluss, der die Einstellung für die Durchflusstemperatur des aus dem Heizgerät strömenden Wassers in Abhängigkeit von der herrschenden Außentemperatur und der gewählten Ausgleichskurve verändert. Die Regelung erfolgt durch Modulation der Leistung des Heizgerätes.

—   Klasse III – Witterungsgeführter Regler zur Verwendung mit Ein-/Aus-Heizgeräten: ein Temperaturregler für den Heizgerätedurchfluss, der die Einstellung für die Durchflusstemperatur des aus dem Heizgerät strömenden Wassers in Abhängigkeit von der herrschenden Außentemperatur und der gewählten Ausgleichskurve verändert. Die Heizgeräte-Durchflusstemperatur wird durch Regelung des Ein-/Aus-Betriebs des Heizgerätes verändert.

—   Klasse IV – TPI-Raumthermostat zur Verwendung mit Ein-/Aus-Heizgeräten: ein elektronischer Raumthermostat, der sowohl die Thermostat-Zyklusrate als auch das Ein-/Aus-Verhältnis während eines Zyklus in Abhängigkeit von der Raumtemperatur regelt. Durch die TPI-Regelung wird die mittlere Wassertemperatur verringert, die Genauigkeit der Raumtemperaturregelung erhöht und der Wirkungsgrad der Anlage verbessert.

—   Klasse V – Modulierender Raumthermostat zur Verwendung mit modulierenden Heizgeräten: ein elektronischer Raumthermostat, der die Durchflusstemperatur des aus dem Heizgerät strömenden Wassers in Abhängigkeit von der gemessenen Abweichung der Raumtemperatur von der Einstellung des Thermostats verändert. Die Regelung erfolgt durch Modulation der Leistung des Heizgerätes.

—   Klasse VI – Witterungsgeführter Regler und Raumtemperatursensor zur Verwendung mit modulierenden Heizgeräten: ein Temperaturregler für den Heizgerätedurchfluss, der die Durchflusstemperatur des aus dem Heizgerät strömenden Wassers in Abhängigkeit von der herrschenden Außentemperatur und der gewählten Ausgleichskurve verändert. Ein Raumtemperatursensor überwacht die Raumtemperatur und passt die Parallelverschiebung der Ausgleichskurve an, um den Temperaturkomfort zu erhöhen. Die Regelung erfolgt durch Modulation der Leistung des Heizgerätes.

—   Klasse VII – Witterungsgeführter Regler und Raumtemperatursensor zur Verwendung mit Ein-/Aus-Heizgeräten: ein Temperaturregler für den Heizgerätedurchfluss, der die Durchflusstemperatur des aus dem Heizgerät strömenden Wassers in Abhängigkeit von der herrschenden Außentemperatur und der gewählten Ausgleichskurve verändert. Ein Raumtemperatursensor überwacht die Raumtemperatur und passt die Parallelverschiebung der Ausgleichskurve an, um den Temperaturkomfort zu erhöhen. Die Heizgeräte-Durchflusstemperatur wird durch Regelung des Ein-/Aus-Betriebs des Heizgerätes verändert.

—   Klasse VIII – Raumtemperaturregler mit mehreren Sensoren zur Verwendung mit modulierenden Heizgeräten: ein mit mindestens drei Raumtemperatursensoren ausgestatteter elektronischer Regler, der die Durchflusstemperatur des aus dem Heizgerät strömenden Wassers in Abhängigkeit von der insgesamt gemessenen Abweichung der Raumtemperatur von den Einstellungen der Raumtemperatursensoren verändert. Die Regelung erfolgt durch Modulation der Leistung des Heizgerätes.

6.2.   Beitrag der Temperaturregler zum Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder von Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen

Klasse Nr.

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

Wert in %

1

2

1,5

2

3

4

3,5

5

7.   Energiezufuhr

Begriffsbestimmungen

„Messunsicherheit (Genauigkeit)“ bezeichnet die Genauigkeit, mit der ein Gerät oder eine Reihe von Geräten einen tatsächlichen Wert, der mit einem genau kalibrierten Referenzmessgerät ermittelt wurde, wiedergeben kann;

„zulässige Abweichung (des Mittelwerts über den Prüfzeitraum)“ bezeichnet die maximal zulässige negative oder positive Differenz zwischen dem über den Prüfzeitraum durchschnittlich gemessenen Wert eines Parameters und einem vorgegebenen Wert;

„zulässige Abweichungen einzelner Messwerte von den Mittelwerten“ bezeichnet die maximal zulässige negative oder positive Differenz zwischen einem Messwert und dem über den Prüfzeitraum gemittelten Wert dieses Parameters;

(a)   Strom und fossile Brennstoffe

Gemessener Parameter

Einheit

Wert

Zulässige Abweichung (des Mittelwerts über den Prüfzeitraum)

Messunsicherheit (Genauigkeit)

Strom

Leistung

W

 

 

± 2 %

Energie

kWh

 

 

± 2 %

Spannung, Prüfzeitraum > 48 h

V

230 / 400

± 4 %

± 0,5 %

Spannung, Prüfzeitraum < 48 h

V

230 / 400

± 4 %

± 0,5 %

Spannung, Prüfzeitraum < 1 h

V

230 / 400

± 4 %

± 0,5 %

Elektrische Stromstärke

A

 

 

± 0,5 %

Frequenz

Hz

50

± 1 %

 

Gas

Arten

Prüfgase EN 437

 

 

Heizwert (NCV) und

Brennwert (GCV)

MJ/m3

Prüfgase EN 437

 

± 1 %

Temperatur

K

288,15

 

± 0,5

Druck

mbar

1 013,25

 

± 1 %

Dichte

dm3/kg

 

 

± 0,5 %

Durchsatz

m3/s oder l/min

 

 

± 1 %

Erdöl

Heizöl

Zusammensetzung, Kohlenstoff/Wasserstoff/Schwefel

kg/kg

86/13,6/0,2 %

 

 

N-Gehalt

(mg/kg)

140

± 70

 

Heizwert (NCV, Hi)

MJ/kg

42,689 (2)

 

 

Brennwert (GCV, Hs)

MJ/kg

45,55

 

 

Dichte ρ15 bei 15 °C

kg/dm3

0,85

 

 

Kerosin

Zusammensetzung, Kohlenstoff/Wasserstoff/Schwefel

kg/kg

85/14,1/0,4 %

 

 

Heizwert (NCV, Hi)

MJ/kg

43,3 (2)

 

 

Brennwert (GCV, Hs)

MJ/kg

46,2

 

 

Dichte ρ15 bei 15 °C

kg/dm3

0,79

 

 

b)   Solarenergie bei Prüfungen des Sonnenkollektors

Gemessener Parameter

Einheit

Wert

Zulässige Abweichung (des Mittelwerts über den Prüfzeitraum)

Messunsicherheit (Genauigkeit)

Prüfung Sonneneinstrahlung (Globalstrahlung G, kurzwellig)

W/m2

> 700 W/m2

± 50 W/m2 (Prüfung)

± 10 W/m2 (innen)

Diffuse Sonneneinstrahlung (Anteil an der Globalstrahlung)

%

< 30 %

 

 

Abweichungen der Wärmestrahlung (in Innenräumen)

W/m2

 

 

± 10 W/m2

Fluidtemperatur am Kollektoreintritt/-austritt

°C/ K

Bereich 0-99 °C

± 0,1 K

± 0,1 K

Differenz der Fluidtemperatur am Kollektoreintritt/-austritt

 

 

 

± 0,05 K

Einfallswinkel (gegenüber 90°)

°

< 20°

± 2 % (<20°)

 

Luftgeschwindigkeit, parallel zum Kollektor

m/s

3 ± 1 m/s

 

0,5 m/s

Fluiddurchsatz (auch für den Simulator)

kg/s

0,02 kg/s je m2 Kollektor-Aperturfläche

± 10 % zwischen Prüfungen

 

Rohrleistungswärmeverlust des Kollektorkreislaufs in der Prüfung

W/K

<0,2 W/K

 

 

c)   Wärmeenergie der Umgebung

Gemessener Parameter

Einheit

Zulässige Abweichung (des Mittelwerts über den Prüfzeitraum)

Zulässige Abweichungen (bei den einzelnen Prüfungen)

Messunsicherheit (Genauigkeit)

Sole- oder Wasserwärmequelle

Wasser-/Sole-Eintrittstemperatur

°C

± 0,2

± 0,5

± 0,1

Durchsatz

m3/s oder l/min

± 2 %

± 5 %

± 2 %

Statischer Druckunterschied

Pa

± 10 %

± 5 Pa/ 5 %

Luftwärmequelle

Lufttemperatur im Freien (trockene Thermometerkugel) Tj

°C

± 0,3

± 1

± 0,2

Ablufttemperatur

°C

± 0,3

± 1

± 0,2

Raumlufttemperatur

°C

± 0,3

± 1

± 0,2

Durchsatz

dm3/s

± 5 %

± 10 %

± 5 %

Statischer Druckunterschied

Pa

± 10 %

± 5 Pa/ 5 %

d)   Prüfbedingungen und Toleranzen bei den Ergebnissen

Gemessener Parameter

Einheit

Wert

Zulässige Abweichung (des Mittelwerts über den Prüfzeitraum)

Zulässige Abweichungen (bei den einzelnen Prüfungen)

Messunsicherheit (Genauigkeit)

Umgebungstemperatur

Innentemperatur

°C oder K

20 °C

± 1 K

± 2 K

± 1 K

Luftgeschwindigkeit Wärmepumpe (Warmwasserbereiter ausgeschaltet)

m/s

< 1,5 m/s

 

 

 

Sonstige Luftgeschwindigkeit

m/s

< 0,5 m/s

 

 

 

Sanitärwasser

Kaltwasser-Temperatur, solarbetrieben

°C oder K

10 °C

± 1 K

± 2 K

± 0,2 K

Kaltwasser-Temperatur, sonstige

°C oder K

10 °C

± 1 K

± 2 K

± 0,2 K

Kaltwasser-Druck bei gasbeheizten Warmwasserbereitern

bar

2 bar

 

± 0,1 bar

 

Kaltwasser-Druck, sonstige (außer bei elektrischen Durchlauf-Warmwasserbereitern)

bar

3 bar

 

 

± 5 %

Warmwassertemperatur bei gasbeheizten Warmwasserbereitern

°C oder K

 

 

 

± 0,5 K

Warmwassertemperatur bei elektrischen Durchlauf-Warmwasserbereitern

°C oder K

 

 

 

± 1 K

Wassertemperatur (Ein-/Austritt), sonstige

°C oder K

 

 

 

± 0,5 K

Durchsatz bei Warmwasserbereitern mit Wärmepumpe

dm3/s

 

± 5 %

± 10 %

± 2 %

Durchsatz bei elektrischen Durchlauf-Warmwasserbereitern

dm3/s

 

 

 

≥10 l/min: ± 1 %

< 10 l/min: ± 0,1 l/min

Durchsatz bei sonstigen Warmwasserbereitern

dm3/s

 

 

 

± 1 %


(1)  Diese vorläufigen Methoden sollen letztlich durch harmonisierte Normen ersetzt werden. Sobald verfügbar, werden die Fundstellen der harmonisierten Normen gemäß den Artikeln 9 und 10 der Richtlinie 2009/125/EG im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

(2)  Standardwert, wenn der Wert nicht kalorimetrisch ermittelt wird. Sind die volumetrische Masse und der Schwefelgehalt (z. B. aufgrund einer grundlegenden Analyse) bekannt, so kann der Heizwert folgendermaßen bestimmt werden:

Hi = 52,92 – (11,93 × ρ15) – (0,3 – S) in MJ/kg