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Document 32007R1430

Verordnung (EG) Nr. 1430/2007 der Kommission vom 5. Dezember 2007 zur Änderung der Anhänge II und III der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (Text von Bedeutung für den EWR )

OJ L 320, 6.12.2007, p. 3–11 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)
Special edition in Croatian: Chapter 05 Volume 003 P. 258 - 266

In force

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2007/1430/oj

6.12.2007   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 320/3


VERORDNUNG (EG) Nr. 1430/2007 DER KOMMISSION

vom 5. Dezember 2007

zur Änderung der Anhänge II und III der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (1), insbesondere auf Artikel 11 Buchstabe c Ziffer ii und Artikel 13 Absatz 2 Unterabsatz 3,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Deutschland, Luxemburg, Österreich und Italien haben begründete Anträge auf Änderung von Anhang II der Richtlinie 2005/36/EG gestellt. Die Niederlande haben einen begründeten Antrag auf Änderung von Anhang III der Richtlinie 2005/36/EG gestellt.

(2)

Deutschland hat beantragt, das Wort „Gesundheit“ in die Bezeichnung „Kinderkrankenschwester/Kinderkrankenpfleger“ einzufügen. Das am 1. Januar 2004 in Kraft getretene Krankenpflegegesetz vom 16. Juli 2003 hat nämlich zu inhaltlichen Änderungen in diesem Ausbildungsgang und zur veränderten Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger(in)“ geführt. Der Aufbau und die Zugangsvoraussetzungen des Ausbildungsgangs bleiben unverändert.

(3)

Deutschland hat beantragt, den Beruf „Psychiatrische(r) Krankenschwester /Krankenpfleger“ aus Anhang II zu streichen, da dieser Ausbildungsgang die Ausbildung zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger für die allgemeine Pflege nur ergänzt und somit unter die Definition des Berufsabschlusses fällt.

(4)

Deutschland hat beantragt, den Beruf „Altenpfleger(in)“ hinzuzufügen, der nach dem Altenpflegegesetz vom 17. November 2000 sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers vom 26. November 2002 die Voraussetzungen von Artikel 11 Buchstabe c Ziffer ii der Richtlinie 2005/36/EG erfüllt.

(5)

Schließlich hat Deutschland beantragt, die Berufe „Bandagist“ und „Orthopädiemechaniker“ gemäß Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 I S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) zum Berufsbild „Orthopädietechniker“ zusammenzufassen.

(6)

Luxemburg hat beantragt, aufgrund des neu gefassten Gesetzes vom 26. März 1992 über die Ausübung und Aufwertung bestimmter medizinischer Berufe die Bezeichnung „Kinderkrankenpfleger (‚infirmier puériculteur‘)“ durch „pädiatrischer Krankenpfleger (‚infirmier en pédiatrie‘)“, die Bezeichnung „Anästhesie-Krankenpfleger (‚infirmier anesthésiste‘)“ durch „Anästhesie- und Reanimations-Krankenpfleger (‚infirmier en anesthésie et réanimation‘)“ und die Bezeichnung „Geprüfter Masseur (‚masseur diplômé‘)“ durch „Masseur (‚masseur‘)“ zu ersetzen. Die Ausbildungsmodalitäten bleiben unverändert.

(7)

Österreich hat beantragt, die Beschreibung des Ausbildungsgangs für die Berufe „Psychiatrischer Gesundheits- und Krankenpfleger“ und „Kinderkrankenpfleger“ genauer zu fassen, wie sich dies aus dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (BGBl. I Nr. 108/1997) ergibt.

(8)

Italien hat beantragt, die Berufe „Vermessungstechniker (‚geometra‘)“ und „staatlich geprüfter Landwirt (‚perito agrario‘)“ aus dem Anhang II zu streichen, da für sie ein Ausbildungsgang erforderlich ist, der der Definition des Befähigungsnachweises gemäß Artikel 55 des Erlasses des Staatspräsidenten Nr. 328 vom 5. Juni 2001 und gemäß Anhang I des Gesetzesdekrets Nr. 227 vom 8. Juli 2003 entspricht.

(9)

Deutschland, Luxemburg und Österreich haben beantragt, eine ganze Reihe von Ausbildungsgängen mit dem Abschluss als „Meister/Maître“ in Anhang II aufzunehmen. Für diese Ausbildungsgänge sind in erster Linie folgende Rechtsvorschriften maßgeblich: in Deutschland das Gesetz zur Ordnung des Handwerks — Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 I S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407)); in Luxemburg das Gesetz vom 28. Dezember 1988 (ABl. vom 28. Dezember 1988 A — Nr. 72) und die Verordnung des Großherzogtums Luxemburg vom 4. Februar 2005 (ABl. vom 10. März 2005 A — Nr. 29); in Österreich die Gewerbeordnung 1994 (BGBl. Nr. 194/1994 i.d.g.F. BGBl. I Nr. 15/2006). Sie erfüllen die Voraussetzungen von Artikel 11 Buchstabe c Ziffer ii der Richtlinie 2005/36/EG.

(10)

Die Niederlande haben beantragt, die Beschreibung der reglementierten Ausbildungsgänge in Anhang III zu ändern, um den mit dem Gesetz über Erziehung und berufliche Bildung (Gesetz WEB von 1996) eingeführten Änderungen Rechnung zu tragen. Diese Ausbildungsgänge erfüllen die Voraussetzungen von Artikel 13 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 2005/36/EG.

(11)

Die Richtlinie 2005/36/EG sollte deshalb entsprechend geändert werden.

(12)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für die Anerkennung von Berufsqualifikationen —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Anhänge II und III der Richtlinie 2005/36/EG werden entsprechend dem Anhang zur vorliegenden Verordnung geändert.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 5. Dezember 2007

Für die Kommission

Charlie McCREEVY

Mitglied der Kommission


(1)  ABl. L 255 vom 30.9.2005, S. 22. Richtlinie geändert durch die Richtlinie 2006/100/EG des Rates (ABl. L 363 vom 20.12.2006, S. 141).


ANHANG

Die Anhänge II und III der Richtlinie 2005/36/EG werden wie folgt geändert:

I.

Anhang II wird wie folgt geändert:

1.

Nummer 1 wird wie folgt geändert:

a)

unter „in Deutschland“

i)

wird der erste Gedankenstrich durch folgenden Wortlaut ersetzt:

„—

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger(in)“;

ii)

wird der vierzehnte Gedankenstrich gestrichen;

iii)

wird folgender Gedankenstrich angefügt:

„—

Altenpfleger(in)“;

b)

unter „in Luxemburg“ werden der fünfte, der sechste und der siebte Gedankenstrich durch folgenden Wortlaut ersetzt:

„—

pädiatrische(r) Krankenpfleger(in) (‚infirmier/ière en pédiatrie‘);

Anästhesie- und Reanimations-Krankenpfleger(in) (‚infirmier(ère) en anesthésie et en réanimation‘);

Masseur (‚masseur‘)“;

c)

unter „in Österreich“

i)

wird nach dem ersten Gedankenstrich („spezielle Grundausbildung in der Kinder- und Jugendlichenpflege“) folgender Wortlaut eingefügt:

„Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren; davon entfallen mindestens 10 Jahre auf die allgemeine Schulausbildung und weitere 3 Jahre auf die Berufsausbildung an einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, die mit einer erfolgreich bestandenen Prüfung zum Erwerb des Befähigungsnachweises abschließt.“;

ii)

wird nach dem zweiten Gedankenstrich („spezielle Grundausbildung in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege“) folgender Wortlaut eingefügt:

„Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren; davon entfallen mindestens 10 Jahre auf die allgemeine Schulausbildung und weitere 3 Jahre auf die Berufsausbildung an einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, die mit einer erfolgreich bestandenen Prüfung zum Erwerb des Befähigungsnachweises abschließt.“.

2.

Nummer 2 wird unter „in Deutschland“ wie folgt geändert:

i)

Der dritte Gedankenstrich erhält folgende Fassung:

„—

Orthopädietechniker“;

ii)

der fünfte Gedankenstrich wird gestrichen.

3.

Nach Nummer 2 wird folgender Text eingefügt:

„2a.

‚Meister/Maître‘ (schulische und berufliche Bildung, die zum Berufsabschluss ‚Meister/Maître‘ führt) in den folgenden Berufen:

 

in Deutschland:

Metallbauer,

Chirurgiemechaniker,

Karosserie- und Fahrzeugbauer,

Kraftfahrzeugtechniker,

Zweiradmechaniker,

Kälteanlagenbauer,

Informationstechniker,

Landmaschinenmechaniker,

Büchsenmacher,

Klempner,

Installateur und Heizungsbauer,

Elektrotechniker,

Elektromaschinenbauer,

Boots- und Schiffbauer,

Maurer und Betonbauer,

Ofen- und Luftheizungsbauer,

Zimmerer,

Dachdecker,

Straßenbauer,

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer,

Brunnenbauer,

Steinmetz und Steinbildhauer,

Stuckateur,

Maler und Lackierer,

Gerüstbauer,

Schornsteinfeger,

Feinwerkmechaniker,

Tischler,

Seiler,

Bäcker,

Konditor,

Fleischer,

Frisör,

Glaser,

Glasbläser und Glasapparatebauer,

Vulkaniseure und Reifenmechaniker;

 

in Luxemburg:

Bäcker — Konditor (‚boulanger-pâtissier‘),

Konditor — Süßwarenhersteller (‚pâtissier-chocolatier-confiseur-glacier‘),

Metzger (‚boucher-charcutier‘),

Metzger (‚boucher-charcutier‘) — Pferdemetzger (‚boucher-charcutier-chevalin‘),

Traiteur (‚traiteur‘),

Müller (‚meunier‘),

Herren- und Damenschneider (‚tailleur-couturier‘),

Hutmacher (‚modiste-chapelier‘),

Kürschner (‚fourreur‘),

Schuhmacher (‚bottier-cordonnier‘),

Uhrmacher (‚horloger‘),

Gold- und Silberschmied (‚bijoutier-orfèvre‘),

Frisör (‚coiffeur‘),

Kosmetiker (‚esthéticien‘),

Maschinenbaumechaniker (‚mécanicien en mécanique générale‘),

Aufzugs-, Rolltreppen- und Wartungsinstallateur (‚installateur d’ascenseurs, de monte-charges, d’escaliers mécaniques et de matériel de manutention‘),

Büchsenmacher (‚armurier‘),

Schmied (‚forgeron‘),

Industrie-, Baumaschinen- und Materialmechaniker (‚mécanicien de machines et de matériels industriels et de la construction‘),

Kraftfahrzeug- und Motorradmechaniker (‚mécanicien-électronicien d’autos et de motos‘),

Karosserie- und Fahrzeugbauer (‚constructeur réparateur de carosseries‘),

Kraftfahrzeugspengler und -lackierer (‚débosseleur-peintre de véhicules automoteurs‘),

Ankerwickler (‚bobineur‘),

Elektroniker audiovisuelle Anlagen und Geräte (‚électronicien d’installations et d’appareils audiovisuels‘),

Kabelnetzbauer und -reparateur (‚constructeur réparateur de réseaux de télédistribution‘),

Elektroniker für Bürotechnik (‚électronicien en bureautique et en informatique‘),

Land- und Weinbaumaschinenmechaniker (‚mécanicien de machines et de matériel agricoles et viticoles‘),

Kesselbauer (‚chaudronnier‘),

Galvaniseur (‚galvaniseur‘),

Kraftfahrzeugsachverständiger (‚expert en automobiles‘),

Bauunternehmer (‚entrepreneur de construction‘),

Unternehmer für Straßenbau und Pflasterarbeiten (‚entrepreneur de voirie et de pavage‘),

Estrichleger (‚confectionneur de chapes‘),

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer (‚entrepreneur d’isolations thermiques, acoustiques et d’étanchéité‘),

Heizungs- und Wasserinstallateur (‚installateur de chauffage-sanitaire‘),

Kälteanlagenbauer (‚installateur frigoriste‘),

Elektriker (‚électricien‘),

Leuchtreklamenhersteller (‚installateur d’enseignes lumineuses‘),

Informationstechnologie- und Kommunikationselektroniker (‚électronicien en communication et en informatique‘),

Alarm- und Sicherheitsanlagenbauer (‚installateur de systèmes d’alarmes et de sécurité‘),

Schreiner — Möbelbauer (‚menuisier-ébéniste‘),

Parkettleger (‚parqueteur‘),

Monteur von Fertigbauteilen (‚poseur d’éléments préfabriqués‘),

Rollladen-, Jalousien- und Markisenbauer (‚fabricant poseur de volets, de jalousies, de marquises et de store‘),

Metallbauer (‚entrepreneur de constructions métalliques‘),

Ofenbauer (‚constructeur de fours‘),

Dachdecker — Klempner (‚couvreur-ferblantier‘),

Zimmerer (‚charpentier‘),

Marmorschleifer — Steinhauer (‚marbrier-tailleur de pierres‘),

Fliesen- und Plattenleger (‚carreleur‘),

Gipser und Fassadenmacher (‚plafonneur-façadier‘),

Anstreicher (‚peintre-décorateur‘),

Glaser (‚vitrier-miroitier‘),

Raumausstatter (‚tapissier-décorateur‘),

Kamin- und Kachelofenbauer (‚constructeur poseur de cheminées et de poêles en faïence‘),

Drucker (‚imprimeur‘),

Mediengestalter (‚opérateur média‘),

Siebdrucker (‚sérigraphe‘),

Buchbinder (‚relieur‘),

Mechaniker medizinisch-chirurgische Geräte (‚mécanicien de matériel médico-chirurgical‘),

Fahrlehrer (‚instructeur de conducteurs de véhicules automoteurs‘),

Metallbauer von Außenbekleidungen und Dachblechen (‚fabricant poseur de bardages et toitures métalliques‘),

Fotograf (‚photographe‘),

Musikinstrumentenbauer und -reparateur (‚fabricant réparateur d’instruments de musique‘),

Schwimmlehrer (‚instructeur de natation‘);

 

in Österreich:

Baumeister hinsichtlich der ausführenden Tätigkeiten,

Bäcker,

Brunnenmeister,

Dachdecker,

Elektrotechnik,

Fleischer,

Friseur und Perückenmacher (Stylist),

Gas- und Sanitärtechnik,

Glaser,

Glasbeleger und Flachglasschleifer,

Glasbläser und Glasinstrumentenerzeugung,

Hohlglasschleifer und Hohlglasveredler (verbundenes Handwerk),

Hafner,

Heizungstechnik,

Lüftungstechnik (verbundenes Handwerk),

Kälte- und Klimatechnik,

Kommunikationselektronik,

Konditor (Zuckerbäcker) einschließlich der Lebzelter und der Kanditen-, Gefrorenes- und Schokoladewarenerzeugung,

Kraftfahrzeugtechnik,

Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und -lackierer (verbundenes Handwerk),

Kunststoffverarbeitung,

Maler und Anstreicher,

Lackierer,

Vergolder und Staffierer,

Schilderherstellung (verbundenes Handwerk),

Mechatroniker für Elektromaschinenbau und Automatisierung,

Mechatroniker für Elektronik,

Büro- und EDV-Systemtechnik,

Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik,

Mechatroniker für Medizingerätetechnik (verbundenes Handwerk),

Oberflächentechnik,

Metalldesign (verbundenes Handwerk),

Schlosser,

Schmied,

Landmaschinentechnik,

Spengler,

Kupferschmied (verbundenes Handwerk),

Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und Terrazzomacher,

Stukkateur und Trockenausbauer,

Tischler,

Modellbauer,

Binder,

Drechsler,

Bootsbauer,

Bildhauer (verbundenes Handwerk),

Vulkaniseur,

Waffengewerbe (Büchsenmacher) einschließlich des Waffenhandels,

Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer,

Zimmermeister hinsichtlich der ausführenden Tätigkeiten.

Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren; davon entfallen mindestens 3 Jahre auf eine abgeschlossene Ausbildung im Rahmen eines strukturierten Ausbildungsgangs, der zum Teil im Unternehmen und zum Teil in einer berufsbildenden Einrichtung absolviert wird und mit einer Prüfung sowie einer mindestens einjährigen theoretischen und praktischen Ausbildung zum Meister abschließt. Die erfolgreich bestandene Meisterprüfung berechtigt zur Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit, zur Ausbildung von Lehrlingen und zum Führen des Titels ‚Meister/Maître‘.“.

4.

Unter Nummer 4 („Technischer Bereich“) wird die Rubrik „in Italien“ gestrichen.

II.

Anhang III wird wie folgt geändert:

Der Wortlaut der Rubrik „in den Niederlanden“ wird durch folgenden Wortlaut ersetzt:

„Reglementierte Bildungs- und Ausbildungsgänge, die dem Qualifikationsniveau 3 oder 4 des staatlichen Zentralregisters für Berufsausbildung entsprechen, das durch das Gesetz über Bildung und Berufsausbildung eingerichtet wurde, bzw. ältere Bildungs- und Ausbildungsgänge, deren Niveau mit diesen Qualifikationsniveaus gleichgestellt ist.

Für Niveau 3 und 4 der Qualifikationsstruktur gelten folgenden Beschreibungen:

Niveau 3: Verantwortung für die Anwendung und die Kombination genormter Verfahren. Kombination oder Entwicklung von Verfahren nach Maßgabe der organisatorischen oder arbeitsvorbereitenden Tätigkeiten. Fähigkeit, entsprechende Tätigkeiten gegenüber den Kollegen (unabhängig von der hierarchischen Stellung) zu rechtfertigen. Hierarchische Verantwortung für die Kontrolle und Betreuung der Anwendung genormter oder automatisch ablaufender Routineverfahren durch andere. Es handelt sich zumeist um fachliche Fähigkeiten und Kenntnisse.

Niveau 4: Verantwortung für die Ausführung zugewiesener Aufgaben sowie die Kombination oder Entwicklung neuer Verfahren. Fähigkeit, entsprechende Tätigkeiten gegenüber den Kollegen (unabhängig von der hierarchischen Stellung) zu rechtfertigen. Ausdrückliche hierarchische Verantwortung für die Planung und/oder die Steuerung und/oder die Organisation und/oder die Entwicklung des gesamten Produktionszyklus. Es handelt sich um fachliche und/oder nicht berufsbezogene Fähigkeiten und Kenntnisse.

Die beiden Niveaus entsprechen reglementierten Bildungs- und Ausbildungsgängen mit einer Gesamtdauer von mindestens 15 Jahren, die den erfolgreichen Abschluss der achtjährigen Pflichtschulzeit sowie vier Jahre mittleren berufsvorbereitenden Sekundarunterricht (‚VMBO‘) und daran anschließend eine drei- oder vierjährige Ausbildung des Niveaus 3 oder 4 an einer mittleren berufsbildenden Schule (‚MBO‘), die mit einer Prüfung abschließt, voraussetzen. (Die mittlere Berufsausbildung kann von 3 auf 2 Jahre verkürzt werden, wenn der Betreffende über eine Qualifikation verfügt, die zum Studium an einer Hochschule (14 Jahre Schulbildung davor) oder an einer höheren berufsbildenden Schule (13 Jahre Schulbildung davor) berechtigt).

Die niederländischen Behörden übermitteln der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten ein Verzeichnis der unter diesen Anhang fallenden Bildungs- und Ausbildungsgänge.“.


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