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Document JOC_2002_103_E_0208_01

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates zur Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998—2002) (KOM(2001) 777 endg. — 2001/0303(CNS))

ABl. C 103E vom 30.4.2002, p. 208–216 (ES, DA, DE, EL, EN, FR, IT, NL, PT, FI, SV)

52001PC0777

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates zur Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998-2002) /* KOM/2001/0777 endg. - CNS 2001/0303 */

Amtsblatt Nr. 103 E vom 30/04/2002 S. 0208 - 0216


Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES zur Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998-2002)

(von der Kommission vorgelegt)

BEGRÜNDUNG

1. In den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates von Luxemburg vom 12. und 13. Dezember 1997 wurde die Möglichkeit vorgesehen, als ein Instrument der Heranführungsstrategie Bewerberländer mit dem Rahmenprogramm der Gemeinschaft für Forschung und technologische Entwicklung zu assoziieren.

Auf der Tagung des Europäischen Rates in Helsinki am 10. und 11. Dezember 1999 wurde die Einberufung einer bilateralen Regierungskonferenz über den Beitritt der Republik Malta (nachstehend ,Malta" genannt) zur Europäischen Union beschlossen.

Malta teilte der Europäischen Kommission förmlich mit, dass es eine Beteiligung am Fünften Rahmenprogramm im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1998-2002) (nachstehend ,Fünftes Rahmenprogramm" genannt) ab dem 1. Januar 2001 wünscht.

2. Am 26. Juli 2000 ersuchte die Kommission den Rat um ein Mandat zur Aushandlung eines Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen mit Malta von 1971 (nachstehend ,Zusatzprotokoll" genannt) im Hinblick auf die Beteiligung dieses Landes am Fünften Rahmenprogramm.

3. Am 17. Oktober 2000 ermächtigte der Rat die Kommission, dieses Zusatzprotokoll auszuhandeln. Das Ergebnis der Verhandlungen ist das beiliegende Zusatzprotokoll mit seinen beiden Anhängen.

4. Mit Beschluss vom 22. Mai 2001 genehmigte der Rat, vorbehaltlich des Abschlusses zu einem späteren Zeitpunkt, die Unterzeichnung des in diesen Verhandlungen erarbeiteten Zusatzprotokolls und dessen vorläufiges Inkrafttreten am 1. März 2001.

5. Das Zusatzprotokoll wurde am 20. Juni 2001 in Brüssel unterzeichnet.

6. Aufgrund dieser Erwägungen schlägt die Kommission vor, dass der Rat

- das Zusatzprotokoll zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998-2002) nach Anhörung des Europäischen Parlaments genehmigt,

- der Regierung der Republik Malta notifiziert, dass die für das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls erforderlichen Verfahren seitens der Europäischen Gemeinschaft abgeschlossen wurden.

2001/0303 (CNS)

Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES zur Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998-2002)

DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 170 Absatz 2 in Verbindung mit Artikel 300 Absatz 2 Unterabsatz 1 Satz 1 und Absatz 3 Unterabsatz 1,

auf Vorschlag der Kommission [1],

[1] ABl. C [...] vom [...], S.. [...].

nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments [2],

[2] ABl. C vom , S. .

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1) Das Abkommen zur Gründung einer Assoziation (nachstehend ,Assoziations abkommen" genannt) zwischen der Europäischen Wirtschafts gemeinschaft und der Republik Malta (nachstehend ,Malta" genannt) ist am 1. April 1971 in Kraft getreten.

(2) In den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates von Luxemburg vom 12. und 13. Dezember 1997 wurde die Möglichkeit vorgesehen, als ein Instrument der Heranführungsstrategie Bewerberländer mit dem Rahmenprogramm der Gemeinschaft für Forschung und technologische Entwicklung zu assoziieren.

(3) Mit dem Beschluss Nr. 182/99/EG [3] verabschiedeten das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union das Fünfte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1998-2002) (nachstehend ,Fünftes Rahmenprogramm" genannt).

[3] ABl. L 26 vom 1.2.1999, S. 1.

(4) Auf der Tagung des Europäischen Rates in Helsinki am 10. und 11. Dezember 1999 wurde die Einberufung einer bilateralen Regierungskonferenz über den Beitritt Maltas zur Europäischen Union beschlossen.

(5) Malta teilte der Europäischen Kommission förmlich mit, dass es eine Beteiligung am Fünften Rahmenprogramm ab dem 1. Januar 2001 wünscht.

(6) Mit Beschluss vom 17. Oktober 2000 ermächtigte der Rat die Kommission zur Aushandlung eines Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen im Hinblick auf die Beteiligung Maltas am Fünften Rahmenprogramm (nachstehend ,Zusatzprotokoll" genannt).

(7) Mit Beschluss vom 22. Mai 2001 genehmigte der Rat, vorbehaltlich des Abschlusses zu einem späteren Zeitpunkt, die Unterzeichnung des in diesen Verhandlungen erarbeiteten Zusatzprotokolls und dessen vorläufiges Inkrafttreten am 1. März 2001.

(8) Das Zusatzprotokoll wurde am 20. Juni 2001 in Brüssel unterzeichnet.

(9) Dieses Zusatzprotokoll sollte geschlossen und sein endgültiges Inkrafttreten der Regierung der Republik Malta notifiziert werden -

HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Das Zusatzprotokoll zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998-2002) wird im Namen der Gemeinschaft genehmigt.

Der Wortlaut des Zusatzprotokolls sowie seiner beiden Anhänge ist diesem Beschluss beigefügt.

Artikel 2

Gemäß Artikel 10 des Zusatzprotokolls notifiziert der Präsident des Rates der Republik Malta den Abschluss der für das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls erforderlichen Verfahren seitens der Europäischen Gemeinschaft.

Geschehen zu Brüssel am

Im Namen des Rates

Der Präsident

ZUSATZPROTOKOLL

zum Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Malta

DIE EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT, nachstehend "Gemeinschaft" genannt,

einerseits und

DIE REPUBLIK MALTA, nachstehend "Malta" genannt,

andererseits -

IN DER ERWAEGUNG, dass das Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta, nachstehend "Assoziationsabkommen" genannt, am 1.April 1971 in Kraft getreten ist.

IN DER ERWAEGUNG, dass der Europäische Rat auf seiner Tagung am 10. und 11. Dezember 1999 in Helsinki die Einberufung einer bilateralen Regierungskonferenz über den Beitritt Maltas zur Europäischen Union beschlossen hat.;

IN DER ERWAEGUNG, dass der Europäische Rat auf seiner Tagung am 12. und 13. Dezember 1997 in Luxemburg gefordert hat, es den Bewerberstaaten zu ermöglichen, sich an einigen Gemeinschaftsprogrammen (wie zum Beispiel im Bereich Forschung) zu beteiligen und sich dadurch mit den Politiken und Arbeitsmethoden der Union vertraut zu machen, wobei jeder Bewerberstaat einen eigenen, schrittweise ansteigenden finanziellen Beitrag zu leisten habe,

IN DER ERWAEGUNG, dass in den Schlussfolgerungen der oben genannten Ratstagung außerdem gefordert wird, dass die Bewerberstaaten die Möglichkeit haben müssten, bei den sie betreffenden Punkten als Beobachter in den Ausschüssen vertreten zu sein, die die Kommission bei der Durchführung der Programme, an denen sie sich finanziell beteiligen, unterstützen.

IN DER ERWAEGUNG, dass das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union mit dem Beschluss Nr. 182/99/EG ein Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1998-2002), nachstehend "Fünftes Rahmenprogramm" genannt, verabschiedet haben,

IN DER ERWAEGUNG, dass die Regierung Maltas mit Schreiben vom 3. April 2000, die Teilnahme Maltas am Fünften Rahmenprogramm ab 1. Januar 2001 beantragt hat;

SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:

Artikel 1

1. Forschungseinrichtungen, die gemäß den maltesischen Rechtsvorschriften ihren Sitz in Malta haben, können sich an allen spezifischen Programmen des Fünften Rahmenprogramms beteiligen. Maltesische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen können sich an den Arbeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle beteiligen.

2. Forschungseinrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft können sich in Bereichen, die den Themenkreisen der Programme des Vierten Rahmenprogramms entsprechen, an Forschungsprogrammen und -projekten in Malta beteiligen.

3. "Forschungseinrichtungen" im Sinne dieses Protokolls sind unter anderem Hochschulen, Forschungsarbeiten durchführende Organisationen, Industrieunternehmen, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen, oder natürliche Personen.

Artikel 2

Die Zusammenarbeit kann bestehen in

1. der Beteiligung von Forschungseinrichtungen mit Sitz in Malta an der Umsetzung aller spezifischen Programme, die gemäß dem Fünften Rahmenprogramm verabschiedet werden, unter Einhaltung der "Regeln für die Teilnahme von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft und für die Verbreitung der Forschungsergebnisse";

2. einem finanziellen Beitrag Maltas zu den Budgets der zur Umsetzung des Fünften Rahmenprogramms verabschiedeten Programme, wobei das Verhältnis des BIP Maltas zu dem BIP der Mitgliedstaaten der Europäischen Union zugrunde gelegt wird;

3. der Beteiligung von Forschungseinrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft an maltesischen Forschungsprojekten und an Rechten im Zusammenhang mit diesen Ergebnissen gemäß den Rechtsvorschriften Maltas, wobei zumindest eine maltesische Forschungseinrichtung beteiligt sein muss; Forschungseinrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft, die sich an zypriotischen Forschungsprojekten im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen beteiligen, tragen ihre Kosten selbst, einschließlich ihres relativen Anteils an den allgemeinen Management- und Verwaltungskosten des Projekts;

4. einer frühzeitigen Unterrichtung über die Durchführung von FTE-Programmen in Malta und der Gemeinschaft sowie über die Ergebnisse der im Rahmen der Zusammenarbeit durchgeführten Arbeiten;

5. einer frühzeitigen Unterrichtung über die Durchführung von FTE-Programmen in Malta und der Gemeinschaft sowie über die Ergebnisse der im Rahmen der Zusammenarbeit durchgeführten Arbeiten;

Artikel 3

1. Forschungseinrichtungen mit Sitz in Malta, die sich an Forschungsprogrammen der Gemeinschaft beteiligen, haben in Bezug auf die Inhaberschaft an Eigentum und die Verwertung und Verbreitung von Wissen und geistigem Eigentum, das sich aus einer solchen Beteiligung ergibt, dieselben Rechte und Pflichten wie die Forschungseinrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft; es gilt Anhang A.

2. Forschungseinrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft, die sich an maltesischen Forschungsprojekten im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen beteiligen, haben in Bezug auf Eigentum, Verwertung und Verbreitung von Wissen und geistigem Eigentum, das sich aus einer solchen Beteiligung ergibt, dieselben Rechte und Pflichten wie die maltesischen Forschungseinrichtungen, die an diesem Projekt mitwirken.

Artikel 4

Im Rahmen dieses Protokolls wird ein gemeinsamer Ausschuss mit der Bezeichnung "EG-Malta-Forschungsausschuss" eingesetzt, der folgende Aufgaben hat:

- Überprüfung, Bewertung und Erörterung von Maßnahmen zur Durchführung dieses Protokolls,

- Prüfung aller Maßnahmen, die der Verbesserung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit dienen.

Der Ausschuss, der sich aus Vertretern der Kommission und Maltas zusammensetzt, gibt sich eine Geschäftsordnung.

Er tritt auf Ersuchen einer der Vertragsparteien, mindestens aber einmal im Jahr zusammen.

Artikel 5

1. Der finanzielle Beitrag Maltas, der aufgrund der Beteiligung an den spezifischen Programmen zu zahlen ist, wird proportional zu und zusätzlich zu dem Betrag festgesetzt, der jedes Jahr im Gesamthaushaltsplan der Europäischen Union für Verpflichtungsermächtigungen verfügbar ist, um die finanziellen Verpflichtungen der Kommission für Arbeiten abzugelten, die für die Durchführung und Verwaltung dieser Programme notwendig sind.

2. Der Faktor, nach dem sich der Beitrag Maltas errechnet, ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem maltesischen Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen und der Summe der Bruttoinlandsprodukte zu Marktpreisen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union plus dem Bruttoinlandsprodukt Maltas. Dieses Verhältnis wird anhand der jüngsten statistischen Daten des Statistischen Amts der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) zu dem jeweiligen Jahr errechnet, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Vorentwurfs des Haushaltsplans der Europäischen Union vorliegen.

3. Um die Beteiligung an den spezifischen Programmen zu erleichtern, wird der Beitrag Maltas wie folgt festgesetzt:

Jahr 2001: Beitrag entsprechend dem nach Absatz 2 festgesetzten Faktor, multipliziert mit 0,5

Jahr 2002: Beitrag entsprechend dem nach Absatz 2 festgesetzten Faktor, multipliziert mit 0,9.

4. Die Regeln für den finanziellen Beitrag Maltas sind in Anhang B festgelegt.

5. Die Regeln für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 182/99/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22.12.98 festgelegt.

Artikel 6

1. Unbeschadet des Artikels 3 haben Forschungseinrichtungen mit Sitz in Malta, die sich am Fünften Rahmenprogramm beteiligen, dieselben vertraglichen Rechte und Pflichten wie Einrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft; dabei werden die beiderseitigen Interessen der Gemeinschaft und Maltas berücksichtigt.

2. Die Vorschriften und Bedingungen für die Vorlage und Bewertung von Vorschlägen und für die Vergabe und den Abschluss von Verträgen im Rahmen der gemeinschaftlichen Programme sind für maltesische Forschungseinrichtungen die gleichen wie für Verträge, die im Rahmen derselben Programme mit Forschungseinrichtungen in der Gemeinschaft geschlossen werden; dabei werden die beiderseitigen Interessen der Gemeinschaft und Maltas berücksichtigt.

3. Neben den Sachverständigen der Gemeinschaft werden bei der Auswahl von Bewertern oder Gutachtern für die FTE-Programme der Gemeinschaft sowie als Mitglieder der Beratungsgruppen und sonstigen beratenden Gremien, die die Kommission bei der Durchführung des Fünften Rahmenprogramms unterstützen, auch maltesische Sachverständige berücksichtigt.

4. Unbeschadet des Artikels 3 haben Forschungseinrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft, die sich an maltesischen Forschungsprogrammen im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen beteiligen, dieselben vertraglichen Rechte und Pflichten wie Einrichtungen mit Sitz in Malta; dabei werden die beiderseitigen Interessen der Gemeinschaft und Maltas berücksichtigt.

5. Eine maltesische Forschungseinrichtung kann nach den gleichen Bedingungen, die für Einrichtungen mit Sitz in der Gemeinschaft gelten, den Projektkoordinator stellen. In Übereinstimmung mit der Haushaltsordnung der Gemeinschaft sehen vertragliche Vereinbarungen, die mit oder von maltesischen Forschungseinrichtungen geschlossen werden, Kontrollen und Prüfungen vor, die von oder unter Aufsicht der Kommission und dem Rechnungshof durchgeführt werden. Der Zweck von Rechnungsprüfungen kann darin bestehen, die Einnahmen und Ausgaben der Einrichtung im Hinblick auf die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft zu kontrollieren. Im Geiste der Zusammenarbeit und im beiderseitigen Interesse leisten die maltesischen Behörden soweit sinnvoll und möglich jedwede Unterstützung, die für die Durchführung solcher Kontrollen und Prüfungen unter den Umständen erforderlich oder hilfreich ist.

6. Die Bedingungen für die Vorlage und Bewertung von Vorschlägen und für die Vergabe und den Abschluss von Verträgen für maltesische Forschungs- und Entwicklungsprogramme sind für Forschungseinrichtungen aus der Gemeinschaft die gleichen wie für Verträge, die im Rahmen derselben Forschungs- und Entwicklungsprogramme mit Forschungseinrichtungen in Malta geschlossen werden; dabei werden die beiderseitigen Interessen der Gemeinschaft und Maltas berücksichtigt.

Artikel 7

1. Jede Vertragspartei verpflichtet sich, im Rahmen ihrer eigenen Vorschriften die Reisen und den Aufenthalt von Forschungspersonal zu erleichtern, das sich an Maßnahmen im Rahmen dieses Protokolls in Malta und in der Gemeinschaft beteiligt, wie auch die grenzüberschreitende Beförderung von für den Einsatz bei solchen Maßnahmen vorgesehenen Gütern.

2. Für die Zusammenarbeit im Rahmen dieses Protokolls vorgesehene Güter und Dienstleistungen sind von maltesischen indirekten Steuern, Zöllen, Ein- und Ausfuhrverboten und -beschränkungen befreit.

Artikel 8

1. Maltesische Vertreter nehmen bei den sie betreffenden Punkten als Beobachter an den Sitzungen der Programmausschüsse des Fünften Rahmenprogramms teil. Bei Abstimmungen treten diese Ausschüsse ohne die maltesischen Vertreter zusammen. Malta wird darüber unterrichtet.

2. Die Teilnahme nach Absatz 1 erfolgt in gleicher Weise wie die der Teilnehmer aus den Mitgliedstaaten; dazu gehört auch die Bereitstellung von Informations- und Dokumentationsmaterial.

Artikel 9

1. Diese Protokoll wird für die Jahre 2001 und 2002 geschlossen.

2. Unbeschadet des Absatzes 1 kann jede der Vertragsparteien dieses Protokoll unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten jederzeit schriftlich kündigen. Zum Zeitpunkt der Kündigung und/oder des Auslaufens dieses Protokolls laufende Projekte und Tätigkeiten werden bis zu ihrem Abschluss nach den Bedingungen dieses Protokolls fortgesetzt.

3. Sollte die Gemeinschaft beschließen, eines oder mehrere Gemeinschaftsprogramme zu überarbeiten, so kann dieses Protokoll im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden. Malta wird der genaue Inhalt der überarbeiteten Programme innerhalb einer Woche nach ihrer Annahme durch die Gemeinschaft mitgeteilt. Die Vertragsparteien benachrichtigen sich gegenseitig innerhalb eines Monats nach der Annahme des entsprechenden Beschlusses der Gemeinschaft über ihre Absicht, dieses Protokoll zu beenden.

4. Verabschiedet die Gemeinschaft ein neues mehrjähriges Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung, so kann dieses Protokoll neu ausgehandelt oder im gegenseitigen Einvernehmen erneuert werden.

Artikel 10

Dieses Protokoll tritt an dem Tag in Kraft, an dem die Vertragsparteien einander über den Abschluss der für diesen Zweck erforderlichen Verfahren unterrichtet haben.

In der Zwischenzeit wird das Protokoll in allen seinen Teilen vorübergehend ab 1. März 2001 auf Gegenseitigkeit wirksam.

Artikel 11

Dieses Protokoll ist einschließlich seiner Anhänge A und B Bestandteil des Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta.

Artikel 12

Dieses Protokoll ist in zwei Urschriften in dänischer, deutscher, englischer, finnischer, französischer, griechischer, italienischer, niederländischer, portugiesischer, spanischer, schwedischer und maltesischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.

Geschehen zu Brüssel, den

Für die Europäische Gemeinschaft

Für die Republik Malta

ANHANG A

GRUNDSÄTZE ZUR AUFTEILUNG VON RECHTEN AN GEISTIGEM EIGENTUM

Rechte an geistigem Eigentum, das im Rahmen dieses Protokolls gewonnen bzw. zur Verfügung gestellt wird, werden wie folgt aufgeteilt:

I. Anwendungen

Dieser Anhang gilt für alle gemeinsamen Forschungsarbeiten im Rahmen dieses Protokolls, sofern von den Vertragsparteien nichts anderes vereinbart wird.

II. Inhaberschaft an Rechten sowie deren Aufteilung und Ausübung

1. Im Rahmen dieses Abkommens hat "geistiges Eigentum" die in Artikel 2 des Stockholmer Übereinkommens vom 14. Juli 1967 zur Errichtung der Weltorganisation für geistiges Eigentum festgelegte Bedeutung.

2. Dieser Anhang betrifft die Aufteilung von Rechten, Anteilen und Lizenzgebühren zwischen den Vertragsparteien und ihren Mitwirkenden. Jede Vertragspartei und ihre Mitwirkenden stellen sicher, dass die andere Vertragspartei und deren Mitwirkende die Rechte an dem nach diesem Anhang zugeteilten geistigen Eigentum erhalten kann. Mit diesem Anhang wird die Aufteilung von Rechten, Anteilen und Lizenzgebühren zwischen einer Vertragspartei und ihren Staatsangehörigen oder Mitwirkenden, die in den Rechtsvorschriften und gemäß den Gepflogenheiten dieser Vertragspartei festgelegt wird, nicht geändert bzw. berührt.

3. Es gelten die folgenden Grundsätze, die in den vertraglichen Vereinbarungen festzulegen sind:

a) Angemessener Schutz von geistigem Eigentum. Die Vertragsparteien, ihre Behörden und/oder Mitwirkenden stellen sicher, dass sie sich rechtzeitig über geistiges Eigentum benachrichtigen, das im Rahmen dieses Protokolls oder der Durchführungsvereinbarungen gewonnen wird, und bemühen sich um rechtzeitigen Schutz dieses geistigen Eigentums.

b) Berücksichtigung der Beiträge der Vertragsparteien oder ihrer Mitwirkenden durch Festlegung der Rechte und Anteile der Vertragsparteien und Mitwirkenden.

c) Effektive Nutzung der Ergebnisse.

d) nichtdiskriminierende Behandlung der Mitwirkenden der anderen Vertragspartei im Vergleich zur Behandlung der eigenen Mitwirkenden;

e) Schutz von Betriebsgeheimnissen.

4. Die Mitwirkenden erarbeiten gemeinsam einen Technologiemanagementplan (TMP) für die Inhaberschaft an und die Verwertung, einschließlich Veröffentlichung, von Wissen und geistigem Eigentum, das im Laufe gemeinsamer Forschungsarbeiten gewonnen wird. Die Hauptmerkmale eines TMP sind der Anlage dieses Protokolls zu entnehmen. Der TMP muss vor dem Abschluss des speziellen Vertrages über die Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung, dem er beigelegt ist, von der für die Finanzierung zuständigen Stelle der Vertragspartei, die sich an der Finanzierung der Forschung beteiligt, genehmigt werden.

Bei der Ausarbeitung des TMP werden die Ziele der gemeinsamen Forschung, die jeweiligen finanziellen und sonstigen Beiträge der Vertragsparteien oder Mitwirkenden, die Vor- und Nachteile der Gewährung einer Lizenz nach Hoheitsgebieten oder Anwendungsbereichen, der Transfer von Daten, Gütern oder Dienstleistungen, die der Ausfuhrkontrolle unterliegen, die Erfordernisse der geltenden Rechtsvorschriften, einschließlich der Rechtsvorschriften der Vertragsparteien über geistiges Eigentum, und andere von den Mitwirkenden als angemessen betrachtete Faktoren berücksichtigt.

Auch die Rechte und Pflichten in Bezug auf Forschungsarbeiten, die von Gastforschern hervorgebracht werden, werden in den Technologiemanagementplänen geregelt.

5. Vorbehaltlich der besonderen Bestimmungen der Vertragsparteien über Rechte an geistigem Eigentum, wird Wissen oder geistiges Eigentum, das im Laufe gemeinsamer Forschung gewonnen wird und im Technologiemanagementplan nicht geregelt ist, mit Zustimmung der Vertragsparteien nach den im Technologiemanagementplan festgelegten Grundsätzen aufgeteilt. Bei Uneinigkeit gehört solches nicht aufgeteilte Wissen oder geistige Eigentum gemeinsam allen, die an den gemeinsamen Forschungsarbeiten mitgewirkt haben, bei denen das Wissen oder geistige Eigentum erarbeitet wurde. Jeder Mitwirkende, für den diese Bestimmung gilt, kann dieses Wissen oder geistige Eigentum für seine eigenen gewerblichen Zwecke ohne geographische Begrenzung verwerten.

6. Jede Vertragspartei stellt sicher, dass die andere Vertragspartei und ihre Mitwirkenden die Rechte an dem ihnen nach diesen Grundsätzen zugeteilten geistigen Eigentum erhalten können.

7. Unter Wahrung der Wettbewerbsbedingungen in den unter das Protokoll fallenden Bereichen ist jede Vertragspartei darum bemüht sicherzustellen, dass die aufgrund des Protokolls und der unter das Protokoll fallenden Vereinbarungen erworbenen Rechte in einer Weise genutzt werden, dass sie insbesondere fördern: (i) die Verbreitung und Verwertung von Wissen, das im Rahmen des Protokolls gewonnen, offenbart oder auf andere Art und Weise zur Verfügung gestellt wird, und (ii) die Einführung und Umsetzung internationaler Normen.

8. Die Kündigung oder das Auslaufen dieses Protokolls lässt die Rechte und Pflichten aus diesem Anhang unberührt.

III. URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZTE WERKE

Urheberrechte, die den Vertragsparteien oder deren Mitwirkenden gehören, sind im Einklang mit dem TRIPS-Übereinkommen (von der Welthandelsorganisation verwalteten Übereinkommen über handelsrelevante Aspekte von Rechten an geistigem Eigentum) sowie der Berner Übereinkunft (Pariser Fassung von 1971) zu behandeln.

IV. WISSENSCHAFTLICHE SCHRIFTWERKE

Unbeschadet des Abschnitts V werden Forschungsergebnisse, soweit im TMP nichts anderes vereinbart wird, von den Vertragsparteien oder Mitwirkenden gemeinsam veröffentlicht. Neben dieser Grundregel gilt folgendes Verfahren:

1. Werden von einer Vertragspartei oder von Behörden dieser Vertragspartei wissenschaftlich-technische Zeitschriften, Artikel, Berichte, Bücher, einschließlich Video-Aufzeichnungen und Software, veröffentlicht, die auf gemeinsamen Forschungsarbeiten im Rahmen des Abkommens beruhen, so hat die andere Vertragspartei Anspruch auf eine weltweite nicht ausschließliche, unwiderrufliche und gebührenfreie Lizenz zur Übersetzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Übermittlung und öffentlichen Verbreitung solcher Werke.

2. Die Vertragsparteien stellen sicher, dass Schriftwerke wissenschaftlicher Natur, die auf gemeinsamen Forschungsarbeiten im Rahmen dieses Beschlusses beruhen und von unabhängigen Verlegern veröffentlicht werden, so weit wie möglich verbreitet werden.

3. Alle Exemplare eines urheberrechtlich geschützten Werkes, das öffentlich verbreitet werden soll und aufgrund dieser Bestimmung entstanden ist, müssen den Namen des Verfassers oder der Verfasser des Werkes aufweisen, es sei denn, dass der/die Verfasser die Erwähnung seines/ihres Namens ausdrücklich ablehnt/ablehnen. Außerdem müssen sie deutlich sichtbar auf die gemeinsame Unterstützung durch die Vertragsparteien hinweisen.

V. NICHTOFFENBARTES WISSEN

A. Nichtoffenbartes Dokumentationswissen

1. Die Vertragsparteien, ihre Behörden oder Mitwirkenden erklären zum frühest-möglichen Zeitpunkt, vorzugsweise im Technologiemanagementplan, welches Wissen nach ihrem Wunsch nicht offenbart werden darf, wobei unter anderem folgende Kriterien zu berücksichtigen sind:

(a) Vertraulichkeit des Wissens in dem Sinne, dass das Wissen in seiner Gesamtheit oder Teile des Wissens in bestimmter Zusammensetzung den Sachverständigen dieses Gebiets weder im allgemeinen bekannt noch rechtmäßig ohne weiteres zugänglich ist;

(b) tatsächlicher oder potenzieller gewerblicher Wert des Wissens durch seine Vertraulichkeit;

(c) früherer Schutz des Wissens in dem Sinne, dass die Berechtigten sachlich angemessene Maßnahmen getroffen haben, um die Vertraulichkeit zu wahren.

Die Vertragsparteien, ihre Behörden und Mitwirkenden können in bestimmten Fällen vereinbaren, dass, sofern nichts anderes angegeben ist, das während der gemeinsamen Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellte, ausgetauschte oder gewonnene Wissen oder Teile davon nicht offenbart werden darf.

2. Jede Vertragspartei trägt dafür Sorge, dass sie und ihre Mitwirkenden nicht offenbartes Wissen deutlich als solches ausweisen, beispielsweise durch eine entsprechende Kennzeichnung oder eine einschränkende Erklärung. Dies gilt auch für jede vollständige oder teilweise Wiedergabe jenes Wissens.

Erhalten eine Vertragspartei oder ein Mitwirkender nicht offenbartes Wissen, so haben sie dessen Schutzwürdigkeit zu beachten. Diese Beschränkungen werden automatisch hinfällig, wenn der Eigentümer dieses Wissen der breiten Öffentlichkeit offenbart.

3. Nicht offenbartes Wissen, das im Rahmen dieses Protokolls mitgeteilt wird, kann von der empfangenden Vertragspartei oder ihrer Organisation an Personen, die in oder von der empfangenden Vertragspartei beschäftigt werden, und an eine für die besonderen Zwecke der laufenden gemeinsamen Forschungsarbeiten entsprechend befugte Organisation weitergegeben werden, sofern so verbreitetes nicht offenbartes Wissen einer schriftlichen Vereinbarung über die Vertraulichkeit unterworfen wird und, wie oben dargelegt, ohne weiteres als solches zu erkennen ist.

4. Mit der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Vertragspartei, die nichtoffenbartes Wissen zur Verfügung stellt, kann die empfangende Vertragspartei nichtoffenbartes Wissen weiter verbreiten, als dies sonst nach Absatz 3 zulässig wäre. Die Vertragsparteien arbeiten bei der Entwicklung von Verfahren für die Einholung und Erteilung einer vorherigen schriftlichen Zustimmung zu einer solchen weiteren Verbreitung zusammen, wobei jede Vertragspartei diese Zustimmung erteilt, soweit die eigene Politik sowie die innerstaatlichen Verordnungen und Gesetze dies zulassen.

B. Nichtoffenbartes Wissen nichtdokumentarischer Natur

Nicht offenbartes Wissen nichtdokumentarischer Natur oder sonstiges vertrauliches oder schutzwürdiges Wissen, das in Seminaren oder anderen Veranstaltungen im Rahmen dieses Abkommens zur Verfügung gestellt wird, oder Wissen, das auf der Beschäftigung von Personal, der Benutzung von Einrichtungen oder gemeinsamen Vorhaben beruht, wird von den Vertragsparteien oder deren Mitwirkenden nach den in diesem Abkommen niedergelegten Leitlinien für Dokumentationswissen behandelt, sofern dem Empfänger des nicht offenbarten oder sonstigen vertraulichen oder schutzwürdigen Wissens die Vertraulichkeit des mitgeteilten Wissens zum Zeitpunkt der Mitteilung bekannt gemacht worden ist.

C. Kontrolle

Jede Vertragspartei setzt sich nach besten Kräften dafür ein, dass nicht offenbartes Wissen, von dem sie im Rahmen dieses Protokolls Kenntnis erhält, in der darin geregelten Art und Weise überwacht wird. Stellt eine der Vertragsparteien fest, dass sie die Bestimmungen über die Nichtweitergabe gemäß den Abschnitten A und B nicht mehr einhalten kann oder dass aus triftigen Gründen damit zu rechnen ist, so unterrichtet sie davon unverzüglich die andere Vertragspartei. Die Vertragsparteien beraten danach über geeignete Maßnahmen.

ANLAGE

Hauptmerkmale eines Technologiemanagementplans (TMP)

Der TMP ist ein besonderer Vertrag zwischen den Mitwirkenden über die Durchführung gemeinsamer Forschungsarbeiten und ihre jeweiligen Rechte und Pflichten.

Im TMP werden normalerweise folgende Rechte an geistigem Eigentum geregelt: Inhaberschaft und Schutz, Nutzerrechte für Forschungs- und Entwicklungszwecke, Auswertung und Verbreitung einschließlich der Regelungen für gemeinsame Veröffentlichung, Rechte und Pflichten von Gastforschern und Streitschlichtungsverfahren. Im TMP können auch Fragen im Zusammenhang mit neuem und bestehendem Wissen, der Lizenzvergabe und den Endergebnissen geregelt werden.

ANHANG B

FINANZIELLE BESTIMMUNGEN FÜR DEN FINANZIELLEN BEITRAG MALTAS IM SINNE VON ARTIKEL 5 DIESES PROTOKOLLS

1. Festlegung der finanziellen Beteiligung

1.1. Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften übermittelt Malta und dem in Artikel 4 dieses Protokolls genannten Ausschuss zusammen mit einschlägigen Hintergrundinformationen so früh wie möglich, spätestens jedoch zum 1. September jedes Haushaltsjahres,

(a) die Höhe der Verpflichtungsermächtigungen im Ausgabenplan des Vorentwurfs des Haushaltsplans der Europäischen Union für das Fünfte Rahmenprogramm,

(b) die nach dem Vorentwurf des Haushaltsplans veranschlagte Höhe der Beiträge für die Beteiligung Maltas am Fünften Rahmenprogramm.

Zur Erleichterung der internen Haushaltsverfahren übermitteln die Kommissionsdienststellen spätestens bis zum 30. Mai jedes Jahres zusätzlich ungefähre Zahlen.

1.2. Sobald der Gesamthaushaltsplan endgültig festgestellt worden ist, teilt die Kommission Malta die vorstehend genannten Beträge im Ausgabenplan für die Beteiligung Maltas mit.

2. Zahlung

2.1. Spätestens am 1. Januar und 15. Juni jedes Haushaltsjahres richtet die Kommission eine Zahlungsaufforderung an Malta für die Beteiligung im Rahmen dieses Protokolls. Darin sind folgende Zahlungen vorgesehen:

- sechs Zwölftel des Beitrags Maltas bis zum 20. Februar bzw.

- sechs Zwölftel seines Beitrags bis zum 15. Juli.

Die bis zum 20. Februar zu zahlenden sechs Zwölftel werden anhand des Betrags berechnet, der im Einnahmenplan des Vorentwurfs des Haushaltsplans festgelegt ist. Die Bereinigung des so bezahlten Betrags erfolgt mit der Zahlung der sechs Zwölftel bis zum 15. Juli.

2.2. Für das erste Jahr der Durchführung dieses Protokolls richtet die Kommission innerhalb von 30 Tagen nach seinem Inkrafttreten eine erste Zahlungsaufforderung an Malta. Sollte diese Aufforderung nach dem 15. Juni erfolgen, ist darin die Zahlung von zwölf Zwölfteln des Beitrags Maltas innerhalb von 30 Tagen vorzusehen, der anhand des Betrags berechnet wird, der im Einnahmenplan des Haushaltsplans festgelegt ist.

2.3. Der Beitrag Maltas wird in Euro ausgewiesen und gezahlt.

2.4. Malta zahlt seinen Beitrag im Rahmen dieses Protokolls gemäß den in den Nummern 2.1 und 2.2 festgelegten Fristen. Bei nicht fristgerechter Zahlung werden Verzugszinsen zu dem Satz erhoben, der dem Interbank Offered Rate (EURIBOR) für einen Monat in Euro entspricht, der auf Telerate angegeben wird. Dieser Satz erhöht sich bei weiterem Verzug um 1,5% monatlich. Der erhöhte Satz wird auf den gesamten Verzugszeitraum angewendet. Die Zinsen werden jedoch nur fällig, wenn der Beitrag später als dreißig Tage nach den in diesem Absatz festgelegten Zahlungsfristen gezahlt wird.

2.5. Reisekosten, die maltesischen Vertretern und Sachverständigen infolge der Mitwirkung an der Arbeit der Ausschüsse im Sinne von Artikel 4, Artikel 6 Absatz 3 und Artikel 8 Absatz 1 dieses Protokolls sowie den Mitwirkenden an der Umsetzung des Fünften Rahmenprogramms entstehen, werden von der Kommission auf der gleichen Grundlage und nach den gleichen Verfahren erstattet wie für die Vertreter und Sachverständigen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

3. Bedingungen der Umsetzung

3.1. Der finanzielle Beitrag Maltas zum Fünften Rahmenprogramm nach Artikel 5 des Protokolls bleibt für das jeweilige Haushaltsjahr in der Regel unverändert.

3.2. Zum Zeitpunkt des Rechnungsabschlusses für das Haushaltsjahr (n) nimmt die Kommission im Rahmen der Haushaltsrechnung eine Bereinigung der Rechnung hinsichtlich der Beteiligung Maltas vor, wobei Änderungen aufgrund von Umbuchungen, Streichungen, Übertragungen, aufgehobenen Mittelbindungen oder Berichtigungs- und Nachtragshaushalten während des Haushaltsjahres berücksichtigt werden. Diese Bereinigung erfolgt zum Zeitpunkt der zweiten Zahlung für das Jahr n + 1. Weitere Bereinigungen erfolgen jedes Jahr bis zum Juli 2006.

Zahlungen durch Malta werden unter den Gemeinschaftsprogrammen als Haushaltseinnahmen verbucht, die der entsprechenden Haushaltslinie im Einnahmenplan des Gesamthaushaltsplans der Europäischen Union zugewiesen werden.

Die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Union findet auf die Verwaltung der Mittel Anwendung.

4. Unterrichtung

Spätestens am 31. März jedes Haushaltsjahres (n + 1) wird Malta die Mittelaufstellung des vorhergehenden Haushaltsjahres (n) für das Fünfte Rahmenprogramm zur Unterrichtung vorgelegt; dabei wird der Form der Haushaltsrechnung der Kommission gefolgt.

FINANZBOGEN

1. Bezeichnung der Maßnahme

Vorschlag für einen Beschluss des Rates zur Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Malta im Hinblick auf die Beteiligung der Republik Malta am Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (1998-2002)

2. Haushaltslinie(n)

Die Beteiligung an direkten und indirekten Fete-Aktionen und die Reisekosten für Dienstreisen von Sachverständigen und EG-Bediensteten werden unter den spezifischen Haushaltslinien der Programme des FTE-Rahmenprogramms der Gemeinschaft verbucht.

Beteiligung Maltas:

- Kapitel 60 (Einnahmen), Artikel B6-451 und B6-551 (Ausgaben).

- Maltas Beitrag zum Rahmenprogramm entspricht dem Verhältnis seines BIP zu dem der Union (vgl. Punkt 7.1.1).

3. Rechtsgrundlage

- Artikel 170 und 300 EG-Vertrag

- Beschluss Nr. 182/99/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Fünfte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1998-2002)

4. Beschreibung der Maßnahme

4.1 Allgemeines Ziel der Maßnahme

Grundlegendes Ziel ist die Förderung der FTE-Zusammenarbeit zwischen der EG und Malta auf der Ebene des Forschungsrahmenprogrammms.

4.2 Dauer der Maßnahme und Bestimmungen über eventuelle Verlängerungen

2001-2002.

5. Einstufung der ausgaben/einnahmen

5.1 Nichtobligatorische Ausgaben (NOA)

5.2 Getrennte Mittel (GM)

5.3 Art der Einnahmen

Beteiligung eines Drittlands an den spezifischen Programmen des betreffenden Rahmenprogramms

6. Art der Ausgaben / Einnahmen

Ausgaben:

- Beteiligung an direkten FTE-Maßnahmen, indirekten FTE-Maßnahmen (Maßnahmen auf Kostenteilungsbasis, Ausbildungsstipendien, Unterstützung von Netzen, konzertierte Maßnahmen, Begleitmaßnahmen).

- Finanzierung bis zu 100 %.

- Dienstreisen von Kommissionsbediensteten und EU-Sachverständigen nach Malta, Veranstaltung von Workshops, Seminaren und Sitzungen in den Mitgliedstaaten und in Malta.

Einnahmen:

- Finanzbeiträge eines Drittlands zum Haushalt des Fünften Rahmenprogramms.

7. Finanzielle Auswirkungen

7.1 Berechnungsweise für die Gesamtkosten der Maßnahme (Beziehung zwischen Einzelkosten und Gesamtkosten)

7.1.1 Beitrag Maltas zum EU-Haushalt (Richtwerte)

EU-Haushalt 1998-2002 (5 Jahre ) Rahmenprogramme (Richtwerte)

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Maltas voller Beitrag zum EU-Haushalt (Richtwerte)

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Maltas voller Beitrag zum EU-Haushalt, Verteilung pro Jahr (Richtwerte, Mio. EUR)

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Maltas Beitrag zum EU-Haushalt, Verteilung pro Jahr (Mio. EUR), mit Beitragsreduzierung

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7.2 Aufschlüsselung nach Kostenelementen

7.3 In Teil B des Haushalts enthaltene operationelle Ausgaben für Studien, Sachverständige usw.

Verpflichtungsermächtigungen in Mio. Euro (jeweilige Preise)

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7.4 Fälligkeitsplan für Verpflichtungs- und Zahlungsermächtigungen

Mio. Euro

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8. Vorgesehene betrugsbekämpfungsmassnahmen

In jedem Stadium des Verfahrens der Unterzeichnung und Ausführung der Forschungsverträge sind zahlreiche administrative und finanzielle Kontrollen vorgesehen. Diese umfassen:

Vor Vertragsabschluss

- Auswahl der Vorschläge anhand der wissenschaftlichen Qualität des Projekts und nach der Prüfung, ob die Forschungskosten in einem angemessenen Verhältnis zum Inhalt, zur Laufzeit und zu den potenziellen Auswirkungen des Projekts stehen.

- Prüfung der finanziellen Angaben der Antragsteller.

Nach Vertragsabschluss:

- Prüfung der Kostenaufstellungen vor Zahlung in zweifacher Hinsicht (wissenschaftlich und finanziell) durch die zuständigen Bediensteten.

- Interne Buchprüfung durch den Finanzkontrolleur.

- Prüfungen vor Ort, bei denen die Buchungsbelege auf eventuelle Fehler und Unregelmäßigkeiten überprüft werden. Die Dienststellen der Kommission haben eine Buchprüfungsgruppe eingesetzt, die sämtliche Kontrollen koordiniert und für größere Effizienz sorgen soll. Die Kontrollen werden von Mitarbeitern der Gruppe oder unter ihrer Aufsicht von Wirtschaftsprüfungsunternehmen durchgeführt, mit denen die Kommission einen Vertrag geschlossen hat.

- Unangekündigte Inspektionen durch die Kommissionsdienststellen und den Rechnungshof der Europäischen Union.

9. Angaben zur Kostenwirksamkeitsanalyse

9.1 Einzelziele und quantifizierte Ziele; Zielgruppen

- Einzelziele: Der Beschluss soll für Malta und die Gemeinschaft die Möglichkeit schaffen, nach dem Grundsatz des beiderseitigen Nutzens vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu profitieren, den sie in ihren jeweiligen Forschungsprogrammen erzielen; dies erfolgt über die Teilnahme der Wissenschaftler Maltas und der Industrie an den Forschungsprogrammen der Gemeinschaft. Der Beschluss stellt ferner eine sinnvolle Vorbereitung auf den Beitritt dar, da er Malta mit der Funktionsweise der Rahmenprogramme vertraut macht.

- Zielgruppe: Die Zusammenarbeit kommt in der EU und in Malta direkt oder indirekt der Wissenschaft, der Industrie und der Allgemeinheit zugute.

9.2 Begründung der Maßnahme

- Finanzierungsmaßnahmen der Gemeinschaft sind unabdingbar, da mit der geplanten Zusammenarbeit das Rahmenprogramm einschließlich des Haushalts umgesetzt wird: Beteiligung Maltas an den spezifischen Programmen und Verwaltungsausgaben der EU-Seite (Dienstreisen von Sachverständigen und EU-Bediensteten, Organisation von Seminaren in der EU und in Malta).

- Die Modalitäten für den Einsatz der Mittel richten sich nach der Art der geplanten Zusammenarbeit (Beteiligung eines Drittlandes an spezifischen Forschungsprogrammen der Gemeinschaft).

- Ein allgemeiner Unsicherheitsfaktor ist die Frage, in welchem Umfang sich Malta tatsächlich an den spezifischen Programmen beteiligen wird und wie sich die Beteiligung auf den Haushalt auswirkt.

9.3 Follow-up und Bewertung der Maßnahme

Der Beschluss wird von den zuständigen Dienststellen der Kommission regelmäßig überprüft und einmal jährlich einer gemeinsamen Bewertung durch die Gemeinschaft und Malta unterzogen. Diese Bewertung erstreckt sich auf:

a) Erfolgsindikatoren:

- Zahl der von Malta eingereichten Vorschläge je spezifischem Programm im Verhältnis zu der Zahl der für eine Finanzierung im Rahmen dieses Programms ausgewählten Vorschläge

- Zahl der von Malta eingereichten Vorschläge im Verhältnis zu der Zahl der für eine Finanzierung im Rahmen des Rahmenprogramms ausgewählten Vorschläge

- Zahl der Vorschläge zu den spezifischen Programmen des Rahmenprogramms im Vergleich zum relativen Anteil der Beteiligung Maltas an diesen spezifischen Programmen

- Zahl der Vorschläge Maltas, die für eine Finanzierung innerhalb der spezifischen Programme des Rahmenprogramms ausgewählt wurden, im Vergleich zur relativen Beteiligung Maltas an diesen Programmen.

b) Einholung von Informationen:

Anhand der Daten über die spezifischen Programme des Rahmenprogramms.

c) Allgemeine Bewertung der Maßnahme:

Am Ende des Fünften Rahmenprogramms wird die Kommission die Zusammenarbeit im Rahmen des Beschlusses insgesamt bewerten.

d) Korrekturen:

Durch Informationen für die jeweiligen Partner auf beiden Seiten über praktische Aspekte der Teilnahme an den spezifischen Programmen des Rahmenprogramms. Die Informationen werden in Einklang mit den Empfehlungen des jeweiligen im Rahmen des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen EWG/Malta eingesetzten Unterausschusses weitergeleitet.

10. Verwaltungsausgaben (Einzelplan III, Teil A des Haushaltsplans)

Die Kommission beantragt für die Verwaltung des Beschlusses keine zusätzlichen Posten.

Es ist nicht vorgesehen, für die Verwaltung des Beschlusses Bedienstete abzustellen. Er wird mit dem für das Fünfte Rahmenprogramm zuständigen Personal verwaltet.

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