Bericht der Kommission und der Europäischen Investitionsbank an den Rat - Aus Eigenmitteln finanzierte Wagniskapitalaktivität des EIF /* KOM/2001/0405 endg. */
Bericht der Kommission und der Europäischen Investitionsbank an den Rat - Aus eigenmitteln finanzierte wagniskapitalaktivität des EIF 1. Zweck Die Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) legen dem Rat hiermit einen Bericht über die Wagniskapitaloperationen des Europäischen Investitionsfonds (EIF) aus Eigenmitteln vor. In einer Erklärung vom 21. Mai 1996 hatte der Rat um Vorlage eines solchen Berichts gebeten, bevor die aus Eigenmitteln finanzierten Wagniskapitaloperationen des Fonds 20 % der Eigenmittel (eingezahltes Kapital und einbehaltene Gewinne) erreichten. 2. Einführung Der EIF wurde 1994 als öffentlich-private Partnerschaft mit drei Gruppen von Anteilseignern errichtet, nämlich der EIB, der durch die Europäische Kommission vertretenen Europäischen Gemeinschaft und Finanzinstitutionen, die sämtliche Mitgliedstaaten der Europäischen Union vertreten. Die Aktivitäten des EIF konzentrierten sich auf zwei Bereiche von Gemeinschaftsinteresse: die transeuropäischen Netze (TEN) sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Der Fonds übernahm Darlehensbürgschaften für förderungswürdige Projekte in beiden Tätigkeitsbereichen. 1996 wurde dem Fonds außerdem gestattet, aus eigenen Mitteln Wagniskapitaloperationen zugunsten von KMU im Hoechstbetrag von 30 % seiner Eigenmittel durchzuführen. Außerbilanziell verwaltet der EIF Mittel für die Kommission und die EIB auf treuhänderischer Grundlage. Die gegenwärtigen Treuhandmandate betreffen substanzielle Wagniskapital- und Bürgschaftsfazilitäten zugunsten von KMU. In Verbindung mit seiner Zustimmung zu Kapitalbeteilungen des Fonds aus Eigenmitteln gab der Rat 1996 folgende Erklärung ab: " Vor seiner Zustimmung zu etwaigen Beteiligungen, die 20 Prozent der Eigenmittel des Fondes übersteigen, wird die Kommission mit der Bank frühestens im Jahr 1998 einen gemeinsammen Rapport abgeben. Der Rapport wird untersuchen, ob die Kapitalbeteiligungen bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich waren, und feststellen ob, und gegebenfalls wie, die Kapitalbeteiligungen bis zum von der EIF Generalversammlung gesetzten 30-prozentigen Dach erhöht werden könnten. Dieser Rapport wird vom Rat untersucht werden." Entsprechend den Schlussfolgerungen des Lissaboner Gipfels vom März 2000, in denen zur verstärkten Unterstützung von Risikokapitalinitiativen zugunsten von KMU aufgefordert wurde, genehmigten die EIF-Anteilseigner im Juni 2000 eine Reform des Fonds, mit der dieser zu einem Hauptinstrument der KMU-Förderpolitik der Gemeinschaft gemacht werden sollte. Der Fonds wird heute mithilfe von Risikokapital- und Bürgschaftsinstrumenten entweder aus eigenen Mitteln oder im Rahmen der Mandate tätig, die ihm von der EIB oder der Europäischen Gemeinschaft erteilt worden sind. Im Anschluss an den Lissaboner Gipfel und nach der vom Ecofin-Rat am 5. Juni 2000 ebilligten Reform des EIF genehmigte die Generalversammlung der Anteilseigner am 19. Juni 2000 die neue Satzung und Geschäftsordnung, die keinen Hinweis mehr auf eine Obergrenze für Kapitalbeteiligungen enthalten. Am 24. Oktober 2000 genehmigten die Direktorien von EIB und EIF die Übertragung sämtlicher Wagniskapitalaktivitäten der EIB innerhalb der Europäischen Union (sowohl des vorhandenen Portefeuilles als auch zusätzlicher Mittel für neue Wagniskapitaloperationen) auf den EIF, wodurch dem EIF die Möglichkeit gegeben wurde, auf mittlere Sicht Wagniskapitalinvestitionen von mehr als 3 Mrd. EUR zu tätigen. Damit wird den europäischen Wagniskapitalaktivitäten ein entscheidender Anstoß gegeben, insbesondere den Teilbereichen, die der EIF im Auge hat. Gleichzeitig wurde beschlossen, das TEN-Geschäft auf die EIB zu übertragen. Der EIF bringt alle Voraussetzungen mit, um zu einem bedeutenden Akteur auf dem europäischen Wagniskapitalmarkt zu werden, der die Marktkräfte bei der Ankurbelung von Angebot und Nachfrage ergänzt. Um diese Aufgabe jedoch angemessen zu erfuellen, muss der EIF in der Lage sein, einen größeren Teil seiner Eigenmittel für Wagniskapitalaktivitäten aufzuwenden. 3. Beschreibung von Aufgabe und Aktivitäten des EIF Nach Artikel 2 seiner Satzung trägt der Europäische Investitionsfonds zur Verfolgung der Gemeinschaftsziele bei; so engagiert er sich insbesondere für die Entwicklung einer Wissensgesellschaft, in deren Mittelpunkt Innovation, Wachstum und Beschäftigung stehen, für die Förderung von Unternehmergeist, Regionalentwicklung und Zusammenhalt der Union. Der EIF handelt unabhängig und nach kommerziellen Marktbedingungen. Gemäß Artikel 24 seiner Satzung strebt er angemessene Erträge für seine Anteilseigner an. In seiner Rolle als "Risikokapitalzweig der EIB-Gruppe" setzt der EIF die ihm zur Verfügung stehenden bedeutenden Finanzmittel ein, um zusätzliche Investitionen auf dem europäischen Wagniskapitalmarkt zu unterstützen und etwaigen Marktmängeln entgegenzuwirken. Dabei ist seine Tätigkeit in vollem Umfang in die Strategie eingebunden, die darauf abzielt, in Europa eine zunehmend innovative und wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen, die Arbeitsplätze von hoher Qualität entstehen lässt. Der EIF wirkt als Katalysator bei der Gewinnung von Finanzmitteln aus dem Privatsektor. Er optimiert Wirkung und Nutzen dieser Operationen, an denen er sich in enger Verbindung mit dem Finanzsektor beteiligt. Er trägt zur Verbreitung optimaler Marktpraktiken auf seinen Geschäftsfeldern bei. EIF-Management Das Tagesgeschäft des EIF wird von einem geschäftsführenden Direktor (Chief Executive) geleitet. Er erstattet einem Direktorium Bericht, dem Vertreter der drei Anteilseignergruppen angehören und das mindestens viermal jährlich zusammentritt. Abgesehen von seiner Aufsichtsfunktion ist das Direktorium für die Billigung der Exekutiventscheidungen verantwortlich (Projektgenehmigungen). Die Anteilseigner treten einmal jährlich zur Generalversammlung zusammen, um insbesondere den Jahresbericht und die vom Audit Board geprüften Jahresabschlüsse zu genehmigen. Investitionspolitik des EIF Bei seinen Wagniskapitalaktivitäten geht der EIF folgendermaßen vor: * Er wird über Fonds tätig Der EIF investiert nicht direkt in Unternehmen, sondern ausschließlich in spezielle Wagniskapitalfonds, die Beteiligungskapital oder andere Formen von Risikokapital zur Finanzierung des Wachstums zur Verfügung stellen. * Er konzentriert sich auf Wachstumsunternehmen Der EIF gibt Fonds Vorrang, die in kleinere Unternehmen mit hohem Wachstums- und Beschäftigungspotenzial investieren. * Er wird in der gesamten Europäischen Union und in den Kandidatenländern tätig oder in an die Gemeinschaft angrenzenden Ländern, soweit es sich um grenzübergreifende Projekte handelt. Der EIF investiert in der gesamten EU gezielt in Fonds, deren Schwerpunkt auf europäischen Unternehmen liegt. * Er unterstützt professionelle Managementteams Der EIF erkennt an, dass Erfolg professionelle Lösungen verlangt. * Er wirkt als Katalysator Der EIF erwirbt Minderheitsbeteiligungen, die das Engagement von Investoren auf breiter Grundlage, zumal aus dem Privatsektor, fördern. * Er strebt kommerziellen Erfolg an Der EIF ist kommerziell angelegt und erwartet Erträge, die dem Profil eines Wagniskapitalfonds entsprechen. * Er beteiligt sich als gleichberechtigter Partner Der EIF ist bei seinen Investitionen anderen Investoren gleichgestellt. * Er fördert optimale Marktpraktiken Der EIF erwartet, dass Fonds, an denen er sich beteiligt, nach optimaler Marktpraxis geführt werden. 4. Chronologie der wichtigsten Ereignisse * 27.3.1996 : Der Aufsichtsrat billigt die Obergrenze von 30 % für die Wagniskapitalaktivitäten des EIF, die anschliessend der Generalversammlung zur Aufnahme in die Geschäftsordnung weitergeleitet wird. * 21.5.1996 : Der Rat führt durch eine Erklärung eine Obergrenze von 20 % ein. * 18.6.1996 : Die Generalversammlung gestattet dem EIF Kapitalbeteiligungen bis zu 30% seiner Eigenmittel und stellt fest, dass eine Zwischenprüfung vorgenommen werden soll, sobald die Kapitalbeteiligungen 20% erreichen. * 25.9.1996: Der Aufsichtsrat bestätigt, dass der EIF bezüglich der Berichterstattung an den Rat an die 20%-Grenze gebunden ist. * 19.6.2000 : In der neuen Satzung und Geschäftsordnung des EIF, die im Zusammenhang mit der Reform des EIF eingeführt werden, sind Obergrenzen nicht mehr vorgesehen. * 24.4.2001 : Das Direktorium beschließt, der Generalversammlung die Aufhebung der Obergrenzen von 20% und 30% für Kapitalbeteiligungen des EIF vorzuschlagen. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass das Direktorium ohne Überschreitung seiner Eigenmittel eine operative Grenze für Wagniskapitalinvestitionen aus Eigenmitteln festlegen soll, wobei den derzeitigen und künftigen Bürgschaftsgeschäften aus Eigenmitteln zugunsten von KMU Rechnung zu tragen ist. * 22.5.2001 : Die Generalversammlung nimmt den obigen Verschlag des Aufsichtsrates an. 5. Derzeitige Situation und erste Ergebnisse Hauptziel des EIF ist die Finanzierung innovativer, arbeitsplatzschaffender KMU durch Beteiligung an Wagniskapitalfonds in der Europäischen Union und in den Kandidatenländern [1]. [1] Gemäß Art. 23 der Satzung kann der Fonds in Ländern tätig werden, die die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft beantragt haben und für die der Beitrittsprozess bereits begonnen hat oder in Ländern, die an die Gemeinschaft angrenzen, soweit es sich um grenzübergreifende Projekte handelt. Der EIF wirkt über seine Finanzierungen als Katalysator vor allem durch Absicherung von Finanzierungsmitteln, die andernfalls nicht so rasch, nicht in gleichem Umfang oder nicht mit dem gleichen Erfolg hätten beschafft werden können. Als europäische Institution hat der Fonds einen Gesamtüberblick über den Wagniskapitalmarkt. Seine Interventionen müssen private Kofinanzierungen nach sich ziehen und zur Schaffung eines dynamischeren und homogeneren Marktes beitragen. Der Fonds ist auch bestrebt, vorwiegend in solchen Bereichen tätig zu werden, in denen Marktmängel die Entstehung eines effizienten und ausgewogenen europäischen Wagniskapitalmarktes behindern. Solche Mängel können mit einem bestimmten Segment der Wagniskapitalfinanzierung (z. B.. Anschubfinanzierung oder Finanzierungen in der Frühphase), dem geografischen Anwendungsbereich (z. B. Mittelmeerländer) oder sektoralen Schwerpunkten zusammenhängen. Die Investitionen des EIF sollten sich hauptsächlich auf die Frühphasen konzentrieren. Dennoch wird der EIF u. a. auch Folgendes in Erwägung ziehen: - die Kapitalentwicklung, insbesondere im Falle von sog. "e-Migration", d.h. Investitionen zur Verbreitung von Innovationen in sämtlichen KMU - Fonds für spezielle Branchen oder Technologien (d. h. Biotechnologie, Agroindustrie, Nanotechnologie, "enabling technologies" usw.) - Regionalfonds - Fonds zur Finanzierung der Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen - gesamteuropäische Fonds. 5.1. Wagniskapitalbeteiligungen aus Eigenmitteln Der EIF unterzeichnete 1997 seine erste Wagniskapitaloperation aus Eigenmitteln und hat bis Ende 2000 27 Wagniskapitalfonds Mittel in Höhe von 74,9 Mio. EUR zugesagt; diese Wagniskapitalfonds haben ein Gesamtvolumen von 1 688,2 Mio. EUR und sind für Investitionen in 474 Unternehmen bestimmt. Dies entspricht einem Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdmitteln von 1:22. Der ausgezahlte Gesamtbetrag von 59,5 Mio. EUR entspricht 79,4 % der eingegangenen Verpflichtungen. Die kumulativen Ausschüttungen (d.h. von Fonds erhaltene Rückzahlungen) belaufen sich für den EIF bis heute auf insgesamt 23 Mio. EUR oder etwa 31 % des investierten Kapitals. Vier der 16 Fonds, die Ausschüttungen vorgenommen haben, haben das vom EIF erhaltene Kapital bereits zurückgezahlt. Wenngleich es noch zu früh ist, um ein Urteil über die voraussichtlichen finanziellen Gesamterträge abzugeben, da sich viele Investitionen noch in einem frühen Stadium befinden und erst in einigen Jahren ausgereift sein werden, sind diese substanziellen Kapitalerträge doch ermutigend. Der EIF führt eigene Wagniskapitaloperationen in elf Mitgliedstaaten durch. Künftig könnte der EIF auch in gesamteuropäische Fonds sowie Fonds in Kandidatenländern investieren. Betrachtet man die verschiedenen Phasen der Unternehmensfinanzierung, für die die betreffenden Fonds bestimmt sind, so konzentrieren sich 75 % auf die Frühphase, 22 % auf die Expansionsphase und 3 % auf die Phase vor der Börseneinführung. Die Wagniskapitaloperationen des EIF aus Eigenmitteln sind im Anhang im Einzelnen aufgeführt. 5.2. Empfänger-KMU Die Wagniskapitalfonds, in die der EIF Eigenmittel investiert hat, sind am Kapital von zurzeit 474 KMU mit einem Gesamtvolumen von 764,1 Mio. EUR beteiligt. Kapitalbeteiligungen an 19 KMU sind inzwischen wieder abgestoßen worden, und 10 Beteiligungen wurden abgeschrieben. Wie im Anhang aufgeführt, wurden Portfolio-Investitionen in 14 Mitgliedstaaten und auch außerhalb der EU getätigt. Innerhalb der EU entfällt auf Frankreich (23 %), das Vereinigte Königreich (21 %) und Deutschland (18 %) die größte Anzahl von Investitionen. Dem Anhang ist ebenfalls zu entnehmen, dass 95 % der Investitionen in Spitzentechnologiebereichen, davon 52 % in IT und rd. 15 % in Biotechnologie und verwandten Bereichen, getätigt wurden. Diese Investitionen, die schwerpunktmäßig in Spitzentechnologiebereichen und Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial getätigt werden, spielen eine entscheidende Rolle für Unternehmensgründungen und ihre weitere Entwicklung und wirken sich folglich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Europäischen Union aus. Die Gesamtauswirkungen in Form von neu geschaffenen Arbeitsplätzen können erst in einem späteren Stadium korrekt beurteilt werden, doch sind die von den Empfängerunternehmen gemeldeten Zahlen ermutigend. Was den Hebeleffekt angeht, so ist ein Vergleich zwischen den vom EIF insgesamt eingezahlten Beträgen in Höhe von 59,5 Mio. EUR und dem Gesamtumfang der Investitionen der Wagniskapitalfonds, nämlich 764,1 Mio. EUR, interessant: Es ergibt sich ein Verhältnis von 1:12,8. 6. Verwendung der Mittel In den ersten Jahren der Wagniskapitalaktivitäten des EIF entsprach die Obergrenze von 20 % einem Betrag von ungefähr 80 Mio. EUR. Demgegenüber beliefen sich die Wagniskapitalzusagen Ende 1997 auf 25,7 Mio. EUR und Ende 1998 auf 58,4 Mio. EUR. Nach der raschen Ausweitung der Tätigkeiten in den beiden Vorjahren ging der Umfang der neuen Verpflichtungen 1999 zurück, da sich die Gesamtzusagen mit 70,9 Mio. EUR allmählich der Obergrenze von 20 % annäherten. Im Jahr 2000 wurde der EIF reformiert und umstrukturiert, was erstens zu einer Heraufsetzung des Kapitals führte; infolgedessen beliefen sich die für Wagniskapitaloperationen zur Verfügung stehenden Eigenmittel nach der Kapitalerhöhung auf rd. 91 Mio. EUR. Zweitens geriet das operative Geschäft während der Umstrukturierungsphase offensichtlich etwas ins Stocken. Nach der Reorganisation, Neuausrichtung und dem Neubeginn ist das Geschäftsvolumen des EIF beträchtlich: Eine bedeutende Anzahl von Operationen, die die Möglichkeit gemeinsamer Investitionen von EIF und EIB vorsehen, wurde bereits genehmigt. Dies würde eine beträchtliche Aufstockung der verfügbaren Mittel des EIF erfordern. 7. Aussichten Als Risikokapitalspezialist ist der EIF bemüht, sich im absoluten Anfangsstadium einer Investition zu positionieren, wo er die Rolle eines Katalysators spielen kann. Er ist außerdem bestrebt, gesamteuropäische Fonds zu unterstützen und Branchen zu finanzieren, vor denen die Risikokapitalmärkte zurückschrecken, die in der Spitzentechnologie manchmal gewissen Moden unterliegen. Um einen wirkungsvollen Beitrag zu leisten, muss der EIF daher neben der Verwendung der Mittel, die ihm von der EIB und der Europäischen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden, auch seine eigenen Mittel einsetzen, um sein Engagement zu unterstreichen und glaubwürdig zu sein. Im Rahmen des Risikokapitalmandats, das er im Auftrag der EIB wahrnimmt, wird vom EIF auch ein gewisses Maß an Koinvestitionen verlangt. In Anbetracht des rascheren Investitionstempos und der höheren Beträge, die für die einzelnen Investitionsvorhaben benötigt werden, sind die im Rahmen der Obergrenze von 20 % zur Verfügung stehenden Mittel nunmehr praktisch erschöpft, so dass keine neuen Verpflichtungen eingegangen werden könnten. Auch im Rahmen der Obergrenze von 30 % wäre nur ein begrenztes Wachstum möglich und bestuende für den EIF kein hinreichender Spielraum, um die anspruchsvolle Aufgabe zu erfuellen, die ihm von seinen Anteilseignern übertragen worden ist. Im Zuge der Reformen wurde anerkannt, dass der EIF als europäische Risikokapitalinstitution eine wichtige Rolle zu spielen hat. Der Geschäftsplan des EIF für 2001 und seine Projektionen für die darauffolgenden Jahre zeigen deutlich, dass der EIF bestrebt ist, diese Aufgabe zu erfuellen. Damit der EIF diese Funktion in angemessener Weise wahrnehmen kann und in Anbetracht der Tatsache, dass im Rahmen des EIB-Risikokapitalmandats ein gewisser Umfang an Koinvestitionen gewahrt werden muss, darf seine eigene Wagniskapitalaktivität nicht durch einen Mangel an Finanzmitteln untergraben werden. Gleichwohl müssen sowohl liquide Mittel als auch Kapitalreserven zurückgehalten werden, um die Verpflichtungen des EIF, insbesondere im Zusammenhang mit den derzeitigen oder künftigen Bürgschaften aus Eigenmitteln zugunsten von KMU, abzusichern. Daher wird das Direktorium in Zukunft eine operative Grenze für Wagniskapitalinvestitionen aus Eigenmitteln festlegen, sobald die Generalversammlung die Aufhebung der bestehenden Obergrenzen bestätigt hat; der Umfang der Eigenmittel darf dabei nicht überschritten werden. Anhang Eckdaten >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Tabelle 1 - Kapitalbindungen nach Ländern >PLATZ FÜR EINE TABELLE> EIF-Kapitalbindungen nach Ländern >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> Tabelle 2 - Kapitalbindungen nach Währungen >PLATZ FÜR EINE TABELLE> EIF-Kapitalbindungen nach Währungen >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> Tabelle 3 - Kapitalziehungen nach Währungen >PLATZ FÜR EINE TABELLE> EIF-Kapitalziehungen nach Währungen >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> Tabelle 4 - EIF-Eckdaten >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Tabelle 5 - Merkmale der Beteiligungsfonds >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Tabelle 6 - Anschlussinvestitionen der Beteiligungsfonds >PLATZ FÜR EINE TABELLE> >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Schaubild 1 - Zeitpunkt der Investition >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> Schaubild 2 - Verwaltungssitz >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Schaubild 3 - Zielunternehmen nach Sektoren >PLATZ FÜR EINE TABELLE> >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> Schaubild 4 - Zielunternehmen nach Standort >PLATZ FÜR EINE TABELLE> >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>