BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT UND DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT über die Entwicklung des Europäischen Migrationsnetzwerks /* COM/2012/0427 final */
BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT UND DAS
EUROPÄISCHE PARLAMENT über die Entwicklung des Europäischen
Migrationsnetzwerks I. Einleitung Vier
Jahre nach Erlass der Entscheidung zur Einrichtung eines Europäischen
Migrationsnetzwerks[1]
ist es an der Zeit, eine Bestandsaufnahme der Fortschritte des Europäischen
Migrationsnetzwerks (EMN) vorzunehmen und der Frage nachzugehen, wie es sich,
auch vor dem Hintergrund des neuen mehrjährigen Finanzrahmens, nach 2013
weiterentwickeln soll. Mit
der Entscheidung 2008/381/EG des Rates wurde das EMN auf eine förmliche
Grundlage gestellt.[2]
Sein Ziel besteht darin, aktuelle, objektive, verlässliche und vergleichbare Informationen
zu Migration und Asyl bereitzustellen, um die diesbezügliche Politikgestaltung
in der Europäischen Union zu unterstützen. Das EMN ist auf mehreren Ebenen tätig.
Es setzt sich aus den nationalen Kontaktstellen (NKS) des EMN in den einzelnen
Mitgliedstaaten[3]
sowie Norwegen[4]
zusammen, die ihrerseits nationale Netzwerke aus einem breiten Spektrum relevanter
Akteure aufbauen. Koordiniert werden die Arbeiten von der Europäischen
Kommission mit Unterstützung von zwei externen Dienstleistern. Seit kurzem hat
auch Kroatien Beobachterstatus.[5]
Ferner arbeitet das EMN mit anderen relevanten europäischen und internationalen
Einrichtungen zusammen. Die politische Orientierung der Tätigkeiten des EMN
wird von einem Lenkungsausschuss vorgegeben, in dem die Europäische Kommission
den Vorsitz führt und der sich aus je einem Vertreter der teilnehmenden
Mitgliedstaaten sowie aus Teilnehmern mit Beobachterstatus (Dänemark, Norwegen
und Europäisches Parlament) zusammensetzt. II. Tätigkeiten des EMN Das EMN verfolgt seine Ziele auf der Grundlage
eines jährlichen Arbeitsprogramms, das vom Lenkungsausschuss des EMN gebilligt und
von der Kommission angenommen wird.[6]
Zu seinen vielfältigen Tätigkeiten gehören unter anderem: ·
Politische Jahresberichte, die die politischen Entscheidungsträger über die wichtigsten
politischen und gesetzgeberischen Entwicklungen (auch auf EU-Ebene) sowie über
öffentliche Debatten über Einwanderung und Asyl informieren und nach
Möglichkeit relevante statistische Daten enthalten. Darüber hinaus bieten sie
Material für die Jahresberichte der Kommission über Einwanderung und Asyl.[7] ·
Ad-hoc-Anfragen, die ein
effizientes Instrument sind, um rasch vergleichende Informationen zu einer
bestimmten aktuellen Fragestellung zu erhalten. Ad-hoc-Anfragen können von der
Kommission oder einer NKS gestellt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt in der
Regel vier Wochen.[8] ·
Studien über politisch
relevante Themen: Sie umfassen pro Jahr in der Regel eine Hauptstudie,
die detailliertes Material und Analysen zu einem Thema von mittel- bis
langfristiger Relevanz enthält und auf mögliche neue Fragestellungen hinweist,
sowie bis zu drei sogenannte fokussierte Studien, in denen es eher um
den unmittelbaren, kurzfristigen politischen Bedarf geht.[9] ·
EMN Inform bietet in knapper Form die wichtigsten Ergebnisse zu einem konkreten
Thema, beispielsweise aus Studien oder Ad-hoc-Anfragen, in einem auf politische
Entscheidungsträger zugeschnittenen Format. ·
EMN Bulletin-Berichte
bieten aktuelle themenspezifische Informationen, vor allem für politische
Entscheidungsträger, zu jüngeren und jüngsten Entwicklungen auf Ebene der EU
und der Mitgliedstaaten, einschließlich der neuesten
veröffentlichten Statistiken, in der Hauptsache von Eurostat.[10] ·
Glossar und Thesaurus des EMN: Das Glossar enthält über
300 Begriffe und deren Übersetzungen, die sich auf den EU-Acquis stützen, und
soll unter anderem durch die Verwendung und das gemeinsame Verständnis dieser
Begriffe und Definitionen die Vergleichbarkeit zwischen den Mitgliedstaaten verbessern.
Der Thesaurus bietet ein kohärentes und strukturiertes Instrument für
die Katalogisierung von vergleichbaren Dokumenten zu einem bestimmten Thema und
die Suche danach. ·
EMN Fortschrittsberichte für das Europäische Parlament, den Rat, die Kommission, den
Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen
über die laufenden Tätigkeiten des EMN und die Hauptergebnisse seiner Arbeit.[11] ·
Aktualisierungen des EU Einwanderungs-Portals[12], mit denen dafür gesorgt wird, dass die Angaben zur
Einwanderungspolitik und den Einwanderungsverfahren[13] der
Mitgliedstaaten auf dem neuesten Stand sind. Das EMN kann aufgrund seiner
Verbindungen zu den gesetzgebenden Organen in den Mitgliedstaaten und des
Verständnisses ihrer Tätigkeit die Informationen schnell anpassen, damit das
EU-Einwanderungsportal immer aktuell bleibt. ·
Networking: auf Ebene
des EMN, vor allem durch regelmäßige Treffen der NKS, ferner auf nationaler
Ebene, wo NKS nationale Netzwerke aufbauen, in denen alle relevanten
Akteure einschließlich der politischen Entscheidungsträger des Landes vertreten
sind, und auf EU- bzw. internationaler Ebene, wo für Kohärenz und
Koordinierung mit den einschlägigen Instrumenten und Strukturen der EU im
Bereich Einwanderung und Asyl gesorgt werden soll und strategische
Kooperationsbeziehungen mit anderen (Nicht-EU-)Organisationen, Institutionen
und Netzwerken hergestellt werden sollen, die ähnliche Zielsetzungen haben. ·
Kommunikation und Verbreitung von Arbeitsergebnissen des EMN, insbesondere mit Hilfe von EMN Inform und
der Bulletins sowie eigens eingerichteter Websites (EMN[14] und
nationale Websites), einer Jahreskonferenz des EMN[15] und
Vorträgen bei einschlägigen (inter)nationalen Veranstaltungen. In der Vergangenheit brachte das EMN Jahresstatistikberichte
zum Thema Migration und Internationaler Schutz[16] heraus,
in denen vorwiegend gemäß der Verordnung (EG) Nr. 862/2007 Eurostat-Daten
ausgewertet wurden. Diese Berichte waren zwar von guter Qualität, doch mangelte
es ihnen an Aktualität, was auch darauf zurückzuführen war, dass die
Jahresdaten erst sehr spät vorlagen.[17]
Daher wurde beschlossen, diese Berichte einzustellen und stattdessen die
neuesten verfügbaren veröffentlichten Daten vorwiegend über den EMN-Bulletin-Bericht
zugänglich zu machen. Alle EMN-Arbeitsergebnisse sind der
Öffentlichkeit zugänglich, in erster Linie über die EMN-Website, aber auch in
Publikationen der NKS und der Kommission. Bei Berichten/Studien besteht die
Methode darin, mit dem Ziel besserer Vergleichbarkeit gemeinsame
Spezifikationen oder Muster auszuarbeiten, die dann von den NKS für einen
Bericht oder Beitrag des jeweiligen Landes verwendet werden können, der
üblicherweise im Wege der „Desk Research“ erstellt wird. Aus diesen Antworten
(im Idealfall aus 24 Ländern)[18]
wird dann ein Synthesebericht zusammengestellt, der die wichtigsten Ergebnisse
zusammenfasst und analysiert und sie aus EU-Perspektive betrachtet,
beispielsweise indem er einen Zusammenhang zwischen ihnen und politischen
Initiativen der jüngsten Vergangenheit herstellt. III. Externe Bewertung Zur Beantwortung der Frage, wie es mit dem EMN
weitergehen soll, wurde in der zweiten Jahreshälfte 2011 eine unabhängige
externe Bewertung des EMN durchgeführt.[19] In der Bewertung
wurden verschiedene Aspekte des EMN und seiner Funktionsweise behandelt. Die
nachstehende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der Beurteilung der Leistung
des EMN. Tabelle 1: Zusammenfassung - Leistung des EMN Positiv || Weniger positiv · Qualität der EMN-Arbeitsergebnisse (meist aktuell, objektiv, zuverlässig und vergleichbar), besonders wertvoll sind die Ad-hoc-Anfragen · positiver Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, aber auch in vielen Mitgliedstaaten · Intensität der Vernetzung zwischen NKS und ihr Engagement für das EMN · Qualität und Quantität der Arbeitsergebnisse unter Berücksichtigung der finanziellen und der Humanressourcen || · Verzögerungen bei der Produktion von Information und begrenzte Vergleichbarkeit, vor allem, wenn nicht alle NKS einen Beitrag leisten · in der breiten Öffentlichkeit nur geringe Wirkung und sehr unklare Vorstellungen von der Rolle des EMN · relativ geringer Bekanntheitsgrad des EMN (z. B. wenige Zugriffe auf die Website und wenige Abonnenten der Newsletter) und in einigen Ländern schwache nationale Netzwerke · auf EU-Ebene fehlende Ressourcen für den Ausbau des EMN Insgesamt wurden dem EMN eine gute Leistung
und die Bereitstellung nützlicher Informationen zur Unterstützung politischer
Entscheidungsprozesse auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten bescheinigt.
Weniger positiv wurde beurteilt, dass die zusammengestellten Informationen für
politische Entscheidungsträger nur begrenzt lesbar sind (z. B. sind sie zu
lang) und dass das EMN in Fachkreisen sowie bei Entscheidungsträgern,
insbesondere innerhalb der EU-Organe, zu wenig bekannt ist. Im Hinblick auf eine bessere Arbeitsweise des
EMN wurden rund 30 Empfehlungen formuliert. Allerdings hat das EMN schon
in der Zeit, in der die Bewertung durchgeführt wurde, mehrere Empfehlungen
aufgegriffen und bei der Ausarbeitung seines jährlichen Arbeitsprogramms für
2012 berücksichtigt. Die bereitgestellten Informationen sollen relevanter und
aktueller werden und vor allem für politische Entscheidungsträger in kurzen
Zusammenfassungen aufbereitet werden. IV. Künftige Entwicklung des EMN Zwar hat sich das EMN in der Welt von Asyl und
Migration einen festen Platz erobert und genießt hohes Ansehen, doch ist durchaus
zu überlegen, wie es seine Ziele noch besser erreichen könnte. In diesem
Abschnitt wird daher dargestellt, wie sich die Kommission die weitere
Entwicklung des EMN nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Asyl- und
Migrationsfonds[20]
vorstellt, wobei einige der vorgeschlagenen Änderungen schon vor Inkrafttreten
der diesbezüglichen Verordnung durchgeführt werden können. Das EMN hat bereits unter Beweis gestellt,
dass es sich flexibel entwickeln und anpassen kann, um insbesondere den
Erwartungen der politischen Entscheidungsträger besser gerecht zu werden. Eine
Schlüsselrolle kommt hierbei der pro-aktiven Einbeziehung der Kommission und
einer starken Partnerschaft zwischen der Kommission und den von den jeweiligen
Mitgliedstaaten benannten NKS zu, die die wichtigsten Bausteine des EMN sind. Der
Fortbestand des EMN sowie seine Ziele und Aufgaben sind Gegenstand von
Artikel 23 des Vorschlags für eine Verordnung über den Asyl- und
Migrationsfonds (die Entscheidung 2008/381/EG des Rates wird aufgehoben). Das EMN: (a)
dient als beratendes Gremium auf Unionsebene in
Migrations- und Asylfragen durch Koordinierung und Zusammenarbeit sowohl auf
nationaler als auch auf Unionsebene mit Vertretern der Mitgliedstaaten, von
Hochschulen, der Zivilgesellschaft, von Denkfabriken und von anderen
europäischen oder internationalen Einrichtungen; (b)
deckt den Informationsbedarf der Unionsorgane und
der Mitgliedstaaten zur Migrations- und Asylthematik durch Bereitstellung
aktueller, objektiver, verlässlicher und vergleichbarer Informationen zu
Migration und Asyl, um die diesbezügliche Politikgestaltung in der Europäischen
Union zu unterstützen; (c)
stellt der Öffentlichkeit die unter
Buchstabe b genannten Informationen zur Verfügung. Artikel 23
beschreibt ferner die Tätigkeiten des EMN, mit denen diese Ziele erreicht
werden sollen, und verpflichtet das EMN, EASO[21] und Frontex[22], die
Kohärenz ihrer Tätigkeiten zu gewährleisten. Er regelt darüber hinaus die
Zusammensetzung des EMN und die zu gewährende finanzielle Unterstützung. In
den folgenden Unterabschnitten wird die vorstehend beschriebene
Aufgabenstellung im Einzelnen dargestellt und es wird näher auf die Vision der
Kommission für das EMN eingegangen. IV.1 Die Rolle
des EMN Die Entwicklung einer gemeinsamen
Migrationspolitik der EU erfordert in zunehmendem Maß vergleichbare faktische
Informationen, damit politische Konzepte und Strategien auf der Grundlage
zuverlässiger Daten und umfassender Analysen erarbeitet werden können. Zwar ist
das Informationsangebot – nicht nur des EMN – sehr reichhaltig, doch liegen die
Informationen häufig in einer Form vor, die politischen Entscheidungsträgern
nicht entgegenkommt und auch nicht hinreichend zugänglich ist, um ihrem
unmittelbaren Bedarf zu entsprechen. Es wäre also durchaus vorteilhaft, wenn es eine
gemeinsame europäische Quelle gäbe, bei der politische Entscheidungsträger
sowohl in den Mitgliedstaaten als auch in den EU-Organen für ihre Beratungen
zuverlässige Informationen einschließlich Statistiken faktenbezogen,
benutzerfreundlich und objektiv abfragen oder anfordern könnten. Es müssten
auch längerfristige Perspektiven einbezogen werden, um auf mögliche
Herausforderungen eingestellt zu sein, mit denen sich die EU in Zukunft
auseinandersetzen muss. Das EMN ist bestens geeignet, diesem Bedarf zu
entsprechen und die Erwartungen der politischen Entscheidungsträger zu
erfüllen. Es verfügt nachweislich auf Ebene sowohl der Mitgliedstaaten als auch
der EU über umfassenden analytischen Sachverstand und die Fähigkeit, die Informationen
aus den einschlägigen nationalen Ministerien sowie anderen Quellen in den
Mitgliedstaaten, die den mittlerweise umfangreichen Netzwerken angehören, zu
erfassen und einzuordnen. Die intensive Vernetzung der NKS ist auch ein Beleg
dafür, dass sich eine gemeinsame Wissenskultur entwickelt hat, so dass die Lage
in einem Mitgliedstaat auch in den anderen Mitgliedstaaten und bei der
Kommission richtig erfasst werden kann. Was soll sich nun beim EMN ändern? Erstens
sollte es in zwei Richtungen neue Informationsquellen erschließen, nämlich über
seine nationalen Netzwerke und mit Hilfe seiner Verbindungen zu anderen
relevanten EU- und internationalen Einrichtungen. Hierzu müsste die Rolle der
NKS weiter gestärkt werden, damit sie jeweils als nationale Zentren für die
Erhebung und Auswertung von Informationen fungieren können. Viele NKS haben intensiv am Aufbau eines
nationalen Netzwerks gearbeitet, dem die unterschiedlichsten Akteure angehören,
also nicht nur z. B. Vertreter von Ministerien. Größeres Gewicht haben
auch Tagungen dieser nationalen Netzwerke erhalten, auf denen unter
Einbeziehung (nationaler) politischer Entscheidungsträger (tagesaktuelle)
Fragen von politischer Bedeutung für das betreffende Land bzw. die EU
diskutiert werden. Mit Hilfe dieser nationalen Netzwerke ist es dem EMN
gelungen, die Bereitstellung von Informationen und den Meinungsaustausch
zwischen beispielsweise (nationalen) politischen Entscheidungsträgern, Beamten
verschiedener Ministerien, internationalen Organisationen, Wissenschaftlern,
Denkfabriken und anderen Politikberatern, NRO und der Zivilgesellschaft zu erleichtern.
In manchen Mitgliedstaaten hatte es seine solche Zusammenführung von Akteuren
zuvor nicht gegeben. Ein weiterer Aspekt wäre die Weiterentwicklung der
verschiedenen nationalen Websites, auf denen für das jeweilige Land
Informationen zum Thema Asyl und Migration gebündelt sind, und die in einigen
Fällen auch Zugang zu Datenbanken mit den einschlägigen Rechtsvorschriften, zur
Rechtsprechung usw. bieten.[23] Die nationalen Netzwerke sollten daher als
einer der Hauptbestandteile des EMN anerkannt und stärker gefördert werden,
indem z. B. bei einem konkreten Informationsbedarf Mitglieder nationaler
Netzwerke, auch als Ad-hoc-Berater, verstärkt in Anspruch genommen werden. Es gibt eine Vielzahl von Einrichtungen auf
nationaler, EU- und internationaler Ebene, die sich in Analyse und Forschung
mit den verschiedensten Aspekten von Asyl und Migration befassen.[24] Jede von
ihnen ist auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet. Damit auch politische
Entscheidungsträger die reichhaltigen Informationen nutzen können, könnte das
EMN seine Kooperation und Zusammenarbeit mit allen diesen Einrichtungen
intensivieren, um Informationen auszutauschen, sich in den jeweiligen
Tätigkeiten zu ergänzen und Überschneidungen zu vermeiden. Formal wäre eine
solche Zusammenarbeit innerhalb der Kommission (insbesondere mit den
GD Eurostat, Forschung und Innovation, Entwicklung und Zusammenarbeit
sowie Beschäftigung und Soziales) und mit Einrichtungen der EU wie EASO,
Frontex, FRA[25]
(siehe Abschnitt IV.4) gewährleistet; die Verbindungen zu anderen
Einrichtungen wie unter anderem EU-Einrichtungen und der AKP-Beobachtungsstelle
für Migration, GDISC, IGC, NORFACE, IOM, UN, Migration Policy Centre, OECD usw.[26] kämen
bei bestimmten Themen oder Studien zum Tragen. Auf diese Weise könnte, wenn
dies von Belang sein sollte, auch aus dem (regionalen) Blickwinkel der übrigen
Welt oder von Ländern außerhalb der EU ein bestimmtes Thema beleuchtet werden
und eine Verknüpfung zur Migrationsdimension der EU-Entwicklungspolitik
hergestellt werden, so dass Kohärenz und Synergien, insbesondere im Hinblick
auf die Zusammenarbeit mit prioritären Ländern im Rahmen der externen Dimension
der EU-Migrationspolitik, gewährleistet werden könnten. Des Weiteren sollte sich das EMN verstärkt
bemühen, sich die von diesen Einrichtungen veröffentlichten Informationen zunutze
zu machen, auch wenn dies mehr Ressourcen erfordern würde. Hier wurden bereits
gute Erfahrungen gemacht, denn bei der Studie des EMN Satisfying Labour
Demand through Migration (Befriedigung der Nachfrage nach Arbeitskräften
durch Migration) wirkten Eurocities und die IOM mit und steuerten eigene
Beiträge bei. Ähnliches gilt für Dänemark: Das Land nimmt
zwar offiziell nicht am EMN teil, doch gab es Bemühungen, es mit einzubeziehen,
und so hat Dänemark an einigen Tätigkeiten und Tagungen des EMN mitgewirkt. Es
sollte näher untersucht werden, ob Dänemark nicht in Anbetracht der Erfahrungen
mit der Einbeziehung Norwegens in das EMN sich hier noch aktiver einbringen
kann. IV.2
Bereitstellung von Informationen für politische Entscheidungsträger Das EMN sollte darauf achten, relevantere
Informationen in geeigneter Weise bereitzustellen. Die externe Bewertung
besagte, dass die Arbeitsergebnisse des EMN zwar relevant und von guter
Qualität sind und einen Mehrwert erbringen, dass aber, auch bei seinen
Syntheseberichten, noch Raum für Verbesserungen besteht. Insbesondere die
Syntheseberichte sollten weniger beschreibend und eher analytisch sein, wobei
die Kernbotschaften und die politischen Implikationen für die jeweilige(n)
Zielgruppe(n) stärker herausgearbeitet werden sollten. Wichtig wäre es auch,
bei der Auswahl eines Themas für eine Studie im Lichte aktueller politischer
Entwicklungen im Jahresverlauf über einen gewissen Spielraum zu verfügen. Das EMN sollte also auch weiterhin aktuelle,
objektive, zuverlässige und vergleichbare Informationen liefern, muss aber auch
in Zukunft die Maßnahmen weiter durchführen, mit denen es sich flexibel an den
Bedarf der politischen Entscheidungsträger anpassen kann. Positiv an der
Entwicklung des EMN ist zwar zu bewerten, dass es Studien durchführt, die von
unmittelbarer Relevanz für politische Entscheidungsträger sind und deren Bedarf
entsprechen, wobei der EMN-Lenkungsausschuss diesbezüglich eine zentrale Rolle
spielt, doch gibt es nach wie vor zwei negative Aspekte, an denen noch zu
arbeiten wäre, nämlich die Zeitnähe und Prägnanz der ihnen vorgelegten
Informationen. Das EMN hat diesen Empfehlungen bereits in
seinem Arbeitsprogramm 2012 Rechnung getragen und eine Reihe von Änderungen an
seiner Arbeitsweise vorgenommen; so hat es in verstärktem Maße die bereits im
EMN vorhandenen Informationen genutzt, fokussierte Studien eingeführt[27], mit der
Herstellung von „EMN Inform“ begonnen[28],
(eines Produkts, das den politischen Entscheidungsträgern insbesondere die
Hauptergebnisse einer bestimmten Tätigkeit nahe bringen soll), und der
Einführung der EMN Bulletin-Berichte. IV.3
Information der breiten Öffentlichkeit Die nächste vom EMN erwartete Änderung
betrifft die Art und Weise, in der es seine Arbeitsergebnisse der breiten
Öffentlichkeit präsentiert. Über Migration wird heute in der EU viel
diskutiert, sie ist häufig ein strittiges Thema, bei dem polemische Äußerungen
mitunter auf falsche oder irreführende Informationen zurückzuführen sind. In
den Mitgliedstaaten wurde eine Reihe vorbildlicher Verfahren für die
benutzerfreundliche, objektive und unparteiische Präsentation von Informationen
entwickelt,[29]
teilweise mit Beteiligung der jeweiligen NKS. Auf EU-Ebene fehlt es derzeit
hieran, und daher sollte das EMN diese Rolle mit übernehmen und z. B.
moderne Kommunikationsmittel (wie soziale Medien, interaktive Websites) nutzen,
um den Medien und anderen Multiplikatoren in knapper Form die wesentlichen
Fakten zu einem bestimmten Thema zu vermitteln. Auch die Mitglieder der
nationalen Netzwerke könnten einen Beitrag zur Verbreitung von Informationen
leisten. Dies entspricht durchaus dem Bestreben des
EMN, im Rahmen seiner Tätigkeit als beratendes Gremium zielgruppengerechtere
Arbeitsergebnisse vorzulegen sowie die Websites des EMN und die nationalen
Websites zu benutzerfreundlichen Referenzquellen für Informationen
umzugestalten. Eine weitere Facette in diesem Zusammenhang wäre es, wenn das EMN
zeitnah faktische Aktualisierungen bereitstellte, die unter anderem der
Kommission und den Mitgliedstaaten neue Erkenntnisse böten. IV.4 Ausbau der
Beziehungen zu EU-Agenturen Als Elemente des Bereichs Migration sind Asyl,
Einwanderung und Integration auf das Engste miteinander verknüpft. Die
diesbezügliche Stärke des EMN liegt in seiner Fähigkeit, eine konkrete
Fragestellung aus dem Bereich Migration zu analysieren und dabei breit
gefächerten Sachverstand in den Mitgliedstaaten in Anspruch nehmen zu können.
Es kann daher anderen Einrichtungen der EU und hier vor allem den Agenturen
sehr hilfreich sein. In Anbetracht der Tatsache, dass sich EASO
ebenfalls mit der Asylsituation in der EU befasst, sollte hier zur Vermeidung
von Doppelarbeit, zur Gewährleistung von Kohärenz und Komplementarität und
damit zur Verbesserung der Kapazitäten der beiden Einrichtungen die
Zusammenarbeit intensiviert werden. So könnten beispielsweise, gestützt auf die
Erfahrungen mit der FRA, das EMN und EASO gemeinsam eine Studie zu einem Thema
aus dem Bereich Asyl anfertigen[30]
und sich dabei mit unterschiedlichen, aber einander ergänzenden Aspekten
befassen. Eine andere Möglichkeit bestünde darin, dass EASO für das EMN einen
Beitrag zum politischen Jahresbericht leistet und insbesondere Informationen
für den Jahresbericht Einwanderung und Asyl der Kommission bereitstellt. Ähnlich sollten auch die Beziehungen zu
Frontex ausgebaut werden. Durch die Förderung von Synergien zwischen EMN und
Frontex ließe sich möglicherweise die Lücke zwischen Erwägungen des
Grenzmanagements und sozioökonomischen Erwägungen schließen, indem
Sachverständige höchst unterschiedlicher, aber einander ergänzender Disziplinen
zusammengebracht werden. Damit wären Fragen der Migration und des Asyls
umfassend abgedeckt. Als Beispiel sei das Frontex Risikoanalysenetzwerk (FRAN)
erwähnt, das vierteljährlich eine Analyse der Wanderungstendenzen an den
Außengrenzen der EU vorlegt.[31]
Das EMN könnte solche Informationen intensiver nutzen, z. B. für eine eingehende
Analyse der irregulären Migration oder eine breiter angelegte Analyse von
Wanderungsströmen. Im Laufe der Jahre haben sich bereits enge
Beziehungen zur FRA entwickelt. Die unterschiedlichen Aufgaben und
Zuständigkeiten der beiden Einrichtungen bringen es mit sich, dass sich ihre
jeweiligen Tätigkeiten weitgehend ergänzen, und durch die regelmäßige Teilnahme
eines Vertreters der FRA an EMN-Sitzungen ist gewährleistet, dass sie über die
Arbeit der anderen Einrichtung auf dem Laufenden sind. Beispiele für diese
Komplementarität sind die zeitgleich durchgeführten Studien über unbegleitete
Minderjährige/von ihrer Familie getrennte Kinder[32] und über
irreguläre Migration.[33]
IV.5 Welche
Struktur ist zur Bewältigung dieser neuen Herausforderungen erforderlich? Das EMN arbeitet als wirklich europäisches
Netz, das aus der Kommission und Mitgliedstaaten sowie Norwegen besteht,
allerdings keine Rechtspersönlichkeit hat. Diese atypische Struktur hat zwar
einige Schwierigkeiten hervorgerufen, vor allem bei der Finanzierung der NKS,
doch bot sie eine engere Verknüpfung mit der politischen Agenda der Kommission.
Außerdem hat sie sich in der Praxis bewährt. Es besteht also keine
Notwendigkeit, irgendeine Änderung an der gegenwärtigen Struktur des EMN in
Erwägung zu ziehen. Eine weitere, auch in der externen Bewertung
hervorgehobene Stärke des EMN ist seine Heterogenität. Gemäß Artikel 5
Absatz 1 der Entscheidung des Rates über die Einrichtung des EMN benennt
jeder Mitgliedstaat (mit Ausnahme von Dänemark) eine Stelle, die als nationale
Kontaktstelle fungiert. Zwar sind die meisten NKS bei dem Ministerium
angesiedelt, das in ihrem Mitgliedstaat für Asyl- und Migrationspolitik
zuständig ist, doch sind einige auch bei Forschungsinstituten oder dem
nationalen Büro der IOM untergebracht, verfügen dann aber durch Kooperation
über enge Verbindungen zum einschlägigen Ministerium. Die Erfahrungen mit dieser
Struktur sprechen dafür, dass sich hieran nichts ändern sollte. Eines sollte
sich jedoch ändern: In den Mitgliedstaaten, in denen die NKS derzeit nicht in
der Lage ist, umfassend an allen EMN-Tätigkeiten teilzunehmen und Beiträge zu
ihnen zu leisten, sollten ausreichende Ressourcen bereitgestellt werden. Auch beim EMN-Lenkungsausschuss sollte die
eine oder andere Änderung vorgenommen werden. Zwar hat er seinen Nutzen
bewiesen, indem er die Tätigkeiten des EMN enger mit dem Bedarf der politischen
Entscheidungsträger verknüpft hat, doch sind einige Verbesserungen denkbar. Als
erstes sollte sich der Lenkungsausschuss stärker darauf konzentrieren, strategische
Orientierung zu geben und so sicherzustellen, dass die Tätigkeiten des EMN für
die politischen Entscheidungsträger von unmittelbarer Relevanz sind. Dies
könnte z. B. dadurch gewährleistet werden, dass die relevanten Akteure
(wie Trios des EU-Vorsitzes, Mitgliedstaaten, Europäische Kommission,
Europäisches Parlament) ihre strategischen Schwerpunkte darlegen und dass die
Mitglieder des Lenkungsausschusses über hinreichende Autorität verfügen, um die
erforderliche politische Orientierung zu geben. Das Europäische Parlament sowie
Dänemark und Norwegen sollten ihren Beobachterstatus im Lenkungsausschuss
behalten. Es sollte ferner eine deutlichere Abgrenzung zwischen den Mitgliedern
des Lenkungsausschusses und ihrer jeweiligen NKS geben[34], so dass
es zu keinem Interessenkonflikt kommen kann und der Lenkungsausschuss einen
oder mehrere Mitgliedstaat(en) aktiver auffordern kann, ihren NKS, bei denen
anhand gemeinsamer Leistungsindikatoren ermittelt wurde, dass sie keine oder
nur eine geringe Leistung erbringen, stärkere Unterstützung zu gewähren.[35] Darüber
hinaus sollte der Lenkungsausschuss mehr zur Intensivierung der Verbindungen
zwischen Forschung und Politikgestaltung unternehmen, indem er beispielsweise
die Implikationen von EMN-Ergebnissen für Migrationspolitik und –verfahren in
Gegenwart und Zukunft hervorhebt. V.
Schlussbemerkungen Das EMN hat sich
als zunehmend hilfreiches Instrument zur Unterstützung von politischen
Entscheidungsträgern erwiesen. Die in diesem Bericht aufgeführten
Verbesserungen würden das EMN dazu befähigen, seine wichtige Aufgabe auch unter
Berücksichtigung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens noch effizienter
wahrzunehmen. Mit Blick auf das bisher geschaffene solide Fundament ist die
Kommission zuversichtlich, dass sich das EMN auch diesen neuen
Herausforderungen erfolgreich stellen wird. Die Kommission sieht der Diskussion über die
weitere Entwicklung des EMN, insbesondere mit den anderen EU-Organen und den
Mitgliedstaaten, auf der Grundlage des vorliegenden Berichts erwartungsvoll entgegen. [1] Entscheidung
2008/381/EG des Rates vom 14. Mai 2008. Mit dem vorliegenden Bericht
kommt die Kommission ihrer Pflicht aus Artikel 13 dieser Entscheidung
nach. [2] Das EMN
besteht bereits seit 2003, damals als Pilotprojekt initiiert, das später in
eine Vorbereitende Maßnahme umgewandelt wurde. Ausführliche Informationen über
das EMN und seine Arbeit sind auf der Website http://www.emn.europa.eu abrufbar. [3] Dänemark
war am Erlass dieser Entscheidung des Rates nicht beteiligt, nimmt aber
informell als Beobachter am EMN teil. [4] Im
Kommissionsbeschluss K(2010) 6171 vom 13. September 2010 wurden
die Grundlagen für die Verwaltungszusammenarbeit zwischen der Europäischen
Kommission und dem Ministerium für Justiz sowie der Polizei des Königreichs
Norwegen bei der Teilnahme Norwegens am Europäischen Migrationsnetzwerk gelegt.
Die Arbeitsvereinbarung trat am 15. November 2010 in Kraft. [5] Seit der
Unterzeichnung des Beitrittsvertrags mit Kroatien am 9. Dezember 2011
nimmt Kroatien am EMN gemäß dem Beschluss K(2011) 9005 der Kommission vom
8. Dezember 2011 über interne Vereinbarungen für den Zeitraum bis zum
offiziellen Beitritt teil. [6] So wurde
beispielsweise das Arbeitsprogramm 2012 des EMN als Beschluss
C(2012) 1771 der Kommission angenommen. [7] Siehe
beispielsweise COM(2012) 250 final und SWD(2012) 139 final. [8] Folgende
Zahlen vermitteln einen Eindruck vom Umfang und der Bandbreite von
Ad-hoc-Anfragen des EMN: 2011 wurden insgesamt 76 Anfragen gestellt, auf
die im Durchschnitt jeweils 17 oder mehr Mitgliedstaaten antworteten; das
entsprich mehr als 1300 Antworten. Das Themenspektrum umfasste Grenzen,
Wirtschaftsmigration, EU-Recht, Familienzusammenführung, irreguläre Migration,
Integration, Schutz, Aufenthaltsort, Rückkehr, Studenten, Menschenhandel und
Visa. [9] 2012
befasst sich die Hauptstudie des EMN mit dem Thema Einwanderung
internationaler Studenten in die EU. In den fokussierten Studien geht es um
Missbrauch des Rechts auf Familienzusammenführung als Beitrag zum Grünbuch
(KOM(2011) 735) über dieses Thema, Schwierigkeiten und Vorgehensweisen
bei der Feststellung der Identität von Antragstellern im Einwanderungsprozess
und Mobilität von Drittstaatsangehörigen innerhalb der EU. [10] Siehe die
erste Ausgabe, die von der GD Inneres auf ihrer Twitter-Seite
(@EUHomeAffairs) angekündigt wurde, unter http://t.co/FDBAbFuO. [11] Der EMN
Fortschrittsbericht 2011 ist diesem Bericht als SEC(2012) 240 beigefügt.
Bezüglich der Vorjahre siehe SEC(2010) 1006 und SEC(2011) 1273. [12] http://ec.europa.eu/immigration/ [13] Diese
Informationen finden sich unter den Überschriften „Was muss ich vor meiner
Abreise tun?“ und „Was tun die EU-Länder?“. [14] http://www.emn.europa.eu [15] Die
EMN-Konferenz 2011 fand in Warschau unter der Schirmherrschaft des polnischen
Vorsitzes der Europäischen Union zum Thema „Irreguläre Migration“ statt. [16] Der letzte
Bericht betraf das Jahr 2009 und wurde im April 2012 fertig gestellt. [17] Daten zum
Thema Asyl werden monatlich vorgelegt, während Daten über Ein- und
Auswanderung, Aufenthaltsgenehmigungen und Staatsbürgerschaft im Einklang mit
der Verordnung (EG) Nr. 862/2007 bis zu 15 Monate nach Abschluss
eines Berichtsjahrs vorgelegt werden (Daten für 2010 lagen beispielsweise erst
im Frühjahr 2012 vor). [18] Zwar gibt
es in allen Mitgliedstaaten (mit Ausnahme von Dänemark) und Norwegen eine NKS,
doch verfügen einige von ihnen noch nicht über die erforderlichen Mitarbeiter,
um an allen EMN-Tätigkeiten teilnehmen zu können. [19] Diese
Bewertung wurde vom Centre for Strategy & Evaluation Services (CSES)
vorgenommen; der Bewertungsbericht kann abgerufen werden unter http://emn.intrasoft-intl.com/Downloads/prepareShowFiles.do?directoryID=249.
[20] KOM(2011) 751
endg. [21] Europäisches
Unterstützungsbüro für Asylfragen, eingerichtet mit der Verordnung (EG)
Nr. 439/2010. [22] Europäische
Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union, eingerichtet mit der Verordnung (EG)
Nr. 2007/2004. [23] Siehe
beispielsweise die von der luxemburgischen NKS aufgebaute Datenbank zur
luxemburgischen Rechtsprechung (http://194.88.246.195/WD160AWP/WD160Awp.exe/CONNECT/EMN_JURISPRUDENCES),
in der nach neueren Entscheidungen luxemburgischer Verwaltungsgerichte gesucht
werden kann und die der breiten Öffentlichkeit sowie Wissenschaftlern und
Rechtsexperten kostenlos zur Verfügung steht. [24] Eine
ausführliche Liste anderer relevanter Einrichtungen ist auf der Website http://www.emn.europa.eu unter „Useful
Links“ zu finden. [25] Agentur
der Europäischen Union für Grundrechte, errichtet kraft Verordnung (EG)
Nr. 168/2007. [26] GDISC
(General Directors of Immigration Services Conference [Konferenz der
Generaldirektoren von Einwanderungsdiensten]), IGC (Zwischenstaatliche
Konsultationen in Fragen der Asyl-, Flüchtlings- und Wanderungspolitik), NORFACE
(New Opportunities for Research Funding Agency Co-operation in Europe), IOM
(Internationale Organisation für Migration), VN (Vereinte Nationen, insbesondere
deren Abteilung Bevölkerungsstatistik), OECD (Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). [27] Siehe
Fußnote 9. [28] Diese
Zusammenfassungen werden verteilt und auch auf der Website des EMN unter „EMN
Informs“ veröffentlicht. [29] Siehe
beispielsweise im Vereinigten Königreich das Migration Observatory (http://www.migrationobservatory.ox.ac.uk)
und in Litauen Migration in Numbers (http://123.emn.lt/).
[30] So
erarbeitete beispielsweise 2011 das EMN eine Studie zum Thema Non-EU
Harmonised Protection Statuses (Nicht-EU Harmonisierter Schutzstatus). [31] Siehe http://frontex.europa.eu/publications?c=risk-analysis
[32] Policies
on Reception, Return and Integration arrangements for, and numbers of,
Unaccompanied Minors (EMN, Mai 2010) und Separated, asylum-seeking
children in European Union Member States (FRA, November 2010). Beide Berichte
flossen in den Aktionsplan für unbegleitete Minderjährige (KOM(2010) 213)
ein. [33] Practical
Measures for Reducing Irregular Migration (EMN, April 2012) und Fundamental
rights of migrants in an irregular situation in the European Union (FRA,
November 2011). [34] Derzeit
fungieren Mitglieder des Lenkungsausschusses aus ungefähr
12 Mitgliedstaaten gleichzeitig als NKS für ihren Mitgliedstaat. [35] Dazu
können gehören: Beiträge zu Studien und Berichten, Zahl der Antworten auf
Ad-hoc-Anfragen, Stand der Entwicklung nationaler Netzwerke und von
Verbreitungstätigkeiten, Intensität der Vernetzung auf EU-Ebene (wie sie
z. B. in der Teilnahme an Sitzungen, Antworten auf Ad-hoc-Anfragen zum
Ausdruck kommt) und andere Aspekte von Arbeitsplänen.