Verordnung (EWG) Nr. 2549/83 der Kommission vom 12. September 1983 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 hinsichtlich der Qualität des zur Intervention angebotenen Magermilchpulvers
Amtsblatt Nr. L 252 vom 13/09/1983 S. 0005 - 0006
***** VERORDNUNG (EWG) Nr. 2549/83 DER KOMMISSION vom 12. September 1983 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 hinsichtlich der Qualität des zur Intervention angebotenen Magermilchpulvers DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 804/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für Milch und Milcherzeugnisse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1600/83 (2), insbesondere auf Artikel 7 Absatz 5, in Erwägung nachstehender Gründe: Die Verordnung (EWG) Nr. 625/78 der Kommission vom 30. März 1978 über Durchführungsbestimmungen für die öffentliche Lagerhaltung von Magermilchpulver (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2680/82 (4), sieht in Anhang I die Qualitätsmerkmale des Magermilchpulvers sowie die Kontrollverfahren vor. Die bei der Anwendung dieser Verordnung gesammelten Erfahrungen lassen es im Interesse einer wirksameren Kontrolle der Einhaltung der Anforderungen an die Qualität des Magermilchpulvers angebracht erscheinen, einige Merkmale und Kontrollverfahren zu ändern. Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Milch und Milcherzeugnisse - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN: Artikel 1 Der Anhang I zur Verordnung (EWG) Nr. 625/78 erhält die Fassung des Anhangs dieser Verordnung. Artikel 2 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1984 in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Brüssel, den 12. September 1983 Für die Kommission Poul DALSAGER Mitglied der Kommission (1) ABl. Nr. L 148 vom 28. 6. 1968, S. 13. (2) ABl. Nr. L 163 vom 22. 6. 1983, S. 56. (3) ABl. Nr. L 84 vom 31. 3. 1978, S. 19. (4) ABl. Nr. L 284 vom 7. 10. 1982, S. 15. ANHANG »ANHANG I QUALITÄT DES MAGERMILCHPULVERS 1.2 // 1. Merkmale // // a) Gehalt an Milchfett: // höchstens 1,00 % // b) Gehalt an Wasser: // höchstens 4,0 % // c) Tritierbarer Säuregehalt: // // - in ml dezinormaler Natriumhydroxidlösung ausgedrückt: // höchstens 3,0 // - in Milchsäure ausgedrückt: // höchstens 0,15 % // d) Laktatgehalt: // höchstens 200 mg/100 g // e) Zusatzstoffe: // keine // f) Phosphataseprobe: // Nachweis negativ, d.h. höchstens 4 Mikrogramm je Gramm rekonstituierte Milch // g) Löslichkeit: // höchstens 0,5 ml // h) Reinheitsgrad: // höchstens 15,0 mg, d.h. mindestens Muster- scheibe B // i) Gehalt an Mikroorganismen: // höchstens 50 000 je g // k) Nachweis der coliformen Bakterien: // in 0,1 g negativ // l) Buttermilchnachweis: // negativ // m) Molkenachweis: // negativ // n) Geschmack und Geruch: // einwandfrei // o) Aussehen: // weiß oder leicht gelblich, ohne Verunreinigung oder farbige Teilchen 2. Kontrollverfahren a) Unbeschadet der Bestimmungen über die Angleichung der Analyseverfahren sind für die Anwendung dieser Verordnung die untengenannten Referenzverfahren verbindlich: 1.2 // - Fettgehalt: // Internationale Norm F.I.L. 9A: 1969 // - Wassergehalt: // Internationale Norm F.I.L. 26: 1964 // - Säuregehalt: // A.D.M.I. Standardverfahren ED. 1971, S. 31 // - Laktatgehalt: // Internationale Norm F.I.L. 69: 1972 oder ein Enzymverfahren, das gleichwertige Ergebnisse bietet // - Phosphataseprobe: // Internationale Norm F.I.L. 63: 1971 // - Löslichkeitsindex: // A.D.M.I Standmethoden ED. 1971, S. 26 // - Bestimmung des Reinheitsgrades: // A.D.M.I. Standardmethoden ED. 1971, S. 28 // - Bestimmung der Mikroorganismen: // Internationale Norm F.I.L. 49: 1970 // - Nachweis der coliformen Bakterien: // Internationale Norm F.I.L. 64: 1971 // b) Nachweis von // // - Buttermilch: // Das Fehlen von Buttermilch kann entweder durch eine mindestens einmal wöchentlich durchzuführende unangemeldete Betriebskontrolle an Ort und Stelle oder durch Laboranalysen des Enderzeugnisses festgestellt werden (1) // - Labmolke: // Bestimmung der freien Sialinsäure (2) // - Sauermolke: // Von den Mitgliedstaaten festgelegte Verfahren (1) Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission das angewandte Verfahren mit. Ausserdem teilen sie der Kommission monatlich mit, welche Hoechst- und Mindestwerte sowie welchen Durchschnittswert sie im Vormonat hinsichtlich der Ergebnisse der Laboranalysen ermittelt haben. (2) Für den Labmolkenachweis durch Bestimmung der freien Sialinsäure ist das Analyseverfahren das in Anhang IV Punkte 1 bis 7 festgelegte Verfahren. Wenn das auf diese Weise erhaltene Ergebnis höher als 60 ppm ist, wird die Durchführung der unter Punkt 8 desselben Anhangs genannten Proben verlangt. Bis zum 31. März 1984 können die Mitgliedstaaten das am 1. Januar 1984 geltende Analyseverfahren anwenden."