52001DC0365

Bericht der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den Ausschuß der Regionen - Tempus (Phare und Tacis) - Jahresbericht 1999 /* KOM/2001/0365 endg. */


BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT, DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN - Tempus (Phare und Tacis) - Jahresbericht 1999

Inhaltsverzeichnis

GLOSSAR

1 EINFÜHRUNG

1.1 Die Ursprünge von Tempus

1.2 Tempus I und II

2 HAUPTMERKMALE VON TEMPUS

2.1 Strategie: ,Bottom-up"-Konzept mit ,Top-down"-Komponente

2.2 Projekte

2.2.1 Tempus-Phare

2.2.2 Tempus-Tacis

2.3 Programm-Management

2.4 Kontrollen

2.5 Budget

3 PROGRAMMENTWICKLUNGEN 1999

3.1 Tempus III - die neue Phase

3.2 Verwertung der Ergebnisse

3.3 Projektmanagement

3.4 Tempus-Informationsstellen (TIP) and Nationale Tempus-Büros (NTO)

4 DIE AUSWAHLRUNDEN 1999

4.1 Tempus-Gesamtbudget

4.2 Tempus-Phare-Budget

4.3 Fristen für Tempus-Phare

4.4 Tempus-Phare-Auswahlergebnisse

4.4.1 Gemeinsame Europäische Projekte

4.4.2 Individuelle Mobilitätszuschüsse (IMG)

4.5 Tempus-Tacis-Budget

4.6 Fristen für Tempus-Tacis

4.7 Tempus-Tacis-Auswahlverfahren

4.8 Tempus-Tacis-Auswahlergebnisse

5 VERÖFFENTLICHUNGEN

ANHÄNGE:

Anhang 1 - Statistische Gesamtübersicht

Anhang 2 - Übersichtsblätter: Phare-Länder

Anhang 3 - Übersichtsblätter: Tacis-Länder

Anhang 4 - Ergebnisse von Tempusprojekten: Beispiele

GLOSSAR

CME // Kompaktmaßnahmen (Tempus - Phare)

CP // Kompaktprojekt (Tempus - Tacis)

EC (die Kommission) // Europäische Kommission

ETF (die Stiftung) // Europäische Stiftung für Berufsbildung (Turin, Italien)

GEP // Gemeinsames Europäisches Projekt (Tempus - Phare und Tacis)

IMG // Individueller Mobilitätszuschuss (Tempus - Phare)

NCP // Nationale Kontaktstelle (in der Europäischen Union)

NTO // Nationales Tempus-Büro (in den Phare-Partnerländern)

Partnerländer // 1999: Neue Unabhängige Staaten und Mongolei, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn.

TIP // Tempus-Informationsstelle (in einigen Tacis-Partnerländern)

Vorprojekt // Dient der Vorbereitung auf die Durchführung eines Gemeinsamen Europäischen Projekts (Tempus - Tacis)

1 EINFÜHRUNG

1.1 Die Ursprünge von Tempus

Die politischen Ereignisse der Jahre 1989 und 1990 in Mittel- und Osteuropa hatten dramatische Auswirkungen auf die Europäische Gemeinschaft. Die einzelnen Mit gliedstaaten wie auch die Gemeinschaft insgesamt sahen sich bezüglich ihrer bisherigen Philosophie und Praxis ihrer Außenbeziehungen bisher nicht gekannten Heraus forderungen gegenüber. Von Anbeginn stand außer Frage, dass ange messen schnell und effizient auf diese Herausforderungen reagiert werden musste. Ein unverzügliches Handeln war notwendig, um die jungen Demokratien zu stärken und diese unerwartete Gelegenheit für eine Neuorientierung der Zukunft Europas zu nutzen.

Im Interesse eines einheitlichen Gesamtansatzes bemühte sich die Euro päische Gemein schaft um die Schaffung eines umfassenden Rahmens für eine prak tische Unterstützung und die Bereitstellung von Know-how, um den betrof fe nen Ländern bei der Umgestaltung ihrer Volkswirtschaften und politischen Systeme zu helfen. Im Dezember 1989 nahm der Ministerrat ein Gesamt pro gramm für die Hilfe an. Dieses unter der Bezeichnung Phare [1] bekannt gewordene Programm steckte den Rahmen der Gemein schafts hilfe für die wirtschaftlichen und sozialen Reformen in Mittel- und Osteuropa ab.

[1] Damals stand Phare für ,Pologne, Hongrie: Assistance à la Restructuration Economique". Die jetzige vollständige Bezeichnung lautet: ,Phare-Hilfeprogramm der Gemeinschaft für die Wirtschaftsreform der Länder Mittel- und Osteuropas".

Hochschulbildung und -ausbildung waren bereits von den Partnerländern als einer der vorran gigen Bereiche der gesamteuropäischen Zusammenarbeit genannt worden. So ent standen im Rahmen von Phare bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt eine Reihe von Hilfeprogrammen im bildungspolitischen Bereich. Im Januar 1990 legte die Kom mission dem Rat und dem Europäischen Parlament ihre Pläne zur Schaffung eines neuen Phare-Programms vor, das speziell auf den Bedarf der Länder Mittel- und Osteuropas im Hochschulbereich ausgerichtet war. Damit war das Startsignal für Tempus gegeben.

1.2 Tempus I und IItc ""1.2.TempusIundII""

Tempus wurde vom Rat am 7. Mai 1990 [2] zunächst für eine dreijährige Pilotphase verabschiedet, die am 1. Juli 1990 begann. Durch einen späteren Beschluss des Rates [3] wurde die Pilotphase um ein Jahr bis Ende Juni 1994 verlängert. Ursprüng lich waren drei Länder in das Programm einbezogen: Polen, die Tschechoslowakei und Ungarn. Diese Zahl hat sich jedoch im Laufe der Jahre erhöht (siehe Abb. 1). Im Jahre 1999 kamen 24 Partnerländer in den Genuss von Mitteln aus dem Programm.

[2] ABl. L 131/21 vom 23.5.1990.

[3] ABl. L 122/43 vom 7.5.1992.

Der Beschluss des Rates über die zweite Phase des Tempus-Programms (Tempus II) wurde am 29. April 1993 [4] gefasst. Damit wurde die Unterstützung für die bisherigen Partnerländer fortgesetzt und zugleich das Programm auf die aus der ehe ma li gen Sowjetunion hervorgegangenen neuen Republiken (die Neuen Unabhängigen Staaten) sowie die Mongolei ausgedehnt. Die Finanzierung von Projekten in diesen Ländern - außer in den baltischen Staaten - erfolgte mit Mitteln aus dem Gesamt budget des Tacis-Programms, der Initiative der Europäischen Union (EU) zur Entwicklung harmonischer und gedeihlicher wirtschaftlicher und politischer Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Neuen Unab hängigen Staaten sowie der Mongolei. In Belarus, der Russischen Föderation und der Ukraine wurden vorbereitende Maßnahmen bereits 1993 eingeleitet. Soweit erforderlich, wird im vorliegenden Bericht zwischen ,Tempus-Phare" und ,Tempus-Tacis" unter schieden.

[4] ABl. L 112/34 vom 6.5.1993.

Tempus II, dessen zweite Phase Ende Juni 1998 auslaufen sollte, wurde durch einen Beschluss des Rates vom 21. November 1996 [5] bis zum 1. Juli 2000 verlängert.

[5] ABl. L 306/36 vom 28.11.1996.

Abb. 1: Beteiligung der Phare- und Tacis-Länder am Tempus-Programm 1990-1999

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

(*) Die Anträge wurden 1996 eingereicht und ausgewählt, doch sind die Projekte erst 1999 angelaufen.

2 HAUPTMERKMALE VON TEMPUS

2.1 Strategie: ,Bottom-up"-Konzept mit ,Top-down"-Komponente

Während seiner ersten beiden Phasen verfolgte Tempus im wesentlichen ein sogenanntes ,Bottom-up"-Konzept. Die Unterstützung konzentrierte sich auf die Erneuerung an der Basis der Hochschulpyramide, also in den Fachbereichen und Fakultäten, anstatt auf der zentralen Planungsebene. Ausschlaggebend dafür war die Überlegung, dass Reformen leichter durchzuführen sind, wenn sie nicht ,von oben" dekretiert werden. Auch wurde durch die Initiierung und Leitung der Projekte auf Fachbereichs- und Fakultätsebene ein höherer Grad von Identifikation mit diesen Projekten erreicht. Schließlich war es wahrscheinlich an der Basis eher möglich, das Programm als Ganzes auf die Erfordernisse der Reform abzustimmen.

In den letzten Jahren wurde das Programm in solchen Bereichen durch mehrere spezielle Maßnahmen um einen ,Top-down"-Aspekt bereichert, in denen stärker zielgerichtete Maßnahmen als günstig angesehen wurden. 1997 gehörten hierzu die Kompaktmaßnahmen im Rahmen von Tempus-Phare. Im Jahre 1999 wurde die ,Top-down"-Ausrichtung durch Finanzierung einer wachsenden Anzahl von Projekten zum Auf- und Ausbau der Institutionen (,Institution building") in den Kandidatenländern gestärkt.

Eine weitere Möglichkeit, den Programmumfang im Rahmen von Tempus II stärker von oben nach unten zu steuern, ist die Festlegung bestimmter prioritärer Bereiche, der sogenannten ,nationalen Prioritäten". Diese einer Überprüfung unterliegenden nationalen Schwerpunkte widerspiegeln den spezifischen Bedarf der einzelnen Partnerländer in der gegenwärtigen Phase ihrer sozio-ökonomischen Entwicklung. Die Prioritäten werden von den nationalen Behörden und der Kommission gemeinsam fest gelegt und im Tempus-Leitfaden für Antragsteller veröffentlicht. Sie gehen als einer der Parameter in das Auswahl verfahren ein, stärken damit die Bedeutung von Tempus für die spezifischen Reform prozesse in den einzelnen Partnerländern und dienen gleichzeitig den Antrag stellern als Orientierung. In den letzten Jahren waren die nationalen Prioritäten weniger auf akademische Themen ausgerichtet. Heute geht es vielmehr um Strukturfragen wie etwa Reformen im Hochschulmanagement und die Modernisierung der Verwaltungssysteme. Dadurch spielen die nationalen Prioritäten eine Rolle bei der allmählichen Stärkung der ,Top-down"-Komponente des Tempus-Programms.

2.2 Projekte

Tempus fördert Kooperationsprojekte im Hochschulbereich zwischen den EU-Mitgliedstaaten und den Partnerländern in Mittel- und Osteuropa, den Neuen Unabhängigen Staaten sowie der Mongolei. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Programms regelmäßig Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für eine Vielzahl von Projekttypen veröffentlicht.

2.2.1 Tempus-Phare

In den Phare-Ländern konzentrierten sich die Tempus-Aktivitäten auf die Gemein samen Europäischen Projekte (GEP). Ein GEP ist ein multilaterales Koopera tions projekt unter Beteiligung von mindestens einer Hochschuleinrichtung aus einem EU-Mitgliedstaat und einer weiteren Einrichtung aus einem anderen EU-Mitgliedstaat sowie aus mindestens einer Hochschule in einem der Partnerländer. Hochschulen aus anderen G24-Ländern, Malta und Zypern können als assoziierte Partner teilnehmen. Ein Tempus-Phare-GEP kann eine Laufzeit von ein bis zwei Jahren mit Schwerpunkt Hochschulmanagement oder akademischer Gehalt und Qualität der Hochschulausbildung haben.

Eine zweite Kategorie von Projekten sind die Kompaktmaßnahmen (CME), die die Auswirkungen von Tempus auf die organisatorischen und administrativen Aspekte im Hochschulbereich stärken sollten. Das CME-Programm ist nach 1997 eingestellt worden, im Laufe des Jahres 1999 wurden 102 Projekte abgeschlossen.

Das Programm Tempus IIb entfaltete seine Aktivitäten 1999 in Übereinstimmung mit den Orientierungslinien des Phare-Programms, die den Auf- und Ausbau der Institutionen im Rahmen der Heranführungsstrategie in den Vordergrund gerückt haben. In den assoziierten Ländern führte dies zu Projekten, die dem Komplex ,Institution building" zugeordnet werden und mit denen vor allem die Voraussetzungen für die Übernahme und Umsetzung des ,acquis communautaire" im Hochschulsektor verbessert werden sollten. Aus diesem Grund ist der Teilnehmerkreis von Tempus erweitert worden: die Tempus-Netze werden zunehmend ermutigt, auch andere Partner aus der Gesellschaft wie z.B. nationale, regionale und lokale Behörden sowie Partner aus dem sozialen Bereich und der Industrie zur Teilnahme an ihren Aktivitäten zu gewinnen.

Für die nicht-assoziierten Phare-Länder blieb der Schwerpunkt auf den Bereichen "Curriculumentwicklung" und ,Hochschulmanagement".

Schließlich werden im Rahmen von Tempus Individuelle Mobilitäts zuschüsse (IMG) an die Phare-Länder vergeben. Damit können einzelne Ost-West- bzw. West-Ost-Besuche von Hochschul angehörigen, höheren Ministerialbeamten und Bildungsplanern finan ziert werden, die zur Weiterentwicklung des Hochschulwesens in den Partnerländern beitragen.

Die verschiedenen IMG-Aktivitäten gliedern sich in drei Gruppen:

| | Entwicklung eines institutionellen Konzepts, mit dem über eine Schulung des Verwaltungspersonals die Praxis des Hochschulmanagements verbessert werden soll.

| | Beteiligung an den ,Thematischen Netzen" des Sokrates-Erasmus-Programms und anderen akademischen Zusammenschlüssen.

| | Studienaufenthalte und Entwicklung des Lehrpersonals.

2.2.2 Tempus-Tacis

Tempus-Tacis unterstützt Gemeinsame Europäische Projekte (GEP), die den im Rahmen von Tempus-Phare geförderten GEP - außer in der Anzahl der Projektpartner - ähneln; hier beteiligen sich an einem GEP zwei bis drei Hochschuleinrichtungen aus mindestens zwei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten und bis zu zwei Hochschuleinrichtungen aus dem Partnerland. Ein Tempus-Tacis-GEP kann eine Laufzeit von drei Jahren haben.

1999 liefen GEP nur für die Russische Föderation, die Ukraine und Usbekistan. Dabei handelte es sich um Projekte zu Fragen der Curriculumentwicklung bzw. zur Einführung neuer Managementmethoden an den Hochschulen des Partnerlandes.

Kompaktprojekte (CP), die 1999 für alle Länder zur Verfügung standen, haben eine Zweijährliche Laufzeit und zielen auf einen genau definierten kurzfristigen Bedarf. Die Aktivitäten müssen auf die Bereiche Curriculumentwicklung, Hochschulmanagement oder Verbreitung gerichtet sein. Im Ausnahmefall könnte die zweite Einrichtung im Partnerland statt einer Hochschuleinrichtung ein Unternehmen oder eine Organisation sein.

Mobilitätsprojekte gab es 1999 erstmalig für Georgien (für die Russische Föderation hatte diese Möglichkeit bereits 1998 bestanden). Gegenstand war die Einrichtung eines Netzes von Institutionen, die bei der Durchführung von Maßnahmen zur Studentenmobilität zwischen den EU-Mitgliedstaaten und den Partnerländern hilfreich sein können. Die Konsortien bestanden in der Regel aus mehr als der geforderten Mindestzahl von Einrichtungen; es ging darum, ein möglichst großes Netz von Institutionen zu entwickeln.

Individuelle Mobilitätszuschüsse werden im Rahmen von Tempus-Tacis nicht gewährt.

2.3 Programm-Management

Für die Durchführung des Programms steht der Kommission ein Leitungsausschuss zur Seite, dem zwei Vertreter je Mitgliedstaat angehören und in dem ein Vertreter der Kommission den Vorsitz führt. Dieser Leitungsausschuss wird als Tempus-Ausschuss bezeichnet.

Technische Unterstützung wird von der Tempus-Abteilung der Europäischen Stiftung für Berufsbildung in Turin entsprechend den Leitlinien der Europäischen Kommission - Generaldirektion Bildung und Kultur in Brüssel - geleistet.

In den Phare-Ländern wird die Stiftung dabei von den Nationalen Tempus-Büros (NTO) unterstützt. Diese sind das wichtigste Bindeglied zwischen dem Programm und den Behörden der Länder Mittel- und Osteuropas und übernehmen einen Teil der täglichen Verwaltungsarbeit.

In den Tacis-Partnerländern wurde ein Netz aus Tempus-Informationsstellen (TIP) einge richtet, um eine angemessene Betreuung vor Ort zu ermöglichen. Sie helfen bei der Durch führung des Tempus-Programms durch die Verbreitung von Programminformationen, die Bereitstellung von Informationen zur Situation des Hochschulwesens in den Partner ländern und die praktische Unterstützung für die Projektbetreiber.

In den Mitgliedstaaten der EU beteiligen sich die dafür vorgesehenen Nationalen Kontakt stellen (NCP) an der Verbreitung von Programminformationen sowie von Leit fäden und Formularen für die Einreichung von Projektvorschlägen und an allgemeinen Support-Aufgaben wie beispielsweise der Organisation von Workshops und Koordinatorentreffen.

2.4 Kontrollen

Um den Beteiligten beim Übergang auf Tempus III im Jahre 1999 zu helfen, hat die Kommission ihre Kontrollen für Tempus-Phare-Projekte verschärft, um mit den abschließenden ,Zwei-Jahres"-Projekten in den Kandidatenländern eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Diese neue Kontrollpolitik betrifft vor allem Projekte im Rahmen des Tempus-Institution Building (TIB).

Der neue TIB-Monitoring-Zyklus wurde mit der Durchführung von drei regionalen Treffen mit den Vertragnehmern (ein Treffen für Polen und die baltischen Staaten, ein weiteres für Bulgarien und Rumänien und ein drittes für Ungarn, Slowenien, die Tschechische Republik und die Slowakische Republik) gestärkt, bei denen Empfehlungen zur besten Praxis für jedes einzelne Projekt diskutiert wurden. Mit der Aufforderung an die Projektverantwortlichen, sich die Ergebnisse dieser Treffen zu eigen zu machen, und den verstärkten Kontrollbesuchen von Vertretern der nationalen Tempus-Büros in den Partnerländern gehen drei Aspekte der Kontrollpolitik, d.h. die präventiven Kontrollen, die Kontrollen vom Schreibtisch aus und die Feldkontrollen, ein interaktives Ganzes ein.

Hauptziel der internen Kontrollen ist es sicherzustellen, dass die Umsetzung der Projekte entsprechend den Projektzielen und im Einklang mit den Vertrags- und Finanzvorschriften von Tempus erfolgt.

Die vom Schreibtisch aus erfolgenden Kontrollen richten sich vor allem auf die geforderte Berichterstattung (Zwischenberichte, revidierte Haushaltspläne, Fortschrittsberichte, Jahres- und Abschlussberichte, Aufstellung der Ausgaben), auf deren Grundlage eine Leistungsbeurteilung der Projekte unter den Aspekten erzielte Fortschritte/erreichte Ergebnisse sowie Organisation und Management und eine sorgfältige Überprüfung des Finanzmanagement vorgenommen wird.

Um die Fortschritte einzelner Projekte aus der Nähe verfolgen zu können, werden Besuche vor Ort als Feldkontrollen durchgeführt. Innerhalb von Tempus-Phare wird jedes Jahr ein umfassendes Programm von Besuchen zur Kontrolle der Projektdurchführung mit allen NTO vereinbart. Diese Besuche werden von NTO-Mitarbeitern möglichst gemein sam mit Vertretern der Stiftung durchgeführt und konzentrieren sich auf die Realisierung der Projektziele in den ausgewählten Partnereinrichtungen und auf die Projektergebnisse; sie sollen Faktoren sichtbar machen, die das Erreichen des Projektziels möglicherweise gefährden könnten. Nach jedem Besuch wer den die Projektpartner über die Ergebnisse unterrichtet und Empfehlungen zu Anschlussmaßnahmen ausgesprochen. Im Rahmen dieses Programms wurden in allen Phare-Ländern insgesamt 210 Besuche durchgeführt. Im Rahmen von Tempus-Tacis finden Besuche des Tacis-Überprüfungs- und -Evaluierungsteams für GEP statt, das dafür entsprechende Informationen vom Programm-Management der Stiftung erhält. In den Tacis-Ländern wurden insgesamt 62 Kontrollbesuche durchgeführt.

Diese Besuche stellen eine hervorragende Gelegenheit dar, um die Auswirkungen der Tempus-Maßnahmen auf institutioneller Ebene zu bewerten und gegebenenfalls die Eignung der Tempus-Strategie innerhalb der jeweiligen Einrichtung zu beurteilen.

Die Aktionen im Rahmen der präventiven Kontrollen, z.B. bei Treffen mit den Vertragnehmern in den Partnerländern und durch den Schriftverkehr mit den Projektteams, sichern die Transparenz der Verfahren und verbessern die Verbreitung von Informationen.

2.5 Budget

Das für Tempus-Aktivitäten zur Verfügung stehende Gesamtbudget wird durch zwei Faktoren bestimmt:

| | die nationalen Phare- und Tacis-Budgets, die jährlich von der Kommission festgelegt werden;

| | der Anteil der Phare- bzw. Tacis-Mittel, den die nationalen Behörden jeweils für Tempus-Aktivitäten bereitstellen.

Jedes Partnerland entscheidet jährlich über die Mittel, die es aus seinem Phare- bzw. Tacis-Budget für Tempus-Aktivitäten aufwenden will.

Entwicklung des Phare-Budgets (in Mio. EURO)

Entwicklung der Tempus-Haushaltsmittel

und ihres Anteils am Phare-Gesamtbudget

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Entwicklung des Tacid-Budgets (in Mio. EURO)

Entwicklung der Tempus-Haushaltsmittel und ihres Anteils am Tacis-Budget (nationale Programme)

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Zweijährliche Mittelzuweisungen für den Zeitraum 1999-2000.

** Projekt wurde 1996 ausgewählt, ist aber erst 1999 angelaufen. Die Mittel stammten aus dem Haushaltsrahmen 1994-96 in Höhe von 8 Mio. EURO.

3 PROGRAMMENTWICKLUNGEN 1999

3.1 Tempus III - die neue Phase

Am 29. April 1999 hat der Ministerrat der Europäischen Union die letzte Phase des Programms - Tempus III - beschlossen. Diese neue Tempus-Phase umfasst den Zeitraum 2000-2006. Sie richtet sich an zwei Gruppen von Ländern: die Neuen Unabhängigen Staaten und die Mongolei einerseits und die nicht-assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas, nämlich Albanien, Bosnien-Herzegowina sowie die frühere jugoslawische Republik Mazedonien.

An 23. und 24. April 1999 fand in Kiew eine große Konferenz zum Thema ,Perspektiven für eine Zusammenarbeit im Hochschulbereich mit Unterstützung der Europäischen Union 2000-2006" statt, zu der Akteure aus den verschiedenen mit dem Hochschulwesen befassten Bereichen (Vertreter von Ministerien, der Hochschulen, der Tempus-Support-Büros usw.) eingeladen waren. Diese Konferenz traf zeitlich mit der Annahme von Tempus III zusammen und bot eine ausgezeichnete Plattform zum Gedankenaustausch über künftige Entwicklungen innerhalb dieses Programms. Im Nachgang zur Konferenz wurden die Konferenzmaterialien veröffentlicht.

In der neuen Programmphase will Tempus zur Reform der Hochschulstrukturen und der Hochschulen und deren Management durch gezielte Projekte in klar definierten Bereichen wie Hochschulmanagement, Curriculumentwicklung, Auf- und Ausbau von Institutionen, Bildung von und Arbeit mit Netzwerken sowie Mobilität beitragen. Darüber hinaus stehen für alle im Rahmen von Tempus III förderberechtigten Länder Individuelle Mobilitätszuschüsse zur Verfügung.

Die mittel- und osteuropäischen Länder, die ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union geschlossen haben, d.h. die Kandidatenländer, sind in der neuen Phase im Rahmen von Tempus nicht mehr förderberechtigt. Sie nehmen jetzt - vor dem Hintergrund einer künftigen Mitgliedschaft - an den Programmen der Gemeinschaft in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend teil.

3.2 Verwertung der Ergebnisse

Die Kommission arbeitet seit 1995 mit Unterstützung der Stiftung daran, den Wert des Tempus-Programms durch die Analyse und Verbreitung seiner Ergebnisse zu maximieren.

Im Jahre 1999 erschienen mehrere Publikationen und fanden eine Reihe von Veranstaltungen statt, die den Bekanntheitsgrad von Tempus erhöhen und die Wirkung des Programms in allen beteiligten Ländern durch eine detaillierte Verbreitung seiner Ergebnisse bekannt machen sollten. Die Tempus-Publikationen zielen auf den Bedarf sowohl der Teilnehmer an bestehenden Projekten wie auch von Neulingen im Tempus-Programm.

Ein nützliches Instrument zur Verbreitung von Informationen zum Tempus-Programm stellt nach wie vor die Reihe ,Tempus at Work" dar. Außerdem wurden Länderinformationen für die EU-Mitgliedstaaten ebenso wie für alle Partnerländer herausgebracht, die eine wertvolle Quelle für aktuelle Informationen zu den im jeweiligen Partnerland seit dem Beginn von Tempus finanzierten Projekten sowie zum Grad der Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten in den verschiedenen geografischen Gebieten darstellen.

Die Reihe ,Tempus at Work" behandelte 1999 folgende Themen:

| | einführende Merkblätter zu Tempus-Phare und Tempus-Tacis;

| | ein Blatt mit einer zusammenfassenden Übersicht über die Herausforderungen und Ergebnisse von Tempus;

| | Länderinformationen zu den einzelnen EU-Mitgliedstaaten;

| | Länderinformationen zu den einzelnen Phare-Ländern;

| | Länderinformationen zu den einzelnen Tacis-Ländern.

1999 fanden Diskussionen über die Einrichtung einer Ergebnis-Datenbank statt, die Einzelheiten über alle laufenden und abgeschlossenen Tempus-Projekte enthalten und über das Internet abrufbar sein soll. Tempus verfügt über einen Schatz von Projekterfahrungen und -ergebnissen, und die Notwendigkeit, diese Informationen einem breiteren Nutzerkreis zugänglich zu machen, liegt auf der Hand. Für 2000 ist eine Machbarkeitsstudie als Vorstufe zu der für einen späteren Zeitpunkt vorgesehenen Einrichtung der Datenbank geplant.

3.3 Projektmanagement

Die Funktion eines GEP-Koordinators nahmen 1999 als erste Tempus-Tacis-Länder die Russische Föderation und die Ukraine wahr.

3.4 Tempus-Informationsstellen (TIP) and Nationale Tempus-Büros (NTO)

Die Nationalen Tempus-Büros in Mittel- und Osteuropa und die Tempus-Informationsstellen in den Neuen Unabhängigen Staaten und in der Mongolei gaben auch im Berichtsjahr wieder Informationen an interessierte Einrichtungen und leisteten Unterstützung bei den bestehenden Projekten.

Nationale Tempus-Büros gibt es in allen Phare-Partnerländern.

Tempus-Informationsstellen (TIP) arbeiteten während des gesamten Jahres 1999 in Armenien, Azerbaidschan, Belarus, Georgien, Kirgistan, Moldawien, Turkmenistan, in der Ukraine und in Usbekistan.

Während eines Teils des Jahres wurde TIP-Unterstützung in Kasachstan (bis Mai 1999) und in der Mongolei (bis September 1999) geleistet. In der Folge wurden neue Interessenten ermittelt, doch sind bis zum

Jahresende keine neuen Verträge mehr geschlossen worden.

Neue Versuche wurden zur Gründung eines TIP für die Russische Föderation unternommen. Zwei potenzielle Mitarbeiter (Direktor und stellvertretender Direktor) wurden im November 1999 gefunden; zu einem Vertragsabschluss ist es bisher jedoch noch nicht gekommen. Um sicherzustellen, dass die jeweils aktuellen Informationen über Tempus überall in der Russischen Föderation bereitstehen, wurden enge Verbindungen mit der Delegation der EU-Kommission in Moskau und den Technischen Büros von Tacis in den verschiedenen Regionen aufgebaut.

Der Status der verschiedenen TIP ist sehr unterschiedlich. Die meisten von ihnen sind bei den Tacis-Koordinierungseinheiten angesiedelt, im allgemeinen vertreten durch eine Person, die bereits in anderen Koordinierungsfunktionen tätig ist und deshalb Tempus nicht ihre volle Aufmerksamkeit widmen kann. Dies gilt für Azerbaidschan, Georgien, Kirgistan, Turkmenistan und Usbekistan. In Belarus und in Moldawien sind mit der Funktion eines TIP-Vertreters Mitarbeiter einer lokalen Universität betraut, während das ukrainische TIP seinen Sitz bei der Delegation der EU-Kommission in Kiew hat. Das armenische TIP hat den Status einer eigenständigen Einrichtung.

4 DIE AUSWAHLRUNDEN 1999

4.1 Tempus-Gesamtbudget

Die Regierungen der mittel- und osteuropäischen Länder stellten 1999 für Aktivitäten im Rahmen von Tempus-Phare Mittel in Höhe von insgesamt 25,85 Mio. EURO zur Verfügung. Für die an Tempus-Tacis beteiligten Länder belief sich die entsprechende Summe auf 20 Mio. EURO. Die nachfolgende Tabelle (Abb. 2) enthält einen Vergleich mit den Vorjahren.

Abb. 2: Tempus-Mittelzuweisungen zwischen 1990 und 1999 in Mio. EURO

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

4.2 Tempus-Phare-Budget

Der 1999 für Tempus-Aktivitäten in den Phare-Ländern insgesamt zur Verfügung stehende Betrag belief sich auf 25,85 Mio. EURO. In Abbildung 3 wird diese Zahl nach den jeweiligen Mittelzuweisungen für die Tempus-Aktivitäten pro Land für das Jahr 1999 aufgeschlüsselt. Zu Vergleichszwecken wird der Durchschnitt pro Jahr und Land seit Programmbeitritt angegeben.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Abb. 3: Tempus-Mittelzuweisungen in Mio. EURO für die einzelnen Phare-Partnerländer im Jahr 1998, verglichen mit dem Durchschnittswert pro Jahr seit Programmbeitritt.

(Legende: Average 1990-1999= Durchschnitt 1990-1999 ; Allocation= Mittelzuweisung)

4.3 Fristen für Tempus-Phare

Die Frist für die Einreichung von Anträgen für Gemeinsame Europäische Projekte endete am 29. Januar 1999. Für die Einreichung von Anträgen für individuelle Mobilitätszuschüsse gab es - wie bereits in den Vorjahren - auch 1999 zwei Termine: 12. März und 25. Juni.

4.4 Tempus-Phare-Auswahlergebnisse

4.4.1 Gemeinsame Europäische Projekte

Anträge für Gemeinsame Europäische Projekte (GEP) werden im Rahmen eines koope rativen Entscheidungsprozesses, der verschiedene Stufen umfasst, auf För de rungswürdigkeit überprüft. Wie bereits 1997 und 1998, wurden auch im Jahre 1999 wichtige Zuständigkeiten beim GEP-Auswahlverfahren an die Nationalen Tempus-Büros (NTO) abgegeben. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass eine größere Verantwortung im Rahmen des Auswahlverfahrens der Vorbereitung der assoziierten Länder auf die Teilnahme an den EU-Bildungsprogrammen zugute kommen würde. Bei diesem Auswahlverfahren wurde die technische Bewertung der Projekte durch die NTO vorgenommen, während die Zuständigkeit für die wissenschaftliche Bewertung im jeweiligen Partnerland bei einer gemischten Gruppe von Sachverständigen aus EU-Mitgliedstaaten und Partnerländern lag. Dieses Auswahlverfahren ist in dem umseitigen Ablauf diagramm 1 dargestellt.

Ergebnisse der Tempus-Phare-GEP-Auswahlrunde 1999

Die Ergebnisse der Auswahlrunde sind in nachstehender Tabelle enthalten. Zu Vergleichszwecken sind auch die Daten für 1997 und 1998 angegeben.

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Von den 462 eingegangenen Anträgen wurden 149 für eine Finanzierung vorgeschlagen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist bei den eingegangenen Anträgen ein Rückgang um 20 % zu verzeichnen. Die 149 in diesem Jahr zur Geneh migung vorgeschlagenen Anträge stellen 32% der insgesamt eingegangenen Anträge dar. Die Erfolgsquote blieb 1998 und 1999 mit 32 % konstant.

Statistische Angaben über Länderbeteiligung, Themenverteilung und eine Aufschlüsselung pro Land sind in den Anhängen zu diesem Bericht enthalten.

AUSWAHLVERFAHREN 1999 BEI TEMPUS-PHARE

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Ablaufdiagramm Nr. 1

4.4.2 Individuelle Mobilitätszuschüsse (IMG)

Die Prüfung der Anträge für Ost-West-Mobilitätsmaßnahmen erfolgte durch die Nationalen Tempus-Büros (NTO). Anträge für West-Ost-IMG und solche für Bosnien-Herzegowina wurden von der Stiftung geprüft. Beide Prüfungen wurden parallel zueinander und gemäß den mit der Europäischen Kommission vereinbarten Leitlinien vorgenommen.

Aufgrund ihrer Förderungswürdigkeit im Rahmen des Sokrates-Erasmus-Programms kamen Bulgarien, Estland, Lettland und Litauen 1999 für Individuelle Mobilitätszuschüsse nicht mehr in Frage (Polen, Rumänien, die Tschechische Republik, die Slowakische Republik und Ungarn bereits seit 1998 nicht mehr). Das gleiche gilt, allerdings nur für die zweite Auswahlrunde im Jahre 1999, auch für Slowenien.

Ergebnisse der IMG-Auswahlrunde 1999:

Erste Auswahlrunde (März 1999, 4 Partnerländer) //

Zahl der Anträge // 222

Zahl der geförderten Anträge // 76

Erfolgsquote // 32%

Gesamtbudget // Euro 199.080

Durchschnittliche Höhe der Zuschüsse // Euro 2.619

Zweite Auswahlrunde (Juni 1999, 3 Partnerländer) //

Zahl der Anträge // 163

Zahl der geförderten Anträge // 112

Erfolgsquote // 69%

Gesamtbudget // Euro 264.650

Durchschnittliche Höhe der Zuschüsse // Euro 2.363

4.5 Tempus-Tacis-Budget

An der Auswahlrunde 1999 für Tempus-Tacis-Projekte (Offene Aufforderung) waren folgende Tacis-Länder beteiligt: Armenien, Azerbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Moldawien, die Mongolei, die Russische Föderation, Turkmenistan, die Ukraine und Usbekistan. Eine einjährliche Zuweisung erhielten 1999 nur die Russische Föderation und die Ukraine, die anderen Länder erhielten eine Zuweisung für zwei Jahre (1998 und 1999 bzw. 1999 und 2000):

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Die Partnerländer konnten Mittel für verschiedene Projekttypen beantragen:

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Aus den 11 Partnerländern, die an der Auswahlrunde 1999/2000 des Tempus-Tacis-Programms teilgenommen haben, wurden 263 Anträge für folgende Kategorien eingereicht: Gemeinsame Europäische Projekte (GEP) - 104, Mobilitätsmaßnahmen GEP - 41, Kompaktprojekte - 118.

4.6 Fristen für Tempus-Tacis

Die Frist für die Einreichung von Anträgen für GEP und CP endete am 15. März 1999.

4.7 Tempus-Tacis-Auswahlverfahren

Im Tempus-Tacis-Programm sind das Gemeinsame Europäische Projekt (GEP) und das Kompakt-Projekt (CP) diejenigen Instrumente, mit denen Konsortien von Hochschulen in den Partnerländern [Neue Unabhängige Staaten (NUS) und Mongolei], in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und gegebenenfalls in anderen G-24-Ländern sowie in Malta und Zypern zur Zusammenarbeit bei Projekten ermutigt werden sollen, die auf die Umstrukturierung des Hochschulwesens in den Neuen Unabhängigen Staaten und in der Mongolei gerichtet sind.

Um die Mittel des Programms maximal zu nutzen, wird den spezifischen nationalen Prioritäten der einzelnen Partnerländer große Bedeutung beigemessen (vgl. die vollständige Liste im Tempus-Tacis-Leitfaden für Antragsteller 1999-2000), die jährlich von der Kommission in Abstimmung mit den Behörden des jeweiligen Partnerlandes festgelegt werden.

Die Tempus-Tacis-Projekte wurden von der Europäischen Kommission mit technischer Unterstützung der Europäischen Stiftung für Berufsbildung ausgewählt. Sämtliche Projekte wurden auf ihre technische und wissenschaftliche Relevanz geprüft. Letztere Prüfung wurde von einem Pool von Hochschulexperten aus den Partnerländern und den EU-Mitgliedstaaten vorgenommen.

Bei Anträgen, für die kein gemeinsames Bewertungsergebnis gefunden werden kann oder für die weitere Meinungen eingeholt werden müssen, wird die endgültige Entscheidung von einem Expertenpanel getroffen, das nach einer Diskussion ein vorläufiges Ranking für die Anträge aus allen am Tempus-Tacis-Programm beteiligten Ländern festlegt.

Die Experten aus der EU und den NUS tagten unter dem Vorsitz eines Vertreters der Kommission am 29. Mai 1999 in Kiew zu Projekten aus UKR und MOL sowie am 28. und 29. Juni 1999 in Toronto zu Projekten aus ARM, AZB, GEO, KAZ, KIR, MNG, RF, TME und UZB.

Die dem Kommission vorgelegte endgültige Liste mit zur Förderung empfohlenen Projekten wurde anhand solcher Kriterien wie qualitatives Ranking, Koordinierung mit anderen Tacis-Hilfeprogrammen, Ausgeglichenheit zwischen den prioritären Bereichen und angemessene geographische Verteilung der Projekte zusammengestellt.

Dieses Auswahlverfahren ist in umseitigem Ablauf diagramm 2 dargestellt.

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Ablaufdiagramm 2

4.8 Tempus-Tacis-Auswahlergebnisse

// 1999 Offene Aufforderung

Zahl der eingegangenen Projektvorschläge // 263

Zahl der für eine Finanzierung vorgeschlagenen Projekte // 72

Erfolgsquote // 27,3%

Durchschnittliche Höhe der Zuschüsse // Euro 307.021

Für die elf Länder in der Auswahlrunde 1999 des Tempus-Tacis-Programms gingen insgesamt 263 Anträge ein (gegliedert nach den einzelnen Kategorien):

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Im Vergleich zur letzten offenen Auswahlrunde im Jahre 1998, als insgesamt 254 Projektvorschläge eingingen, ist die Anzahl der eingereichten Projektvorschläge um 3,5 % gestiegen.

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5 VERÖFFENTLICHUNGEN

1. Leitfaden für Antragsteller Tempus-Tacis 2000/2001, in allen EU-Sprachen sowie in Russisch

2. Tempus at Work (Merkblätter mit Länderinformationen für alle Phare-, Tacis- und EU-Länder), in EN, FR, DE

2. Tempus-Konferenzbericht 23-24.03.1999/Kiew (Ukraine), mehrsprachig (EN, FR, DE, RU)

4. Tempus-Projektlisten 1999, nur über das Internet erhältlich

Alle in dieser Liste genannten Veröffentlichungen aus dem Jahre 1999 können - wie auch alle anderen Tempus-Dokumente - von der Website der Europäischen Stiftung für Berufsbildung (ETF) unter der Adresse http://www.etf.eu.int/ heruntergeladen werden.

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empus-Phare

Tempus-Tacis

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Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten an Tempus-Phare-GEP

1999/2000

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(*) Die Zahlen in dieser Spalte bezeichnen den Anteil von Projekten, an denen die einzelnen Länder beteiligt sind (Da an jedem Projekt mindestens zwei EU-Länder beteiligt sind, werden in der Summe mehr als 100 % erreicht.).

Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten

an Tempus-Tacis-GEP und -CP 1999/2000

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(*) Die Zahlen in dieser Spalte bezeichnen den Anteil von Projekten, an denen die einzelnen Länder beteiligt sind (Da an jedem Projekt mindestens zwei EU-Länder beteiligt sind, werden in der Summe mehr als 100 % erreicht.).

Verteilung der 1999/2000 angelaufenen Tempus-Phare-GEP nach Fachbereichen

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Verteilung der 1999/2000 angelaufenen Tempus-Tacis-GEP nach Fachbereichen

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Verteilung der 1999/2000 angelaufenen Tempus-Tacis-CP nach Fachbereichen

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Albanien

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

Europäische Studien u. Internationale Beziehungen 22,3%

Angewandte Wissenschaften und Technik 33,3%

Interdisziplinäre Studien 11,2%

Hochschulmanagement 33,3%

Bulgarien

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

Übersetzen und Dolmetschen 7,1%

Auf- und Ausbau der Institutionen 85,8%

Hochschulmanagement 7,1%

Bosnien-Herzegowina

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

Europäische Studien u. Internationale Beziehungen 25 %

Andere Managementausbildungen 12,5%

Angewandte Wissenschaften und Technik 37,5%

Kunst und Design 12,5%

Interdisziplinäre Studien 12,5%

Tschechoslowakei [6]

[6] umfasst nur den Zeitraum 1990-1992 bis zur Unabhängigkeit der Tschechischen und der Slowakischen Republik

// Tempus I

//

// 1990-1992

1. Budget: //

Tempus-Gesamtbudget (in Mio. EURO) // 34,96

Nationales Richtprogramm // 27,70

Regionalfonds // 7,26

Sonstige Pharequellen //

//

2. Projekte: //

Anzahl geförderter GEP // 145

davon neu //

//

Anzahl geförderter JEN // -

//

Anzahl neuer CME pro Jahr // 53

//

Anzahl gewährter IMG // 1,008

aus der Tschechoslowakei // 785

nach der Tschechoslowakei // 223

Tschechische Republik

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

Fragen der EU-Politik und des ,acquis communautaire" 33,33%

Reform der öffentlichen Verwaltung 66,67%

Für den Zeitraum 1990-1992 siehe Datenblatt Tschechoslowakei

Estland

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Auf- und Ausbau der Institutionen 75%

* Hochschulmanagement 25%

Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Europäische Studien u. Internationale Beziehungen 40%

* Naturwissenschaften und Mathematik 10%

* Angewandte Wissenschaften und Technik 10%

* Interdisziplinäre Studien 10%

* Pädagogik und Lehrerbildung 10%

* Hochschulmanagement 10%

Ungarn

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Medizin und Chirurgie 5,6%

* Auf- und Ausbau der Institutionen 83,3%

* Hochschulmanagement 11,1%

Lettland

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Auf- und Ausbau der Institutionen 100%

Litauen

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Auf- und Ausbau der Institutionen 100%

Polen

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Auf- und Ausbau der Institutionen 76%

* Hochschulmanagement 24%

Rumänien

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Landwirtschaft 4,4%

* Auf- und Ausbau der Institutionen 86,9%

* Hochschulmanagement 8,7%

Slowakische Republik [7]

[7] für den Zeitraum 1990-1992 siehe Datenblatt Tschechoslowakei

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Auf- und Ausbau der Institutionen 70%

* Hochschulmanagement 30%

Slowenien [8]

[8] Es fehlen hier nähere Angaben zu den Projekten (IMG), die durchgeführt wurden, als Slowenien noch Teil Jugoslawiens war, d.h. vor Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1992. 24 der angegebenen GEP waren ursprünglich jugoslawische Projekte, sind aber noch im selben Jahr von Slowenien übernommen worden.

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Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP

* Europäische Studien u. Internationale Beziehungen 10%

* Angewandte Wissenschaften und Technik 20%

* Auf- und Ausbau der Institutionen 30%

* Hochschulmanagement 40%

Armenien

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1998 und 1999)

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Wirtschafts- und angewandte Wissenschaften 50%

* Angewandte Wirtschaftswissenschaften 50%

Azerbaidschan

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1998 und 1999)

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

(4) Mittel für Zweijahreszeitraum 1996 vollständig zugewiesen.

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Hochschulmanagement 50%

* Ökologische Studien 50%

Belarus

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1998 und 1999)

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

(4) Es wurden zwei Projekte ausgewählt, die aber erst 1998 angelaufen sind.

Georgien

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1998 und 1999)

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

(4) Mittel für Zweijahreszeitraum 1996 vollständig zugewiesen.

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Rechtswissenschaft 50%

* Wirtschafts- und angewandte Wissenschaften 50%

Kasachstan

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Projekte sind 1997 angelaufen.

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

(4) Geschlossene Aufforderung zur Einreichung von Anträgen, Haushaltsmittel aus der Zuweisung für1996/1997 genommen.

(5) Projekt wurde 1996 eingereicht, ist aber erst gegen Ende 1997 angelaufen.

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Rechtswissenschaft 25%

* Hochschulmanagement 25%

* Tourismus und Freizeit 25%

* Agrar- und Ernährungswissenschaft 25%

Kirgistan

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Projekte sind 1997 angelaufen

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt

(4) Geschlossene Aufforderung zur Einreichung von Anträgen, Haushaltsmittel aus der Zuweisung für1996/1997 genommen.

(5) Projekt wurde 1996 eingereicht, ist aber erst gegen Ende 1997 angelaufen

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Wirtschafts- und angewandte Wissenschaften 14,3%

* Hochschulmanagement 14,3%

* Betriebswirtschaft 14,3%

* Tourismus und Freizeit 28,55%

* Angewandte Wissenschaften und Technik 28,55%

Moldawien

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt

(3) Projekte sind 1997 angelaufen

(4) Mittel für Zweijahreszeitraum 1996 vollständig zugewiesen.

(5) Projekt wurde 1996 eingereicht, ist aber erst gegen Ende 1997 angelaufen

Fachbereiche der 1999 laufenden GEP

* Rechtswissenschaft 20%

* Hochschulmanagement 40%

* Angewandte Wirtschaftswissenschaften 20%

* Tourismus und Freizeit 20%

Mongolei

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1998 und 1999)

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Hochschulmanagement 33,33%

* Angewandte Wirtschaftswissenschaften 33,33%

* Pädagogik und Lehrerbildung 33,33%

Russische Föderation

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(1) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Soziologie 3,3%

* Soziallehre 6,7%

* Wirtschafts- und angewandte Wissenschaften 16,7%

* Öffentliche Verwaltung 3,3%

* Europäische Studien u. Internationale Beziehungen 13,3%

* Hochschulmanagement 16,7%

* Betriebswirtschaft 6,7%

* Angewandte Wirtschaftswissenschaften 13,3%

* Moderne europäische Sprachen 13,3%

* Pädagogik und Lehrerbildung 6,7%

Turkmenistan

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Projekte sind 1997 angelaufen

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt

(4) Geschlossene Aufforderung zur Einreichung von Anträgen, Haushaltsmittel aus der Zuweisung für1996/1997 genommen

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Hochschulmanagement 33,33%

* Angewandte Wirtschaftswissenschaften 33,33%

* Moderne europäische Sprachen 33,33%

Ukraine

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(1) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt.

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Soziallehre 9,1%

* Wirtschafts- und angewandte Wissenschaften 9,1%

* Europäische Studien und internationale Beziehungen 9,1%

* Bibliothekswissenschaft, Kommunikation u. Journalismus 9,1%

* Hochschulmanagement 36,3%

* Personalentwicklung und Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeziehungen 9,1%

* Agrar- und Ernährungswissenschaft 18,2%

Usbekistan

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(1) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1996 und 1997)

(2) Mittelzuweisung für Zweijahreszeitraum (1998 und 1999)

(3) Vorprojekte wurden 1997 eingestellt

Fachbereiche der 1999 ausgewählten neuen GEP und CP

* Europäische Studien und Internationale Beziehungen 33,33%

* Hochschulmanagement 33,33%

* Ingenieurwissenschaft und Technologie 33,33%

Die in diesem Anhang beschriebenen Tempus-Projekte sind in quantitativer wie in qualitativer Hinsicht repräsentativ für die Wirkung des Tempus-Programms in den Partnerländern. Beim Lesen der Beschreibungen ist zu beachten, dass diese aus dem akademischen Jahr 1998/99 stammen.

Tempus-Phare

Gemeinsames Europäisches Projekt 12211 - 97

(Albanien)

Projektdaten:

Bezeichnung: Modernisierung des Hochschulmanagements

Zielsetzung: Das Projekt zielt auf eine Verbesserung der Management-Methoden an der Universität Tirana und an der Polytechnischen Universität Tirana durch Computerisierung der Bereiche Studentenregistrierung, Personalverwaltung und Finanzmanagement sowie der Bibliotheksorganisation. Die neuen Computersysteme sollen auch die Arbeit des Büros für Internationale Beziehungen erleichtern. Darüber hinaus sind die Einrichtung eines computergestützten Entscheidungssystems für die strategische Planung und die Entwicklung eines computergestützten Informationssystems für die Studenten und die Studentenberatung vorgesehen.

Partner:

* Universität-Gesamthochschule Siegen (Vertragnehmer und Koordinator), D

* Polytechnische Universität Tiranë, Tiranë, ALB

* Universität Tiranë, Tiranë, ALB

* Staffordshire University, Stoke-on-Trent, UK

Am Projekt beteiligte Länder:

* Deutschland

* Albanien

* Vereinigtes Königreich

Laufzeit:

2 Jahre, verlängert um 6 Monate (15.12.1997 - 30.06.2000)

Gemeinsames Europäisches Projekt 12211 - 97 (Fortsetzung)

(Albanien)

Projektbeschreibung:

Ergebnisse:

* Studentenregistrierung: Das System ist so gut wie vollständig: es fehlen noch ein Sicherheitssystem, eine ,Hilfe"-Funktion, die Feinabstimmung für die Erstellung von Berichten und Informationsmaterial für Schulabgänger. Die Daten aus dem alten System werden nach und nach in die neue Software übernommen. Das Verwaltungspersonal, das das neue System bedienen soll, wird entsprechend geschult.

* Personalverwaltung und Finanzmanagement: Die Software ist beschafft und entsprechend angepasst worden; auf sie besteht eine einjährige Garantie. Die beiden Systeme sind kompatibel. Mitarbeiter aller Abteilungen aller teilnehmenden Einrichtungen sind in der Anwendung der Software geschult worden. Diese Schulung sollte auch den Mitarbeitern anderer Fakultäten angeboten werden.

* Bibliotheksorganisation: Die Software ist beschafft und die betreffenden Mitarbeiter sind in ihrer Anwendung geschult worden. Es sind zwei Netze - eines pro Partneruniversität - eingerichtet worden. In die Netze sollten zwei mit den Universitäten kooperierende Stiftungen einbezogen werden.

* Computergestütztes Informationssystem für Studenten und Studentenberatung, Modernisierung der Ausrüstungen im Büro für Internationale Beziehungen: Die Arbeiten im Büro für Internationale Beziehungen und diejenigen am Studenteninformationssystem sind eng miteinander verbunden. Derzeit wird an einem Handbuch mit Hinweisen zur Zulassung und mit Informationen über die an der Universität geltenden Regelungen gearbeitet. Die Universitäts- und Fakultätsführer sollten allen Studenten zugänglich sein. Die Polytechnische Universität hat eine eigene Internet-Homepage entwickelt, die Homepage der Universität Tirana soll in Kürze fertiggestellt sein. Die Verhandlungen mit der SOROS-Stiftung über die Einrichtung eines Studenten-Informationszentrums dauern an.

* Computergestütztes Entscheidungssystem für die strategische Planung: Das Hauptziel dieser Aktivität besteht in der Erstellung von Leitlinien für die Universitätsverwaltung zur Anwendung des neuen Hochschulgesetzes sowie von Richtlinien des Bildungsministeriums. Eine Datenbank, auf die die Verwaltungen Zugriff haben sollen, wird zur Zeit aufgebaut.

Bisherige Ergebnisse bei der Verbreitung: Die Verbreitung von Informationen über die Projektaktivitäten an andere Kollegen erfolgt sowohl über regelmäßige Berichte der Projektleitung als auch über Workshops und Seminare, die gezielt für Kollegen aus verwandten Fachgebieten beider Universitäten durchgeführt werden. Obgleich dieses Projekt ursprünglich nur für die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tirana bestimmt war, ist die Hardware der anderen Fakultäten an die Rechnertypen der Naturwissenschaftlichen Fakultät angepasst worden; sie hoffen, jetzt dieselbe Software kaufen zu können.

Nachhaltigkeit: Dank der ausgesprochen praxisorientierten Ausrichtung der Projektergebnisse (Software und Handbücher) ist die Nachhaltigkeit der Ergebnisse garantiert. Die Experten an der Naturwissenschaftlichen Fakultät und an der Polytechnischen Universität können die Wartung der entwickelten Produkte und sämtliche Folgearbeiten an der Software sicherstellen.

Gemeinsames Europäisches Projekt 13359 - 98

(Ungarn)

Projektdaten:

Bezeichnung: Angleichung des ungarischen Sportmanagement an EU-Standards

Zielsetzung: Einrichtung und Durchführung von Weiterbildungskursen für Sportmanager zwecks Vorbereitung auf die Angleichung an die EU-Sportpolitik / -Standards

Partner:

* Semmelweis-Universität, Budapest (Koordinator / Vertragnehmer)

* Ungarisches Olympisches Komitee, Budapest

* Ministerium für Jugend und Sport, Budapest

* Katholische Universität Leuven

* Deutsche Sporthochschule Köln

Am Projekt beteiligte Länder:

* Ungarn

* Belgien

* Deutschland

Laufzeit:

2 Jahre (15.12.1998 - 14.03.2001)

Projektbeschreibung:

Ergebnisse:

Erste Projektphase: Kurs ,Ausbildung der Ausbilder" - Ausbildung künftiger Ausbilder im Sportmanagement. Das Ausbildungsprogramm besteht aus 12 Modulen für die Bereiche Allgemeines, Sport und Finanzen, Facility-Management, HR-Management, Medienmanagement, Event- and Projektmanagement, Organisationsmanagement, Sportstättenmanagement (Umweltaspekte), Sport und neue Technologien, Rechtsfragen, Sponsoring und Marketing, sonstige sportrelevante Themenbereiche wie Sportmedizin, Frauen und Sport, Sportwissenschaft, Doping usw.

Der für eine Gruppe von 15-20 Teilnehmern - künftige Ausbilder - konzipierte Kurs wird von 15 Experten von Projektpartnern aus H und der EU gestaltet.

Der Kurs ,Ausbildung für Ausbilder" hat an acht Wochenenden zwischen September 1999 und Januar 2000 stattgefunden.

Zweite Projektphase: Für die Zielgruppe wird das Ausbildungsprogramm noch während der Laufzeit dieses auf zwei Jahre angelegten Projekts anlaufen. Die Zielgruppe besteht aus einem Potenzial von 1.800 Sportmanagern aus dem staatlichen und dem nicht-staatlichen Sportsektor. Die Semmelweis-Universität wird Einrichtungen für die Lehrveranstaltungen zur Verfügung stellen. Nach Abschluss des Projekts wird das Programm mit nationalen Mitteln vom ungarischen Ministerium für Jugend und Sport weitergeführt. Da 80 % der potenziellen Teilnehmer aus der Provinz kommen, soll die Möglichkeit von Kontaktklassen in regionalen Zentren geprüft werden. Das Ausbildungsprogramm wird zweimal jährlich für 20-25 Sportmanager pro Kurs (ergibt eine Gesamtteilnahme von 175-220 Personen pro Jahr) angeboten.

Gemeinsames Europäisches Projekt 13359 - 98 (Fortsetzung)

(Ungarn)

Innovative Aspekte: Die ungarische Sportpolitik hat ihre elitistische Ausrichtung zugunsten eines demokratischeren Konzepts ,Sport für alle" aufgegeben. Diese Neuorientierung lässt sich an der Priorität erkennen, die der Umschulung von Sportmanagern eingeräumt wird, die ihren Abschluss vor 1989 erworben haben und jetzt in der Mitte ihres Arbeitslebens stehen. Die Neuorientierung der Ausbildung von Sportmanagern in Richtung auf das Konzept ,Sport für alle" ist von großer Bedeutung für die ungarische Gesellschaft und die staatliche Gesundheitspolitik.

Integration der Projektergebnisse in die Lehrpläne an der Semmelweis-Universität: Die Projektergebnisse gehen in die Lehrpläne für die Ausbildung von Sportmanagern und in einen einschlägigen Fernkurs an der Semmelweis-Universität ein.

Beteiligung an Tempus III: Die Semmelweis-Universität unterhält Kontakte zu Institutionen in einer Anzahl von Tempus-III-Ländern, so z.B. in Kroatien (Zagreb), in der Ukraine und in Moldawien. Die Semmelweis-Universität ist die mitteleuropäische Kontaktstelle des Europäischen Netzes für Sportwissenschaft im Hochschulbereich, das als Thematisches Netz im Rahmen des Erasmus-Programms arbeitet. Dieses Netz hat die Absicht, seine Aktivitäten auf die Tempus-III-Partnerländer auszudehnen. Zu Tempus III: Die Semmelweis-Universität ist bereit, Experten aus Phareländern, für die derzeit ein Beitritt nicht vorgesehen ist, sowie aus Tacis-Ländern zu Studienbesuchen aufzunehmen. Diese Experten sollen anschließend die Tempus-Ergebnisse verbreiten und an der Arbeit des Netzwerkes teilnehmen.

Gemeinsames Europäisches Projekt 12466 - 97

(Rumänien)

Projektdaten

Bezeichnung: Weiterbildungsprogramm ,Unterwassertechnologien" (Offenes Lernen und Fernunterricht)

Zielsetzung: Aufbau einer Abteilung Offenes Lernen und Fernunterricht im Bereich Weiterbildung der ,Dunarea de Jos"-Universität Galati: Umschulung der Lehrkräfte und Entwicklung von drei neuen Weiterbildungskursen ,Unterwassertechnologien" in den Formen Offenes Lernen und Fernunterricht.

Partner:

* GKSS Forschungszentrum, Geesthacht, D

* Universität Hamburg, Hamburg, D

* Instituto de Soldadura e Qualidade - ISQ, Lisboa, P

* Bildungsministerium, Bucuresti, RO

* Institut der Handelsmarine, Constanta, Constanta, RO

* Institut für Schweißtechnik und Materialprüfung, Timisoara, RO

* Universität ,Dunarea de Jos" in Galati, Galati (Vertragnehmer und Koordinator), RO

Am Projekt beteiligte Länder:

* Deutschland und Portugal

Laufzeit:

3 Jahre, verlängert um 3 Monate (15.12.1997 - 14.03.2001)

Ergebnisse:

Neue Abteilung Offenes Lernen und Fernunterricht: Die Abteilung Offenes Lernen und Fernunterricht ist als neue, kostendeckende Struktur innerhalb der Universität von Galati eingerichtet worden.

Die Abteilung hat die Arbeit aufgenommen. Für Spezialisten (Ingenieure) aus Betrieben oder Forschungszentren werden (an den Abenden oder Wochenenden) Intensivkurse angeboten. Die Dauer der Kurse liegt je nach Bedarf des jeweiligen Unternehmens zwischen drei und sechs Monaten.

Alle Vertragsangelegenheiten mit den Unternehmen, die Anweisung der Honorare u.a. werden zentral vom Universitätszentrum für Weiterbildung erledigt.

Gemeinsames Europäisches Projekt 12466 - 97 (Fortsetzung)

(Rumänien)

Curriculumentwicklung:

Im Bereich der Unterwassertechnologien sind drei neue Kurse entwickelt worden:

* Unterwassertechnologien

* Inspektions-, Wartungs- und Reparaturmaßnahmen an Unterwasseranlagen

* Zulassung von Unterwasser-Anlagentechnikern

Veröffentlichung verschiedener Lehrbücher: Unterwassser-Schweißtechnik (zwei Bände) und Unterwassertechnologien (ein Band).

Für das Offene Lernen und den Fernunterricht sollen auch Multimedia-Unterrichtsmaterialien entwickelt werden.

Die neuen Lehrpläne bedürfen der Bestätigung durch den Rat der Fakultät für Maschinenbau der Universität Galati, den Rat der Fakultät für Schiffselektrik (Institut der Handelsmarine, Galati) sowie durch die Senate beider Institutionen. Darüber hinaus wird der Lehrplan auch dem rumänischen Bildungsministerium zur Genehmigung vorgelegt.

Die Teilnehmer der Intensivkurse erhalten ein Zertifikat von der Fakultät für Maschinenbau der Universität Galati, das vom Bildungsministerium anerkannt wird.

Die neuen Kurse werden von einem Team aus rumänischen Hochschullehrern und Praktikern zusammen mit den EU-Partnern, die über große Erfahrungen auf dem Gebiet der Unterwassertechnologie verfügen, konzipiert.

Die neuen Kurse sollen auch in die regulären Lehrpläne für das Grund- wie für das Aufbaustudium integriert werden.

Mobilität der Hochschullehrer:

Im zweiten Projektjahr haben 19 rumänische Hochschullehrer aus den verschiedenen rumänischen Partnereinrichtungen an Maßnahmen teilgenommen, die von Einrichtungen in EU-Mitgliedstaaten im Rahmen des Fortbildungsprogramm organisiert wurden. Hauptergebnis dieser Mobilitätsmaßnahmen waren die Verbesserung der Kenntnisse und der Lehrkompetenz und die Entwicklung neuer Kurse und Lehrmaterialien.

Zielgruppe:

Die Zielgruppe ist gemischt zusammengesetzt: Universitätsstudenten und Beschäftigte aus der Industrie. Der Schwerpunkt liegt auf der Spezialistenfortbildung.

* 250 Studenten

* 75 Teilnehmer an Kurzzeitstudiengängen

* 50 Spezialisten in Unterwassertechnologien: Anlagentechniker, Ingenieure, Entwickler und Vermessungstechniker.

Verbreitung und Nachhaltigkeit: Das Projekt ist an den wichtigsten rumänischen Hochschulen und Forschungsinstituten, die sich mit Unterwassertechnologien befassen, gut eingeführt.

Die Verbreitung der Projektergebnisse erfolgt über nationale und internationale Konferenzen, durch Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und über Workshops.

Die Abteilung Offenes Lernen und Fernunterricht - im Verbund mit dem Weiterbildungszentrum der Universität Galati - trägt sich finanziell selbst.

Es besteht eine reale Nachfrage nach diesen Angeboten. Derzeit liegen Anfragen mehrerer Marineinstitute zu den Ausbildungsmöglichkeiten an der Universität vor.

Tempus-Tacis

Gemeinsames Europäisches Projekt 10266 - 96

(Belarus)

Projektdaten:

Bezeichnung: Innovationen im Lehrbetrieb an der Hochschule für Wirtschaftswissenschaften

Zielsetzung: Umstrukturierung der bestehenden Lehrpläne der Staatlichen Hochschule für Wirtschaftswissenschaften von Belarus und Entwicklung neuer Lehrpläne nach modernen internationalen Standards

Partner:

* Polytechnische Universität von Cataluna, E (Koordinator und Vertragnehmer)

* Université de Montpellier I, F

* Staatliche Hochschule für Wirtschaftswissenschaften von Belarus, BR

Am Projekt beteiligte Länder:

* Spanien

* Frankreich

* Belarus

Laufzeit:

3 Jahre (1.1.1997 - Juni 2000)

Projektbeschreibung:

Schwerpunkt des Projekts ist die Angleichung der Lehrmethoden und des Inhalts der Lehrpläne an moderne internationale Standards. Strategisch fügt sich das Projekt in das allgemeinere Ziel des Übergangs zu einer neuen Unterrichtsphilosophie und einem veränderten Lehrumfeld mit dem Ziel, Absolventen mit einer neuen Perspektive unter den Bedingungen einer freien Marktwirtschaft auszubilden.

Qualitativer Aspekt:

Ergebnisse:

Die neuen Lehrpläne und -materialien sind ausgearbeitet und mit Erfolg eingeführt.

Ein System der schriftlichen Prüfungen nach westlichem Vorbild ist eingeführt und mit den bestehenden Hochschulbestimmungen in Einklang gebracht worden und hat sich als Erfolg erwiesen.

Das Mobilitätsprogramm für Hochschullehrer und Studenten war gut organisiert und hat sich als produktiv im Hinblick sowohl auf die Entwicklung von Lehrmaterialien als auch auf Fortschritte auf dem Weg zu einem flexibleren Lehrumfeld erwiesen.

Der Support-Dienst für Studenten, Absolventen und Entscheidungsträger ist eingerichtet und hat seine Arbeit aufgenommen.

Gemeinsames Europäisches Projekt 10266 - 96 (Fortsetzung)

(Belarus)

Innovative Aspekte:

* Die weißrussischen Kollegen haben mit Unterstützung und Beratung durch ihre EU-Partner eine beeindruckende Anzahl von Lehrmaterialien und Lehrbüchern entwickelt. Dank der schöpferischen Bearbeitung aller Materialien sind innovative Dokumente zur Verwendung in Belarus und nicht bloße Übersetzungen von Lehrmaterialien aus EU-Hochschulen entstanden.

* Die Lehrbücher können wahrscheinlich an andere NUS-Staaten wie z.B. die Ukraine verkauft werden.

* Eine der Möglichkeiten für eine Verbreitung der Projektergebnisse besteht darin, die Lehrbücher und Lehrmaterialien in die Webseite der Hochschule einzustellen.

Quantitative Aspekte:

* Während der Laufzeit des Projekts sind 35 Lehrbücher und Lehrmaterialien aus allen wesentlichen Studienfächern hergestellt worden.

* Die Kongresshalle ist technisch so ausgerüstet, dass sie als Tagungsstätte internationaler Konferenzen und Symposien genutzt werden kann. Zur Fertigstellung der Kongresshalle hat die Staatliche Hochschule für Wirtschaftswissenschaften eigene Mittel in Höhe 10.000 US$ eingesetzt.

Verbreitung:

Zur Verbreitung der Projektergebnisse soll im Jahr 2000 ein Antrag für ein Netzwerkprojekt eingereicht werden.

Gemeinsames Europäisches Projekt 10216 - 96

(Russische Föderation)

Projektdaten:

Bezeichnung: Ausbau des Angebots des Lehrerbildungsinstituts Perm zur Bereitstellung von Lehrern für Kinder mit besonderem pädagogischem Förderbedarf

Zielsetzung: Ausbau der Kapazitäten der Universität Perm zur kontinuierlichen Ausbildung von Lehrern für Kinder mit besonderem pädagogischem Förderbedarf in der Region Perm

Partner:

* University of Oxford, UK (Koordinator und Vertragspartner)

* Universiteit van Amsterdam, NL

* Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, D

* Staatliche Pädagogische Universität Perm, RF

Am Projekt beteiligte Länder:

* Vereinigtes Königreich

* Niederlande

* Deutschland

* Russische Föderation

Laufzeit:

3 Jahre (Januar 1997 - Juni 2000)

Gemeinsames Europäisches Projekt 10216 - 96 (Fortsetzung)

(Russische Föderation)

Projektbeschreibung:

Schwerpunkte des Projekts sind die Umstrukturierung des Lehrplans, die Fortbildung der Lehrkräfte und eine Neuorientierung der Lehrkonzepte für die Erziehung von Kindern mit besonderem pädagogischem Förderbedarf. Im weiteren Kontext der Region Perm führt das Projekt zur Entwicklung einer bedarfsgerechten Versorgung der Sonderschulen und zielt damit auf eine bessere Deckung des Bedarfs an Lehrern für diesen Schultyp.

Qualitativer Aspekt:

Ergebnisse:

* Neue Lehrpläne sind entwickelt und erfolgreich eingeführt worden. Dabei ist zwischen zwei Arten von Ausbildungsgängen zu unterscheiden: Aufbaukurse, Kurzstudiengänge und entsprechende Module.

* Ein gut ausgestattetes Ressourcenzentrum (u.a. mit einer Bibliothek) ist eingerichtet worden.

* In einer Reihe von wichtigen Feldern wie Direkt- und Fernunterricht, Vorschul- und Schulunterricht für behinderte Kinder, Diagnosetechniken und Techniken zur Behandlung psychischer Störungen sowie methodische Hilfe für Eltern von Kindern mit besonderem pädagogischem Förderbedarf wurden Fortbildungsgänge bereitgestellt.

Innovative Aspekte:

* Lehrplanentwicklung und Lehrerausbildung finden in einem breiten, interdisziplinären Kontext unter Beteiligung anderer Fakultäten der Universität, z.B. der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik, statt.

* Die Zusammenarbeit mit Schulen für behinderte Kinder hat sich positiv entwickelt, so dass die Lehrplanentwicklung wirklich schülerzentriert ist. Gleichzeitig haben die lokalen Behörden in Perm aktive Unterstützung geleistet.

Quantitative Aspekte:

* Ein Team aus neun Lehrern wurde für die Durchführung eines regulären einjährigen berufsbegleitenden Studienganges vorbereitet .

* Zehn Langzeit- und Kurzzeitstudiengänge wurden während der Projektlaufzeit aktiviert; sie richteten sich jeweils an 20 bis 100 Teilnehmer.

Verbreitung:

* Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg lief die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule in Perm und anderen Sonderschulprojekten in Wolgograd und Pskov weiter.

* Der Erfolg des Projekts verleiht diesem eine Pilotfunktion für das gesamte Gebiet der Regionen Ural und Udmurtia.

Gemeinsames Europäisches Projekt 10328 - 97

(Usbekistan)

Projektdaten:

Bezeichnung: Ausbildungsgang ,Energiemanagement" in Usbekistan

Zielsetzung: Einrichtung eines Aufbaukurses zu einem bestehenden und gut organisierten Ausbildungsgang ,Energiemanagement" an der Technischen Universität Taschkent, der mit einem anerkannten Postgraduierten-Abschluss endet.

Partner:

* Technological Educational Institution Athen (TEI), GR (Koordinator und Vertragnehmer)

* Technische Universität Berlin (TUB), D

* Staatliche Technische Universität Taschkent (TSTU), UZB

Am Projekt beteiligte Länder:

* Griechenland

* Deutschland

* Usbekistan

Laufzeit:

3 Jahre (15.01.98 - 14.04.2001, einschl. dreimonatiger Vertragsverlängerung)

Projektbeschreibung:

Das Projekt ist auf die Entwicklung eines Ausbildungsganges ,Energiemanagement" an der Staatlichen Technischen Universität Taschkent gerichtet. Im Vordergrund steht dabei die Einrichtung eines praxisbezogenen Kurses für Spezialisten, die bereits auf diesem Gebiet in Schlüsselunternehmen des Landes tätig sind, wo sie die Aufgabe haben, die Nutzungseffizienz der eingesetzten Energie zu erhöhen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu verbessern sowie die durch die Produktion, die Übertragung und den Verbrauch von Energie entstehenden Umweltschäden zu mindern.

Qualitativer Aspekt:

Ergebnisse:

* Zur Zeit gibt es einen einjährigen Studiengang ,Energiemanagement", der an die in Usbekistan eingeführte neue Ausbildungsstruktur angepasst ist. Zwei Semester dieses Kurses sind bereits mit Erfolg gelaufen. Der erste Durchlauf des Kurses stieß in den usbekischen Industrieunternehmen auf ein starkes Interesse. Die meisten dieser Unternehmen übernahmen nicht nur die Studiengebühren für ihre Beschäftigten, sondern zahlten diesen auch während des Kurses ihre Gehälter voll weiter.

* Sechs neue Labors, die für den Kurs benutzt werden, wurden mit den notwendigen Ausrüstungen ausgestattet.

* Im Rahmen einer speziellen Schulung wurden Hochschullehrer befähigt, den neuen Kurs zu unterrichten. Diese Schulung erwies sich nicht nur als inhaltlich wertvoll, sondern machte die Teilnehmer gleichzeitig mit neuen Lehrmethoden vertraut.

* Drei StudentInnen hielten sich jeweils zu einmonatigen Betriebspraktika in Griechenland auf.

Gemeinsames Europäisches Projekt 10328 - 97 (Fortsetzung)

(Usbekistan)

Innovative Aspekte:

* Die erste Gruppe von Kursteilnehmern wurde aus einem Kreis junger Spezialisten ausgewählt, die im Bereich des Energiemanagements in usbekischen Schlüsselunternehmen arbeiten und damit dem Gesamtziel des Projektes dienen, die Nutzungseffizienz der im Land eingesetzten Energie zu verbessern.

* Die Lehrmaterialien für den neuen Kurs liegen auf CD-Rom vor, was die Verbreitung und Vervielfältigung erleichtert und verbilligt.

Quantitative Aspekte:

An dem neuen Kurs nahm eine Gruppe von 20 StudentInnen teil, die alle einen erfolgreichen Abschluss erzielten. Für das letzte Projektjahr ist bereits eine neue Gruppe mit der gleichen Teilnehmerzahl ausgewählt worden. Zwölf Angehörige des Lehrkörpers der Staatlichen Technischen Universität Taschkent absolvierten eine Intensivausbildung, um den neuen Kurs unterrichten zu können.