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EU-Strategie zur Verringerung der CO2-Emissionen aus dem Seeverkehr

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EU-Strategie zur Verringerung der CO2-Emissionen aus dem Seeverkehr

Die Europäische Union hat eine ehrgeizige Agenda zur Bekämpfung des Klimawandels aufgestellt. Bis heute leistet bis auf den internationalen Seeverkehr jede Verkehrsart einen Beitrag zu den von der EU selbst gesetzten Zielen. Es werden nun jedoch Maßnahmen ergriffen, um den Seeverkehr in die Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen einzubeziehen.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Einbeziehung der Seeverkehrsemissionen in die Maßnahmen der EU zur Verringerung der Treibhausgasemissionen (COM(2013) 479 final vom 28. Juni 2013).

ZUSAMMENFASSUNG

Die Europäische Union hat eine ehrgeizige Agenda zur Bekämpfung des Klimawandels aufgestellt. Bis heute leistet bis auf den internationalen Seeverkehr jede Verkehrsart einen Beitrag zu den von der EU selbst gesetzten Zielen. Es werden nun jedoch Maßnahmen ergriffen, um den Seeverkehr in die Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen einzubeziehen.

WAS IST DER ZWECK DIESER MITTEILUNG?

Die EU macht mit dieser Mitteilung deutlich, dass sie die internationalen Bemühungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen (THG) voll und ganz unterstützt. Gleichzeitig unternimmt sie eigene Initiativen. In der Mitteilung wird das schrittweise Vorgehen zur Einbeziehung der Seeverkehrsemissionen in die Maßnahmen der EU zur Verringerung der Treibhausgasemissionen dargelegt.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die Einbeziehung der THG-Emissionen aus dem Seeverkehr in die Reduktionsverpflichtungen der EU kann in drei aufeinanderfolgenden Schritten erfolgen:

  • 1.

    Anwendung eines wirksamen Systems zur Überwachung von (Monitoring), Berichterstattung über (Reporting) und Prüfung von (Verification) Emissionen (MRV-System). Solch ein System würde verlässliche Daten über THG-Emissionen aus dem Seeverkehr liefern. Schiffseigner würden somit in die Lage versetzt, die von ihnen gewünschte zuverlässige Methodik anzuwenden. Ein Verordnungsvorschlag definiert den Anwendungsbereich sowie die operativen Merkmale eines solchen Systems.

  • 2.

    Festsetzung intermediärer Reduktionsziele. Es wurden bereits Vorschriften für alle Industriebereiche und Verkehrsarten eingeführt, um zum Ziel der EU beizutragen, die THG-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 % unter die Werte von 1990 zu senken. Diese Verpflichtung könnte auf den Seeverkehr ausgeweitet werden. Das Weißbuch 2011 zum Verkehr legte folgendes Ziel zur Emissionsminderung fest: Insgesamt sollten die CO2-Emissionen der EU im Seeverkehr bis 2050 gegenüber dem Stand von 2005 um 40 % (falls möglich, um 50 %) verringert werden.

  • 3.

    Einführung marktbasierter Maßnahmen. Hierbei würde für ein Schiff ein Beitrag in einen Kompensationsfonds gezahlt, der sich nach den Emissionen des unter die Regelung fallenden Schiffes richtet, beziehungsweise würden im Rahmen des Emissionshandelssystems der EU Zertifikate ausgetauscht.

HINTERGRUND

Die THG-Emissionen aus dem Seeverkehr entsprechen zurzeit 4 % der THG-Emissionen der EU. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die THG-Emissionen aus dem Seeverkehr künftig erheblich zunehmen werden - möglicherweise um 50 % gegenüber 2010. Die Verringerung dieser Emissionen wird nicht nur zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen, sondern auch zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch sowie niedrigeren Betriebskosten für Schiffe führen.

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Europäischen Kommission zur Verringerung der Seeverkehrsemissionen erhältlich.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Überwachung von, Berichterstattung über und Prüfung von Kohlendioxidemissionen aus dem Seeverkehr und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 525/2013 (COM(2013) 480 final vom 28. Juni 2013).

Letzte Aktualisierung: 19.03.2015

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