Accept Refuse

EUR-Lex Access to European Union law

Back to EUR-Lex homepage

This document is an excerpt from the EUR-Lex website

Document 52019XC1007(02)

Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens nach Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel2019/C 336/04

C/2019/7095

OJ C 336, 7.10.2019, p. 7–10 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, HR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)

7.10.2019   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 336/7


Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens nach Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel

(2019/C 336/04)

Diese Veröffentlichung eröffnet die Möglichkeit, gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates (1) innerhalb von drei Monaten ab dieser Veröffentlichung Einspruch gegen den Antrag zu erheben.

EINZIGES DOKUMENT

„MIÓD SPADZIOWY Z BESKIDU WYSPOWEGO“

EU-Nr.: PDO-PL-02316 — 30.6.2017

g. U. (X) g. g. A. ( )

1.   Name(n)

„Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“

2.   Mitgliedstaat oder Drittland

Polen

3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels

3.1.   Art des Erzeugnisses

Klasse 1.4. Sonstige Erzeugnisse tierischen Ursprungs (Eier, Honig, verschiedene Milcherzeugnisse außer Butter usw.)

3.2.   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt

Der Honig mit dem Namen „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ ist ein flüssiger bzw. kristalliner Tannenhonigtauhonig. Als Rohstoff zur Erzeugung des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ dient Tannenhonigtau aus den Tannenwäldern des Gebirgszugs der Inselbeskiden (Beskid Wyspowy) und eines kleinen Teils des Gebirgszugs der Makower Beskiden (Beskid Makowski), der als Beskid Myślenicki bezeichnet wird. Der Honigtau an den Weißtannen (Abies alba) wird von der Grünen Tannenhoniglaus (Cinara pectinatae (Nördl.)) erzeugt, die neben anderen Arten zur Gattung der Cinara zählt.

Die Laus ernährt sich durch Saugen von Pflanzensaft aus den Trieben der Weißtanne. Von diesem Saft verwertet sie die Eiweißbestandteile, wohingegen sie die übrige, zähe Flüssigkeit, die hauptsächlich aus Kohlenhydraten besteht, ausscheidet. Diese wird als Honigtau bezeichnet. Die Bienen wiederum sammeln den Honigtau von den Nadeln und Trieben der Weißtannen und vom Waldboden unmittelbar unter den Tannen. Ursprünglich ist der Honigtau von heller Farbe, jedoch werden darin schnell verschiedene zusätzliche Stoffe eingetragen, wie etwa Pollenkörner oder Sporen von Pilzen und Algen. Diese zusätzlichen Stoffe verleihen dem Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ seine typische schwarzgrüne Farbe.

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ wird ausschließlich von Honigbienenvölkern erzeugt, die zum Dobra-Stamm der Rasse der Kärntner Honigbiene (Apis mellifera carnica) zählen oder durch Kreuzung mit anderen Bienen dieser Rasse (Apis mellifera carnica) entstanden sind. Bei der Kreuzung muss das Weibchen vom Dobra-Stamm, das Männchen hingegen von der Rasse der Kärntner Honigbiene stammen. Innerhalb des Zuchtgebiets und in seinen Randlagen dürfen nur Bienen des Dobra-Stamms der Rasse der Kärntner Honigbiene gezüchtet werden.

Mindestens 95 % des Gesamtgehalts an Honigtau in dem Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ entfallen auf Weißtannenhonigtau; höchstens 5 % des Honigtaus darf von Laubbäumen stammen.

Organoleptische Eigenschaften

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ ist von dichter, dickflüssiger Beschaffenheit. Der nicht kristallisierte Honig ist von schwarzgrüner Farbe und kann dunkelbraune Schattierungen aufweisen. Nach der Kristallisation hat er ein helleres Aussehen und ist von graugrüner bis brauner Farbe. Die Farbe des Honigs beträgt mindestens 86 mm auf der Pfund-Skala. Rund vier Monate nach dem Abschleudern des Honigs kristallisiert dieser allmählich und weist dann eine feine oder mittlere Körnung auf. Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ hat ein intensives Aroma mit einer besonderen, harzigen Note und einen milden, süßen Geschmack.

Honig mit Anzeichen von Phasentrennung oder Fermentation darf nicht unter der geschützten Bezeichnung „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ vertrieben werden.

Physikalisch-chemische Eigenschaften

Wassergehalt — höchstens 17,5 %

spezifische elektrische Leitfähigkeit in [mS/cm] — mindestens 1,20

in [10-4 S cm-1] — mindestens 12,00

Diastasezahl nach der Schade-Skala — mindestens 15

Gehalt an HMF (5-Hydroxymethylfurfural) — höchstens 15 mg/kg.

Mikrobiologische Eigenschaften

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ enthält Pilzsporen und Algen als Honigtauanzeiger. Bei den Pilzen sind solche der Gattung Atichia vorherrschend: Hormiscium, Triposporium, Capnophialophora pinophila und Triposporium pinophilum. Hierbei handelt es sich um Arten, die für diesen Honig typisch sind; sie kommen sowohl im Honigtau als auch im Honig selbst vor. Bei den Algen sind Zellen von Pleurococcus sp., Chlorococcus und Cystococcus vorherrschend. Außerdem können Blaualgen (Cyanophyceae) und Kieselalgen (Diatomeae) vorkommen. Die schwarzgrüne Farbe des Honigs ist auf das Vorhandensein genau dieser Honigtauanzeiger zurückzuführen.

3.3.   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)

Es ist zulässig, die Bienen mit Zuckersirup zu füttern, nachdem die Erzeugung des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ abgeschlossen ist. Unzulässig ist es hingegen, die Bienen während des Zeitraums der Honiggewinnung zu füttern. Während der Ruhezeiten dürfen die Bienen in Fällen, in denen die einwandfreie Entwicklung der Bienenvölker gefährdet ist, mit einem Teig aus Honig und Zucker gefüttert werden. Die Reizfütterung während der Ruhezeiten sollte spätestens 10 Tage vor Beginn der Honigtaubildung abgeschlossen sein.

3.4.   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen

Alle Schritte der Erzeugung und Gewinnung von „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ müssen in dem unter Punkt 4 genannten geografischen Gebiet stattfinden. Während der Honigerzeugung dürfen keine Behandlungen unter Anwendung von Arzneimitteln vorgenommen werden. Biologische Behandlungen, durch die der Honig nicht verunreinigt werden kann, sind zulässig.

Die Filtrierung des Honigs, das Vermischen mit anderen Honigarten sowie das Pasteurisieren oder Erhitzen über 40 °C sind unzulässig.

Nach der Kristallisation des Honigs in den Behältnissen für den Großhandel darf dieser in zweckbestimmter Ausrüstung (Verflüssigungskammer) bei einer geregelten Innentemperatur verflüssigt werden. Während dieses Vorgangs darf die Temperatur zu keinem Zeitpunkt 40 °C überschreiten. Die Temperatur in der Kammer muss mindestens einmal täglich in dem einschlägigen Betriebsbuch erfasst werden.

3.5.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ muss in dem unter Punkt 4 bezeichneten Gebiet verpackt werden.

Diese Vorgabe ergibt sich aus der traditionellen Imkereipraxis und ist notwendig, damit der Ursprung des Honigs überwacht und kontrolliert werden kann. So wird das Risiko, dass der Honig mit anderem Honig vermischt wird, verringert, es wird vermieden, dass Honige aus anderen Regionen missbräuchlich unter diesem Namen verkauft werden, und es wird sichergestellt, dass die besonderen Etikettierungsvorschriften in Absatz 3.6 beachtet werden.

Durch die Vorgabe soll außerdem die angemessene Qualität des Erzeugnisses gewährleistet und das Risiko einer Veränderung der physikalisch-chemischen Eigenschaften des Honigs (HMF-Gehalt, Diastasezahl) und der organoleptischen Eigenschaften vermieden werden. Da sich Honig hygroskopisch verhält, ist nicht auszuschließen, dass er Wasser absorbiert oder schnell kristallisiert, wenn er nicht unter den geeigneten Bedingungen transportiert wird, und es ist ferner nicht auszuschließen, dass der Honig Fremdgerüche annimmt, wodurch sich sein Geschmack möglicherweise vollständig verändern würde. Des Weiteren sollte der Honig mit besonders ausgestatteten Fahrzeugen transportiert werden.

3.6.   Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen

Imker, die den Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ gewinnen und verpacken, und Betriebe, die den Honig ankaufen und abfüllen, sind verpflichtet, ein einheitliches Etikett zu verwenden. Mit der einheitlichen Etikettierung sollen die adäquate Qualität des Produkts gewährleistet und seine Rückverfolgung erleichtert werden. Ausgegeben werden die Etiketten durch den Erzeugerverband Stowarzyszenie Producentów Miodu Spadziowego z Beskidu Wyspowego, der der zuständigen Kontrollstelle auch die Grundsätze für die Etikettenausgabe mitteilt und die Aufzeichnungen über die ausgegebenen und verwendeten Etiketten übermittelt. Die Grundsätze für die Etikettenausgabe dürfen Erzeuger, die dem Verband nicht angehören, keinesfalls diskriminieren.

4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ wird in den Kreisen (Powiaten) Limanowski und Myślenicki der Woiwodschaft Kleinpolen (Małopolskie) gewonnen.

5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ verdankt seine Qualität aber nicht nur der Einzigartigkeit der natürlichen Umwelt, sondern auch dem hohen handwerklichen Können der örtlichen Imker. Nur dank der Wechselwirkung dieser Faktoren ist die Gewinnung von Honigtauhonig möglich, der sich durch diese typischen Merkmale auszeichnet.

Gegenwärtig sind rund 40 % der Fläche der Inselbeskiden mit Wäldern bestanden, bei denen es sich überwiegend um Mittelgebirgswälder wie Buchen-Tannen-Wälder, Tannenwälder und Tannen-Fichten-Mischwälder handelt. Die Durchdringung mit Weißtannenwäldern ist die höchste in ganz Polen.

In den Inselbeskiden kam ursprünglich auf den mit Tannen bestandenen Flächen als heimische Bienenrasse die Kärntner Honigbiene (Apis mellifera carnica) vor, die sich an die schwierigen klimatischen Bedingungen und die schlechte Nektarausbeute anpassen konnte. Im Laufe der Evolution entwickelte sich eine heimische Population, die später als „Dobra“ bezeichnet wurde. Auch ihr ist es infolge natürlicher Auslese gelungen, sich an die schwierigen Umgebungsbedingungen anzupassen, und sie hat etliche wertvolle Merkmale ausgebildet — wie etwa Krankheitsresistenz und eine große Winterfestigkeit sowie die Umstellung auf Honigtau während der Winterruhe, das Einstellen der Eiablage im September, die verhaltene Wiederaufnahme der Eiablage im Frühjahr und die rasche aufsteigende Entwicklung, nachdem sich die Witterung stabilisiert hat. Der Dobra-Stamm der Kärntner Honigbiene hat eine sehr ressourceneffiziente Weise der Nahrungsaufnahme im Winter entwickelt. Daher gibt es ein natürliches Vorkommen dieser Bienen in den genannten Gebieten, und obwohl Honigtauhonig nicht als Winterfutter für Bienen geeignet ist, überstehen sie den Winter gut. Andere Bienenrassen und -stämme würden den Winter nicht überleben, wären sie allein auf die Honigtauvorräte in den Inselbeskiden angewiesen.

Die besonderen Eigenschaften des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“, beispielsweise sein hoher Anteil an Tannenhonigtau, hängt eng mit der Erzeugungsregion, den Tannenwäldern der Inselbeskiden, zusammen. Die Tannen nehmen Wasser, Mineralsalze und Spurenelemente aus dem Boden auf; diese gelangen dann in den Pflanzensaft, dem Rohstoff für die Erzeugung von Honigtau. Die besondere Zusammensetzung und die besonderen Eigenschaften des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ sind zudem unabdingbar mit dem Vorkommen der Grünen Tannenhoniglaus in den Tannenwäldern der Inselbeskiden sowie der chemischen Zusammensetzung des von ihr erzeugten Honigtaus verbunden. Kennzeichnend für den Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ sind die hohe elektrische Leitfähigkeit und die chemische Zusammensetzung des Erzeugnisses, die auf den hohen Gehalt an Mineralsalzen im Boden des Gebirgszuges der Inselbeskiden zurückgehen.

Ein weiteres Identitätsmerkmal des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ ist der erhöhte Anteil von Pollen windblütiger Pflanzen. Des Weiteren enthält er Pollen insektenblütiger Pflanzen, jedoch ist dieser Anteil deutlich geringer als in Nektarhonigen, was auf den Umstand zurückzuführen ist, dass in dem Zeitraum, in dem Honigtau an den Weißtannen in den Inselbeskiden vorkommt, nur der Nektar der Lindenbäume für gewerbliche Zwecke verfügbar ist. Der erhöhte Gehalt an Pollen windblütiger Pflanzen sorgt unter anderem dafür, dass Nektar von Nektarpflanzen kaum oder gar nicht in dem Erzeugnis vorkommt, was ein Identitätsmerkmal des Honigtauhonigs von Nadelbäumen und insbesondere des Tannenhonigtaus ist.

Der Umstand, dass die Bienen den Nektar des Tannenhonigtaus schon lange sammeln, ist für das Gebiet der Inselbeskiden ebenfalls typisch und hat zur Entwicklung des lokalen Stamms der Dobra-Biene geführt, was den sehr engen Zusammenhang zwischen dem Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ und seinem Erzeugungsgebiet belegt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte der Stamm der Dobra-Biene Verhaltensweisen zum Überleben in dem Gebiet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die wichtigste Nektarquelle der Honigtau ist, und in dem Bienen anderer Rassen oder Stämme nicht ohne Zufütterung überleben konnten. Dank ihrer spezifischen Eigenschaften kann sie in Gebieten mit Tannenwäldern wild leben. Die Eigenschaften der Bienen des Dobra-Stamms, die sich im Laufe von Jahrhunderten entwickelten, haben bewirkt, dass sie gegenwärtig am besten geeignet sind, um den Rohstoff für den Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ aufzunehmen, denn je schneller dies geschieht, umso besser gehen die Umwandlung und Veränderung des Rohstoffs vonstatten, sodass ein Honig höchster Qualität entsteht. Auch die hohen Werte für Diastaseaktivität in dem Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ verdeutlichen die Bedeutung der besonderen Verhaltensweisen, die von den Bienen des Dobra-Stamms in den Inselbeskiden entwickelt wurden, und weisen auf den hohen Gehalt an wertvollen Enzymen in dem Honig hin, die sich in den Körpern der Bienen des Dobra-Stamms der Rasse der Kärntner Honigbiene bilden, der in der Region der Inselbeskiden vorkommt.

Im Zuge der langen Tradition der Imkerei in dem abgegrenzten Gebiet konnten die örtlichen Imker hohe handwerkliche Fähigkeiten ausbilden. Sie verwendeten keine eingeführten Stämme oder Kreuzungen mit Bienen, die nur schlecht an die klimatischen Verhältnisse und an das Nektarvorkommen in dem Gebiet angepasst sind, und dank ihrer Haltung dieses Nutztieres ist es gelungen, den Dobra-Stamm bis heute unverändert zu erhalten. Die örtlichen Imker erarbeiteten die Vorschriften für die Erzeugung und die Art und Weise der Gewinnung des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ sowie für die Bienenhaltung. Dank der Bemühungen der örtlichen Imker ist die Kärntner Honigbiene des Dobra-Stamms seit dem Jahr 2014 als genetische Ressource geschützt, und in zwei Gemeinden des Powiats Limanowski wurde ein Zuchtgebiet ausgewiesen. Diese Maßnahme trägt zum Schutz der einzigartigen Merkmale der Bienen des Dobra-Stamms und somit unmittelbar zur Erhaltung der besonderen Merkmale des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ bei.

Der Honig „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ zeichnet sich durch einen geringen Gehalt an Wasser und HMF (5-Hydroxymethylfurfural) aus. Der geringe Wassergehalt ist ein Indikator dafür, dass die Biene im Bienenstock während der Honigreifung für die Verdunstung des Wassers sorgt, sowie für die sachgerechte Bestimmung des Zeitpunkts der Honigernte durch den Imker. HMF bildet sich durch die im Honig enthaltenen Einfachzucker, wenn das Erzeugnis stark erhitzt und lange gelagert wird. Der niedrige HMF-Gehalt des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ belegt, dass das Erzeugnis frisch ist und bei niedriger Temperatur erhitzt wurde, sodass seine wertvollen Inhaltsstoffe erhalten geblieben sind. Das Fachwissen und die Erfahrung der örtlichen Imker sowie die Sorgfalt, die sie darauf verwenden, die Frische des Honigs zu gewährleisten, wirken sich auf die chemische Zusammensetzung und folglich auf die besonderen Eigenschaften des Honigs „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ aus.

Das Zusammenwirken aller genannten Faktoren, darunter der hohe Anteil von Weißtannenwäldern, die Haltung von Bienen des lokalen Dobra-Stamms, die saubere Umwelt und das günstige Mikroklima in den Inselbeskiden, die traditionelle Form der Imkerei und die handwerklichen Fähigkeiten der örtlichen Imker spiegeln sich in den besonderen Eigenschaften des Honigs mit dem Namen „Miód spadziowy z Beskidu Wyspowego“ unmittelbar wider.

Hinweis auf die Veröffentlichung der Spezifikation

(Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 dieser Verordnung)

https://www.gov.pl/web/rolnictwo/wnioski-przekazane-komisji-europejskiej


(1)  ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1.


Top