MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN Hochleistungsrechnen: Europas Position im weltweiten Wettlauf /* COM/2012/045 final */
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS
EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND
SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN Hochleistungsrechnen: Europas Position im
weltweiten Wettlauf
1.
Zweck
In dieser Mitteilung wird die strategische
Bedeutung der Hochleistungsrechentechnik (High-Performance Computing,
HPC) als wesentliches Element der Innovationsfähigkeit der Europäischen Union
dargelegt, und die Mitgliedstaaten, die Industrie und die Forschergemeinde
werden aufgerufen, in Zusammenarbeit mit der Kommission die gemeinsamen
Anstrengungen zu verstärken, damit Europa bis 2020 eine führende Position bei
der Bereitstellung und Nutzung von HPC-Systemen und HPC-Dienstleistungen
erreicht[1]. Diese Mitteilung
schließt sich an die Mitteilung zur IKT-Infrastruktur für die e-Wissenschaft
und an die Schlussfolgerungen des Rates an, in denen ein weiterer Ausbau der
Rechnerinfrastrukturen wie die Partnership for Advanced Computing in Europe
(PRACE)[2] sowie die Zusammenlegung von Investitionen in das High-Performance
Computing im Rahmen von PRACE gefordert wird, um die Stellung der
europäischen Industrie und Forschung und Lehre bei der Nutzung, Entwicklung und
Fertigung fortgeschrittener Rechnerprodukte, ‑dienste und ‑technologien
zu stärken[3].
2.
High-Performance Computing: Wozu?
Der Wettlauf um die Spitzenstellung bei
HPC-Systemen wird sowohl durch die Notwendigkeit vorangetrieben, große
gesellschaftliche und wissenschaftliche Herausforderungen auf wirksamere
Weise zu bewältigen, beispielsweise die Früherkennung und Behandlung von
Erkrankungen wie Alzheimer, die Entschlüsselung des menschlichen Gehirns[4], die Vorhersage der
Klimaentwicklung oder die Verhütung und Bewältigung von Katastrophen großen
Ausmaßes, sowie vom Innovationsbedarf der Industrie bei Produkten und
Dienstleistungen. 97 % der Industrieunternehmen, die HPC einsetzen, halten sie für
unverzichtbar, wenn es um ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie um
ihr unternehmerisches Überleben geht[5]. Dank HPC
konnten die Automobilhersteller die für die Entwicklung neuer
Fahrzeugplattformen benötigte Zeit von 60 auf 24 Monate verkürzen und
dabei Crash-Festigkeit, Umweltfreundlichkeit und Insassenkomfort deutlich
verbessern. Einige dieser Hersteller gaben Einsparungen von 40 Mrd. EUR
durch den HPC-Einsatz an. HPC liegt auch den Wettervorhersagen zugrunde, die
wir bei der Planung unserer alltäglichen Aktivitäten heranziehen und auf die
wir uns bei der Bewältigung von Unwetterlagen verlassen, bei denen es um
Menschenleben und hohe materielle Verluste gehen kann. Krankenhäuser in
Deutschland setzen HPC ein, um vorherzusagen, welche werdenden Mütter durch
Kaiserschnitt entbunden werden müssen, um zu vermeiden, dass riskantere
Entscheidungen in letzter Minute auf herkömmliche Weise während der Entbindung
getroffen werden müssen. HPC ist somit sowohl für die industriellen Fähigkeiten
der EU als auch für die Bürger Europas von höchster Bedeutung. Makroökonomisch betrachtet zeigt sich, dass
Investitionen in HPC eine äußerst hohe Rendite erwirtschaften und Unternehmen
und Länder, die am meisten in HPC investieren, auf wissenschaftlichem und
wirtschaftlichem Gebiet am erfolgreichsten sind. Fortschritte bei HPC, wie neue
Rechentechnologien, Software, Energieeffizienz, Speicheranwendungen usw.,
fließen darüber hinaus in die weitere IKT-Industrie und den Massenmarkt ein, wo
sie innerhalb von fünf Jahren nach Einführung im Bereich der HPC-Spitzenklasse den
privaten Verbrauchern zur Verfügung stehen. Umgekehrt findet auch
fortgeschrittene Computertechnik, die für den Verbraucherbereich konzipiert
wurde (z. B. energieeffiziente Chips, Grafikkarten) verstärkt Eingang in
die Hochleistungsrechentechnik.
3.
Der europäische Markt für High-Performance
Computing
Europa verfügt über Stärken bei der
HPC-Anwendung sowie bei der Entwicklung fortgeschrittener Software und
Dienstleistungen. Dennoch hatten HPC-Anbieter aus der EU 2009 nur einen
Marktanteil von 4,3 %5. Die meisten HPC-Hersteller in der EU
verschwanden bis zum Beginn des neuen Jahrtausends vom Markt. Seither haben in
den USA hergestellte Supercomputer 95 % des EU-Markts erobert. Die Nachfrage nach HPC speist sich im
Wesentlichen aus drei Gruppen: dem staatlichen Sektor, der strategische
nationale Sicherheitsinteressen wahrnimmt, dem Sektor der öffentlichen
Forschung und Innovation, der hauptsächlich Rechenzentren umfasst, die mit
Universitäten assoziiert oder als zentrale nationale Einrichtungen etabliert
sind, sowie der Industrie. Größenmäßig handelt es sich beim EU-Markt für hochwertige
HPC-Systeme um einen relativ kleinen Markt: Er belief sich 2009 auf rund
630 Mio. EUR, weltweit wächst er jedoch seit 2003 mit einer mittleren
jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 3 %. Etwa zwei Drittel dieses Markts
hängt von öffentlicher Finanzierung ab. Der umfassendere globale HPC-Markt
(HPC-Systeme, Speicherung, Middleware, Anwendungen und Dienstleistungen) hatte
2010 ein Volumen von 14 Mrd. EUR, wovon rund 32 % auf Europa
entfielen, und wies eine Wachstumsrate (CAGR) von 7,5 % auf.5 Hinsichtlich der eingesetzten HPC-Kapazität
verlor die EU von 2008 bis 2010 10 % der hochwertigen Rechnerkapazität,
während andere Nationen ihre Anstrengungen in diesem Bereich in demselben
Zeitraum verstärkten. 2011 verfügten die USA und Japan jeder für sich über mehr
HPC-Kapazität als alle EU-Länder zusammen[6],
und China hatte mehr Kapazität als jeder einzelne Mitgliedstaat. China und
Russland erklärten HPC zu einem Bereich von strategischem Vorrang und
steigerten ihre Anstrengungen massiv. Weniger hochwertige Rechnerressourcen in
der EU bedeuten jedoch, dass das wissenschaftliche Know-how, das sich
wesentlich auf HPC stützt und die Entwicklung neuer HPC-Systeme beeinflusst, in
Europa schwächelt. Wissenschaftler verlegen daher ihre Forschungstätigkeit in
andere Weltgegenden, wo sie ein besseres Umfeld für HPC vorfinden. Die EU kann sich vieler erfolgreicher
Unternehmen für wissenschaftliche und technische Software rühmen und ist in
vielen wichtigen Bereichen der Entwicklung paralleler Software gut aufgestellt.
Die große Mehrzahl der maßgebenden, auf HPC-Rechnern in der EU eingesetzten
Anwendungen paralleler Software wurde in Europa geschaffen und wird hier
weiterentwickelt. Die Beherrschung fortgeschrittener HPC-Hardware steht aber in
engem Zusammenhang mit der zugehörigen Software – ein Zurückfallen auf der
einen Seite führt unweigerlich zu einem Verlust von Fähigkeiten auf der anderen
Seite.
4.
Erneuerung des HPC in Europa
Die Notwendigkeit einer Politik auf
EU-Ebene wird zunehmend anerkannt Die Entwicklung der HPC-Technik galt lange als
eine nationale Angelegenheit der Mitgliedstaaten, bei der häufig militärische
und kernenergietechnische Anwendungen die treibende Kraft waren. In den letzten
Jahren hat die zunehmende Bedeutung des HPC für Forschung und Industrie wie
auch der exponentielle Anstieg der Investitionen, die zur Erhaltung der
Wettbewerbsfähigkeit auf weltweitem Niveau erforderlich sind, zu der
gemeinsamen Einsicht geführt, dass eine „Europäisierung“ dieses Bereichs für alle
von Vorteil wäre. Dies gilt auch für Mitgliedstaaten, die Schwierigkeiten bei
der Schaffung autarker nationaler HPC-Infrastrukturen haben, wohingegen sie
einen wertvollen Beitrag zu HPC-Fähigkeiten auf EU-Ebene leisten als auch von
einer solchen profitieren können. 2006 veröffentlichte die Taskforce zu HPC in
Europa das Weißbuch „Scientific Case for Advanced Computing in Europe“[7], in dem für HPC als Stütze der
Wettbewerbsfähigkeit der EU plädiert wurde. Diese Arbeiten wurden im
Zusammenhang mit dem Fahrplan für Forschungsinfrastrukturen des ESFRI[8] durchgeführt. Sie hatten die
Konsolidierung nationaler HPC-Strategien zur Folge, z. B. in Deutschland
und Frankreich mit Gründung des Gauss Centre for Supercomputing e. V. bzw.
von GENCI (Grand Equipement National de Calcul Intensif). Diese
Entwicklungen führten ihrerseits zur Einrichtung von PRACE, da den
Mitgliedstaaten und nationalen Akteuren klar wurde, dass sie nur durch
gemeinsame und koordinierte Anstrengungen in der Lage sein werden,
wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies wurde vom Rat 2009 unterstützt, der zu
weiteren Bemühungen in diesem Bereich aufrief. Jetzt ergeben sich neue
Handlungsmöglichkeiten Der HPC-Bereich macht derzeit große
Veränderungen durch, da die nächste Generation von Rechnersystemen („Systeme im
Exa-Maßstab“1) für 2020 entwickelt
wird. Bei diesen neuen Systemen sind zahlreiche schwierige Herausforderungen zu
bewältigen, von der Verringerung des Energieverbrauchs auf ein Hundertstel[9] bis zur Entwicklung von
Programmiermodellen für Computer, die Millionen von Rechnerelementen umfassen.
Die Herausforderungen sind für alle Akteure in diesem Bereich die gleichen und
können nicht durch bloße Extrapolation bewältigt werden, sondern erfordern
radikale Innovationen bei vielen Rechentechnologien. Den Akteuren in Industrie
und Forschung in der EU gibt dies die Chance, sich in diesem Bereich neu zu
positionieren. Europa verfügt über Erfahrung in der
gesamten Lieferkette Europa verfügt über alle technischen
Fähigkeiten und das qualifizierte Personal, um die Herausforderungen des
Exa-Computing anzugehen, d. h. heimische Fähigkeiten herauszubilden, die
das gesamte Technologiespektrum von Prozessorarchitekturen bis hin zu
Anwendungen abdecken[10].
Auch wenn die EU im Vergleich zu den USA bei HPC-Systemanbietern hinterher
hinkt, weist es besondere Stärken bei Anwendungen, bei Rechnern mit äußerst
geringer Leistungsaufnahme sowie bei Systemen und Integration auf, auf denen
aufgebaut werden kann, um sich mit Erfolg an diesem globalen Wettlauf zu
beteiligen und die EU als Anbieter von Spitzentechnologie wieder auf die
Weltbühne zurück zu bringen. Die Partnerschaft für
Hochleistungsrechentechnik in Europa (PRACE) weist den Weg Nach der Errichtung von PRACE mit eigener
Rechtspersönlichkeit im Jahr 2010 hat der akademische Bereich seine führenden
Rechnersysteme in einer einzigen Infrastruktur zusammengelegt und allen
Forschern in der EU zur Verfügung gestellt. Für die Erreichung der kritischen
Masse und die Gewährung des Zugangs zu diesen HPC-Systemen der Spitzenklasse ist
nunmehr die wissenschaftliche Exzellenz ausschlaggebend, nicht mehr der
geografische Standort eines Wissenschaftlers. PRACE weitet ihre Dienste auf
HPC-Systeme im mittleren Leistungsbereich mit dem Ziel aus, eine Plattform für
verteiltes Rechnen (Distributed Computing) bereitzustellen, die von den
Nutzern unabhängig von ihrem Standort und der Verfügbarkeit nationaler Mittel
genutzt werden kann. Mit dem PRACE-Modell der Bündelung und gemeinsamen Nutzung
von Systemen und Fachwissen werden die vorhandenen begrenzten Ressourcen auf
optimale Weise genutzt. Der Nutzen
eines erneuten Engagements im HPC-Bereich für Europa Die Erlangung
eines unabhängigen Zugangs zu HPC-Systemen und ‑Dienstleistungen in der
EU würde Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der IKT-Branche und der Wirtschaft
insgesamt fördern. Investitionen in HPC-Exzellenzzentren würden zu Konzeption
und Bau dedizierter HPC-Systeme mit spezifischen Merkmalen beitragen, die auf
gegebene gesellschaftliche oder industrielle Herausforderungen optimal zugeschnitten
sind (z. B. ist für die Simulation des menschlichen Gehirns eine andere
Computerarchitektur erforderlich als für Entwurf und Simulation eines
effizienteren Akkumulators für Elektroautos).
5.
Die vor uns liegenden Herausforderungen
Das Zusammenkommen der drei oben dargelegten
Faktoren, i) des Wettlaufs beim Exa-Computing, ii) der Verfügbarkeit des
Technologieangebots in Europa und iii) des Erfolgs von PRACE, ermöglicht es der
EU jetzt, sich erneut im HPC-Bereich zu engagieren und eine Spitzenstellung
sowohl als Anbieter von Technologien, Systemen, Anwendungsprogrammcode und ‑dienstleistungen
als auch bei deren Nutzung zur Lösung großer wissenschaftlicher, industrieller
und gesellschaftlicher Probleme anzustreben. Die Umkehrung des derzeitigen HPC-Niedergangs
in der EU erfordert eine Konzertierung der Anstrengungen im Sinne einer
wirksameren Reaktion auf eine Reihe von Mängeln und Herausforderungen: (a)
Die öffentlichen HPC-Dienste EU-weit und in den
Mitgliedstaaten sind weiterhin fragmentiert. Dies führt zu einer ineffizienten
Nutzung der Ressourcen und einem nur teilweise erfolgenden Austausch von
Fachwissen. (b)
Die EU gibt erheblich weniger als andere Regionen
für den Erwerb von Rechnersystemen der Spitzenklasse aus (nur halb so viel wie
die USA bei einem vergleichbaren BIP5). Folglich sind Anzahl und
Leistung der in der EU verfügbaren Rechnersysteme verglichen mit anderen
Weltregionen einfach zu niedrig, und die für HPC vorgesehenen FuE-Mittel sind
gering. (c)
Innerhalb der Europäischen Union werden anders als
in den USA nur sehr wenige öffentliche FuE-Beschaffungsmittel im Wege der
vorkommerziellen Auftragsvergabe vergeben[11].
Die vorkommerzielle Auftragsvergabe steht als Mittel zur Verfügung, um
innovative FuE zur Erreichung spezifischer Technologie- und Systemziele zu
beschaffen. Insbesondere in den USA wird die vorkommerzielle Auftragsvergabe
genutzt, um den Stand der Technik im HPC-Bereich voranzubringen[12]. Innerhalb der Europäischen
Union wird die Mehrzahl der HPC-Spitzensysteme vom öffentlichen Sektor
beschafft. Die Zusammenlegung von nationalen und EU-Mitteln für die
vorkommerzielle Auftragsvergabe ist ein Schlüsselelement, das die
HPC-Fähigkeiten der EU voranbringen kann und die Entwicklung von Systemen im
Exa-Maßstab für das HPC ermöglicht, die sich ein einzelner Mitgliedstaat nicht
leisten kann. (d)
Die europäischen HPC-Anbieter haben es sehr schwer,
ihre Produkte in Nicht-EU-Ländern mit nationalen HPC-Anbietern an den
öffentlichen Sektor zu verkaufen, weil dem nationale Bestimmungen, z. B.
aus Gründen der nationalen Sicherheit, entgegenstehen. Gleichzeitig kommt
geistiges Eigentum, das in europäischen HPC-relevanten Forschungsprojekten
entwickelt wurde, häufig hauptsächlich den außerhalb der EU befindlichen
Muttergesellschaften der teilnehmenden Unternehmen zugute, da das
Forschungsrahmenprogramm für den Transfer von geistigem Eigentum an verbundene
Unternehmen in Drittländern nur wenige Einschränkungen vorsieht. Es muss daher
ein ausgewogenerer Mechanismus gefunden werden. (e)
Die Interaktion von Industrie und Universitäten bei
der Nutzung von Systemen, Anwendungsprogrammcode und Dienstleistungen der
Rechnerspitzenklasse ist begrenzt, besonders hinsichtlich der HPC-Nutzung für
Innovationen im Industrie- und Dienstleistungsbereich. Europa mangelt es auch
an fortgeschrittenen experimentellen Rechnereinrichtungen der Spitzenklasse,
die es der Industrie und den Universitäten ermöglichen würden, Möglichkeiten
der Exa-Technologie zu erforschen oder Hardware und Software für bestimmte
Anwendungen gemeinsam zu entwerfen. (f)
Es gibt nur wenig gut geschultes Personal mit einer
angemessenen Ausbildung im HPC-Bereich, besonders was die parallele
Programmierung angeht. Dazu kommt, dass Wissenschaftler, die sich mit
Rechenwerkzeugen und Anwendungsprogrammcode befassen, häufig keine attraktiven
Karriereaussichten haben. Dies steht der HPC-Nutzung in Forschung und Industrie
entgegen. Bis 2020 wird die Rechenleistung, die heute in den leistungsfähigsten
HPC-Systemen verfügbar ist, auf Desktopsystemen bereitstehen. Gut ausgebildetes
Personal, das diese Rechenleistung effizient einsetzen kann, ist von ganz
wesentlicher Bedeutung.
6.
Ein Aktionsplan zur Erreichung einer
Spitzenstellung Europas im Bereich HPC
Der Rat hat einen weiteren Ausbau der
europäischen Infrastruktur für die Hochleistungsrechentechnik und eine
Zusammenlegung der nationalen Investitionen im HPC-Bereich gefordert, um die
Stellung der europäischen Industrie und Universitäten bei Einsatz, Entwicklung
und Herstellung fortgeschrittener Rechnerprodukte, ‑dienstleistungen und ‑technologien
zu stärken2. Das ist das übergeordnete Ziel, an dem sich eine
erneuerte europäische HPC-Strategie ausrichtet. Einzelziele Zur Erreichung dieses allgemeinen Ziels wurden
die folgenden Einzelziele festgelegt: ·
Bereitstellung einer europäischen HPC-Infrastruktur
von Weltklasse, die einer breiten Palette universitärer und industrieller
Nutzer und besonders KMU zugute kommt, einschließlich im HPC-Bereich gut
ausgebildeten Personals; ·
Gewährleistung eines unabhängigen Zugangs zu
HPC-Technologien, ‑Systemen und ‑Dienstleistungen für die EU; ·
Etablierung einer gesamteuropäischen
HPC-Leitungsstruktur zur Zusammenlegung ausgeweiteter Ressourcen und Steigerung
der Effizienz, unter anderem durch die strategische Nutzung einer gemeinsamen
und vorkommerziellen Auftragsvergabe; ·
Sicherstellung der Position der EU als weltweiter
Akteur. Der HPC-Bereich ist für die Gesellschaft, die
Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationsfähigkeit Europas von großer
strategischer Bedeutung. Um das Ziel der Exzellenz bei der HPC-Nutzung zu
erreichen und einen unabhängigen Zugang zu Systemen und Dienstleistungen in der
EU zu gewährleisten, müssen mehrere Maßnahmen zur gleichen Zeit von den
Mitgliedstaaten, der Kommission und der Industrie ergriffen werden. Diese
(unten aufgeführten) Maßnahmen werden sich in synergetischer Weise sowohl auf
das HPC-Angebot als auch die HPC-Nachfrage auswirken. Komplementäre, speziell auf HPC ausgerichtete Forschungstätigkeiten
werden als solche hier nicht angesprochen, da sie Teil der Maßnahmen zur
fortgeschrittenen Rechentechnik des gemeinsamen strategischen Rahmens der EU
für Forschung und Innovation „Horizont 2020“[13] sind.
6.1.
Leitungsstrukturen auf EU-Ebene
Ein Aktionsplan für eine Erneuerung im
HPC-Bereich durch die EU bedarf einer angemessenen Führung, um konkrete Ziele
festzulegen, politische Entscheidungen zu treffen, Fortschritte zu überwachen
und über mehrere Mitgliedstaaten hinweg Ressourcen zusammenzulegen und gemeinsam
zu nutzen. Die Führung sollte fair, offen, einfach und effizient sein und dazu
beitragen, Interessen, Fähigkeiten und Ressourcen auszugleichen und zwischen
ihnen zu vermitteln. Eine solche Führung umfasst zwei wesentliche
Dimensionen. Sie sind über die HPC/PRACE-Zentren, die die Entwicklung und
Innovation vorantreiben, miteinander verknüpft. (g)
Für die Industrie durch die von der
Industrie geführte Technologieplattform für HPC-Anbieter in der EU und ein Netz
von Kompetenzzentren, die Fachwissen und Dienstleistungen zu HPC-Anwendungen
und Softwareentwicklung bereitstellen; (h)
Für die Wissenschaft durch PRACE und
Exzellenzzentren, die vordringliche gesellschaftliche und wissenschaftliche
Herausforderungen durch Einführung und Anwendung von HPC-Software und ‑Dienstleistungen
angehen. · Die EU-Industrie, die Systeme und Dienstleistungen im HPC-Bereich anbietet, sollte die Forschungsagenda über die Technologieplattform koordinieren und dadurch eine kritische Masse industrieller FuE im HPC-Bereich schaffen.
6.2.
Finanzausstattung
Das 2009 erreichte Investitionsniveau von
630 Mio. EUR pro Jahr5 zur Anschaffung von HPC-Ressourcen der
Spitzenklasse in ganz Europa reicht nicht aus, um Systeme und Dienstleistungen
im HPC-Bereich auf weltweit wettbewerbsfähigem Niveau aufrecht zu erhalten. Es
müsste auf rund 1,2 Mrd. EUR im Jahr verdoppelt werden, damit Europa
wieder zu einem maßgebenden Akteur im HPC-Bereich wird5. Die
Konsultation der Beteiligten hat die Notwendigkeit eines solchen erhöhten
Investitionsniveaus bestätigt. In Ergänzung der derzeitigen Anstrengungen
wären somit zusätzlich 600 Mio. EUR erforderlich, die gemeinsam von den
nationalen Haushalten, der Kommission (z. B. Gemeinsame Programmplanung)
und industrielle Nutzer aufzubringen wären. Etwa die Hälfte dieser zusätzlichen
Mittel würde auf die Beschaffung von HPC-Systemen und Prüfeinrichtungen
entfallen, ein weiteres Viertel auf die Ausbildung und das verbleibende Viertel
auf die Entwicklung und Hochskalierung von HPC-Software. · Die Union, die Mitgliedstaaten und die Industrie sollten ihre Investitionen in HPC auf rund 1,2 Mrd. EUR im Jahr steigern, was hinsichtlich des BIP-Anteils anderen Weltregionen entsprechen würde.
6.3.
Verfahren zur vorkommerziellen Auftragsvergabe und
Zusammenlegung von Ressourcen
Hauptabnehmer für HPC
der Spitzenklasse ist der öffentliche Sektor. Ein Teil seiner Haushaltsmittel
(in der Größenordnung von 10 % im Jahr), die für die Beschaffung von
HPC-Systemen in der EU aufgewendet werden, sollte für die vorkommerzielle
Auftragsvergabe genutzt werden, um heimische EU-Lieferfähigkeiten auszubauen
und zu erhalten, die das gesamte Technologiespektrum von Prozessorarchitekturen
bis hin zu Anwendungen abdecken. Auf dem Wege dieser von staatlicher Seite
initiierten Investitionen könnten HPC-Anbieter in der EU dabei unterstützt
werden[14], etwa alle zwei Jahre ein HPC-System der Spitzenklasse zu entwickeln. Maßnahmen der
vorkommerziellen Auftragsvergabe für FuE im HPC-Bereich in der EU könnten für
eine Kofinanzierung durch die Union in Frage kommen (z. B. über
Horizont 2020 – eInfrastrukturen, Instrumente der Kohäsionspolitik)[15], indem einer der folgenden Wege eingeschlagen wird: (a)
Gemeinsame Aktionen zur vorkommerziellen Auftragsvergabe
unter Beteiligung mehrerer oder aller Mitgliedstaaten (z. B. von PRACE
organisiert) zur Entwicklung von HPC-Fähigkeiten der Spitzenklasse mit
eindeutigem europäischem Auftrag. (b)
Aktionen der vorkommerziellen Auftragsvergabe, die
von bedeutenden Nutzern oder Mitgliedstaaten einzeln (also ohne Zusammenlegung
nationaler Haushaltsmittel) durchgeführt werden, könnten ebenfalls finanziell
gefördert werden15 (in einem geringeren Ausmaß als unter
Buchstabe a), wenn i) ein angemessener Anteil der sich daraus ergebenden
HPC-Entwicklung allen europäischen Nutzern zur Verfügung gestellt wird, ii) die
vorkommerzielle Auftragsvergabe allen Rechtspersonen offen steht, die zur
finanziellen Förderung im Rahmen von Horizont 2020 berechtigt sind, und
iii) die Spezifikationen so festgelegt werden, dass sie den Erfordernissen auf
EU-Ebene entsprechen. · Die Mitgliedstaaten sind aufgerufen, gemeinsame Beschaffungsmaßnahmen durchzuführen und die vorkommerzielle Auftragsvergabe zu nutzen, um die Entwicklung fortgeschrittener Systeme und Dienstleistungen im HPC-Bereich zu fördern. Jeder Mitgliedstaat sollte aktiv zur Nutzung der vorkommerziellen Auftragsvergabe ermuntern und dafür Mittel in der Größenordnung von 10 % seines jährlichen HPC-Beschaffungshaushalts vorsehen. · Die Kommission sollte zu der von den Mitgliedstaaten insgesamt aufgebrachten Finanzierung zur vorkommerziellen Auftragsvergabe für HPC-Systeme und ‑Dienstleistungen mit Auftrag auf EU-Ebene und EU-weiter Verfügbarkeit beitragen. · HPC-Projekte im Rahmen von eInfrastruktur, die von der Kommission finanziell unterstützt werden, sollten dazu ermutigt werden, die vorkommerzielle Auftragsvergabe zu nutzen, wo dies von Belang ist. · Die EU-Industrie wird aufgerufen, sich aktiv bei Anstrengungen im Bereich des fortgeschrittenen HPC und der Anwendungsentwicklung in Reaktion auf eine vorkommerzielle Auftragsvergabe zu engagieren.
6.4.
Ausbau des europäischen HPC-Ökosystems
PRACE gewährleistet eine breite Verfügbarkeit
von HPC-Ressourcen unter gleichen Zugangsbedingungen. Sie muss durch folgende
Kompetenzen weiter gestärkt werden: i) Bündelung von nationalen und
EU-Mitteln, ii) Festlegung der Spezifikationen und gemeinsame
(vorkommerzielle) Auftragsvergabe für Systeme der Spitzenklasse,
iii) Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Vorbereitung von
Beschaffungsvorhaben, iv) Erbringung von Forschungs- und
Innovationsdienstleistungen für die Industrie und v) Bereitstellung einer
Plattform für den Austausch der Ressourcen und Beiträge, die für den Betrieb
der Hochleistungsrecheninfrastruktur erforderlich sind. Darüber hinaus muss eine eInfrastruktur
für HPC-Anwendungssoftware und ‑Werkzeuge geschaffen werden. Sie sollte
die Stärken der EU bei HPC-Anwendungen durch die Koordinierung und Stimulierung
der Entwicklung und Skalierung von Parallel-Softwarecode und durch das
Verfügbarmachen hochwertiger HPC-Software für Anwender weiter festigen. · PRACE-Mitgliedsländer sollten die Weiterentwicklung von PRACE zu einer global führenden eInfrastruktur unterstützen. · Exzellenzzentren sollten eingerichtet werden für die Anwendung des HPC in den für Europa wichtigsten wissenschaftlichen oder industriellen Bereichen (z. B. Energie, Lebenswissenschaften und Klima). · PRACE sollte ihre Führungsstrukturen für die oben beschriebene erweiterte Rolle verfeinern, sich auf eine erste größere vorkommerzielle Auftragsvergabe 2014 vorbereiten, ihre Dienstleistungen weiterhin der gesamten europäischen Forschung und Lehre zur Verfügung stellen und der Industrie Schulungen und Fachwissen bereitstellen. Supercomputing-Zentren, die ihre Länder als PRACE-Hauptpartner vertreten, sollten die Rechtspersönlichkeit von PRACE stärken und auf eine Weise organisieren, dass sie in der Lage ist, diese erweiterte Rolle zu übernehmen. · Die europäische Industrie wird eindringlich aufgerufen, die Dienste und das Know-how von PRACE und ihrer Partner in Anspruch zu nehmen. · Die Kommission wird PRACE weiter unterstützen und gewährleisten, dass sie ein fester Bestandteil der europäischen eInfrastruktur bleibt, und sie wird die Schaffung und den Betrieb einer europäischen eInfrastruktur für das HPC unterstützen. · Zentren für das Co-Design von Hardware und Software sollten eingerichtet werden und die Weiterentwicklung von Technologien, HPC-Ressourcen, Werkzeugen und Methoden in den Vordergrund stellen.
6.5.
Ausschöpfung des HPC-Potenzials durch die Industrie
Der Industrie kommt eine doppelte Rolle in der
Hochleistungsrechentechnik zu: erstens als Anbieter von Systemen, Technologien
und Softwaredienstleistungen für das HPC und zweitens als Anwender des HPC für
die Innovation bei Produkten, Verfahren und Dienstleistungen. Beide sind
wichtig, um Europa wettbewerbsfähiger zu machen. Besonders für KMU ist der
Zugang zu HPC, Modellbildung, Simulation, Dienstleistungen zur
Produkt-Prototyperstellung und Beratungsdienstleistungen wichtig, um
wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Aktionsplan wird für einen doppelten
Ansatz plädiert: Stärkung sowohl der Nachfrage als auch des Angebots der
Industrie im HPC-Bereich. · Die Mitgliedstaaten werden ermutigt, HPC-Kompetenzzentren einzurichten, die den Zugang der Industrie, besonders von KMU, zu HPC-Dienstleistungen erleichtern, und sollten Supercomputing-Zentren für den Know-how-Transfer unterstützen. · Die Kommission sollte die Einrichtung eines Netzes von HPC-Kompetenzzentren unterstützen, um europaweite Dienste und die Verbreitung bewährter Praktiken zu fördern (z. B. Förderung von HPC-Expertenteams, die industrielle Anwender unterstützen). · Die Mitgliedstaaten und die Kommission sollten die nötigen Maßnahmen treffen, um die Zahl der Arbeitnehmer wesentlich zu erhöhen, die über eine gute Ausbildung und gute HPC-Kenntnisse verfügen (z. B. durch ein Modellcurriculum und durch Schulungen an HPC-Kompetenzzentren)[16]. · Die HPC-Branche der EU sollten ihre Anstrengungen steigern, ein unabhängiges und dem Stand der Technik entsprechendes EU-Angebot an wichtigen HPC-Komponenten, Software und Systemen sicherzustellen. · Die EU-Industrie sollte proaktiv an die Nutzung und Anwendung der HPC als wesentliches Werkzeug für die Entwicklung innovativer Dienstleistungen und Produkte herangehen.
6.6.
Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen
Um eine autonome und lebensfähige industrielle
Kapazität im Bereich der Hochleistungsrechentechnik der Spitzenklasse zu
entwickeln, muss die EU sicherstellen, dass ihre HPC-Branche in der gleichen
Weise fairen Zugang zu den Weltmärkten erhält, wie die entsprechende Branche
anderer Weltregionen Zugang zum EU-Binnenmarkt hat, und dass europäische
FuE-Investitionen im HPC-Bereich eindeutig der Wirtschaft der EU zugute kommen. · Die Kommission wird Ungleichheiten beim HPC-Marktzugang in ihren IKT-Dialogen und in Handelsgesprächen mit den betreffenden Ländern ansprechen und dabei anstreben, dass deren nationale HPC-Beschaffung und FuE der in der EU ansässigen Industrie offen stehen14. · Für geistiges Eigentum, das im HPC-Bereich mit Unterstützung des Programms „Horizont 2020“ gewonnen wird, kann die Kommission weitere Nutzungsverpflichtungen festlegen[17]. ·
7.
Schlussfolgerungen
Mit der Schaffung der Europäischen
Weltraumorganisation (ESA) im Jahr 1975 traf Europa die Entscheidung, dass ein
unabhängiger Zugang zum Weltraum ein strategisches Ziel darstellt, das für die
Wettbewerbsfähigkeit Europas von wesentlicher Bedeutung ist. In dieser
Mitteilung wird für eine ähnlich strategische Entscheidung im Hinblick auf
HPC-Systeme und ‑Dienste plädiert, die für die soziale, wirtschaftliche
und wissenschaftliche Entwicklung der EU und ihre Wettbewerbsfähigkeit
ausschlaggebend sind. Diese erneuerte HPC-Strategie wird die EU als Zentrum für
Innovation, Kernpunkt wissenschaftlicher Exzellenz und globalen Partner
positionieren. Die EU sollte bei der Rechentechnik im Exa-Maßstab zur Spitzengruppe
gehören. Die Kommission wird in enger Zusammenarbeit
mit den Mitgliedstaaten die Umsetzung dieses Aktionsplans überwachen und dem
Europäischen Parlament und dem Rat bis 2015 Bericht erstatten. [1] High-Performance Computing (HPC) wird in dieser
Mitteilung als Synonym für High-End Computing, Supercomputing, World-Class
Computing usw. verwendet, um es von Distributed Computing, Cloud
Computing und Compute-Servern zu unterscheiden. Es gibt keine
feststehende Definition dafür, ab wann ein Computer als Hochleistungsrechner
anzusehen ist. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Mikroprozessorenleistung
seit vielen Jahren exponentiell ansteigt, so dass jede Festlegung schon bald
überholt ist. In der Regel gilt ein Computer als Hochleistungsrechner, wenn er
viele Prozessoren (Dutzende, Hunderte oder gar Tausende) verwendet, die
vernetzt sind, so dass eine Leistung weit über der eines einzelnen Prozessors
erreicht wird. Die derartige Verwendung von zahlreichen Prozessoren wird
zuweilen auch als Parallel-Computing bezeichnet. In den
leistungsfähigsten Rechnern des Jahres 2010 werden Hunderttausende
Prozessorkerne eingesetzt, sie bewältigen 1015 Fließkommaoperation
pro Sekunde (als „Petaflop“ bezeichnet). Dies übersteigt die Leistung des
leistungsfähigsten Rechners, der im Jahr 2000 ausgeliefert wurde, um das
Tausendfache, der seinerseits 1000 Mal so leistungsfähig war wie Rechner
ein Jahrzehnt zuvor. Experten gehen davon aus, dass es bis 2020 Computer geben
wird, deren Leistungsfähigkeit im Exa-Bereich liegt (1018 Operationen
in der Sekunde). [2] PRACE: www.prace-ri.eu [3] KOM(2009) 108; Schlussfolgerungen des Rates
17190/09 und 9451/10. [4] Siehe
z. B. die Initiative zur virtuellen Humanphysiologie (Virtual
Physiological Human), www.vph-noe.eu;
The Human Brain Project, www.humanbrainproject.eu. [5] Studien der IDC (International Data Corporation) „A
Strategic Agenda for European Leadership in Supercomputing: HPC 2020“
und „Financing a Software Infrastructure for Highly Parallelised Codes“. [6] www.top500.org/charts/list/37/countries. [7] www.hpcineuropetaskforce.eu/files/Scientific case for
European HPC infrastructure HET.pdf. [8] European Strategy Forum for Research Infrastructures,ec.europa.eu/research/infrastructures/index_en.cfm?pg=esfri. [9] Entsprechend
den Zielen Europas für eine umweltfreundliche Wirtschaft,
ec.europa.eu/europe2020/targets/eu-targets/index_en.htm; KOM(2009) 111,
Mobilisierung der Informations- und Kommunikationstechnologien für die
Erleichterung des Übergangs zu einer energieeffizienten, kohlenstoffarmen
Wirtschaft. [10] Konsultationsveranstaltungen
mit HPC-Experten im September 2010 und März 2011,
cordis.europa.eu/fp7/ict/e-infrastructure/events-p-2011_en.html [11] KOM(2007) 799, Vorkommerzielle Auftragsvergabe –
Innovationsförderung zur Sicherung tragfähiger und hochwertiger öffentlicher
Dienste in Europa: „In den USA belaufen sich die jährlichen Ausgaben des
öffentlichen Sektors für FuE-Aufträge auf 50 Mrd. USD, einen Betrag, der
zwanzigmal höher als in Europa ist.“ [12] EURAB-Bericht, PREST, 2004, „US defence R&D
spending: an analysis of the impacts“. [13] KOM(2011) 811 endg., Spezifisches Programm zur
Durchführung des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation
„Horizont 2020“ (2014–2020), 1.1. Informations- und Kommunikationstechnologien:
Rechner der nächsten Generation. [14] Im Einklang mit dem WTO-Übereinkommen über das öffentliche
Beschaffungswesen, Artikel III. [15] Im Rahmen der Haushaltsmittel, die für diesen Zweck im
Programm zugewiesen wurden. Vorbehaltlich der Annahme des Programms
Horizont 2020 durch den Gesetzgeber. [16] Im Einklang mit KOM(2007) 496, IKT-Kompetenzen für
das 21. Jahrhundert: Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung
fördern. [17] Im Einklang mit den Artikeln 40 und 41 von
KOM(2011) 810 endg., Regeln für die Beteiligung am Rahmenprogramm für
Forschung und Innovation „Horizont 2020“ (2014-2020) sowie für die Verbreitung
der Ergebnisse.