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Document 62022CA0061

Rechtssache C-61/22, Landeshauptstadt Wiesbaden: Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 21. März 2024 (Vorabentscheidungsersuchen des Verwaltungsgerichts Wiesbaden – Deutschland) – RL/Landeshauptstadt Wiesbaden

ABl. C, C/2024/3129, 21.5.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/C/2024/3129/oj (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, GA, HR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)

ELI: http://data.europa.eu/eli/C/2024/3129/oj

European flag

Amtsblatt
der Europäischen Union

DE

Reihe C


C/2024/3129

21.5.2024

Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 21. März 2024 (Vorabentscheidungsersuchen des Verwaltungsgerichts Wiesbaden – Deutschland) – RL/Landeshauptstadt Wiesbaden

(Rechtssache C-61/22  (1) , Landeshauptstadt Wiesbaden)

(Vorlage zur Vorabentscheidung - Verordnung [EU] 2019/1157 - Erhöhung der Sicherheit von Personalausweisen der Bürger der Europäischen Union - Gültigkeit - Rechtsgrundlage - Art. 21 Abs. 2 AEUV - Art. 77 Abs. 3 AEUV - Verordnung [EU] 2019/1157 - Art. 3 Abs. 5 - Verpflichtung der Mitgliedstaaten, in das Speichermedium von Personalausweisen zwei Fingerabdrücke in interoperablen digitalen Formaten aufzunehmen - Art. 7 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union - Achtung des Privat- und Familienlebens - Art. 8 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union - Schutz personenbezogener Daten - Verordnung [EU] 2016/679 - Art. 35 - Verpflichtung zur Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung - Aufrechterhaltung der zeitlichen Wirkungen einer für ungültig erklärten Verordnung)

(C/2024/3129)

Verfahrenssprache: Deutsch

Vorlegendes Gericht

Verwaltungsgericht Wiesbaden

Parteien des Ausgangsverfahrens

Kläger: RL

Beklagte: Landeshauptstadt Wiesbaden

Tenor

1.

Die Verordnung (EU) 2019/1157 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019 zur Erhöhung der Sicherheit der Personalausweise von Unionsbürgern und der Aufenthaltsdokumente, die Unionsbürgern und deren Familienangehörigen ausgestellt werden, die ihr Recht auf Freizügigkeit ausüben, ist ungültig.

2.

Die Wirkungen der Verordnung 2019/1157 werden aufrechterhalten, bis innerhalb einer angemessenen Frist, die zwei Jahre ab dem 1. Januar des auf die Verkündung des vorliegenden Urteils folgenden Jahres nicht überschreiten darf, eine neue, auf Art. 77 Abs. 3 AEUV gestützte Verordnung, die sie ersetzt, in Kraft tritt.


(1)   ABl. C 213 vom 30.5.2022.


ELI: http://data.europa.eu/eli/C/2024/3129/oj

ISSN 1977-088X (electronic edition)


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