EUR-Lex Access to European Union law

Back to EUR-Lex homepage

This document is an excerpt from the EUR-Lex website

Document 62012CA0390

Rechtssache C-390/12: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 30. April 2014 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesverwaltungsgerichts Oberösterreich [vormals Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich] — Österreich) — Verfahren auf Betreiben von Robert Pfleger, Autoart a.s., Mladen Vucicevic, Maroxx Software GmbH, Ing. Hans-Jörg Zehetner/xx (Art. 56 AEUV — Freier Dienstleistungsverkehr — Charta der Grundrechte der Europäischen Union — Art. 15 bis 17, 47 und 50 ヤ Berufsfreiheit und Recht zu arbeiten, unternehmerische Freiheit, Eigentumsrecht, Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf und ein unparteiisches Gericht, Grundsatz ne bis in idem — Art. 51 — Geltungsbereich — Durchführung des Unionsrechts — Glücksspiele — Restriktive Regelung eines Mitgliedstaats — Verwaltungsbehördliche und strafrechtliche Sanktionen — Zwingende Gründe des Allgemeininteresses — Verhältnismäßigkeit)

OJ C 194, 24.6.2014, p. 3–3 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, HR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)

24.6.2014   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 194/3


Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 30. April 2014 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesverwaltungsgerichts Oberösterreich [vormals Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich] — Österreich) — Verfahren auf Betreiben von Robert Pfleger, Autoart a.s., Mladen Vucicevic, Maroxx Software GmbH, Ing. Hans-Jörg Zehetner/xx

(Rechtssache C-390/12) (1)

((Art. 56 AEUV - Freier Dienstleistungsverkehr - Charta der Grundrechte der Europäischen Union - Art. 15 bis 17, 47 und 50 - Berufsfreiheit und Recht zu arbeiten, unternehmerische Freiheit, Eigentumsrecht, Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf und ein unparteiisches Gericht, Grundsatz ne bis in idem - Art. 51 - Geltungsbereich - Durchführung des Unionsrechts - Glücksspiele - Restriktive Regelung eines Mitgliedstaats - Verwaltungsbehördliche und strafrechtliche Sanktionen - Zwingende Gründe des Allgemeininteresses - Verhältnismäßigkeit))

2014/C 194/03

Verfahrenssprache: Deutsch

Vorlegendes Gericht

Landesverwaltungsgericht Oberösterreich (vormals Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich)

Parteien des Ausgangsverfahrens

Beteiligte: Strafverfahren gegen Robert Pfleger, Autoart a.s., Mladen Vucicevic, Maroxx Software GmbH, Ing. Hans-Jörg Zehetner

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Unabhängiger Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich — Auslegung der Art. 56 AEUV sowie 15 bis 17, 47 und 50 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union — Glücksspiele — Regelung eines Mitgliedstaats, die ein strafbewehrtes Verbot enthält, Glücksspielautomaten mit niedrigen Gewinnen („kleines Glücksspiel“) ohne eine von der zuständigen Behörde erteilte Erlaubnis zu betreiben — Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

Tenor

Art. 56 AEUV ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung wie der in den Ausgangsverfahren in Rede stehenden entgegensteht, sofern diese Regelung nicht wirklich das Ziel des Spielerschutzes oder der Kriminalitätsbekämpfung verfolgt und nicht tatsächlich dem Anliegen entspricht, in kohärenter und systematischer Weise die Gelegenheiten zum Spiel zu verringern oder die mit diesen Spielen verbundene Kriminalität zu bekämpfen.


(1)  ABl. C 343 vom 10.11.2012.


Top