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Document 52023XC0503(03)
Publication of an application for registration of a name pursuant to Article 50(2)(a) of Regulation (EU) No 1151/2012 of the European Parliament and of the Council on quality schemes for agricultural products and foodstuffs 2023/C 156/06
Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens nach Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel 2023/C 156/06
Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens nach Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel 2023/C 156/06
C/2023/2825
ABl. C 156 vom 3.5.2023, pp. 31–34
(BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, GA, HR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)
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3.5.2023 |
DE |
Amtsblatt der Europäischen Union |
C 156/31 |
Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens nach Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel
(2023/C 156/06)
Diese Veröffentlichung eröffnet die Möglichkeit, gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates (1) innerhalb von drei Monaten ab dieser Veröffentlichung Einspruch gegen den Antrag zu erheben.
EINZIGES DOKUMENT
„Sidra da Madeira“
EU-Nr.: PGI-PT-02641 — 14.10.2020
g. U. ( ) g. g. A. (X)
1. Name(n)
„Sidra da Madeira“
2. Mitgliedstaat oder Drittland
Portugal
3. Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels
3.1. Art des Erzeugnisses
Klasse 1.8. Andere unter Anhang I AEUV fallende Erzeugnisse (Gewürze usw.)
3.2. Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
„Sidra da Madeira“ ist ein Getränk, das durch Gärung des natürlichen Safts gewonnen wird, der aus frischen Äpfeln traditioneller und anderer Sorten (Malus domestica Borkh.) sowie mitunter auch aus Mischungen aus Äpfeln und Birnen (Pyrus communis L.) gepresst wird, die ausschließlich auf der Insel Madeira angebaut werden. Die Herstellung erfolgt nach traditionellen bzw. für Madeira typischen Verfahren.
Es handelt sich um einen natürlichen Apfelwein, der ausschließlich durch Gärung des Safts hergestellt wird, der durch Schneiden, Mahlen, Zerkleinern und Pressen von lokal angebauten Äpfeln und mitunter auch Birnen gewonnen wird, sodass sein Zucker- und Kohlendioxidgehalt rein endogenen Ursprungs ist. Es gibt ihn auch als kohlensäurehaltigen natürlichen Apfelwein, der durch den Zusatz von Kohlendioxid vollständig oder teilweise Schaum bildet.
Im Allgemeinen weist er folgende Merkmale auf: einen Mindestalkoholgehalt von 5 % vol (bei 20 oC); einen Gehalt an vergärbarem Zucker von weniger als 15 g/l; eine Mindestgesamtsäure (in Apfelsäure) von 3 g/l und bis zu 10 g/l; einen maximalen Gehalt an flüchtiger Säure (ausgedrückt als Essigsäure) von 1,8 g/l und einen Höchstgehalt an Schwefeldioxid (ausgedrückt als SO2) von 200 mg/l.
Je nach Kombination der verwendeten Obstarten und -sorten ist „Sidra da Madeira“ leuchtend zitronengelb bis strohgelb, mit orangefarbenen Schattierungen und klarem Aussehen, wenn er gefiltert wird, bzw. mit leichten Ablagerungen, wenn er nicht gefiltert wird.
Er besitzt ein frisches, authentisches Aroma mit einem fruchtigen Charakter von mittlerer bis starker Intensität und ausgeprägten Noten von grünem Apfel, reifem Apfel, Quitten und/oder Zitrusfrüchten, die ein ausgewogenes, angenehmes Ganzes bilden.
In der Regel hat er keine Kohlensäure und einen leichten, nicht sehr süßen Geschmack, der harmonisch ausgewogen zwischen scharf und bitter und im Abgang trocken ist. Er zeichnet sich durch einen starken Geschmack und Geruch nach Apfel sowie eine Frische aus, die durch seine spürbare Säure bedingt ist.
Er wird als Apfelwein in Flaschen oder in geeigneten Behältnissen (Fässern oder Glasballons) zum Genuss in gastronomischen Einrichtungen sowie zum Einzelhandelsverkauf an Endverbraucher in den Verkehr gebracht.
3.3. Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
Die traditionellen Sorten für die Herstellung von „Sidra da Madeira“ sind die Apfelorten „Barral“, „Cara-de-dama“, „Branco“, „Bico de melro“, „Da Festa“, „Domingos“, „Da Ponta do Pargo“, „Calhau“, „Focinho de rato“ und „Vime“ und mitunter auch die Birnensorten „Do Santo“ und „Tenra de São Jorge“.
Da die Landwirte in Madeira seit Jahrhunderten genetisches Material der Bäume und Früchte mit den besten Merkmalen für den Frischverbrauch und/oder für die Apfelweinherstellung vermehren und untereinander austauschen, werden nach wie vor auch andere Apfel- und Birnensorten angebaut, nämlich insbesondere die Apfelsorten „Baunesa“, „Camacha“, „Espelho“, „Parda“, „Rajada“, „Reineta Tenra da Camacha“, „Santa Isabel“, „Ázimo“, „Amarelo“, „Amargo“, „Camoesa“, „De vinho“, „Ouro“, „Pevide“, „Rajado“, „Rijo“, „Riscado“ und „Serra“ und die Birnensorten „Santa Isabel ou de Santana“, „São João“, „Curé“ und „Pardas“, die ebenfalls für die Herstellung von „Sidra da Madeira“ verwendet werden, wenn auch in geringerem Umfang.
Einige Hersteller versuchten bereits sehr früh, ihre Obstplantagen mit exotischen Sorten für den Frischverbrauch zu diversifizieren – beispielsweise mit den Apfelsorten „Golden“, „Fuji“, „Starking“, „Royal Gala“ und „Reineta“ und den Birnensorten „Rocha“, die Vieira Natividade größtenteils bereits 1947 auf der Insel antraf. Daher können diese Früchte auch zur Herstellung von „Sidra da Madeira“ verwendet werden, wenn sie im jeweiligen Betrieb verfügbar sind oder ausschließlich auf der Insel angebaut werden.
Das Mischen bzw. „Verschneiden“ dieser großen Vielfalt an traditionellen Apfel- und Birnensorten und mitunter auch anderer Apfel- und Birnensorten, die mehr oder weniger scharf, bitter oder süß sind und auf der Insel angebaut werden, ermöglicht einen Reichtum an Farben, Aromen und Geschmacksmerkmalen und die erfrischende Säure, die den vielerorts auf der Insel hergestellten „Sidra da Madeira“ von dem Apfelwein verschiedener anderer Hersteller unterscheiden.
3.4. Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
Sämtliche Phasen der Apfelweinherstellung – von der Erzeugung des Rohstoffs über die Gewinnung des natürlichen Safts und die Gärung bis zur Reifung und Haltbarmachung – finden auf der Insel Madeira statt.
3.5. Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
Das Verpacken von „Sidra da Madeira“ in Flaschen oder geeigneten Behältnissen (Fässern oder Glasballons) für den Einzelhandelsverkauf an Endverbraucher erfolgt auf der Insel Madeira, um sicherzustellen, dass die besonderen Farben, Aromen und Geschmacksmerkmale dieses natürlichen (manchmal kohlensäurehaltigen) Apfelweins erhalten bleiben, eine Oxidation oder Kontamination, die seine organoleptischen Eigenschaften beeinträchtigen könnte, zu verhindern und für eine uneingeschränkte Rückverfolgbarkeit des Erzeugnisses zu sorgen.
3.6. Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
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4. Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets
Die Insel Madeira.
5. Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
Der Antrag auf Eintragung von „Sidra da Madeira“ stützt sich auf den Zusammenhang zwischen der Farbe, dem Aroma, den Geschmacksmerkmalen und der ausgeprägten Säure und dem vielfältigen Fruchtspiel aus traditionellen und anderen, ausschließlich auf der Insel Madeira angebauten und zu seiner Herstellung verwendeten Apfel- und Birnensorten einerseits und den Boden- und Klimaverhältnissen in den Ortschaften, in denen die frischen Früchte angebaut werden, andererseits. Außerdem tragen das hohe Ansehen von „Sidra da Madeira“ und seine Bedeutung in den verschiedenen Ortschaften auf der Insel, in denen er hergestellt wird, zu dem Zusammenhang bei.
Besonderheit des Erzeugnisses
„Sidra da Madeira“ zeichnet sich dadurch aus, dass er ein natürlicher (manchmal kohlensäurehaltiger) Apfelwein mit einer Vielzahl an Farben, Aromen und Geschmacksmerkmalen und einer lebendigen Säure ist. Dies hat ihn bei den Verbrauchern sehr beliebt gemacht und ist das Ergebnis der Gärung des natürlichen Saftes, der aus verschiedenen „Verschnitten“ bzw. Kombinationen von frischen Früchten traditioneller und anderer Apfelsorten und mitunter auch Birnensorten gepresst wird, die in Obstplantagen in verschiedenen Ortschaften auf der Insel Madeira angebaut und geerntet werden, in denen ein gemäßigteres Mikroklima und saurere Böden vorherrschen, die den Früchten ihre besonderen organoleptischen Eigenschaften verleihen.
Auch bei den Herstellern und Verbrauchern ist er sehr bekannt, da er stets sehr große Bedeutung für die Einwohner der Ortschaften auf der Insel hatte, auf der günstige Anbaubedingungen für die zu seiner Herstellung verwendeten frischen Früchte herrschen, das traditionellste Herstellungsverfahren für Apfelwein entwickelt wurde und neue zugelassene Verfahren für diese Art von Getränk eingeführt wurden, um seine Herstellung zu verbessern und zu differenzieren. In diesen Ortschaften finden außerdem jedes Jahr Feste und folkloristische Veranstaltungen statt, bei denen für ihren „Sidra da Madeira“ und die zu seiner Herstellung verwendeten Äpfel und Birnen geworben wird.
Besonderheit des geografischen Gebiets
Natürliche Faktoren. Madeira ist eine Vulkaninsel in der subtropischen Region des Nordatlantiks. Sie hat ein sehr unebenes Relief mit steilen Bergen, die von tiefen Tälern durchzogen sind und ein von Ost nach West verlaufendes zentrales Gebirge mit einer Höhe von teils über 1 200 m bilden, das senkrecht zur vorherrschenden Windrichtung verläuft. Aufgrund seiner geografischen Lage besitzt Madeira ein mildes Klima mit nur geringen Temperaturschwankungen – außer in höheren Lagen, in denen die Temperaturen niedriger sind. Durch das gebirgige Gelände und die Exposition Madeiras gegenüber den Passatwinden sind unterschiedlichste Mikroklimata entstanden, wobei die Südseite der Insel sonnig und geschützt und die Nordseite schattig, kühler und feucht ist.
Die Merkmale der vorherrschenden Basaltböden ändern sich mit zunehmender Höhenlage und der dadurch bedingten Änderung des Klimas, das feuchter und kälter wird. Aus diesem Grund werden die für die Herstellung von „Sidra da Madeira“ verwendeten Früchte hauptsächlich in Gebieten der Insel mit gemäßigterem und feuchterem Mikroklima – vor allem in Höhenlagen von über 400 m auf der Südseite und 300 m auf der Nordseite – angebaut, in denen halbsaure bis saure Cambisole und Andosole mit guter Belüftung und Entwässerung vorherrschen.
Menschliche Faktoren. Unter den Obstbäumen, die von den ersten portugiesischen Siedlern in den 1420er-Jahren eingeführt wurden, befanden sich zahlreiche Apfel- und Birnensorten aus Portugal, für die in den Gebieten mit gemäßigterem Mikroklima und vorwiegend sandigen Tonböden mit mittlerem bis hohem Säuregrad ideale Anbaubedingungen herrschten.
Man geht davon aus, dass mit der Herstellung von „Sidra da Madeira“ begonnen wurde, sobald auf den Obstplantagen genügend Obst für den Verzehr und die Verarbeitung erzeugt wurde. Dies wurde durch den Chronisten Gomes Eanes de Zurara (1410–1474) und weitere Aufzeichnungen bestätigt, wonach sich an Bord der portugiesischen Flotten ab Mitte des 15. Jahrhunderts unter anderem „Apfelwein“ von der Insel Madeira befand.
Es ist auch bekannt, dass seit Beginn des 17. Jahrhunderts neben Madeira-Wein „Apfelwein“ hergestellt wurde, für den dieselben Pressen verwendet wurden und der mitunter sogar zur Verfälschung von Madeira-Wein genutzt wurde, bis es zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten wurde, Wein aus Äpfeln herzustellen, um falschen Madeira-Wein zu erzeugen. Aufgrund dieses Verbots begannen die lokalen Hersteller mit der Gärung ihres Apfelsaftes, um „ein neues Getränk“ herzustellen, das sie zunächst als „cidra“ oder „sidra“ und später als „Sidra da Madeira“ bezeichneten, um es von andernorts hergestelltem Apfelwein zu unterscheiden.
1906 veröffentlichte der Agronom João da Mota Prego (1859–1931) einen Artikel, in dem er die Verfahren zur „Herstellung von Apfelwein auf Madeira“ beschrieb und die lokalen Hersteller zur Erzeugung von Apfelwein aufforderte, was einen wichtigen Beitrag zu dessen Entwicklung leistete – und auch heute halten sich noch viele Erzeuger an seine Empfehlungen. Darüber hinaus nahm der Agronom Vieira Natividade (1899–1968) im Rahmen seiner Beschreibung der Entwicklung des Obstanbaus auf Madeira im Jahr 1947 eine Kartierung der vielfältigen Apfel- und Birnensorten auf der Insel vor und ermittelte die Gemeinden, in denen die Tradition der Apfelweinherstellung fortgeführt wurde.
Durch die Leichtigkeit, mit der sich Kernobstbäume ausbreiten, und die traditionelle Vorgehensweise auf Madeira, genetisches Material der Früchte mit den besten Merkmalen zu vermehren und untereinander auszutauschen, entstanden zahlreiche traditionelle Apfel- und Birnensorten, die von den Sorten abstammten, die ursprünglich von den Portugiesen und später von den zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert auf Madeira lebenden Briten eingeführt worden waren. Sie wurden in verschiedenen Teilen der Insel ausgewählt und konserviert, wo man nunmehr an den Sorten festhielt, die sich am besten an die lokalen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst hatten und die besten Früchte für den Frischverbrauch und die Apfelweinherstellung erzeugten, und diese anschließend durch Veredelung und Anpflanzung in anderen Teilen der Insel mit ähnlichen Merkmalen vermehrte.
Im Laufe der Jahrhunderte konnten durch diese Vorgehensweise nicht nur die wichtigsten traditionellen Kernobstsorten entstehen, sondern in jüngerer Zeit auch exotische Apfel- und Birnensorten eingeführt werden, die auf den Obstplantagen Madeiras angebaut und geerntet werden. Auch diese Sorten weisen eine spürbare Säure auf und werden von einigen Herstellern zur Erzeugung von Apfelweinen verwendet – stets nach den traditionellen oder spezifischen Herstellungsverfahren, die sich in den verschiedenen Ortschaften der Insel entwickelt haben.
Lange Zeit wurde „Sidra da Madeira“ nur in den Herstellungsorten getrunken, vor allem von den Herstellern selbst und ihren Familien. Dies hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Der Absatz in Restaurants und Bars auf dem regionalen Markt ist erheblich angestiegen und auch der Direktverkauf an Endverbraucher auf lokalen Märkten und Messen sowie bei Festen bzw. folkloristischen Veranstaltungen zur Förderung des Absatzes des Apfelweins und der zu seiner Herstellung verwendeten Äpfel hat zugenommen.
Das Interesse an der Tradition und Qualität dieses Erzeugnisses führte Mitte 2016 zur Gründung der Vereinigung der Apfelweinhersteller auf Madeira (APSRAM), der sich rund 30 Apfelweinhersteller angeschlossen haben, um für die Qualität und Echtheit von „Sidra da Madeira“ zu werben und diese zu schützen sowie die Erforschung des Erzeugnisses und seine Bekanntheit zu fördern.
Zusammenhang zwischen dem geografischen Gebiet und den Merkmalen und dem Ansehen des Erzeugnisses
Die besonderen Boden- und Klimaverhältnisse der Ortschaften der Insel, die die Anpassung und Anpflanzung von Obstplantagen und einzelnen Bäumen aus einer Vielzahl an Apfel- und Birnensorten begünstigt haben, verleihen ihren Früchten eine einzigartige Säure und besondere sensorische Eigenschaften, die in Abhängigkeit von dem für die Herstellung verwendeten Fruchtspiel auch mehr oder weniger stark an den „Sidra da Madeira“ weitergegeben werden.
Aufgrund der Farbe, des Aromas und der Geschmacksmerkmale von „Sidra da Madeira“, die sich aus den besonderen Merkmalen der zu seiner Herstellung verwendeten „Verschnitte“ bzw. Fruchtspiele traditioneller und anderer Apfelsorten und mitunter auch Birnensorten ergeben, und seiner spürbaren Säure, die vor allem das Ergebnis der Boden- und Klimaverhältnisse der Ortschaften ist, in denen die Früchte angebaut werden, hat „Sidra da Madeira“ mehrere Auszeichnungen bei nationalen Wettbewerben gewonnen, unter anderem beim „Concurso Nacional de Cervejas e Sidras Tradicionais Portuguesas“ [Nationaler Portugiesischer Wettbewerb für traditionelle Biere und Apfelweine] und beim „Great Taste – Portugal“. Seinen ausgezeichneten Ruf verdankt er jedoch den einheimischen Verbrauchern und zunehmend auch den Touristen, die die Insel besuchen.
Aufgrund der historischen Aufzeichnungen, die von der Bedeutung der Herstellung von „Apfelwein“, „cidra“, „sidra“ und „Sidra da Madeira“ in den letzten 600 Jahren zeugen, bekräftigen die lokalen Hersteller heutzutage, dass Apfelwein bereits seit der ersten Besiedelung der Insel in den Gebieten hergestellt wird, in denen die Bedingungen für die Anpflanzung der entsprechenden Obstplantagen am günstigsten sind. Aus diesem Grund herrscht auf der gesamten Insel eine große Tradition, was die Herstellung und den Konsum von Apfelwein anbelangt, die jedoch in folgenden Ortschaften am stärksten ausgeprägt ist: São Roque do Faial – Santana, Santo António da Serra – Machico, Camacha – Santa Cruz, Jardim da Serra – Câmara de Lobos, Ponta do Pargo – Calheta und Prazeres – Calheta, in denen aufgrund einer ganz besonderen Rivalität zwischen den Gemeinden der Insel jedes Jahr folkloristische und soziokulturelle Veranstaltungen stattfinden, um für die Herstellung und den Konsum von „Sidra da Madeira“ zu werben.
Hinweis auf die Veröffentlichung der Spezifikation
https://tradicional.dgadr.gov.pt/pt/cat/bebidas-espirituosas/outras-bebidas/1084-sidra-da-madeira-igp