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Gewährleistung der Sicherheit von Aufzügen

Gewährleistung der Sicherheit von Aufzügen

Die Rechtsvorschriften der Europäischen Union (EU) über den Verkauf und die Inbetriebnahme von Aufzügen und Sicherheitsbauteilen für Aufzüge verfolgen zwei Hauptziele: i) den Verkauf von Aufzügen und deren Sicherheitsbauteile innerhalb des EU-Binnenmarktes zu erlauben und ii) ein hohes Sicherheitsniveaus für Aufzugbenutzer und Wartungspersonal sicherzustellen.

RECHTSAKT

Richtlinie 2014/33/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aufzüge und Sicherheitsbauteile für Aufzüge.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Rechtsvorschriften der Europäischen Union (EU) über den Verkauf und die Inbetriebnahme von Aufzügen und Sicherheitsbauteilen für Aufzüge verfolgen zwei Hauptziele: i) den Verkauf von Aufzügen und deren Sicherheitsbauteile innerhalb des EU-Binnenmarktes zu erlauben und ii) ein hohes Sicherheitsniveaus für Aufzugbenutzer und Wartungspersonal sicherzustellen.

WAS IST DER ZWECK DIESER RICHTLINIE?

Diese Richtlinie definiert einheitliche Vorschriften für den Verkauf und die Inbetriebnahme von Aufzügen und Sicherheitsbauteilen für Aufzüge. Sie gilt für Aufzüge, die Gebäude und Bauten dauerhaft bedienen und zur Personen- und Güterbeförderung bestimmt sind. Sie findet keine Anwendung auf Standseilbahnen, Baustellenaufzüge und Fahrtreppen und Fahrsteige.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die Richtlinie definiert die Pflichten der Hersteller, Einführer und Händler in Verbindung mit dem Verkauf von Aufzügen und Sicherheitsbauteilen für Aufzüge:

  • Alle in der EU vertriebenen Aufzüge und Sicherheitsbauteile für Aufzüge müssen die CE-Kennzeichnung tragen und damit versichern, dass alle wesentlichen Sicherheitsanforderungen der EU-Vorschriften erfüllt sind;
  • vor Erteilung der CE-Kennzeichnung muss der Hersteller ein Sicherheits- und Konformitätsbewertungsverfahren durchführen sowie die technischen Unterlagen für die Aufzüge und die Bauteile der Aufzüge erstellen;
  • die Einführer müssen überprüfen, ob das betreffende Konformitätsbewertungsverfahren vom Hersteller ordnungsgemäß durchgeführt wurde, und die für die Sicherheitsüberwachung zuständigen Behörden informieren, wenn sie der Auffassung sind, dass der Aufzug oder die Bauteile nicht den wesentlichen Sicherheitsanforderungen entsprechen;
  • alle technischen Unterlagen müssen dokumentiert und zehn Jahre lang aufbewahrt werden;
  • die Betriebsanleitung und die Sicherheitsinformationen müssen in einer Sprache verfasst sein, die von den Endnutzern leicht verstanden werden kann;
  • die Hersteller und Einführer müssen ihre Postanschrift auf allen Sicherheitsbauteilen und Aufzügen angeben;
  • Hersteller können die Konformität auf elektronischem Wege nachweisen.

Darüber hinaus gibt die Richtlinie vor, wie nationale Behörden, die für die Überwachung der Sicherheit zuständig sind, die Einführung von gefährlichen Sicherheitsbauteilen oder Aufzügen aus Drittländern identifizieren und verhindern können.

AB WANN TRITT DIE RICHTLINIE IN KRAFT?

Diese Richtlinie ist am 18. April 2014 in Kraft getreten. Sie hebt die Richtlinie 95/16/EG mit Wirkung vom 20. April 2016 auf.

HINTERGRUND

Die Richtlinie aktualisiert die EU-Vorschriften über den Verkauf von Aufzügen und Sicherheitsbauteilen für Aufzüge. Dies ist Teil der Bemühungen, das EU-Recht in einer Vielzahl von Industriebranchen zu modernisieren, um die Vorschriften zu vereinfachen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und klarere und einheitlichere Vorschriften zu schaffen.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Richtlinie 2014/33/EU

18.4.2014 Bestimmte Artikel und Punkte aus den Anhängen treten am 19.4.2016 in Kraft

19.4.2016

ABl. L 96, 29.03.2014, S. 251-308

Letzte Aktualisierung: 17.02.2015

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