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Kontrollmaßnahmen: Geflügelpest

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Kontrollmaßnahmen: Geflügelpest

Die Europäische Union schafft einen Rechtsrahmen, der eine effiziente und zügige Bekämpfung der Geflügelpest ermöglichen soll.

RECHTSAKT

Richtlinie 92/40/EWG des Rates vom 19. Mai 1992 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Geflügelpest [Vgl. ändernde Rechtsakte]

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Richtlinie regelt die gemeinschaftlichen Bekämpfungsmaßnahmen, die bei Auftreten der Geflügelpest in Geflügelaufzuchtbetrieben anzuwenden sind, um die Seuche zu bekämpfen und ihre Verbreitung zu verhindern. Sie wird zum 1. Juli 2007 aufgehoben (Siehe Verbundene Rechtsakte").

Maßnahmen bei Seuchenverdacht

Befindet sich in einem Betrieb Geflügel, bei dem der Verdacht auf Geflügelpest besteht, so ist die zuständige Behörde unverzüglich zu benachrichtigen.

Der Betrieb wird sodann unter amtliche Überwachung gestellt, und ein amtlicher Tierarzt führt die erforderlichen Untersuchungen durch, um das Vorliegen der Seuche zu bestätigen.

Der Verkehr von Personen, die Verbringung von Geflügel und der Transport von Erzeugnissen werden geregelt: Isolierung des Geflügels mit Seuchenverdacht, Untersagung der Verbringung von Geflügel aus dem und zu dem Betrieb, Verkehr von Personen nur mit Genehmigung.

Maßnahmen bei Bestätigung der Seuche

Bei Bestätigung der Geflügelpest sind folgende Maßnahmen zu treffen:

  • unverzügliche Tötung des gesamten Geflügels im Betrieb und unschädliche Beseitigung der Tierkörper sowie der Eier;
  • Vernichtung aller Stoffe und Abfälle, die Träger von Ansteckungsstoffen sein könnten;
  • Ermittlung und Vernichtung des gesamten während der vermuteten Inkubationszeit erschlachteten, aus dem Seuchenbetrieb stammenden Geflügelfleischs sowie der in der vermuteten Inkubationszeit im Seuchenbetrieb erzeugten und weitergelieferten Eier;
  • Reinigung und Desinfektion der Stallungen sowie aller Gegenstände und Materialien, die mit den versuchten Tieren in Kontakt gekommen sind.

Darüber hinaus untersagt die Richtlinie die Verbringung von Geflügel und Geflügelerzeugnissen aus dem von der zuständigen Behörde als Schutzzone (im Radius von 3 km um den Seuchenbetrieb) und Überwachungszone (10 km) abgegrenzten Gebiet. Diese Regionalisierung ist für das Funktionieren des Binnenmarktes und den Handel mit Drittländern von Bedeutung.

In den Schutz- und Überwachungszonen werden Maßnahmen getroffen, um

  • sämtliche Geflügelhaltungsbetriebe zu ermitteln und das betreffende Geflügel klinisch zu untersuchen;
  • den Verkehr von Personen, die Verbringung von Geflügel und den Transport von Erzeugnissen innerhalb der Zone zu beschränken (Isolierung des Geflügels, Verbot der Verbringung von Geflügel und Eiern aus dem Betrieb bzw. der Zone, Verkehr von Personen nur mit Genehmigung usw.).

Die in der Schutz- und der Überwachungszone getroffenen Maßnahmen werden frühestens 21 bzw. 30 Tage nach der ersten Reinigung und Desinfektion des Seuchenbetriebs aufgehoben.

Laboratorien und Krisenpläne

Es wird ein gemeinschaftliches Referenzlaboratorium für Geflügelpest benannt, das insbesondere die Aufgabe hat,

  • im Benehmen mit der Kommission die Methoden zur Diagnose der Geflügelpest in den Mitgliedstaaten zu koordinieren;
  • bei der Ermittlung der Geflügelpestherde in den Mitgliedstaaten mitzuhelfen;
  • die Ausbildung bzw. Weiterbildung von Sachverständigen zu erleichtern.

Die Mitgliedstaaten benennen nationale Laboratorien, die für die Koordinierung der Standards und Diagnoseverfahren, für die Verwendung von Reagenzien und für die Vakzinprüfung zuständig sind.

Darüber hinaus erstellen die Mitgliedstaaten Krisenpläne mit Maßnahmen, die bei Ausbruch der Geflügelpest auf einzelstaatlicher Ebene zu treffen sind.

Bezug

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Richtlinie 92/40/EWG

1.1.1993

1.1.1993

ABl. L 167 vom 22.6.1992

Ändernde(r) Rechtsakt(e)

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Akte über den Beitritt Norwegens, Österreichs, Finnlands und Schwedens

1.1.1995

-

ABl. C 241 vom 29.8.1994

Verordnung (EG) Nr. 806/2003

5.6.2003

-

Abl. L 122 vom 16.5.2003

Akte über den Beitritt der Tschechischen Republik, Estlands, Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens, Sloweniens und der Slowakischen Republik

1.5.2004

-

ABl. L 236 vom 23.9.2003

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Richtlinie 2005/94/EG des Rates vom 20. Dezember 2005 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Aviären Influenza und zur Aufhebung der Richtlinie 92/40/EWG [Amtsblatt L 10 vom 14.1.2006].

Entscheidung 2006/437/EG der Kommission vom 4. August 2006 über die Genehmigung eines Handbuchs zur Diagnose der Aviären Influenza gemäß der Richtlinie 2005/94/EG des Rates [Amtsblatt L237 vom 31.8.2006]

Spezifische Maßnahmen für Überwachung und Sicherheit

Entscheidung 2006/563/EG der Kommission vom 11. August 2006 mit Maßnahmen zum Schutz gegen die hoch pathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N1 bei Wildvögeln in der Gemeinschaft und zur Aufhebung der Entscheidung 2006/115/EG [Amtsblatt L 222 vom 15.8.2006]

Entscheidung 2006/474/EG der Kommission vom 6. Juli 2006 über Maßnahmen zur Verhütung der Übertragung hoch pathogener Aviärer Influenza-A-Viren des Subtyps H5N1 auf in Zoos und in amtlich zugelassenen Einrichtungen, Instituten oder Zentren in den Mitgliedstaaten gehaltene Vögel und zur Aufhebung der Entscheidung 2005/744/EG [Amtsblatt L 187 vom 8.7.2006]

Entscheidung 2006/416/EG der Kommission vom 14. Juni 2006 über bestimmte Übergangsmaßnahmen zur Bekämpfung der hoch pathogenen Aviären Influenza bei Geflügel und anderen in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln in der Gemeinschaft [Amtsblatt L 164 vom 16.6.2006]

Entscheidung 2006/415/EG der Kommission vom 14. Juni 2006 mit Maßnahmen zum Schutz gegen die hoch pathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N1 bei Geflügel in der Gemeinschaft und zur Aufhebung der Entscheidung 2006/135/EG [Amtsblatt L 164 vom 16.6.2006]

Entscheidung 2005/734/EG der Kommission vom 19. Oktober 2005 mit Biosicherheitsmaßnahmen zur Verringerung des Risikos der Übertragung hoch pathogener aviärer Influenza-A-Viren des Subtyps H5N1 von Wildvögeln auf Hausgeflügel und andere in Gefangenschaft gehaltene Vogelarten und zur Früherkennung der Krankheit in besonders gefährdeten Gebieten [Amtsblatt L 274 vom 20.10.2005]

Diese Entscheidung wurde durch:

Entscheidung 2005/745/EG geändert [Amtsblatt L 279 vom 22.10.2005].

Entscheidung 2005/855/EG geändert [Amtsblatt L 316 vom 2.12.2005].

Entscheidung 2006/405/EG geändert [Amtsblatt L 158 vom 10.6.2006].

Entscheidung 2006/574/EG geändert [Amtsblatt L 228 vom 22.8.2006].

Entscheidung 2005/731/EG der Kommission vom 17. Oktober 2005 mit zusätzlichen Vorschriften für die Überwachung von Wildvögeln auf Geflügelpest (aviäre Influenza) [Amtsblatt L 274 vom 20.10.2005]

Durchführung von Erhebungen über Geflügelpest

2005/2006:

Entscheidung 2005/464/EG der Kommission vom 21. Juni 2005 über die Durchführung von Erhebungen über aviäre Influenza bei Hausgeflügel und Wildvögeln in den Mitgliedstaaten [Amtsblatt L 164 vom 24.6.2005]

2004:

Entscheidung 2004/111/EG der Kommission vom 29. Januar 2004 zur Durchführung von Erhebungen über Geflügelpestvorkommen in Haus- und Wildgeflügelbeständen in den Mitgliedstaaten im Jahr 2004 [Amtsblatt L 32 vom 5.2.2004]

Diese Entscheidung wurde geändert durch die Entscheidung 2004/615/EG [Amtsblatt L 278 vom 27.8.2004].

2002/2003:

Entscheidung 2002/649/EG der Kommission vom 5. August 2002 zur Durchführung von Erhebungen über Geflügelpestvorkommen in Haus- und Wildgeflügelbeständen in den Mitgliedstaaten [Amtsblatt L 213 vom 9.8.2002]

Durchführung von Erhebungen über Geflügelpest

Entscheidung 2005/732/EG der Kommission vom 17. Oktober 2005 zur Genehmigung der Programme zur Durchführung von Erhebungen der Mitgliedstaaten über Geflügelpestvorkommen in Haus- und Wildgeflügelbeständen im Jahr 2005 und zur Festlegung von Vorschriften für die Übermittlung der Ergebnisse und die Kostenerstattung im Rahmen der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an den Kosten der Durchführung dieser Programme [Amtsblatt L 274 vom 20.10.2005]

Entscheidung 2004/630/EG der Kommission vom 27. Juli 2004 zur Genehmigung der Programme für die Durchführung von Erhebungen der Mitgliedstaaten über Geflügelpestvorkommen in Haus- und Wildgeflügelbeständen im Jahr 2004 und zur Festlegung von Vorschriften über die Übermittlung der Ergebnisse und die Förderfähigkeit im Rahmen der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an den Kosten für die Durchführung dieser Programme [Amtsblatt L 287 vom 8.9.2004]

Diese Entscheidung wurde geändert durch die Entscheidung 2004/679/EG [Amtsblatt L 310 vom 7.10.2004].

Entscheidung 2002/673/EG der Kommission vom 22. August 2002 zur Genehmigung der Programme für die Durchführung von Erhebungen der Mitgliedstaaten über Geflügelpest bei Geflügel und Wildvögeln [Amtsblatt L 228 vom 24.8.2002]Diese Entscheidung wurde geändert durch die Entscheidung 2003/21/EG [Amtsblatt L 8 vom 14.1.2003].

Gemeinschaftliches Referenzlaboratorium

Entscheidung 96/99/EG der Kommission vom 12. Januar 1996 über eine Finanzhilfe der Gemeinschaft zum Betrieb des gemeinschaftlichen Referenzlaboratoriums für die Geflügelpest (Central Veterinary Laboratory, Addlestone, Vereinigtes Königreich) [Amtsblatt L 23 vom 30.1.1996]. Diese Entscheidung wurde durch die Entscheidung 97/421/EG geändert [Amtsblatt L 179 vom 8.7.1997].

See also

Weitere Informationen finden sich auf der Website der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission (EN).

Letzte Änderung: 25.10.2007

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