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Fahrplan für den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft bis 2050

Fahrplan für den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft bis 2050

 

ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:

Mitteilung (KOM(2011) 112 endgültig) – Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft bis 2050

WAS IST DER ZWECK DIESER MITTEILUNG?

  • Sie stellt einen Fahrplan für denkbare Maßnahmen bis 2050 vor, mit denen das Ziel einer Senkung der Treibhausgasemissionen der EU erreicht werden kann.
  • Sie gibt Etappenziele vor, an denen abzulesen ist, ob die EU auf dem richtigen Weg zum Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft ist.
  • Sie geht auf die politischen Herausforderungen, den Investitionsbedarf und die Rolle ein, die verschiedene Sektoren spielen sollen.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die Untersuchung der Europäischen Kommission zeigte, dass eine Verringerung der internen Emissionen gegenüber 1990 um 40 % bis 2030 bzw. um 60 % bis 2040 der kostengünstigste Weg wäre.

Alle Sektoren müssen einen Beitrag für den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft leisten, der Fahrplan bis 2050 legt die Beiträge verschiedener Sektoren fest:

  • im Stromsektor kann insbesondere durch Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch Nutzung bestehender und fortgeschrittener Technologien erreicht werden, dass bis 2050 praktisch kein CO2 mehr emittiert wird;
  • der Verkehrssektor könnte die Emissionen durch eine größere Nachhaltigkeit mithilfe einer besseren Fahrzeugeffizienz, Elektrofahrzeugen und umweltschonender Energie um mehr als 60 % senken;
  • Gebäude können ihre derzeitigen Emissionen durch Verbesserung ihrer Energiebilanz um rund 90 % verringern;
  • die Industrie kann ihre THG-Emissionen durch effizientere Verfahren, Energieeffizienz, Recycling und neue Technologien um mehr als 80 % senken;
  • Obwohl bis 2050 ein Drittel der Gesamtemissionen der EU auf die Landwirtschaft entfällt, können die Emissionen durch eine Vielzahl neuer Technologien sowie gesündere Ernährung mit weniger Fleisch um 42 % bis 49 % verringert werden.

Zur Erreichung dieser Ziele sind größere öffentliche und private Investitionen in den kommenden vier Jahrzehnten erforderlich. In der Mitteilung wird dieser Betrag mit einer zusätzlichen Investition von rund 270 Mrd. EUR jährlich oder 1,5 % des BIP der EU veranschlagt.

Die möglichen Vorteile neben der Bekämpfung des Klimawandels und einer effizienteren Nutzung von Ressourcen sind jedoch unermesslich. Das Maßnahmenpaket könnte:

  • die durchschnittlichen Energiekosten der EU um 175 bis 320 Mrd. EUR jährlich senken;
  • die Abhängigkeit der EU von der Einfuhr fossiler Brennstoffe verringern;
  • einen allmählichen Strukturwandel der Wirtschaft in der EU stimulieren und unzählige neue Arbeitsplätze schaffen;
  • die Luftqualität zum Vorteil der Gesundheit der EU-Bürger verbessern.

HINTERGRUND

Zur Erreichung des international vereinbarten Ziels, den weltweiten Klimawandel bei unter 2 oC zu halten, um die katastrophalen Folgen der globalen Erwärmung zu verhindern, strebt die EU an, die Treibhausgasemissionen bis ins Jahr 2050 um 80-95 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren.

Weiterführende Informationen:

HAUPTDOKUMENT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen — Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft bis 2050 (KOM(2011) 112 endgültig vom 8. März 2011)

Letzte Aktualisierung: 03.08.2016

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